heide-derby
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20.06.2018: Gestern nun sind die meisten Tauben der "Wurst-Teams" eingetroffen,ein Team liefert heute und der Bernd Röhlig am Donnerstag. Nächste Woche kommen noch die Tauben vom Daniel Wiegand per Kurier und Uli Wiehagen mit persönlicher Anlieferung und dann war es das auch schon fast. Die Tauben von Dirk deBeer werden dann den Abschluß der Anlieferungszeit bilden. Bis jetzt sind die recht milden Temperaturen noch mein Verbündeter, sodass noch keine Anzeichen der JTK trotz der sehr massierten Anlieferung der letzten 2 Wochen erkennbar sind. Ab und an sitzt mal eine krumm rum,aber das ist ja ganz normal. Manche vertragen die Nackentropfen nicht so gut die ersten 1-2 Tage, manche finden nicht gleich das Wasser und manche sind eben ein bischen überfordert mit all den fremden Milieus, in welche sie da hineingegeben wurden. Todesfälle gab es noch keine und auch keine Taube,die dauerhaft krumm sitzen würden. Bislang berappeln sie sich immer so nach 1-2 Tagen von allein. Auch ist dieses Jahr (bislang) keine dabei, die "totgeimpft" wurde,dadurch hatte ich ja letztes Jahr den ersten Verlust.Nun werden auch heute oder Morgen Abend das erste Mal die Türen geöffnet und die Tauben in den Freilauf gelassen. Freiflug kann man das ja nicht nennen,weil ich sie durch gezielte Futtergabe auf dem Rasen und dem völlig freie Hand lassen noch gar nicht ans Fliegen bekommen will. Sie sollen sich den Schlag und die Umgebung ganz in Ruhe einprägen. Die ersten Tage sind ja immer die kritischsten. Wenn sie sich da irgendwie erschrecken und hochgehen, dabei über die Bäume ausser Sichtweite fliegen,dann gibt es Verluste. Sie sollen ganz in Ruhe die Orientierung aufnehmen können. Ein Raubvogelangriff in dieser Zeit wäre natürlich sehr schlecht. Aber schauen wir mal.

19.06.2018: Wenn man eine gegensätzlich zur eigenen Meinung laufende Ansicht in sehr deutlichen Worten mitgeteilt bekommt,dann neigt man ja fast reflexartig dazu, sich persönlich angegriffen und beleidigt zu fühlen. Wenn man aber mal darüber hinweg kommt und das Gesagte reflektiert,kann es sein,das man ganz andere Gesichtspunkte erkennt als man sie selber hat. Warum erzähle ich das? Ich habe gestern eine Mail von einem von mir sehr hoch geschätzten Sportfreund bekommen,in welcher  er mit sehr deutlichen Worten und Bildern meine Entscheidung kitisiert,die Tauben auf den ersten WSC Flug ab Basel zu setzen. Die Tauben seien zu unerfahren,hätten sich mit Masse bislang nur so "nach Hause gemogelt",ausserdem wäre es ein Richtungswechsel um 90 Grad. Zusammengefasst:der Sportfreund erwartet ein "Debakel" und ich sollte den Tauben "doch lieber den Kopf abreißen als sie auf den Flug zu setzen,wenn ich sie loswerden will." Das ist natürliches hartes Brot,wenn einem das so um die Ohren gepfeffert wird. Aber da ich ja weiß,wie der Sportfreund so tickt, und wie man das, was er sagt und wie er es sagt, betrachten muss,bin ich nicht beleidigt oder sauer sondern eher dankbar,dass da jemand ist,der auch mal eine klare Kante zeigt und frei heraus spricht (auch wenn´s vielleicht weh tut). Das ist mir immer noch tausend Mal lieber als dieses ewige Hintenrum,was ja vielfach im Taubensport vorhanden ist. Ich schätze es sehr,wenn man mit offenem Visier kämpft und ich bin auch keiner,der sich jetzt weinend in der Ecke verstecken muss........
Zur "Verteidigung" meines Entschlusses sei aber hier nochmal angefügt,dass ich natürlich nicht völlig unbedarft an das Thema Weitstrecke rangehe,sondern mir im Vorfeld schon Gedanken darüber gemacht habe. Die Tauben werden am Wochenende wahrscheinlich (bei den Wetterprognosen muss man ja heutzutage echt vorsichtig sein) den Großteil der Strecke seitlichen Schiebewind haben. Zudem sind die Temperaturen im sehr angenehmen Flugbereich,also nicht bruttig heiß und es herrscht eine von Süd nach Nord zunehmende Bewölkung. Alles keine schlechten Bedingungen. Zudem müssten die Tauben auch im RV Programm den 600er mitmachen und da wir ja vom Osten fliegen,ist es sehr wahrscheinlich,dass sie dort sogar Kopfwind hätten. Auch der angesprochene Richtungswechsel bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als anderen Sportfreunden. Wenn eine Taube sich gut orientieren kann,dann kann sie das auch aus dem Südwesten genauso wie vom Osten. Das beweist doch allein der jährliche London-Flug,den viele ganz normale Programmspieler von der Ost/Südostrichtung als Abschluß der Saison beschicken und die Tauben auch nach Hause bekommen.
Ich sehe also in dem ersten 600er im WSC keinen großen Unterschied zu einer Teilnahme im RV Programm. Natürlich gibt es Züchter, so wie auch meinen Freund Manfred Meyerholz, die ihre Jährigen nur bis 350/400 KM spielen,weil sie sagen,dass sie später trotzdem noch Astauben werden können. Das ist ja auch richtig und völlig legitim,wenn diese Züchter so handeln,sagt aber nichts darüber aus,ob diese Tauben nicht auch ohne Probleme weitere Flüge bewältigen könnten.. Aber im Hause Steinert wurden die Jährigen schon immer voll durchgespielt. Wenn sie fit im Kopf und am Körper sind,kommen diese jährigen Tauben problemlos nach Hause. Und mehr müssen sie ja nicht tun.Preise erwartet doch keiner von ihnen. Aber ob sie das schaffen, das will ich wissen. Warum sollte ich,wenn ich doch Tagesweitstrecke spielen will, Tauben über den Winter nehmen,von denen ich nicht mal weiß,ob sie von 600 überhaupt nach Hause kommen? Nein, das müssen sie mir wenigstens ein Mal beweisen.
(Und nebenbei: Manfreds Tauben fliegen z.B. in Rumänien jährig bereits bis 900 KM Spitze. Das Zuhause Lassen ist einfach nur eine persönliche Entscheidung von ihm und hat nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Tauben zu tun.)

18.06.2018: Auch die am Wochenende angelieferten Tauben fügen sich  überwiegend nahtlos in das Bild der im Gegensatz zu letztes Jahr klar verbesserten Taubenqualität ein. Da sind dieses Jahr wirklich echte Kracher dabei. Schön war es auch,die Züchter am Schlag zu haben, zu klönen und zu fachsimpeln,gemeinsam zu lachen und einfach eine schöne Zeit zu haben. Ich habe auch den Eindruck,bei OLR im Allgemeinen,nicht nur bei mir, ist der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl unter den Züchtern viel stärker als im "Normalen Leben". Jeder gönnt dem Anderen was, alle sind nett zueinander und es wird sich mit jedem gefreut,der etwas erringt und eine gute Leistung abliefert. Neid und Missgunst, Cliquenwirtschaft, Grüppchenbildung, Gerüchte hinter dem Rücken,all das hat bei OLR anscheinend keinen Platz. Da fragt man sich doch: warum kann das nicht auch sonst so sein? Wir sind doch alles erwachsene Leute,die Spaß mit ihrem Hobby im Kreise Gleichgesinnter haben wollen.
Nun ist auch bald die Hütte voll wenn diese Woche noch die Tauben der "Wurst-Teams" und vom Daniel Wiegand kommen. Am 30.06. fahre ich selber mit 2 Sportfreunden hoch zu Dirk deBeer um die Derbytauben und 2 Gutschein-Tauben abzuholen. Das mache ich natürlich nicht nur,weil ich so ein netter Kerl und der Dirk so ein guter Züchter ist,sondern auch aus Eigennutz,denn ich wollte mir das bei ihm da immer schon mal selber ansehen. Vielleicht (bzw. ganz bestimmt) kann man sich als Züchter da noch Fruchtbares rausziehen.
Der 400er in der RV am Wochenende war ein anspruchsvoller Flug und Abends beim Auswerten fehlte noch ein Teil der Tauben. Überbewerten muss man das aber nicht,da beim Auswerten die Preise gerade mal 2 Stunden um waren,da wird also noch ordentlich was nachgekommen sein. Ein schwerer,aber kein schlimmer Flug. Ich selbst hatte ja keine Tauben in der Kabine. Am Mittwoch wird jetzt eingekorbt für den ersten Flug im WSC ab Basel,für mich etwa 630 KM. Alles,was Federn hat,muss mindestens ein Mal mit auf 600, hatte ich im Frühjahr geschrieben. So ganz stimmt das nicht. Der fahle 428,der ja 2 Wochen in Hameln saß bevor Vater und Sohn Stumme ihn mir brachten,bleibt zu Hause und auch der 563,den ich ja am Tag nach dem ersten 400er völlig entkräftet nur 10 KM von hier abgeholt habe, wird nicht am Flug teilnehmen. Der Rest aber muss in den Korb. Preise erwarte ich keine. Ich erwarte auch nicht,dass es jede Taube nach Hause schafft. Aber von denen,die es schaffen ,will ich auf jeden Fall Eines sehen: eine schnelle Regeneration. Dann dürfen sie auch zweijährig werden.

15.06.2018: Gestern Abend wurde mir als letzte Taube vom 400er vor 2 Wochen der 712 aus Kyritz in Brandenburg gemeldet. Das ist so ungefähr die halbe Strecke in gerader Linie vom Auflassplatz. Der Vogel ist schwer an Flügel und Brust verletzt und der meldende Züchter (übrigens der RV Vorsitzende der RV Prignitzbote Kyritz in der auch Bernd Pilgrim reist) will jetzt erstmal schauen,ob er ihn überhaupt aufgepäppelt bekommt. Selbst dann ist der Vogel wohl für die Reise 2019 nicht mehr zu gebrauchen,denn der Brustmuskel und der Flügel sind ja hauptverantwortlich für das lange anhaltende,ausdauernde und schnelle Fliegen,und wenn da mal was böse kaputt war,dann kann die Taube nie wieder ihre Leistung zu 100% abrufen. Und da ich ja keinen Zuchtschlag habe,ist eine nicht reisefähige Taube für mich dann somit leider nicht mehr zu gebrauchen. Trotzdem werde ich diese Taube natürlich ,wenn sie überlebt und keine andere Lösung gefunden werden kann, dort selbst abholen und wieder bei mir in den Schlag setzen. Das ist nun mal die Verantwortung,die man als Brieftaubenzüchter hat,dass man sich auch kümmert,wenn sie irgendwo aufgelesen werden. Was genau ich mit dem Vogel mache ,weiß ich noch nicht. Eine Invalidenstation werde ich mir jedenfalls nicht einrichten(können),dafür ist zu wenig Platz. Vielleicht biete ich ihn bei einer Benefiz-Auktion an oder stifte ihn als Preis für irgendetwas. Er hat ja auf dem Derby 2017 gut geflogen und war auch 1 Woche bevor er wegkam noch Schlagerster auf dem verkrachten Stargard-Flug. Mal schauen. Vielleicht möchte ihn ja auch der Sportfreund behalten,der ihn jetzt pflegt,er ist ja wirklich ein sehr beeindruckender Vogel,wenn er fit ist. Da wird sich schon eine Lösung finden.
Angekommen sind gestern auch die Tauben aus Norwegen und Dänemark. War ein sehr nettes und informatives Gespräch mit dem "Pendler zwischen den Welten" Dirk Gebert (der Bruder von Martin Gebert welcher die Seite tauben-versteigerung.de betreibt) über die taubensportliche Situation in Norwegen und Dänemark. Ich muss sagen,die Dänen haben ein Reiseprogramm,da würde so manchem Deutschen der Arsch auf Grundeis gehen. Respekt für diese Tauben,die da sitzen. Wenn die übrig bleiben und in den Verkauf gehen,dann sind die Tauben von Knud Madsen für mich der absolute Geheimtipp,wenn man was Hartes zum Einkreuzen sucht.Die Eltern haben bis 1000 KM (!!) Spitze geflogen.Schon beeindruckend,diese Leistungen auf dem Pedigree zu sehen........

14.06.2018: Auch die Tauben von gestern reihen sich in das Gesamtbild des stark verbesserten Taubenbestandes ein. Das waren ausnahmslos gut gebaute Tauben mit einem sehr schönen Federwerk,denen man rein körperlich durchaus zutraut,anständig zu fliegen. Es wird dieses Jahr noch viel mehr als letztes Jahr also auf die Köpfe,also die Intelligenz, der Tauben ankommen, ob sie sich vorne platzieren können oder nicht. Und ganz am Ende werden dann solche Kleinigkeiten ausschlaggebend sein wie z.B. ob eine Taube zügig reingeht oder eher noch ein paar Sekunden draußen auf dem Dach sitzt.Ich finde es durchaus positiv,dass nun (hoffentlich) viel mehr Tauben dabei sind,die auch wirklich das Potential haben,den "Pott" zu holen.Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Spannung hoch. Ich erwarte einfach,dass die As-Tauben am Ende alle sehr eng beieinander liegen und es ein bis ins Finale sehr spannendes Rennen bleibt.
Denn eins ist auch klar: den größten Vorteil der herkömmlichen Rennen kann ich hier nicht bieten. Bei herkömmlichen Rennen kann auch eine Taube,die bis dahin überhaupt nichts geleistet hat, auf dem Endflug plötzlich vorne sein und dem Züchter einen fetten Gewinn plus Versteigerungserlös bringen (Sh. z.B. Usedom 2017). Wenn bei meinem Derby eine Taube schon auf den ersten 4 Flügen schlecht geflogen hat,dann wird sie auch mit einem 1. Platz auf dem Endflug keine Astaube mehr. Da ist für viele dann die Spannung weg.Die können sich "höchstens" noch über die Urkunde und die 100€ für den 1.Konkurs freuen. Aber ich denke, all jene,die auf einen "Lucky Punch" bei den anderen Derbys hoffen haben sich zu meinem Rennen gar nicht erst angemeldet.Ich persönlich finde es einfach fairer,dass auch die Taube den Pott holt,die konstant sehr gute Leistungen gezeigt hat und mehrere Flüge in die Spitze geflogen ist. Wäre ich aber ein kommerzielles Rennen,also auf die Einnahmen angewiesen,um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten,dann würde ich auch die klassische Variante anbieten. Damit bekommt man einfach mehr Tauben und somit auch mehr Gewinn ins Haus.Denn diese Rennen leben zu einem Großteil von der Hoffnung der Teilnehmer,den einen großen Wurf auf dem Endflug zu landen.

13.06.2018: Gestern Abend rief noch ein Teammitglied des Teams Schalke an und verabredete sich für heute zur persönlichen Anlieferung. Der fährt stolze 400 KM einfache Strecke ,nur um die Teamtauben vorbei zu bringen,eine beachtliche Leistung. Überhaupt bin ich immer wieder erstaunt,wie sehr sich einige Sportfreunde einsetzen. Das ist wirklich aller Ehren wert und davor kann man nur den Hut ziehen.
Die gestern angelieferten Tauben haben meine Theorie wieder bestätigt,dass dieses Jahr die Qualität der Tauben in der Breite deutlich höher ist als letztes Jahr. Es sind ja nun ca. 50% Teilnehmer aus 2017 und 50% neue Sportfreunde dabei. Man merkt schon,dass  die meisten Sportfreunde sich da wirklich Gedanken darüber machen,was für Tauben sie zum Derby schicken und nicht nur irgendwelche Papiertiger versenden,deren Abstammung vom Augenschein her passt. Das gefällt mir sehr gut,denn die ganzen Wackelkandidaten in 2017,die ich gleich nach der Anlieferung auf meine persönliche "Vorwarnliste" gesetzt hatte, haben das Derby dann letztlich auch nicht überstanden.Das Geld für diese Tauben kann sich sowohl der schickende Züchter als auch ich als Ausrichter für die Versorgung wirklich sparen.
Heute kommen dann die Tauben von Uwe Hinrichs per Kurier und die vom Team Schalke als persönliche Lieferung und dann wollen wir doch mal schauen,ob auch diese Tauben den Trend bestätigen.

12.06.2018: Diese Woche steht auch ganz im Zeichen der Anlieferung. Heute kommen die Tauben von Karsten Stappert, Markus Winter, SG Wirz und Urs Zehnder hier an, Mittwoch dann die von Uwe Hinrichs, Donnerstag kommt der Sportfreund  Dirk Gebert aus NORWEGEN und bringt die Tauben des Sportfreundes Madsen aus DÄNEMARK hier vorbei, Freitag kommen die Tauben vom Martin Rickert und am Wochenende kommen wieder einige Sportfreunde zur persönlichen Anlieferung. Uff!
Es freut mich aber,dass ich mittlerweile so "international" bin. Schweiz,Dänemark,Norwegen,nur die Belgier und Holländer haben mich noch nicht "gefunden". Aber der Sportfreund Radtke wohnt ja hart an der Grenze,der gilt ja schon als Halb-Belgier:-). Die Temperaturen sind jetzt,wo der Schlag sich doch gut füllt,auch wieder im mittleren 20er Bereich angekommen,sodass es nicht zu heiß und drückend ist. Dies wäre ja zusätzlich zu dem Zusammenkommen dieser ganzen verschiedenen Schlagmilieus ein weiterer begünstigender Faktor für den Ausbruch der JTK. Natürlich wird die auch in diesem Jahr kommen,da muss man sich gar keine Hoffnungen machen. Es kommt immer nur darauf an,in welcher Ausprägung dieses Ereignis eintritt. Im letzten Jahr habe ich es relativ schnell mit Moro-Suppe und Furazolidon-Kapseln für die schweren Fälle in den Griff bekommen,aber das heißt ja nicht,dass das dieses Jahr auch so klappt. Kommt halt immer auf den Erreger-Stamm an,der für den Ausbruch verantwortlich ist und ob man die Sekundär-Infektionen gut behandelt bekommt. Für den Notfall habe ich natürlich bereits Traumeel, Enrok und Collistin bereitliegen. Würde mich natürlich freuen,wenn ich es wieder ohne hinbekomme,aber wenn es nötig ist,dann ist es eben nötig.Auch damit werde ich im Gegensatz zu anderen Derbys nicht hinterm Berg halten,denn ich habe nichts zu verbergen. Natürlich wird dort auch teils ziemlich massiv mit Antibiotika gearbeitet,aber wenn man die Berichte so liest und mit den Leuten spricht,dann kan man den Eindruck bekommen,die wissen gar nicht,wie "Antibiotika" überhaupt geschrieben wird........aber das kennt man ja auch aus dem normalen Programm zur Genüge. Da frage ich mich nur,wo denn überall die ganzen Resistenzen herkommen,wenn niemand Antibiotika (zur Leistungssteigerung) einsetzt. Ein richtig ehrliches Völkchen sind wir Taubenzüchter nicht gerade;-)

11.06.2018: Gestern war ein sehr schöner Anlieferungstag im Garten. Viele Sportfreunde waren da,alte Bekannte,neue Gesichter,eine gelöste Stimmung mit netten Gesprächen,so muss das doch sein. Dann weiß man auch,warum Taubensport auch Spaß machen kann:-)
Was mir bislang aufgefallen ist: dieses Jahr hat sich die Taubenqualität nochmal gesteigert.Vielleicht ist es auch ein allgemein besseres Zuchtjahr. Aber es sind wirklich nur bislang 2-3 Tauben dabei,die mir so gar nicht gefallen und wo ich zu wissen glaube,dass sie das Rennen nicht überstehen werden. Diese Anzahl war letztes Jahr doch deutlich höher. Schauen wir mal,was da noch so Alles ankommt,aber ich denke,es wird dieses Jahr so sein,dass eine viel größere Anzahl der Tauben um die vorderen Plätze mitkämpfen wird. Das wird für alle Teilnehmer kein Selbstläufer werden! Und das ist auch wirklich gut so,denn so bleibt es für viele spannend bis zum Ende. Wollen wir mal schauen,ob ich am Ende Recht behalte mit meiner Einschätzung.Jedenfalls bin ich bislang sehr sehr zufrieden mit dem,was da angliefert wurde.....

09.06.2018: Ein netter kleiner 170 KM Flug heute bei dem die andere EST uns wieder ordentlich Preise abgenommen hat. In der EST mache ich noch 8/3 und in der RV Liste nur 8/1 und 2 im Anhang. Tja,so ist das Leben eben. Es sind alle Tauben zu Hause obwohl es für einen derart kurzen Flug doch anspruchsvoller war als gedacht. Der Regio-Flug wurde ja abgesagt und jede RV sollte fahren wie es ihr passt. Die RVen Lüneburg und Harburg standen heute etwas weiter in Milmersdorf,haben gemeinsam aufgelassen und es war wohl (wieder mal) sehr schwer für diese RVen. 127 Minuten Konkurs allein in Lüneburg für gerade mal 100 Preistauben......da sind wir mit 60 Minuten Konkurs ja noch ganz gut gefahren.  Im RV Programm war dies dann wohl mein letzter Flug,da ja jetzt nur noch Regio-Flüge kommen und dort gebe ich keine einzige Taube mehr mit,solange dieser FL dort das Sagen hat. Deswegen steht jetzt erstmal nur noch der erste 600er im WSC am 23.06. auf dem Plan und wenn der vernünftig läuft und die Tauben gut regenerieren (so sie denn von da wiederkommen natürlich) dann gehen vielleicht noch 1-2 nach London. So habe ich jetzt Zeit und Luft,um mich ganz dem Derby zu widmen.Das passt sehr gut mit der heißen Phase der Anlieferungszeit zusammen. Also bin ich heute sehr zufrieden..........

07.06.2018: Gestern ist noch eine fehlende Täubin vom Stargard-Flug zurückgekehrt. Schön rund und gesund,die war also bei irgendeinem tierlieben Menschen/Züchter drin und wurde nun weitergeschickt. Der Flug am kommenden Wochenende ist jetzt als Regionalflug gestrichen worden,die RVen sollen in Eigenregie einen Flug organisieren,der aber nur für das RV-Programm zählt. Zu groß war wohl das Murren nach den 2 schlechten ersten Regio-Flügen und zu unsicher sind sich die Verantwortlichen über die Wetterlage am kommenden WE. So wird die Verantwortung eben an die 3 RV Flugleiter weitergereicht. Man will halt nicht nochmal verantwortlich sein,wenn ein Flug in die Hose geht und wenn eine RV am Samstag auflässt und es schief geht,kann man dann immer noch sagen: selber Schuld. Wie auch immer, ich glaube nicht,dass meine Tauben Morgen in die Kabine kommen,die 2 verspätet abgeholten Vögel schonmal gar nicht. Die sind noch lange nicht so weit. Und wenn sich an der Vorhersage der Großwetterlage mit starker Gewitterneigung am Samstag bis morgen Nachmittag nichts ändert,bleiben auch die Anderen zu Hause. Der 1. Flug ab Basel im WSC,der an diesem WE stattfinden sollte,ist auch abgesagt worden. Der zu erwartende Ostwind,die Temperaturen und die Gewittergefahr auf der Strecke haben zur Absage geführt. Ich hätte ja eh nicht setzen können,aber dies nenne ich mal vorausschauendes Verhalten im Sinne der Tauben. Kein Larifari,sofort klare Kante,jeder weiß,woran er ist, Punkt aus. Natürlich gibt es auch da Leute,die murren,die gibt´s immer,aber im Sinne der Tauben eine vorbildliche Entscheidung,die dort getroffen wurde. Und da sagt man immer,die Weitstreckler wären so harte Züchter,die immer auflassen. Stimmt (zum Glück) nicht.

06.06.2018: Gestern wurde ein weiterer Vogel nicht weit weg von hier gemeldet und abgeholt. Somit fehlt jetzt "nur" noch der 712,welcher auf dem Stargard-Flug noch Schlagerster war. Auch anhand des Vogels gestern zeigt sich,dass die Tauben es einfach aus Entkräftung irgendwann nicht mehr schaffen,weiterzufliegen,auch wenn sie nur noch ein paar KM von zu Hause entfernt sind. Ein Trauerspiel ist das. Es braucht Zeit ,um diese Tauben körperlich und seelisch wieder aufzubauen.Ja,auch seelisch,da bin ich überzeugt von. Und wenn man Pech hat,dann erzeugt so ein traumatisches Erlebnis auch einen "Bruch" im Charakter einer Taube,die ist dann nicht mehr für die Reise zu verwenden.
Gestern sind auch weitere Tauben per Kurier eingetroffen und auch heute kommen wieder welche. Der Sportfreund Latislaw kommt am Wochenende persönlich vorbei und wohl noch einige Sportfreunde. Es füllt sich also so langsam gut auf im Derbyschlag. Das freut mich sehr,endlich wieder junges Leben in der Bude:-)

05.06.2018: Folgende Mail habe ich heute von einem erfahrenen Sportfreund bekommen:
Ist bei dir noch was nachgekommen? Das ist ja ein Jammer mit eurem Kaotenauflassleiter. Wie kann man am Freitag Abend los fahren, wo doch klar war, dass am Samstag auf der Strecke den ganzen Tag gewittrige Wetterlage angesagt war und dann hat er am Sonntag keinen Arsch in der Hose gehabt, die Tauben später zu starten, denn Vormittags waren ja von Westbrandenburg bis Ostniedersachsen noch breite Schauerfronten zu sehen und so warm war es ja gestern nicht, dass man nicht hätte später auflassen können.
Das Unterstrichene passt ganz gut zu den Beobachtungen der Sportfreunde,welche gesagt haben,dass die Tauben teilweise durch den Regen geflogen sein müssen.Nasses Gefieder,rote Nasen. Auch der 853 sah so aus. Und natürlich hat sich auch gleich gestern der Sohn des Regio-FL im Forum zu Wort gemeldet und versucht, alles zu relativieren und zu verharmlosen bzw. mich selbst auch in ein schlechtes Licht zu stellen. Allerdings glaube ich ihm seine Worte sogar,als er schrieb,dass alle froh waren,als ich mich für 2017 abgemeldet hatte. Ist ja auch nicht angenehm,wenn da jemand ist,der immer den Finger in die Wunde legt und die eigenen fadenscheinigen Argumente sachlich widerlegen kann..... Man könnte fast lachen,wenn es nicht so traurig wäre.
Gestern habe ich den 563 von Privatleuten aus Bavendorf,keine 15 KM von hier entfernt,weggeholt. Der konnte die letzten Meter nicht mehr fliegen, war völlig fix und alle. Wenn man so was sieht und dann weiß,dass das alles unnötig war,dann hofft man,das die Verantwortlichen dafür einem nicht in nächster Zeit über den Weg laufen.

 
04.06.2018: Gestern um 18:45 Uhr kam noch der 969 von Mathias Frank an. Damit sind jetzt 3 von 6 zu Hause. Es haben mich einige Anrufe und viele Mails erreicht,in denen die Leute8teils selbst langjährige Flugleiter) ihre Fassungslosigkeit über die immer wieder auftretenden Abläufe in unserem Regio zum Ausdruck gebracht haben. Ja,es ist einem Außenstehenden schwer zu vermitteln,warum tatsächlich JEDES Jahr einer oder mehr der ersten Regioflüge derart in die Hose gehen. Das ein Flug trotz guter Bedingungen mal schwer wird oder verlustreich,geschenkt. Das passiert Jedem Mal und ist weder schön noch erklärbar.Aber der Flug gestern war doch wieder "mit Ansage". Im Übrigen genau wie der erste 400er letztes Jahr, wo die Tauben ja durch ein riesiges Regengebiet fliegen mussten. Man unterstellt den Verantwortlichen ja nicht mal Vorsatz,schließlich haben sie auch ihre eigenen Tauben in der Kabine,aber wenn man so hört,wie dort Entscheidungen getroffen werden und was da alles abgeht,wenn man hört,dass die beiden anderen FL lediglich "informiert" werden anstatt in die Abläufe mit eingebunden(obwohl festgelegt ist,dass Entscheidungen von allen FL gemeinsam getroffen werden),wenn man sieht,wie diese Leute absolut keinen Lerneffekt aus ihren Handlungen ziehen und im Herbst auf der Versammlung tatsächlich behaupten "das waren alles glatte Flüge dieses Jahr",dann muss man sich schon fragen,was genau dort in den Köpfen vor sich geht. Aber es sind ja nun nicht nur die Entscheidungsträger allein. Es sind auch alle Züchter,die Jahr für Jahr diese Leute im Amt bestätigen, weil sie selber zu faul oder zu feige sind,diesen undankbaren Job zu machen. Und so werden Leute über Jahre im Amt gelassen,die es zwar vielleicht gut meinen und bemüht sind,aber leider jedes Jahr aufs Neue beweisen,dass sie mit dem Job schlichtweg überfordert sind.
Andererseits ist es auch ganz gut ,dass es auch in 2018 so gelaufen ist wie eigentlich immer,denn das hat mir gezeigt,das mein Weg weg vom Regio 150 die richtige Entscheidung war. So werde ich also ab 2019 die Tauben noch die ersten 3 Flüge bei uns in der Kabine setzen und dann als Gastzüchter in der RV Uelzen und Umgebung, um sie auf die Flüge im WSC vorzubereiten. Das hätte ich dieses Jahr schon machen sollen. Aber man hat ja immer Hoffnung,dass sich irgendwann irgendwas bessert.Leider war diese Hoffnung vergeblich. Schade nur um die Tauben,welche diese Entscheidungen mit ihrem Leben bezahlen müssen.
.......ach ja: natürlich werde ich jetzt wegen dieser Zeilen kräftig angefeindet werden (Feind liest schließlich eifrig mit). Denn unter Taubenzüchtern scheint zu gelten: Totschweigen,Aussitzen,Vergessen. Im Herbst regt sich doch über diese Flüge jetzt kein Mensch mehr auf. Trotzdem kann und darf sowas nicht ungesagt bleiben. Und hätten diese Leute sowas wie ein Gewissen und einen Arsch in der Hose würde sich die ganze Führungsriege inklusive FL auf Regio-Ebene verabschieden.

03.06.2018: 14 Uhr: Die Tauben wurden um 06:55 Uhr aufgelassen. Stand jetzt sind bei mir von 6 Tauben keine da,bei meinem Kumpel 3 von 16 und bei einem anderen Bevenser Züchter 3 von 23. Wollen wir mal keine voreiligen Schlüsse ziehen,aber ich denke mal,das war´s dann auch. Für viele, nicht nur für mich.Es macht ja auch wenig Sinn, Tauben zu setzen,wenn sie mit aller Gewalt weggejagt werden sollen. Ach ja,und heute morgen hat mir ein LKW am Garten die ganze Fahrerseite meines Autos zerschrammelt. Joah,läuft bei mir.......
Was Positives: Gestern sind die Tauben von meinem RV Kollegen Christian Niemann gekommen,ebenso wie die Tauben vom Team Küstentaube und von Peter Fuschera, die dankenswerterweise von meinem guten Kumpel Uwe Heeschen gebracht wurden. Heute Morgen war dann der Sportfreund Erich Koppenhöfer mit seinen Tauben da.Der Derby-Schlag füllt sich also so langsam und ich habe auch heute schon den halben Vormittag bei den Kleinen gesessen. Taubensport kann sehr schön sein,wenn man sich die Tauben nicht wegjagen lassen muss.......18:30 Uhr: 2 von 6 haben den Heimweg geschafft.Das Auswerten ist auf  Morgen 10 Uhr verschoben worden. Schon erwähnenswert,dass man sich ,trotzdem man jeden abtelefoniert hat, nicht sicher ist ,ob man die  ca. 120 Preistauben überhaupt voll hat. Und das sind ja nur 33,3% der Gesetzten. Ich stell die Uhr Morgen früh in die EST,bevor ich in die Werkstatt und zum Versicherer fahre.Gott sei Dank habe ich ja keine Schuld am Unfall aber ärgerlich ist es allemal,dass man jetzt ein Unfallauto hat. Interessant ist übrigens noch,dass beide Vögel,die da sind,von der SG Stumme aus Bad Münder stammen. Der 853( beim Heidederby 2017 war er 8.As-Taube) war wieder Erster und der 928 ca. 10 Minuten später. So ganz schlechte Tauben scheinen die nicht zu haben........

02.06.2018: Der Flug konnte heute nicht gestartet werden und die Tauben bleiben bis Morgen stehen. In der RV sind es noch etwas über 350 Tauben geworden. Schauen wir mal,was sie morgen so nach einer Nacht im Kabi machen......

01.06.2018: Heute soll nun also zum 2. Regionalflug ab 400 KM eingesetzt werden. Ein bischen merkwürdig ist das schon,weil Morgen den ganzen Tag Gewitterneigung angezeigt ist und einige RVen schon auf Sonntag verschoben haben. Aber nun ja,die werden schon wissen,was sie tun....Etliche Züchter haben nun nach dem Flug letzte Woche schon die Nase voll und wollen nicht mehr setzen oder zumindest den 400er aussetzen. So verständlich wie das ist,es bringt einen doch nicht weiter. Und die Tauben auch nicht. Mein Vater hat dazu immer gesagt: "Man kann sich auch totschonen!" Natürlich ist es richtig, dass man Spätheimkehrern auch mal eine Pause gönnt. Und natürlich ist es genauso richtig,zu schauen,in welchem Zustand die Tauben ankommen und wie sie sich bis jetzt regeneriert haben. Aber die Tauben,die letzte Woche am Flugtag oder am nächsten Tag nach Hause gekommen sind,die kann man doch einwandfrei wieder setzen. Lässt man fitte und gesunde Tauben zu Hause,werden sie dadurch gewiss nicht schlauer. Man schleppt sie nur ins nächste Jahr ohne das sie was gelernt oder geleistet haben.
Da ich ja nächste Woche den ersten Flug im WSC leider nicht setzen kann (das ärgert mich ein bischen), werde ich heute die Vögel jedenfalls einkorben. Denn Üben übt,wie man so schön sagt....

31.05.2018: Der 428 wurde gestern von Michael Stumme abgeholt und er wird ihn mir dann übernächste Woche vorbeibringen.Das freut mich sehr,das das geklappt hat und dafür sind die Netzwerke,die man sich aufbaut ,ja auch gut geeignet. Letztes Jahr habe ich ja eine Taube von Manfred Meyerholz hier aus der Ecke bei Privatleuten abgeholt und dieses Jahr fliegt der Vogel bereist 2 Preise und 1x davon sogar als Schlagerster. Nicht jede Taube,die irgendwo strandet,ist eine Schlechte.......
Die bislang angelieferten 11 Derby-Tauben haben sich schon gut eingelebt und auch an mich gewöhnt,beim Füttern kommen sie schon direkt ran ohne Scheu. In den Ausflug gehen sie auch schon,nur die Voliere ist ihnen wohl noch zu unheimlich.
Gestern Abend hat der Sportfreund Koppenhöfer angerufen,er bringt am Wochenende seine Derby-Tauben selbst vorbei. Bei einer einfachen Strecke von über 500 KM eine beachtliche Leistung,die er da auf sich nimmt. Er verbindet das mit einem Kurzurlaub übers Wochenende samt Ehefrau in unserer Kurstadt. Eine gute Idee für all jene,die sich den Streß mit den Lieferdiensten nicht antun wollen. In jedem Fall gebührt dem Erich für die Tour,die er auf sich nimmt,mein vollster Respekt!

29.05.2018: Leider ist keine Taube mehr nachgekommen. Also 5 Verluste und einer in Hameln gemeldet. Das ist natürlich hart. Aber das Leben geht weiter. Auf der Heimfahrt gestern habe ich auch eine überfahrene Taube gesehen,allerdings war die schon zu breitgefahren,als das ich da noch den Ring rausgefischt hätte. So enden viele der fehlenden Tauben. Sie sehen das Flimmern der Straße und denken in ihrem Durst,das wäre Wasser, gehen runter,laufen an oder auf der Straße rum und dann erwischt es sie.
Den ersten Basel-Flug im WSC werde ich auch verpassen,denn ich habe nächste Woche ein Seminar in Hannover.Ich komme dann zwar jeden Tag abends nach Hause,aber dann hat man ja auch keine Lust mehr,noch groß irgendwo hinzufahren. So werde ich sie denn auch auf dem 400er am nächsten WE setzen können,natürlich nur dann,wenn der Plan so beibehalten wird und sich nicht noch etwas aufgrund des schweren Fluges letzten Samstag ändert.Die Tauben sind jedenfalls wieder fit. Ich werde nur noch die Vögel setzen,die Weibchen kommen jetzt in die Box.
Die für diese Woche angedachten Taubenlieferungen sind nun alle abgesagt,da die Transporteure bei über 30 Grad nicht fahren. Das ist auch ganz vernünftig so,dass muss ja nicht sein. Und wie ich schon schrieb ,ist es auch bezüglich der Eingewöhnung kein Problem,das haben wir ja letztes Jahr gesehen.Vielleicht bekomme ich noch welche,die mir die/der Züchter selbst bringt und am nächsten WE kommt ja schon der Sportfreund Helmut Linden. Mal sehen,wie viele Tauben er mit seinem Sammelangebot zusammenbekommt.

27.05.2018: Heute Morgen um 05:12 Uhr (!!) ist der 309 als achte Taube gekommen.....und seitdem nichts mehr. Dafür wurde der Fahle 428 heute aus der Nähe von Hameln gemeldet. Saß bei Privatleuten am Goldfischteich und ließ sich durch den herbeigerufenen Züchter problemlos greifen. Hinweis dazu: ich halte die Tauben nicht zahm.Körperlich, so der Züchter, ist der Vogel gar nicht mal so runter. Aber das ist ein Phänomen,dass ich hier auch schon öfter hatte,wenn ich gerufen wurde,um eine Taube irgendwo wegzuholen. Die Tauben sitzen wie abwesend da und lassen sich einfach so greifen. Komplett gaga im Kopf.....so flog der 428 also gestern gut 160 KM südlich von zu hause hin ....ich habe schon Kontakt zum Michael Stumme aufgenommen ob er den Vogel dort wegholen und später dann mit den Derby-Tauben zu mir bringen kann. Der bleibt dann zu Hause und kann im nächsten Jahr nochmal eine Chance bekommen.Immerhin fliegen ja 3 Vollgeschwister von ihm letztes Jahr zweistellig und auch dieses Jahr wieder eine Vollgeschwister mit 1.Konkurs. Der darf noch eine Chance bekommen.
In der RV haben heute beim Auswerten um 11 Uhr immer noch gut 40% der Tauben gefehlt und es sind bei den Züchtern Morgens auch nur sehr vereinzelt Tauben gekommen, wie man hört. Tja,das war natürlich ein herber Nackenschlag.

26.05.2018, 06:00 Uhr: Der Auflass unserer Tauben erfolgte schon um 05:30 Uhr.  Bezüglich der zu erwartenden Tagestemperaturen sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Die Sicht ist sehr gut,der Ostwind (noch) relativ schwach,also rechne ich mit der Ankunft der ersten Tauben gegen 09:00 Uhr,vielleicht etwas früher.
Gestern ist noch eine der beiden fehlenden Tauben, die 231, vom 2. Preisflug nach Hause gekommen. Ein bischen mager,ein bischen dreckig ,aber sonst ok. So fehlt also von 2 Vor-und 3 Preisflügen bislang nur die weiße 301. Und auch bei der bin ich mir ziemlich sicher,dass sie nicht tot ist,sondern irgendwo eine "neue Heimat" gefunden hat. Denn wenn eine weiße Taube (und dann noch mit Tipesring,MUSS ja was Gutes sein!!) irgendwo einspringt,dann wird die sofort eingebunkert und kommt nimmermehr raus.Und sei es nur,damit die Enkelchen oder Kinderchen was zu Gucken haben.
Gestern hat dann auch der Sportfreund Bär gemailt,dass der für nächste Woche geplante Versand seiner Tauben nichts wird,weil der Transporteur aufgrund der  erwarteten Temperaturen über 30 Grad keine Transporte durchführt. Auch das ist absolut nachvollziehbar im Sinne des Tierwohls. Und es macht wirklich nichts aus.Denn wie das letzte Jahr gezeigt hat, klappt auch die Eingewöhnung von Jungen,die mit bis zu 50 Tagen geliefert, problemlos. Also keine Bange,wir werden das Kind (bzw.die Tauben) schon so schaukeln,dass alles glatt läuft.
So,dann wollen wir mal schauen,wie sie heute den 1. RegioFlug überstehen. Daumen drücken!!10 Uhr: Offensichtlich ein schwerer Flug heute. Nur wissen wir gerade nicht so recht,warum eigentlich. Meine erste Taube kommt um 08:55 Uhr,also in einer recht normalen Zeit. Und aus dem richtigen Loch. Kurz darauf sah ich auch eine Taube bei meinem Kumpel Dieter ankommen. Als um 09.15 Uhr immer noch keine weitere Taube da war, fuhr ich zu ihm,um zu hören,wie es bei ihm aussieht. Nun ja,lange Rede, kurzer Sinn. Stand 09:30 Uhr sind bei Dieter 2 von 27 da gewesen,bei mir auch 2 von 14, bei einem anderen Züchter 15 Kilometer vorgelagert 3 von auch über 20 und bei einem Züchter der RV Harburg 6 von 61. Die Tauben bei Dieter kamen um 08.49 Uhr sowie 08:59 Uhr und dann war Sense. Was auffällt bei den Anderen: die alten Tauben fehlen und es waren Jährige da.Alles sehr merkwürdig. Wir waren uns relativ schnell einig, dass die Witterung oder der erste gemeinsame Auflass nicht der Grund sein können sondern das beim Auflass irgendwo in der Nähe zu selben Zeit ohne Absprache ebenfalls Tauben aufgelassen worden sein müssen. Also Kreuzungsverkehr. Leider ist es ja so,dass hier im gesamten norddeutschen Raum auch viele Polen auflassen,die sich nirgendwo eintragen,sodass es für die Flugleiter unheimlich schwer ist, zu erkennen,wer in der Nähe steht,wieviele Tauben die an Bord haben und wann sie auflassen. Zudem haben wohl ALLE RVen heute früh aufgelassen um der Mittagshitze zu entkommen also war viel Verkehr in der Luft. Für uns die einzige Erklärung für diesen schleppenden Verlauf. Nun gilt es also,die Tauben möglichst vernünftig nachzubekommen. Ich drücke dafür allen Züchtern ganz fest die Daumen!19:00 Uhr: Es sind 6 von 14 Tauben zurück, woanders sieht es ähnlich aus,bei Manchen besser,bei Manchen schlimmer. Das Ausrechnen wurde auf Morgen 10:30 Uhr verschoben. Das allein sagt ja schon was.

25.05.2018: Heute ist nun also Einsetzen zum ersten gemeinsamen Regionalflug ab Stargard, ca. 300 KM. Bei Temperaturen von Morgen an die 30 Grad, starkem Rückenwind und wolkenlosem Himmel sicherlich wieder ein Härtetest gerade für Jährige.Ich tippe auf einen sehr zeitigen Auflass um der Mittagshitze möglichst zu entgehen und einer Flugzeit von knapp 3 Stunden bei den ersten Tauben.2014 habe ich unter solchen Bdingungen ja mal einen 1. Konkurs geflogen. Da gehe ich aber Morgen bei meinen derzeitigen Tauben nicht von aus. Die sind noch nicht so sattelfest. Heute bekommen die Tauben schon Tollyamin Forte ins Trinkwasser,morgen nach der Rückkehr ebenso. Gerade bei so einer Hitze hat es sich als vorteilhaft erwiesen,bereits am Einsatztag Elektrolyte und Aminosäuren zuzuführen. Die Tauben kommen einfach frischer an und regenerieren besser. Und der Rest ist Hoffnung....
Morgen werde ich auch nachmittags nach Wittingen fahren um am Saisonanfangstreffen des WSC Wittingen teilzunehmen. Dort wird das Reisejahr 2018 in seinen Abläufen besprochen. Auch werde ich dort die ersten Tauben für das Derby in Empfang nehmen. Am Sonntag kommt dann der Sportfreund Mathias Frank mit seinen Rennern und ab nächster Woche geht es dann richtig los. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen,was da wieder alles für Täubchen angeliefert werden....

24.05.2018: Es ist immer schön zu sehen,wenn es sich auszahlt, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit geht. der Sportfreund Lothar Scheugl hat ja auch einen Youtube Kanal und er hat einen Jugendlichen dazu inspiriert,sich jetzt auch Tauben anzuschaffen. Auch wenn solche Beispiele selten sind, zeigen sie doch,dass es immer besser ist,eine offene Kommunikation zu führen,als still im Kämmerlein zu sitzen und auf den Tod zu warten. Unser Verband hätte z.B. mehr als genügend Mittel,um selbst eine kleine Youtube-Serie über Taubenzüchter,ein Taubenleben oder oder oder zu starten im Stil einer "Daily-Soap." Aber da gibt es ja nicht mal einen verbandseigenen Account,über den man sich der Öffentlichkeit präsentieren könnte.Man plant lieber weiter an einem Museum oder dem Gang nach China. Traurig und beschämend, wie wenig sich "unser" Verband um das Wohlergehen und die Zukunft unseres Hobbys schert........

22.05.2018: Ich habe mir heute mal die Wettervorhersage für die nächsten 3 Wochen angesehen und es soll sich hier an der Gesamtlage mit Sonnenschein, hohen Temperaturen und teils kräftigem Ost/Nordostwind nichts ändern. Schon beim Einsetzen letzte Woche haben wir darüber diskutiert,wann es wohl das letzte Mal 3 Flüge hintereinander Rückenwind gab und jetzt soll es auch erstmal so bleiben. Insgesamt also ein sehr ungewöhnliches Reisejahr bislang. Ich selbst kann mich nur noch an das Jahr 1992 erinnern, das erste Jahr,in dem hier vom Osten gereist wurde. Da gab es auch überwiegend Rückenwind und all die alten,bewährten, guten Tauben der Südrichtung versagten dort kläglich. Der Endflug von 630 Km verlief damals unter 6 Stunden! Tja,und im nächsten Jahr waren es dann wie eigentlich üblich wieder mehrheitlich westliche Winde und die alten Tauben waren wieder top. Insofern wird es dieses Jahr interessant werden, zu verfolgen,welche Züchter und welche Tauben mit dem vermehrten Rückenwind gut fliegen. Und wenn der Wind auch NORDöstlich weht,wird unsere RV sicherlich in der Gesamtschau besser als sonst in der Regio-Liste abschneiden. Ich selbst bin von meinen Depri-Trip vom Wochenende wieder runtergekommen. Ich habe jetzt auf 5 Flügen nur 2 Tauben verloren,das ist doch was. Einige Umstellungen habe ich in Absprache mit Manfred Meyerholz nun ab dieser Woche vorgenommen,mal sehen,ob es hilft. Unter Anderem werden die Tauben jetzt nur noch ein Mal am Tag herausgelassen. Aber letztlich hat sich doch das bewahrheitet,was ich im Vorfeld schon gepredigt habe: die Tauben brauchen einfach länger,um mit der Trennungssituation nach dem Kabi-Auflass klarzukommen. Wenn sie dann noch Rückenwind haben, sehr gut drauf und unerfahren sind,dann überfliegen sie eben oder fliegen mit anderen Tauben mit,bis sie merken,dass sie falsch sind. Das sie gesund sind, genügend "Akku" haben und auch wissen,wo der Schlag steht, zeigen sie mir ja,indem sie alle wiederkommen. Nur eben sehr verspätet. Der Frust über die sportlich schlechten Ergebnisse der letzten beiden Flüge,den habe ich mir selber zuzuschreiben,weil ich von meiner eigenen Maxime,nicht zuviel von den Tauben zu erwarten,abgewichen bin. Da muss ich noch ruhiger werden und meine Erwartungen WIRKLICH der Situation anpassen........

21.05.2018: Nachdem die Tauben heute ein erfrischendes Bad genießen durften,habe ich die Ochsentour auf mich genommen, an die Elbe zu fahren und etwa 200 Kilo reinen Elbsand für die Schläge zu beschaffen Autsch! Aber nun sind die Schläge fertig,ebenso wie die Voliere und die neuen Derby-Tauben können kommen. Bald ist es soweit! YEAH! Ich freue mich gerade so richtig schon wieder auf die Zeit,wenn ich abends im Garten sitze und der ganzen Meute zugucke, wie sie bei geöffneten Türen raus und rein geht. In dieser Zeit fällt alles von mir ab und ich bin einfach nur ein glücklicher,zufriedener Mensch.

20.05.2018: Eine gute Nachricht: alle Tauben sind zu Hause. Der 712 kam gestern noch um 21:18 Uhr und saß die Nacht über im Sputnik. Ich bin ja bereits in der Halbzeitpause des DFB- Pokalfinales in den Garten gefahren und hatte die Klappen zugemacht und dann nach dem Spiel um 22:15 Uhr den Beitrag geschrieben. Heute um halb fünf bevor ich zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Angeln fuhr,habe ich die Klappen geöffnet und da saß der 712 schon drin. Um 05:48 Uhr (!!) kam dann die 669 an und schließlich um 09:06 Uhr als letzte Taube der 670. Das freut mich wirklich sehr,weil ich gestern ,als um 15 Uhr erst 4 von 14 Tauben da waren,schon sehr schwarz gesehen habe. Trotzdem bleiben nach diesem Flug natürlich viele Fragen. Warum kommen sie statt besser von Flug zu Flug schleppender? Warum können sie die Form von der Woche nicht am Flug umsetzen? Warum kommen gleich 5 Tauben (immerhin mehr als ein Drittel der Gesetzten!) innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr bei einem 210 KM Flug mit Auflass um 09:45 Uhr? Und so weiter. Das sind einige Nüsse,die ich noch zu knacken habe. Das es nur ein Preis geworden ist( in der EST :2), ist dabei vollkommen nebensächlich. Es geht um das Rankommen an sich.
Aber heute konnte ich davon in Wismar sehr gut Abstand nehmen. Ein sehr schöner Angeltag mit einem guten Freund,ein leckeres Grillerchen danach und die ersten Hornhechte meines Lebens habe ich auch noch gefangen:-) Das Leben kann so schön sein! Danke,Mathias!



im Übrigen würde ich euch das Video von heute über ihn sehr empfehlen.Vielleicht macht es bei dem Einen oder Anderen Massenzüchter dann ja "klick"



19.05.2018, 09:45 Uhr: Die Tauben wurden um 09.30 Uhr in Milmersdorf aufgelassen. Könnte aufgrund der immer noch komplett geschlossenen Wolkendecke für die Orientierung recht schwierig werden. Kann aber auch genauso gut funktionieren. Sicherer wäre es wohl gewesen,bis zum frühen Nachmittag zu warten,wo es deutlich aufklart. Ob es eine Rolle für die Entscheidung gespielt hat,dass heute vormittag Nordostwind ist (noch besser für die südliche EST) und ab Mittag reiner Ostwind,das vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte der Flug allerdings schwer werden,wird das frühe Auflassen sicher wieder ein Diskussionsthema sein. Bleibt nur zu hoffen,dass der Flug wie auch die ersten beiden glatt und ohne größere Verluste abläuft. Ich rechne mit den ersten Tauben zwischen 11:30 Uhr und 11:50 Uhr. Wir werden sehen....22:15 Uhr: 11 von 14 Tauben sind jetzt zu Hause.Die 3 ,die noch fehlen,waren allesamt Favoriten. 670,712,669. Also entweder ich verstehe überhaupt nichts von tauben oder die besonders Guten sind heute wieder wer weiß wohin geflogen. Auffällig war,dass 5 Tauben innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr angekommen sind. Ob es nun Gegenverkehr gab oder ob es doch am nicht optimalen Wetter lag,ich weiß es nicht. Ich weiß nur,dass ich mir die zusätzliche Arbeit mit dem frühen Rauslassen nun sparen kann,da es ja definitiv nichts bringt. Es ist schon ein Stück weit frustrierend,wenn man sieht,wie sich die Tauben unter der Woche zeigen,nur um dann am WE ein derart miserables Ergebnis zu präsentieren. Ich schaue ja immer erst auf mich,ob ich nicht irgendwelche Fehler gemacht habe aber ich kann da ganz ehrlich nichts finden. Die Ergebnisse spiegeln in keinster Weise das wieder,was mir die Tauben unter der Woche zeigen. Vielleicht ist auch die Qualität der Tauben nicht hoch genug,um Preise zu fliegen,die Orientierungsfähigkeit doch zu schlecht oder oder oder. Der letzte Flug war schon nicht ok,doch aufgrund des Rückenwindes erklärbar,aber das darf sich einfach nicht so fortsetzen. Die Tauben müssen aus ihren Erfahrungen auch lernen und es von Flug zu Flug besser machen. Stattdessen sehe ich eher Rückschritte.Dieses Ereignis heute wird mich sicherlich die nächsten Tage beschäftigen und ich muss mir auch ganz klar die Frage stellen,ob es mit dieser Truppe denn Sinn macht,am Plan festzuhalten und Weitstrecke zu spielen. Derzeit sehe ich den Bestand noch nicht in der Lage, das zu packen. Nächste Woche werde ich sicherlich noch den 1. Regionalflug setzen und wenn sie dann wieder anscheinend überfordert sind,dann muss ich sicherlich überlegen,ob ich mich nicht lieber voll auf das Derby konzentrieren sollte. Viel Gedankenarbeit,die da vor mir liegt.......

18.05.2018: Heute wird also zum 3. Preisflug ab Milmersdorf, ca. 210 Km, eingesetzt. Derzeit ist es hier wolkenverhangen,kühl und es nieselt so ganz fies vor sich hin. Dies soll auch über Nacht so bleiben bis es dann Morgen im Laufe des Vormittags wieder aufklart und schön sonnig wird. Der Wind kommt wieder aus dem Osten mit Stärken von 2-3,also erwarte ich einen zwar spät aufgelassenen aber letztlich wieder sehr schnellen Flug mit einem kurzen Konkurs und einer sehr guten Leistung bei der anderen EST.Also bis auf den vielleicht etwas späteren Auflass eine Kopie der ersten beiden Flüge. Wenn meine Tauben dieses Mal die Kurve etwas früher bekommen,sollten allein vom Fitnessstand her auch mehr als die 2 Preise von letzten Mal drin sein. Und wenn nicht: dann ist das eben so.Im ersten Moment ist man dann natürlich angefressen,aber mehr als die Tauben gesund und fit zu halten und sie vernünftig vorzubereiten kann man eben nicht machen. Klar könnte ich auch jeden Tag auf der Autobahn verbringen wie einige,die bis jetzt gut fliegen,aber ganz ehrlich gesagt ist mir das zuviel Aufwand und auch Streß nur um auf den ersten Flügen ein paar Preise mehr zu machen. So ehrgeizig bin ich da nun wirklich nicht.
Aufgrund des kalten und nassen Wetters waren die Vögel heute Morgen nicht draußen. Sie und die Weibchen werden heute Nachmittag ganz normal Freiflug bekommen (immer vorausgesetzt es regnet nicht) ,nur die nachmittägliche Fütterung lasse ich dieses Mal ausfallen.Mal schauen,ob sie mit weniger Ballast im Kropf besser kommen. Und übermäßig zusätzliche Energie werden sie morgen nicht brauchen. Ich rechne mal mit plusminus 2 Stunden Flugzeit,vielleicht ein bischen drüber. Da muss man sie nicht füttern wie vor einem 600er.
Am Meisten freue ich mich aber ehrlich gesagt an diesem Wochenende nicht auf den Preisflug sondern darauf,dass ich am Sonntag zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke,das wird ein echt feiner Tag bei bestem Wetter und in guter Gesellschaft. Vielleicht brauche ich den ja auch als Ausgleich falls meine Tauben mich morgen wieder schmählich im Stich lassen... :-)

17.05.2018: Der Zuflieger macht sich sehr gut,auch das Kotbild ist schon wieder so, wie es sein soll. Ich habe keine Bedenken,dass er am Sonntag die Strecke von Schwerin bis nach Hause schafft. Die morgendliche und abendliche Trainingsleistung der Vögel ist schon wieder sehr gut und intensiv,auch die der Weibchen am Abend. Aber wenn ich sehe,dass für den Flugtag wieder Schiebewind angesagt ist, dann habe ich natürlich bei der hitzigen Bande aus Jungspunden die Befürchtung ,dass sich das Spielchen vom letzten Wochenende wiederholt. Aber irgendwann muss ja mal der Lerneffekt einsetzen damit sie nicht mehr so stark überfliegen (hoffe ich). Na, wir werden es ja sehen. Aber 3 Flüge in Folge Schiebewind,das habe ich auf der Ostrichtung auch noch nicht so häufig erlebt. Am Wochenende ist der letzte  Flug,den unsere RV alleine fährt und wenn es denn so bleibt mit dem Wind,dann wird es wieder ein guter Flug für die südliche EST. Ab dem 4.Flug lässt der ganze Regionalverband gemeinsam auf (sind ja nur noch 3 RVen) und da alle anderen Schläge des Regios nördlich von uns liegen,wird allein die Zugrichtung der Masse der Tauben in unserer RV für ein wenig mehr Ausgleich sorgen. So sehr ich jedem ein gutes Ergebnis gönne,so sehr kann ich aber auch die verstehen,die jetzt schon ein wenig betrübt sind,weil unserer EST und damit auch ihnen immer wieder Preise verloren gehen. Und so sehr ich auch immer noch berechtigte Zweifel an den Flugleitern des Regios habe sind die Regio-Flüge für die Preisverteilung innerhalb der RV doch gerechter und weniger einseitig. Darüber hinaus natürlich auch noch mal ein Stück fordernder für die Tauben,was das rechtzeitige Trennen aus dem Hauptschwarm angeht. Insofern wird ab dem 4. Flug auch der Trainingseffekt für meine Tagesweitstreckler in spe deutlich erhöht.

14.05.2018: Die beiden Weibchen sind nicht mehr aufgetaucht. Schade. Das sind dann also wohl die ersten beiden Verluste 2018. Wenn ich merke,dass dies den 563 negativ beeinflusst,dann bleibt er dieses Jahr zu Hause. Keine Lust,den Vogel deswegen zu verspielen.
Gestern schrieb ich über den gelungenen Saisonstart des Sportfreundes Mathias Frank aus der RV Wismar. Heute haben meine Vögel einen Jährigen aus der FG-RV Güstrow vom gestrigen Flug mitgebracht.Der hat mal locker 180 KM überflogen! Den habe ich vom Brett gefangen und vorab mal über die Vereinsnummer gesucht. So bin ich auf die RV gekommen und Vereinsnummer sowie Endnummer stimmten mit den Tauben von der SG Egon und Angela Maaß aus der RV Güstrow überein, ein nicht unbekannter Schlag auch auf Bundesebene. Deswegen habe ich mich entschlossen, entgegen meiner Gewohnheiten, die Taube doch zu melden.Normalerweise melde ich keine Jungtauben oder Jährige,weil man sich da zu viel Abwertendes anhören muss,da habe ich keine Nerven für.Doch bei einem Spitzenschlag mit gutem Leumund kann man Glück haben. Wie sich herausstellte, gehörte die Taube aber einem Sportfreund Schoenfeldt aus der gleichen RV, ein sehr netter Mann,der mir am Telefon erzählte,dass er diesen Vogel im letzten Jahr von der SG Maaß als Geschenk bekommen hat und er ihn  schon sehr vermisst hat,weil es ein besonderes Tier ist. "Vier Mal bin ich heute in den Garten gefahren und habe geguckt,aber nie war er da...." Er hat die Tauben auch wie ich nicht am Wohnhaus sondern in einem extra Garten. Da ich am nächsten Wochenende wahrscheinlich zu Mathias nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre, habe ich dann dem Sportfreund Schönfeldt angeboten,den Vogel die Woche über zu versorgen und dann in der Nähe von Schwerin aufzulassen. Dieses Angebot hat er sehr dankbar angenommen. Ich finde es immer schön,wenn eine Taubenmeldung solche Freude und Erleichterung,dass die Taube noch lebt,auslöst. Dann wollen wir mal die Daumen drücken,dass der Vogel am nächsten Wochenende die ca. 45 KM Luftlinie von Schwerin bis zu Sportfreund Schönfeldt auch schafft. Er wird nämlich schon schmerzlich vermisst.......und wieder eine gute Tat vollbracht:-)

13.05.2018: Die beiden fehlenden Weibchen sind heute leider nicht zurückgekehrt. Wenn sie es auch im Laufe des morgigen Tages nicht schaffen heißt es wohl "Rest in Peace,Mädels". Das ist hart,aber so ist Taubensport nun mal. Es kann so viel unterwegs passieren worauf man keinen Einfluß hat. Aber gleich 2 von so einer kleinen Truppe ist schon nicht schön. Wobei ich immer noch glaube,dass zumindest die 301 noch irgendwo sitzt und lebt. Die hat sich ja bisher immer so von Dach zu Dach nach Hause gebummelt. Eigentlich rechne ich fest damit,dass sie spätestens morgen Abend drin sitzt. Das die 231 fehlt, ist insofern schlecht,als das sie das Weibchen vom 563 ist. Und ohne Weibchen bleibt nur die Zelle als Motivation. Das ist natürlich der Nachteil der totalen Witwerschaft. Aber es gibt überall Pro und Contra. Eben gerade habe ich mich sehr gefreut,denn die Preisliste der RV Wismar ist jetzt online,die hatten heute ihren ersten Preisflug. Und mein guter Freund Mathias Frank legt einen Sahnestart mit 38/24 und den ersten beiden Tauben unter den ersten 10 RV Tauben hin. Klasse!

12.05.2018: Sportlich war der Flug heute total für die Hose. Vielleicht 2 Preise. Und natürlich die beiden Weiber,die beim letzten Flug am nächsten Tag kamen.Die sind einfach nicht so schnell geflogen wie die Anderen heute und deshalb auch nicht überflogen. Und all die Burschen und Mädels,die sich in der Woche so fit und gut drauf gezeigt haben,die sind wohl erstmal nach Bremen geflogen bevor sie gemerkt haben,dass sie zu weit sind. Naja, gelernt haben sie hoffentlich was und merken sich das für die Zukunft,dass "Kopf einschalten" immer noch VOR "Gas geben" kommt.....enttäuscht bin ich trotzdem.Die ganze Arbeit fürn Ar....21 Uhr: der 563 ist noch gekommen,jetzt fehlen noch die weiße 301 und die 231.Bei der Weißen bin ich mir ziemlich sicher,dass sie Morgen im Laufe des Vormittags ankommt.Bei der 231 bin ich mir da nicht so sicher.Vielleicht habe ich ja den ersten Verlust dieses Jahres zu beklagen.Aber noch bin ich guter Hoffnung. Mit etwas Abstand bin ich mit dem Tag heute doch nicht so unzufrieden. Sportlich gesehen hat dieser Flug wieder keinerlei Aussagekraft aber Rückenwind ist ja auf dem Osten eher die Ausnahme als die Regel.Von daher kommen sicherlich auch Flüge,wo die Tauben NICHT überfliegen werden. Bei der Versorgung und dem Training werde ich jedenfalls nichts ändern. Warum sollte man auch gleich alles umschmeißen,weil ein Flug nicht so gut lief? Die Tauben waren so fit und gut versorgt,dass sie ohne Weiteres nicht nur überfliegen sondern auch den Weg dann gegen den Wind zurückfliegen konnten. Das zeigt mir,dass die Versorgung und der Zustand der Tauben sehr gut waren. Zu gut für einen Rückenwindflug eben. Aber wenn sie dann Wind vor den Kopf bekommen,werden die Karten schon wieder neu gemischt. Sehr gefreut habe ich mich heute für meinen RV Kollegen Gerd Timmel. Er hatte gestern Geburtstag und heute schenken ihm seine Tauben  28/20 Preise!! Sogar der 45,den er von mir zum Umgewöhnen bekommen hat,fliegt Preis. Ich habe mich wirklich sehr für Gerd gefreut,er ist ein feiner Kerl und hat das wirklich verdient.Klasse!

11.05.2018: Heute wird zum 2.Preisflug ab Gransee, 175 KM, eingesetzt. Morgen soll es wieder Ostwind haben,also erwarte ich wie letzte Woche einen schnellen Flug,einen kurzen Konkurs und eine auftrumpfende andere EST. Solange auch dieser Flug so reibungslos und ohne Verluste läuft ,sei es ihnen sehr gerne gegönnt. Die Unwetter,welche gestern Hamburg und teils auch Lüneburg getroffen haben,sind an unserem Landkreis fast spurlos vorbeigezogen. Ein bischen Blitz und Donner,ein paar Tropfen, etwas stärkerer Wind,mehr nicht. Ich konnte sogar gestern nach dem Vatertagsangeln vom Angelverein noch die Tauben ganz normal rauslassen.
Auch heute wurden die Vögel wie jeden Tag gegen 05:30 Uhr herausgelassen. Ich habe festgestellt, dass sie Morgens dazu neigen, herumzutrödeln,wenn sie landen. Sie laufen auf dem Dach rum, fliegen ab und zu mal wieder ab um gleich darauf wieder zu landen usw. Nachmittags gehen sie viel besser rein. An zu viel Futter vom Vortag kann es nicht liegen,denn sie bekommen Morgens und Nachmittags je die Hälfte. Ich glaube,sie genießen einfach nur das Draußen sein am Morgen. Schön kühl,klare Luft. Warum sollte man dann auch gleich wieder in die Bude? :-)
Für mich ist sowas natürlich nicht optimal,weil ich sie immer unbeaufsichtigt im Garten lassen muss,um zur Arbeit zu fahren.Und dann mache ich mir den ganzen Tag Sorgen wegen Habicht,Sperber und co. Was da alles passieren kann......Trotzdem werde ich das morgendliche Rauslassen wohl erstmal beibehalten solange nichts Schlimmes passiert.Was hoffentlich auch nie eintritt.
Am 29.05. kommen die ersten Derby-Tauben per Lieferdienst. Ich muss jetzt echt ganz dringend die Voliere fertig kriegen und den neuen Sand in den Schlag bekommen!!!

08.05.2018: Schon jetzt nach relativ kurzer Zeit zeichnen sich einige Tendenzen bei den einzelnen Tauben ab. Dazu zähle ich die gesamte Zeit seit dem Einzug der Vögel in den Witwerschlag. Die Parameter sind u.A. Verhalten im Schlag, Eroberung einer Zelle(oder eben auch nicht), Kotbild, Allgemeinverhalten, Flugfreude am Haus, Art des Fliegens, Ankunft von Vor-und Preisflug,Regeneration nach dem Flug und noch Einiges mehr. Daher habe ich bereits jetzt eine Teilung der Tauben auf dem Papier vorgenommen,und zwar in solche,denen ich perspektivisch "gute" Leistungen zutraue und solche,bei denen ich Bedenken habe. Letztlich wird jede Taube,die bis Anfang Juni da ist, ihre Chance bekommen,sich auf mindestens einem 600er zu zeigen,es sei denn,ich bin davon überzeugt,dass eine Taube dies von ihren Voraussetzungen her nicht schafft. Dann wäre es sportlich unsinnig und auch unfair dem Tier gegenüber, dieses auf einem 600er einzusetzen. Rein körperlich ist dies aber derzeit nur bei einem Vogel zu befürchten,der für mich eine deutlich schlechtere Regeneration zeigt als alle anderen Tauben. Er braucht dafür einfach viel zu lange und so ein Manko schleppt der Vogel dann natürlich wie einen Rattenschwanz hinter sich her.Und es wird,was die körperlichen Anforderungen angeht,ja nicht leichter werden. Allerdings gefallen mir auch einige andere Tauben weniger, vor Allem was Verhalten und natürlich das Bummeln angeht. Zum Beispiel erwarte ich von den Tauben,wenn ich die Klappen aufmache,dass sie nach draußen stürmen weil sie gerne fliegen wollen und nicht,dass 1-2 erstmal in der Zelle sitzen bleiben,während die Anderen schon draußen sind und einen angucken als wollten sie fragen "Muss ich wirklich?" Dann ist es auch unerheblich das sie,wenn sie denn mal draußen sind,genauso gut fliegen wie die Anderen, so ein Verhalten zeigt mir einfach,dass da nicht der echte Wille zur "Arbeit" dahintersteckt.
Und so habe ich die Mannschaft nun in 4 Vögel und 4 Weibchen geteilt,von denen ich etwas erwarte und auf der anderen Seite 4 Vögel und 4 Weibchen,die mich noch,um es mal positiv auszudrücken, positiv überraschen können. Natürlich können auch bei den 50 % positiv Bewerteten noch Tauben dabei sein,die irgendwann vom jetzigen Stand abfallen oder auch ausbleiben.Man weiß ja nicht ,was unterwegs geschieht an Raubvogelkontakt oder Drahtberührung. Aber für die 8 Tauben,die jetzt schon durch den einen oder anderen Umstand oder auch mehrere davon negativ aufgefallen sind,wird es schwer,mir zu zeigen,dass sie doch einen Platz über den Winter verdienen. Natürlich sind auch hier Ausnahmen nicht ausgeschlossen,die sich ab jetzt deutlich steigern,aber da ich mir einbilde,ein bischen was an Tauben verstehen zu können,sehe ich die Chancen dafür schon geringer. Fakt ist einfach,dass ich ganz wenige Plätze für Alttauben habe und daher die Messlatte für einen Verbleib von Alttauben (genauso wie die Messlatte für Jungtauben zum Einzug in den Witwerschlag) sehr hoch legen MUSS um eben nur die Tauben auf dem Schlag zu haben,die langfristig meine Erwartungen erfüllen können. Und das sind nunmal leider immer nur einige Wenige von denen,die am Anfang da sind. Selektion ist kein Spaß, strenge Selektion ist manchmal sogar eine Qual,aber sie ist unerlässlich,damit man a) sportlich weiterkommt und b) den Bestand überschaubar hält. Deswegen muss man fortwährend alle Kleinigkeiten und Auffälligkeiten im Auge behalten,damit man am Ende der Saison vernünftig Bilanz ziehen kann.

07.05.2018: Es hat sich doch schon bemerkbar gemacht,dass die Vögel in der letzten Woche 2x am Tag trainiert haben. Waren auf dem 2. Vorflug noch die ersten 6 Tauben Weibchen, so war es jetzt ausgeglichen. Von den ersten 8 waren 4 Vögel und 4 Weibchen. Um diesen Trend beizubehalten,habe ich heute,da ich keinen Urlaub mehr habe und somit die Vögel ja nicht mehr um 08 bzw. 09 Uhr rauslassen kann,die Klappen schon um 05:30 Uhr aufgemacht. Die Vögel zogen dann auch gleich ab. Leider konnte ich nicht im Garten bleiben,bis alle wieder im Schlag waren. Das ist natürlich ein mulmiges Gefühl,denn aufgrund der hohen Raubvogeldichte bei uns würde ich natürlich gerne den gesamten Freiflug überwachen. Ich werde dieses Experiment mit dem sehr frühen Rauslassen mal diese Woche durchziehen und schauen,wie es läuft. Zur Not wird es dann wieder auf 1x täglich nachmittags umgestellt werden. Aber schon erstaunlich,welchen Effekt doch eine Woche Zusatztraining am Haus haben kann. Ich bin überrascht.

06.05.2018: So, alle Kinderchen sind wieder zu Hause wie erwartet. Die Tauben haben dann auch heute Morgen und heute Nachmittag wieder ganz normal ihr Pensum trainiert. Der Flug hat absolut keine Reserven gekostet. Auch wenn die sportliche Aussagekraft solcher Flüge gegen Null tendiert,sind sie doch extrem wichtig zu Beginn einer Saison,damit die Tauben Sicherheit bekommen und sich ordentlich einfliegen können. Es gibt nichts Schlimmeres,als einen verkrachten oder sehr schweren Flug gleich zu Beginn.Gerade für die Jährigen ist das Gift. Also können die nächsten Flüge gerne auch so leicht und locker werden wie dieser. Und ich freu mich für jeden,der auf diesem Flug gut gedreht hat. Am Ende der Saison gleicht sich doch eh alles wieder aus.Da stifte ich gerne den einen Preis,der mir noch zu meinen Prozenten gefehlt hat:-)

05.05.2018, 05:30 Uhr: Wie ich es manchmal hasse,das mein Vater mich mit dem Taubenzüchtervirus angesteckt hat. Da stellt man sich gemütlich den Wecker auf 07 Uhr,weil dann noch reichlich Zeit ist,alles fertig zu machen und was passiert? Punkt 05 Uhr ist man hellwach! Einfach so. Flugtag halt,man könnte ja was verpassen und das Virus tritt den Körper aus dem Schlaf. Dann schauen wir doch mal,wie das heute so wird*gähn*. 08:45 Uhr: der Auflass erfolgte um 08:40 Uhr. Ich rechne mal so um 10 Uhr rum/kurz nach 10 mit den ersten Tauben.14:30 Uhr: Sehr zufrieden heute. Die ersten 3 kommen um 10:09 Uhr,bringen noch einen Zuflieger mit,die Nächste um 10:12 Uhr,dann ein Loch und um 10:19 Uhr, 10:21 Uhr, 10:21 Uhr und 10:22 Uhr die Nächsten. Als ich zu meinem Kumpel Dieter und seinem Schlagpartner über die Bahn  fuhr,erwartete mich ein Überraschung. Die hatten ihre ersten Tauben erst um 10:14 Uhr konstatiert! Dann aber eine nach der anderen.Aber trotzdem:5 Minuten abgenommen.BÄMM! Schauen wir mal,was am Ende dabei rauskommt. Auswerten 16 Uhr unsere EST, 17:30 Uhr die andere EST. Trotzdem jetzt schon ein guter Tag:-) und ein Filmchen gibt es heute Abend auch noch darüber.....22.00 Uhr: 2 Tauben fehlen noch,ich mache 4 Preise,der Flug war leicht,es fehlen kaum Tauben oder anders ausgedrückt: der 1.Flug wurde von Allen gut überstanden. Die 2,die bei mir noch fehlen,sind alte bekannte Bummler,da erwarte ich,dass sie irgendwann morgen im Laufe des Vormittags mit einem verschämten Grinsen und topfit auf dem Ausflug sitzen.Hoffnungslose Fälle,jetzt schon.Mal sehen,was sie dann bei 600 KM sagen. Loben muss ich auch meine Sportfreunde Mirko Werner und Manfred Meyerholz für einen jeweils gelungenen Saisonauftakt. Besonders die 50% von Mirko auf einem Kopfwindflug freuen mich sehr,da der arme Mann ja dieses Jahr so stark vom Greifvogel gebeutelt wurde. Da sind 50% doch Balsam auf die Seele. Und der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV wie Mirko legt einen blitzsauberen 100% Start mit seinen 11 Vögeln hin. Und das ,obwohl es heute mal nicht "sein" Wind war. Da kann man nur sagen: Chapeau!

04.05.2018: Da war ich ja ganz froh,weil ich dachte,ich hätte die erste Taube auf dem letzten Vorflug in einer guten Zeit bekommen, so muss ich heute beim Einsetzen erfahren,dass mein Sportfreund Gerd Timmel seine 28. Taube von 35 dreht,während bei mir die erste kommt...........Joah,das dämpft die Erwartungen auf einen Preis für morgen dann doch gewaltig. Aber gut,dass das jetzt kommt und nicht erst Morgen.So weiß ich ja,was auf mich zukommt.Er hat zwar gut 5 Minuten vorgelagert,aber trotzdem ist das ja doch sehr deutlich. So ist also morgen jeder einzelne Preis meiner Tauben ein herausragendes Ereignis. Auch schön,oder?:-)
Morgen stehen wir in Wittstock und an diesem Auflassplatz stehen auch noch 8-10 andere RVen aus allen Himmelsrichtungen. Da wir die RV mit der kürzesten Entfernung sind,werden wir wohl als Letztes auflassen. Ich schätze mal,vor 09:00 Uhr wird das nix. Mittlere Entfernung ist 130 KM, sie haben leichten seitlichen Schiebewind,also wird es ein schneller Flug werden,bei dem uns die südliche EST wieder deutlich Preise abnehmen wird. Das kennen wir aber schon und am Ende der Saison gleicht sich dann alles wieder aus. Hauptsache,der Flug verläuft glatt und es gibt möglichst keine großen Verluste. Knapp 750 Tauben sind noch zusammengekommen. Das ist bei den wenigen Züchtern (und es haben auch wieder nicht alle gesetzt) noch ein gutes Ergebnis. Hoffentlich bleiben es auch ganz lange so viel Tauben wie möglich.

03.05.2018: Morgen beginnt nun mit dem Einsetzen zum 1. Preisflug die "scharfe" Saison. Auch wenn ich,was die Preisausbeute angeht,recht entspannt bin,weil es mir ja nicht primär um Preise im RV Programm geht,sondern darum,dass die Tauben Erfahrung für die Weitstrecke sammeln, bin ich doch so ein wenig....kribbelig. Die Vögel haben heute wieder 2x super trainiert,kamen in der Kette langgezogen wieder,drehten flügelklatschend einige Runden und dampften dann wieder ab. Auch die Weibchen waren Abends wieder für einige Zeit nicht zu sehen und kamen dann hoch wie die Sterne am Himmel wieder. Sie sind also gut drauf. Und am WE ist bestes Flugwetter. Da könnte doch auch ein bischen was "drin" sein,oder? *lach* Egal,wie man es dreht und wendet: wenn man Taubenzüchter mit Leidenschaft ist und man setzt Tauben auf einen Preisflug dann ist man auch HEISS!! Preise will man machen! Da nutzt auch alles Tiefstapeln nix. Auch viele meiner Bekannten haben jetzt am WE die ersten Preisflüge und deswegen wünsche ich allen Freunden, Bekannten und Teilnehmern des Heidederbys einen gelungenen Saisonstart, möglichst viele Preise, keine Verluste und ganz allgemein GUT FLUG!!!

02.05.2018: Heute waren die Vögel Morgens und Nachmittags draußen und ich muss sagen,sie reißen ein gutes Pensum ab, vor Allem Morgens. Andere Züchter haben ja die Erfahrung gemacht,dass die Tauben abends besser fliegen,doch das kann ich nicht bestätigen. Alle Tauben ,die ich je hatte und auch die von Vater bei ihm am Haus sind immer Morgens besser geflogen. Gerade im Sommer ja auch eigentlich logisch. Morgens ist die Luft klarer,kühler und frischer während Nachmittags/Abends die Luft doch wärmer und verbrauchter ist.
Vielleicht liegt es auch mit an der Futterumstellung ,dass sie ein bischen besser ans Fliegen kommen. Der Roli Wirz hatte mir 1 Sack  "Profi Südost" von Vanrobaeys mitgebracht. Dieses Futter bekommen sie jetzt mit 10 % zusätzlichem Hanf.Zusätzlich hangel ich mich auch an dem Versorgungsplan von Manfred Meyerholz entlang,auch wenn ich nicht alles 1:1 umsetzen kann( z.B. kann ich nur 1x am Tag Wasser geben und nicht morgens und abends). Die Tauben gefallen mir von der Form,dem Gewicht und dem Verhalten her sehr gut. Wir werden sehen,wie sich das am Wochenende äußert. Bei 16 Tauben zum Setzen wären 5 Preise echt nett. Prozente sozusagen.Aber da ich eh das RV Programm nicht mit allen Tauben durchsetzen werde,sondern immer wieder einige ab Anfang Juni auf den Weitsreckenflügen des WSC Wittinger setze, spielen Preise im RV Programm eigentlich keine große Rolle. Freuen würde ich mich natürlich trotzdem drüber......

01.05.2018: Heute Morgen war hier so starker Sturm und Regen,dass ich die Vögel nicht rausgelassen habe. Sie haben dann ganz normal abends vor den Weibchen trainiert. Aber dieser miese Tag soll ja jetzt der Auftakt für eine lange Schönwetterperiode sein. Ganz besonders wichtig ist das meines Erachtens für den 1.Preisflug am 05.05.,denn dort sind wie immer viele Tauben in der Kabine,die noch nicht auf den Vorflügen mit waren. Ich selbst bin positiv überrascht von dem Ergebnis der Vorflüge,da von beiden Flügen nicht eine einzige Taube fehlt. Gut,einige kommen immer erst Stunden später,manchmal geht eine über Nacht  und 2 kamen jeweils erst nach 2 Tagen,aber in Anbetracht der Tatsache,dass sie a) noch die Trennungssituation vom Schwarm hatten, b) gerade mal die Jungen vom  Schnabel hatten und c) dieses Jahr überhaupt nicht vortrainiert wurden bin ich wirklich hochzufrieden mit dem Ergebnis. Auf dem 2. Vorflug hätte ich ,wenn ich mir die anderen Züchter so anhöre,vielleicht sogar ein paar Preise gemacht. Das ist doch schön!
Und wieder hatte ich heute ein merkwürdiges Erlebnis. Als ich in den Garten kam,saß eine Taube auf dem Ausflug. Ist vielleicht noch eine von Weihnachten gekommen? Nein,es war ein mir gänzlich unbekannter blauer Vogel mit 2 weißen Schwungfedern an jeder Seite. Roter Ring, Tipesring mit rotem Telefonaufkleber. Saß da gemütlich rum und guckte mich an. Ich hatte die Klappen zu den Sputniks morgens NICHT aufgemacht,es waren also von außen keine Tauben zu sehen. Als ich die Witwer rausließ,zog der Vogel ab und kam auch nicht wieder.Der muss irgendwie unterwegs gewesen sein,hat meinen Schlag gesehen und kam dann herunter für eine kleine Rast. Hat vermutlich anhand der Sputniks erkannt,dass das ein Taubenschlag ist. Schon putzig irgendwie,was man so erlebt.......

30.04.2018: BÄMM! Der 563 ist doch wieder da. Als ich heute um 08:00 Uhr in den Garten kam,saß er vor der Klappe. Bischen mager, ziemlich kaputt, aber ansonsten unversehrt. YES BABY!!! Ich freu mir gerade so richtig nen Keks:-)
Da die Vögel gegenüber den Weibern im Freiflug und auch bei den Vorflügen mittlerweile deutlich abfallen,werde ich sie jetzt 2x am Tag rauslassen,damit sie mal ein wenig mehr Kondition bekommen. Die ersten 6 Tauben auf dem letzten Vorflug waren alles Weibchen. Und das,wo die Vögel doch zu Beginn des Freifluges deutlich besser geflogen sind als die Mädels. Aber da kann man mal wieder sehen: die Weiber kommen einfach schneller aus dem Knick und sind insgesamt konstanter als die Vögel.Sei es nun beim Fitnessaufbau,der Konzentration oder dem Orientieren aus dem Schwarm heraus. Vielleicht kommen deswegen auch ab Mitte Juni die Vögel in die Box und die Weiber bleiben im Garten,wenn die Leistungskurven bei beiden Parteien so bleiben.

29.04.2018: Leider musste ich mein Tagebuch löschen,da die Unterseite trotz Supports nicht mehr editierbar war. So muss ich nun also von vorne beginnen und die alten Daten sind alle futsch. Schade,aber nun ja auch kein Beinbruch.