heide-derby
  Tagebuch
 
13.12.2018: Das auch Tauben so etwas wie eine "Psyche" haben, habe ich schon mehrfach erlebt. Derzeit habe ich wieder so ein Beispiel auf dem Schlag, den CH-1366. Dieser Vogel war ja vor dem Endflug 10.As-Taube, blieb dann aus und kehrte Wochen später ohne Tipes-und Telefonring in einem eher schlechten körperlichen Zustand zurück. Vorher war er ein ruhiger,aber sehr präsenter Vogel. Bei einem Menschen würde man sagen er streckte immer die Brust raus und hielt den Rücken gerade. Er hatte seinen Stammplatz,den er auch verteidigte und war einer derjenigen,die sich im Korb immer einen gewissen Freiraum geschaffen haben.
Nun wurde er dort,wo er zwischengelandet war,anscheinend nicht gut behandelt,vielleicht auch viel durch die Gegend gejagt oder oder oder. Jedenfalls ist der Vogel,seit er wieder zu Hause ist, ganz verändert. Er ist sehr vorsichtig, leicht zu erschrecken und beim Füttern,wenn alle Anderen schon an die Hand kommen (die ersten Portionen gibt es immer aus der Hand um sie ein wenig zahmer zu bekommen), steht er in der hintersten Ecke des Schlages und sichert ganz aufmerksam in meine Richtung. Kippe ich das Futter in die Rinne, läuft er nicht sofort hin sondern nähert sich ganz vorsichtig unter mehrmaligem Stehenbleiben an. Dann pickt er ein paar Körner und sichert sofort wieder in meine Richtung. Wenn ich eine Bewegung mache, zieht er sich sofort vom Trog in eine entferntere Distanz zurück um dann langsam wiederzukommen. Er ist also sehr misstrauisch obwohl er ja weiß,dass ich der Futterbringer bin und ihm nichts Böses will.
Beobachte ich ihn, wie er im Schlag agiert,dann sitzt er meist in 2 Zellen,welche direkt übereinander sind und interagiert nicht viel mit seinen Schlaggenossen. Er ist insgesamt viel zurückhaltender,abwartender und weniger dominant als vor seinem Ausbleiben. Auch die Körperhaltung ist eine andere. Ich bezeichne sie als "introvertiert". Mehr in sich zurückgezogen.
Ich hatte schon ein wenig Bedenken,ob der Vogel aufgrund seines abwartenden Verhaltens beim Fressen vielleicht nicht genug Futter bekommt,aber körperlich ist er mittlerweile einer der Besten. Der braucht wohl nicht viel um sein Gewicht zu halten. Das spricht für ihn. Ich werde nun weiter beobachten,ob er eine dieser Zellen als Dauersitz erobert und vor Allem,wie die Anpaarung im Frühjahr verläuft. Insgesamt denke ich nicht, dass dieser Vogel mental "gebrochen" ist (auch das gibt es nach traumatischen Ereignissen). In dem Fall wäre er für die Reise nicht mehr geeignet. Doch sein Verhalten ist definitv ein anderes geworden nach dieser Odyssee. Ich hoffe für den Vogel,dass er mit Zelle und Weibchen wieder die innere Ruhe findet, zu zeigen,was seine Familie auszeichnet,denn die direkten Geschwister sind ja klasse Reisetauben gerade wenn es mal hart wird. Das traue ich ihm auch zu. Schauen wir mal.

11.12.2018: Ich bin ja seit letztem Jahr im Weitstreckenclub aktives Mitglied. Der Hintergedanke dazu war, dass man mit guten Programmtauben,wie sie ja mehrheitlich zum Derby angeliefert werden, auch an den angebotenen mittleren Weitstreckenflügen wie Sezanne (für mich etwa 650 KM) und Langgres ( für mich etwa 680 KM) teilnehmen kann. Zudem zeigen RV Spieler,dass auch eine Teilnahme mit RV Tauben auf dem London-Flug erfolgreich sein kann,vorausgesetzt,die Bedingungen sind entsprechend gut. Doch für die "echte" Weitstrecke,die ja in der Regel so ab 750 KM losgeht, da braucht man sicherlich doch etwas andere Tauben als die Ex-OLR-Tiere. Und so bin ich am Überlegen,wie ich meinen Bestand mehr in diese Richtung entwickeln kann. Da wären zum Einen die Tossens-Tauben vom Sportfreund Manfred Meyerholz,die ja auch schon in Rumänien zeigen,dass Flüge bis 900 KM erfolgreich bewältigt werden können. Zum Anderen könnte man sich auch einige Junge aus den guten Tauben der Clubmitglieder in den Bestand holen.Die Frage ist dann,ob diese Züchter auch wirklich aus ihren besten Tieren an direkte Konkurrenten abgeben. Ganz in meiner Nähe aber wohnt auch ein echter Weitstreckenidealist,der sogar die großen Flüge der Weitstrecke bereist. Es handelt sich um den Sportfreund Hermann Zgoll aus Eyendorf,der u.A. dadurch bekannt wurde,dass eine Taube von ihm mal 1345KM an nur einem einzigen Tag zurückgelegt hat. Hermann hat auf den internationalen Flügen mit Abstand die weiteste Vermessung, mehrere hundert Kilometer mehr als die Schläge der Zone I. Und trotzdem erringt er immer wieder sehr gute Erfolge in der weitesten Zone,obwohl natürlich ein Nationalsieg bei dieser Vermessung unmöglich ist. Hermann fährt allein zum Einsetzen mehrere hundert Kilometer gen Süden, ein wahrer Idealist! Nun ist es aber so,dass ich Hermann noch aus meiner Kindheit persönlich kenne,da er und mein Vater, als Hermann Anfang der 80er noch sehr erfolgreich RV gereist hat, gut befreundet waren und wir des Öfteren bei Hermann zu Besuch waren. So bin ich jetzt kurz davor,diesen Kontakt wieder aufleben zu lassen und zu intensivieren, um möglichst an diese eisenharten Tauben und vor Allem an das Know-How dieses Spezialisten heranzukommen. Denn nur mit OLR-Tauben wird das Unterfangen Weitstrecke sicherlich sehr schwierig werden,vor Allem dann,wenn ich auch mal weiter als 700 KM gehen möchte. Und wer weiß,wenn ich irgendwann das Heidederby einstampfe dann werde ich mich voll auf die Weitstrecke konzentrieren. Und da sind diese Erfahrungswerte und diese Tauben,wenn sie denn schon mal so greifbar nah sind, sicherlich Gold wert. Ich muss mir mal die Telefonnummer raussuchen........

10.12.2018: Seit Freitag waren die Tauben wieder zusammen und durften auch die ganze Schlaganlage nutzen. Gestern Morgen durften sie in der Voliere baden,was sie wie immer sehr bereitwillig angenommen haben und gestern Abend wurden sie wieder getrennt und auf ihre Abteile verteilt. Jetzt werden sie  2 Wochen getrennt bleiben und dann über die Weihnachtsfeiertage wieder zusammenkommen. So finden sich im Vorfeld schon einige Pärchen und das finale Anpaaren Anfang März wird dadurch erleichtert. Beim Trennen hat man die Tauben dann ja nochmal alle in der Hand und ich muss sagen,dass ich sehr zufrieden mit dem Zustand der Tauben bin. Vor Allem,dass sie in der Zeit des Festsitzens nicht zu sehr verfetten,ist ja wichtig in Bezug auf Beweglichkeit,Agilität und Fitness im Frühjahr. Weniger darauf bezogen,sich einen Vorteil bei den Flügen zu erhoffen,sondern viel eher,um den zu erwartenden Greifvogelattacken am Haus besser ausweichen zu können. Leider bekomme ich es dieses Jahr zeitlich kaum hin,die Tauben unter der Woche und am Wochenende hinauszulassen,was ich sehr schade finde,da sich dies nicht nur negativ auf die Kondition sondern auch auf die Aufmerksamkeit der Tiere auswirkt. Wenn sie jetzt mehrere Monate in der Sicherheit des Schlages verbringen,leiden meines Erachtens die Reflexe doch schon darunter und dies ist ein Nachteil,wenn es im Frühjahr wieder darum geht, einen Angriff rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. So habe ich beim Badenlassen festgestellt,dass auf erste Warnrufe von Amseln und anderen Vögeln nicht sofort reagiert wurde sondern erst,wenn die Warnrufe näher kamen und lauter wurden. Das war im Spätherbst noch ganz anders,da war die Aufmerksamkeit wesentlich höher. Ich denke mal,ich werde die Tauben am Wochenende wohl öfter in die Voliere setzen müssen,damit sie wieder mehr "in" der Natur sitzen und nicht nur im Schlag. Die Sinneseindrücke in der Voliere oder im Sputnik sind ja um ein Vielfaches höher. Nur kann ich Morgens leider nicht die Sputniks öffnen,da ich  dann noch mehrere Stunden habe bis es hell wird und ich vermeiden möchte,dass dort vielleicht doch noch ein nachtaktiver Räuber in den Schlag gelangt. So bleiben die Klappen die Woche über zu und die Tauben haben nur einen Blick durch das Fenster nach draußen. Das ist nicht optimal und dem könnte man durch regelmäßigen Freiflug begegnen. Doch was nicht ist,das ist eben nicht. Ein weiterer Nachteil,wenn man die Tauben nicht am Haus und keinen Menschen zur Hand hat,der die Klappen Morgens im Hellen öffnen könnte.

09.12.2018: Habe mich gestern doch zum Treffen des WSC geschleppt,war eine schöne Veranstaltung mit gutem Essen und guten Gesprächen. Was mir bei den Weitstrecklern allgemein bisher sehr positiv auffällt: es ist keinerlei Neid untereinander dabei. Das mag woanders zwischen Weitstrecklern auch anders sein,aber insgesamt fühlt man sich bei der Truppe doch wesentlich wohler als auf jeder RV Versammlung. Mag auch sein,dass die Weitstreckler es schon mehr als die RV Spieler verstanden haben,dass es darum geht, gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten.Jedenfalls habe ich mich dazu entschlossen,dem WSC Wittingen auf meiner HP eine Ecke einzurichten,wo sie sich darstellen können. Schaut also gerne mal in die entsprechenden Tabs hier auf der HP ab heute rein. Ein netter Haufen,der Haufen:-)

07.12.2018: Gestern hatte ich nun die Besprechung meiner Röntgenaufnahmen und .......meine Lunge ist vollkommen in Ordnung. YES!!! Man sollte halt die Auswertung auch Experten überlassen und nicht selber googeln. Einerseits ist das natürlich toll,weil ich jetzt weiß,dass meine Lunge in Ordnung ist,andererseits müssen wir nun aber von vorne anfangen was die Suche nach der Ursache des Reizhustens angeht. Aber immerhin eine Sorge weniger. Puh,da sind so einige Steine vom Herzen gefallen gestern.
Da macht es auch nichts, dass ich mir eine fette Erkältung eingefangen habe und nun mit Fieber und schniefend zu Hause sitze......da fällt die Jahresabschlußfeiervom WSC morgen wohl für mich flach.Schade.

05.12.2018: Die letzten Reste des Mauserfutters sind nun aufgebraucht und so wird jetzt über den Winter wieder das Zucht+Reise von RUKU gefüttert. Da diese Mischung relativ viel Mais und Erbsen enthält,mische ich dort aber 10 % Sämereien mit unter um das Futter etwas gehaltvoller zu machen. Und wieder zeigt sich der Vorteil eines kleinen Bestandes. Dieser Sack Futter wird jetzt sehr lange halten und spart bares Geld,das ich wieder für das Derby zurücklegen kann.
Bis auf einen haben nun auch alle Sportfreunde bezahlt,die einen Gutschein ersteigert haben. Das ist sehr vorbildlich.Nur diesen Einen,den bekomme ich irgendwie nicht "ans Band". Zahlen tut er nicht und auf Mails antwortet er nicht. Seine 5 Bewertungen sind aber alle positiv gewesen. Vielleicht im Urlaub? Na, wir werden sehen. Wenn ich auch bis nächste Woche kein Geld und keine Rückmeldung habe werde ich es mal über das Auktionshaus versuchen.

03.12.2018: Ich habe mir mal am Samstag Nachmittag und auch gestern die Zeit genommen,die getrennten Vögel zu beobachten. Die Zellen werden schon sehr gut angenommen und da es ja 16 Zellen für 10 Vögel sind, gibt es bis jetzt auch keine Streitereien. Manche fliegen 2 Zellen an,manche haben schon ihren "Lieblingsplatz". Allerdings werde ich die Schräge oberhalb der Zellen doch komplett bündig mit der Zellenoberkante verschließen müssen. Ich hatte es eigentlich so konzipiert,dass die Schräge etwas mehr Schlagvolumen erlaubt aber so schräg und glatt ist,dass die Tauben nicht darauf sitzen können,doch da haben sie mir einen Strich durch die Rechnung gemacht,denn die Schräge ist der Lieblingsplatz der Tauben und sie haben gar kein Problem,auf der Schräge zu sitzen. Blöde Biester. Insgesamt gefällt mir die Truppe aber wirklich gut,da ist keiner mehr dabei,dem ich NICHT zutraue,auch ein paar Preise zu fliegen. Letztlich werden aber wie immer nur die wenigsten diese Hoffnungen auch erfüllen. "Gut fliegen" bedeutet bei mir übrigens, von den ersten ca. 6 Flügen 4-5 Preise zu fliegen. Meinetwegen auch am Schwanz der Liste. denn die beständige Taube ist mir tausendmal lieber als eine ,die 2 Preise vorne in der Liste fliegt und dann nichts mehr. Wenn allerdings einer von den Burschen schnell UND konstant fliegen sollte,so wie mein 471 in 2016,dann werde ich mich da sicherlich nicht gegen wehren. Aber das wäre dann ja sowas wie die eierlegende Wollmilchsau. Schon 2018 hat gezeigt,dass die Ex-OLR-Tauben eine gewisse Zeit brauchen um mit der neuen Situation des Heraustrennens aus dem Schwarm der anderen RV Tauben zurechtzukommen. Doch nach 2 Vor-und 3 Preisflügen hatte ich ja gerade mal 1 Taube verloren, sie kamen halt nur teilweise sehr spät wieder weil sie vermutlich lange in einem großen Schwarm geblieben sind. Und dann kam ja der Stargard-Flug auf dem gleich 3 ausgeblieben sind (und das war noch glimpflich wenn ich mir andere Züchter und ihre Jährigen angucke). Nicht anders wird es in 2019 den dann Jährigen ergehen.Die müssen das Trennen auch erstmal lernen und deswegen erwarte ich von denen auch keine Wunder. Die beiden Zweijährigen 853 und 563 aber müssen mir schon zeigen,dass sie ihren Platz auf dem Schlag wert sind,von denen erwarte ich mindestens 6/4 Preise. Und dann werden sie anschließend noch ein Mal im WSC mitgehen. Dort müssen sie allerdings nur heile zurückkommen und eine gute Regeneration zeigen.

01.12.2018: Heute habe ich nun die Tauben getrennt und nochmals sehr genau beurteilt. Denn je weniger Tauben auf dem Schlag sind,desto besser kann man die versorgen und desto weniger Staub wirbeln sie auf. Und da ich ohnehin noch eine Anfrage eines Rassetaubenzüchters nach Ammenpaaren bekommen habe sind dann doch etwas mehr Tauben als geplant vom Schlag gegangen.Insgesamt habe ich jetzt noch 10 Pärchen. Natürlich kann man damit keine Meisterschaften gewinnen die nach den x Besten ausgeflogen werden,aber wer mich kennt,der weiß,dass ich darauf auch überhaupt keinen Wert lege. Ich würde mich sehr freuen,wenn sich 1-3 einzelne Tauben so gut zeigen wie der 853 letztes Jahr. Das wäre mir schon vollkommen genug. Und bei den verbliebenen 10 Vögeln habe ich da auch keine Bedenken,dass diese 1-3 Tauben darunter sein könnten. Das sind alles klasse Burschen, durch die Bank.

30.11.2018: Am kommenden Wochenende werden die Tauben nun getrennt. Diese Gelegenheit werde ich nutzen und nochmals ganz genau die Tauben beurteilen. Vielleicht müssen dann auch noch einige Kandidaten das Feld räumen. Aber wenn,dann werden das nicht viele sein. Natürlich mache ich mir schon Gedanken über das weitere Vorgehen,falls sich meine  Befürchtung einer Lungenerkrankung bestätigt. Es ist ja immer seitens der Ärzte sehr leicht,dass dann auf die Tauben zu schieben,was ich in der Vergangenheit bei diversen Züchtern und deren Frauen schon erlebt habe. Oft genug hat sich diese vorschnelle Diagnose dann aber als falsch herausgestellt,doch dann war es meist zu spät und die Tauben schon abgeschafft. Sollte da also etwas im Argen liegen werde ich darauf bestehen die weitere Diagnostik und Behandlung nicht in die Hände meines Hausarztes sondern in die eines Lungenfacharztes zu legen. Vor Allem will ich eine fundierte, fachlich untermauerte und abgesicherte Diagnostik haben, bevor ich irgendetwas unternehme. Sollte es sich jedoch tatsächlich herausstellen,dass es eine "Vogelhalterlunge" ist,werde ich nicht umhin kommen, über kurz oder lang den Taubensport komplett aufzugeben. Das Derby 2019 würde aber in jedem Fall davon unberührt bleiben,das ziehe ich definitiv noch durch. Und bis Oktober nächsten Jahres sollte dann ja auch klar sein,was das da ist und ob bzw. wie man das behandeln kann. Allerdings kann es kaum an etwas Anderem liegen als an Tauben denn sonst bin ich keinen gesundheitsgefährdenden Stäuben oder Allergenen ausgesetzt,weder privat noch beruflich. Auf jeden Fall nehme ich die Sache ernst (allein schon aufgrund der familiären Vorgeschichte) aber werde einen Teufel tun,jetzt in Panik zu geraten und irgendwelche vorschnellen Handlungen zu tätigen. Noch kann ich ganz normal atmen,bin belastbar,nicht kurzatmig etc. Nur dieser trockene Reizhusten nervt. Aber den habe ich schon so lange,dass ich mich selber schon dran gewöhnt habe. Naja, wir werden sehen.........

29.11.2018: Hmmm, hatte ja vor einigen Wochen meinen medizinischen Rundumcheck. Ab 40 darf man das ja alle 2 Jahre machen. Ergebnis: Blutwerte+ Urinwerte absolut spitzenmäßig,körperlich auch topfit. Habe dann aber meinen chronischen trockenen Reizhusten angesprochen und deswegen für heute einen Termin zum Lungenröntgen bekommen. Ohne jetzt irgendein Fachwissen zu haben finde ich,dass die Röntgenbilder irgendwie nicht toll aussehen. Habe natürlich nach vergleichbaren Bildern gegoogelt und deswegen keimt in mir der Verdacht "Lungenfibrose". Das wäre ja was.Na, mal gucken,was die Besprechung der Bilder nächste Woche beim Hausarzt ergibt...........

27.11.2018: Das Schöne daran, wenn man nur wenige Tauben über den Winter hat,ist, dass man dann auch mal genug Zeit für Dinge hat,die über den Sommer ja gerne mal hinter die Tauben zurückgestellt werden. Davon mal abgesehen,dass der Taubensport im Winter eine sehr günstige Angelegenheit ist,wenn man nur wenige Schnäbel stopfen muss. Wenn ich mir allerdings mal angucke und anhöre,was andere Züchter mit viel größeren Beständen für einen Aufwand auch im Winter zelebrieren........dann kann ich die Klagen,dass der Taubensport so teuer wäre,gut nachvollziehen. Jeden Tag ist da was im Wasser, jeden Tag wird das Futter mit irgendwas angerührt,Mineralpulver hier, Kräutermischungen dort, Vitamine, Elixiere,Moorkonzentrate, Immunpräparate usw usw usw. Das Alles ist sicherlich nicht unbedingt falsch,nein,das nicht (obwohl ich mich manchmal frage,ob das Alles immer so verstoffwechselt wird,wie es sollte),aber die Frage stellt sich mir: ist das Alles wirklich notwendig um die Tauben vernünftig durch den Winter zu bekommen? Wenn man jetzt schon die Zucht vorbereitet oder bereits im Gange ist,ok,da kann eine forcierte Versorgung sinnvoll sein. Aber bei den Züchtern,deren Tauben im Februar/März angepaart werden oder die trockene Witwerschaft spielen? Ich denke,da ist vieles nur dem "Bewegungsdrang" der Züchter geschuldet,die auch ausserhalb der Preisflugsaison immer in "Action" sein müssen.Dabei gibt es so Vieles,was man tun kann und was NICHT mit Tauben zu tun hat. Die Tauben selber kommen meines Erachtens ziemlich gut mit einer soliden Basisversorgung über die kalte und dunkle Jahreszeit. Ein vernünftiges Mauser-Winterfutter, immer ausreichend Grit,klares Wasser. Der Organismus der Tiere schaltet jetzt eh auf Sparflamme,Revierkämpfe gibt es kaum, Balzverhalten auch nicht,alles ist auf Energiesparmodus geschaltet. Überversorgung aber benötigt für die Verstoffwechselung viel Energie,kann also sogar kontraproduktiv sein.
Putzig sind auch die Züchter,die jetzt wieder regelmäßig zum Tierarzt laufen,weil ihre Tauben still im Regal sitzen und ausser beim Füttern keinen Rabatz im Schlag machen. Leute,es ist Winter!!! Es ist kalt,es ist dunkel,die Tauben sitzen die ganze Zeit im Stall,was sollen die machen,jeden Tag die Bude abreißen?
Noch putziger sind die Leute,die gar nicht erst zum TA laufen sondern auch im Winter fortwährend gegen dies und das und jenes fleißig kuren. Dabei ist doch gerade der Winter gut geeignet um die Anfälligen in der Truppe zu identifizieren und auszumerzen. Die Tauben haben keinerlei Belastung, keine Flüge,die sie absolvieren,keine Jungen,die sie aufziehen müssen. In dieser Zeit müssen sie dann auch mal mit der einen oder anderen Trichomonade oder Kokzidie klarkommen. Und wer das nicht kann und dies durch dauerhaft nässenden Kot,Schnupfen,Abgeschlagenheit,Appetitlosigkeit,stumpfes Gefieder oder oder oder zeigt,der kann auch getrost aus der Mannschaft genommen werden. Denn die Tauben,welche als Erstes Krankheitssymptome zeigen,dass sind nie die Besten. Schlimmstenfalls bilden sie ein Einfallstor für schlimmeres Übel,was dann auch die robusten Tauben belastet. Also weg damit! Der Winter ist eine hervorragende Zeit für die Auslese. Ausserhalb unserer Schläge, in der freien Natur, gibt es etwas ,dass sich "natürliche Auslese" oder auch "Darwinismus" nennt. Die Schwachen,Kranken und Anfälligen überleben dort nicht. Und auf unseren Schlägen fällt diese Aufgabe nun mal uns zu. Auch wenn das niemals schön ist,kann man sich doch mit dem Gedanken trösten,dass man seinen Gesamtbestand schützt,wenn man einzelne Tauben aussortiert.
Als Gradmesser kann man übrigens sehr gut den Badetag nehmen,den man mindestens 1x die Woche seinen Tauben anbieten sollte. Eine gesunde Taube wird immer freudig in die Badewanne springen,eine kranke dagegen nie.
Es gibt die Aussage "die Preise werden im Winter gemacht." Viele Züchter missverstehen das. Es geht darum,die Tauben in guter körperlicher Verfassung ohne zu verfetten durch die Mauser und den Winter zu bringen. Dazu braucht es wirklich nicht viel,denn das ist ein natürlicher Ablauf. Gutes Futter,Grit,ab und an ein Bad. Es geht nicht darum, alles in die Tauben reinzustopfen,was die Industrie uns als "absolut unentbehrlich" verkaufen möchte und es geht auch nicht darum, über den Winter den Medizinschrank zu plündern. Weniger ist im Winter tatsächlich manchmal mehr. Und wenn wir das beherzigen,bleibt jetzt auch viel mehr Zeit für unsere Lieben und für andere Dinge als Tauben. Ich jedenfalls bin froh, wieder 3-4 mal die Woche ganz  entspannt und ohne Zeitdruck ins Fitnessstudio gehen zu können. Das tut gut. Und meinen Tauben geht es dadurch nicht schlechter.

26.11.2018: Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Gutschein-Auktion. Es waren zwar nur 21 Gutscheine,diese aber von wirklich hoher Qualität und sie haben nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von gut 100€ pro Gutschein gebracht. Das reicht locker für 2 Jahresmieten der EST und dann bleibt immer noch etwas für die Erneuerung der doch in die Jahre gekommenen Technik (Einsatzstellenantennen,Funkuhren etc.) übrig. Das freut mich wirklich sehr,denn so sind wir zumindest eine Sorge los und die Züchter werden nicht auch noch zusätzlich zu den RV Kosten mit den EST Kosten belastet.
Die Auktion hat auch wieder mal gezeigt,dass es sehr vorteilhaft ist, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit zu gehen, sich persönlich den Leuten (z.B. in Kassel) zu stellen und den persönlichen Kontakt zu suchen und auch zu halten. Denn sowohl Spender als auch viele Käufer waren Sportfreunde,mit denen ich schon entweder privat oder über das Derby Kontakt hatte. Ohne dies wäre die Auktion wahrscheinlich nicht so gut besucht gewesen. Also: immer schön Netzwerke aufbauen und pflegen,es lohnt sich!
Den Vogel abgeschossen hat natürlich, wie nicht anders erwartet, der Gutschein von Lothar Scheugl, der 401€ und somit mit Abstand den größten Ertrag eingebracht hat. Aber ist ja auch klar,ein so rarer Gutschein weckt die Begehrlichkeiten allein schon aufgrund seiner Seltenheit. Der Käufer hatte sich schon bei der Auktion von Lothar gut bedient und auch beim Heidederby 2 halbe Scheugls gekauft. Dieser Sportfreund investiert richtig Geld in die Scheugl-Tauben. Ich drücke ihm die Daumen,das sich diese Investition auch auszahlt.
Abschließend kann ich wieder mal nur DANKE sagen. DANKE an alle Sportfreunde,ob nun als Spender, Bieter oder Käufer, die diese Auktion zu einem Erfolg gemacht haben. DANKE auch im Namen meiner EST Kollegen. Das war eine klasse Veranstaltung!

24.11.2018: Heute habe ich in kleines Video über die 14 Vögel gemacht,welche im nächsten Jahr auf die Reise gehen sollen. Natürlich werde ich wohl wieder nur die ersten Flüge und vielleicht 1 Flug im WSC setzen,trotzdem sollten die Tauben ja zumindest von der Hand her in der Lage sein, eine gute Performance abzuliefern. Ihr könnt es euch ja mal auf Youtube angucken.
Ausserdem habe ich eine Münze werfen müssen, zu welcher Veranstaltung ich Morgen fahre. Einerseits habe ich eine Einladung zur RV Ausstellung vom Sportfreund Stefan Wutzmann bekommen,andererseits ist Morgen auch das Norddeutsche Züchterforum in Mölln mit einer Podiumsdiskussion, an der auch u.A. Frank Book teilnimmt. Der Münzwurf hat für Mölln entschieden,also werde ich mich Morgen dorthin auf den Weg machen um mich ein wenig weiterzubilden.
Morgen (25.11.) Abend ab 19 Uhr laufen dann auch die Gutschein-Auktionen zugunsten unserer EST aus, genauso wie ab 18 Uhr die Auktionen von Manfred Meyerholz. Bei beiden Auktionen ist sicherlich für den einen oder anderen Sportfreund noch etwas Interessantes dabei. Also schaut doch nochmal rein und BIETET fleißig mit! :-)

23.11.2018: Heute möchte ich euch mal auf einen weiteren Youtube-Kanal eines jungen Taubenzüchters hinweisen. Der Kanalname ist "Sieger Taubensport". Den betreibt ein junger und engagierter Sportfreund.der, glaube ich, in der RV Senftenberg reist. Wie auch bei meinem Kanal sind das keine hochprofessionellen Hochglanzvideos zu Marketingzwecken (wie z.B. Röhnfried-TV) sondern erfrischend realisitische "aus der Hüfte" gefilmte Beiträge,die den Alltag am Schlag des Sportfreundes schildern. Auch wenn es in der Bearbeitung sicherlich noch das Eine oder Andere zu beachten gilt, ist jedoch Eines immer wieder sehr schön zu sehen und zu hören: die Begeisterung,mit der dieser junge Mann sein Hobby betreibt und der klasse Kontakt zu seinen Tauben. Dieser Kanal ist sicherlich ein Abo und ein Like wert,denn wir brauchen dringend solche begeisterten,jungen und euphorischen Sportfreunde,die unser Hobby in den sozialen Netzwerken und auf youtube öffentlich darstellen. Nur so kann man die Faszination Brieftaube wirkungsvoll im 21. Jahrhundert nach Außen tragen und ein positives Bild sowie Interesse erzeugen. Weiter so, Sportfreund! Und an alle: gleich mal anschauen und abonnieren!

22.11.2018: Ich freue mich sehr,denn seit gestern ist auf jeder Position der Versteigerung mindestens ein Gebot. Das ist dann ja auch eine Form der Wertschätzung für diejenigen,welche einen Gutschein gespendet haben. Und jeder Euro zählt. Wenn ich mir anschaue,dass bei Gaby Vandenabeele die teuerste EINZELtaube 376.000€ gekostet hat,dann können die paar Euro für Gutscheine von vielleicht ebenso guten Tauben nicht zuviel Geld sein. Überhaupt ist es ja schon ein Wahnsinn,was da teilweise für Geld für Tauben ausgegeben wird. Allerdings sind das ,so vermute ich, dann wohl eher Sammelobjekte neureicher Dollarmillionäre aus Fernost. Doch diese völlig abstrusen Preise und Versteigerungen haben auch einen positiven Effekt. In der heutigen Zeit ist ja etwas in der öffentlichen Wahrnehmung umso besser je teurer es ist. Und wenn dann darüber berichtet wird,dass eine Taube mehrere hunderttausend Euro gekostet hat,dann ist das positives Marketing. Alles,was uns von diesem "Ratten der Lüfte" Image wegbringt,ist als gut zu bewerten. Ich würde mir halt nur wünschen,dass etwas von diesen Summen auch in den Sport zurückfließen würde. Dies könnte man dann super für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing einsetzen. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Und deswegen freue ich mich über jedes Gebot und jeden Euro,der bei unserer kleinen Versteigerung rumkommt. Da fließt das Geld nämlich zu 100% wieder zurück in den Taubensport. Und das ist auch gut so.

21.11.2018: Auch der Sportfreund Manfred Meyerholz hat nun seine November-Auktion mit Sommerjungen gestartet. Wenn man sich nicht nur seine eigenen Leistungen über Jahrzehnte sondern (und das ist ja bei einem Schlag von dem man sich überlegt, Tauben zu kaufen, besonders wichtig) auch die Referenzen ansieht,die von Züchtern kommen,an die er Tauben abgegeben hat, dann ist das schon eine geballte Qualität, die da auf den Schlägen sitzen muss. Rund um den Kernstamm der alten Tossens-Linie haben Manfred und in früheren Jahren vor Allem sein Vater da durch sehr gute Kontakte zu allen Spitzenzüchtern Deutschlands immer wieder Tauben aus den absoluten Toppern dieser Schläge in die eigenen Reihen erfolgreich eingliedern können. Das Prinzip war immer dasselbe: nur das Beste geben und dafür auch nur das Beste bekommen. Manfred hat es mir,als ich mal da war, sehr einfach und anschaulich beschrieben. Er sagte :" Michael,wenn du Tauben haben willst,die dich weiterbringen, dann musst du demjenigen auch Tauben geben, wo es richtig weh tut,dass du sie abgibst. Dann bekommst du auch Qualität zurück." Und da hat der Manfred vollkommen Recht. Wenn man selbst sehr gute Tauben hat und bereit ist,davon was abzugeben,dann wird man auch sehr gute Tauben wiederbekommen,die man dann in die eigene Linie einführen kann. Natürlich kann auch das in die Hose gehen,denn eine Garantie darauf,dass eine gute Taube oder ein Kind daraus die guten Gene auch weitergibt,die kann niemand geben. Aber die Wahrscheinlichkeit,aus einer guten Taube auch wieder was Gutes zu ziehen, ist doch wesentlich höher als aus irgendwelchen unbewiesenen Volierentigern,die seit mehreren Generationen nur noch gesiebte Luft atmen oder aus mittelmäßigen bzw. schlechten Fliegern. Und das ist alles,was man als Züchter tun kann: die Wahrscheinlichkeit auf gute Nachzucht so hoch wie möglich halten. Dieses Prinzip hat man bei Tauben von Manfred auf jeden Fall.
Ich selbst habe auf einige direkte Kinder des Stammvogels "Heinrich" Gebote abgegeben. Die Heinrich-Linie zieht sich jetzt seit 2007 und auch schon vorher durch die Vorfahren des Heinrich wie ein goldener Faden durch den Bestand von Manfred. Was Kinder , Enkel und Urenkel dieses Vogels schon geleistet haben ist phänomenal. Ich selbst habe zwar keinen Zuchtschlag,aber die würden dann zu Mathias Frank oder Mirko Werner gehen. Dann kann ich mir immer mal den ein oder anderen Vogel aus diesen Tauben für mich holen und sehe gleich wie sich die Nachzucht auf anderen Schlägen und auf 2 verschiedenen Richtungen so schlägt. Eine Win-Win-Situation für alle. Ausserdem biete ich noch auf einen Sohn des 780 (Superstar-Teilnehmer auf der DBA). der 780 ist wiederum ein Sohn des Heinrich. Diese Linie ist einfach KLASSE!!!
Meine eigene Gutschein-Auktion läuft munter weiter und besonders freut es mich,dass gestern noch auf 2 Gutscheine geboten wurde,die bislang noch kein Gebot hatten. Fehlt jetzt nur noch mindestens 1 Bieter für den Gutschein von Dieter Makowski (nur Originale von HP Esser, Rudi Heinen, Alfons Klaas, Hardy Krüger usw...und nebenbei ein hochsymphatischer "Junge aus dem Pott",der Dieter,ein echtes Original!) und natürlich für den zweiten Gutschein der SG Kanitz (Enkel 949 mit 5x1.Konkurs, Vollgeschwister zu 2 As-Tauben 2017+2018). Der Gutschein für ein Junges aus dem GIGANTENPAAR der SG Kanitz steht ja schon bei sehr erfreulichen 105€ ,was aber ehrlich gesagt immer noch zu "günstig" ist für so eine Jungtaube, aber an den zweiten Gutschein traut sich irgendwie keiner ran. Das ist merkwürdig..........

20.11.2018: Auch wenn einige Gutscheine, z.B. von Mathias Frank oder unserem Serien-RV-Meister Christian Niemann, unverständlicherweise noch keine Bieter gefunden haben, bin ich mit dem Verlauf der Auktion in den ersten beiden Tagen sehr zufrieden. Stand jetzt hätten wir schon knapp 1200€ Reingewinn für die Einsatzstelle erwirtschaftet. Davon kann man schon fast zwei Jahresmieten bezahlen und so die Belastungen für die wenigen Sportfreunde in der Einsatzstelle gering halten. Es geht ja immer mehr darum,die schwindenden Mitglieder nicht auch noch durch zu stark erhöhte Kosten zusätzlich zu verprellen. Aber natürlich bleiben Jahr für Jahr die gleichen Kosten an immer weniger Mitgliedern hängen. Da sind solche zusätzlichen Einnahmen Gold wert denn jeder Euro zählt. Und es ist ja nun wirklich kein großer Aufwand, so eine Auktion ins Internet zu stellen, bei den 21 Gutscheinen war das gerade mal 1 Stunde Arbeit und dabei habe ich sogar noch zu jeder Auktion einen eigenen Text geschrieben. Das ist alles kein Hexenwerk, das kann jeder,der mit einem PC umgehen kann. Aber wenn selbst so etwas Simples wie das Überspielen der Flugdaten auf einen USB Stick zwecks Übermittlung vom heimischen PC (wodurch man ca. 360€ Telefonanschlußkosten pro Jahr sparen könnte) erstmal kategorisch mit der Begründung abgelehnt wird man sei zu alt um noch irgendwas Neues zu lernen....dann sieht man doch, woran es im deutschen Taubensport hapert: Am Nicht-Wollen! Und nicht am "Nicht Können". Vernünftigerweise hat sich dann aber doch noch jemand gefunden,der die Vorteile eingesehen hat und dies nun machen will. Die meisten Züchter aber  sind leider flexibel wie eine Backsteinmauer was den Taubensport angeht. Sie wollen noch ein paar Jahre alles wie gewohnt weiterlaufen lassen bis dann irgendwann die Klappen zugehen,wenn man es körperlich nicht mehr schafft. Bis dahin will man weder nach rechts, noch nach links geschweige denn nach vorne gucken. Höchstens noch nach hinten, in die glorreiche Vergangenheit, wo ja alles immer besser war, dort im Lande "Damals". Darüber könnte man sich als relativ "junger" Züchter wie ich nun trefflich aufregen aber ganz ehrlich: wozu? Man bewegt ja trotzdem nichts. Verständnis und Einsicht erzeugen funktioniert auch nicht. Und wenn man zwar harte,aber ehrliche Worte zur Ist-Situation findet,ist man eher ein Unruhestifter und Nestbeschmutzer als jemand,über dessen Worte man mal objektiv nachdenken sollte. Aber die Zeit wird irgendwann mal reif sein für etwas Anderes. Von daher unterstütze ich lieber meine EST solange es eben noch geht, freue mich im Sommer an dem freundschaftlichen Austausch bei Bierchen und Bratwurst (das Einzige, was ich ja kann.....) und warte ab,was die Zukunft so in 5-8 Jahren für mich bereithält.
Die nähere Zukunft hält jedenfalls die Spannung bereit, wie viel Geld ich mit der diesjährigen Versteigerung erwirtschafte. Eine Gutschein-Auktion macht ja auch im Nachgang kaum Arbeit. Man muss keine Tauben beherbergen,keinen Versand organisieren,nichts. Man steckt die Umschläge mit den Gutscheinen einfach in den Briefkasten und dann sollen sich Spender und Käufer über alles Weitere einig werden. Das klappt immer hervorragend. Und wenn sich jetzt noch Bieter für die letzten freien Gutscheine finden (u.A. auch von der SG Kanitz als Vollgeschwister gleich zweier As-Tauben!!) dann bin ich mehr als zufrieden. Der Aufwand steht bei sowas jedenfalls in keinstem Verhältnis zum Ertrag. Bislang 1200€ Ertrag für 1 Stunde Arbeit? Gibt Schlimmeres! :-)

19.11.2018: Die ersten Stunden der Gutschein-Auktion haben ein sehr positives Bild hinterlassen und es wurden schon fleißig Gebote abgegeben. Dafür ein recht herzliches Dankeschön an alle bisherigen Bieter! Auffällig ist, dass erstmal wieder die Gutscheine der sehr "präsenten" Namen bereits teils mehrere Gebote haben,während eher nicht so omnipräsent vorhandene Züchter noch ein paar Anlaufschwierigkeiten haben. Dabei haben die sicherlich keine schlechteren Tauben. Als Beispiel sei hier nur mal der Sportfreund Karl Urlberger erwähnt. Karl ist ein Mann mit einem Plan, dem Plan, zukünftig ein großes Wort bei OLR mitzusprechen. Dafür hat er sich mit den besten Tauben von einigen OLR verstärkt, Tauben,die schon gezeigt haben,dass sie "es können". Und so ist es nicht verwunderlich, dass er bereits in seiner ersten OLR- Saison 2018 auf mehreren Rennen in die Geldpreise fliegt. Bestes Ergebnis war sicherlich die schwarze Nr. 48, 4. As-Taube beim Heidederby,welche auch gleichzeitig die beste bunte Taube ist und dem Karl mit der Versteigerung satte 1000€ einbringt. Der hat da echt gute Tauben sitzen und deswegen ist es aus meiner Sicht sehr schade (und auch unverständlich),dass sein Gutschein für gerade mal 30€ noch keinen Bieter und keinen Beobachter gefunden hat.
Doch da seit heute Morgen auch mein Züchtershop aktiviert ist,könnt ihr ja ganz einfach mal in der Symbolleiste rechts auf der Auktionsplattform den Mann mit dem großen Fisch anklicken,dann werdet ihr noch echte Perlen für sehr wenig Geld finden! Und jeder Euro ist wichtig für den Fortbestand unserer Einsatzstelle. Also, haut mal ordentlich was raus! Geld muss fließen! :-)

18.11.2018: Heute Abend startet die alljährliche Gutschein-Auktion zugunsten unserer Einsatzstelle und ich muss sagen, es ist eine sehr exklusive Angelegenheit dieses Jahr. Insgesamt sind es 21 Gutscheine von so renommierten Schlägen wie Hans Paul Esser,Alfons Klaas, Rudi Heinen, Dirk deBeer, Manfred Meyerholz und Frank Book. Auch andere Sportfreunde spenden das Beste vom Besten,was sie auf dem Schlag haben, so z.B. Uwe Heeschen,der ein Vollgeschwister zum RV Besten Weibchen 2018 der RV Bad Segeberg spendet, Mathias Frank,der ein Vollgeschwister zum 123 mit 12/12 und vieler weiterer Topper spendet, Karsten Stappert, der ein Kind aus 745 (2x1.Konkurs, 5.As-Taube) spendet, mein guter Freund Claus Kanitz, der u.a. 1 Jungtier aus dem GIGANTENPAAR spendet ( Vogel wird 1. As-Vogel,Weibchen fliegt 5x1.Konkurs, Kind wird 1. As-Taube!!!) usw usw . Also echt eine richtig GEILE Auktion und das Beste: diese Jungen kann man teils selbst schon auf der Reise testen und sie müssen nicht ungetestet in den Zuchtschlag.
Ganz besonders stolz und geehrt bin ich aber, weil ich als vielleicht einziger einen Gutschein über 1 Jungtier 2019 von Lothar Scheugl bekommen habe. Lothar ist ja bekannt als der Taubenschlag Insider auf Youtube und er hat nur sehr wenige Tauben,die aber alle Spitzenklasse sind. In der Auktion gehen seine Tauben weg wie warme Semmeln und das für horrende Preise. Er hat selbst nur 3 (DREI!!!) Zuchtpaare und da ist ein Gutschein für 2019 so selten und so kostbar,allein ideell,das ausgerechnet ich ihn bekommen habe,das das wirklich eine ganz ganz große Geste vom Sportfreund Scheugl ist!!! In diesem Sinne also an dich, Lothar und auch an jeden der anderen Spender ein ganz großes und von Herzen kommendes DANKESCHÖN für eure Unterstützung. Ich bin echt baff! Cool!!

17.11.2018: Ich habe es ja immer schon geahnt und heute wurde es mir dann auch mal "krass ehrlich" ins Gesicht gesagt: ich bin ein Nestbeschmutzer! Ein ganz schlechter Sportfreund,der Feind in den eigenen Reihen usw usw. Ausserdem "ein Arschloch das ausser Bratwurst grillen ja nichts Anderes kann". Tja,das trifft mich jetzt natürlich ziemlich hart und heute Nacht werde ich mich in den Schlaf weinen........Insgesamt gesehen war die Versammlung aber heute recht zielführend und wichtige Dinge wurden offen und konstruktiv angesprochen,Dinge, die nun wirklich wichtig sind für die weitere Zukunft der RV und das finde ich gut. Der ja  mittlerweile fast schon obligatorische cholerische Wutausbruch eines dafür bekannten Mitglieds am Ende der Veranstaltung meine Person betreffend hat dem guten Verlauf der Versammlung keinen Abbruch getan. Und da ich ja weiß,aus welcher Ecke diese Anfeindungen kommen,trifft mich das natürlich überhaupt nicht. Ich habe dann zumindest auch versucht, zu erklären,wie man die Einträge in diesem Tagebuch sehen sollte,aber nun ja,wenn nur gegen eine Mauer geredet wird, wird sie davon nicht umfallen. Aber geschenkt,das wird halt auch in Zukunft immer und immer wieder hochgekocht werden und von daher ist das schon ok so. Lass sie mal reden. Das,was mir heute wichtig war,wurde zu meiner Zufriedenheit angesprochen und geklärt. Das ist wichtig.
Bei all dem muss man aber ganz klar festhalten,dass das ja wirklich nur eine Handvoll Leute sind und die anderen Sportfreunde immer noch einen normalen,offenen und freundlichen Umgang mit mir pflegen(und ich mit ihnen). Die Meisten haben auch ganz klar erkannt,dass man zwar nicht immer alles gut finden muss,was ich hier schreibe,aber das es letztlich halt nur meine Meinung ist,die ,solange sie keine strafrechtlich relevante Grenze überschreitet,eben zu tolerieren ist. Von daher gehe ich davon aus,dass ich auch weiterhin zumindest im Kreise meiner EST und auch mit den meisten  Züchtern der anderen EST im freundschaftlich-sportlichen Miteinander das Hobby ausüben kann.
Vor der Versammlung war ich ja in Bad Münder und habe den neuen Anhänger zu Vater Stumme gebracht. Dort fahre ich immer sehr gerne hin. Die Stummes sind einfach feine Sportfreunde mit einem sehr großen Fundus an Erfahrung und Erlebtem,denen man gerne zuhört und mit denen man sich gerne austauscht. War wieder mal ein sehr schöner Vormittag in Bad Münder,danke ihr Beiden!

16.11.2018: Heute wird nun endlich der fertige,neue Transportanhänger bei der Werkstatt abgeholt und morgen früh mache ich mich dann auf den Weg nach Bad Münder,um ihn bei der SG Stumme abzuliefern. Und dann schnell wieder zurück und beten,dass kein Stau ist,denn am Nachmittag ist ja RV Herbstversammlung. Wenn ich dort nicht auftauche,dann haben einige Sportfreunde ja niemanden,den sie anschreien können *lach*. Als Arsch vom Dienst hat man ja auch eine soziale Verantwortung, den Punchingball für Züchter zu spielen,die ihren ganzen wie auch immer gearteten Frust ja an irgendjemandem ablassen müssen. Und da mein Fell ja mittlerweile recht dick ist dürfen sie sich gerne an mir austoben. Vielleicht ist danach ja sogar eine zielführende Diskussion über die weitere Zukunft unserer RV möglich,wenn erst mal der größte Dampf abgelassen wurde. Denn es gibt ja tatsächlich wichtigere Dinge als persönliche Abneigungen auszuleben,auch wenn manche Sportfreunde das wohl noch nicht ganz verinnerlicht haben. Na,wollen wir mal schauen,was das morgen für ein Tag wird.......

14.11.2018: Derzeit gibt es nicht viel Neues bei den Tauben  ausser das ich ab Sonntag wieder regelmäßigen Freiflug plane. Zumindest wenn bzw. solange wie der Raubvogel das zulässt. Er hatte nun mehrere Wochen keinen Anlaufpunkt mehr,da die Tauben festgesetzt war und hat vielleicht seine täglichen Revierflüge umgelegt. Wir werden sehen,wie das dieses Jahr läuft. Im letzten Jahr hatte ich ja bis zu dieser Heiligabend-Katastrophe keinerlei Verluste am Haus.
Am letzten Wochenende bin ich auf dem Weg durch die Fußgängerzone unserer kleinen Stadt auch an einigen Stadttauben vorbeigekommen. Diese Population entstand Mitte der 80er an dem großen Getreidesilo,das nicht weit von meinem Garten entfernt ist, durch einen fahlen Vogel mit Ring der sich mit einer Stadttäubin (vermutlich aus Uelzen) verpaarte. Über die Jahre wuchs der Bestand am Silo auf mehr als 200 Tauben,das Höchste,was ich dort mal zählte,waren 233 Tiere. Ich habe als Kind und Jugendlicher viel Zeit damit verbracht, mit meinem Vater und teils auch allein mit dem Fernglas am Silo zu stehen und nach beringten Tauben Ausschau zu halten. Das sind schöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Über all die Jahre haben es nur eine handvoll beringter Tauben dort längere Zeit ausgehalten,das Meiste an Briefern waren Tauben,die in den Sommermonaten dort gerastet haben und nicht lange vor Ort blieben. Ingesamt waren es vielleicht 5 Brieftauben,die dort länger verweilten in einem Zeitraum von über 30 Jahren. So viel mal zu dem immer wieder vorgebrachten Argument der Tierschützer,entflogene Brieftauben würden die Stadttaubenbestände aufblähen. Absoluter Mumpitz!
Als ein findiges Sperberweibchen Ende der 90er Jahre regelmäßig die Brutplätze der Silotauben ausplünderte und der Greifvogeldruck im freien Feld immer mehr wurde, zog sich der Restbestand der Silotauben in das Stadtgebiet von Bad Bevensen zurück. Dort hat sich mittlerweile ein Bestand von um die 50 Tieren etabliert,deren Anzahl keinen großen Schwankungen unterworfen ist. Nur zum Fressen fliegen sie regelmäßig noch zum Silo bzw.auf die angrenzenden Felder und dabei haben sie eine erstaunliche Greifvogelvermeidungstaktik erfunden. Die Gruppen von Tauben,die zur Nahrungssuche fliegen, treffen sich Morgens am Bad Bevenser Bahnhof  und fliegen dann entlang der Bahnstrecke ganz dicht über und unter den Stromleitungen sehr zügig zum Silo.Dabei unterqueren sie sogar eine Straßenbrücke,die über die Eisenbahn führt.Keine Taube fliegt über die Brücke und somit weg von den Leitungen. Wenn sie gefressen haben nehmen sie den gleichen Weg zurück und teilen sich ab dem Bahnhof wieder auf. Da die Bahnlinie direkt an meinem Garten vorbeiführt konnte ich dieses Verhalten schon sehr oft beobachten. Dieses tiefe,sehr schnelle und sehr eng an die Drähte angelehnte Fliegen macht es den Greifvögeln sehr schwer,eine der Stadttauben zu erwischen. Dem Wanderfalken entkommen sie,weil sie nicht im offenen Luftraum fliegen und Habicht sowie Sperber können wegen der Drähte keinen Angriff ohne Verletzungsgefahr riskieren. Am Silo selbst picken die Tauben nur auf offenen Flächen oder eben auf offenem Feld wo sie auch nicht gut überrascht werden können. Diese Anpassung von Verhalten an die bestehende Räuber-Situation ist sehr interessant,vor Allem,weil dieses Verhalten sich ja über Generationen herausgebildet hat und von den Alten an die Jungen weitergegeben wird.
Was mir am Wochenende noch an den Stadttauben bei uns aufgefallen ist, ist der hervorragende Allgemeinzustand,in welchem sie sich präsentieren. Durchgemausert,glänzend,vital. Ganz ohne spezialisiertes Futter, zig Beiprodukte, Tränkwasserdesinfektion und sonstiges was mancher BT Züchter als unvermeidlich betrachtet. Auch sieht man bei uns im Gegensatz zu den Tauben in Großstädten fast nie irgendwelche abgeschnürten,verstümmelten Füße oder kranke Tiere. Ich denke,das liegt daran,dass die Stadttauben hier bei uns eher noch Feldflüchter als "echte" Stadttauben sind,denn die meiste Nahrung finden sie nicht in der Stadt (obwohl sie als Nahrungsopportunisten natürlich auch hier Brotkrümel,Pommes und sonstiges fressen) sondern auf den umliegenden Feldern und dem Getreidesilo. Was hier krank und anfällig ist,fällt schnell der natürlichen Auslese zum Opfer und so haben wir einen starken und gesunden Stadttaubenbestand bei uns. Die Natur reguliert das schon sehr gut von sich aus. Im Umkehrschluß angewendet auf unsere Brieftauben heißt das aber,dass wir Züchter hier die Rolle der natürlichen Auslese übernehmen müssen,indem wir quasi verpflichtet sind,dauerhaft anfällige,ständig kränkelnde und in der Entwicklung zurückbleibende Tauben aus unseren Beständen fernzuhalten. Dem Gesamtbestand tun wir damit einen Gefallen wenn wir diese schwachen Exemplare nicht bei uns dulden,egal wie hübsch die Abstammung auch sein mag. Die Stadttauben machen es uns vor. Nur die starken,die absolut gesunden.mit einem robusten Immunsystem ausgestatteten Tauben bekommen dort die Chance, ihre Gene weiterzugeben und genauso sollte es auch bei uns auf dem Schlag sein. Dann und erst dann können wir uns darauf konzentrieren, aus diesen Gesunden diejenigen herauszufinden,die auch auf der Reise glänzen. Doch ohne diese Vorarbeit werden dauerhaft gute Ergebnisse auch mit massivem Medizineinsatz nicht möglich sein. Denkt mal drüber nach.

12.11.2018: Am zurückliegenden Wochenende ist nicht viel bei den Tauben passiert. Jetzt über den Winter pendelt sich ja eine Art Routine eine. Samstag war wieder Badetag,die Wanne steht jetzt immer im Sputnik,da ja die Abteile mit Voliere den Tauben nicht zur Verfügung stehen. Daran mussten sich die Tauben erstmal gewöhnen,aber nachdem die Ersten in der Wanne lagen,zogen die Anderen dann auch zügig nach. Dadurch,dass die Wanne im Sputnik steht,kommt viel weniger Wasser in den Schlag. Wer weder Voliere noch Sputnik hat und seine Tauben trotzdem im Winter baden lassen möchte,der kann auch ein größeres Stück dickeren Teppich unter die Wanne legen. Zuerst werden die Tauben doof gucken,aber schließlich werden sie doch in die ihnen bekannte Wanne gehen. Die Unterlage darf nur nicht zu dünn sein,denn sondern bewegt sie sich,wenn die Tauben flattern und macht sie so nervös und eine dünne Unterlage nimmt auch nicht so viel Wasser auf wie eine dickere. Nach dem Baden rollt man das Teppichstück zusammen, stellt es zum Abtropfen in einen etwas höheren Eimer und kann es dann  zum Trocken im Keller auslegen. Es gibt also immer eine Möglichkeit,den Tauben auch im Winter ein Bad zu ermöglichen.
Der Anhänger soll nun am kommenden Freitag fertig sein. Das ist sehr schön,dann kann ich ihn ja auch gleich zu den Stummes runterfahren und habe diese Angelegenheit auch endlich vom Tisch. Von hier aus nochmals vielen Dank an alle Sportfreunde vom Team Anhänger für die super Unterstützung!
Damit mir nicht langweilig wird,bin ich jetzt auch schon voll in der Planung für die ab Ende November stattfindende alljährliche Gutschein-Auktion zugunsten unserer EST. Da muss man ja immer schon ein paar Wochen vorher seine Fühler in Richtung der guten Züchter,die man kennt, ausstrecken und ausloten,ob man da was bekommen kann. Einige Antworten stehen noch aus aber es haben auch schon wieder einige sehr gute Züchter zugesagt und auch einige sehr bekannte Sportfreunde,die ich in diesem Jahr zum ersten Mal dabei habe. Auch dafür ist das Derby gut: man kann sehr gut Kontakte aufbauen und knüpfen,die einem dann später in anderen Angelegenheiten hilfreich sind. Wir BT Züchter sollten uns ohnehin stärker untereinander vernetzen,dann klappt vieles besser als wenn man immer allein wurschtelt.
Ihr könnt euch jedenfalls ab Ende November schon mal auf Gutscheine von u.A. Hans Paul Esser, Rudi Heinen, Alfons Klaas, Dirk deBeer, Manfred Meyerholz u.v.a, teils aus den absolut besten Tauben, freuen. Jungtauben 2019,die man z.T. gleich auf der Reise testen kann und das für einen erfahrungsgemäß sehr moderaten Preis. Ihr bekommt gute Tauben, unsere EST kann die Miete zahlen,was will man mehr? :-)

08.11.2018: Ich werde wohl am Wochenende ein paar Teilnehmer "anmahnen" müssen,die vermutlich überlesen haben,dass die Startgelder spätestens 2 Wochen nach der Anmeldung bezahlt werden müssen. Das kann ja mal passieren und ist nicht wirklich schlimm.Manche brauchen eben einen kleinen "Schubs". Zum Glück habe ich,anders als man es bei manch anderen, größeren Derbys hört,fast keine Probleme mit säumigen Zahlern. Viele zahlen ja auch direkt gleich in Kassel,was ich auch richtig finde, denn dann hat man es vom Tisch und kann es nicht vergessen. 2017 hatte ich genau einen Sportfreund,der sich zwar angemeldet hatte aber trotz mehrfacher Aufforderung nicht bezahlte und somit letztendlich ausgeschlossen werden musste und 2018 hatte ich nur 5 Sportfreunde,die ich überhaupt erinnern musste. Sie haben dann aber alle bezahlt. Diese gute Zahlungsmoral der Teilnehmer meines Derbys finde ich sehr vorbildlich.
Böse Zungen in meinem Umfeld behaupten,ich würde auf eine schnelle Zahlung drängen,weil ich noch ein paar Monate mit dem Geld "arbeiten" will,sprich,die Zinsen dafür einkassiere. Das ist natürlich gerade in Zeiten des Niedrigzinses (aktueller Sparzins 0,3%) absolut zum Schießen bei der geringen Summe und der geringen Laufzeit von nicht mal einem Jahr,aber daran sieht man,dass einige "Sportfreunde" eben nichts unversucht lassen um mein Derby in den Dreck zu ziehen. Und das nicht ,weil sie das Derby an sich schlecht finden sondern weil es von MIR ist. Schon irgendwie traurig, so etwas.......
Der wahre Grund,warum schnell bezahlt werden soll, ist ein ganz simpler. Hat man erstmal die Tauben bezahlt,dann wird man sie auch zu 99,9% anliefern. Das wiederrum bedeutet für mich absolute Planungssicherheit. Würde ich es so machen,dass man auch erst bei Anlieferung zahlen kann,dann würden noch ganz kurzfristig vor oder sogar erst während der Lieferzeit noch Leute abspringen,das hat das Derby im Kleinen 2013 sehr anschaulich gezeigt. Und dann finde mal Anfang/Mitte Juni noch genügend Nachrücker. Die Meisten züchten ja extra für das Derby noch einige Tauben der 3.Brut und wenn sie im November erfahren,dass das Derby schon voll ist,dann züchten sie im nächsten Jahr erst gar nicht und können dann auch nicht nachrücken.Und dann stehe ich plötzlich mit weniger als 250 Tauben da. Eine unschöne Situation,die ich dadurch vermeide,dass eben alle schon jetzt bezahlen. So einfach ist das.
Nach dem Tagebucheintrag gestern habe ich sofort einige Mails und auch Anrufe bekommen von Sportfreunden,die den 1366 gerne haben würden. Leider musste ich Ihnen allen eine Absage erteilen,so leid mir das auch tut. Ab und zu muss ich auch mal ganz egoistisch sein und auch eine gute Taube für mich behalten, vor Allem,da diese Familie ja die Steherqualitäten hat,die ich für eventuelle Flüge im WSC brauche. Also sorry Micha,sorry Heinz, sorry Klaus, sorry Bernd, sorry Udo: aber der Vogel bleibt bei mir. Ja,ich weiß, ich bin ein böser Mensch der Anderen nichts gönnt.:-):-):-)

07.11.2018: Eine sehr erfreuliche Nachricht! Gestern, als ich nach der Arbeit in den Garten fuhr, saß eine Taube auf dem Dach. Es war der CH-1366 der SG Wirz,welcher nach 4 Flügen schon 10.As-Taube war und auf dem Endflug nicht nach Hause kam. Der 1366 ist ein Vollbruder zur 1. As-Taube Heidederby 2017 und ebenfalls ein Vollbruder zu der Taube,die 2018 auf dem sehr harten Derby Corabia im Halbfinale und Finale jeweils einen Spitzenpreis fliegt. Dem Vogel fehlt sowohl der Tipes- als auch der Telefonring, also gehe ich mal davon aus,dass er wohl irgendwo festgesetzt war und jetzt irgendwie ausgebüxt ist oder vielleicht doch noch freigesetzt wurde,weil er nicht mehr in die Zuchtplanung passte. Allerdings hätte sich der "Gastwirt" dieses Vogels ruhig ein bischen besser um ihn kümmern können,denn der 1366 ist nicht gerade in einer Top-Verfassung. Vielleicht ist er aber auch schon (wieder) ein wenig länger unterwegs. Aber egal,wichtig ist, er ist wieder da,wird jetzt ordentlich aufgebaut und dann in die Mannschaft für 2019 integriert (sorry,Micha!). Wer sich aus der Gefangenschaft nach Hause durchbeißt,der hat das auch verdient.:-)

06.11.2018: Am Sonntag habe ich die neuen Zellen in den Witwerschlag eingebaut. 16 Stück für umgerechnet 3,50€ pro Zelle,da ich auch noch viel Material aus dem Garten verwenden konnte und mir somit nur die Zellenböden  neu zuschneiden lassen musste. Auch diese Zellen werden ihren Zweck erfüllen. Nachdem nun gestern Abend mit dem 242 von Rudolf Latislaw auch die letzte Taube abgeholt wurde,die meinen Schlag verlässt, sind jetzt noch 26 Tauben im Schlag. Der Durchflug zum Witwerschlag wurde geöffnet und die Tauben haben nun den Witwerschlag und das linke Abteil des Derbyschlages über den Winter für sich. So können sich die 13 Vögel nun auf die 16 Zellen verteilen und vielleicht finden sich ja auch schon erste Pärchen. Anfang Dezember werden die Tauben getrennt und nur an den Wochenenden zum "Familientag" zusammengelassen. Anfang/Mitte März dürfen die Tauben dann auf ein Nest kommen und überbrüten,bevor es auf die Reise geht. Jungtauben werde ich in 2019 keine ziehen. Mit den Alttauben werde ich mir so wenig Aufwand wie möglich machen,denn das Hauptaugenmerk liegt ja wieder auf dem Derby. Dementsprechend erwarte ich auch keine Wunder von den Tauben und werde sie wohl auch nur die ersten Flüge im Mai und vielleicht 1-2 Flüge im WSC mitgeben,je nach Wetter. Den Fehler vom letzten Jahr mit dem Basel-Flug werde ich jedenfalls nicht wiederholen.
Die restlichen beiden Abteile des Derbyschlages stehen jetzt leer und werden nach der Desinfektion bis zum Juni als Lagerraum genutzt. Insgesamt reduziert sich also der Aufwand mit den Tauben über den Winter auf ein Minimum und so ist es mir auch ganz Recht. Wenn ich Feierabend habe und am Schlag ankomme,reicht die Zeit des letzten Tageslichts meist gerade noch zum Füttern und Tränken aus. Sauber gemacht wird meist nur am Wochenende. Da ich ja alles zum Garten tragen muss ist dieser geringe Aufwand mit den Tauben sehr hilfreich.

04.11.2018: Heute habe ich von unserem EST Vorsitzenden im Garten die Einladung zur Herbstversammlung am 17.11. bekommen. Angeblich soll nun der Antrag auf RV Ausschluß doch nicht zugelassen werden. Naja,wir werden sehen,was am Ende dabei herauskommt.
Gleichzeitig habe ich aber auch erfahren,dass ein sehr lieber Vereinskollege den Marder im Stall hatte. Angeblich sollten alle Tauben massakriert worden sein. Sofort reifte in mir der Entschluß,dem Sportfreund meine verbliebenen Derbytauben zur Verfügung zu stellen. Der Mann ist 93 Jahre alt,aber fit wie ein Turnschuh und ein Musterbeispiel für das ,was das Wort "Sportfreund" eigentlich bedeutet. Ich also gleich nachdem ich die Tauben habe baden lassen zu diesem Sportfreund gefahren. Wie sich herausstellte,hat der Marder "nur" 14 Tauben erwischt, sodass keine Unterstützung mit Tauben nötig ist. Wir haben dann aber noch über eine Stunde lang geklönt und der Sportfreund erwähnte,während er von den "alten Zeiten" erzählte,dass ihn ja auch niemand mehr besucht. Das hat mich sehr beschämt. Vor Allem,wie sehr er sich gefreut hat,dass er mal jemanden zum Reden hatte. Ich denke,auch daran krankt unser Sport. Wir sind immer mehr zu Eigenbrödlern geworden,die ausserhalb der Saison kaum noch Kontakte pflegen. Und wenn wir schon untereinander nicht mehr kommunizieren,wie wollen wir dann das Interesse für unseren Sport nach außen tragen um neue Sportfreunde zu gewinnen? Ich habe mir jedenfalls vorgenommen,mir mindestens ein mal im Monat ein, zwei Stunden Zeit zu nehmen um diesen Sportfreund zu besuchen. Meine Rolle beschränkt sich dann ja im Wesentlichen darauf, zuzuhören,wenn er von früher erzählt,aber er ist wirklich ein lieber Kerl und das er da so einsam sitzt hat mich echt beschämt.Wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann,dass er mal "unter Leute kommt", dann mache ich das auch sehr gerne.

03.11.2018: Schön war es heute bei den Sportfreunden Peter Fuschera und Uwe Heeschen oben in Nortorf und Boostedt. Viel geschnackt,viele Tauben begutachtet und ganz einfach einen schönen Tag mit netten Sportfreunden verbracht. Manchmal denke ich,das Leben als Taubenzüchter könnte viel freundlicher sein,wenn man keine anderen Taubenzüchter unmittelbar um sich rum hat. Doch das ist ja nur eine subjektive Feststellung. In jeder RV sind es doch maximal 3-4 Leute,die immer wieder Stunk machen und anderen den Spaß verderben wollen. Die Anderen sind doch alles ganz vernünftige Sportfreunde. Nur leider fallen diese 3-4 "Heckenschützen" ja besonders auf.Und so habe ich ja auch hier in meiner RV viele Sportfreunde mit denen ich sehr freundschaftlich verbunden bin und mit denen ich gut auskomme. Exemplarisch dafür seien hier nur mal die Sportfreunde Gerd Timmel und Dieter Schikora genannt. So manches Mal haben sie mir den einen oder anderen Gefallen getan oder mal ausgeholfen,wenn ich nicht abkömmlich war. Und das alles ohne große Worte und ohne großes Betteln meinerseits.Und so und nur so kann doch Taubensport funktionieren. Wenn man sich untereinander achtet und mit Respekt und Wertschätzung begegnet. Und selbst wenn es auf der persönlichen Ebene hakt und man den Gegenüber als Mensch nicht leiden kann,man sollte immer noch die Objektivität besitzen,zu begreifen,dass wir alle einander brauchen,um unser Hobby weiterzuführen. Das Hobby Brieftauben ist das,was uns alle eint,da sollten wir dann nicht hingehen und es durch kleinliche Grabenkämpfe aufgrund persönlicher Abneigungen noch weiter kaputtmachen. Das wäre so das,was ich mir für die Zukunft wünschen würde.
Jedenfalls DANKE, Peter und DANKE , Uwe, für diesen wirklich schönen Tag. Feine Sportfreunde seid ihr!! :-)

02.11.2018: Nach der eigentlich ungeplanten Abgabe eines ganzen Korbs mit Tauben habe ich nun weniger Tauben über den Winter als die angepeilten 15 Paare. Derzeit sind es noch 13 Pärchen,darunter die beiden zweijährigen Vögel 563 und 853. Das passt mir aber sehr gut in den Kram,denn so muss ich den kleinen Witwerschlag nicht noch vergrößern und kann alles so lassen,wie es ist. Derzeit ist ja sowieso fraglich,ob und wie ich in 2019 an der Alttierreise teilnehmen kann. Letztendlich ist mir diese aber auch nicht wirklich wichtig.Mein Fokus liegt ganz klar auf einer sauberen Durchführung des Derbys 2019. Alles Andere ist nur Spielkram für nebenbei.Und deshalb werde ich auch keine teuren Hermes-Zellen anschaffen wie ich es eigentlich geplant hatte,sondern mir wieder eigene Zellen aus Spanplatten bauen,die ich bereits besorgt habe. Da habe ich dann Materialkosten von 6-8€ pro Zelle im Gegensatz zu 40€ pro fertig gekaufter Zelle. Und schlechter sind die auch nicht. Taubensport MUSS gar nicht so teuer sein.
Ich werde nun schon an diesem Wochenende,also Morgen, die 3 von Peter Fuschera ersteigerten Tauben zu ihm hoch nach Nortorf bringen. Ich freue mich schon sehr darauf, mir seine Schläge anzuschauen,auf denen schon so mancher OLR-Sieger gezüchtet wurde. Anschließend geht es weiter zu Uwe Heeschen und auch dort werde ich mir seine neuen Schläge im Schrebergarten ansehen. Bislang kenne ich ja nur die Schläge am alten Standort. Das wird sicherlich wieder ein sehr schöner Tag mit 2 sehr symphatischen Sportfreunden. Und das bei angesagtem Kaiserwetter,besser geht es doch nicht. So schön kann Taubensport sein.

31.10.2018: Heute sind die letzten Startplätze vergeben worden und somit ist das Rennen ausgebucht. 250 Tauben von 68 Züchtern und Teams werden im nächsten Jahr um die Fleischtöpfe wetteifern,ein neuer Rekord beim Heidederby. Dafür und für das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken.
Heute habe ich dann auch einen Korb mit Tauben vollgepackt und diese zu einem befreundeten Züchter gefahren. Die Vögel möchte er eingewöhnen und mit ihnen in seiner RV spielen und die Weibchen sollen Witwen werden. Im letzten Jahr haben das auch 2 Sportfreunde versucht.Der eine ist krachend gescheitert aber bei dem Anderen fliegt eine von 2 umgewöhnten Tauben 6/4 bis sie gestoppt wurde und ist somit der beste Jährige dieses Züchters. Wollen wir mal schauen,wie es im nächsten Jahr nun bei diesem Sportfreund läuft. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

30.10.2018: Derzeit läuft die Totalversteigerung des Schlages Gaby Vandenabeele auf PIPA und natürlich geht die von den Beträgen her durch die Decke. Ein derart berühmter Schlag,dessen Tauben sich so in die Gene der Reisebrieftauben weltweit eingegraben haben,der erzeugt natürlich eine sehr große Strahlkraft. Der "New Bliksem" war wohl nach 2 Stunden schon bei über 130.000€. Davon kann man jetzt halten was man will, ich persönlich stehe diesem ganzen Zirkus relativ neutral gegenüber. Die Käufer der Tauben sind überwiegend ausländische Dollarmillionäre,denen solche Beträge nicht weh tun. In etwa so,als würden wir uns eine Taube für 50€ irgendwo kaufen. Stören tun mich an diesen Totalversteigerungen berühmter Züchter eigentlich nur 3 Dinge. 1.) seit Leo Heremans wissen wir,dass man auch über Jahre mehrere "Total"versteigerungen machen kann.2.) die unglaublich große Taubenzahl,die manchmal dort zur Versteigerung kommt.Aktuell sind es bei Vandenabeele über 800 (!!) Tauben. Da kratzt man wirklich jede Feder zusammen,die noch irgendwie den Namen Vandenabeele drin hat um damit noch Geld zu machen,naja. Und 3.) hört man kaum mal davon,dass von diesen immensen Versteigerungserlösen irgendetwas an die Allgemeinheit zurückfließt. Eigentlich gebietet es ja schon der Anstand, von seinem Gewinn ein wenig für wohltätige Zwecke zu spenden. Ob nun an einen Taubenverband zweckgebunden für Marketing oder an einen freien Träger wie z.B. die Kinderkrebshilfe oder die Parkinsonstiftung ist dabei doch egal. Geld,das man hat,schafft auch die Verantwortung, vernünftig damit umzugehen und auch einen Teil davon denen zukommen zu lassen,die es eben nicht so gut haben. Schließlich leben wir alle gemeinsam auf dieser Welt. Ich finde diese egoistische "AllesMir!Alles Meins!Immer mehr! Erst komm ich!"- Mentalität, wie sie ja heute anscheinend "in" ist,sehr traurig. Und auch für den falschen Weg,den eine Gesellschaft gehen kann.
Ich überlege deshalb,für das Derby 2020 zusätzlich zu den 50€ pro Taube eine Teampauschale einzuführen,die dann zu 100% an einen wohltätigen Zweck geht, so richtig schön mit Scheckübergabe und so. Dann wird notleidenden Menschen geholfen und wir haben wieder etwas positive Publicity. Das behalte ich mal im Hinterkopf.

29.10.2018: Gestern war der Sportfreund Olaf Hirschmann aus der RV Prignitzbote Kyritz bei mir und hat sich 2 ersteigerte Tauben abgeholt. Beide Tauben stammen von Mathias Frank aus Wismar und tragen sehr viel Blut des Spitzenschlages Bernd Pilgrim, ebenfalls RV Prignitzbote Kyritz, in sich. Olaf ist der Kabinenfahrer dieser RV und wollte sich das gute Blut des beherrschenden Schlages seiner RV sichern.Keine so schlechte Idee,so kann man auch über Umwege und vielleicht sogar günstiger an Tauben aus dieser guten 1143-Linie kommen. Der Sportfreund Hirschmann hat dann aber noch 2 Weibchen und 1 Vogel von mir mitbekommen,von denen ich glaube,dass sie ihm in Zukunft weiterhelfen können. Wenn jemand schon extra die weite Strecke zu mir an den Schlag kommt,um sich Tauben abzuholen,dann hat er sich auch ein wenig Zubrot verdient,denke ich. Ich wünsche dem symphatischen Sportfreund Hirschmann jedenfalls viel Glück und viel Erfolg mit den Tauben.
Jetzt geht noch der 242 zurück an den Sportfreund Rudolf Latislaw und am 10.11. bringe ich den 20,den 21 und den 251 hoch zu Peter Fuschera. Dann verlassen noch 3 Weibchen als zukünftige Witwerweibchen meinen Schlag in Richtung Mirko Werner und schon habe ich weniger als 40 Tauben im Schlag. Bis zum Frühjahr habe ich vor, den Bestand durch fortlaufende Selektion auf 15 Paare zu senken und mit diesen 15 Vögeln kann ich dann ganz entspannt an den ersten Flügen teilnehmen. Sollten die Antragsteller mit ihrem Ausschlußantrag durchkommen,dann eben nicht in "meiner" RV sondern zum Training ausser Konkurrenz in der Nachbar-RV. Hat auch einen Vorteil,dann muss ich nur zum Einsetzen und nicht zum Auswerten fahren und habe am Flugtag "frei". Zudem spare ich einen Haufen an RV-Beiträgen. Als "zählbare" Flüge werde ich dann also höchstens ein oder zwei WS-Flüge setzen können,wenn ich denn will. Aber das werden wir ja alles dann sehen. Sollte es so kommen,werde ich jedenfalls die Uhr zwar anstellen,aber dann nur für mich eine eigene "Preisliste" erstellen, wo 25% der eingesetzten Tauben ein Plus bekommen. So kann man auch die Leistungen seiner Tauben beurteilen,da braucht man keine RV Liste für.
Alles in Allem bin ich froh,jetzt über die dunkle Zeit einen kleinen Bestand zu haben. Es ist einfach viel pflegeleichter und kostengünstiger und ausserdem muss ich ja jetzt schon sparen für die Zeit des Derbys. Im Sommer ist es toll,einen großen Schwarm Tauben  am Haus fliegen zu haben und diesen quirligen Trubel jeden Tag zu erleben. Aber das ganze Jahr über würde ich mir einen Bestand von über 200 Tauben nicht ans Bein binden wollen. Erst Recht nicht im Garten,wo ich ja jeden Tag bei jedem Wetter alles hintragen muss. Im Sommer Full House, im Winter einen Rumpfbestand,so ist es schon richtig.

28.10.2018: Ach,war das gestern wieder schön in Kassel. Alte Freunde und neue Leute getroffen,viel geredet,viel gelacht,viel gefachsimpelt und auch so manchen Blödsinn geschnackt.Kassel ist halt immer eine Reise wert,vor Allem,weil man da nur positiv eingestellte Menschen trifft und auch ein wenig Anerkennung für das empfängt,was man leistet.Das baut natürlich auf. Doch der Prophet gilt nichts im eigenen Lande und so habe ich heute Morgen im Garten,als ich die Tauben baden ließ,durch einen Bekannten erfahren,dass es wohl (mal wieder) Bestrebungen einiger RV Mitglieder gibt,mich aus der RV auszuschließen. Grund dafür sind (mal wieder) einige zu offene Worte im Tagebuch und im Forum. Und diese Sportfreunde haben (mal wieder) nicht verstanden,dass es in Deutschland ein Grundgesetz gibt und das dieses Grundgesetz ganz klar die freie Meinungsäußerung schützt. Nun ja, ich bin ja konfliktfähig und werde auch diesen Kampf annehmen. Diese Art offener Anfeindung aus den eigenen Reihen ist für mich ja nichts Neues,das geht ja zurück bis ins Jahr 2010 und kocht immer mal wieder hoch,wenn "der Steinert wieder irgendeinen Blödsinn schreibt".Federführend dabei sind dann auch immer wieder dieselben 3-4 Leute. Dabei will ich ja eigentlich niemandem etwas Böses,immerhin sitzen wir ja alle in einem Boot und das Boot ist bereits mehr als halbvoll mit Wasser. Anstatt uns nun darüber zu streiten,wer die Schuld daran trägt,sollten wir lieber mal mit dem Pumpen anfangen! Aber so geht es ja nicht nur bei uns. Taubenzüchter allgemein finden es viel spannender, sich gegenseitig zu zerfleischen,als auf Augenhöhe miteinander vernünftig zu arbeiten. Eigentlich traurig,aber so scheinen halt viele von uns zu ticken. Allerdings lasse ich mir auch nicht auf direkte oder indirekte Art einen Maulkorb verpassen und werde auch weiterhin meine Meinung offen und ehrlich aussprechen,wenn es um Auflässe oder organisatorische Dinge geht,die meiner Meinung nach vollkommen falsch angepackt werden. Natürlich macht man sich damit viele Feinde,das ist mir schon bewusst.Aber es heißt ja auch: viel Feind,viel Ehr.
Aus Kassel  habe ich als wichtigsten Punkt mitgenommen,das Vater Stumme und ich wieder vollkommen im Reinen sind. Er ist einer der wenigen Taubenzüchter,die ich bisher erlebt habe,die auch ehrlich eingestehen können,wenn sie etwas komplett falsch verstanden haben und sich keinen Zacken aus der Krone brechen,sich dafür zu entschuldigen.Dafür gebührt ihm sehr großer Respekt,denn das ist gerade unter Taubenzüchtern nicht mehr selbstverständlich! Das geschriebene Wort kann so leicht missverstanden werden,es fehlt halt Mimik,Gestik,Betonung und Aussprache. Und wenn man etwas Schlechtes aus einem Text herauslesen will,dann schafft man das auch. So ergeht es wohl auch einigen meiner RV Kameraden mit mir. Eine grundsätzlich negative Einstellung zu mir bringt sie dazu,mehr als eine reine Meinungsäußerung aus meinem Tagebuch herauszulesen.Schade eigentlich. Wir haben viel größere Baustellen im Taubensport allgemein und der RV im Speziellen als das wir persönliche Differenzen über die RV/den RegV austragen müssten.........

25.10.2018: Kassel rückt näher, die Anmeldungen sind gedruckt und die Vorfreude steigt. Morgen holt noch der Sportfreund Mathias Frank seine ersteigerten Tauben ab und danach wird die ganze Bande eingepackt und schon mal ins Auto gestellt. Samstag Morgen um 04:30 Uhr geht es dann auf nach Kassel.
Kassel ist immer so der Highlight-Termin des Jahres,der aber auch gleichzeitig die ruhige Winterzeit endgültig einläutet. Ich bin immer sehr gerne in Kassel,denn anders als im normalen Leben eines Taubenzüchters pulsiert dort richtig das Leben,gerade Samstags, und man könnte glauben,dass doch nicht alles so schlimm um den Taubensport steht wie es sich in den RVen immer darstellt. Mal schauen,wer dort alles so den Weg zu mir an den Stand 294 ín Halle 2 findet und was für Gespräche und Fachsimpeleien (und sicherlich auch manch guter "Dummschnack") dort zustande kommen.
Traurig bin ich allerdings auch ein wenig,denn nun verlassen wieder viele Tauben für immer meinen Schlag. Anders als bei vielen kommerziellen Rennen,die so groß sind,dass die Tauben dort eher "bezugslos" sind, ist durch die geringe Anzahl der Tauben auf meinem Derby natürlich auch ein ganz anderer Bezug meinerseits zu den Tauben vorhanden. Mit der Zeit kenne ich fast jede Taube mit Nummer, Züchter und ihren Eigenarten heraus und somit sind die Tauben dann eben auch nicht nur  "eine Blaue","eine Gehämmerte" oder "ein Schimmel" sondern "die scheue Apel", "der Professor 213" oder "der große Weiße". Ich habe diese Tauben nun vom Absetzen bis zum Endflug über 300 KM begleitet,bin ihre kleinen Eigenarten gewohnt,habe eine Bindung aufgebaut. Und nun endet dies alles und ich gebe sie "ins Ungewisse". Leicht ist das nicht. Und gerade bei Tauben wie dem 800,den Wenigen,die eine wirklich ENGE Bindung zu mir aufgebaut haben und das von ganz allein,ohne jegliches Abrichten mit Futter. Diese Tauben haben von sich aus den Kontakt zu mir gesucht und so manche Stunde damit verbracht,auf dem heruntergenommenen Ausfluggitter neben mir zu sitzen,mit mir zu kämpfen,mir am Ärmel zu zuppeln und mich anzugurren. Vielleicht hat auch das dazu beigetragen dass der 800 trotz Pocke von 300 KM den 3. Konkurs fliegt. Der wollte unbedingt wieder schnell zurück nach Hause. Und jetzt geht er an einen Züchter,den ich nicht kenne,von dem ich noch nie gehört habe und bei dem ich nicht weiß,wie der 800 dort aufgenommen wird. Sicherlich ist er erstmal nur eine Zuchttaube mit einer guten Abstammung und wird erst durch eventuell gute Nachzucht etwas Besonderes. Für mich aber ist dieser Vogel schon jetzt etwas ganz Besonderes,auch wenn er nie irgendwas fliegen oder nachzüchten würde. Weil er einfach so ein echt netter Kerl ist und mein Kumpel über lange Zeit. Und wenn der dann in Kassel in den fremden Korb wechselt........dann brauch ich glaube ich erstmal 5 Minuten für mich. Das mag jetzt mancher als dämlich erachten,aber das ist mir egal. Manche Tauben sind nun mal etwas Besonderes und wer so eine Bindung zu einigen seiner Tiere nie hatte oder nicht zulässt,der tut mir einfach nur leid.
Tja, aber das gehört halt dazu,wenn man ein OLR betreibt.Man muss die Tauben danach auch loslassen(können). Ist doof, aber ist halt so. Ohne den 800 wird es jedenfalls ein klein wenig dunkler sein auf meinem Schlag....Time to say goodbye,buddy!

23.10.2018: Dem heutigen Eintrag sei ein bischen Werbung gestattet. Die Sportfreunde Christian Bär (11.As-Taube) und Karl Urlberger (4.As-Taube,beste bunte Taube) werden einige junge Tauben ihrer ausgesuchten OLR-Linien mit nach Kassel bringen und dort Interessierten "unter der Brücke" (keine Ahnung ,wo genau das ist) anbieten. Beide Züchter haben ja beim Heidederby sehr gut abgeschnitten und speziell der Sportfreund Bär ist ja schon längere Zeit auf OLR unterwegs und hat einige sehr schöne Erfolge, u.A. in Usedom, vorzuweisen. Ihr erreicht Christian unter der Handynummer 0151-57236537. Da kann man sich ja mal vorab erkundigen,was die beiden so Gutes mitbringen. Mit ihren Tauben auf dem Heidederby war ich jedenfalls sehr zufrieden.
Und wenn wir schon mal dabei sind,möchte ich euch auch auf den Sportfreund Thomas Mauer aufmerksam machen,an dessen Stand 294 in Halle 2 ich ja die ersteigerten Tauben ausgebe und neue Anmeldungen annehme. Thomas ist ja eigentlich durchaus bekannt,er züchtet sehr gerne Fahle und Rote,die aber auch Leistung zeigen müssen. Bei ihm am Stand wird sicherlich der eine oder andere Sportfreund interessante Tauben finden. Mir persönlich gefallen ja seine Indigos aus der "Theo"-Linie sehr gut. Wenn ihr mich also am Stand 294 in Halle 2 besuchen kommt,dann schaut euch auch ruhig mal die Tauben vom Thomas an. Es sind jedes Jahr einige Tauben dabei,wo er dann später sehr positive Rückmeldungen bekommt. So ist z.B. die 5.As-Taube 2017 mit 2x1.Konkurs beim Heidederby aus 2 Originalen Thomas Mauer gezogen. Gucken kostet nichts! :-)

22.10.2018: Gestern Vormittag war ich auf der Flugtaubenschau in Ahnsbeck,ein jährlicher Termin,den auch ich als Brieftaubenzüchter sehr gerne wahrnehme. Mich fasziniert die Vielfalt der Flugtaubenrassen mit ihrem ganz unterschiedlichem Aussehen und Flugverhalten. Auch wenn ich mir die Meisten davon nie anschaffen würde, ist so ein Blick über den Tellerrand hinaus doch immer spannend. Und bei den Flugtaubenzüchtern hat man sehr viele JUNGE Leute ausländischer Herkunft dabei. Russen,Polen,Türken,Südosteurpäer und Sportfreunde mit Wurzeln im nahen Osten mischen sich mit den deutschen Züchtern und fachsimpeln munter drauf los. So kann also Taubensport ein Stück weit zur Verständigung untereinander und auch zur Integration beitragen. Da sollten wir Brieftaubenzüchter uns einmal ein Beispiel an den Flugtaubenzüchtern nehmen.
Gestern Abend sind dann die Auktionen des Heidederbys ausgelaufen. Auch wenn einige Positionen nicht verkauft wurden bin ich doch mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Und mit einer Position für 605€ und einer Position für sage und schreibe 976€ (so ein Wahnsinn!Toll!) sind auch 2 Rekorde in meinen Versteigerungen erzielt worden. Nun müssen nur alle Bieter auch brav bezahlen und keine "Spaßbieter" sein,denn es haben ja einige den Zuschlag erhalten,die noch keinerlei Bewertungen haben. Die manchnmal leidvolle Erfahrung über die Jahre bei Online-Versteigerungen zeigt ja,dass da ganz gerne mal irgendwelche "Witzbolde" dabei sind,die ihre ersteigerten Tauben dann nie bezahlen. Manche sind sogar so dreist und versuchen ,eine Übergabe der Tauben vor Bezahlung  auszuhandeln. Für mich ein absolutes No-Go,es sei denn,ich kenne den Sportfreund bereits und weiß,dass ich ihm vertrauen kann. Alle Anderen können Ihre Tauben gerne in Kassel übernehmen,aber erst,wenn vorher das Geld auf dem Konto ist. Auf irgendwelche "Spielchen" lasse ich mich da gar nicht erst ein.

20.10.2018: Heute war ich zusammen mit meinem Freund Mathias Frank beim Spitzenzüchter Bernd Pilgrim aus der RV Prignitzbote Kyritz. Was dort an As-Tauben und vierstelligen Punktefliegern sitzt,ist echt sagenhaft. Und fast alle Tauben haben das Blut des Stammvogels 1143 in sich,den Bernd 2002 auf der Versteigerung des Ostseerennens erworben hat. Ihr seht also,mit Tauben von einem OLR kann man sich eine ganze Dynastie aufbauen. Der 1143 ist übrigens auch mit 16 Jahren noch fit und befruchtet regelmäßig Gelege. Das Faszinierende an diesem Vogel ist ja,dass man da ransetzen kann,was man will und es fällt gute bis sehr gute Nachzucht.Das ist natürlich auch ein wenig Glück,so eine Taube auf dem Schlag zu haben,aber wenn man dieses Glück hat,dann hat man lange Zeit sportlich ausgesorgt.
Es war übrigens auch Bernd Pilgrim,der mich damals darauf hinwies,dass (fast) alle sehr guten Tauben diese eckigen Herzfedern haben. Seitdem achte ich immer darauf,wenn ich sehr gute Tauben in die Hand bekomme und ich muss sagen,es stimmt tatsächlich.
Auch heute habe ich wieder viel gesehen,viel gelernt und viele interessante Dinge zum Drüber Nachdenken mitgenommen. Man ist nie zu schlau oder zu lange im Sport dabei um nicht seinen Horizont zu erweitern. Dafür ist die ruhige Winterzeit ja sehr gut geeignet. Einfach mal ein paar Züchterbesuche machen und dort alles aufsaugen,was  man hört. Kann ich nur jedem empfehlen.

19.10.2018: Ein Wunder, nach "nur" knapp 36 Stunden Ausfall funktioniert die Auktionsseite wieder. Hosianna! Bei der Gelegenheit habe ich mal heute in Ruhe alle laufenden Auktionen durchgeguckt und wenn ich sowas tue,muss ich immer ein wenig schmunzeln,wie naiv doch viele Taubenzüchter sind. Eine Abstammung muss nur hübsch bunt sein und die "richtigen" Namen enthalten,auch wenn der Träger dieses Namens gaaaaaaanz weit hinten steht und schon kommt das Bietfieber. Wenn dann noch ein hübsch mit Schablone bearbeitetes (manche würden auf neudeutsch "gefaketes") Foto dabei ist,dann geht so ein "Urenkel von......" auch gern mal dreistellig weg. Aber was heißt denn Urenkel? Da gibt es die berühmte Taube xy. Von der gehen die Kinder in den Zuchtschlag. Deren Kinder gehen ebenfalls in Zuchtschläge. Und deren Kinder,die also jetzt in der Auktion stehen, gehen wieder in irgendwelche Zuchtschläge! Also kommen im Höchstfall im nächsten Jahr noch Ururenkel dieser berühmten Tauben auf die Reise. Und jetzt kann jeder mal überlegen,wieviel von dieser berühmten Taube wohl noch in einem Ururenkel steckt..........
Naja, Geld muss fließen und wenn es halt Leute gibt,die so doof sind ( es gibt kein "hübscheres" Wort dafür) eine dreistellige Summe für eine Taube zu bezahlen, die seit 3-4 Generationen nur noch gesiebte Luft atmet und sich nie beweisen musste,dann hält das wenigstens den Wirtschaftkreislauf in Gang.
Im Umkehrschluß finden dann aber so Tauben wie z.B. die 8.,9.,11.und 12 As-Taube vom Heidederby,die ja bereits selber schon sehr gute Leistungen gezeigt haben,auf der Ostrichtung sehr gut geflogen sind, eher weniger Interessenten. Sei es,dass sie von eher unbekannten Namen kommen oder eben nicht die "richtigen" Abstammungen haben. Die Leistung einer Taube an sich, so habe ich im Laufe der Jahre bei Online-Auktionen festgestellt, ist bestenfalls ein nettes "Zückerchen" obendrauf. Aber eigentlich schert sich kein Mensch drum,ob das Leistungstauben oder Volierenhühner sind. Nur das Pedigree zählt. Und die gleichen Leute wundern sich,warum sie seit Jahren auf keinen grünen Zweig kommen....
Nun könnte mir persönlich das ja nur Recht sein,wenn sich keine Bieter finden. Bleiben diese Tauben doch dann bei mir am Schlag und ich habe ein paar richtig geile Reisetauben mehr,die möglicherweise im nächsten Jahr die Bude rocken. Ich finde es nur ein wenig ungerecht  den Tauben und ihrer Leistung gegenüber,wenn sie jetzt so "links liegengelassen" werden. Aber hey, wenn andere Züchter das nicht ehren können, ich kann es in jedem Fall. Weil ich weiß,was diese Tauben auf dem Kasten haben. Dann bleiben sie halt bei Papa. :-)

18.10.2018: Boaaaah,ich bin gerade so richtig abgenervt! Warum? Weil diese verf....Auktionsseite jetzt schon 24 Stunden nicht mehr aufrufbar ist. Und es ist jedes Jahr dieselbe Sch... mit dieser Seite. Die Wochen vor Kassel ist immer die  Hochsaison für Auktionen,weil in Kassel viel übergeben wird,da sich dort ja fast ganz Taubeneuropa trifft und jedes Jahr bekommen es die Betreiber der Auktionsseite nicht gebacken,sich rechtzeitig um ausreichend Serverkapazität und -leistung zu bemühen. Und jedes Jahr fällt die Seite dann eine Zeitlang aus. Was mich dabei am meisten nervt, ist,dass die Betreiber aber auch so GAR NICHTS draus lernen und immer wieder Dasselbe passiert. So kann man doch kein Geschäft führen! Nur weil man zu geizig ist,ein paar mehr Euro für den Seitenbetrieb auszugeben. Was da an Geld für die einzelnen Anbieter verloren geht,dass kann man gar nicht ermessen.Vom Ärger mal ganz abgesehen. Also alle Züchter,deren Auktionen gestern und heute ausgelaufen sind,die haben jetzt richtig die Pappnase auf und ins Klo gegriffen. Ich selber kann nur hoffen ,dass a) jetzt nicht auch noch irgendwelche Daten verlorengeangen sind (der SUPERGAU!!!) und b) die Seite dann zumindest am Sonntag reibungslos wieder läuft.
Aber dieser ganze VERMEIDBARE Ärger k...mich derzeit wieder so richtig an. Deutschland,deine Servicewüsten!!!!

17.10.2018: Hmmm...ich soll also möglichst drinnen bleiben,mich wenig bewegen und viel trinken. Deswegen habe ich eigentlich auch gar nicht gegen das ärztliche Gebot verstoßen,als ich mir heute 2 Liter Wasser eingepackt habe, mich ins Auto setzte und die bummeligen 300 KM (einfache Tour) zur Tierarztpraxis von Frau Dr.Kny in Leinefelde gefahren bin,weil das die nächste wirkliche Fachpraxis für Brieftauben ist. Ich weiß gar nicht,was sich meine Frau jetzt so aufregt.......
Ich wollte halt nur abklären,was das mit dem 800 nun definitv ist. Er frisst,er säuft,er verhält sich normal und trotzdem hat er da den Knubbel. Und die behandelnde Ärztin Frau Meise (heißt wirklich so) hat bestätigt,dass es sich um einen leichten Fall von Pocken handelt. Da kann man nicht viel mehr machen als das Wasser jodieren und die Pocke 1x am Tag mit Jod einreiben. Das geht in 10-14 Tagen nach Bildung von alleine weg und die beim 800 ist auch schon am Eintrocknen. Ich habe mich dann auch umfassend über Pocken aufklären lassen und eigentlich sind die ja gar nicht so schlimm. Sie belasten die Tauben zwar und sind ein Ärgernis, heilen aber auch von alleine rasch ab und haben keine Folgeschäden. Und wenn die Tauben ein Mal Pocken hatten,bekommen sie die nie wieder. Man muss halt nur schauen,dass man sie nicht während der Reise oder Aufzucht bekommt,weil sie wie jede Viruserkrankung die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Ansonsten sind sie zwar unschön anzusehen,aber harmlos. Ähnlich wie Windpocken beim Menschen.
Frau Meise hat den 800 dann aber einmal komplett auf den Kopf gestellt,wenn er schon mal da war und war ganz erstaunt über den hervorragenden Allgemeinzustand. Kropf-und Kloakenabstrich komplett negativ,keine einzige Trichomonade zu finden, Atemwege blitzeblank,laut ihrer Aussage hat sie selten so eine gesunde Taube in der Praxis gehabt....bis auf die Pocke eben.
Zugezogen hat er sich die mit ziemlicher Sicherheit in der Voliere über die Wildvögel im Garten. Genau deswegen habe ich ja von vornherein auch in der Ausschreibung geschrieben,dass ich eine Pockenimpfung dringendst empfehle. Aber offensichtlich ist dem Rat kaum jemand gefolgt. Ich schreibe das nicht so aus Jux und Dollerei!!! Aber gut,ok,man lernt ja draus. Ab 2019 werden alle Tauben, wenn sie angeliefert werden, von mir selbst gegen Pocken geimpft. Diesen ganzen Ärger binde ich mir nicht mehr ans Bein. Habe jetzt schon wieder Mails bekommen nach dem Motto "was hast du denn da für eine Bazillenbude". Es wird halt von Einigen nichts unversucht gelassen,dieses Derby in den Dreck zu ziehen.Da sind dann Impfmuffel unter den Züchtern nicht gerade hilfreich.Ich bin jetzt auch in Kontakt mit der Fa. Tollisan/VetSchröder damit ab 2019 die Begleitung etwas professioneller ist. Der Mirko Jäger hat mir die Zusammenarbeit sehr empfohlen und anders als man es von der Fa. Tollisan so hört,soll diese Begleitung vornehmlich OHNE großen Medikamenteneinsatz vonstatten gehen. Schauen wir mal,wie  es 2019 so wird. Pocken jedenfalls wird es nicht mehr geben,auch wenn sie jetzt für mich sehr viel von ihrem Schrecken verloren haben. Ist halt ne ärgerliche Sache für Taube und Mensch aber letztlich ungefährlich. Immerhin. Da hat sich doch die Reise gelohnt.

16.10.2018: So,ich bin jetzt offiziell für den Rest der Woche aus dem Verkehr gezogen. Ich soll mir "viel Ruhe gönnen,viel Trinken und viel Schlafen". Also viel Trinken kriege ich ja hin,natürlich klare Flüssigkeiten, Gin, Wodka usw.......Aber hier den ganzen Tag in der Bude hocken bei Kaiserwetter und mich in irgendwelche Decken einmummeln? Ätzend! Doch ich habe ja einen sehr guten Grund um wenigstens in Mal am Tag rauszukommen,ich muss mich ja um die Tauben kümmern. Und wie lange ich da im Garten bin,kann mir ja auch keiner vorschreiben......und jetzt,wo sie bis Kassel nicht mehr rauskommen,habe ich ja auch endlich wieder Zeit und Muße mich tatsächlich beim Füttern eine Zeitlang hinzusetzen und den Tauben zuzugucken. Das Einzige,was ich beim Derby schade finde,ist ja,dass man aufgrund der Masse nicht so den Draht zu den einzelnen Tauben hat und sie eher weniger zahm sind. Doch einige wie der 800 z.B. kommen ja trotzdem an die Hand,ganz von alleine und ohne Abrichten. Das ist immer sehr schön.
Der Michael Stumme hat jetzt zu einer Art "Sammelaktion" für den neuen Hänger aufgerufen. So lieb das auch gemeint ist und so gerührt ich davon auch bin ist mir das doch ein bischen, ja, unangenehm. Ich bin nicht der Typ,der gerne etwas von Anderen annimmt, Geld schon mal gar  nicht. Das mag dem Einen oder Anderen  komisch vorkommen,aber ich kann nun mal auch nicht aus meiner Haut. Es muss sich also jetzt niemand verpflichtet fühlen, das sei hier noch mal ganz explizit erwähnt, zu dem Hänger was dazuzugeben! Ich schaff das schon sehr gut von selbst. Und schließlich habe ich das Teil ja auch in den Dutt gefahren.
Wenn ihr mir tatsächlich was Gutes tun wollt, dann bietet mal ordentlich auf die Tauben in der Auktion. Und nicht nur auf die von den großen Namen! Jede Taube,die da drin steht,hat es verdient,auch ein Gebot zu bekommen. Das sind alles Tauben,aus denen was Ordentliches fallen kann,mit dem ihr euch und euren Bestand deutlich verbessert. Also, AUF AUF und BIETEN!!!

15.10.2018: Da hat mich das Wochenende doch glatt aus den Latschen gehauen. Ich glaube,ich werde doch zu alt für solche Sperenzchen. Naja, aber von Freitag auf Samstag kaum geschlafen und von Samstag auf Sonntag auch nicht. Das zehrt dann doch irgendwann.
Habe mich dann aber heute doch noch trotz Fieber zum Anhänger-Spezialisten und zur Versicherung geschleppt. Die schlechte Nachricht: die Versicherung zickt rum und will nicht zahlen. Die gute Nachricht: ich bekomme einen komplett neuen,hochwertigen Hänger als Unterbau (der Alte ist irreparabel, kann von Glück sagen,dass ich damit heil nach Hause gekommen bin) mit Aufbau der "Kabine" und Allem Drum und Dran für insgesamt um die 1000€. Das ist deutlich weniger,als ich befürchtet habe und deshalb ist es für mich gar kein Problem,das zu wuppen. Das packe ich!
Blöd nur,dass Vater Stumme meine diesbezügliche Mail wohl völlig missverstanden hat und jetzt total sauer auf mich ist.Und ausgerechnet der Karl-Heinz,den ich doch so sehr schätze und mag,weil er so ein hochfeiner Kerl ist. Deswegen auch von dieser Warte aus nochmal in aller Deutlichkeit: Kalle, egal,was dir da auf den Magen geschlagen ist, es war nicht böse gemeint!!! ´Man, ich habe gute 84 Stunden mit ganz wenig Schlaf hinter mir und weiß nicht mal mehr richtig, in welchem Raum-Zeit-Kontinuum ich mich gerade befinde. Also bitte bitte nicht böse sein!!!!!
Ansonsten ist alles gut,die Tauben werden jetzt einmal ordentlich durchgekurt,damit sie auch frei von Allem nach Kassel bzw. über den Winter gehen können,die Versteigerung ist online unter www.pigeon-auction.de und ich hoffe natürlich,dass alle Tauben einen Abnehmer finden werden,denn alle,die in der Auktion stehen,haben sich das auch verdient!
So, und jetzt Tee und Tigerbalm und Bettchen.......

14.10.2018,06 Uhr: So,das war es dann also schon wieder mit dem Heidederby 2018. Tempus fugit! Der Endflug verlief wohl sehr glatt und gestern Abend waren 112 von 126 Gesetzten wieder zu Hause. Ich möchte mich auch hier nochmal ganz ganz herzlich bei allen Sportfreunden bedanken,die zum Zuschauen im Garten waren. Es hat mich sehr gefreut,dass ihr Interesse an meiner kleinen Nebenveranstaltung gezeigt habt. Und der Michael Stumme hat das als ehrenamtlicher Kameramann wirklich gut gemacht,Hut ab dafür.Auch das die Meisten noch extra gewartet haben,bis ich am Schlag ankomme,um mich zu begrüßen,finde ich aller Ehren wert. Insgesamt war es eine runde Veranstaltung,auch wenn ich auf der Rückfahrt in einer Baustelle so hart über einen Absatz gefahren bin,das der ganze Unterbau des Hängers verzogen und gerissen ist.:-(, Wenn die Versicherung da Zicken macht,dann werde ich den Zeitwert ermitteln lassen und der SG Stumme diesen eben komplett aus eigener Tasche ersetzen. Das gehört nun mal dazu,wenn man verantwortlich für Schäden ist.
Heute ist dann freier Taubenverkauf und Abends werden die ersten 30 As-Tauben ins Internet gestellt. Abzüglich derer,deren Züchter bereits bis zum 01.08. gesagt hatten,dass sie ihre Tauben wiederhaben wollen und derer,die vielleicht noch nicht vom Endflug zurück sind. Ich bin mal gespannt,wieviele Sportfreunde heute den Weg zu mir finden,um sich mit Tauben zu versorgen. Abhängig davon werde ich vielleicht sogar mehr als die 30 ersten As-Tauben ins Internet einstellen,mal schauen.

12.10.2018: Schon ganz aufgeregt vor dem Endflug habe ich mir die letzten Tage, aber auch schon seit Längerem, Gedanken über die Zukunft meiner Sportausübung gemacht. Ursprünglich wollte ich ja mit alten Tauben RV Spiel zu Trainingszwecken und einige Weitstreckenflüge im Jahr reisen. Zum Zwecke eines Stammaufbaus habe ich dann vorgehabt, 2019 auch mit Jungtieren am RV Programm teilzunehmen,welche von meinen Sportfreunden Mirko Werner und Mathias Frank kommen sollten. Ausserdem hatte ich schon beim Sportfreund Manfred Meyerholz 20 Junge 2019 aus der Tossens-Linie bestellt,um auch mit diesen Tauben in 1-2 Jahren auf die WS zu gehen.
Das sind die Träumereien,die man so hat.
Aber wenn man realistisch ist,muss man doch feststellen,dass es nicht ratsam ist,auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Die Durchführung des Derbys macht mir nun seit 2 Jahren wirklich große Freude, trotz aller Widrigkeiten,die man dabei manchmal hat.Und wenn man etwas gefunden hat,dass man wirklich mag,dann sollte man auch hauptsächlich da seine Kraft und Zeit reinstecken. Noch dazu als voll Berufstätiger. Wie soll man das ohne Hilfe unter einen Hut bekommen? Alte rauslassen,Junge rauslassen,Derbytauben rauslassen,allein das kollidiert ja schon zeitlich miteinander. Und die Gefahr,das man sich da verzettelt und demzufolge alles nur halbherzig macht,die ist dann doch groß.
Und deshalb werde ich mich ab 2019 voll auf das Derby konzentrieren und nur einige alte Pärchen im jetzigen Witwerschlag behalten,um sie ab und an (vielleicht aber auch gar nicht) auf Nest im RV Programm oder auf der WS zu setzen. Jungtauben für den Eigenbedarf werde ich gar keine züchten( es sei denn ein paar für die Küche) und auch nicht züchten lassen. Die Lücken,die über das Jahr bei den Alten entstehen,werden dann halt immer mit Derby-Tauben von der "Resterampe" aufgefüllt,die nach dem Rennen nicht verkauft wurden.
So kann ich mich voll auf die Durchführung des Derbys konzentrieren und euch sogar ab 2019 250 statt 200 Startplätze anbieten,weil ich den Platz doch noch für das Derby  nutzen kann. Dafür fällt dann die kostenfreie Ersatztaube weg aber dadurch haben mehr Züchter die Chance teilzunehmen und das Preisgeld erhöht sich auf 12.500€. Ich denke,das ist für alle,  für die Teilnehmer wie auch für mich,die beste Lösung.
Ein bischen plagt mich jetzt aber das schlechte Gewissen,da ich Manfred Meyerholz für die bestellten 20 Jungen wieder absagen musste. Und deshalb sei es mir hier an dieser Stelle ausnahmsweise mal gestattet,ein wenig Werbung zu betreiben und euch mitzuteilen,dass jetzt für 2019 noch 20 Junge im April/Mai bei Manfred Meyerholz bestellbar sind. Falls ihr also noch ein paar sehr gute Tauben sucht,welche man gleich auf der Reise testen kann,wendet euch vertrauensvoll an Manfred. Falsch machen könnt ihr da für 40€ pro Stück bei freier Auswahl sicherlich nichts!!!
So, und nun wieder Fokus auf Morgen,dass wir das gut über die Bühne schaukeln. Drückt uns die Daumen!

11.10.2018: Gestern waren die Tauben nun zum letzten Mal vor dem Endflug draußen. Heute passt es zeitlich nicht,da ich noch einen Termin habe und Morgen wird wieder klar Schiff gemacht,damit die Gäste am Samstag auch einen sauberen Stall vorfinden. Außerdem muss ich Morgen nachmittag ja noch Getränke und Wurst besorgen, Tauben einsetzen,den Grill und die Stühle von der EST in den Garten räumen usw usw usw.
Der Habicht kam gestern mal NICHT vorbei(oder ich habe ihn nur nicht gesehen). Alles in Allem aber,wenn man Mauserstand und Angriffsfrequenz mit einrechnet,wäre es wohl vernünftiger,im nächsten Jahr wieder nur 4 Flüge zu machen und dann Anfang Oktober durch zu sein. Ich erwarte zwar für Samstag keine größeren Probleme,zumal der Rückenwind sie ja auch noch ein wenig unterstützt,aber optimal sind Flüge Mitte Oktober generell sicherlich nicht mehr. Bis Kassel habe ich noch Zeit,etwas an der Ausschreibung zu feilen,dann muss sie stehen. Auch das Preisgeld werde ich anders verteilen,denn es ist ja nun mal so,das die beste bunte Taube z.B. meist eine ist,die auch in den Geldrängen landet und die beste Gesamtleistung hat ein Züchter auch nur dann,wenn er vorne,also auch im Geld,eine oder mehrere Tauben hat. Das führt bei der noch aktuellen Preisverteilung dazu,dass einige Glückliche einen ganzen Haufen Kohle bekommen und andere leer ausgehen. Und da ich ja möglichst jedem Teilnehmer ein auch zählbares Erfolgserlebnis wünsche,werden die Preisgelder eben ab 2019 auf die ersten 20 anstatt auf die ersten 10 verteilt und die beste Gesamtleistung sowie die beste bunte Taube werden dann halt mit einer Urkunde geehrt. Es sollen einfach möglichst viele Teilnehmer ein Stück vom Kuchen abbekommen,damit dann auch alle irgendein Erfolgserlebnis vorweisen und zufrieden mit dem Rennen sein können.
Am Samstag wird es so sein,dass die Besucher vor 12 Uhr nicht mit Tauben rechnen müssen. Von den Voraussagen her wäre sicherlich auch ein früher Auflass möglich,da kaum Luftfeuchtigkeit und somit auch kaum Nebelbildung herrschen wird,aber nach dem letzten Flug will ich da einfach auf Nummer sicher gehen,dass mich auch wirklich keine Bodeninversion überrascht. Deswegen wir der Auflass nicht vor 09 Uhr stattfinden. Der Ost/Südostwind soll in Stärke 2-3, zum Auflassplatz hin in Böen 4 wehen,daher sind Fluggeschwindigkeiten von 85-100 Km/h recht wahrscheinlich. Bezieht man noch den Mauserstand ein,wohl etwas unter 100 Km/h im Höchstfall. Also ist es schon ganz realistisch,dass die Zuschauer vor 12 Ihr auf keinen Fall mit Tauben rechnen müssen.
Ich bin schon gespannt,wer alles noch im Garten ist,wenn ich zurückkehre. Freue mich jedenfalls schon sehr auf die Bratwurst und die Molle Bier zum Abschluß der Saison. :-)

10.10.2018: Die Tauben waren aus zeitlichen Gründen gestern nicht mehr draußen. Trotzdem ist wieder der Habicht vorbeigekommen als ich gerade die Tränken fertig gemacht habe. Zog ganz locker und ohne Anstalten auf einen Angriff von der Bahn her über den Schlag. Wahrscheinlich kommt er immer zur selben Zeit auf seinem Revierflug hier rum ,weil er weiß,dass um diese Zeit herum meistens Tauben draußen sind. Ich persönlich glaube ja,dass, wenn man Raubvögel mit Telemetrie-Ringen ausstatten und über mehrere Monate überwachen würde,man beweisen könnte,dass diese Vögel einen ganz festen Turnus in ihrem Revier haben und immer wieder bestimmte Orte zu bestimmten Zeiten anfliegen. Neulich habe ich in der Reihe "Naturnah" auf NDR 3 einen entsprechenden Bericht über Uhus gesehen. Das war sehr interessant. Ausschlaggebend hierfür sind sicherlich auch Eckdaten wie z.B. die Tageslichtlänge und die Jahreszeit. Ich glaube,dass Raubvögel nicht planlos kreuz und quer durch ihr Revier ziehen auf der Suche nach Nahrung,sondern dass sie ganz genau wissen und abspeichern,wo es wann am wahrscheinlichsten ist,auf Beute zu treffen. Das erscheint nur logisch,da gerade im Herbst/Winter diese Tiere mit ihrer Energie haushalten müssen und sich erfolglose Suchflüge und Angriffe möglichst ersparen.
Genau deswegen ist es meines Erachtens auch zwingend notwendig,den Raubvogel so oft wie möglich zu vergrämen und ihm auch bereits geschlagene Beute möglichst abzujagen. Raubvögel sind nicht dumm! Wenn sie nur oft genug mit leeren Krallen und leerem Magen von unserem Schlag abziehen müssen,werden sie über kurz oder lang nicht mehr so oft kommen. Warum wohl knallen vor Allem junge Raubvögel vor Volieren ,in die sie nicht hineinkommen oder fliegen durch Einflugklappen? Weil sie noch unerfahren sind. Ein Altvogel wird eine Taube in einer Voliere nicht mal eines Blickes würdigen,weil er weiß,dass sich der Energieaufwand eines Angriffs nicht lohnt. Davon bin ich fest überzeugt. Und jeder Angriff,der gar nicht erst erfolgt,schützt das Leben unserer Tauben.
Heute aber werden sie wieder in die Luft gehen. Natürlich nur unter ständiger Überwachung.

09.10.2018: Zwei Tauben haben es doch noch geschafft,nach Hause zu kommen,das freut mich sehr. Gestern beim Freiflug am Haus war der Junghabicht sogar ZWEI Mal zu Besuch,beide Male wurde er erfolgreich vertrieben. Ich werde sie heute nochmals rauslassen und wenn er wieder dazwischen geht,muss man sich echt überlegen,ob man sie bis zum Endflug nicht drin lässt. Zu groß das Risiko,dass er noch eine Taube holt oder sich eine Taube verletzt. Und das wäre ja extremst unschön,wenn eine Taube,die theoretisch noch Erste werden kann,dann auf dem Endflug nicht dabei sein sollte. Na,wir werden sehen.
Es freut mich übrigens sehr,dass noch insgesamt 19 Tauben vor dem Endflug die Chance haben, 1. As-Taube zu werden. Und über 50 Tauben haben noch die Chance,mit einer vorderen Platzierung auf dem Endflug in die Geldränge zu fliegen. Von einem der ersten  30 "Versteigerungsplätze" mal ganz zu schweigen. Ich finde,das dokumentiert sehr anschaulich,wie dicht die Tauben dieses Jahr in der Qualität zusammen sind. Die meisten diesjährigen Teilnehmer haben verstanden,dass "Experimente" bei einem OLR meist nicht zielführend sind und man nur Tauben aus den wirklich Allerbesten seines Schlages schicken sollte,aus Tauben,die sich selbst oder deren Nachzucht sich schon bewährt hat. Zumindest dann,wenn man wirklich ernsthaft um die Geldränge mitspielen will. Tauben aus Experimentalpaarungen zu einem OLR zu schicken nach dem Motto "ich will mal gucken wie sie sich DORT schlagen", das KANN auch mal für die Geldränge reichen,aber die Unsicherheiten bei diesen Tauben sind doch viel größer als bei bewiesenen Zuchtpaaren. Dann lieber die Experimentalpaarungen an befreundete Züchter ausserhalb der eigenen RV abgeben und im Programm reisen lassen. Da bekommt man auch verlässliche Werte und der finanzielle Verlust ist niedriger als wenn sie bei einem OLR nicht gut fliegen.
Es zeichnet sich ab,dass am Wochenende tatsächlich mäßiger bis starker Rückenwind herrscht. Und wie wir alle wissen, kommen manchmal bei Rückenwind ganz kuriose Ergebnisse raus und ganz andere Tauben nach vorne als sonst. In diesem Sinne ist die Messe für die ersten As-Tauben noch lange nicht gelesen. Jede Taube der ersten 50 kann noch ins Geld fliegen. Es ist zwar auch unwahrscheinlich,dass jetzt alle Tauben aus den Top 10-30 versagen, spannend ist es aber allemal. Ich jedenfalls bin gespannt wie ein Flitzebogen,wer am Ende die Nase vorn haben wird. Eine sehr enge Kiste wird dies auf jeden Fall. Gut so! :-)

08.10.2018: Den Eintrag von Gestern schrieb ich gegen 12 Uhr. Bis zum Klappen schließen am Abend ist keine einzige Taube mehr gekommen. Ich verstehe das nicht. Und in Anbetracht dieser Umstände kann ich mit dem 4. Flug also auch nicht zufrieden sein. Verluste muss man zwar einkalkulieren,aber  19 Tauben von 144? Weg? Nein,das nagt doch ziemlich an mir,da bin ich nicht abgebrüht genug für um das mit einem Schulterzucken abzutun. Es stimmt zwar,dass dies bis auf 2 alles Tauben waren,die auch auf den letzten Flügen immer erst im letzten Drittel zu Hause waren, aber bei dem Wetter und selbst wenn der Raubvogel da mehrmals zwischen war und auch wenn diese Tauben qualitativ vielleicht nicht erste Wahl waren,müssten doch zumindest EINIGE davon noch rantrudeln. Aber der Himmel bleibt leer. Nun,immerhin muss man festhalten,dass bislang keiner der Flüge einen ähnlich katastrophalen Verlauf genommen hat wie der 2. Flug letztes Jahr. Auf den 3 Flügen vorher habe ich zusammen ganze 7 Tauben verloren und der Rest ist am Haus weg oder sitzt verletzt und nicht mehr reisetauglich in der Invalidenstation. In der Woche vom 3. zum 4. Preisflug ist dort noch der  CH-1380 mit einer schweren Flügelverletzung hinzugekommen. Der arme Kerl schafft es kaum ins unterste Regalfach. Und dabei hatte ich auf den Vogel große Stücke gehalten (die Nestschwester CH-1379 fliegt auf dem 4.Flug den 10.Konkurs!). Aber zum Glück für diese Tauben werden auch nicht mehr reisetaugliche Tiere bei mir genauso gut behandelt wie alle Anderen. Das sind wir diesen Tieren,die für unser Vergnügen ihre Gesundheit riskieren, auch schuldig.

07.10.2018: Vom gestrigen Preisflug fehlen leider immer noch 19 Tauben.Heute Morgen saß nur eine einzige im Ausflug. Ich verstehe das nicht wirklich. Wo sind die?
Heute habe ich die Tauben wieder baden lassen und als ich da so in der Sonne saß und den Tauben zusah,da flog über mir eine ganze Armada aus Zugvögelm immer wieder gen Westen. Große Schwärme Singvögel, Kraniche, Gänse, Hohltauben, Ringeltauben,Kormorane und sogar  (ganz hoch) einige Greifvögel. Ja,es wird eindeutig Herbst. Und je mehr sich die Natur jetzt leert,desto weniger finden die Raubvögel zu fressen. So besuchte auch heute wieder das junge Habichtmännchen meinen Garten. Vielleicht hat der ja jetzt den Alten abgelöst,den habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Insgesamt wird sich also der Greifvogeldruck nun noch mal steigern und deswegen bin ich auch ganz froh,dass nur noch der Endflug ansteht. Wie lange danach noch ein Freiflug am Haus möglich ist,wird man sehen müssen.Aber da kann man ja zumindest einen Großteil der Angriffe vereiteln,wenn man nur unter Aufsicht rauslässt. Ich werde das dieses Jahr wieder so lange machen,wie es eben geht,da ich der Meinung bin,je länger die Tauben draußen Bewegung haben,desto besser ist das.
Die Planungen für den 13.10. sind auch abgeschlosen,es haben sich 15 Sportfreunde fest angemeldet und ich gehe auch von ein paar Züchtern aus unserer RV aus,die spontan vorbeikommen werden. Ich werde also genug zu Essen und zu Trinken für 20 Leute besorgen und dann hoffen,dass jemand mit unserem zickigen Gasgrill umgehen kann (ist ,glaube ich, ne Frau, das Ding :-)). Das Wetter soll ja STAND JETZT gut sein,aber das kann sich ja noch 10 Mal ändern bis Samstag. Falls sich aber der angesagte Ostwind bestätigt,dann wird das wohl ein schneller Flug werden. Das wäre dann das erste Mal Rückenwind und dann auch noch auf dem Endflug. Mal sehen,wie die Tauben damit klarkommen.......

06.10.2018: Ich werde zu alt für diesen Blödsinn.......bin total müde und im Ar....aber ich wollte das ja so,gelle?
So,zum Wichtigen: der Flug heute war irgendwie merkwürdig. Beim Auflass zogen die Tauben derart schnell ab,dass die erste Seite schon weg war,als ich die zweite Seite aufgelassen habe. Das kenne ich so nicht,denn normalerweise kreisen sie wenigstens in paar Runden bevor sie abziehen. Aber heute war es das Prinzip "Raus und Weg!" Ob sie da am Himmel einen Greifvogel gesehen haben?
Der Sportfreund Gerd Timmel aus meiner RV war heute netterweise zum Aufpassen im Garten. Die ersten Tauben kamen bereits nach knapp über 3 Stunden am Heimatschlag an,also etwa 80 Km/h und das bei leichtem seitlichen Gegenwind.Nun gut,der Wind am Auflasort war eigentlich nicht vorhanden und in der Heimat wohl auch schwach,also passt das schon. Insgesamt war es ein eher schleppender Verlauf mit 32 Minuten Konkurs. Zwei Dinge sind allerdings merkwürdig.Erstens war heute "Favoritensterben",denn es sind viele Tauben aus den bisherigen Top 30 nicht oder nur sehr knapp in die Preise gekommen. Wer weiß,wo die langgedonnert sind. Zweitens sind nach 13:15 Uhr keine Tauben mehr gekommen. Es waren beim Abklemmen 121 von 144 Gesetzten auf der Uhr aber da war dann auch schon 90 Minuten nichts mehr gekommen. Gut,das betrifft mit Masse Tauben,die auch bisher nicht gerade durch Leistung geglänzt haben,aber ein bischen merkwürdig ist das schon. Mal sehen,ob und was da noch kommt. Laut Aussage von Gerd waren die Tauben sehr nervös als sie ankamen und hielten sich nicht lange in der Luft auf sondern gingen sehr zügig rein.Und als etwa die Hälfte der Tauben da war, kam wohl auch der Habicht tief über die Bäume und wurde durch Gerd mit Klatschen und Rufen vertrieben. Der hätte sich sonst sicher in den Apfelbaum gesetzt und auf sein Frühstück gewartet. Gut,das der Gerd da war und aufgepasst hat. Von hier aus nochmals ein herzliches Dankeschön an den Sportfreund Gerd Timmel!
So,ich werde mich jetzt erstmal gemütlich aufs Sofa legen und ein bischen Siesta halten. Das habe ich mir aber auch verdient.:-)

05.10.2018: Morgen startet dann also der 4. und damit vorletzte Preisflug. Die Bedingungen könnten besser nicht sein. Sonne,leichte Bewölkung,schwacher Südwestwind, geringe Luftfeuchte und damit auch nur wenig morgendlicher Dunst. Wenn nicht gerade wieder unsere grauen "Freunde" in Scharen unterwegs sind,rechne ich mit einem ganz glatten Flug.
Die ersten Anmeldungen von Sportfreunden,die zum Endflug in den Garten kommen wollen,sind auch schon eingetrudelt. Leider auch schon eine Absage eines Sportfreundes,der eigentlich bei der Anlieferung seiner Tauben sein Kommen zugesagt hatte. Aber der Mann hat sich die Achillessehne gerissen,das ist ja ein wirklich triftiger Grund ,nicht zu erscheinen. Wenn insgesamt so 20 Leute kommen ,wäre ich schon zufrieden.Wenn es mehr werden,wäre das toll. Bratwurst, Bier und alkoholfreie Getränke werden jedenfalls in ausreichender Menge vorhanden sein. Die gehen dann auf mich. Nur einen freiwilligen "Grillmeister" werden die Zuschauer dann finden müssen,denn ich bin ja nicht da. Aber es wird ja wohl jemand mit einem Gasgrill umgehen können.
Ich möchte mich hier dann auch noch mal ganz herzlich beim Sportfreund Christian Bär bedanken,der seine bisherigen 50€ Gewinn vom 1. Preisflug als Beitrag für die Ausrichtung des Endfluges gestiftet hat! Da kann man schon ein paar Würste für kaufen:-) Christian, vielen DANK!
Da ich ja sehr wahrscheinlich (hoffentlich!) weit NACH den Preistauben am Garten ankomme,werde ich sicherlich nicht mehr alle Sportfreunde sehen,was natürlich schade ist. Andererseits kann man aber ja auch nicht verlangen,dass sie nach der Ankunft der Tauben nun unbedingt warten müssen,bis ich dort angezockelt komme. Und in Kassel sieht man sich ja meist spätestens sowieso. Das Wetter soll ja Stand heute sehr schön und spätsommerlich sein,sodass eine gemütliche ,gesellige Runde gesichert sein dürfte. Wer also noch erscheinen will möge mir dies bitte bis Sonntag mitteilen! (nicht wahr,Herr Trute???;-))
Aber schauen wir erstmal,dass wir den Flug Morgen gut über die Bühne bekommen bevor wir uns mit den ungelegten Eiern des Endfluges beschäftigen. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern für Morgen ganz herzlich GUT FLUG!!!

03.10.2018: Das waren 2 schöne Angeltage auf der Müritz mit meinem Sohn,mal was ganz Anderes als immer nur Tauben, Tauben, Tauben. Es gibt mehr im Leben als nur DAS eine Hobby. Vermutlich wird man mit dieser Einstellung nie in der Spitzengruppe des Taubensportes mitspielen, aber wenn ich mir andere Züchter angucke,die ganz verkrampft ehrgeizig sind und sich schon ärgern,wenn sie 2. RV Meister anstatt Erster werden,dann denke ich mir immer,dass meine Einstellung zum Taubensport so falsch nicht sein kann. Es ist halt "nur" ein sehr schönes Hobby.......
Den Tauben haben jedenfalls die 2 Tage Basisversorgung natürlich nichts ausgemacht,vielleicht waren sie sogar ganz froh,dass sie mal 2 Tage in Ruhe mausern durften und kein  Trainingspensum absolvieren mussten,wer weiß? Heute Morgen habe ich jedenfalls die Schläge wieder blitzeblank durchgekratzt und die Tauben baden lassen. War auch schön,sie dort in der Wanne entspannen zu sehen. Man muss halt einen Weg finden,wie man sein Hobby so ausüben kann,dass es wirklich seinen Zweck erfüllt,einen glücklich zu machen und vom Arbeitsalltag entspannen zu lassen. Da sind Pokale und Meisterschaften meines Erachtens nur ein sehr kleiner Baustein. Das Meiste zieht man sich doch aus dem Umgang mit den Tieren,das Beobachten,das Spielen und das Abschalten,wenn man sich im und am Schlag bewegt. Man sollte dieses ganze "Höher,Schneller,Weiter" aus dem Alltagsleben, dieses ganze "Mehr!MEHR!MEHR!" einfach draußen vor der Tür lassen und sich auf daas Wesentliche besinnen: die Freude,mit solch tollen Tieren arbeiten zu dürfen......


Mein Sohn mit seinem neuen persönlichen Rekord-Hecht! :-)

30.09.2018: Man merkt,dass die Tauben jetzt stärker in die Mauser kommen,denn der Flugwillen am Haus ist nicht mehr so stark,obwohl das Wetter dazu perfekt ist. Die nächsten 2 Tage werden sie auch nicht fliegen müssen,denn ich nutze die letzten Tage meines Urlaubs dazu,ein wenig abzuschalten und werde beide Tage jeweils an der mecklenburgischen Seenplatte mit Angeln verbringen.Wenn man schon seinen ganzen Jahresurlaub verbraucht,um das Derby mit Vorflügen und den ersten Preisflügen vernünftig steuern zu können,dann hat man sich das auch mal verdient,denke ich. Den heutigen Vormittag habe ich bei meinem guten Freund Mirko Werner in Salzwedel verbracht und wir haben uns die Tauben angeschaut,die er jetzt mit ins Jahr 2019 nimmt. Dies sind ja mit Masse Nachzuchttauben aus den Zuchttauben von Manfred Meyerholz,welche dieser ihm kostenfrei zur Verfügung gestellt hat,dann Originale von Meyerholz und auch 2 sehr schöne junge Vögel von Uwe Heeschen,die sich schon auf der Jungreise sehr gut gezeigt haben. Man muss auch festhalten,dass sich die Originalen von Manfred bei Mirko besser geschlagen haben als die Nachzuchten. Nach dem ganze Hickhack im Vorfühling und der Eingewöhnungsphase aber auch kein Wunder. Wenn man alte Tauben "verpflanzt" und dann noch meine gekauften 4 Sommerjungen dazu nimmt,dann kommt meist im ersten Zuchtjahr nichts wirklich Brauchbares rüber. Zudem kam ja bei Mirko noch die am Anfang sehr starke Belastung durch den Wanderfalken hinzu,der über 40 Junge zum Opfer fielen. Insofern ist es schon ganz gut,dass doch noch einige Tauben aus dem Zuchtschlag übrig geblieben sind. Und da Mirko ja in 2019 den Zuchtschlag an einem wesentlich sonnigeren und wärmeren Standort aufbaut,was wir heute so beschlossen haben, sehe ich dem nächsten Zuchtjahr bei ihm sehr positiv entgegen.

28.09.2018: Heute Morgen durften die Tauben zur Belohnung für die gestrige Anstrengung ausgiebig baden, was sie auch wie immer sehr gut angenommen haben. Dies ist ja auch ein Indikator dafür, ob es den Tauben gut geht,denn eine kranke Taube badet nicht. Aber alles ok. Sie haben dann auch heute eine Extra-Portion Hanf bekommen, abgemischt mit Mineralith und Moorkonzentrat,damit die Akkus schnell wieder aufgefüllt werden.Ich muss sagen,die Tauben gefallen mir sehr gut,trotzdem sie jetzt natürlich immer mehr in die Mauser kommen. Vielleicht trägt auch die Versorgung mit etwas mehr Beiprodukten dazu bei,dass sie dieses Jahr deutlich stärker/früher mausern,aber das zeigt ja nur,dass sie wirklich fit sind. Das haben sie auch heute Nachmittag gezeigt,als sie schon wieder sehr schön geflogen sind. Natürlich gab es auch heute wieder Raubvogelbesuch,doch der Habicht (ein Altvogel diesmal) kam gemütlich auf halber Höhe an und setzte nur ein Mal kurz zum Angriff an. So richtig "wollte" er wohl nicht. Wenn die Tauben in der Luft sind und der Habicht von oben kommt,dann ist kaum mal ein Angriff erfolgreich. Wenn er dagegen flach und aus der Deckung beim Starten oder Landen angreift,dann steigen seine Erfolgschancen stark an. Doch an den Tagen,als der 78 und die 1050 weggekommen sind ,habe ich keinerlei Angriffe bemerkt und die Tauben haben sich auch ganz normal verhalten. Darum denke ich,dass diese Verluste nicht auf das Konto des Habichts gehen,sondern das hier ein Wanderfalke sein Unwesen treibt. Da sie den noch nicht so intensiv kennen wie den Habicht, kann ich mir gut vorstellen,dass,wenn er eine Taube vom Rand des Schwarms im Sturzflug erwischt,die Anderen dies vielleicht gar nicht so wirklich mitbekommen. Das hier mehr als ein Raubvogel zugange ist,das weiß ich schon länger.So ist das nun mal in der naturbelassenen Gegend hier. Habicht, Wanderfalke, Sperber,alles fliegt hier rum. Zum Glück fliegt aber auch noch genug Beute herum,sodass es meist noch erträglich ist. Wenn man mindestens 25-30% Verluste durch den Raubvogel noch als erträglich bezeichnen kann....aber da kann man nichts machen. Die Kröte muss man als Taubenzüchter dann wohl schlucken.

27.09.2018: Der heutige Preisflug verlief aufgrund des Kopfwindes sehr langsam. Die ersten Tauben erreichten knapp über 60 Km/h. Wieder war es so,dass die Tauben in kleinen und größeren Trupps ankamen und der größte Pulk mit etwa 60-70 Tauben kam kurz nach den Preisen an. Auch hier tippe ich eher nicht darauf,dass einige Tauben "Vorausflieger" sind (denn sonst wären immer dieselben vorne und heute sind die ersten beiden bislang "unbeschriebene Blätter") sondern das sich der Schwarm wieder unterwegs geteilt hat bzw. geteilt wurde. Es ist immer schade,dass ich nicht sehen kann, wie die Tauben ankommen,ob sie nervös sind,ob sie noch lange am Schlag fliegen etc. Dies würde ja Aufschluß über das geben,was vielleicht unterwegs los war. Nun erwarte ich auch nicht,dass die Tauben von 200 KM alle im Schwarm kommen,aber dieses "Ketchupflaschenprinzip" lässt mich doch vermuten,dass da auch heute wieder unterwegs was gewesen sein muss.Jedenfalls ist derzeit noch gar keine Tendenz erkennbar,welche Tauben am Ende vorne stehen werden,es gibt jeden Flug neue,die sich mit vorne platzieren. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein,denn so bleibt das Rennen auch spannend und viele Tauben haben die Möglichkeit,sich mit guten Ergebnissen auf den letzten beiden Flügen noch in die Top 30 zu katapultieren. Insgesamt bin ich nicht unzufrieden, sehe aber mit Besorgnis auf die weitere Entwicklung,wenn nun immer weniger Tauben in der Luft sind,die Zugvögel beginnen,wegzuziehen und die Taubenzüchter ihre Tiere nicht mehr frei fliegen lassen. Dies alles erhöht natürlich den Greifvogeldruck auf die Tauben,die dann noch unterwegs sind. Hoffen wir aber mal das Beste!

26.09.2018: Das Leben kann schon manchmal grausam sein. Da habe ich mich gefreut,dass die für mich aus 2 Meyerholz-Tauben gezogene und für Peter Fuschera aktivierte 1050 nach 2 durchgeführten Flügen 1. As-Taube ist,da muss ich heute beim Einsetzen feststellen,dass sie nicht mehr im Bestand ist. Das ist gleich doppelt traurig,da ich noch am Sonntag mit Peter telefoniert habe und er gefragt hat,ob er die Täubin eventuell nach dem Rennen haben dürfte. Ich habe natürlich zugesagt,wenn ich schon so nett gefragt werde und wollte auch gar nichts für die Täubin haben,denn unter Sportfreunden schenkt man sich auch mal was (und ausserdem reise ich nur noch mit Vögeln also war das auch kein großes Opfer). Tja und nun hat innerhalb der letzten 4 Tage der Raubvogel eine hoffnungsvolle Täubin geholt und meine Geste Peter gegenüber entwertet. Es ist schon ein Kreuz mit den Greifern. Selbst wenn man keinen Angriff sieht,irgendwie fehlen beim Einsetzen immer welche,die letztes Mal noch dabei waren. Schade für diese schöne Täubin,ich denke,die hätte vorne ein Wörtchen mitgeredet......

25.09.2018: Unmittelbar nach der Hitzewelle und Dürre scheinen wir uns gleich zum Spätherbst zu begeben,denn heute Morgen hatte ich das erste Eis auf der Frontscheibe. Nun überlege ich natürlich,wie es mit den Flügen weitergeht. Nicht nur,dass ich den Tauben zumindest die besten Temperaturen zukommen lassen will wenn sie schon immer ziemlich starken Kopfwind haben, es geht ja auch immer um die Uhr und ob die bei so niedrigen Temperaturen überhaupt vernünftig funktioniert. Ich muss sie ja immer schon am Abend vorher bzw. sehr früh am Morgen zwischen 2-3 Uhr,bevor ich losfahre für die kurzen Strecken, anschließen. Und wir erinnern uns:als die Uhr vor dem ersten Flug über Nacht im Auto lag bei 5 Grad,da hat sie ja schon mit der Zeit herumgesponnen. Nicht auszudenken,wenn ich so weit fahre,die Tauben dann ankommen und sich die Uhr aufgrund der niedrigen Nachttemperaturen aufgehängt hat. Und so tendiere ich dazu,auch den 3. Flug vorzuziehen auf Donnerstag. 11 Grad Nachts,bis 22 Grad am Tag,es ist der beste Tag der Woche. DerWind weht die ganzen Tage unverändert mit 3-4 aus Südwest,was aber immer noch besser ist als Schiebewind mit 3-4,denn bei Gegenwind können sie zumindest nicht überfliegen. Ist schon kniffelig,wnn man die optimalen Bedingungen für einen Auflass herausfinden möchte........noch kann ich ja recht flexibel reagieren,aber ab dem 04.10. ist mein Urlaub vorbei,dann muss das Wetter an den Wochenenden passen ,sonst wird es echt eng.

23.09.2018: Gerade eben habe ich erfahren, dass der Sportfreund Peter Fuschera das diesjährige Frankenland-Derby 2018 gewonnen hat.Als Zückerchen obenauf macht eine Taube von ihm gestern auf dem Preußen-Derby für das Team Sylt den 39.Konkurs. Peter ist ja in der OLR-Szene ein bekannter Züchter,der u.a. letztes Jahr das Preußen-Derby und das Upland-Derby gewonnen hat. Der hat schon echt gute Tauben. Derzeit steht eine Taube aus seinem Team auch bei meinem Derby ganz vorne,allerdings ist das eine von den für mich gezogenen aus dem Meyerholz-Tauben,die er für eine abhanden gekommene Taube aktiviert hat. Ich habe mich für diesen symphatischen Plattsnacker,mit dem ich vorgestern noch telefoniert habe, sehr gefreut. Glückwunsch, Peter!!!:-)
Die Derbytauben waren gestern und vorgestern draußen und haben trotz (oder wegen?) des starken Windes sehr gut geflogen. Nur heute bei angesagten Sturmböen bis 110 Km/h werden sie wohl drin bleiben müssen.Aber schauen wir mal. Überhaupt muss man ganz deutlich den Hut vor den Tauben ziehen,denn je weiter die Mauser fortschreitet,desto anstrengender ist das Fliegen ja für die Tiere. Und unter diesen Bedingungen ein paar hundert Kilometer gegen den Wind zu fliegen,dazu gehört schon was. Eine ganz starke Leistung aller Tauben,die sie da vollbringen. Der Respekt darf also nicht nur an die Preistauben gehen. Sie alle, ob sie nun rechtzeitig oder ein paar Minuten später kommen, zeigen damit,dass sie fit sind,dass sie Heimkehrwillen haben und auch mit halbem Anzug alles geben, um nach Hause zu kommen.Brieftauben sind wirklich richtig tolle Tiere!!!

21.09.2018: Ich würde mal mit dem Blick aufs derzeitige Wetter vormeinem Fenster sagen: alles richtig gemacht mit der Verschiebung. Ist einfach besser für die Tauben,denn das sind ja Lebewesen,die unserer "Willkür"ausgesetzt sind und so haben wir als Züchter dann auch die Verantwortung,ihnen nur etwas zuzumuten ,was die Meisten auch gut bewältigen können.Derzeit fehlen noch,wenn ich es recht im Blick habe, 4 Tauben. Und beim Einsetzen habe ich anhand der Satzliste festgestellt,dass innerhalb des Zeitraums vom 1.zum 2. Preisflug wieder 2 Tauben am Haus weggekommen sind. Zu allem Überfluss hat sich die 257 von der SG Kanitz,die am 1. Preisflug noch einen schönen Preis macht, unter der Woche am Flügel verletzt,sodas auch sie für den Rest des Derbys ausfällt. Ist echtes Pech für meinen Kumpel Claus: 250 und 257 verletzt, 254 vom 1. PF nicht zurückgekehrt. Und so werden aus 5 Tauben im Rennen ganz schnell mal nur noch 2. Aber da kann man nichts machen,die Raubvögel verteilen eben keine Symphatiepunkte........

20.09.2018: So, der 2. Preisflug ist nun auch Geschichte. Mit mäßigem Gegenwind erreichten die ersten Tauben bei Auflas um 08:00 Uhr um exakt 10:30 Uhr den Heimatschlag. Allerdings muss unterwegs etwas gewesen sein,denn die Tauben hatten sich offenbar in mehrere Gruppen getrennt,die auch mit jeweils deutlichem Abstand ankamen,wodurch sich die Konkursdauer von gut 25 Minuten ergibt. Der Hauptteil der Tauben kam erst gegen 11 Uhr am Schlag an. Ich denke nicht,dass die anderen beiden Gruppen derart schneller geflogen sind sondern das etwas den Schwarm geteilt hat woraufhin die Gruppen unterschiedliche Richtungen nahmen. Es liegt nahe,dass dies wieder ein Raubvogelangriff war. Bis um kurz nach 12 Uhr hatte sich aber ein Großteil der Tauben eingefunden.Nun gilt es die Daumen zu drücken,dass es auch die restlichen Tauben noch nach Hause schaffen,obwohl es für einzelfliegende Nachzügler ja immer sehr gefährlich ist. Insgesamt bin ich aber mit dem Flug durchaus zufrieden.

18.09.2018: Derzeit tendiere ich dazu,den 2. Preisflug auf Donnerstag, 20.09., vorzuziehen,da ab Freitag eine deutliche Wetterverschlechterung mit Regen, Temperatursturz und starkem Wind angesagt ist,die sich bis in die nächste Woche reinziehen soll. Ab nächsterWoche Dienstag/Mittwoch soll sich das Wetter dann wieder beruhigen. Nun ist es ja nicht selten so,dass sich Voraussagen im Laufe der Tage deutlich ändern,aber derzeit tun sie das eher zum Schlechteren als zum Besseren. Ich stehe laufend im Kontakt mit 2 erfahrenen Flugleitern,die mir ebenfalls empfohlen haben,den Flug am Donnerstag durchzuführen,wenn sich an den Prognosen nicht deutlich etwas zum Besseren ändert. Von den Tauben her wäre das kein Problem,denn die sind topfit und haben vom letzten Flug keine Mängel davongetragen. Ich werde mal bis Morgen Mittag abwarten und dann eine Entscheidung treffen.

16.09.2018: Gestern habe ich mich sehr für den Teilnehmer Lutz Thomzyk (Team LuMaBs) gefreut,denn nach dem sehr guten Ergebnis auf dem Ostseflug Usedom hat er gestern auch in der RV Braunschweig den 1. Konkurs geflogen.Glückwunsch!
2 der fehlenden Tauben sind nach Hause gekommen und auch noch eine,die schon länger weg sein muss,denn sie hat keinen Tipesring um. Ich glaube,das ist eine,die noch vom 2. Vorflug am 29.08. fehlte.Finde ich sehr schön,dass auch nach längerer Zeit noch Tauben nachkommen. Wenn der Geier sie nicht gerade holt,ist dieses zwanglose Herumtollen auf dem Rasen das beste Training zum Überleben im Feld. Ich habe es ja auch schon letztes Jahr erlebt,dass Tauben teils nach Wochen noch nach Hause kamen,in der Summe viel mehr als bei Sportfreunden,wo die Tauben nur die Luft oder den Schlag kennen. Wo es also möglich ist,kann ich nur dazu raten,die Jungtauben "gammeln" zu lassen. Es bringt wirklich was. 21 Uhr: gerade habe ich gesehen,dass der 252 (Nestbruder 251) bei der SG Kanitz in der RV Südholstein einen guten Preis auf dem Endflug fliegt,nachdem er die beiden Flüge davor jeweils Schlagerster war. 251,die bei meinem Derby startet, und 252 sind Kinder aus der Verpaarung 476 x 949. Diese beiden Tauben hatte ich dem Claus im Frühherbst 2016 geschenkt. Der 476 wird in 2016 bei mir 1.As-Vogel der RV mit 13/11 Preisen(eigentlich 12 wenn auf dem letzten Flug nicht die Anlage ausgefallen wäre) und die 949 ist eine Originale von Kanitz,die ich zusammen mit 4 Anderen meinem Vater 2013 als Geburtstagsgeschenk gekauft hatte. Diese Täubin fliegt in ihrer Karriere fast nur Spitze und insgesamt 5x 1. Konkurs in der RV. Zwei Mal schlägt sie dabei nur um Sekunden den 476 von meinem Schlag. Als es sich 2016 abzeichnete,das mein Vater ins Pflegeheim musste und ich keine Motivation mehr für das RV Spiel hatte,habe ich diese beiden kurzerhand dem Claus geschenkt,damit sie in gute Hände kommen und die Nachzucht vernünftig getestet werden kann. Wie das so ist,gingen 2017 fast alle Kinder in irgendwelche Zuchtschläge und die einzige Täubin,die reisen sollte,wurde vom Greif übel zugerichtet,also ebenfalls nur Zuchtschlag. Dieses Jahr aber kommen nun endlich einige Kinder zum Reisen und siehe da: der 252 wird gleich beste Jungtaube beim Claus! Da ist man doch gespannt darauf,was die 251 jetzt beim Derby so reißen kann. Beim 1. Flug fällt sie ja um 1 Minute aus den Preisen.
Das es diese Familie aber kann,bewies schon der 91 von 2017,der beim Heidederby 2017 noch 9.As-Taube wurde,obwohl er am Endflug keinen Preis machte,mit einer schweren Greifvogelverletzung noch nach Hause kam und dann in der Nacht nach dem Endflug verstarb. Dieser 91 stammt aus dem 55, einem Sohn der 949 die dort an einen Sohn aus dem 592 von Vater gepaart war.Der 592 fliegt über 60 Preise und wird 1999 und 2002 mit jeweils 12/12 RV Bester Vogel. Den 55 habe ich Claus zusammen mit dem Pärchen 476 x 949 in 2016 geschenkt. Es wird sicherlich spannend zu sehen,was diese Familie in den nächsten Jahren bei Claus und auch bei denen fliegt,die Junge aus dem Paar bekommen haben.......

15.09.2018: So schön und glatt der Flug gestern auch gelaufen ist,es fällt eins auf,was auch sonst auffällt: was Abends nicht da ist,kommt auch nicht mehr. Die 5 Tauben,welche gestern um 16 Uhr fehlten,die fehlen auch heute (Stand 12 Uhr) noch. Also scheint es tatsächlich so zu sein,dass es so viele Raubvögel gibt,dass die ganzen Nachzügler und Einzelflieger alle weggeputzt werden. Das ist schon eine sehr traurige Entwicklung in der Natur,die wir da durch den einseitigen Speziesschutz für Raubtiere durch die großen Naturschutzverbände erleben müssen. Und wenn man da etwas weiter denkt,dann trifft es ja nicht nur Nachzügler,die mit dem Schwarm nicht mitkommen. Es trifft dann auch genauso die richtig GUTEN Tauben,welche sich bei weiteren Entfernungen frühzeitig aus dem Schwarm lösen und dann eben AUCH einzeln fliegen. Welcher Züchter hat es nicht schon mal erlebt,dass eine richtig gute Taube von einem  völlig normalen Flug nicht nach Hause gekommen ist? Genau das ist dann passiert,was ich oben beschrieben habe. Einzeln fliegende Tauben,egal ob Nachzügler oder Vorausflieger, tragen praktisch eine Zielscheibe auf dem Rücken.

14.09.2018: Gott sei Dank lief der erste Preisflug heute ganz glatt über die Bühne. Der Tag ging denkbar schlecht los,denn das ich die Uhr im Auto über Nacht hatte,hat sie mir wohl übelgenommen und zeigte heute beim Anstellen eine ganz verrückte Zeit. Aber zum Glück verrechnet das Programm ja die Zeit,deswegen stehen da auch in der Liste -21666 Sekunden. Das wäre es ja noch gewesen,dass ich den 1. Flug hätte streichen müssen,die ganze Fahrerei und Mühe umsonst. Puh! Das war das erste Mal Glück. Das zweite Mal Glück war,dass sich die Tauben nicht von den nicht idealen Wetterbedingungen haben aufhalten lassen. Als ich um 08 Uhr die Klappen öffnete,war am Auflassort nur leichter Bodennebel,aber schon sehr gute Sicht. Bei der Fahrt nach Hause stellte ich aber fest,dass es stellenweise doch sehr sehr neblig war. Aber offenbar sind die Tauben in einer Höhe geflogen,wo die Luft bereits klar war,so dass es mit dem Bodennebel keine Probleme gab. Doppeltes Puh!
Derzeit (13 Uhr) fehlen noch einige wenige Tauben. Jetzt muss nur noch die Übermittlung zu RIRO klappen,dann bin ich zufrieden. Die Preisliste habe ich jedenfalls auch nochmal gescannt und hier eingestellt. Insgesamt also ein guter Flug mit dem ich zufrieden bin.

13.09.2018: Die Situation mit dem Raubvogel wird immer kritischer. Ich glaube auch,dass es mehr als einer und auch mehr als eine Art ist,die hier nur darauf wartet,dass die Tauben rauskommen. Ich habe bereits zwei verletzte Tauben,die nicht mehr reisetauglich sind ( CH 15259 von der SG Wirz und 04972-250 von der SG Kanitz),beide mit Flügelverletzungen und die 15259 noch dazu mit einer tiefen Fleischwunde an der Brust. Zudem fehlt seit dem Freiflug gestern am Haus der schöne Schwarzscheck Nr.78 vom Sportfreund Christian Bär. Allerdings habe ich gestern keinen Angriff bemerkt und die Tauben haben sich auch nicht so präsentiert. Da der 78 aber auch gerne mal seine Runden alleine fliegt,kann es natürlich sein,dass die anderen Tauben keinen Angriff bemerkt haben,erst Recht nicht,wenn das der Falke ist,der ja blitzschnell von oben kommt.Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben,dass der 78 noch im Laufe des Tages kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering,aber wer weiß. Das wird wohl noch ein heißer Herbst hier,da kann ich nur hoffen,dass ich an den Flugtagen immer jemanden finde,der im Garten aufpasst,damit er zumindest nicht zwischen die Tauben geht,die vom Flug kommen.Ist schon belastend,diese Überpopulation.......

12.09.2018: Gleich heute Morgen war eine Mail des Verrechners im Postfach,was zu tun ist. So lobe ich das mir! Keine halbgaren Auskünfte am Telefon sondern ganz klare Anweisungen,so,so, so. Heute Morgen sind noch 2 Tauben im Sputnik gewesen und 2 sind angekommen,als ich im Garten war. Beide brachten jeweils eine fremde Taube mit. Eine flog dann weiter und eine ging rein, eine Polin von diesem Jahr. Wer weiß,wo die sich getroffen haben. Derzeit fehlen also noch 7 Tauben "Offiziell",da kann es natürlich auch sein,dass da welche bei sind,die von der Antenne bei der Massenankunft nicht erfasst wurden.Die Tauben machten heute morgen schon wieder einen sehr fitten Eindruck trotz des anstrengenden Fluges gestern. Derzeit tendiere ich dazu,den 1.Preisflug von Samstag auf Sonntag zu legen,weil dort eindeutig besseres Wetter sein soll,aber da werde ich Morgen Abend nochmal in die Vorhersagen schauen.

11.09.2018, Nachtrag: Man gut ,dass ich nicht so vertrauensselig bin, jeden Bären zu glauben,den man mir aufbinden will. Man gut,dass ich diesen Testflug durchgeführt habe. Denn entgegen der Aussage des Herrn B. von der Firma R. ist es halt NICHT so,dass auch die Tauben der in 2018 neu aufgenommenen Züchter/Teams beim Preisflug aus dem Sammelzüchter heraus automatisch übernommen werden. Dies geschieht, o Wunder, nur bei den Züchtern,die schon 2017 mitgemacht haben. Ich könnte im Kreis kotzen!!!
Aber noch ist ja Zeit. Habe also heute gleich eine Mail an die Firma R. geschrieben und die "Preisliste" angehängt sowie um Benachrichtigung gebeten,wie man das jetzt noch bis zum Wochenende hinbekommt. Vielleicht bekomme ich dieses Mal ja sogar eine Rückmail. Da warte ich ja von meinen beiden letzten Mails bis heute drauf.....
Hier könt ihr euch mal das "Kunstwerk" ansehen.


Toll,oder? 93 Tauben beim Sammelzüchter,der hat richtig abgesahnt.......die gute Nachricht ist: Stand 16 Uhr fehlten nur noch 12 Tauben. Da werden sicherlich noch einige kommen.



11.09.2018: Der fünfte und letzte Vorflug verlief heute aufgrund des sehr böigen Gegenwindes langsam und die Tauben,die nicht mit dem Hauptschwarm ankamen,schleppen sich so über den Tag ran. Das wird sicherlich in paar Federn gekostet haben, Genaueres werde ich dann ja beim "Auswerten" des Fluges ab 16 Uhr sehen. Ich habe die Tauben ja heute Morgen zum Test-Flug über die Antenne eingesetzt. 174 Tauben sind eingesetzt worden, 1 ist mir in der EST entwischt und 4 sind zu Hause geblieben.
Obwohl dieser Vorflug nun wirklich kein Zuckerschlecken für die Tauben ist/war,muss man doch eins festhalten: alle Bedingungen heute waren ideal....bis auf den Wind. Leichte Bewölkung,eine bombige Fernsicht,20 Grad beim Auflass. Nur eben SW-Wind in Stärke 3-4 mit starken Böen. Das sind ganz reelle Bedingungen aber natürlich nichts für Leute,die jeden Flug 1700 m/min sehen wollen. Doch wenn bei einer Taube allein schon starker Kopfwind ausreicht,damit sie von 90 KM Probleme mit dem nach Hause kommen hat......ganz ehrlich,wollen wir dann so eine Taube haben? Derzeit sind Stand 14:45 Uhr 157 Tauben auf der Uhr. Wir werden mal schauen,was da noch so kommt. Ich bin jedenfalls nicht unzufrieden.Die Tauben mussten heute ordentlich arbeiten und die Meisten haben dies auch sehr gut gemacht.

10.09.2018: Der 4.Vorflug gestern verlief absolut reibungslos und zufriedenstellend. Dafür war dann heute wieder das junge Habichtmännchen mehrmals zwischen den Tauben. Aber damit müssen sie umgehen.Man weiß ja schon,das was im Busch ist,wenn man in den Garten kommt und keine Taube in der Voliere sitzt. Manche Züchter raten ja,nach einem Angriff die Tauben ein paar Tage drin zu lassen,aber dann kämen bei uns die Tauben rund ums Jahr nur alle 4 Tage nach Draußen. An der Raubvogelüberpopulation kann man auf legalem Wege nichts machen und so bleibt uns Züchtern und auch den Tauben nichts anderes übrig,als die Situation anzunehmen und irgendwie mit ihr klarzukommen. Gott sei Dank ist der Jungspund derzeit noch zu dösig,um wirklich gefährlich zu werden,aber erschrecken und stressen tut das die Tauben ja doch.
Beim Ostseeflug Usedom ist am nächsten Tag um 18:35 Uhr die letzte fehlende Taube aus meinem Team eingetroffen. Sie hatte bis dahin 3/3 und war aus dem Team die Beste. Die Wertigkeit dieses Endfluges mit 1700m/min ist natürlich geringer als bei einem reellen Flug mit um die 1000 m/min,aber lieber so als Katastrophe. Trotzdem wünscht man sich schon irgendwie ein bischen mehr fordernde Flüge.Aber soll man jetzt dem Mirko auch noch einen Vorwurf daraus machen,dass er sein Rennen immer so glatt durchbügelt? Denn eins ist auch klar: selbst bei so starkem Rückenwind musst du so eine Horde erstmal dahin bekommen,dass sie 500 KM als Jungtier so locker packt!
Bei mir steigt Morgen der 5.und letzte Vorflug. Diesen werde ich als Test-Preisflug gestalten,die Tauben also ganz normal wie beim Flug auch über die Antenne "Einsetzen" und dann eine Liste "auswerten" um zu sehen,ob das alles so richtig war, was mir der nette Herr B von der Firma R. da so alles erzählt hat. Ich bin da ja eher skeptisch. Aber das werden wir Morgen ja sehen........

09.09.2018: Diese Mail erreichte mich gerade vom Sportfreund Christian Bär:
Danke für Deinen Tagebuch Eintrag und für die Glückwünsche, denn Karl und ich bringen wenigstens je 1 Taube ins Geld.
Aber was mich besonders freut ist der 20. Platz meines Arbeitskollegen Portner Hubert mit einer von mir gezogenen Taube.
Desweiteren fliegt noch 1 weitere von mir gezogene Taube, welche meine Schwägerin aktiviert hat ins Geld dh. also 4 Tauben
mit "unserer" Beteiligung im Geld, doch nur je 1 für Karl und mich.
 Die Nr. 100 auf dem 20. Platz ist das Nestgeschwister von der Nr. 99, welche in Upland heute auf 380 Km mit ca. 1300m/Min.für mich den tollen 29. Platz erringt.
Ich glaube der Endflug in Upland mit 380 Km und der Geschwindigkeit, war schwerer als Mirko's "Windflug".
Ja,der Christian beschickt ja seit einigen Jahren nur noch OLR und man merkt,dass er die richtigen Tauben dafür auf dem Schlag hat.Sicherlich für den Einen oder Anderen,der sich mit dem Gedanken trägt,sich intensiver an OLR zu beteiligen, eine gute Anlaufstelle,nicht nur wenn es um Tauben,sondern auch um die Erfahrungen geht,welche Tauben man nach welchen Kriterien für welches Rennen aussuchen muss.Einfach mal den Christian ansprechen,der hilft sicherlich gerne weiter.

08.09.2018: Heute wurde der Endflug beim Ostseeflug Usedom von Bad Bentheim (500KM) durchgeführt. Bei sehr starkem Schiebewind erreichen die ersten Tauben beim Auflass um 08:45 Uhr bereits um 13:34 Uhr den Heimatschlag mit über 100 Km/h. Innerhalb von 30 Minuten waren an die 900 der 1600 eingesetzten Tauben zu Hause. Meine Teamtauben erreichen den 346.,406. und 903.Konkurs. Aktuell (14:20 Uhr) sind 2 noch unterwegs,ausgerechnet die beiden,die sich bislang noch am Besten geschlagen haben. Aber die kommen auch noch. Also keinerlei Preisgelder für mich heute.
Sehr gefreut habe ich mich für den Teilnehmer Lutz Thomzyk (Team LuMaBs). Er erreicht den 7. und 49.Konkurs und sahnt damit richtig gut ab. Auch die Teilnehmer Christian Bär und Karl Urlberger haben je eine Taube in den Preisgeldern. Meinen Glückwunsch an diese Sportfreunde!

06.09.2018: Das ab und an mal auf der Reise eine Taube ohne Tipesring wiederkommt,das kennt man ja. Die 1,35€ sind für manchen Züchter wohl eine zu große Versuchung und da beim Zuordnen wohl in keiner EST so wirklich hingeguckt wird,ist das Risiko,erwischt zu werden,auch recht gering. Aber Schwamm drüber,soll der "Sportfreund" den Ring ruhig behalten wenn er dafür die Taube vernünftig versorgt. Dieses Jahr habe ich es heute aber schon zum dritten Mal erlebt,dass eine Jungtaube ohne Telefonring nach Hause kommt. Was soll sowas??? Der materielle Wert dieser Ringe ist ja marginal und verwenden kann der Züchter ihn auch nicht. Da fällt mir nur ein Grund ein: Boshaftigkeit,reine Schikane. Es gibt nicht viel,was in den letzten Jahren vom Verband kam,das meine Zustimmung findet,aber die Telefonringpflicht ist da die Ausnahme. Ich finde das eine sehr gute und richtige Sache. Und deswegen ärgert es mich einfach,wenn irgendjemand meint,er müsse meinen Tauben diesen Ring abnehmen.
Trotzdem freue ich mich natürlich,dass heute wieder eine Taube heimgekehrt ist.

05.09.2018: Heute gab es ein Ereignis am Schlag,wo ich froh bin,dass es dafür einen Zeugen gibt. Gegen 11:30 Uhr war ein Sportfreund aus der RV bei mir am Garten,weil er mich beim Rasenmähen gesehen hatte. Und als wir da so stehen und fachsimpeln,da kommt auf einmal von hinterm Schlag das junge Habichtmännchen an und setzt sich auf die Voliere! Kaum das er saß,sah er uns und schwupps! war er weg. Wer weiß,wie oft er auf oder in der Nähe des Schlages sitzt,wenn man nicht im Garten ist. Bemerkenswert aber auch die Reaktion der Tauben. Keine Panik,keine Hast,kein wildes Umherflattern. Die,welche in der Voliere saßen,gingen zügig und geordnet rein und die,welche im Ausflug daneben saßen,blieben einfach sitzen. So, als ob sie wüssten,dass er nicht zu ihnen kann. Im Freiflug sieht das Verhalten dann schon ganz anders aus. Also sind sie die Anwesenheit von Raubvögeln wohl schon gewohnt. Man kann sich aber gut vorstellen,was passiert,wenn niemand im Garten ist und eine einzelne,müde Nachzüglerin vom Flug ankommt........

04.09.2018: Es ist jetzt 13 Uhr und beim Ostseerennen in Neustadt/Holstein fehlen vom gestrigen 210 KM Flug bei Auflass um 09:00 Uhr immer noch über 300 Tauben von 1367 Eingesetzten. Das geht doch irgendwie alles nicht mehr mit rechten Dingen zu was da bei Auflässen deutschlandweit dieses Jahr abgeht. Alles sehr merkwürdig. Der einzige Flugveranstalter, der regelmäßig sehr saubere Flüge produziert,ist der Mirko Jäger beim Ostseeflug Usedom. Was macht der denn richtig,was bei anderen falsch läuft?
Heute Morgen habe ich die Antennen auf den Ausflügen angebracht. Während dieser Zeit um 09 Uhr herum kamen noch 4 Tauben nach,sodass jetzt nur noch so 4-5 fehlen. Vielleicht sind die ja auch schon jetzt da,das werde ich ja sehen,wenn ich nachher zum Schlag fahre. Nach der Montage der Antennen habe ich eine Sammelkotprobe genommen und zu meiner Tierärztin vor Ort gebracht. Das mache ich immer Anfang des Monats um zu sehen ,ob dort der parasitologische Befund in Ordnung ist. Heute werde ich dann auch die Tipes-Ringe aufziehen und die zweite Anwesenheitskontrolle durchführen.

03.09.2018: So,heute dann wieder um 04 Uhr aufgestanden und die Tauben für den 3. Vorflug eingepackt. Sollte man im Urlaub nicht eigentlich ausschlafen? Naja....die Tauben stehen jetzt wieder in der EST und ich habe auch gleich wieder die Tränkrinnen mit Wasser und Hanf befüllt. Diesen Trick habe ichvor 2 Jahren im Internet von einem schweizer Züchter gelesen und dieser Tipp ist echtes Gold wert. Die Tauben versuchen,den Hanf zu picken und kommen mit dem Schnabel ins Wasser. Innerhalb kürzester Zeit haben alle Tauben so das Saufen aus der Tränkrinne im Kabi gelernt. Es funktioniert echt super und ich kann es jeder RV nur ans Herz legen zumindest auf den ersten Touren dies genauso zu handhaben um den Tauben das Saufen im Kabi beizubringen. Top Sache!!!
Dann wollen wir mal schauen,wie sie sich heute von 30 KM schlagen und ob der Graue uns diesmal in Ruhe lässt. 2 Tauben sind zu Hause geblieben,die haben mir beim Greifen im Dunkeln noch nicht genug Volumen gehabt. Vermutlich Spätheimkehrer. Anhand der eingesetzten Tauben habe ich dann auch festgestellt,dass vom letzten Mal noch etwa 10-12 Tauben fehlen. Eigentlich zu viel für einen 15 KM Flug aber wer weiß,wo die hingeknallt sind als der Graue dazwischen war. Gemeldet wurde bisher nur die eine,die ich abgeholt habe,und die saß ja nicht weit weg,sonst ist es das Schweigen im Walde. Also: Daumen drücken das heute alles glatt läuft!16 Uhr: auch mit dem heutigen Vorflug von 30 Km bin ich nicht so recht zufrieden. Zwar war bereits die Hälfte da,als ich im Garten ankam,aber die andere Hälfte paddelt sich so nach und nach den ganzen Nachmittag über ran. Und das Kurioseste: von 5 alten Tauben sind noch 4 unterwegs,aber die beiden holländischen Pflegefälle,die ich heute nur mit hatte,damit sie abhauen,die sind da! Ich verstehe das alles nicht mehr,was da mit den Tauben heutzutage los ist. Fast ideale Bedingungen,nur eben leichter Sonnennebel und etwas stärkerer Rückenwind,schon dreht ein Teil der Tauben wieder durch und fliegt wer weiß wohin. Mal ehrlich,von einem 30 KM Trainingsflug,da müssen die Tauben zusammen im Schwarm kommen und zwar VOR mir. Aber derzeit fehlen wieder so 20 Tauben. Ja,ok,die werden mit Masse noch rankommen,aber mal ehrlich,wenn man seine Tauben bald nur noch bei idealem Taubenwetter auflassen kann wenn man einen glatten Flug haben will, wo steht denn dann die deutsche Reisetaube derzeit? Haben wir denn nur noch Schönwetterflieger auf den Schlägen,die bei der kleinsten Abweichung von der Ideallinie schon Schwierigkeiten bekommen? Das lässt einen doch nachdenklich werden......

02.09.2018: Der gemeinsame Flug gestern mit den RVen Uelzen,Lüneburg und Harburg war aufgrund der Herausforderung,sich aus einem so großén Schwarm in ein so großes Gebiet aufzuteilen, für die jungen Tauben nicht einfach,obwohl der Konkurs in einer relativ kurzen Zeit um war. Doch beim Auswerten fehlte im Schnitt noch ein Drittel der Tauben. Allerdings habe ich im Allgemeinen keine Bange,dass die Tauben nicht gut nachkommen,denn es ist bestes Wetter und so weit können sie ja nicht abgetrieben worden sein. Von daher glaube ich,dass die fehlenden Tauben entweder sogar noch gestern Abend oder heute im Laufe des Vormittags überall gut nachgekommen sein werden.
Gestern erreichte mich eine Mail von meinem guten Freund Roli Wirz aus der Schweiz. Eine seiner Tauben fliegt auf dem wirklich sehr harten Semi-Finalflug beim Derby Corabia von 515 Km den 3. Konkurs! Toll! Sie ist ein Vollgeschwister zur 1. As-Taube Heidederby 2017. Hat mich für den Roli sehr gefreut,auch wenn ich solche überharten Flüge an sich nicht gut finde.
Ebenfalls einen schweren Flug gab es beim Endflug des DanishPigeonRace (Dapirace) von Göttingen(400KM). Der Sportfreund Dirk Gebert aus Norwegen fliegt dort einen hervorragenden 25.Konkurs heraus.Auch hier habe ich mich sehr für den Sportfreund gefreut.
Mein Kumpel Mirko Werner fliegt in der RV Uelzen und Umgebung auf dem 350-KM-Flug ein sehr schönes Ergebnis mit 33/18 ein. Dieses Mal schlagen sich die Nachzuchten aus dem Meyerholz-Tauben besser als die Originale.
Mein Freund Mathias Frank aus der RV Wismar erringt gestern die Bronzemedaille mit den Jungtauben. Auch hier sind Originale von Manfred tatkräftig mit beteiligt. Glückwunsch an alle Sportfreunde!
Meine 5. Teamtaube beim Ostseeflug Usedom ist auch wieder da, gestern um 18 Uhr ist sie am Heimatschlag angekommen. Dann müsste sie ja eigentlich auf dem Endflug den Jackpot holen,denn der Endflugsieger vom letzten Jahr ist auf dem Flug davor auch erst am nächsten Tag gekommen. Wollen wir mal hoffen....
Ich möchte euch auch an dieser Stelle mal auf den HDP- Videokanal des Sportfreundes Dieckmann hinweisen. Der hat nämlich auch  Tauben in Usedom und zieht mir auf den Preisflügen regelmäßig das Fell über die Ohren:-). Er kann also keine so schlechten Tauben haben,auch wenn es in der RV mit den Jungen dieses Jahr sehr bescheiden läuft. An den Tauben kann das nicht liegen, Großer!;-) Schaut euch die Videos auf youtube gern mal an, sind echt gut gemacht.


01.09.2018: Gestern war beim Ostseeflug Usedom der 3. Preisflug von 325 KM. Das ist schon mal eine Strecke,die fliegt nicht jede Jungtaube im ersten Jahr in der RV. Bei Auflass um 10:30 Uhr kommen die ersten Tauben um 14:08 Uhr mit knapp 1450 m/min an. Meine Tauben machen den 263.(14:21Uhr),670.(14:34 Uhr),679.( 14:34 Uhr)und 767.( 14:36 Uhr) Konkurs. Die fünfte Taube ist leider bis jetzt nicht zurückgekehrt. Auf dem Endflug wäre also keine Taube in den Geldpreisen gewesen aber trotzdem bin ich mit dieser Leistung recht zufrieden,auch wenn es sich andeutet,dass da keiner dabei ist,der mal in die Spitze geht oder alleine fliegt sondern das es wohl alles reine Schwarmflieger sind. Aber auf den Endflügen hat man ja schon die dollsten Sachen erlebt. Schauen wir also mal....
Eine dolle Sache habe ich auch gestern erlebt. Beim Einsetzen spricht mich mein Kumpel Dieter an: "Sag mal,du hast doch auch Schweizer Tauben,oder?" Ja,habe ich. "Haben die keinen Telefonring um?" Doch,alle meine Tauben haben Telefonringe. "Ach so,dann ist die nicht von dir,ich habe nämlich gestern Abend eine Schweizerin bei mir auf der Voliere gefangen." Na,dachte ich,dann kann die ja nicht von mir sein. Die hätte ja 1.) einen Kennring und 2.) würde sie ja zu mir fliegen anstatt bei Dieter auf der Voliere zu landen. Ich wollte mir dieTaube trotzdem angucken und dann eventuell über meine Schweizer Sportfreunde melden. Und was soll ich sagen? Es war eine Taube von meinem Derby! Da schafft die es vom Kopf her nicht, die 100 Meter über die Bahn zu meinem Schlag zu fliegen???? Und wo ist der Telefonring geblieben??? Sachen gibt es in der Realität,die könnte sich kein Drehbuchschreiber ausdenken......

31.08.2018: ich bin sehr stolz auf meine Tauben,denn trotz tiefhängender Wolkendecke und ständigen,teils starken, Schauern ist gestern ein Großteil der noch fehlenden Jungtauben heimgekehrt. Eine werde ich heute Nachmittag noch von einem Taubenzüchter ca. 30 Km von mir entfernt abholen,die wurde gestern gemeldet. Insgesamt also noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Jetzt gilt es,die Tauben zu beobachten und einzuschätzen,ob ihnen dieses Erlebnis zugesetzt hat. Deswegen habe ich auch beschlossen,den nächsten Trainingsflug vom Sonntag auf den Montag zu schieben. Die 2. Anwesenheitskontrolle mit Anlegen der Tipes-Ringe wird dann am Dienstag sein.
Heute Abend setzt die RV zum 3. Jungtierpreisflug ein. Die 3 Rven des Regios fahren zusammen und lassen zusammen auf. Einige Züchter haben vor diesem Flug Angst,denn sie befürchten,dass die größere Masse an Tauben der RV Harburg unsere Jungen zu weit nördlich hochzieht. Ich allerdings sehe die Sache eher positiv. Je eher sie lernen,sich aus dem großen Schwarm zu trennen,desto besser. Als Jährige oder spätestens auf dem Jungtier-Regioflug hätten sie es eh gemusst. Ein weiterer Vorteil,wenn die RV Tauben nach Norden gezogen werden: unsere EST wird nicht so stark von den südlichen Spezi-Schlägen dominiert. Aber natürlich wird auch Morgen dort die Masse an Preisen gemacht,doch vielleicht bekommen wir ja wieder die Spitze ab. Wir werden sehen.

30.08.2018: Der 2. Vorflug von 15 KM verlief gestern sehr schleppend und abends beim Klappen zumachen fehlte noch ein Teil der Tauben. Da sie geschlossen abzogen aber sehr zersplittert und spät ankamen (ein etwas größerer Trupp von 30 Tauben, der Rest einzeln oder zu zweit/dritt) sowie sehr nervös waren,tippe ich mal auf Raubvogelangriff(e). Es ist echt eine Plage mit den Biestern! Da mit meinen Tauben auch eine Taube eines Uelzener Züchters reinging sind sie also wohl an der Bundesstraße lang über Uelzen gezogen und in Uelzen auf dem Fernsehturm nistet seit Jahren ein Wanderfalkenpärchen,welches dieses Jahr 3 flügge Jungtiere hat. Sollten diese 5 Falken einen gemeinsamen Angriff auf den Schwarm durchgeführt haben,wäre so ein Verlauf durchaus denkbar.Dafür spricht auch,dass 2 Tauben bereits verletzt angekommen sind,aber nichts Ernstes. Als Züchter bleibt man da natürlich frustriert und auch ratlos zurück. Die Flüge müssen durchgeführt werden,aber die Raubvogelsituation wird ja nicht besser. Man muss dann jeden Flug hoffen,dass man schlicht und ergreifend Glück hat und der Schwarm unbehelligt durchkommt. Diese eigene Machtlosigkeit ist ziemlich bedrückend. Schade Schade. Ich hoffe nur,dass trotz sehr tiefer Bewölkung und Schauern heute noch viele Tauben den Heimatschlag finden. Denn wie immer bei solchen Flügen fehlen auch noch einige Tauben, an die man selbst geglaubt hat, z.B. die 251 von der SG Stumme und auch andere. Tja, schöner Schiet, Mittelfinger-Mittwoch halt. Das drückt meine Laune jetzt natürlich ziemlich runter. Aber das Leben und das Derby geht weiter. Es hilft ja alles Klagen nichts, man muss die Situation annehmen, wie sie ist. Mund abputzen,weitermachen und hoffen hoffen hoffen...........

29.08.2018: Heute Morgen um 04 Uhr war meine Nacht dann auch wieder vorbei,da ich die Tauben für den 2.Vorflug eingekorbt habe. Sie stehen jetzt in der Einsatzstelle und warten darauf,dass ich sie nachmittags abhole und auflasse. Das Tränken übernimmt heute mein Kumpel Dieter,danke Dieter!! Ist immer schön,wenn man ein paar Leute in der Hinterhand hat,auf die man sich wirklich verlassen kann.
Verlassen kann man sich anscheinend nicht so recht auf den Verrechner RIRO. Vor einigen Wochen habe ich ja die Zuordnungsliste und die Züchterliste hingeschickt,damit diese dort zusammengefasst werden wie letztes Jahr. Bislang bekam ich weder Mail noch Post zurück. Auch 3 Mails, u.A. mit 3 Nachmeldungen,blieben unbeantwortet. Nach mehrmaligem erfolglosen Versuchen,dort jemand ans Telefon zu bekommen, habe ich es dann gestern doch mal geschafft. Ich muss sagen,ich war von dem Gespräch sehr enttäuscht. Der Herr B. war gelinde formuliert nicht sehr höflich und das Erste ,was ich hörte,als ich die völlig fehlende Resonanz ansprach war " ja sollen wir jetzt unsere ganzen anderen Kunden für sie zurückstellen oder was?" (exakter Wortlaut). Nein,aber zumindest auf eine Mail kann man doch eine kurze Antwort schreiben..........naja. Angeblich ist es nun aber so,dass RIRO die Zuordnung der registrierten Tauben aus dem Sammelzüchter gar nicht vornehmen muss (dann frage ich mich ja,warum sie das letztes Jahr machen mussten) sondern das es reicht,wenn ich im System die Tauben ohne Zuordnung nur bei den  einzelnen Züchtern eintrage. Zuordnen kann ich die Tipesringe ja nur einmal,nämlich über den Sammelzüchter und eine Taube kann ich nur ohne Zuordnung bei einem Einzelzüchter eintragen. Die Ringdaten der Tauben sind also über den Sammelzüchter "Heidederby" im Lesegerät und beim Auswerten des Fluges soll es dann so sein,dass das System die im Gerät registrierten Tauben automatisch dem Züchter zuordnet,wo die Verbandsringnummer eingetragen ist. Wollen wir doch mal schauen,ob das so funktioniert. Schon im letzten Jahr war ich ja mit der Kommunikation und der Zeit,die verging,bis die Liste online war(teilweise 3 Tage),wirklich nicht zufrieden und es scheint,dass sich das nun nahtlos in 2018 fortsetzt. Am Meisten ärgere ich mich aber über den rotzigen Ton des Herrn B.,den er mir als zahlendem Kunden gegenüber anschlägt. Das ist ein Unding als Geschäftsmann. Wenn sich das nicht deutlich bessert,werde ich in 2019 eine eigene Lösung finden müssen. Da ich ja ein kleines Rennen mit wenig Tauben bin,ist eine manuelle Auswertung über einen Sammelzüchter zwar ein wenig aufwändiger aber letztlich doch gut machbar. Und die Liste kann ich dann ja einscannen und hier auf der Seite online stellen. Dann spare ich Geld und muss mich nicht über einen Verrechner ärgern,der mir durch sein Handeln zu verstehen gibt,dass ich ihm als Kunde anscheinend nicht viel wert bin.
Was Positives: am Freitag habe ich meinen letzten Arbeitstag und ab dann bis einschließlich dem 03.10. Uuuuuuurlaub! YES,BABY! Da kann ich ganz in Ruhe die restlichen Vorflüge und die ersten Preisflüge abwickeln und habe immer noch Zeit,auch mal was neben den Tauben zu machen. Das wird schön.:-)

28.08.2018: Gestern beim abendlichen Durchgucken ist mir aufgefallen,dass eine markante Taube nicht mehr da ist. Ich hatte ja schon bemerkt,dass eine Taube ohne Schwanzfedern wiedergekommen ist,also war der Greifer beim Vorflug im Schwarm drin. Da hat er wohl die eine angerissen und die andere dann erwischt. Vom Flugbild bei der Ankunft war aber nichts von Panik oder Angst zu erkennen,also schätze ich mal,die Tauben haben den Angriff gar nicht so recht mitbekommen. Die Glorreichen 40 flogen ja noch gute 25 Minuten mit Segeln und Flügelklatschen um den Schlag und das macht keine vom Angriff verstörte Taube. Es ist natürlich schade,dass nun ausgerechnet dieser Vogel fehlt,weil das Vollgeschwister letztes Jahr zu den Besten zählte,aber so ist das (leider) im Taubensport. Es ist ein Freiluftsport und die Raubvogeldichte ist mittlerweile enorm hoch. Und jetzt im Spätsommer kommen noch die ganzen ausgeflogenen Jungtiere dieses Jahres hinzu,die zusätzlich zu den alten Paaren umherstreunen und sich ein Revier suchen. Am Schlag selbst ist relative Ruhe,aber so ein Schwarm Tauben auf dem Flug ist ja kilometerweit vom Raubvogel wahrzunehmen.Schon nicht so schön,aber was will man dagegen tun? Wenn sie aus dem Kabi raus sind,kann man nur noch hoffen......
Die Holländerin von Eijerkamp ist mittlerweile wieder voll auf dem Damm,der Kropf ist zu und die Taube bei gutem Gewicht.Jeden Abend muss ich erstmal 10 Minuten mit ihr spielen,damit sie nicht die ganze Zeit ruft. Und ein echt wunderschönes Weibchen,die Kleene. Leider hat sich die Familie Eijerkamp bis auf die eine Mail nicht mehr gemeldet. Da die Taube aber auch schon deutlich Zeichen gibt,dass es in der Katzenbox mittlerweile langweilig wird,werde ich sie dann wohl am Donnerstag in den Derbyschlag setzen und dann kann sie von da aus starten,wann sie will. Ich muss aber ehrlich gestehen,dass es ein wenig traurig sein wird,wenn sie weg ist und ich auch überhaupt nichts dagegen hätte,wenn sie sich zum Bleiben entschließt (sie ist ECHT ne Liebe),aber so eine Taube darf man nicht irgendwo festsetzen. So schwer es einem auch manchmal fällt,aber das Täubchen gehört nicht zu mir sondern nach Hause zu dem,der sie so zahm gemacht hat. So soll sie dann eben losziehen und ich wünsche ihr alles Gute auf dem Heimweg. Schnief!!

27.08.2018: Der Trainingsflug gestern lief erstaunlich gut.Normalerweise kenne ich es so,dass beim ersten Mal die Tauben erst nach dem Züchter am Schlag eintreffen,aber dieses Mal waren wir ja fast zeitgleich da. Als ich über die Umgehungsstraße fuhr,sah ich noch keine Taube am Schlag aber als ich dann vor dem Garten ankam,da war der Schwarm schon da und einige schon gelandet. Ein Trupp von etwa 40 Tauben (ich nehme mal an die glorreichen 40) flog aber noch gute 25 Minuten am Schlag. Die waren noch nicht ausgeflogen. Da muss man an der Disziplin noch ein wenig arbeiten,damit sie dann vom Preisflug ihre Preise nicht verballern. Oder schlichtweg am Tag vorher weniger füttern.Insgesamt bin ich aber hochzufrieden mit dem ersten Trainingsflug. Und trotzdem kommt schon eine ohne Schwanzfedern! Also war selbst bei der kurzen Entfernung und in der kurzen Zeit mindestens ein Mal der Geier dazwischen.
Beim gestrigen Preisflug in der RV hat man mal wieder sehr schön gesehen,was es bringt,wenn man belichtete/verdunkelte/professionell geführte Jungtauben im Vergleich zu "Normalen" auf einen Kopfwindflug einsetzt. Die Winterjungen nehmen den Normalen selbst auf einem 130 Km Flug in der Spitze fast 10 Minuten ab. Das unsere EST trotzdem "nur" 10 Preise verliert,lag wohl an dem gemeinsamen Auflass mit Lüneburg,der auch einige Tauben der anderen EST nördlicher zog. Aber ein Großteil der Winterjungen fliegt halt seinen Törn durch. Da kann man als traditioneller Züchter nicht gegen anstinken,das ist einfach so und das muss man dann eben akzeptieren,wenn man sich den Aufriss nicht machen möchte. Und deswegen ist es auch völlig unsinnig,Jungtauben nach Preisen zu selektieren. Die Spezis können das nicht,weil sie eben nicht in einer angemessenen Konkurrenz ihre Preise erringen und die Normalos können es nicht,weil ihre Tauben gegen die Winterjungen keinerlei Sonne sehen. Da es aber in meinen Augen auch Blödsinn ist,jede Feder über den Winter mitzunehmen,nur weil sie die Reise (welche manche ja gar nicht oder nur teilweise bestreiten) überstanden hat, sollte man also eher auf andere Faktoren zur Auslese achten.Und hier kommt dann wieder das ins Spiel,was ich schon öfter angesprochen habe: die kontinuierliche Beobachtung der Tauben und möglichst das Führen einer Kladde hierzu. Welche Taube war öfters mal unpässlich? Welche Taube ist nicht flugfreudig? Welche Taube kam auf den Flügen immer extremst zu spät? Welche Taube mausert schlecht? Usw.usw. Wenn man sich nur jeden Tag ein bischen Zeit nimmt,kann man schon viele Punkte sammeln,die einem im Spätherbst weiterhelfen,wenn es darum geht,die Frage zu beantworten,welche Tauben man mitnimmt ins nächste Jahr. Denn eins ist klar: wir alle haben über den Winter zu viele Tauben auf den Schlägen sitzen weil wir dem Prinzip Hoffnung den Vorrang vor einer strengen Selektion geben. Tauben zu selektieren ist sicherlich eine unschöne Seite unseres Hobbys aber wir betreiben nun mal eine Zucht von Leistungstieren und wenn diese den Anforderungen nicht entsprechen,müssen sie weichen,um denen mehr Luft und Zuwendung zukommen zu lassen,die es eher wert sind. Und das ist nichts, wofür man sich als Taubenzüchter schämen muss. Will man sportlich weiterkommen,ist eine sehr strenge Selektion zwingend notwendig. Und genau da hapert es doch in den letzten 30 Jahren immer mehr,weil wir es uns mittlerweile leisten können,bei allem Jammern, das alles teurer wird, größere Bestände als noch vor 40 Jahren zu halten. Und so wird dem Papier immer und immer wieder eine Chance gegeben obwohl die Realität längst gezeigt hat,dass Papier allein eben nicht fliegt.

26.08.2018: Gestern war ich nun mit meiner lieben Frau den ganzen Tag in Hamburg,wo wir uns trotz ständiger starker Schauer einen sehr schönen Tag gemacht haben. Auch das muss mal sein! So oft müssen unsere Frauen zurückstecken,weil irgendwas mit den Tauben ist,da müssen wir uns auch mal anständig um sie kümmern. Überhaupt verdienen unsere Familien die höchste Anerkennung und den höchsten Respekt,dass sie unser Hobby nicht nur dulden,sondern z.T.auch aktiv mit dabei sind. Von daher ein "Chapeau!" an alle Familien von Taubenzüchtern! Ich habe mich übrigens sehr über die Glückwünsche von Sportfreunden zu meinem Geburtstag gefreut,danke sehr! :-)
Heute war dann um 04:00 Uhr die Nacht auch schon wieder zu Ende,denn ich habe im Dunkeln die Jungen gefangen und in den Transporter gesetzt. Sie stehen nun in der Einsatzstelle und warten darauf,heute Nachmittag zum ersten Trainingsflug ab 5 KM starten zu können.Anschließend war wieder Großputz im Schlag angesagt und das Badewasser,das Futter und die Tränken wurden schon bereitgestellt. Es weht ein etwas kräftigerer Westwind,der mir ein bischen Sorgen macht,aber auch nur ein bischen. Besser als letztes Jahr,wo der 1.Trainingsflug bei knapp 30 Grad gestartet wurde und die Tauben nach einem Habichtangriff am Schlag nochmal für 1 Stunde unterwegs waren. Auch heute habe ich leider niemanden,der im Garten aufpasst,was ja einfach besser wäre. Nun,beim ersten Mal ist man ja meistens schneller als die Tauben, vielleicht bin ich also schon im Garten,wenn die Horde einfliegt.
Der 2. Preisflug heute in der RV wurde zusammen mit der Nachbar-RV um 09 Uhr auf 130 KM aufgelassen. Ich war zum Gucken bei Dieter (insgeheim hoffte ich natürlich darauf, einen 1. Konkurs mal "live" zu sehen). Die erste Taube kam exakt um 11 Uhr an,also nach genau 2 Stunden Flugzeit (65 Km/h). Das war bei dem frischen Westwind nicht sehr überraschend. Es gab keine Massenankünfte,aber innerhalb von 15 Minuten waren 13 von 34 Tauben zu Hause. Auffallend war,das fast alle Tauben aus dem Norden kamen,also von dort,wo die Nachbar-RV liegt. Da sieht man mal,die Taube ist ein Schwarmtier und fliegt dahin,wo die Masse hingeht. Interessant wird es sein,ob die Winterjungen und Vieltrainierten sich vorher abgespalten haben. Aber das wird man ja nachher in der Liste sehen.
So,dann wollen wir mal schauen,was das wird  mit dem 1. Trainingsflug heute Nachmittag....

24.08.2018: Das Einsetzen zum 2.Jungflug ist von heute auf Samstag verschoben worden.Mit Blick auf das Wetter eine vernünftige Entscheidung. Leider kann ich da nicht teilnehmen und in den Genuss des Freibiers meines Kumpels kommen,da ich morgen Geburtstag habe und meine Frau mich irgendwohin entführen will,wo wir den ganzen Tag verbringen werden.Surprise,surprise!Aber ich denke,dieses eine Mal werden meine Sportfreunde auch ohne meine Grillkünste überleben.
Die verletzte Holländerin,die ich am letzten Wochenende bei Privatleuten abgeholt habe,erholt sich zusehends,auch wenn der Kropf immer noch nicht ganz zu ist. Ein Bekannter hat mir freundlicherweise den Besitzer rausgesucht, es ist die bekannte Familie Eijerkamp. Über die Homepage hatte ich am Mittwoch eine Mail auf Englisch dorthin geschickt in welcher ich die Taube gemeldet habe. Mache ich ja sonst nicht,aber da sie so zahm ist und ausserdem verletzt, dachte ich,die wollen sie bestimmt wiederhaben. Heute Morgen war dann die Antwort im Postfach. Es wird nach einer Möglichkeit gesucht,die Taube abholen zu lassen und man meldet sich wieder. Das finde ich sehr schön. Trotzdem merkwürdig. Ich hätte erwartet,dass diese Taube von einem kleinen Schlag eines kleinen Züchters kommt,der mit jeder Taube per "du" ist,weil sie ja nun wirklich extremst auf Menschen geprägt ist,aber nein,sie kommt von einem Züchter,der jährlich eine sehr große Anzahl Tauben züchtet.Normalerweise müsste man doch meinen,dass bei so einer Masse an Tauben der Kontakt zum Einzeltier eher geringer ist und Tauben von solchen Schlägen scheuer als andere sind.Aber dieses Täubchen ist da wohl eine Ausnahme.Ostseeflug Usedom: heute startete der 2. Preisflug. Bei einem Auflass um 10:25 Uhr auf 210 Km flogen die ersten Tauben gute 90 Km/h. Der erste größere Pulk Tauben trifft um 12:38 Uhr ein. Meine Platzierungen sind der 202.(12:44 Uhr), 288.(12:45 Uhr),793.(12:58 Uhr),949.(13:00 Uhr) und 1474.(13:16 Uhr) Konkurs. Eine kleine Verbesserung zum 1.Preisflug,immerhin hätte ich ,wenn dies der Endflug gewesen wäre,eine Taube in den Preisgeldern und eine knapp dahinter. Alle Tauben sind wieder am Schlag und somit immer noch 5 Chancen auf den Jackpot. Joah, ist jetzt nicht berauschend geschweige denn ein spannender Flug aber hätte ja auch wesentlich schlimmer kommen können......

23.08.2018: Der erste Jungtierpreisflug verlief sehr glatt und sauber,ein besserer Trainingsflug. Ganz besonders habe ich mich für meinen Kumpel über der Bahn Dieter und seinen Schlagpartner gefreut,denn sie erringen den 1. Konkurs! Klasse!!! Laut eigener Aussage kam ein Schwarm von mehreren hundert Tauben direkt über den Schlag geflogen,aus dem sich dann einige von Ihren lösten. Ja,so ist das mit den kurzen Flügen.Da ,wo sie zufällig drübergetrieben werden,fallen die frühen Preise. Aber es ist doch auch mal schön,wenn bei der Jungreise nicht immer dieselben 1-2 Züchter die Spitze abgreifen. Diese Züchter,deren Tauben mehr Zeit auf der Straße als im heimischen Stall verbringen,die im Winter gezogene,belichtete,verdunkelte "Jung"tiere haben,die haben auch gestern wieder super Prozente geflogen,aber eben nicht die absolute Spitze. Das wird sich natürlich mit drehendem Wind,fortschreitender Entfernung und vor Allem Mauser wieder einstellen,dass diese Züchter die ersten .....Konkurse unter sich ausmachen,ganz klar. Die traditionell gezogenen und gehaltenen Jungen fallen ja mit jedem Tag mehr auseinander und die Kluft zwischen denen der Spezis und der Normalos wird immer größer. Nun,das ist dann halt so. Die Meisten behaupten ja sowieso,dass sie ihre Jungen nur deshalb in die Kabine setzen,damit sie was lernen. Dann müssen sie ja keine Preise fliegen und können völlig neidfrei den Spezis das Feld überlassen.Oder? Jedenfalls ist dieser Flug eine schöne Momentaufnahme,über die ich mich für Dieter wirklich sehr freue. Und das der Vogel,der den 1.fliegt, einer ist,den ich mir im Korb vor 2 Wochen als denjenigen ausgesucht habe,der mir von seinen Tauben am Besten gefällt, ist natürlich doppelt schön für mich,bestätigt es doch wieder mal mein "Auge". Insgesamt also ein schöner Flug. Einfach, umkompliziert,fast überall alle Tauben zu Hause und die Spitze geht mal nicht an die Spezis. Sehr schön! :-)

22.08.2018: Gestern wurde nun also zum 1. Jungtierpreisflug in die Kabine der Nachbar-RV eingesetzt,die man zu diesem Zweck "gemietet" hat.Gefahren wird wohl nur bis Parchim,für uns eine mittlere Entfernung von 90 KM. Unsere Kabine soll wohl irreparabel beschädigt sein und es wurde schon Kontakt mit Geraldy aufgenommen,um zumindest den Aufbau noch zu verkaufen. Die restlichen Flüge will man jetzt mit der Nachbar-RV fahren. Damit bindet man sich natürlich auch an Zeiten und Auflassorte dieser RV und so soll das nächste Einsetzen bereits am Freitag sein.Das wiederrum stösst Einigen sauer auf und sie wollen dann nicht setzen. Und so entsteht jetzt wieder unnötig Unruhe. Wie es weitergeht "ohne" Kabine ist noch nicht bekannt und ein Masterplan scheint nicht vorhanden zu sein. Im Raum steht z.B.,sich eine Kabine von Geraldy zu "leasen". Ob und was da genau passiert,das wird man dann (hoffentlich) über den Winter genau ausloten um die bestmögliche Lösung zu finden. Jetzt muss man erstmal sehen,dass man die restliche Jungreise einigermaßen vernünftig über die Bühne bekommt. Fakt ist jedenfalls: eine neue Kabine ist mit den wenigen Leuten in der RV nicht mehr zu stemmen. Und einen neuen Motor in diese alte Kabine einzubauen ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Man wird sich also irgendeine "externe" Lösung einfallen müssen und dann vielleicht die eine oder andere Kröte schlucken,was Flexibilität der Einsatzzeiten und Auflassorte angeht. Das ist ja auch nicht verkehrt,nur muss man es den Züchtern dann auch entsprechend verkaufen können,denn wenn die sich über den Tisch gezogen und bevormundet fühlen,dann werden wieder welche aufhören. Man muss also seitens der Verantwortlichen höllisch aufpassen,dass man jetzt nicht eine Abwärtsspirale in Gang setzt und am Ende ohne Züchter dasteht.Ich persönlich glaube ja,eine neue,kleine Kabine für 1000 Tauben wäre die beste Lösung. Die kann auch jeder mit Klasse 3 fahren,man macht sich nicht von einem Fahrer abhängig und für die RV Touren reicht die völlig aus. Teilfinanzierung über den Verkauf der alten Kabine und dann gibt jeder noch was dazu. Und schon hat man eine neue,weniger anfällige Kabine,die ausserdem billiger im Unterhalt (Steuern,Versicherungen,Spritverbrauch) ist und die man flexibler einsetzen kann als das alte Schlachtross. Aber das wird ja an der Finanzierung scheitern,weil eben die meisten Züchter nicht mehr bereit sind,einige hundert Euro Anteil zu zahlen. Und die Gutbetuchten unter uns werden wohl auch nicht die Schatulle öffnen. Schade,denn so eine Kabine wäre ich sogar ehrenamtlich gefahren,ohne was dafür zu verlangen. Es sind doch eh nur maximal die ersten 3 Altflüge und die Jungreise,die wir hier allein durch die Gegend juckeln,ansonsten muss man ja nur 30 KM zum Umladen in die Harburger Kabine fahren. Das wäre ja kein Akt.

21.08.2018: Wo man auch hinhört dieses Jahr,überall wird über mysteriöse Verluste bei den Jungtauben berichtet. Da hat eine RV von 120 KM einen Konkurs von 16 Stunden bei eigentlich besten Bedingungen, da hat eine RV einen Vorflug von 50 KM und vergeigt 60% der eingesetzten Jungen,da fährt ein Züchter unserer RV vor 3 Wochen auf 10 Km mit 60 Tauben und wartet heute noch auf 20 davon, da setzt ein bekannter Tauben-Youtuber nach erfolgreichem Eigentraining seine Tauben auf den 1.Preisflug und erlebt ein Debakel und und und.....man fragt sich ja:was ist da bloß los? Jetzt nach einem gemeinsamen Nenner zu suchen,der all diese Verläufe deutschlandweit erklärt,ist wohl zu einfach gedacht,denn es gibt ja auch Vereinigungen,teils direkt nebenan,die saubere Flüge mit sehr geringen Verlusten hinbekommen. Auch hier glaube ich eher an eine Multifaktorenursache als an die EINE große Erklärung.Und bevor man sich auf eben diese EINE Erklärung versteift,muss man den Einzelfall genau prüfen und analysieren. Viel hat sicherlich mit der Wetterlage der letzten Wochen zu tun,die einerseits die Tauben natürlich auch belastet hat und andererseits dazu führte,dass Pläne und Abläufe durcheinander gekommen sind. Aber was genau da im Einzelfall schief gelaufen ist,dass muss man ganz in Ruhe vor Ort und in Zusammenarbeit aller betroffenen Züchter herausfinden. Wilde Theorien bringen einen da jedenfalls keinen Zentimeter weiter für das nächste Jahr.
Der holländischen Zufliegerin geht es schon besser. Das Loch ist schon kleiner und es läuft/fällt nicht mehr so viel Futter und Wasser raus. Ich habe darauf verzichtet,sie zu nähen,denn der Heilungsprozess scheint auch so gut voranzugehen. Und das die Taube derartig zahm ist,erleichtert den Umgang mit ihr in der Box natürlich ungemein. Ein ganz liebes Mädel. Die andere Holländerin ist gestern Abend in den Jungschlag gegangen,der Kot war gut und auch sonst ist sie augenscheinlich fit. Dann soll sie mal starten,wenn sie es für richtig hält.
Dem 853 merkt man richtig an,wie froh er ist,wieder zu Hause zu sein. Innerhalb von 2 Tagen hat eine deutliche Mauser eingesetzt und er rumort kräftig den jungen Weibern hinterher. Freut mich jedes Mal,wenn ich das sehe,toll! :-)
Im gelöschten Video habe ich ja eine Zeitlang mit der/dem 800 von Manfred Meyerholz gespielt,ein(e) Sohn/Tochter aus seinem 16.As-Vogel BRD und eine derjenigen,die mir draußen im Garten immer an die Hand kommen. Tja,was soll ich sagen? Alle prügeln sich jetzt um die Nr. 800! Habe gestern die mittlerweile fünfte und sechste Anfrage nach diesem Tierchen bekommen :-). Und das,obwohl ja noch nicht mal ein Vorflug geschweige denn ein Preisflug gelaufen ist und man also noch gar nicht weiß,ob diese Taube was fliegt bzw. überhaupt am Ende noch anwesend ist. Die muss im Video ja Eindruck gemacht haben!
Deswegen für alle Interessenten nochmal die Möglichkeiten,wie ihr an diese Taube kommen könnt(so sie denn das Rennen übersteht):
1.) wird sie eine der ersten 30 As-Tauben geht sie nach dem Derby definitiv in die Online-Versteigerung bei pigeon-auction
2.) kommt sie NICHT unter die ersten 30 As-Tauben ist sie am 14.10. am Schlag verkäuflich
3.) unwahrscheinliche Möglichkeit: wenn eine der für mich gezogenen und für einen Teilnehmer aktivierten Tauben unter die ersten 30 kommt,geht diese ja nicht in die Versteigerung,weil das Tauben sind,die ich für mich selber brauche und nur den Teilnehmern,die eine Taube verloren haben,zur Verfügung gestellt habe. Um dann die Lücken zu schließen und trotzdem 30 Tauben in die Online-Auktion zu bringen,werde ich dann einige Tauben mit besonderer Abstammung oder Herkunft (z.B.von Dirk deBeer), welche es nicht unter die ersten 30 geschafft haben,aus dem freien Verkauf nehmen und für die Online-Auktion abstellen. Da wäre die/der 800 aufgrund der Abstammung natürlich absolut prädestiniert für.
Für alle Interessenten wäre also folgender Fall am günstigsten: die/der 800 kommt 1.) NICHT unter die ersten 30 und 2.) keine meiner eigenen Tauben kommt unter die ersten 30 und 3.) der Interessent ist am 14.10. persönlich zum Taubenverkauf am Schlag. In diesem Fall könnte er die/den 800 wie jede andere Taube auch zum Festpreis von 40€ erwerben.Wer als Erster den Finger hebt,hat dann gewonnen. Ein echter Schnapper,oder? :-)
Ich persönlich würde aber raten,sich nicht an einer einzelnen Taube aufzuhängen,nur weil das Pedigree beeindruckend ist (ok,beim 800 passt Abstammung und Charakter), sondern sich im Gegenteil beim Verkauf am Schlag erstmal auf sein eigenes Augenmaß zu verlassen und sich erst dann die Abstammung dazu anzugucken. Man braucht Tauben,wo es zwischen Taube und Züchter "passt",ansonsten wird das nix. Und letztlich stehe ich ja auch dabei. Ich habe die Tauben über Monate begleitet und mir zu Ihnen eine Meinung gebildet und kann daher vielleicht etwas genauer sagen,ob die Taube das hält,was die Abstammung verspricht oder aber,was wohl häufiger vorkommen wird,ob eine Taube OHNE großartige Abstammung das Zeug hat,eine Gute zu werden.Viele Züchter lassen sich durch das Papier blenden und kaufen sich Krätzer während die Guten daneben kaum eines Blickes gewürdigt werden,weil die Abstammung nicht schön geschrieben ist. So kann ich euch jetzt schon sagen,dass z.B. die Tauben von Dirk deBeer die Ersten sein werden,die mir die Leute aus der Hand reißen,einfach nur deshalb,weil es Tauben von Dirk deBeer sind. Da ist es dann auch egal,wie sie aussehen,ob sie nur einen Flügel und drei Beine haben,auf einem Auge blind sind und ihnen der Rotz aus der Nase läuft,sie werden sofort gekauft. Natürlich sind Dirks Tauben genauso schön wie alle anderen,das war jetzt nur ein überspitztes Beispiel! Aber das ist die Gefahr und auch etwas,was ich letztes Jahr bemerkt habe. Der Abstammungsordner wird durchgeguckt und dann wird gesagt: "hol mir mal die Taube zu der Abstammung bitte." Dabei ist man ja schon am Schlag und kann sich ERST die Tauben ausgucken,die einem gefallen und im Zweifel DANN nochmal die Abstammung checken. Ganz kurios finde ich dann die Züchter,die sich eine Taube in die Hand geben lassen und sie gefällt ihnen richtig gut,doch dann sehen sie,dass diese Taube von einem unbekannteren Züchter kommt oder nicht die "richtigen" Namen im Pedigree hat und sie nehmen sie doch nicht. Tja,den Leuten kann ich dann leider auch nicht mehr helfen,denn die WOLLEN anscheinend gar nicht mit den Tauben weiterkommen sondern nur ein schönes Stück Papier kaufen,über dem sie den ganzen Winter Träume spinnen können...........deswegen mein eindringlicher Rat: wenn ihr schon am Schlag seid, schaut euch ERST die Tauben aus,die euch gefallen und guckt,wenn überhaupt, erst DANN auf das Pedigree!!!

20.08.2018: Kaum war ich gestern zu Hause und habe den Tagebucheintrag geschrieben,schon ruft mich eine Nicht-Taubenzüchterin aus einem Dorf im Landkreis an: "Ich habe hier eine verletzte Taube,können sie mal....". Also wieder ab ins Auto und die 15 KM gefahren um die Taube abzuholen,wie so oft im Jahr. Diesmal eine verletzte Holländerin( die Zweite in 2 Tagen) mit offenem Kropf. Die sitzt jetzt bei mir im Wohnzimmer in der Katzentransportbox und kann sich erholen. Normalerweise geht so ein Loch ja schnell von alleine zu,auch wenn es natürlich doof aussieht,wenn das Wasser immer rausläuft und man die ersten 2 Tage die Zeitungsunterlage öfter mal wechseln muss. Wenn aber bis heute Abend das Loch nicht schon etwas zugewachsen ist,werde ich die Kleine wohl mal nähen müssen. Sie ist übrigens sehr sehr zahm,vielleicht melde ich die sogar,scheint mir so der Typ "Lieblingstaube" zu sein,dann ist die Chance ja groß,dass der Züchter auch was dafür tut,sie zurückzubekommen. Aber erstmal soll sie sich erholen.
Heute Morgen hatte ich dann auch gleich die nächste Mail im Postfach. "Eine Taube von mir sitzt in Uelzen,235 KM von mir entfernt bei Privatleuten.Ich hole sie ab aber ich kann erst am 01.09. kommen,könntest du mal...." Und natürlich lautet auch hier die Antwort: "Ja,kein Problem." So werde ich also heute Kontakt zu der Person in Uelzen aufnehmen und nach dem Dienst die Taube dort abholen.Zum Glück habe ich ja in den Sommermonaten immer einen Karton im Auto.......das sind dann Taube Nr. 31 und 32 die ich 2018 abgeholt habe. Die Zuflieger,die ich hier durchfüttere,nicht mitgerechnet. Ich habe schon so einen Zoo hier......
Unsere RV hat jetzt die Kabine der Nachbar-RV nebst Fahrer gemietet,um am Dienstag einzusetzen und am Mittwoch dann den ersten Preisflug zu starten. Was mit unserer Kabine ist,das weiß wohl noch keiner. Aber Geld scheint ja vorhanden zu sein,wenn man sich eine ganze Kabine nebst Fahrer mieten kann,nur um einen 120-Km-Flug durchzuführen. Ich denke nicht,dass die Nachbar-RV das nur aus Kulanz macht. So ist dann also Morgen schon wieder Einsetzen. Allerdings haben schon einige Sportfreunde dafür abgesagt,es werden also recht wenig Tauben zusammenkommen.
Mein Video vom Samstag habe ich gestern gelöscht. Ich möchte nicht,dass meine Aussagen weiterhin dazu missbraucht werden, einem der fairsten und sportlichsten Züchter,die ich kenne, Böses zu unterstellen.Man fragt sich ja,was in solchen Menschen vor sich geht und wieviel Neid und Frust sich da aufgebaut haben muss,um sowas zu tun. Da möchte ich nicht der Aufhänger für sein und meine Videos lasse ich dafür schon mal gar nicht missbrauchen. Gibt es halt erstmal keine Videos mehr,Basta!

19.08.2018: Heute habe ich den Transportanhänger von der SG Stumme aus Bad Münder abgeholt. Ich fahre dort immer gerne hin,denn der Karl Heinz und der Michael sind zwei ganz feine Menschen,wenn auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig(vor Allem der Michael mit seiner Kodderschnauze,aber wer erzählt das?^^). Heute war Preisflug und es lief nicht ganz so flüssig,war das eine Schau,den beiden zuzuhören und zuzuschauen,toll! Man weiß immer nicht,ob man sich vor Lachen auf dem Boden kugeln  oder den beiden mit der Dachlatte eins überbraten soll. Aber echt kernig,langweilig wird es dort nicht......
Bei der Gelegenheit habe ich auch den 853 wieder mitgenommen,das schlechte Gewissen,mir den besten Vogel genommen zu haben,war beim Michael dann doch zu groß. So kann also der 853 zeigen,ob er 2019 an die guten Leistungen anknüpfen kann.
Jetzt habe ich also den Anhänger bei mir und kann am nächsten Sonntag den 1. Vorflug starten. Auch schon wieder. Kinder,die Zeit vergeht wie im Flug!
Gestern im Video habe ich ein bischen geflachst,dass die Tauben vom Manfred Meyerholz es wohl dieses Jahr über den 2. Flug hinaus schaffen werden,was sie ja 2017 nicht geschafft haben. Prompt kriegt der Manfred irgendwelche Mails von Leuten,die ihn fragen,ob seine Tauben denn keine schweren Flüge können. Leute!!!Ehrlich jetzt??? Was der Manfred gerade auf den weiten Flügen die letzten Jahre hingelegt hat,da können viele Andere nur von träumen. Das auf dem Heidederby 2017 war schlichtweg PECH, auch das passiert einem Spitzenzüchter mal. Ganz bestimmt ist das KEIN Hinweis auf die Qualität seiner Tauben. Und ich glaube ,an meiner Stimme erkennt man im Video auch,dass ich das mit einem Lachen gesagt habe. Aber jeder interpretiert das so,wie er es haben möchte und manche sind dann schnell dabei,mal eine Fußangel auszulegen. Schlimm so was. Im Übrigen fliegt eine Taube aus einem Meyerholz-Vogel beim Sportfreund Holtorf am WE den 1. Konkurs und zwei Originale Meyerholz beim Karsten Stappert den 1. und 3.Konkurs.Den Gutschein hatte er beim Heidederby 2017 gewonnen. Folgende Mail hat mir der Karsten dazu geschrieben:

ich wollte mal vom Ergebnis unseres 1. Jungtauben Preisflugs berichten.

Ich mache 47/27 Preise (1045 Tauben) mit dem 1,2, 3, 7,7,21-28,...… . 

Ich schreibe Dir das nicht um zu "prahlen", sondern aus einem ganz anderen Grund.

Ich hatte ja von Manfred Meyerholz für den gewonnen Gutschein zwei superschöne, sommerjunge Vögel bekommen,

das hatte ich Dir ja schon berichtet. Und zwar den DV 8288-18-146 und den DV 8288-18-147 (aus zwei unterschiedlichen Paaren).

Der "147" fliegt Heute den 1. Konkurs mit 12m/Min Vorsprung auf meine 2. Taube und das obwohl er mindestens eine

1/2 Minute gebraucht hat um über die Antenne zu laufen! 

Und um das Ergebnis perfekt zu machen geht der "146" mit dem 3. Konkurs nach Hause. Klasse!!

Da hast Du sicherlich nichts falsch gemacht, als Du dir Tauben bei Manfred geholt hast.

Wenn die Meyerholz-Tauben beim diesjährigen Derby genauso fliegen...………, dann bleibt ja kein "Fleischtopf" mehr für mich übrig.?Gruß Karsten

 Und das sind wieder 2 Referenzen in einer seeeeeeeeeeeeeehr langen Reihe von Erfolgen mit Originalen oder Nachzuchten aus dem Schlage Meyerholz. Ich glaube,der Bestand von Manfred ist über jeden Zweifel erhaben. Da müssen solche blöden Kommentare auf eine lustig gemeinte Bemerkung echt nicht sein. Also reißt euch mal zusammen!



18.08.2018: Der für heute geplante erste Preisflug der Jungtauben unserer RV fällt aus,da die Kabine in 45 KM Entfernung einen Motorschaden hatte und liegenblieb.Den ganzen Abend hat man es nicht geschafft,einen Notdienst zu organisieren und heute gegen 10 Uhr sollte die Kabine dann abgeschleppt werden. Das geht natürlich wieder ordentlich ins Geld und da niemand nach meinem Ausscheiden als RV Vorsitzender daran gedacht hat,mal so was wie eine Versteigerung oder sonstiges zu organisieren,wird das RV Vermögen,dass ich in 3 Jahren mühsam wieder aufgebaut habe,nun wieder kräftig geschröpft.Bin schon mal gespannt ,wie man diese Kosten jetzt wieder reinholen will. Aber wir haben ja einige finanzkräftige Mitglieder,die könnten ja mal ein paar tausend Euro locker machen. Schauen wir also mal,ob es die RV dieses Jahr doch noch hinbekommt,mal einen Preisflug durchzuführen.Bin jedenfalls nur heilfroh,dass ich keine Tauben im Kabi habe.

16.08.2018: Der gestrige Vorflug unserer RV wurde um 07:30 Uhr aufgelassen und war offenbar nicht leicht.Als ich gegen 17 Uhr zu meinem Kumpel über Bahn fuhr,fehlten dort noch 6 von 39 Tauben und es sollen wohl fast alle einzeln den ganzen Tag über angekommen sein. Das hat sicherlich auch damit zu tun,dass gestern viele RVen Auflässe durchgeführt haben und es ordentlich Bewegung in der Luft gab. So saß denn auch wieder bei mir nach dem Freiflug das Dach mit Zufliegern voll. Einer ist reingegangen,er stammte aus der Nachbar RV Uelzen und Umgebung,die gestern ihren zweiten Preisflug in der FG mit der RV Munster durchgeführt haben. Da hat es diese Taube also statt in die Nähe von Wittingen dann zu mir verschlagen. Aufgrund der Tatsache,dass der Vogel ansonsten fit war habe ich ihn heute morgen mit zur Arbeit genommen und aufgelassen. Er ist dann auch gleich in die richtige Richtung abgezogen. Der Rest meiner Besucher war gestern spätabends beim Klappen zumachen verschwunden,nur 2 saßen auch heute Morgen noch an der Dachkante.Aber auch die werden heute im Laufe des Tages hoffentlich die Peilung nach Hause aufnehmen und durchstarten.
Mein Kumpel Mirko Werner hat gestern wieder ein ordentliches Ergebnis mit 39/18 (in der FG 39/22) hingelegt,was mich sehr freut. Auch der Sportfreund Lothar Scheugl macht wieder sehr gute 11/9. Und Dirk deBeer fliegt in der RV Ostfriesland wieder die ersten 6 Konkurse. Glückwunsch an diese Sportfreunde!

15.08.2018: So,heute soll dann also der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.156 KM schnurgerade von Neukloster aus.Bei dem heute angekündigten Westwind(also Rückenwind) der Stärke 3 schätze ich eine Fluggeschwindigkeit von 85-90 Km/h und ,wenn wirklich um 08 Uhr aufgelassen wird,eine Ankunft der ersten Tauben zwischen 09:30-09:45 Uhr. Und natürlich wird es wieder eine Massenankunft geben bei dieser noch recht kurzen Entfernung. Die Tauben,die vielleicht schon einen Partner/ein Nest haben,drehen dann keine Extra-Runden und machen die 3 Geldpreise unter sich aus und der Rest geht dann halt als 200.-1000.Taube einige Minuten später rein. Aussagekräftig ist das Alles natürlich nicht,da müssen schon die letzten beiden Flüge betrachtet werden,aber erstens ist es ja trotzdem spannend ,ob eine von den eigenen Tauben es mal in den Kopf bekommt,doch als Erste zu landen und zweitens ist eine Massenankunft immer ein Beweis für einen sauber durchgeführten Flug und fitte sowie gesunde Tauben. So hat eben Alles seine Licht- und Schattenseiten.Jendenfalls drücke ich allen Züchtern,die ich kenne und die dort auch teilnehmen,für heute ganz fest die Daumen!........aber mir natürlich auch.:-)
So wenig aussagekräftig solche kurzen,glatten Flüge mit Massenankünften auch sind,interessant ist es,dass trotzdem immer einige Tauben dabei sind,die früh registriert werden. Das sind dann die besonders Motivierten,die immer sehr schnell in den Schlag wollen,vielleicht,weil sie dort einen Partner haben. Zu diesen Tauben zählt auch die 555 von Manfred Lau,die für seine Tochter Doreen startet. Manfred habe ich durch Zufall kennengelernt,als ich im April meine Tauben persönlich bei Mirko angeliefert habe. Ein netter Kerl und die 555 hat mir schon damals sehr gut gefallen. Diese Täubin fliegt bislang die letzten 3 Flüge hintereinander in der absoluten Spitze ein.Sicherlich eine Taube,die man im Auge behalten sollte!
Heute startet auch der dritte und letzte Vorflug in unserer RV. Nachdem man 2x vor der Elbe aufgelassen hat,geht es heute gleich nach Perleberg,ca. 90 KM Luftlinie. Leider war die Resonanz in unserer EST für diesen Flug sehr gering,gerade mal 4 Züchter haben ihre Tauben gesetzt. Da lohnt das Grillen eigentlich nicht wirklich,aber egal,ich opfere da gerne meinen Feierabend und Grillen gehört nun mal zum Einsetzen dazu,obwohl man bei so einer Resonanz dann wohl mehr Gas verbraucht als man mit den Bratwürsten einnimmt........Am Freitag soll dann Einsetzen zum 1.Preisflug sein.
Die RV Uelzen und Umgebung,wo ja mein Kumpel Mirko Werner und auch der Lothar Scheugl reisen, hat heute ihren 2.Preisflug. Dadurch,dass der Verband ja das Wochenende auf die ganze Woche erweitert hat, sind jetzt viele RVen fleißig dabei,ihre durch die Hitze nach hinten gerückten Flugpläne durchzuziehen bzw. nachzuholen. Ob das immer so im Sinne der Tauben ist,wage ich zu bezweifeln,denn gerade wenn ein Flug mal schwerer wird,ist es wohl eher kontraproduktiv,den nächsten Flug gleich 3 Tage später anzusetzen. Hier ist dann aber auch der Züchter gefragt,den Fitnesszustand seiner Tauben richtig einzuschätzen und ggf. einen Flug auszusetzen. Man muss dieses Gehetze ja nicht mitmachen wenn man nicht gerade Ambitionen hat, deutscher Jungtiermeister zu werden.Nachtrag zum 1.Preisflug des Ostseefluges Usedom: Na,das war ja mal ein sch...Ergebnis bei meinem ersten "scharfen" Preisflug eines OLR. Die ersten Tauben kommen bei Auflass 08:30 Uhr um 10:11 Uhr mit etwa 1500 m/min an und meine Erste als 329. um 10:18 Uhr. Also hätte ich auf dem Endflug schon mal Null Euronen gewonnen.Aber das war es ja noch nicht. Die anderen Tauben kommen als 1076.,1077.,1446.und 1600. Taube ins Ziel.Schöner Schiet! Also entweder drüber oder wirklich zu langsam bzw. mit mangelnder Orientierung.Jetzt schon.Das zieht mich jetzt echt ein bischen runter. Trösten können mich heute nur 2 Punkte: Erstens sind alle Tauben wieder da und somit immer noch 5 Lose in der Trommel und Zweitens: der Endflugsieger 2017 kam auf dem Flug davor erst am nächsten Tag an. Hat ihn aber nicht davon abgehalten,den Endflug zu gewinnen. Also lebt die Hoffnung weiter. Immerhin etwas........

14.08.2018: Auch die RV Wismar hatte am Wochenende ihren ersten Preisflug mit den Jungtauben und es wurde gleich leider ein sehr schwerer Flug mit 2,5 Stunden Konkurs weil man sich beim Auflass wohl verschätzt hatte und eine Regenfront früher ins Zielgebiet zog als erwartet.Dazu noch der stürmische Kopfwind,schon war es ein schwerer Flug. Das ist sehr schade für Tauben und Züchter.
Umso mehr habe ich mich für meinen Freund Mathias Frank gefreut,der es geschafft hat,dort ein Traumergebnis mit 45/27 einzufliegen. Erste Taube ist eine Originale vom Manfred Meyerholz und insgesamt machen von 9 originalen Meyerholz 6 einen Preis. Ich hatte die Tauben ja im Mai für Mathias beim Manfred ausgesucht und deshalb macht dieses Ergebnis auch mich ein wenig stolz. Insgesamt zeigt es ,dass Mathias Tauben sehr gut drauf und absolut gesund waren,wenn sie so einen schweren Flug im Gegensatz zu den Tauben vieler anderer Züchter so gut meistern. Aber auch bei ihm fehlten gestern noch 10 Stück. Noch eine kleine Anekdote:Mathias hatte sich im letzten Herbst 4 Junge vom Lothar Scheugl gekauft.Von den 10 Nachzuchttauben davon sind 9 zu Hause. Auch schon etwas,das eine Aussage trifft. Ich drücke ihm ganz fest die Daumen,dass auch von den fehlenden Tauben noch ordentlich was kommt.Aber dieses Ergebnis bestätigt meine Meinung mal wieder,dass der Mathias nicht nur gute Tauben hat sondern sie auch richtig gut zu führen versteht. Und Charakter sowie Rückgrat hat der Mann auch noch,denn er hat seine Alttauben NICHT zum Endflug über 600 KM bei über 30 Grad eingesetzt obwohl er in allen Meisterschaften aussichtsreich vorne lag. Da kann man nur  sagen: Respekt, Mathias!

13.08.2018: Gestern Nachmittag hatte ich wieder eine ganze Horde Zuflieger auf dem Dach sitzen. Zwei davon waren offensichtlich sehr krank. So leid mir ein solcher Anblick immer tut und so schlimm ich es auch finde,dass manche Züchter derart offensichtlich kranke Tauben in die Kabine setzen,so bin ich doch immer froh,wenn sie sich abseits setzen,sich nicht unter meine Tauben mischen und auch nicht in den Schlag gehen. Denn wer weiß,was man sich damit einfängt. Es ist nicht schön,dieses Leid zu sehen und deswegen kann man immer nur raten,möglichst GENAU hinzuschauen,bevor man seine Tauben einkorbt. Und auch die Kollegen und EST-Leiter sind gefordert,hier einzugreifen,wenn sie was erkennen. Dasselbe ist es mit der Pflicht,den Tauben Telefonringe anzulegen.Auch hier ärgere ich mich jedes Mal,wenn ich wieder einen Zuflieger ohne Telefonring habe. Das ist kein Wunschkonzert,das ist PFLICHT! Und auch hier sind die EST-Obmänner gefordert,keine Tauben ohne Ringe in die Kabine kommen zu lassen.
Geflogen sind die Tauben gestern wieder sehr schön. Die Temperaturen sind ja auch im angenehmen Flugbereich.So kann es gerne weitergehen.
Beim Ostseeflug Usedom war heute nochmal ein Trainingsflug von 82 KM.Der 1. Preisflug wurde ja letzte Woche gestrichen und soll diese Woche stattfinden. Auflass war um 07 Uhr und die Tauben sind wohl irgendwo falsch abgebogen,denn die ersten Tauben kamen erst um 08:37 Uhr an,dann aber Schlag auf Schlag. Meine Erste kommt um 08:40 Uhr als 241.,dann geht es weiter mit 297.(08:41 Uhr), 489.(08:43 Uhr), 881. (08:45 Uhr) und abgeschlagen die Letzte Teamtaube auf dem 1880.Platz um 09:09 Uhr. Man sieht also,trotz der schlechten Flugzeit unter 1000m/min wieder eine Massenankunft und ein glatt gelaufener Flug.Stand jetzt sind knapp 2000 von 2028 Tauben am Schlag. Das hat der Mirko wieder gut hinbekommen. Wäre das der Endflug gewesen,hätte ich eine Taube in den Preigeldern und 4 von 5 Preisen gemacht (beim Ostseeflug machen 50% der eingesetzten Tauben Preis,nicht 33,3%).Aber auch bei 33,3% hätte ich noch 5/3 gemacht. Das ist doch alles ganz erfreulich,aber um tatsächlich aus den Miesen zu kommen,bräuchte ich schon ein deutlich besseres Ergebnis auf dem Endflug.Aber so darf man ja nicht rechnen.

12.08.2018: Ich habe gerade gesehen,dass mein guter Kumpel Mirko Werner aus der RV Uelzen und Umgebung gestern einen Auftakt nach Maß mit den Jungen hingelegt hat. 41/27 Preise und die Meyerholz-Tauben sehr gut mit dabei. Das freut mich sehr für diesen symphatischen Sportfreund,vor Allem nach dem ganzen Kummer und den horrenden Verlusten, die er im Frühjahr durch den Wanderfalken hatte. Sehr schön! :-)
Auch der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV,bekannt als "Taubenschlag Insider" auf Youtube, legt einen Traumstart mit 11/10 hin.
In der RV Ostfriesland startet Dirk deBeer mit den ersten 4 Konkursen ins Jungtaubenjahr.Ich hoffe,das heilt einige Wunden vom Endflug mit den Alten,auch wenn da leider noch viele Gute fehlen.Ich drücke ihm die Daumen,dass noch die eine oder Andere kommt!
In unser RV war der Vorflug wohl windbedingt sehr anspruchsvoll aber letztlich kein Katastrophenflug.Um 10:10 Uhr wurde aufgelassen und Nachmittags gegen 13 Uhr fehlten bei einem Bekannten noch 8 von 44,bei einem Anderen 6 von 35. Das ist in Anbetracht der Umstände,dass der erste Vorflug schon fast 3 Wochen her ist und das sie also unerfahren waren inklusive des sehr starken Windes bei einer großen Ausdehnung der RV noch im Rahmen und es werden ja auch noch Tauben gekommen sein. Ingesamt war es also eine sehr vernünftige und richtige Entscheidung,den Reiseplan NICHT stumpf durchzuziehen,sondern mit den Vorflügen weiterzumachen.

10.08.2018: Gestern ab 19 Uhr zog hier eine Unwetterfront mit Starkregen und Sturm durch. Gott sei Dank sind wir von größeren Schäden verschont geblieben. Auch jetzt weht es noch sehr ordentlich,aber diese Abkühlung und vor Allem den Regen haben wir ja auch dringend gebraucht. Die Luft ist jetzt sauber,frisch und sehr angenehm, die Temperaturen so um 24 Grad den Tag über. Es muss nur noch aufhören,so stark zu wehen,dann haben wir perfektes Taubenwetter.
Aufgrund des nach Osten abziehenden schlechten Wetters ist der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom auf nächste Woche verschoben worden.Eine vernünftige Entscheidung,die meine vollste Unterstützung findet.
Heute setzen wir in der RV für einen weiteren Vorflug noch vor der Elbe ein. Auch das ist vernünftig,dass man jetzt nicht stur den Flugplan durchzieht sondern erstmal noch einen oder zwei Vorflüge startet.Insgesamt haben also alle Entscheidungsträger die für mich richtigen Entscheidungen getroffen. Sehr schön!

09.08.2018: Wie es mit der Jungtierreise in der RV weitergeht ist derzeit noch völlig offen. Laut Plan steht am Samstag der 1. Preisflug an,aber das wird ja wohl nicht so kommen,denn bis auf einen einzigen Vorflug ist in der RV nichts mehr gelaufen. Die Wetterlage ist halt auch aussergewöhnlich und es ist immer besser, vorsichtig zu sein,als irgendwas einfach mal durchzuziehen weil man irgendwelche Termine einhalten muss und das Beste zu hoffen. Denn die Jungen von heute sind ja die Jährigen von Morgen und da auch unsere RV immer noch nach gesetzten Tauben abrechnet (was Blödsinn ist,aber anderes Thema) zählt jede Taube in der Kabine,da sie bares Geld darstellt. Somit wären also alle gut beraten,die Jungreise möglichst verlustfrei durchzuführen. Stures Durchziehen wegen der Einhaltung der Bedingungen zur deutschen Jungtaubenmeisterschaft,wie es ja auch jetzt noch einige Uneinsichtige schon fordern,wäre sicherlich der falsche Ansatz dazu. Mich selbst interessiert dies zwar nur am Rande,da ich keine eigenen Jungtauben im Programm dabei habe,aber größere Verluste bei den Züchtern auf der Jungreise sind eine Hypothek,welche sie den ganzen Winter mit sich herumschleppen und welche die Stimmung drückt.
Die Derbytauben sind gestern wieder geschlossen geflogen,es waren ja auch "nur" noch 32 Grad. Und wieder ist ein Pulk deutlich länger geflogen als der Rest. Interessant ist auch,wie verschieden die Tauben im Charakter sind. Die Gehämmertscheck 251 z.B. fliegt zwar nie in dem Pulk,der immer so lange fliegt,aber sie fliegt immer wieder alleine ab und dreht ein paar Minuten ihre Kreise,um sich dann wieder auf den Rasen zu setzen,kurz ein paar Körner zu picken,vielleicht mal den Schnabel in die Tränke zu halten und dann noch ne Runde zu fliegen. Das macht sie öfters pro Freiflug und damit ist sie die Einzige,die das tut.
Der Schwarzscheck 78 wurde von mir im Video "Hitzefrei!Die Derbytauben im Juli" angesprochen. Ein wunderschöner Vogel,aber bis dato war er einer der "Faulen",die nur ungern rausgegangen sind und wenn,dann auch nur recht kurz. Dieser Vogel hat in den zurückliegenden knapp 2 Wochen einen Sinneswandel vom Saulus zum Paulus durchgemacht,denn nunmehr gehört er zu dem Trupp,der immer am Längsten fliegt. Gestern war er sogar in der Fünfergruppe,die als allerletztes gelandet ist.Gefällt mir!
Auch der Rote 483 ist einer,der fast immer zuletzt landet und am Meisten fliegt.Er ist daran von den anderen Roten zu unterscheiden,dass die Farbe bzw. die Hämmerung so leicht "verschmiert" aussieht.
Die Scharze 48 ist ja auch in dem Pulk der Längerflieger (ich berichtete am 06.08.) und jetzt weiß ich auch,warum. Ich habe mir mal die Abstammung der Täubin angeguckt und der Vater war 2017 die 12.As-Taube beim Ostseeflug Usedom. Aha! Daher kommt das. Ausserdem habe ich festgestellt,dass die 48 die Nestschwester von dem Blauen 49 ist,den ich ja im Video "Badetag" kurz als einen derjenigen angesprochen habe,dem ich was zutraue. Ob der 49 jetzt auch zu der Vielfliegertruppe gehört weiß ich natürlich nicht, denn ein Blauer fällt im Flug unter vielen Blauen und Gehämmerten nicht auf. Eine Schwarze dagegen schon.
Und so gibt es doch so einige Tauben,die einem auf die eine oder andere Weise auffallen oder sich durch die eine oder andere Schrulle bemerkbar machen. Es ist auch schön,wenn einem mehr Tauben mit positiven Dingen auffallen als Tauben mit negativen Eigenschaften. Zu den negativen Eigenschaften gehört es z.B., wenn eine Taube nach dem Landen deutlich länger und deutlich hörbarer hechelt als der Rest. Da stimmt dann was mit den Luftwegen nicht und diese Tauben schreibe ich mir dann eben auf der "Minus-Seite" in mein Merkheft. Das macht natürlich Arbeit und verlangt eine intensive Beobachtung der Tauben aber so eine Kladde ist später im Herbst dann Gold wert wenn es darum geht,die Tauben auszuwählen,die mit über den Winter kommen sollen. Ich würde das jedem Züchter empfehlen,sich diese Mühe auch und gerade bei Jungtauben zu machen. Man muss nicht alles mitnehmen,was nach der Reise noch im Schlag ist,vor Allem dann nicht,wenn das Jungtierprogramm vielleicht kaum durchgezogen werden konnte. Je weniger Tauben,dafür aber nur positiv belegte, man mitnimmt ins Winterhalbjahr,desto besser für den Gesamtbestand und den Geldbeutel des Züchters. Denn Hand aufs Herz: jeder von uns nimmt viel zu viele Tauben ins nächste Jahr,die dann doch nicht die Erwartungen erfüllen können. Durch das stetige Sammeln von Informationen und eine konsequente Selektion kann man da viel Positives bewirken.

08.08.2018: Gestern hatten wir es hier rekordverdächtige 37,5 Grad am Schlag. Ich habe da natürlich darauf verzichtet,die Tauben in die Luft zu bringen.Allerdings sind etwa 40 Stück dann freilwillig so 15 Minuten geflogen,die haben dann aber auch stark gehechelt,als sie wieder gelandet sind. Kein Flugwetter, sowas! Aber heute bzw. Morgen sollen ja Gewitter und danach die "große" Abkühlung auf "nur" noch 27-28 Grad kommen. Irgendwie schon komisch,dass man 27 Grad schon als "kühl" bezeichnen muss. So sehr ich die Bauern auch bemitleide,ich hoffe ganz egoistisch,dass sich die Hochdruckphase bis Ende Oktober hält. So warm muss es ja nicht sein,aber es muss auch nicht  sein,dass sich gerade zu meiner Preisflug-Zeit dann ein Tiefdruckgebiet ans nächste reiht. Das wäre überhaupt nicht cool.

07.08.2018: Am Freitag soll der erste Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.Hui,was bin ich aufgeregt! Wobei es eigentlich ja klar ist,dass es von diesem 113 KM Flug eine große Massenankunft geben wird und die ersten 3 Fleischtöpfe somit reiner Zufall sind. Trotzdem werde ich gespannt vor der Live-Liste sitzen. Meine  5 Teamtauben sind jedenfalls noch alle dabei,auch wenn sie sich,was die Platzierungen angeht,bislang nicht mit Ruhm bekleckert haben. Aber wenn die erste Taube vom Vorflug um 07:51 Uhr über die Antenne läuft und die erste eigene Taube dann als 764. um 07:58 Uhr, ja was will man denn da rauslesen.Die ist halt mit den anderen 1200,die zusammen gekommen sind,noch um den Schlag gekreist,weil sie noch nicht ausgeflogen waren. Bei einem so gut geführten Rennen wie bei Mirko, bei solchen Massenankünften,da ist es nunmal auch ziemlich "Lotterie", welche von den paar Hundert gleichzeitig Angekommenen das Rennen nun macht. Aber lieber solche Flüge als Todesflüge. Spannend bleibt es ja trotzdem.

06.08.2018: Nachdem ich am Samstag ein kleines Video vom Badetag und zur Versorgung eingestellt habe sind auch abends die letzten Ersatztauben vergeben worden. 3 waren aus der Liste noch nicht vergeben,aber die haben mir körperlich bei der Anwesenheitskontrolle nicht so gut gefallen,als dass ich sie zur Aktivierung freigegeben hätte. Was aber nicht heißt,dass sie sich nicht noch entwickeln können. Einige Wahnsinnige haben am Wochenende bei über 30 Grad und feuchtheißer Luft 600 Km-Flüge durchgeführt und auch der Weitstreckenflug von Perpignan wurde gestartet. Da kann man echt nichts mehr zu sagen,Hirnriss pur. Auch einige Jungtaubenflüge wurden durchgeführt und da war es unterschiedlich.Von kurzen Entfernungen um die 100 KM waren Konkurse von 10 Stunden bis zu 4 Minuten dabei. Ich denke mal,bei denen,wo es gescheppert hat,war da irgendwas Anderes im Busch als die Hitze.Bei einer Flugzeit von etwas über einer Stunde (theoretisch) müsste die Hitze keine Auswirkung haben,siehe die glatten Flugverläufe bei anderen RVen und auch die Ergebnisse der Vorflüge beim Ostseeflug Usedom. Was genau da in diesen RVen schief gelaufen ist,das müssen jetzt die Verantwortlichen möglichst konkret aufarbeiten um weiteres Unheil zu vermeiden.
Bei den Derbytauben soweit im Westen nichts Neues. An beiden Tagen des Wochenendes sind sie wieder sehr ansprechend geflogen,obwohl wir Nachmittags wieder Temperaturen um die 30 Grad hatten. Bei dieser Hitze fliegen sie immer so hoch,dass man sie kaum sehen kann,ich nehme mal an,weil es dort oben kühlere Luftschichten gibt.
Im letzten Jahr hatten wir hier ja die "glorreichen 30",einen Trupp Tauben,der immer länger,höher und schneller flog als der Rest. Auch wenn ich es nicht beweisen kann,so glaube ich,dass so ziemlich alle As-Tauben 2017 diesem Trupp angehörten und das Rennen unter sich ausmachten.
Umso positiver stimmt es mich,dass aus diesen Glorreichen 30 nun die "Glorreichen 80" geworden sind,denn dieses Jahr ist der Trupp der Viel-,Länger-und Höherflieger deutlich größer geworden. Wieder ein Zeichen für die gesteigerte Taubenqualität und/oder die noch optimalere Versorgung in diesem Jahr. Ich bin da jedenfalls guter Dinge,wenn ich mir die Truppe so anschaue.Hoffen wir nur,dass nicht wieder so ein Flug wie der Zweite im letzten Jahr kommt. Da waren nämlich gleich ein paar Vögel weg,die ganz oben auf dem Zettel standen. Ja,die jungen Burschen,einige brummen jetzt schon ordentlich rum und drehen sich auf dem Dach wie ein Kreisel. Wenn die mal nicht zu scharf sind um vernünftig zu fliegen.Sobald die Hormone das Hirn fluten wird es ja schwer mit der Konzentration auf den geraden Weg nach Hause. Wir werden sehen......
Eine Angehörige der diesjährigen Glorreichen 80 kann ich aber schon jetzt bestimmen, es ist nämlich die einzige schwarze Taube,die ich dieses Jahr im Schlag habe,die vom Karl Urlberger. Das freut mich persönlich wirklich sehr,da ich ja schwarze Tauben sehr gerne mag und wenn die dann auch noch so schön zeigen,dass sie von der Flugleistung her zum oberen Drittel der Tauben gehören,dann freut mich das noch mehr. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden,ob diese 80 nicht nur fit am Körper sondern auch im Kopf sind. Denn was nützt all die Fitness wenn sie sich nicht orientieren können? Aber auch da bin ich sehr zuversichtlich dieses Jahr. Eine wirklich schöne Truppe.

03.08.2018: Jetzt ist die Zeit gekommen,wo die jungen Raubvögel von ihren Eltern angelernt wurden und sich nun ein neues Revier suchen müssen. Das habe ich gestern sehr eindrucksvoll zu sehen bekommen. Erst gab es einen (Gott sei Dank noch recht unbeholfenen) Angriff eines jungen Habichtmännchens auf die Derbytauben. Gut zu erkennen war das Jugendgefieder,braun gebändert anstatt gesperbert und braune anstatt schiefergraue Flügeldecken. Da die Jungen wild durcheinander flogen und er auch in gerader Linie auf halber Höhe angriff anstatt aus der Deckung heraus oder von oben stürzend, hatte er keine Chance und konnte sich auch nicht auf eine einzelne Taube fokussieren. Mein Schreien und Klatschen irriterte ihn zusätzlich und so zog er halbhoch über die Bahnlinie ab und begann nach einem weiteren halbherzigen Angriff auf die Nachbarstauben zu kreisen. Und auf einmal kommt vom Bereich hinter dem Schlag wie ein Pfeil das alte Habichtmännchen rübergeschossen! Der hat sich überhaupt nicht für die Jungen interessiert sondern ging sofort in den Angriff auf den Junghabicht über. Diese ansonsten so stillen Raubvögel stimmten ein lautes Gezeter an,als sie sich in der Luft bekämpften, ein faszinierendes Schauspiel. Der Alte hatte schnell die Oberhand und der Junge gab reichlich Fersengeld und verschwand Richtung Osten. Der Alte kreiste noch halbhoch etwa 5 Minuten an derselben Stelle und kam dann wieder in die Richtung zurückgeflogen,aus der er kam. Er passierte meinen Schlag und wieder würdigte er die Tauben nicht mal eines Blickes. Alles ,was er wollte,war sein Revier gegen den Junghabicht zu verteidigen.Vielleicht war es sogar sein eigener Sohn,aber um diese Zeit müssen die Jungtiere dann wohl auf eigenen Beinen stehen lernen.
So sehr ich als Taubenzüchter Greifvögel auch nicht mag,aber das war echt ein interessantes Stück Natur,was sich da abspielte.Das hat man nicht jeden Tag.
Die Tauben,welche nicht schon im Schlag waren,sammelten sich zu einem Schwarm,der erst sehr hoch flog,dann aber rasch tiefer kam,landete und  reinging. Die letzten beiden Tauben kamen um 20 Uhr kurz vor dem Zumachen. Glück gehabt! Aber auch die jungen Habichte,Sperber und Falken werden im Laufe der Zeit dazu lernen.

02.08.2018: Gestern hatte ich also Hochzeitstag und war ganz überrascht,als meine Frau mir sagte,dass unsere Ehe jetzt "volljährig" ist. 18 Jahre verheiratet. Kinder,wie die Zeit vergeht. 10 Jahre bin ich jetzt schon hier im Garten wieder mit Tauben im Gange.
Das das Flugtraining von Anfang an so gut funktioniert,hätte ich nicht gedacht. Wenn ich sie mit der "Fahne" in die Luft komplimentiere,ist wirklich keine einzige Taube mehr auf der Erde und alle sind am Fliegen.Alle! Das war z.B. letztes Jahr auch noch anders,da hatte ich um diese Zeit immer noch 10-12,die nur von einer Seite zur anderen geflattert sind,egal,wie sehr ich auch gewedelt habe(die waren dann aber auch sehr rasch bei den Flügen "JWD"). Und der weitaus größte Teil der Jungen fliegt auch schon nach 3 Tagen für mich sehr ansprechende 15-20 Minuten,einige bis zu 40 Minuten. Und das Alles wohlgemerkt bei nachmittäglichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Das finde ich schon echt klasse,denn das zeigt ja auch,dass die Truppe gut in Schuß ist.
In der RV sind am Wochenende keine Flüge. Die Alttaubensaison ist also ohne den Endflug beendet worden und auch der 3.Vorflugtermin mit den Jungen wurde gestrichen. Am 11.08. steht allerdings schon der erste Preisflug auf dem Plan. Wie die Verantwortlichen der RV das händeln,da bin ich mal gespannt. Wird man alles nach hinten schieben? Wäre ja sinnvoll. Oder wird man ganz normal wieder in das Programm einsteigen und einfach auf den 1. Preisflug fahren ohne die 2 ausgefallenen Vorflüge nachzuholen? Ganz ausschließen kann man das auch nicht. Ich jedenfalls bin ganz froh,dass ich keine RV-Jungtauben habe,die ich dieser Witterung und dem damit verbundenen Hin und Her aussetzen muss. Ich bin ja von jeher kein Freund davon,das Jungtaubenprogramm immer in der heißesten Zeit des Jahres zu starten.Alles,was wegkommt,fehlt als Jährige in der Kabine.Und alles,was wegen Flugausfällen nichts lernt,ist meist im nächsten Jahr auf den ersten Flügen weg bzw. zumindest stark benachteiligt.Insgesamt für alle Verantwortlichen eine schwierige Gemengelage. Daher wünsche ich allen Entscheidungsträgern ein gutes Händchen für ihre Wahl,was dieses Jahr zu tun ist.

31.07.2018: Ich bin begeistert von den Jungen dieses Jahr! Was für eine geile Truppe! Gestern wurden sie ja das erste Mal mit der Angel in die Luft komlimentiert und ich habe nicht allzu viel erwartet.Sie sollten ein Mal richtig durchstarten und dann dachte ich, dass sie ,auch wegen der Temperaturen, recht schnell wieder landen. Sie sollen sich ja erstmal langsam an den Ablauf gewöhnen.Aber die Bande scheint dieses Jahr echt gut drauf zu sein. Gut drei Viertel der Jungen starteten nämlich richtig durch,gingen gaaaaaanz hoch,sodass sie nur noch als blinkende Schatten zu sehen waren,wenn sich der Schwarm drehte und so flogen sie gute 20 Minuten bei 34 Grad im Schatten ihre Kreise und sogar für einige (bange!) Minuten ausser Sicht. Der Rest paddelte erwartungsgemäß einige Minuten solo oder in kleinen Gruppen durch die Gegend und landete dann auch recht schnell. Aber das so eine große Horde von 150-160 Tauben sich gleich zum kompakten Schwarm findet und dann so hoch und vor Allem so lange fliegt,das hätte ich nicht erwartet.Einmal mehr für mich eine Bestätigung,dass die durchschnittliche Qualität der Tauben dieses Jahr noch viel besser ist als letztes Jahr.Und auch ein Anzeichen dafür,dass sie fit und gesund sind,ich also bislang nicht allzu viel falsch gemacht haben kann. So etwas freut einen doch ganz ehrlich tief drinnen,wenn die Tauben einem zeigen,dass sie gut drauf sind.Bin echt gespannt,wie die sich auf der Reise schlagen.ich denke mal,das Teilnehmerfeld,dass um die Fleischtöpfe fliegt,ist dieses Jahr deutlich größer und wird am Ende auch noch viel dichter in den Punkten zusammenliegen als letztes Jahr.Das wird ein harter Kampf um die Spitze,bei dem sich die Tauben von Flug zu Flug gegenseitig die Punkte klauen und letztlich werden dann so Kleinigkeiten wie schnelles Reingehen über Wohl und Wehe entscheiden. Jedenfalls ist mir derzeit nicht bange vor dem Reiseprogramm, nicht mit dieser geilen Truppe.:-)

30.07.2018: Erneut ist gestern von einem Apfelbaum ein größerer Ast abgebrochen.Wenn das so weitergeht,habe ich am Ende des Jahres einen kahlen Garten. Aber die sind ja auch schon sehr alt und groß,die Bäume.Gestern Nachmittag hatte ich auch überraschend Besuch vom Sportfreund Dirk Gebert,der ja in Norwegen lebt,aber gefühlt immer mit seinem Auto quer durch Nordeuropa unterwegs ist,um Fenster,Tauben,Ziervögel,Maschinen und wer weiß was noch alles von a nach b zu fahren. Hat mich jedenfalls sehr gefreut als er plötzlich im Garten stand. Ich finde es ja gut,dass ab und an mal Besuch in den Garten kommt,dann kann man ja live vor Ort zeigen,dass die Tauben in Ordnung sind.Am Abend hatte ich dann wieder ein längeres Telefonat mit dem Sportfreund Heinz Trute,der den Verlust einiger von ihm gezüchteter Tauben recht locker weggesteckt hat. Es ist ja auch nicht so,dass ich die jetzt aus Bosheit von der Liste streiche,aber was weg ist,ist eben weg.Was soll man da machen?  Ab heute geht dann auch für die Derbytauben der Ernst des Lebens los,das Fahnentraining. Notwendig deshalb,weil sie von allein kaum richtig in die Luft kommen würden.Das war schon in Vor-Derby-Zeiten so und deswegen muss man da immer ein wenig nachhelfen.Ich beneide ja immer ein wenig die Züchter,deren Junge Morgens und Abends stundenlang durch die Gegend knallen.Das haben meine und Vaters Tauben in den 40 Jahren,die ich im Kopf habe, noch nie gemacht.Aber wenn ich letztlich in die Listen gucke,kann das alles ja nicht so richtig kriegsentscheidend sein.Denn sowohl die Ergebnisse als auch die Verluste sind bei beiden Varianten annähernd deckungsgleich.Nichtsdestotrotz ist so ein gut durchstartender Schwarm Jungtauben ja ein feiner Anblick.Und eine gewisse Grundkondition MUSS ja aufgebaut werden. Dazu wird die ganze Bande aus dem Schlag getrieben,die Türen und die Ausflüge geschlossen und dann werden sie mit Hilfe einer alten Angel,an die ein gelber Sack geknotet ist,in die Luft gebeten. Die ersten Tage werden sie nur ein Mal hochgejagt und können dann landen,wann sie wollen. Etwa die Hälfte fliegt aber schon einige Minuten. Natürlich hat man immer einige "Spezialisten" dabei,die nur von einer Dachseite zur anderen flattern. Das sind meist dieselben,die erst gar nicht rausgehen wollen wenn man sie nicht "tritt". Da sind sicherlich keine künftigen As-Tauben drunter......In der Luft gehalten werden sie die erste Woche noch nicht,sie dürfen landen,wann sie wollen. Auch dürfen sie bis Mittwoch noch durch die Türen reingehen,ab Donnerstag werden dann nur die Ausflüge wieder geöffnet,damit sie das dann auch zeitnah lernen.Viele kennen es ja schon. Und so wird es sich von Tag zu Tag ein bischen steigern bis sie dann am 26.08.,so es das Wetter zulässt,den ersten Trainingsflug haben. Auch das Futter wird jetzt umgestellt auf ein leichteres Reisefutter. Dieses Jahr hatte ich auch verschiedene Zusatzpodukte neu ausprobiert und überzeugt bin ich derzeit von dem Produkt "Hexenbier" von Röhnfried.Wenn man das gegeben hat,dann merkt man sehr deutlich eine Wirkung bei den Tauben. Also gibt es von nun an 1-2 Mal die Woche Hexenbier. Ja,man könnte sich etwas Ähnliches viel günstiger wohl auch selber zusammenkochen.Allerdings bin ich ganz schlicht gesagt zu faul dafür und traue meinen Fähigkeiten als Koch auch zu wenig. Schade nur,dass so eine handelsübliche Flasche nur ganze 2 Mal ausreicht bei der Horde. Da blutet der Geldbeutel....sonst gibt es 1x die Woche C-Phos (heute zum Beispiel) und 1x die Woche Blitzform ins Wasser. Den Rest der Woche wird das Wasser mit Soft Acid vom Teekontor Werlte angesäuert. 2x die Woche wird das Futter mit Moorkonzentrat und Mineralith, ebenfalls vom Teekontor Werlte,angemischt und das war es dann auch schon. Täglich frischer Patagoon-Grit mit Taubenkuchen untergemischt versteht sich von selbst. Und die Tauben gefallen mir wirklich sehr gut mit dieser Versorgung. Nur vernünftig fliegen müssen die "Hühner und Laufenten" jetzt noch lernen.:-)

28.07.2018: Nachdem ich gestern noch lange die Mondfinsternis,den Mars und den Vorbeiflug der internationalen Raumstation ISS verfolgt habe,klingelte schon um 04 Uhr der Wecker und ich machte mich auf zur ersten Bestandskontrolle. So früh deshalb,weil ich a) die Tauben noch im Dunkeln fangen wollte und b) bei den derzeitigen Temperaturen möglichst schnell mit der Angelegenheit fertig sein wollte um die Tauben nicht zu sehr zu stressen. Es fehlen bislang 32 Derbytauben. Auch hier auffällig,dass bei einigen Züchtern schon mehr als eine Taube fehlt,bei anderen gar keine. Ganz besonders traurig war ich,als ich festgestellt habe,dass so einige Tauben vom Sportfreund Heinz Trute fehlen. Er hatte ja Tauben für 3 Teams gestellt und leider hat es da ganz schön gescheppert. Da ich weiß,dass der Heinz einer derjenigen ist,welche dieses Rennen mit Feuereifer verfolgen und der da richtig mit Herzblut dabei ist, bin ich natürlich besonders betrübt. Aber nicht jedes Zuchtjahr ist gleich und vielleicht zaubert eine der verbliebenen Tauben ja doch noch am Ende ein Lächeln auf sein Gesicht.Ich hoffe nur,dass er jetzt nicht allzu deprimiert  ist.....
Was mir noch aufgefallen ist,diesmal positiv: von den Tauben,die ich von den Sportfreunden Mirko Werner (Meyerholz-Nachzuchten) und Mathias Frank ( Scheugl-Nachzuchten) für meinen Eigenbedarf bekommen habe, fehlt nicht eine Einzige! Alle da! Das hat mich wirklich sehr gefreut.
Die bisherigen Verluste setzen sich zusammen aus insgesamt 7 Toten wegen Krankheit (verstorben oder erlöst), 3 erkannten Drahtopfern (wie viele unerkannt ins Gebüsch gefallen sind?....),1 neben dem Garten aufgefressen und der Rest "am Haus weg". Einige werden von diesem vermaledeiten Freitag den 13. noch fehlen (sh Tagebuch),aber den Großteil der Fehlenden hat der Raubvogel entweder vernascht oder verjagt. Allerdings ist bislang keine einzige Jungtaube gemeldet worden.Ja,so ist das hier in der naturnahen Heide, es gibt eben alles an Raubvögeln was man sich so "wünscht".Und da der Garten ja auch an ein dichtbewachsenes Grundstück grenzt,kann er sich gut anschleichen.Die Meisten wird er sicherlich unter denen gefunden haben,die noch immer draußen sitzen wenn ich das erste Mal wegfahre,dann sind sie ja unbeaufsichtigt. Allerdings ist die Disziplin derzeit schon sehr gut ,sodass kaum noch eine Taube länger draußen sitzt. Insgesamt bin ich recht zufrieden,auch wenn jeder Verlust einer zuviel ist.........

27.07.2018: Die erste Anwesenheitskontrolle wird schon jetzt am Wochenende durchgeführt,denn ich habe leider für meinen Hochzeitstag am 01.08. kein Frei bekommen.Blöde Ferienzeit! Aber da meine Frau auch arbeiten muss,ist das nicht so schlimm. Bin schon gespannt,wer bis jetzt alles schon die Segel gestrichen hat,ein paar weiß ich ja.
Ich bin ja so froh,dass das Heidederby ein Rennen für die 3.Zucht ist,da muss ich nicht jetzt in der größten Hitze termingestresst versuchen,die Tauben auf die Traings-und Preisflüge zu bekommen,weil es sonst nach hinten raus mit den Endflügen eng wird. Ich fange gemütlich an,wenn die Anderen alle schon durch sind mit ihrem Programm. Ab nächste Woche aber muss ich zumindest anfangen,die Tauben regelmäßiger in die Luft zu bekommen,auch wenn dort noch 30 Grad sind. Sonst bauen sie ja gar keine Kondition auf. Aber das werden wir schön kleinschrittig tun,nur nicht hetzen,nur nichts übers Knie brechen. Schritt für Schritt,so werden sie fit.

26.07.2018: Auch in diesem Jahr ist es so,dass ich mir schon wieder fleißig Notizen über die Tauben mache. Ganz besonders auffällig sind ja immer die,welche man mit einer Brechstange aus dem Schlag treiben muss,damit sie mal rausgehen. Das sind nicht ein paar,die mal nicht rausgehen wollen aber sonst schon ,sondern so 7-8 Tauben,die freiwillig keinen Fuß vor die Tür setzen. Das werden meiner Erfahrung nach niemals Gute. Auch diejenigen,die schwerer krank waren und sich berappelt haben,stehen auf der Liste. Diese ganze Fummelarbeit (Beobachten,Nummer herausfinden,Eindrücke aufschreiben,weiter im Auge behalten) mache ich mir aus dem einzigen Grund,im Herbst einen Anhaltspunkt zu haben,welche Tauben ich über den Winter mitnehme. Denn es werden ja nur die ersten 30 As-Tauben online versteigert,da es sich im letzten Jahr gezeigt hat,dass an Tauben,die nicht unter den ersten As-Tauben sind,online kaum Interesse besteht. Es sei denn,sie kommen von einem großen Namen.Deswegen kann man sich die Einstellungsgebühren auch sparen. Der Rest wird ja am Schlag ,z.B. am Tag nach dem Endflug, zum Verkauf freigegeben. Wenn aber die Resonanz so spärlich ist wie letztes Jahr,dort waren gerade mal 4 Züchter am Schlag, dann werden auch heuer mehr Junge übrig bleiben,als ich über den Winter mitnehmen kann. In dieser Situation ist es dann hilfreich,seine Notizen,die man über das Rennen hinweg gesammelt hat, zu Rate ziehen zu können,um nicht aus allen Nähten zu platzen. Natürlich hoffe ich,dass die meisten Tauben an den Mann gebracht werden können,aber man muss halt realistisch bleiben. So kurz vor Kassel herrscht immer ein Überangebot auf dem Markt. Alle Tauben wird man da nicht los,vor Allem nicht die ohne "schicke" Abstammung oder von "unbekannten" Züchtern. Obwohl diese Tauben ja keinen Deut schlechter sein müssen als die eines Dirk deBeer,Manfred Meyerholz oder sonstiger bekannter Namen.

25.07.2018: Ich hoffe,das Video ist zu eurer Zufriedenheit geworden.Ich finde die Perspektive der Kamera,wenn ich sie auf den Boden stelle, recht interessant. Leider blinkt da ja immer ein rotes Licht,wenn die Aufnahme läuft,deswegen sind die Tauben noch etwas schüchtern,sich der Kamera sehr dicht zu nähern. Ohne dieses Blinklicht wäre die Kamera ja mitten drin im Whooling.
Gestern habe ich dann auch gesehen,dass die ersten Listen der Trainingsflüge vom Ostseeflug Usedom online sind. Auch wenn die bislang maximal 12 KM geflogen sind ,es Massenankünfte waren und dies natürlich keinerlei Tendenz für später abgibt,habe ich mich dabei ertappt,ganz gespannt die Listen nach meinen Tauben durchzuforschen und habe mich immer gefreut,wenn ich eine gefunden habe. Auf dem 4.Vorflug mache ich sogar den 54.Konkurs und auf dem 5.Vorflug den 92.Konkurs. Ausserdem war ich sehr stolz ,dass alle meine 5 Tauben da waren als noch über 900 gefehlt haben. Bekloppt,ich weiß,aber es macht auch irgendwie Spaß,die Listen nach den eigenen Tauben zu durchforsten. Und dann denkt man sich: "wenn das der Endflug wäre,dann hätte ich ja 3 in den Preisgeldern..." und das von 12 KM. Naja, Taubenzüchter halt. Alles Wahnsinnige. Und ich bin der Schlimmste :-)
Noch kurz ein Wort zu den Flügen,die am letzten WE vom Südosten in einer Katastrophe geendet haben. Es ist natürlich erschreckend und ein Armutszeugnis,wie jetzt von Seiten der Verantwortlichen versucht wird,den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und die Verantwortung auf andere Schultern abzuwälzen. Dabei wäre es recht einfach: man stellt sich einfach vor die versammelte Züchterschaft und beugt demütig das Haupt, gesteht seine Fehler ein und bittet um Entschuldigung. Und dann lernt man draus und macht es nächstes Mal eben besser. Da bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone. Also was soll dieses Rumgeeiere?
Ich kann immer nur von mir ausgehen und als letztes Jahr der 2. Flug so schlecht gelaufen ist, da konnte ich tagelang nicht richtig schlafen und habe ständig darüber gegrübelt,was ich falsch gemacht habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen,die Wetterdienste oder gar die Züchter der Tauben verantwortlich zu machen. Letztlich führten all diese Überlegungen zu keinem Ergebnis,denn es haben mir 3 erfahrene Flugleiter unabhängig voneinander bestätigt,dass das Wetter sehr gut war und es nun mal "einer dieser Flüge war,die man rational nicht erklären kann."
Aber mir graust es davor,dass sowas vielleicht nochmal passiert. Und wenn ich dann noch zu dem Schluß komme,dass ein schlechter Flug auf eigene Fehler zurückzuführen ist,dann habe ich hoffentlich den Mut,mehr Größe zu zeigen als es die Verantwortlichen vom Wochenende jetzt tun. Denn das ist wirklich erschreckend und gibt kein gutes Bild von diesen Sportfreunden ab.

24.07.2018: Gestern wurde also der 1. Vorflug mit den Jungen unserer RV gestartet. Es war dem Vernehmen nach kein Zuckerschlecken und die Jungen kamen teils den ganzen Tag verteilt einzeln oder in kleinen Gruppen an,aber letztendlich waren bei den 3 Züchtern,die ich kontaktet habe,abends der Großteil der Jungen wieder zu Hause. Und gelernt haben sie bei so einem Flug sicherlich mehr als bei einer Massenankunft in 2 Minuten. Und genau darum geht es ja,die Jungen sollen was lernen. Ich selbst war gestern wieder im Auftrag der öffentlichen Darstellung des Taubensportes unterwegs und habe abends eine Taube aus einem Dorf bei Privatleuten abgeholt.Eine zweijährige Polin. Die Leute hatten sich schon 1 Woche rührend um das Tier gekümmert und es nun endlich in einem Hobbyraum eingesperrt bekommen. Natürlich bin ich dann gleich um 20 Uhr dorthin und habe das Tier an mich genommen. Das macht man einfach so,wenn man von Privatleuten aus der Nähe angerufen wird und dann ist man auch nett und höflich und plaudert mit den Menschen. Wie sonst sollten wir uns selbst und unser Hobby denn auch nach außen positiv darstellen? Ich kann die Leute nicht verstehen,die Anrufern dann sagen "lassen sie die mal wieder fliegen", "nach ein paar Tagen haut die eh ab" oder noch schlimmer " nein,ich hole die nicht ab!!" Wenn die Taube festgesetzt ist,fährt man hin und holt die, Punkt Aus Ende! Die Polin sitzt jetzt bei mir in der Krankenstation und wird noch ein paar Tage gepäppelt bis ich sie wieder wie die anderen Zuflieger auch mit zur Arbeit nehme und fliegen lasse. Lange braucht die nicht mehr,die Leute haben sie gut versorgt.
Heute ist dann auch wieder "Video-Zeit", da ich schon verschiedentlich darauf angesprochen wurde,wann denn "endlich" das nächste Video kommt. Ich finde es sehr schön,dass dort ein großes Interesse besteht,sich einen Überblick über den Sachstand beim Derby zu verschaffen und deswegen mache ich natürlich gerne ein Video,auch wenn ich euch keine stundenlang in der Luft hängenden Tauben zeigen kann. Gestern ist die ganze Bande zwar in die Luft gegangen aber bis auf so ca. 20 Stück,die etwas länger geflogen haben sind die Anderen recht schnell wieder gelandet. Es ist einfach viel zu heiß und die Sonne sticht auch ganz ordentlich,vor Allem nachmittags,wenn ich die Klappen aufmache.Es ist einfach kein Flugwetter.
Gestern rief mich auch der EST-Obmann an und teilte mir mit,dass der 600er am Wochenende komplett gestrichen wurde,d.h. für mich,kein Einsetzen am Donnerstag. Ob der Flug jetzt noch am darauffolgenden WE nachgeholt werden soll oder die Alttaubensaison jetzt komplett vorbei ist, war wohl noch nicht so klar. Wir werden sehen,was da noch kommt.

23.07.2018: Das Wochenende war bei den Derby-Tauben unaufgeregt,was man von vielen RVen und Regios,die ihren Endflug hatten, ja nicht behaupten kann. Eine sich schnell entwickelnde, prekäre und heftige Unwetterlage hat wohl den Ruhrgebietsflug ab Wels und den Nationalflug Pocking schwer getroffen. Auch der Regio 259 hatte einen schweren Endflug bei dem noch einige gute Tauben fehlen. Es ist halt derzeit sehr schwierig, vernünftige Entscheidungen zu treffen,denn dieser Sommer ist ja auch extrem. Fast so wie 2003,nur das es da mehr sehr heiße Tage gab. Vom Verband ist jetzt ein Flugverbot für Jungtauben ab Dienstag in Kraft gesetzt worden. Eine gute Entscheidung,welche die Last von vielen Schultern nimmt.
Ab dieser Woche wäre es nun soweit gewesen,dass ich die Jungen per Fahne an das Fliegen bringe,sie haben jetzt genug auf dem Rasen gepickt sowie kleine Runden gedreht und sollten sich den Schlag ins Hirn gebrannt haben. Da aber diese Woche die Hitzewelle erst so richtig losrollt mit dauerhaften Tagestemperaturen über 30 Grad und ich die Tauben ja nur Nachmittags rauslassen kann,wenn es am heißesten ist,werde ich darauf verzichten,sie unter Zwang zum Fliegen zu bringen und den Beginn des Flugtrainings auf nächste Woche schieben. Unsere eigene RV hat gestern zum 1. Vorflug von 35 KM (noch vor der Elbe) heute eingesetzt und ich erwarte bei frühem Auflass eigentlich keine großen Probleme,es sei denn ,jemand hat unerkannt kranke Jungtauben eingesetzt.
Den Sportfreunden aus den betroffenen Regios wünsche ich jedenfalls,dass ihre Tauben sich irgendwo vor dem Regen in Sicherheit gebracht haben und nachkommen,wenn das Wetter besser wird. Ich drücke euch allen die Daumen!

20.07.2018: Gestern ist einer der alten Apfelbäume bei mir im Garten komplett auseinandergebrochen. Man ,hat das gescheppert! Zum Glück waren die Jungen da aber schon mehrheitlich drin. Später habe ich dazu ein kleines Video gemacht und ins Netz gestellt,ihr könnt es euch ja gerne mal angucken. Das sind die Auswirkungen der extremen Dürre dieses Jahr. Der Regen,der letzte Woche an 2 Tagen runtergekommen ist,war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Bei so einer Wetterlage sind natürlich auch die RVen und OLR,welche jetzt langsam ihre Vor-und Preisflüge beginnen benachteiligt. Diese stechende Sonne,ein knallblauer Himmel und hohe Temperaturen sowie hohe Ozonwerte sind eben einfach kein gutes Wetter,um junge Tauben anzutrainieren.Hier ist sehr viel Fingerspitzengefühl seitens der Verantwortlichen gefragt,um Risikoflüge und unnötige Verluste zu vermeiden. Und ein aufgeheizter Kabi voller nervöser Tauben ist natürlich auch eine große JTK-Falle.
Auch in anderer Hinsicht macht mir die derzeitige Wetterlage Sorgen. Denn wenn es jetzt über einen langen Zeitraum ein derart stabiles Wetter ist,wie ist die Wetterlage dann,wenn MEINE Preisflüge dran sind? Die Sorge ist ja,dass sich dann über Wochen eine gegenteilige Wetterlage einstellt,welche es mir sehr schwer macht,die Flüge vernünftig durchzuführen. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen und so hilft denn auch statt Lamentieren einfach nur.....Abwarten.

18.07.2018: Tja,das war es dann wohl schon wieder mit der JTK,wenn es denn die JTK war. Kurz und heftig. 3 Tote, 2 habe ich zusätzlich erlöst und jetzt ist die Bande wieder voll in Fahrt. 3 sitzen derzeit noch in der Krankenstation,die muss ich erstmal ein wenig auffüttern,bis sie wieder zu den Anderen können. Gestern war der Sportfreund Gerd Timmel bei mir am Schlag,als die Jungen draußen waren und auch seine Meinung ist "die sehen echt top aus". Soll mir sehr recht sein,wer braucht den Mist schon?
Jetzt sind auch die privaten Trainingstouren mit den Jungen in vollem Gange und auch die ersten RVen und OLR beginnen mit den Trainingsflügen. Dies fällt ja fast jährlich in die Phase der größten Hitze und so ist es jedes Jahr das gleiche Spiel ,ob nun privat trainiert oder im Verband: es bleiben gerne mal viele Tauben aus.
Meine von oben weithin sichtbare rote Festung mit ihrem großen,bunten Haufen an Tauben wirkt in dieser Zeit dann immer wie ein Treibanker für all die gestrandeten und verwirrten Existenzen,die in der Sommerhitze die Orientierung verloren haben und nun einen sicheren Hafen suchen. Fast täglich sitzen nun mehrere Zuflieger bei und nach dem Freiflug bei mir am Schlag,fast ausnahmslos Jungtauben,manche bereits mit und manche ohne Tipesring. Viele scheinen körperlich gar nicht so runter zu sein,aber man sieht ihnen in den Augen an,dass sie komplett verwirrt und neben der Spur sind. Der Grund ist sehr einfach:Wassermangel! Die Sonne und die Hitze steigt ihnen in den Schädel und das war es dann mit der Orientierungsfähigkeit. Dehydration ist der schlimmste Feind der Tauben. Deswegen steht bei mir auch immer ,wenn die Jungen Freiflug haben ,eine Tränke auf dem Rasen. Die Fremden haben es ziemlich schnell raus,dort zu trinken (die Meisten kennen die Tränken ja von zu Hause) und wenn sie dann getrunken haben und sich wieder auf das Dach setzen,dann kann man richtig sehen,wie die Lebensgeister zurückkehren. Da geht dann irgendwann der Kopf hoch,die Augen werden klar,die Taube bekommt Körperspannung und dann zack! haut sie irgendwann ab. Meist schnurstracks und ohne zu Zögern in eine bestimmte Richtung. Auch daran erkennt man,dass sie wieder weiß,wo es langgeht. Nur sehr wenige Tauben gehen tatsächlich in den Schlag. Diese werden meist 2-3 Tage in der Krankenstation gefüttert und getränkt bis ich den Eindruck habe,dass sie jetzt soweit ist, dann nehme ich sie Morgens früh,wenn es kühl ist,mit zur Arbeit (ca. 15 KM entfernt) und lasse sie fliegen. 99% kommen dann auch nicht wieder.Melden tu ich keine Jungtaube mehr, zu oft musste ich mir dumme Sprüche anhören und meist läuft es eh auf "Füttern,Tränken, Fliegen lassen" raus.
Unter Einbeziehung dieser Beobachtungen würde ich jedem Züchter raten,seinen Tauben vor den ersten Kabinenaufenthalten Wasser mit Elektrolyten in den Kropf zu spritzen. Die allermeisten Jungen sind die ersten Male noch zu dösig,die Tränke zu finden. Darüber hinaus werden die Boxen bei den Jungen meines Erachtens meist zu dicht besetzt. Wenn sich da einige vor die Tränkrinne stellen und die verteidigen,dann kommen die anderen nicht ans Wasser ran. Und wenn es dann am nächsten Tag rausgeht haben die Tauben ohne Wasser schon das erste Handicap auf dem Rücken. Diese Mühe, jeder Taube ein wenig Wasser einzuspritzen,lohnt sich im Hinblick auf die ersten Flüge bei diesen Temperaturen meines Erachtens durchaus.

16.07.2018: Leider hat am Wochenende mein Kameramann vom letzten Jahr für dieses Jahr endgültig abgesagt. Das ist doppelt schade,denn erstens finde ich,dass er das letztes Jahr wirklich sehr gut gemacht hat (die Reaktionen auf die Videos "toll","cooler Typ","echt witzig" der Zuschauer bestätigen das) und zweitens kann ich euch dann für dieses Jahr keine schönen Ankunfts-Videos zeigen. Ich fahre ja selber und  bin dann meistens noch nicht da,wenn die Tauben kommen. Und da ich ja nicht wie die großen Rennen eine Live-Liste habe,ist ein Ankunftsvideo ja ein kleines Trostpflaster für die Teilnehmer. Und nebenbei auch ein Beweis,dass bei der Ankunft alles mit rechten Dingen zugeht. Aber man kann halt niemanden zwingen und so werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Vielleicht findet sich ja zumindest auf dem Endflug jemand der Gäste ,der die Kamera bedienen kann. Ist halt nicht einfach, jemanden zu finden,der sich stundenlang in den Garten setzt und auf die Tauben wartet.Wenn alle Stricke reißen werde ich halt wie der Sportfreund Scheugl immer ein kleines Video im Nachgang des jeweiligen Fluges drehen. Vorher kann ich ja noch den Auflass filmen. Das ist dann zwar nicht optimal,aber immerhin.Die Videos sind ja ohnehin immer erst nach Auswertung der Preisliste online gewesen. Wird schon werden.

15.07.2018: Alles sehr merkwürdig.Heute hat keine Taube mehr krumm gesessen,weder Morgens,nachmittags oder Abends. Sollte es das dann schon gewesen sein? Egal,das wird jetzt durchgezogen,ich lass mich doch nicht veräppeln.

14.07.2018: So,das sieht dann schon gar nicht mehr so schlimm aus. Stand jetzt fehlen noch so um die 10-12 Tauben. Einzig bei den Weißen/Weißschimmeln hat es reingeschlagen. Da ist jetzt nur noch 1 da von ursprünglich 5. Auch mit der JTk ist es irgendwie nicht "korrekt". Über 90 % der Jungen sehen blendend aus,sind lebhaft und aktiv,glänzen,alles ok. Aber täglich sitzen 2-3 Andere eingekrümmt in der Ecke und es gab auch schon 2 Todesfälle. Die Krankenstation ist jedenfalls ausgebucht. Das kenne ich so nicht. Wenn krank,dann war immer fast der ganze Haufen krank und einige eben schlimmer als die Anderen. Aber dieses Jahr sind sie entweder topfit oder todkrank von jetzt auf gleich. Ich denke,ich werde dieses Jahr nicht um eine Medikation herumkommen,der Verlauf,wenn sie denn krank werden ,ist mir viel zu rasant.Ab Morgen früh ist dann Enrok und Collistin im Wasser für 10 Tage.Ich werde mir das mal weiter angucken.....und im Hinterkopf spukt immer das Schreckgespenst "Rota-Virus". Dann kann ich hier zumachen.......

13.07.2018: Freitag, der dreizehnte. Passt irgendwie. Denn ich glaube, jetzt ist sie da,die JTK. Ich werde das mal weiter beobachten und heute schon mal Möhrenbrei anrühren,den ich ja schon vorgekocht und eingeweckt habe. Eigentlich ja durchaus auch positiv,wenn sie jetzt käme,damit man bis zu den Flügen durch ist mit dem Mist,aber allein das sie kommt,ist natürlich unschön. Aber das wusste ich ja vorher,dass ich auch dieses Jahr durch diese Zeit muss. Letztes Jahr ist es ja noch relativ glimpflich abgelaufen mit 8 Toten, schauen wir mal, wie hoch der "Bodycount" dieses Jahr wird. Einigen werde ich eben bei allem Bemühen nicht helfen können. Und auch diejenigen,die zwar überleben,aber so stark abmagern,dass sie wie Flüchtlinge aus einem Hungerland aussehen,werden doch zu 95% nicht mehr richtig in die Gänge kommen. Im letzten Jahr war es eine einzige Taube,nämlich die 247,die sehr stark abgemagert war aber sich dann noch so berappelt hat,dass sie die Flüge überstanden und sogar noch einen guten Preis geflogen hat. Alle Anderen,die ich mit viel Mühe gerettet und aufgepäppelt hatte,haben das Ende der Flüge nicht erlebt. Eigentlich müsste man da ja mal überlegen,ob man den Tauben mit diesem "Durchschleppen" dann überhaupt einen Gefallen tut oder ob es nicht humander wäre,diese auszusortieren. Ich denke,wenn sie einmal so stark eingeschrumpft waren,dass dann Muskeln und innere Organe auf Dauer einen Knacks weg haben und einfach unter Belastung nicht mehr richtig funktionieren.Ausnahmen wie die 247 bestätigen die Regel. Andererseits macht es sich echt blöd in der Bestandsliste,wenn man 15-20 oder mehr Tauben aussortiert und das kann auch ganz gewaltig am Image des Derbys kratzen (obwohl diese Problematik vielen Züchtern ja vom eigenen Schlag bekannt sein dürfte).Letztlich ist es eine Frage,die ich nur mit mir selber ausmachen kann. Ist es vernünftig, Tauben mit viel Aufwand hochzupäppeln,wohl wissend,dass sie später zu 95% trotzdem ausbleiben, nur damit mehr Tauben in der Bestandsliste stehen?
Ich habe für mich dieses Jahr entschieden, Tauben,bei denen eine bestimmte Linie des Abmagerns überschritten ist, von Ihrem Leid zu erlösen. Vielleicht kostet mich das den einen oder anderen Teilnehmer,weil der sagt "die hätte sich doch wie die 247 noch berappeln können". Aber ich denke,es ist fairer und humander gegenüber der Taube,sie schnell und schmerzlos zu erlösen als sie ums Verrecken durchzubringen und später auf einen Flug zu setzen,den sie nicht bewältigen kann und wo sie dann irgendwo elend zugrunde geht.
Natürlich werde ich mich mit vollstem Einsatz für eine schnelle Beendigung der JTK einsetzen und nicht jede Taube wegschlachten,welche die JTK hat. Aber die ganz schweren Fälle,die man wochenlang aufbauen und mehrere Pillen geben muss....das hat einfach keinen Sinn. Das letzte Jahr hat dies sehr deutlich gezeigt.17:00 Uhr: also heute ist wirklich Freitag,der 13..Da laufen die Jungen wie immer geschäftig auf dem Rasen rum,auf einmal KRACHT es! Ein großer Ast des alten Apfelbaums brach völlig unvermittelt ab und knallte mit lautem Getöse auf den Rasen!Es war, als hätte man eine Granate zwischen die Jungen geworfen!Hoch und weg in alle Richtungen. Als dann noch der Wanderfalke zwei Mal in den Jungtaubenschwarm des Nachbarn stieß,war keine Taube mehr im Umkreis zu sehen. Das war so gegen 14:30 Uhr. Bis jetzt sind so ca. 150-170 Tauben wieder da.Mal gucken,was noch kommt. Um 21:30 werde ich in den Garten fahren und die Luken schließen.Aber das hat heute sicherlich Tauben gekostet.Ich bin schon mal gespannt,wo die überall gemeldet werden.Was für ein Tag!22:00 Uhr: Es fehlen noch um die 30 Tauben.Eine große Menge, aber weniger als ich befürchtet habe. Schauen wir mal,was Morgen noch rankommt.

12.07.2018: Manchmal lohnt es sich, etwas länger auf eine Sache zu warten. Gestern sind nun eeeeendlich die letzten Tauben vom Team Bockwurst eingetroffen und es sind wirklich sehr schöne Tauben. In der Hand und vor Allem in der Färbung. Alle ganz dunkel,einer mit 2 weißen Pinnen. Klasse! Ich mag ja so ganz dunkle oder ,noch besser, schwarze Tauben sehr sehr gerne.Schade,dass ich dieses Jahr nur eine einzige Schwarze,überhaupt keine Indigos und auch keinen einzigen Schalie dabei habe.Aber was soll´s. Jetzt habe ich ja 3 superschöne "Black Pearls". Ja,da hat der Hardy was Schönes für den Papa eingepackt :-).
Gestern habe ich dann auch mal versucht,im Halbdunkeln die Bande nochmals durchzuzählen. Wenn ich mich nicht grob verhaspelt habe und alle  richtig rein-und rausgerechnet habe,die trotzdem hin-und hergeflattert sind,dann fehlen bislang etwa 13 Tauben von der Gesamtliste,plusminus die,um die ich mich verzählt habe. Gewissheit werden wir ja eh erst am 01.08. bei der ersten Bestandskontrolle haben. Ich hätte allen natürlich gleich einen Tipesring anlegen können um sie dann ab und an über die Antenne laufen zu lassen,aber jeder Tipesring an einer Taube,die am Haus wegkommt,sind 1,35€ weniger in der Portokasse und da ich ja so irre bin,100% Startgeld auszufliegen, tun 20 oder 30 abhandene Ringe doch schon ein wenig weh. Deswegen werden die Tipesringe auch erst bei der zweiten Anwesenheitskontrolle am 01./02.09.angelegt. Überhaupt ist ja mit den 20€ Versorgungspauschale eine ganzheitliche Versorgung von 5 Tauben über 5 Monate nicht möglich. Das habe ich ja nur gemacht,weil ich im Gegensatz zu letztem Jahr dieses Jahr auch wieder in der RV bin und das,was ich da bezahle,kann ich ja nicht mehr ins Rennen stecken.Ihr könnt ja mal rechnen wie weit man mit 20€ bei 5 Tauben für Futter,Wasser,Beiprodukte,Medikamente,Tipesringe und Fahrtkosten über 5 Monate kommt. Den Arbeitsaufwand rechnen wir erst mal gar nicht mit ein.
Und trotzdem muss ich sagen,dass ich mich unwohl dabei fühle,überhaupt eine Versorgungspauschale zu nehmen und mir überlege (eigentlich sogar ziemlich sicher bin) diese in 2019 NICHT mehr zu nehmen. Denn ein Hobby, egal ob Taubensport oder was Anderes,sollte niemals als Gewinn-Verlust-Kalkulation gesehen werden. Man übt das Hobby aus,weil es einem SPASS macht und dann ist es auch egal,wieviel man dafür ausgibt,solange es nicht existentiell bedrohlich wird. In diesem Sinne wird die Versorgungspauschale wohl 2019 wieder entfallen.Ich fühle mich einfach nicht wohl dabei,die zu nehmen.......

11.07.2018: Gestern hat es den Tag über immer mal wieder krätig geschauert und seit gestern Nacht hat hier nun Landregen eingesetzt,der heute den ganzen Tag dauern und sogar gewittrig verstärkt werden soll. Deswegen sind die Klappen und die Voliere heute mal zu geblieben. Denn so sehr dieser Regen auch notwendig ist für die Sahara,in der wir hier im Nordosten Deutschlands dieses Jahr leben,so ungünstig wirkt sich Feuchtigkeit auf das Schlagklima in einem voll besetzten Gartenschlag aus. Da kann man an der Lüftung drehen wie man will,da kann man noch so viel Sand reinschippen,der ja auch einen gewissen Thermoausgleich herstellt (ist tatsächlich so), irgendwann ist der Punkt erreicht,wo sich die Feuchtigkeit einfach reinzieht. Das merkt man dann vor Allem am Geruch,denn bei feuchter Witterung riecht man die Tauben doch deutlicher. Deswegen heute Klappen zu und so wenig Feuchtigkeit wie möglich reinlassen. Eine Fußbodenheizung könnte hier Abhilfe schaffen,aber dafür braucht man ja: Strom. Und da waren sie wieder, meine 3 Probleme: kein Strom, kein Wasser,kein Schlag am Haus. So schön das da bei mir im Garten ist, aber einfach und unkompliziert ist das nicht. Trotzdem nimmt man sowas ja gerne in Kauf,wenn man einmal mit dem Taubenvirus befallen ist. Wenn ich nur mal die Kilometer zusammenrechne,die ich seit 2008 in den Garten gefahren bin oder die Kilos,die ich dort hin- und hergeschleppt habe,da würde schon ganz schön was bei rumkommen.
Gestern konnte ich nach der Arbeit die Jungen wieder rauslassen, da gerade keine Schauer in Sicht waren. Und als sie da so auf dem Rasen pickten,da kam hinter der Baumreihe an der Bahn ganz tief und unvermittelt der Rotmilan hochgeschossen. da war natürlich wieder ein großes Durcheinander und etwa 30 Tauben gingen sehr hoch und flatterten wild durcheinander. Ich persönlich glaube,das macht der Milan extra,um sie zu erschrecken,weil er darauf spekuliert,dass eine irgendwo gegen knallt und er sie dann nur noch aufsammeln muss.Normal bekommt der ja keine gegriffen. Ich glaube  schon länger,dass Greifvögel viel intelligenter sind als wir glauben. So habe ich die Jahre über auch festgestellt,dass der alte Habicht immer nur dann angreift,wenn gerade ein Zug vorbeifährt. Der übertönt nämlich die Warnrufe der Drosseln und Eichelhäher,wenn sie den Habicht bemerken. An einen Zufall glaube ich da nicht mehr. Die Jungen paddelten sich dann nach und nach wieder ran,aber es fehlten nachher noch so 8 oder 9 Stück,unter Anderem auch die Schwarzscheck vom Karsten Stappert. Sie ist ja eine der diesjährigen "Indikatortauben",genau wie die Schwarze vom Karl Urlberger oder die ganz Bunten von Gerd Timmel und dem Team Rhume Racer. In der Halbzeitpause des WM-Halbfinales bin ich dann zum endgültigen Schließen der Klappen in den Garten gefahren und da war die Schwarzscheck wieder drin wie auch augenscheinlich die meisten Anderen. Ich glaube,bislang fehlen so um die 10-12 Tauben, 4 davon weiß ich so (weil es Bunte waren) und 1 hat ja der Habicht neben dem Grundstück gefressen (eine Blaue wie es aussieht). Eine hatte sich ja den Flügel gebrochen und eine weitere ist an ihren Drahtverletzungen gestorben. Also 6 Verluste,die ich benennen kann und etwa nochmal so viele,die "unbekannt vermisst" werden.Bis zum 01.08. rechne ich wieder mit ca. 30-35 Tauben,die nicht mehr da sind,es sei denn,die JTK fordert dieses Jahr mehr Opfer als letztes Jahr ,was natürlich keiner hofft. Aber gegen die Drähte und den Raubvogel kann man schwer was tun. Das Meiste an Verlusten geht ja nicht mal auf das Schlagen durch den Raubvogel sondern durch das Verscheuchen zurück.Wenn sie kopflos sind,dann knallen ja gerade Junge gerne mal hunderte Kilometer in die falsche Richtung. Aber auch das ist Taubensport. Wir züchten nun mal leider Beutetiere,an welchen sich die Raubvögel in einer immer mehr verarmenden Natur gütlich tun. Den Raubvögeln selbst kann man da keinen Vorwurf machen,die tun auch nur das,was sie zum Überleben tun müssen.Schuld ist wie immer der Mensch mit seiner Naturzerstörung einerseits und dem völlig unsinnigen Protektionismus für Raubtiere andererseits,was die Situation nur noch verschärft.

10.07.2018: Die Wunder hören nimmer auf. Gestern ist noch eine Taube vom Basel-Flug nach Hause gekommen,die 231,ein Weibchen. Damit sind jetzt innerhalb einer Woche 3 von 6 Tauben angekommen.Vielleicht geht da ja noch was. Diese Täubin war aber irgendwo drin,die sieht gut aus und ist auch nicht abgerissen oder so. Jedenfalls freue ich mich sehr und danke dem unbekannten Züchter von hier aus für die gute Pflege.
Das Reingehen der Jungtauben klappte gestern schon viel besser. Futter ist halt der beste Lehrmeister. Auch habe ich gestern spätabends keine frische Rupfstelle mehr gefunden. Ab heute werde ich eine 10-tägige "Kur" mit UsneGano machen und dann im Anschluß gleich mit Atemfrei weiterarbeiten. Einige Tauben sind nämlich ordentlich am Schniefen,ich denke mal,dies ist den großen Unterschieden bei den Tages-und Nachttemperaturen geschuldet. Ansonsten gefallen mir die Tauben aber sehr gut,deutlich besser als letztes Jahr um dieselbe Zeit (aber da hatte ich ja auch schon die JTK auf dem Schlag). Ab und an greif ich mir ja mal abends eine Taube aus dem Regal um den Allgemeinzustand zu checken und da hatte ich gestern Abend durch Zufall hintereinander 2 Dänen in der Hand. Das sind echt Klassetauben! Nicht zu groß,aber in der Hand wie ein Tropfen und so fest,die könnte man glatt durch eine Stahlbetonmauer werfen. Man bekommt ja vom dänischen Taubensport nicht so viel mit,aber was diese Tauben dort leisten müssen,da zieht man als deutscher Programmspieler den Hut vor. Die fliegen als Endflug München,für den Züchter Madsen knapp über 1000 KM!!! Und dann über sämtliche Gebirgsketten hinweg bis hoch nach Norddänemark. Ich bin echt gespannt wie diese Tauben sich  auf dem Rennen schlagen.

09.07.2018: Gestern hat der Sportfreund vom Team Bockwurst angerufen und vermeldet,dass seine Tauben nun endlich am Dienstag ankommen. Somit sind wir dann komplett. So ist das,die einen kommen und die anderen "werden gegangen", denn gestern am frühen Abend hat es eine der Derbytauben erwischt. Ich lasse ihnen ja täglich ein paar Stunden freien Entfaltungsraum und streue da auch Futter auf den Rasen,damit sie gleich lernen,dass es nicht nur im Schlag Futter gibt. Vielleicht kommen sie deshalb auch als Jährige noch nach 2 Wochen im Feld nach 
Hause,während andere keine 2 Tage überleben.......wie dem auch sei,wenn ich sie dann irgendwann hereinrufe,haben einige einfach keine Lust,weil sie eben schon etwas Futter aufgenommen haben. Wie kleine Kinder,die man vom Spielen zum Abendbrot reinruft und die dann bockig sind. So bleiben also immer einige Tauben draußen und ich stelle den Sputnik auf Fang,damit sie noch nachspringen können. Abends kurz vor dem Dunkelwerden fahre ich dann nochmal in den Garten um die Klappen endgültig zu schließen. Diese Tauben,die dann ohne den Schutz der großen Masse und ohne Aufsicht im Garten herumlungern, sind natürlich stark raubvogelgefährdet. Und so waren auch schon einige Tauben abhanden gekommen aber bislang habe ich keine Spuren davon gesehen. Anders gestern,denn als ich gegen 21:30 Uhr in den Garten fuhr,da habe ich eine große Rupfstelle ausserhalb des Gartens auf einem Wirtschaftsweg entdeckt.Es waren sogar noch einige Darmschlingen dabei aber leider kein Verbandsring. Ergo wieder ein Habicht,der die Reste weggetragen hat,ein Sperber würde das Gerippe ja liegen lassen. Da hat es also einen der Bummelanten erwischt. Falls es wieder ein so renitenter Junghabicht ist wie letztes Jahr ,dann werde ich mich da wohl mal.... trotz meiner intensiven Muskelschmerzen.....drum kümmern müssen,dass es nicht zu schlimm wird. Denn wenn er schon so frech ist,die Taube in unmittelbarer Schlagnähe zu rupfen,dann muss man aufpassen,dass er sich nicht einschießt.Und ich werde natürlich den Futteranteil,den ich während des Friegangs verteile,deutlich herunterfahren,damit möglichst alle Tauben schnell hereinkommen,wenn ich sie rufe. Die gammeligen Zeiten sind jetzt vorbei.

08.07.2018: Nach 2 Wochen ist heute noch der 969 vom Weitstreckenflug Basel nach Hause gekommen. Klapperdürre,nur noch 2 Federn im Schwanz,aber zu Hause. Ich freu mich!! :-)

07.07.2018: Gestern nach dem Einsetzen hat mich noch der Sportfreund Christian Niemann am Schlag besucht weil er sich die Tauben mal anschauen wollte. Er hat bestätigt,dass dieTiere sehr gut aussehen und sich toll entwickelt haben. Ich finde es ja ganz wichtig,dass auch mal jemand von Außen draufguckt,weil man bei einigen Dingen doch betriebsblind werden kann,wenn man eine tägliche Routine fährt. Von daher bin ich jetzt wieder beruhigt,dass ich bislang wohl nicht so viel falsch gemacht habe.
Gestern Abend hat mich auch der Veranstalter des Ostseefluges Usedom,der Mirko Jäger,angerufen.Er wollte mir mitteilen,dass eine seiner Tauben,die ich für mich aktiviert hatte, am Schlag weggekommen ist und er mir jetzt eine Neue zuordnet.Aus diesem rein informellen Anruf entwickelte sich aber ein mehr als eine Stunde dauerndes Telefonat. Wir haben uns über den Taubensport allgemein und unsere Derbys im Speziellen intensiv ausgetauscht und ich muss sagen,dass wir in einigen zentralen Punkten einer Meinung sind. Ganz besonders freut es mich,dass er über den Endflug genauso denkt wie ich: lieber einen glatten Flug mit Massenankunft und wenig "Spannung" als extra einen überschweren Flug ansetzen,wo die Tauben einzeln kommen und viele wegbleiben,nur um einigen Züchtern ihren Nervenkitzel zu geben. Man merkt auch ganz deutlich,dass der Mirko da richtig mit Herzblut bei der Sache ist und das Rennen eben nicht nur als Einnahmequelle sieht sondern ein Stück weit schon als sein "Lebenswerk". Es war jedenfalls sehr schön,sich mal mit einem Betreiber "im Großen" auszutauschen.Man kann nie zu wenig wissen.

06.07.2018: Gestern nun war also der sehr symphatische Sportfreund Stefan Wernecke da und hat im zweiten Anlauf seine Jungen heile angeliefert. Er wollte ja schon Anfang Juni kommen,aber da ist ihm ja beim Impfen beim Tierarzt 30 Km von ihm weg die Klappe des Korbs aufgegangen und von 16 Tauben waren 13 weg. So musste er also die nächste Rutsche nehmen.Gott sei Dank ist diesmal alles gutgegangen. Jetzt fehlen also nur noch die 3 "Bockwürste" ansonsten sind wir komplett. Und ich vermute,da ist auch schon was im Anmarsch. Ab und an kotzt mal eine Taube.Allerdings kann das auch an der Wärme liegen.Fressen tun sie alle noch wie die Löwen. Wenn eine in der Ecke sitzt und kein Futter mehr aufnimmt,das ist dann das Startsignal für die JTK. Und so sehr ich diese Geißel des Taubensportes auch nicht mag,ich hoffe,es geht bald los. Je früher durch,desto früher kann man vernünftig weiterarbeiten. Aber diese ca.10 Tage sind immer die dunkelsten Stunden des Derbys, Katastrophenflüge mal ausgenommen.
Ein Züchter ,den ich vor einigen Tagen zufällig in der Stadt traf,hat mir gesagt,er würde nie Tauben zu meinem Rennen schicken. "Du bekommst ja immer die JTK". "Mhm, und warum hast du die letzten 2 Jahre schon keine Jungtauben mehr gesetzt?" "Ja,die waren nich in Ordnung und dann war das Programm schon zu weit." "Also hattest du doch auch die JTK." "Ja,und? Bei anderen Derbys hört man da nix von......."
Seht ihr, das ist genau das Problem,das man hat,wenn man wirklich alles aufschreibt,was da am Schlag so passiert. Bei anderen Derbys scheint da immer eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen zu sein.JTK? Was ist das?Andere Krankheiten,Verluste?Neeeee. Besonders putzig finde ich dann die,welche ganz selbstsicher sagen,dass sie absolut keine und auch noch nie Probleme mit der JTK haben und hatten aber gleich im nächsten Satz kommt dann "weil ich das Programm der Firma..... fahre". Schaut man sich dann aber das jeweilige Programm an,dann ist da neben Immunboostern,Moorkonzentrat usw usw die (prophylaktische) Gabe von Antibiotikamischungen fester Bestandteil des Reiseplans.Klaro,wenn die Tauben einem Dauerbombardement von Antibiotikagaben ausgesetzt sind,kommt da vielleicht nicht so viel JTK hoch. Aber wenn man dann noch ein wenig weiterschaut,nämlich wieviele Tauben angeliefert wurden und wie viele nachher noch auf den ersten Preisflug gehen,dann sind das teilweise ganz schöne Zahlen,die man da abziehen muss. Sind die alle vom Raubvogel gefressen worden?Ach komm, Leute.
Der Hintergrund aus diesem systematischen Verschweigen von Verlusten und Problemen ist ein ganz simpler,wie man ja auch bei mir sieht. Zeigt man so viel Transparenz,macht man sich angreifbar.Es gibt genug Sportfreunde wie dieser Züchter oben, die sich von zuviel Ehrlichkeit abschrecken lassen. Sie wollen gar nicht hören,dass auch ein OLR genau die gleichen Probleme hat wie Züchter xyz zu Hause.Hören sie sowas,denken sie,das Rennen wäre schlecht geführt.Und dann schicken sie keine Tauben. Da aber ein OLR eine kommerzielle Veranstaltung ist,die dem Ausrichter den Lebensunterhalt finanziert, wird der doch einen Teufel tun und sich durch derart negative Publicity die Kundschaft verprellen. Da wird ab und an mal ein Informationsbröckchen verteilt (Eingewöhnungsphase beendet, Vorflüge gestartet bla bla bla) und ab und an mal kommentarlos eine Bestandsliste veröffentlicht,aber was da so täglich abgeht,das erfährt doch kein Mensch. Zudem,ist euch aufgefallen,dass die meisten Webseiten von OLR gar keine Gästebuchfunktion haben.......?
Was ich damit sagen will,ist,dass man immer ein wenig weiterschauen muss,als nach dem,was einem gezeigt wird.Nur weil man etwas nicht hört, heißt das  nicht,das es nicht da ist. Eine objetkive und realistische Betrachtung so einer Veranstaltung wie einem OLR gehört eben dazu,wenn man sich überlegt,ob man daran teilnehmen soll.Und im echten Zweifelsfall sollte man es dann einfach....lassen.

05.07.2018: Die verletzte Taube hat die Nacht leider nicht überstanden.Schade,ein Wikinger weniger. Das sind dann so die Ereignisse,die NICHT schön sind,wenn man ein OLR ausrichtet. Aber insgesamt ist es doch schon so,dass mir das mit den Derbytauben viel mehr Freude bringt als das "normale" RV Spiel.Sonst würde ich es ja nicht machen. Gestern Abend habe ich wieder über eine Stunde mit einem Teilnehmer telefoniert und wenn man da am Telefon oder auch im persönlichen Gespräch mitbekommt,wie manche Sportfreunde regelrecht aufblühen und mitfiebern,dann gibt einem das auch wieder ordentlich Bestätigung,dass es nicht so schlecht sein kann,was man da tut. Ich freue mich wirklich sehr,dass dieses ganze Konzept vom überwiegenden Teil der Züchter positiv aufgenommen wird und das die Leute ihren Spaß daran haben. Das ist ja auch ein Hintergedanke von mir gewesen: den Leuten etwas zu geben,was sie erfreut. Aber es sei ganz klar gesagt: hauptsächlich mache ich das alles hier für mich, damit ich mein Hobby auf eine Weise ausüben kann,die mir Spaß macht und wo ich mir meine Regeln und meine Zeit selber einteilen kann.Ich mache mich so ungern abhängig von den Entscheidungen anderer Züchter und wenn ich diesen Leuten dann auch noch nicht mal uneingeschränktvertrauen kann,ist es ja noch schlimmer. Wenn ich beim Derby was verbocke,dann bin ich selber Schuld und kann bestenfalls aus meinen dummen Fehlern noch was lernen aber ich muss meine Tauben nicht Leuten in die Hände geben,die über Jahre bewiesen haben,dass sie schlichtweg unfähig für ihren Job sind. Zudem ist dieses ganze Konstrukt des "normalen" Taubensportes doch so verkrustet und hat sich so überlebt,dass dort keine Zukunftsfähigkeit vorhanden ist. Man sieht es doch wie es immer rasanter bergab geht und keiner was dagegen tut.Vom Verband oben bis zur RV unten. Und so muss man dann halt als relativ junger Züchter Alternativen suchen,damit man sein Hobby auch nach dem großen Zusammenbruch noch in irgendeiner Weise ausüben kann. Sicherlich wird es auch mit dem Heidederby irgendwann enden (immerhin bin ich als nicht-kommerzielles Rennen ja nicht auf das Derby angewiesen) aber derzeit habe ich trotz Verletzungen,Greifvögeln,Krankheiten und ab und an schlechten Flügen  immer noch sehr sehr viel Freude an der Durchführung dieser Veranstaltung. Und solange ich immer wieder ein so tolles Feedback wie gestern aus der Züchterschaft bekomme wird sich daran wohl auch nichts ändern :-):-)

04.07.2018: Gestern habe ich erfahren.,dass die Tauben vom Team Bockwurst nun doch nicht diese Woche kommen,da Ilonexs wegen der hohen Temperaturen keine Tiertransporte annimmt. Das ist einerseits natürlich gut und verständlich,andererseits aber für die weitere Planung nicht sehr günstig. Wenn die JTK jetzt ausbricht und ich eventuell medikamentös behandeln muss,dann bekommen Tauben,die später eintreffen,ja auch nur einen geringeren Teil ab.Zudem ist es zielführend, auch möglichst rasch alle Tauben an Bord zu haben,damit nicht immer wieder neue Milieus in den Derbyschlag eingetragen werden.Sollte auch in der nächsten Woche keine Lieferung erfolgen,muss ich deshalb das Team dann leider ohne Ersatz vom Derby auschließen.Das ist doof für die Züchter und auch für mich,aber man muss halt das Gesamtbild im Auge behalten.
Da die Witwervögel ja jetzt im Jungschlag mit untergebracht sind,ist der Witwerschlag frei und wird nun als Krankenstation genutzt werden. Das bietet sich ja auch an mit den Zellen,da kann man die Tauben schön einzeln setzen und behandeln.Momentan sitzen dort aber nur ein Zuflieger, eine Taube mit einer Brustverletzung (ich schätze mal "Draht") und 2 ,die mir Mathias Frank gebracht hat und die noch sehr jung waren. Die will ich noch nicht in den Jungschlag setzen,denn dort würden sie nur von den Großen untergebuttert werden und gar nicht ans Futter rankommen. Die bleiben jetzt noch bis Sonntag in ihrer "Suite" und werden extra gefüttert. Kleiner Nebeneffekt: die sind schon gut zahm und warten immer am Gitter,dass ich mit ihnen spiele.
Im Gästebuch hat ein Züchter einen interessanten Eintrag gemacht und mich gewarnt,dass Tauben,wenn sie Kirschkerne fressen, Vergiftungserscheinungen zeigen können. Das könnte auch die Erklärung für 2 Fälle 2017 sein,bei denen ich erst dachte,die Tauben wären an der JTK gestorben aber die Anzeichen eigentlich nicht dafür sprachen. Nun kann ich die ganzen Kirschbäume in dem Garten zwar nicht umhacken (sonst bin ich die längste Zeit dort gewesen),aber ich kann darauf achten,dass die Tauben nicht unter dem nächstgelegenen Kirschbaum picken. Die anderen Kirschbäume stehen ja weit genug weg. Allerdings habe ich auch noch nicht gesehen,dass Tauben Kirschkerne fressen würden.Doch sicher ist sicher.

03.07.2018: Am Donnerstag kommt der Sportfreund Stefan Wernecke und bringt seine Derbytauben und irgendwann in der Woche kommen per Kurier die Tauben vom Team Bockwurst. Tja, und das war es dann auch schon mit der Anlieferung. Dann kann die JTK kommen. Die Tauben haben jetzt täglich ein paar Stunden freie Entfaltungsmöglichkeiten. Einige fliegen auch schon die ersten Runden. Da ich die jährigen Vögel jetzt bei den Jungen mit drin habe, haben die Kleinen ja immer einen Anhalt,wo sie hin müssen. Vor Allem der 563,mein Kumpel, ist quasi der "Schäferhund der roten Festung". Immer wenn einige der Jungen wild umherflattern,startet er durch und leitet sie im ruhigen Gleitflug mit hochgestellten Flügeln zum Schlag zurück. Nichtsdestotrotz sind schon einige Junge am Haus weg. Eine der Weißen,eine kleine Rote,die ab und an mal krumm saß und ich glaube noch so 4 oder 5 Stück. Einige davon werden sicherlich in die Drähte an der Bahn gegangen sein (wenn sie von da ins Unterholz fallen findet man sie nicht mehr) und einige der Nachzügler,die immer noch draußen sitzen,wenn ich das erste Mal wegfahre,wird sich wohl der Raubvogel weggenascht haben. Einige sind auch sicherlich in ihrem jugendlichen Leichtsinn zu weit weggeflogen und haben den Rückweg nicht mehr gefunden. Aber so ist das eben mit einer Horde Jungtauben,da bleiben Verluste nicht aus. Rechnet man dann noch die dazu,welche an der JTK versterben (und das werden auch dieses Jahr einige sein,denn manche Tauben bekommt man einfach nicht durch,egal,was man tut),dann lichten sich die Reihen gerade in den ersten Wochen bis zum 01.08. doch schon. Ich habe mir wie letztes Jahr das Ziel gesteckt,mit 150 Tauben auf den 1. Preisflug zu gehen. In 2017 hatte ich sogar mal 191 Tauben auf einem Preisflug,also meine Erwartungen mehr als erfüllt. Mal sehen,wie viele es dieses Jahr sein werden. Es sind ja insgesamt von vornherein etwa 25 Derbytauben weniger als letztes Jahr,weil nicht jeder Teilnehmer 5 geschickt hat.
Auch meine "Zusatztauben" habe ich jetzt alle beisammen.Am Samstag hat Mathias mir welche gebracht und am Sonntag habe ich von Mirko noch einige Meyerholz-Nachzuchten abgeholt. Diese Tauben können jetzt, natürlich nur,sofern sie selbst dann noch da sind, ab dem 01.08. bis 10.08. von Züchtern kostenfrei aktiviert werden,von denen schon bei der ersten Anwesenheitsfestsellung am 01.08. Tauben fehlen. Die reisen dann ganz normal für diese Züchter mit aber bleiben halt im Herbst bei mir und werden nicht verkauft.
Ganz besonders gefreut habe ich mich am Samstag,denn Morgens,kurz bevor wir zu Dirk deBeer gefahren sind,ist nach einer Woche noch der 853 vom Basel-Flug angekommen. Mager,etwas zerzaust,aber fit. Hat mich gleich auf dem Anflugbrett angegurrt,da hat man richtig gemerkt,wie froh er war,zu Hause zu sein. Da sieht man mal wieder: Qualität setzt sich durch. Der 853 war ja nach 6 RV-Flügen schon drittbester Jähriger der RV mit 3x Schlagerster,also der Einzige,der so richtig angefasst hat. Und der kommt auch als Einziger von dem WS Flug wieder. Da steckt Mumm und Wille drin. Meine Hochachtung ist diesem Vogel jedenfalls sicher!

01.07.2018: Ach, war das gestern schön bei Dirk deBeer. Wenn man stirbt und ein GUTER Junge war,dann kommt man als Taubenzüchter wohl an einen Ort,der dem Taubenparadies von Dirk nahe kommt. Ist schon ein Wahnsin,was er da hat.Sowohl an Schlägen als auch an der Bandbreite von echten Supertauben. Gegen ihn zu spielen stelle ich mir ziemlich deprimierend vor,wenn man nicht gerade einen Schlag voll von seinen Tauben hat. Und der Dirk als Typ,als Mensch,ist sowas von herrlich ruhig,geerdet,ehrlich und korrekt,dass habe ich bei Züchtern auf diesem Niveau sehr selten erlebt. Ein echter Kumpeltyp,nicht arrogant,nicht abgehoben,kann sich auch für Andere ehrlich freuen. Hat man nicht oft. Und er ist immer für Überraschungen gut. Eben erzählt er noch,dass er die Eier seiner Tauben früher verschenkt hat und nun 50€ pro Stück nimmt,in der anderen Minute drückt er Mathias Frank eine fast weiße Jungtaube in die Hand "für deine Frau" und schenkt sie ihm. Einfach mal so. Hätte ich eine Schnur dabei gehabt,hätte ich  Mathias auf der Rückfahrt wie einen Ballon steigen lassen können :-) :-)
Zu den Tauben,die ich von Dirk für das Rennen mitbekommen habe,ist zu sagen,dass es in diesem Stadium Tauben wie andere Tauben auch sind. Rein äußerlich nichts wirklich auffällig  Besonderes. Diese Bunte gefällt mir in der Hand sogar so richtig gar nicht*lach*,darf man das so schreiben oder wird man dann wegen Majestätsbeleidigung von den anderen DeBeer-Fans erschossen?Hmmmm......
Meine Favoriten,wenn man das mal so nennen darf,sind 1872 und 1883. Das sind alles nicht Junge aus den absoluten Top-Zuchtpaaren sondern eher aus der zweiten Reihe,aber was heißt das? Die zweite Reihe bei Dirk wäre mit Abstand die erste Reihe bei 90 % der Taubenzüchter!!! Und es ist auch nicht so,dass er keine aus den Toppern geben wollte sondern das schlichtweg das Alter nicht gepasst hat. Und wenn man weiß,wie ihm die Tauben da quasi aus den Händen gerissen werden und fast jeder Preis bezahlt wird,dann sind Tauben,die man von Dirk bekommt und SELBER von IHM noch dafür bezahlt wird,drei Mal so viel wert. Ich bin jedenfalls sehr froh,dass ich ihn mit meinem Derby davon überzeugen konnte,bei mir mitzumachen. der Name deBeer auf der Teilnehmerliste wertet die ganze Sache ja doch nochmal auf,das ist einfach so.(Trotzdem glaube ich,dass keine DeBeer-Taube 1. As-Taube wird,aber pssssst! NICHT weitersagen!).
Verliebt habe ich mich gestern auch noch. Nicht in seine Lebensgefährtin Simone (mein Herz gehört voll und ganz Frau Meyerholz*schmacht*),sondern in die Täubin ,die man ab Minute 09:00 im Film über Dirk auf meinem Youtube Kanal sehen kann. Von der werde ich wohl öfters mal träumen, ein Ebenbild der NL-3105,klein,fest wie eine Stahlkugel,vor Intelligenz sprühende Augen,klasse Federwerk,ein perfektes Täubchen.Seufz,es gibt halt so Sehnsüchte,die man nicht befriedigen kann........
Alles in Allem also ein sehr lohnenswerter Tag gestern. Da hat sich die Quälerei durch die Baustellen echt gelohnt. Ich kann nur jedem mal einen Besuch dort empfehlen.Klasse Typ,der Dirk!

29.06.2018: Morgen geht es dann also zu Dirk deBeer und seiner Lebensgefährtin Simone Müller. Die Beiden reisen ja wieder sehr stark dieses Jahr, letztes Wochenende zu Dirks Geburtstag habe die Tauben ihm die Plätze 1-19 (!!) in der RV geschenkt. Da sitzt schon geballte Klasse auf dem Schlag und deswegen bin ich auch schon aufgeregt wie ein Kind vor Weihnachten,dass ich das alles jetzt auch mal "live" vor Ort erleben kann. Begleiten wird mich mein guter Kumpel Mathias Frank aus Wismar,der extra dafür morgen früh zu mir anreist. Mein Kumpel Mirko Werner aus Salzwedel kann leider doch nicht mit,weil sie momentan bei VW Sonderschichten schieben. Abgasskandal? Juckt uns doch nicht,VW verkauft derzeit mehr Autos als sonst irgendwann.
Die Lütten haben gestern wieder ein paar Stunden "open door" gehabt und dies wieder sehr gut angenommen. Wenn die Tauben mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne liegen,dann weiß  man,dass es ihnen gut geht. Auch das Reingehen klappt schon sehr gut (die Meisten natürlich noch durch die Tür). Es ist wichtig,dass nicht zu viele Nachzügler draußen sitzen bleiben,wenn ich den Garten verlasse,denn diese Einzelgänger ohne den Schutz der Masse sind ja besonders angreifbar für den Raubvogel.Da kann er sich schön fokussieren. Und die meisten Raubvogelopfer hatte ich in 2017 unter eben diesen Tauben zu beklagen. Wenn ich vor Ort bin, gelingt kaum mal ein Angriff,aber wenn keiner zum Vergrämen vor Ort ist und nur ein paar Einzeltauben im Garten flattern,dann sind die Erfolgschancen für unseren grauen Freund ja wesentlich höher. Von daher gefällt mir die Disziplin in der Truppe schon recht gut. Dieses Prinzip der offenen Tür werde ich wieder bis etwa Ende Juli beibehalten und sie dann ins Flugtraining überführen,damit sie Kondition aufbauen. Auch das Futter wird dann entsprechend umgestellt.Momentan bekommen sie noch recht schwere Kost mit einem hohen Hülsenfruchtanteil. Ab Ende Juli erfolgt dann die Umstellung auf ein gutes Reisefutter.

28.06.2018: Gestern Abend wurde mir doch tatsächlich noch der 670,der vom schweren Stargard-Flug am 26.05. ausgeblieben war, aus Brandenburg gemeldet."Der ist noch nicht lange weg,oder?" "Doch,seit 4 Wochen." "Dann sieht er aber sehr gut dafür aus." Also war der Vogel entweder irgendwo drin,der Züchter hat ihn fliegen lassen und er ist gleich wieder woanders eingesprungen oder aber er hat sich so gut draußen durchgeschlagen,dass der Züchter jetzt den Unterschied nicht gemerkt hat. Ich tippe mal auf Ersteres. Somit ist also kein einziger der 8 Vögel auf einem RV Flug zu Tode gekommen, 2 sitzen in der Brandenburger Ecke (712,verletzt und eben der 670), einer saß in Hameln (428) und der Rest ist immer wiedergekommen. Bis ich 4 von ihnen unbedingt bei schlechten Bedingungen auf 600 setzen musste(Idiotie!). Das zeigt mir,dass ich wohl für Vögel ein besseres Auge und Händchen habe als für Weiber.Also werde ich ab 2019 nur noch Vögel spielen.Und es nährt die Hoffnung ein wenig,dass auch vom 600er noch die eine oder andere Taube nach Hause findet bzw. wenigstens noch lebt.
Anstatt mir gestern das würdelose Gekicke der deutschen Peinlichkeit anzugucken,war ich lieber bei meinen Tauben im Garten und anschließend noch kurz Angeln. So hatte ich also einen schönen Tag während Fußball-Deutschland im Trauermeer versunken ist. Das ist doch mal was.

27.06.2018: Keine Schalies!:-( Böser Uli Wiehagen! Und dabei hatte ich mich schon so auf die gefreut. Jetzt versinkt das Heidederby 2018 also im tristen Einheitsgrau....nein,so schlimm ist es nicht. Ein paar Farbtupfer haben wir ja. Gestern waren die Jungs und Mädels wieder ein paar Stunden bei geöffneten Türen draußen. Es ist eine große Freude,diese ganze Horde draußen zu beobachten,wie sie picken und suchen, umherflattern oder sich mit gespreizten Flügeln zum Sonnenbaden in den Rasen kuscheln.Für mich die schönste und entspannteste Zeit beim Derby. Dieses freie Umhertollen hat neben dem "Einnorden" auf den Schlag nämlich noch den positiven Effekt der Stimulanz. Immer nur im Schlag hocken erzeugt dann irgendwann Langeweile,die Tauben stumpfen ab. Aber draußen,da gehen bei jedem Fink,jeder Amsel,die vorüber fliegt,die Köpfe aufmerksam nach oben. Da wird an Grashalmen gezupft und Maulwurfshaufen auseinandergenommen. Da wird versucht, Sauerkirschen zu fressen und dann angwidert minutenlang der Kopf geschüttelt wegen des Geschmacks.Da wird einzelnen Maiskörnern hinterhergejagt,die der große Zweibeiner ihnen zuwirft.Ab und zu geht man zum Trinken rein. So wird Stück für Stück gelernt,dass man draußen spielen kann und immer die offene Tür als Rückhalt hat,wenn es doch mal unheimlich wird. Es wird gelernt,das man auch woanders als im Schlag Futter findet und was sonst noch so alles fressbar ist (und was nicht). Und wie bei kleinen Kindern,die ein paar Stunden draußen toben dürfen,sind sie dann auch froh und folgsam,wenn man zum Abendessen reinruft und sitzen danach satt,ausgetobt und müde im Regal. Nur Zudecken und Küsschen geben ist nicht drin.Aber eine kleine Gutenachtgeschichte bekommen sie immer. Natürlich nicht ohne Hintergrund. Mein zusammenhangloses Gebrabbel soll die Tauben an meine Stimme gewöhnen und beruhigen. Sie sollen lernen,dass, wenn sie mich hören,alles gut ist und ihnen keine Gefahr droht,sie sollen meine Stimme schlichtweg positiv verknüpfen (Futter, Sicherheit).
Nun,wo die Temperaturen wieder ordentlich anziehen,warte ich täglich auf den Ausbruch der JTK. Ich will es einfach schnell hinter mich und die Tauben bringen,damit wir bis weit vor den Flügen damit durch sind. Aber noch sehen sie bis auf einige Wenige,die immer mal wieder krumm sitzen,echt gut aus. Der Eindruck kann natürlich subjektiv sein,aber immerhin hat auch Uli Wiehagen gestern gesagt: "Mensch,die sehen ja echt klasse aus,deine Jungen.Besser als meine." Sowas geht natürlich runter wie Öl und baut mich nach der dummen Scheiße,die ich mit den Alten gebaut habe,wieder auf. Ich verspreche,dass ich mich auch weiterhin mit allem Streben dafür einsetzen werde,eure Tauben gut über das Rennen zu schaukeln.

26.06.2018: Leider ist auch gestern keine Taube nach Hause gekommen,schade. Dafür waren die Kleinen wieder draußen und haben eifrig die Gegend erkundet. Einige Nachzügler habe ich dann noch spätabends hereingelassen. Heute kommt der Sportfreund Uli Wiehagen vorbei und bringt seine Jungen. Ob er wohl wieder so schöne Schalies dabei hat wie letztes Jahr? Eine davon hatte ja 2017 auf dem schweren zweiten Preisflug den ersten Konkurs geflogen. Und Schalies habe ich dieses Jahr noch gar nicht im Schlag. Überhaupt sind es weniger bunte Tauben als letztes Jahr. Zwar gibt es immer noch Teilnehmer,die zumindest eine bunte Taube dabei haben wollen,aber viele sind auch eher auf den großen Pott fokussiert und schicken  eine bunte Taube nicht nur, weil es eine Bunte ist. Die muss dann auch schon sehr gut sein und wenn aus den sehr guten Paaren eben keine Bunte fällt,dann kommen halt nur Blaue und Gehämmerte zum Zug. Vorteil für diejenigen Teilnehmer,welche bunte Tauben im Rennen haben: die Konkurrenz um die beste bunte Taube ist kleiner!Das ist für mich rein optisch nicht so hübsch wie letztes Jahr,aber wenn sie das durch eine stark verbesserte Qualität wieder wettmachen,umso besser. Und pssssst,am Liebsten sind mir sowieso so die ganz hell Blauen.....
Vor einiger Zeit hatte ich mal beim Veranstalter von Kassel nachgefragt,weil ich mit dem Gedanken gespielt habe,einen eigenen Stand zu mieten, um auch dort Tauben an den Mann zu bringen. Gestern sind die Unterlagen dazu angekommen,aber das wird wohl nichts. Zu teuer. Wenn ich sie für 40€ anbiete (und wer weiß,wie viele da noch übrig sind zum Verkaufen) und dann die Standkosten,Hotel und Verpflegung für 3 Tage umlege,dann bleibt ja für die Züchter am Ende kaum was übrig. So werde ich also die ersten 30 As-Tauben im Internet versteigern und der Rest kann frei erworben werden. Alles,was nicht verkauft wird,bleibt dann in meinem Besitz. Mal sehen,was dort alles übrig bleibt und was ich dann damit anstelle. Im Herbst ist der Markt ja immer ziemlich gesättigt. Wäre also schon schön,wenn am Endflugwochenende die meisten Tauben einen Abnehmer finden würden.

25.06.2018: Am zurückliegenden Wochenende habe ich viel gelernt. Ich habe gelernt,dass ich nicht mal halb so schlau bin ,wie ich immer dachte. Ich habe auch gelernt,dass verletztes Ego ein schlechter Ratgeber ist. Ferner habe ich sehr schmerzlich gelernt,was passiert,wenn man wider des eigenen Gefühls aufgrund der Empfehlung einiger Leute handelt ,die man lange nicht so gut kennt wie andere Leute,die einem genau das Gegenteil raten. Und zu guter Letzt habe ich gelernt,dass man alt werden kann wie eine Kuh und immer noch nicht davor gefeit ist, ein Esel zu sein.......
Ich warte nämlich immer noch auf meine Tauben vom Basel-Flug.
Nach der resoluten Mail vom Sportfreund in der Woche und dem wiederholten Blick auf die Vorhersage war ich etwas verunsichert. Ich fragte daher den Vorsitzenden des WSC nach seiner Ansicht,ob man die Jährigen bei den Voraussagen auf Basel setzen könne. "Grundsätzlich kein Problem",war seine Antwort, "andere setzen ihre Jährigen ja auch". Beim Einsetzen selber fragte ich auch nochmal einen sehr erfahrenen Züchter aus dem WSC. "Klar kannst du die setzen,die kommen schon.Sehen doch sehr gut aus." Es hätte mir aber da schon zu denken geben sollen,dass die Züchter,die sonst "immer Jährige setzen",dieses Mal keine dabei hatten. "Die gehen in der RV auf 500 am WE." Ach so,na dann....
Auflass war am Samstag um 05:45 Uhr und hier im norddeutschen Raum war es sogar noch schlimmer als vorhergesagt.Sehr ruppiger Westwind,immer wieder starke und längere Schauer,kalt. Keine Taube hat den Weg zu mir gefunden. Sonntag wurden nur die Klappen aufgemacht und dann bin ich bis 15 Uhr auf einer Veranstaltung gewesen,auch dort hat es den ganzen Vormittag mal mehr,mal weniger geregnet,erst zum späten Nachmittag hin wurde das Wetter besser. Auch gestern kam keine Taube an. Mal sehen,ob heute noch eine kommt.
Nun könnte ich natürlich die Verantwortung auf die beiden Züchter aus dem WSC schieben,die mir zum Setzen geraten haben,aber letztlich bin ich und keine Anderer dafür verantwortlich. Ich hätte einfach dem erfahrenen Auflassleiter,der mir die Mail schrieb, und meinen eigenen Zweifeln beim Betrachten der Vorhersage Glauben schenken sollen. Ich hätte auch die Tauben vom Einsetzen einfach wieder rmitnehmen können,als ich hörte,dass sonst keiner Jährige setzt. Hätte, hätte, Fahrradkette: ich habe schlichtweg einen saudummen Fehler gemacht!
Und ja,es war auch ein wenig "na warte,dir werde ich schon schön dein Schandmaul stopfen"-Denken bezüglich des Mailschreibers dabei. Dieses Zeigen-wollen,dass man selbst es besser weiß. Tja,und nun muss ich eben zu Kreuze kriechen und Abbitte leisten. Und da ich mir ja auf die Fahnen geschrieben habe, immer offen und ehrlich zu sein,selbst wenn ich Mist baue, muss ich das auch hier schreiben,was mir ehrlich gesagt ganz schön an der Ehre kratzt. Aber da muss ich dann wohl durch. Schade,dass nun die Tauben für meine Überheblichkeit,meinen Stolz und meine Dummheit leiden müssen. Doch das soll mir nie wieder passieren! Und auch eine Lehre für das Derby sein,dort noch vorsichtiger zu agieren und noch mehr Absicherung einzuholen. Und zwar von Menschen,die es besser wissen als ich Idiot.........

22.06.2018: Mittwoch waren die Kleinen das erste Mal draußen und huiiiiiiii....was für ein Spaß,wenn man erkennt,dass man Flügel hat und was man so alles damit machen kann! Dazu noch ein etwas stärkerer Wind, eine Dohle,die krächzend über die Bande hinwegfliegt und schon steht man als Züchter in einem "Taubenkonfetti". Dann hat man 2 Möglichkeiten: entweder man bekommt vor Aufregung einen Herzriss oder man stellt die Klappen auf Fang und läuft ganz schnell weg. Wenn man dann spätabends wiederkommt,dann haben die Meisten den Weg nach drinnen gefunden und der Rest läppert sich dann am nächsten Tag ran. Ich habe mich dann mal für die zweite Variante entschieden......
Gestern schwirrten noch einige Versprengte immer mal wieder um den Garten rum. Draußen waren sie gestern wegen des heftigen Windes nicht und auch heute sowie am Wochenende soll es kräftig pusten,also bleiben sie auch da drinnen. Bis gestern Abend waren dann aber auch so ziemlich alle wieder eingesprungen. Ob nun eine Blaue oder Gehämmerte fehlt,wer kann das sagen? Beim Durchzählen(soweit das bei der Bande spätabends geht) waren die Zahlen aber passig. Wenn,dann fehlt also vielleicht 1 oder 2 Tauben. Leider hat sich eine Taube irgendwie den Flügel gebrochen und musste erlöst werden (nein ,Manfred,keine von deinen diesmal....). Das ist natürlich sehr traurig,aber es kommt vor.
Thema JTK: ich denke mal,die wird irgendwann in den nächsten 2 Wochen kommen,wenn es wieder deutlich wärmer und schwüler wird hier oben. Seitdem die Kaltfront seit gestern da ist (gestern mit kräftigen Regenschauern,heute Morgen 8 Grad), sind die Temperaturen deutlich in den Keller gerauscht und wenn sie dann sprunghaft wieder steigen,ist das ein begünstigender Faktor für die JTK. Zudem ist jetzt die volle Besatzdichte fast erreicht und die Keimfloren mischen sich lustig untereinander.Die ersten Freiflüge erzeugen zusätzlichen Streß. Nun gilt es,immer einen wachen Blick zu haben. Denn Diejenigen,die aufgrund kleiner Unpässlichkeiten oder Kinderkrankheiten mal ein paar Tage dösig sitzen von Denjenigen zu unterscheiden,welche die JTK in sich tragen ,ist gar nicht so leicht. Ein Faktor,der relativ gut zur Unterscheidung herangezogen werden kann,ist die Futteraufnahme. Eine unpässliche Taube wird trotzdem noch vernünftig fressen,während eine JTK-Taube sich absondert,in eine Ecke setzt und sich meist sogar wegdreht,wenn die anderen Tauben sich auf das Futter stürzen. Das gilt es zu sehen und schnell zu reagieren. Die Möhren und der Manuka-Honig,die Furazolidon-Kapseln und der Rest der Medis liegen jedenfalls griffbereit und ich stehe "Gewehr bei Fuß".
Insgesamt aber bin ich sogar eher froh,wenn die JTK wie letztes Jahr auch sehr zügig kommt,denn dann ist man bis zu den Flügen gut durch damit. Aber diese 10-14 Tage wenn die JTK da ist sind immer die schlimmste Zeit des Derbys (Katastrophenflüge mal ausgenommen). Da könnte ich gerne drauf verzichten.

20.06.2018: Gestern nun sind die meisten Tauben der "Wurst-Teams" eingetroffen,ein Team liefert heute und der Bernd Röhlig am Donnerstag. Nächste Woche kommen noch die Tauben vom Daniel Wiegand per Kurier und Uli Wiehagen mit persönlicher Anlieferung und dann war es das auch schon fast. Die Tauben von Dirk deBeer werden dann den Abschluß der Anlieferungszeit bilden. Bis jetzt sind die recht milden Temperaturen noch mein Verbündeter, sodass noch keine Anzeichen der JTK trotz der sehr massierten Anlieferung der letzten 2 Wochen erkennbar sind. Ab und an sitzt mal eine krumm rum,aber das ist ja ganz normal. Manche vertragen die Nackentropfen nicht so gut die ersten 1-2 Tage, manche finden nicht gleich das Wasser und manche sind eben ein bischen überfordert mit all den fremden Milieus, in welche sie da hineingegeben wurden. Todesfälle gab es noch keine und auch keine Taube,die dauerhaft krumm sitzen würden. Bislang berappeln sie sich immer so nach 1-2 Tagen von allein. Auch ist dieses Jahr (bislang) keine dabei, die "totgeimpft" wurde,dadurch hatte ich ja letztes Jahr den ersten Verlust.Nun werden auch heute oder Morgen Abend das erste Mal die Türen geöffnet und die Tauben in den Freilauf gelassen. Freiflug kann man das ja nicht nennen,weil ich sie durch gezielte Futtergabe auf dem Rasen und dem völlig freie Hand lassen noch gar nicht ans Fliegen bekommen will. Sie sollen sich den Schlag und die Umgebung ganz in Ruhe einprägen. Die ersten Tage sind ja immer die kritischsten. Wenn sie sich da irgendwie erschrecken und hochgehen, dabei über die Bäume ausser Sichtweite fliegen,dann gibt es Verluste. Sie sollen ganz in Ruhe die Orientierung aufnehmen können. Ein Raubvogelangriff in dieser Zeit wäre natürlich sehr schlecht. Aber schauen wir mal.

19.06.2018: Wenn man eine gegensätzlich zur eigenen Meinung laufende Ansicht in sehr deutlichen Worten mitgeteilt bekommt,dann neigt man ja fast reflexartig dazu, sich persönlich angegriffen und beleidigt zu fühlen. Wenn man aber mal darüber hinweg kommt und das Gesagte reflektiert,kann es sein,das man ganz andere Gesichtspunkte erkennt als man sie selber hat. Warum erzähle ich das? Ich habe gestern eine Mail von einem von mir sehr hoch geschätzten Sportfreund bekommen,in welcher  er mit sehr deutlichen Worten und Bildern meine Entscheidung kitisiert,die Tauben auf den ersten WSC Flug ab Basel zu setzen. Die Tauben seien zu unerfahren,hätten sich mit Masse bislang nur so "nach Hause gemogelt",ausserdem wäre es ein Richtungswechsel um 90 Grad. Zusammengefasst:der Sportfreund erwartet ein "Debakel" und ich sollte den Tauben "doch lieber den Kopf abreißen als sie auf den Flug zu setzen,wenn ich sie loswerden will." Das ist natürliches hartes Brot,wenn einem das so um die Ohren gepfeffert wird. Aber da ich ja weiß,wie der Sportfreund so tickt, und wie man das, was er sagt und wie er es sagt, betrachten muss,bin ich nicht beleidigt oder sauer sondern eher dankbar,dass da jemand ist,der auch mal eine klare Kante zeigt und frei heraus spricht (auch wenn´s vielleicht weh tut). Das ist mir immer noch tausend Mal lieber als dieses ewige Hintenrum,was ja vielfach im Taubensport vorhanden ist. Ich schätze es sehr,wenn man mit offenem Visier kämpft und ich bin auch keiner,der sich jetzt weinend in der Ecke verstecken muss........
Zur "Verteidigung" meines Entschlusses sei aber hier nochmal angefügt,dass ich natürlich nicht völlig unbedarft an das Thema Weitstrecke rangehe,sondern mir im Vorfeld schon Gedanken darüber gemacht habe. Die Tauben werden am Wochenende wahrscheinlich (bei den Wetterprognosen muss man ja heutzutage echt vorsichtig sein) den Großteil der Strecke seitlichen Schiebewind haben. Zudem sind die Temperaturen im sehr angenehmen Flugbereich,also nicht bruttig heiß und es herrscht eine von Süd nach Nord zunehmende Bewölkung. Alles keine schlechten Bedingungen. Zudem müssten die Tauben auch im RV Programm den 600er mitmachen und da wir ja vom Osten fliegen,ist es sehr wahrscheinlich,dass sie dort sogar Kopfwind hätten. Auch der angesprochene Richtungswechsel bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als anderen Sportfreunden. Wenn eine Taube sich gut orientieren kann,dann kann sie das auch aus dem Südwesten genauso wie vom Osten. Das beweist doch allein der jährliche London-Flug,den viele ganz normale Programmspieler von der Ost/Südostrichtung als Abschluß der Saison beschicken und die Tauben auch nach Hause bekommen.
Ich sehe also in dem ersten 600er im WSC keinen großen Unterschied zu einer Teilnahme im RV Programm. Natürlich gibt es Züchter, so wie auch meinen Freund Manfred Meyerholz, die ihre Jährigen nur bis 350/400 KM spielen,weil sie sagen,dass sie später trotzdem noch Astauben werden können. Das ist ja auch richtig und völlig legitim,wenn diese Züchter so handeln,sagt aber nichts darüber aus,ob diese Tauben nicht auch ohne Probleme weitere Flüge bewältigen könnten.. Aber im Hause Steinert wurden die Jährigen schon immer voll durchgespielt. Wenn sie fit im Kopf und am Körper sind,kommen diese jährigen Tauben problemlos nach Hause. Und mehr müssen sie ja nicht tun.Preise erwartet doch keiner von ihnen. Aber ob sie das schaffen, das will ich wissen. Warum sollte ich,wenn ich doch Tagesweitstrecke spielen will, Tauben über den Winter nehmen,von denen ich nicht mal weiß,ob sie von 600 überhaupt nach Hause kommen? Nein, das müssen sie mir wenigstens ein Mal beweisen.
(Und nebenbei: Manfreds Tauben fliegen z.B. in Rumänien jährig bereits bis 900 KM Spitze. Das Zuhause Lassen ist einfach nur eine persönliche Entscheidung von ihm und hat nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Tauben zu tun.)

18.06.2018: Auch die am Wochenende angelieferten Tauben fügen sich  überwiegend nahtlos in das Bild der im Gegensatz zu letztes Jahr klar verbesserten Taubenqualität ein. Da sind dieses Jahr wirklich echte Kracher dabei. Schön war es auch,die Züchter am Schlag zu haben, zu klönen und zu fachsimpeln,gemeinsam zu lachen und einfach eine schöne Zeit zu haben. Ich habe auch den Eindruck,bei OLR im Allgemeinen,nicht nur bei mir, ist der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl unter den Züchtern viel stärker als im "Normalen Leben". Jeder gönnt dem Anderen was, alle sind nett zueinander und es wird sich mit jedem gefreut,der etwas erringt und eine gute Leistung abliefert. Neid und Missgunst, Cliquenwirtschaft, Grüppchenbildung, Gerüchte hinter dem Rücken,all das hat bei OLR anscheinend keinen Platz. Da fragt man sich doch: warum kann das nicht auch sonst so sein? Wir sind doch alles erwachsene Leute,die Spaß mit ihrem Hobby im Kreise Gleichgesinnter haben wollen.
Nun ist auch bald die Hütte voll wenn diese Woche noch die Tauben der "Wurst-Teams" und vom Daniel Wiegand kommen. Am 30.06. fahre ich selber mit 2 Sportfreunden hoch zu Dirk deBeer um die Derbytauben und 2 Gutschein-Tauben abzuholen. Das mache ich natürlich nicht nur,weil ich so ein netter Kerl und der Dirk so ein guter Züchter ist,sondern auch aus Eigennutz,denn ich wollte mir das bei ihm da immer schon mal selber ansehen. Vielleicht (bzw. ganz bestimmt) kann man sich als Züchter da noch Fruchtbares rausziehen.
Der 400er in der RV am Wochenende war ein anspruchsvoller Flug und Abends beim Auswerten fehlte noch ein Teil der Tauben. Überbewerten muss man das aber nicht,da beim Auswerten die Preise gerade mal 2 Stunden um waren,da wird also noch ordentlich was nachgekommen sein. Ein schwerer,aber kein schlimmer Flug. Ich selbst hatte ja keine Tauben in der Kabine. Am Mittwoch wird jetzt eingekorbt für den ersten Flug im WSC ab Basel,für mich etwa 630 KM. Alles,was Federn hat,muss mindestens ein Mal mit auf 600, hatte ich im Frühjahr geschrieben. So ganz stimmt das nicht. Der fahle 428,der ja 2 Wochen in Hameln saß bevor Vater und Sohn Stumme ihn mir brachten,bleibt zu Hause und auch der 563,den ich ja am Tag nach dem ersten 400er völlig entkräftet nur 10 KM von hier abgeholt habe, wird nicht am Flug teilnehmen. Der Rest aber muss in den Korb. Preise erwarte ich keine. Ich erwarte auch nicht,dass es jede Taube nach Hause schafft. Aber von denen,die es schaffen ,will ich auf jeden Fall Eines sehen: eine schnelle Regeneration. Dann dürfen sie auch zweijährig werden.

15.06.2018: Gestern Abend wurde mir als letzte Taube vom 400er vor 2 Wochen der 712 aus Kyritz in Brandenburg gemeldet. Das ist so ungefähr die halbe Strecke in gerader Linie vom Auflassplatz. Der Vogel ist schwer an Flügel und Brust verletzt und der meldende Züchter (übrigens der RV Vorsitzende der RV Prignitzbote Kyritz in der auch Bernd Pilgrim reist) will jetzt erstmal schauen,ob er ihn überhaupt aufgepäppelt bekommt. Selbst dann ist der Vogel wohl für die Reise 2019 nicht mehr zu gebrauchen,denn der Brustmuskel und der Flügel sind ja hauptverantwortlich für das lange anhaltende,ausdauernde und schnelle Fliegen,und wenn da mal was böse kaputt war,dann kann die Taube nie wieder ihre Leistung zu 100% abrufen. Und da ich ja keinen Zuchtschlag habe,ist eine nicht reisefähige Taube für mich dann somit leider nicht mehr zu gebrauchen. Trotzdem werde ich diese Taube natürlich ,wenn sie überlebt und keine andere Lösung gefunden werden kann, dort selbst abholen und wieder bei mir in den Schlag setzen. Das ist nun mal die Verantwortung,die man als Brieftaubenzüchter hat,dass man sich auch kümmert,wenn sie irgendwo aufgelesen werden. Was genau ich mit dem Vogel mache ,weiß ich noch nicht. Eine Invalidenstation werde ich mir jedenfalls nicht einrichten(können),dafür ist zu wenig Platz. Vielleicht biete ich ihn bei einer Benefiz-Auktion an oder stifte ihn als Preis für irgendetwas. Er hat ja auf dem Derby 2017 gut geflogen und war auch 1 Woche bevor er wegkam noch Schlagerster auf dem verkrachten Stargard-Flug. Mal schauen. Vielleicht möchte ihn ja auch der Sportfreund behalten,der ihn jetzt pflegt,er ist ja wirklich ein sehr beeindruckender Vogel,wenn er fit ist. Da wird sich schon eine Lösung finden.
Angekommen sind gestern auch die Tauben aus Norwegen und Dänemark. War ein sehr nettes und informatives Gespräch mit dem "Pendler zwischen den Welten" Dirk Gebert (der Bruder von Martin Gebert welcher die Seite tauben-versteigerung.de betreibt) über die taubensportliche Situation in Norwegen und Dänemark. Ich muss sagen,die Dänen haben ein Reiseprogramm,da würde so manchem Deutschen der Arsch auf Grundeis gehen. Respekt für diese Tauben,die da sitzen. Wenn die übrig bleiben und in den Verkauf gehen,dann sind die Tauben von Knud Madsen für mich der absolute Geheimtipp,wenn man was Hartes zum Einkreuzen sucht.Die Eltern haben bis 1000 KM (!!) Spitze geflogen.Schon beeindruckend,diese Leistungen auf dem Pedigree zu sehen........

14.06.2018: Auch die Tauben von gestern reihen sich in das Gesamtbild des stark verbesserten Taubenbestandes ein. Das waren ausnahmslos gut gebaute Tauben mit einem sehr schönen Federwerk,denen man rein körperlich durchaus zutraut,anständig zu fliegen. Es wird dieses Jahr noch viel mehr als letztes Jahr also auf die Köpfe,also die Intelligenz, der Tauben ankommen, ob sie sich vorne platzieren können oder nicht. Und ganz am Ende werden dann solche Kleinigkeiten ausschlaggebend sein wie z.B. ob eine Taube zügig reingeht oder eher noch ein paar Sekunden draußen auf dem Dach sitzt.Ich finde es durchaus positiv,dass nun (hoffentlich) viel mehr Tauben dabei sind,die auch wirklich das Potential haben,den "Pott" zu holen.Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Spannung hoch. Ich erwarte einfach,dass die As-Tauben am Ende alle sehr eng beieinander liegen und es ein bis ins Finale sehr spannendes Rennen bleibt.
Denn eins ist auch klar: den größten Vorteil der herkömmlichen Rennen kann ich hier nicht bieten. Bei herkömmlichen Rennen kann auch eine Taube,die bis dahin überhaupt nichts geleistet hat, auf dem Endflug plötzlich vorne sein und dem Züchter einen fetten Gewinn plus Versteigerungserlös bringen (Sh. z.B. Usedom 2017). Wenn bei meinem Derby eine Taube schon auf den ersten 4 Flügen schlecht geflogen hat,dann wird sie auch mit einem 1. Platz auf dem Endflug keine Astaube mehr. Da ist für viele dann die Spannung weg.Die können sich "höchstens" noch über die Urkunde und die 100€ für den 1.Konkurs freuen. Aber ich denke, all jene,die auf einen "Lucky Punch" bei den anderen Derbys hoffen haben sich zu meinem Rennen gar nicht erst angemeldet.Ich persönlich finde es einfach fairer,dass auch die Taube den Pott holt,die konstant sehr gute Leistungen gezeigt hat und mehrere Flüge in die Spitze geflogen ist. Wäre ich aber ein kommerzielles Rennen,also auf die Einnahmen angewiesen,um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten,dann würde ich auch die klassische Variante anbieten. Damit bekommt man einfach mehr Tauben und somit auch mehr Gewinn ins Haus.Denn diese Rennen leben zu einem Großteil von der Hoffnung der Teilnehmer,den einen großen Wurf auf dem Endflug zu landen.

13.06.2018: Gestern Abend rief noch ein Teammitglied des Teams Schalke an und verabredete sich für heute zur persönlichen Anlieferung. Der fährt stolze 400 KM einfache Strecke ,nur um die Teamtauben vorbei zu bringen,eine beachtliche Leistung. Überhaupt bin ich immer wieder erstaunt,wie sehr sich einige Sportfreunde einsetzen. Das ist wirklich aller Ehren wert und davor kann man nur den Hut ziehen.
Die gestern angelieferten Tauben haben meine Theorie wieder bestätigt,dass dieses Jahr die Qualität der Tauben in der Breite deutlich höher ist als letztes Jahr. Es sind ja nun ca. 50% Teilnehmer aus 2017 und 50% neue Sportfreunde dabei. Man merkt schon,dass  die meisten Sportfreunde sich da wirklich Gedanken darüber machen,was für Tauben sie zum Derby schicken und nicht nur irgendwelche Papiertiger versenden,deren Abstammung vom Augenschein her passt. Das gefällt mir sehr gut,denn die ganzen Wackelkandidaten in 2017,die ich gleich nach der Anlieferung auf meine persönliche "Vorwarnliste" gesetzt hatte, haben das Derby dann letztlich auch nicht überstanden.Das Geld für diese Tauben kann sich sowohl der schickende Züchter als auch ich als Ausrichter für die Versorgung wirklich sparen.
Heute kommen dann die Tauben von Uwe Hinrichs per Kurier und die vom Team Schalke als persönliche Lieferung und dann wollen wir doch mal schauen,ob auch diese Tauben den Trend bestätigen.

12.06.2018: Diese Woche steht auch ganz im Zeichen der Anlieferung. Heute kommen die Tauben von Karsten Stappert, Markus Winter, SG Wirz und Urs Zehnder hier an, Mittwoch dann die von Uwe Hinrichs, Donnerstag kommt der Sportfreund  Dirk Gebert aus NORWEGEN und bringt die Tauben des Sportfreundes Madsen aus DÄNEMARK hier vorbei, Freitag kommen die Tauben vom Martin Rickert und am Wochenende kommen wieder einige Sportfreunde zur persönlichen Anlieferung. Uff!
Es freut mich aber,dass ich mittlerweile so "international" bin. Schweiz,Dänemark,Norwegen,nur die Belgier und Holländer haben mich noch nicht "gefunden". Aber der Sportfreund Radtke wohnt ja hart an der Grenze,der gilt ja schon als Halb-Belgier:-). Die Temperaturen sind jetzt,wo der Schlag sich doch gut füllt,auch wieder im mittleren 20er Bereich angekommen,sodass es nicht zu heiß und drückend ist. Dies wäre ja zusätzlich zu dem Zusammenkommen dieser ganzen verschiedenen Schlagmilieus ein weiterer begünstigender Faktor für den Ausbruch der JTK. Natürlich wird die auch in diesem Jahr kommen,da muss man sich gar keine Hoffnungen machen. Es kommt immer nur darauf an,in welcher Ausprägung dieses Ereignis eintritt. Im letzten Jahr habe ich es relativ schnell mit Moro-Suppe und Furazolidon-Kapseln für die schweren Fälle in den Griff bekommen,aber das heißt ja nicht,dass das dieses Jahr auch so klappt. Kommt halt immer auf den Erreger-Stamm an,der für den Ausbruch verantwortlich ist und ob man die Sekundär-Infektionen gut behandelt bekommt. Für den Notfall habe ich natürlich bereits Traumeel, Enrok und Collistin bereitliegen. Würde mich natürlich freuen,wenn ich es wieder ohne hinbekomme,aber wenn es nötig ist,dann ist es eben nötig.Auch damit werde ich im Gegensatz zu anderen Derbys nicht hinterm Berg halten,denn ich habe nichts zu verbergen. Natürlich wird dort auch teils ziemlich massiv mit Antibiotika gearbeitet,aber wenn man die Berichte so liest und mit den Leuten spricht,dann kan man den Eindruck bekommen,die wissen gar nicht,wie "Antibiotika" überhaupt geschrieben wird........aber das kennt man ja auch aus dem normalen Programm zur Genüge. Da frage ich mich nur,wo denn überall die ganzen Resistenzen herkommen,wenn niemand Antibiotika (zur Leistungssteigerung) einsetzt. Ein richtig ehrliches Völkchen sind wir Taubenzüchter nicht gerade;-)

11.06.2018: Gestern war ein sehr schöner Anlieferungstag im Garten. Viele Sportfreunde waren da,alte Bekannte,neue Gesichter,eine gelöste Stimmung mit netten Gesprächen,so muss das doch sein. Dann weiß man auch,warum Taubensport auch Spaß machen kann:-)
Was mir bislang aufgefallen ist: dieses Jahr hat sich die Taubenqualität nochmal gesteigert.Vielleicht ist es auch ein allgemein besseres Zuchtjahr. Aber es sind wirklich nur bislang 2-3 Tauben dabei,die mir so gar nicht gefallen und wo ich zu wissen glaube,dass sie das Rennen nicht überstehen werden. Diese Anzahl war letztes Jahr doch deutlich höher. Schauen wir mal,was da noch so Alles ankommt,aber ich denke,es wird dieses Jahr so sein,dass eine viel größere Anzahl der Tauben um die vorderen Plätze mitkämpfen wird. Das wird für alle Teilnehmer kein Selbstläufer werden! Und das ist auch wirklich gut so,denn so bleibt es für viele spannend bis zum Ende. Wollen wir mal schauen,ob ich am Ende Recht behalte mit meiner Einschätzung.Jedenfalls bin ich bislang sehr sehr zufrieden mit dem,was da angliefert wurde.....

09.06.2018: Ein netter kleiner 170 KM Flug heute bei dem die andere EST uns wieder ordentlich Preise abgenommen hat. In der EST mache ich noch 8/3 und in der RV Liste nur 8/1 und 2 im Anhang. Tja,so ist das Leben eben. Es sind alle Tauben zu Hause obwohl es für einen derart kurzen Flug doch anspruchsvoller war als gedacht. Der Regio-Flug wurde ja abgesagt und jede RV sollte fahren wie es ihr passt. Die RVen Lüneburg und Harburg standen heute etwas weiter in Milmersdorf,haben gemeinsam aufgelassen und es war wohl (wieder mal) sehr schwer für diese RVen. 127 Minuten Konkurs allein in Lüneburg für gerade mal 100 Preistauben......da sind wir mit 60 Minuten Konkurs ja noch ganz gut gefahren.  Im RV Programm war dies dann wohl mein letzter Flug,da ja jetzt nur noch Regio-Flüge kommen und dort gebe ich keine einzige Taube mehr mit,solange dieser FL dort das Sagen hat. Deswegen steht jetzt erstmal nur noch der erste 600er im WSC am 23.06. auf dem Plan und wenn der vernünftig läuft und die Tauben gut regenerieren (so sie denn von da wiederkommen natürlich) dann gehen vielleicht noch 1-2 nach London. So habe ich jetzt Zeit und Luft,um mich ganz dem Derby zu widmen.Das passt sehr gut mit der heißen Phase der Anlieferungszeit zusammen. Also bin ich heute sehr zufrieden..........

07.06.2018: Gestern ist noch eine fehlende Täubin vom Stargard-Flug zurückgekehrt. Schön rund und gesund,die war also bei irgendeinem tierlieben Menschen/Züchter drin und wurde nun weitergeschickt. Der Flug am kommenden Wochenende ist jetzt als Regionalflug gestrichen worden,die RVen sollen in Eigenregie einen Flug organisieren,der aber nur für das RV-Programm zählt. Zu groß war wohl das Murren nach den 2 schlechten ersten Regio-Flügen und zu unsicher sind sich die Verantwortlichen über die Wetterlage am kommenden WE. So wird die Verantwortung eben an die 3 RV Flugleiter weitergereicht. Man will halt nicht nochmal verantwortlich sein,wenn ein Flug in die Hose geht und wenn eine RV am Samstag auflässt und es schief geht,kann man dann immer noch sagen: selber Schuld. Wie auch immer, ich glaube nicht,dass meine Tauben Morgen in die Kabine kommen,die 2 verspätet abgeholten Vögel schonmal gar nicht. Die sind noch lange nicht so weit. Und wenn sich an der Vorhersage der Großwetterlage mit starker Gewitterneigung am Samstag bis morgen Nachmittag nichts ändert,bleiben auch die Anderen zu Hause. Der 1. Flug ab Basel im WSC,der an diesem WE stattfinden sollte,ist auch abgesagt worden. Der zu erwartende Ostwind,die Temperaturen und die Gewittergefahr auf der Strecke haben zur Absage geführt. Ich hätte ja eh nicht setzen können,aber dies nenne ich mal vorausschauendes Verhalten im Sinne der Tauben. Kein Larifari,sofort klare Kante,jeder weiß,woran er ist, Punkt aus. Natürlich gibt es auch da Leute,die murren,die gibt´s immer,aber im Sinne der Tauben eine vorbildliche Entscheidung,die dort getroffen wurde. Und da sagt man immer,die Weitstreckler wären so harte Züchter,die immer auflassen. Stimmt (zum Glück) nicht.

06.06.2018: Gestern wurde ein weiterer Vogel nicht weit weg von hier gemeldet und abgeholt. Somit fehlt jetzt "nur" noch der 712,welcher auf dem Stargard-Flug noch Schlagerster war. Auch anhand des Vogels gestern zeigt sich,dass die Tauben es einfach aus Entkräftung irgendwann nicht mehr schaffen,weiterzufliegen,auch wenn sie nur noch ein paar KM von zu Hause entfernt sind. Ein Trauerspiel ist das. Es braucht Zeit ,um diese Tauben körperlich und seelisch wieder aufzubauen.Ja,auch seelisch,da bin ich überzeugt von. Und wenn man Pech hat,dann erzeugt so ein traumatisches Erlebnis auch einen "Bruch" im Charakter einer Taube,die ist dann nicht mehr für die Reise zu verwenden.
Gestern sind auch weitere Tauben per Kurier eingetroffen und auch heute kommen wieder welche. Der Sportfreund Latislaw kommt am Wochenende persönlich vorbei und wohl noch einige Sportfreunde. Es füllt sich also so langsam gut auf im Derbyschlag. Das freut mich sehr,endlich wieder junges Leben in der Bude:-)

05.06.2018: Folgende Mail habe ich heute von einem erfahrenen Sportfreund bekommen:
Ist bei dir noch was nachgekommen? Das ist ja ein Jammer mit eurem Kaotenauflassleiter. Wie kann man am Freitag Abend los fahren, wo doch klar war, dass am Samstag auf der Strecke den ganzen Tag gewittrige Wetterlage angesagt war und dann hat er am Sonntag keinen Arsch in der Hose gehabt, die Tauben später zu starten, denn Vormittags waren ja von Westbrandenburg bis Ostniedersachsen noch breite Schauerfronten zu sehen und so warm war es ja gestern nicht, dass man nicht hätte später auflassen können.
Das Unterstrichene passt ganz gut zu den Beobachtungen der Sportfreunde,welche gesagt haben,dass die Tauben teilweise durch den Regen geflogen sein müssen.Nasses Gefieder,rote Nasen. Auch der 853 sah so aus. Und natürlich hat sich auch gleich gestern der Sohn des Regio-FL im Forum zu Wort gemeldet und versucht, alles zu relativieren und zu verharmlosen bzw. mich selbst auch in ein schlechtes Licht zu stellen. Allerdings glaube ich ihm seine Worte sogar,als er schrieb,dass alle froh waren,als ich mich für 2017 abgemeldet hatte. Ist ja auch nicht angenehm,wenn da jemand ist,der immer den Finger in die Wunde legt und die eigenen fadenscheinigen Argumente sachlich widerlegen kann..... Man könnte fast lachen,wenn es nicht so traurig wäre.
Gestern habe ich den 563 von Privatleuten aus Bavendorf,keine 15 KM von hier entfernt,weggeholt. Der konnte die letzten Meter nicht mehr fliegen, war völlig fix und alle. Wenn man so was sieht und dann weiß,dass das alles unnötig war,dann hofft man,das die Verantwortlichen dafür einem nicht in nächster Zeit über den Weg laufen.

 
04.06.2018: Gestern um 18:45 Uhr kam noch der 969 von Mathias Frank an. Damit sind jetzt 3 von 6 zu Hause. Es haben mich einige Anrufe und viele Mails erreicht,in denen die Leute8teils selbst langjährige Flugleiter) ihre Fassungslosigkeit über die immer wieder auftretenden Abläufe in unserem Regio zum Ausdruck gebracht haben. Ja,es ist einem Außenstehenden schwer zu vermitteln,warum tatsächlich JEDES Jahr einer oder mehr der ersten Regioflüge derart in die Hose gehen. Das ein Flug trotz guter Bedingungen mal schwer wird oder verlustreich,geschenkt. Das passiert Jedem Mal und ist weder schön noch erklärbar.Aber der Flug gestern war doch wieder "mit Ansage". Im Übrigen genau wie der erste 400er letztes Jahr, wo die Tauben ja durch ein riesiges Regengebiet fliegen mussten. Man unterstellt den Verantwortlichen ja nicht mal Vorsatz,schließlich haben sie auch ihre eigenen Tauben in der Kabine,aber wenn man so hört,wie dort Entscheidungen getroffen werden und was da alles abgeht,wenn man hört,dass die beiden anderen FL lediglich "informiert" werden anstatt in die Abläufe mit eingebunden(obwohl festgelegt ist,dass Entscheidungen von allen FL gemeinsam getroffen werden),wenn man sieht,wie diese Leute absolut keinen Lerneffekt aus ihren Handlungen ziehen und im Herbst auf der Versammlung tatsächlich behaupten "das waren alles glatte Flüge dieses Jahr",dann muss man sich schon fragen,was genau dort in den Köpfen vor sich geht. Aber es sind ja nun nicht nur die Entscheidungsträger allein. Es sind auch alle Züchter,die Jahr für Jahr diese Leute im Amt bestätigen, weil sie selber zu faul oder zu feige sind,diesen undankbaren Job zu machen. Und so werden Leute über Jahre im Amt gelassen,die es zwar vielleicht gut meinen und bemüht sind,aber leider jedes Jahr aufs Neue beweisen,dass sie mit dem Job schlichtweg überfordert sind.
Andererseits ist es auch ganz gut ,dass es auch in 2018 so gelaufen ist wie eigentlich immer,denn das hat mir gezeigt,das mein Weg weg vom Regio 150 die richtige Entscheidung war. So werde ich also ab 2019 die Tauben noch die ersten 3 Flüge bei uns in der Kabine setzen und dann als Gastzüchter in der RV Uelzen und Umgebung, um sie auf die Flüge im WSC vorzubereiten. Das hätte ich dieses Jahr schon machen sollen. Aber man hat ja immer Hoffnung,dass sich irgendwann irgendwas bessert.Leider war diese Hoffnung vergeblich. Schade nur um die Tauben,welche diese Entscheidungen mit ihrem Leben bezahlen müssen.
.......ach ja: natürlich werde ich jetzt wegen dieser Zeilen kräftig angefeindet werden (Feind liest schließlich eifrig mit). Denn unter Taubenzüchtern scheint zu gelten: Totschweigen,Aussitzen,Vergessen. Im Herbst regt sich doch über diese Flüge jetzt kein Mensch mehr auf. Trotzdem kann und darf sowas nicht ungesagt bleiben. Und hätten diese Leute sowas wie ein Gewissen und einen Arsch in der Hose würde sich die ganze Führungsriege inklusive FL auf Regio-Ebene verabschieden.

03.06.2018: 14 Uhr: Die Tauben wurden um 06:55 Uhr aufgelassen. Stand jetzt sind bei mir von 6 Tauben keine da,bei meinem Kumpel 3 von 16 und bei einem anderen Bevenser Züchter 3 von 23. Wollen wir mal keine voreiligen Schlüsse ziehen,aber ich denke mal,das war´s dann auch. Für viele, nicht nur für mich.Es macht ja auch wenig Sinn, Tauben zu setzen,wenn sie mit aller Gewalt weggejagt werden sollen. Ach ja,und heute morgen hat mir ein LKW am Garten die ganze Fahrerseite meines Autos zerschrammelt. Joah,läuft bei mir.......
Was Positives: Gestern sind die Tauben von meinem RV Kollegen Christian Niemann gekommen,ebenso wie die Tauben vom Team Küstentaube und von Peter Fuschera, die dankenswerterweise von meinem guten Kumpel Uwe Heeschen gebracht wurden. Heute Morgen war dann der Sportfreund Erich Koppenhöfer mit seinen Tauben da.Der Derby-Schlag füllt sich also so langsam und ich habe auch heute schon den halben Vormittag bei den Kleinen gesessen. Taubensport kann sehr schön sein,wenn man sich die Tauben nicht wegjagen lassen muss.......18:30 Uhr: 2 von 6 haben den Heimweg geschafft.Das Auswerten ist auf  Morgen 10 Uhr verschoben worden. Schon erwähnenswert,dass man sich ,trotzdem man jeden abtelefoniert hat, nicht sicher ist ,ob man die  ca. 120 Preistauben überhaupt voll hat. Und das sind ja nur 33,3% der Gesetzten. Ich stell die Uhr Morgen früh in die EST,bevor ich in die Werkstatt und zum Versicherer fahre.Gott sei Dank habe ich ja keine Schuld am Unfall aber ärgerlich ist es allemal,dass man jetzt ein Unfallauto hat. Interessant ist übrigens noch,dass beide Vögel,die da sind,von der SG Stumme aus Bad Münder stammen. Der 853( beim Heidederby 2017 war er 8.As-Taube) war wieder Erster und der 928 ca. 10 Minuten später. So ganz schlechte Tauben scheinen die nicht zu haben........

02.06.2018: Der Flug konnte heute nicht gestartet werden und die Tauben bleiben bis Morgen stehen. In der RV sind es noch etwas über 350 Tauben geworden. Schauen wir mal,was sie morgen so nach einer Nacht im Kabi machen......

01.06.2018: Heute soll nun also zum 2. Regionalflug ab 400 KM eingesetzt werden. Ein bischen merkwürdig ist das schon,weil Morgen den ganzen Tag Gewitterneigung angezeigt ist und einige RVen schon auf Sonntag verschoben haben. Aber nun ja,die werden schon wissen,was sie tun....Etliche Züchter haben nun nach dem Flug letzte Woche schon die Nase voll und wollen nicht mehr setzen oder zumindest den 400er aussetzen. So verständlich wie das ist,es bringt einen doch nicht weiter. Und die Tauben auch nicht. Mein Vater hat dazu immer gesagt: "Man kann sich auch totschonen!" Natürlich ist es richtig, dass man Spätheimkehrern auch mal eine Pause gönnt. Und natürlich ist es genauso richtig,zu schauen,in welchem Zustand die Tauben ankommen und wie sie sich bis jetzt regeneriert haben. Aber die Tauben,die letzte Woche am Flugtag oder am nächsten Tag nach Hause gekommen sind,die kann man doch einwandfrei wieder setzen. Lässt man fitte und gesunde Tauben zu Hause,werden sie dadurch gewiss nicht schlauer. Man schleppt sie nur ins nächste Jahr ohne das sie was gelernt oder geleistet haben.
Da ich ja nächste Woche den ersten Flug im WSC leider nicht setzen kann (das ärgert mich ein bischen), werde ich heute die Vögel jedenfalls einkorben. Denn Üben übt,wie man so schön sagt....

31.05.2018: Der 428 wurde gestern von Michael Stumme abgeholt und er wird ihn mir dann übernächste Woche vorbeibringen.Das freut mich sehr,das das geklappt hat und dafür sind die Netzwerke,die man sich aufbaut ,ja auch gut geeignet. Letztes Jahr habe ich ja eine Taube von Manfred Meyerholz hier aus der Ecke bei Privatleuten abgeholt und dieses Jahr fliegt der Vogel bereist 2 Preise und 1x davon sogar als Schlagerster. Nicht jede Taube,die irgendwo strandet,ist eine Schlechte.......
Die bislang angelieferten 11 Derby-Tauben haben sich schon gut eingelebt und auch an mich gewöhnt,beim Füttern kommen sie schon direkt ran ohne Scheu. In den Ausflug gehen sie auch schon,nur die Voliere ist ihnen wohl noch zu unheimlich.
Gestern Abend hat der Sportfreund Koppenhöfer angerufen,er bringt am Wochenende seine Derby-Tauben selbst vorbei. Bei einer einfachen Strecke von über 500 KM eine beachtliche Leistung,die er da auf sich nimmt. Er verbindet das mit einem Kurzurlaub übers Wochenende samt Ehefrau in unserer Kurstadt. Eine gute Idee für all jene,die sich den Streß mit den Lieferdiensten nicht antun wollen. In jedem Fall gebührt dem Erich für die Tour,die er auf sich nimmt,mein vollster Respekt!

29.05.2018: Leider ist keine Taube mehr nachgekommen. Also 5 Verluste und einer in Hameln gemeldet. Das ist natürlich hart. Aber das Leben geht weiter. Auf der Heimfahrt gestern habe ich auch eine überfahrene Taube gesehen,allerdings war die schon zu breitgefahren,als das ich da noch den Ring rausgefischt hätte. So enden viele der fehlenden Tauben. Sie sehen das Flimmern der Straße und denken in ihrem Durst,das wäre Wasser, gehen runter,laufen an oder auf der Straße rum und dann erwischt es sie.
Den ersten Basel-Flug im WSC werde ich auch verpassen,denn ich habe nächste Woche ein Seminar in Hannover.Ich komme dann zwar jeden Tag abends nach Hause,aber dann hat man ja auch keine Lust mehr,noch groß irgendwo hinzufahren. So werde ich sie denn auch auf dem 400er am nächsten WE setzen können,natürlich nur dann,wenn der Plan so beibehalten wird und sich nicht noch etwas aufgrund des schweren Fluges letzten Samstag ändert.Die Tauben sind jedenfalls wieder fit. Ich werde nur noch die Vögel setzen,die Weibchen kommen jetzt in die Box.
Die für diese Woche angedachten Taubenlieferungen sind nun alle abgesagt,da die Transporteure bei über 30 Grad nicht fahren. Das ist auch ganz vernünftig so,dass muss ja nicht sein. Und wie ich schon schrieb ,ist es auch bezüglich der Eingewöhnung kein Problem,das haben wir ja letztes Jahr gesehen.Vielleicht bekomme ich noch welche,die mir die/der Züchter selbst bringt und am nächsten WE kommt ja schon der Sportfreund Helmut Linden. Mal sehen,wie viele Tauben er mit seinem Sammelangebot zusammenbekommt.

27.05.2018: Heute Morgen um 05:12 Uhr (!!) ist der 309 als achte Taube gekommen.....und seitdem nichts mehr. Dafür wurde der Fahle 428 heute aus der Nähe von Hameln gemeldet. Saß bei Privatleuten am Goldfischteich und ließ sich durch den herbeigerufenen Züchter problemlos greifen. Hinweis dazu: ich halte die Tauben nicht zahm.Körperlich, so der Züchter, ist der Vogel gar nicht mal so runter. Aber das ist ein Phänomen,dass ich hier auch schon öfter hatte,wenn ich gerufen wurde,um eine Taube irgendwo wegzuholen. Die Tauben sitzen wie abwesend da und lassen sich einfach so greifen. Komplett gaga im Kopf.....so flog der 428 also gestern gut 160 KM südlich von zu hause hin ....ich habe schon Kontakt zum Michael Stumme aufgenommen ob er den Vogel dort wegholen und später dann mit den Derby-Tauben zu mir bringen kann. Der bleibt dann zu Hause und kann im nächsten Jahr nochmal eine Chance bekommen.Immerhin fliegen ja 3 Vollgeschwister von ihm letztes Jahr zweistellig und auch dieses Jahr wieder eine Vollgeschwister mit 1.Konkurs. Der darf noch eine Chance bekommen.
In der RV haben heute beim Auswerten um 11 Uhr immer noch gut 40% der Tauben gefehlt und es sind bei den Züchtern Morgens auch nur sehr vereinzelt Tauben gekommen, wie man hört. Tja,das war natürlich ein herber Nackenschlag.

26.05.2018, 06:00 Uhr: Der Auflass unserer Tauben erfolgte schon um 05:30 Uhr.  Bezüglich der zu erwartenden Tagestemperaturen sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Die Sicht ist sehr gut,der Ostwind (noch) relativ schwach,also rechne ich mit der Ankunft der ersten Tauben gegen 09:00 Uhr,vielleicht etwas früher.
Gestern ist noch eine der beiden fehlenden Tauben, die 231, vom 2. Preisflug nach Hause gekommen. Ein bischen mager,ein bischen dreckig ,aber sonst ok. So fehlt also von 2 Vor-und 3 Preisflügen bislang nur die weiße 301. Und auch bei der bin ich mir ziemlich sicher,dass sie nicht tot ist,sondern irgendwo eine "neue Heimat" gefunden hat. Denn wenn eine weiße Taube (und dann noch mit Tipesring,MUSS ja was Gutes sein!!) irgendwo einspringt,dann wird die sofort eingebunkert und kommt nimmermehr raus.Und sei es nur,damit die Enkelchen oder Kinderchen was zu Gucken haben.
Gestern hat dann auch der Sportfreund Bär gemailt,dass der für nächste Woche geplante Versand seiner Tauben nichts wird,weil der Transporteur aufgrund der  erwarteten Temperaturen über 30 Grad keine Transporte durchführt. Auch das ist absolut nachvollziehbar im Sinne des Tierwohls. Und es macht wirklich nichts aus.Denn wie das letzte Jahr gezeigt hat, klappt auch die Eingewöhnung von Jungen,die mit bis zu 50 Tagen geliefert, problemlos. Also keine Bange,wir werden das Kind (bzw.die Tauben) schon so schaukeln,dass alles glatt läuft.
So,dann wollen wir mal schauen,wie sie heute den 1. RegioFlug überstehen. Daumen drücken!!10 Uhr: Offensichtlich ein schwerer Flug heute. Nur wissen wir gerade nicht so recht,warum eigentlich. Meine erste Taube kommt um 08:55 Uhr,also in einer recht normalen Zeit. Und aus dem richtigen Loch. Kurz darauf sah ich auch eine Taube bei meinem Kumpel Dieter ankommen. Als um 09.15 Uhr immer noch keine weitere Taube da war, fuhr ich zu ihm,um zu hören,wie es bei ihm aussieht. Nun ja,lange Rede, kurzer Sinn. Stand 09:30 Uhr sind bei Dieter 2 von 27 da gewesen,bei mir auch 2 von 14, bei einem anderen Züchter 15 Kilometer vorgelagert 3 von auch über 20 und bei einem Züchter der RV Harburg 6 von 61. Die Tauben bei Dieter kamen um 08.49 Uhr sowie 08:59 Uhr und dann war Sense. Was auffällt bei den Anderen: die alten Tauben fehlen und es waren Jährige da.Alles sehr merkwürdig. Wir waren uns relativ schnell einig, dass die Witterung oder der erste gemeinsame Auflass nicht der Grund sein können sondern das beim Auflass irgendwo in der Nähe zu selben Zeit ohne Absprache ebenfalls Tauben aufgelassen worden sein müssen. Also Kreuzungsverkehr. Leider ist es ja so,dass hier im gesamten norddeutschen Raum auch viele Polen auflassen,die sich nirgendwo eintragen,sodass es für die Flugleiter unheimlich schwer ist, zu erkennen,wer in der Nähe steht,wieviele Tauben die an Bord haben und wann sie auflassen. Zudem haben wohl ALLE RVen heute früh aufgelassen um der Mittagshitze zu entkommen also war viel Verkehr in der Luft. Für uns die einzige Erklärung für diesen schleppenden Verlauf. Nun gilt es also,die Tauben möglichst vernünftig nachzubekommen. Ich drücke dafür allen Züchtern ganz fest die Daumen!19:00 Uhr: Es sind 6 von 14 Tauben zurück, woanders sieht es ähnlich aus,bei Manchen besser,bei Manchen schlimmer. Das Ausrechnen wurde auf Morgen 10:30 Uhr verschoben. Das allein sagt ja schon was.

25.05.2018: Heute ist nun also Einsetzen zum ersten gemeinsamen Regionalflug ab Stargard, ca. 300 KM. Bei Temperaturen von Morgen an die 30 Grad, starkem Rückenwind und wolkenlosem Himmel sicherlich wieder ein Härtetest gerade für Jährige.Ich tippe auf einen sehr zeitigen Auflass um der Mittagshitze möglichst zu entgehen und einer Flugzeit von knapp 3 Stunden bei den ersten Tauben.2014 habe ich unter solchen Bdingungen ja mal einen 1. Konkurs geflogen. Da gehe ich aber Morgen bei meinen derzeitigen Tauben nicht von aus. Die sind noch nicht so sattelfest. Heute bekommen die Tauben schon Tollyamin Forte ins Trinkwasser,morgen nach der Rückkehr ebenso. Gerade bei so einer Hitze hat es sich als vorteilhaft erwiesen,bereits am Einsatztag Elektrolyte und Aminosäuren zuzuführen. Die Tauben kommen einfach frischer an und regenerieren besser. Und der Rest ist Hoffnung....
Morgen werde ich auch nachmittags nach Wittingen fahren um am Saisonanfangstreffen des WSC Wittingen teilzunehmen. Dort wird das Reisejahr 2018 in seinen Abläufen besprochen. Auch werde ich dort die ersten Tauben für das Derby in Empfang nehmen. Am Sonntag kommt dann der Sportfreund Mathias Frank mit seinen Rennern und ab nächster Woche geht es dann richtig los. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen,was da wieder alles für Täubchen angeliefert werden....

24.05.2018: Es ist immer schön zu sehen,wenn es sich auszahlt, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit geht. der Sportfreund Lothar Scheugl hat ja auch einen Youtube Kanal und er hat einen Jugendlichen dazu inspiriert,sich jetzt auch Tauben anzuschaffen. Auch wenn solche Beispiele selten sind, zeigen sie doch,dass es immer besser ist,eine offene Kommunikation zu führen,als still im Kämmerlein zu sitzen und auf den Tod zu warten. Unser Verband hätte z.B. mehr als genügend Mittel,um selbst eine kleine Youtube-Serie über Taubenzüchter,ein Taubenleben oder oder oder zu starten im Stil einer "Daily-Soap." Aber da gibt es ja nicht mal einen verbandseigenen Account,über den man sich der Öffentlichkeit präsentieren könnte.Man plant lieber weiter an einem Museum oder dem Gang nach China. Traurig und beschämend, wie wenig sich "unser" Verband um das Wohlergehen und die Zukunft unseres Hobbys schert........

22.05.2018: Ich habe mir heute mal die Wettervorhersage für die nächsten 3 Wochen angesehen und es soll sich hier an der Gesamtlage mit Sonnenschein, hohen Temperaturen und teils kräftigem Ost/Nordostwind nichts ändern. Schon beim Einsetzen letzte Woche haben wir darüber diskutiert,wann es wohl das letzte Mal 3 Flüge hintereinander Rückenwind gab und jetzt soll es auch erstmal so bleiben. Insgesamt also ein sehr ungewöhnliches Reisejahr bislang. Ich selbst kann mich nur noch an das Jahr 1992 erinnern, das erste Jahr,in dem hier vom Osten gereist wurde. Da gab es auch überwiegend Rückenwind und all die alten,bewährten, guten Tauben der Südrichtung versagten dort kläglich. Der Endflug von 630 Km verlief damals unter 6 Stunden! Tja,und im nächsten Jahr waren es dann wie eigentlich üblich wieder mehrheitlich westliche Winde und die alten Tauben waren wieder top. Insofern wird es dieses Jahr interessant werden, zu verfolgen,welche Züchter und welche Tauben mit dem vermehrten Rückenwind gut fliegen. Und wenn der Wind auch NORDöstlich weht,wird unsere RV sicherlich in der Gesamtschau besser als sonst in der Regio-Liste abschneiden. Ich selbst bin von meinen Depri-Trip vom Wochenende wieder runtergekommen. Ich habe jetzt auf 5 Flügen nur 2 Tauben verloren,das ist doch was. Einige Umstellungen habe ich in Absprache mit Manfred Meyerholz nun ab dieser Woche vorgenommen,mal sehen,ob es hilft. Unter Anderem werden die Tauben jetzt nur noch ein Mal am Tag herausgelassen. Aber letztlich hat sich doch das bewahrheitet,was ich im Vorfeld schon gepredigt habe: die Tauben brauchen einfach länger,um mit der Trennungssituation nach dem Kabi-Auflass klarzukommen. Wenn sie dann noch Rückenwind haben, sehr gut drauf und unerfahren sind,dann überfliegen sie eben oder fliegen mit anderen Tauben mit,bis sie merken,dass sie falsch sind. Das sie gesund sind, genügend "Akku" haben und auch wissen,wo der Schlag steht, zeigen sie mir ja,indem sie alle wiederkommen. Nur eben sehr verspätet. Der Frust über die sportlich schlechten Ergebnisse der letzten beiden Flüge,den habe ich mir selber zuzuschreiben,weil ich von meiner eigenen Maxime,nicht zuviel von den Tauben zu erwarten,abgewichen bin. Da muss ich noch ruhiger werden und meine Erwartungen WIRKLICH der Situation anpassen........

21.05.2018: Nachdem die Tauben heute ein erfrischendes Bad genießen durften,habe ich die Ochsentour auf mich genommen, an die Elbe zu fahren und etwa 200 Kilo reinen Elbsand für die Schläge zu beschaffen Autsch! Aber nun sind die Schläge fertig,ebenso wie die Voliere und die neuen Derby-Tauben können kommen. Bald ist es soweit! YEAH! Ich freue mich gerade so richtig schon wieder auf die Zeit,wenn ich abends im Garten sitze und der ganzen Meute zugucke, wie sie bei geöffneten Türen raus und rein geht. In dieser Zeit fällt alles von mir ab und ich bin einfach nur ein glücklicher,zufriedener Mensch.

20.05.2018: Eine gute Nachricht: alle Tauben sind zu Hause. Der 712 kam gestern noch um 21:18 Uhr und saß die Nacht über im Sputnik. Ich bin ja bereits in der Halbzeitpause des DFB- Pokalfinales in den Garten gefahren und hatte die Klappen zugemacht und dann nach dem Spiel um 22:15 Uhr den Beitrag geschrieben. Heute um halb fünf bevor ich zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Angeln fuhr,habe ich die Klappen geöffnet und da saß der 712 schon drin. Um 05:48 Uhr (!!) kam dann die 669 an und schließlich um 09:06 Uhr als letzte Taube der 670. Das freut mich wirklich sehr,weil ich gestern ,als um 15 Uhr erst 4 von 14 Tauben da waren,schon sehr schwarz gesehen habe. Trotzdem bleiben nach diesem Flug natürlich viele Fragen. Warum kommen sie statt besser von Flug zu Flug schleppender? Warum können sie die Form von der Woche nicht am Flug umsetzen? Warum kommen gleich 5 Tauben (immerhin mehr als ein Drittel der Gesetzten!) innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr bei einem 210 KM Flug mit Auflass um 09:45 Uhr? Und so weiter. Das sind einige Nüsse,die ich noch zu knacken habe. Das es nur ein Preis geworden ist( in der EST :2), ist dabei vollkommen nebensächlich. Es geht um das Rankommen an sich.
Aber heute konnte ich davon in Wismar sehr gut Abstand nehmen. Ein sehr schöner Angeltag mit einem guten Freund,ein leckeres Grillerchen danach und die ersten Hornhechte meines Lebens habe ich auch noch gefangen:-) Das Leben kann so schön sein! Danke,Mathias!



im Übrigen würde ich euch das Video von heute über ihn sehr empfehlen.Vielleicht macht es bei dem Einen oder Anderen Massenzüchter dann ja "klick"



19.05.2018, 09:45 Uhr: Die Tauben wurden um 09.30 Uhr in Milmersdorf aufgelassen. Könnte aufgrund der immer noch komplett geschlossenen Wolkendecke für die Orientierung recht schwierig werden. Kann aber auch genauso gut funktionieren. Sicherer wäre es wohl gewesen,bis zum frühen Nachmittag zu warten,wo es deutlich aufklart. Ob es eine Rolle für die Entscheidung gespielt hat,dass heute vormittag Nordostwind ist (noch besser für die südliche EST) und ab Mittag reiner Ostwind,das vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte der Flug allerdings schwer werden,wird das frühe Auflassen sicher wieder ein Diskussionsthema sein. Bleibt nur zu hoffen,dass der Flug wie auch die ersten beiden glatt und ohne größere Verluste abläuft. Ich rechne mit den ersten Tauben zwischen 11:30 Uhr und 11:50 Uhr. Wir werden sehen....22:15 Uhr: 11 von 14 Tauben sind jetzt zu Hause.Die 3 ,die noch fehlen,waren allesamt Favoriten. 670,712,669. Also entweder ich verstehe überhaupt nichts von tauben oder die besonders Guten sind heute wieder wer weiß wohin geflogen. Auffällig war,dass 5 Tauben innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr angekommen sind. Ob es nun Gegenverkehr gab oder ob es doch am nicht optimalen Wetter lag,ich weiß es nicht. Ich weiß nur,dass ich mir die zusätzliche Arbeit mit dem frühen Rauslassen nun sparen kann,da es ja definitiv nichts bringt. Es ist schon ein Stück weit frustrierend,wenn man sieht,wie sich die Tauben unter der Woche zeigen,nur um dann am WE ein derart miserables Ergebnis zu präsentieren. Ich schaue ja immer erst auf mich,ob ich nicht irgendwelche Fehler gemacht habe aber ich kann da ganz ehrlich nichts finden. Die Ergebnisse spiegeln in keinster Weise das wieder,was mir die Tauben unter der Woche zeigen. Vielleicht ist auch die Qualität der Tauben nicht hoch genug,um Preise zu fliegen,die Orientierungsfähigkeit doch zu schlecht oder oder oder. Der letzte Flug war schon nicht ok,doch aufgrund des Rückenwindes erklärbar,aber das darf sich einfach nicht so fortsetzen. Die Tauben müssen aus ihren Erfahrungen auch lernen und es von Flug zu Flug besser machen. Stattdessen sehe ich eher Rückschritte.Dieses Ereignis heute wird mich sicherlich die nächsten Tage beschäftigen und ich muss mir auch ganz klar die Frage stellen,ob es mit dieser Truppe denn Sinn macht,am Plan festzuhalten und Weitstrecke zu spielen. Derzeit sehe ich den Bestand noch nicht in der Lage, das zu packen. Nächste Woche werde ich sicherlich noch den 1. Regionalflug setzen und wenn sie dann wieder anscheinend überfordert sind,dann muss ich sicherlich überlegen,ob ich mich nicht lieber voll auf das Derby konzentrieren sollte. Viel Gedankenarbeit,die da vor mir liegt.......

18.05.2018: Heute wird also zum 3. Preisflug ab Milmersdorf, ca. 210 Km, eingesetzt. Derzeit ist es hier wolkenverhangen,kühl und es nieselt so ganz fies vor sich hin. Dies soll auch über Nacht so bleiben bis es dann Morgen im Laufe des Vormittags wieder aufklart und schön sonnig wird. Der Wind kommt wieder aus dem Osten mit Stärken von 2-3,also erwarte ich einen zwar spät aufgelassenen aber letztlich wieder sehr schnellen Flug mit einem kurzen Konkurs und einer sehr guten Leistung bei der anderen EST.Also bis auf den vielleicht etwas späteren Auflass eine Kopie der ersten beiden Flüge. Wenn meine Tauben dieses Mal die Kurve etwas früher bekommen,sollten allein vom Fitnessstand her auch mehr als die 2 Preise von letzten Mal drin sein. Und wenn nicht: dann ist das eben so.Im ersten Moment ist man dann natürlich angefressen,aber mehr als die Tauben gesund und fit zu halten und sie vernünftig vorzubereiten kann man eben nicht machen. Klar könnte ich auch jeden Tag auf der Autobahn verbringen wie einige,die bis jetzt gut fliegen,aber ganz ehrlich gesagt ist mir das zuviel Aufwand und auch Streß nur um auf den ersten Flügen ein paar Preise mehr zu machen. So ehrgeizig bin ich da nun wirklich nicht.
Aufgrund des kalten und nassen Wetters waren die Vögel heute Morgen nicht draußen. Sie und die Weibchen werden heute Nachmittag ganz normal Freiflug bekommen (immer vorausgesetzt es regnet nicht) ,nur die nachmittägliche Fütterung lasse ich dieses Mal ausfallen.Mal schauen,ob sie mit weniger Ballast im Kropf besser kommen. Und übermäßig zusätzliche Energie werden sie morgen nicht brauchen. Ich rechne mal mit plusminus 2 Stunden Flugzeit,vielleicht ein bischen drüber. Da muss man sie nicht füttern wie vor einem 600er.
Am Meisten freue ich mich aber ehrlich gesagt an diesem Wochenende nicht auf den Preisflug sondern darauf,dass ich am Sonntag zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke,das wird ein echt feiner Tag bei bestem Wetter und in guter Gesellschaft. Vielleicht brauche ich den ja auch als Ausgleich falls meine Tauben mich morgen wieder schmählich im Stich lassen... :-)

17.05.2018: Der Zuflieger macht sich sehr gut,auch das Kotbild ist schon wieder so, wie es sein soll. Ich habe keine Bedenken,dass er am Sonntag die Strecke von Schwerin bis nach Hause schafft. Die morgendliche und abendliche Trainingsleistung der Vögel ist schon wieder sehr gut und intensiv,auch die der Weibchen am Abend. Aber wenn ich sehe,dass für den Flugtag wieder Schiebewind angesagt ist, dann habe ich natürlich bei der hitzigen Bande aus Jungspunden die Befürchtung ,dass sich das Spielchen vom letzten Wochenende wiederholt. Aber irgendwann muss ja mal der Lerneffekt einsetzen damit sie nicht mehr so stark überfliegen (hoffe ich). Na, wir werden es ja sehen. Aber 3 Flüge in Folge Schiebewind,das habe ich auf der Ostrichtung auch noch nicht so häufig erlebt. Am Wochenende ist der letzte  Flug,den unsere RV alleine fährt und wenn es denn so bleibt mit dem Wind,dann wird es wieder ein guter Flug für die südliche EST. Ab dem 4.Flug lässt der ganze Regionalverband gemeinsam auf (sind ja nur noch 3 RVen) und da alle anderen Schläge des Regios nördlich von uns liegen,wird allein die Zugrichtung der Masse der Tauben in unserer RV für ein wenig mehr Ausgleich sorgen. So sehr ich jedem ein gutes Ergebnis gönne,so sehr kann ich aber auch die verstehen,die jetzt schon ein wenig betrübt sind,weil unserer EST und damit auch ihnen immer wieder Preise verloren gehen. Und so sehr ich auch immer noch berechtigte Zweifel an den Flugleitern des Regios habe sind die Regio-Flüge für die Preisverteilung innerhalb der RV doch gerechter und weniger einseitig. Darüber hinaus natürlich auch noch mal ein Stück fordernder für die Tauben,was das rechtzeitige Trennen aus dem Hauptschwarm angeht. Insofern wird ab dem 4. Flug auch der Trainingseffekt für meine Tagesweitstreckler in spe deutlich erhöht.

14.05.2018: Die beiden Weibchen sind nicht mehr aufgetaucht. Schade. Das sind dann also wohl die ersten beiden Verluste 2018. Wenn ich merke,dass dies den 563 negativ beeinflusst,dann bleibt er dieses Jahr zu Hause. Keine Lust,den Vogel deswegen zu verspielen.
Gestern schrieb ich über den gelungenen Saisonstart des Sportfreundes Mathias Frank aus der RV Wismar. Heute haben meine Vögel einen Jährigen aus der FG-RV Güstrow vom gestrigen Flug mitgebracht.Der hat mal locker 180 KM überflogen! Den habe ich vom Brett gefangen und vorab mal über die Vereinsnummer gesucht. So bin ich auf die RV gekommen und Vereinsnummer sowie Endnummer stimmten mit den Tauben von der SG Egon und Angela Maaß aus der RV Güstrow überein, ein nicht unbekannter Schlag auch auf Bundesebene. Deswegen habe ich mich entschlossen, entgegen meiner Gewohnheiten, die Taube doch zu melden.Normalerweise melde ich keine Jungtauben oder Jährige,weil man sich da zu viel Abwertendes anhören muss,da habe ich keine Nerven für.Doch bei einem Spitzenschlag mit gutem Leumund kann man Glück haben. Wie sich herausstellte, gehörte die Taube aber einem Sportfreund Schoenfeldt aus der gleichen RV, ein sehr netter Mann,der mir am Telefon erzählte,dass er diesen Vogel im letzten Jahr von der SG Maaß als Geschenk bekommen hat und er ihn  schon sehr vermisst hat,weil es ein besonderes Tier ist. "Vier Mal bin ich heute in den Garten gefahren und habe geguckt,aber nie war er da...." Er hat die Tauben auch wie ich nicht am Wohnhaus sondern in einem extra Garten. Da ich am nächsten Wochenende wahrscheinlich zu Mathias nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre, habe ich dann dem Sportfreund Schönfeldt angeboten,den Vogel die Woche über zu versorgen und dann in der Nähe von Schwerin aufzulassen. Dieses Angebot hat er sehr dankbar angenommen. Ich finde es immer schön,wenn eine Taubenmeldung solche Freude und Erleichterung,dass die Taube noch lebt,auslöst. Dann wollen wir mal die Daumen drücken,dass der Vogel am nächsten Wochenende die ca. 45 KM Luftlinie von Schwerin bis zu Sportfreund Schönfeldt auch schafft. Er wird nämlich schon schmerzlich vermisst.......und wieder eine gute Tat vollbracht:-)

13.05.2018: Die beiden fehlenden Weibchen sind heute leider nicht zurückgekehrt. Wenn sie es auch im Laufe des morgigen Tages nicht schaffen heißt es wohl "Rest in Peace,Mädels". Das ist hart,aber so ist Taubensport nun mal. Es kann so viel unterwegs passieren worauf man keinen Einfluß hat. Aber gleich 2 von so einer kleinen Truppe ist schon nicht schön. Wobei ich immer noch glaube,dass zumindest die 301 noch irgendwo sitzt und lebt. Die hat sich ja bisher immer so von Dach zu Dach nach Hause gebummelt. Eigentlich rechne ich fest damit,dass sie spätestens morgen Abend drin sitzt. Das die 231 fehlt, ist insofern schlecht,als das sie das Weibchen vom 563 ist. Und ohne Weibchen bleibt nur die Zelle als Motivation. Das ist natürlich der Nachteil der totalen Witwerschaft. Aber es gibt überall Pro und Contra. Eben gerade habe ich mich sehr gefreut,denn die Preisliste der RV Wismar ist jetzt online,die hatten heute ihren ersten Preisflug. Und mein guter Freund Mathias Frank legt einen Sahnestart mit 38/24 und den ersten beiden Tauben unter den ersten 10 RV Tauben hin. Klasse!

12.05.2018: Sportlich war der Flug heute total für die Hose. Vielleicht 2 Preise. Und natürlich die beiden Weiber,die beim letzten Flug am nächsten Tag kamen.Die sind einfach nicht so schnell geflogen wie die Anderen heute und deshalb auch nicht überflogen. Und all die Burschen und Mädels,die sich in der Woche so fit und gut drauf gezeigt haben,die sind wohl erstmal nach Bremen geflogen bevor sie gemerkt haben,dass sie zu weit sind. Naja, gelernt haben sie hoffentlich was und merken sich das für die Zukunft,dass "Kopf einschalten" immer noch VOR "Gas geben" kommt.....enttäuscht bin ich trotzdem.Die ganze Arbeit fürn Ar....21 Uhr: der 563 ist noch gekommen,jetzt fehlen noch die weiße 301 und die 231.Bei der Weißen bin ich mir ziemlich sicher,dass sie Morgen im Laufe des Vormittags ankommt.Bei der 231 bin ich mir da nicht so sicher.Vielleicht habe ich ja den ersten Verlust dieses Jahres zu beklagen.Aber noch bin ich guter Hoffnung. Mit etwas Abstand bin ich mit dem Tag heute doch nicht so unzufrieden. Sportlich gesehen hat dieser Flug wieder keinerlei Aussagekraft aber Rückenwind ist ja auf dem Osten eher die Ausnahme als die Regel.Von daher kommen sicherlich auch Flüge,wo die Tauben NICHT überfliegen werden. Bei der Versorgung und dem Training werde ich jedenfalls nichts ändern. Warum sollte man auch gleich alles umschmeißen,weil ein Flug nicht so gut lief? Die Tauben waren so fit und gut versorgt,dass sie ohne Weiteres nicht nur überfliegen sondern auch den Weg dann gegen den Wind zurückfliegen konnten. Das zeigt mir,dass die Versorgung und der Zustand der Tauben sehr gut waren. Zu gut für einen Rückenwindflug eben. Aber wenn sie dann Wind vor den Kopf bekommen,werden die Karten schon wieder neu gemischt. Sehr gefreut habe ich mich heute für meinen RV Kollegen Gerd Timmel. Er hatte gestern Geburtstag und heute schenken ihm seine Tauben  28/20 Preise!! Sogar der 45,den er von mir zum Umgewöhnen bekommen hat,fliegt Preis. Ich habe mich wirklich sehr für Gerd gefreut,er ist ein feiner Kerl und hat das wirklich verdient.Klasse!

11.05.2018: Heute wird zum 2.Preisflug ab Gransee, 175 KM, eingesetzt. Morgen soll es wieder Ostwind haben,also erwarte ich wie letzte Woche einen schnellen Flug,einen kurzen Konkurs und eine auftrumpfende andere EST. Solange auch dieser Flug so reibungslos und ohne Verluste läuft ,sei es ihnen sehr gerne gegönnt. Die Unwetter,welche gestern Hamburg und teils auch Lüneburg getroffen haben,sind an unserem Landkreis fast spurlos vorbeigezogen. Ein bischen Blitz und Donner,ein paar Tropfen, etwas stärkerer Wind,mehr nicht. Ich konnte sogar gestern nach dem Vatertagsangeln vom Angelverein noch die Tauben ganz normal rauslassen.
Auch heute wurden die Vögel wie jeden Tag gegen 05:30 Uhr herausgelassen. Ich habe festgestellt, dass sie Morgens dazu neigen, herumzutrödeln,wenn sie landen. Sie laufen auf dem Dach rum, fliegen ab und zu mal wieder ab um gleich darauf wieder zu landen usw. Nachmittags gehen sie viel besser rein. An zu viel Futter vom Vortag kann es nicht liegen,denn sie bekommen Morgens und Nachmittags je die Hälfte. Ich glaube,sie genießen einfach nur das Draußen sein am Morgen. Schön kühl,klare Luft. Warum sollte man dann auch gleich wieder in die Bude? :-)
Für mich ist sowas natürlich nicht optimal,weil ich sie immer unbeaufsichtigt im Garten lassen muss,um zur Arbeit zu fahren.Und dann mache ich mir den ganzen Tag Sorgen wegen Habicht,Sperber und co. Was da alles passieren kann......Trotzdem werde ich das morgendliche Rauslassen wohl erstmal beibehalten solange nichts Schlimmes passiert.Was hoffentlich auch nie eintritt.
Am 29.05. kommen die ersten Derby-Tauben per Lieferdienst. Ich muss jetzt echt ganz dringend die Voliere fertig kriegen und den neuen Sand in den Schlag bekommen!!!

08.05.2018: Schon jetzt nach relativ kurzer Zeit zeichnen sich einige Tendenzen bei den einzelnen Tauben ab. Dazu zähle ich die gesamte Zeit seit dem Einzug der Vögel in den Witwerschlag. Die Parameter sind u.A. Verhalten im Schlag, Eroberung einer Zelle(oder eben auch nicht), Kotbild, Allgemeinverhalten, Flugfreude am Haus, Art des Fliegens, Ankunft von Vor-und Preisflug,Regeneration nach dem Flug und noch Einiges mehr. Daher habe ich bereits jetzt eine Teilung der Tauben auf dem Papier vorgenommen,und zwar in solche,denen ich perspektivisch "gute" Leistungen zutraue und solche,bei denen ich Bedenken habe. Letztlich wird jede Taube,die bis Anfang Juni da ist, ihre Chance bekommen,sich auf mindestens einem 600er zu zeigen,es sei denn,ich bin davon überzeugt,dass eine Taube dies von ihren Voraussetzungen her nicht schafft. Dann wäre es sportlich unsinnig und auch unfair dem Tier gegenüber, dieses auf einem 600er einzusetzen. Rein körperlich ist dies aber derzeit nur bei einem Vogel zu befürchten,der für mich eine deutlich schlechtere Regeneration zeigt als alle anderen Tauben. Er braucht dafür einfach viel zu lange und so ein Manko schleppt der Vogel dann natürlich wie einen Rattenschwanz hinter sich her.Und es wird,was die körperlichen Anforderungen angeht,ja nicht leichter werden. Allerdings gefallen mir auch einige andere Tauben weniger, vor Allem was Verhalten und natürlich das Bummeln angeht. Zum Beispiel erwarte ich von den Tauben,wenn ich die Klappen aufmache,dass sie nach draußen stürmen weil sie gerne fliegen wollen und nicht,dass 1-2 erstmal in der Zelle sitzen bleiben,während die Anderen schon draußen sind und einen angucken als wollten sie fragen "Muss ich wirklich?" Dann ist es auch unerheblich das sie,wenn sie denn mal draußen sind,genauso gut fliegen wie die Anderen, so ein Verhalten zeigt mir einfach,dass da nicht der echte Wille zur "Arbeit" dahintersteckt.
Und so habe ich die Mannschaft nun in 4 Vögel und 4 Weibchen geteilt,von denen ich etwas erwarte und auf der anderen Seite 4 Vögel und 4 Weibchen,die mich noch,um es mal positiv auszudrücken, positiv überraschen können. Natürlich können auch bei den 50 % positiv Bewerteten noch Tauben dabei sein,die irgendwann vom jetzigen Stand abfallen oder auch ausbleiben.Man weiß ja nicht ,was unterwegs geschieht an Raubvogelkontakt oder Drahtberührung. Aber für die 8 Tauben,die jetzt schon durch den einen oder anderen Umstand oder auch mehrere davon negativ aufgefallen sind,wird es schwer,mir zu zeigen,dass sie doch einen Platz über den Winter verdienen. Natürlich sind auch hier Ausnahmen nicht ausgeschlossen,die sich ab jetzt deutlich steigern,aber da ich mir einbilde,ein bischen was an Tauben verstehen zu können,sehe ich die Chancen dafür schon geringer. Fakt ist einfach,dass ich ganz wenige Plätze für Alttauben habe und daher die Messlatte für einen Verbleib von Alttauben (genauso wie die Messlatte für Jungtauben zum Einzug in den Witwerschlag) sehr hoch legen MUSS um eben nur die Tauben auf dem Schlag zu haben,die langfristig meine Erwartungen erfüllen können. Und das sind nunmal leider immer nur einige Wenige von denen,die am Anfang da sind. Selektion ist kein Spaß, strenge Selektion ist manchmal sogar eine Qual,aber sie ist unerlässlich,damit man a) sportlich weiterkommt und b) den Bestand überschaubar hält. Deswegen muss man fortwährend alle Kleinigkeiten und Auffälligkeiten im Auge behalten,damit man am Ende der Saison vernünftig Bilanz ziehen kann.

07.05.2018: Es hat sich doch schon bemerkbar gemacht,dass die Vögel in der letzten Woche 2x am Tag trainiert haben. Waren auf dem 2. Vorflug noch die ersten 6 Tauben Weibchen, so war es jetzt ausgeglichen. Von den ersten 8 waren 4 Vögel und 4 Weibchen. Um diesen Trend beizubehalten,habe ich heute,da ich keinen Urlaub mehr habe und somit die Vögel ja nicht mehr um 08 bzw. 09 Uhr rauslassen kann,die Klappen schon um 05:30 Uhr aufgemacht. Die Vögel zogen dann auch gleich ab. Leider konnte ich nicht im Garten bleiben,bis alle wieder im Schlag waren. Das ist natürlich ein mulmiges Gefühl,denn aufgrund der hohen Raubvogeldichte bei uns würde ich natürlich gerne den gesamten Freiflug überwachen. Ich werde dieses Experiment mit dem sehr frühen Rauslassen mal diese Woche durchziehen und schauen,wie es läuft. Zur Not wird es dann wieder auf 1x täglich nachmittags umgestellt werden. Aber schon erstaunlich,welchen Effekt doch eine Woche Zusatztraining am Haus haben kann. Ich bin überrascht.

06.05.2018: So, alle Kinderchen sind wieder zu Hause wie erwartet. Die Tauben haben dann auch heute Morgen und heute Nachmittag wieder ganz normal ihr Pensum trainiert. Der Flug hat absolut keine Reserven gekostet. Auch wenn die sportliche Aussagekraft solcher Flüge gegen Null tendiert,sind sie doch extrem wichtig zu Beginn einer Saison,damit die Tauben Sicherheit bekommen und sich ordentlich einfliegen können. Es gibt nichts Schlimmeres,als einen verkrachten oder sehr schweren Flug gleich zu Beginn.Gerade für die Jährigen ist das Gift. Also können die nächsten Flüge gerne auch so leicht und locker werden wie dieser. Und ich freu mich für jeden,der auf diesem Flug gut gedreht hat. Am Ende der Saison gleicht sich doch eh alles wieder aus.Da stifte ich gerne den einen Preis,der mir noch zu meinen Prozenten gefehlt hat:-)

05.05.2018, 05:30 Uhr: Wie ich es manchmal hasse,das mein Vater mich mit dem Taubenzüchtervirus angesteckt hat. Da stellt man sich gemütlich den Wecker auf 07 Uhr,weil dann noch reichlich Zeit ist,alles fertig zu machen und was passiert? Punkt 05 Uhr ist man hellwach! Einfach so. Flugtag halt,man könnte ja was verpassen und das Virus tritt den Körper aus dem Schlaf. Dann schauen wir doch mal,wie das heute so wird*gähn*. 08:45 Uhr: der Auflass erfolgte um 08:40 Uhr. Ich rechne mal so um 10 Uhr rum/kurz nach 10 mit den ersten Tauben.14:30 Uhr: Sehr zufrieden heute. Die ersten 3 kommen um 10:09 Uhr,bringen noch einen Zuflieger mit,die Nächste um 10:12 Uhr,dann ein Loch und um 10:19 Uhr, 10:21 Uhr, 10:21 Uhr und 10:22 Uhr die Nächsten. Als ich zu meinem Kumpel Dieter und seinem Schlagpartner über die Bahn  fuhr,erwartete mich ein Überraschung. Die hatten ihre ersten Tauben erst um 10:14 Uhr konstatiert! Dann aber eine nach der anderen.Aber trotzdem:5 Minuten abgenommen.BÄMM! Schauen wir mal,was am Ende dabei rauskommt. Auswerten 16 Uhr unsere EST, 17:30 Uhr die andere EST. Trotzdem jetzt schon ein guter Tag:-) und ein Filmchen gibt es heute Abend auch noch darüber.....22.00 Uhr: 2 Tauben fehlen noch,ich mache 4 Preise,der Flug war leicht,es fehlen kaum Tauben oder anders ausgedrückt: der 1.Flug wurde von Allen gut überstanden. Die 2,die bei mir noch fehlen,sind alte bekannte Bummler,da erwarte ich,dass sie irgendwann morgen im Laufe des Vormittags mit einem verschämten Grinsen und topfit auf dem Ausflug sitzen.Hoffnungslose Fälle,jetzt schon.Mal sehen,was sie dann bei 600 KM sagen. Loben muss ich auch meine Sportfreunde Mirko Werner und Manfred Meyerholz für einen jeweils gelungenen Saisonauftakt. Besonders die 50% von Mirko auf einem Kopfwindflug freuen mich sehr,da der arme Mann ja dieses Jahr so stark vom Greifvogel gebeutelt wurde. Da sind 50% doch Balsam auf die Seele. Und der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV wie Mirko legt einen blitzsauberen 100% Start mit seinen 11 Vögeln hin. Und das ,obwohl es heute mal nicht "sein" Wind war. Da kann man nur sagen: Chapeau!

04.05.2018: Da war ich ja ganz froh,weil ich dachte,ich hätte die erste Taube auf dem letzten Vorflug in einer guten Zeit bekommen, so muss ich heute beim Einsetzen erfahren,dass mein Sportfreund Gerd Timmel seine 28. Taube von 35 dreht,während bei mir die erste kommt...........Joah,das dämpft die Erwartungen auf einen Preis für morgen dann doch gewaltig. Aber gut,dass das jetzt kommt und nicht erst Morgen.So weiß ich ja,was auf mich zukommt.Er hat zwar gut 5 Minuten vorgelagert,aber trotzdem ist das ja doch sehr deutlich. So ist also morgen jeder einzelne Preis meiner Tauben ein herausragendes Ereignis. Auch schön,oder?:-)
Morgen stehen wir in Wittstock und an diesem Auflassplatz stehen auch noch 8-10 andere RVen aus allen Himmelsrichtungen. Da wir die RV mit der kürzesten Entfernung sind,werden wir wohl als Letztes auflassen. Ich schätze mal,vor 09:00 Uhr wird das nix. Mittlere Entfernung ist 130 KM, sie haben leichten seitlichen Schiebewind,also wird es ein schneller Flug werden,bei dem uns die südliche EST wieder deutlich Preise abnehmen wird. Das kennen wir aber schon und am Ende der Saison gleicht sich dann alles wieder aus. Hauptsache,der Flug verläuft glatt und es gibt möglichst keine großen Verluste. Knapp 750 Tauben sind noch zusammengekommen. Das ist bei den wenigen Züchtern (und es haben auch wieder nicht alle gesetzt) noch ein gutes Ergebnis. Hoffentlich bleiben es auch ganz lange so viel Tauben wie möglich.

03.05.2018: Morgen beginnt nun mit dem Einsetzen zum 1. Preisflug die "scharfe" Saison. Auch wenn ich,was die Preisausbeute angeht,recht entspannt bin,weil es mir ja nicht primär um Preise im RV Programm geht,sondern darum,dass die Tauben Erfahrung für die Weitstrecke sammeln, bin ich doch so ein wenig....kribbelig. Die Vögel haben heute wieder 2x super trainiert,kamen in der Kette langgezogen wieder,drehten flügelklatschend einige Runden und dampften dann wieder ab. Auch die Weibchen waren Abends wieder für einige Zeit nicht zu sehen und kamen dann hoch wie die Sterne am Himmel wieder. Sie sind also gut drauf. Und am WE ist bestes Flugwetter. Da könnte doch auch ein bischen was "drin" sein,oder? *lach* Egal,wie man es dreht und wendet: wenn man Taubenzüchter mit Leidenschaft ist und man setzt Tauben auf einen Preisflug dann ist man auch HEISS!! Preise will man machen! Da nutzt auch alles Tiefstapeln nix. Auch viele meiner Bekannten haben jetzt am WE die ersten Preisflüge und deswegen wünsche ich allen Freunden, Bekannten und Teilnehmern des Heidederbys einen gelungenen Saisonstart, möglichst viele Preise, keine Verluste und ganz allgemein GUT FLUG!!!

02.05.2018: Heute waren die Vögel Morgens und Nachmittags draußen und ich muss sagen,sie reißen ein gutes Pensum ab, vor Allem Morgens. Andere Züchter haben ja die Erfahrung gemacht,dass die Tauben abends besser fliegen,doch das kann ich nicht bestätigen. Alle Tauben ,die ich je hatte und auch die von Vater bei ihm am Haus sind immer Morgens besser geflogen. Gerade im Sommer ja auch eigentlich logisch. Morgens ist die Luft klarer,kühler und frischer während Nachmittags/Abends die Luft doch wärmer und verbrauchter ist.
Vielleicht liegt es auch mit an der Futterumstellung ,dass sie ein bischen besser ans Fliegen kommen. Der Roli Wirz hatte mir 1 Sack  "Profi Südost" von Vanrobaeys mitgebracht. Dieses Futter bekommen sie jetzt mit 10 % zusätzlichem Hanf.Zusätzlich hangel ich mich auch an dem Versorgungsplan von Manfred Meyerholz entlang,auch wenn ich nicht alles 1:1 umsetzen kann( z.B. kann ich nur 1x am Tag Wasser geben und nicht morgens und abends). Die Tauben gefallen mir von der Form,dem Gewicht und dem Verhalten her sehr gut. Wir werden sehen,wie sich das am Wochenende äußert. Bei 16 Tauben zum Setzen wären 5 Preise echt nett. Prozente sozusagen.Aber da ich eh das RV Programm nicht mit allen Tauben durchsetzen werde,sondern immer wieder einige ab Anfang Juni auf den Weitsreckenflügen des WSC Wittinger setze, spielen Preise im RV Programm eigentlich keine große Rolle. Freuen würde ich mich natürlich trotzdem drüber......

01.05.2018: Heute Morgen war hier so starker Sturm und Regen,dass ich die Vögel nicht rausgelassen habe. Sie haben dann ganz normal abends vor den Weibchen trainiert. Aber dieser miese Tag soll ja jetzt der Auftakt für eine lange Schönwetterperiode sein. Ganz besonders wichtig ist das meines Erachtens für den 1.Preisflug am 05.05.,denn dort sind wie immer viele Tauben in der Kabine,die noch nicht auf den Vorflügen mit waren. Ich selbst bin positiv überrascht von dem Ergebnis der Vorflüge,da von beiden Flügen nicht eine einzige Taube fehlt. Gut,einige kommen immer erst Stunden später,manchmal geht eine über Nacht  und 2 kamen jeweils erst nach 2 Tagen,aber in Anbetracht der Tatsache,dass sie a) noch die Trennungssituation vom Schwarm hatten, b) gerade mal die Jungen vom  Schnabel hatten und c) dieses Jahr überhaupt nicht vortrainiert wurden bin ich wirklich hochzufrieden mit dem Ergebnis. Auf dem 2. Vorflug hätte ich ,wenn ich mir die anderen Züchter so anhöre,vielleicht sogar ein paar Preise gemacht. Das ist doch schön!
Und wieder hatte ich heute ein merkwürdiges Erlebnis. Als ich in den Garten kam,saß eine Taube auf dem Ausflug. Ist vielleicht noch eine von Weihnachten gekommen? Nein,es war ein mir gänzlich unbekannter blauer Vogel mit 2 weißen Schwungfedern an jeder Seite. Roter Ring, Tipesring mit rotem Telefonaufkleber. Saß da gemütlich rum und guckte mich an. Ich hatte die Klappen zu den Sputniks morgens NICHT aufgemacht,es waren also von außen keine Tauben zu sehen. Als ich die Witwer rausließ,zog der Vogel ab und kam auch nicht wieder.Der muss irgendwie unterwegs gewesen sein,hat meinen Schlag gesehen und kam dann herunter für eine kleine Rast. Hat vermutlich anhand der Sputniks erkannt,dass das ein Taubenschlag ist. Schon putzig irgendwie,was man so erlebt.......

30.04.2018: BÄMM! Der 563 ist doch wieder da. Als ich heute um 08:00 Uhr in den Garten kam,saß er vor der Klappe. Bischen mager, ziemlich kaputt, aber ansonsten unversehrt. YES BABY!!! Ich freu mir gerade so richtig nen Keks:-)
Da die Vögel gegenüber den Weibern im Freiflug und auch bei den Vorflügen mittlerweile deutlich abfallen,werde ich sie jetzt 2x am Tag rauslassen,damit sie mal ein wenig mehr Kondition bekommen. Die ersten 6 Tauben auf dem letzten Vorflug waren alles Weibchen. Und das,wo die Vögel doch zu Beginn des Freifluges deutlich besser geflogen sind als die Mädels. Aber da kann man mal wieder sehen: die Weiber kommen einfach schneller aus dem Knick und sind insgesamt konstanter als die Vögel.Sei es nun beim Fitnessaufbau,der Konzentration oder dem Orientieren aus dem Schwarm heraus. Vielleicht kommen deswegen auch ab Mitte Juni die Vögel in die Box und die Weiber bleiben im Garten,wenn die Leistungskurven bei beiden Parteien so bleiben.

29.04.2018: Leider musste ich mein Tagebuch löschen,da die Unterseite trotz Supports nicht mehr editierbar war. So muss ich nun also von vorne beginnen und die alten Daten sind alle futsch. Schade,aber nun ja auch kein Beinbruch.