heide-derby
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18.08.2018: Der für heute geplante erste Preisflug der Jungtauben unserer RV fällt aus,da die Kabine in 45 KM Entfernung einen Motorschaden hatte und liegenblieb.Den ganzen Abend hat man es nicht geschafft,einen Notdienst zu organisieren und heute gegen 10 Uhr sollte die Kabine dann abgeschleppt werden. Das geht natürlich wieder ordentlich ins Geld und da niemand nach meinem Ausscheiden als RV Vorsitzender daran gedacht hat,mal so was wie eine Versteigerung oder sonstiges zu organisieren,wird das RV Vermögen,dass ich in 3 Jahren mühsam wieder aufgebaut habe,nun wieder kräftig geschröpft.Bin schon mal gespannt ,wie man diese Kosten jetzt wieder reinholen will. Aber wir haben ja einige finanzkräftige Mitglieder,die könnten ja mal ein paar tausend Euro locker machen. Schauen wir also mal,ob es die RV dieses Jahr doch noch hinbekommt,mal einen Preisflug durchzuführen.Bin jedenfalls nur heilfroh,dass ich keine Tauben im Kabi habe.

16.08.2018: Der gestrige Vorflug unserer RV wurde um 07:30 Uhr aufgelassen und war offenbar nicht leicht.Als ich gegen 17 Uhr zu meinem Kumpel über Bahn fuhr,fehlten dort noch 6 von 39 Tauben und es sollen wohl fast alle einzeln den ganzen Tag über angekommen sein. Das hat sicherlich auch damit zu tun,dass gestern viele RVen Auflässe durchgeführt haben und es ordentlich Bewegung in der Luft gab. So saß denn auch wieder bei mir nach dem Freiflug das Dach mit Zufliegern voll. Einer ist reingegangen,er stammte aus der Nachbar RV Uelzen und Umgebung,die gestern ihren zweiten Preisflug in der FG mit der RV Munster durchgeführt haben. Da hat es diese Taube also statt in die Nähe von Wittingen dann zu mir verschlagen. Aufgrund der Tatsache,dass der Vogel ansonsten fit war habe ich ihn heute morgen mit zur Arbeit genommen und aufgelassen. Er ist dann auch gleich in die richtige Richtung abgezogen. Der Rest meiner Besucher war gestern spätabends beim Klappen zumachen verschwunden,nur 2 saßen auch heute Morgen noch an der Dachkante.Aber auch die werden heute im Laufe des Tages hoffentlich die Peilung nach Hause aufnehmen und durchstarten.
Mein Kumpel Mirko Werner hat gestern wieder ein ordentliches Ergebnis mit 39/18 (in der FG 39/22) hingelegt,was mich sehr freut. Auch der Sportfreund Lothar Scheugl macht wieder sehr gute 11/9. Und Dirk deBeer fliegt in der RV Ostfriesland wieder die ersten 6 Konkurse. Glückwunsch an diese Sportfreunde!

15.08.2018: So,heute soll dann also der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.156 KM schnurgerade von Neukloster aus.Bei dem heute angekündigten Westwind(also Rückenwind) der Stärke 3 schätze ich eine Fluggeschwindigkeit von 85-90 Km/h und ,wenn wirklich um 08 Uhr aufgelassen wird,eine Ankunft der ersten Tauben zwischen 09:30-09:45 Uhr. Und natürlich wird es wieder eine Massenankunft geben bei dieser noch recht kurzen Entfernung. Die Tauben,die vielleicht schon einen Partner/ein Nest haben,drehen dann keine Extra-Runden und machen die 3 Geldpreise unter sich aus und der Rest geht dann halt als 200.-1000.Taube einige Minuten später rein. Aussagekräftig ist das Alles natürlich nicht,da müssen schon die letzten beiden Flüge betrachtet werden,aber erstens ist es ja trotzdem spannend ,ob eine von den eigenen Tauben es mal in den Kopf bekommt,doch als Erste zu landen und zweitens ist eine Massenankunft immer ein Beweis für einen sauber durchgeführten Flug und fitte sowie gesunde Tauben. So hat eben Alles seine Licht- und Schattenseiten.Jendenfalls drücke ich allen Züchtern,die ich kenne und die dort auch teilnehmen,für heute ganz fest die Daumen!........aber mir natürlich auch.:-)
So wenig aussagekräftig solche kurzen,glatten Flüge mit Massenankünften auch sind,interessant ist es,dass trotzdem immer einige Tauben dabei sind,die früh registriert werden. Das sind dann die besonders Motivierten,die immer sehr schnell in den Schlag wollen,vielleicht,weil sie dort einen Partner haben. Zu diesen Tauben zählt auch die 555 von Manfred Lau,die für seine Tochter Doreen startet. Manfred habe ich durch Zufall kennengelernt,als ich im April meine Tauben persönlich bei Mirko angeliefert habe. Ein netter Kerl und die 555 hat mir schon damals sehr gut gefallen. Diese Täubin fliegt bislang die letzten 3 Flüge hintereinander in der absoluten Spitze ein.Sicherlich eine Taube,die man im Auge behalten sollte!
Heute startet auch der dritte und letzte Vorflug in unserer RV. Nachdem man 2x vor der Elbe aufgelassen hat,geht es heute gleich nach Perleberg,ca. 90 KM Luftlinie. Leider war die Resonanz in unserer EST für diesen Flug sehr gering,gerade mal 4 Züchter haben ihre Tauben gesetzt. Da lohnt das Grillen eigentlich nicht wirklich,aber egal,ich opfere da gerne meinen Feierabend und Grillen gehört nun mal zum Einsetzen dazu,obwohl man bei so einer Resonanz dann wohl mehr Gas verbraucht als man mit den Bratwürsten einnimmt........Am Freitag soll dann Einsetzen zum 1.Preisflug sein.
Die RV Uelzen und Umgebung,wo ja mein Kumpel Mirko Werner und auch der Lothar Scheugl reisen, hat heute ihren 2.Preisflug. Dadurch,dass der Verband ja das Wochenende auf die ganze Woche erweitert hat, sind jetzt viele RVen fleißig dabei,ihre durch die Hitze nach hinten gerückten Flugpläne durchzuziehen bzw. nachzuholen. Ob das immer so im Sinne der Tauben ist,wage ich zu bezweifeln,denn gerade wenn ein Flug mal schwerer wird,ist es wohl eher kontraproduktiv,den nächsten Flug gleich 3 Tage später anzusetzen. Hier ist dann aber auch der Züchter gefragt,den Fitnesszustand seiner Tauben richtig einzuschätzen und ggf. einen Flug auszusetzen. Man muss dieses Gehetze ja nicht mitmachen wenn man nicht gerade Ambitionen hat, deutscher Jungtiermeister zu werden.Nachtrag zum 1.Preisflug des Ostseefluges Usedom: Na,das war ja mal ein sch...Ergebnis bei meinem ersten "scharfen" Preisflug eines OLR. Die ersten Tauben kommen bei Auflass 08:30 Uhr um 10:11 Uhr mit etwa 1500 m/min an und meine Erste als 329. um 10:18 Uhr. Also hätte ich auf dem Endflug schon mal Null Euronen gewonnen.Aber das war es ja noch nicht. Die anderen Tauben kommen als 1076.,1077.,1446.und 1600. Taube ins Ziel.Schöner Schiet! Also entweder drüber oder wirklich zu langsam bzw. mit mangelnder Orientierung.Jetzt schon.Das zieht mich jetzt echt ein bischen runter. Trösten können mich heute nur 2 Punkte: Erstens sind alle Tauben wieder da und somit immer noch 5 Lose in der Trommel und Zweitens: der Endflugsieger 2017 kam auf dem Flug davor erst am nächsten Tag an. Hat ihn aber nicht davon abgehalten,den Endflug zu gewinnen. Also lebt die Hoffnung weiter. Immerhin etwas........

14.08.2018: Auch die RV Wismar hatte am Wochenende ihren ersten Preisflug mit den Jungtauben und es wurde gleich leider ein sehr schwerer Flug mit 2,5 Stunden Konkurs weil man sich beim Auflass wohl verschätzt hatte und eine Regenfront früher ins Zielgebiet zog als erwartet.Dazu noch der stürmische Kopfwind,schon war es ein schwerer Flug. Das ist sehr schade für Tauben und Züchter.
Umso mehr habe ich mich für meinen Freund Mathias Frank gefreut,der es geschafft hat,dort ein Traumergebnis mit 45/27 einzufliegen. Erste Taube ist eine Originale vom Manfred Meyerholz und insgesamt machen von 9 originalen Meyerholz 6 einen Preis. Ich hatte die Tauben ja im Mai für Mathias beim Manfred ausgesucht und deshalb macht dieses Ergebnis auch mich ein wenig stolz. Insgesamt zeigt es ,dass Mathias Tauben sehr gut drauf und absolut gesund waren,wenn sie so einen schweren Flug im Gegensatz zu den Tauben vieler anderer Züchter so gut meistern. Aber auch bei ihm fehlten gestern noch 10 Stück. Noch eine kleine Anekdote:Mathias hatte sich im letzten Herbst 4 Junge vom Lothar Scheugl gekauft.Von den 10 Nachzuchttauben davon sind 9 zu Hause. Auch schon etwas,das eine Aussage trifft. Ich drücke ihm ganz fest die Daumen,dass auch von den fehlenden Tauben noch ordentlich was kommt.Aber dieses Ergebnis bestätigt meine Meinung mal wieder,dass der Mathias nicht nur gute Tauben hat sondern sie auch richtig gut zu führen versteht. Und Charakter sowie Rückgrat hat der Mann auch noch,denn er hat seine Alttauben NICHT zum Endflug über 600 KM bei über 30 Grad eingesetzt obwohl er in allen Meisterschaften aussichtsreich vorne lag. Da kann man nur  sagen: 
Respekt, Mathias!

13.08.2018: Gestern Nachmittag hatte ich wieder eine ganze Horde Zuflieger auf dem Dach sitzen. Zwei davon waren offensichtlich sehr krank. So leid mir ein solcher Anblick immer tut und so schlimm ich es auch finde,dass manche Züchter derart offensichtlich kranke Tauben in die Kabine setzen,so bin ich doch immer froh,wenn sie sich abseits setzen,sich nicht unter meine Tauben mischen und auch nicht in den Schlag gehen. Denn wer weiß,was man sich damit einfängt. Es ist nicht schön,dieses Leid zu sehen und deswegen kann man immer nur raten,möglichst GENAU hinzuschauen,bevor man seine Tauben einkorbt. Und auch die Kollegen und EST-Leiter sind gefordert,hier einzugreifen,wenn sie was erkennen. Dasselbe ist es mit der Pflicht,den Tauben Telefonringe anzulegen.Auch hier ärgere ich mich jedes Mal,wenn ich wieder einen Zuflieger ohne Telefonring habe. Das ist kein Wunschkonzert,das ist PFLICHT! Und auch hier sind die EST-Obmänner gefordert,keine Tauben ohne Ringe in die Kabine kommen zu lassen.
Geflogen sind die Tauben gestern wieder sehr schön. Die Temperaturen sind ja auch im angenehmen Flugbereich.So kann es gerne weitergehen.
Beim Ostseeflug Usedom war heute nochmal ein Trainingsflug von 82 KM.Der 1. Preisflug wurde ja letzte Woche gestrichen und soll diese Woche stattfinden. Auflass war um 07 Uhr und die Tauben sind wohl irgendwo falsch abgebogen,denn die ersten Tauben kamen erst um 08:37 Uhr an,dann aber Schlag auf Schlag. Meine Erste kommt um 08:40 Uhr als 241.,dann geht es weiter mit 297.(08:41 Uhr), 489.(08:43 Uhr), 881. (08:45 Uhr) und abgeschlagen die Letzte Teamtaube auf dem 1880.Platz um 09:09 Uhr. Man sieht also,trotz der schlechten Flugzeit unter 1000m/min wieder eine Massenankunft und ein glatt gelaufener Flug.Stand jetzt sind knapp 2000 von 2028 Tauben am Schlag. Das hat der Mirko wieder gut hinbekommen. Wäre das der Endflug gewesen,hätte ich eine Taube in den Preigeldern und 4 von 5 Preisen gemacht (beim Ostseeflug machen 50% der eingesetzten Tauben Preis,nicht 33,3%).Aber auch bei 33,3% hätte ich noch 5/3 gemacht. Das ist doch alles ganz erfreulich,aber um tatsächlich aus den Miesen zu kommen,bräuchte ich schon ein deutlich besseres Ergebnis auf dem Endflug.Aber so darf man ja nicht rechnen.

12.08.2018: Ich habe gerade gesehen,dass mein guter Kumpel Mirko Werner aus der RV Uelzen und Umgebung gestern einen Auftakt nach Maß mit den Jungen hingelegt hat. 41/27 Preise und die Meyerholz-Tauben sehr gut mit dabei. Das freut mich sehr für diesen symphatischen Sportfreund,vor Allem nach dem ganzen Kummer und den horrenden Verlusten, die er im Frühjahr durch den Wanderfalken hatte. Sehr schön! :-)
Auch der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV,bekannt als "Taubenschlag Insider" auf Youtube, legt einen Traumstart mit 11/10 hin.
In der RV Ostfriesland startet Dirk deBeer mit den ersten 4 Konkursen ins Jungtaubenjahr.Ich hoffe,das heilt einige Wunden vom Endflug mit den Alten,auch wenn da leider noch viele Gute fehlen.Ich drücke ihm die Daumen,dass noch die eine oder Andere kommt!
In unser RV war der Vorflug wohl windbedingt sehr anspruchsvoll aber letztlich kein Katastrophenflug.Um 10:10 Uhr wurde aufgelassen und Nachmittags gegen 13 Uhr fehlten bei einem Bekannten noch 8 von 44,bei einem Anderen 6 von 35. Das ist in Anbetracht der Umstände,dass der erste Vorflug schon fast 3 Wochen her ist und das sie also unerfahren waren inklusive des sehr starken Windes bei einer großen Ausdehnung der RV noch im Rahmen und es werden ja auch noch Tauben gekommen sein. Ingesamt war es also eine sehr vernünftige und richtige Entscheidung,den Reiseplan NICHT stumpf durchzuziehen,sondern mit den Vorflügen weiterzumachen.

10.08.2018: Gestern ab 19 Uhr zog hier eine Unwetterfront mit Starkregen und Sturm durch. Gott sei Dank sind wir von größeren Schäden verschont geblieben. Auch jetzt weht es noch sehr ordentlich,aber diese Abkühlung und vor Allem den Regen haben wir ja auch dringend gebraucht. Die Luft ist jetzt sauber,frisch und sehr angenehm, die Temperaturen so um 24 Grad den Tag über. Es muss nur noch aufhören,so stark zu wehen,dann haben wir perfektes Taubenwetter.
Aufgrund des nach Osten abziehenden schlechten Wetters ist der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom auf nächste Woche verschoben worden.Eine vernünftige Entscheidung,die meine vollste Unterstützung findet.
Heute setzen wir in der RV für einen weiteren Vorflug noch vor der Elbe ein. Auch das ist vernünftig,dass man jetzt nicht stur den Flugplan durchzieht sondern erstmal noch einen oder zwei Vorflüge startet.Insgesamt haben also alle Entscheidungsträger die für mich richtigen Entscheidungen getroffen. Sehr schön!

09.08.2018: Wie es mit der Jungtierreise in der RV weitergeht ist derzeit noch völlig offen. Laut Plan steht am Samstag der 1. Preisflug an,aber das wird ja wohl nicht so kommen,denn bis auf einen einzigen Vorflug ist in der RV nichts mehr gelaufen. Die Wetterlage ist halt auch aussergewöhnlich und es ist immer besser, vorsichtig zu sein,als irgendwas einfach mal durchzuziehen weil man irgendwelche Termine einhalten muss und das Beste zu hoffen. Denn die Jungen von heute sind ja die Jährigen von Morgen und da auch unsere RV immer noch nach gesetzten Tauben abrechnet (was Blödsinn ist,aber anderes Thema) zählt jede Taube in der Kabine,da sie bares Geld darstellt. Somit wären also alle gut beraten,die Jungreise möglichst verlustfrei durchzuführen. Stures Durchziehen wegen der Einhaltung der Bedingungen zur deutschen Jungtaubenmeisterschaft,wie es ja auch jetzt noch einige Uneinsichtige schon fordern,wäre sicherlich der falsche Ansatz dazu. Mich selbst interessiert dies zwar nur am Rande,da ich keine eigenen Jungtauben im Programm dabei habe,aber größere Verluste bei den Züchtern auf der Jungreise sind eine Hypothek,welche sie den ganzen Winter mit sich herumschleppen und welche die Stimmung drückt.
Die Derbytauben sind gestern wieder geschlossen geflogen,es waren ja auch "nur" noch 32 Grad. Und wieder ist ein Pulk deutlich länger geflogen als der Rest. Interessant ist auch,wie verschieden die Tauben im Charakter sind. Die Gehämmertscheck 251 z.B. fliegt zwar nie in dem Pulk,der immer so lange fliegt,aber sie fliegt immer wieder alleine ab und dreht ein paar Minuten ihre Kreise,um sich dann wieder auf den Rasen zu setzen,kurz ein paar Körner zu picken,vielleicht mal den Schnabel in die Tränke zu halten und dann noch ne Runde zu fliegen. Das macht sie öfters pro Freiflug und damit ist sie die Einzige,die das tut.
Der Schwarzscheck 78 wurde von mir im Video "Hitzefrei!Die Derbytauben im Juli" angesprochen. Ein wunderschöner Vogel,aber bis dato war er einer der "Faulen",die nur ungern rausgegangen sind und wenn,dann auch nur recht kurz. Dieser Vogel hat in den zurückliegenden knapp 2 Wochen einen Sinneswandel vom Saulus zum Paulus durchgemacht,denn nunmehr gehört er zu dem Trupp,der immer am Längsten fliegt. Gestern war er sogar in der Fünfergruppe,die als allerletztes gelandet ist.Gefällt mir!
Auch der Rote 483 ist einer,der fast immer zuletzt landet und am Meisten fliegt.Er ist daran von den anderen Roten zu unterscheiden,dass die Farbe bzw. die Hämmerung so leicht "verschmiert" aussieht.
Die Scharze 48 ist ja auch in dem Pulk der Längerflieger (ich berichtete am 06.08.) und jetzt weiß ich auch,warum. Ich habe mir mal die Abstammung der Täubin angeguckt und der Vater war 2017 die 12.As-Taube beim Ostseeflug Usedom. Aha! Daher kommt das. Ausserdem habe ich festgestellt,dass die 48 die Nestschwester von dem Blauen 49 ist,den ich ja im Video "Badetag" kurz als einen derjenigen angesprochen habe,dem ich was zutraue. Ob der 49 jetzt auch zu der Vielfliegertruppe gehört weiß ich natürlich nicht, denn ein Blauer fällt im Flug unter vielen Blauen und Gehämmerten nicht auf. Eine Schwarze dagegen schon.
Und so gibt es doch so einige Tauben,die einem auf die eine oder andere Weise auffallen oder sich durch die eine oder andere Schrulle bemerkbar machen. Es ist auch schön,wenn einem mehr Tauben mit positiven Dingen auffallen als Tauben mit negativen Eigenschaften. Zu den negativen Eigenschaften gehört es z.B., wenn eine Taube nach dem Landen deutlich länger und deutlich hörbarer hechelt als der Rest. Da stimmt dann was mit den Luftwegen nicht und diese Tauben schreibe ich mir dann eben auf der "Minus-Seite" in mein Merkheft. Das macht natürlich Arbeit und verlangt eine intensive Beobachtung der Tauben aber so eine Kladde ist später im Herbst dann Gold wert wenn es darum geht,die Tauben auszuwählen,die mit über den Winter kommen sollen. Ich würde das jedem Züchter empfehlen,sich diese Mühe auch und gerade bei Jungtauben zu machen. Man muss nicht alles mitnehmen,was nach der Reise noch im Schlag ist,vor Allem dann nicht,wenn das Jungtierprogramm vielleicht kaum durchgezogen werden konnte. Je weniger Tauben,dafür aber nur positiv belegte, man mitnimmt ins Winterhalbjahr,desto besser für den Gesamtbestand und den Geldbeutel des Züchters. Denn Hand aufs Herz: jeder von uns nimmt viel zu viele Tauben ins nächste Jahr,die dann doch nicht die Erwartungen erfüllen können. Durch das stetige Sammeln von Informationen und eine konsequente Selektion kann man da viel Positives bewirken.

08.08.2018: Gestern hatten wir es hier rekordverdächtige 37,5 Grad am Schlag. Ich habe da natürlich darauf verzichtet,die Tauben in die Luft zu bringen.Allerdings sind etwa 40 Stück dann freilwillig so 15 Minuten geflogen,die haben dann aber auch stark gehechelt,als sie wieder gelandet sind. Kein Flugwetter, sowas! Aber heute bzw. Morgen sollen ja Gewitter und danach die "große" Abkühlung auf "nur" noch 27-28 Grad kommen. Irgendwie schon komisch,dass man 27 Grad schon als "kühl" bezeichnen muss. So sehr ich die Bauern auch bemitleide,ich hoffe ganz egoistisch,dass sich die Hochdruckphase bis Ende Oktober hält. So warm muss es ja nicht sein,aber es muss auch nicht  sein,dass sich gerade zu meiner Preisflug-Zeit dann ein Tiefdruckgebiet ans nächste reiht. Das wäre überhaupt nicht cool.

07.08.2018: Am Freitag soll der erste Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.Hui,was bin ich aufgeregt! Wobei es eigentlich ja klar ist,dass es von diesem 113 KM Flug eine große Massenankunft geben wird und die ersten 3 Fleischtöpfe somit reiner Zufall sind. Trotzdem werde ich gespannt vor der Live-Liste sitzen. Meine  5 Teamtauben sind jedenfalls noch alle dabei,auch wenn sie sich,was die Platzierungen angeht,bislang nicht mit Ruhm bekleckert haben. Aber wenn die erste Taube vom Vorflug um 07:51 Uhr über die Antenne läuft und die erste eigene Taube dann als 764. um 07:58 Uhr, ja was will man denn da rauslesen.Die ist halt mit den anderen 1200,die zusammen gekommen sind,noch um den Schlag gekreist,weil sie noch nicht ausgeflogen waren. Bei einem so gut geführten Rennen wie bei Mirko, bei solchen Massenankünften,da ist es nunmal auch ziemlich "Lotterie", welche von den paar Hundert gleichzeitig Angekommenen das Rennen nun macht. Aber lieber solche Flüge als Todesflüge. Spannend bleibt es ja trotzdem.

06.08.2018: Nachdem ich am Samstag ein kleines Video vom Badetag und zur Versorgung eingestellt habe sind auch abends die letzten Ersatztauben vergeben worden. 3 waren aus der Liste noch nicht vergeben,aber die haben mir körperlich bei der Anwesenheitskontrolle nicht so gut gefallen,als dass ich sie zur Aktivierung freigegeben hätte. Was aber nicht heißt,dass sie sich nicht noch entwickeln können. Einige Wahnsinnige haben am Wochenende bei über 30 Grad und feuchtheißer Luft 600 Km-Flüge durchgeführt und auch der Weitstreckenflug von Perpignan wurde gestartet. Da kann man echt nichts mehr zu sagen,Hirnriss pur. Auch einige Jungtaubenflüge wurden durchgeführt und da war es unterschiedlich.Von kurzen Entfernungen um die 100 KM waren Konkurse von 10 Stunden bis zu 4 Minuten dabei. Ich denke mal,bei denen,wo es gescheppert hat,war da irgendwas Anderes im Busch als die Hitze.Bei einer Flugzeit von etwas über einer Stunde (theoretisch) müsste die Hitze keine Auswirkung haben,siehe die glatten Flugverläufe bei anderen RVen und auch die Ergebnisse der Vorflüge beim Ostseeflug Usedom. Was genau da in diesen RVen schief gelaufen ist,das müssen jetzt die Verantwortlichen möglichst konkret aufarbeiten um weiteres Unheil zu vermeiden.
Bei den Derbytauben soweit im Westen nichts Neues. An beiden Tagen des Wochenendes sind sie wieder sehr ansprechend geflogen,obwohl wir Nachmittags wieder Temperaturen um die 30 Grad hatten. Bei dieser Hitze fliegen sie immer so hoch,dass man sie kaum sehen kann,ich nehme mal an,weil es dort oben kühlere Luftschichten gibt.
Im letzten Jahr hatten wir hier ja die "glorreichen 30",einen Trupp Tauben,der immer länger,höher und schneller flog als der Rest. Auch wenn ich es nicht beweisen kann,so glaube ich,dass so ziemlich alle As-Tauben 2017 diesem Trupp angehörten und das Rennen unter sich ausmachten.
Umso positiver stimmt es mich,dass aus diesen Glorreichen 30 nun die "Glorreichen 80" geworden sind,denn dieses Jahr ist der Trupp der Viel-,Länger-und Höherflieger deutlich größer geworden. Wieder ein Zeichen für die gesteigerte Taubenqualität und/oder die noch optimalere Versorgung in diesem Jahr. Ich bin da jedenfalls guter Dinge,wenn ich mir die Truppe so anschaue.Hoffen wir nur,dass nicht wieder so ein Flug wie der Zweite im letzten Jahr kommt. Da waren nämlich gleich ein paar Vögel weg,die ganz oben auf dem Zettel standen. Ja,die jungen Burschen,einige brummen jetzt schon ordentlich rum und drehen sich auf dem Dach wie ein Kreisel. Wenn die mal nicht zu scharf sind um vernünftig zu fliegen.Sobald die Hormone das Hirn fluten wird es ja schwer mit der Konzentration auf den geraden Weg nach Hause. Wir werden sehen......
Eine Angehörige der diesjährigen Glorreichen 80 kann ich aber schon jetzt bestimmen, es ist nämlich die einzige schwarze Taube,die ich dieses Jahr im Schlag habe,die vom Karl Urlberger. Das freut mich persönlich wirklich sehr,da ich ja schwarze Tauben sehr gerne mag und wenn die dann auch noch so schön zeigen,dass sie von der Flugleistung her zum oberen Drittel der Tauben gehören,dann freut mich das noch mehr. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden,ob diese 80 nicht nur fit am Körper sondern auch im Kopf sind. Denn was nützt all die Fitness wenn sie sich nicht orientieren können? Aber auch da bin ich sehr zuversichtlich dieses Jahr. Eine wirklich schöne Truppe.

03.08.2018: Jetzt ist die Zeit gekommen,wo die jungen Raubvögel von ihren Eltern angelernt wurden und sich nun ein neues Revier suchen müssen. Das habe ich gestern sehr eindrucksvoll zu sehen bekommen. Erst gab es einen (Gott sei Dank noch recht unbeholfenen) Angriff eines jungen Habichtmännchens auf die Derbytauben. Gut zu erkennen war das Jugendgefieder,braun gebändert anstatt gesperbert und braune anstatt schiefergraue Flügeldecken. Da die Jungen wild durcheinander flogen und er auch in gerader Linie auf halber Höhe angriff anstatt aus der Deckung heraus oder von oben stürzend, hatte er keine Chance und konnte sich auch nicht auf eine einzelne Taube fokussieren. Mein Schreien und Klatschen irriterte ihn zusätzlich und so zog er halbhoch über die Bahnlinie ab und begann nach einem weiteren halbherzigen Angriff auf die Nachbarstauben zu kreisen. Und auf einmal kommt vom Bereich hinter dem Schlag wie ein Pfeil das alte Habichtmännchen rübergeschossen! Der hat sich überhaupt nicht für die Jungen interessiert sondern ging sofort in den Angriff auf den Junghabicht über. Diese ansonsten so stillen Raubvögel stimmten ein lautes Gezeter an,als sie sich in der Luft bekämpften, ein faszinierendes Schauspiel. Der Alte hatte schnell die Oberhand und der Junge gab reichlich Fersengeld und verschwand Richtung Osten. Der Alte kreiste noch halbhoch etwa 5 Minuten an derselben Stelle und kam dann wieder in die Richtung zurückgeflogen,aus der er kam. Er passierte meinen Schlag und wieder würdigte er die Tauben nicht mal eines Blickes. Alles ,was er wollte,war sein Revier gegen den Junghabicht zu verteidigen.Vielleicht war es sogar sein eigener Sohn,aber um diese Zeit müssen die Jungtiere dann wohl auf eigenen Beinen stehen lernen.
So sehr ich als Taubenzüchter Greifvögel auch nicht mag,aber das war echt ein interessantes Stück Natur,was sich da abspielte.Das hat man nicht jeden Tag.
Die Tauben,welche nicht schon im Schlag waren,sammelten sich zu einem Schwarm,der erst sehr hoch flog,dann aber rasch tiefer kam,landete und  reinging. Die letzten beiden Tauben kamen um 20 Uhr kurz vor dem Zumachen. Glück gehabt! Aber auch die jungen Habichte,Sperber und Falken werden im Laufe der Zeit dazu lernen.

02.08.2018: Gestern hatte ich also Hochzeitstag und war ganz überrascht,als meine Frau mir sagte,dass unsere Ehe jetzt "volljährig" ist. 18 Jahre verheiratet. Kinder,wie die Zeit vergeht. 10 Jahre bin ich jetzt schon hier im Garten wieder mit Tauben im Gange.
Das das Flugtraining von Anfang an so gut funktioniert,hätte ich nicht gedacht. Wenn ich sie mit der "Fahne" in die Luft komplimentiere,ist wirklich keine einzige Taube mehr auf der Erde und alle sind am Fliegen.Alle! Das war z.B. letztes Jahr auch noch anders,da hatte ich um diese Zeit immer noch 10-12,die nur von einer Seite zur anderen geflattert sind,egal,wie sehr ich auch gewedelt habe(die waren dann aber auch sehr rasch bei den Flügen "JWD"). Und der weitaus größte Teil der Jungen fliegt auch schon nach 3 Tagen für mich sehr ansprechende 15-20 Minuten,einige bis zu 40 Minuten. Und das Alles wohlgemerkt bei nachmittäglichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Das finde ich schon echt klasse,denn das zeigt ja auch,dass die Truppe gut in Schuß ist.
In der RV sind am Wochenende keine Flüge. Die Alttaubensaison ist also ohne den Endflug beendet worden und auch der 3.Vorflugtermin mit den Jungen wurde gestrichen. Am 11.08. steht allerdings schon der erste Preisflug auf dem Plan. Wie die Verantwortlichen der RV das händeln,da bin ich mal gespannt. Wird man alles nach hinten schieben? Wäre ja sinnvoll. Oder wird man ganz normal wieder in das Programm einsteigen und einfach auf den 1. Preisflug fahren ohne die 2 ausgefallenen Vorflüge nachzuholen? Ganz ausschließen kann man das auch nicht. Ich jedenfalls bin ganz froh,dass ich keine RV-Jungtauben habe,die ich dieser Witterung und dem damit verbundenen Hin und Her aussetzen muss. Ich bin ja von jeher kein Freund davon,das Jungtaubenprogramm immer in der heißesten Zeit des Jahres zu starten.Alles,was wegkommt,fehlt als Jährige in der Kabine.Und alles,was wegen Flugausfällen nichts lernt,ist meist im nächsten Jahr auf den ersten Flügen weg bzw. zumindest stark benachteiligt.Insgesamt für alle Verantwortlichen eine schwierige Gemengelage. Daher wünsche ich allen Entscheidungsträgern ein gutes Händchen für ihre Wahl,was dieses Jahr zu tun ist.

31.07.2018: Ich bin begeistert von den Jungen dieses Jahr! Was für eine geile Truppe! Gestern wurden sie ja das erste Mal mit der Angel in die Luft komlimentiert und ich habe nicht allzu viel erwartet.Sie sollten ein Mal richtig durchstarten und dann dachte ich, dass sie ,auch wegen der Temperaturen, recht schnell wieder landen. Sie sollen sich ja erstmal langsam an den Ablauf gewöhnen.Aber die Bande scheint dieses Jahr echt gut drauf zu sein. Gut drei Viertel der Jungen starteten nämlich richtig durch,gingen gaaaaaanz hoch,sodass sie nur noch als blinkende Schatten zu sehen waren,wenn sich der Schwarm drehte und so flogen sie gute 20 Minuten bei 34 Grad im Schatten ihre Kreise und sogar für einige (bange!) Minuten ausser Sicht. Der Rest paddelte erwartungsgemäß einige Minuten solo oder in kleinen Gruppen durch die Gegend und landete dann auch recht schnell. Aber das so eine große Horde von 150-160 Tauben sich gleich zum kompakten Schwarm findet und dann so hoch und vor Allem so lange fliegt,das hätte ich nicht erwartet.Einmal mehr für mich eine Bestätigung,dass die durchschnittliche Qualität der Tauben dieses Jahr noch viel besser ist als letztes Jahr.Und auch ein Anzeichen dafür,dass sie fit und gesund sind,ich also bislang nicht allzu viel falsch gemacht haben kann. So etwas freut einen doch ganz ehrlich tief drinnen,wenn die Tauben einem zeigen,dass sie gut drauf sind.Bin echt gespannt,wie die sich auf der Reise schlagen.ich denke mal,das Teilnehmerfeld,dass um die Fleischtöpfe fliegt,ist dieses Jahr deutlich größer und wird am Ende auch noch viel dichter in den Punkten zusammenliegen als letztes Jahr.Das wird ein harter Kampf um die Spitze,bei dem sich die Tauben von Flug zu Flug gegenseitig die Punkte klauen und letztlich werden dann so Kleinigkeiten wie schnelles Reingehen über Wohl und Wehe entscheiden. Jedenfalls ist mir derzeit nicht bange vor dem Reiseprogramm, nicht mit dieser geilen Truppe.:-)

30.07.2018: Erneut ist gestern von einem Apfelbaum ein größerer Ast abgebrochen.Wenn das so weitergeht,habe ich am Ende des Jahres einen kahlen Garten. Aber die sind ja auch schon sehr alt und groß,die Bäume.Gestern Nachmittag hatte ich auch überraschend Besuch vom Sportfreund Dirk Gebert,der ja in Norwegen lebt,aber gefühlt immer mit seinem Auto quer durch Nordeuropa unterwegs ist,um Fenster,Tauben,Ziervögel,Maschinen und wer weiß was noch alles von a nach b zu fahren. Hat mich jedenfalls sehr gefreut als er plötzlich im Garten stand. Ich finde es ja gut,dass ab und an mal Besuch in den Garten kommt,dann kann man ja live vor Ort zeigen,dass die Tauben in Ordnung sind.Am Abend hatte ich dann wieder ein längeres Telefonat mit dem Sportfreund Heinz Trute,der den Verlust einiger von ihm gezüchteter Tauben recht locker weggesteckt hat. Es ist ja auch nicht so,dass ich die jetzt aus Bosheit von der Liste streiche,aber was weg ist,ist eben weg.Was soll man da machen?  Ab heute geht dann auch für die Derbytauben der Ernst des Lebens los,das Fahnentraining. Notwendig deshalb,weil sie von allein kaum richtig in die Luft kommen würden.Das war schon in Vor-Derby-Zeiten so und deswegen muss man da immer ein wenig nachhelfen.Ich beneide ja immer ein wenig die Züchter,deren Junge Morgens und Abends stundenlang durch die Gegend knallen.Das haben meine und Vaters Tauben in den 40 Jahren,die ich im Kopf habe, noch nie gemacht.Aber wenn ich letztlich in die Listen gucke,kann das alles ja nicht so richtig kriegsentscheidend sein.Denn sowohl die Ergebnisse als auch die Verluste sind bei beiden Varianten annähernd deckungsgleich.Nichtsdestotrotz ist so ein gut durchstartender Schwarm Jungtauben ja ein feiner Anblick.Und eine gewisse Grundkondition MUSS ja aufgebaut werden. Dazu wird die ganze Bande aus dem Schlag getrieben,die Türen und die Ausflüge geschlossen und dann werden sie mit Hilfe einer alten Angel,an die ein gelber Sack geknotet ist,in die Luft gebeten. Die ersten Tage werden sie nur ein Mal hochgejagt und können dann landen,wann sie wollen. Etwa die Hälfte fliegt aber schon einige Minuten. Natürlich hat man immer einige "Spezialisten" dabei,die nur von einer Dachseite zur anderen flattern. Das sind meist dieselben,die erst gar nicht rausgehen wollen wenn man sie nicht "tritt". Da sind sicherlich keine künftigen As-Tauben drunter......In der Luft gehalten werden sie die erste Woche noch nicht,sie dürfen landen,wann sie wollen. Auch dürfen sie bis Mittwoch noch durch die Türen reingehen,ab Donnerstag werden dann nur die Ausflüge wieder geöffnet,damit sie das dann auch zeitnah lernen.Viele kennen es ja schon. Und so wird es sich von Tag zu Tag ein bischen steigern bis sie dann am 26.08.,so es das Wetter zulässt,den ersten Trainingsflug haben. Auch das Futter wird jetzt umgestellt auf ein leichteres Reisefutter. Dieses Jahr hatte ich auch verschiedene Zusatzpodukte neu ausprobiert und überzeugt bin ich derzeit von dem Produkt "Hexenbier" von Röhnfried.Wenn man das gegeben hat,dann merkt man sehr deutlich eine Wirkung bei den Tauben. Also gibt es von nun an 1-2 Mal die Woche Hexenbier. Ja,man könnte sich etwas Ähnliches viel günstiger wohl auch selber zusammenkochen.Allerdings bin ich ganz schlicht gesagt zu faul dafür und traue meinen Fähigkeiten als Koch auch zu wenig. Schade nur,dass so eine handelsübliche Flasche nur ganze 2 Mal ausreicht bei der Horde. Da blutet der Geldbeutel....sonst gibt es 1x die Woche C-Phos (heute zum Beispiel) und 1x die Woche Blitzform ins Wasser. Den Rest der Woche wird das Wasser mit Soft Acid vom Teekontor Werlte angesäuert. 2x die Woche wird das Futter mit Moorkonzentrat und Mineralith, ebenfalls vom Teekontor Werlte,angemischt und das war es dann auch schon. Täglich frischer Patagoon-Grit mit Taubenkuchen untergemischt versteht sich von selbst. Und die Tauben gefallen mir wirklich sehr gut mit dieser Versorgung. Nur vernünftig fliegen müssen die "Hühner und Laufenten" jetzt noch lernen.:-)

28.07.2018: Nachdem ich gestern noch lange die Mondfinsternis,den Mars und den Vorbeiflug der internationalen Raumstation ISS verfolgt habe,klingelte schon um 04 Uhr der Wecker und ich machte mich auf zur ersten Bestandskontrolle. So früh deshalb,weil ich a) die Tauben noch im Dunkeln fangen wollte und b) bei den derzeitigen Temperaturen möglichst schnell mit der Angelegenheit fertig sein wollte um die Tauben nicht zu sehr zu stressen. Es fehlen bislang 32 Derbytauben. Auch hier auffällig,dass bei einigen Züchtern schon mehr als eine Taube fehlt,bei anderen gar keine. Ganz besonders traurig war ich,als ich festgestellt habe,dass so einige Tauben vom Sportfreund Heinz Trute fehlen. Er hatte ja Tauben für 3 Teams gestellt und leider hat es da ganz schön gescheppert. Da ich weiß,dass der Heinz einer derjenigen ist,welche dieses Rennen mit Feuereifer verfolgen und der da richtig mit Herzblut dabei ist, bin ich natürlich besonders betrübt. Aber nicht jedes Zuchtjahr ist gleich und vielleicht zaubert eine der verbliebenen Tauben ja doch noch am Ende ein Lächeln auf sein Gesicht.Ich hoffe nur,dass er jetzt nicht allzu deprimiert  ist.....
Was mir noch aufgefallen ist,diesmal positiv: von den Tauben,die ich von den Sportfreunden Mirko Werner (Meyerholz-Nachzuchten) und Mathias Frank ( Scheugl-Nachzuchten) für meinen Eigenbedarf bekommen habe, fehlt nicht eine Einzige! Alle da! Das hat mich wirklich sehr gefreut.
Die bisherigen Verluste setzen sich zusammen aus insgesamt 7 Toten wegen Krankheit (verstorben oder erlöst), 3 erkannten Drahtopfern (wie viele unerkannt ins Gebüsch gefallen sind?....),1 neben dem Garten aufgefressen und der Rest "am Haus weg". Einige werden von diesem vermaledeiten Freitag den 13. noch fehlen (sh Tagebuch),aber den Großteil der Fehlenden hat der Raubvogel entweder vernascht oder verjagt. Allerdings ist bislang keine einzige Jungtaube gemeldet worden.Ja,so ist das hier in der naturnahen Heide, es gibt eben alles an Raubvögeln was man sich so "wünscht".Und da der Garten ja auch an ein dichtbewachsenes Grundstück grenzt,kann er sich gut anschleichen.Die Meisten wird er sicherlich unter denen gefunden haben,die noch immer draußen sitzen wenn ich das erste Mal wegfahre,dann sind sie ja unbeaufsichtigt. Allerdings ist die Disziplin derzeit schon sehr gut ,sodass kaum noch eine Taube länger draußen sitzt. Insgesamt bin ich recht zufrieden,auch wenn jeder Verlust einer zuviel ist.........

27.07.2018: Die erste Anwesenheitskontrolle wird schon jetzt am Wochenende durchgeführt,denn ich habe leider für meinen Hochzeitstag am 01.08. kein Frei bekommen.Blöde Ferienzeit! Aber da meine Frau auch arbeiten muss,ist das nicht so schlimm. Bin schon gespannt,wer bis jetzt alles schon die Segel gestrichen hat,ein paar weiß ich ja.
Ich bin ja so froh,dass das Heidederby ein Rennen für die 3.Zucht ist,da muss ich nicht jetzt in der größten Hitze termingestresst versuchen,die Tauben auf die Traings-und Preisflüge zu bekommen,weil es sonst nach hinten raus mit den Endflügen eng wird. Ich fange gemütlich an,wenn die Anderen alle schon durch sind mit ihrem Programm. Ab nächste Woche aber muss ich zumindest anfangen,die Tauben regelmäßiger in die Luft zu bekommen,auch wenn dort noch 30 Grad sind. Sonst bauen sie ja gar keine Kondition auf. Aber das werden wir schön kleinschrittig tun,nur nicht hetzen,nur nichts übers Knie brechen. Schritt für Schritt,so werden sie fit.

26.07.2018: Auch in diesem Jahr ist es so,dass ich mir schon wieder fleißig Notizen über die Tauben mache. Ganz besonders auffällig sind ja immer die,welche man mit einer Brechstange aus dem Schlag treiben muss,damit sie mal rausgehen. Das sind nicht ein paar,die mal nicht rausgehen wollen aber sonst schon ,sondern so 7-8 Tauben,die freiwillig keinen Fuß vor die Tür setzen. Das werden meiner Erfahrung nach niemals Gute. Auch diejenigen,die schwerer krank waren und sich berappelt haben,stehen auf der Liste. Diese ganze Fummelarbeit (Beobachten,Nummer herausfinden,Eindrücke aufschreiben,weiter im Auge behalten) mache ich mir aus dem einzigen Grund,im Herbst einen Anhaltspunkt zu haben,welche Tauben ich über den Winter mitnehme. Denn es werden ja nur die ersten 30 As-Tauben online versteigert,da es sich im letzten Jahr gezeigt hat,dass an Tauben,die nicht unter den ersten As-Tauben sind,online kaum Interesse besteht. Es sei denn,sie kommen von einem großen Namen.Deswegen kann man sich die Einstellungsgebühren auch sparen. Der Rest wird ja am Schlag ,z.B. am Tag nach dem Endflug, zum Verkauf freigegeben. Wenn aber die Resonanz so spärlich ist wie letztes Jahr,dort waren gerade mal 4 Züchter am Schlag, dann werden auch heuer mehr Junge übrig bleiben,als ich über den Winter mitnehmen kann. In dieser Situation ist es dann hilfreich,seine Notizen,die man über das Rennen hinweg gesammelt hat, zu Rate ziehen zu können,um nicht aus allen Nähten zu platzen. Natürlich hoffe ich,dass die meisten Tauben an den Mann gebracht werden können,aber man muss halt realistisch bleiben. So kurz vor Kassel herrscht immer ein Überangebot auf dem Markt. Alle Tauben wird man da nicht los,vor Allem nicht die ohne "schicke" Abstammung oder von "unbekannten" Züchtern. Obwohl diese Tauben ja keinen Deut schlechter sein müssen als die eines Dirk deBeer,Manfred Meyerholz oder sonstiger bekannter Namen.

25.07.2018: Ich hoffe,das Video ist zu eurer Zufriedenheit geworden.Ich finde die Perspektive der Kamera,wenn ich sie auf den Boden stelle, recht interessant. Leider blinkt da ja immer ein rotes Licht,wenn die Aufnahme läuft,deswegen sind die Tauben noch etwas schüchtern,sich der Kamera sehr dicht zu nähern. Ohne dieses Blinklicht wäre die Kamera ja mitten drin im Whooling.
Gestern habe ich dann auch gesehen,dass die ersten Listen der Trainingsflüge vom Ostseeflug Usedom online sind. Auch wenn die bislang maximal 12 KM geflogen sind ,es Massenankünfte waren und dies natürlich keinerlei Tendenz für später abgibt,habe ich mich dabei ertappt,ganz gespannt die Listen nach meinen Tauben durchzuforschen und habe mich immer gefreut,wenn ich eine gefunden habe. Auf dem 4.Vorflug mache ich sogar den 54.Konkurs und auf dem 5.Vorflug den 92.Konkurs. Ausserdem war ich sehr stolz ,dass alle meine 5 Tauben da waren als noch über 900 gefehlt haben. Bekloppt,ich weiß,aber es macht auch irgendwie Spaß,die Listen nach den eigenen Tauben zu durchforsten. Und dann denkt man sich: "wenn das der Endflug wäre,dann hätte ich ja 3 in den Preisgeldern..." und das von 12 KM. Naja, Taubenzüchter halt. Alles Wahnsinnige. Und ich bin der Schlimmste :-)
Noch kurz ein Wort zu den Flügen,die am letzten WE vom Südosten in einer Katastrophe geendet haben. Es ist natürlich erschreckend und ein Armutszeugnis,wie jetzt von Seiten der Verantwortlichen versucht wird,den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und die Verantwortung auf andere Schultern abzuwälzen. Dabei wäre es recht einfach: man stellt sich einfach vor die versammelte Züchterschaft und beugt demütig das Haupt, gesteht seine Fehler ein und bittet um Entschuldigung. Und dann lernt man draus und macht es nächstes Mal eben besser. Da bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone. Also was soll dieses Rumgeeiere?
Ich kann immer nur von mir ausgehen und als letztes Jahr der 2. Flug so schlecht gelaufen ist, da konnte ich tagelang nicht richtig schlafen und habe ständig darüber gegrübelt,was ich falsch gemacht habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen,die Wetterdienste oder gar die Züchter der Tauben verantwortlich zu machen. Letztlich führten all diese Überlegungen zu keinem Ergebnis,denn es haben mir 3 erfahrene Flugleiter unabhängig voneinander bestätigt,dass das Wetter sehr gut war und es nun mal "einer dieser Flüge war,die man rational nicht erklären kann."
Aber mir graust es davor,dass sowas vielleicht nochmal passiert. Und wenn ich dann noch zu dem Schluß komme,dass ein schlechter Flug auf eigene Fehler zurückzuführen ist,dann habe ich hoffentlich den Mut,mehr Größe zu zeigen als es die Verantwortlichen vom Wochenende jetzt tun. Denn das ist wirklich erschreckend und gibt kein gutes Bild von diesen Sportfreunden ab.

24.07.2018: Gestern wurde also der 1. Vorflug mit den Jungen unserer RV gestartet. Es war dem Vernehmen nach kein Zuckerschlecken und die Jungen kamen teils den ganzen Tag verteilt einzeln oder in kleinen Gruppen an,aber letztendlich waren bei den 3 Züchtern,die ich kontaktet habe,abends der Großteil der Jungen wieder zu Hause. Und gelernt haben sie bei so einem Flug sicherlich mehr als bei einer Massenankunft in 2 Minuten. Und genau darum geht es ja,die Jungen sollen was lernen. Ich selbst war gestern wieder im Auftrag der öffentlichen Darstellung des Taubensportes unterwegs und habe abends eine Taube aus einem Dorf bei Privatleuten abgeholt.Eine zweijährige Polin. Die Leute hatten sich schon 1 Woche rührend um das Tier gekümmert und es nun endlich in einem Hobbyraum eingesperrt bekommen. Natürlich bin ich dann gleich um 20 Uhr dorthin und habe das Tier an mich genommen. Das macht man einfach so,wenn man von Privatleuten aus der Nähe angerufen wird und dann ist man auch nett und höflich und plaudert mit den Menschen. Wie sonst sollten wir uns selbst und unser Hobby denn auch nach außen positiv darstellen? Ich kann die Leute nicht verstehen,die Anrufern dann sagen "lassen sie die mal wieder fliegen", "nach ein paar Tagen haut die eh ab" oder noch schlimmer " nein,ich hole die nicht ab!!" Wenn die Taube festgesetzt ist,fährt man hin und holt die, Punkt Aus Ende! Die Polin sitzt jetzt bei mir in der Krankenstation und wird noch ein paar Tage gepäppelt bis ich sie wieder wie die anderen Zuflieger auch mit zur Arbeit nehme und fliegen lasse. Lange braucht die nicht mehr,die Leute haben sie gut versorgt.
Heute ist dann auch wieder "Video-Zeit", da ich schon verschiedentlich darauf angesprochen wurde,wann denn "endlich" das nächste Video kommt. Ich finde es sehr schön,dass dort ein großes Interesse besteht,sich einen Überblick über den Sachstand beim Derby zu verschaffen und deswegen mache ich natürlich gerne ein Video,auch wenn ich euch keine stundenlang in der Luft hängenden Tauben zeigen kann. Gestern ist die ganze Bande zwar in die Luft gegangen aber bis auf so ca. 20 Stück,die etwas länger geflogen haben sind die Anderen recht schnell wieder gelandet. Es ist einfach viel zu heiß und die Sonne sticht auch ganz ordentlich,vor Allem nachmittags,wenn ich die Klappen aufmache.Es ist einfach kein Flugwetter.
Gestern rief mich auch der EST-Obmann an und teilte mir mit,dass der 600er am Wochenende komplett gestrichen wurde,d.h. für mich,kein Einsetzen am Donnerstag. Ob der Flug jetzt noch am darauffolgenden WE nachgeholt werden soll oder die Alttaubensaison jetzt komplett vorbei ist, war wohl noch nicht so klar. Wir werden sehen,was da noch kommt.

23.07.2018: Das Wochenende war bei den Derby-Tauben unaufgeregt,was man von vielen RVen und Regios,die ihren Endflug hatten, ja nicht behaupten kann. Eine sich schnell entwickelnde, prekäre und heftige Unwetterlage hat wohl den Ruhrgebietsflug ab Wels und den Nationalflug Pocking schwer getroffen. Auch der Regio 259 hatte einen schweren Endflug bei dem noch einige gute Tauben fehlen. Es ist halt derzeit sehr schwierig, vernünftige Entscheidungen zu treffen,denn dieser Sommer ist ja auch extrem. Fast so wie 2003,nur das es da mehr sehr heiße Tage gab. Vom Verband ist jetzt ein Flugverbot für Jungtauben ab Dienstag in Kraft gesetzt worden. Eine gute Entscheidung,welche die Last von vielen Schultern nimmt.
Ab dieser Woche wäre es nun soweit gewesen,dass ich die Jungen per Fahne an das Fliegen bringe,sie haben jetzt genug auf dem Rasen gepickt sowie kleine Runden gedreht und sollten sich den Schlag ins Hirn gebrannt haben. Da aber diese Woche die Hitzewelle erst so richtig losrollt mit dauerhaften Tagestemperaturen über 30 Grad und ich die Tauben ja nur Nachmittags rauslassen kann,wenn es am heißesten ist,werde ich darauf verzichten,sie unter Zwang zum Fliegen zu bringen und den Beginn des Flugtrainings auf nächste Woche schieben. Unsere eigene RV hat gestern zum 1. Vorflug von 35 KM (noch vor der Elbe) heute eingesetzt und ich erwarte bei frühem Auflass eigentlich keine großen Probleme,es sei denn ,jemand hat unerkannt kranke Jungtauben eingesetzt.
Den Sportfreunden aus den betroffenen Regios wünsche ich jedenfalls,dass ihre Tauben sich irgendwo vor dem Regen in Sicherheit gebracht haben und nachkommen,wenn das Wetter besser wird. Ich drücke euch allen die Daumen!

20.07.2018: Gestern ist einer der alten Apfelbäume bei mir im Garten komplett auseinandergebrochen. Man ,hat das gescheppert! Zum Glück waren die Jungen da aber schon mehrheitlich drin. Später habe ich dazu ein kleines Video gemacht und ins Netz gestellt,ihr könnt es euch ja gerne mal angucken. Das sind die Auswirkungen der extremen Dürre dieses Jahr. Der Regen,der letzte Woche an 2 Tagen runtergekommen ist,war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Bei so einer Wetterlage sind natürlich auch die RVen und OLR,welche jetzt langsam ihre Vor-und Preisflüge beginnen benachteiligt. Diese stechende Sonne,ein knallblauer Himmel und hohe Temperaturen sowie hohe Ozonwerte sind eben einfach kein gutes Wetter,um junge Tauben anzutrainieren.Hier ist sehr viel Fingerspitzengefühl seitens der Verantwortlichen gefragt,um Risikoflüge und unnötige Verluste zu vermeiden. Und ein aufgeheizter Kabi voller nervöser Tauben ist natürlich auch eine große JTK-Falle.
Auch in anderer Hinsicht macht mir die derzeitige Wetterlage Sorgen. Denn wenn es jetzt über einen langen Zeitraum ein derart stabiles Wetter ist,wie ist die Wetterlage dann,wenn MEINE Preisflüge dran sind? Die Sorge ist ja,dass sich dann über Wochen eine gegenteilige Wetterlage einstellt,welche es mir sehr schwer macht,die Flüge vernünftig durchzuführen. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen und so hilft denn auch statt Lamentieren einfach nur.....Abwarten.

18.07.2018: Tja,das war es dann wohl schon wieder mit der JTK,wenn es denn die JTK war. Kurz und heftig. 3 Tote, 2 habe ich zusätzlich erlöst und jetzt ist die Bande wieder voll in Fahrt. 3 sitzen derzeit noch in der Krankenstation,die muss ich erstmal ein wenig auffüttern,bis sie wieder zu den Anderen können. Gestern war der Sportfreund Gerd Timmel bei mir am Schlag,als die Jungen draußen waren und auch seine Meinung ist "die sehen echt top aus". Soll mir sehr recht sein,wer braucht den Mist schon?
Jetzt sind auch die privaten Trainingstouren mit den Jungen in vollem Gange und auch die ersten RVen und OLR beginnen mit den Trainingsflügen. Dies fällt ja fast jährlich in die Phase der größten Hitze und so ist es jedes Jahr das gleiche Spiel ,ob nun privat trainiert oder im Verband: es bleiben gerne mal viele Tauben aus.
Meine von oben weithin sichtbare rote Festung mit ihrem großen,bunten Haufen an Tauben wirkt in dieser Zeit dann immer wie ein Treibanker für all die gestrandeten und verwirrten Existenzen,die in der Sommerhitze die Orientierung verloren haben und nun einen sicheren Hafen suchen. Fast täglich sitzen nun mehrere Zuflieger bei und nach dem Freiflug bei mir am Schlag,fast ausnahmslos Jungtauben,manche bereits mit und manche ohne Tipesring. Viele scheinen körperlich gar nicht so runter zu sein,aber man sieht ihnen in den Augen an,dass sie komplett verwirrt und neben der Spur sind. Der Grund ist sehr einfach:Wassermangel! Die Sonne und die Hitze steigt ihnen in den Schädel und das war es dann mit der Orientierungsfähigkeit. Dehydration ist der schlimmste Feind der Tauben. Deswegen steht bei mir auch immer ,wenn die Jungen Freiflug haben ,eine Tränke auf dem Rasen. Die Fremden haben es ziemlich schnell raus,dort zu trinken (die Meisten kennen die Tränken ja von zu Hause) und wenn sie dann getrunken haben und sich wieder auf das Dach setzen,dann kann man richtig sehen,wie die Lebensgeister zurückkehren. Da geht dann irgendwann der Kopf hoch,die Augen werden klar,die Taube bekommt Körperspannung und dann zack! haut sie irgendwann ab. Meist schnurstracks und ohne zu Zögern in eine bestimmte Richtung. Auch daran erkennt man,dass sie wieder weiß,wo es langgeht. Nur sehr wenige Tauben gehen tatsächlich in den Schlag. Diese werden meist 2-3 Tage in der Krankenstation gefüttert und getränkt bis ich den Eindruck habe,dass sie jetzt soweit ist, dann nehme ich sie Morgens früh,wenn es kühl ist,mit zur Arbeit (ca. 15 KM entfernt) und lasse sie fliegen. 99% kommen dann auch nicht wieder.Melden tu ich keine Jungtaube mehr, zu oft musste ich mir dumme Sprüche anhören und meist läuft es eh auf "Füttern,Tränken, Fliegen lassen" raus.
Unter Einbeziehung dieser Beobachtungen würde ich jedem Züchter raten,seinen Tauben vor den ersten Kabinenaufenthalten Wasser mit Elektrolyten in den Kropf zu spritzen. Die allermeisten Jungen sind die ersten Male noch zu dösig,die Tränke zu finden. Darüber hinaus werden die Boxen bei den Jungen meines Erachtens meist zu dicht besetzt. Wenn sich da einige vor die Tränkrinne stellen und die verteidigen,dann kommen die anderen nicht ans Wasser ran. Und wenn es dann am nächsten Tag rausgeht haben die Tauben ohne Wasser schon das erste Handicap auf dem Rücken. Diese Mühe, jeder Taube ein wenig Wasser einzuspritzen,lohnt sich im Hinblick auf die ersten Flüge bei diesen Temperaturen meines Erachtens durchaus.

16.07.2018: Leider hat am Wochenende mein Kameramann vom letzten Jahr für dieses Jahr endgültig abgesagt. Das ist doppelt schade,denn erstens finde ich,dass er das letztes Jahr wirklich sehr gut gemacht hat (die Reaktionen auf die Videos "toll","cooler Typ","echt witzig" der Zuschauer bestätigen das) und zweitens kann ich euch dann für dieses Jahr keine schönen Ankunfts-Videos zeigen. Ich fahre ja selber und  bin dann meistens noch nicht da,wenn die Tauben kommen. Und da ich ja nicht wie die großen Rennen eine Live-Liste habe,ist ein Ankunftsvideo ja ein kleines Trostpflaster für die Teilnehmer. Und nebenbei auch ein Beweis,dass bei der Ankunft alles mit rechten Dingen zugeht. Aber man kann halt niemanden zwingen und so werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Vielleicht findet sich ja zumindest auf dem Endflug jemand der Gäste ,der die Kamera bedienen kann. Ist halt nicht einfach, jemanden zu finden,der sich stundenlang in den Garten setzt und auf die Tauben wartet.Wenn alle Stricke reißen werde ich halt wie der Sportfreund Scheugl immer ein kleines Video im Nachgang des jeweiligen Fluges drehen. Vorher kann ich ja noch den Auflass filmen. Das ist dann zwar nicht optimal,aber immerhin.Die Videos sind ja ohnehin immer erst nach Auswertung der Preisliste online gewesen. Wird schon werden.

15.07.2018: Alles sehr merkwürdig.Heute hat keine Taube mehr krumm gesessen,weder Morgens,nachmittags oder Abends. Sollte es das dann schon gewesen sein? Egal,das wird jetzt durchgezogen,ich lass mich doch nicht veräppeln.

14.07.2018: So,das sieht dann schon gar nicht mehr so schlimm aus. Stand jetzt fehlen noch so um die 10-12 Tauben. Einzig bei den Weißen/Weißschimmeln hat es reingeschlagen. Da ist jetzt nur noch 1 da von ursprünglich 5. Auch mit der JTk ist es irgendwie nicht "korrekt". Über 90 % der Jungen sehen blendend aus,sind lebhaft und aktiv,glänzen,alles ok. Aber täglich sitzen 2-3 Andere eingekrümmt in der Ecke und es gab auch schon 2 Todesfälle. Die Krankenstation ist jedenfalls ausgebucht. Das kenne ich so nicht. Wenn krank,dann war immer fast der ganze Haufen krank und einige eben schlimmer als die Anderen. Aber dieses Jahr sind sie entweder topfit oder todkrank von jetzt auf gleich. Ich denke,ich werde dieses Jahr nicht um eine Medikation herumkommen,der Verlauf,wenn sie denn krank werden ,ist mir viel zu rasant.Ab Morgen früh ist dann Enrok und Collistin im Wasser für 10 Tage.Ich werde mir das mal weiter angucken.....und im Hinterkopf spukt immer das Schreckgespenst "Rota-Virus". Dann kann ich hier zumachen.......

13.07.2018: Freitag, der dreizehnte. Passt irgendwie. Denn ich glaube, jetzt ist sie da,die JTK. Ich werde das mal weiter beobachten und heute schon mal Möhrenbrei anrühren,den ich ja schon vorgekocht und eingeweckt habe. Eigentlich ja durchaus auch positiv,wenn sie jetzt käme,damit man bis zu den Flügen durch ist mit dem Mist,aber allein das sie kommt,ist natürlich unschön. Aber das wusste ich ja vorher,dass ich auch dieses Jahr durch diese Zeit muss. Letztes Jahr ist es ja noch relativ glimpflich abgelaufen mit 8 Toten, schauen wir mal, wie hoch der "Bodycount" dieses Jahr wird. Einigen werde ich eben bei allem Bemühen nicht helfen können. Und auch diejenigen,die zwar überleben,aber so stark abmagern,dass sie wie Flüchtlinge aus einem Hungerland aussehen,werden doch zu 95% nicht mehr richtig in die Gänge kommen. Im letzten Jahr war es eine einzige Taube,nämlich die 247,die sehr stark abgemagert war aber sich dann noch so berappelt hat,dass sie die Flüge überstanden und sogar noch einen guten Preis geflogen hat. Alle Anderen,die ich mit viel Mühe gerettet und aufgepäppelt hatte,haben das Ende der Flüge nicht erlebt. Eigentlich müsste man da ja mal überlegen,ob man den Tauben mit diesem "Durchschleppen" dann überhaupt einen Gefallen tut oder ob es nicht humander wäre,diese auszusortieren. Ich denke,wenn sie einmal so stark eingeschrumpft waren,dass dann Muskeln und innere Organe auf Dauer einen Knacks weg haben und einfach unter Belastung nicht mehr richtig funktionieren.Ausnahmen wie die 247 bestätigen die Regel. Andererseits macht es sich echt blöd in der Bestandsliste,wenn man 15-20 oder mehr Tauben aussortiert und das kann auch ganz gewaltig am Image des Derbys kratzen (obwohl diese Problematik vielen Züchtern ja vom eigenen Schlag bekannt sein dürfte).Letztlich ist es eine Frage,die ich nur mit mir selber ausmachen kann. Ist es vernünftig, Tauben mit viel Aufwand hochzupäppeln,wohl wissend,dass sie später zu 95% trotzdem ausbleiben, nur damit mehr Tauben in der Bestandsliste stehen?
Ich habe für mich dieses Jahr entschieden, Tauben,bei denen eine bestimmte Linie des Abmagerns überschritten ist, von Ihrem Leid zu erlösen. Vielleicht kostet mich das den einen oder anderen Teilnehmer,weil der sagt "die hätte sich doch wie die 247 noch berappeln können". Aber ich denke,es ist fairer und humander gegenüber der Taube,sie schnell und schmerzlos zu erlösen als sie ums Verrecken durchzubringen und später auf einen Flug zu setzen,den sie nicht bewältigen kann und wo sie dann irgendwo elend zugrunde geht.
Natürlich werde ich mich mit vollstem Einsatz für eine schnelle Beendigung der JTK einsetzen und nicht jede Taube wegschlachten,welche die JTK hat. Aber die ganz schweren Fälle,die man wochenlang aufbauen und mehrere Pillen geben muss....das hat einfach keinen Sinn. Das letzte Jahr hat dies sehr deutlich gezeigt.17:00 Uhr: also heute ist wirklich Freitag,der 13..Da laufen die Jungen wie immer geschäftig auf dem Rasen rum,auf einmal KRACHT es! Ein großer Ast des alten Apfelbaums brach völlig unvermittelt ab und knallte mit lautem Getöse auf den Rasen!Es war, als hätte man eine Granate zwischen die Jungen geworfen!Hoch und weg in alle Richtungen. Als dann noch der Wanderfalke zwei Mal in den Jungtaubenschwarm des Nachbarn stieß,war keine Taube mehr im Umkreis zu sehen. Das war so gegen 14:30 Uhr. Bis jetzt sind so ca. 150-170 Tauben wieder da.Mal gucken,was noch kommt. Um 21:30 werde ich in den Garten fahren und die Luken schließen.Aber das hat heute sicherlich Tauben gekostet.Ich bin schon mal gespannt,wo die überall gemeldet werden.Was für ein Tag!22:00 Uhr: Es fehlen noch um die 30 Tauben.Eine große Menge, aber weniger als ich befürchtet habe. Schauen wir mal,was Morgen noch rankommt.

12.07.2018: Manchmal lohnt es sich, etwas länger auf eine Sache zu warten. Gestern sind nun eeeeendlich die letzten Tauben vom Team Bockwurst eingetroffen und es sind wirklich sehr schöne Tauben. In der Hand und vor Allem in der Färbung. Alle ganz dunkel,einer mit 2 weißen Pinnen. Klasse! Ich mag ja so ganz dunkle oder ,noch besser, schwarze Tauben sehr sehr gerne.Schade,dass ich dieses Jahr nur eine einzige Schwarze,überhaupt keine Indigos und auch keinen einzigen Schalie dabei habe.Aber was soll´s. Jetzt habe ich ja 3 superschöne "Black Pearls". Ja,da hat der Hardy was Schönes für den Papa eingepackt :-).
Gestern habe ich dann auch mal versucht,im Halbdunkeln die Bande nochmals durchzuzählen. Wenn ich mich nicht grob verhaspelt habe und alle  richtig rein-und rausgerechnet habe,die trotzdem hin-und hergeflattert sind,dann fehlen bislang etwa 13 Tauben von der Gesamtliste,plusminus die,um die ich mich verzählt habe. Gewissheit werden wir ja eh erst am 01.08. bei der ersten Bestandskontrolle haben. Ich hätte allen natürlich gleich einen Tipesring anlegen können um sie dann ab und an über die Antenne laufen zu lassen,aber jeder Tipesring an einer Taube,die am Haus wegkommt,sind 1,35€ weniger in der Portokasse und da ich ja so irre bin,100% Startgeld auszufliegen, tun 20 oder 30 abhandene Ringe doch schon ein wenig weh. Deswegen werden die Tipesringe auch erst bei der zweiten Anwesenheitskontrolle am 01./02.09.angelegt. Überhaupt ist ja mit den 20€ Versorgungspauschale eine ganzheitliche Versorgung von 5 Tauben über 5 Monate nicht möglich. Das habe ich ja nur gemacht,weil ich im Gegensatz zu letztem Jahr dieses Jahr auch wieder in der RV bin und das,was ich da bezahle,kann ich ja nicht mehr ins Rennen stecken.Ihr könnt ja mal rechnen wie weit man mit 20€ bei 5 Tauben für Futter,Wasser,Beiprodukte,Medikamente,Tipesringe und Fahrtkosten über 5 Monate kommt. Den Arbeitsaufwand rechnen wir erst mal gar nicht mit ein.
Und trotzdem muss ich sagen,dass ich mich unwohl dabei fühle,überhaupt eine Versorgungspauschale zu nehmen und mir überlege (eigentlich sogar ziemlich sicher bin) diese in 2019 NICHT mehr zu nehmen. Denn ein Hobby, egal ob Taubensport oder was Anderes,sollte niemals als Gewinn-Verlust-Kalkulation gesehen werden. Man übt das Hobby aus,weil es einem SPASS macht und dann ist es auch egal,wieviel man dafür ausgibt,solange es nicht existentiell bedrohlich wird. In diesem Sinne wird die Versorgungspauschale wohl 2019 wieder entfallen.Ich fühle mich einfach nicht wohl dabei,die zu nehmen.......

11.07.2018: Gestern hat es den Tag über immer mal wieder krätig geschauert und seit gestern Nacht hat hier nun Landregen eingesetzt,der heute den ganzen Tag dauern und sogar gewittrig verstärkt werden soll. Deswegen sind die Klappen und die Voliere heute mal zu geblieben. Denn so sehr dieser Regen auch notwendig ist für die Sahara,in der wir hier im Nordosten Deutschlands dieses Jahr leben,so ungünstig wirkt sich Feuchtigkeit auf das Schlagklima in einem voll besetzten Gartenschlag aus. Da kann man an der Lüftung drehen wie man will,da kann man noch so viel Sand reinschippen,der ja auch einen gewissen Thermoausgleich herstellt (ist tatsächlich so), irgendwann ist der Punkt erreicht,wo sich die Feuchtigkeit einfach reinzieht. Das merkt man dann vor Allem am Geruch,denn bei feuchter Witterung riecht man die Tauben doch deutlicher. Deswegen heute Klappen zu und so wenig Feuchtigkeit wie möglich reinlassen. Eine Fußbodenheizung könnte hier Abhilfe schaffen,aber dafür braucht man ja: Strom. Und da waren sie wieder, meine 3 Probleme: kein Strom, kein Wasser,kein Schlag am Haus. So schön das da bei mir im Garten ist, aber einfach und unkompliziert ist das nicht. Trotzdem nimmt man sowas ja gerne in Kauf,wenn man einmal mit dem Taubenvirus befallen ist. Wenn ich nur mal die Kilometer zusammenrechne,die ich seit 2008 in den Garten gefahren bin oder die Kilos,die ich dort hin- und hergeschleppt habe,da würde schon ganz schön was bei rumkommen.
Gestern konnte ich nach der Arbeit die Jungen wieder rauslassen, da gerade keine Schauer in Sicht waren. Und als sie da so auf dem Rasen pickten,da kam hinter der Baumreihe an der Bahn ganz tief und unvermittelt der Rotmilan hochgeschossen. da war natürlich wieder ein großes Durcheinander und etwa 30 Tauben gingen sehr hoch und flatterten wild durcheinander. Ich persönlich glaube,das macht der Milan extra,um sie zu erschrecken,weil er darauf spekuliert,dass eine irgendwo gegen knallt und er sie dann nur noch aufsammeln muss.Normal bekommt der ja keine gegriffen. Ich glaube  schon länger,dass Greifvögel viel intelligenter sind als wir glauben. So habe ich die Jahre über auch festgestellt,dass der alte Habicht immer nur dann angreift,wenn gerade ein Zug vorbeifährt. Der übertönt nämlich die Warnrufe der Drosseln und Eichelhäher,wenn sie den Habicht bemerken. An einen Zufall glaube ich da nicht mehr. Die Jungen paddelten sich dann nach und nach wieder ran,aber es fehlten nachher noch so 8 oder 9 Stück,unter Anderem auch die Schwarzscheck vom Karsten Stappert. Sie ist ja eine der diesjährigen "Indikatortauben",genau wie die Schwarze vom Karl Urlberger oder die ganz Bunten von Gerd Timmel und dem Team Rhume Racer. In der Halbzeitpause des WM-Halbfinales bin ich dann zum endgültigen Schließen der Klappen in den Garten gefahren und da war die Schwarzscheck wieder drin wie auch augenscheinlich die meisten Anderen. Ich glaube,bislang fehlen so um die 10-12 Tauben, 4 davon weiß ich so (weil es Bunte waren) und 1 hat ja der Habicht neben dem Grundstück gefressen (eine Blaue wie es aussieht). Eine hatte sich ja den Flügel gebrochen und eine weitere ist an ihren Drahtverletzungen gestorben. Also 6 Verluste,die ich benennen kann und etwa nochmal so viele,die "unbekannt vermisst" werden.Bis zum 01.08. rechne ich wieder mit ca. 30-35 Tauben,die nicht mehr da sind,es sei denn,die JTK fordert dieses Jahr mehr Opfer als letztes Jahr ,was natürlich keiner hofft. Aber gegen die Drähte und den Raubvogel kann man schwer was tun. Das Meiste an Verlusten geht ja nicht mal auf das Schlagen durch den Raubvogel sondern durch das Verscheuchen zurück.Wenn sie kopflos sind,dann knallen ja gerade Junge gerne mal hunderte Kilometer in die falsche Richtung. Aber auch das ist Taubensport. Wir züchten nun mal leider Beutetiere,an welchen sich die Raubvögel in einer immer mehr verarmenden Natur gütlich tun. Den Raubvögeln selbst kann man da keinen Vorwurf machen,die tun auch nur das,was sie zum Überleben tun müssen.Schuld ist wie immer der Mensch mit seiner Naturzerstörung einerseits und dem völlig unsinnigen Protektionismus für Raubtiere andererseits,was die Situation nur noch verschärft.

10.07.2018: Die Wunder hören nimmer auf. Gestern ist noch eine Taube vom Basel-Flug nach Hause gekommen,die 231,ein Weibchen. Damit sind jetzt innerhalb einer Woche 3 von 6 Tauben angekommen.Vielleicht geht da ja noch was. Diese Täubin war aber irgendwo drin,die sieht gut aus und ist auch nicht abgerissen oder so. Jedenfalls freue ich mich sehr und danke dem unbekannten Züchter von hier aus für die gute Pflege.
Das Reingehen der Jungtauben klappte gestern schon viel besser. Futter ist halt der beste Lehrmeister. Auch habe ich gestern spätabends keine frische Rupfstelle mehr gefunden. Ab heute werde ich eine 10-tägige "Kur" mit UsneGano machen und dann im Anschluß gleich mit Atemfrei weiterarbeiten. Einige Tauben sind nämlich ordentlich am Schniefen,ich denke mal,dies ist den großen Unterschieden bei den Tages-und Nachttemperaturen geschuldet. Ansonsten gefallen mir die Tauben aber sehr gut,deutlich besser als letztes Jahr um dieselbe Zeit (aber da hatte ich ja auch schon die JTK auf dem Schlag). Ab und an greif ich mir ja mal abends eine Taube aus dem Regal um den Allgemeinzustand zu checken und da hatte ich gestern Abend durch Zufall hintereinander 2 Dänen in der Hand. Das sind echt Klassetauben! Nicht zu groß,aber in der Hand wie ein Tropfen und so fest,die könnte man glatt durch eine Stahlbetonmauer werfen. Man bekommt ja vom dänischen Taubensport nicht so viel mit,aber was diese Tauben dort leisten müssen,da zieht man als deutscher Programmspieler den Hut vor. Die fliegen als Endflug München,für den Züchter Madsen knapp über 1000 KM!!! Und dann über sämtliche Gebirgsketten hinweg bis hoch nach Norddänemark. Ich bin echt gespannt wie diese Tauben sich  auf dem Rennen schlagen.

09.07.2018: Gestern hat der Sportfreund vom Team Bockwurst angerufen und vermeldet,dass seine Tauben nun endlich am Dienstag ankommen. Somit sind wir dann komplett. So ist das,die einen kommen und die anderen "werden gegangen", denn gestern am frühen Abend hat es eine der Derbytauben erwischt. Ich lasse ihnen ja täglich ein paar Stunden freien Entfaltungsraum und streue da auch Futter auf den Rasen,damit sie gleich lernen,dass es nicht nur im Schlag Futter gibt. Vielleicht kommen sie deshalb auch als Jährige noch nach 2 Wochen im Feld nach 
Hause,während andere keine 2 Tage überleben.......wie dem auch sei,wenn ich sie dann irgendwann hereinrufe,haben einige einfach keine Lust,weil sie eben schon etwas Futter aufgenommen haben. Wie kleine Kinder,die man vom Spielen zum Abendbrot reinruft und die dann bockig sind. So bleiben also immer einige Tauben draußen und ich stelle den Sputnik auf Fang,damit sie noch nachspringen können. Abends kurz vor dem Dunkelwerden fahre ich dann nochmal in den Garten um die Klappen endgültig zu schließen. Diese Tauben,die dann ohne den Schutz der großen Masse und ohne Aufsicht im Garten herumlungern, sind natürlich stark raubvogelgefährdet. Und so waren auch schon einige Tauben abhanden gekommen aber bislang habe ich keine Spuren davon gesehen. Anders gestern,denn als ich gegen 21:30 Uhr in den Garten fuhr,da habe ich eine große Rupfstelle ausserhalb des Gartens auf einem Wirtschaftsweg entdeckt.Es waren sogar noch einige Darmschlingen dabei aber leider kein Verbandsring. Ergo wieder ein Habicht,der die Reste weggetragen hat,ein Sperber würde das Gerippe ja liegen lassen. Da hat es also einen der Bummelanten erwischt. Falls es wieder ein so renitenter Junghabicht ist wie letztes Jahr ,dann werde ich mich da wohl mal.... trotz meiner intensiven Muskelschmerzen.....drum kümmern müssen,dass es nicht zu schlimm wird. Denn wenn er schon so frech ist,die Taube in unmittelbarer Schlagnähe zu rupfen,dann muss man aufpassen,dass er sich nicht einschießt.Und ich werde natürlich den Futteranteil,den ich während des Friegangs verteile,deutlich herunterfahren,damit möglichst alle Tauben schnell hereinkommen,wenn ich sie rufe. Die gammeligen Zeiten sind jetzt vorbei.

08.07.2018: Nach 2 Wochen ist heute noch der 969 vom Weitstreckenflug Basel nach Hause gekommen. Klapperdürre,nur noch 2 Federn im Schwanz,aber zu Hause. Ich freu mich!! :-)

07.07.2018: Gestern nach dem Einsetzen hat mich noch der Sportfreund Christian Niemann am Schlag besucht weil er sich die Tauben mal anschauen wollte. Er hat bestätigt,dass dieTiere sehr gut aussehen und sich toll entwickelt haben. Ich finde es ja ganz wichtig,dass auch mal jemand von Außen draufguckt,weil man bei einigen Dingen doch betriebsblind werden kann,wenn man eine tägliche Routine fährt. Von daher bin ich jetzt wieder beruhigt,dass ich bislang wohl nicht so viel falsch gemacht habe.
Gestern Abend hat mich auch der Veranstalter des Ostseefluges Usedom,der Mirko Jäger,angerufen.Er wollte mir mitteilen,dass eine seiner Tauben,die ich für mich aktiviert hatte, am Schlag weggekommen ist und er mir jetzt eine Neue zuordnet.Aus diesem rein informellen Anruf entwickelte sich aber ein mehr als eine Stunde dauerndes Telefonat. Wir haben uns über den Taubensport allgemein und unsere Derbys im Speziellen intensiv ausgetauscht und ich muss sagen,dass wir in einigen zentralen Punkten einer Meinung sind. Ganz besonders freut es mich,dass er über den Endflug genauso denkt wie ich: lieber einen glatten Flug mit Massenankunft und wenig "Spannung" als extra einen überschweren Flug ansetzen,wo die Tauben einzeln kommen und viele wegbleiben,nur um einigen Züchtern ihren Nervenkitzel zu geben. Man merkt auch ganz deutlich,dass der Mirko da richtig mit Herzblut bei der Sache ist und das Rennen eben nicht nur als Einnahmequelle sieht sondern ein Stück weit schon als sein "Lebenswerk". Es war jedenfalls sehr schön,sich mal mit einem Betreiber "im Großen" auszutauschen.Man kann nie zu wenig wissen.

06.07.2018: Gestern nun war also der sehr symphatische Sportfreund Stefan Wernecke da und hat im zweiten Anlauf seine Jungen heile angeliefert. Er wollte ja schon Anfang Juni kommen,aber da ist ihm ja beim Impfen beim Tierarzt 30 Km von ihm weg die Klappe des Korbs aufgegangen und von 16 Tauben waren 13 weg. So musste er also die nächste Rutsche nehmen.Gott sei Dank ist diesmal alles gutgegangen. Jetzt fehlen also nur noch die 3 "Bockwürste" ansonsten sind wir komplett. Und ich vermute,da ist auch schon was im Anmarsch. Ab und an kotzt mal eine Taube.Allerdings kann das auch an der Wärme liegen.Fressen tun sie alle noch wie die Löwen. Wenn eine in der Ecke sitzt und kein Futter mehr aufnimmt,das ist dann das Startsignal für die JTK. Und so sehr ich diese Geißel des Taubensportes auch nicht mag,ich hoffe,es geht bald los. Je früher durch,desto früher kann man vernünftig weiterarbeiten. Aber diese ca.10 Tage sind immer die dunkelsten Stunden des Derbys, Katastrophenflüge mal ausgenommen.
Ein Züchter ,den ich vor einigen Tagen zufällig in der Stadt traf,hat mir gesagt,er würde nie Tauben zu meinem Rennen schicken. "Du bekommst ja immer die JTK". "Mhm, und warum hast du die letzten 2 Jahre schon keine Jungtauben mehr gesetzt?" "Ja,die waren nich in Ordnung und dann war das Programm schon zu weit." "Also hattest du doch auch die JTK." "Ja,und? Bei anderen Derbys hört man da nix von......."
Seht ihr, das ist genau das Problem,das man hat,wenn man wirklich alles aufschreibt,was da am Schlag so passiert. Bei anderen Derbys scheint da immer eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen zu sein.JTK? Was ist das?Andere Krankheiten,Verluste?Neeeee. Besonders putzig finde ich dann die,welche ganz selbstsicher sagen,dass sie absolut keine und auch noch nie Probleme mit der JTK haben und hatten aber gleich im nächsten Satz kommt dann "weil ich das Programm der Firma..... fahre". Schaut man sich dann aber das jeweilige Programm an,dann ist da neben Immunboostern,Moorkonzentrat usw usw die (prophylaktische) Gabe von Antibiotikamischungen fester Bestandteil des Reiseplans.Klaro,wenn die Tauben einem Dauerbombardement von Antibiotikagaben ausgesetzt sind,kommt da vielleicht nicht so viel JTK hoch. Aber wenn man dann noch ein wenig weiterschaut,nämlich wieviele Tauben angeliefert wurden und wie viele nachher noch auf den ersten Preisflug gehen,dann sind das teilweise ganz schöne Zahlen,die man da abziehen muss. Sind die alle vom Raubvogel gefressen worden?Ach komm, Leute.
Der Hintergrund aus diesem systematischen Verschweigen von Verlusten und Problemen ist ein ganz simpler,wie man ja auch bei mir sieht. Zeigt man so viel Transparenz,macht man sich angreifbar.Es gibt genug Sportfreunde wie dieser Züchter oben, die sich von zuviel Ehrlichkeit abschrecken lassen. Sie wollen gar nicht hören,dass auch ein OLR genau die gleichen Probleme hat wie Züchter xyz zu Hause.Hören sie sowas,denken sie,das Rennen wäre schlecht geführt.Und dann schicken sie keine Tauben. Da aber ein OLR eine kommerzielle Veranstaltung ist,die dem Ausrichter den Lebensunterhalt finanziert, wird der doch einen Teufel tun und sich durch derart negative Publicity die Kundschaft verprellen. Da wird ab und an mal ein Informationsbröckchen verteilt (Eingewöhnungsphase beendet, Vorflüge gestartet bla bla bla) und ab und an mal kommentarlos eine Bestandsliste veröffentlicht,aber was da so täglich abgeht,das erfährt doch kein Mensch. Zudem,ist euch aufgefallen,dass die meisten Webseiten von OLR gar keine Gästebuchfunktion haben.......?
Was ich damit sagen will,ist,dass man immer ein wenig weiterschauen muss,als nach dem,was einem gezeigt wird.Nur weil man etwas nicht hört, heißt das  nicht,das es nicht da ist. Eine objetkive und realistische Betrachtung so einer Veranstaltung wie einem OLR gehört eben dazu,wenn man sich überlegt,ob man daran teilnehmen soll.Und im echten Zweifelsfall sollte man es dann einfach....lassen.

05.07.2018: Die verletzte Taube hat die Nacht leider nicht überstanden.Schade,ein Wikinger weniger. Das sind dann so die Ereignisse,die NICHT schön sind,wenn man ein OLR ausrichtet. Aber insgesamt ist es doch schon so,dass mir das mit den Derbytauben viel mehr Freude bringt als das "normale" RV Spiel.Sonst würde ich es ja nicht machen. Gestern Abend habe ich wieder über eine Stunde mit einem Teilnehmer telefoniert und wenn man da am Telefon oder auch im persönlichen Gespräch mitbekommt,wie manche Sportfreunde regelrecht aufblühen und mitfiebern,dann gibt einem das auch wieder ordentlich Bestätigung,dass es nicht so schlecht sein kann,was man da tut. Ich freue mich wirklich sehr,dass dieses ganze Konzept vom überwiegenden Teil der Züchter positiv aufgenommen wird und das die Leute ihren Spaß daran haben. Das ist ja auch ein Hintergedanke von mir gewesen: den Leuten etwas zu geben,was sie erfreut. Aber es sei ganz klar gesagt: hauptsächlich mache ich das alles hier für mich, damit ich mein Hobby auf eine Weise ausüben kann,die mir Spaß macht und wo ich mir meine Regeln und meine Zeit selber einteilen kann.Ich mache mich so ungern abhängig von den Entscheidungen anderer Züchter und wenn ich diesen Leuten dann auch noch nicht mal uneingeschränktvertrauen kann,ist es ja noch schlimmer. Wenn ich beim Derby was verbocke,dann bin ich selber Schuld und kann bestenfalls aus meinen dummen Fehlern noch was lernen aber ich muss meine Tauben nicht Leuten in die Hände geben,die über Jahre bewiesen haben,dass sie schlichtweg unfähig für ihren Job sind. Zudem ist dieses ganze Konstrukt des "normalen" Taubensportes doch so verkrustet und hat sich so überlebt,dass dort keine Zukunftsfähigkeit vorhanden ist. Man sieht es doch wie es immer rasanter bergab geht und keiner was dagegen tut.Vom Verband oben bis zur RV unten. Und so muss man dann halt als relativ junger Züchter Alternativen suchen,damit man sein Hobby auch nach dem großen Zusammenbruch noch in irgendeiner Weise ausüben kann. Sicherlich wird es auch mit dem Heidederby irgendwann enden (immerhin bin ich als nicht-kommerzielles Rennen ja nicht auf das Derby angewiesen) aber derzeit habe ich trotz Verletzungen,Greifvögeln,Krankheiten und ab und an schlechten Flügen  immer noch sehr sehr viel Freude an der Durchführung dieser Veranstaltung. Und solange ich immer wieder ein so tolles Feedback wie gestern aus der Züchterschaft bekomme wird sich daran wohl auch nichts ändern :-):-)

04.07.2018: Gestern habe ich erfahren.,dass die Tauben vom Team Bockwurst nun doch nicht diese Woche kommen,da Ilonexs wegen der hohen Temperaturen keine Tiertransporte annimmt. Das ist einerseits natürlich gut und verständlich,andererseits aber für die weitere Planung nicht sehr günstig. Wenn die JTK jetzt ausbricht und ich eventuell medikamentös behandeln muss,dann bekommen Tauben,die später eintreffen,ja auch nur einen geringeren Teil ab.Zudem ist es zielführend, auch möglichst rasch alle Tauben an Bord zu haben,damit nicht immer wieder neue Milieus in den Derbyschlag eingetragen werden.Sollte auch in der nächsten Woche keine Lieferung erfolgen,muss ich deshalb das Team dann leider ohne Ersatz vom Derby auschließen.Das ist doof für die Züchter und auch für mich,aber man muss halt das Gesamtbild im Auge behalten.
Da die Witwervögel ja jetzt im Jungschlag mit untergebracht sind,ist der Witwerschlag frei und wird nun als Krankenstation genutzt werden. Das bietet sich ja auch an mit den Zellen,da kann man die Tauben schön einzeln setzen und behandeln.Momentan sitzen dort aber nur ein Zuflieger, eine Taube mit einer Brustverletzung (ich schätze mal "Draht") und 2 ,die mir Mathias Frank gebracht hat und die noch sehr jung waren. Die will ich noch nicht in den Jungschlag setzen,denn dort würden sie nur von den Großen untergebuttert werden und gar nicht ans Futter rankommen. Die bleiben jetzt noch bis Sonntag in ihrer "Suite" und werden extra gefüttert. Kleiner Nebeneffekt: die sind schon gut zahm und warten immer am Gitter,dass ich mit ihnen spiele.
Im Gästebuch hat ein Züchter einen interessanten Eintrag gemacht und mich gewarnt,dass Tauben,wenn sie Kirschkerne fressen, Vergiftungserscheinungen zeigen können. Das könnte auch die Erklärung für 2 Fälle 2017 sein,bei denen ich erst dachte,die Tauben wären an der JTK gestorben aber die Anzeichen eigentlich nicht dafür sprachen. Nun kann ich die ganzen Kirschbäume in dem Garten zwar nicht umhacken (sonst bin ich die längste Zeit dort gewesen),aber ich kann darauf achten,dass die Tauben nicht unter dem nächstgelegenen Kirschbaum picken. Die anderen Kirschbäume stehen ja weit genug weg. Allerdings habe ich auch noch nicht gesehen,dass Tauben Kirschkerne fressen würden.Doch sicher ist sicher.

03.07.2018: Am Donnerstag kommt der Sportfreund Stefan Wernecke und bringt seine Derbytauben und irgendwann in der Woche kommen per Kurier die Tauben vom Team Bockwurst. Tja, und das war es dann auch schon mit der Anlieferung. Dann kann die JTK kommen. Die Tauben haben jetzt täglich ein paar Stunden freie Entfaltungsmöglichkeiten. Einige fliegen auch schon die ersten Runden. Da ich die jährigen Vögel jetzt bei den Jungen mit drin habe, haben die Kleinen ja immer einen Anhalt,wo sie hin müssen. Vor Allem der 563,mein Kumpel, ist quasi der "Schäferhund der roten Festung". Immer wenn einige der Jungen wild umherflattern,startet er durch und leitet sie im ruhigen Gleitflug mit hochgestellten Flügeln zum Schlag zurück. Nichtsdestotrotz sind schon einige Junge am Haus weg. Eine der Weißen,eine kleine Rote,die ab und an mal krumm saß und ich glaube noch so 4 oder 5 Stück. Einige davon werden sicherlich in die Drähte an der Bahn gegangen sein (wenn sie von da ins Unterholz fallen findet man sie nicht mehr) und einige der Nachzügler,die immer noch draußen sitzen,wenn ich das erste Mal wegfahre,wird sich wohl der Raubvogel weggenascht haben. Einige sind auch sicherlich in ihrem jugendlichen Leichtsinn zu weit weggeflogen und haben den Rückweg nicht mehr gefunden. Aber so ist das eben mit einer Horde Jungtauben,da bleiben Verluste nicht aus. Rechnet man dann noch die dazu,welche an der JTK versterben (und das werden auch dieses Jahr einige sein,denn manche Tauben bekommt man einfach nicht durch,egal,was man tut),dann lichten sich die Reihen gerade in den ersten Wochen bis zum 01.08. doch schon. Ich habe mir wie letztes Jahr das Ziel gesteckt,mit 150 Tauben auf den 1. Preisflug zu gehen. In 2017 hatte ich sogar mal 191 Tauben auf einem Preisflug,also meine Erwartungen mehr als erfüllt. Mal sehen,wie viele es dieses Jahr sein werden. Es sind ja insgesamt von vornherein etwa 25 Derbytauben weniger als letztes Jahr,weil nicht jeder Teilnehmer 5 geschickt hat.
Auch meine "Zusatztauben" habe ich jetzt alle beisammen.Am Samstag hat Mathias mir welche gebracht und am Sonntag habe ich von Mirko noch einige Meyerholz-Nachzuchten abgeholt. Diese Tauben können jetzt, natürlich nur,sofern sie selbst dann noch da sind, ab dem 01.08. bis 10.08. von Züchtern kostenfrei aktiviert werden,von denen schon bei der ersten Anwesenheitsfestsellung am 01.08. Tauben fehlen. Die reisen dann ganz normal für diese Züchter mit aber bleiben halt im Herbst bei mir und werden nicht verkauft.
Ganz besonders gefreut habe ich mich am Samstag,denn Morgens,kurz bevor wir zu Dirk deBeer gefahren sind,ist nach einer Woche noch der 853 vom Basel-Flug angekommen. Mager,etwas zerzaust,aber fit. Hat mich gleich auf dem Anflugbrett angegurrt,da hat man richtig gemerkt,wie froh er war,zu Hause zu sein. Da sieht man mal wieder: Qualität setzt sich durch. Der 853 war ja nach 6 RV-Flügen schon drittbester Jähriger der RV mit 3x Schlagerster,also der Einzige,der so richtig angefasst hat. Und der kommt auch als Einziger von dem WS Flug wieder. Da steckt Mumm und Wille drin. Meine Hochachtung ist diesem Vogel jedenfalls sicher!

01.07.2018: Ach, war das gestern schön bei Dirk deBeer. Wenn man stirbt und ein GUTER Junge war,dann kommt man als Taubenzüchter wohl an einen Ort,der dem Taubenparadies von Dirk nahe kommt. Ist schon ein Wahnsin,was er da hat.Sowohl an Schlägen als auch an der Bandbreite von echten Supertauben. Gegen ihn zu spielen stelle ich mir ziemlich deprimierend vor,wenn man nicht gerade einen Schlag voll von seinen Tauben hat. Und der Dirk als Typ,als Mensch,ist sowas von herrlich ruhig,geerdet,ehrlich und korrekt,dass habe ich bei Züchtern auf diesem Niveau sehr selten erlebt. Ein echter Kumpeltyp,nicht arrogant,nicht abgehoben,kann sich auch für Andere ehrlich freuen. Hat man nicht oft. Und er ist immer für Überraschungen gut. Eben erzählt er noch,dass er die Eier seiner Tauben früher verschenkt hat und nun 50€ pro Stück nimmt,in der anderen Minute drückt er Mathias Frank eine fast weiße Jungtaube in die Hand "für deine Frau" und schenkt sie ihm. Einfach mal so. Hätte ich eine Schnur dabei gehabt,hätte ich  Mathias auf der Rückfahrt wie einen Ballon steigen lassen können :-) :-)
Zu den Tauben,die ich von Dirk für das Rennen mitbekommen habe,ist zu sagen,dass es in diesem Stadium Tauben wie andere Tauben auch sind. Rein äußerlich nichts wirklich auffällig  Besonderes. Diese Bunte gefällt mir in der Hand sogar so richtig gar nicht*lach*,darf man das so schreiben oder wird man dann wegen Majestätsbeleidigung von den anderen DeBeer-Fans erschossen?Hmmmm......
Meine Favoriten,wenn man das mal so nennen darf,sind 1872 und 1883. Das sind alles nicht Junge aus den absoluten Top-Zuchtpaaren sondern eher aus der zweiten Reihe,aber was heißt das? Die zweite Reihe bei Dirk wäre mit Abstand die erste Reihe bei 90 % der Taubenzüchter!!! Und es ist auch nicht so,dass er keine aus den Toppern geben wollte sondern das schlichtweg das Alter nicht gepasst hat. Und wenn man weiß,wie ihm die Tauben da quasi aus den Händen gerissen werden und fast jeder Preis bezahlt wird,dann sind Tauben,die man von Dirk bekommt und SELBER von IHM noch dafür bezahlt wird,drei Mal so viel wert. Ich bin jedenfalls sehr froh,dass ich ihn mit meinem Derby davon überzeugen konnte,bei mir mitzumachen. der Name deBeer auf der Teilnehmerliste wertet die ganze Sache ja doch nochmal auf,das ist einfach so.(Trotzdem glaube ich,dass keine DeBeer-Taube 1. As-Taube wird,aber pssssst! NICHT weitersagen!).
Verliebt habe ich mich gestern auch noch. Nicht in seine Lebensgefährtin Simone (mein Herz gehört voll und ganz Frau Meyerholz*schmacht*),sondern in die Täubin ,die man ab Minute 09:00 im Film über Dirk auf meinem Youtube Kanal sehen kann. Von der werde ich wohl öfters mal träumen, ein Ebenbild der NL-3105,klein,fest wie eine Stahlkugel,vor Intelligenz sprühende Augen,klasse Federwerk,ein perfektes Täubchen.Seufz,es gibt halt so Sehnsüchte,die man nicht befriedigen kann........
Alles in Allem also ein sehr lohnenswerter Tag gestern. Da hat sich die Quälerei durch die Baustellen echt gelohnt. Ich kann nur jedem mal einen Besuch dort empfehlen.Klasse Typ,der Dirk!

29.06.2018: Morgen geht es dann also zu Dirk deBeer und seiner Lebensgefährtin Simone Müller. Die Beiden reisen ja wieder sehr stark dieses Jahr, letztes Wochenende zu Dirks Geburtstag habe die Tauben ihm die Plätze 1-19 (!!) in der RV geschenkt. Da sitzt schon geballte Klasse auf dem Schlag und deswegen bin ich auch schon aufgeregt wie ein Kind vor Weihnachten,dass ich das alles jetzt auch mal "live" vor Ort erleben kann. Begleiten wird mich mein guter Kumpel Mathias Frank aus Wismar,der extra dafür morgen früh zu mir anreist. Mein Kumpel Mirko Werner aus Salzwedel kann leider doch nicht mit,weil sie momentan bei VW Sonderschichten schieben. Abgasskandal? Juckt uns doch nicht,VW verkauft derzeit mehr Autos als sonst irgendwann.
Die Lütten haben gestern wieder ein paar Stunden "open door" gehabt und dies wieder sehr gut angenommen. Wenn die Tauben mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne liegen,dann weiß  man,dass es ihnen gut geht. Auch das Reingehen klappt schon sehr gut (die Meisten natürlich noch durch die Tür). Es ist wichtig,dass nicht zu viele Nachzügler draußen sitzen bleiben,wenn ich den Garten verlasse,denn diese Einzelgänger ohne den Schutz der Masse sind ja besonders angreifbar für den Raubvogel.Da kann er sich schön fokussieren. Und die meisten Raubvogelopfer hatte ich in 2017 unter eben diesen Tauben zu beklagen. Wenn ich vor Ort bin, gelingt kaum mal ein Angriff,aber wenn keiner zum Vergrämen vor Ort ist und nur ein paar Einzeltauben im Garten flattern,dann sind die Erfolgschancen für unseren grauen Freund ja wesentlich höher. Von daher gefällt mir die Disziplin in der Truppe schon recht gut. Dieses Prinzip der offenen Tür werde ich wieder bis etwa Ende Juli beibehalten und sie dann ins Flugtraining überführen,damit sie Kondition aufbauen. Auch das Futter wird dann entsprechend umgestellt.Momentan bekommen sie noch recht schwere Kost mit einem hohen Hülsenfruchtanteil. Ab Ende Juli erfolgt dann die Umstellung auf ein gutes Reisefutter.

28.06.2018: Gestern Abend wurde mir doch tatsächlich noch der 670,der vom schweren Stargard-Flug am 26.05. ausgeblieben war, aus Brandenburg gemeldet."Der ist noch nicht lange weg,oder?" "Doch,seit 4 Wochen." "Dann sieht er aber sehr gut dafür aus." Also war der Vogel entweder irgendwo drin,der Züchter hat ihn fliegen lassen und er ist gleich wieder woanders eingesprungen oder aber er hat sich so gut draußen durchgeschlagen,dass der Züchter jetzt den Unterschied nicht gemerkt hat. Ich tippe mal auf Ersteres. Somit ist also kein einziger der 8 Vögel auf einem RV Flug zu Tode gekommen, 2 sitzen in der Brandenburger Ecke (712,verletzt und eben der 670), einer saß in Hameln (428) und der Rest ist immer wiedergekommen. Bis ich 4 von ihnen unbedingt bei schlechten Bedingungen auf 600 setzen musste(Idiotie!). Das zeigt mir,dass ich wohl für Vögel ein besseres Auge und Händchen habe als für Weiber.Also werde ich ab 2019 nur noch Vögel spielen.Und es nährt die Hoffnung ein wenig,dass auch vom 600er noch die eine oder andere Taube nach Hause findet bzw. wenigstens noch lebt.
Anstatt mir gestern das würdelose Gekicke der deutschen Peinlichkeit anzugucken,war ich lieber bei meinen Tauben im Garten und anschließend noch kurz Angeln. So hatte ich also einen schönen Tag während Fußball-Deutschland im Trauermeer versunken ist. Das ist doch mal was.

27.06.2018: Keine Schalies!:-( Böser Uli Wiehagen! Und dabei hatte ich mich schon so auf die gefreut. Jetzt versinkt das Heidederby 2018 also im tristen Einheitsgrau....nein,so schlimm ist es nicht. Ein paar Farbtupfer haben wir ja. Gestern waren die Jungs und Mädels wieder ein paar Stunden bei geöffneten Türen draußen. Es ist eine große Freude,diese ganze Horde draußen zu beobachten,wie sie picken und suchen, umherflattern oder sich mit gespreizten Flügeln zum Sonnenbaden in den Rasen kuscheln.Für mich die schönste und entspannteste Zeit beim Derby. Dieses freie Umhertollen hat neben dem "Einnorden" auf den Schlag nämlich noch den positiven Effekt der Stimulanz. Immer nur im Schlag hocken erzeugt dann irgendwann Langeweile,die Tauben stumpfen ab. Aber draußen,da gehen bei jedem Fink,jeder Amsel,die vorüber fliegt,die Köpfe aufmerksam nach oben. Da wird an Grashalmen gezupft und Maulwurfshaufen auseinandergenommen. Da wird versucht, Sauerkirschen zu fressen und dann angwidert minutenlang der Kopf geschüttelt wegen des Geschmacks.Da wird einzelnen Maiskörnern hinterhergejagt,die der große Zweibeiner ihnen zuwirft.Ab und zu geht man zum Trinken rein. So wird Stück für Stück gelernt,dass man draußen spielen kann und immer die offene Tür als Rückhalt hat,wenn es doch mal unheimlich wird. Es wird gelernt,das man auch woanders als im Schlag Futter findet und was sonst noch so alles fressbar ist (und was nicht). Und wie bei kleinen Kindern,die ein paar Stunden draußen toben dürfen,sind sie dann auch froh und folgsam,wenn man zum Abendessen reinruft und sitzen danach satt,ausgetobt und müde im Regal. Nur Zudecken und Küsschen geben ist nicht drin.Aber eine kleine Gutenachtgeschichte bekommen sie immer. Natürlich nicht ohne Hintergrund. Mein zusammenhangloses Gebrabbel soll die Tauben an meine Stimme gewöhnen und beruhigen. Sie sollen lernen,dass, wenn sie mich hören,alles gut ist und ihnen keine Gefahr droht,sie sollen meine Stimme schlichtweg positiv verknüpfen (Futter, Sicherheit).
Nun,wo die Temperaturen wieder ordentlich anziehen,warte ich täglich auf den Ausbruch der JTK. Ich will es einfach schnell hinter mich und die Tauben bringen,damit wir bis weit vor den Flügen damit durch sind. Aber noch sehen sie bis auf einige Wenige,die immer mal wieder krumm sitzen,echt gut aus. Der Eindruck kann natürlich subjektiv sein,aber immerhin hat auch Uli Wiehagen gestern gesagt: "Mensch,die sehen ja echt klasse aus,deine Jungen.Besser als meine." Sowas geht natürlich runter wie Öl und baut mich nach der dummen Scheiße,die ich mit den Alten gebaut habe,wieder auf. Ich verspreche,dass ich mich auch weiterhin mit allem Streben dafür einsetzen werde,eure Tauben gut über das Rennen zu schaukeln.

26.06.2018: Leider ist auch gestern keine Taube nach Hause gekommen,schade. Dafür waren die Kleinen wieder draußen und haben eifrig die Gegend erkundet. Einige Nachzügler habe ich dann noch spätabends hereingelassen. Heute kommt der Sportfreund Uli Wiehagen vorbei und bringt seine Jungen. Ob er wohl wieder so schöne Schalies dabei hat wie letztes Jahr? Eine davon hatte ja 2017 auf dem schweren zweiten Preisflug den ersten Konkurs geflogen. Und Schalies habe ich dieses Jahr noch gar nicht im Schlag. Überhaupt sind es weniger bunte Tauben als letztes Jahr. Zwar gibt es immer noch Teilnehmer,die zumindest eine bunte Taube dabei haben wollen,aber viele sind auch eher auf den großen Pott fokussiert und schicken  eine bunte Taube nicht nur, weil es eine Bunte ist. Die muss dann auch schon sehr gut sein und wenn aus den sehr guten Paaren eben keine Bunte fällt,dann kommen halt nur Blaue und Gehämmerte zum Zug. Vorteil für diejenigen Teilnehmer,welche bunte Tauben im Rennen haben: die Konkurrenz um die beste bunte Taube ist kleiner!Das ist für mich rein optisch nicht so hübsch wie letztes Jahr,aber wenn sie das durch eine stark verbesserte Qualität wieder wettmachen,umso besser. Und pssssst,am Liebsten sind mir sowieso so die ganz hell Blauen.....
Vor einiger Zeit hatte ich mal beim Veranstalter von Kassel nachgefragt,weil ich mit dem Gedanken gespielt habe,einen eigenen Stand zu mieten, um auch dort Tauben an den Mann zu bringen. Gestern sind die Unterlagen dazu angekommen,aber das wird wohl nichts. Zu teuer. Wenn ich sie für 40€ anbiete (und wer weiß,wie viele da noch übrig sind zum Verkaufen) und dann die Standkosten,Hotel und Verpflegung für 3 Tage umlege,dann bleibt ja für die Züchter am Ende kaum was übrig. So werde ich also die ersten 30 As-Tauben im Internet versteigern und der Rest kann frei erworben werden. Alles,was nicht verkauft wird,bleibt dann in meinem Besitz. Mal sehen,was dort alles übrig bleibt und was ich dann damit anstelle. Im Herbst ist der Markt ja immer ziemlich gesättigt. Wäre also schon schön,wenn am Endflugwochenende die meisten Tauben einen Abnehmer finden würden.

25.06.2018: Am zurückliegenden Wochenende habe ich viel gelernt. Ich habe gelernt,dass ich nicht mal halb so schlau bin ,wie ich immer dachte. Ich habe auch gelernt,dass verletztes Ego ein schlechter Ratgeber ist. Ferner habe ich sehr schmerzlich gelernt,was passiert,wenn man wider des eigenen Gefühls aufgrund der Empfehlung einiger Leute handelt ,die man lange nicht so gut kennt wie andere Leute,die einem genau das Gegenteil raten. Und zu guter Letzt habe ich gelernt,dass man alt werden kann wie eine Kuh und immer noch nicht davor gefeit ist, ein Esel zu sein.......
Ich warte nämlich immer noch auf meine Tauben vom Basel-Flug.
Nach der resoluten Mail vom Sportfreund in der Woche und dem wiederholten Blick auf die Vorhersage war ich etwas verunsichert. Ich fragte daher den Vorsitzenden des WSC nach seiner Ansicht,ob man die Jährigen bei den Voraussagen auf Basel setzen könne. "Grundsätzlich kein Problem",war seine Antwort, "andere setzen ihre Jährigen ja auch". Beim Einsetzen selber fragte ich auch nochmal einen sehr erfahrenen Züchter aus dem WSC. "Klar kannst du die setzen,die kommen schon.Sehen doch sehr gut aus." Es hätte mir aber da schon zu denken geben sollen,dass die Züchter,die sonst "immer Jährige setzen",dieses Mal keine dabei hatten. "Die gehen in der RV auf 500 am WE." Ach so,na dann....
Auflass war am Samstag um 05:45 Uhr und hier im norddeutschen Raum war es sogar noch schlimmer als vorhergesagt.Sehr ruppiger Westwind,immer wieder starke und längere Schauer,kalt. Keine Taube hat den Weg zu mir gefunden. Sonntag wurden nur die Klappen aufgemacht und dann bin ich bis 15 Uhr auf einer Veranstaltung gewesen,auch dort hat es den ganzen Vormittag mal mehr,mal weniger geregnet,erst zum späten Nachmittag hin wurde das Wetter besser. Auch gestern kam keine Taube an. Mal sehen,ob heute noch eine kommt.
Nun könnte ich natürlich die Verantwortung auf die beiden Züchter aus dem WSC schieben,die mir zum Setzen geraten haben,aber letztlich bin ich und keine Anderer dafür verantwortlich. Ich hätte einfach dem erfahrenen Auflassleiter,der mir die Mail schrieb, und meinen eigenen Zweifeln beim Betrachten der Vorhersage Glauben schenken sollen. Ich hätte auch die Tauben vom Einsetzen einfach wieder rmitnehmen können,als ich hörte,dass sonst keiner Jährige setzt. Hätte, hätte, Fahrradkette: ich habe schlichtweg einen saudummen Fehler gemacht!
Und ja,es war auch ein wenig "na warte,dir werde ich schon schön dein Schandmaul stopfen"-Denken bezüglich des Mailschreibers dabei. Dieses Zeigen-wollen,dass man selbst es besser weiß. Tja,und nun muss ich eben zu Kreuze kriechen und Abbitte leisten. Und da ich mir ja auf die Fahnen geschrieben habe, immer offen und ehrlich zu sein,selbst wenn ich Mist baue, muss ich das auch hier schreiben,was mir ehrlich gesagt ganz schön an der Ehre kratzt. Aber da muss ich dann wohl durch. Schade,dass nun die Tauben für meine Überheblichkeit,meinen Stolz und meine Dummheit leiden müssen. Doch das soll mir nie wieder passieren! Und auch eine Lehre für das Derby sein,dort noch vorsichtiger zu agieren und noch mehr Absicherung einzuholen. Und zwar von Menschen,die es besser wissen als ich Idiot.........

22.06.2018: Mittwoch waren die Kleinen das erste Mal draußen und huiiiiiiii....was für ein Spaß,wenn man erkennt,dass man Flügel hat und was man so alles damit machen kann! Dazu noch ein etwas stärkerer Wind, eine Dohle,die krächzend über die Bande hinwegfliegt und schon steht man als Züchter in einem "Taubenkonfetti". Dann hat man 2 Möglichkeiten: entweder man bekommt vor Aufregung einen Herzriss oder man stellt die Klappen auf Fang und läuft ganz schnell weg. Wenn man dann spätabends wiederkommt,dann haben die Meisten den Weg nach drinnen gefunden und der Rest läppert sich dann am nächsten Tag ran. Ich habe mich dann mal für die zweite Variante entschieden......
Gestern schwirrten noch einige Versprengte immer mal wieder um den Garten rum. Draußen waren sie gestern wegen des heftigen Windes nicht und auch heute sowie am Wochenende soll es kräftig pusten,also bleiben sie auch da drinnen. Bis gestern Abend waren dann aber auch so ziemlich alle wieder eingesprungen. Ob nun eine Blaue oder Gehämmerte fehlt,wer kann das sagen? Beim Durchzählen(soweit das bei der Bande spätabends geht) waren die Zahlen aber passig. Wenn,dann fehlt also vielleicht 1 oder 2 Tauben. Leider hat sich eine Taube irgendwie den Flügel gebrochen und musste erlöst werden (nein ,Manfred,keine von deinen diesmal....). Das ist natürlich sehr traurig,aber es kommt vor.
Thema JTK: ich denke mal,die wird irgendwann in den nächsten 2 Wochen kommen,wenn es wieder deutlich wärmer und schwüler wird hier oben. Seitdem die Kaltfront seit gestern da ist (gestern mit kräftigen Regenschauern,heute Morgen 8 Grad), sind die Temperaturen deutlich in den Keller gerauscht und wenn sie dann sprunghaft wieder steigen,ist das ein begünstigender Faktor für die JTK. Zudem ist jetzt die volle Besatzdichte fast erreicht und die Keimfloren mischen sich lustig untereinander.Die ersten Freiflüge erzeugen zusätzlichen Streß. Nun gilt es,immer einen wachen Blick zu haben. Denn Diejenigen,die aufgrund kleiner Unpässlichkeiten oder Kinderkrankheiten mal ein paar Tage dösig sitzen von Denjenigen zu unterscheiden,welche die JTK in sich tragen ,ist gar nicht so leicht. Ein Faktor,der relativ gut zur Unterscheidung herangezogen werden kann,ist die Futteraufnahme. Eine unpässliche Taube wird trotzdem noch vernünftig fressen,während eine JTK-Taube sich absondert,in eine Ecke setzt und sich meist sogar wegdreht,wenn die anderen Tauben sich auf das Futter stürzen. Das gilt es zu sehen und schnell zu reagieren. Die Möhren und der Manuka-Honig,die Furazolidon-Kapseln und der Rest der Medis liegen jedenfalls griffbereit und ich stehe "Gewehr bei Fuß".
Insgesamt aber bin ich sogar eher froh,wenn die JTK wie letztes Jahr auch sehr zügig kommt,denn dann ist man bis zu den Flügen gut durch damit. Aber diese 10-14 Tage wenn die JTK da ist sind immer die schlimmste Zeit des Derbys (Katastrophenflüge mal ausgenommen). Da könnte ich gerne drauf verzichten.

20.06.2018: Gestern nun sind die meisten Tauben der "Wurst-Teams" eingetroffen,ein Team liefert heute und der Bernd Röhlig am Donnerstag. Nächste Woche kommen noch die Tauben vom Daniel Wiegand per Kurier und Uli Wiehagen mit persönlicher Anlieferung und dann war es das auch schon fast. Die Tauben von Dirk deBeer werden dann den Abschluß der Anlieferungszeit bilden. Bis jetzt sind die recht milden Temperaturen noch mein Verbündeter, sodass noch keine Anzeichen der JTK trotz der sehr massierten Anlieferung der letzten 2 Wochen erkennbar sind. Ab und an sitzt mal eine krumm rum,aber das ist ja ganz normal. Manche vertragen die Nackentropfen nicht so gut die ersten 1-2 Tage, manche finden nicht gleich das Wasser und manche sind eben ein bischen überfordert mit all den fremden Milieus, in welche sie da hineingegeben wurden. Todesfälle gab es noch keine und auch keine Taube,die dauerhaft krumm sitzen würden. Bislang berappeln sie sich immer so nach 1-2 Tagen von allein. Auch ist dieses Jahr (bislang) keine dabei, die "totgeimpft" wurde,dadurch hatte ich ja letztes Jahr den ersten Verlust.Nun werden auch heute oder Morgen Abend das erste Mal die Türen geöffnet und die Tauben in den Freilauf gelassen. Freiflug kann man das ja nicht nennen,weil ich sie durch gezielte Futtergabe auf dem Rasen und dem völlig freie Hand lassen noch gar nicht ans Fliegen bekommen will. Sie sollen sich den Schlag und die Umgebung ganz in Ruhe einprägen. Die ersten Tage sind ja immer die kritischsten. Wenn sie sich da irgendwie erschrecken und hochgehen, dabei über die Bäume ausser Sichtweite fliegen,dann gibt es Verluste. Sie sollen ganz in Ruhe die Orientierung aufnehmen können. Ein Raubvogelangriff in dieser Zeit wäre natürlich sehr schlecht. Aber schauen wir mal.

19.06.2018: Wenn man eine gegensätzlich zur eigenen Meinung laufende Ansicht in sehr deutlichen Worten mitgeteilt bekommt,dann neigt man ja fast reflexartig dazu, sich persönlich angegriffen und beleidigt zu fühlen. Wenn man aber mal darüber hinweg kommt und das Gesagte reflektiert,kann es sein,das man ganz andere Gesichtspunkte erkennt als man sie selber hat. Warum erzähle ich das? Ich habe gestern eine Mail von einem von mir sehr hoch geschätzten Sportfreund bekommen,in welcher  er mit sehr deutlichen Worten und Bildern meine Entscheidung kitisiert,die Tauben auf den ersten WSC Flug ab Basel zu setzen. Die Tauben seien zu unerfahren,hätten sich mit Masse bislang nur so "nach Hause gemogelt",ausserdem wäre es ein Richtungswechsel um 90 Grad. Zusammengefasst:der Sportfreund erwartet ein "Debakel" und ich sollte den Tauben "doch lieber den Kopf abreißen als sie auf den Flug zu setzen,wenn ich sie loswerden will." Das ist natürliches hartes Brot,wenn einem das so um die Ohren gepfeffert wird. Aber da ich ja weiß,wie der Sportfreund so tickt, und wie man das, was er sagt und wie er es sagt, betrachten muss,bin ich nicht beleidigt oder sauer sondern eher dankbar,dass da jemand ist,der auch mal eine klare Kante zeigt und frei heraus spricht (auch wenn´s vielleicht weh tut). Das ist mir immer noch tausend Mal lieber als dieses ewige Hintenrum,was ja vielfach im Taubensport vorhanden ist. Ich schätze es sehr,wenn man mit offenem Visier kämpft und ich bin auch keiner,der sich jetzt weinend in der Ecke verstecken muss........
Zur "Verteidigung" meines Entschlusses sei aber hier nochmal angefügt,dass ich natürlich nicht völlig unbedarft an das Thema Weitstrecke rangehe,sondern mir im Vorfeld schon Gedanken darüber gemacht habe. Die Tauben werden am Wochenende wahrscheinlich (bei den Wetterprognosen muss man ja heutzutage echt vorsichtig sein) den Großteil der Strecke seitlichen Schiebewind haben. Zudem sind die Temperaturen im sehr angenehmen Flugbereich,also nicht bruttig heiß und es herrscht eine von Süd nach Nord zunehmende Bewölkung. Alles keine schlechten Bedingungen. Zudem müssten die Tauben auch im RV Programm den 600er mitmachen und da wir ja vom Osten fliegen,ist es sehr wahrscheinlich,dass sie dort sogar Kopfwind hätten. Auch der angesprochene Richtungswechsel bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als anderen Sportfreunden. Wenn eine Taube sich gut orientieren kann,dann kann sie das auch aus dem Südwesten genauso wie vom Osten. Das beweist doch allein der jährliche London-Flug,den viele ganz normale Programmspieler von der Ost/Südostrichtung als Abschluß der Saison beschicken und die Tauben auch nach Hause bekommen.
Ich sehe also in dem ersten 600er im WSC keinen großen Unterschied zu einer Teilnahme im RV Programm. Natürlich gibt es Züchter, so wie auch meinen Freund Manfred Meyerholz, die ihre Jährigen nur bis 350/400 KM spielen,weil sie sagen,dass sie später trotzdem noch Astauben werden können. Das ist ja auch richtig und völlig legitim,wenn diese Züchter so handeln,sagt aber nichts darüber aus,ob diese Tauben nicht auch ohne Probleme weitere Flüge bewältigen könnten.. Aber im Hause Steinert wurden die Jährigen schon immer voll durchgespielt. Wenn sie fit im Kopf und am Körper sind,kommen diese jährigen Tauben problemlos nach Hause. Und mehr müssen sie ja nicht tun.Preise erwartet doch keiner von ihnen. Aber ob sie das schaffen, das will ich wissen. Warum sollte ich,wenn ich doch Tagesweitstrecke spielen will, Tauben über den Winter nehmen,von denen ich nicht mal weiß,ob sie von 600 überhaupt nach Hause kommen? Nein, das müssen sie mir wenigstens ein Mal beweisen.
(Und nebenbei: Manfreds Tauben fliegen z.B. in Rumänien jährig bereits bis 900 KM Spitze. Das Zuhause Lassen ist einfach nur eine persönliche Entscheidung von ihm und hat nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Tauben zu tun.)

18.06.2018: Auch die am Wochenende angelieferten Tauben fügen sich  überwiegend nahtlos in das Bild der im Gegensatz zu letztes Jahr klar verbesserten Taubenqualität ein. Da sind dieses Jahr wirklich echte Kracher dabei. Schön war es auch,die Züchter am Schlag zu haben, zu klönen und zu fachsimpeln,gemeinsam zu lachen und einfach eine schöne Zeit zu haben. Ich habe auch den Eindruck,bei OLR im Allgemeinen,nicht nur bei mir, ist der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl unter den Züchtern viel stärker als im "Normalen Leben". Jeder gönnt dem Anderen was, alle sind nett zueinander und es wird sich mit jedem gefreut,der etwas erringt und eine gute Leistung abliefert. Neid und Missgunst, Cliquenwirtschaft, Grüppchenbildung, Gerüchte hinter dem Rücken,all das hat bei OLR anscheinend keinen Platz. Da fragt man sich doch: warum kann das nicht auch sonst so sein? Wir sind doch alles erwachsene Leute,die Spaß mit ihrem Hobby im Kreise Gleichgesinnter haben wollen.
Nun ist auch bald die Hütte voll wenn diese Woche noch die Tauben der "Wurst-Teams" und vom Daniel Wiegand kommen. Am 30.06. fahre ich selber mit 2 Sportfreunden hoch zu Dirk deBeer um die Derbytauben und 2 Gutschein-Tauben abzuholen. Das mache ich natürlich nicht nur,weil ich so ein netter Kerl und der Dirk so ein guter Züchter ist,sondern auch aus Eigennutz,denn ich wollte mir das bei ihm da immer schon mal selber ansehen. Vielleicht (bzw. ganz bestimmt) kann man sich als Züchter da noch Fruchtbares rausziehen.
Der 400er in der RV am Wochenende war ein anspruchsvoller Flug und Abends beim Auswerten fehlte noch ein Teil der Tauben. Überbewerten muss man das aber nicht,da beim Auswerten die Preise gerade mal 2 Stunden um waren,da wird also noch ordentlich was nachgekommen sein. Ein schwerer,aber kein schlimmer Flug. Ich selbst hatte ja keine Tauben in der Kabine. Am Mittwoch wird jetzt eingekorbt für den ersten Flug im WSC ab Basel,für mich etwa 630 KM. Alles,was Federn hat,muss mindestens ein Mal mit auf 600, hatte ich im Frühjahr geschrieben. So ganz stimmt das nicht. Der fahle 428,der ja 2 Wochen in Hameln saß bevor Vater und Sohn Stumme ihn mir brachten,bleibt zu Hause und auch der 563,den ich ja am Tag nach dem ersten 400er völlig entkräftet nur 10 KM von hier abgeholt habe, wird nicht am Flug teilnehmen. Der Rest aber muss in den Korb. Preise erwarte ich keine. Ich erwarte auch nicht,dass es jede Taube nach Hause schafft. Aber von denen,die es schaffen ,will ich auf jeden Fall Eines sehen: eine schnelle Regeneration. Dann dürfen sie auch zweijährig werden.

15.06.2018: Gestern Abend wurde mir als letzte Taube vom 400er vor 2 Wochen der 712 aus Kyritz in Brandenburg gemeldet. Das ist so ungefähr die halbe Strecke in gerader Linie vom Auflassplatz. Der Vogel ist schwer an Flügel und Brust verletzt und der meldende Züchter (übrigens der RV Vorsitzende der RV Prignitzbote Kyritz in der auch Bernd Pilgrim reist) will jetzt erstmal schauen,ob er ihn überhaupt aufgepäppelt bekommt. Selbst dann ist der Vogel wohl für die Reise 2019 nicht mehr zu gebrauchen,denn der Brustmuskel und der Flügel sind ja hauptverantwortlich für das lange anhaltende,ausdauernde und schnelle Fliegen,und wenn da mal was böse kaputt war,dann kann die Taube nie wieder ihre Leistung zu 100% abrufen. Und da ich ja keinen Zuchtschlag habe,ist eine nicht reisefähige Taube für mich dann somit leider nicht mehr zu gebrauchen. Trotzdem werde ich diese Taube natürlich ,wenn sie überlebt und keine andere Lösung gefunden werden kann, dort selbst abholen und wieder bei mir in den Schlag setzen. Das ist nun mal die Verantwortung,die man als Brieftaubenzüchter hat,dass man sich auch kümmert,wenn sie irgendwo aufgelesen werden. Was genau ich mit dem Vogel mache ,weiß ich noch nicht. Eine Invalidenstation werde ich mir jedenfalls nicht einrichten(können),dafür ist zu wenig Platz. Vielleicht biete ich ihn bei einer Benefiz-Auktion an oder stifte ihn als Preis für irgendetwas. Er hat ja auf dem Derby 2017 gut geflogen und war auch 1 Woche bevor er wegkam noch Schlagerster auf dem verkrachten Stargard-Flug. Mal schauen. Vielleicht möchte ihn ja auch der Sportfreund behalten,der ihn jetzt pflegt,er ist ja wirklich ein sehr beeindruckender Vogel,wenn er fit ist. Da wird sich schon eine Lösung finden.
Angekommen sind gestern auch die Tauben aus Norwegen und Dänemark. War ein sehr nettes und informatives Gespräch mit dem "Pendler zwischen den Welten" Dirk Gebert (der Bruder von Martin Gebert welcher die Seite tauben-versteigerung.de betreibt) über die taubensportliche Situation in Norwegen und Dänemark. Ich muss sagen,die Dänen haben ein Reiseprogramm,da würde so manchem Deutschen der Arsch auf Grundeis gehen. Respekt für diese Tauben,die da sitzen. Wenn die übrig bleiben und in den Verkauf gehen,dann sind die Tauben von Knud Madsen für mich der absolute Geheimtipp,wenn man was Hartes zum Einkreuzen sucht.Die Eltern haben bis 1000 KM (!!) Spitze geflogen.Schon beeindruckend,diese Leistungen auf dem Pedigree zu sehen........

14.06.2018: Auch die Tauben von gestern reihen sich in das Gesamtbild des stark verbesserten Taubenbestandes ein. Das waren ausnahmslos gut gebaute Tauben mit einem sehr schönen Federwerk,denen man rein körperlich durchaus zutraut,anständig zu fliegen. Es wird dieses Jahr noch viel mehr als letztes Jahr also auf die Köpfe,also die Intelligenz, der Tauben ankommen, ob sie sich vorne platzieren können oder nicht. Und ganz am Ende werden dann solche Kleinigkeiten ausschlaggebend sein wie z.B. ob eine Taube zügig reingeht oder eher noch ein paar Sekunden draußen auf dem Dach sitzt.Ich finde es durchaus positiv,dass nun (hoffentlich) viel mehr Tauben dabei sind,die auch wirklich das Potential haben,den "Pott" zu holen.Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Spannung hoch. Ich erwarte einfach,dass die As-Tauben am Ende alle sehr eng beieinander liegen und es ein bis ins Finale sehr spannendes Rennen bleibt.
Denn eins ist auch klar: den größten Vorteil der herkömmlichen Rennen kann ich hier nicht bieten. Bei herkömmlichen Rennen kann auch eine Taube,die bis dahin überhaupt nichts geleistet hat, auf dem Endflug plötzlich vorne sein und dem Züchter einen fetten Gewinn plus Versteigerungserlös bringen (Sh. z.B. Usedom 2017). Wenn bei meinem Derby eine Taube schon auf den ersten 4 Flügen schlecht geflogen hat,dann wird sie auch mit einem 1. Platz auf dem Endflug keine Astaube mehr. Da ist für viele dann die Spannung weg.Die können sich "höchstens" noch über die Urkunde und die 100€ für den 1.Konkurs freuen. Aber ich denke, all jene,die auf einen "Lucky Punch" bei den anderen Derbys hoffen haben sich zu meinem Rennen gar nicht erst angemeldet.Ich persönlich finde es einfach fairer,dass auch die Taube den Pott holt,die konstant sehr gute Leistungen gezeigt hat und mehrere Flüge in die Spitze geflogen ist. Wäre ich aber ein kommerzielles Rennen,also auf die Einnahmen angewiesen,um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten,dann würde ich auch die klassische Variante anbieten. Damit bekommt man einfach mehr Tauben und somit auch mehr Gewinn ins Haus.Denn diese Rennen leben zu einem Großteil von der Hoffnung der Teilnehmer,den einen großen Wurf auf dem Endflug zu landen.

13.06.2018: Gestern Abend rief noch ein Teammitglied des Teams Schalke an und verabredete sich für heute zur persönlichen Anlieferung. Der fährt stolze 400 KM einfache Strecke ,nur um die Teamtauben vorbei zu bringen,eine beachtliche Leistung. Überhaupt bin ich immer wieder erstaunt,wie sehr sich einige Sportfreunde einsetzen. Das ist wirklich aller Ehren wert und davor kann man nur den Hut ziehen.
Die gestern angelieferten Tauben haben meine Theorie wieder bestätigt,dass dieses Jahr die Qualität der Tauben in der Breite deutlich höher ist als letztes Jahr. Es sind ja nun ca. 50% Teilnehmer aus 2017 und 50% neue Sportfreunde dabei. Man merkt schon,dass  die meisten Sportfreunde sich da wirklich Gedanken darüber machen,was für Tauben sie zum Derby schicken und nicht nur irgendwelche Papiertiger versenden,deren Abstammung vom Augenschein her passt. Das gefällt mir sehr gut,denn die ganzen Wackelkandidaten in 2017,die ich gleich nach der Anlieferung auf meine persönliche "Vorwarnliste" gesetzt hatte, haben das Derby dann letztlich auch nicht überstanden.Das Geld für diese Tauben kann sich sowohl der schickende Züchter als auch ich als Ausrichter für die Versorgung wirklich sparen.
Heute kommen dann die Tauben von Uwe Hinrichs per Kurier und die vom Team Schalke als persönliche Lieferung und dann wollen wir doch mal schauen,ob auch diese Tauben den Trend bestätigen.

12.06.2018: Diese Woche steht auch ganz im Zeichen der Anlieferung. Heute kommen die Tauben von Karsten Stappert, Markus Winter, SG Wirz und Urs Zehnder hier an, Mittwoch dann die von Uwe Hinrichs, Donnerstag kommt der Sportfreund  Dirk Gebert aus NORWEGEN und bringt die Tauben des Sportfreundes Madsen aus DÄNEMARK hier vorbei, Freitag kommen die Tauben vom Martin Rickert und am Wochenende kommen wieder einige Sportfreunde zur persönlichen Anlieferung. Uff!
Es freut mich aber,dass ich mittlerweile so "international" bin. Schweiz,Dänemark,Norwegen,nur die Belgier und Holländer haben mich noch nicht "gefunden". Aber der Sportfreund Radtke wohnt ja hart an der Grenze,der gilt ja schon als Halb-Belgier:-). Die Temperaturen sind jetzt,wo der Schlag sich doch gut füllt,auch wieder im mittleren 20er Bereich angekommen,sodass es nicht zu heiß und drückend ist. Dies wäre ja zusätzlich zu dem Zusammenkommen dieser ganzen verschiedenen Schlagmilieus ein weiterer begünstigender Faktor für den Ausbruch der JTK. Natürlich wird die auch in diesem Jahr kommen,da muss man sich gar keine Hoffnungen machen. Es kommt immer nur darauf an,in welcher Ausprägung dieses Ereignis eintritt. Im letzten Jahr habe ich es relativ schnell mit Moro-Suppe und Furazolidon-Kapseln für die schweren Fälle in den Griff bekommen,aber das heißt ja nicht,dass das dieses Jahr auch so klappt. Kommt halt immer auf den Erreger-Stamm an,der für den Ausbruch verantwortlich ist und ob man die Sekundär-Infektionen gut behandelt bekommt. Für den Notfall habe ich natürlich bereits Traumeel, Enrok und Collistin bereitliegen. Würde mich natürlich freuen,wenn ich es wieder ohne hinbekomme,aber wenn es nötig ist,dann ist es eben nötig.Auch damit werde ich im Gegensatz zu anderen Derbys nicht hinterm Berg halten,denn ich habe nichts zu verbergen. Natürlich wird dort auch teils ziemlich massiv mit Antibiotika gearbeitet,aber wenn man die Berichte so liest und mit den Leuten spricht,dann kan man den Eindruck bekommen,die wissen gar nicht,wie "Antibiotika" überhaupt geschrieben wird........aber das kennt man ja auch aus dem normalen Programm zur Genüge. Da frage ich mich nur,wo denn überall die ganzen Resistenzen herkommen,wenn niemand Antibiotika (zur Leistungssteigerung) einsetzt. Ein richtig ehrliches Völkchen sind wir Taubenzüchter nicht gerade;-)

11.06.2018: Gestern war ein sehr schöner Anlieferungstag im Garten. Viele Sportfreunde waren da,alte Bekannte,neue Gesichter,eine gelöste Stimmung mit netten Gesprächen,so muss das doch sein. Dann weiß man auch,warum Taubensport auch Spaß machen kann:-)
Was mir bislang aufgefallen ist: dieses Jahr hat sich die Taubenqualität nochmal gesteigert.Vielleicht ist es auch ein allgemein besseres Zuchtjahr. Aber es sind wirklich nur bislang 2-3 Tauben dabei,die mir so gar nicht gefallen und wo ich zu wissen glaube,dass sie das Rennen nicht überstehen werden. Diese Anzahl war letztes Jahr doch deutlich höher. Schauen wir mal,was da noch so Alles ankommt,aber ich denke,es wird dieses Jahr so sein,dass eine viel größere Anzahl der Tauben um die vorderen Plätze mitkämpfen wird. Das wird für alle Teilnehmer kein Selbstläufer werden! Und das ist auch wirklich gut so,denn so bleibt es für viele spannend bis zum Ende. Wollen wir mal schauen,ob ich am Ende Recht behalte mit meiner Einschätzung.Jedenfalls bin ich bislang sehr sehr zufrieden mit dem,was da angliefert wurde.....

09.06.2018: Ein netter kleiner 170 KM Flug heute bei dem die andere EST uns wieder ordentlich Preise abgenommen hat. In der EST mache ich noch 8/3 und in der RV Liste nur 8/1 und 2 im Anhang. Tja,so ist das Leben eben. Es sind alle Tauben zu Hause obwohl es für einen derart kurzen Flug doch anspruchsvoller war als gedacht. Der Regio-Flug wurde ja abgesagt und jede RV sollte fahren wie es ihr passt. Die RVen Lüneburg und Harburg standen heute etwas weiter in Milmersdorf,haben gemeinsam aufgelassen und es war wohl (wieder mal) sehr schwer für diese RVen. 127 Minuten Konkurs allein in Lüneburg für gerade mal 100 Preistauben......da sind wir mit 60 Minuten Konkurs ja noch ganz gut gefahren.  Im RV Programm war dies dann wohl mein letzter Flug,da ja jetzt nur noch Regio-Flüge kommen und dort gebe ich keine einzige Taube mehr mit,solange dieser FL dort das Sagen hat. Deswegen steht jetzt erstmal nur noch der erste 600er im WSC am 23.06. auf dem Plan und wenn der vernünftig läuft und die Tauben gut regenerieren (so sie denn von da wiederkommen natürlich) dann gehen vielleicht noch 1-2 nach London. So habe ich jetzt Zeit und Luft,um mich ganz dem Derby zu widmen.Das passt sehr gut mit der heißen Phase der Anlieferungszeit zusammen. Also bin ich heute sehr zufrieden..........

07.06.2018: Gestern ist noch eine fehlende Täubin vom Stargard-Flug zurückgekehrt. Schön rund und gesund,die war also bei irgendeinem tierlieben Menschen/Züchter drin und wurde nun weitergeschickt. Der Flug am kommenden Wochenende ist jetzt als Regionalflug gestrichen worden,die RVen sollen in Eigenregie einen Flug organisieren,der aber nur für das RV-Programm zählt. Zu groß war wohl das Murren nach den 2 schlechten ersten Regio-Flügen und zu unsicher sind sich die Verantwortlichen über die Wetterlage am kommenden WE. So wird die Verantwortung eben an die 3 RV Flugleiter weitergereicht. Man will halt nicht nochmal verantwortlich sein,wenn ein Flug in die Hose geht und wenn eine RV am Samstag auflässt und es schief geht,kann man dann immer noch sagen: selber Schuld. Wie auch immer, ich glaube nicht,dass meine Tauben Morgen in die Kabine kommen,die 2 verspätet abgeholten Vögel schonmal gar nicht. Die sind noch lange nicht so weit. Und wenn sich an der Vorhersage der Großwetterlage mit starker Gewitterneigung am Samstag bis morgen Nachmittag nichts ändert,bleiben auch die Anderen zu Hause. Der 1. Flug ab Basel im WSC,der an diesem WE stattfinden sollte,ist auch abgesagt worden. Der zu erwartende Ostwind,die Temperaturen und die Gewittergefahr auf der Strecke haben zur Absage geführt. Ich hätte ja eh nicht setzen können,aber dies nenne ich mal vorausschauendes Verhalten im Sinne der Tauben. Kein Larifari,sofort klare Kante,jeder weiß,woran er ist, Punkt aus. Natürlich gibt es auch da Leute,die murren,die gibt´s immer,aber im Sinne der Tauben eine vorbildliche Entscheidung,die dort getroffen wurde. Und da sagt man immer,die Weitstreckler wären so harte Züchter,die immer auflassen. Stimmt (zum Glück) nicht.

06.06.2018: Gestern wurde ein weiterer Vogel nicht weit weg von hier gemeldet und abgeholt. Somit fehlt jetzt "nur" noch der 712,welcher auf dem Stargard-Flug noch Schlagerster war. Auch anhand des Vogels gestern zeigt sich,dass die Tauben es einfach aus Entkräftung irgendwann nicht mehr schaffen,weiterzufliegen,auch wenn sie nur noch ein paar KM von zu Hause entfernt sind. Ein Trauerspiel ist das. Es braucht Zeit ,um diese Tauben körperlich und seelisch wieder aufzubauen.Ja,auch seelisch,da bin ich überzeugt von. Und wenn man Pech hat,dann erzeugt so ein traumatisches Erlebnis auch einen "Bruch" im Charakter einer Taube,die ist dann nicht mehr für die Reise zu verwenden.
Gestern sind auch weitere Tauben per Kurier eingetroffen und auch heute kommen wieder welche. Der Sportfreund Latislaw kommt am Wochenende persönlich vorbei und wohl noch einige Sportfreunde. Es füllt sich also so langsam gut auf im Derbyschlag. Das freut mich sehr,endlich wieder junges Leben in der Bude:-)

05.06.2018: Folgende Mail habe ich heute von einem erfahrenen Sportfreund bekommen:
Ist bei dir noch was nachgekommen? Das ist ja ein Jammer mit eurem Kaotenauflassleiter. Wie kann man am Freitag Abend los fahren, wo doch klar war, dass am Samstag auf der Strecke den ganzen Tag gewittrige Wetterlage angesagt war und dann hat er am Sonntag keinen Arsch in der Hose gehabt, die Tauben später zu starten, denn Vormittags waren ja von Westbrandenburg bis Ostniedersachsen noch breite Schauerfronten zu sehen und so warm war es ja gestern nicht, dass man nicht hätte später auflassen können.
Das Unterstrichene passt ganz gut zu den Beobachtungen der Sportfreunde,welche gesagt haben,dass die Tauben teilweise durch den Regen geflogen sein müssen.Nasses Gefieder,rote Nasen. Auch der 853 sah so aus. Und natürlich hat sich auch gleich gestern der Sohn des Regio-FL im Forum zu Wort gemeldet und versucht, alles zu relativieren und zu verharmlosen bzw. mich selbst auch in ein schlechtes Licht zu stellen. Allerdings glaube ich ihm seine Worte sogar,als er schrieb,dass alle froh waren,als ich mich für 2017 abgemeldet hatte. Ist ja auch nicht angenehm,wenn da jemand ist,der immer den Finger in die Wunde legt und die eigenen fadenscheinigen Argumente sachlich widerlegen kann..... Man könnte fast lachen,wenn es nicht so traurig wäre.
Gestern habe ich den 563 von Privatleuten aus Bavendorf,keine 15 KM von hier entfernt,weggeholt. Der konnte die letzten Meter nicht mehr fliegen, war völlig fix und alle. Wenn man so was sieht und dann weiß,dass das alles unnötig war,dann hofft man,das die Verantwortlichen dafür einem nicht in nächster Zeit über den Weg laufen.

 
04.06.2018: Gestern um 18:45 Uhr kam noch der 969 von Mathias Frank an. Damit sind jetzt 3 von 6 zu Hause. Es haben mich einige Anrufe und viele Mails erreicht,in denen die Leute8teils selbst langjährige Flugleiter) ihre Fassungslosigkeit über die immer wieder auftretenden Abläufe in unserem Regio zum Ausdruck gebracht haben. Ja,es ist einem Außenstehenden schwer zu vermitteln,warum tatsächlich JEDES Jahr einer oder mehr der ersten Regioflüge derart in die Hose gehen. Das ein Flug trotz guter Bedingungen mal schwer wird oder verlustreich,geschenkt. Das passiert Jedem Mal und ist weder schön noch erklärbar.Aber der Flug gestern war doch wieder "mit Ansage". Im Übrigen genau wie der erste 400er letztes Jahr, wo die Tauben ja durch ein riesiges Regengebiet fliegen mussten. Man unterstellt den Verantwortlichen ja nicht mal Vorsatz,schließlich haben sie auch ihre eigenen Tauben in der Kabine,aber wenn man so hört,wie dort Entscheidungen getroffen werden und was da alles abgeht,wenn man hört,dass die beiden anderen FL lediglich "informiert" werden anstatt in die Abläufe mit eingebunden(obwohl festgelegt ist,dass Entscheidungen von allen FL gemeinsam getroffen werden),wenn man sieht,wie diese Leute absolut keinen Lerneffekt aus ihren Handlungen ziehen und im Herbst auf der Versammlung tatsächlich behaupten "das waren alles glatte Flüge dieses Jahr",dann muss man sich schon fragen,was genau dort in den Köpfen vor sich geht. Aber es sind ja nun nicht nur die Entscheidungsträger allein. Es sind auch alle Züchter,die Jahr für Jahr diese Leute im Amt bestätigen, weil sie selber zu faul oder zu feige sind,diesen undankbaren Job zu machen. Und so werden Leute über Jahre im Amt gelassen,die es zwar vielleicht gut meinen und bemüht sind,aber leider jedes Jahr aufs Neue beweisen,dass sie mit dem Job schlichtweg überfordert sind.
Andererseits ist es auch ganz gut ,dass es auch in 2018 so gelaufen ist wie eigentlich immer,denn das hat mir gezeigt,das mein Weg weg vom Regio 150 die richtige Entscheidung war. So werde ich also ab 2019 die Tauben noch die ersten 3 Flüge bei uns in der Kabine setzen und dann als Gastzüchter in der RV Uelzen und Umgebung, um sie auf die Flüge im WSC vorzubereiten. Das hätte ich dieses Jahr schon machen sollen. Aber man hat ja immer Hoffnung,dass sich irgendwann irgendwas bessert.Leider war diese Hoffnung vergeblich. Schade nur um die Tauben,welche diese Entscheidungen mit ihrem Leben bezahlen müssen.
.......ach ja: natürlich werde ich jetzt wegen dieser Zeilen kräftig angefeindet werden (Feind liest schließlich eifrig mit). Denn unter Taubenzüchtern scheint zu gelten: Totschweigen,Aussitzen,Vergessen. Im Herbst regt sich doch über diese Flüge jetzt kein Mensch mehr auf. Trotzdem kann und darf sowas nicht ungesagt bleiben. Und hätten diese Leute sowas wie ein Gewissen und einen Arsch in der Hose würde sich die ganze Führungsriege inklusive FL auf Regio-Ebene verabschieden.

03.06.2018: 14 Uhr: Die Tauben wurden um 06:55 Uhr aufgelassen. Stand jetzt sind bei mir von 6 Tauben keine da,bei meinem Kumpel 3 von 16 und bei einem anderen Bevenser Züchter 3 von 23. Wollen wir mal keine voreiligen Schlüsse ziehen,aber ich denke mal,das war´s dann auch. Für viele, nicht nur für mich.Es macht ja auch wenig Sinn, Tauben zu setzen,wenn sie mit aller Gewalt weggejagt werden sollen. Ach ja,und heute morgen hat mir ein LKW am Garten die ganze Fahrerseite meines Autos zerschrammelt. Joah,läuft bei mir.......
Was Positives: Gestern sind die Tauben von meinem RV Kollegen Christian Niemann gekommen,ebenso wie die Tauben vom Team Küstentaube und von Peter Fuschera, die dankenswerterweise von meinem guten Kumpel Uwe Heeschen gebracht wurden. Heute Morgen war dann der Sportfreund Erich Koppenhöfer mit seinen Tauben da.Der Derby-Schlag füllt sich also so langsam und ich habe auch heute schon den halben Vormittag bei den Kleinen gesessen. Taubensport kann sehr schön sein,wenn man sich die Tauben nicht wegjagen lassen muss.......18:30 Uhr: 2 von 6 haben den Heimweg geschafft.Das Auswerten ist auf  Morgen 10 Uhr verschoben worden. Schon erwähnenswert,dass man sich ,trotzdem man jeden abtelefoniert hat, nicht sicher ist ,ob man die  ca. 120 Preistauben überhaupt voll hat. Und das sind ja nur 33,3% der Gesetzten. Ich stell die Uhr Morgen früh in die EST,bevor ich in die Werkstatt und zum Versicherer fahre.Gott sei Dank habe ich ja keine Schuld am Unfall aber ärgerlich ist es allemal,dass man jetzt ein Unfallauto hat. Interessant ist übrigens noch,dass beide Vögel,die da sind,von der SG Stumme aus Bad Münder stammen. Der 853( beim Heidederby 2017 war er 8.As-Taube) war wieder Erster und der 928 ca. 10 Minuten später. So ganz schlechte Tauben scheinen die nicht zu haben........

02.06.2018: Der Flug konnte heute nicht gestartet werden und die Tauben bleiben bis Morgen stehen. In der RV sind es noch etwas über 350 Tauben geworden. Schauen wir mal,was sie morgen so nach einer Nacht im Kabi machen......

01.06.2018: Heute soll nun also zum 2. Regionalflug ab 400 KM eingesetzt werden. Ein bischen merkwürdig ist das schon,weil Morgen den ganzen Tag Gewitterneigung angezeigt ist und einige RVen schon auf Sonntag verschoben haben. Aber nun ja,die werden schon wissen,was sie tun....Etliche Züchter haben nun nach dem Flug letzte Woche schon die Nase voll und wollen nicht mehr setzen oder zumindest den 400er aussetzen. So verständlich wie das ist,es bringt einen doch nicht weiter. Und die Tauben auch nicht. Mein Vater hat dazu immer gesagt: "Man kann sich auch totschonen!" Natürlich ist es richtig, dass man Spätheimkehrern auch mal eine Pause gönnt. Und natürlich ist es genauso richtig,zu schauen,in welchem Zustand die Tauben ankommen und wie sie sich bis jetzt regeneriert haben. Aber die Tauben,die letzte Woche am Flugtag oder am nächsten Tag nach Hause gekommen sind,die kann man doch einwandfrei wieder setzen. Lässt man fitte und gesunde Tauben zu Hause,werden sie dadurch gewiss nicht schlauer. Man schleppt sie nur ins nächste Jahr ohne das sie was gelernt oder geleistet haben.
Da ich ja nächste Woche den ersten Flug im WSC leider nicht setzen kann (das ärgert mich ein bischen), werde ich heute die Vögel jedenfalls einkorben. Denn Üben übt,wie man so schön sagt....

31.05.2018: Der 428 wurde gestern von Michael Stumme abgeholt und er wird ihn mir dann übernächste Woche vorbeibringen.Das freut mich sehr,das das geklappt hat und dafür sind die Netzwerke,die man sich aufbaut ,ja auch gut geeignet. Letztes Jahr habe ich ja eine Taube von Manfred Meyerholz hier aus der Ecke bei Privatleuten abgeholt und dieses Jahr fliegt der Vogel bereist 2 Preise und 1x davon sogar als Schlagerster. Nicht jede Taube,die irgendwo strandet,ist eine Schlechte.......
Die bislang angelieferten 11 Derby-Tauben haben sich schon gut eingelebt und auch an mich gewöhnt,beim Füttern kommen sie schon direkt ran ohne Scheu. In den Ausflug gehen sie auch schon,nur die Voliere ist ihnen wohl noch zu unheimlich.
Gestern Abend hat der Sportfreund Koppenhöfer angerufen,er bringt am Wochenende seine Derby-Tauben selbst vorbei. Bei einer einfachen Strecke von über 500 KM eine beachtliche Leistung,die er da auf sich nimmt. Er verbindet das mit einem Kurzurlaub übers Wochenende samt Ehefrau in unserer Kurstadt. Eine gute Idee für all jene,die sich den Streß mit den Lieferdiensten nicht antun wollen. In jedem Fall gebührt dem Erich für die Tour,die er auf sich nimmt,mein vollster Respekt!

29.05.2018: Leider ist keine Taube mehr nachgekommen. Also 5 Verluste und einer in Hameln gemeldet. Das ist natürlich hart. Aber das Leben geht weiter. Auf der Heimfahrt gestern habe ich auch eine überfahrene Taube gesehen,allerdings war die schon zu breitgefahren,als das ich da noch den Ring rausgefischt hätte. So enden viele der fehlenden Tauben. Sie sehen das Flimmern der Straße und denken in ihrem Durst,das wäre Wasser, gehen runter,laufen an oder auf der Straße rum und dann erwischt es sie.
Den ersten Basel-Flug im WSC werde ich auch verpassen,denn ich habe nächste Woche ein Seminar in Hannover.Ich komme dann zwar jeden Tag abends nach Hause,aber dann hat man ja auch keine Lust mehr,noch groß irgendwo hinzufahren. So werde ich sie denn auch auf dem 400er am nächsten WE setzen können,natürlich nur dann,wenn der Plan so beibehalten wird und sich nicht noch etwas aufgrund des schweren Fluges letzten Samstag ändert.Die Tauben sind jedenfalls wieder fit. Ich werde nur noch die Vögel setzen,die Weibchen kommen jetzt in die Box.
Die für diese Woche angedachten Taubenlieferungen sind nun alle abgesagt,da die Transporteure bei über 30 Grad nicht fahren. Das ist auch ganz vernünftig so,dass muss ja nicht sein. Und wie ich schon schrieb ,ist es auch bezüglich der Eingewöhnung kein Problem,das haben wir ja letztes Jahr gesehen.Vielleicht bekomme ich noch welche,die mir die/der Züchter selbst bringt und am nächsten WE kommt ja schon der Sportfreund Helmut Linden. Mal sehen,wie viele Tauben er mit seinem Sammelangebot zusammenbekommt.

27.05.2018: Heute Morgen um 05:12 Uhr (!!) ist der 309 als achte Taube gekommen.....und seitdem nichts mehr. Dafür wurde der Fahle 428 heute aus der Nähe von Hameln gemeldet. Saß bei Privatleuten am Goldfischteich und ließ sich durch den herbeigerufenen Züchter problemlos greifen. Hinweis dazu: ich halte die Tauben nicht zahm.Körperlich, so der Züchter, ist der Vogel gar nicht mal so runter. Aber das ist ein Phänomen,dass ich hier auch schon öfter hatte,wenn ich gerufen wurde,um eine Taube irgendwo wegzuholen. Die Tauben sitzen wie abwesend da und lassen sich einfach so greifen. Komplett gaga im Kopf.....so flog der 428 also gestern gut 160 KM südlich von zu hause hin ....ich habe schon Kontakt zum Michael Stumme aufgenommen ob er den Vogel dort wegholen und später dann mit den Derby-Tauben zu mir bringen kann. Der bleibt dann zu Hause und kann im nächsten Jahr nochmal eine Chance bekommen.Immerhin fliegen ja 3 Vollgeschwister von ihm letztes Jahr zweistellig und auch dieses Jahr wieder eine Vollgeschwister mit 1.Konkurs. Der darf noch eine Chance bekommen.
In der RV haben heute beim Auswerten um 11 Uhr immer noch gut 40% der Tauben gefehlt und es sind bei den Züchtern Morgens auch nur sehr vereinzelt Tauben gekommen, wie man hört. Tja,das war natürlich ein herber Nackenschlag.

26.05.2018, 06:00 Uhr: Der Auflass unserer Tauben erfolgte schon um 05:30 Uhr.  Bezüglich der zu erwartenden Tagestemperaturen sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Die Sicht ist sehr gut,der Ostwind (noch) relativ schwach,also rechne ich mit der Ankunft der ersten Tauben gegen 09:00 Uhr,vielleicht etwas früher.
Gestern ist noch eine der beiden fehlenden Tauben, die 231, vom 2. Preisflug nach Hause gekommen. Ein bischen mager,ein bischen dreckig ,aber sonst ok. So fehlt also von 2 Vor-und 3 Preisflügen bislang nur die weiße 301. Und auch bei der bin ich mir ziemlich sicher,dass sie nicht tot ist,sondern irgendwo eine "neue Heimat" gefunden hat. Denn wenn eine weiße Taube (und dann noch mit Tipesring,MUSS ja was Gutes sein!!) irgendwo einspringt,dann wird die sofort eingebunkert und kommt nimmermehr raus.Und sei es nur,damit die Enkelchen oder Kinderchen was zu Gucken haben.
Gestern hat dann auch der Sportfreund Bär gemailt,dass der für nächste Woche geplante Versand seiner Tauben nichts wird,weil der Transporteur aufgrund der  erwarteten Temperaturen über 30 Grad keine Transporte durchführt. Auch das ist absolut nachvollziehbar im Sinne des Tierwohls. Und es macht wirklich nichts aus.Denn wie das letzte Jahr gezeigt hat, klappt auch die Eingewöhnung von Jungen,die mit bis zu 50 Tagen geliefert, problemlos. Also keine Bange,wir werden das Kind (bzw.die Tauben) schon so schaukeln,dass alles glatt läuft.
So,dann wollen wir mal schauen,wie sie heute den 1. RegioFlug überstehen. Daumen drücken!!10 Uhr: Offensichtlich ein schwerer Flug heute. Nur wissen wir gerade nicht so recht,warum eigentlich. Meine erste Taube kommt um 08:55 Uhr,also in einer recht normalen Zeit. Und aus dem richtigen Loch. Kurz darauf sah ich auch eine Taube bei meinem Kumpel Dieter ankommen. Als um 09.15 Uhr immer noch keine weitere Taube da war, fuhr ich zu ihm,um zu hören,wie es bei ihm aussieht. Nun ja,lange Rede, kurzer Sinn. Stand 09:30 Uhr sind bei Dieter 2 von 27 da gewesen,bei mir auch 2 von 14, bei einem anderen Züchter 15 Kilometer vorgelagert 3 von auch über 20 und bei einem Züchter der RV Harburg 6 von 61. Die Tauben bei Dieter kamen um 08.49 Uhr sowie 08:59 Uhr und dann war Sense. Was auffällt bei den Anderen: die alten Tauben fehlen und es waren Jährige da.Alles sehr merkwürdig. Wir waren uns relativ schnell einig, dass die Witterung oder der erste gemeinsame Auflass nicht der Grund sein können sondern das beim Auflass irgendwo in der Nähe zu selben Zeit ohne Absprache ebenfalls Tauben aufgelassen worden sein müssen. Also Kreuzungsverkehr. Leider ist es ja so,dass hier im gesamten norddeutschen Raum auch viele Polen auflassen,die sich nirgendwo eintragen,sodass es für die Flugleiter unheimlich schwer ist, zu erkennen,wer in der Nähe steht,wieviele Tauben die an Bord haben und wann sie auflassen. Zudem haben wohl ALLE RVen heute früh aufgelassen um der Mittagshitze zu entkommen also war viel Verkehr in der Luft. Für uns die einzige Erklärung für diesen schleppenden Verlauf. Nun gilt es also,die Tauben möglichst vernünftig nachzubekommen. Ich drücke dafür allen Züchtern ganz fest die Daumen!19:00 Uhr: Es sind 6 von 14 Tauben zurück, woanders sieht es ähnlich aus,bei Manchen besser,bei Manchen schlimmer. Das Ausrechnen wurde auf Morgen 10:30 Uhr verschoben. Das allein sagt ja schon was.

25.05.2018: Heute ist nun also Einsetzen zum ersten gemeinsamen Regionalflug ab Stargard, ca. 300 KM. Bei Temperaturen von Morgen an die 30 Grad, starkem Rückenwind und wolkenlosem Himmel sicherlich wieder ein Härtetest gerade für Jährige.Ich tippe auf einen sehr zeitigen Auflass um der Mittagshitze möglichst zu entgehen und einer Flugzeit von knapp 3 Stunden bei den ersten Tauben.2014 habe ich unter solchen Bdingungen ja mal einen 1. Konkurs geflogen. Da gehe ich aber Morgen bei meinen derzeitigen Tauben nicht von aus. Die sind noch nicht so sattelfest. Heute bekommen die Tauben schon Tollyamin Forte ins Trinkwasser,morgen nach der Rückkehr ebenso. Gerade bei so einer Hitze hat es sich als vorteilhaft erwiesen,bereits am Einsatztag Elektrolyte und Aminosäuren zuzuführen. Die Tauben kommen einfach frischer an und regenerieren besser. Und der Rest ist Hoffnung....
Morgen werde ich auch nachmittags nach Wittingen fahren um am Saisonanfangstreffen des WSC Wittingen teilzunehmen. Dort wird das Reisejahr 2018 in seinen Abläufen besprochen. Auch werde ich dort die ersten Tauben für das Derby in Empfang nehmen. Am Sonntag kommt dann der Sportfreund Mathias Frank mit seinen Rennern und ab nächster Woche geht es dann richtig los. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen,was da wieder alles für Täubchen angeliefert werden....

24.05.2018: Es ist immer schön zu sehen,wenn es sich auszahlt, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit geht. der Sportfreund Lothar Scheugl hat ja auch einen Youtube Kanal und er hat einen Jugendlichen dazu inspiriert,sich jetzt auch Tauben anzuschaffen. Auch wenn solche Beispiele selten sind, zeigen sie doch,dass es immer besser ist,eine offene Kommunikation zu führen,als still im Kämmerlein zu sitzen und auf den Tod zu warten. Unser Verband hätte z.B. mehr als genügend Mittel,um selbst eine kleine Youtube-Serie über Taubenzüchter,ein Taubenleben oder oder oder zu starten im Stil einer "Daily-Soap." Aber da gibt es ja nicht mal einen verbandseigenen Account,über den man sich der Öffentlichkeit präsentieren könnte.Man plant lieber weiter an einem Museum oder dem Gang nach China. Traurig und beschämend, wie wenig sich "unser" Verband um das Wohlergehen und die Zukunft unseres Hobbys schert........

22.05.2018: Ich habe mir heute mal die Wettervorhersage für die nächsten 3 Wochen angesehen und es soll sich hier an der Gesamtlage mit Sonnenschein, hohen Temperaturen und teils kräftigem Ost/Nordostwind nichts ändern. Schon beim Einsetzen letzte Woche haben wir darüber diskutiert,wann es wohl das letzte Mal 3 Flüge hintereinander Rückenwind gab und jetzt soll es auch erstmal so bleiben. Insgesamt also ein sehr ungewöhnliches Reisejahr bislang. Ich selbst kann mich nur noch an das Jahr 1992 erinnern, das erste Jahr,in dem hier vom Osten gereist wurde. Da gab es auch überwiegend Rückenwind und all die alten,bewährten, guten Tauben der Südrichtung versagten dort kläglich. Der Endflug von 630 Km verlief damals unter 6 Stunden! Tja,und im nächsten Jahr waren es dann wie eigentlich üblich wieder mehrheitlich westliche Winde und die alten Tauben waren wieder top. Insofern wird es dieses Jahr interessant werden, zu verfolgen,welche Züchter und welche Tauben mit dem vermehrten Rückenwind gut fliegen. Und wenn der Wind auch NORDöstlich weht,wird unsere RV sicherlich in der Gesamtschau besser als sonst in der Regio-Liste abschneiden. Ich selbst bin von meinen Depri-Trip vom Wochenende wieder runtergekommen. Ich habe jetzt auf 5 Flügen nur 2 Tauben verloren,das ist doch was. Einige Umstellungen habe ich in Absprache mit Manfred Meyerholz nun ab dieser Woche vorgenommen,mal sehen,ob es hilft. Unter Anderem werden die Tauben jetzt nur noch ein Mal am Tag herausgelassen. Aber letztlich hat sich doch das bewahrheitet,was ich im Vorfeld schon gepredigt habe: die Tauben brauchen einfach länger,um mit der Trennungssituation nach dem Kabi-Auflass klarzukommen. Wenn sie dann noch Rückenwind haben, sehr gut drauf und unerfahren sind,dann überfliegen sie eben oder fliegen mit anderen Tauben mit,bis sie merken,dass sie falsch sind. Das sie gesund sind, genügend "Akku" haben und auch wissen,wo der Schlag steht, zeigen sie mir ja,indem sie alle wiederkommen. Nur eben sehr verspätet. Der Frust über die sportlich schlechten Ergebnisse der letzten beiden Flüge,den habe ich mir selber zuzuschreiben,weil ich von meiner eigenen Maxime,nicht zuviel von den Tauben zu erwarten,abgewichen bin. Da muss ich noch ruhiger werden und meine Erwartungen WIRKLICH der Situation anpassen........

21.05.2018: Nachdem die Tauben heute ein erfrischendes Bad genießen durften,habe ich die Ochsentour auf mich genommen, an die Elbe zu fahren und etwa 200 Kilo reinen Elbsand für die Schläge zu beschaffen Autsch! Aber nun sind die Schläge fertig,ebenso wie die Voliere und die neuen Derby-Tauben können kommen. Bald ist es soweit! YEAH! Ich freue mich gerade so richtig schon wieder auf die Zeit,wenn ich abends im Garten sitze und der ganzen Meute zugucke, wie sie bei geöffneten Türen raus und rein geht. In dieser Zeit fällt alles von mir ab und ich bin einfach nur ein glücklicher,zufriedener Mensch.

20.05.2018: Eine gute Nachricht: alle Tauben sind zu Hause. Der 712 kam gestern noch um 21:18 Uhr und saß die Nacht über im Sputnik. Ich bin ja bereits in der Halbzeitpause des DFB- Pokalfinales in den Garten gefahren und hatte die Klappen zugemacht und dann nach dem Spiel um 22:15 Uhr den Beitrag geschrieben. Heute um halb fünf bevor ich zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Angeln fuhr,habe ich die Klappen geöffnet und da saß der 712 schon drin. Um 05:48 Uhr (!!) kam dann die 669 an und schließlich um 09:06 Uhr als letzte Taube der 670. Das freut mich wirklich sehr,weil ich gestern ,als um 15 Uhr erst 4 von 14 Tauben da waren,schon sehr schwarz gesehen habe. Trotzdem bleiben nach diesem Flug natürlich viele Fragen. Warum kommen sie statt besser von Flug zu Flug schleppender? Warum können sie die Form von der Woche nicht am Flug umsetzen? Warum kommen gleich 5 Tauben (immerhin mehr als ein Drittel der Gesetzten!) innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr bei einem 210 KM Flug mit Auflass um 09:45 Uhr? Und so weiter. Das sind einige Nüsse,die ich noch zu knacken habe. Das es nur ein Preis geworden ist( in der EST :2), ist dabei vollkommen nebensächlich. Es geht um das Rankommen an sich.
Aber heute konnte ich davon in Wismar sehr gut Abstand nehmen. Ein sehr schöner Angeltag mit einem guten Freund,ein leckeres Grillerchen danach und die ersten Hornhechte meines Lebens habe ich auch noch gefangen:-) Das Leben kann so schön sein! Danke,Mathias!



im Übrigen würde ich euch das Video von heute über ihn sehr empfehlen.Vielleicht macht es bei dem Einen oder Anderen Massenzüchter dann ja "klick"



19.05.2018, 09:45 Uhr: Die Tauben wurden um 09.30 Uhr in Milmersdorf aufgelassen. Könnte aufgrund der immer noch komplett geschlossenen Wolkendecke für die Orientierung recht schwierig werden. Kann aber auch genauso gut funktionieren. Sicherer wäre es wohl gewesen,bis zum frühen Nachmittag zu warten,wo es deutlich aufklart. Ob es eine Rolle für die Entscheidung gespielt hat,dass heute vormittag Nordostwind ist (noch besser für die südliche EST) und ab Mittag reiner Ostwind,das vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte der Flug allerdings schwer werden,wird das frühe Auflassen sicher wieder ein Diskussionsthema sein. Bleibt nur zu hoffen,dass der Flug wie auch die ersten beiden glatt und ohne größere Verluste abläuft. Ich rechne mit den ersten Tauben zwischen 11:30 Uhr und 11:50 Uhr. Wir werden sehen....22:15 Uhr: 11 von 14 Tauben sind jetzt zu Hause.Die 3 ,die noch fehlen,waren allesamt Favoriten. 670,712,669. Also entweder ich verstehe überhaupt nichts von tauben oder die besonders Guten sind heute wieder wer weiß wohin geflogen. Auffällig war,dass 5 Tauben innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr angekommen sind. Ob es nun Gegenverkehr gab oder ob es doch am nicht optimalen Wetter lag,ich weiß es nicht. Ich weiß nur,dass ich mir die zusätzliche Arbeit mit dem frühen Rauslassen nun sparen kann,da es ja definitiv nichts bringt. Es ist schon ein Stück weit frustrierend,wenn man sieht,wie sich die Tauben unter der Woche zeigen,nur um dann am WE ein derart miserables Ergebnis zu präsentieren. Ich schaue ja immer erst auf mich,ob ich nicht irgendwelche Fehler gemacht habe aber ich kann da ganz ehrlich nichts finden. Die Ergebnisse spiegeln in keinster Weise das wieder,was mir die Tauben unter der Woche zeigen. Vielleicht ist auch die Qualität der Tauben nicht hoch genug,um Preise zu fliegen,die Orientierungsfähigkeit doch zu schlecht oder oder oder. Der letzte Flug war schon nicht ok,doch aufgrund des Rückenwindes erklärbar,aber das darf sich einfach nicht so fortsetzen. Die Tauben müssen aus ihren Erfahrungen auch lernen und es von Flug zu Flug besser machen. Stattdessen sehe ich eher Rückschritte.Dieses Ereignis heute wird mich sicherlich die nächsten Tage beschäftigen und ich muss mir auch ganz klar die Frage stellen,ob es mit dieser Truppe denn Sinn macht,am Plan festzuhalten und Weitstrecke zu spielen. Derzeit sehe ich den Bestand noch nicht in der Lage, das zu packen. Nächste Woche werde ich sicherlich noch den 1. Regionalflug setzen und wenn sie dann wieder anscheinend überfordert sind,dann muss ich sicherlich überlegen,ob ich mich nicht lieber voll auf das Derby konzentrieren sollte. Viel Gedankenarbeit,die da vor mir liegt.......

18.05.2018: Heute wird also zum 3. Preisflug ab Milmersdorf, ca. 210 Km, eingesetzt. Derzeit ist es hier wolkenverhangen,kühl und es nieselt so ganz fies vor sich hin. Dies soll auch über Nacht so bleiben bis es dann Morgen im Laufe des Vormittags wieder aufklart und schön sonnig wird. Der Wind kommt wieder aus dem Osten mit Stärken von 2-3,also erwarte ich einen zwar spät aufgelassenen aber letztlich wieder sehr schnellen Flug mit einem kurzen Konkurs und einer sehr guten Leistung bei der anderen EST.Also bis auf den vielleicht etwas späteren Auflass eine Kopie der ersten beiden Flüge. Wenn meine Tauben dieses Mal die Kurve etwas früher bekommen,sollten allein vom Fitnessstand her auch mehr als die 2 Preise von letzten Mal drin sein. Und wenn nicht: dann ist das eben so.Im ersten Moment ist man dann natürlich angefressen,aber mehr als die Tauben gesund und fit zu halten und sie vernünftig vorzubereiten kann man eben nicht machen. Klar könnte ich auch jeden Tag auf der Autobahn verbringen wie einige,die bis jetzt gut fliegen,aber ganz ehrlich gesagt ist mir das zuviel Aufwand und auch Streß nur um auf den ersten Flügen ein paar Preise mehr zu machen. So ehrgeizig bin ich da nun wirklich nicht.
Aufgrund des kalten und nassen Wetters waren die Vögel heute Morgen nicht draußen. Sie und die Weibchen werden heute Nachmittag ganz normal Freiflug bekommen (immer vorausgesetzt es regnet nicht) ,nur die nachmittägliche Fütterung lasse ich dieses Mal ausfallen.Mal schauen,ob sie mit weniger Ballast im Kropf besser kommen. Und übermäßig zusätzliche Energie werden sie morgen nicht brauchen. Ich rechne mal mit plusminus 2 Stunden Flugzeit,vielleicht ein bischen drüber. Da muss man sie nicht füttern wie vor einem 600er.
Am Meisten freue ich mich aber ehrlich gesagt an diesem Wochenende nicht auf den Preisflug sondern darauf,dass ich am Sonntag zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke,das wird ein echt feiner Tag bei bestem Wetter und in guter Gesellschaft. Vielleicht brauche ich den ja auch als Ausgleich falls meine Tauben mich morgen wieder schmählich im Stich lassen... :-)

17.05.2018: Der Zuflieger macht sich sehr gut,auch das Kotbild ist schon wieder so, wie es sein soll. Ich habe keine Bedenken,dass er am Sonntag die Strecke von Schwerin bis nach Hause schafft. Die morgendliche und abendliche Trainingsleistung der Vögel ist schon wieder sehr gut und intensiv,auch die der Weibchen am Abend. Aber wenn ich sehe,dass für den Flugtag wieder Schiebewind angesagt ist, dann habe ich natürlich bei der hitzigen Bande aus Jungspunden die Befürchtung ,dass sich das Spielchen vom letzten Wochenende wiederholt. Aber irgendwann muss ja mal der Lerneffekt einsetzen damit sie nicht mehr so stark überfliegen (hoffe ich). Na, wir werden es ja sehen. Aber 3 Flüge in Folge Schiebewind,das habe ich auf der Ostrichtung auch noch nicht so häufig erlebt. Am Wochenende ist der letzte  Flug,den unsere RV alleine fährt und wenn es denn so bleibt mit dem Wind,dann wird es wieder ein guter Flug für die südliche EST. Ab dem 4.Flug lässt der ganze Regionalverband gemeinsam auf (sind ja nur noch 3 RVen) und da alle anderen Schläge des Regios nördlich von uns liegen,wird allein die Zugrichtung der Masse der Tauben in unserer RV für ein wenig mehr Ausgleich sorgen. So sehr ich jedem ein gutes Ergebnis gönne,so sehr kann ich aber auch die verstehen,die jetzt schon ein wenig betrübt sind,weil unserer EST und damit auch ihnen immer wieder Preise verloren gehen. Und so sehr ich auch immer noch berechtigte Zweifel an den Flugleitern des Regios habe sind die Regio-Flüge für die Preisverteilung innerhalb der RV doch gerechter und weniger einseitig. Darüber hinaus natürlich auch noch mal ein Stück fordernder für die Tauben,was das rechtzeitige Trennen aus dem Hauptschwarm angeht. Insofern wird ab dem 4. Flug auch der Trainingseffekt für meine Tagesweitstreckler in spe deutlich erhöht.

14.05.2018: Die beiden Weibchen sind nicht mehr aufgetaucht. Schade. Das sind dann also wohl die ersten beiden Verluste 2018. Wenn ich merke,dass dies den 563 negativ beeinflusst,dann bleibt er dieses Jahr zu Hause. Keine Lust,den Vogel deswegen zu verspielen.
Gestern schrieb ich über den gelungenen Saisonstart des Sportfreundes Mathias Frank aus der RV Wismar. Heute haben meine Vögel einen Jährigen aus der FG-RV Güstrow vom gestrigen Flug mitgebracht.Der hat mal locker 180 KM überflogen! Den habe ich vom Brett gefangen und vorab mal über die Vereinsnummer gesucht. So bin ich auf die RV gekommen und Vereinsnummer sowie Endnummer stimmten mit den Tauben von der SG Egon und Angela Maaß aus der RV Güstrow überein, ein nicht unbekannter Schlag auch auf Bundesebene. Deswegen habe ich mich entschlossen, entgegen meiner Gewohnheiten, die Taube doch zu melden.Normalerweise melde ich keine Jungtauben oder Jährige,weil man sich da zu viel Abwertendes anhören muss,da habe ich keine Nerven für.Doch bei einem Spitzenschlag mit gutem Leumund kann man Glück haben. Wie sich herausstellte, gehörte die Taube aber einem Sportfreund Schoenfeldt aus der gleichen RV, ein sehr netter Mann,der mir am Telefon erzählte,dass er diesen Vogel im letzten Jahr von der SG Maaß als Geschenk bekommen hat und er ihn  schon sehr vermisst hat,weil es ein besonderes Tier ist. "Vier Mal bin ich heute in den Garten gefahren und habe geguckt,aber nie war er da...." Er hat die Tauben auch wie ich nicht am Wohnhaus sondern in einem extra Garten. Da ich am nächsten Wochenende wahrscheinlich zu Mathias nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre, habe ich dann dem Sportfreund Schönfeldt angeboten,den Vogel die Woche über zu versorgen und dann in der Nähe von Schwerin aufzulassen. Dieses Angebot hat er sehr dankbar angenommen. Ich finde es immer schön,wenn eine Taubenmeldung solche Freude und Erleichterung,dass die Taube noch lebt,auslöst. Dann wollen wir mal die Daumen drücken,dass der Vogel am nächsten Wochenende die ca. 45 KM Luftlinie von Schwerin bis zu Sportfreund Schönfeldt auch schafft. Er wird nämlich schon schmerzlich vermisst.......und wieder eine gute Tat vollbracht:-)

13.05.2018: Die beiden fehlenden Weibchen sind heute leider nicht zurückgekehrt. Wenn sie es auch im Laufe des morgigen Tages nicht schaffen heißt es wohl "Rest in Peace,Mädels". Das ist hart,aber so ist Taubensport nun mal. Es kann so viel unterwegs passieren worauf man keinen Einfluß hat. Aber gleich 2 von so einer kleinen Truppe ist schon nicht schön. Wobei ich immer noch glaube,dass zumindest die 301 noch irgendwo sitzt und lebt. Die hat sich ja bisher immer so von Dach zu Dach nach Hause gebummelt. Eigentlich rechne ich fest damit,dass sie spätestens morgen Abend drin sitzt. Das die 231 fehlt, ist insofern schlecht,als das sie das Weibchen vom 563 ist. Und ohne Weibchen bleibt nur die Zelle als Motivation. Das ist natürlich der Nachteil der totalen Witwerschaft. Aber es gibt überall Pro und Contra. Eben gerade habe ich mich sehr gefreut,denn die Preisliste der RV Wismar ist jetzt online,die hatten heute ihren ersten Preisflug. Und mein guter Freund Mathias Frank legt einen Sahnestart mit 38/24 und den ersten beiden Tauben unter den ersten 10 RV Tauben hin. Klasse!

12.05.2018: Sportlich war der Flug heute total für die Hose. Vielleicht 2 Preise. Und natürlich die beiden Weiber,die beim letzten Flug am nächsten Tag kamen.Die sind einfach nicht so schnell geflogen wie die Anderen heute und deshalb auch nicht überflogen. Und all die Burschen und Mädels,die sich in der Woche so fit und gut drauf gezeigt haben,die sind wohl erstmal nach Bremen geflogen bevor sie gemerkt haben,dass sie zu weit sind. Naja, gelernt haben sie hoffentlich was und merken sich das für die Zukunft,dass "Kopf einschalten" immer noch VOR "Gas geben" kommt.....enttäuscht bin ich trotzdem.Die ganze Arbeit fürn Ar....21 Uhr: der 563 ist noch gekommen,jetzt fehlen noch die weiße 301 und die 231.Bei der Weißen bin ich mir ziemlich sicher,dass sie Morgen im Laufe des Vormittags ankommt.Bei der 231 bin ich mir da nicht so sicher.Vielleicht habe ich ja den ersten Verlust dieses Jahres zu beklagen.Aber noch bin ich guter Hoffnung. Mit etwas Abstand bin ich mit dem Tag heute doch nicht so unzufrieden. Sportlich gesehen hat dieser Flug wieder keinerlei Aussagekraft aber Rückenwind ist ja auf dem Osten eher die Ausnahme als die Regel.Von daher kommen sicherlich auch Flüge,wo die Tauben NICHT überfliegen werden. Bei der Versorgung und dem Training werde ich jedenfalls nichts ändern. Warum sollte man auch gleich alles umschmeißen,weil ein Flug nicht so gut lief? Die Tauben waren so fit und gut versorgt,dass sie ohne Weiteres nicht nur überfliegen sondern auch den Weg dann gegen den Wind zurückfliegen konnten. Das zeigt mir,dass die Versorgung und der Zustand der Tauben sehr gut waren. Zu gut für einen Rückenwindflug eben. Aber wenn sie dann Wind vor den Kopf bekommen,werden die Karten schon wieder neu gemischt. Sehr gefreut habe ich mich heute für meinen RV Kollegen Gerd Timmel. Er hatte gestern Geburtstag und heute schenken ihm seine Tauben  28/20 Preise!! Sogar der 45,den er von mir zum Umgewöhnen bekommen hat,fliegt Preis. Ich habe mich wirklich sehr für Gerd gefreut,er ist ein feiner Kerl und hat das wirklich verdient.Klasse!

11.05.2018: Heute wird zum 2.Preisflug ab Gransee, 175 KM, eingesetzt. Morgen soll es wieder Ostwind haben,also erwarte ich wie letzte Woche einen schnellen Flug,einen kurzen Konkurs und eine auftrumpfende andere EST. Solange auch dieser Flug so reibungslos und ohne Verluste läuft ,sei es ihnen sehr gerne gegönnt. Die Unwetter,welche gestern Hamburg und teils auch Lüneburg getroffen haben,sind an unserem Landkreis fast spurlos vorbeigezogen. Ein bischen Blitz und Donner,ein paar Tropfen, etwas stärkerer Wind,mehr nicht. Ich konnte sogar gestern nach dem Vatertagsangeln vom Angelverein noch die Tauben ganz normal rauslassen.
Auch heute wurden die Vögel wie jeden Tag gegen 05:30 Uhr herausgelassen. Ich habe festgestellt, dass sie Morgens dazu neigen, herumzutrödeln,wenn sie landen. Sie laufen auf dem Dach rum, fliegen ab und zu mal wieder ab um gleich darauf wieder zu landen usw. Nachmittags gehen sie viel besser rein. An zu viel Futter vom Vortag kann es nicht liegen,denn sie bekommen Morgens und Nachmittags je die Hälfte. Ich glaube,sie genießen einfach nur das Draußen sein am Morgen. Schön kühl,klare Luft. Warum sollte man dann auch gleich wieder in die Bude? :-)
Für mich ist sowas natürlich nicht optimal,weil ich sie immer unbeaufsichtigt im Garten lassen muss,um zur Arbeit zu fahren.Und dann mache ich mir den ganzen Tag Sorgen wegen Habicht,Sperber und co. Was da alles passieren kann......Trotzdem werde ich das morgendliche Rauslassen wohl erstmal beibehalten solange nichts Schlimmes passiert.Was hoffentlich auch nie eintritt.
Am 29.05. kommen die ersten Derby-Tauben per Lieferdienst. Ich muss jetzt echt ganz dringend die Voliere fertig kriegen und den neuen Sand in den Schlag bekommen!!!

08.05.2018: Schon jetzt nach relativ kurzer Zeit zeichnen sich einige Tendenzen bei den einzelnen Tauben ab. Dazu zähle ich die gesamte Zeit seit dem Einzug der Vögel in den Witwerschlag. Die Parameter sind u.A. Verhalten im Schlag, Eroberung einer Zelle(oder eben auch nicht), Kotbild, Allgemeinverhalten, Flugfreude am Haus, Art des Fliegens, Ankunft von Vor-und Preisflug,Regeneration nach dem Flug und noch Einiges mehr. Daher habe ich bereits jetzt eine Teilung der Tauben auf dem Papier vorgenommen,und zwar in solche,denen ich perspektivisch "gute" Leistungen zutraue und solche,bei denen ich Bedenken habe. Letztlich wird jede Taube,die bis Anfang Juni da ist, ihre Chance bekommen,sich auf mindestens einem 600er zu zeigen,es sei denn,ich bin davon überzeugt,dass eine Taube dies von ihren Voraussetzungen her nicht schafft. Dann wäre es sportlich unsinnig und auch unfair dem Tier gegenüber, dieses auf einem 600er einzusetzen. Rein körperlich ist dies aber derzeit nur bei einem Vogel zu befürchten,der für mich eine deutlich schlechtere Regeneration zeigt als alle anderen Tauben. Er braucht dafür einfach viel zu lange und so ein Manko schleppt der Vogel dann natürlich wie einen Rattenschwanz hinter sich her.Und es wird,was die körperlichen Anforderungen angeht,ja nicht leichter werden. Allerdings gefallen mir auch einige andere Tauben weniger, vor Allem was Verhalten und natürlich das Bummeln angeht. Zum Beispiel erwarte ich von den Tauben,wenn ich die Klappen aufmache,dass sie nach draußen stürmen weil sie gerne fliegen wollen und nicht,dass 1-2 erstmal in der Zelle sitzen bleiben,während die Anderen schon draußen sind und einen angucken als wollten sie fragen "Muss ich wirklich?" Dann ist es auch unerheblich das sie,wenn sie denn mal draußen sind,genauso gut fliegen wie die Anderen, so ein Verhalten zeigt mir einfach,dass da nicht der echte Wille zur "Arbeit" dahintersteckt.
Und so habe ich die Mannschaft nun in 4 Vögel und 4 Weibchen geteilt,von denen ich etwas erwarte und auf der anderen Seite 4 Vögel und 4 Weibchen,die mich noch,um es mal positiv auszudrücken, positiv überraschen können. Natürlich können auch bei den 50 % positiv Bewerteten noch Tauben dabei sein,die irgendwann vom jetzigen Stand abfallen oder auch ausbleiben.Man weiß ja nicht ,was unterwegs geschieht an Raubvogelkontakt oder Drahtberührung. Aber für die 8 Tauben,die jetzt schon durch den einen oder anderen Umstand oder auch mehrere davon negativ aufgefallen sind,wird es schwer,mir zu zeigen,dass sie doch einen Platz über den Winter verdienen. Natürlich sind auch hier Ausnahmen nicht ausgeschlossen,die sich ab jetzt deutlich steigern,aber da ich mir einbilde,ein bischen was an Tauben verstehen zu können,sehe ich die Chancen dafür schon geringer. Fakt ist einfach,dass ich ganz wenige Plätze für Alttauben habe und daher die Messlatte für einen Verbleib von Alttauben (genauso wie die Messlatte für Jungtauben zum Einzug in den Witwerschlag) sehr hoch legen MUSS um eben nur die Tauben auf dem Schlag zu haben,die langfristig meine Erwartungen erfüllen können. Und das sind nunmal leider immer nur einige Wenige von denen,die am Anfang da sind. Selektion ist kein Spaß, strenge Selektion ist manchmal sogar eine Qual,aber sie ist unerlässlich,damit man a) sportlich weiterkommt und b) den Bestand überschaubar hält. Deswegen muss man fortwährend alle Kleinigkeiten und Auffälligkeiten im Auge behalten,damit man am Ende der Saison vernünftig Bilanz ziehen kann.

07.05.2018: Es hat sich doch schon bemerkbar gemacht,dass die Vögel in der letzten Woche 2x am Tag trainiert haben. Waren auf dem 2. Vorflug noch die ersten 6 Tauben Weibchen, so war es jetzt ausgeglichen. Von den ersten 8 waren 4 Vögel und 4 Weibchen. Um diesen Trend beizubehalten,habe ich heute,da ich keinen Urlaub mehr habe und somit die Vögel ja nicht mehr um 08 bzw. 09 Uhr rauslassen kann,die Klappen schon um 05:30 Uhr aufgemacht. Die Vögel zogen dann auch gleich ab. Leider konnte ich nicht im Garten bleiben,bis alle wieder im Schlag waren. Das ist natürlich ein mulmiges Gefühl,denn aufgrund der hohen Raubvogeldichte bei uns würde ich natürlich gerne den gesamten Freiflug überwachen. Ich werde dieses Experiment mit dem sehr frühen Rauslassen mal diese Woche durchziehen und schauen,wie es läuft. Zur Not wird es dann wieder auf 1x täglich nachmittags umgestellt werden. Aber schon erstaunlich,welchen Effekt doch eine Woche Zusatztraining am Haus haben kann. Ich bin überrascht.

06.05.2018: So, alle Kinderchen sind wieder zu Hause wie erwartet. Die Tauben haben dann auch heute Morgen und heute Nachmittag wieder ganz normal ihr Pensum trainiert. Der Flug hat absolut keine Reserven gekostet. Auch wenn die sportliche Aussagekraft solcher Flüge gegen Null tendiert,sind sie doch extrem wichtig zu Beginn einer Saison,damit die Tauben Sicherheit bekommen und sich ordentlich einfliegen können. Es gibt nichts Schlimmeres,als einen verkrachten oder sehr schweren Flug gleich zu Beginn.Gerade für die Jährigen ist das Gift. Also können die nächsten Flüge gerne auch so leicht und locker werden wie dieser. Und ich freu mich für jeden,der auf diesem Flug gut gedreht hat. Am Ende der Saison gleicht sich doch eh alles wieder aus.Da stifte ich gerne den einen Preis,der mir noch zu meinen Prozenten gefehlt hat:-)

05.05.2018, 05:30 Uhr: Wie ich es manchmal hasse,das mein Vater mich mit dem Taubenzüchtervirus angesteckt hat. Da stellt man sich gemütlich den Wecker auf 07 Uhr,weil dann noch reichlich Zeit ist,alles fertig zu machen und was passiert? Punkt 05 Uhr ist man hellwach! Einfach so. Flugtag halt,man könnte ja was verpassen und das Virus tritt den Körper aus dem Schlaf. Dann schauen wir doch mal,wie das heute so wird*gähn*. 08:45 Uhr: der Auflass erfolgte um 08:40 Uhr. Ich rechne mal so um 10 Uhr rum/kurz nach 10 mit den ersten Tauben.14:30 Uhr: Sehr zufrieden heute. Die ersten 3 kommen um 10:09 Uhr,bringen noch einen Zuflieger mit,die Nächste um 10:12 Uhr,dann ein Loch und um 10:19 Uhr, 10:21 Uhr, 10:21 Uhr und 10:22 Uhr die Nächsten. Als ich zu meinem Kumpel Dieter und seinem Schlagpartner über die Bahn  fuhr,erwartete mich ein Überraschung. Die hatten ihre ersten Tauben erst um 10:14 Uhr konstatiert! Dann aber eine nach der anderen.Aber trotzdem:5 Minuten abgenommen.BÄMM! Schauen wir mal,was am Ende dabei rauskommt. Auswerten 16 Uhr unsere EST, 17:30 Uhr die andere EST. Trotzdem jetzt schon ein guter Tag:-) und ein Filmchen gibt es heute Abend auch noch darüber.....22.00 Uhr: 2 Tauben fehlen noch,ich mache 4 Preise,der Flug war leicht,es fehlen kaum Tauben oder anders ausgedrückt: der 1.Flug wurde von Allen gut überstanden. Die 2,die bei mir noch fehlen,sind alte bekannte Bummler,da erwarte ich,dass sie irgendwann morgen im Laufe des Vormittags mit einem verschämten Grinsen und topfit auf dem Ausflug sitzen.Hoffnungslose Fälle,jetzt schon.Mal sehen,was sie dann bei 600 KM sagen. Loben muss ich auch meine Sportfreunde Mirko Werner und Manfred Meyerholz für einen jeweils gelungenen Saisonauftakt. Besonders die 50% von Mirko auf einem Kopfwindflug freuen mich sehr,da der arme Mann ja dieses Jahr so stark vom Greifvogel gebeutelt wurde. Da sind 50% doch Balsam auf die Seele. Und der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV wie Mirko legt einen blitzsauberen 100% Start mit seinen 11 Vögeln hin. Und das ,obwohl es heute mal nicht "sein" Wind war. Da kann man nur sagen: Chapeau!

04.05.2018: Da war ich ja ganz froh,weil ich dachte,ich hätte die erste Taube auf dem letzten Vorflug in einer guten Zeit bekommen, so muss ich heute beim Einsetzen erfahren,dass mein Sportfreund Gerd Timmel seine 28. Taube von 35 dreht,während bei mir die erste kommt...........Joah,das dämpft die Erwartungen auf einen Preis für morgen dann doch gewaltig. Aber gut,dass das jetzt kommt und nicht erst Morgen.So weiß ich ja,was auf mich zukommt.Er hat zwar gut 5 Minuten vorgelagert,aber trotzdem ist das ja doch sehr deutlich. So ist also morgen jeder einzelne Preis meiner Tauben ein herausragendes Ereignis. Auch schön,oder?:-)
Morgen stehen wir in Wittstock und an diesem Auflassplatz stehen auch noch 8-10 andere RVen aus allen Himmelsrichtungen. Da wir die RV mit der kürzesten Entfernung sind,werden wir wohl als Letztes auflassen. Ich schätze mal,vor 09:00 Uhr wird das nix. Mittlere Entfernung ist 130 KM, sie haben leichten seitlichen Schiebewind,also wird es ein schneller Flug werden,bei dem uns die südliche EST wieder deutlich Preise abnehmen wird. Das kennen wir aber schon und am Ende der Saison gleicht sich dann alles wieder aus. Hauptsache,der Flug verläuft glatt und es gibt möglichst keine großen Verluste. Knapp 750 Tauben sind noch zusammengekommen. Das ist bei den wenigen Züchtern (und es haben auch wieder nicht alle gesetzt) noch ein gutes Ergebnis. Hoffentlich bleiben es auch ganz lange so viel Tauben wie möglich.

03.05.2018: Morgen beginnt nun mit dem Einsetzen zum 1. Preisflug die "scharfe" Saison. Auch wenn ich,was die Preisausbeute angeht,recht entspannt bin,weil es mir ja nicht primär um Preise im RV Programm geht,sondern darum,dass die Tauben Erfahrung für die Weitstrecke sammeln, bin ich doch so ein wenig....kribbelig. Die Vögel haben heute wieder 2x super trainiert,kamen in der Kette langgezogen wieder,drehten flügelklatschend einige Runden und dampften dann wieder ab. Auch die Weibchen waren Abends wieder für einige Zeit nicht zu sehen und kamen dann hoch wie die Sterne am Himmel wieder. Sie sind also gut drauf. Und am WE ist bestes Flugwetter. Da könnte doch auch ein bischen was "drin" sein,oder? *lach* Egal,wie man es dreht und wendet: wenn man Taubenzüchter mit Leidenschaft ist und man setzt Tauben auf einen Preisflug dann ist man auch HEISS!! Preise will man machen! Da nutzt auch alles Tiefstapeln nix. Auch viele meiner Bekannten haben jetzt am WE die ersten Preisflüge und deswegen wünsche ich allen Freunden, Bekannten und Teilnehmern des Heidederbys einen gelungenen Saisonstart, möglichst viele Preise, keine Verluste und ganz allgemein GUT FLUG!!!

02.05.2018: Heute waren die Vögel Morgens und Nachmittags draußen und ich muss sagen,sie reißen ein gutes Pensum ab, vor Allem Morgens. Andere Züchter haben ja die Erfahrung gemacht,dass die Tauben abends besser fliegen,doch das kann ich nicht bestätigen. Alle Tauben ,die ich je hatte und auch die von Vater bei ihm am Haus sind immer Morgens besser geflogen. Gerade im Sommer ja auch eigentlich logisch. Morgens ist die Luft klarer,kühler und frischer während Nachmittags/Abends die Luft doch wärmer und verbrauchter ist.
Vielleicht liegt es auch mit an der Futterumstellung ,dass sie ein bischen besser ans Fliegen kommen. Der Roli Wirz hatte mir 1 Sack  "Profi Südost" von Vanrobaeys mitgebracht. Dieses Futter bekommen sie jetzt mit 10 % zusätzlichem Hanf.Zusätzlich hangel ich mich auch an dem Versorgungsplan von Manfred Meyerholz entlang,auch wenn ich nicht alles 1:1 umsetzen kann( z.B. kann ich nur 1x am Tag Wasser geben und nicht morgens und abends). Die Tauben gefallen mir von der Form,dem Gewicht und dem Verhalten her sehr gut. Wir werden sehen,wie sich das am Wochenende äußert. Bei 16 Tauben zum Setzen wären 5 Preise echt nett. Prozente sozusagen.Aber da ich eh das RV Programm nicht mit allen Tauben durchsetzen werde,sondern immer wieder einige ab Anfang Juni auf den Weitsreckenflügen des WSC Wittinger setze, spielen Preise im RV Programm eigentlich keine große Rolle. Freuen würde ich mich natürlich trotzdem drüber......

01.05.2018: Heute Morgen war hier so starker Sturm und Regen,dass ich die Vögel nicht rausgelassen habe. Sie haben dann ganz normal abends vor den Weibchen trainiert. Aber dieser miese Tag soll ja jetzt der Auftakt für eine lange Schönwetterperiode sein. Ganz besonders wichtig ist das meines Erachtens für den 1.Preisflug am 05.05.,denn dort sind wie immer viele Tauben in der Kabine,die noch nicht auf den Vorflügen mit waren. Ich selbst bin positiv überrascht von dem Ergebnis der Vorflüge,da von beiden Flügen nicht eine einzige Taube fehlt. Gut,einige kommen immer erst Stunden später,manchmal geht eine über Nacht  und 2 kamen jeweils erst nach 2 Tagen,aber in Anbetracht der Tatsache,dass sie a) noch die Trennungssituation vom Schwarm hatten, b) gerade mal die Jungen vom  Schnabel hatten und c) dieses Jahr überhaupt nicht vortrainiert wurden bin ich wirklich hochzufrieden mit dem Ergebnis. Auf dem 2. Vorflug hätte ich ,wenn ich mir die anderen Züchter so anhöre,vielleicht sogar ein paar Preise gemacht. Das ist doch schön!
Und wieder hatte ich heute ein merkwürdiges Erlebnis. Als ich in den Garten kam,saß eine Taube auf dem Ausflug. Ist vielleicht noch eine von Weihnachten gekommen? Nein,es war ein mir gänzlich unbekannter blauer Vogel mit 2 weißen Schwungfedern an jeder Seite. Roter Ring, Tipesring mit rotem Telefonaufkleber. Saß da gemütlich rum und guckte mich an. Ich hatte die Klappen zu den Sputniks morgens NICHT aufgemacht,es waren also von außen keine Tauben zu sehen. Als ich die Witwer rausließ,zog der Vogel ab und kam auch nicht wieder.Der muss irgendwie unterwegs gewesen sein,hat meinen Schlag gesehen und kam dann herunter für eine kleine Rast. Hat vermutlich anhand der Sputniks erkannt,dass das ein Taubenschlag ist. Schon putzig irgendwie,was man so erlebt.......

30.04.2018: BÄMM! Der 563 ist doch wieder da. Als ich heute um 08:00 Uhr in den Garten kam,saß er vor der Klappe. Bischen mager, ziemlich kaputt, aber ansonsten unversehrt. YES BABY!!! Ich freu mir gerade so richtig nen Keks:-)
Da die Vögel gegenüber den Weibern im Freiflug und auch bei den Vorflügen mittlerweile deutlich abfallen,werde ich sie jetzt 2x am Tag rauslassen,damit sie mal ein wenig mehr Kondition bekommen. Die ersten 6 Tauben auf dem letzten Vorflug waren alles Weibchen. Und das,wo die Vögel doch zu Beginn des Freifluges deutlich besser geflogen sind als die Mädels. Aber da kann man mal wieder sehen: die Weiber kommen einfach schneller aus dem Knick und sind insgesamt konstanter als die Vögel.Sei es nun beim Fitnessaufbau,der Konzentration oder dem Orientieren aus dem Schwarm heraus. Vielleicht kommen deswegen auch ab Mitte Juni die Vögel in die Box und die Weiber bleiben im Garten,wenn die Leistungskurven bei beiden Parteien so bleiben.

29.04.2018: Leider musste ich mein Tagebuch löschen,da die Unterseite trotz Supports nicht mehr editierbar war. So muss ich nun also von vorne beginnen und die alten Daten sind alle futsch. Schade,aber nun ja auch kein Beinbruch.