heide-derby
  Tagebuch
 
21.07.2019: Herzlichen Glückwunsch an Mirko Werner der gestern in der RV Uelzen und Umgebung den 1. Konkurs und 75% Preis fliegt! BÄMM!! GEIL!!! Das freut mich sehr für meinen Kumpel,der ja seit2 Jahren so vom Wanderfalken und vom Habicht gebeutelt wird. Ich hoffe,dass gibt ihm die richtige Motivation um den Mut nicht zu verlieren und dem Sport erhalten zu bleiben. Der 892 ist aber auch ein Klasse Vogel,der ist jedes Jahr sein Bester und hat auch dieses Jahr schon einen 2. Konkurs auf diesem ultraschnellen Flug geflogen,wo ich bei Mirko war.Toll!
Der 600er war gestern zwar anspruchsvoll,aber heute Morgen beim Auswerten waren fast überall alle Tauben zu Hause. Somit sind der 500er und der 600er zwei der besten Flüge gewesen was die Verluste angeht. Genau wie der 500er im Regio 100 und Regio 200 vor ein paar Wochen. Da kann ich dann auch nur immer den Kopf schütteln,wenn im Netz wieder mal pauschal gegen weite Flüge gehetzt wird. Das wäre ja alles Tierquälerei und die Züchter ganz böse Menschen die nur auf die Preise schielen und nicht auf die Taube achten und gar keine Tierliebhaber und und und....das ist so lächerlich! Und ganz besonders lächerlich ist es, wenn dann diejenigen,die am lautesten gegen die weiten Flüge schreien ihre Tauben dann trotzdem auf solche Flüge setzen. Mehr Unglaubwürdigkeit und Doppelzüngigkeit geht gar nicht. Erst den Moralapostel spielen,aber dann,wenn die Meisterschaften in Gefahr sind,dann werden auf einmal alle Bedenken über Bord geworfen und gesetzt. Daran kann man sehr schön sehen,dass bei einigen Züchtern diese ganze "500er sind Tierquälerei"- Argumentation lediglich vorgeschoben ist,weil sie auf den kurzen Flügen die Konkurrenz besser dominieren können und auf den langen Flügen schon so manches Mal wichtige Punkte verloren haben. Jaja,so ist das,diese Leute kann ich als Diskussionspartner einfach nicht ernst nehmen.Wasser predigen und Wein saufen. Geh mir bloß weg damit.

20.07.2019: der 600er heute war ein anspruchsvoller Flug. Und wieder zeigen sich von Züchter zu Züchter große Unterschiede.Mein Kumpel über der Bahn hatte heute gegen 16 Uhr 8 von seinen 11 Tauben zu Hause,was insbesondere dahingehend ok ist,da auch die Jährigen dabei waren. Der volle Jährige war wieder Schlagerster. Diese Taube ist einfach noch ein,zwei Umdrehungen besser als alle anderen Tauben im Schlag. Und nur mit solchen Tauben kann man in letzter Konsequenz sportlich weiterkommen.
Beim Rauslassen der Jungen am Nachmittag ist mir aufgefallen,dass die bunte CH-5558 von der SG Wirz schon seit einigen Tagen nicht mehr da sein muss. Dieses Jahr sind ja die ganz Bunten und die Schimmel meine Indikatortauben,aber man achtet jetzt auch nicht jeden Tag drauf,ob sie wieder im Schlag sind. Doch wenn dann mal eine dieser Tauben fehlt, dann merkt man erst,dass sie ja schon länger nicht mehr aufgefallen ist. Und klar,dass es wieder mal eine erwischt hat,die ich selbst für sehr gut befunden habe. Das ist halt das große Risiko mit so bunten oder roten/fahlen/andersfarbigen Tauben. Die können auch in einem großen Schwarm fixiert werden während all die Blauen und Gehämmerten in der großen Wolke verschwimmen. Schade um diese schöne Täubin, die hat mir sehr gefallen.

19.07.2019: Eben gerade habe ich einen Bericht gelesen,dass in Norddeutschland, speziell in Hamburg und Niedersachsen, der Rotavirus stark auf dem Vormarsch ist. Diese für Menschen mit Magen-Darm-Infekten vergleichbare Virusgruppe ist ja auch vielfach für extreme Sterbefälle bei Brieftauben verantwortlich, auch wenn dies wahrscheinlich nicht der Erregerstamm ist,der Menschen befällt. Davor habe ich ja am meisten Angst, dass ich mir so einen Scheiß beim Derby einfange. Gegen einen Virus kanst du nicht kuren sondern höchstens versuchen,die Nebenerkrankungen in den Griff zu bekommen,ansonsten steht man hilflos daneben. Und die Fälle von Rota-Ausbrüchen,die ich so gehört habe,waren echt schlimm. Sehr viele tote Tauben in sehr kurzer Zeit. Darf ich gar nicht dran denken,ich glaube,dafür wäre ich nicht stark genug........
In der RV sind beim gestrigen Setzen für den 600er nur noch 125 Tauben zusammengekommen. Da hätten dann meine beiden Alten auch nichts mehr gebracht,deswegen sind sie zu Hause geblieben. Wären sie das Zünglein an der Waage gewesen, hätte ich sie sofort gesetzt. Wenn ich aber höre,dass Züchter,die locker 20  oder mehr Tauben hätten setzen können, mit 6 oder 8 Tauben ankommen und dann noch posaunen,das sie die Anderen ja schon selektiert haben,da fällt mir dann nichts mehr zu ein ausser: charakterlos. Wenn es für sie selber um was geht sollen alle ihre letzten Tauben zusammenkratzen aber wenn sie selbst nicht mehr auf den 1. Platz springen können werden die eigenen Tauben zurückgehalten. Sehr sportlich,sehr sportlich. Ein Schlag ins Gesicht all derer,die jeden Flug alle ihre fitten Tauben in die Kabine setzen auch wenn sie seit Jahren eben NICHT in der Spitze mitspielen. Gerade diese "kleinen" Züchter freuen sich riesig über einen Preis auf einem 600er und die gibt es für diese Leute meist nur in der RV Liste. Im Regionalverband,auf dessen Liste wir nun zurückgreifen müssen, machen wir kaum mal unsere RV Prozente,da werden die Kleinen bei uns schön mit einer "Null" nach Hause gehen. Und dann sollen die noch motiviert sein,weiterhin und in den nächsten Jahren brav ihre Tauben für die zu setzen,die ihnen jetzt eine eigene Liste kaputtgemacht haben???? "Denk mal drüber nach" hat ein weiser Mann des Taubensportes mal gesagt. Bei diesen Leuten sehe ich da aber schwarz. Da wird nur noch auf sich selbst geschaut. Traurig, sowas.

18.07.2019: Gestern habe ich wie jedes Jahr Mitte Juli ein kleines Video gedreht um den Teilnehmern zu zeigen wie ihre Tauben derzeit so drauf sind und vor Allem wie sie aussehen. Transparenz ist mir da sehr wichtig und auch wenn kranke Tauben da wären hätte ich kein Problem damit, sie zu zeigen. Ich bin immer ein wenig verärgert bzw. enttäuscht über den Informationsfluß bei anderen Derbys. Nach der Anlieferung hört und sieht man nichts mehr von den Tauben, man hat keinerlei Einblick in den Schlag, kann den Zustand der Tauben nicht beurteilen usw. Im Endeffekt bekommt man erst dann wieder was von seinen Tauben mit wenn sie in der Online-Liste bei den Vor- und Preisflügen auftauchen (oder eben auch nicht). Dabei wäre es mir persönlich ganz wichtig ,wenn ich denn überlege, ob ich Tauben zu einem Derby gebe, zu wissen,wie es dort aussieht,wie die Schlagverhältnisse sind und wie die Tauben im Laufe des Derbys so aussehen. Aber vielleicht bin ich da ja eine Ausnahme und für viele ist das alles gar nicht relevant.
Ich habe mich dazu entschlossen,dieses Jahr alle Tauben zu behalten,welche die Reise überstehen und nicht verkauft werden. Ich were mal das Experiment wagen, keinerlei Vorselektion vorzunehmen und alle Tauben über den Winter und auf die Reise 2020 zu bringen. Es hat mich ein wenig enttäuscht,dass ich keinen der von mir ausgewählten 7 Vögel aus 2018 mehr am Schlag habe. Also versuchen wir es mal 1 Jahr völlig ohne Beurteilungskriterien. Das bedeutet zwar mehr Tauben und daher mehr Kosten und mehr Arbeit über den Winter aber wenn man nie einen Vergleich anstellt dann kann man auch nie Erkenntnisse gewinnen. Selbstverständlich werde ich mir auch weiterhin die notieren,denen ich was zutraue und diejenigen,denen ich nichts zutraue. Dann kann ich am Ende vergleichen ob sich Änderungen ergeben haben.
Ferner werde ich 2020, da dort die Derbytauben ja schon im April ankommen, auch die ganze Altreise spielen können und nicht nur die ersten paar Flüge. Da ich ja mehr Alttauben als sonst halten werde,komme ich also um einen neuen Witwerschlag nicht drumrum. Da werde ich allerdings mal nicht auf meine eigenen Baukünste setzen sondern mir ein Fertighaus vom Baumarkt kaufen. Ist immer noch deutlich günstiger als ein Taubenschlag vom Taubenschlagbauer (und auch nicht schlechter). Zudem vermeide ich so,dass ich beim Derbyschlag über die genehmigte Länge von 15 Meter durchgehender Bebauung kommen und einen neuen Bauantrag stellen müsste,denn das Fertighaus kommt dann seperat quer davor.
Zuletzt möchte ich heute ganz herzlich dem Derbyteilnehmer Urs Zehnder gratulieren. Gestern fliegt eine Taube von ihm im Semifinale des Albanien OLR den 1. Konkurs! Klasse Leistung, Urs!!!

17.07.2019: Ich finde es immer schön,wenn es einige Tauben gibt,die sich quasi von selber zahm machen bzw. zutraulich werden. Das einzig wirklich Negative an meinem Derby für mich ist ja,dass der Bezug zur einzelnen Taube bei dieser Horde nicht so da ist als wenn ich nur 30-40 Junge halten würde,mit denen man sich ja ganz anders beschäftigen kann. Aber es gibt jedes Jahr einige Tauben,die trotzdem sehr zutraulich sind. Da haben wir einerseits natürlich die 493,welche schon zahm ankam und mit der ich jeden Abend beim Klappenzumachen ein wenig kämpfen muss,damit sie nicht beleidigt ist. Die kennt ihr ja aus den Videos schon. Es gibt aber mittlerweile auch wieder einige Tauben,die immer zu mir ankommen wenn sie draußen sind und sich auf den herabgenommenen Ausflugaufbau setzen. Sie warten dann,dass sie ein wenig Futter aus der Hand bekommen. Federführend hier ist mein Kumpel,der 17-563. Und von ihm haben sich jetzt schon einige Junge das abgeguckt. Ganz besonders pfiffig ist hier die 1311 vom Sportfreund Klaus Behler,die sogar auf die Hand geflogen kommt. Aber auch die 297 vom Team Taubenkorb,die 865 von Karsten Stappert, der 1079 von Dirk deBeer und der  Fahle 1815 von der SG Meyeraan sind regelmäßige Gäste bei der Handfütterung. Das freut mich immer sehr,denn das erfreut einen doch ganz besonders.
Mein guter Sportfreund Mathias Frank hat es auf sich genommen, meinem Beispiel folgend eine Gutschein-Auktion für seine RV Wismar zu organisieren. Dabei unterstütze ich ihn natürlich nach Kräften und habe schon eine Rundmail an einige mir bekannte gute Züchter gestartet. Wenn ihr , liebe Leser des Tagebuches, selbst auch einen Gutschein für Jungtauben 2020 spenden wollt oder ein paar sehr gute Züchter kennt,welche ihr darauf ansprechen könnt, wäre ich euch dafür sehr dankbar. Und Mathias natürlich erst Recht. :-)
Ihr könnt gerne mal Kontakt zu Mathias unter seiner Mailadresse mafrankhwi@googlemail.com aufnehmen,dann schickt er euch sofort den Gutschein-Vordruck zu. Ich selbst habe heute meinen Gutschein an ihn abgeschickt. Entweder 4 Nachzuchten aus den diesjährigen Derbytauben oder ein 4er Team für das Derby 2020. Das sollte doch ein paar Euros einbringen........Ich wünsche dem Mathias jedenfalls gutes Gelingen bei seiner Auktion. Vorbildlich,dass er sowas organisiert!Chapeau!

16.07.2019: Joah,wenn man sagt,dass der Greifvogel schon länger nicht da war, kommt er meist genau an dem Tag wieder an. Ist ja logisch. Und so war dann auch gestern mal wieder der Habicht zwischen den Tauben. Da ich gerade im Schlag am Saubermachen war hätte er wohl eine greifen können,war aber wohl durch die Masse an auffliegenden Tauben kurz verwirrt. So sah ich ihn denn als ich aus dem Schlag stürmte gerade im Steilflug einer Schimmeltaube hinterhergehen und konnte ihn durch Klatschen und Schreien vertreiben. Er zog dann in Richtung Umgehungsstraße ab und ausser Sicht.
Die Tauben sind schon gut auf den Habicht konditioniert und entsprechend vorsichtig. Kommt mal eine Taube etwas flacher und schneller angeflogen gehen sie zur Sicherheit erstmal in den Schlag. Aber sie beruhigen sich auch sehr schnell wieder und laufen dann wieder draußen rum. Es bleibt ihnen auch gar nichts Anderes übrig als mit dem Raubvogel und seinen Angriffen zu leben und zurechtzukommen,denn den wird es hier immer geben.
Für mich bleibt wieder die Erkenntnis,dass man nicht mal zum kurz die Regale durchkratzen die Aufsicht vernachlässigen darf. Er kommt immer dann,wenn man es nicht erwartet oder denkt jetzt ist erstmal Ruhe. Also in Zukunft: erst kratzen,dann rauslassen. Bindet wieder etwas mehr Zeit aber geht halt nicht anders hier.........

15.07.2019: Seit einigen Tagen ist es merkwürdig ruhig was den Raubvogel angeht. Soll mir nur Recht sein. je weniger er kommt,desto besser können sie sich einleben. Sie sind jetzt schon jeden Tag wenigstens ein paar Minuten in der Luft, ein Trupp von ca. 80 Tauben sogar schon bis zu 15 Minuten und davon ein Teil von ca. 20 Tauben bis zu 30 Minuten oder länger. Das ist insofern bemerkenswert, als das sie die letzten beiden Jahre ja bis Ende Juli fast nur auf dem Rasen rumgekrabbelt sind. Da sieht man mal wieder, was die Wetterbedingungen für einen Einfluss auf die Flugfreude haben,gerade am Nachmittag. Ich habe mal nachgesehen, am Samstag (13.07.) vor genau einem Jahr war es, dass der Apfelbaum auseinanderkrachte und die Tauben so durcheinanderwirbelte. Kinder, wie die Zeit rast! Und auch die Altreise 2019 neigt sich dem Ende, nur noch 2 Flüge sind zu absolvieren. Nun müssen die Züchter mal langsam die Listen und Tipesringe für die Jungreise einreichen damit es nachher nicht so einen Stau gibt.
Das Wochenende hat mal wieder gezeigt,dass auf kurzen Flügen bei Seitenwind in einer breiten RV von einer "fairen" Preisverteilung  nicht die Rede sein kann. Aber das sind halt die Gegebenheiten welchen man in sich immer mehr ausdehnenden Flächen-RVen nicht entziehen kann.
Am Wochenende wurde ich auch wieder einmal darauf angesprochen,dass das Derby 2020 ja im RV Programm stattfinden soll. Der Tenor war dabei "da wirst du wohl sicherlich RV Meister werden wenn du jeden Flug mit über 200 Tauben startest". Ich muss dabei immer ein wenig schmunzeln. Es scheint gar nicht so wenige Leute zu geben,die glauben, man müsste nur viele Tauben setzen dann würden die allein durch die schiere Menge die Flugrichtung vorgeben. Das ist natürlich großer Quatsch. Bei uns in der RV gibt es zwei,drei Leute,die sich intensiv mit dem Jungtaubenspiel beschäftigen. Da wird verdunkelt und belichtet, die Winterjungen auf Witwerschaft gespielt, ganz viel gefahren und ganz viel...ähm...."auf die Gesundheit geachtet"........wenn ihr versteht....da habe auch ich wie jeder andere "normale" Züchter mit normal gezogenen, normal gehaltenen, in der Mauser befindlichen Tauben keine reellen Chancen gegen. Auch wenn ich dort viele Tauben setzen werde (davon mal abgesehen,dass bis zur Reise ja keine 250 mehr da sein werden). Die Spitze und die großen Prozente gehen an die Züchter,welche dies im Jungflug immer fliegen. Sie machen sich ja auch halt viel mehr Mühe. Ist sogar besser für die Jungspezis wenn ich viele Tauben setze, dann ist die Liste größer und die Spitze macht viel mehr Punkte als ohne meine xxx Tauben. Und letztlich profitiert ja die RV auch davon,denn bei einem Preis von 80 Cent pro Preisflugtaube sind das, wenn ich mal angenommen 150 Tauben pro Flug setze, auch 120€ pro Flug für die RV Kasse. Also quasi eine Win-Win-Win-Situation. Die Jungspezis haben eine größere Liste und mehr Punkte die sie bei der Püttmann-Zeitung angeben können, die RV hat deutlich mehr Einnahmen und ich kann im Garten sitzen und endlich nach Jahren mal wieder Jungtauben ankommen sehen anstatt mit dem Anhänger durch Baustellen zu rattern. Aber RV Meister werde ich sicherlich auch mit einer Horde Derbytauben nicht.......abschließend sei mal stellvertretend für alle Derbyteilnehmer,die am Wochenende wieder gute Ergebnisse eingefahren haben der SG Kanitz aus der RV Südholstein zum zweiten 1. Konkurs 2019 gratuliert. Klasse Sache, Cläuschen!!! :-)

13.07.2019: Heute wurde der Schlag wieder grundgereinigt, der Sand komplett gesiebt und anschließend der Schlag mit dem Avibac Stabilizer ausgesprüht. Immer noch keinerlei Anzeichen von JTK auf dem Schlag. 2017+2018 um diese Zeit war sie schon da. Vielleicht , vielleicht.....aber lieber nicht zu früh Hoffnung haben,sonst kommt sie doch noch.
Gegen 10:15 Uhr fuhr ich dann zu meinem Kumpel über die Bahn. Die Tauben wurden heute um 07:45 Uhr von knapp 300 KM aufgelassen. Er meinte, die Ersten würden gegen 11:45 Uhr ankommen, ich sagte 11:35 Uhr. Nun,was soll ich sagen, Schlag 11:35 Uhr kam der jährige 596 bei ihm an,die derzeit einzige volle Taube in unserer RV. Der ist jetzt von 11 Flügen schon 5 Mal Schlagerster gewesen mit 1.,3.,3. usw Konkurs. Das ist schon eine richtige Klassetaube! Nur einen Ersten wird er heute nicht fliegen denn ein sehr guter Züchter unserer EST hate die Erste schon um 11:27 Uhr oder so. Er hat zwar einige Kilometer vorgelagert aber das ist definitv früher als bei meinem Kumpel. Bis kurz vor 12 Uhr waren von 13 eingesetzten Tauben 10 Stück zu Hause also gehe ich insgesamt von einem glatten Flug aus. Die zweite Taube brachte ein jähriges Weibchen mit das einige Zeit auf dem Dach saß. Man sieht also, auch auf der 11. Tour können Tauben noch stumpf hinter Fremden hinterherfliegen. Man steckt halt nicht drin.
Um 14 Uhr werde ich in den Garten fahren und um 17 Uhr zum Auswerten. Mal gucken,wie die Ergebnisse der anderen Züchter sind. Bei gerade mal 161 Tauben in der RV kommt ja nicht viel an Preisen bei rum. Da habe ich ja allein in meinem Schlag 80 Tauben mehr als in der RV noch gesetzt wurden......deswegen wird es wohl auf dem 600er nächste Woche nix mit eigener Liste. Es wird sehr schwer ,da noch 150 Tauben zusammenzubekommen. Muss ich wohl meine beiden Alten doch noch mal reaktivieren wenn das helfen würde, eine eigene RV -Liste zu bekommen. Man kann jetzt natürlich sagen "was soll ich den Arschlöchern auch noch zu einer Liste verhelfen?" aber das ist viel zu kurz gedacht. Es gibt in unserer RV viele  vernünftige Sportfreunde und nur ein paar Spinner. Und wenn ich durch das Zurückhalten der Tauben eine eigene Liste verhindern würde,dann würde das die Züchter,die ich sehr schätze und mit denen ich gut auskomme,genauso treffen wie diejenigen,die mir nur das Schlechteste wollen. Dann wäre ich ja genauso ein Arschloch. Nein,wenn es hilft,dann setze ich die Alten nächste Woche nochmal. Preise werden sie eh nicht fliegen aber nach Hause kommen sie auf ja jeden Fall.

12.07.2019: Endlich Regen! Das war auch mal wieder Zeit. Die Tauben werden heute nicht rauskommen,denn auch heute Nachmittag sind immer wieder gewittrige Schauer am Durchziehen. So kann ich dann ohne Streß alles für das "Catering" beim heutigen Einsetzen vorbereiten. Morgen soll es ja den Tag über nicht regnen also schätze ich,dass ein 300er möglich sein wird.
Gestern rief mich noch ein Züchter an der mir berichtete, dass seine Jungen beim Privattraining auch schon auf kurze Distanz große Probleme hätten. Von 7 KM bräuchten sie 1,5-3 Stunden, kämen aber immer fast geschlossen an. Flugverhalten am Haus sei mit 1 Stunde völlig ok, Tauben sähen auch gut aus. Was könnte das sein? Da spekuliere ich gar nicht erst mit einer Ferndiagnose rum,denn ich bin weder vor Ort noch ein ausgebildeter Taubentierarzt. Ich habe dem Züchter geraten,einige Tauben einzupacken und sich mal die Mühe zu machen ,zu einem spezialisierten Tierarzt wie z.B. Dr.Kny in Leinefelde oder DR. Warzecha zu fahren und die Tauben mal so richtig von vorne bis hinten auf den Kopf stellen zu lassen. Alles Andere ist meines Erachtens nach nur Stochern im Nebel. Natürlich kann es auch ganz andere Gründe haben warum die Tauben so lange brauchen. Vielleicht knallt immer direkt nach dem Auflass ein Raubvogel rein sodas sie erstmal in die andere Richtung fliegen. Oder am Auflassplatz gibt es eine starke Störung des Erdmagnetfeldes oder oder oder. Wenn man aber ganz sicher sein will,dass es nicht an der Gesundheit der Tauben liegt, dann muss man die Kröte auch mal schlucken und einen etwas weiteren Weg auf sich nehmen um das explizit abklären zu lassen. Die Wald-und Wiesentierärzte,die man so in der Nähe hat, die kann man für Basisdinge wie Kotproben, Impfen usw. besuchen. Aber eine wirklich differenzierte Diagnostik ist bei diesen 08/15-Haustierpraxen meist nicht wirklich möglich. da lohnt sich der Weg zum spezialisierten TA schon. So hat mir der Besuch im letzten Jahr bei Dr. Kny nach dem Derby auch gezeigt,dass bis auf den Pockenbefall meine Tauben blitzeblank waren und das ist eine sehr wertvolle Information bezüglich des eigenen Schlagmanagementes. Wenn ihr also den Verdacht habt,dass dort etwas mit der Gesundheit im Busch ist: macht euch den Aufwand, nehmt euch einen Tag frei, fahrt zum spezialisierten TA eures Vertrauens. Glücklich sind diejenigen,die so einen TA "um die Ecke" haben. Hier oben bedeutet ein Besuch beim Spezialisten dagegen weite Wege. Und wenn man nicht bereit ist,diese Wege auf sich zu nehmen und lieber blind ins Dunkle feuert in der Hoffnung "wird schon passen" dann muss man sich über entsprechende mangelhafte Ergebnisse nicht wundern..........

11.07.2019: Der 1117 in seiner Katzenbox steht jetzt schon wieder sicher auf beiden Beinen auch wenn er noch ein wenig humpelt. Die Wunde am Steiß ist gut verheilt und es schieben sich auch schon die neuen Schwanzfedern aus. Er wird am Samstag wieder zurück in den Schlag gehen. Derzeit habe ich noch eine Taube in der Einzelhaltung,die sehr schwächelt. Sie hat schon 2 Pillen bekommen aber leider kommt sie nicht recht in die Gänge. Aus Rücksicht auf den Züchter nenne ich die Nummern der Tauben,welche hier an einem schwachen Immunsystem oder der JTK eingehen, nicht öffentlich. Es gibt immer "Sportfreunde" die eine an einer Krankheit verstorbenen Taube nutzen um dem Züchter,welcher sie gezüchtet hat, Inkompetenz oder generelle Anfälligkeit seiner Tiere vorzuwerfen. Das hat dann oftmals mit persönlichen Abneigungen zu tun und so etwas will ich gar nicht erst befeuern. Dabei ist es überhaupt nicht absehbar,welche Taube von welchem Züchter eventuell Schwächen zeigt oder sehr stark an der JTK erkrankt. Selbst innerhalb der Mannschaft desselben Züchters kann es Tauben geben,die stark erkranken und welche,die niemals auch nur die geringsten Anzeichen von Krankheit zeigen. Teilweise hat man dieses Phänomen sogar bei Nestgeschwistern,die ja nun wirklich identisch aufgewachsen sind. Man kann also auf gar keinen Fall von einer an einer Krankheit verstorbenen Taube Rückschlüsse auf den Gesamtbestand oder das generelle Schlagmanagement beim Herkunftszüchter schließen. Doch manche Leute nutzen ja jeden Strohhalm um jemandem,dem sie nicht leiden können, Schlechtes anzuhängen. Irgendwie traurig, wenn man drüber nachdenkt........
Das erinnert mich daran,dass ich vor einigen Wochen Besuch vom Kreisveterinäramt hatte. Es lag wohl eine anonyme Anzeige wegen tierquälerischer Massentierhaltung vor. Da aber mein Bestand sogar als einer der wenigen Bestände hier im Kreis bei der Tierseuchenkasse angemeldet ist (was im Übrigen eigentlich PFLICHT ist auch für jeden Hobby-Geflügelhalter!) wurden hier keine Beanstandungen festgestellt. So hatte ich nun seit 2017 schon Besuch vom Ordnungsamt, vom Bauamt, vom Gewerbeaufsichtsamt und eben vom Veterinäramt. Alles aufgrund anonymer Hinweise. Da scheint es Menschen zu geben,die sich jedes Jahr hinsetzen und sich überlegen,welche Behörde sie mir als Nächstes auf den Schlag schicken können um das Derby doch irgendwie kaputtzumachen. Und ich bin mir ziemlich sicher,dass ich weiß, aus welcher Ecke dieses ganze Störfeuer kommt. Da muss ich gar nicht weit gucken. Putzig ist dann immer nur,dass diese Leute zu glauben scheinen,ich als Verwaltungsfachwirt würde nicht schon im Vorfeld alle notwendigen Formalia abgeklärt haben bevor ich überhaupt daran denke so eine Sache wie das Derby durchzuziehen. Aber es macht einen auch nachdenklich,dass man anscheinend jemandem so stark auf der Leber liegt,dass diese Person(en) nichts unversucht lassen und sich wirklich intensiv damit beschäftigen,das Derby durch die Hecke zu torpedieren. Und dabei geht es vermutlich nicht mal um das Derby an sich sondern nur um den, der es durchführt. Das lässt einen schon ins Grübeln kommen.......ich bin ja nun ein streitbarer Geist,der immer unverblümt und mit teils deftigen Worten seine Meinung ausdrückt.Manches Mal schieße ich auch verbal oder in der Sache über das Ziel hinaus. Ja, ich kann auch ein Arsch sein,dass weiß ich. Aber eins bin ich mit Sicherheit nicht: hinterfotzig. Wenn,dann kämpfe ich immer mit offenem Visier. Klare Kante und geradeheraus. Und wer mir so nicht begegnen kann und meint,er müsste versuchen mir "von hinten durch die Brust ins Auge" zu spucken,der darf sich dann auch nicht wundern,wenn das ganz persönliche und direkte Konsequenzen für ihn hat sofern ich jemals herausbekommen sollte wer hinter diesen ganzen Aktionen steht. Wenn man mich angeht: kein Problem,da gehe ich mit um. Aber wenn man das Derby nutzen will um mir zu schaden und somit auch allen Teilnehmern den Spaß an der Sache nehmen möchte.......da wird es dann zappenduster für denjenigen oder diejenigen werden. Das verspreche ich.

10.07.2019: Auch am gestrigen Tag war wieder ein Großteil der Jungen zumindest für kurze Zeit zusammen in der Luft. Sie scheinen dieses jahr wirklich "williger" zu sein als in der Frühphase der Derbys 2017 und 2018. Daran sind wohl die Faktoren Alter der Tauben, derzeitiges Wetter und Fütterung "schuld". Insgesamt ist es ja positiv zu bewerten wenn sie früh anfangen, ihre Muskeln zu trainieren, doch die Gefahr, auch mal ganz schnell zu weit abzutreiben und dann nicht wieder zurückzufinden weil man sich noch nicht so gut auf den Schlag eingenordet hat ist somit ja auch größer. Aber wenn sie halt wollen,wie soll man sie hindern? Und das will ich auch gar nicht. Letztlich sind Tauben Vögel und Vögel gehören an den Himmel.
Somit kann ich auch meinen Kumpel Mathias Frank aus der RV Wismar verstehen,der zum Herbst alle seine festsitzenden Zuchttauben abgeben will weil er es nach eigener Aussage nicht ertragen kann zu sehen,wie diese Tauben nur im Zuchtschlag hocken und keinen Freiflug genießen dürfen. Bei Mathias in Wismar ist ein Freiflug auch wesentlich unproblematischer da dort weit weniger Raubvögel ihr Unwesen treiben. Seine Verluste belaufen sich auf ganz wenige Tauben im Jahr. Der Glückliche! Es ist natürlich schade,dass dann auch so Tauben wie die 4 Originalen von Lothar Scheugl und die 1883 von Dirk deBeer (1.Konkurs, 7.As-Taube Heidederby 2018) verkauft werden und somit die Nachzuchten nicht mehr von ihm auf der Reise und bei mir auf dem Derby getestet werden können. Einer der originalen Scheugl-Vögel ist immerhin Vater zur 3. As-Taube 2018, ein anderer Originaler Scheugl bringt den 1355 (1. Konkurs Endflug) und die 1356 (als eine von nur 2 Tauben 5/5). Ich hätte mir gewünscht,dass diese Tauben ein paar Jahre länger testfähige Nachzuchten gebracht hätten. Wenn sie verkauft sind verliert sich ja die Spur meist. Aber Verstehen kann ich die Motivation sehr gut. Ich finde es auch immer schade wenn Tauben in Volieren gehalten werden (müssen?) weil sie zu wertvoll sind um sie im Freiflug eventuell an den Raubvogel zu verlieren. Falls ihr also schon mal für 2020 echte Verstärkungen für euren Zuchtschlag braucht: der Mathias hat da echte Granaten zum Abgeben!!!

09.07.2019: Gestern war der größte Teil der Tauben nun auch das erste Mal zusammen in der Luft. Grund dafür war das Erschrecken über einen plötzlich über der Bahn auftauchenden Rotmilan. Ich bin der Meinung,der Bursche macht das extra, weil er darauf spekuliert,dass eine Taube in Panik irgendwo gegenknallt und er sie dann einfach aufsammeln kann. Greifvögel sind schon nicht dumm. War wie immer, wenn sie die ersten Male fast geschlossen am Himmel unterwegs sind, ein beeindruckender Anblick. Macht schon ordentlich was her, so eine große Horde Jungtauben, obwohl das mit dem Schwarmfliegen natürlich noch nicht klappt und die Kinder mehr kreuz und quer schießen als in Formation zu fliegen. Aber erste Ansätze sind erkennbar.
Ich habe es bislang in 2017 und 2018 so gehandhabt,dass der komplette Juli "Spielzeit" war, d.h. die Tauben durften täglich ohne Zwang mehrere Stunden tun und lassen, was sie wollten. Dieses Jahr scheint die Bande aber etwas "rossiger" zu sein, es sind doch schon jeden Tag mehrere Tauben in der Luft. Das mag einerseits damit zusammenhängen,das der Altersschnitt dieses Jahr der höchste der letzten 3 Jahre ist. Andererseits füttere ich nicht ganz so schwer wie die letzten Jahre, da ich ausprobieren möchte, ob dies vielleicht Einfluss auf die JTK hat. Derzeit füttere ich 7 Teile schweres Futter, 2 Teile Diät und Ruhe und 1 Teil Hanf. Und wenn sie sich weiter so griffig zeigen werde ich wohl schon um den 20.07. herum mit dem Fahnentraining anfangen. Da ich die Jungen immer nur Nachmittags rauslassen kann und sie damit kaum mal ziehen muss man sie anderweitig in die Luft bekommen damit sie Muskulatur und Kondition aufbauen.
Thema Jungtierkrankheit: es sitzen zwar immer mal wieder die üblichen Verdächtigen krumm rum aber die derzeitigen Temperaturen scheinen dem Ausbruch der JTK nicht förderlich zu sein. Soll mir nur Recht sein wobei es natürlich besser wäre,wenn der Mist jetzt kommt, damit man zur Reise  hin damit durch ist. Dafür habe ich aber bei einigen Tauben festgestellt,dass sie wohl Probleme mit den Luftwegen haben. Dreckige Nasenwarzen, Niesen,abstehende Ohrfedern,der ganze Mist halt. Auch diese (wenigen) Kandidaten werde ich im Auge behalten.Vielleicht sind es ja doch nur die üblichen Kinderkrankheiten. Wenn es welche von "meinen" sind, die diese Anzeichen länger als 3 Tage zeigen, gehen sie vom Schlag, alle Anderen bekommen eine Pille. Insgesamt sehen die Tauben aber sehr gut aus.
Beim Pockenimpfen habe ich auch das erste Mal grob durchgezählt,das geht ja ganz gut,wenn man Korb für Korb impft und im Korb immer 16 Tauben sind. Wenn ich mich nicht verzählt habe sind 8 Tauben nicht mehr im Schlag, 2 davon habe ich selbst entnommen da sie meine eigenen waren und nicht so aussahen wie ich das von einer Taube erwarte, 1 wurde ja am Gartenzaun vom Greifvogel gefressen (ich berichtete) und 1 von den Braunfahlen ist auch nicht mehr da. Bleiben 4, die irgendwie während der bisherigen Freiflugphase "verschütt" gegangen sind. Vermutlich vom Greifvogel verjagt oder übermütig zu weit weggeflogen. Oder aber (wir erinnern uns an den 1117,der mit geprellten Beinen im Katzenkorb sitzt) gegen die Leitungen an der Bahn geknallt. Oder aber ich habe mich ganz banal doch verzählt.....die meisten Verluste entstehen ja immer vom Anliefern bis zur ersten Schlagkontrolle. Da sind die Jungen noch klein und paddelig, werden leicht vom Raubvogel erbeutet oder verscheucht oder in die Drähte getrieben. Zudem ist dies die Zeit wo meist die JTK kommt,die ja auch jedes Jahr einige Opfer fordert. Und schlussendlich sortieren sich in dieser ersten Zeit auch die aus, die nicht dafür geboren wurden, in einem OLR-Schlag zu wohnen,die nicht richtig mit den Anderen mithalten können, sich nicht vernünftig entwickeln usw. Ich rechne bis zur ersten Kontrolle um den 01.08. herum immer so mit 10-15 % Verlust von der Gesamtmasse,das wären gerechnet auf den Bestand etwa 30-35 Tauben. Das klingt erstmal viel, ist aber eine ganz normale Quote hier. Es ist nun mal ein Freiluftsport und wir züchten nun mal schreckhafte Beutetiere. Da bleiben Verluste nicht aus obwohl man bemüht ist, JEDE Taube zu den Flügen zu bekommen. Leider haben wir hier eben viel mehr Raubvögel als z.B. auf Usedom und wirksame Mittel zur Abwehr dieser Räuber kann ich hier nicht einsetzen, zu öffentlich ist mein Grundstück einsehbar. Bevor ich mich da in Teufels Küche bringe muss ich halt zähneknirschend meinen Blutzoll an die Greifer entrichten. Solange ich aber mehr Angriffe verhindern als nicht verhindern kann bin ich noch zufrieden. Es bindet einen halt nur mehrere Stunden am Tag wenn man den ganzen Freiflug über aufpassen muss, ob er nicht ums Eck schießt. Wenn ich mir aber andere Gegenden angucke, z.B. gar nicht weit weg in Salzwedel,wo meinem Kumpel Mirko jedes Jahr über 50% der Jungen vom Wanderfalken geschlagen oder vergrault werden bin ich hier sogar noch "gut" bedient mit meinem Habicht,meinem Sperberweibchen und den anderen Tafelgästen wie Wanderfalke, Uhu und Seeadler. Ja,auch der hat schon Angriffe geflogen, selten zwar, aber es kommt vor.

08.07.2019: So, gestern wurden die Kinderchen nun gegen Pocken geimpft. Bei der Horde sind dann schnell mal 4 Stunden rum. Ich hoffe, dass hat alles gut geklappt und ich habe dieses Jahr vor Pocken meine Ruhe. Habichtbesuch hatten wir am Wochenende nicht, zumindest soweit ich das mitbekommen habe, und der 1117 bei mir im Katzenkorb kann auch schon wieder eine Zeitlang auf beiden Beinen stehen. Der bleibt jetzt noch bis zum nächsten Wochenende in der Box und kann dann wieder in den Jungschlag.
Gestern Abend habe ich noch die Ausflüge umgebaut,das mit den Fanggabeln hat einfach nicht funktioniert,die Tauben schieben die immer beiseite und lungern dann auf dem Schlag rum.Nun ist links wieder ein Sputnik und rechts das große Anflugbrett,welches vorher links war. Das kleine Anflugbrett habe ich abgenommen. Der Sputnik hat auch den Vorteil,dass abends spät nachkommende Tauben zumindest dort rein können und nicht auf dem Schlagdach sitzen müssen.
Der 500er am Wochenende verlief aufgrund des starken seitlichen Kopfwindes sehr anspruchsvoll. Letztlich gab es aber am Abend beim Auswerten wenig Tauben,die noch unterwegs waren und der Konkurs war mit 1 Stunde auch nicht überlang. Zu diesem Zeitpunkt der Saison sind eben meist nur noch eingeflogene, erfahrene Tauben in der Kabine,da sind krumme Flüge selten wenn man nicht gerade wie letztes Jahr beim Wels-Flug mitten in eine breite Gewitterfront auflässt. Auch am Wochenende wurden wieder von Teilnehmern am Derby tolle Erfolge erzielt, beispielhaft hier nur der Sportfreund Maik Miesner (Team Teufelsmoor), der mit einem Halbbruder von 2 Derby-Tauben den 1. Konkurs in der RV Bremen Nordost auf einem schweren 500er fliegt. Auch die Erfolgsgeschichte der SG Kanitz geht unvermindert weiter mit 26/17 auf dem 500er bei Kopfwind. Diesen und allen anderen Sportfreunden einen herzlichen Glückwunsch und auch weiterhin allzeit GUT FLUG!

05.07.2019: heute Morgen um 04:30 Uhr machte ich mich auf zu Stefan Wutzmann nach Sickte um die Tauben der SG Bernius und der SG Bohn&Amadieu abzuholen. Manche Leute nutzen ihren Urlaub um mal auszuschlafen, habe ich gehört...........heute Abend ist dann Einsetzen zum 500er am Sonntag. Ich bin gespannt ,ob die RV noch 150 Tauben für eine eigene Liste zusammenbekommt. Wird auf jeden Fall sehr knapp. Aber schauen wir mal. Tja, und davor fahre ich noch mit meinem Sohn eine Wohnung angucken. Die Zeit rückt näher, wo die Kinder aus dem Haus gehen. Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl. Aber auch schön. Ich freue mich auf die Ruhe im Haus.
Einige Wurst-Teams haben es leider nicht geschafft, trotz verlängerter Anlieferungszeit, ihre Tauben zu bringen. Ich weiß noch nicht ,was ich mit den Burschen mache. Ich könnte jetzt sagen "April, April, alle eure Ansprüche gehen flöten" und so hatte ich es ja auch unter Aktuelles eingestellt,aber bin ich wirklich so böse? Ich denke,es wird drauf hinauslaufen,dass ich ihnen ein paar von meinen Tauben zuordne,damit sie wenigstens als Team noch am Derby teilnehmen können. Im nächsten Jahr wird es dann aber keine Würste mehr geben. Wenn man sich bei einem Derby anmeldet,dann sollte man die Ausschreibung auch einhalten. Aber wenn ich von dem einen höre,dass die Ausschreibung nicht mal gelesen wurde, die Tauben nicht geimpft sind und man sich auch nicht wirklich um die Einhaltung der Spielregeln gekümmert hat, tja,ich weiß nicht....warum meldet man sich dann überhaupt erst an? Das ist kein guter Stil und dann ist es mir auch ziemlich egal,was für Namen dahinter stehen, so etwas muss ich hier nicht haben wenn ich mich schon quasi "ehrenamtlich" bereiterkläre,so ein Derby durchzuziehen ohne irgendeine Wertabschöpfung für mich. Dann erwarte ich auch von denen,die sich anmelden,dass sie ebenso ihren Teil dazu beisteuern,damit das hier eine runde Sache wird. Das ist doch nicht zu viel verlangt,oder? Ihr könnt mir eure Meinung dazu gerne mal ins Gästebuch oder per Mail schreiben. Ich bin jedenfalls,auch im Hinblick darauf,dass schon letztes Jahr Schwierigkeiten bestanden, ziemlich enttäuscht von den Leuten,die hinter den Wurst-Teams stehen.Ganz explizit ausgenommen ist davon nur ein Sportfreund. Aber vielleicht ist mein Derby ja auch nicht groß und wichtig genug,dass man da mal Einsatz zeigen könnte. Vielleicht ist es für diese Gewichtsklasse an Sportfreunden doch besser sich in Südafrika oder in Portugal zu tummeln. Da sind sie dann "unter Gleichgesinnten" und bei mir sind dann Leute, die mein kleines Derby auch wirklich wertzuschätzen wissen und auch akzeptieren,dass man sich auch bei kleinen Derbys an die Regeln halten muss.........Update 16 Uhr: nach langem Abwägen habe ich jetzt für jedes Team,dass noch keine Tauben an den Start gebracht hat, je 2 der Reservetauben aktiviert. So haben sie einerseits eine Sanktion für das Nichtanliefern der Tauben weil sie jetzt nur noch 2 statt 3 Tauben im Rennen haben,können aber trotzdem noch am Derby teilnehmen. Ich weiß, einigen Sportfreunden wird das als Sanktion nicht weit genug gehen,aber entgegen der Meinung einiger Züchter bin ich in der Realität eben doch kein komplettes Arschloch.........

03.07.2019: Die Wunder hören nimmer auf, heute sind dieTauben von 2 Wurst-Teams eingetroffen. Zwar ohne Abstammungen, ohne Eigentumsnachweise und ohne Impfliste aber das kann man ja alles super mit der Post schicken, gelle? Heute sind auch die Tauben von der SG Bernius bei Stefan Wutzmann gelandet und morgen folgen dort die Tauben der SG Bohn&Amadieu. Ein bischen merkwürdig ist das schon, denn der Kurier, der heute hier vor der Tür stand, fuhr im Auftrag von Ilonexs,auch der "Lieferschein" war von Ilonexs. Und dabei hieß es doch, Ilonexs fährt hier nicht an. Alles seltsam. Da hätten diese beiden SG´s ja auch zu mir schicken können und ich hätte mir einfache Tour 130 nach Sickte KM gespart. Aber sei es drum, Hauptsache die Tauben kommen dann auch mal ran,denn am Wochenende impfe ich gegen Pocken.

01.07.2019: Ein Wochenende im Backofen liegt hinter uns. Gestern Nachmittag hatte es am Schlag 39,5 Grad, eine echte Herausforderung für Mensch und Tier. Derzeit saufen die Tauben gut 30 Liter Wasser am Tag weg,ich muss immer 2 Mal mit dem Kanister fahren. Aber jetzt soll es ja wieder deutlich kühler werden. Trotzdem warte ich jetzt täglich auf den Ausbruch der JTK.
Am Sonntag Morgen waren noch die Sportfreunde Christof Bartels, Bernhard Görlich und Mathias Frank am Schlag und haben die Tauben von Bartels, Frank und Wiegand vorbeigebracht. Diese Woche werde ich noch ein Mal zu Stefan Wutzmann nach Sickte fahren denn die SG Bohn/Amadieu schickt dort ihre Tauben hin. Und ich glaube, viel mehr kommt dann auch nicht mehr.....aber lassen wir uns mal überraschen.
Den ersten Patienten für meine Krankenstation gibt es auch denn der Blauscheck 1117 vom Sportfreund Baumann kam gestern Morgen, als ich mit Mathias am Schlag stand, noch vom Vortag angeflogen und konnte sich nicht auf den Beinen halten. Nur noch 1 Feder im Schwanz, den Arsch aufgerissen und beide Beine zumindest geprellt,einen Bruch habe ich nicht erfühlen können. Ich schätze mal auf der Flucht vor dem Habicht gegen die Drähte an der Bahn geknallt. Der sitzt jetzt bei mir zu Hause in der Katzenbox und soll sich erholen. Gestern Abend stand er zumindest kurzzeitig schon auf einem Bein, gefressen und getrunken hat er auch. Tauben haben ja enorme Selbstheilungskräfte, der wird hoffentlich wieder.
Auch am vergangenen Wochenende haben Teilnehmer des Derbys wieder hervorragend geflogen, z.B. Manfred Meyerholz mit 20/14. Auch dem 187 geht es nach der OP gut,das freut mich. Und ganz besonders gefreut habe ich mich für Vater und Sohn Stumme,die in der RV Hameln den 1.+2.Konkurs fliegen. Das ist nach ihrem Wechsel nach Hameln bei ihrer Lage wirklich nicht leicht. Umso schöner ist so ein Erfolg. Gratulation an alle, die am Wochenende gut geflogen haben und weiter so!

28.06.2019: Gestern waren die Kinderchen wieder draußen. Bei erträglichen Temperaturen und frischem Wind sind die Ersten schon größere Runden um den Schlag geflogen. Passt mir derzeit eigentlich noch nicht wirklich,die könnten auch gern noch 1-2 Wochen Fußgänger bleiben bis sie sich vollständig auf den Schlag eingenordet haben. Dann war auch noch mein Kumpel von über der Bahn da um sich die Bande und meine hilflosen "Ausflugbauversuche" anzugucken und zu feixen (er als Handwerker hat gut reden,ich als "Beamtenarsch" bin schon froh,dass der Ausflug jetzt ausbruchsicher ist*lach*). Am Wochenende sind wieder 34-39 Grad angekündigt und in der RV/im Regio steht der nächste 400er auf dem Plan. Ob das so sinnvoll ist? Man muss ja auch an die Tauben denken,die es eben nicht in der Preiszeit nach Hause schaffen. Geändert wurde bisher nichts also gehe ich derzeit von einem 400er Morgen aus. Ich wünsche  den Flugleitern, aber natürlich in erster Linie den Tauben,dass dort Morgen weise entschieden wird. Noch einen schweren Flug wird die Züchterschaft schwer verknusen können,auch im Hinblick darauf,dass nächstes WE dann der 500er durchgeführt werden soll...........
Gestern Abend rief dann noch mein guter Freund Manfred Meyerholz an und teilte mir einen guten Tipp zur Stabilisierung und Stärkung der Darmflora bei den Jungtauben mit. Die Gesundheit kommt ja bekanntlich aus dem Darm und bei einem OLR muss man halt alles ausprobieren um die Jungen gut durch die ersten kritischen Wochen zu bekommen,wenn das Immunsystem sich an die vielen verschiedenen Milieus anpassen muss. Das ist schon eine Herkulesaufgabe für viele junge Tiere und da kann man sie dann auch ruhig mal unterstützen wenn man die Möglichkeit hat. Ich werde dieses frei verkäufliche Mittel jetzt mal 2x die Woche ausprobieren und, wenn ich positive Wirkungen feststelle, auch hier nennen. Wenn das wirklich so gut ist sollte das kein großes Geheimnis bleiben.
Manfred erzählte mir dann noch,dass sein bislang bester Vogel der 187, welcher nach 7 Flügen derzeit an Platz 1 in der RV Wertung steht, sich beim Freiflug am Haus böse verletzt hat,wahrscheinlich irgendwo gegengeflogen. Er nimmt ihn heute mit zum Taubentierarzt und lässt ihn nähen. Damit ist die Saison,vielleicht auch die ganze Karriere des Vogels, beendet,denn eine so schwere Verletzung der Brustmuskulatur....da bleiben doch Gewebevernarbungen im Muskel zurück und ob dieser Muskel dann noch die Leistung abrufen kann,die man benötigt um von bis zu 600 KM in die Liste zu fliegen? Mehr als fraglich. Auf jeden Fall große Schiete aber immerhin ist der Vogel ja wiedergekommen und liegt nicht tot irgendwo rum. So denke ich denn heute ganz fest an Manfred und seinen 187 und drücke beiden die Daumen dass die OP gut verläuft!!!!

27.06.2019: Das war gestern ein schöner Nachmittag mit Claus Kanitz, Enno Klarmann und seinem Kumpel am Schlag. Nette Sportfreunde, gute Unterhaltungen, alle 3 wollen auch zum Endflug kommen, schöne Tauben haben sie abgeliefert,was will man mehr? Könnte ruhig öfter so sein. Die Tauben waren gestern aufgrund des Besuches nicht draußen,denn die neuen Tauben sollen ja nicht gleich ab der 1. Minute draußen sein,die müssen sich ja auch erstmal ein bischen umgucken. Heute gehen die Klappen aber wieder auf. Im Gegensatz zu gestern noch ist die große Hitze heute weg und es ist recht angenehm. Dazu geht noch ein leichter Wind also insgesamt sehr schöne Bedingungen. Ich werde vor dem Freiflug erstmal den Ausflug verkleinern damit die Tauben nicht mehr die Fanggabeln beiseite drücken können. Ist immer was zu tun im Garten und am Schlag, langweilig wird einem da nicht.

26.06.2019: Gestern ist beim Freiflug der Tauben etwas so Ungewöhnliches passiert,dass es Erwähung im Tagebuch finden muss. Es ist nämlich.....NICHTS passiert. Kein Habichtangriff, kein Toben durchs Gebüsch,keine panisch auffliegenden Tauben, nein, es war ein ganz normaler und entspannter "Freigang" inklusive einiger Runden um den Schlag von einigen Tauben. Sie sind auch alle schön reingegangen aber ich musste feststellen,dass ich  die neuen Fanggabeln zu weit auseinander angebracht habe denn die Tauben können sich da wieder durchschieben. Meine handwerklichen Fähigkeiten sind anscheinend immer noch die einer soliden Backsteinmauer und mein Augenmaß hat derzeit Urlaub. Naja,immerhin hat es gereicht,einen Schlag zu bauen,der funktioniert......
Heute kommt mein guter Freund Claus Kanitz und bringt die Tauben für Team Oberharz,Team Anhänger und die Eine,die zu Bernd Brandt geht. Ausserdem kommt noch der Sportfreund Enno Klarmann aus der Nähe von Wilhelmshaven vorbei und bringt seine sowie die Tauben von Uwe Hinrichs mit. Und gestern hat sich auch der Sportfreund Robert Kittel gemeldet,der am Freitag seine Tauben persönlich aus der Dortmunder Ecke hier hochfährt. Ja,diese Sportfreunde setzen sich eben dafür ein,dass sie ihre Derbytauben hierher bekommen, da kommen keine merkwürdigen Ausreden,die machen einfach. Das ist vorbildlich und ausserdem zeigt es,dass ihnen das Derby was wert ist. Solche Leute brauche ich auf dem Derby.

25.06.2019: Ich bin ein echter HELD! Für meine Tauben gehe ich durch.....Brombeerranken und Brennesseln. Gestern konnte ich den ersten Angriff des Habichts noch gut wegklatschen aber das immer wieder niedergehende Turmfalkenpärchen und eine hassende Krähe zeigten mir,dass er immer noch irgendwo jenseits der Bahn sitzen musste. Und tatsächlich kam er einige Minuten später wieder wie ein Pfeil sehr flach angeschossen, links an mir vorbei. Als ich im Vollsprint um den Schlag bog, sah ich nur, wie er eine Taube am Flügel gepackt hatte. Durch meinen folgenden Urschrei irritiert ließ er die Taube los und zog ab. Die Taube trudelte nach unten. Wer schon mal bei mir am Schlag war,weiß, dass schräg dahinter knapp ausserhalb des Zaunes ein großer alter Apfelbaum steht. Unter ihm wuchern fröhlich die Brombeeren und Brennesseln vor sich hin und in dieses verfilzte Dickicht fiel die Taube hinein. Da ich schauen wollte ob sie ok ist und weil ich glaube,dass sie dort nie mehr alleine rausgekommen wäre, bin ich also nur im T-Shirt und Jeans dort hineingekrabbelt und habe die Taube gesucht. Und ich habe die 03585-60 dann auch gefunden. Sie ließ sich ganz widerstandslos aufnehmen. Sie hatte keine Krallenspuren am Körper und so kämpfte ich mich mit der Taube in der Hand wieder zurück zum Zaun. Als ich die Taube dann ausserhalb des Schlages fliegen ließ konnte ich erkennen,das auch der Flügel einwandfrei funktioniert. So hat denn die Taube von der ganzen Aktion nur ein paar ausgerissene Federn im rechten Hinterflügel und einen ordentlichen Schreck davongetragen. Glück gehabt! Dafür sehe ich jetzt aus als hätte ich 3 harte Runden gegen einen Grizzlybären hinter mir. Ich habe mich dann erstmal in den Schatten gesetzt, sanft vor mich hin geblutet und durchgeschnauft.
Aber so ist das hier: keine Taube wird aufgegeben! Leute,die sagen "ach bei 250 Tauben in der Bude ist nunmal Schwund dabei" kann ich nicht verstehen. JEDE Taube ist wichtig genug,alles dafür zu tun,sie zu retten. Ob es nun das Rausziehen aus einem Dornengebüsch ist oder das Aufpäppeln bei einer schweren Verletzung respektive einer Krankheit. Die Tauben sind mir anvertraut worden also habe ich auch eine Verpflichtung den Züchtern und vor Allem den Tauben gegenüber ihnen allen immer vollen Einsatz für ihr Wohl und ihre Unversehrtheit zu geben. Alles Andere wäre heuchlerisch. Vielleicht kommt diese Einstellung noch aus meiner BW-Zeit ,den dort lautete im Einsatz auch die Devise "kein Mann bleibt zurück". Abends nach dem Duschen habe ich mir dann noch 2 Zecken aus dem Leib gezogen, Da sage nochmal einer ich würde mich nicht für meine Kinderchen einsetzen......
Im letzten Jahr bekam ich auf der Jungreise immer mal wieder Besuch von einer Jungtaube eines Züchters unserer RV mit einem Ring aus 2013. Zwei Mal fuhr ich die Taube an den Rand seines Wohnortes, zwei Mal war sie nach dem nächsten Flug wieder bei mir. Und am Sonntag war ich sehr überrascht,denn dieser mittlerweile jährige Vogel saß wieder bei mir im Schlag. Der muss wohl vom 8. Preisflug am Samstag es wieder in den Kopf bekommen haben, mal wieder zu Besuch bei mir vorbeizuschauen. Immerhin hat er ja beim Züchter den Winter überstanden und auch 7 Flüge durchgezogen. Und irgendwann macht es "Klick" und er kehrt wieder bei mir ein. Ich muss sagen,ich habe mich irgendwie darüber gefreut, einen alten Bekannten wiederzusehen.:-) Beim Rauslassen gestern pickte er noch kurz auf dem Rasen rum und nach dem Habichtangriff,als die anderen Tauben wieder landeten, habe ich ihn nicht mehr gesehen, er war auch abends nicht mehr im Schlag. Der Angriff war wohl für ihn die Initialzündung wieder nach Hause zu fliegen, sind ja Luftlinie nur gut 15 Kilometer. Mal gucken,ob er irgendwann wieder einmal zu Besuch vorbeischaut. Ein paar Körner sind für ihn immer drin*lach*.


24.06.2019: Diese Woche rollt nun eine Hitzewelle auf uns zu. Wenn sogar bei uns im Norden die Temperaturen auf über 36 Grad steigen dann ist das schon außergewöhnlich. Im Gegensatz zur Hitze und Trockenheit im letzten Jahr hatten wir aber bislang das Glück,dass doch noch Einiges an Regen heruntergekommen ist, somit ist die Trockenheit nicht so groß wie im letzten Jahr um dieselbe Zeit. Doch die nächsten 2 Wochen sollen ja sehr trocken werden.
Für einen fast voll besetzten Derbyschlag bedeutet diese extreme Hitze nun die erste echte Herausforderung. Frisch abgesetzt, geimpft, der Streß der Reise und der Eingewöhnung in den neuen Schlag....da könnte sich nun hervorragend die JTK anschleichen. Ich werde das jedenfalls sehr genau im Auge behalten. Derzeit öffne ich die Klappen zu den Volieren und Ausflügen immer schon um 05 Uhr und fahre erst sehr spät gegen 22 Uhr nochmal in den Garten zum Zumachen. Und zumachen muss ich über Nacht,das Risiko,dass nachts irgendein Raubzeug in die Volieren krabbelt,ist mir dort im Garten zu groß. Aber so haben sie 17 Stunden Frischluft und Windbewegung im Schlag und nur 7 Stunden die Schotten dicht. Das ist für mich zwar noch ein wenig mehr Aufwand als sonst aber das mache ich in diesem Fall ja sehr gerne. Und bislang gefallen sie mir bis auf einige Wenige die immer mal mückerig rumsitzen auch sehr gut.
Am Mittwoch kommt nun der Sportfreund Enno Klarmann aus der Wilhelmshavener Ecke hier rumgefahren und bringt auch noch die Tauben vom Uwe Hinrichs mit. Diese Woche erwarte ich auch die zweite Rutsche von Claus Kanitz und am Sonntag kommen die Sportfreunde Mathias Frank und Christof Bartels aus Wismar bzw. dem Südharz. Christof bringt auch die Tauben vom Sportfreund Wiegand mit. Soll also keiner behaupten, man würde die Tauben hier nicht rechtzeitig herbekommen. Denn wo ein Wille ist......
Auch am Wochenende wurden durch die Teilnehmer des Heidederbys wieder hervorragende Ergebnisse erflogen. Stefan Wutzmann fliegt in der RV Elm-Asse den 1. Konkurs und bestätigt damit eindrucksvoll den Aufwärtstrend der letzten Wochen. Ebenso den 1. Konkurs fliegt Lutz Thomzyk(Team LuMaBs) in der RV Braunschweig. Manfred Meyerholz fliegt auf dem schweren 400er der RV Twistringen mit Kopfwind hervorragende 21/17 Preise. Die SG Horst und Kay Tamoszus fliegt in der RV Parchim den 1.+2.Konkurs und hervorragende 57/34 Preise. Die SG Stumme in der RV Hameln 50% Preisausbeute auf 400 KM beginnend mit dem 3.+4.Konkurs. All den erfolgreichen Sportfreunden einen herzlichen Glückwunsch und macht weiter so!
Da ich meist nur bei RIRO die Ergebnisse anschaue kann es sein,dass ich mal den Einen oder Anderen vergesse, dessen RV bei einem anderen Verrechner auswertet. Wenn ihr also mal ein tolles Ergebnis einfahrt,schreibt mich einfach an, ich veröffentliche das sehr gerne auf meiner HP. Und jetzt muss ich schnell noch eine Mail an Dirk deBeer schreiben,denn der hatte gestern seinen 70. Geburtstag. Auch Götter werden älter.:-)

23.06.2019: Gestern hatten wir nun das erste Raubvogelopfer des Jahres zu beklagen, wie fast immer eine derjenigen Tauben,die beim Reinrufen noch draußen sitzengeblieben sind und dann unbeaufsichtigt im Garten waren. Als ich gegen 21 Uhr zum Klappenzumachen fuhr sah ich schon die Bescherung,eine große Rupfstelle am Zaun zur Straße hin. Ja,das passiert halt, wenn man nicht hören kann. Das kann man kaum verhindern. Heute kommt noch der Sportfreund Lefers und bringt seine Tauben vorbei. Die weißen Stellen in der Liste füllen sich. Sogar der Organisator der Wurst-Teams hat sich gemeldet. Der arme Kerl hat es aber auch nicht leicht mit den ganzen Spezialisten in seinem Club. Der tut mir fast leid,dass er immer meinen Unmut über die Starallüren seiner Leute abbekommt. Er kann ja nichts dafür. Aber trotzdem gilt: wer auch die VERLÄNGERUNG der Anlieferzeit nicht einhält,verliert den Anspruch ersatzlos. Vielleicht,wenn ich ganz ganz nett bin, gebe ich denen,die es von den Würsten nicht schaffen,bis zum 05.07. ihre Tauben hierherzubekommen,jeweils 2 von meinen eigenen Ersatztauben,damit sie doch teilnehmen können. Aber ganz ehrlich: alle anderen Züchter bekommen es ja auch rechtzeitig hin,teilweise kommen sie sogar aus Trier persönlich zum Schlag gefahren. Da erkennt man,dass sie das Derby ernst nehmen und sich auch drum kümmern,dass alles gut läuft. Und dann kann mir keiner sagen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist,einen Korb mit Tauben aus dem Ruhrpott hier hoch zu bekommen geschweige denn die Tauben bis dahin geimpft zu haben. Es ist ja nicht so,dass die Leute erst seit gestern wissen wann geliefert werden muss...............

21.06.2019: So, heute also der große Tag. Schulabschlußfeier meiner Tochter.Seit dem frühen Morgen herrscht hier der absolute emotionale Ausnahmezustand. Ich habe mich dann gleich mal verpieselt und bin in den Garten gefahren um die Klappen aufzumachen. Was bin ich froh,wenn der Vormittag um ist und wir schick essen gehen können.......
Heute wird zum zweiten 400er eingesetzt,das läuft dann mal ohne mich ab. Und gestern war mein guter Freund Claus Kanitz im Garten und hat seine Derbytauben gebracht. Die Tauben für die Teams Anhänger und Oberharz sowie die eine Taube,die noch zu Bernd Brandt geht, folgen dann nächste Woche. Gestern war auch der Sportfreund Niehaus hier und hat seine Tauben bei meiner Frau abgegeben.So langsam füllen sich die leeren Stellen in der Teilnehmerliste. Mal gucken ob und wann sich die "Würste" melden. Bis zum 05.07. haben sie ja noch Zeit zum Liefern,danach "rappeln sie in der Kiste". Gibt halt keinen Promibonus hier..........

20.06.2019: Sehr schön, sehr schön. Über den Tag gestern haben sich doch fast alle fehlenden Tauben rangepaddelt,sogar die beiden Weißbunten waren Abends wieder sicher im Schlag. Ist bei so einem Farbschlag ja nicht selbstverständlich,dass sie mehr als 24 Stunden unbeschadet draußen rumfleuchen können. Aber die hatten sich wohl irgendwo untergezogen wo sie für unsere krallenbewehrten "Freunde" nicht zu sehen waren. Als ich dann gegen 21:15 Uhr nochmal zum Klappen zumachen in den Garten fuhr konnte ich auch noch den Dunkelschimmel Nr. 80 von Günter Meinecke reinlassen. Eine Hellgehämmerte,die auf dem Schlag saß,war allerdings zu nervös, sie strich wieder ab und setzte sich in einen Baum an der Umgehungsstraße. Auch heute Morgen saß sie noch nicht am Schlag. Ich habe den Ausflug wieder geöffnet damit sie reingehen kann,falls sie doch noch zum Schlag fliegen sollte.
Gestern habe ich wieder ein kleines Video zum aktuellen Belegungsstand bei Youtube veröffentlicht.Immer offen,immer transparent,so habe ich es mir ja auf die Fahnen geschrieben.Wenn ich mir den Informationsfluß bei anderen Derbys angucke....aber da wird es wohl nichts Spannendes und Erwähnenswertes geben bis die Wettflüge losgehen......
Heute kommen dann die Tauben von Gerd-Holger Niehaus und der erste Schwung von der SG Kanitz und bis auf die Wurst-Teams, bei denen immer noch das Schweigen im Walde herrscht, hat sich jetzt auch jeder Teilnehmer,der noch liefern muss, gemeldet. Auch von hier aus nochmal einen ganz herzlichen Glückwunsch an Daniel Wiegand zur Geburt seines zweiten Kindes!!!:-)

19.06.2019: Gestern habe ich die Jungen das erste Mal rausgelassen,denn für heute sind ab dem Nachmittag starke Winde und Gewitterschauer angesagt. Ich streute wieder Futter auf den Rasen und stellte auch eine Tränke raus. Danach wurden die Volieren,die Türen und die Ausflüge geöffnet und die Tauben konnten ohne Zwang aus dem Schlag gehen. Nach anfänglicher Vorsicht krabbelten bald gut 150 Junge auf dem Rasen rum und pickten fleißig nach den verstreuten Körnern. Doch wie sollte es anders sein, auf einmal ertönte irgendwoher ein Knall,die Tauben erschraken sich, die Hälfte flog durch die Türen in den Schlag und die andere Hälfte flatterte wild umher. Das wäre natürlich besser bei den ersten Malen Freigang zu vermeiden gewesen. Ich habe dann noch gewartet, bis der Sportfreund Kay Tamoszus aus Parchim seine Jungen angeliefert hat,dann habe ich bis auf die Ausflüge alle Luken geschlossen und bin heimgefahren. Man regt sich eh nur unnütz auf wenn die Tauben überall in den Bäumen sitzen oder ab und zu mal über den Garten schießen um dann wieder zu verschwinden. Erschwerend kommt hinzu,dass es dieses Jahr doch leider viele Tauben sind,die schon deutlich älter als die gewünschten 30 Tage angeliefert wurden,die können natürlich schon ganz anders fliegen. Die Erfahrung zeigt aber,dass sich so peu a peu die Tauben bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder ranpaddeln. Gegen 21 Uhr fuhr ich dann wieder in den Garten,ließ noch 6 Tauben,die auf dem Dach saßen und die Ausflüge nicht gefunden hatten, durch die geöffnete Tür rein und machte dann eine kleine Bestandsaufnahme. Grob geschätzt fehlten gestern Abend so 10-12 Tauben,darunter zwei Weißbunte. Bei gut 80 Tauben die durchgestartet waren,eigentlich keine schlechte Quote. Trotzdem natürlich ärgerlich. Heute Morgen um 05:30 Uhr habe ich dann die Ausflüge gleich wieder auf Fang gestellt, damit eventuelle Nachzügler, welche den Tag über kommen,einspringen können. Als Lockmittel liegt auf jedem Ausflug eine kleine Handvoll Futter, so finden sie das "Loch" dann auch leichter. Alles in Allem hätte der erste Freiflug also besser laufen können  aber mit solchen Sachen muss man dann halt leben. Und von einer Taube,die sich seit 3 Wochen in der Voliere die Umgebung angucken kann, kann man ,denke ich, auch erwarten,dass sie wieder zurück in den Schlag findet.
Wenn die angesagten gewittrigen Schauer heute eintreffen sollten gibt es keinen Freiflug und Morgen kommen die Tauben vom Sportfreund Gerd-Holger Niehaus und die erste Runde vom Claus Kanitz,da werden sie sicherlich auch nicht rauskommen. Am Freitag hat meine Tochter ihre Schulabschlußfeier (ich bin ein ALTER Mann!) mit anschließendem Familienessen. Da das Einsetzen schon um 16 Uhr startet wird das mal ohne meine Bratwurstkünste auskommen müssen. Dafür kann ich dann direkt vom Chinesen in den Garten rollen und die Tauben rauslassen. Und dann mal gucken, ob es nicht wieder irgendwo knallt..........

18.06.2019: Gestern Abend hatte ich mal wieder 2 sehr angenehme Telefonate mit den Sportfreunden Uwe Hinrichs und Claus Kanitz. Uwe fliegt in seiner RV am Wochenende mal wieder den 1. Konkurs (kommt bei ihm öfter vor) und die Erfolgsgeschichte der SG Kanitz in der RV Südholstein geht auch auf dem 7. Flug  mit 33/25 und viel Spitze weiter. Es freut mich immer sehr wenn gute Ergebnisse auch Leute treffen,die ich persönlich sehr symphatisch finde. Ohnehin haben auch an diesem Wochenende wieder Teilnehmer des Heidederbys sehr gut geflogen, so unter Anderem Maik Miesner mit dem 1. Konkurs in der RV Bremen Nordost, Tobias Alpers mit dem 2. Konkurs in derselben RV und die SG Völkel/Lehmann (Team Gero) mit dem 1. Konkurs in der RV Schönebeck. Auch viele andere Teilnehmer haben sehr gute Prozentergebnisse und Spitzenpreise erzielt. Das freut mich einerseits sehr für die Züchter, andererseits gibt es mir die Hoffnung, dass die Taubenqualität im Durchschnitt wieder sehr gut ist wenn viele gute bis sehr gute RV Schläge am Derby teilnehmen. Doch das Schöne an einem Derby ist ja,dass dort alle Tauben aller Züchter völlig gleichberechtigt sind. Dort gibt es dieselbe Versorgung,dieselbe "Lage" usw. Wer bei einem Derby nach As-Tauben am Ende die Nase vorne haben will,der muss schon mehrfach in die Spitze fliegen und das kann dann auch nur eine Taube,die wirklich was auf dem Kasten hat. Von daher sind die As-Tauben bei einem OLR schon welche,die eine erste starke Aussage über ihre Qualität getroffen haben. Ich bin wirklich mal gespannt,wie die Kinder sich dieses Jahr in der Gesamtsumme zeigen werden.

17.06.2019: So, dann fehlen ja nur noch so ca. 50 Tauben um die Hütte voll zu haben. Bis auf eine SG und (natürlich) meine Freundchen der Wurst-Teams haben sich auch schon alle Sportfreunde gemeldet wann sie ihre Tauben schicken oder bringen wollen.
Heute hat übrigens Manfred Meyerholz Geburtstag, von hier aus ein kräftiges  HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH DU ALTER SACK!!! :-)
Der 300er in der RV lief gestern ganz normal und ohne Probleme ab. Das war nach den letzten beiden doch schwereren Flugverläufen auch mal ganz wichtig für die Züchter. Ganz besonders hat es mich für meinen Kumpel über der Bahn gefreut,denn der hat sich nun nach dem 7. Flug mit seinen SG Partner erstmal an die Spitze der RV Meisterschaft setzen können. Von den 4 Vögeln in der RV die noch "voll" sind hat er alleine 3 und unter den 14 Besten RV Vögeln insgesamt 6. Toll! Ja,mit Vögeln kann er umgehen,da hat er ein Händchen für,nur die Weiber liegen ihm nicht so......;-)
Übermorgen werden das erste Mal die Klappen und die Türen aufgehen und die Kinderchen dürfen erstmals nach draußen. Natürlich werden sie derzeit noch so schwer gefüttert,dass sie eher Fußgänger als Tauben sind aber das ist auch so beabsichtigt. Die Volieren helfen zwar,sich einzugewöhnen und die Peilung auf den Schlag zu bekommen aber draußen sein ist dann ja doch immer noch was Anderes. Daumen drücken,dass nicht schon in den ersten Tagen der Geier dazwischen haut. Bislang gefallen mir die angelieferten Tauben in der Summe recht gut auch wenn natürlich immer mal die Eine oder Andere dabei ist, welche die Nackentropfen nur schlecht verträgt oder mal mit dunkler Nase dasitzt. Aber das sind die üblichen Kinderkrankheiten,da müssen sie alleine durch. Bezüglich der JTK mache ich mir keinerlei Illusionen,die wird auch dieses Jahr wie jedes Jahr kommen. Ich schätze mal wieder so um Anfang Juli rum,wenn alle im Schlag sind. Man kann dann immer nur hoffen,dass es dieses Jahr ein Erregerstamm ist,der nicht so aggressiv ist. Manche OLR behaupten ja von sich noch nie etwas mit der JTK zu tun gehabt zu haben. Aber da werden die Tauben ja auch alle 2 Wochen mit wasweißichwas gespritzt. Ob das jetzt so gut ist im Hinblick auf die spätere Vitalität und Vererbungskraft der als Zuchttauben eingesetzten Tiere weiß ich nicht zu beurteilen. Ich persönlich setze gerne so wenig Chemie ein wie möglich. Aber das muss ja nicht richtig sein. Ich nehme mir für mich nicht heraus,dass ich alles,was ich hier tue, zu 100% richtig mache. Ich kann hier immer nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln und hoffen,dass ich dabei nicht ganz so tief ins Klo greife. Aber auch diese Klippe der JTK werden wir in diesem Jahr wieder umschiffen.


15.06.2019: Unser Flug wurde wie fast überall im Norden auf Sonntag verlegt. Und das ist auch vollkommen richtig so,denn heute Morgen um 06 Uhr ging hier die Welt unter. Rasendes Gewitter, Starkregen,vollgelaufene Keller, Hagel in Tischtennisballgröße,ausgeschwemmte Felder,die ganze Chose. Und jetzt ist es gleich wieder so drückend schwülwarm und sehr dunstig. Kein Wetter zum Fliegen. Heute Morgen waren schon das Team Gero und der Sportfreund Hans-Hermann Schmidt im Garten um ihre Tauben abzuliefern und heute Nachmittag kommen die SG Stumme und der Sportfreund Ohlmer vorbei. Im Anschluß ist dann Einsetzen mit Grillen und Getränkeausschank. Und so wird einem nie langweilig:-)

14.06.2019: Ich bin doch wirklich ein dummer Mensch. Riskiere Leib, Leben und Gesundheit für irgendwelche blöden Flatterbiester. Gestern bin ich,nachdem ich die per Kurier angelieferten Tauben versorgt hatte, noch die bummeligen 140 Kilometer zum Sportfreund Wutzmann nach Sickte bei Braunschweig gefahren um die dort angelieferen Tauben vom Sportfreund Röhlig abzuholen. Nicht nur,dass auf der B 4 im Feierabendverkehr anscheinend nur todeswillige Vollidioten unterwegs zu sein scheinen, nein, als ich in Sickte gerade wieder vom Hof fuhr, da kam auf einmal eine Gewitterzelle mit Starkregen und Hagel runter,dass ich dachte "ok, gleich machts "knack" und dann sind deine Scheiben durch." So große Hagelkörner habe ich lange nicht mehr gesehen und der Regen/Hagel war so stark,dass ich bei höchster Stufe der Scheibenwischer die vordere Motorhaube nicht gesehen habe. Krass! Ich schlich dann Richtung A39 und schon 2 Kilometer weiter......alles knochentrocken.
Da musste ich unwillkürlich daran denken,was wohl passiert,wenn unsere Tauben unterwegs in so eine kleine,nicht vorhersehbare, aber sehr starke Gewitterzelle fliegen. Wenn sie schlau sind fliegen sie ja drumrum,aber diese Extremwetterlagen entwickeln sich ja manchmal sehr spontan und wenn so eine Zelle einen Taubenschwarm erwischt dann gute Nacht, Marie! Da geht keine Taube durch, die werden quasi aus der Luft geschlagen. Und diejenigen, die noch flugfähig sind (was ich bei dem Hagel allerdings bezweifle) sind dann komplett durchnässt und brauchen Stunden um wieder flugfähig zu sein. In dieser Zeit könne sie sogar von Bussard und Rotmilan einfach so aufgesammelt werden. So ähnlich muss es letztes Jahr beim Wels-Flug ausgesehen haben nur das da die Front sehr breit war. Und der Züchter sitzt zu Hause und denkt sich: "warum kommen die Tauben denn nicht, ist doch bestes Wetter....."
Na jedenfalls bin ich gut heimgekommen, alle gelieferten und abgeholten Tauben sitzen wohlbehalten im Schlag und das ist ja das Wichtigste. Ich war dann aber auch froh,dass ich nach dem Eintragen der aktuellen Bestandsliste gegen 22 Uhr dann Duschen gehen und Feierabend machen konnte. Uff!

13.06.2019: So, dann haben wir also gestern mal wieder Besuch vom Heinz Trute und Ullrich Baumann gehabt. Ist immer lustig und locker mit meinen Harzern am Schlag auch wenn wir wegen eines  Gewitterschauers in den Schlag flüchten mussten. Ordentliche Tauben haben sie gebracht. Später war dann noch der durch das Derby zum Taubensport gekommene Sportfreund Stefan Placzek am Schlag und hat 4 Junge aus seinen neu angeschafften Zuchttauben vorbeigebracht,die "AK" am Derby teilnehmen sollen um mal zu sehen,was sie so können und ob sie am Ende noch da sind. Er ist zwar blutiger Anfänger,aber die Tauben,die er da bei sich verpaart hat, haben durch die Bank sehr schöne Junge gezogen, die haben mir wirklich gut gefallen. Vielleicht kann ich ihn ja dazu bewegen,diese Tauben zur Aktivierung freizugeben wie die Anderen die ich "nebenbei" noch im Schlag laufen habe.
Heute ist dann Großkampftag für Anlieferungen, ich erwarte so zwischen 35-40 Tauben per Kurier, genau weiß ich es gar nicht mehr. Wir werden sehen,wie voll das Wohnzimmer heute Nachmittag ist,wenn ich von der Arbeit komme. Wenn ich die alle "verarztet" habe werde ich wahrscheinlich noch zum Sportfreund Wutzmann nach Sickte fahren müssen um dort die Tauben vom Sportfreund Röhlig abzuholen,der irgendwie die große Liefertour bei der Anmeldung dazu verpasst hatte und jetzt seine Tauben mit einem anderen Kurier zum Stefan schickt. Also schätze ich mal,dass ich heute bis ca.22 Uhr in Sachen Tauben unterwegs sein werde. Aber ich wollte das ja so......
Meine Tierärztin hat gestern bei mir auf der Arbeit angerufen und mir mitgeteilt,dass sie derzeit Probleme hat an den Pockenimpfstoff ranzukommen. Aber noch haben wir gut 3 Wochen Zeit,die Impfung wollte ich in der ersten Juli-Woche vornehmen. Mal gucken,ob das klappt.

12.06.2019: Diese Zeit des Jahres mag ich am Liebsten. Abends geht man in den Garten und es ist so eine ganz besondere Stimmung. Irgendwie sind alle Zivilisationsgeräusche gedämpft, ein ganz tolles Licht herrscht dort so eine Stunde vor dem Sonnenuntergang,wenn das Licht der Sonne schräg durch die Blätter fällt und die Staubteilchen in den Lichtbalken tanzen. Dann setzt man sich dort auf die Bank, beobachtet die Tauben in den Volieren,sieht die Dohlen über sich zum Silo fliegen, sieht Rotkehlchen,Gartenrotschwanz,Dompfaff und diverse Meisen-und Drosselarten nach Nahrung suchen, hört die Spatzen im Gebüsch zetern und ab und an das Huschen einer Maus in der Laubschicht.Überall knistert,knackt und raschelt Leben. Wenn die Sonne dann weiter sinkt und die Nachtigall im Apfelbaum ihre Abendarie schmettert,dann fühlt man sich dem Pulsschlag des Universums doch schon ziemlich nah. Wir sind jeden einzelnen Tag von so viel Schönheit umgeben. Wir müssen nur wieder lernen, öfter einmal genauer hinzugucken...........
Heute kommen dann die Harzer Tauben als persönliche Anlieferung worauf ich mich schon sehr freue. Begegnungen mit Heinz Trute sind immer so ein Highlight des Jahres:-). Und wenn ich richtig gezählt habe kommen dann am Donnerstag ungefähr 35 Tauben per Kurier an. Am Wochenende wird wieder persönlich geliefert. Das werden einige emsige, emsige Tage werden. Aber ich freue mich schon auf die neuen Kinder.Mal gucken,was da so alles kommt.......

11.06.2019: Hui,das war mal eine Tour gestern beim Pfingstreiseverkehr über Bassum nach Leybuchtpolder und zurück über Bassum (weil ich dort meine Telefonringe vergessen hatte,was im Übrigen beweist,dass ich langsam dement werde!) nach Hause. 753 Kilometer auf der Uhr, puh! Aber schön war´s und gelohnt hat es sich allemal die Züchter wiederzusehen,die ich sehr sehr schätze und auch nach Kassel mal wieder den Sportfreund Meyeraan nebst Frau zu treffen. Der Sportfreund Meyeraan nötigt einem sowieso Respekt ab,denn der arbeitet in Kiel und kommt nur alle 2 Wochen am Wochenende nach Hause. Er reist mit seinem Sohn in einer SG aber der wohnt auch nicht am Schlag. So bleibt nur eine ganz einfache Basisversorgung der Tauben übrig,die seine Frau übernimmt. Der Mann kann nicht täglich 2x trainieren,der sieht seine Tauben kaum, kann sie nicht einschätzen, hat keine ausgefeilten Versorgungspläne und nimmt trotzdem mit allen damit verbundenen negativen Konsequenzen an der Reise teil. Da kann man echt nur sagen: Chapeau! Solche Sportfreunde braucht der Sport,keine selbstverliebten Egomanen. Dirk deBeer hat mir dann auch unbeabsichtigt ein sehr großes Kompliment gemacht. Als wir uns unterhielten meinte er,dass die ganze OLR-Beschickerei ihm irgendwie zu doof wird,ständig hat man Termindruck,dann sind die Jungen gerade nicht fertig und und und. Er würde dann ab 2020 nicht mehr an OLR teilnehmen..."bis auf deins,Michael." Wow! Das war natütlich so eine Art Ritterschlag für mich und da bin ich sehr stolz drauf,dass mein Derby es als Einziges wert ist,dass Dirk da noch Tauben hinschickt. Eine schönere Bestätigung für das Konzept und die Arbeit, die ich mir mit dem Derby mache,kann ich mir nicht vorstellen. Man hat ja doch immer wieder Leute,die versuchen, irgendwo das Derby schlechtzumachen. Ich habe auch schon Dinge gehört wie "das machst du doch nur damit man dir auf die Schulter klopft". Aber das kommt dann meist alles von Leuten,die mir ohnehin schon negativ gegenüber eingestellt sind und von daher muss man da nicht allzu viel drauf geben. Trotzdem ist es immer wieder schön,wenn solche hochgeschätzten und respektierten Sportfreunde wie Dirk deBeer Worte der Wertschätzung finden. Das sind alles Bausteine,an denen man sich in schlechten Zeiten hochziehen kann.
Manfred Meyerholz hatte ja auch gelesen,dass es Schwierigkeiten mit der Anlieferung per Kurier gibt und mir gestern einige zusätzliche Tauben mitgegeben,damit diese als Ersatztauben für Sportfreunde eingesetzt werden können,die ihre Tauben nicht hierher bekommen. Dafür gebührt ihm großer Dank!
Als ich aber nach Hause kam, waren schon diverse Anrufe eingegangen,dass ein Transport über die Freifrau von Lützow organisiert wurde und das eine Anlieferung an meine Adresse kein Problem mehr darstellt. Das ist doch sehr erfreulich und so wird diese Woche eine sehr emsige Woche mit vielen Anlieferungen. Morgen Nachmittag kommt ja auch noch mein Freund Heinz Trute mit seiner Entourage und bringt Tauben von mehreren Teams.
So können dann die Tauben von Manfred, die 2 von Peter Fuschera und die,welche ich von Mirko Werner bekomme dann wieder Ersatztauben sein für diejenigen,die in der Eingewöhnungsphase Tauben verlieren. Wie auch im letzten Jahr können dann Züchter je 1 Taube aus diesen kostenfrei nachaktivieren solange der Vorrat reicht. Das hat ja im letzten Jahr mit 1. Konkurs Endflug und 5/5 mit einer nachaktivierten Taube sehr gut funktioniert.

09.06.2019: Leider gibt es wohl derzeit große Probleme für die Leute,die ihre Tauben mit dem Kurier anliefern lassen wollen,da Ilonexs offenbar  diese Postleitzahl hier nicht anfährt. Am 28.05. habe ich noch Tauben über Ilonexs geliefert bekommen,auf einmal soll es nicht mehr möglich sein. Schöne Scheiße! Wenn auch andere Kurierdienste wie Freifrau von Lützow oder der WestairKurier absagen,dann hat sich heute ,als er seine eigenen Tauben anlieferte, der Sportfreund Stefan Wutzmann aus der Nähe von Braunschweig bereiterklärt, Tauben anzunehmen damit ich sie dann bei ihm abholen kann.Von hier aus sind das gut 1,5 Stunden Fahrt für mich einfache Tour,das geht dann noch. Schön wäre es nur wenn die Lieferungen alle auf einen Tag koordiniert werden könnten damit ich dann auch nur 1x die Woche dort hinfahren muss. Besser wäre es allerdings,wenn ihr doch einen Kurierdienst findet,der hier anfährt. Das muss doch möglich sein. Jedenfalls gebührt dem Stefan für seine Bereitschaft Hochachtung und mein vollster Respekt. Danke, Stefan!!!
Sollten es aber tatsächlich einige Leute nicht schaffen,ihre Tauben entweder selbst zu liefern oder zu schicken,dann bin ich etwas in der Zwickmühle. Ich könnte natürlich sagen: "Tja, ich habe euch für das Startgeld die Möglichkeit gegeben, hier Tauben zum Derby zu geben und wenn ihr das nicht hinbekommt,dann habt ihr halt Pech gehabt,da es euer Ding ist,wie ihr die Tauben hierher bekommt. Und da ich so kurzfristig keine Nachrücker finde, behalte ich das Startgeld." Aber ich würde es dann wohl eher so machen,dass ich ihnen ihr Startgeld zurückzahle und dafür das Preisgeld entsprechend kürzen muss.
Ich bekomme ja auch noch einige für mich selbst gezogene Tauben von Mirko Werner zusätzlich zu denen,die ich jetzt schon habe und 2 habe ich auch noch von Peter Fuschera bekommen.Dies sollten  wie letztes Jahr wieder Tauben sein,welche Teilnehmer bei Verlust ihrer eigenen Tiere hätten nachnominieren können. Diese würde ich natürlich auch an Züchter freigeben,die ihre Tauben partout nicht angeliefert bekommen,aber das sind ja auch nicht unendlich viele. Wir werden dennoch  für jeden eine befriedigende Lösung finden. Wo ein Wille ist........

07.06.2019: Der erste 400er im Regio wurde auf Sonntag verschoben. Bei stürmischem Westwind(Kopfwind) am Samstag eine nachvollziehbare Entscheidung. Ich setze zwar selber keine Tauben mehr aber ich muss mich ja um die "Gastronomie" kümmern. Für die RVen, die Morgen vom Westen/Südwesten reisen ist es hingegen wieder ein 2000 Meter pro Minute- Wetter,das werden rasend schnelle Flüge werden. Derzeit gibt es wohl wieder Probleme mit ILonexs, mal fahren sie diese PLZ an, mal kommt die Info,dass sie nicht fahren. Das ist verwirrend. Die schweizer und oberschwäbischen Tauben sitzen nun schon auf glühenden Kohlen, notfalls muss ich dem Sportfreund,der sie schicken wollte halt entgegenfahren und die Tauben auf halber Strecke übergeben. Was macht man nicht alles für gute Freunde?:-)

06.06.2019: Gestern war mit 34 Grad der heißeste Tag des bisherigen Jahres und das Anfang Juni. Ich hoffe mal,das wir nicht wieder so einen Hitzesommer bekommen,denn dann bekommt man die Jungen nur schwer ans Fliegen wenn man sie nur nachmittags rauslassen kann. Zumindest fliegen sie dann nicht so lange und ausdauernd als wenn man sie morgens oder bei kühleren Temperaturen rauslassen kann. Und ohne vernünftiges Training kein vernünftiger Muskelaufbau. Aber gegen das Wetter kann man nun nichts ausrichten und muss es nehmen, wie es kommt. Trotz der Hitze setze ich mich täglich zu den Jungen rein und gebe das Futter nur direkt vor mir,damit sie sich gleich an mich gewöhnen. Ich spreche auch immer mit den Kindern damit sie meine Stimme gleich positiv verknüpfen und mich so besser kennenlernen. Mit derzeit einem Drittel der Derbytauben ist der Schlag absolut unterbesetzt und die Luft ist auch bei den derzeitigen Temperaturen sehr gut. Ich bin auch der Meinung,das Einsprühen des Schlages mit dem Avibac Stabilizer hat eine deutliche Staubreduktion und ein verbessertes Schlagklima bewirkt. Aber da muss man sicherlich längere Zeit betrachten,vor Allem,wenn die Hütte dann voll besetzt ist. Ich werde jedenfalls das ganze Derby über jedes Wochenende den Schlag mit diesen effektiven Mikrobakterien aussprühen. Zusätzlich habe ich mir jetzt bei der Apotheke wieder Anisöl bestellt, das träufele ich ab und an auf die Querbalken und das gibt einen schönen Wohlfühl-Geruch. Für meine Kinderchen eben nur das Beste! :-)
Derzeit überlege ich mir wie es in 2020 weitergeht wenn es sich nicht ergeben sollte,dass ich von hier weggehe. Ich möchte einerseits allen Tauben,die am Ende übrigbleiben,eine Chance geben, ihre Qualität zu zeigen und andererseits wird es nach 3 Jahren mit dem gleichen Ablauf beim Derby sicherlich auch mal Zeit für etwas Neues. Da muss man sich ja frühzeitig mal Gedanken machen denn am Ende des jetzigen Derbys muss ja bis spätestens Kassel die Ausschreibung für das Derby 2020 stehen. Die große Frage ,die sich dann als Erstes stellt lautet ja: will ich überhaupt mit dem Derby weitermachen? Die Antwort lautet: ja, aber anders als bisher. Es ist zwar alles schön und gut ,wie es ist,aber die Fahrerei,das Nicht-am-Schlag-sein bei den Preisflügen und die Raubvogelsituation gerade nach dem Ende der RV Reise sind da schon Pfunde,die ins Kontor schlagen.
Ich habe daher die Überlegung, eine Art "klassisches" Derby anzubieten und die Tauben auf meinen Namen im RV -Jungtierprogramm zu spielen. Näheres findet ihr unter der neuen Rubrik "Planspiel 2020". Ihr könnt mir da gerne mal eure Meinung zu schreiben.

05.06.2019: 84 Tauben sind bereits im Schlag. Eigentlich sollten es schon viel mehr sein doch die Lieferungen per Kurier wurden ja aufgrund des Wetters in Teilen Deutschlands abgesagt. Und das ist auch ganz vernünftig so, bei über 30 Grad muss man die Tauben in kleinen Kartons auch nicht plusminus 24 Stunden durch die Gegend karren. Ein Teilnehmer wollte sogar aus Oberschwaben persönlich nachts hier hochfahren weil er befürchtet,dass die Tauben in der nächsten Woche schon zu alt sind. Aber so einen Leichtsinn lasse ich nicht zu und habe ihm das auch dementsprechend geschrieben. Der fährt hier 8 Stunden hoch, stellt morgens um 03 Uhr die Tauben vor die Tür und dann müde und groggy wieder 8 Stunden zurück? Das ist keine Taube der Welt wert,der Mann riskiert doch Kopf, Kragen und Gesundheit. Wer bei 180 auf der Autobahn in den Sekundenschlaf fällt kann meist später nicht mehr davon erzählen.........nein, nein,lasst das mal. Nächste Woche ist noch genug Zeit zum Anliefern. Und die Tauben kommen sowieso nicht vor dem 18./19.06. raus, bis dahin haben sie genug Zeit sich in den Volieren zu akklimatisieren. Außerdem füttere ich ja extra schwer die ersten Wochen damit sie die ersten Tage nur auf dem Rasen rumlaufen und gar nicht groß fliegen wollen. Das wird schon klappen mit der Eingewöhnung auch älterer Tauben, das hat ja auch die letzten 2 Jahre geklappt. Macht euch da bitte nicht verrückt. Papa macht das schon.;-)

03.06.2019: Das war ein arbeitsreiches Wochenende und es sind viele Tauben gekommen. Der Witwerschlag ist jetzt eine zweite Voliere. Der Flug in der RV war am Wochenende recht zäh aber mit guten Ergebnisse für die Züchter unserer EST. Ich drücke natürlich allen die Daumen das die fehlenden Tauben noch gut nachkommen. Heute kommen noch die Tauben von Ulrich Heibutzki, Tobias Alpers und dem Team Teufelsmoor, für Morgen haben sich sowohl Liefertauben als auch persönliche Ablieferung angekündigt. Der Schlag füllt sich also schon ganz schön.
20 Uhr: Aufgrund der Temperaturen über 30 Grad sind die Lieferungen per Kurier für diese Woche abgesagt worden. Die Züchter,welche sich jetzt Sorgen machen, ihre Jungen würden zu alt werden,kann ich beruhigen. Ich habe schon Tauben eingewöhnt,die 60 Tage alt waren. Das braucht ein bischen Fingerspitzengefühl aber das läuft schon. Also ruhig Blut, wir werden das Kind (wie immer) schon schaukeln......

31.05.2019: Gestern Abend habe ich mich kurzfristig dazu entschieden,den ehemaligen Witwerschlag wieder zu dem umzubauen,was er 2017 mal war: eine Voliere. Nur das Dach werde ich drauf lassen, dann haben sie 2 Volieren, 1 überdachte und 1 offene. So haben die Derbytauben dieses Jahr noch mehr Raum und Luft und das kann ja nicht falsch sein. Heute kommt dann der Sportfreund Andreas Skrzypczak aus dem Ruhrgebiet hierher und bringt mir 18 Tauben für das Derby mit. Da er erst gegen 20-21 Uhr hier ankommt kann ich also doch noch beim Einsetzen unserer EST den Bratwurst- und Getränkeausschank machen,das freut mich. Ein Video werde ich heute wohl nicht drehen, so spät Abends ist das Licht zu schlecht dafür. Gestern saß ich wieder beim Füttern zwischen den Jungen und sie haben ihre Scheu schon gut abgelegt und picken auch zwischen meinen Füßen ihre Körner. Heute Morgen habe ich ihnen erstmals die Klappe zur Voliere geöffnet. Mal schauen, ob sie heute Nachmittag schon drin sitzen.Das Futter ist in den nächsten Tagen immer mit Moorkonzentrat angefeuchtet und mit Mineralith sowie dem Kräutermix von Röhnfried abgebunden. Das tut dem Darm gut.

30.05.2019: Einen frohen Vatertag wünsche ich euch und sauft nicht so viel! :-) Gestern war ich in Wittingen um die letzten organisatorischen Dinge für das Weitstreckenjahr zu besprechen. Ich werde zwar dieses Jahr keine Flüge im WSC beschicken aber ich bin natürlich gern bereit anderweitig meinen Teil zum Verein beizutragen. Heute Vormittag habe ich alle verbliebenen Alttauben bis auf meinen Kumpel 563 an einen befreundeten Züchter in der Nähe von Stendal abgegeben. Vom 563 konnte ich mich nicht trennen. Da bin ich nicht hart genug für..........aber jetzt kann ich mich voll und ganz auf das Derby fokussieren und den ehemaligen Witwerschlag als Lagerraum benutzen. Der 563 kommt in den Derbyschlag und kann da die Kleinen anlernen. Gestern habe ich auch die Derbytauben von Günter Meinecke  mitgenommen. Eine Rote und eine Schimmel sind dabei. Ich mag es ja,wenn das Rennen ein bischen bunt ist. :-)

29.05.2019: Das war gestern ein schöner Glücksmoment als ich nach der Arbeit nach Hause kam und die ersten eingetroffenen Jungtauben für das Derby in Augenschein nehmen konnte. Und dann noch 3 Schwarze dabei,das war fein. Jetzt geht es also wieder richtig los mit dem Derby und ich bin schon ganz gespannt,was dieses Jahr alles an Tauben bei mir ankommt. Am Meisten freue ich mich wieder darauf, nachmittags entspannt im Garten zu sitzen und der Rasselbande zuzusehen wie sie auf dem Rasen und dem Schlag umhertollt. Das ist für mich die schönste Zeit des ganzen Jahres. Nachher, wenn es zu den Flügen geht, wird es ja erst so richtig wichtig und spannend für die Teilnehmer. Kommt meine Taube dieses Mal früh? Ist sie noch dabei? Hat sie Chancen auf den "Pott"? Kommt sie in die Geldwertung? Für mich allerdings ist das nicht das Schönste und Interessanteste am Derby. Der Umgang mit den Tauben,das Beobachten,die Kleinen aufwachsen zu sehen, das sind für mich die Momente,die mir Kraft für alles Andere geben. Zu den Preisflügen nachher habe ich gar kein so großes Verhältnis, vielleicht auch deshalb,weil ich bei der Ankunft der Tauben ja nie am Schlag bin sondern noch "auf der Bahn". Und deswegen sind bei diesem Derby für mich ganz andere Dinge viel wichtiger als die, welche den Teilnehmern wichtig sind. Schlimme Zeiten sind es immer dann,wenn ich verletzte oder kranke Tauben habe oder doch wieder ein Flug schlecht verlaufen sollte. Da leide ich dann immer sehr mit den Tieren und kann kaum schlafen. Aber insgesamt waren die letzten 2 Jahre mit deutlich mehr positiven als negativen Erlebnissen behaftet so das ich glaube, dass auch dieses Jahr die schönen Zeiten und Momente überwiegen werden. Ich freue mich sehr auf die nächsten Monate! :-)

27.05.2019: So, morgen kommen die ersten Derbytauben per Kurier. Ich freu mich!:-) das Wochenende Freitag- Sonntag ist auch Action im Garten und für die nächste Woche haben sich auch schon Sportfreunde angekündigt. Ein bischen Sorgen macht mir das Wetter, denn es soll ja ab nächster Woche wieder an die 30 Grad werden, eine zusätzliche Belastung für die neuen Tauben zusätzlich zum Lieferstreß. Dieses Jahr werde ich wieder ein neues Produkt beim Derby ausprobieren und zwar den Avibac Stabilizer von Röhnfried. Diese effektiven Mikroorganismen sollen für eine sehr gute Staubbindung,eine frische Luft und ein positives Schlagklima sorgen. Wir werden das sehen. Ich probiere immer ein paar neue Produkte jedes Jahr aus um zu sehen ob sie eine deutlich sichtbare Wirkung erzielen. Die meisten Produkte setze ich danach nicht weiter ein weil ich keine deutlich sichtbaren positiven Veränderungen an den Tauben im Gegensatz zu vorher erkennen kann. Aber wenn man nie was ausprobiert, dann kann man das ja nicht wissen.
Die Alttauben werden nächste Woche das letzte Mal gesetzt. Danach geht es nur noch um die Derbytauben. Man kann nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Im nächsten Jahr wird man sehen,was kommt. Mit den übriggebliebenen Tauben vom Derby an der Reise teilzunehmen macht keinen Sinn. Vielleicht suche ich mir am Ende noch die raus,die über eine entsprechende Abstammung verfügen und nehme sie als Zuchtpaare. Dann werden die Jungen daraus entweder hier in der RV oder, wenn sich das mit dem Wegzug konkretisieren sollte, in der neuen RV gereist. Doch das ist alles Zukunftsmusik und ungelegte Eier. Darüber mache ich mir derzeit keinen Kopf denn jetzt ist es erstmal wichtig die neuen Jungen alle in den Schlag zu bekommen und die ersten heiklen Wochen zu überstehen. Wenn die JTK kommen sollte,dann in diesen ersten Wochen bis Mitte Juli, da sich die Jungen dann erstmal mit dem Reisestreß, den Temperaturen, der neuen Umgebung und den vielen unterschiedlichen Herkunftsmilieus auseinandersetzen müssen. Ab Mitte/Ende Juli ist dann das Schlagklima eingependelt und die Gefahr einers Krankheitsausbruchs wird geringer. Schauen wir also mal,was da dieses Jahr so alles an Tauben ankommt, ich bin gespannt!

26.05.2019: Heute Morgen bin ich mal nach Salzwedel zu meinem Freund Mirko Werner gefahren. Die hatten heute Flug von Breda, für Mirko gut 460 KM. Auflass war um 07:30 Uhr bei starkem und böigem Südwestwind ,also Rückenwind. Wir haben gerätselt wann die Tauben wohl eintreffen würden und waren uns einig, dass die ersten Tauben schon gegen 12 Uhr da sein könnten weil sie heute bestimmt gut 100 KM/H schaffen könnten. Aber was dann kam, da hatten wir beide nicht mit gerechnet. Um 11:19 Uhr(!!!) schlägt die erste Tauben am Anflugbrett an, Wahnsinn!!! Auf die Schnelle am Handy ausgerechnete 123 KM/H!!!! Krass! Da wird auch heute Lothar Scheugl wieder sehr früh und bestimmt an die 100% fliegen,der liegt ja als nordöstlichster Schlag vom Südwesten bei dem Wind punktgenau richtig.Bin schon mal gespannt, wie die Liste heute Abend aussieht. Auf jeden Fall werden alle RVen,die heute vom Osten aufgelassen haben, sehr sehr geringe Fluggeschwindigkeiten haben,der Wind ist echt richtig stürmisch. Drücke allen die Daumen,dass die Tauben nicht zu weit überflogen haben bzw. gegen den Wind wieder gut zurückkommen.18 Uhr: Aaaaah, ganz knapp am1. Konkurs vorbei,schade.Hätte ich Mirko echt gegönnt.Aber ein 2. und 11. Konkurs ist auch echt super. Zudem nach dem 4. Flug den besten und drittbesten Vogel in der RV ,zugleich den besten Jährigen, das ist doch mal ein sehr schönes Zwischenergebnis. Klasse!
Auch die SG Kanitz gestern auf dem zurückgenommenen Flug mit 38/27 ein Bombenergebnis,richtig gut. Manfred Meyerholz legt auch einen sehr guten Flug mit 39/21 und beginnend mit dem 2.+3.Konkurs hin. Dirk de Beer fliegt in seiner RV die ersten 7 Konkurse und 63/30. Habe mich sehr für die Sportfreunde gefreut, super und weiter so!

25.05.2019: Die Tauben wurden um 07 Uhr in Milmersdorf, für uns 210 KM, im Verbund mit den RVen Lüneburg und Harburg aufgelassen. Geschlossene Wolkendecke, mäßiger Kopfwind, sehr gute Sicht. Ich rechne gegen/kurz nach 10 Uhr mit den ersten Tauben in der RV.18:30 Uhr: Wuhu,ich habe meinen ersten Preis in dieser Saison geflogen! Champagner!!!*lach* Insgesamt ein schleppender Flug wie 47 Minuten Konkurs für 130 Preistauben belegen. Mal gucken,wie die Anderen alle haben. Glückwunsch an meinen Kumpel über der Bahn zum 3. Konkurs heute mit demselben Vogel,der letzteWoche den 1. Konkurs geflogen hat. Echt nicht schlecht!

22.05.2019: Gestern hat mir ein bekannter Tierarzt und Taubenzüchter eine längere Nachricht geschrieben, in welcher er sich auf mein Tagebuch und meine Theorie der "Resterampe" sowie auf Derbys an sich und die bei ihnen vorhandene Taubenqualität bezieht. Da waren einige sehr interessante Punkte dabei und in vielen Punkten sind wir sogar in unserer Meinung deckungsgleich. Er sagte auch,dass er den Eindruck aus Tagebuch und Videos habe, dass ich mich bei der Auswahl der Tauben,die ich ins nächste Jahr als Reisetauben nehme, NUR auf meine Handbeurteilung der Tauben verlasse und gar nicht auf die Abstammung gucke. Das war insofern interessant,als das es mir gezeigt hat,was man alles interpretieren kann wenn man nur das Tagebuch liest und die Filme guckt aber auch,wie das ,was ich schreibe, bei den Leuten ankommt.
Natürlich ist es so,dass ich ebenfalls darauf achte,dass die Tauben in ihrer Abstammung Vorfahren haben,die selber sehr gut geflogen sind und das nicht irgendwo bei der Ururgroßvatergeneration sondern möglichst dicht dran. Wenn sie dann auch noch dem entsprechen,was ich an einer Taube für notwendig erachte um problemlos 600KM gegen den Wind fliegen zu können,umso besser.
Insofern ist es natürlich nicht FALSCH , auf die Abstammung zu gucken,man muss halt nur wissen, WONACH man gucken muss, nämlich nach absoluter Leistung ganz nah an der Taube dran. Und nicht nach Namen,die irgendwo hinten auftauchen oder ob es die "Richtige" Rasse ist oder ob es eine besonders schön geschriebene Abstammung ist oder oder oder......
Und trotzdem bleibt es nun mal ein Fakt,dass die Tauben,die wirklich was taugen,wirklich die Anlagen haben, sehr gute Reisetauben zu werden,meistens im Winter nicht mehr am Schlag sind. Denn die wirklich Guten zeigen sich auch schon als Junge auf dem Derby. Und die Wenigen, die was taugen,aber sich auf dem Derby noch nicht zeigen, werden von Leuten am Schlag gekauft,die es eben auch verstehen, Abstammungen richtig zu lesen und die Tauben dann auch in der Hand richtig zu beurteilen. Und aus dem ,was am Ende keiner haben will, muss ich dann einige wenige Tauben für das nächste Jahr raussuchen, da ich für Alttauben eben nur wenig Platz habe. Da bleibt dann als Hauptaugenmerk nur noch die Beurteilung in der Hand ob sie es rein körperlich problemlos schaffen würden, 600KM mit Kopfwind zu fliegen. Die ganzen deBeer-Tauben, die Meyerholz-Tauben,die Tauben von Züchtern,die schon selber sehr gut in ihren Vereinigungen spielen und aus einem wirklich strikt durchgezüchtetem Leistungsstamm kommen,die sind bis dahin doch mit Masse schon verkauft. Ebenso die, welche von eher unbekannten Züchtern kommen aber schon auf dem Derby gezeigt haben,das etwas in ihnen steckt. Für mich zur Auswahl bleibt daher tatsächlich nur die "Resterampe" übrig,auch wenn dieser Begriff ein wenig abwertend klingt. Aber es ist halt so. Von den 250 Derbytauben sind eben nur genauso viele "gut" wie bei jeder Zuchtrunde eines beliebigen Züchters, also maximal 10,wenn es hochkommt 15 %. Der Rest ist als Reisetaube halt maximal Durchschnitt,eher schlechter,denn wir züchten ja alle mehr schlechte als gute Reisetauben. Nichts Anderes ist  es doch beim Derby. Da trifft sich nicht nur die Elite der Superschläge sondern wir haben einen ganz normalen Querschnitt an Tauben wie bei jedem anderen Züchter auch. Da gibt es die sehr Guten,die Guten,die Mittelmäßigen und die Dummen. Und am Ende sind die Dummen ausgeblieben, die sehr Guten und die Guten wurden verkauft und ich muss aus den Mittelmäßigen die wählen,die es noch am ehesten schaffen könnten,als Alttauben gut zu fliegen. Ab und an ist da dann eine dabei,die es schafft,aber Wunder darf man von diesen Tauben einfach nicht erwarten. Man muss schon ein Stück weit Realist bleiben.
Ich rege mich natürlich trotzdem auf wenn etwas gar nicht funktioniert, ich mal wieder einen Nuller einfahre oder Tauben auf glatten Flügen in den Sand setze,aber das ist hier im Tagebuch immer nur ein kurzer Moment. Dieses "Arrrrrgh!" aufzuschreiben befreit mich dann auch von dem Frust und ich kann mich schneller beruhigen. Insgesamt sehe ich die Situation mit den Alten daher sehr entspannt denn ich WEISS ja,dass  nicht viel mehr dabei rumkommen kann als es eben rumkommt. Das ist schon ok so. Ganz ehrlich! :-)

21.05.2019: Gestern Abend wurde erfolgreich eine aus Rostock in Lüneburg gestrandete Taube,die bei Privatleuten saß, durch gute Kommunikation untereinander vermittelt. Der Züchter aus der Nähe von Rostock,den ich persönlich kenne, rief mich an,dass seine Taube bei Privatleuten in Adendorf bei Lüneburg sitzt. Ich erinnerte mich,dass ein Züchter der Nachbar-RV in Adendorf wohnt und gab ihm den Namen durch. Die Leute,welche die Taube gefunden hatten, haben dann dort angerufen und der Züchter hat gestern Abend noch die Taube aufgenommen. Sie sitzt jetzt dort warm und trocken und wird gut versorgt. So kann sie sich schnell erholen und es ist wieder gegenüber Nichtzüchtern ein gutes Bild von uns Taubenzüchtern entstanden. So muss das doch laufen bei einer Taubenmeldung! Und es zeigt sich,dass es sich lohnt, weite Netzwerke zu unterhalten,denn dann kann man bei Bedarf auch schnell jemanden finden, der in der Nähe wohnt. Als im letzten Jahr eine Taube von mir in Hameln strandete war ja auch gleich der Sportfreund Stumme bereit,sie abzuholen und mit den Derbyjungen bei mir anzuliefern. Ich freue mich immer sehr wenn so etwas gut klappt,gerade bei Nichttaubenzüchtern. Das sind alles kleine Schritte zur Imagepflege.

20.05.2019: Da war wieder mal ein schöner Tag gestern in Wismar mit meinem Freund Mathias Frank. Erst erfolgreich Hornhecht-Angeln (17:9 für mich, hehe), dann Tauben gucken und Wildschweingulasch essen. Das Leben kann so schön sein.
Auch am Wochenende gab es wieder gute Ergebnisse von Teilnehmern des Heidederbys. In der RV Braunschweig fliegt der Sportfreund Manfred Schütte den 1. Konkurs. Die SG Kanitz und Dirk de Beer fliegen in ihren Reisevereinigungen jeweils den 2. Konkurs knapp am 1. vorbei und wieder sehr gute Prozente. Mathias Frank auch wieder mit 50% Preis in der RV Wismar aber nicht so in der Spitze. Mein Freund Mirko Werner fliegt in der RV Uelzen und Umgebung fantastische 10/8 Preise und fängt mit dem 10. Konkurs an,toll! Auch Lothar Scheugl fliegt wieder 10/9. Der liebe Sportfreund Uwe Heeschen fliegt in der RV Bad Segeberg auch wieder 50%. Ich habe mich sehr für all diese Züchter gefreut. Ihnen und allen Anderen,die gut geflogen haben wünsche ich auch weiterhin GUT FLUG!
Meine alten Tauben sind seit Samstag zusammen und dürfen auf ein Nest kommen von dem sie dann gespielt werden. Meine volle Konzentration geht jetzt auf das Derby über. Die Weibchen haben ebenfalls einen Tipesring bekommen und dürfen zeigen ob sie es schaffen nur mit Haustraining von 200 KM nächste Woche nach Hause zu kommen. Ab jetzt wird alles gesetzt was Federn hat.
Der Derbyschlag ist jetzt komplett bereit,am Samstag habe ich den letzten Sand eingebracht.So früh war ich noch nie komplett fertig mit Allem. Und in einer Woche kommen schon die ersten Tauben. Ich freue mich!

18.05.2019, 06 Uhr: Wir haben tatsächlich mit 3 RVen in den Kabi von Harburg eingesetzt und lassen heute von 170 KM zusammen auf. Das ist insoweit erstaunlich, als dass die guten Züchter der südlichen EST sonst immer wie der Teufel des Weihwasser gescheut haben,die ersten Flüge mit anderen RVen aufzulassen. Aber so wurde es wohl in der Herbstversammlung beschlossen,auf der ich ja leider nicht war. Das wird....interessant heute.Für unsere EST könnte das heißen,dass die Ergebnisse etwas entzerrter sind als die letzten beiden Flüge. Ich habe mal geschaut: in der letzten Woche machen 3 Züchter der südlichen EST zusammen alleine schon 38% der Preise in der Preisliste. Was für diese Züchter sehr fein ist würde auf Dauer natürlich sehr negative Auswirkungen haben. Nun werden sie heute natürlich ebenfalls deutlich mehr als ihre Prozente fliegen aber wenn die anderen Züchter zumindest ein kleines Stück vom Kuchen abbekommen wäre das auch für diese 3 Züchter gut. Denn wenn jemand aus Ärger nicht mehr setzt,dann fehlen in der Liste viele Tauben und damit auch viele Punkte,welche diese Züchter dringend für höhere Meisterschaften brauchen. Schauen wir mal,was das heute wird.13 Uhr: Ach, wird das wieder eine schöne Nullrunde. So schlecht wie dieses Jahr war ich noch nie in meinem Taubenzüchterleben. Auflass um 08:15 Uhr bei 170 KM, bei meinem Nachbarn die erste Taube um 10:03 Uhr und dann Schlag auf Schlag, Bei mir um 10:18 Uhr der 570, um 10: 57 Uhr (!!!) der hochgelobte 853 und um kurz nach 12 Uhr der 563. Also entweder die Tauben sind tatsächlich von der Orientierungsfähigkeit schlecht und reine Schwarmflieger, die immer erst mit der Masse mitziehen, oder ich mache als Trainer entscheidende Fehler. Wenn ich mir die Burschen aber unter der Woche angucke,da ist alles tiptop,die sind richtig gut drauf. Und die Saisons 2014 und 2016 haben gezeigt,wenn ich mich etwas intensiver bemühe dann sind auch sehr gute Ergebnisse drin. Ich denke wirklich, dass der "Fehler" bei den Tauben zu suchen ist. Die sind zu schlecht und zu langsam im Orientieren.Das muss man ganz klar so sagen. Und komme mir jetzt keiner mit "aber es waren doch alles 3 ganz kurze Flüge mit Rückenwind". Auch da kann man von einer Taube,die sich "gut" nennen will, erwarten,dass sie zumindest einen Preis fliegt. Ich werde dementsprechend reagieren.Macht doch alles keinen Sinn mit solchen übriggebliebenen Tauben........und JA, heute BIN ich stinkig!!!17 Uhr: es gleicht sich doch alles wieder aus im Leben. Heute fliegt mein guter Kumpel über der Bahn mit seinem Schlagpartner den 1. Konkurs. Ich habe mich gerade sehr für ihn gefreut, hat er sich echt verdient.Klasse! In der EST macht der 570 von mir sogar noch Preis, in der RV Liste fällt er knapp raus. Also wie letzte Woche. Aber naja, Schwamm drüber, mein Ruhepuls ist wieder erreicht, Rasenmähen in der prallen Sonne hilft dabei recht gut. Insgesamt hat unsere EST deutlich besser abgeschnitten als die letzten beiden Flüge,was mich ebenfalls sehr freut. Morgen geht es zu meinem guten Freund Mathias Frank nach Wismar zum Hornhechtangeln,das wird wieder wie letztes Jahr sehr schön werden.

17.05.2019: So, heute also Einsetzen zum 3. Preisflug ab Gransee, 170 KM. Wieder ein sehr kurzer Flug,wieder Rückenwind,zum Glück nicht so starker Seitenwind. Wird langsam Zeit,dass die Züchter unserer EST mal ein Erfolgserlebnis haben bevor die Lust zu Setzen ganz wegbleibt. Angeblich (Hörensagen) stehen morgen auch die beiden restlichen RVen unseres RegV, Lüneburg und Harburg, in Gransee und es soll wohl ein gemeinsamer Auflass stattfinden. So ganz glaube ich da bei einem 170 KM-Flug nicht dran aber schauen wir mal. Da die beiden RVen nördlich von uns liegen und zusammen wesentlich mehr Tauben haben als wir KÖNNTE es also sein,dass die Tauben insgesamt mehr nach Norden gezogen werden. Ein kleiner Vorteil für unsere EST gegenüber der südlichen. Aber auch morgen werden die guten Schläge der südlichen EST wieder einen Großteil der Preise abgreifen,da bin ich sicher. Da wir allerdings unsere Meisterschaften primär nach Kilometern ausfliegen und nicht nach Punkten ist auch nach den ersten Flügen für die ambitionierten Schläge unserer EST immer noch alles drin. Trotzdem wäre es echt mal an der Zeit, dass auch bei uns die Züchter in der RV Liste die Preise machen,die sie in der EST Liste machen. Auf Dauer wären solche verzerrten Ergebnisse wie letzte Woche echt nicht gut für das Klima in der RV.

16.05.2019: So langsam geht es los mit den Mails und den Anrufen zur Abklärung der Anlieferung. Das finde ich schön, endlich wieder Action am Schlag.
Dieses Jahr werde ich mal anstatt des Elbsandes in einem Abteil den normalen Spielsand vom Baumarkt ausprobieren, mal gucken, ob der besser oder schlechter zu reinigen ist. Ich tippe mal auf schlechter,da der Spielsand ja "schwerer" ist als der sehr feine Elbsand aus den Buhnen. Gilt wie bei so vielen Sachen im Taubensport: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren!
Gestern rief auch wieder mein Sportfreund Heinz Trute vom Team Oberharz an, da war wieder eine lustige Stunde am Telefon weg. Ich freue mich immer mit Heinz zu sprechen, so viel jugendlichen Enthusiasmus bringt nicht mal ein 18-Jähriger ins Hobby ein. Ein lustiger Typ, ne echte Marke.:-)
Dieses Jahr erscheint es mir so,als wollten die meisten Teilnehmer ihre Tauben möglichst frühzeitig abliefern. Ob sie sich davon einen Vorteil versprechen? Aber vielleicht ist auch nur der Gedanke dabei das die Tauben dann noch mehr Zeit haben sich an das neue Schlagmilieu zu gewöhnen. Da haben es Tauben,die zum Ende der Lieferfrist kommen, natürlich schwerer. Allerdings habe ich in den letzten 2 Jahren die Erfahrung gemacht, dass auch Tauben,welche früh geliefert wurden, im Juli dann an der JTK erkrankt sind. Die wird sicherlich auch dieses Jahr wieder kommen, vielleicht bekomme ich sie aber durch die von mir durchgeführte Pockenimpfung noch besser in den Griff als die letzten 2 Jahre. Obwohl ich mich hinsichtlich der JTK bislang nicht beschweren kann, beide Verläufe waren recht glimpflich. Der Hauptgrund,warum Tauben nicht bis zur Reise durchhalten, ist hier immer noch der Greifvogel. Derzeit ist es aber greifvogeltechnisch ziemlich ruhig. Wenn er aber erst gemerkt hat,dass da wieder 250 Mahlzeiten rumflattern wird er sicherlich öfter kommen.
Ab dem nächsten Wochenende werde ich meine verbliebenen 3 Reisevögel (wenn sie nach dem nächsten Flug noch da sein sollten) mit ihren Weibchen aufs Nest kommen lassen. Dann sollen sie den Rest der Saison vom Nest reisen (schlechter kann´s ja nicht werden). Die Solo-Weibchen bleiben im Derbyschlag,die können die Lütten dann gleich anlernen beim Raus- und Reinkrabbeln. Vielleicht findet auch ein Jungvogel zur Reise hin dann ein altes Weibchen, kann ja nochmal eine zusätzliche Motivation sein. So muss ich keine extra Weibchenbox basteln. Eine Arbeit weniger.

15.05.2019: Gestern hat sich der Sportfreund Andreas Skzypczak freundlicherweise dazu bereiterklärt, am 31.05.2019 Tauben für das Derby aus dem Bereich des nördlichen Ruhrgebietes und entlang der A2 mitzunehmen,wenn er seine und die seines Kumpels persönlich bei mir anliefert. Das ist eine sehr nette Geste die sicherlich einigen Sportfreunden ihre Transportsorgen nehmen kann. Die Kontaktdaten von Andreas findet ihr hier unter "Aktuelles".
Darüber hinaus ist es ratsam,sich frühzeitig mit einem Transportunternehmen auseinanderzusetzen um sicherzustellen,dass eine Lieferung reibungslos erfolgen kann. 2017 hatten wir hier einige Schwierigkeiten mit Ilonexs, 2018 ging alles problemlos. Sehr erfreut bin ich immer über Sportfreunde,die ihre Tauben persönlich anliefern. Einerseits mag ich den nicht alltäglichen Kontakt mit anderen Züchtern, andererseits können sich die Züchter dann gleich live vor Ort ein Bild vom Derbyschlag und der Unterbringung der Tauben machen. Ist nochmal was Anderes als immer nur Videos zu gucken.
Auf das Video vom Besuch bei Manfred Meyerholz habe ich viele positive Kommentare und Mails bekommen. Allerdings bin ich kein Vermittlungsagent für Manfreds Tauben. Wenn ihr euch also für Tauben von Manfred interessiert,dann setzt euch doch bitte persönlich mit ihm in Verbindung. Ich finde es zwar irgendwie lustig, wenn ich nach Hause komme und mir jemand auf den Anrufbeantworter gesprochen hat,dass er "bitte eine Runde Junge bestellen" will, aber ich bin halt keine Pressestelle für andere Züchter.;-)
Also setzt euch selber mal mit ihm in Verbindung. Neben den Tauben bekommt man dort auch ganz viel Wissen mit und ich denke,dass ist vielleicht manchmal sogar noch wertvoller als die Tauben an sich. Manfred wird euch schon nicht beißen!*lach*

14.05.2019: Dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein,dass ich mit der derzeitigen beruflichen Situation nicht zufrieden bin. Da beide Kinder in diesem Jahr das Haus verlassen und mich nach dem Tod meines Vaters 2017 auch keine anderen Verpflichtungen mehr in der Region halten bin ich schon länger am Überlegen in eine Region umzuziehen, die perspektivisch noch einen längeren Zeitraum und eine größere Konkurrenz bietet, den Taubensport zu betreiben. Mit meiner Frau habe ich das schon besprochen und sie würde dort den Weg mitgehen. Jetzt habe ich mir mal ein Herz gefasst und schon in einige Regionen zwecks Arbeitsaufnahme ab Anfang 2020 vorgefühlt. Wenn das klappt,schön,wenn nicht, bleibe ich eben hier. Aber auch mit fast 43 ist man noch nicht zu alt, um mal was ganz Neues zu wagen.......das Derby 2019 werde ich natürlich noch durchziehen,dazu stehe ich ja in der moralischen Verpflichtung den Teilnehmern gegenüber. Was aber ab 2020 sein wird,das kann ich Stand heute natürlich noch nicht sagen. Wir werden sehen,was die Zukunft bringt.

13.05.2019: Das war ein schöner Tag gestern bei Manfred Meyerholz. Man kann immer unheimlich viel von dort mitnehmen. Informationen, Erfahrungen,Anekdoten, Zuchtwege, Versorgung und und und. Manfred hat es schon drauf. Wenn ich je wieder im RV Programm ernsthaft spielen wollen würde,dann würde ich meinen Bestand primär mit Meyerholz-Tauben und Kanitz-Tauben aufbauen. Ohnehin würde ich jedem empfehlen,der sich mit Tauben von einem guten Züchter verstärken will,zuallererst mit dem Züchter selbst einen persönlichen Kontakt aufzubauen und zu schauen, ob die Chemie zwischen diesem Züchter und einem selber stimmt. Dann ist die Zusammenarbeit wesentlich fruchtbarer und die Erfolgswahrscheinlichkeit ist höher als bei einer reinen "Geschäftsbeziehung".
Ein kleiner Film davon ist jetzt auch auf youtube und ganz unbescheiden glaube ich, dass der ziemlich gut ist. Nicht von der Schnitttechnik oder Bildqualität sondern von dem,was man sich als Züchter dort herausziehen kann. Es lohnt sich,dem zuzuhören,was Manfred dort zu sagen hat. Zu schlau kann man nie sein. Gerade für Einsteiger lohnt es sich den Film zu gucken.
Der 561 ist bislang leider nicht zurückgekehrt. Da waren es dann nur noch 3 Reisevögel (und ein Verletzter). Ich glaube,das macht wirklich keinen Sinn mit den Restbeständen vom Derby am RV Programm teilzunehmen. Es bleibt auch die Erkenntnis,dass das Windrosentraining keinen Einfluss auf die Verluste hatte,auch wenn die Versuchgruppe mit 7 Tauben ja recht klein war.
Am Wochenende wurden wieder von einigen diesjährigen Derby-Teilnehmern gute Ergebnisse errungen. Da wären zum Beispiel Tobias Alpers (Bremen Nordost) und Dirk deBeer (Ostfriesland) die in ihren Vereinigungen jeweils den 1. Konkurs geflogen haben sowie mein Freund Roli Wirz aus der Schweiz (RegV10) der mit 28/19 ein super Ergebnis einfährt. Auch der Youtuber Brieftauben-Blog (Potsdam) hat nach 2 nicht so guten Flügen zu Beginn jetzt ein sehr schönes Ergebnis hingelegt und mein Freund Mirko Werner hat in der RV Uelzen und Umgebung dem Spitzenmann Lothar Scheugl gleich 3 Tauben vorgelegt, alles hoffentlich Balsam auf die vom Wanderfalken geschundene Seele. Lothar Scheugl selbst fliegt mit 10/9 wieder ein fantastisches Ergebnis ein. Diesen und allen anderen Sportfreunden,die ich vielleicht vergessen habe aber die gut geflogen haben sage ich aus tiefstem Herzen: herzlichen Glückwunsch und macht weiter so! Toll!

11.05., 05.45 Uhr: Und wieder war um kurz nach 5 Uhr die Nacht vorbei. Ich werde wohl nie in die Verlegenheit kommen,mir am Flugtag einen Wecker stellen zu müssen oder gar zu verschlafen. Das Taubenfieber tritt einen am Flugtag schon rechtzeitig aus dem Bett.....
Auch heute wird wieder von Wittstock, 130 KM, geflogen. Auch heute haben wir nördliche Winde,dieses Mal aber Nordost,also seitlichen Schiebewind. Auch heute werden die guten Züchter der südlichen EST überproportional viele Preise machen, auch heute werden Züchter "kalt" nach Hause gehen. Darüber und über die kurzen Entfernungen der ersten Flüge kann man sich nun trefflich aufregen,ich persönlich finde den Reiseplan allerdings nicht schlecht und zwar im Hinblick darauf,dass es jedes Jahr viele Züchter gibt,die aus dem einen oder anderen Grund die Jungreise nicht durchgehend beschicken (können). Diese Tauben haben als Jährige einen deutlichen Erfahrungsrückstand und da sind einige kleinere Flüge zum "Einfliegen" wirklich nicht schlecht. Natürlich haben die keine wirkliche sportliche Aussagekraft. Aber das muss doch auch gar nicht sein. Die Flüge,wo sie zeigen können,ob etwas in Ihnen steckt,kommen doch erst noch. Auf den ersten Flügen sieht man einfach nur ganz klar 2 Dinge: 1.) aus welcher Richtung der Wind weht und 2.) wer seine Tauben schon zu Anfang der Saison mit sehr großem Aufwand vorbereitet hat. Und wenn man eben auf der falschen Windseite bei einem kurzen Flug wohnt oder beim Training nicht so fleißig war wie diese Sportfreunde muss dann auch gar nicht über ein "ungerechtes" Ergebnis schimpfen. Wozu aufregen? Hätten wir gleich am Anfang 300 KM Flüge und würden da die Verluste überproportional hoch sein würden diese Leute genauso meckern. Das bringt doch alles nix. Naja,schauen wir mal,was das heute so wird. Ich wünsche allen Züchtern für das Wochenende GUT FLUG!
17:30 Uhr: heute bin ich schon wesentlich zufriedener mit meinen Jungs. Auflass war um 14:20 Uhr. Mein Nachbar, einer von nur 2 Leuten aus unserer EST die letzte Woche ein gutes Ergebnis hatten, bekommt die erste Taube um 16:02 Uhr. Bis 16:10 Uhr hat er 12 von seinen 27. Bei mir kommen die Tauben um 16:08 Uhr, 16:11 Uhr und 16:12 Uhr. UM 16:30 Uhr fehlte noch der 561. Aber das die 3 so eng hintereinander gekommen sind gefällt mir supergut,auch wenn es bei so einem Hurra-Flug dann ganz schwer wird,die noch in die Preise zu bekommen,zumal die Tauben wie erwartet bei dem Nordwind alle aus dem Süden kamen. Die südlichen Schläge werden uns heute das Fell aber so richtig über die Ohren ziehen. Trotzdem bin ich hochzufrieden mit den Jungs,eine ganz tolle, geschlossene Leistung. Um 19 Uhr ist Auswerten,danach werde ich mehr wissen. Wird auf jeden Fall eine ganz enge Kiste. Entweder knapp drin oder knapp draußen. Drückt mal die Daumen nach dem "Nuller" letzte Woche!Danke!
20 Uhr: heute lachen die Götter und ich lache mit ihnen! :-) In der Einsatzstelle mache ich von meinen 4 gesetzten Tauben 3 Preise,also 75 % und in der RV Liste mache ich....NULL!!! Meine erste Taube fällt als Zweite aus der RV Liste raus. Der Unmut war in unserer EST natürlich groß aber was Andere erzürnt entlockt mir nur ein leises Lächeln. Warum sich aufregen? So kurze, windbeeinflusste Flüge bei unserer RV Ausdehnung von fast 40 Kilometern in der Breite zur Flugrichtung.....was willst du denn da erwarten? Lächerlich wird es erst dann wenn sich Züchter,die auf solchen Flügen gut drehen dann als die Lichtgestalten des Taubensports in irgendwelchen Magazinen oder bei PIPA feiern lassen wollen. Auch dafür ringe ich mir ein müdes Lächeln ab. Ich habe heute 3 meiner 4 Tauben innerhalb von 3 Minuten bekommen,mache in der direkten Konkurrenz 75 % Preis, ich bin FAST rundum zufrieden. Fast deshalb,weil der 561 bis jetzt immer noch fehlt. Der muss noch kommen. Auch bei den meisten Züchtern fehlen noch etliche Tauben. Ich drücke ihnen allen die Daumen,dass sie heil und gesund den Weg zurück in den Schlag finden. Die Saison ist noch lang und ich sehe ihr nach heute deutlich positiver entgegen. Passt schon. Glückwunsch an alle,die heute fette Beute gemacht haben. TOP!
Glückwunsch auch an die SG Kanitz,mit 38/21 wieder ein super Ergebnis wenn auch nicht ganz so in der Spitze wie letztes Mal. Die Weibchen rollen wieder das Feld auf, 240 und 252 machen keinen Preis,schade.
Auch mein Kumpel Mathias Frank in der RV Wismar fliegt wieder 50%, fängt allerdings sehr spät an. Da müssen wir noch dran arbeiten, Mathias! :-)
Und Morgen geht´s dann zu Manfred Meyerholz. Das wird wieder ein schöner Tag.

10.05.2019: Gestern Abend bekam ich den Anruf einer Nichttaubenzüchterin aus Ahrensburg in Schleswig-Holstein, 70 Kilometer Luftlinie von hier entfernt. Sie hatte den 348,der noch vom vergangenen Wochenende fehlte, tot neben einer Straße gefunden. Ich habe mich sehr höflich bei der Dame bedankt,dass sie sich ein Herz gefasst hat,die tote Taube aufzunehmen,mich anzurufen und sie im Anschluß zu beerdigen. Nun habe ich also Gewissheit und muss auf den hübschen Kerl nicht mehr warten ;-(.......ich bin sehr traurig. Mit sportlichen Misserfolgen kann ich leben aber Tauben auf der Reise zu verlieren gehört für mich zu den schlimmsten Seiten unseres Hobbys. Ich leide da immer sehr. Und der 348 war wirklich ein toller Vogel dem ich durchaus was zugetraut hätte. Vermutlich ist er mit Holsteiner Tauben nach Norden gezogen,viele Holsteiner Vereinigungen haben ja am letzten Wochenende in der Nähe unseres Auflassplatzes gestanden. Und dann hat er vermutlich beim Rückflug irgendwie Wasser gesucht und dachte die spiegelnde Straße wäre ein Fluß oder er wurde vom Raubvogel gejagt und ist dann flach über die Straße oder oder oder. Genau werde ich es nie erfahren aber zumindest weiß ich jetzt,dass ich nicht mehr jeden Tag beim Vorbeifahren im Garten in den Sputnik gucken muss. Der 348 wird nie wieder in seiner Zelle gurren. Echt nicht schön.....ich fühl mich gerade echt elend.Mag jetzt dem Einen oder Anderen  "zu weich" für einen Taubenzüchter sein aber ich hänge halt an jedem meiner Tiere.
Heute ist dann Einsetzen zum 2.Preisflug, wieder ab Wittstock. Da wir Morgen voll Nordwind haben und wieder allein auflassen wird die südliche EST uns wieder "rasieren". Das macht aber nichts,solange nur die Tauben dieses Mal alle heil und gesund zurückkommen.Meine Daumen für die anderen Züchter unserer EST sind jedenfalls gedrückt.

08.05.2019: Gestern Abend habe ich einen Anruf von einem bayrischen Sportfreund bekommen,ob er und sein Kumpel die Tauben nicht schon am 28.05. anliefern dürften. Das ist natürlich vollkommen ok,die paar Tage vorher (oder nachher) machen nichts aus. Vor einigen Wochen fragte ein Teilnehmer an ob er die Tauben schon Anfang Mai anliefern dürfte,das geht natürlich nicht. Die sollen schon alle in etwa gleich alt sein.
Also bekomme ich nun in knapp 3 Wochen schon die ersten Derbytauben auf den Schlag. Da freue ich mich schon sehr drauf. Ein paar Monate im Jahr ein großer Trubel am Schlag, das ist immer eine schöne und spannende Zeit. Aber wenig Tauben über den Winter zu haben hat auch was. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Jedenfalls werde ich jetzt noch einige kleine Veränderungen an den Ausflügen vornehmen, dann den Sand wieder einbringen und meine Weibchenbox im Keller fertigbasteln. Die Mädels sollen ja nicht zwischen den Derbytauben sitzen. Hach,ich freu mich! Bald ist die Hütte wieder voll! :-)

07.05.2019: Für den verletzten Vogel ist die Saison vorbei, die Verletzung ist zu schwer. Da auch der andere fehlende Vogel bislang nicht wiedergekommen ist, reduziert sich die Mannschaft nun auf 4 Tauben. So sind also nach dem letzten Vorflug und dem ersten Preisflug insgesamt 3 von 7 Tauben ausgefallen. Vielleicht ist es auch ein generelles Qualitätsproblem mit denen,die vom Derby übrigbleiben. Bei 250 angelieferten Tauben sind vielleicht so 15-20 dabei,die auch als Alte gut fliegen könnten,der normale Durchschnitt einer Zuchtrunde eben,aber diese 15-20 Tauben werden ja meist am Ende des Derbys verkauft oder versteigert. Ich versuche dann natürlich immer,mir aus den verbliebenen Tauben diejenigen rauszusuchen, denen ich es noch am Ehesten zutraue als Jährige vernünftig zu fliegen aber am Ende des Tages bleibt es nunmal dabei,dass diese Tauben die "Resterampe" des Derbys sind. Man darf dort wohl keine großen Wunder erwarten. Bislang hat mich nur der 853 als Alttaube positiv überrascht aber der war ja 2017 auch schon 8.As-Taube auf dem Derby. Dementsprechend macht es auch keinen Sinn,mit diesen Tauben im WSC anzutreten, also habe ich diese Pläne bereits ad acta gelegt. Trotzdem werde ich auch weiterhin alles tun um die verbliebenen 4 Reisetauben bestmöglich auf die Flüge vorzubereiten. Aber ob das Alles in Zukunft einen Sinn macht mit beim Derby übriggebliebenen Tauben an der Reise teilzunehmen wage ich zu bezweifeln. Ich bin tatsächlich ein wenig enttäuscht das nach den ersten 2 sehr guten Vorflügen jetzt 3 Ausfälle zu beklagen sind. Klar können die beiden Ausgebliebenen auch vom Habicht geschlagen worden sein aber so ganz glaube ich da nicht dran. Vielleicht ist es doch besser,sich nur noch dem Derby zu widmen und über den Winter gar keine Tauben auf dem Schlag zu haben. Da muss ich mal ein paar Nächte drüber schlafen.......

06.05.2019: Von gestern fehlt derzeit noch 1 Vogel und einer ist verletzt heimgekehrt. Mal sehen, ob und wann ich den wieder setzen kann. Die Liste offenbart gravierende Unterschiede. Während einige bis zu 80% Preis fliegen, gehen insgesamt 6 von 21 Züchtern "kalt" nach Hause. Das ist natürlich gerade zu Anfang der Saison demotivierend für diese Züchter, offenbart aber auch, was Fleiß und Training gerade auf den ersten kurzen Flügen für Auswirkungen haben. Wenn man im heutigen Taubensport mithalten will dann muss man sich schon extrem viel mehr Mühe mit den Tieren geben als noch vor 30 Jahren. Dafür ist die Leistung derer,die sich diese Mühe eben machen, auch neidlos anzuerkennen. Natürlich ist es auch ein wenig windabhängig und da wir gestern leichten Norwestwind hatten hat die südliche EST natürlich noch viel besser als sonst. Im Laufe der Saison und wenn in der TG zusammen aufgelassen wird mit den RVen die nördlicher von uns liegen entzerrt sich das dann auch ein wenig. Gefreut habe ich mich für die 2 Züchter unserer EST die gestern trotzdem zumindest ein gutes Prozentergebnis eingefahren haben wenn es auch für die absolute Spitze nicht gereicht hat. Wichtig ist bei solchen Flügen das nicht allzu viele Tauben ausbleiben denn das wäre eine nochmalige Demotivation derjenigen die ein schlechtes sportliches Ergebnis eingefahren haben. Dafür drücke ich allen Züchtern kräftig die Daumen.
Gefreut habe ich mich auch für meinen Kumpel Mirko Werner aus der RV Uelzen und Umgebung der ja so unter dem Wanderfalken zu leiden hat. Er fliegt 12/5 und fängt unter den ersten 10 in der RV an,noch vor Lothar Scheugl. Dieser fliegt 11/9, wieder eine super Leistung. Insgesamt habe ich am Wochenende wieder viel über den Taubensport gelernt,denn zu schlau kann man nie sein. War eine interessante Sache.

05.05.2019, 06 Uhr: Herzlichen Glückwunsch an die SG Claus und Günter Kanitz aus der RV Südholstein! Auf dem 1. Preisflug fliegen sie 43/30 Preise mit den ersten 3 RV Konkursen!! Gegen Konkurrenten wie Wolfgang Röper, Heinz Bindacz,Frank Kahlke, Klaus Stahl, die Gebrüder Kokartis und und und muss man das erstmal schaffen. Superklasse,habe mich sehr für die beiden gefreut:-). Der 252 macht als 33. Taube leider keinen Preis mehr dafür aber der 240,ein Sohn der 34.
Unser Flug ist natülich noch nicht gestartet, heute war leichter Nachtfrost,ich rechne mit einem Auflass um 09 Uhr herum. Trotzdem bin ich natürlich schon seit um 05 Uhr wach........Preisflugzeit eben,da schläft kein Züchter lange,auch wenn es um nichts geht. Wollen wir mal schauen,was heute so geht. Ich schätze mal,nicht viel.Meine Tauben hatten beim Einsetzen kein Idealgewicht für diese kurze Tour,sie werden wohl hinterherfliegen.Aber vielleicht macht ja der 853 einen Preis,der fängt wieder mit den Spielchen an,die er auch letztes Jahr gezeigt hat als die Form bei ihm kam.2 Preise heute wären meine Prozente, 3 Preise schon 50%.Aber auch wenn es nur 1 Preis wird bin ich schon zufrieden.Allen Sportfreunden die heute Flüge haben wünsche ich jedenfalls GUT FLUG!
14:30 Uhr: Wie erwartet ist das Experiment "ich lasse die Tauben 5 Tage nicht raus und nehme trotzdem erfolgreich am Preisflug teil" gescheitert. Und zwar mit Pauken und Trompeten. Ich hatte es ja erwartet aber diese Deklassierung ist dann doch ein bischen hart. Um 11:03 Uhr bekommt mein Nachbar die erste Taube(Auflass 09:20 Uhr auf 130 KM) und bis 11:18 Uhr hat er 17 von 27 zu Hause. Bis 11:30 Uhr sind es 21 von 27. Und die Tauben kamen noch mit hochgestellten Flügeln an. Also augenscheinlich ein super Flug. Bei mir kommt die Erste um 11:33 Uhr (!!!), die Zweite um 12:18 Uhr und die Dritte um 12:41 Uhr. 3 Tauben fehlten gegen 13:15 Uhr noch. Das ist natürlich ein Schlag ins Kontor, da hätte ich sie auch zu Hause lassen können. Zuversichtlich bin ich,dass die fehlenden 3 noch kommen,das Wetter ist top. Also wie nicht anders erwartet auf dem 1. Flug eine hübsche Nullrunde,die sehr deutlich zeigt,dass es ohne intensives Training unter der Woche im Taubensport eben nicht(mehr) geht. Wieder was gelernt. Abhaken und weitermachen. Gott sei Dank habe ich ja keinerlei sportliche Ambitionen.


04.05.2019: Eben gerade habe ich mit meinem guten Freund Mathias Frank aus der RV Wismar gesprochen. Die hatten heute als eine der wenigen RVen einen Flug durchgeführt. Dieser 170 KM Flug ist super verlaufen ,ganz ohne Probleme mit einer Geschwindigkeit von ca. 70 KM/H in der Spitze. Klare Sicht, Kopfwind, 8 Grad beim Auflass,alles kein Problem. Ich denke auch,bei aller Vorsicht und allen Sorgen um unsere Tauben,dass wir ihnen schon etwas zutrauen sollten. Bei sehr guter Sicht und klarer Luft sind niedrige Temperaturen doch kein Problem. Deswegen sehe ich auch für unseren Flug Morgen keine größeren Schwierigkeiten.Auch die RV Südholstein in der mein guter Freund Claus Kanitz reist,hatte heute ihren ersten Flug,da habe ich allerdings noch nichts gehört,wie es gelaufen ist. Bei meinen Tauben erwarte ich nach 4 Tagen Festsitzen keine Wunder,sprich auch keine Preise, aber wenn es doch welche werden sollten freue ich mich natürlich sehr darüber. Wichtig ist nur,dass sie alle heil nach Hause kommen und schnell regenerieren.
Gestern und heute hatte ich die Vögel nochmal in der Luft und sie sind wieder sehr schön geflogen. Sie wurden auch heute ganz normal versorgt bei Einsatz um 19:30 Uhr. Bei 130 Km muss man da kein extra Firlefanz machen. Einzig Baden durften sie heute Morgen nochmal. Dann bin ich mal gespannt,was das morgen wird.
Am nächsten Sonntag treffe ich mich mit Mathias bei Manfred Meyerholz in  Bassum,dort sucht sich Mathias wieder ein paar Junge aus. Diese Chance, 2 mir sehr symphatische Sportfreunde zu treffen ,lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Und so ist das nächste Wochenende auch schon wieder verplant.:-)

03.05.2019: So, heil und gesund vom Angeltrip zurück. War eine schöne Zeit. Die Tauben haben es gut überstanden,der 17 ist leider nicht heimgekehrt aber dafür saßen 2 "fremde" Weibchen im Schlag. Beides Tauben vom letztjährigen Derby, die ich einem Sportfreund als Witwerweibchen geschenkt hatte. Da er sehr viele Verluste durch den Greifvogel bei seinen Reisevögeln hatte, hat er die wohl rausgelassen und sie sind zu mir zurückgekehrt. Ich werde ihn mal anrufen ob er sie wiederhaben will und wenn nicht,bleiben sie eben bei mir. Unser Flug wurde von Samstag auf Sonntag verlegt was mir sehr gut passt,da musste ich heute nicht hetzen und kann die Tauben Morgen ganz in Ruhe für das Einsetzen vorbereiten. Und jetzt erst mal auspacken und zu Hause ankommen..........

28.04.2019: Nachdem der Dauerregen heute Nachmittag endlich aufgehört hatte,ist noch der zweijährige Vogel 563 nach Hause gekommen. Er ist ziemlich abgeflogen und hat eine rote Nase,ist also durch den Regen geflogen. Fehlt also noch der 17. Nachdem schon der 803 kurz vor Beginn der Vorflüge am Haus weggekommen ist, ist nun also auch der zweite Vogel,auf den ich große Stücke gehalten habe, nicht mehr dabei. Aber vielleicht kommt er ja noch. Ich werde nun meinem Kumpel den Schlüssel zum Schlag geben und ihn bitten, 1x am Tag vorbeizuschauen,ob der 17 nicht doch noch im Sputnik sitzt um ihn dann ggf. reinzulassen. Leider habe ich heute noch keinen Sportfreund aus meiner RV gesprochen und weiß daher immer noch nicht,wann und wo die Tauben aufgelassen wurden und wie es bei den Anderen gelaufen ist.
Die Sachen für den Angeltrip an die Müritz sind gepackt,heute Abend wird den Tauben der ganze Schlag geöffnet und dann verabschiede ich mich bis zum nächsten Wochenende von meinen treuen Lesern des Tagebuches. Ich wünsche euch eine schöne Woche,eine gute Vorbereitung auf das nächste Flugwochenende und schon mal im Voraus GUT FLUG für den 04./05.05.!!!

27.04.2019: Heute standen dann sowohl meine Fahrt mit meinem guten Freund Mathias Frank zum Ostseeflug nach Usedom als auch der 3. und letzte Vorflug in der RV auf dem Programm. Während Ersteres eine sehr schöne Erfahrung war, vor Allem die Fahrt hin und zurück mit einem lieben Menschen im Auto mit dem man sehr gut quatschen,flachsen und schwadronieren kann, war der Vorflug wohl nicht so prall. Mir fehlen derzeit noch 2 von 7 Vögeln. Ausserdem hat die Uhr rumgesponnen und so musste ich die Ankunftszeiten "hochrechnen". Also keine Garantie auf Richtigkeit:
10:38 Uhr(348)
10:42 Uhr(853)
10:43 Uhr(538)
10:56 Uhr(570)
11:26 Uhr(561)
Es fehlen noch der 17 und der Zweijährige Vogel 563,mein Kumpel.Ich weiß nicht,wann und wo die Tauben aufgelassen wurden und ich weiß auch nicht,wie es bei den Anderen Züchtern gelaufen ist. Das werde ich Alles Morgen mal erfragen. Dann kann ich auch abschätzen,ob meine  gerechnete Ankunfszeit in etwa stimmt. Da das Gerät letztes Jahr schon auf dem 1. Derbyflug so gesponnen hat und auch dieses Jahr schon gezickt hat ist es gleich heute Abend in der Mülltonne gelandet. Irgendwann ist halt mal jede Technik am Ende. Zum Glück habe ich noch 2 Geräte aber ich werde nicht umhin kommen,mir mal das neue Tipes anzuschaffen.
Den Film über den Tag heute lade ich gerade hoch aber ich bin auch ziemlich groggy. Habe ja heute gute 800 Kilometer abgerissen und muss viele Eindrücke verarbeiten. Ich lade jetzt noch das Video auf youtube hoch und dann geht´s ab ins Bettchen. Hoffentlich kommen die 2 fehlenden Vögel morgen noch wieder,wäre schade,sie auf einem Vorflug zu verlieren.Also: Daumen drücken!!

25.04.2019: Morgen ist also Einsetzen zum 3. und letzten Vorflug,dieses mal von ca. 90 KM. Bei westlichen Winden und angesagten leichten Schauern am Samstag eine ganz andere Geschichte als die letzten beiden kurzen Mitwindflüge. Da werden sie wohl nicht im Paket kommen. Sehen werde ich die Tauben jedenfalls nicht,denn ich muss schon um 07 Uhr in Wismar bei Mathias Frank sein,mit dem ich unsere Teamtauben zum Ostseeflug nach Usedom fahren werde.Da reicht gerade noch die Zeit um Morgens kurz die Anlage scharf zu schalten. Die RV Wismar hat ihren Vorflug auf Sonntag verschoben. Sicherlich verständlich da es der einzige Vorflug der RV ist und man ganz sicher gehen will,aber ich denke, Samstag ist ein Auflass für einen Vorflug durchaus möglich. Ich werde dann am späten Nachmittag/frühen Abend gespannt in den Garten fahren und auf die Uhr schauen. Ganz besonders im Blick habe ich den 570,der ja auf beiden Vorflügen deutlich Letzter wurde. Wenn der wieder lange bummelt muss man tatsächlich überlegen ob sich das Setzen bei dem überhaupt lohnt.

23.04.2019: Zum heutigen 2. Vorflug ab 45 KM haben wir in der RV nicht mal 300 Tauben zusammen bekommen. Viele Züchter haben verständlicherweise ähnliche Bedenken gehabt wie Michael Stumme und einige andere Züchter im Internet. Ich habe mich letztlich nach meinem Nachbarn Dieter über der Bahn  gerichtet. Das ist ein sehr erfahrener,abgeklärter, objektiver Sportfreund, der seine und meine Tauben gut einschätzen kann.Ich würde Dieter bedenkenlos meine Tauben anvertrauen,denn der ist kein Maulheld,kein Aufschneider und kein Draufgänger sondern ein ganz vernünftiger Züchter. Und da Dieter gestern gesetzt hat, habe ich letztlich auch gesetzt.
Heute Morgen war ich schon ganz früh bei ihm auf den Hof und auch wenn wir ein bischen drumrum geredet haben waren wir beide ganz schön nervös ob wir nicht einen Fehler gemacht hatten. Denn der Ostwind war schon gegen 08 Uhr ziemlich kräftig und ab und an fegte auch eine Bö durch die Bäume. Uns ging ganz schön die Düse!
Um 09 Uhr wurden die Tauben auf 45 Km gestartet. Um 09:18 Uhr(!!!) kam ein großer Pulk Tauben, bestimmt so 50-60 direkt über den Garten gezogen. Der Pulk drehte, teilte sich und ca. 30 Tauben zogen gen Süden. Der Rest kreiste ein paar Mal und es lösten sich immer wieder Tauben heraus die flügelklatschend tiefer gingen. Letztlich landeten 5 Tauben gleichzeitig bei mir auf dem Schlag und bei Dieter kreisten ungefähr 17-18 Stück, der Rest verteilte sich und zog ab. Die Reihenfolge war
09:22:19 (563)
09:22:21 (538)
09:22:23 (348)
09:22:38 (561)
Und die fünfte Taube,die ohne zu Zögern hereinlief war..........das kleine Weibchen des Züchters unserer RV,die ich gestern in den Wohnort des Züchters gefahren hatte.Der hat sie wohl gleich wieder in den Korb gesetzt und schwupps! war sie wieder bei mir.Verrücktes Biest.
Um 09:27 Uhr kam dann der 17 angeflogen und danach fuhr ich zu Dieter rüber. Er hatte die erste Taube um 09:24 Uhr auf der Uhr, ich habe ihm also heute gleich 4 Stück vorgelegt. Hat mich sehr gefreut. Das ist das,was ich auch in einem Video ansprach,man muss sich auch über die kleinen Dinge freuen können. jetzt steht es also 1:1 zwischen uns,ha!:-)
Dieter hat in etwas über einer Minute dann aber 16 von 27 Tauben auf der Uhr gehabt. Und auch eine Zufliegerin. Ein Blick auf die Vereinsnummer zeigte: auch aus unserer RV und der Telefonring bestätigte:vom selben Züchter wie die Täubin,die bei mir reingekrabbelt war!! Sachen gibt´s.....
Ich habe dann diese Täubin und die von mir eingepackt und bin wieder in den Wohnort des Züchters gefahren um die Tauben dort rauszulassen Nicht,dass die jetzt glauben,es gibt immer diesen Taxi-Service. Beim nächsten Mal.........muss ich mir was einfallen lassen. Als ich zurückkam waren um 09:58 Uhr der 853 und um 10:18 Uhr der 570 heimgekehrt,somit waren alle Tauben 75 Minuten nach dem Auflass heil und sicher wieder zu Hause. Nur um den 570 mache ich mir ein wenig Gedanken,denn der war letztes Mal schon mit Abstand Letzter. Ob da die Orientierung vielleicht nicht gut ist? Wir werden sehen. Wenn er sich weiterhin schwer tut muss man dem ja nicht die weiteren Flüge zumuten.
Also  Alles in Allem bei Dieter und bei mir ein super Flug. Von den Anderen habe ich bislang nix gehört. Nun könnte ich mich jetzt trefflich hinstellen und einen auf dicke Hose machen und sagen "Hoho, ihr Weicheier, Brieftaubensport ist keine Angsthasenveranstaltung!"....aber das wäre ja totaler Blödsinn. Das hätte auch locker GANZ anders laufen können heute und es war eine Menge GLÜCK dabei,dass die meisten unserer Tauben genau die richtige Zugrichtung direkt über den Schlag eingeschlagen haben. Ein paar Grad Abweichung nach rechts oder links hätten sicherlich zum Vorbei-und Drüberfliegen gereicht und dann sähe das Ergebnis schon wieder ganz anders aus. Und somit haben die Züchter, die heute NICHT gesetzt haben, auch ganz sicher keinen Fehler gemacht.
Trotzdem bin ich sehr froh und auch ein wenig stolz,dass sich die Jungs so gut geschlagen haben und blicke wieder ein Stückchen positiver der weiteren Saison entgegen.

22.04.2019: Heute Morgen, nachdem ich das kleine Weibchen aus unserer RV quasi nach Hause gefahren habe, war ich bei meinem Freund Mirko Werner in Salzwedel. Er war ja so geknickt wegen dem sch...Wanderfalken aber heute war er schon wieder motivierter. Nicht zuletzt dazu beigetragen hat sein gutes Ergebnis auf dem Vorflug und das es die letzten 2 Wochen mit dem Greifvogel besser wurde. Ich habe mich sehr gefreut,dass er wieder Mut geschöpft hat denn nach dem letzten Telefonat hatte ich echt befürchtet,dass er den Taubensport an den Nagel hängt. Ist aber auch deprimierend so viele Tauben in so kurzer Zeit zu verlieren. Wir haben jetzt übereinstimmend festgestellt,dass eine Frühzucht bei ihm einfach keinen Sinn macht.Vor April kann man da keine Alten und erst Recht keine Jungen ohne horrende Verluste fliegen lassen. Aber wie die Tauben auch mit wenig Herauslassen bewiesen haben scheint es auch so zu gehen. Natürlich wäre es schöner,die Tauben den Winter über fliegen zu lassen und auch früh zu trainieren aber man muss sich den Gegebenheiten eben anpassen wenn man an dem Raubvogel nicht ganz verzweifeln will. Die Situation ist schon schlimm genug.
Heute ist Einsetzen zum 2. Vorflug von 45 KM. Eigentlich tolles Wetter aber morgen soll der Rückenwind sehr stark mit Böen bis 65 KM/H sein. Michael Stumme, seines Zeichens langjähriger und erfahrener FL in Hameln hat mir vom Setzen abgeraten,da seiner Meinung nach die Gefahr groß ist,dass die Tauben weit überfliegen und dann gegen den starken Wind zurück Probleme bekommen könnten. Ich habe letztes Jahr schon ein Mal NICHT auf Micha gehört beim Setzen zum 1. Basel-Flug und der ging dann auch prompt für mich voll in die Hose. Micha hat schon Ahnung. Sollte ich auf ihn hören? Aber sie waren ja schon dort und eigentlich sollten sie doch.....oder doch nicht? Oder doch? ARRRRRRRGH!!! Ich habe eine Umfrage im Forum gestartet und werde auch heute gegen 17 Uhr nochmal auf Agrarwetter gucken wie die Windvorhersage ist. Bis gestern Abend als die Mail von Micha kam stand für mich gar nicht in Frage ob ich setze oder nicht. Aber der Bursche hat mich jetzt echt verunsichert. Gerade auch wenn ich an letztes Jahr denke,da hätte ich definitiv auf ihn hören sollen und habe die genau falsche Entscheidung getroffen. Das will ich auf keinen Fall wiederholen! Oh Mann,alles nicht so einfach*seufz*

21.04.2019: Frohe Ostern alle miteinander! Wie man hört,sind die Vorflüge und Preisflüge gestern deutschlandweit recht gut verlaufen und es gab wenig Verluste. So macht Taubensport doch Spaß. Ganz besonders habe ich mich natürlich über das sehr gute Ergebnis vom Thomas ,dem Macher vom Brieftauben-Blog auf Youtube gefreut. Weiter so, Thomas! Aber zählen tut letztlich eben nur die Preisliste......ich drück dir die Daumen das es auch da so gut läuft.
Das Weibchen aus unserer RV, das gestern reingegangen ist, war heute Nachmittag wieder bei den Witwern dabei. Ich werde die Kleine morgen mal einpacken und die paar Kilometer südwärts bis kurz vor ihren Schlag fahren,da scheint doch etwas im Köpfchen nicht ganz zu stimmen. Soll sie dann mal von da aus nach Hause fliegen vielleicht hilft es ja wenn sie den Schlag "sehen" kann.Aber so eine Taube ist natürlich auf Dauer nicht als Reisetaube geignet. Wer schon von 45 KM Probleme mit der Orientierung bekommt und 2 Tage lang keine 20 KM von zu Hause entfernt rumlungert.....der kommt auch von 200 oder 300 KM nicht nach Hause.
Morgen ist schon wieder Einsetzen zum 2. Vorflug, wieder von Dömitz. Einige Züchter wollen den nicht setzen,da sie meinen,es sei zu kurz nacheinander. Aber mal ehrlich: das war gestern ein besseres Haustraining,die Tauben sind heute schon wieder durch die Gegend geknallt wie nix Gutes. Natürlich können die Morgen schon wieder für die gleiche Entfernung in den Kabi. Einzig das der Ostwind am Dienstag richtig stark sein soll macht mir etwas Sorgen. Aber selbst wenn sie drübergehen,man MUSS von einer Taube auch verlangen können,dass sie rechtzeitig umdreht. Alles in Allem glaube ich, dass es dieses Mal etwas länger dauern wird das alle wieder auf der Uhr sind da ich denke,dass die Jährigen doch drüber  gehen werden. Aber insgesamt bin ich optimistisch das es wieder Alles in Allem ein guter Vorflug sein wird. Schauen wir mal.

20.04.2019: Das war ein schöner Kabi-Vorflug heute. Um 09:30 Uhr von 45 KM über der Elbe aufgelassen kamen bei meinem Nachbarn die ersten Tauben schon um 09:58 Uhr an. Bei mir die Erste um 10:04 Uhr und die Letzte um 10:28 Uhr. Ich war erst traurig,weil mein Nachbar mir einige vorgelegt hatte, aber als ich 6 von 7 Tauben zu Hause hatte er "auch" erst 16 von 27. Also von daher echt nicht schlecht. Und wenn man jetzt noch bedenkt,dass es für die Jährigen das allererste Mal Trennen vom RV Schwarm war kann man damit einfach nur hochzufrieden sein. Die erste Zufliegerin war auch schon drin, eine Jährige von einem Züchter der anderen EST. Nachdem sie getrunken hatte, habe ich sie wieder rausgesetzt und dann ist sie auch gleich in die richtige Richtung abgedüst. Jährige! Alle doof im Kopp. Nein,ganz ehrlich: ich bin sehr zufrieden heute. Aber bei den Filmaufnahmen merke ich immer wieder: ich LEBE meine Emotionen! Auch wenn es nur ein popeliger Vorflug ist. Ich bin halt nicht so der stoische Kommentator. Aber so bin ich eben. Wer´s nicht mag, soll´s nicht gucken........

19.04.2019:
URLAUB!!!! :-) So, heute dann also Einsetzen zum 1. Vorflug. Mal schauen,wer von den Sportfreunden alles kommt. Vernünftig wäre ja,wenn alle setzen würden. Leider ist es jedes Jahr wieder so,dass der Saisonstart für einige Züchter total überraschend kommt. Da sind die Tauben erst eine Woche in der Luft, oder es muss noch schnell eine Kur gemacht werden, oder man fährt doch lieber selber, oder man findet den Auflassplatz doof, oder es ist einem zu kurz, oder man setzt nicht weil am Anfang "noch so viele Krücken im Kabi" sind und man sich nichts "einfangen" will oder oder oder. Gründe, nicht zu setzen,kann man viele finden aber sie haben alle eins gemeinsam: sie sind Ausreden. Gefährliche Ausreden,denn eben diese Züchter,die kaum an den Vorflügen teilnehmen, jammern dann auf den ersten Preisflügen über hohe Verluste. Naja, sind alle erwachsen, die müssen wissen, was sie tun. Heute gebe ich jedenfalls die erste Runde Bratwurst aus und je weniger Sportfreunde kommen desto günstiger für mich:-). Dann wollen wir doch mal schauen,was das morgen wird mit den Burschen. Ich bin gespannt.......

18.04.2019: Gestern sind am Nachmittag bei uns,während ich auf einer dienstlichen Veranstaltung war, Langfinger in der Wohnung gewesen und haben das Erdgeschoß durchwühlt. Laut Aussage meiner Tochter waren, als sie nach Hause kam, alle Schubladen aufgezogen und in der Küche alle Schränke geöffnet. Da ich aber keine großen Bargeldbestände oder Schmuck zu Hause aufbewahre und auch die Sparbücher der Kinder an einem sehr sicheren Ort untergebracht sind hält sich der materielle Schaden in Grenzen. Lediglich der "Haushaltstopf" meiner Frau ist nicht mehr da, dort waren so 100€ drin. Die Diebe müssen wohl durch die Terassentür hereingekommen sein, am hellichten Tag in einer Reihenhaussiedlung. Das ist schon dreist. Ich selbst war ja erst gegen 21 Uhr zu Hause. Meiner Frau hat das natürlich ihren heutigen Geburtstatg total verhagelt und sie hat jetzt Angst,dass diese Leute immer wieder einbrechen werden. Ich persönlich denke ja,die haben gemerkt,dass bei uns nicht viel zu holen ist und suchen sich nun lukrativere Objekte.Trotzdem werde ich heute zusätzliche Sicherungen kaufen und anbringen. Und wieder Geld,das ungeplant futsch ist. Echt zum K.....aber konzentrieren wir uns auf das Positive: heute ist letzter Arbeitstag und dann habe ich Uuuuuuuuuuurlaub bis einschließlich 05.05, YES!!!! Ich lass mir doch nicht meine Laune durch ein paar Langfinger vermiesen!!!

17.04.2019: Mein Töchterlein hat nun ein sehr schönes "Unendlichkeitszeichen" über dem rechten Fußknöchel. Sieht klasse aus und sie war sehr sehr tapfer beim Tätowieren. Bin sehr stolz auf mein Mädchen. :-)
Die Tauben haben gestern bei 13 Grad und lebhaftem Ostwind wieder sehr schön geflogen. Das Wetter soll sich ja jetzt auf eine stabile Hochdrucklage mit stahlblauem Himmel, Ostwind und um die 20 Grad einpendeln. Was natürlich für meinen Urlaub und für mich fantastisch ist, ist für die anstehenden Vorflüge insofern nicht ideal,als das bei so einer Wetterlage die Jährigen wohl geneigt sein werden,deutlich zu überfliegen. Wollen wir mal schauen,dass sie nicht zu weit drübergehen,gerade bei meinen Jährigen wird ja die Aufregung groß sein,da sie noch nie in der Situation waren,sich aus einem RV Schwarm lösen zu müssen. Aber eigentlich bin ich da ziemlich unaufgeregt und sehr zuversichtlich,dass die Burschen das gut hinbekommen werden. Sie werden sicherlich nicht im Schwarm einfliegen aber das sollen sie ja auch gar nicht. Wenn sie alle einzeln kommen aber abends letztlich sicher zu Hause sind dann haben sie viel mehr gelernt als wenn der Schwarm sie quasi komplett zu Hause abliefert.
Am Abend hat dann noch der sehr liebe Sportfreund Peter Fuschera aus Schleswig-Holstein angerufen und wir haben uns sehr nett unterhalten. Peter ist ja weit über 80 aber körperlich und vor Allem geistig voll auf der Höhe. Und er ist ein sehr guter Taubenzüchter,der weiß,wie man gute Tauben züchtet. In den letzten 2 Jahren hat er 3 große Derbys gewonnen und viele weitere Spitzenplatzierungen erreicht.Er nimmt seit Jahren nur noch an OLR teil. Ich durfte mir seinen Schlag ja im Spätherbst anschauen als ich ihm einige ersteigerte Tauben hochgefahren habe (sh. Tagebuch) und da sitzt schon eine sehr gute Qualität an Tauben. Ein Weibchen hatte es mir besonders angetan und daraus bekomme ich von Peter zusammen mit seinen Derbytauben dann 2 Junge angeliefert. Eine sehr feine Geste von diesem tollen Sportfreund. Danke, Peter! :-)

16.04.2019: Habe gestern ganz vergessen zu erwähnen,dass die SG Kanitz auch dieses Jahr für die 50. As-Taube einen Enkel des Gigantenpaares stiftet. Abzuholen in 2020. Letztes Jahr hat ja der Heinz Trute vom Team Oberharz diese Taube gewonnen und hat prompt gesagt,dass die dieses Jahr zum Derby für sein Team eingesetzt werden soll. Er ist sich nur nicht schlüssig, ob er sie danach zu sich nehmen oder verkaufen lassen möchte. Ich würde natürlich dazu raten,diese Taube (sofern sie denn das Rennen übersteht) auf seinen Schlag zu setzen,denn jeder kann doch eine deutliche Verbesserung seines Bestandes vertragen. Da ich ja nun schon einige Kinder und Enkel dieses Paares in der Hand halten durfte und mir die Leistungen der erstmalig 2018 gereisten direkten Nachzucht noch geläufig sind (die eine 1. As-Taube beim Derby, der Nestbruder als Juni-Junges schlagbeste Jungtaube im RV Programm bei der SG Kanitz,mehrfach Schlagerster) weiß ich ja,was sich ein Züchter mit dieser Linie auf den Schlag holt. Ich bin wirklich schwer begeistert von den Tauben,die aus diesem Paar fallen! Und auch daran kann man eins sehen: man kann nach Theorien verpaaren,nach zueinander passenden Augen suchen, sich mit der Lehre von Prof. Anker an die Zucht wagen, nach Herzfedern, schwarzen Schwanzbinden, einem schnellen Flügel, dem Augenfleisch und was weiß ich nicht noch was gucken, Familienzucht, Inzucht, Kreuzung betreiben und trotzdem kommt man an einer unumstößlichen Tatsache nicht vorbei: GUT AN GUT! Denn die beste Theorie,die körperlich besten Tauben und ein ausgeklügelter Zuchtweg sind immer unterlegen wenn ein anderer Züchter einfach viel bessere Tauben zusammenpaaren kann. Hat man 2 so aussergewöhnlich gute Tauben wie das Gigantenpaar und paart diese zusammen.........dann fallen da auch wieder gute Tauben raus. Nicht alle, nicht immer,aber viel mehr als als bei allen nach irgendwelchen Theorien oder Merkmalen gezüchteten Tauben. Man muss schlichtweg die Qualität auf dem Schlag haben. Dann und NUR dann kann man anfangen,diese Qualität erhalten und verfeinern zu wollen.Ansonsten kann man sie auch einfach zusammenlaufen lassen.......

15.04.2019: Heute feiert meine Tochter ihren 16. Geburtstag. Nachdem im Dezember mein Sohn schon 18 geworden ist, ein weiterer Beweis dafür,dass ich ein alter alter Mann bin....... Dementsprechend werde ich heute nur kurz bei den Tauben weilen und mich dann meinem kleinen Mädchen widmen. Morgen bekommt sie ihr erstes Tattoo, da muss ich dann auch zum Händchenhalten mit. Mittwoch habe ich Nachmittags eine dienstliche Veranstaltung und Donnerstag hat dann meine Frau Geburtstag. Dementsprechend werde ich wohl nicht mehr zum Training mit den Vögeln loskommen. Aber das ist nicht schlimm. Sie sollten die über den Winter eingestaubte Orientierung jetzt langsam mal aktiviert haben. Ob das wirklich so ist,das werden wir ja am 20.04. beim ersten Vorflug sehen. Ach ja; Einkaufen für die EST muss ich auch noch. Ich gebe wie jedes Jahr beim ersten Einsetzen die Bratwürste aus. Unsere gute Bratwurst vom Metzgermeister frisch vom Gasgrill....das ist etwas,worauf ich mich den ganzen Winter freue.Dazu ein Erfrischungsgetränk und ein bischen Dummschnack mit den EST Kollegen.Schön. Brieftaubensport ist eben viel mehr als Preise fliegen. Ich bin immer wieder erstaunt,dass manche Menschen das anscheinend immer noch nicht begriffen haben.........

14.04.2019: War das ein schöner Vormittag heute,einfach klasse! So und nicht anders stelle ich mir Taubensport vor. Tolle Sportfreunde, gute Gespräche,beste Stimmung, Fachsimpeleien, heitere und spannende Anekdoten und dann raus zum Taubengucken. Diese Tage geben Kraft und Energie für das ganze Jahr. Vielen vielen Dank an Claus und Günter Kanitz, Michael Stumme, Mathias Frank und Gerd Timmel für diesen wundervollen Vormittag. Einfach.nur.geil.
Michael und Mathias haben jeder eine wunderbare Jungtaube aus dem Gigantenpaar bekommen,beide wie gemalt,die werden was. Da bin ich zu 100% überzeugt von. Nur reisen müssen sie die auch, NICHT IN DEN ZUCHTSCHLAG SETZEN!!!!!(du weißt,dass ich dich meine.....)
Und eine sehr erheiternde Situation zum Thema "große Schnauze aber auch was dahinter" hatten wir auch noch. Wir haben ja das Pärchen und alle anwesenden Kinder in der Hand gehabt,unter Anderem auch das Weibchen "34" aus 2017. Die sollte eigentlich gereist werden, wurde aber als Piepser vom Habicht schwerst verletzt und ging dann gleich bei Claus und Günter in den Zuchtschlag. Diese 34 ist in der Hand nochmal eine Umdrehung mehr "Granate" als die Eltern und die Geschwister,deswegen sagte ich zu Claus,er solle auch mal die beiden Jungen aus der 1. Brut der 34 zeigen,wie die so sind. Die 34 ist ja dieses Jahr mit einem Vogel gepaart,der selbst 2x1.Konkurs fliegt. Na jedenfalls sagte dann Günter, dass aus der 1. Brut nur 1 Jungtier ist,das andere Ei war unbefruchtet. Und Claus sagte,dass er die aus den Anderen jetzt nicht so ad hoc rausfinden würden,da es ja fast alles Blaue sind und er wollte die gerade abgesetzte Jungtiermannschaft jetzt nicht durchgrabbeln. Ich flachste rum,dass man doch eine Taube der Gigantenpaar-Linie aus den Anderen rauskennen müsste, da guckte er mich spöttisch an und sagte: "Kannst ja selber mal reingehen und gucken ob du sie findest,ist die Nummer 433.Aber nicht alle druchgrabbeln." Damit wollte er mir wohl freundschaftlich mal "einen mitgeben" so nach dem Motto "findest DU ja auch nicht raus, Steinert". Joah, da musste der Steinert dann mal wieder das Taubenauge auspacken. ICH weiß ja,dass ich das ganz gut kann aber erzählt man das woanders ist man ja der eingebildete Arsch. Na gut, ich in den Jungschlag rein,einen Blick über die ganze Bande schweifen lassen, ein Griff und patsch! hatte ich die 433 in der Hand. Das hat keine 10 Sekunden gedauert. Das Gesicht von Claus: ein Anblick für die Götter!*laaaach*
Und was ein schönes,kleines Weibchen! Von mir ging sie zu Micha Stumme und als der sie in die Hand nahm,da strahlte sein Gesicht richtig. Da ging die Sonne auf! :-)
Tja und da es ja ,auch wenn es um Freunde geht, bestraft werden muss wenn man mich auflaufen lassen will fragte ich dann auch ganz kackfrech den Claus ob ich die Taube jetzt geschenkt haben dürfte. OH, wie er sich gewunden hat! Ein innerer Reichsparteitag für mich! Aber aus der Nummer kam er nicht mehr raus und so schenkte er mir die Taube. Und ich verschenkte sie prompt weiter an Micha Stumme. Das war dann so das I-Tüpfelchen auf dem ganzen tollen Vormittag und ich denke,der Micha ist wie auf Wolken nach Hause gefahren. Ein Jungtier aus dem Gigantenpaar und noch ein grandioser Enkel dazu weil der Steinert ein Taubenauge hat. Und der Claus beißt heute Abend bestimmt ins Kissen*wahahahahahahahahahaha* .......man muss es dem Claus aber, jetzt mal Spaß beiseite, hoch anrechnen ,dass er die 433 hergegeben hat. Man hat ihm angemerkt,dass ihm das echt schwergefallen ist. Respekt daher an Claus Kanitz. Bist ein echt Guter, mein Freund! Daumen hoch!
Zurück zu Hause regnete es durchgehend,deswegen bin ich auch nicht mehr mit den Vögeln zum Training los gewesen,sondern habe die Tauben nur getrennt und versorgt.
An diesen Vormittag werde ich mich noch lange mit einem breiten Grinsen im Gesicht erinnern. Einfach schön,wenn man so tolle Sportfreunde hat.Man sieht sich halt nur viel zu selten.Klasse Tag!:-)

13.04.2019: Gestern nach der Arbeit habe ich die Vögel doch noch mal trotz Wind, 7 Grad und immer wieder durchziehender Regen- und Graupelschauer eingepackt und bin bis kurz vor die Elbe in Flugrichtung auf ca. 40 KM gefahren. Grund war die trotz des Wetters extrem gute Fernsicht. Nach dem Hochlassen fuhr ich nach Hause und kurz vor der Heimat kam ich durch ein kurzes  aber sehr heftiges Regengebiet,vielleicht nur 150-200 Meter, diese Zelle. Dort müssen die Tauben aber weiträumig drumrum geflogen sein,denn sie kamen erst 5 Minuten nach mir geschlossen am Schlag an, wo schon die Weibchen auf sie warteten. Die Tauben sind dann auch gleich für das Familienwochenende zusammengeblieben.
Heute habe ich ausser Baden lassen und Füttern gar nichts an den Tauben gemacht, Freiflug gab es auch nicht. Morgen fahre ich ja zu Claus Kanitz aber ein Filmchen wird es davon nicht geben. Vor einiger Zeit wurde ja quasi nebenan der Zuchtschlag von Heinz Bindacz ausgeräumt und verständlicherweise möchte  Claus nicht ,dass gezeigt wird wie die Tauben gehalten werden und wo das Gigantenpaar sitzt. Das akzeptiere ich dann natürlich auch vorbehaltlos. Da wir Morgen dort schon um 09:30 Uhr antanzen gehe ich mal davon aus,dass wir am Nachmittag wieder daheim sind und wenn dann das Wetter passen sollte,werde ich die Tauben nochmal gen Westen fahren bevor sie anschließend wieder getrennt werden. Das wird dann das letzte Mal selber Trainieren sein, am 19.04. werden sie dann eingesetzt zum 1. Vorflug. Da bin ich schon mal gespannt drauf......

12.04.2019: Es haben mir einige Sportfreunde bezüglich des gestrigen Eintrages ins Gästebuch geschrieben oder eine Mail geschickt. Die Aussagen decken sich in großen Teilen mit dem,was ich auch denke. Einer austrainierten Taube sollten 5 Tage Festsitzen vor einem 130er Flug nicht viel ausmachen. Vielleicht kommen sie dann zu spät für die Preisliste,nun ja,damit muss man dann halt leben,aber größere Probleme mit der Muskulatur und dem nach Hause kommen an sich sollten sie  nicht haben.
Sehr gefreut habe ich mich,als ich gestern gesehen habe,dass der Youtuber Brieftauben Blog mittlerweile schon mehr Abonennten für seinen Kanal hat als ich. Das bestätigt diesen jungen und symphatischen Sportfreund sicherlich nachhaltig in dem,was er tut und lässt ihn auch in Zukunft weitere Videos drehen. Wenn ihr also noch nicht angemeldet seid bei Youtube: erstellt euch dort einen Account, gebt in der Suchleiste "Brieftauben Blog" ein, klickt ein Video an und dann 1. ) auf das gehobene Däumchen klicken, 2.) "Abonnieren" klicken, 3.) die kleine Glocke anklicken damit ihr auch immer eine Nachricht bekommt wenn wieder ein Video erscheint und nicht zu vergessen 4.) in die Kommentarfunktion eine Nachricht schreiben. Ihr helft damit ganz aktiv dem Taubensport in der Außendarstellung und das Anmelden bei Youtube kostet nix.
Und wenn ihr schon dabei seid beim Brieftauben Blog dann könnt ihr ja auch gleich die Youtube Kanäle vom Taubenschlag Insider und vom Brieftaubenkurier abonnieren und Liken. Beides hochmotivierte Sportfreunde,die sich viel Mühe mit ihren Videos geben und bei denen man noch so Einiges an Theorie und Praxis lernen kann.
Gestern Abend war dann wieder Telefonie-Abend. Erst rief das Ruhrpott-Urgestein Dieter Makowski aus Gelsenkirchen an, ein echter "Schalker Jung" mit dieser typisch erfrischenden ruhrpottlichen "Hömma"-Art und Weise. Ich freue mich immer,wenn Dieter anruft, ein lustiger Typ. Und als Koordinator für seine ganzen Taubenkumpels von den "Wurst"-Teams hat er auch kein leichtes Leben, die sind ja schlimmer als ein Sack Flöhe *lach*. Dieter hat  ja auch die Weiße gezüchtet,die jetzt an den 853 gepaart ist. War wieder mal ein schönes Gespräch.
Und kurz danach rief der Sportfreund Stefan Placzek an, ein Züchter,der über das Heidederby wieder mit Tauben begonnen hat und auch ein feiner Kerl ist. Zwei Stunden haben wir am Telefon gequasselt,da blutet einem fast das Ohr :-)  Aber schön war´s. Ungemein wissbegierig, der Mann, und seine Begeisterung für die Tauben und die Vorfreude auf das Derby, an welchem er ja als Team Air Pirates teilnimmt, sind ihm deutlich anzuhören. Ich habe dann zwar fast das gesamte Spiel Frankfurt gegen Benfica verpasst,aber für so nette Gespräche bleibt der Fernseher dann auch GERNE aus. Hat mich sehr gefreut von den Sportfreunden zu hören, von hier aus nochmal danke dafür an euch beide.Jederzeit gerne wieder.:-)

11.04.2019: Ich habe gestern von einem Sportfreund den Reiseplan 2019 kopiert bekommen. Wir haben 3 Vorflüge auf dem Plan, mal gucken,ob die auch alle stattfinden und wie die von den Züchtern angenommen werden. Ich werde nach Möglichkeit alle Vorflüge setzen,denn die Tauben müssen ja bis auf die zwei Zweijährigen lernen,sich aus dem RV Schwarm zu lösen,das kennen die Jährigen vom Derby ja nicht.
Los geht es am 20.04. mit 45 KM,dann am 23.04. wieder 45 Km und am 27.04. 89 KM. Der erste Preisflug ist dann am 04.05. von 130 KM.
Am 27.04. fahre ich ja mit dem Sportfreund Mathias Frank aus Wismar zum Ostseeflug nach Usedom,dort werde ich also Morgens nur die Klappen öffnen und abends schauen,was heimgekommen ist. Der 1. Preisflug fällt auf den Samstag nach meinem Müritz-Trip vom 29.04. - 03.05., da werde ich mal schauen,ob ich rechtzeitig zum Einsetzen am 03.05. um 19 Uhr überhaupt schon zu Hause bin. Die Tauben sitzen dann nach 3 hoffentlich erfolgreich und verlustfrei absolvierten Vorflügen ja 5 Tage im Schlag ohne Freiflug fest,wenngleich ich ihnen natürlich alle Klappen aufmache damit sie den ganzen Schlag nutzen können. Ob man sie dann erfolgreich auf einen 130 KM Flug setzen kann nach 5 Tagen Festsitzen? Austrainiert müssten sie ja bis dahin sein. Schreibt mir doch mal eure Meinung ins Gästebuch,das würde mich mal interessieren......
Falls ich da aber ein schlechtes Gefühl habe oder zu spät vom Angeln am Freitag zurückkomme,dann fällt der 1. Preisflug eben für mich aus. Da ich keinerlei Ambitionen auf irgendwelche Meisterschaften habe wäre das auch nicht schlimm. Der 2. Preisflug ist nämlich ebenfalls von 130 KM. Wir werden sehen, was passiert.
Privat werde ich die Tauben bis zum 1. Vorflug wohl nicht mehr trainieren. Am kommenden Samstag soll das Wetter nicht so gut sein und am Sonntag bin ich ja bei Claus Kanitz. In der Karwoche muss ich arbeiten und am Karfreitag ist ja bereits Einsetzen zum 1. Vorflug. Ich bin ja kein Rentner,der unter der Woche ganz viel Zeit hat. Aber die Tauben waren jetzt 6 Mal aus allen Himmelsrichtungen unterwegs,das sollte die Orientierung dann hoffentlich doch ein bischen geschult haben. Ob es was gebracht hat....das werden wir ja sehen.


10.04.2019: Gestern war ich mit meiner Tochter im Storchendorf Bergenhusen in Schleswig-Holstein. Sie hat sich dort auf eine FÖJ-Stelle beworben und ich habe sie dann zum Vorstellungsgespräch gefahren. Ich dachte immer, wir hier in der Ostheide wären provinziell aber da oben ist ja wirklich NICHTS. Kein Baum, kein Strauch,keine Häuser,nur kilometerlange schlecht gepflegte Asphaltstraßen an Sielen und Kögen vorbei. Naturräumlich sicherlich sehr wertvoll aber für junge Leute ganz bestimmt nicht einfach dort ein Jahr "ab vom Schuß" zu leben.
Doch dort wird noch Naturschutz so betrieben,wie ich es als sinnvoll erachte. Das NABU-Zentrum betreibt dort ein ganzheitliches Flächenmanagement der Feucht-und Nutzwiesen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten. Das heißt,es wird nicht nur eine Art hofiert,geschützt und gefördert, sondern es wird alles dafür getan, den Lebensraum Eider-Treene-Sorge-Niederung als GANZES zu schützen wozu auch ein aktives Raubtiermanagement zählt. Dieses Konzept sollte man auf alle Naturräume in Deutschland anwenden, denn die Biodiversität ist dort oben wirklich fantastisch. Wo sonst sieht man am hellichten Tag Rotschenkel,Kiebitze,Brachvögel, Weihen und sogar eine Sumpfohreule einfach so vorbeiziehen? Das hat mir sehr gut gefallen und die Leute machen einen sehr kompetenten und auch realistischen Eindruck. Naturschutz und menschliche Interessen müssen nicht zwangsläufig gegeneinander arbeiten. Mit einem offenen Blick und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe, wenn man alle Beteiligten mit ins Boot nimmt,klappt das alles viel besser. Das habe ich gestern in der holsteinischen Marsch sehr gut vor Augen geführt bekommen.

08.04.2019: Gestern hatte ich einen wunderbaren Tag mit meinem Sohn beim Anangeln an Fluss und Teich. Forellen und Karpfen landeten bei bestem Wetter im Kescher nebst einer schönen Schleie und diversen Weißfischen. Ein rundum gelungener Tag mit guter Laune, beißwilligen Fischen und intensiven Eindrücken in der frühlingshaft erwachenden Natur. Balzende Habicht wurden beobachtet ebenso wie ein Rohrweihenmännchen,Schwarzspechte,Hohltauben, Eisvögel,Gänse,Kraniche, diverse Singvögel und natürlich die laichenden Erdkröten im Gewässer. Ich habe großes Mitleid mit den armen Seelen,die am zurückliegenden Wochenende nicht draußen in der Natur waren. Gefühlt war ich nur zum Schlafen zu Hause und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unterwegs. Es gibt so viel Schönheit direkt um uns herum aber die meisten Menschen haben verlernt, auch hinzugucken......
Dementsprechend spät kam ich gestern dazu,die Vögel zum Training einzukorben. Dieses Mal ging es Richtung Norden bis kurz vor Winsen/Luhe. Erst um 17:40 Uhr fielen die Klappen und die Vögel zogen rasch ab. Auch das ist für mich eine Art des Windrosentrainings, die Tauben nicht immer nur zur selben Zeit hochzulassen sondern auch mal sehr früh oder sehr spät.
Am Schlag angekommen war noch keine Taube da. Auch das ist auffällig beim Windrosentraining,die Tauben brauchen einfach einen Tick länger. Hätte ich sie jetzt 6 Mal auf demselben Platz gehabt wären sie bereits "eingeflogen" und immer weit vor mir zu Hause. So richtet mancher Spezi ja seine Jungen ab,aber genau dieses "Strichfliegen" will ich ja nicht haben. Die Burschen sollen den Kopf anschalten.
5 Minuten nachdem ich am Schlag eingetroffen war kam der erste Trupp mit den meisten Tauben, nach weiteren 2-3 Minuten der 563 und wieder nach 5 Minuten der 561. Alle Tauben waren sehr nervös,darum tippe ich wieder auf einen Raubvogelangriff unterwegs. Es fehlte der Blauscheck 538,der einzige Scheck im Schlag. Ich fuhr dann nach Hause und glaubte den Vogel verloren. Aber gegen 20:15 Uhr hielt ich es nicht aus und fuhr nochmal in den Garten und siehe da,der 538 saß im Sputnik. So sind doch alle wieder daheim,das freut mich sehr. Jetzt waren sie also aus jeder Richtung mindestens ein Mal unterwegs,mal gucken,ob es was bringt.
Abends rief dann noch mein guter Kumpel Heinz Trute an,der alte Oberharzer. Hat mich sehr gefreut,denn ich hatte mir (wie ich erfahren habe nicht ganz unberechtigt) schon Sorgen um diesen Sportfreund gemacht weil er sich schon länger nicht gemeldet hatte. Hat mich erhlich gefreut,seine Stimme wieder mal zu hören.
Danach rief noch mein Freund Claus Kanitz an und gab mir die Uhrzeit durch,wann ich am nächsten Sonntag bei ihm sein soll. Dort ist dann die feierliche Übergabe je eines Jungtiers aus dem Gigantenpaar 471x949 an die Sportfreunde Michael Stumme und Mathias Frank. Ich werde dort wahrscheinlich noch den Sportfreund Gerd Timmel mitnehmen und ich denke,dass wird ein schöner Tag und eine lustige Runde von tollen Sportfreunden werden. Wenn die Kamera nicht streikt ist sicherlich auch ein kleines Filmchen drin.
Irgendwann ging ich dann den Tag abduschen und fiel glücklich und rechtschaffen ermattet ins Bett. Was für ein Tag, was für ein Wochenende! FRÜHLING!!! :-)

06.04.2019: Heute war ich mit den Vögeln am frühen Nachmittag auf 40 KM gegen die Flugrichtung unterwegs. Die Tauben wurden gestern schon wieder zusammengelassen. Heute Morgen war es noch sehr diesig und auch am Mittag war es noch so "sonnendunstig" durch die schnelle Erwärmung aber die feuchte Luft am Boden. Als ich die Tauben aufließ,merkte man das auch sofort,denn die Tauben kreisten gute 5 Minuten direkt über dem Auto und zogen nicht ab. Neue Richtung, Sonnennebel,man merkte ganz klar,dass darunter die Orientierung litt. Irgendwann zogen sie dann aber ab, natürlich in die falsche Richtung und ich setzte mich mit einem mulmigen Gefühl ins Auto und fuhr nach Hause. Am Schlag angekommen sah ich keine Taube fliegen. Korb ausgeladen, in den Schlag geguckt, es waren nur die Weibchen drin. Das flaue Gefühl im Magen wurde stärker. Doch als ich aus dem Schlag trat da rauschte es und die Vögel kamen geschlossen an. Insgesamt haben sie gute 45 Minuten gebraucht aber ich finde,unter diesen Bedingungen haben sie das gut gemeistert.
Morgen bin ich erstmal beim Anangeln vom Angelverein und je nachdem,wann ich von dort wiederkomme, werde ich die Vögel am Nachmittag nochmal wegfahren. Danach werden die Tauben wieder getrennt und die Vögel mit Rozitol geträufelt. Über das Futter gab es heute und gibt es Morgen Moorkonzentrat,Mineralith und Kräuermix von Röhnfried. Diesen Mix probiere ich dieses Jahr das erste Mal und ich muss sagen,er riecht sehr gut.Mal gucken,ob er auch eine positive Reaktion bei den Tauben hervorruft. Insgesamt bin ich zufrieden heute,die Tauben haben wieder viel gelernt und es keimt eine ganz leise Hoffnung,dass diese Truppe die Flüge gut überstehen könnte. Aber geben wir Ihnen mal nicht zu viele Vorschußlorbeeren. Trainingsweltmeister waren schon viele, aber letztlich zählt nur das,was in der Liste steht.

05.04.2019: Gestern ließ sich nach einiger Zeit mal wieder der Habicht blicken,er zog aber nur von gegenüber der Bahn gemächlich am Schlag vorbei, verfolgt von 2 attackierenden Turmfalken. Die Tauben waren zu diesem Zeitpunkt noch ausser Sicht unterwegs. Mir schien auch der Kropf des Habichts gut gefüllt zu sein,ich muss mal meinen Kumpel Dieter über der Bahn fragen,ob er gestern eine Taube verloren hat. Wenn ich aber derzeit von anderen Züchtern höre und lese,dann ist das Raubvogelproblem bei uns wohl noch nicht so groß oder wir haben schlichtweg Glück,dass sich noch nicht in unmittelbarer Nähe ein Wanderfalke angesiedelt hat. Am Silo keine 200 Meter weg hängt ja schon seit einigen Jahren ein Falkenkasten,aber bis auf Turmfalken hat sich da zum Glück noch nix eingenistet.Liegt vielleicht auch an den am Silo ansässigen Dohlen. Aber wenn ich dann Telefonate habe wie gestern Abend ,wo mir ein Sportfreund aus dem Raum Salzwedel völlig niedergeschmettert berichtet,dass er bereits 20 Junge und 8 von 26 alten Vögeln an den Falken verloren hat,wenn ich ich höre,dass dort an einen geregelten Freiflug gar nicht zu denken ist,dass die Tauben gar nicht aus dem Schlag wollen, wenn ich die Berichte der Züchter aus dem Berliner Raum lese oder das Tagebuch meines guten Freundes Uwe Heeschen,der sonst relativ verschont war aber dieses Jahr extrem unter dem Greifvogel zu leiden hat, dann steigt in mir echter Groll gegen diese blinden,tauben und dummen Menschen auf,die unter Naturschutz die einseitige Protektion und Ansiedlung von Raubwild verstehen. Es gibt sicherlich auch viele sehr engagierte,fachlich gute und umsichtige Naturschützer,die begriffen haben,dass es einen vernünftigen Naturschutz nur in einer gesamtheitlichen Betrachtung des ganzen Ökosystems geben kann, aber die Raubtiere sind einfach ein zu gutes Zugpferd um sie mal realistisch zu betrachten.Denn es geht ja nicht nur um den Schaden bei uns Brieftaubenzüchtern(Raubvögel), bei Teichwirten und Angelvereinen (Fischotter und Kormoran) oder Weidetierhaltern (Wolf) sondern um den Druck,der durch die sich immer ungezügelter vermehrenden Raubtiere auf das gesamte Ökosystem und damit auch auf ganz viele andere bedrohte Arten ausgeübt wird. Bei einer derart durch den Menschen zersiedelten Natur,bei derart kleinräumigen Habitaten,die noch intakt sind, bei der intensiven Landwirtschaft,die betrieben wird kann man froh sein über jeden Wiesenpieper,über jeden einzelnen Brachvogel, über jede Schwalbe, über jede Wachtel und jedes Rebhuhn,dass hier noch ein Zuhause findet. Aber das Räuber-Beute-Verhältnis stimmt schon lange nicht mehr und das maßgeblich durch den massiven Eingriff im Rahmen einer völlig falsch verstandenen Naturschutzpolitik. Wenn ich Sätze höre wie "Ziel ist es bis zum Jahre x in Schleswig-Holstein eine flächendeckende Besiedlung mit Wanderfalken zu haben" dann sträubt sich mir alles. Wir hirnlos ist das denn? Völlig ohne Sinn und Verstand und rein auf Publicity gemünzt. Das weite Teile von S-H im Winter nahezu "beutefrei" sind und der Großteil der putzigen im Kasten mit Webcam aufgezogenen Jungfalken dann verhungert: stört keinen. Das sogar in Vor-DDT-Zeiten große Teile Deutschlands vom Felsbrüter Wanderfalken gar nicht besiedelt wurden,er also gar nicht in diese Ökosysteme gehört: interessiert keinen. Das viele andere,teils sehr seltene Arten massiv unter dem zusätzlichen Druck durch eine unnatürlich überhöhte Räuberpopulation leiden: wird hingenommen. Und wozu? Damit man Geld und Mitglieder bekommt und seine "Gemeinnützigkeit" beweisen kann. Und jedes  Mitglied eines Naturschutzverbundes,das ohne dagegen aufzustehen diese Politik mitträgt macht sich mitschuldig am stetig stärker werdenden Artenrückgang in Deutschland. Aber ich denke,die großen Verbände werden erst dann erkennen,dass ihr Weg falsch ist,wenn es für sehr viele Arten bereits zu spät ist. Die sind schon genug durch den Menschen unter Druck. Ein völlig verschobenes Räuber-Beute-Verhältnis ist dann der finale Todesstoß. Da fallen wir gebeutelten Taubenzüchter gar nicht mehr ins Gewicht. Der Schaden für das gesamte "Ökosystem Deutschland" ist ungleich höher und der Rückgang der Biodiversität ganz schwer bis gar nicht mehr ausgleichbar. Und das ist dann nicht nur ein Verlust für die direkt betroffenen Kleintierzüchter,Angler oder Weidetierhalter sondern für ALLE Menschen dieses Landes.
Der Züchter aus Salzwedel hat resigniert. Er lässt nicht mehr raus und will seine Tauben nur noch in die Kabine stecken. Das dies bei fehlendem Training am Haus eigentlich nicht gut gehen kann,weiß er. Ich habe ihm davon auch abgeraten. Aber der Mann ist fertig. Im Herbst will er dann endgültig aufhören. Ich kann es ihm nicht verdenken..........

04.04.2019: Auch gestern hatte ich wieder Besuch vom Stadttaubenweibchen bei den Vögeln. Die scheint nachmittags schon auf die Burschen zu warten und schließt sich gleich dem Pulk an. Mal gucken,was das noch wird. Und gestern ist mein Paket von Sandeck angekommen. Carni-Speed, Kräutermix und Rozitol sind jetzt einsetzbar. Die Vögel werden am Wochenende das erste Mal geträufelt.

03.04.2019: Auch gestern war wieder "rumble in the jungle", die Vögel reißen echt ein super Pensum ab. Als sie dann landeten war irgendwie eine Taube mehr dabei. Und da saß dann zwischen meinen prächtigen Brieftauben eine kleine Stadttaube mit rum,ein Weibchen. Das kommt ab und an mal vor,das Silo ist ja in Sichtweite,die Flugachse von der Stadt zum Silo läuft direkt an der Bahnlinie vor dem Garten lang und manchmal schließt sich eine kurz dem Schwarm an. Auf das Dach kommen diese Feldflüchter aber eher selten. Doch dieses Weibchen war so angetan von den schicken Jungs,dass sie sogar kurz davor war,einzuspringen. So ist das im Frühling mit den Hormonen. Am Einspringen konnte ich sie aber hindern,will mir ja nix einschleppen. Obwohl: wenn man das Weibchen gestern gesehen hat,dann war bis auf die Größe,den kleinen Feldflüchterkopf und die roten Augen nicht erkennbar,dass es eine Stadttaube ist. Das hätte vom Gefieder,vom Glanz und von der Nasenwarze her auch eine top gepflegte Brieftaube sein können. Denn bei den Stadttauben,die hier auf dem Land ja meist ihre Nahrung wie damals die Feldflüchter auf dem Bauernhof auch nicht primär mit Pommes und Abfällen "aufpeppen" sondern nur in der Stadt brüten und zum Fressen aber auf die umliegenden Felder fliegen, da greift die Evolution ganz rigoros durch. Die Schwachen,die Anfälligen,die Unvorsichtigen und die ohne ein robustes Immunsystem, die ,welche im Nest mit dem Wachstum nicht hinterherkommen,die sortieren sich so früh selbst aus,dass sie ihre Gene gar nicht mehr weitergeben können. Ich bin immer wieder erstaunt,wenn ich die Stadttauben bei uns so sehe, wie gesund diese Population ist. Da liegt keine Feder krumm,die Nasen strahlen weiß,die Augen sprühen vor Lebenskraft, das ist schon klasse. Die Natur sorgt schon dafür,dass in einer Population nur die Stärksten und Gesündesten durchkommen. Nur wir Taubenzüchter sind so, man muss es sagen, doof, jede kränkliche Taube,jede schlecht aufwachsende Taube, jede anfällige Taube durchzuschleppen, notfalls mit Medikamenten,die auf Dauer auch bei Gesunden die Darmflora schädigen. Und warum? Weil meist diese Tauben "so eine schöne Abstammung haben". Alles Blödsinn,sowas. Im Schlag sind WIR die Natur und wenn wir unserem Gesamtbestand etwas Gutes tun wollen,müssen wir ebenso hart sein wie sie. Die Natur ist eben nicht "nett", sie ist kein Ponyhof. Die Natur ist hart,manchmal grausam,aber letztlich nur konsequent und gerecht. Mit falsch verstandener Tierliebe kann man seinem Bestand viel antun. Tierliebe ist es, die Schwachen auszusortieren. Und nicht nur den Gesunden gegenüber,sondern auch den Schwachen,denn wenn man die rechtzeitig rausnimmt,erspart man ihnen ein schlechtes Leben .

02.04.2019: April, April! :-) Natürlich werde ich das Derby NICHT absagen. Aber die Meisten von euch konnte ich auch gar nicht aufs Glatteis führen. Ich bedanke mich hiermit aufs Höflichste für die vielen witzigen Mails und Gästebucheinträge. Ein bischen Spaß muss sein.
Gestern waren die Vögel das erste Mal seit dem Trennen alleine draußen und ich weiß nicht,ob es an dem Wetter lag (Blauer Himmel,klare Luft, 12 Grad, frischer Wind) aber die sind geflogen wie sie bislang noch nie geflogen sind. Gute 45 Minuten gaaanz hoch inklusive 20 minütigem Wegziehen, Wiederkommen, klatschend um den Schlag mit hochgestellten Flügeln segelnd,dann wieder über die Bahn in den Schwarm des Nachbarn stoßend usw., eine wahre Freude,dort im Garten zu stehen und diesem Treiben und dieser Lebensfreude zuzusehen. Einfach herrlich! Dafür bin ich Taubenzüchter geworden,da geht einem das Herz auf,wenn man seine Truppe so sieht,das macht Spaß,da steht man dann wie ein Honigkuchenpferd grinsend im Garten und weiß,das man gesunde Tauben hat und in der Versorgung bislang nicht allzu viel falsch gemacht haben kann. Toll! Einfach toll!Taubensport: mein Hobby.

01.04.2019: Gestern am frühen Nachmittag habe ich die restlichen 14 Tauben eingepackt und bin bei bestem Wetter aber starkem Nordwind auf 40 KM, aber nicht gen Osten sondern gen Süden(wg.Kopfwind), gefahren. Da ich ja nun keinen Experiment-Jungschlag aufbauen kann werde ich halt mit den Alten in die Windrose gehen und schauen,ob das irgendwas für die Orientierung und gegen Verluste auf der Reise bringt.Tja und was soll ich sagen: es ist ziemlich gut gelaufen dieses Mal. Als ich am Schlag ankam und gerade die Körbe auslud, traf der erste Pulk aus 7 Tauben ein und kreiste noch ein paar Mal. Während dieser 1-2 Minuten wuchs der Pulk auf 11 Tauben an, die auch alle zusammen landeten und zügig im Schlag verschwanden. Ich blieb dann noch etwa 15 Minuten am Schlag aber die 3 fehlenden Tauben( 1 V 2 W) tauchten in der Zeit nicht auf. Als ich dann aber gegen 19 Uhr zum Trennen der Tauben in den Garten fuhr,waren alle wieder an Bord. Die Tauben wurden dann auch gestern Abend getrennt und die Nester abgeräumt. Nun beginnt die Witwerschaft mit dem kleinen Zusatz,dass bis zur Reise die Tauben am Wochenende zum "Familienwochenende" zusammengelassen werden,damit sie nicht zu schnell die Lust an der Witwerschaft verlieren. Die Weibchen werden nun auch nicht mehr mittrainiert sondern erwarten die Vögel,wenn diese vom Training kommen. Ich werde nun noch ein paar Mal mit den Vögeln in verschiedene Himmelsrichtungen auf jeweils 30-40 Km fahren und sie dann erwartungsvoll auf die Vorflüge der RV mitgeben. Bin sehr gespannt, ob sich das Windrosentraining irgendwie erkennbar auswirkt. Wir werden sehen.
Gestern habe ich mich auch dazu entschlossen,das Heidederby 2019 abzusagen. Das wird mir alles zu viel. Mal gucken,wie ich den Teilnehmern das Geld zurückzahlen kann.............

29.03.2019: Die Tauben laufen nun von den Gipseiern und werden dementsprechend am Wochenende getrennt. Die Versorgung wird nun auch schon auf die Reise umgestellt,das bedeutet Reisefutter Supra Energy von RUKU mit 10 % Hanf. Auch die Versorgung mit den Beiprodukten,die ich auch auf der Reise einsetzen will, wird jetzt schon so begonnen,wie sie dann auf der Reise durchgezogen wird. Zusätzlich werden die Vögel am Wochenende das erste Mal mit Rozitol geträufelt. Dies werde ich alle 3-4 Wochen wiederholen. Bei so wenigen Tauben ist das ja schnell gemacht. Man kann nun darüber sinnieren,ob das alles so sinnvoll und notwendig ist,wenn man sowieso nur 6 Flüge setzen will,aber auf diese 6 Flüge sollen sie halt optimal vorbereitet und versorgt gehen.
Ab der nächsten Woche werden die Vögel 3 x die Woche abends trainiert anstatt nur herausgelassen,immer aus verschiedenen Richtungen bis maximal 40/50 KM Luftlinie. Sie sollen ja nicht primär Kondition aufbauen,das haben sie schon und tun sie auch weiterhin am Schlag,sondern sie sollen ihren eingestaubten Orientierungssinn trainieren. Der wichtigste "Muskel" der Tauben sitzt nun mal IM Kopf.
Gestern wurde ich lobend im Youtube-Video eines Züchters erwähnt. Es freut mich immer sehr wenn meine kleinen aus der Hüfte gefilmten Beiträge andere Züchter erfreuen. Und deshalb muss ich euch natürlich ganz eindringlich als Tipp den Youtube-Kanal "Brieftauben-Blog" ans Herz legen (der filmt auch viel besser als ich ). Einfach mal Brieftauben Blog in die Suchleiste bei YT eingeben. Ein junger Mann mit einem sehr schönen Taubenbestand der auch schon einige sehr gute Erfolge vorzuweisen hat. Reist in der RV Potsdam,wenn ich mich recht erinnere. Also schaut bei ihm gerne mal vorbei, lasst ein Abo und ein Like da und unterstützt so auch die Außendarstellung des Brieftaubensportes in den sozialen Netzwerken. Denn jeder Taubenzüchter,der sein Hobby nach Außen positiv darstellt, zählt. Also nicht vergessen: Brieftauben Blog auf Youtube abonnieren!!!

28.03.2019: Auch gestern haben die Tauben am Haus ganz hervorragend geflogen. Einen Raubvogelangriff gab es nicht. Und gestern Abend hat noch mein Kumpel Mirko Werner angerufen. Die erste Runde aus seinen Meyerholz-Tauben ist abgesetzt,die zweite Runde liegt bei den Witwern und die dritte Runde wird gerade von den Zuchttauben bebrütet. Man merkt ihm an,wieviel Freude ihm die Tauben von Manfred bereiten und das freut auch mich sehr. Ich drücke ihm nun ganz fest die Daumen,dass der Wanderfalke ihn dieses Jahr in Frieden lässt und der renitente Habicht sich andere Gegenden zum Jagen sucht.
Auch mein Kumpel Roli Wirz aus der Schweiz hat sich gemeldet. Er trotzt weiterhin tapfer seiner Taubenstauballergie-Diagnose. Hauptsache, er schützt sich immer gut. Taubenstaublunge ist kein Spaß. Einige Züchter, darunter auch er, haben ja die Regionalgruppe gewechselt wegen interner Konflikte und reisen nun weitab vom Schuß. Auf den kurzen Flügen rechnet er sich dort keine Chancen aus. Wir werden das sehen, Qualität hat der Roli ja genug auf dem Schlag.
Ein bischen Sorge mache ich mir um meinen Freund Heinz Trute. Sonst rief er immer alle 2-3 Wochen an und wir haben mindestens 1 Stunde gequatscht, jetzt hat er sich schon seit Weihnachten nicht mehr gemeldet. Nicht,dass da was passiert ist. Ich muss wohl die Nummer mal rauskramen.....
Ansonsten ist ein Viertel des Jahres nun schon bald wieder rum und die heiße Phase vor den Preisflügen im Mai geht so langsam los. Mal gucken,wann hier der erste (Vor)flug angeboten wird und wann ich den Reiseplan mal zu Gesicht bekomme........

27.03.2019: Leider ist gestern keine Taube mehr gekommen. Schade,das Wetter war eigentlich gut zum Nachkommen. Dann kann ich hinter die 3 wohl einen Haken machen. Die Tauben waren gestern Nachmittag wieder draußen und sind wieder sehr ansprechend geflogen. Das Verhalten am Schlag gefällt mir ausnehmend gut.

26.03.2019: Trotz des Schietwetters gestern ist noch 1 Weibchen nach Hause gekommen. Es fehlen also noch 4 Tauben, 1 V und 3 W. Wobei der Vogel schon den ganzen Winter über durch sein schwaches Nervenkostüm aufgefallen war. Manche Tauben sind eben offenbar durch Erlebnisse psychisch so beeinträchtigt,dass sie nicht mehr für den Korb taugen. Das ist schade,denn körperlich war dieser Vogel einer der Besten. Insgesamt bin ich aber mit den Vögeln sehr zufrieden. Und vielleicht kommt heute ja auch noch was,denn das Wetter ist deutlich besser als gestern und wenn die Tauben noch leben und Zeit hatten zu trocknen können sie sich wieder auf den Weg machen. Ich habe jedenfalls die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die eine oder andere Taube doch noch wiederzusehen. Ab der nächsten Woche müssten die Tauben auch von den Eiern laufen und werden dann getrennt. Dann werden sie mehrmals in der Woche nach dem Windrosenprinzip trainiert. Vielleicht auch mit Einzelauflässen. Denn bis auf die beiden Zweijährigen haben sie ja nie in einer Kabine mit vielen anderen RV Tauben gesessen und sich aus dem RV Schwarm lösen müssen. Wenn ich ihnen also diese Unterstützung bei der Schärfung des Orientierungssinns geben kann werde ich das auch tun.

25.03.2019: Am Wochenende ist mir wohl der Lenz zu Kopfe gestiegen. Am Samstag habe ich den ganzen Tag im Garten gewerkelt und dabei total vergessen, dass wir am Nachmittag RV Versammlung hatten. Das fiel mir dann Abends vor dem Fernseher wieder ein. Aber wie ich gehört habe,gab es nichts Spannendes und Neues zu hören. Ein Sportfreund musste sogar geweckt werden weil er im Sitzen eingeschlafen ist..........
Am Sonntag hat es mich dann gepackt und ich habe die Tauben eingekorbt und bin gleich auf 30 KM gefahren. Bei bestem Flugwetter,so der Gedanke, müssten sie doch von einem Auflassplatz wo sie schon  mal als Junge waren, doch problemlos nach Hause finden. Auch die Weibchen wurden mitgenommen mit Ausnahme der Beiden  von den beiden 2-Jährigen. Denn ein jähriger Vogel fliegt zur Not auch nur auf das erste eigene Territorium,ein Mehrjähriger braucht dann schon seine Herzensdame dazu,wenn er heimkehrt.
Leider zog es sich dann aber ziemlich zäh hin und am Abend fehlten noch 5 von 18 Tauben. Ich habe dazu ein Video gemacht und gestern Abend sogar kurz überlegt,ob ich das nicht lieber löschen und nicht einstellen soll. Denn wenn man zugibt,dass etwas nicht gut gelaufen ist macht man sich ja für jeden Hans und Franz angreifbar. Wenn man manche Taubenzüchter so hört und liest könnte man ja meinen,man sei der Einzige,der auch nach langen Jahren immer noch Fehler machen kann. Nun ja, schlussendlich habe ich das Video doch freigeschaltet,denn mein Motto lautet ja: immer offen und ehrlich. Und das gilt halt auch bei negativen Dingen,die passieren.
Allerdings,wenn ich ganz ehrlich bin: soooooooo negativ sehe ich das gestern gar nicht. Natürlich ist es doof,dass derzeit noch 5 Tauben fehlen. Und da das Wetter heute umgeschlagen ist, wird es für diese 5 Tauben auch schwer,wieder zum Schlag zu kommen nach einer durchweichten Nacht. Aber es sind auch Informationen generiert worden, die interessant sind. So fehlt z.B. nur 1 einziger Vogel. Aber 4 Weibchen. Und alle Tauben sind topfit,die sind also nicht wer weiß wohin geflogen, sondern in der Nähe verblieben und haben gesucht bzw. sich irgendwo verkrochen und sind dann später,als die Luft rein war, gen Heimat gestartet. Und so mussten sie quasi alle allein ihren Weg ohne Schwarm nach Hause finden und das kann ja nur gut für die Orientierung sein. Ich schätze mal,dass es tatsächlich einen Raubvogelangriff auf den Schwarm gab,der die Tauben in alle Richtungen auseinandertrieb. Es sind ja derzeit noch wenig Tauben in der Luft. Ein Sportfreund meiner RV rief gestern an und teilte mir mit,dass er gestern das erste Mal überhaupt rausgelassen hat. So unterschiedlich ist das hier noch. Und um einigen Automatismen vorzubeugen: nein,ich habe nicht so früh trainiert,weil ich "Meister" werden will sondern es war eine ganz spontane, impulsive Entscheidung aufgrund des herrlichen Frühsommerwetters. Sicherlich nicht die beste Entscheidung,die ich je getroffen habe. Ich weiß. Eine Steilvorlage für alle,die mich eh nicht leiden können,sich das Maul zu zerreißen. Aber nun ja, mein Kreuz ist breit und mein Fell dick, auch dieses Tal werde ich unbeschadet durchschreiten.

22.03.2019: Leider muss ich das geplante Experiment auf nächstes Jahr verschieben. Schade. Aber heute kam der Lohnsteuerbescheid und die Rückerstattung fiel nicht so üppig aus wie ich es gedacht hatte. Zusammen mit den ungeplanten 1700 € für Heizung und Auto ist ein Neubau,wenn auch ein kleiner,dieses  Jahr somit schlicht nicht drin. That´s life!
Geplant hatte ich, einen Schlag für max. 12 Tauben zu bauen. Diese hätte ich im Mai geholt und während der ersten Wochen per Handfütterung auf dem Futtertisch auf mich geprägt und auch nur IN einem Reisekorb gefüttert. Ab Anfang Juni sollten sie sich den ganzen Tag,nachdem die Vögel morgens draußen waren, frei im Garten bewegen dürfen.Also Klappen auf Morgens und Abends bevor die Derbytauben rauskommen wieder zu. Sie hätten machen können,was sie wollen.
Ab Anfang Juli hätte ich sie jeden Tag Morgens mit zur Arbeit genommen,den Tag über im Korb im Parkhaus im Auto stehengelassen (natürlich mit Tränke dran) und dann wäre ich jeden Tag bevor ich in den Garten fahre in eine andere Richtung gefahren und hätte sie aufgelassen. Also quasi ein Windrosentraining. Manchmal hätte ich sie auch gleich Morgens ganz früh weggefahren(vor der Arbeit) oder Abends ganz spät  kurz vor dem Dunkelwerden. Ab Ende Juli wären sie dann in der RV mitgegangen. Ich wollte damit folgende Punkte testen:
1.) Verluste am Haus bei offenem Schlag. Normal ist es ,dass man hier 20-30% der Tauben am Haus verliert. Also bei 12 Tauben etwa 3-4 Stück. Interessant wäre es gewesen, zu sehen,ob dies bei offenem Schlag genauso viel, mehr oder aber weniger Verluste gewesen wären.
2.) Reaktion auf die JTK.Junge,die den ganzen Tag tun und lassen können,was sie wollen,kommen viel mehr mit der Umwelt in Berührung, nehmen viel mehr auf als klassisch gehaltene Junge. Interessant wäre gewesen, ob die JTK auch bei diesen Tauben kommt, wenn ja,wie schwer die Verläufe sind und wie schnell die Tauben damit  fertig werden.
3.) Verluste beim Training. Kommen beim Windrosentraining zu unterschiedlichen Zeiten an immer anderen Orten mehr Tauben weg als beim "normalen" Strichfliegen?
4.) Reiseleistung. Sind so gehaltene und trainierte Mai-Junge gegenüber "klassischen" Jungen auf der Reise im Vorteil? Fliegen sie schlechter oder besser? Oder ist kein Unterschied erkennbar?
5.) Verluste auf der Reise. Sind diese bei den Tauben höher,gleich oder weniger als bei "klassischen" Jungtauben?
Das wären mal interessante Punkte gewesen,die man einfach mal mit so einem Testschlag in Erfahrung bringen könnte. Naja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.


20.03.2019: Frühlingsanfang! :-) Und pünktlich dazu ist gestern meine Heizung verreckt. Neues Steuergerät erforderlich, 1200 Euronen futsch. Beim TÜV am Freitag wurde festgestellt,dass jetzt pronto die komplette Bremsanlage vorne gemacht werden muss, nochmal 500 Euronen futsch. Und dabei wollte ich doch am Wochenende anfangen,meinen Experimentschlag zu bauen. Das wird wohl erstmal nix. Und mein neues Tattoo,was ich mir im Mai stechen lassen wollte muss ich wohl auch nach hinten schieben. Noch gar nicht eingeplant hatte ich den neuen Rasenmäher,den ich dieses Jahr wohl doch mal kaufen muss. Puh, ich glaube,ich muss mal Lotto spielen, so ein paar Milliönchen würden ganz gut tun.
Aber gibt auch Positives. Gestern ist der Sack Hanf angekommen den ich bestellt habe. Keine Angst, es ist Futterhanf,ihr werdet keine Cannabisplantage bei mir im Garten finden. Hanf ist einfach das beste Futtermittel,dass es gibt. Leicht verdaulich und alles drin,was die Taube braucht. Ab Anfang April gibt es wieder 10 % davon im Futter.
Die Tauben sind gestern wieder sehr ansprechend und ohne Raubvogelangriff geflogen.Sie ziehen teilweise schon kurz ausser Sicht und das obwohl sie ja eigentlich etwas flugfauler  sind wenn sie auf Nest sitzen. Bin insgesamt sehr zufrieden mit der Truppe.

19.03.2019: Gestern Nachmittag war es immer noch sehr windig mit stürmischen Böen aber trocken und sonnig. Also raus mit den Tauben! Und wie schön sie geflogen sind, man hat ihnen echt angemerkt,dass sie sich freuen,ihre Flügel mal wieder nach Tagen richtig bewegen zu dürfen. Man kann sagen ,was man will, Tauben sind eben Vögel und Vögel gehören an den Himmel. Das die Züchter in weiten Teilen Europas mittlerweile gezwungen sind,ihre Tiere monatelang einzusperren weil die Verluste durch die Greifvögel sonst exorbitant hoch wären, das kann einfach nicht natürlich sein. Aber darum machen sich ja die Greifvogel-und selbsternannten Tierschützer absolut keinen Kopf. Da fragt man sich ja woher diese Leute ihre fachliche Qualifikation haben um die komplexen Abläufe innerhalb eines Ökosystems bestimmen und dann festlegen zu können,dass es an der Zeit ist, massiv Raubtiere anzusiedeln. Beim Fischotter ist es doch dasselbe. Wie haben doch BUND und NABU gejubelt, dass man vor ein paar Jahren hier erfolgreich Fischotter angesiedelt hat die sich auch bis jetzt fleißig vermehrt haben. Leergeräumte Teichwirtschaften und Fischereivereine,die eh schon stark vom Kormoran gebeutelt wurden, die wurden links liegengelassen. Aber mittlerweile sind diese Naturversteher gar nicht mehr so glücklich mit dem Fischotter. Denn der frisst eben nicht nur Forellen und Weißfische sondern auch seltene Arten wie die Groppe und er hat mittlerweile auch gelernt,dass man Muscheln knacken und so ohne viel Aufwand an Beute kommen kann. Somit sind die letzten Bestände der äußerst seltenen europäischen Flussperlmuschel hier bei uns nahezu erloschen und jetzt ist das Gejammer intern groß. Trotzdem wird der Fischotter immer noch als Erfolgsmodell verkauft, er ist ja auch so putzig. Und ein Städter,der noch nie eine Kuh gesehen hat,der soll ja auch gar nicht über die ökologischen Auswirkungen der Ansiedlung von Raubtieren in einem räumlich eng begrenzten Habitat nachdenken,nein,der soll sich an niedlichen Bildern erfreuen und 1x im Monat seine Spende per Dauerauftrag überweisen. Und das gleiche Prinzip wird doch mit dem einseitigen Raubvogelschutz und der massenhaften Ansiedlung von Wanderfalken,sogar in Gebieten, wo sie vor DDT gar nicht heimisch waren, verfolgt. Es ist tatsächlich zum Haareraufen mit dieser ungezielten und völlig sinnfreien Naturschutzpolitik,die manches Mal betrieben wird. Ich habe es schon öfter gesagt: Naturschutz zu betreiben,indem man RAUBTIERE schützt und ansiedelt ist in etwa so effektiv,wie ein Haus bauen zu wollen und mit dem Dach anzufangen!!! Naturschutz ist immer ein ganzheitliches Konzept und die Raubtiere kommen erst ganz zum Schluß....und meistens auch von allein ohne menschliche Hilfe,denn es heißt ja nicht umsonst WANDERfalke. Es dauert dann nur halt ein bischen länger aber die großen Naturschutzverbände wollen ja rasch Ergebnisse,die sie ihren Mitglieder als große Erfolge verkaufen können. Und damit machen sie mehr kaputt als sie aufbauen.

18.03.2019: Ein sehr stürmisches und nasses Wochenende ohne Freiflug liegt hinter uns. Am Samstag durften die Tauben baden,was sie auch wieder sehr gut angenommen haben. Und ich bin immer wieder begeistert wie brav doch manche getroffenen Hunde über jedes Stöckchen springen,das man ihnen hinhält. Die positiven Kommentare und die vielen gehobenen Daumen im Video von Samstag beweisen ja, dass es doch durchaus positiv aufgenommen wurde. Insofern mache ich mir über irgendwelche Hass-Kommentare im Forum auch keinen großen Kopf. Wer glaubt,dass ihm der Schuh dessen,was ich ihm Video ansprach, passt, der möge sich ihn auch anziehen. Bezeichnend ist ja,dass diese Person(en) nicht mal verstehen,dass bei youtube eben NICHT nur Sportfreunde aus dem Forum unterwegs sind sondern ganz viele junge Leute, Jugendliche, Anfänger usw. die dankbar für jedes Video sind. Und wenn ich diesen Menschen mit meinem Video vermitteln konnte,was wirklich wichtig ist im Taubensport(und das sind nicht 1. Konkurse und Blechteller,die man sich an die Wand nageln kann), dann bin ich zufrieden. Und diejenigen, die die Videos doof finden.........die kann ja niemand zwingen,sie zu gucken. :-)

15.03.2019: Auch heute wird wohl kein Freiflug möglich sein,da ich gleich nach der Arbeit mit dem Auto zum TÜV muss. Dafür mache ich heute den Schlag über das Wochenende komplett für die Tauben auf,damit sie wenigstens innerhalb des Schlages ein wenig freier fliegen können. Da sie ja mittlerweile alle ein Gelege haben werden sich die Pärchen also auch nicht mehr in irgendwelche Ecken drücken. Und wenn sie ein paar Tage wieder die ganze Anlage für sich haben meine ich eine gesteigerte Freude bei den Tauben zu erkennen. Kann aber natürlich auch nur ein subjektiver Eindruck sein. Das Futter wird am Wochenende wie immer mit Moorkonzentrat und Mineralith angemischt,ansonsten passiert nicht viel Neues.

14.03.2019: Es ist immer ganz interessant auf welchen Wegen Sportfreunde von meinem Derby erfahren. Gestern Abend hatte ich einen Anruf von einem Sportfreund aus der RV Begatal, Regio 258. Der hatte auf der Regionalversammlung mit jemandem gesprochen,der teilnimmt, kam so über Youtube auf die Homepage und wollte nun auch mitmachen. Leider musste ich diesem Sportfreund ja absagen,da das Rennen bereits ausverkauft ist. Aber wir haben uns eine Zeitlang nett unterhalten und für Kassel 2019 ein Treffen ausgemacht. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Resonanz diese kleine Veranstaltung erfährt. Und im Vergleich zu anderen Derbys ist meines ja wirklich eine ganz kleine Nummer. Aber sowas wie gestern freut mich dann immer sehr.
Gestern war aufgrund des Sturms kein Freiflug möglich und auch heute wird es wohl den ganzen Tag durchregnen.Also auch kein Freiflug. Damit muss man eben leben. Aber ab Mitte nächster Woche soll der Frühling ja mit Macht ins Land ziehen. Vielleicht haben dann auch die Raubvögel erstmal andere Dinge als Taubenjagd im Kopf. Schaun mer mal........

13.03.2019: Auch gestern Nachmittag hatten die Tauben wieder Freiflug ohne das ein Raubvogel angegriffen hat. Das Reingehen klappt mittlerweile hervorragend, hat wohl auch mit dem Nesttrieb zu tun. Und derzeit passiert wieder etwas,dass mich daran erinnert, warum ich die Nistzeit manchmal nicht mag: die Tauben scheißen wieder diese extrem großen,extrem stinkenden Würste wenn sie nach Stunden vom Nest kommen. Öööörghs! Es gibt echt schönere Zeiten mit diesem Hobby.

12.03.2019: Gestern Nachmittag war es immer noch sehr windig aber trocken und aufgelockert,sodass ich den Tauben Freiflug gewähren konnte. Sie flogen bereits sehr schön und auch der Habicht ließ sich nicht blicken. Dann kam noch mein Kumpel Dieter von "über der Bahn" kurz zu Besuch und erzählte,dass sie jetzt nach 2 Wochen Rauslassen 2 Tauben Verlust haben. Das Eine war defintiv ein Sperberweibchen,weil die auf der Taube saß ohne sie zu "durchdolchen". Leider hatte das Sperberweibchen der Taube schon ein Loch in den Kopf gehackt als Dieter dazu kam,so war die verletzte Taube letztlich nicht mehr zu retten. Ein Sperberweibchen hat zu kleine Krallen um die Taube damit tödlich zu verletzen,sie sitzt auf der Taube und nutzt die Schockstarre aus um der Taube den Hals oder Kopf aufzureißen. Falls das nicht funktioniert krallt sich ein Sperberweibchen auch gern an der Taube fest und fängt an,diese bei lebendigem Leib aufzufressen. Videos davon gibt es bei Youtube. Grausame Natur! Die andere Taube wurde von einem Greifvogel geschlagen,der von ganz hoch irre schnell mit angelegten Flügeln auf die Tauben herabschoß und sich auf eine konzentrierte, die in Panik den Schwarm verließ. Das könnte wiederum ein Wanderfalke gewesen sein. Auch von denen gibt es hier mittlerweile mehrere Pärchen im Landkreis. Bis jetzt aber (3x auf Holz klopfen) haben wir mit dem nicht die großen Probleme. Er holt ab und an mal eine aber ist (noch?) keine so große Plage. Hauptprädator unserer Tauben hier oben ist immer noch der Habicht. Und auch der Habicht hat dieses Jagdmuster "von oben herab" in seinem Repertoire. Da Dieter den Raubvogel im schnellen Sturzflug nicht genau erkennen konnte ist also ungewiss,welcher der beiden Raubvogelarten die zweite Taube geschlagen hat. Ich bin jedenfalls nur froh,dass bei mir die Angriffe bislang glimpflich verliefen. Aber irgendwann wird auch bei mir das Momentum mal auf der Seite des Habichts sein. Deswegen kratze ich auch nicht den Schlag wenn die Tauben draußen sind oder mache sonstwas sondern stehe immer "Klatsche bei Fuß" vor dem Schlag und überwache den Freiflug. Saubergemacht wird dann eben VOR dem Freiflug. Dann dauert das alles eben länger,aber Sicherheit geht vor. Nur: 100%ige Sicherheit kann es nicht geben.Irgendwann schlägt auch bei mir die Stunde des Raubvogels.

11.03.2019: Ein windiges und regnerisches Wochenende liegt hinter uns. Am Samstag konnte ich den Tauben gegen Mittag in einem Wetterfenster Freiflug gewähren (kein Angriff) aber gestern war kein Freiflug möglich. Und dieses  windige und nasse Wetter soll auch erstmal so bleiben. Da muss man dann schon schauen, wann und ob man den Tauben den Freiflug gewähren kann.
Alle Pärchen sitzen nun auf Gipseiern und dürfen überbrüten. Ab heute ist für 10 Tage Ronidazol im Wasser. Ansonsten passiert nicht viel.

08.03.2019: Zum heutigen Weltfrauentag: schenkt eurer Liebsten einen schönen Blumenstrauß, führt sie zum Essen oder ins Kino aus, gebt ihr einen innigen Kuss und BEDANKT euch artig,dass sie es mit einem Verrückten wie euch aushält!!!
Bei den Tauben haben nun 8 von 10 Pärchen die Eier liegen.Die anderen beiden müssten heute das erste Ei legen. Diese Eier wurden gegen Gipseier eingetauscht und nun dürfen die Tauben überbrüten. Ab Montag wird eine 10-tägige Kur mit Ronidazol gegen Trichomonaden durchgeführt, danach gibt es nochmal 2 Tage Baycox gegen Kokzidien. Nachdem die Tauben getrennt wurden,werde ich mal den Weg zu Frau Dr.Kny auf mich nehmen und von  allen Reisevögeln Einzelabstriche machen lassen. Bei so wenigen Tauben kann man durchaus auch mal den ganzen Bestand untersuchen lassen, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen. Die Belastung mit Erregern kann ja von Taube zu Taube sehr unterschiedlich sein. Wenn aber einer dabei sein sollte,der im Verhältnis zu den Anderen deutlich stärker bzw. hochgradig mit irgendwas belastet ist,nehme ich den vielleicht noch aus der Mannschaft. Aber das wollen wir ja mal nicht hoffen.

06.03.2019: Gestern erneut ein Angriff des Habichtterzels auf die Tauben. Zum Glück waren sie schon gut auf Höhe und zeigten mir durch ihr Verhalten an das etwas im Busch ist. Sie haben ihn wohl schon von Weitem gesehen. Nichtsdestotrotz gelang es ihm mit einer Aufwärtsdrehung von unten den Schwarm zu verunsichern und einige Tauben aus diesem zu lösen. Er begann dann mit der Verfolgung der Weißen konnte aber recht schnell von mir durch Klatschen und Rufen vergrämt werden und drehte ab. Er drehte einen sehr großen Bogen und zog aus der Sicht, kam aber etwa 10 Minuten später,als die Tauben bereits auf dem Dach saßen, nochmal zur "Nachkontrolle" zurück, startete aber keinen Angriff mehr sondern drehte abrupt ab,als er mich sah. Die Tauben auf dem Dach äugten ihm nach,gerieten aber nicht in Panik. Sie gingen dann zügig rein und somit sind wieder alle vollzählig im Schlag. Es bleibt festzuhalten,dass der "Neue" eine andere Jagdtechnik als der alte Habicht hat. Aber er weiß zumindest schon sehr genau,dass es bei mir potentielle Beute gibt und hat meinen Schlag in seine "Revierkarte" eingespeichert. Mal gucken,was das noch wird mit dem Burschen.........

04.03.2019: Bei den Tauben fallen nun die Eier während die Vögel immer noch eifrig am Schleppen sind. Bei 2 Pärchen musste ich schon etwas Nistmaterial wieder aus der Schale nehmen,da dort sonst die Eier runterkullern würden. Muss ja nicht sein,auch wenn es nur Gipseier sind. Der 853 mit seiner Weißen, die ja schon eine Zelle hatten, gluckt nur noch in der Ecke unter der Tränke herum. Ich habe mich dann mal gütig gezeigt und ihnen die Nistschale auf den Boden gestellt sowie ein schräges Brett angebracht. Manche Tauben sind halt echt individuell. Am Wochenende habe ich auch ein sehr schönes kurzes Video zugeschickt bekommen wie die 251, 1. As-Taube Heidederby aus dem Gigantenpaar von der SG Kanitz, mit dem Vater des 213 "Professor", 3. As-Taube Heidederby 2018, zusammengepaart wurde. Dieser Vater 213 ist ein originaler Scheugl-Vogel,wenn ich mich noch recht erinnere,direkt aus seinem 101. Und es war Liebe auf den ersten Blick zwischen diesen Tauben, eine gute Voraussetzung,dass dort auch vernünftige Junge herauskommen. Das freut mich umso mehr,als dass Mathias mir im Winter noch mitgeteilt hatte,dass die 251 sich nur schwer eingewöhnt und "trauert". Eine echte Charaktertaube eben. Doch das milde Wetter und der charmante Vater 213 haben wohl auch in ihr die Frühlingsgefühle geweckt. Das freut mich sehr für meinen Freund und ich drücke ihm die Daumen,dass dort Junge herauskommen,die das halten,was die Eltern versprechen.
Ich finde es ja immer gut,wenn ich ab und an mal von dem einen oder anderen Sportfreund ein kleines Feedback zu verkauften Tauben bekomme. Das passiert selten genug,meist reißt ja mit dem Verkauf der Kontakt zu dieser Taube dann auch ab. Neulich habe schon vom Sportfreund Maik Miesner gehört,dass der Professor 213 sich gut entwickelt hat und beim Umpaaren immer erst mal 2-3 Tage allein sitzen muss weil er sonst das neue Weibchen nicht akzeptiert sondern dem alten Weibchen hinterhertrauert. Auch die Sache eines starken Charakters. Nur vom 800 habe ich seit dem Verkauf nichts mehr gehört. Das ist natürlich insofern hart,als dass Manfred Meyerholz mir ja nach dem Video,wo der Vogel draußen im Garten mir mir balgt, mir angeboten hatte,den Vogel geschenkt zu bekommen. "Leider" wurde der 800 dann aber 5.oder 6. As-Taube und so musste ich ihn dann ja zum Verkauf stellen. Denn wenn ich sage "die ersten 30 gehen auf jeden Fall in die Versteigerung" dann muss ich das auch einhalten und kann auf persönliche Belange da keine Rücksicht nehmen. Man muss halt zu seinem Wort stehen,wenn man es gegeben hat,alles andere wäre unehrenhaft. Blöd war es trotzdem. Denn ich glaube, 213 und 800 wären sehr gute Reisetauben geworden. Andersherum: jetzt sitzen sie warm und trocken in einer Zuchtvoliere bei freier Kost und Logis, haben  mehrere Weibchen pro Jahr und sind in Sicherheit vor den Greifvögeln. Mit diesem Gedanken tröste ich mich dann immer über den Verlust dieser Tauben für meine Mannschaft hinweg.

01.03.2019: Heidanei, schon ist der März da! Bald ist das Rennen vorbei und ich habe nicht mal gemerkt,dass Tauben angeliefert wurden. :-)
Es haben mich mehrere Anfragen erreicht,was ich denn nun genau da mit dem kleinen Jungtaubenschlag vorhabe und von wem die Tauben kommen sollen. Das Vorgehen werde ich euch natürlich beizeiten erläutern aber von wem die Tauben kommen erst dann,wenn dieses Experiment erfolgreich war. Ich möchte ja vermeiden dass diese(r) Sportfreund(e) sich dann anhören müssen,ihre Tauben würden nix taugen, wenn das Experiment scheitert. Und es ist ja völlig offen ob das Experiment glückt oder scheitert. Dazu muss ich die/den Sportfeund(e) ja erst einmal ansprechen, ob er/sie da überhaupt Tauben für hergeben. Also immer mit der Ruhe.
Heute hat das Wetter von schön sonnig und angenehm warm zu trüb-grau und deutlich kühler gewechselt. Wenn diese neblige Suppe heute Nachmittag auch noch da ist bekommen die Tauben heute keinen Freiflug. Bislang hat nur das Weibchen vom 563 gelegt aber das war ja wohl noch aus der Vorwoche befruchtet gewesen. Die restlichen Mädels müssten so ab Sonntag die ersten Eier legen.Diese werden dann umgehend gegen Gipseier ausgetauscht damit ich in meinem vergesslichen Kopf die nicht noch liegen lasse und irgendwann Junge in den Schalen liegen. Denn Eier kann ich ja problemlos wegtun aber kleine gelbe flauschige Baby-Tauben? Never ever! Deswegen lieber gleich die Eier abräumen bevor dann irgendwo noch was piepst irgendwann.........

28.02.2019: Gestern nun der 2. Habichtangriff auf die Tauben. Allerdings kam er so spät,dass bis auf eine schon alle Tauben wieder im Schlag waren. Die Täubin startete nochmal durch,drehte eine enge Kurve und schoß ganz flach über das Feld auf den Ausflug und verschwand darin. Der Habicht drehte daraufhin ab. Ein Terzel,allerdings nicht "mein" längjähriger Habicht,denn der hatte ja immer eine gut erkennbare Flügelmacke rechts. Der wird dann wohl im Herbst/Winter das Zeitliche gesegnet haben (war ja auch schon gut 9 Jahre alt) und der Terzel gestern war sein Nachfolger. Mal gucken,wie der sich so anstellt. Der Alte hatte es ja schon raus immer nur Angriffe zu fliegen wenn ein Zug vorbeifuhr,weil das die Warnrufe der Singvögel und Krähen übertönte. Obwohl Raubvögel ja das Feindbild des Taubenzüchters sind und man ihnen bei jedem Angriff und bei jeder geschlagenen Taube einen spontanen Hirnriss wünscht habe ich doch großen Respekt vor diesen Tieren. Die sind echt nicht dumm!

27.02.2019: Da ich ja mit meiner Arbeit und mit meinen anderen Hobbys "Noch nicht genug zu tun" hätte, habe ich mir jetzt noch ein neues Projekt in den Kopf gesetzt. Ein kleiner Jungschlag für maximal 10 Tauben entsteht auf der Rückseite der Schlaganlage. Dort sollen einige Mai-Junge besonderer Art hinein,die ganz ungewöhnlich gehalten und trainiert werden sollen um dann zu sehen,wie die sich schlagen. Ein reines Gedankenspiel zu "was wäre, wenn ich....". Das kann super klappen oder auch grandios in die Hose gehen.Einige der Insassen werden von Mirko Werner kommen,dem habe ich meine 20 Ringe letzte Woche schon gegeben. Mal gucken,ob ich den einen Züchter,der mir noch vorschwebt,dazu überreden kann,mir 3-4 Mai-Junge zu überlassen. Manchmal schon merkwürdig, auf was für Ideen man kommt wenn man Hummeln im Hintern hat. Mal schauen,was das so wird........

26.02.2019: Gestern waren nun die Weibchen das erste Mal zusammen mit den Vögeln draußen.Bislang hatten ja nur die Vögel Freiflug. Und man kann den Unterschied,was einige Tage Freiflug ausmachen,doch sehr deutlich sehen. Während die Weibchen nach etwa 10 Minuten Fliegen und kurzem aus der Sicht Ziehen aufgrund eines hoch kreisenden Habichtes nach dem Landen deutlich hechelten, waren die Vögel absolut topfit und gurrten wie wild ohne zu hecheln. Die haben also innerhalb dieser einen Woche,die sie länger draußen waren,schon eine deutlich höhere Kondition aufgebaut. Das geht bei Tauben recht schnell.
Gestern habe ich auch beim Durchsehen der Nester bemerkt,dass das Weibchen vom 563 bereits ein Ei in der Schale hat. Nun weiß ich auch,wem das Ei zuzuordnen war,dass ich am Samstag Morgen im Weibchenschlag gefunden hatte. Dies jetzt war also das 2. Ei der Täubin. Heute wird es entfernt und dafür 2 Gipseier in die Schale gelegt. Wenn die Tauben erstmal alle auf Nest sitzen wird es auch ein wenig ruhiger im Schlag.

25.02.2019: Am Wochenende wurden die Tauben nun endgültig angepaart und auch ein kleines Video davon gedreht. Das Wetter ist momentan annähernd ideal dazu. Sonne, zweistellige Plusgrade. Nur die Nachtfröste stören noch etwas. Aber selbst wenn einige Paare dadurch etwas später legen sollten,macht das ja nichts aus,denn die Nester werden ja abgeräumt sobald die Ersten wieder anfangen zu treiben. Was auffällt, ist, dass sich einige Paare etwas schwer damit tun,sich eine Zelle zu suchen,selbst dann,wenn der Vogel eigentlich schon eine Zelle hatte. Besonders merkt man das am Pärchen 538x1353. Der 538 hatte schon mittig eine Zelle, in welcher er immer gesessen hat. Da aber jetzt die Weibchen dabei sind und also auch die Hormone hochkochen werden die Vögel natürlich territorialer. Und so hat der 570, der oberhalb dieser Zelle sitzt,die Zelle des 538 als sein Revier ausgeweitet und boxt ihn aus dieser raus. Für mich immer ein eher negatives Zeichen wenn sich ein Vogel aus einer Zelle,die er eigentlich schon fest hat,wieder rausboxen lässt. Das mag auch damit zusammenhängen,das,wenn die Tauben über das Wochenende zusammen waren und den ganzen Schlag zur Verfügung hatten,der 538 mit seinem Weibchen immer im Jungschlag in einer Ecke gelegen und nicht in der Zelle gesessen hat. Das probate Vorgehen wäre jetzt wohl,den 570 mit seinem Weibchen festzusetzen bis der 538 mit seinem Weibchen fest in der Zelle sitzt. Aber das mache ich nicht. Die Vögel sollen sich auch gegen andere durchsetzen können. Es sind 16 Zellen für 10 Pärchen vorhanden. Platz genug also für jeden Vogel,sich eine Zelle zu erobern. Wer das nicht schafft,der muss halt auf dem Boden sitzen. Aber ein Vogel,der es nicht schafft,sich eine Zelle zu erobern.........der wird sich auch schwer auf der Reiese durchsetzen können.da fehlt nach meinem Dafürhalten der Wille,sich in Krisenzeiten durchzubeißen.

22.02.2019: Gestern gab es nun den ersten Habichtangriff des Jahres 2019. Da die Tauben aber schon gut auf Höhe waren und der Habicht im linearen Flug angerauscht kam, konnten die Tauben Fahrt aufnehmen und ihm locker entkommen. Im Direktflug und wenn sie ihn kommen sehen hat er keine Chance.Nur wenn er bei Starten/Landen der Tauben aus der Deckung heraus oder von einer stark überhöhten Position aus angreift wird es brenzlig. Ich bin nur froh,dass die Tauben nun schon 6 Tagen ohne Angriff fliegen konnten,denn in dieser Zeit bilden sie schon Kondition aus die auch mal einen etwas längeren Sprint zulässt. Der Habicht drehte dann auch recht schnell ab und zog in die Richtung zurück,aus der er gekommen war. Der hat halt gemerkt,dass es Energieverschwendung wäre. Ich kann immer nur wiederholen wie wichtig es ist,dass der Raubvogel möglichst oft bei einem Angriff kein Erfolgserlebnis hat. Also immer fleißig Vergrämungsmaßnahmen treffen und auch die Beute abjagen,wenn er eine bekommen hat. Raubvögel sind alles Andere als dumm. Wenn sie oft genug mit knurrendem Magen und erschöpft von einer erfolglosen Jagd abziehen müssen werden sie nicht mehr so oft kommen und sich nach Möglichkeit einfachere Jagdgründe suchen.
Heute bleiben die Tauben drin denn ich habe noch am Nachmittag eine dienstliche Veranstaltung. Und Morgen wird dann angepaart.

21.02.2019: Nachdem ich erfahren habe,dass der Züchter, von dem ich die Eier bekommen sollte,seine Tauben erst Anfang April wieder anpaart, war ich am Grübeln. Die Eier müssten dann so um den 09.04. fallen, die Jungen um den 26./27.04. schlüpfen und somit in der 18.KW. beringt werden. Und genau da bin ich 1 Woche an der Müritz und habe ja auch niemanden,der sich intensiv um die Tauben kümmern kann. Zudem ist dann die ganze Jungenaufzucht doch wirklich arg nah an die Reise geschoben. Ferner hat sich der Sportfreund,der von mir Junge haben wollte, gemeldet und angemerkt,dass er auch die Eier meiner Witwer nehmen würde. Er hat den nicht unlogischen Gedanken,dass es besser ist, wenn die Tauben gleich bei ihm aufwachsen. Und deswegen habe ich mich entschieden,dass wir es so machen wie es eigentlich geplant war. Die Eier des sehr guten Sportfreundes gehen nicht zu mir sondern zum Sportfreund Mathias Frank,das passt auch zeitlich gut mit der 2. Zucht seiner Zuchttauben. Bei mir werden die Tauben jetzt am Wochenende gepaart,die Eier an meinen Freund abgegeben und die Tauben werden einmal auf Gipseiern überbrüten. Anschließend werden die Tauben getrennt und Anfang April noch einmal zusammengepaart. Wenn die Weibchen erneut gelegt haben,werden die Eier entfernt und die Witwerschaft beginnt. Das ist dann die für mich unkomplizierteste Variante und die Tauben gehen dann auch unbelastet von der Jungenaufzucht und mit einem (hoffentlich) guten Trainingsstand an die Reise. Nebenbei spare ich so auch ein wenig Geld,das ich dann wieder ins Derby stecken kann.
Apropos Trainingsstand, gestern sind die Vögel bereits sehr ansprechend geflogen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schnell man die Tauben doch nach dem langen Festsitzen wieder vernünftig ans Fliegen bekommt. Deswegen kommt auch ein bischen mehr C-Phos zum Einsatz damit sie nicht schon am Anfang die Muskulatur und die Sehnen zu stark belasten. Schiefflieger will ja keiner.

20.02.2019: Dieses Tagebuch schreibe ich ja in erster Linie für mich selbst um auch nach Monaten gucken zu können,was ich wie und wann mal getan/gedacht habe. Aber es lesen natürlich auch andere Sportfreunde diese Zeilen. Und so war ich gestern ganz gerührt,dass aufgrund des Tagebucheintrages sofort einige Reaktionen, Mails und Anrufe kamen,die mir da den Rücken gestärkt haben.Abends habe ich dann noch eine halbe Stunde mit meinem guten Sportfreund Gert Timmel telefoniert. Wenn man solche Sportfreunde im Hintergrund weiß,dann kann man auch leichter mit denen umgehen,die einem Böses wollen. Exemplarisch hier mal eine Mail von gestern,über die ich mich sehr gefreut habe:
Moin Michael,
NEIN, Tauben sind genau Dein Ding !
Wenn Du nicht diese Freude und den Spaß, den der Umgang mit Tauben das GANZE Jahr über bringen kann, so toll über die YouTube Clips rübergebracht hättest, hätte ich definitiv nicht wieder mit dem Taubensport begonnen.
Lass den deutschen Michel, Michel sein, wenn er Spaß dran hat.
Du bist der Michael und machst erfolgreich Dein eigenes Ding.
Dein Derby ist in Rekordzeit ausgebucht, Du musst fast schon auslosen bzw. hast eine Nachrückerliste.
Deine Clips und Tagebucheinträge sind sehr lehrreich und machen nicht nur Dir irre viel Spaß.
Lass Dir dass nicht von irgendwelchen Kleingeistern oder Neidern nehmen.
Du bist aktiv, aufgeschlossen, selbstkritisch und leistest wirklich einen Beitrag zum Taubensport und das vollkommen OHNE kommerziellen Hintergedanken.
Immer, auch wenn ich eine noch so dämliche Frage habe, stehst Du immer mit Rat und Tat mir zur Seite.
Zustimmen tue ich Dir, der aufmerksame Heidederbyfan weiß genau, auch wenn er neu durchstartet, wie es abläuft.
Hast Du alles sehr genau in den Clips und auf der Seite erläutert.
Bis denne und weiter so


Ich fand das echt eine ganz tolle Geste und Bestätigung für mein Tun hier. DANKE EUCH!!!

19.02.2019: Liebes Tagebuch:Es gibt so Tage,da glaube ich,dass ich mir zumindest EINES meiner Hobbys falsch ausgesucht habe. Denn egal, ob im Angelverein, im Dartverein, im Geflügelzüchterverein oder bei der sonstigen Freizeitgestaltung ist der Anteil an.......diesen Ausdruck darf ich hier nicht benutzen....bei Weitem nicht so hoch wie bei Brieftaubenzüchtern. Ich bin dann immer nur ganz froh,dass ich auch schon ganz viele Züchter kennenlernen durfte,die nicht diese Schiene fahren. Züchter wie Roli Wirz, Claus Kanitz, Manfred Meyerholz,Michael Stumme, Mathias Frank, Mirko Werner, Uwe Heeschen,Lothar Scheugl, meine EST Kameraden usw usf. Wenn die nicht wären,ich hätte dem Hobby wohl längst komplett den Rücken gekehrt. Die aufgezählten Sportfreunde sind ja offensichtlich leider Ausnahmen von einer ganz merkwürdigen Regel. In jedem Fall bin ich überhaupt nicht erstaunt darüber,warum in Deutschland der Taubensport dahinsiecht während er um uns rum,vor Allem im ehemaligen Ostblock, noch recht gesund ist. Das wundert mich nicht im Geringsten. Mit Logik, Argumenten, Rationalität oder gar Beweisen darf man deutschen Züchtern nicht kommen. Und schon gar nicht mit der Behauptung (selbst wenn sie beweisbar ist) das man etwas kann. Aber ich bin ja selber schuld. Ich weiß ja,wie der deutsche Michel reagiert und schreibe trotzdem immer wieder meine Meinung und meine Ansichten. Dämlich, Steinert, dämlich. Ich sollte das in Zukunft wirklich sein lassen und mich nur noch auf Links zu Neuigkeiten beim Rennen beschränken. Obwohl ich mir an Tagen wie diesem echt überlege,ob ich  ab 2020 die Zeit,die ich in Brieftauben investieren müsste, nicht auch für viel sinnvollere Tätigkeiten und Hobbys verwenden könnte. Naja, wir werden sehen. Erstmal 2019 über die Bühne schaukeln.

18.02.2019: Gestern habe ich den Züchter ans Band bekommen,von dem ich die Eier bekommen soll. Es werden nun doch "nur" die seiner beiden besten Reisevögel weil der beste Zuchtvogel in einem anderen Zuchtmodus ist,aber wer will sich beschweren? Ich sicherlich nicht. Der Züchter paart seine Reisetauben erst Anfang April erneut an. Das heißt für mich,dass ich meine Tauben schon nächste Woche anpaaren und einmal überbrüten lassen werde, dann für ein paar Tage trenne und erneut anpaare. Das bedeutet aber auch,dass die Tauben die ersten RV Flüge auf Nest machen müssen und dementsprechend wohl keine Preise fliegen werden.
Seit Freitag werden die Tauben auch wieder täglich rausgelassen und bislang gab es keinen Angriff. Die Tauben fliegen aber auch nicht wirklich lange. Das muss sich erstmal alles wieder einlaufen. Die Angriffe werden sicherlich kommen. Hoffen wir nur,das der Graue keine Tauben erwischt. Da ich am Freitag anpaare,fahre ich die Versorgung diese Woche etwas hoch. Es kommt zusätzlich Hanf ins Futter, am Dienstag gibt es Vitamine und am Donnerstag Hexenbier. Montags wie immer UsneGano und Mittwochs Blitz. Am Wochenende wird C-Phos im Wasser sein. Vielleicht rühre ich auch an einem Tag in der Woche noch das Futter mit Knobiöl und Bierhefe an. Am Wochenende ist ja immer Moorkonzentrat und Mineralith am Futter,das wird auch so bleiben. Da sich die Paare schon alle gefunden haben gehe ich von keinen größeren Schwierigkeiten bei der Anpaarung aus. Vielleicht auch ganz gut,dass die Tauben erstmal überbrüten. Sollten dort tatsächlich noch Revierstreitigkeiten zu klären sein,gehen dabei wenigstens keine wertvollen Eier zu Bruch. Insgesamt ist der Zeitplan zur Reise hin aber eng gestrickt und sicherlich nicht so günstig. Doch damit muss man eben leben. Gott sei Dank ist mir die RV Reise nicht wirklich wichtig,denn eine optimale Vorbereitung sieht sicherlich anders aus.

15.02.2019: Ich hoffe doch sehr,ihr alle habt euren Frauen gestern zum Valentinstag ein schönes Geschenk zum Beweis eurer Liebe erbracht. Sie haben es verdient,wenn sie es aushalten mit so einem Verrückten wie einem Brieftaubenzüchter zusammen zu sein.:-)
Die Tauben werden heute wieder zusammengelassen. Und ich muss mal bei dem Züchter anfragen,wo ich die 3 Paar Eier bekomme,wann ich meine Tauben denn endgültig anpaaren muss,damit es klappt. Ich würde mal schätzen gegen Mitte März. Theoretisch könnte ich sie dann ja jetzt schon zusammenlassen und 1 Gelege überbrüten lassen. Dann würde das 2. Gelege etwa Mitte März fallen. Aber ob das so gut ist? Naja,erstmal in Erfahrung bringen,wann ich die Eier nun definitiv bekomme.
Warum ich jetzt schon ans definitive Anpaaren denke? Schon mal aus dem Fenster geschaut? Schönste Sonne, zweistellige Plusgrade,zwitschernde Vögel,da fühle ich mich fast wie ein Rennwagen am Start der im Standgas rauf- und runterorgelt. Ich will,dass es LOS geht! Winter ist langweilig! ich will balzende Tauben,ich will schleppende Tauben,ich will sehen,wer eine Burg baut und wer nur ein paar Ästchen sammelt, ich will wieder ab dem 8. Tag jedes Nest durchstöbern ob schon ein Ei liegt, ICH WILL ZÜCHTEN!!!!!AAAAARGH!!!!!!
.......Taubenzüchter,alle wahnsinnig..........deswegen hat meine Frau auch gestern was ganz Tolles bekommen. Das die bei einem wie mir bleibt, unbezahlbar. :-)

13.02.2019: Es gab in den letzten Tagen einige Nachfragen nach dem Ablauf der Anlieferung und vor Allem dem Zeitraum derselben. Deswegen habe ich heute einen eigenen Reiter dafür hier auf der Seite eingefügt. Um ganz ehrlich zu sein finde ich es ein wenig schade,dass diese Nachfragen überhaupt aufkamen,denn das zeigt mir,dass diese Sportfreunde zwar Interesse am Derby haben (sonst hätten sie sich ja nicht angemeldet), vielleicht von Freunden und Bekannten darauf gebracht wurden,aber sich in den letzten  2 Jahren nicht näher mit dem Derby beschäftigt haben. Denn sonst wüssten diese Sportfreunde ja,dass immer im Juni d.J. angeliefert wird und müssten den Zeitraum nicht erfragen. Ich habe dann immer so den Eindruck,dass es nur darum geht, Tauben "zu irgendeinem Derby zu schicken" und sich mit dem Derby an sich gar nicht weiter zu beschäftigen.Und das wiederum finde ich schade,da ja eine gewisse Philosophie meinerseits dahintersteckt. Wenn man diese Seite und die zurückliegenden Veranstaltungen aufmerksam verfolgt erübrigen sich auch die meisten Nachfragen. Vielleicht bin ich da aber auch zu sensibel. Mir geht immer nur der Gedanke durch den Kopf: wenn man an einem Derby teilnimmt,nur um mal an einem Derby teilgenommen zu haben und sich gar nicht so richtig den Kopf macht,was das überhaupt bedeutet,dann wird man auch vielleicht bei der Auswahl der Tauben,die man dorthin schickt,nicht besonders aufmerksam sein. Und das kann natürlich dann am Schlag für mich und die anderen Tauben Auswirkungen haben, also letztlich auch für den Züchter selbst.
Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur jeden Züchter davor warnen, einfach "irgendwelche" Tauben zum Derby zu schicken nach dem Motto "wird schon eine dabei sein". Das funktioniert nicht! Gerade bei einem Derby wie meinem,wo die Tauben gewinnen,die kontinuierlich in die Spitze fliegen und nicht nur einen Lucky Punch auf dem Endflug benötigen, ist es wichtig, Tauben aus bewiesenen Fliegern und/oder Zuchttauben zu schicken.Mit irgendwelchen Zufallsprodukten oder Test-Tauben wird es ungleich schwerer, ins Geld zu kommen.
Der Sportfreund Dieter Schöpfer hat neulich im Forum sinngemäß geschrieben "ich nehme nicht an OLR teil,denn da müsste ich meine besten Jungen hinschicken und die will ich lieber bei mir am Schlag haben." Und da hat er als aktiver RV Spieler absolut RECHT mit. Es bringt einfach nichts, zu einem OLR die zweite oder dritte Garde zu schicken. Man bezahlt ja GELD dafür! Da sollte man wirklich nur das Beste schicken. Die Probepaarungen testet man besser bei sich oder anderen Züchtern auf dem Schlag. Und genau das ist ja auch einer der Gründe,warum ich ein Derby für die 3.Brut anbiete. Da kann dann der noch aktiv reisende Züchter aus seinen besten Tauben die 1. und 2. Brut für sich behalten. Die 3. Brut wird meist im Programm gar nicht mehr getestet. Da ist es dann kein "Verlust" diese Tauben zu mir zu geben und eventuell ein schönes Preisgeld damit zu gewinnen.
Deswegen also noch mal ganz eindringlich mein Rat an euch: gebt nur Tauben aus euren BESTEN zum Derby! Alles Andere bringt einfach nix!

11.02.2019: Am Wochenende habe ich mal wieder ein kleines Filmchen veröffentlicht. Auch wenn derzeit nicht viel passiert, bekomme ich doch immer wieder Anfragen nach neuen filmischen Beiträgen. Ich denke,in der reisefreien Zeit, wo man ja doch mehr "Freizeit" als Taubenzüchter hat, ist man ganz froh,wenn man sich ein paar Filme über Tauben ansehen kann,auch wenn es halt nur irgendwelche Zustandsberichte sind. Samstag war Siegerehrung der RV an der ich leider nicht teilnehmen konnte weil wir noch Besuch von Bekannten aus Bayern bekommen haben(keine Taubenzüchter). Und gestern Abend habe ich noch mit meinem Freund Mirko Werner aus Salzwedel telefoniert und mir von seinem Sachstand berichten lassen. Dort liegen jetzt bei den Zuchttauben die erste Runde Eier und die Witwer werden am nächsten Wochenende angepaart. Und auch gestern habe ich wieder mitbekommen,dass das Derby und dieses Tagebuch manchmal auch Sportfreunde verbinden,die sich sonst so nie kennengelernt hätten,denn Mirko erzählte mir,dass er regen Kontakt mit einem weiteren sehr guten Bekannten von mir hat,nämlich dem Michael Stumme. Von der SG Stumme bekomme ich ja immer netterweise den Transportanhänger für das Derby gestellt und das sind beides auch ganz feine Sportfreunde. Nun hat der Michael hier über das Tagebuch erfahren,dass Mirko ja die Zuchttauben von Manfred Meyerholz bekommen hat und da der Michael ganz scharf auf die Meyerholzens ist, haben die Beiden am Endflugtag des Heidederbys 2018 zusammengefunden und einen kleinen Austausch vereinbart. Da der Michael mit seinem Vater totale Witwerschaft reist,bekommt er einige weibliche Meyerholz-Nachzuchten und da der Mirko ja nur Vögel reist, bekommt er vom Michael im Gegenzug ein paar junge Vögel aus den besten Zuchttauben. Eine ganz klare Win-Win-Situation für beide. So sollte ein Austausch von guten Tauben unter Sportfreunden ablaufen,vorbildlich. Und das sie jetzt darüber hinaus auch noch regelmäßig Kontakt haben freut mich auch sehr denn schließlich war ich dabei ja sowas wie der "Heiratsvermittler". Und so kann ein Derby auch dazu beitragen,die Züchter einander näherzubringen. Ein vernünftiges Netzwerk ist immer gut für das sportliche Miteinander und den Austausch von Wissen. Denn zu schlau kann man niemals sein.........

07.02.2019: Gestern hatte ich mal wieder ein sehr schönes Telefongespräch mit meinem guten Freund Claus Kanitz. Ich finde es immer schön,wenn man auch über die kalte Jahreszeit mit den Züchtern,die man mag, in Kontakt bleibt, denn es gibt ja doch immer etwas Neues zu berichten. Wir sprachen natürlich auch über das Gigantenpaar 471 x 949, die ja die 1. As-Taube 2018 gezüchtet haben. Claus habe ich das Versprechen abgenommen,zumindest eine Brut für sich zu behalten und zu reisen um mal zu gucken,ob dieses Paar seinen Namen zu Recht verdient. Wenn die Nachzucht immer nur in Zuchtschläge geht, naja, da bin ich kein Freund von. Aber der Claus wird schon darauf achten, dass das so passiert wie abgesprochen. Bei der SG Kanitz ist ja auch der Zahn der Zeit zu spüren wie in unserem ganzen Hobby. Claus in Vollzeit beruflich tätig und noch mit Nebenerwerb, der Vater schon weit über 80 und auch nicht mehr taufrisch, in so einer Konstellation bleibt für Tauben nur wenig Zeit. Und wenn man ganz oben mitspielen will,dann ist das schon ein großer Nachteil. Umso mehr sind die immer wieder aufflammenden großartigen Leistungen dieser SG zu würdigen. Da sitzt schon eine Klasse an Tauben,die so nicht jeder auf dem Schlag hat. Professionell geführt wäre dieser Bestand im Regio und auf Verbandsebene weit vorne,da bin ich mir sehr sicher. Und die beiden haben ja schon über Jahrzehnte bewiesen,dass sie zu den ganz Großen im Sport gehören, die müssen sich nun wirklich nicht verstecken.
Der Anruf hat mich daran erinnert,dass auch ich mich wieder ein wenig mehr um die Kontaktpflege kümmern muss. Ich bin dann ja eher der Mailschreiber als der Anrufer,denn man weiß ja nie,ob man nicht gerade stört. Und eine Mail kann der Gegenüber ja beantworten wann er will. Aber ab und an ist es auch mal ganz schön,die Stimme am Telefon zu hören. Da werde ich wohl in nächster Zeit mal ein paar Anrufe machen,damit die Leute nicht glauben,ich hätte sie vergessen. :-)

05.02.2019: Ich habe gestern meine Ringe vom Vereinsvorsitzenden abgeholt. Eigentlich brauche ich ja nur 10 aber da sie nur im Paket abgegeben werden,habe ich jetzt halt 20. Hoffentlich verleitet mich das nicht, bei jedem Pärchen doch zwei Junge statt Einem aufziehen zu lassen. Ich habe durch Zufall das Paket mit den Ringnummern 1-20 gegriffen. Ich hatte zwar noch nie eine Taube mit der Ringnummer 1, die gut geworden wäre,aber etwas Besonderes ist es doch irgendwie. Ich glaube, ich weiß schon,wer diese Nummer bekommen wird....
Eigentlich wollte ich ja gar keine Jungen hochziehen und die Tauben trocken spielen. Das habe ich bisher noch nie gemacht,auch weil ich glaube,dass durch die Aufzucht gerade bei Jährigen die Schlagliebe erhöht wird. Da aber z.B. der Sportfreund Sascha Mimberg die trockene Witwerschaft auch für Jährige gut findet,wollte ich das mal ausprobieren.
Aber ganz ehrlich? Mir würde dann was fehlen ohne Jungenaufzucht. Das ist doch einer der ganz wichtigen positiven Aspekte unseres Hobbys,diese Wesen vom Ei an zu begleiten,den Schlupf,den Aufwuchs,die ersten tapsigen Schritte in die Welt mitzuerleben. Das würde mir echt fehlen,da ich ja auch keine Zuchttauben habe. Und nun,da ich ja noch ein paar Eier bekomme,ist das halt ein guter "Vorwand" um doch zu züchten. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf,viel mehr als auf die ersten Preisflüge der RV.

04.02.2019: Ich bin einigermaßen überrascht,dass die meisten Pärchen am Wochenende zwar den ganzen Schlag genutzt haben um mal ihre Flügel ein wenig mehr zu bewegen,zum Kuscheln aber hauptsächlich in den Zellen saßen. Das freut mich sehr. Gestern war die Versteigerung der TG Wesermarsch auf der auch die 926 von Uwe Hinrichs angeboten wurde,die ja bei mir unter den ersten 30 As-Tauben war. Ich hoffe, sie hat ein gutes neues Zuhause gefunden und eine schöne Geldsumme für die TG eingebracht. Ich selbst konnte dort nicht vor Ort sein,da ich gestern Jahreshauptversammlung vom Angelverein hatte. Eine ziemlich langwierige Angelegenheit weil es immer viele Tagesordnungspunkte gibt und einige Leute ein großes Mitteilungsbedürfnis haben ,aber Alles in Allem komme ich durch meine verschiedenen anderen Vereinsaktivitäten zu dem Schluß,dass es keinen anderen Vereinssport gibt,bei dem die Lager teilweise derart verfeindet sind wie bei den Brieftaubenzüchtern. Mit ein Grund,warum wir im deutschen Brieftaubensport kaum Neue dazugewinnen können. Wer geht schon in eine Reisevereinigung wo es schon fast normal ist,dass jedes Jahr ein bis zwei Ehrengerichtsverfahren angestrengt oder munter Ausschlußanträge gestellt werden.Ich bin nur immer froh, dass zumindest in unserer Einsatzstelle alle gut miteinander umgehen. Aber sonst sind die Gräben doch teilweise erschreckend tief. Schade eigentlich. Denn was wir zusätzlich zu allem Anderen noch dringend benötigen,ist Zusammenhalt. Gibt Wenige genug von uns mittlerweile.
Und ich frage mich ja,was machen die Länder richtig, in denen der Taubensport auch in Handyzeiten boomt(was ja immer als Grund hierzulande angegeben wird,warum man keinen Nachwuchs findet)? Und warum fahren wir in Deutschland weiter fort, lieber alles falsch zu machen anstatt mal über den Tellerrand zu gucken? Ist es tatsächlich diese Arroganz "am deutschen Wesen soll die Welt genesen" dass uns alles,was bei Anderen funktioniert, irgendwie "nicht gut genug" für uns selbst vorkommt? Hmmmmm........

01.02.2019: Tja,da ist der Januar schon wieder um. Tempus fugit! Heute werden die Tauben wieder im Zellenschlag zusammengelassen,übernachten dort und ab Morgen haben sie dann 2 Tage lang wieder den ganzen Schlag inklusive Voliere für sich. Sicherlich werden dann einige lieber wieder in irgendwelche Ecken zum Kuscheln gehen als in der Zelle zu bleiben. Vielleicht liegt das daran,dass jedes Taubenpärchen,wenn die Möglichkeit besteht,einen gewisen Freiraum um den Brutplatz braucht und die Anordnung der Zellen in den Taubenschlägen dafür einfach zu eng ist. Es ist mir schon des Öfteren,auch damals bei den Kalotten aufgefallen: wenn man wenig Tauben in einem großen Raum hat dann brüten die niemals dicht beisammen sondern immer deutlich voneinander getrennt. In den meisten Zucht-und Reiseschlägen ergibt sich dieses Bild ja nicht weil das Platzangebot begrenzt ist und die Tauben somit gezwungen sind,sich zu arrangieren,aber wer kann,sollte mal das Experiment machen nur 4 Pärchen in einen Schlag mit 12 Zellen zu tun. Ich würde wetten,da brüten keine 2 Pärchen direkt nebeneinander.
Nun habe ich ja 16 Zellen für 10 Pärchen und da ist es nicht weltbewegend schlimm,aber sobald die Tauben den ganzen Schlag haben verteilen auch sie sich. Das ist schon interessant.
Das Futter wird wie jedes Wochenende mit Mineralith und Moorkonzentrat angemischt,den Rest der Woche gibt es reines Zucht+Reise mit 10% Sämereien. Das Wasser am Wochenende enthält UsneGano und Mittwochs immer Blitzform. Dazu noch täglich frisch der Mineralienmix und mit dieser recht einfachen Versorgung sehen die Tauben aus wie aus dem Ei gepellt. Das gefällt mir sehr gut und eine Taube,die bei so einer Versorgung irgendwelche Schwächen zeigen würde, die würde ich auch gar nicht auf meinem Schlag haben wollen.

30.01.2019: Nach einer sehr langen Zeit der Flaute belebt sich das Forum beim Internet-Taubenschlag jetzt allmählich wieder. Das finde ich sehr schön,wenn auch die Themen eher altbekannt sind. Hauptsache ist aber, dass man überhaupt wieder untereinander ins Gespräch kommt. Denn ein totes Forum schreckt auch zufällig auf der Seite landende Sportfreunde eher ab.
Bei den Tauben passiert nicht Weltbewegendes. Da ich meist erst recht spät vom Dienst komme beschränkt sich meine Anwesenheit am Schlag auf das Füttern und Tränken der Tauben. Heute gibt es mal wieder Blitzform ins Wasser wie jeden Mittwoch. Ansonsten spare ich die ersten Monate des Jahres fleißig,damit ich diese Geldmittel dann beim Derby anwenden kann. Es soll den Kinderchen dann ja an nichts fehlen. Und ich bin jetzt schon wieder gespannt,was so alles an Tauben dort ab Juni ankommt. Es sind ja viele neue Züchter dabei und auch von einigen Bekannten habe ich schon die Information über interessante Verpaarungen erhalten,aus denen Tauben zu mir geschickt werden sollen. Letztlich aber wird es wie immer darauf ankommen,was die Tauben im Kopf haben und nicht,woraus sie abstammen. Ich persönlich würde mich freuen,wenn die ersten 30 As-Tauben jeweils von unterschiedlichen Züchtern kommen,damit möglichst viele Teilnehmer auch einen Gewinn als positives Erlebnis mitnehmen. Bei über 60 Teilnehmern werden aber auch viele Züchter und Teams schlichtweg leer ausgehen. Auch bei diesen Sportfeunden hoffe ich,dass sie trotzdem etwas Positives aus dem Derby als Erkenntnis mitnehmen können und sei es nur,dass ich mich gut um ihre Tiere gekümmert habe.
Gestern habe ich entschieden,dass ich in diesem Jahr keinen Verkaufstag direkt nach dem Endflugtag veranstalte. Wenn ich am Tag des Endfluges nach Hause komme,bin ich fix und alle,muss aber am nächsten Tag gleich wieder früh raus um die Tauben zur Präsentation in den Körben vorzubereiten und dass dafür,dass dann 3-4 Leute ankommen oder teilweise sogar groß angekündigte Leute NICHT ankommen. Nein,den Aufriss mache ich nicht mehr,das lohnt sich nicht. Dafür werde ich die ersten 50 statt der ersten 30 As-Tauben ins Internet stellen. Und für Tauben,die zwar unter den ersten 50 sind,deren Züchter sie aber zurückhaben wollen,kann ich dann ja einzelne Tauben mit besonderer Abstammung oder von bekannten Züchtern nachrücken lassen. Denn eine Taube von z.B Dirk deBeer oder Manfred Meyerholz kann ich auch noch verkaufen,wenn sie gar keinen Preis geflogen hat. Dann habe ich den Tag nach dem Endflug Zeit, ganz in Ruhe die Auktion vorzubereiten und die As-Tauben zu filmen ohne den ganzen Tag im Garten darauf warten zu müssen,ob nicht vielleicht doch jemand vorbeikommt,während die Tauben stundenlang in den Körben sitzen. Und wenn doch jemand zum Schlag kommen und dort Tauben kaufen will,kann er ja vorher kurz durchrufen. Das sollte kein Problem sein.

28.01.2019: In den letzten Tagen ist wirklich nicht viel passiert,das aufzuschreiben sich gelohnt hätte. Die Tauben waren am Wochenende NICHT zusammen,dafür dürfen sie am nächsten Wochenende wieder den ganzen Schlag nutzen. Da ich ja in diesem Winter keinen Freiflug geben kann, müssen sie halt ab und an mal auf andere Art und Weise bespaßt werden. Ansonsten stumpfen sie mir noch ab und das will ja keiner. Apropos Freiflug, der Taubenschlag-Insider Lothar Scheugl hat gestern wieder ein Video bei youtube eingestellt. Er zeigt darin die Gewöhnung seiner Winterjungen an den Freiflug. Dies ist umso erstaunlicher wenn man um seine Wohnsituation weiß. Lothars kleines Dorf ist von Wald umgeben und auch direkt hinter seinem Bauwagen-Schlag befindet sich Baumbestand. Das der Habicht dort nicht regelmäßig dazwischenhaut ist schon Kurios. Und gerade bei unerfahrenen Jungtauben ist das Risiko ja nochmal höher. Ich wünsche diesem symphatischen Sportfreund jedenfalls viel Glück und das der Graue auch in Zukunft von seinem Schlag wegbleibt.
Am Wochenende habe ich gesehen,dass bei der Pre-Auction der TG Wilhelmshaven die 926 von Uwe Hinrichs drinsteht, die er nach dem Derby zurückgesteigert hat. Sie war unter den ersten 30 As-Tauben beim Heidederby 2018 und ist eine echte Puppe mit feinster deBeer-Abstammung,deren Geschwister ebenfalls schon sehr gute Leistungen abgeliefert haben. Ich wollte von Uwe wissen,warum er diese Täubin nun stiftet,da er sie doch erst selbst zurückgeholt hat und am Telefon sagte er mir dann,dass er derzeit keine bessere Taube auf dem Schlag hat, die nicht eingewöhnt ist.Und wenn er was weggibt, dann etwas Gutes. Also schaut gern mal bei der Pre-Auction oder bei der Saalversteigerung am nächsten Sonntag rein. Die 926 von Uwe Hinrichs kann ich euch nur wärmstens empfehlen. Ein Klasseweibchen!
Gestern sprach mich auch ein weiterer Züchter am Telefon auf meinen Youtube-Kanal an und fragte mich dabei,ob es mir was ausmacht,dass ich derzeit "nur" knapp 200 Abonennten habe,während z.B. der Lothar schon deutlich über 1000 hat. Da musste ich ein bischen schmunzeln. Diese ganze Youtube-Sache war ja eher einer Schnapsidee von Michael Stumme und mir entsprungen,indem er Ende 2016 sagte,das es doch ganz nett wäre, wenn ich die angelieferten Tauben mal per Foto oder Video vorstelle. Und da ich just zu Weihnachten 2016 von meiner Frau eine "GoPro", also eine kleine Action-Cam für meine Angelausflüge geschenkt bekommen hatte, habe ich einfach mal angefangen,damit einige Videos zu drehen und so ist der Kanal auf Youtube entstanden. Die Kamera ist für "Schlagreportagen" eigentlich gar nicht geeignet,sie passt ja auch in die hohle Hand. Zudem hat sie eine Bullaugen-Optik und der Ton,wenn sie im Gehäuse steckt,ist gruselig. Und dafür,dass das immer so "aus der Hüfte heraus" gefilmte Beiträge sind bin ich mit 200 Abonennten mehr als zufrieden. Das ist mehr als ich je erwartet hätte denn eigentlich ist das ja ein reiner Info-Kanal für die Teilnehmer des Heidederbys. Also alles in Ordnung. Ich versinke nicht in Depressionen wegen meiner "wenigen" Abonennten sondern freue mich über jeden Klick und jeden gehobenen Daumen für eines meiner kleiner Filmchen. Und an Lothar komme ich allein von der Kenne und den jahrzehntelangen Erfolgen nicht heran. Genau das macht seine Videos ja auch so interessant. Die sind zwar auch nur mit der Handykamera gefilmt,aber Lothar kommt eben authentisch,symphatisch und in höchstem Maße fachlich versiert rüber. Man merkt, dass er nicht  Werbung für sich macht (ausser bei der Vorstellung seiner Versteigerungstauben im Herbst) sondern auch tatsächlich versucht,den Zuschauern zu vermitteln,wie man einen so kleinen Bestand auch erfolgreich führen kann. Und genau das ist ja sein Erfolgsrezept. Man glaubt ihm einfach,dass alles so ist,wie es gezeigt wird. Und sein Erfolg gerade auch bei jungen Zuschauern zeigt doch,dass der Taubensport an sich eine faszinierende Sache ist,die immer noch viele Menschen,auch und gerade junge Menschen, positiv anspricht. Dieses ganze ewige Gejaule und Gejammer von wegen "ach herrje,der Taubensport ist nicht mehr interessant in Smartphone-Zeiten.Keiner will sich mehr Zeit nehmen", all das widerlegt der Lothar sehr schön mit der Resonanz,die auf seine Videos erfolgt. Da sollte mal ein Beispiel für alle Miesepeter und Nörgler und Schwarzseher sein,sich mal zu öffnen für die Welt da draußen und nicht immer nur im stillen Kämmerlein seinem Hobby nachzugehen. Was der Lothar und andere Youtuber da für den Taubensport tun,dass ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Insofern: mach weiter so, Lothar und ich wünsche dir nochmal 10000 Abonennten dazu! Top Job! :-)

23.01.2019: Das Wetter derzeit gefällt mir richtig gut. Knackig kalt,schönste Sonne,niedrige Luftfeuchtigkeit. Da muss man zwar die Tränken täglich wechseln aber für die Tauben und generell für die ganze Natur ist das schon ganz ok so. Im Forum ist derzeit wieder eine Diskussion im Gange, dass auch körperlich schlechte Tauben hervorragende Leistungen abliefern können.Unbestritten gibt es diese Tauben,aber: Diese ganze Diskussion ist aus meiner Sicht in zweierlei Hinsicht gefährlich. Erstens verwechselt man ganz schnell mal die Begriffe "nicht standardgerecht" mit "körperlicher Mangel"(bzw.setzt sie gleich), was ja nun wirklich 2 unterschiedliche Paar Schuhe sind und zweitens suggeriert man mit der Anführung von Tauben die trotz eines nicht athletischen Körperbaus gut geflogen sind der Züchterschaft,dass dies "sehr oft" vorkommt. Was man dabei aber viel zu kurz kommen lässt,ist die Tatsache,dass "unperfekte" Tauben, die gut fliegen,die absolute Ausnahme sind! Und dann muss man ja nochmal genauer hingucken, haben diese Tauben denn echte MÄNGEL oder sind es einfach keine Aussteller?
Die leider immer stärker in der Breite zunehmende Verschlechterung der Qualität unserer Tauben hat auch damit zu tun,dass mittlerweile so gut wie gar nichts mehr selektiert wird. Tauben,die schlecht fliegen oder züchten,werden aufgrund ihrer Abstammung eher noch verkauft als selektiert und Tauben mit deutlichen körperlichen Mängeln,bei denen jeder gestandene Züchter eigentlich einsehen müsste,dass das auf der Reise nichts werden kann,werden in der Mannschaft gelassen in der Hoffnung,dass bei all den körperlich Schelchten schon die eine Taube dabei sein wird,die trotzdem fliegt. Ein in meinen Augen völlig falscher Ansatz,der nichts bringt ausser Kosten,Aufwand und schlussendlich Enttäuschungen. Das kann sogar so weit führen,dass man so viele Tauben behält,dass dort ein Überbesatz erzeugt wird,der sich wiederrum auch negativ auf die Tauben auswirkt,die tatsächlich etwas fliegen könnten. Man befindet sich dann in einem Teufelskreis aus dem man nicht heraus kommt und dieser wird durch solche Aufzählungen von Ausnahmen auch noch fein unterstützt. Ist es denn wirklich so,dass viele Züchter eine mangelhafte Taube nicht von einer  nicht standardgerechten (aber immer noch sehr gut für die Reise geeigneten) Taube unterscheiden können?
Zudem muss man sich doch fragen ,was man sucht:
Wenn man leistungsorientiert den Taubensport betreibt,dann sucht man nach der wahrscheinlichsten Möglichkeit, sich einen Bestand von mehreren Tauben zu schaffen,die einen sportlich weiterbringen. In den Kopf reingucken kann keiner,das ist klar. Aber wenn du 100 Modellathleten neben 100 körperlich mangelhafte Tauben stellst, wo hast du die höhere Wahrscheinlichkeit,die gute Taube zu finden, die eine ganze Saison von 100-600 KM durchhält und regelmäßig ihre Preise ,auch in der Spitze, fliegt? Ganz klar bei den körperlich perfekten. Es mag auch eine (oder zwei) Tauben bei den mangelhaften dabei sein,die vielleicht ganz gut mithalten,aber willst du wirklich die Anderen 99 für diese sehr geringe Wahrscheinlichkeit dauerhaft mit durchschleppen? Zeit, Geld, Platz und Aufwand völlig sinnlos dafür opfern? Ich denke,diese Frage muss jeder selbst für sich beantworten,aber ich denke auch,dass viele viele Züchter deutlich bessere Leistungen und demnach auch viel mehr Freude an ihrem Hobby erzielen könnten,wenn sie ihren Bestand mal radikal auf das runterreduzieren würden ,was auch wirklich körperlich in der Lage ist, den Ansprüchen unseres Programms gerecht zu werden und dies durchzuziehen. Ein angenehmer Nebeneffekt neben der steigenden Leistung ist dann die ganz klare Kostenersparnis,die man mit weniger Tauben erreicht.

21.01.2019: Es scheint so,dass wir nun eine stabile Kaltwetterlage mit Nachtfrösten bis Minus 8 Grad und auch Tagfrösten um den Gefrierpunkt bekommen. Was für die Natur ganz gut ist,um im Jahreslauf zu bleiben, ist natürlich eine Unwägbarkeit für alle Taubenzüchter, bei denen jetzt die Eier oder die Jungen fallen. Gerade bei Jährigen ist da auch ganz schnell mal das eine oder andere erfrorene Ei oder Jungtier dabei. Ich muss da vor Allem an meinen Freund Mirko Werner denken,bei dem jetzt am Wochenende die ersten Eier bei den Zuchttauben gefallen sein müssten. Ich hoffe mal,dass dort die alten Zuchttauben jetzt so firm sind,dass da nichts Schlimmes passiert ist.Aus eigener Erfahrung kann ich da nur Kokosfasermatten als Unterlage in den Nistschalen empfehlen,die sind recht günstig und halten die Kälte aus der Schale. Aber unbedingt drauf achten,dass es Naturfasern und keine Kunststoffe sind!
Bei mir selbst ist das alles unproblematisch,da die Tauben ja noch nicht aufs Nest kommen sollen. Sie wurden gestern Nachmittag wieder getrennt und bleiben dies jetzt auch 2 Wochen lang. Ein ganz interessantes Ereignis: nach dem Trennen habe ich gefüttert und während alle anderen Vögel eifrig gepickt haben, saß der Blauscheck 538 die ganze Zeit jaulend in seiner Zelle.Der hat sein Weibchen so sehr vermisst,dass er gar nicht fressen wollte,armer Kerl. Aber vielleicht ein gutes Zeichen für die Reisesaison,denn wenn der so verliebt ist,dann wird er nochmal extra motiviert,schnell nach Hause zu fliegen. So hat jede Taube ihren ganz eigenen Charakter. Interessant!

19.01.2019: Heute werden die Tauben wieder für das Wochenende zusammengelassen und zwar nur im Zellenschlag inklusive eingestellter Nistschalen.Sie sollen nun auch langsam eine gemeinsame Zelle finden. Dabei werde ich meine Kamera nach dem Absturz bei Lothar das erste Mal wieder ausprobieren und hoffe natürlich,dass sie funktioniert.Falls nicht,werde ich wohl um eine Investition nicht herumkommen,um euch auch weiterhin mit Videomaterial versorgen zu können. Da es jetzt wohl erstmal über einen längeren Zeitraum ordentlich frostig wird,wünsche ich allen Sportfreunden,bei denen die Jungen derzeit auskommen,dass alle heile bleiben und keine verfrieren.

18.01.2019: Es ist immer wieder schön und man fühlt sich dann auch sehr geschmeichelt,wenn man mal öffentlich positiv erwähnt wird. Und so habe ich mich gestern sehr gefreut als der Taubenschlag-Insider Lothar Scheugl den Besuch von Mathias Frank und mir am letzten Wochenende bei ihm in seinem neuesten Video lobend erwähnt hat. Ich bin ja nun ein Typ,der auch gerne mal bei Anderen Reibung erzeugt und dementsprechend gibt es auch nicht wenige Züchter, gerade im direkten Umfeld,die nicht sehr gut auf mich zu sprechen sind. Umso schöner ist es dann, wenn man Sportfreunde kennenlernt,die auch gedanklich und von den Ansichten her auf einer Welle mit einem selbst schwimmen. Und bei Lothar fühle ich mich als Mensch und als Taubenzüchter sehr gut aufgenommen. Das mag mit daran liegen,dass auch Lothar ein Mann ist, der immer klare Kante zeigt,  deutliche Worte findet und auch in Konfliktsituationen nicht den Kopf einzieht. Das einem das nicht nur Freunde schafft,ist klar,aber ich denke,man sollte schon zu dem stehen,was man vertritt und auch zu den Ansichten,die man hat.
Ich bin auch jemand,der gerne mal unter sportlich fairen Wettkampfbedingungen gegen Lothar antreten würde anstatt vor dieser dominanten Konkurrenz wegzulaufen. Doch dazu müsste ich zumindest meinen Schlag in Richtung Salzwedel /Arendsee bewegen denn am jetzigen Standort wäre eine Teilnahme an den Flügen der RV Uelzen und Umgebung allein schon von der Lage her ein sinnloses Unterfangen. Von der Schlaganlage her gibt es keine Probleme,mich mit Lothars Bauwagen zu vergleichen,aber natürlich würde ich meine ganze (eingebildete?) Taubenkenne aufbringen müssen,um mir recht schnell einen Betsand zu formen,der zumindest ansatzweise an die Güte von Lothars Tauben herankommt. Das ist der große Knackpunkt,da kann man mit ehemaligen OLR-Tauben nicht gegen ankommen. Aber was würde ich mich freuen,wenn ich bei gleicher Lage und gleichem Schlag dem Lothar auf einem Wettflug mal ein,zwei Tauben vorlegen könnte. Das würde mich dann mehr befriedigen als irgendeine 1.RV Meisterschaft.............allerdings sind das natürlich alles Hirngespinste,denn dazu müsste ich hier mein Haus verkaufen und nach dort umziehen. Tja, und wenn ich das zu Hause vorschlage,ich glaube,dann werde ich lebendig gehäutet*lach*. Aber trotzdem ein schöner Gedanke..........

16.01.2019: Arbeitstechnisch scheine ich die Gene eines Zugvogels in meiner DNA zu haben. Nach einigen Jahren bei einem Arbeitgeber zieht es mich irgendwie immer stärker fort. Und durch die Übertragung neuer Aufgaben,die nicht meinem Gusto entsprechen, wird diese Situation noch verschärft. Doch nun habe ich ja etwas,das mich von weiten Fahrten abhält:das Derby. Da brauche ich zur vernünftigen Versorgung eben die Zeit, die ich sonst "on the road" verbringen würde. Aber da ich ja in meinem Kopf so manche krude Idee ausbrüte bin ich (derzeit) nicht abgeneigt für 2020 neue berufliche Wege zu gehen. Aber dann könnte ich das Derby nicht mehr anbieten. Eine schwierige Entscheidung. Doch ich habe ja noch gut 9 Monate Zeit zum Nachdenken ob ich ein Derby 2020 anbiete oder nicht. 2019 ziehe ich jedenfalls voll konzentriert durch. Aber wer weiß schon genau,was die Zukunft bringt? Alles,was wir so langfristig planen kann so schnell wieder umgeworfen werden.Wir werden sehen.

15.01.2019: Diese Mail erreichte mich gestern von meinem guten Freund Claus Kanitz, dem ich ja 2016 das Gigantenpaar 471x949 geschenkt hatte,aus dem u.A. die 04972-18-251 fällt,die mit Abstand 1. As-Taube Heidederby mit 2x2.Konkurs wird:
 MOINMOIN !!!!
Unsere 949 wurde schönste Täubin in der KLASSE der Ungereisten bei der Ausstellung in Südholstein .
GUT FLIEGEN,GUT ZÜCHTEN,GUT AUSSEHEN!!
GUT FLUG 
CLAUS
Das freut mich natürlich sehr,auch wenn es mich nicht verwundert. Die Täubin war bereits im Jahr 2015 auf unserer RV Ausstellung Standardweibchen und beste Taube der Ausstellung. Sie fliegt also nicht nur gut (5x1.Konkurs) und züchtet nicht nur gut sondern ist nach über 2 Jahren ohne Freiflug immer noch so standardmäßig wie eh und je. Eine echte Klassetaube eben und ihr Partner 471 (1.As-Vogel RV 2016) steht ihr darin in Nichts nach. Kein Wunder,dass die Nachkommen zumindest körperlich solche Modellathleten sind. Claus müsste nur darauf achten,dass noch mehr Jungtiere aus dieser Verpaarung auf die Reise gehen,damit sie beweisen können,dass die 251 und ihr Nestbruder 252 keine Glückstreffer waren. Der 252 wird ja,wenn alles gut geht, dieses Jahr als Jähriger in der RV Südholstein zeigen dürfen,was er im Alttaubenprogramm kann. Die 251 wurde gemeinschaftlich gekauft und züchtet für 2 Züchter,die kann also nicht mehr zeigen,dass sie auch als Alte fliegen könnte.Und alle anderen Geschwister von 2017+2018 sitzen in irgendwelchen Zuchtschlägen. Da wird es in 2019 mal Zeit, dass REISEtauben gezüchtet werden auch wenn die Versuchung groß ist, Jungtauben aus so einem Pärchen gleich in die Zucht zu setzen. Doch auch so ein Pärchen muss sich erstmal in der Zucht beweisen. Ist zumindest meine (bescheidene) Meinung.


14.01.2019: Die Tauben,welche ich am Freitag Nachmittag wieder zusammengelassen habe,wurden gestern Nachmittag wieder getrennt.Über das ganze Wochenende war das Futter wieder mit Moorkonzentrat und Mineralith angemischt,im Wasser war UsneGano.Mittlerweile haben sich bis auf 2 alle Vögel ein Weibchen gesucht. Da sie den ganzen Schlag zur Verfügung haben,liegen einige Pärchen aber lieber in irgendwelchen Ecken im Derbyschlag als sich in den Zellenschlag zu begeben. Daher werden die Familienwochenenden in Zukunft nur noch im Zellenschlag abgehalten. Ich werde dann auch schon die Nistschalen dazugeben,damit sich die Pärchen,welche sich gefunden haben,dann auch möglichst schnell eine gemeinsame Zelle suchen. Und dann sollte dem reibungslosen Anpaaren im März nichts mehr entgegenstehen.
Ich reflektiere immer noch den Besuch bei Lothar und seine Aussagen und Ansichten zum Taubensport. Er ist nun mal ein sehr ungewöhnlicher Typ von Taubenzüchter,da er es geschafft hat,seinen Taubenbestand so zu destillieren,dass er auch mit ganz wenig Tauben überragende Leistungen erzielen kann. Das heißt im Umkehrschluß,dass die Qualität jeder einzelnen Taube bei ihm weit überdurchschnittlich ist. Viele sehen ja nur das Ergebnis,dass er erzielt,aber mich interessiert vielmehr der Weg,den er gegangen ist,bis dieser Bestand so steht wie er steht.Und da kommt wieder ein Punkt maßgeblich zum Tragen,den ich schon öfter,auch im Video,ansprach: eine sehr sehr strenge Selektion auf die Leistungsmerkmale hin. Natürlich muss man auch eine gute Kenne haben und möglichst beim Anschauen schon eine schlechte Taube erkennen können, natürlich muss der Schlag funktionieren und die Versorgung so ausgewogen sein,dass die Taube von 100-650KM ihre Leistung abrufen kann, natürlich ist es nicht unvorteilhaft,innerhalb der Konkurrenz eine Lage zu haben,die nicht zu weit ab vom Schuß ist,aber letztlich steht und fällt alles mit der Qualität der Taube. Und diese erkennt man schlußendlich nur dann,wenn man seine Tauben nicht nur fördet sondern auch fordert. Und das beinhaltet nun mal Setzen, Setzen, Setzen!
Lothar ist auch der Meinung,dass man auch schon eine Jungtaube nach Ihrer Leistung beurteilen kann, vorausgesetzt, man hat ein vernünftiges Jungtaubenprogramm und setzt seine Jungen durch. Allgemein ist er in der Beurteilung seiner Tauben sehr streng. Von den 9 alten Reisevögeln,die er jetzt für 2019 hat,sagt er selbst,dass eigentlich nur 5 im Schlag bleiben dürften,der Rest ist in seinen Augen "Füllmaterial", damit der Schwarm eine gewisse Größe hat um vernünftig zu trainieren. Eigentlich, so Lothar,müsste er diese Vögel vom Schlag nehmen. Das muss man erstmal verarbeiten, denn wir reden hier von Tauben,die bei vielen Schlägen mit Abstand die Besten im Schlag wären! So ist also auch bei einem so streng ausgelesenen, kleinen Leistungsbestand immer noch genug dabei,was den Anforderungen NICHT gerecht wird.
Ist schon sehr interessant,diese Vorgehensweise. Aber sicherlich nicht für jeden Taubenfreund geeignet,der (wie wir ja fast alle) Tauben alleine wegen Ihres Charakters,ihrer Farbe oder ihrer Abstammung nicht selektiert. Und das ist ja auch vollkommen in Ordnung so. Jeder soll sein Hobby so betreiben,dass es ihm Freude schenkt. Doch wenn man den Leistungsgedanken konsequent zu Ende verfolgt,wird man an Lothars harter Position nicht vorbeikommen.

12.01.2019: Verfluchte Technik!!! Da fährt man schon mal zu jemandem wie Lothar Scheugl,will einen netten kleinen Film machen und dann streikt ganz strikt die Kamera. Mist! Habe das Drecksding heute Abend erstmal komplett neu installiert und "gereinigt". Und dabei hatte ich ja schon strikte Aufträge,was genau ich filmen soll. Echt schade. Hat mich wirklich geärgert.
Ansonsten war es heute ein hochinteressanter Besuch bei einem Züchter mit richtig viel Kenne und natürlich dementsprechend richtig guten Tauben. Viele von euch werden den Lothar ja von seinem Youtube-Kanal Taubenschlag-Insider kennen. Wirklich sehr spannend und lehrreich,dort einfach mal am Tisch zu sitzen und sich mit so einem Kenner auszutauschen, seine Standpunkte und Ansichten auch mal ausführlich dargelegt zu bekommen und sie mit dem eigenen Wissen und Denken abzugleichen. Dazu dann noch das gute Gefühl,auch wirklich willkommen zu sein,mit extra für uns geschmierten Brötchen und Rundumbetreuung auch durch seine nette Frau. Überhaupt muss man auch mal hier ganz deutlich der lieben Elona Scheugl  ein sehr großes Dankeschön  ausprechen,denn ohne diese Kamerafrau würde es die tollen Videos vom Lothar gar nicht geben.Also von hier aus im Namen aller Youtube-Freunde ein ganz großes DANKESCHÖN an Elona Scheugl!! TOP!!!
Bei den Tauben hat mich vor Allem der 154 begeistert,den hätte ich auch locker gleich mitnehmen können. Nicht,weil er so ein hübscher Kerl ist (ist er) oder weil er so ein super Flieger ist (ist er auch) sondern einzig und allein schon aus dem Grund,dass der genauso mit mir kämpft und balgt,wie er es auch mit Lothar tut. Da geht einem das Herz auf und die Seele lacht,wenn man so eine Taube am Finger hat! :-)
Alles in Allem sind aber auch alle Tauben von Lothar einfach nur top gepflegt und sehr schön in der Hand zu halten. Fast so schön wie meine eigenen......*lach*
Nach Lothar sind Mathias Frank und ich dann noch zu meinemKumpel Mirko Werner gefahren,haben dort noch die Tauben begutachtet und ein langes Palaver unter Sportfreunden gehalten. Auch Mirkos Tauben sind gut drauf und die Zuchttauben hat er vor ein paar Tagen angepaart.Dieses Jahr läuft dann auch alles augenscheinlich wesentlich reibungsloser und gesitteter ab als letztes Jahr ,was mich hoffen lässt,dass er ordentlich viel Nachwuchs bekommt,um die Zuchtleistung auch wirklich austesten zu können.
Bis auf die Malesche mit der Kamera also ein rundum gelungener,hochinteressanter Tag mit sehr symphatischen Züchtern,vielen neuen Infos und Eindrücken und nicht zuletzt wunderschönen Tauben,die man in der Hand halten durfte. Züchterherz,was willst du mehr?

10.01.2019: Da ich mit dem neuen Jahr einen neuen Aufgabenbereich übernommen habe,komme ich derzeit nicht täglich dazu,hier etwas zu schreiben. Abends ist man halt "platt", wenn man sich den ganzen Tag vor dem PC durch fremde Vorschriften und Gesetzestexte arbeitet und hat dann auch keine Lust mehr noch zu Hause am PC zu sitzen. Aber derzeit passiert ja bei den Tauben auch nicht wirklich viel,was sich aufzuschreiben lohnt. Mein persönliches Highlight wird der Besuch übermorgen bei Lothar Scheugl sein. Da gibt es dann vielleicht sogar ein kleines Video drüber. Ansonsten müsst ihr halt damit leben,dass die Einträge erstmal spärlicher ausfallen werden in nächster Zeit. Ihr verpasst ja nichts.

08.01.2019: Heute möchte ich euch mal auf die Homepage meines Freundes Uwe Heeschen aus Boostedt hinweisen. Er gibt sich mit seiner HP richtig Mühe,stellt Fotos und Abstammungen ein und das Beste: auch er führt ein kleines Tagebuch. Mein erster Blick ist jedenfalls täglich auf die HP dieses symphatischen Sportfreundes. Ihr findet sie unter der Webadresse www.uwe-heeschen-boostedt.de. Schaut doch einfach mal rein,der Uwe freut sich über jeden Besucher und es ist wirklich sehr informativ dargestellt. Kleiner Tipp von mir: schaut euch mal bei den Reiseweibchen die 145 an. Als ich bei Uwe war,hat die mir sofort richtig gut zugesagt. Ich glaube,die wird was.

07.01.2019: Ein recht ereignisloses Wochenende liegt hinter mir. Die Tauben wurden am Sonntag Mittag wieder getrennt und ich habe festgestellt,dass sich jetzt schon 7 von 10 Pärchen gefunden haben. Das lässt hoffen, dass die finale Anpaarung im März also ohne größere Probleme stattfinden kann.Da ich das Angebot bekommen habe,die Eier der 3 besten Vögel eines sehr bekannten,sehr erfolgreichen Züchters umsonst zu bekommen,werde ich vielleicht die Anpaarung auch erst Ende März vornehmen. Gehen sie dann halt auf die ersten Flüge noch auf Nest. Ist auch nicht schlimm,ich erwarte mir ja nichts von den Tauben. Oder ich nehme die Weiber zusammen mit den Jungen vorher weg,damit die Vögel schon mal auf die Flüge vorbereitet werden können. Die Weibchen bekommen die Jungen in ihrer Strohecke dann auch gut alleine groß.Und da ich in der letzten Aprilwoche noch einen mehrtägigen Trip an die Müritz plane,fällt für mich der 1. Preisflug wohl sowieso ins Wasser. Doch das ist alles überhaupt kein Problem,da der "klassische" Taubensport bei mir ja wirklich nur dazu da ist, in der derbyfreien Zeit ein wenig was um die Ohren zu haben.

04.01.2019: Heute wurden die Tauben wieder für das Wochenende zusammengelassen. Da sich einige Paare ja schon gefunden haben und sich sehr freuen, einander zu sehen,muss man aufpassen,dass die Weibchen nicht schon legen und sie dementsprechend früh wieder trennen. Das wird am Sonntag Mittag sein. Wie jedes Wochenende wird das Futter mit Moorkonzentrat und Mineralith abgemischt. Und am 19.01. werden die Tauben gegen PMV geimpft. Da fahr ich direkt zur Tierärztin,denn für die paar Täubchen muss sie nicht extra rauskommen. Bei der Gelegenheit werde ich sie auch gleich anhauen,ob sie mir die Tauben,wenn alle beisammen sind, gegen Pocken impft. Wenn das nicht geht,dann muss ich mir halt den Impfstoff zum Pinseln besorgen und die Tauben impfen,wenn sie angeliefert werden. Das mit den Pocken hat mir jedenfalls 2018 gereicht und auf die Impfung durch die Teilnehmer kann man nicht zählen. Die Meisten impfen halt nicht.Nun sind Pocken ja nicht tödlich und heilen auch von allein wieder ab, aber es ist halt eine Viruserkrankung,welche dieTauben bei der Futteraufnahme und den Belastungen des Fluges behindert. Umso erstaunlicher finde ich es immer noch,dass der 800 beim Endflug MIT Pocke den 3. Konkurs geflogen hat. Aber da saß die Pocke ja auch nur außen am Schnabel und im Schnabel selber war nichts zu sehen. Trotzdem eine Willensleistung, vor der man den Hut ziehen muss. Hach ja,mein 800. Ich hoffe, es geht ihm gut beim neuen Besitzer. Der kleine Raufbold. Ich vermisse ihn........:-(. Ganz ehrlich: sich nach dem Derby von den meisten Tauben zu trennen ist echt ne miese Sache. Auch da bin ich wohl anders als die meisten OLR Betreiber, die es gar nicht erwarten können mit den übriggebliebenen Derbytauben Gewinn zu machen um danach den Schlag frei und selbst Urlaub zu haben. Aber ich habe ja auch einen ganz anderen Bezug zu der ganzen Bande über die Monate. Und ein paar bleiben ja doch immer übrig.Trotzdem schon jetzt wieder ein trauriger Gedanke. Naja was soll´s......

03.01.2019: Heute habe ich vom Teilnehmer Tobias Alpers ,im Übrigen ein sehr sehr gut reisender Schlag im Regio 261,eine Einladung zu seiner RV Austellung am 12./13.01. bekommen. Ich werde mal schauen,ob ich da am 13. hinfahre,denn am 12.01.bin ich ja mit Mathias Frank und Bernd Pilgrim beim Lothar Scheugl zu Besuch. Die Ausstellung hört sich aber sehr interessant an,denn dort stehen auch erfolgreiche Züchter Rede und Antwort und es gibt diverse Tauben von Spitzenzüchtern des Regio 261 zu kaufen. Wer also am 12./13.01.noch nichts vor hat, dem empfehle ich mal zu dieser RV Ausstellung zu fahren. Heute muss man ja jeder RV dankbar sein,die so eine Aktion in der Winterzeit noch auf die Beine gestellt bekommt.



01.01.2019: Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr 2019 mit ganz viel Erfolg im Taubensport aber vor Allem mit ganz viel Gesundheit für euch und eure Lieben. Ich habe mit meiner Frau und einigen Freunden in Lüneburg im Irish Pub das neue Jahr begrüßt und bin dementsprechend heute ein wenig groggy,auch wenn ich kaum was getrunken habe. Aber als "alter Mann" bis 04 Uhr aufbleiben und dann um 09 Uhr wieder raus,das steckt man eben nicht so weg wie als 18-Jähriger. Nun werde ich heute im Laufe des Tages meine Kinder einsammeln,die Tauben wurden schon saubergemacht,dann werden sie noch versorgt und das war es dann auch schon mit dem ersten Tag des neuen Jahres. Heute Abend noch das Finale der Darts-WM gucken und Morgen geht halt die Knochenmühle der Arbeit wieder los.
Mein erstes Highlight im Jahr 2019 wird wohl,wenn alles klappt, am 12.01.der Besuch bei Lothar Scheugl zusammen mit meinem guten Freund Mathias Frank und Bernd Pilgrim sein. Da freue ich mich schon sehr drauf. In diesem Sinne: Prost Neujahr!

29.12.2018: Gestern habe ich eine Mail von einem lieben Sportfreund bezüglich des Tagebucheintrages über die alten Zuchttauben bekommen. Seine Aussage war verkürzt "wer weiß,ob das wirklich alles schlechte Tauben sind. Vielleicht waren nur die Züchter zu schlecht um mit der Nachzucht gut umzugehen." Ja,mit diesem Glauben fallen jedes Jahr wieder Züchter auf die angebotenen alten Tauben rein. Man kann schon davon ausgehen,dass eine Taube mit Bombenabstammung intensiv in der Zucht getestet wird. Und selbst wenn dies kein gut reisender Schlag ist,müsste die Nachzucht doch zumindest bei ihm selbst eine Verbesserung hervorrufen. Wenn also ein schlechter Züchter Tauben mit max.4 Preise hat müsste eine gute Zuchttaube  Junge bringen,die mindestens 6 Preise fliegen. Von daher kann man schon davon ausgehen,dass die angebotenen alten Zuchttauben,die woanders keine gute Nachzucht gebracht haben (gut im Sinne von gut bei dem Züchter selbst), egal,ob sie bei einem guten oder nicht so guten Züchter gesessen haben, wirklich in der Vererbung nichts taugen. Natürlich mag es auch hier Ausnahmen geben aber diese sind dann doch sehr sehr SEHR selten.
Doch diese Erfahrung muss wohl jeder für sich selbst machen,bevor man das glaubt. Denn anders als bei z.B.Hunden oder Katzen ist die eigentliche Zuchtleistung ja nicht auf einen äußeren Rassestandard bezogen sondern auf die Orientierungsleistung der Taube,die man eben NICHT sehen und dementsprechend auch schwerer "ausmendeln" kann als bei einer Zucht nach rein körperlichen Merkmalen. Das ist halt doch noch mal was ganz Anderes.
Doch so wie der Sportfreund denkt ist es halt ganz oft. Und auch bei Züchtern,die es aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung besser wissen müssten. Es wird zu oft gedacht "bei MIR züchtet die bestimmt viel bessere Nachzucht". Und so werden jedes Jahr hunderte wenn nicht tausende Tauben verkauft und gekauft anstatt dem Genpool einen Gefallen zu tun indem man sie aus diesem entfernt.

28.12.2018: Heute möchte ich euch mal ein Video vom Lothar Scheugl empfehlen,das schon etwas älter ist. Es heißt "wie erhalte ich eine Leistungsfamilie" und ist auf seinem Kanal Taubenschlag-Insider auf youtube abrufbar. Was mir besonders an diesem Video gefällt ,ist seine Auswertung der eigenen RV Jahresliste im Hinblick auf das,was man allgemein als "gute Taube" versteht. Da führt er nämlich sehr schön vor Augen,dass es die RICHTIG guten Tauben gar nicht so häufig gibt,wie wir das vielleicht glauben(wollen). Viele Züchter antworten ja immer noch auf die Frage wie sie ihre Tauben verpaaren mit "gut an gut". Und genau das ist ja der Trugschluß,denn wenn man wirklich Glück hat,dann hat man EINE wirklich gute Taube auf dem Schlag. Aber die braucht ja immer noch einen Partner zum Züchten. Und da wird es dann schon bei den Meisten eng.
Genauso der oft gehörte Spruch "heute sitzen doch überall gute Tauben". Der ist schlichtweg falsch. Ich behaupte sogar, heute sitzt viel mehr Schund und unbrauchbares Material auf den Schlägen als noch vor 30-40 Jahren. Wenn ich mir allein angucke,was kurz vor Kassel und auch jetzt vor Dortmund wieder an alten Zuchttauben in der Auktion steht,da gruselt es einen doch. Sind denn die Leute wirklich so dumm,zu glauben,jemand verkauft seine besten Zuchttauben,die über Jahre bewiesen haben,dass sie gute Nachzucht bringen? Nein,diese Tauben haben die Erwartungen in sie eben gerade NICHT erfüllt, aber anstatt sie zu selektieren wie früher üblich (und auch notwendig um den Genpool zu verbessern) werden diese untauglichen Tauben aufgrund ihrer schönen Abstammung noch teuer weiterverkauft und dürfen ihre untauglichen Gene fröhlich weitervermehren.
Auch bei eigenen Auktionen mit Tauben vom Heidederby merke ich es. Es wird nur nach Abstammung gekauft, die Leistung der Tauben selbst ist eher nebensächlich. Und dann knallt man sich die Schläge voll mit 20,30,40 oder noch mehr Zuchtpaaren von x verschiedenen Schlägen und züchtet Massen von Jungtauben frei nach dem Motto "wird bestimmt schon die eine oder andere Gute drunter sein". Das ist der völlig falsche Weg in der Brieftaubenzucht und deswegen bin ich auch ganz froh,dass es Leute wie den Lothar Scheugl gibt, die zeigen, wie es auch anders gehen kann. Dann ist der Taubensport nämlich auch nicht mehr das teure,platz- und zeitaufwändige Hobby,das Einen mehr strapaziert als erfreut. An Lothars Art und Weise der Taubenhaltung können sich vor Allem junge Menschen mit wenig Platz und nicht unendlich viel Geld ein gutes Beispiel nehmen. Vorbildlich!

27.12.2018: Kaum ist das Weihnachtsfest vorbei beginnt die Vorbereitung auf Silvester. Und ehe man sich´s versieht ist Ostern und dann steht die neue Saison vor der Tür. Nur noch 4 Monate! Dann gibt´s wieder lecker Bratwurst! *lach*
Ausserdem werden seit einigen Tagen die Tage wieder länger,es geht also aufwärts und der Frühling ist nicht mehr fern. Sehr schön! In knapp 8 Wochen wird angepaart. Es werden zwar erstmals keine Jungen gezogen aber die Kraft und Energie können sie dann halt für die Reise sparen. Große Hoffnungen mache ich mir wie immer nicht. Da ich höchstwahrscheinlich wieder nur die ersten Flüge setze weil ich mich ab Juni wieder ganz dem Derby widme wären jegliche Ambitionen auch ziemlich dumm. Wenn ein,zwei Vögel dabei sind die so 6/4 oder 6/5 fliegen,das wäre schon was. Und natürlich möglichst wenig Verluste. Verluste sind etwas,dass mir sehr zusetzt, vor Allem wenn sie auf so vermeidbar schlechten Flügen entstehen, wie sie ja ganz gerne mal durchgeführt werden wider besseren Wissens.
Die Tauben wurden gestern Nachmittag wieder getrennt und wenn ich es richtig beobachtet habe, dann haben die beiden alten Vögel 563 und 853 sowie die Jährigen 570, 538 und 348 bereits eine feste Partnerin gefunden. Dafür macht man ja diese "Familienwochenenden",damit sich die Paare schon finden und dann bei der "scharfen" Anpaarung alles glatt läuft. Sehr gut gefallen tut mir auch der 602 von Uwe Heeschen,der hat eine richtig gute Präsenz im Schlag. Läuft aber derzeit noch jedem Rock hinterher anstatt sich "die Eine" zu suchen. Aber das wird schon.....
Die Schräge über den Zellen habe ich jetzt endgültig verschlossen. So muss sich dann jeder eine Zelle suchen. Aber wie immer werden auch einer oder zwei dabei sein,die keine Zelle erobern können oder dies auch gar nicht wollen. Manche Tauben haben eben den Drang,irgendwo in der Ecke auf dem Boden brüten zu wollen, weiß der Geier,warum.
Beim Trennen der Tauben habe ich die 10 Vögel alle in der Hand gehabt. Klasse Burschen mit tollem Federwerk,allesamt. Der Eine oder Andere vielleicht ein bischen zu gut genährt. Ansonsten gefallen sie mir aber echt gut. Jetzt müssen sie nur noch was im Schädel haben........

25.12.2018: Ich hoffe ,ihr habt den Weihnachtsbraten gut verdaut und schöne Geschenke bekommen. Bei uns verlief es sehr harmonisch mit gutem Essen im Kreise der Menschen,die wirklich zählen auf dieser Welt. Ein bischen Wehmut war dabei,denn dies war wohl das letzte Weihnachten ,bei dem alle Familienmitglieder noch zu Hause wohnen. Im nächsten Jahr beenden beide ihre Schule ( er Gymnasium, sie Real). Meine Tochter möchte dann ein FÖJ an der Nordsee machen und mein Sohn wird entweder studieren oder eine Ausbildung beginnen. Eigentlich finde ich es sehr gut und unterstütze es auch voll,wenn die Kinder möglichst schnell flügge werden,das Nest verlassen und auf eigenen Beinen stehen,aber....merkwürdig ist es trotzdem irgendwie. Andererseits: kein Zickenterror mehr, keine lauten Bässe den ganzen Tag, kein "fahr mich hierhin fahr mich dorthin" mehr, 50% günstigere Haushaltskosten....das wird toll! :-)
Toll sind auch die beiden Auktionen,die mir gestern reingeflattert sind. Zum Einen bietet mein guter Freund Manfred Meyerholz wieder einige super gezogene Tauben auf pigeon-auction an, zum Anderen ist jetzt auch die Gutschein-Auktion der RV Uelzen und Umgebung  auf www.tauben-versteigerung.de angelaufen,der Auktionsseite von Martin Gebert. Bei beiden Auktionen sind super Schnäppchen zu machen,weil die Frequenz über die Feiertage gering ist. Der kluge Züchter schlägt also JETZT zu! Viel Spaß beim Stöbern. :-)

24.12.2018: Liebe Sportfreunde und Leser des Tagebuches, ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Tage im Kreise eurer Lieben. Verbringt bitte viel Zeit mit eurer Familie,denn sie ist das Wichtigste,was es gibt. Tauben sollten in diesen Tagen das sein,was sie sind: eine schöne Nebensache. Wir verbringen viel zu viel Sommerzeit mit diesem Hobby und die Familie muss manches Mal zurückstecken. Dafür und für die, wenn auch vielleicht stille, Unterstützung dieser Menschen,die das Wichtigste für uns sein sollten,haben sie all unseren Dank und unsere Liebe verdient......

21.12.2018: Obwohl ich in den Reihen der Taubenzüchter ja sowas wie ein Jungspund bin, ist es doch so,dass ich ab Morgen offiziell zu den alten Männern gehöre. Morgen wird mein Sohn 18. Volljährig. Erwachsen nach geltendem deutschen Recht. Wie konnte das nur passieren und wo ist bloß die Zeit geblieben? Ich bin so schrecklich schrecklich alt.............
Heute werden die Tauben für die Weihnachtsfeiertage zusammengelassen. Getrennt werden Sie dann wieder am 26.12.. Sie präsentieren sich in guter Verfassung mit gutem Kot und glattem Gefieder mit schön viel Federpuder. Alles so,wie es sein soll. Es gibt dann die nächsten 4 Tage nochmal Mineralith mit Moorkonzentrat über das Futter, das Wasser bleibt klar.
Gestern habe ich auch die Erlöse der Gutschein-Auktion unserem EST- Kassenwart übergeben. Ohne Frage ein gutes Gefühl, ein Bündel grüner Scheine zum Wohle der Gemeinschaft ins Kassenbüchlein zu legen :-), da hat man doch gleich so ein wohlig-weihnachtliches Gefühl......

19.12.2018: Leider habe ich gestern die Mitteilung bekommen,dass bei einem sehr guten Sportfreund die Diagnose gestellt wurde,die zum Glück bei mir nicht gestellt wurde: Vogelhalterlunge. Habe ihm natürlich geraten,sich erstmal weitere ärztliche Meinungen einzuholen und alle bildgebenden Verfahren und Allergieteste anzuwenden,die es gibt. Es wäre ja nicht das erste Mal,dass ein Arzt diese Diagnose stellt nur weil er hört,dass der Patient Tauben hält.
Doch Fakt ist ja,dass es durchaus eine durch Tauben bedingte Krankheit sein kann. Wir haben erst dieses Jahr in der RV einen Sportfreund zu Grabe getragen, der trotz Taubenstauballergie nicht aufhören konnte. Und ganz ehrlich: kein Hobby der Welt, und sei es auch noch so schön und erfüllend, ist es wert, seine Gesundheit dafür zu ruinieren.
Natürlich kann man jetzt Gegenmaßnahmen ergreifen wie z.B. Offenfrontschläge einzurichten, den Taubenbestand deutlich zu reduzieren, eine vernünftige Staubmaske und immer Wechselkleidung zu tragen, aber das alles muss man auch dem Grad der allergischen Reaktion anpassen. Bei manchen Menschen reicht ja schon der Schlag in der Nähe des Hauses und die normale Staubverteilung durch den Wind das sie Symptome zeigen. Und wenn es halt zu schlimm wird, ja,dann muss man den Taubensport eben aufgeben. So hart das auch sein mag,aber die Gesundheit geht vor. Und es gibt auch noch andere Hobbys die man in seiner Freizeit ausüben kann, auch wenn ich bei vielen Taubenzüchtern manchmal den Eindruck habe,dass es da sonst nicht viel gibt im Leben ausser Tauben.
Ich wünsche dem Sportfreund jedenfalls von ganzem Herzen und drücke ihm ganz fest die Daumen,dass sich die Diagnose im optimalen Fall als falsch herausstellt und wenn nicht,dass er einen Weg findet, sein Hobby trotzdem ohne Gesundheitsgefährdung weiter auszuüben. Toi Toi Toi!
Und wenn er wirklich die Tauben abschaffen muss,dann werde ich ihm mal die Lehrgangsunterlagen zur Fischerprüfung schicken. Ist auch ein schönes Hobby. :-):-)

18.12.2018: Derzeit wird fleißig in Taubenzüchterkreisen diskutiert,warum der Taubensport kein immaterielles Kulturerbe geworden ist. Mal davon abgesehen,dass dieser Titel eher ein schmückendes Beiwerk ist und keinerlei nachhaltigen Effekte auf die dringend nötige Neustrukturierung, Mitgliederwerbung und Aussendarstellung hätte. Aber da wollte man jetzt mal was haben und hat es nicht bekommen. Und in bester Taubenzüchtertradition ist man jetzt bockig wie ein Kleinkind im Sandkasten und sucht "Gründe" für die Nichtanerkennung. Oder sollte man eher sagen,man sucht einen Sündenbock,auf den alle eindreschen können,damit man nicht vor der eigenen Haustür kehren muss?
Ganz beliebt ist es jetzt, diesen Bock den OLRs zuzuschieben. Das ist ja auch so einfach. Ein OLR ist so transparent und öffentlich was die Einsehbarkeit von Verlusten angeht, demgegenüber sind RV Flüge die reinste Geheimniskrämerei. Unbestritten ist,dass es OLR gibt,die nicht viel Wert auf die Taube als Lebewesen legen und das "Event" in den Vordergrund stellen. Nun muss man sich aber überlegen,warum diese bekanntermaßen sehr harten OLR (Corabia,Südafrika etc.) überhaupt noch am Markt sind und jährlich wieder viele Tauben dorthin geschickt werden. Dies ist ganz einfach: weil die Teilnehmer es so wollen! Ein Ausrichter wird sich immer nach den Wünschen der Kunden richten,denn er will ja Geld verdienen und seinen Lebensunterhalt davon bestreiten (ich bin ja der einzige Irre,der das NICHT wegen des Geldes tut). Und wer sind die Teilnehmer? Richtig,die ganz normalen Züchter an der Basis. Bevor man also mit dem Finger auf die Ausrichter von OLR zeigt,sollte man sich mal verinnerlichen,dass es diese  brutalen OLR nur deswegen gibt, weil die Mentalität von anscheinend nicht wenigen Züchtern doch genauso gleichgültig ist,was ihre Tauben betrifft.
Und dies setzt sich nahtlos fort bei so völlig abstrusen RV-und RegV-Auflässen wie z.B. Wels 2018. Man braucht einen Flug unbedingt ,weil einige der am Flug teilnehmenden Züchter sich Chancen auf Bundesebene ausrechnen und einen gewissen Einfluss haben und deswegen auf die Durchführung pochen. Kommt dann noch ein unsicherer und fachlich schlecht aufgestellter Flugleiter hinzu ist das Desaster ganz schnell mal perfekt. Gleiches gilt doch für Flüge am Anfang der Saison. Jetzt muss es endlich losgehen und da können die doch auch mal bei Nebel,Sturm,Starkregen etc fliegen. Sind doch bloß......Kilometer. Dieser Irrsinn spielt sich doch Jahr für Jahr deutschlandweit immer wieder ab. Und das doch auch nicht erst seit gestern.
Kommt dann noch das teilweise recht unerfreuliche Verhalten der Züchter dazu,wenn ihnen Tauben gemeldet werden,dann ist es doch kein Wunder, das die gesamte Züchterschaft selbst die Munition liefert,die es braucht, um unseren Sport zu "erlegen".
Der Unterschied von OLR zu Programmflügen ist doch der,dass man bei Programmflügen viel leichter Gras über Verluste wachsen lassen kann solange es kein herausragender Flug wie der Ruhrgebietsflug Wels 2018 ist. Die Listen sind irgendwann raus aus dem Netz und die eingebrochenen Satzzahlen kann man damit erklären,dass viele Tauben zu Hause gelassen wurden. Überprüfen kann das niemand. Anders bei OLR. Wenn da bei einem Flug 1500 Tauben an den Start gehen,der LIVE einsehbare Konkurs(in welcher RV gibt es das????) sehr lange dauert und am nächsten Flug nur noch 1000 Tauben an den Start gehen,dann kann der Betreiber nicht mal eben sagen,dass die fehlenden 500 Tauben noch zu Hause im Schlag sitzen. Das würde kein Mensch glauben und das würde auch keiner Überprüfung standhalten. Dabei ist dieser OLR Flug nicht anders als ein verkrachter RV Flug aufgrund menschlichem Versagen.
Nein, OLR alleinverantwortlich zu machen für die Nichtanerkennung ist viel zu kurz gefasst. OLR tragen mit schweren Flugverläufen dazu bei,ein negatives Bild zu zeichnen, keine Frage, aber der Löwenanteil der Verantwortung für unseren schlechten Ruf ist bei jedem einzelnen Taubenzüchter zu suchen,der schlechte Flüge billigt und akzeptiert, unfähige Flugleiter im Amt lässt, weil er zu faul oder zu feige ist, dort einzugreifen oder sich nicht vorbildlich und vernünftig um gemeldete Tauben kümmert. Die Züchterschaft an sich hat es zu verantworten,dass der Taubensport in einem schlechten Licht steht, jeder Einzelne von uns! Und genauso muss jeder Einzelne von uns daran arbeiten, diesen Ruf wieder zu verbessern! Die stumpfe Suche nach Sündenböcken bringt uns nicht einen Meter weiter bei diesem Problem.

17.12.2018: Über das Wochenende ist nicht viel bei den Tauben passiert. Die Vögel durften am Samstag baden, die Tauben wurden über das Wochenende nicht zusammengelassen. Dies geschieht erst wieder über die Weihnachtsfeiertage. Am Sonntag hatte ich eigentlich vor, entweder zur Regio-Siegerehrung des RegV 200 oder zu der des RegV 254 zu fahren aber in Anbetracht der Wetterlage habe ich auf größere Touren mit dem Auto verzichtet. Bei der Pre-Auction des Regio 254 hatte ich auf einen Gutschein der SG Wirz geboten und heute Morgen die erfreuliche Nachricht bekommen,dass ich auch den Zuschlag erhalten habe,da auf der Versteigerung kein höheres Gebot kam. So hoffe ich jetzt,dass ich von meinem Freund Roli ein Vollgeschwister zum 1366, zur 983 (1.As-Taube Heidederby 2017) und zur 1363 (5.As-Taube Corabia 2018) bekomme. Ich freue mich immer sehr,wenn ich eine super Taube günstiger bekomme,weil andere Leute keine Preislisten lesen sondern nur nach bestimmten Namen in der Abstammung suchen.:-)
Die Tauben haben nun ,wo es deutlich kälter wird,ein erhöhtes Hungergefühl. Wenn sie dürften,würden sie wohl den ganzen Tag nur fressen. Doch wenn wir ihnen immer so viel geben,wie sie betteln ,verfetten sie ohne Freiflug auch ganz schnell. Deswegen werden die Rationen nicht merklich erhöht.Sie müssen ja nichts leisten derzeit. Wie immer am Wochenende war am Futter Mineralith und Moorkonzentrat. Ansonsten ist halt Winter, da passiert nicht viel,worüber es sich zu schreiben lohnen würde.

13.12.2018: Das auch Tauben so etwas wie eine "Psyche" haben, habe ich schon mehrfach erlebt. Derzeit habe ich wieder so ein Beispiel auf dem Schlag, den CH-1366. Dieser Vogel war ja vor dem Endflug 10.As-Taube, blieb dann aus und kehrte Wochen später ohne Tipes-und Telefonring in einem eher schlechten körperlichen Zustand zurück. Vorher war er ein ruhiger,aber sehr präsenter Vogel. Bei einem Menschen würde man sagen er streckte immer die Brust raus und hielt den Rücken gerade. Er hatte seinen Stammplatz,den er auch verteidigte und war einer derjenigen,die sich im Korb immer einen gewissen Freiraum geschaffen haben.
Nun wurde er dort,wo er zwischengelandet war,anscheinend nicht gut behandelt,vielleicht auch viel durch die Gegend gejagt oder oder oder. Jedenfalls ist der Vogel,seit er wieder zu Hause ist, ganz verändert. Er ist sehr vorsichtig, leicht zu erschrecken und beim Füttern,wenn alle Anderen schon an die Hand kommen (die ersten Portionen gibt es immer aus der Hand um sie ein wenig zahmer zu bekommen), steht er in der hintersten Ecke des Schlages und sichert ganz aufmerksam in meine Richtung. Kippe ich das Futter in die Rinne, läuft er nicht sofort hin sondern nähert sich ganz vorsichtig unter mehrmaligem Stehenbleiben an. Dann pickt er ein paar Körner und sichert sofort wieder in meine Richtung. Wenn ich eine Bewegung mache, zieht er sich sofort vom Trog in eine entferntere Distanz zurück um dann langsam wiederzukommen. Er ist also sehr misstrauisch obwohl er ja weiß,dass ich der Futterbringer bin und ihm nichts Böses will.
Beobachte ich ihn, wie er im Schlag agiert,dann sitzt er meist in 2 Zellen,welche direkt übereinander sind und interagiert nicht viel mit seinen Schlaggenossen. Er ist insgesamt viel zurückhaltender,abwartender und weniger dominant als vor seinem Ausbleiben. Auch die Körperhaltung ist eine andere. Ich bezeichne sie als "introvertiert". Mehr in sich zurückgezogen.
Ich hatte schon ein wenig Bedenken,ob der Vogel aufgrund seines abwartenden Verhaltens beim Fressen vielleicht nicht genug Futter bekommt,aber körperlich ist er mittlerweile einer der Besten. Der braucht wohl nicht viel um sein Gewicht zu halten. Das spricht für ihn. Ich werde nun weiter beobachten,ob er eine dieser Zellen als Dauersitz erobert und vor Allem,wie die Anpaarung im Frühjahr verläuft. Insgesamt denke ich nicht, dass dieser Vogel mental "gebrochen" ist (auch das gibt es nach traumatischen Ereignissen). In dem Fall wäre er für die Reise nicht mehr geeignet. Doch sein Verhalten ist definitv ein anderes geworden nach dieser Odyssee. Ich hoffe für den Vogel,dass er mit Zelle und Weibchen wieder die innere Ruhe findet, zu zeigen,was seine Familie auszeichnet,denn die direkten Geschwister sind ja klasse Reisetauben gerade wenn es mal hart wird. Das traue ich ihm auch zu. Schauen wir mal.

11.12.2018: Ich bin ja seit letztem Jahr im Weitstreckenclub aktives Mitglied. Der Hintergedanke dazu war, dass man mit guten Programmtauben,wie sie ja mehrheitlich zum Derby angeliefert werden, auch an den angebotenen mittleren Weitstreckenflügen wie Sezanne (für mich etwa 650 KM) und Langgres ( für mich etwa 680 KM) teilnehmen kann. Zudem zeigen RV Spieler,dass auch eine Teilnahme mit RV Tauben auf dem London-Flug erfolgreich sein kann,vorausgesetzt,die Bedingungen sind entsprechend gut. Doch für die "echte" Weitstrecke,die ja in der Regel so ab 750 KM losgeht, da braucht man sicherlich doch etwas andere Tauben als die Ex-OLR-Tiere. Und so bin ich am Überlegen,wie ich meinen Bestand mehr in diese Richtung entwickeln kann. Da wären zum Einen die Tossens-Tauben vom Sportfreund Manfred Meyerholz,die ja auch schon in Rumänien zeigen,dass Flüge bis 900 KM erfolgreich bewältigt werden können. Zum Anderen könnte man sich auch einige Junge aus den guten Tauben der Clubmitglieder in den Bestand holen.Die Frage ist dann,ob diese Züchter auch wirklich aus ihren besten Tieren an direkte Konkurrenten abgeben. Ganz in meiner Nähe aber wohnt auch ein echter Weitstreckenidealist,der sogar die großen Flüge der Weitstrecke bereist. Es handelt sich um den Sportfreund Hermann Zgoll aus Eyendorf,der u.A. dadurch bekannt wurde,dass eine Taube von ihm mal 1345KM an nur einem einzigen Tag zurückgelegt hat. Hermann hat auf den internationalen Flügen mit Abstand die weiteste Vermessung, mehrere hundert Kilometer mehr als die Schläge der Zone I. Und trotzdem erringt er immer wieder sehr gute Erfolge in der weitesten Zone,obwohl natürlich ein Nationalsieg bei dieser Vermessung unmöglich ist. Hermann fährt allein zum Einsetzen mehrere hundert Kilometer gen Süden, ein wahrer Idealist! Nun ist es aber so,dass ich Hermann noch aus meiner Kindheit persönlich kenne,da er und mein Vater, als Hermann Anfang der 80er noch sehr erfolgreich RV gereist hat, gut befreundet waren und wir des Öfteren bei Hermann zu Besuch waren. So bin ich jetzt kurz davor,diesen Kontakt wieder aufleben zu lassen und zu intensivieren, um möglichst an diese eisenharten Tauben und vor Allem an das Know-How dieses Spezialisten heranzukommen. Denn nur mit OLR-Tauben wird das Unterfangen Weitstrecke sicherlich sehr schwierig werden,vor Allem dann,wenn ich auch mal weiter als 700 KM gehen möchte. Und wer weiß,wenn ich irgendwann das Heidederby einstampfe dann werde ich mich voll auf die Weitstrecke konzentrieren. Und da sind diese Erfahrungswerte und diese Tauben,wenn sie denn schon mal so greifbar nah sind, sicherlich Gold wert. Ich muss mir mal die Telefonnummer raussuchen........

10.12.2018: Seit Freitag waren die Tauben wieder zusammen und durften auch die ganze Schlaganlage nutzen. Gestern Morgen durften sie in der Voliere baden,was sie wie immer sehr bereitwillig angenommen haben und gestern Abend wurden sie wieder getrennt und auf ihre Abteile verteilt. Jetzt werden sie  2 Wochen getrennt bleiben und dann über die Weihnachtsfeiertage wieder zusammenkommen. So finden sich im Vorfeld schon einige Pärchen und das finale Anpaaren Anfang März wird dadurch erleichtert. Beim Trennen hat man die Tauben dann ja nochmal alle in der Hand und ich muss sagen,dass ich sehr zufrieden mit dem Zustand der Tauben bin. Vor Allem,dass sie in der Zeit des Festsitzens nicht zu sehr verfetten,ist ja wichtig in Bezug auf Beweglichkeit,Agilität und Fitness im Frühjahr. Weniger darauf bezogen,sich einen Vorteil bei den Flügen zu erhoffen,sondern viel eher,um den zu erwartenden Greifvogelattacken am Haus besser ausweichen zu können. Leider bekomme ich es dieses Jahr zeitlich kaum hin,die Tauben unter der Woche und am Wochenende hinauszulassen,was ich sehr schade finde,da sich dies nicht nur negativ auf die Kondition sondern auch auf die Aufmerksamkeit der Tiere auswirkt. Wenn sie jetzt mehrere Monate in der Sicherheit des Schlages verbringen,leiden meines Erachtens die Reflexe doch schon darunter und dies ist ein Nachteil,wenn es im Frühjahr wieder darum geht, einen Angriff rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. So habe ich beim Badenlassen festgestellt,dass auf erste Warnrufe von Amseln und anderen Vögeln nicht sofort reagiert wurde sondern erst,wenn die Warnrufe näher kamen und lauter wurden. Das war im Spätherbst noch ganz anders,da war die Aufmerksamkeit wesentlich höher. Ich denke mal,ich werde die Tauben am Wochenende wohl öfter in die Voliere setzen müssen,damit sie wieder mehr "in" der Natur sitzen und nicht nur im Schlag. Die Sinneseindrücke in der Voliere oder im Sputnik sind ja um ein Vielfaches höher. Nur kann ich Morgens leider nicht die Sputniks öffnen,da ich  dann noch mehrere Stunden habe bis es hell wird und ich vermeiden möchte,dass dort vielleicht doch noch ein nachtaktiver Räuber in den Schlag gelangt. So bleiben die Klappen die Woche über zu und die Tauben haben nur einen Blick durch das Fenster nach draußen. Das ist nicht optimal und dem könnte man durch regelmäßigen Freiflug begegnen. Doch was nicht ist,das ist eben nicht. Ein weiterer Nachteil,wenn man die Tauben nicht am Haus und keinen Menschen zur Hand hat,der die Klappen Morgens im Hellen öffnen könnte.

09.12.2018: Habe mich gestern doch zum Treffen des WSC geschleppt,war eine schöne Veranstaltung mit gutem Essen und guten Gesprächen. Was mir bei den Weitstrecklern allgemein bisher sehr positiv auffällt: es ist keinerlei Neid untereinander dabei. Das mag woanders zwischen Weitstrecklern auch anders sein,aber insgesamt fühlt man sich bei der Truppe doch wesentlich wohler als auf jeder RV Versammlung. Mag auch sein,dass die Weitstreckler es schon mehr als die RV Spieler verstanden haben,dass es darum geht, gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten.Jedenfalls habe ich mich dazu entschlossen,dem WSC Wittingen auf meiner HP eine Ecke einzurichten,wo sie sich darstellen können. Schaut also gerne mal in die entsprechenden Tabs hier auf der HP ab heute rein. Ein netter Haufen,der Haufen:-)

07.12.2018: Gestern hatte ich nun die Besprechung meiner Röntgenaufnahmen und .......meine Lunge ist vollkommen in Ordnung. YES!!! Man sollte halt die Auswertung auch Experten überlassen und nicht selber googeln. Einerseits ist das natürlich toll,weil ich jetzt weiß,dass meine Lunge in Ordnung ist,andererseits müssen wir nun aber von vorne anfangen was die Suche nach der Ursache des Reizhustens angeht. Aber immerhin eine Sorge weniger. Puh,da sind so einige Steine vom Herzen gefallen gestern.
Da macht es auch nichts, dass ich mir eine fette Erkältung eingefangen habe und nun mit Fieber und schniefend zu Hause sitze......da fällt die Jahresabschlußfeiervom WSC morgen wohl für mich flach.Schade.

05.12.2018: Die letzten Reste des Mauserfutters sind nun aufgebraucht und so wird jetzt über den Winter wieder das Zucht+Reise von RUKU gefüttert. Da diese Mischung relativ viel Mais und Erbsen enthält,mische ich dort aber 10 % Sämereien mit unter um das Futter etwas gehaltvoller zu machen. Und wieder zeigt sich der Vorteil eines kleinen Bestandes. Dieser Sack Futter wird jetzt sehr lange halten und spart bares Geld,das ich wieder für das Derby zurücklegen kann.
Bis auf einen haben nun auch alle Sportfreunde bezahlt,die einen Gutschein ersteigert haben. Das ist sehr vorbildlich.Nur diesen Einen,den bekomme ich irgendwie nicht "ans Band". Zahlen tut er nicht und auf Mails antwortet er nicht. Seine 5 Bewertungen sind aber alle positiv gewesen. Vielleicht im Urlaub? Na, wir werden sehen. Wenn ich auch bis nächste Woche kein Geld und keine Rückmeldung habe werde ich es mal über das Auktionshaus versuchen.

03.12.2018: Ich habe mir mal am Samstag Nachmittag und auch gestern die Zeit genommen,die getrennten Vögel zu beobachten. Die Zellen werden schon sehr gut angenommen und da es ja 16 Zellen für 10 Vögel sind, gibt es bis jetzt auch keine Streitereien. Manche fliegen 2 Zellen an,manche haben schon ihren "Lieblingsplatz". Allerdings werde ich die Schräge oberhalb der Zellen doch komplett bündig mit der Zellenoberkante verschließen müssen. Ich hatte es eigentlich so konzipiert,dass die Schräge etwas mehr Schlagvolumen erlaubt aber so schräg und glatt ist,dass die Tauben nicht darauf sitzen können,doch da haben sie mir einen Strich durch die Rechnung gemacht,denn die Schräge ist der Lieblingsplatz der Tauben und sie haben gar kein Problem,auf der Schräge zu sitzen. Blöde Biester. Insgesamt gefällt mir die Truppe aber wirklich gut,da ist keiner mehr dabei,dem ich NICHT zutraue,auch ein paar Preise zu fliegen. Letztlich werden aber wie immer nur die wenigsten diese Hoffnungen auch erfüllen. "Gut fliegen" bedeutet bei mir übrigens, von den ersten ca. 6 Flügen 4-5 Preise zu fliegen. Meinetwegen auch am Schwanz der Liste. denn die beständige Taube ist mir tausendmal lieber als eine ,die 2 Preise vorne in der Liste fliegt und dann nichts mehr. Wenn allerdings einer von den Burschen schnell UND konstant fliegen sollte,so wie mein 471 in 2016,dann werde ich mich da sicherlich nicht gegen wehren. Aber das wäre dann ja sowas wie die eierlegende Wollmilchsau. Schon 2018 hat gezeigt,dass die Ex-OLR-Tauben eine gewisse Zeit brauchen um mit der neuen Situation des Heraustrennens aus dem Schwarm der anderen RV Tauben zurechtzukommen. Doch nach 2 Vor-und 3 Preisflügen hatte ich ja gerade mal 1 Taube verloren, sie kamen halt nur teilweise sehr spät wieder weil sie vermutlich lange in einem großen Schwarm geblieben sind. Und dann kam ja der Stargard-Flug auf dem gleich 3 ausgeblieben sind (und das war noch glimpflich wenn ich mir andere Züchter und ihre Jährigen angucke). Nicht anders wird es in 2019 den dann Jährigen ergehen.Die müssen das Trennen auch erstmal lernen und deswegen erwarte ich von denen auch keine Wunder. Die beiden Zweijährigen 853 und 563 aber müssen mir schon zeigen,dass sie ihren Platz auf dem Schlag wert sind,von denen erwarte ich mindestens 6/4 Preise. Und dann werden sie anschließend noch ein Mal im WSC mitgehen. Dort müssen sie allerdings nur heile zurückkommen und eine gute Regeneration zeigen.

01.12.2018: Heute habe ich nun die Tauben getrennt und nochmals sehr genau beurteilt. Denn je weniger Tauben auf dem Schlag sind,desto besser kann man die versorgen und desto weniger Staub wirbeln sie auf. Und da ich ohnehin noch eine Anfrage eines Rassetaubenzüchters nach Ammenpaaren bekommen habe sind dann doch etwas mehr Tauben als geplant vom Schlag gegangen.Insgesamt habe ich jetzt noch 10 Pärchen. Natürlich kann man damit keine Meisterschaften gewinnen die nach den x Besten ausgeflogen werden,aber wer mich kennt,der weiß,dass ich darauf auch überhaupt keinen Wert lege. Ich würde mich sehr freuen,wenn sich 1-3 einzelne Tauben so gut zeigen wie der 853 letztes Jahr. Das wäre mir schon vollkommen genug. Und bei den verbliebenen 10 Vögeln habe ich da auch keine Bedenken,dass diese 1-3 Tauben darunter sein könnten. Das sind alles klasse Burschen, durch die Bank.

30.11.2018: Am kommenden Wochenende werden die Tauben nun getrennt. Diese Gelegenheit werde ich nutzen und nochmals ganz genau die Tauben beurteilen. Vielleicht müssen dann auch noch einige Kandidaten das Feld räumen. Aber wenn,dann werden das nicht viele sein. Natürlich mache ich mir schon Gedanken über das weitere Vorgehen,falls sich meine  Befürchtung einer Lungenerkrankung bestätigt. Es ist ja immer seitens der Ärzte sehr leicht,dass dann auf die Tauben zu schieben,was ich in der Vergangenheit bei diversen Züchtern und deren Frauen schon erlebt habe. Oft genug hat sich diese vorschnelle Diagnose dann aber als falsch herausgestellt,doch dann war es meist zu spät und die Tauben schon abgeschafft. Sollte da also etwas im Argen liegen werde ich darauf bestehen die weitere Diagnostik und Behandlung nicht in die Hände meines Hausarztes sondern in die eines Lungenfacharztes zu legen. Vor Allem will ich eine fundierte, fachlich untermauerte und abgesicherte Diagnostik haben, bevor ich irgendetwas unternehme. Sollte es sich jedoch tatsächlich herausstellen,dass es eine "Vogelhalterlunge" ist,werde ich nicht umhin kommen, über kurz oder lang den Taubensport komplett aufzugeben. Das Derby 2019 würde aber in jedem Fall davon unberührt bleiben,das ziehe ich definitiv noch durch. Und bis Oktober nächsten Jahres sollte dann ja auch klar sein,was das da ist und ob bzw. wie man das behandeln kann. Allerdings kann es kaum an etwas Anderem liegen als an Tauben denn sonst bin ich keinen gesundheitsgefährdenden Stäuben oder Allergenen ausgesetzt,weder privat noch beruflich. Auf jeden Fall nehme ich die Sache ernst (allein schon aufgrund der familiären Vorgeschichte) aber werde einen Teufel tun,jetzt in Panik zu geraten und irgendwelche vorschnellen Handlungen zu tätigen. Noch kann ich ganz normal atmen,bin belastbar,nicht kurzatmig etc. Nur dieser trockene Reizhusten nervt. Aber den habe ich schon so lange,dass ich mich selber schon dran gewöhnt habe. Naja, wir werden sehen.........

29.11.2018: Hmmm, hatte ja vor einigen Wochen meinen medizinischen Rundumcheck. Ab 40 darf man das ja alle 2 Jahre machen. Ergebnis: Blutwerte+ Urinwerte absolut spitzenmäßig,körperlich auch topfit. Habe dann aber meinen chronischen trockenen Reizhusten angesprochen und deswegen für heute einen Termin zum Lungenröntgen bekommen. Ohne jetzt irgendein Fachwissen zu haben finde ich,dass die Röntgenbilder irgendwie nicht toll aussehen. Habe natürlich nach vergleichbaren Bildern gegoogelt und deswegen keimt in mir der Verdacht "Lungenfibrose". Das wäre ja was.Na, mal gucken,was die Besprechung der Bilder nächste Woche beim Hausarzt ergibt...........

27.11.2018: Das Schöne daran, wenn man nur wenige Tauben über den Winter hat,ist, dass man dann auch mal genug Zeit für Dinge hat,die über den Sommer ja gerne mal hinter die Tauben zurückgestellt werden. Davon mal abgesehen,dass der Taubensport im Winter eine sehr günstige Angelegenheit ist,wenn man nur wenige Schnäbel stopfen muss. Wenn ich mir allerdings mal angucke und anhöre,was andere Züchter mit viel größeren Beständen für einen Aufwand auch im Winter zelebrieren........dann kann ich die Klagen,dass der Taubensport so teuer wäre,gut nachvollziehen. Jeden Tag ist da was im Wasser, jeden Tag wird das Futter mit irgendwas angerührt,Mineralpulver hier, Kräutermischungen dort, Vitamine, Elixiere,Moorkonzentrate, Immunpräparate usw usw usw. Das Alles ist sicherlich nicht unbedingt falsch,nein,das nicht (obwohl ich mich manchmal frage,ob das Alles immer so verstoffwechselt wird,wie es sollte),aber die Frage stellt sich mir: ist das Alles wirklich notwendig um die Tauben vernünftig durch den Winter zu bekommen? Wenn man jetzt schon die Zucht vorbereitet oder bereits im Gange ist,ok,da kann eine forcierte Versorgung sinnvoll sein. Aber bei den Züchtern,deren Tauben im Februar/März angepaart werden oder die trockene Witwerschaft spielen? Ich denke,da ist vieles nur dem "Bewegungsdrang" der Züchter geschuldet,die auch ausserhalb der Preisflugsaison immer in "Action" sein müssen.Dabei gibt es so Vieles,was man tun kann und was NICHT mit Tauben zu tun hat. Die Tauben selber kommen meines Erachtens ziemlich gut mit einer soliden Basisversorgung über die kalte und dunkle Jahreszeit. Ein vernünftiges Mauser-Winterfutter, immer ausreichend Grit,klares Wasser. Der Organismus der Tiere schaltet jetzt eh auf Sparflamme,Revierkämpfe gibt es kaum, Balzverhalten auch nicht,alles ist auf Energiesparmodus geschaltet. Überversorgung aber benötigt für die Verstoffwechselung viel Energie,kann also sogar kontraproduktiv sein.
Putzig sind auch die Züchter,die jetzt wieder regelmäßig zum Tierarzt laufen,weil ihre Tauben still im Regal sitzen und ausser beim Füttern keinen Rabatz im Schlag machen. Leute,es ist Winter!!! Es ist kalt,es ist dunkel,die Tauben sitzen die ganze Zeit im Stall,was sollen die machen,jeden Tag die Bude abreißen?
Noch putziger sind die Leute,die gar nicht erst zum TA laufen sondern auch im Winter fortwährend gegen dies und das und jenes fleißig kuren. Dabei ist doch gerade der Winter gut geeignet um die Anfälligen in der Truppe zu identifizieren und auszumerzen. Die Tauben haben keinerlei Belastung, keine Flüge,die sie absolvieren,keine Jungen,die sie aufziehen müssen. In dieser Zeit müssen sie dann auch mal mit der einen oder anderen Trichomonade oder Kokzidie klarkommen. Und wer das nicht kann und dies durch dauerhaft nässenden Kot,Schnupfen,Abgeschlagenheit,Appetitlosigkeit,stumpfes Gefieder oder oder oder zeigt,der kann auch getrost aus der Mannschaft genommen werden. Denn die Tauben,welche als Erstes Krankheitssymptome zeigen,dass sind nie die Besten. Schlimmstenfalls bilden sie ein Einfallstor für schlimmeres Übel,was dann auch die robusten Tauben belastet. Also weg damit! Der Winter ist eine hervorragende Zeit für die Auslese. Ausserhalb unserer Schläge, in der freien Natur, gibt es etwas ,dass sich "natürliche Auslese" oder auch "Darwinismus" nennt. Die Schwachen,Kranken und Anfälligen überleben dort nicht. Und auf unseren Schlägen fällt diese Aufgabe nun mal uns zu. Auch wenn das niemals schön ist,kann man sich doch mit dem Gedanken trösten,dass man seinen Gesamtbestand schützt,wenn man einzelne Tauben aussortiert.
Als Gradmesser kann man übrigens sehr gut den Badetag nehmen,den man mindestens 1x die Woche seinen Tauben anbieten sollte. Eine gesunde Taube wird immer freudig in die Badewanne springen,eine kranke dagegen nie.
Es gibt die Aussage "die Preise werden im Winter gemacht." Viele Züchter missverstehen das. Es geht darum,die Tauben in guter körperlicher Verfassung ohne zu verfetten durch die Mauser und den Winter zu bringen. Dazu braucht es wirklich nicht viel,denn das ist ein natürlicher Ablauf. Gutes Futter,Grit,ab und an ein Bad. Es geht nicht darum, alles in die Tauben reinzustopfen,was die Industrie uns als "absolut unentbehrlich" verkaufen möchte und es geht auch nicht darum, über den Winter den Medizinschrank zu plündern. Weniger ist im Winter tatsächlich manchmal mehr. Und wenn wir das beherzigen,bleibt jetzt auch viel mehr Zeit für unsere Lieben und für andere Dinge als Tauben. Ich jedenfalls bin froh, wieder 3-4 mal die Woche ganz  entspannt und ohne Zeitdruck ins Fitnessstudio gehen zu können. Das tut gut. Und meinen Tauben geht es dadurch nicht schlechter.

26.11.2018: Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Gutschein-Auktion. Es waren zwar nur 21 Gutscheine,diese aber von wirklich hoher Qualität und sie haben nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von gut 100€ pro Gutschein gebracht. Das reicht locker für 2 Jahresmieten der EST und dann bleibt immer noch etwas für die Erneuerung der doch in die Jahre gekommenen Technik (Einsatzstellenantennen,Funkuhren etc.) übrig. Das freut mich wirklich sehr,denn so sind wir zumindest eine Sorge los und die Züchter werden nicht auch noch zusätzlich zu den RV Kosten mit den EST Kosten belastet.
Die Auktion hat auch wieder mal gezeigt,dass es sehr vorteilhaft ist, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit zu gehen, sich persönlich den Leuten (z.B. in Kassel) zu stellen und den persönlichen Kontakt zu suchen und auch zu halten. Denn sowohl Spender als auch viele Käufer waren Sportfreunde,mit denen ich schon entweder privat oder über das Derby Kontakt hatte. Ohne dies wäre die Auktion wahrscheinlich nicht so gut besucht gewesen. Also: immer schön Netzwerke aufbauen und pflegen,es lohnt sich!
Den Vogel abgeschossen hat natürlich, wie nicht anders erwartet, der Gutschein von Lothar Scheugl, der 401€ und somit mit Abstand den größten Ertrag eingebracht hat. Aber ist ja auch klar,ein so rarer Gutschein weckt die Begehrlichkeiten allein schon aufgrund seiner Seltenheit. Der Käufer hatte sich schon bei der Auktion von Lothar gut bedient und auch beim Heidederby 2 halbe Scheugls gekauft. Dieser Sportfreund investiert richtig Geld in die Scheugl-Tauben. Ich drücke ihm die Daumen,das sich diese Investition auch auszahlt.
Abschließend kann ich wieder mal nur DANKE sagen. DANKE an alle Sportfreunde,ob nun als Spender, Bieter oder Käufer, die diese Auktion zu einem Erfolg gemacht haben. DANKE auch im Namen meiner EST Kollegen. Das war eine klasse Veranstaltung!

24.11.2018: Heute habe ich in kleines Video über die 14 Vögel gemacht,welche im nächsten Jahr auf die Reise gehen sollen. Natürlich werde ich wohl wieder nur die ersten Flüge und vielleicht 1 Flug im WSC setzen,trotzdem sollten die Tauben ja zumindest von der Hand her in der Lage sein, eine gute Performance abzuliefern. Ihr könnt es euch ja mal auf Youtube angucken.
Ausserdem habe ich eine Münze werfen müssen, zu welcher Veranstaltung ich Morgen fahre. Einerseits habe ich eine Einladung zur RV Ausstellung vom Sportfreund Stefan Wutzmann bekommen,andererseits ist Morgen auch das Norddeutsche Züchterforum in Mölln mit einer Podiumsdiskussion, an der auch u.A. Frank Book teilnimmt. Der Münzwurf hat für Mölln entschieden,also werde ich mich Morgen dorthin auf den Weg machen um mich ein wenig weiterzubilden.
Morgen (25.11.) Abend ab 19 Uhr laufen dann auch die Gutschein-Auktionen zugunsten unserer EST aus, genauso wie ab 18 Uhr die Auktionen von Manfred Meyerholz. Bei beiden Auktionen ist sicherlich für den einen oder anderen Sportfreund noch etwas Interessantes dabei. Also schaut doch nochmal rein und BIETET fleißig mit! :-)

23.11.2018: Heute möchte ich euch mal auf einen weiteren Youtube-Kanal eines jungen Taubenzüchters hinweisen. Der Kanalname ist "Sieger Taubensport". Den betreibt ein junger und engagierter Sportfreund.der, glaube ich, in der RV Senftenberg reist. Wie auch bei meinem Kanal sind das keine hochprofessionellen Hochglanzvideos zu Marketingzwecken (wie z.B. Röhnfried-TV) sondern erfrischend realisitische "aus der Hüfte" gefilmte Beiträge,die den Alltag am Schlag des Sportfreundes schildern. Auch wenn es in der Bearbeitung sicherlich noch das Eine oder Andere zu beachten gilt, ist jedoch Eines immer wieder sehr schön zu sehen und zu hören: die Begeisterung,mit der dieser junge Mann sein Hobby betreibt und der klasse Kontakt zu seinen Tauben. Dieser Kanal ist sicherlich ein Abo und ein Like wert,denn wir brauchen dringend solche begeisterten,jungen und euphorischen Sportfreunde,die unser Hobby in den sozialen Netzwerken und auf youtube öffentlich darstellen. Nur so kann man die Faszination Brieftaube wirkungsvoll im 21. Jahrhundert nach Außen tragen und ein positives Bild sowie Interesse erzeugen. Weiter so, Sportfreund! Und an alle: gleich mal anschauen und abonnieren!

22.11.2018: Ich freue mich sehr,denn seit gestern ist auf jeder Position der Versteigerung mindestens ein Gebot. Das ist dann ja auch eine Form der Wertschätzung für diejenigen,welche einen Gutschein gespendet haben. Und jeder Euro zählt. Wenn ich mir anschaue,dass bei Gaby Vandenabeele die teuerste EINZELtaube 376.000€ gekostet hat,dann können die paar Euro für Gutscheine von vielleicht ebenso guten Tauben nicht zuviel Geld sein. Überhaupt ist es ja schon ein Wahnsinn,was da teilweise für Geld für Tauben ausgegeben wird. Allerdings sind das ,so vermute ich, dann wohl eher Sammelobjekte neureicher Dollarmillionäre aus Fernost. Doch diese völlig abstrusen Preise und Versteigerungen haben auch einen positiven Effekt. In der heutigen Zeit ist ja etwas in der öffentlichen Wahrnehmung umso besser je teurer es ist. Und wenn dann darüber berichtet wird,dass eine Taube mehrere hunderttausend Euro gekostet hat,dann ist das positives Marketing. Alles,was uns von diesem "Ratten der Lüfte" Image wegbringt,ist als gut zu bewerten. Ich würde mir halt nur wünschen,dass etwas von diesen Summen auch in den Sport zurückfließen würde. Dies könnte man dann super für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing einsetzen. Aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Und deswegen freue ich mich über jedes Gebot und jeden Euro,der bei unserer kleinen Versteigerung rumkommt. Da fließt das Geld nämlich zu 100% wieder zurück in den Taubensport. Und das ist auch gut so.

21.11.2018: Auch der Sportfreund Manfred Meyerholz hat nun seine November-Auktion mit Sommerjungen gestartet. Wenn man sich nicht nur seine eigenen Leistungen über Jahrzehnte sondern (und das ist ja bei einem Schlag von dem man sich überlegt, Tauben zu kaufen, besonders wichtig) auch die Referenzen ansieht,die von Züchtern kommen,an die er Tauben abgegeben hat, dann ist das schon eine geballte Qualität, die da auf den Schlägen sitzen muss. Rund um den Kernstamm der alten Tossens-Linie haben Manfred und in früheren Jahren vor Allem sein Vater da durch sehr gute Kontakte zu allen Spitzenzüchtern Deutschlands immer wieder Tauben aus den absoluten Toppern dieser Schläge in die eigenen Reihen erfolgreich eingliedern können. Das Prinzip war immer dasselbe: nur das Beste geben und dafür auch nur das Beste bekommen. Manfred hat es mir,als ich mal da war, sehr einfach und anschaulich beschrieben. Er sagte :" Michael,wenn du Tauben haben willst,die dich weiterbringen, dann musst du demjenigen auch Tauben geben, wo es richtig weh tut,dass du sie abgibst. Dann bekommst du auch Qualität zurück." Und da hat der Manfred vollkommen Recht. Wenn man selbst sehr gute Tauben hat und bereit ist,davon was abzugeben,dann wird man auch sehr gute Tauben wiederbekommen,die man dann in die eigene Linie einführen kann. Natürlich kann auch das in die Hose gehen,denn eine Garantie darauf,dass eine gute Taube oder ein Kind daraus die guten Gene auch weitergibt,die kann niemand geben. Aber die Wahrscheinlichkeit,aus einer guten Taube auch wieder was Gutes zu ziehen, ist doch wesentlich höher als aus irgendwelchen unbewiesenen Volierentigern,die seit mehreren Generationen nur noch gesiebte Luft atmen oder aus mittelmäßigen bzw. schlechten Fliegern. Und das ist alles,was man als Züchter tun kann: die Wahrscheinlichkeit auf gute Nachzucht so hoch wie möglich halten. Dieses Prinzip hat man bei Tauben von Manfred auf jeden Fall.
Ich selbst habe auf einige direkte Kinder des Stammvogels "Heinrich" Gebote abgegeben. Die Heinrich-Linie zieht sich jetzt seit 2007 und auch schon vorher durch die Vorfahren des Heinrich wie ein goldener Faden durch den Bestand von Manfred. Was Kinder , Enkel und Urenkel dieses Vogels schon geleistet haben ist phänomenal. Ich selbst habe zwar keinen Zuchtschlag,aber die würden dann zu Mathias Frank oder Mirko Werner gehen. Dann kann ich mir immer mal den ein oder anderen Vogel aus diesen Tauben für mich holen und sehe gleich wie sich die Nachzucht auf anderen Schlägen und auf 2 verschiedenen Richtungen so schlägt. Eine Win-Win-Situation für alle. Ausserdem biete ich noch auf einen Sohn des 780 (Superstar-Teilnehmer auf der DBA). der 780 ist wiederum ein Sohn des Heinrich. Diese Linie ist einfach KLASSE!!!
Meine eigene Gutschein-Auktion läuft munter weiter und besonders freut es mich,dass gestern noch auf 2 Gutscheine geboten wurde,die bislang noch kein Gebot hatten. Fehlt jetzt nur noch mindestens 1 Bieter für den Gutschein von Dieter Makowski (nur Originale von HP Esser, Rudi Heinen, Alfons Klaas, Hardy Krüger usw...und nebenbei ein hochsymphatischer "Junge aus dem Pott",der Dieter,ein echtes Original!) und natürlich für den zweiten Gutschein der SG Kanitz (Enkel 949 mit 5x1.Konkurs, Vollgeschwister zu 2 As-Tauben 2017+2018). Der Gutschein für ein Junges aus dem GIGANTENPAAR der SG Kanitz steht ja schon bei sehr erfreulichen 105€ ,was aber ehrlich gesagt immer noch zu "günstig" ist für so eine Jungtaube, aber an den zweiten Gutschein traut sich irgendwie keiner ran. Das ist merkwürdig..........

20.11.2018: Auch wenn einige Gutscheine, z.B. von Mathias Frank oder unserem Serien-RV-Meister Christian Niemann, unverständlicherweise noch keine Bieter gefunden haben, bin ich mit dem Verlauf der Auktion in den ersten beiden Tagen sehr zufrieden. Stand jetzt hätten wir schon knapp 1200€ Reingewinn für die Einsatzstelle erwirtschaftet. Davon kann man schon fast zwei Jahresmieten bezahlen und so die Belastungen für die wenigen Sportfreunde in der Einsatzstelle gering halten. Es geht ja immer mehr darum,die schwindenden Mitglieder nicht auch noch durch zu stark erhöhte Kosten zusätzlich zu verprellen. Aber natürlich bleiben Jahr für Jahr die gleichen Kosten an immer weniger Mitgliedern hängen. Da sind solche zusätzlichen Einnahmen Gold wert denn jeder Euro zählt. Und es ist ja nun wirklich kein großer Aufwand, so eine Auktion ins Internet zu stellen, bei den 21 Gutscheinen war das gerade mal 1 Stunde Arbeit und dabei habe ich sogar noch zu jeder Auktion einen eigenen Text geschrieben. Das ist alles kein Hexenwerk, das kann jeder,der mit einem PC umgehen kann. Aber wenn selbst so etwas Simples wie das Überspielen der Flugdaten auf einen USB Stick zwecks Übermittlung vom heimischen PC (wodurch man ca. 360€ Telefonanschlußkosten pro Jahr sparen könnte) erstmal kategorisch mit der Begründung abgelehnt wird man sei zu alt um noch irgendwas Neues zu lernen....dann sieht man doch, woran es im deutschen Taubensport hapert: Am Nicht-Wollen! Und nicht am "Nicht Können". Vernünftigerweise hat sich dann aber doch noch jemand gefunden,der die Vorteile eingesehen hat und dies nun machen will. Die meisten Züchter aber  sind leider flexibel wie eine Backsteinmauer was den Taubensport angeht. Sie wollen noch ein paar Jahre alles wie gewohnt weiterlaufen lassen bis dann irgendwann die Klappen zugehen,wenn man es körperlich nicht mehr schafft. Bis dahin will man weder nach rechts, noch nach links geschweige denn nach vorne gucken. Höchstens noch nach hinten, in die glorreiche Vergangenheit, wo ja alles immer besser war, dort im Lande "Damals". Darüber könnte man sich als relativ "junger" Züchter wie ich nun trefflich aufregen aber ganz ehrlich: wozu? Man bewegt ja trotzdem nichts. Verständnis und Einsicht erzeugen funktioniert auch nicht. Und wenn man zwar harte,aber ehrliche Worte zur Ist-Situation findet,ist man eher ein Unruhestifter und Nestbeschmutzer als jemand,über dessen Worte man mal objektiv nachdenken sollte. Aber die Zeit wird irgendwann mal reif sein für etwas Anderes. Von daher unterstütze ich lieber meine EST solange es eben noch geht, freue mich im Sommer an dem freundschaftlichen Austausch bei Bierchen und Bratwurst (das Einzige, was ich ja kann.....) und warte ab,was die Zukunft so in 5-8 Jahren für mich bereithält.
Die nähere Zukunft hält jedenfalls die Spannung bereit, wie viel Geld ich mit der diesjährigen Versteigerung erwirtschafte. Eine Gutschein-Auktion macht ja auch im Nachgang kaum Arbeit. Man muss keine Tauben beherbergen,keinen Versand organisieren,nichts. Man steckt die Umschläge mit den Gutscheinen einfach in den Briefkasten und dann sollen sich Spender und Käufer über alles Weitere einig werden. Das klappt immer hervorragend. Und wenn sich jetzt noch Bieter für die letzten freien Gutscheine finden (u.A. auch von der SG Kanitz als Vollgeschwister gleich zweier As-Tauben!!) dann bin ich mehr als zufrieden. Der Aufwand steht bei sowas jedenfalls in keinstem Verhältnis zum Ertrag. Bislang 1200€ Ertrag für 1 Stunde Arbeit? Gibt Schlimmeres! :-)

19.11.2018: Die ersten Stunden der Gutschein-Auktion haben ein sehr positives Bild hinterlassen und es wurden schon fleißig Gebote abgegeben. Dafür ein recht herzliches Dankeschön an alle bisherigen Bieter! Auffällig ist, dass erstmal wieder die Gutscheine der sehr "präsenten" Namen bereits teils mehrere Gebote haben,während eher nicht so omnipräsent vorhandene Züchter noch ein paar Anlaufschwierigkeiten haben. Dabei haben die sicherlich keine schlechteren Tauben. Als Beispiel sei hier nur mal der Sportfreund Karl Urlberger erwähnt. Karl ist ein Mann mit einem Plan, dem Plan, zukünftig ein großes Wort bei OLR mitzusprechen. Dafür hat er sich mit den besten Tauben von einigen OLR verstärkt, Tauben,die schon gezeigt haben,dass sie "es können". Und so ist es nicht verwunderlich, dass er bereits in seiner ersten OLR- Saison 2018 auf mehreren Rennen in die Geldpreise fliegt. Bestes Ergebnis war sicherlich die schwarze Nr. 48, 4. As-Taube beim Heidederby,welche auch gleichzeitig die beste bunte Taube ist und dem Karl mit der Versteigerung satte 1000€ einbringt. Der hat da echt gute Tauben sitzen und deswegen ist es aus meiner Sicht sehr schade (und auch unverständlich),dass sein Gutschein für gerade mal 30€ noch keinen Bieter und keinen Beobachter gefunden hat.
Doch da seit heute Morgen auch mein Züchtershop aktiviert ist,könnt ihr ja ganz einfach mal in der Symbolleiste rechts auf der Auktionsplattform den Mann mit dem großen Fisch anklicken,dann werdet ihr noch echte Perlen für sehr wenig Geld finden! Und jeder Euro ist wichtig für den Fortbestand unserer Einsatzstelle. Also, haut mal ordentlich was raus! Geld muss fließen! :-)

18.11.2018: Heute Abend startet die alljährliche Gutschein-Auktion zugunsten unserer Einsatzstelle und ich muss sagen, es ist eine sehr exklusive Angelegenheit dieses Jahr. Insgesamt sind es 21 Gutscheine von so renommierten Schlägen wie Hans Paul Esser,Alfons Klaas, Rudi Heinen, Dirk deBeer, Manfred Meyerholz und Frank Book. Auch andere Sportfreunde spenden das Beste vom Besten,was sie auf dem Schlag haben, so z.B. Uwe Heeschen,der ein Vollgeschwister zum RV Besten Weibchen 2018 der RV Bad Segeberg spendet, Mathias Frank,der ein Vollgeschwister zum 123 mit 12/12 und vieler weiterer Topper spendet, Karsten Stappert, der ein Kind aus 745 (2x1.Konkurs, 5.As-Taube) spendet, mein guter Freund Claus Kanitz, der u.a. 1 Jungtier aus dem GIGANTENPAAR spendet ( Vogel wird 1. As-Vogel,Weibchen fliegt 5x1.Konkurs, Kind wird 1. As-Taube!!!) usw usw . Also echt eine richtig GEILE Auktion und das Beste: diese Jungen kann man teils selbst schon auf der Reise testen und sie müssen nicht ungetestet in den Zuchtschlag.
Ganz besonders stolz und geehrt bin ich aber, weil ich als vielleicht einziger einen Gutschein über 1 Jungtier 2019 von Lothar Scheugl bekommen habe. Lothar ist ja bekannt als der Taubenschlag Insider auf Youtube und er hat nur sehr wenige Tauben,die aber alle Spitzenklasse sind. In der Auktion gehen seine Tauben weg wie warme Semmeln und das für horrende Preise. Er hat selbst nur 3 (DREI!!!) Zuchtpaare und da ist ein Gutschein für 2019 so selten und so kostbar,allein ideell,das ausgerechnet ich ihn bekommen habe,das das wirklich eine ganz ganz große Geste vom Sportfreund Scheugl ist!!! In diesem Sinne also an dich, Lothar und auch an jeden der anderen Spender ein ganz großes und von Herzen kommendes DANKESCHÖN für eure Unterstützung. Ich bin echt baff! Cool!!

17.11.2018: Ich habe es ja immer schon geahnt und heute wurde es mir dann auch mal "krass ehrlich" ins Gesicht gesagt: ich bin ein Nestbeschmutzer! Ein ganz schlechter Sportfreund,der Feind in den eigenen Reihen usw usw. Ausserdem "ein Arschloch das ausser Bratwurst grillen ja nichts Anderes kann". Tja,das trifft mich jetzt natürlich ziemlich hart und heute Nacht werde ich mich in den Schlaf weinen........Insgesamt gesehen war die Versammlung aber heute recht zielführend und wichtige Dinge wurden offen und konstruktiv angesprochen,Dinge, die nun wirklich wichtig sind für die weitere Zukunft der RV und das finde ich gut. Der ja  mittlerweile fast schon obligatorische cholerische Wutausbruch eines dafür bekannten Mitglieds am Ende der Veranstaltung meine Person betreffend hat dem guten Verlauf der Versammlung keinen Abbruch getan. Und da ich ja weiß,aus welcher Ecke diese Anfeindungen kommen,trifft mich das natürlich überhaupt nicht. Ich habe dann zumindest auch versucht, zu erklären,wie man die Einträge in diesem Tagebuch sehen sollte,aber nun ja,wenn nur gegen eine Mauer geredet wird, wird sie davon nicht umfallen. Aber geschenkt,das wird halt auch in Zukunft immer und immer wieder hochgekocht werden und von daher ist das schon ok so. Lass sie mal reden. Das,was mir heute wichtig war,wurde zu meiner Zufriedenheit angesprochen und geklärt. Das ist wichtig.
Bei all dem muss man aber ganz klar festhalten,dass das ja wirklich nur eine Handvoll Leute sind und die anderen Sportfreunde immer noch einen normalen,offenen und freundlichen Umgang mit mir pflegen(und ich mit ihnen). Die Meisten haben auch ganz klar erkannt,dass man zwar nicht immer alles gut finden muss,was ich hier schreibe,aber das es letztlich halt nur meine Meinung ist,die ,solange sie keine strafrechtlich relevante Grenze überschreitet,eben zu tolerieren ist. Von daher gehe ich davon aus,dass ich auch weiterhin zumindest im Kreise meiner EST und auch mit den meisten  Züchtern der anderen EST im freundschaftlich-sportlichen Miteinander das Hobby ausüben kann.
Vor der Versammlung war ich ja in Bad Münder und habe den neuen Anhänger zu Vater Stumme gebracht. Dort fahre ich immer sehr gerne hin. Die Stummes sind einfach feine Sportfreunde mit einem sehr großen Fundus an Erfahrung und Erlebtem,denen man gerne zuhört und mit denen man sich gerne austauscht. War wieder mal ein sehr schöner Vormittag in Bad Münder,danke ihr Beiden!

16.11.2018: Heute wird nun endlich der fertige,neue Transportanhänger bei der Werkstatt abgeholt und morgen früh mache ich mich dann auf den Weg nach Bad Münder,um ihn bei der SG Stumme abzuliefern. Und dann schnell wieder zurück und beten,dass kein Stau ist,denn am Nachmittag ist ja RV Herbstversammlung. Wenn ich dort nicht auftauche,dann haben einige Sportfreunde ja niemanden,den sie anschreien können *lach*. Als Arsch vom Dienst hat man ja auch eine soziale Verantwortung, den Punchingball für Züchter zu spielen,die ihren ganzen wie auch immer gearteten Frust ja an irgendjemandem ablassen müssen. Und da mein Fell ja mittlerweile recht dick ist dürfen sie sich gerne an mir austoben. Vielleicht ist danach ja sogar eine zielführende Diskussion über die weitere Zukunft unserer RV möglich,wenn erst mal der größte Dampf abgelassen wurde. Denn es gibt ja tatsächlich wichtigere Dinge als persönliche Abneigungen auszuleben,auch wenn manche Sportfreunde das wohl noch nicht ganz verinnerlicht haben. Na,wollen wir mal schauen,was das morgen für ein Tag wird.......

14.11.2018: Derzeit gibt es nicht viel Neues bei den Tauben  ausser das ich ab Sonntag wieder regelmäßigen Freiflug plane. Zumindest wenn bzw. solange wie der Raubvogel das zulässt. Er hatte nun mehrere Wochen keinen Anlaufpunkt mehr,da die Tauben festgesetzt war und hat vielleicht seine täglichen Revierflüge umgelegt. Wir werden sehen,wie das dieses Jahr läuft. Im letzten Jahr hatte ich ja bis zu dieser Heiligabend-Katastrophe keinerlei Verluste am Haus.
Am letzten Wochenende bin ich auf dem Weg durch die Fußgängerzone unserer kleinen Stadt auch an einigen Stadttauben vorbeigekommen. Diese Population entstand Mitte der 80er an dem großen Getreidesilo,das nicht weit von meinem Garten entfernt ist, durch einen fahlen Vogel mit Ring der sich mit einer Stadttäubin (vermutlich aus Uelzen) verpaarte. Über die Jahre wuchs der Bestand am Silo auf mehr als 200 Tauben,das Höchste,was ich dort mal zählte,waren 233 Tiere. Ich habe als Kind und Jugendlicher viel Zeit damit verbracht, mit meinem Vater und teils auch allein mit dem Fernglas am Silo zu stehen und nach beringten Tauben Ausschau zu halten. Das sind schöne Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Über all die Jahre haben es nur eine handvoll beringter Tauben dort längere Zeit ausgehalten,das Meiste an Briefern waren Tauben,die in den Sommermonaten dort gerastet haben und nicht lange vor Ort blieben. Ingesamt waren es vielleicht 5 Brieftauben,die dort länger verweilten in einem Zeitraum von über 30 Jahren. So viel mal zu dem immer wieder vorgebrachten Argument der Tierschützer,entflogene Brieftauben würden die Stadttaubenbestände aufblähen. Absoluter Mumpitz!
Als ein findiges Sperberweibchen Ende der 90er Jahre regelmäßig die Brutplätze der Silotauben ausplünderte und der Greifvogeldruck im freien Feld immer mehr wurde, zog sich der Restbestand der Silotauben in das Stadtgebiet von Bad Bevensen zurück. Dort hat sich mittlerweile ein Bestand von um die 50 Tieren etabliert,deren Anzahl keinen großen Schwankungen unterworfen ist. Nur zum Fressen fliegen sie regelmäßig noch zum Silo bzw.auf die angrenzenden Felder und dabei haben sie eine erstaunliche Greifvogelvermeidungstaktik erfunden. Die Gruppen von Tauben,die zur Nahrungssuche fliegen, treffen sich Morgens am Bad Bevenser Bahnhof  und fliegen dann entlang der Bahnstrecke ganz dicht über und unter den Stromleitungen sehr zügig zum Silo.Dabei unterqueren sie sogar eine Straßenbrücke,die über die Eisenbahn führt.Keine Taube fliegt über die Brücke und somit weg von den Leitungen. Wenn sie gefressen haben nehmen sie den gleichen Weg zurück und teilen sich ab dem Bahnhof wieder auf. Da die Bahnlinie direkt an meinem Garten vorbeiführt konnte ich dieses Verhalten schon sehr oft beobachten. Dieses tiefe,sehr schnelle und sehr eng an die Drähte angelehnte Fliegen macht es den Greifvögeln sehr schwer,eine der Stadttauben zu erwischen. Dem Wanderfalken entkommen sie,weil sie nicht im offenen Luftraum fliegen und Habicht sowie Sperber können wegen der Drähte keinen Angriff ohne Verletzungsgefahr riskieren. Am Silo selbst picken die Tauben nur auf offenen Flächen oder eben auf offenem Feld wo sie auch nicht gut überrascht werden können. Diese Anpassung von Verhalten an die bestehende Räuber-Situation ist sehr interessant,vor Allem,weil dieses Verhalten sich ja über Generationen herausgebildet hat und von den Alten an die Jungen weitergegeben wird.
Was mir am Wochenende noch an den Stadttauben bei uns aufgefallen ist, ist der hervorragende Allgemeinzustand,in welchem sie sich präsentieren. Durchgemausert,glänzend,vital. Ganz ohne spezialisiertes Futter, zig Beiprodukte, Tränkwasserdesinfektion und sonstiges was mancher BT Züchter als unvermeidlich betrachtet. Auch sieht man bei uns im Gegensatz zu den Tauben in Großstädten fast nie irgendwelche abgeschnürten,verstümmelten Füße oder kranke Tiere. Ich denke,das liegt daran,dass die Stadttauben hier bei uns eher noch Feldflüchter als "echte" Stadttauben sind,denn die meiste Nahrung finden sie nicht in der Stadt (obwohl sie als Nahrungsopportunisten natürlich auch hier Brotkrümel,Pommes und sonstiges fressen) sondern auf den umliegenden Feldern und dem Getreidesilo. Was hier krank und anfällig ist,fällt schnell der natürlichen Auslese zum Opfer und so haben wir einen starken und gesunden Stadttaubenbestand bei uns. Die Natur reguliert das schon sehr gut von sich aus. Im Umkehrschluß angewendet auf unsere Brieftauben heißt das aber,dass wir Züchter hier die Rolle der natürlichen Auslese übernehmen müssen,indem wir quasi verpflichtet sind,dauerhaft anfällige,ständig kränkelnde und in der Entwicklung zurückbleibende Tauben aus unseren Beständen fernzuhalten. Dem Gesamtbestand tun wir damit einen Gefallen wenn wir diese schwachen Exemplare nicht bei uns dulden,egal wie hübsch die Abstammung auch sein mag. Die Stadttauben machen es uns vor. Nur die starken,die absolut gesunden.mit einem robusten Immunsystem ausgestatteten Tauben bekommen dort die Chance, ihre Gene weiterzugeben und genauso sollte es auch bei uns auf dem Schlag sein. Dann und erst dann können wir uns darauf konzentrieren, aus diesen Gesunden diejenigen herauszufinden,die auch auf der Reise glänzen. Doch ohne diese Vorarbeit werden dauerhaft gute Ergebnisse auch mit massivem Medizineinsatz nicht möglich sein. Denkt mal drüber nach.

12.11.2018: Am zurückliegenden Wochenende ist nicht viel bei den Tauben passiert. Jetzt über den Winter pendelt sich ja eine Art Routine eine. Samstag war wieder Badetag,die Wanne steht jetzt immer im Sputnik,da ja die Abteile mit Voliere den Tauben nicht zur Verfügung stehen. Daran mussten sich die Tauben erstmal gewöhnen,aber nachdem die Ersten in der Wanne lagen,zogen die Anderen dann auch zügig nach. Dadurch,dass die Wanne im Sputnik steht,kommt viel weniger Wasser in den Schlag. Wer weder Voliere noch Sputnik hat und seine Tauben trotzdem im Winter baden lassen möchte,der kann auch ein größeres Stück dickeren Teppich unter die Wanne legen. Zuerst werden die Tauben doof gucken,aber schließlich werden sie doch in die ihnen bekannte Wanne gehen. Die Unterlage darf nur nicht zu dünn sein,denn sondern bewegt sie sich,wenn die Tauben flattern und macht sie so nervös und eine dünne Unterlage nimmt auch nicht so viel Wasser auf wie eine dickere. Nach dem Baden rollt man das Teppichstück zusammen, stellt es zum Abtropfen in einen etwas höheren Eimer und kann es dann  zum Trocken im Keller auslegen. Es gibt also immer eine Möglichkeit,den Tauben auch im Winter ein Bad zu ermöglichen.
Der Anhänger soll nun am kommenden Freitag fertig sein. Das ist sehr schön,dann kann ich ihn ja auch gleich zu den Stummes runterfahren und habe diese Angelegenheit auch endlich vom Tisch. Von hier aus nochmals vielen Dank an alle Sportfreunde vom Team Anhänger für die super Unterstützung!
Damit mir nicht langweilig wird,bin ich jetzt auch schon voll in der Planung für die ab Ende November stattfindende alljährliche Gutschein-Auktion zugunsten unserer EST. Da muss man ja immer schon ein paar Wochen vorher seine Fühler in Richtung der guten Züchter,die man kennt, ausstrecken und ausloten,ob man da was bekommen kann. Einige Antworten stehen noch aus aber es haben auch schon wieder einige sehr gute Züchter zugesagt und auch einige sehr bekannte Sportfreunde,die ich in diesem Jahr zum ersten Mal dabei habe. Auch dafür ist das Derby gut: man kann sehr gut Kontakte aufbauen und knüpfen,die einem dann später in anderen Angelegenheiten hilfreich sind. Wir BT Züchter sollten uns ohnehin stärker untereinander vernetzen,dann klappt vieles besser als wenn man immer allein wurschtelt.
Ihr könnt euch jedenfalls ab Ende November schon mal auf Gutscheine von u.A. Hans Paul Esser, Rudi Heinen, Alfons Klaas, Dirk deBeer, Manfred Meyerholz u.v.a, teils aus den absolut besten Tauben, freuen. Jungtauben 2019,die man z.T. gleich auf der Reise testen kann und das für einen erfahrungsgemäß sehr moderaten Preis. Ihr bekommt gute Tauben, unsere EST kann die Miete zahlen,was will man mehr? :-)

08.11.2018: Ich werde wohl am Wochenende ein paar Teilnehmer "anmahnen" müssen,die vermutlich überlesen haben,dass die Startgelder spätestens 2 Wochen nach der Anmeldung bezahlt werden müssen. Das kann ja mal passieren und ist nicht wirklich schlimm.Manche brauchen eben einen kleinen "Schubs". Zum Glück habe ich,anders als man es bei manch anderen, größeren Derbys hört,fast keine Probleme mit säumigen Zahlern. Viele zahlen ja auch direkt gleich in Kassel,was ich auch richtig finde, denn dann hat man es vom Tisch und kann es nicht vergessen. 2017 hatte ich genau einen Sportfreund,der sich zwar angemeldet hatte aber trotz mehrfacher Aufforderung nicht bezahlte und somit letztendlich ausgeschlossen werden musste und 2018 hatte ich nur 5 Sportfreunde,die ich überhaupt erinnern musste. Sie haben dann aber alle bezahlt. Diese gute Zahlungsmoral der Teilnehmer meines Derbys finde ich sehr vorbildlich.
Böse Zungen in meinem Umfeld behaupten,ich würde auf eine schnelle Zahlung drängen,weil ich noch ein paar Monate mit dem Geld "arbeiten" will,sprich,die Zinsen dafür einkassiere. Das ist natürlich gerade in Zeiten des Niedrigzinses (aktueller Sparzins 0,3%) absolut zum Schießen bei der geringen Summe und der geringen Laufzeit von nicht mal einem Jahr,aber daran sieht man,dass einige "Sportfreunde" eben nichts unversucht lassen um mein Derby in den Dreck zu ziehen. Und das nicht ,weil sie das Derby an sich schlecht finden sondern weil es von MIR ist. Schon irgendwie traurig, so etwas.......
Der wahre Grund,warum schnell bezahlt werden soll, ist ein ganz simpler. Hat man erstmal die Tauben bezahlt,dann wird man sie auch zu 99,9% anliefern. Das wiederrum bedeutet für mich absolute Planungssicherheit. Würde ich es so machen,dass man auch erst bei Anlieferung zahlen kann,dann würden noch ganz kurzfristig vor oder sogar erst während der Lieferzeit noch Leute abspringen,das hat das Derby im Kleinen 2013 sehr anschaulich gezeigt. Und dann finde mal Anfang/Mitte Juni noch genügend Nachrücker. Die Meisten züchten ja extra für das Derby noch einige Tauben der 3.Brut und wenn sie im November erfahren,dass das Derby schon voll ist,dann züchten sie im nächsten Jahr erst gar nicht und können dann auch nicht nachrücken.Und dann stehe ich plötzlich mit weniger als 250 Tauben da. Eine unschöne Situation,die ich dadurch vermeide,dass eben alle schon jetzt bezahlen. So einfach ist das.
Nach dem Tagebucheintrag gestern habe ich sofort einige Mails und auch Anrufe bekommen von Sportfreunden,die den 1366 gerne haben würden. Leider musste ich Ihnen allen eine Absage erteilen,so leid mir das auch tut. Ab und zu muss ich auch mal ganz egoistisch sein und auch eine gute Taube für mich behalten, vor Allem,da diese Familie ja die Steherqualitäten hat,die ich für eventuelle Flüge im WSC brauche. Also sorry Micha,sorry Heinz, sorry Klaus, sorry Bernd, sorry Udo: aber der Vogel bleibt bei mir. Ja,ich weiß, ich bin ein böser Mensch der Anderen nichts gönnt.:-):-):-)

07.11.2018: Eine sehr erfreuliche Nachricht! Gestern, als ich nach der Arbeit in den Garten fuhr, saß eine Taube auf dem Dach. Es war der CH-1366 der SG Wirz,welcher nach 4 Flügen schon 10.As-Taube war und auf dem Endflug nicht nach Hause kam. Der 1366 ist ein Vollbruder zur 1. As-Taube Heidederby 2017 und ebenfalls ein Vollbruder zu der Taube,die 2018 auf dem sehr harten Derby Corabia im Halbfinale und Finale jeweils einen Spitzenpreis fliegt. Dem Vogel fehlt sowohl der Tipes- als auch der Telefonring, also gehe ich mal davon aus,dass er wohl irgendwo festgesetzt war und jetzt irgendwie ausgebüxt ist oder vielleicht doch noch freigesetzt wurde,weil er nicht mehr in die Zuchtplanung passte. Allerdings hätte sich der "Gastwirt" dieses Vogels ruhig ein bischen besser um ihn kümmern können,denn der 1366 ist nicht gerade in einer Top-Verfassung. Vielleicht ist er aber auch schon (wieder) ein wenig länger unterwegs. Aber egal,wichtig ist, er ist wieder da,wird jetzt ordentlich aufgebaut und dann in die Mannschaft für 2019 integriert (sorry,Micha!). Wer sich aus der Gefangenschaft nach Hause durchbeißt,der hat das auch verdient.:-)

06.11.2018: Am Sonntag habe ich die neuen Zellen in den Witwerschlag eingebaut. 16 Stück für umgerechnet 3,50€ pro Zelle,da ich auch noch viel Material aus dem Garten verwenden konnte und mir somit nur die Zellenböden  neu zuschneiden lassen musste. Auch diese Zellen werden ihren Zweck erfüllen. Nachdem nun gestern Abend mit dem 242 von Rudolf Latislaw auch die letzte Taube abgeholt wurde,die meinen Schlag verlässt, sind jetzt noch 26 Tauben im Schlag. Der Durchflug zum Witwerschlag wurde geöffnet und die Tauben haben nun den Witwerschlag und das linke Abteil des Derbyschlages über den Winter für sich. So können sich die 13 Vögel nun auf die 16 Zellen verteilen und vielleicht finden sich ja auch schon erste Pärchen. Anfang Dezember werden die Tauben getrennt und nur an den Wochenenden zum "Familientag" zusammengelassen. Anfang/Mitte März dürfen die Tauben dann auf ein Nest kommen und überbrüten,bevor es auf die Reise geht. Jungtauben werde ich in 2019 keine ziehen. Mit den Alttauben werde ich mir so wenig Aufwand wie möglich machen,denn das Hauptaugenmerk liegt ja wieder auf dem Derby. Dementsprechend erwarte ich auch keine Wunder von den Tauben und werde sie wohl auch nur die ersten Flüge im Mai und vielleicht 1-2 Flüge im WSC mitgeben,je nach Wetter. Den Fehler vom letzten Jahr mit dem Basel-Flug werde ich jedenfalls nicht wiederholen.
Die restlichen beiden Abteile des Derbyschlages stehen jetzt leer und werden nach der Desinfektion bis zum Juni als Lagerraum genutzt. Insgesamt reduziert sich also der Aufwand mit den Tauben über den Winter auf ein Minimum und so ist es mir auch ganz Recht. Wenn ich Feierabend habe und am Schlag ankomme,reicht die Zeit des letzten Tageslichts meist gerade noch zum Füttern und Tränken aus. Sauber gemacht wird meist nur am Wochenende. Da ich ja alles zum Garten tragen muss ist dieser geringe Aufwand mit den Tauben sehr hilfreich.

04.11.2018: Heute habe ich von unserem EST Vorsitzenden im Garten die Einladung zur Herbstversammlung am 17.11. bekommen. Angeblich soll nun der Antrag auf RV Ausschluß doch nicht zugelassen werden. Naja,wir werden sehen,was am Ende dabei herauskommt.
Gleichzeitig habe ich aber auch erfahren,dass ein sehr lieber Vereinskollege den Marder im Stall hatte. Angeblich sollten alle Tauben massakriert worden sein. Sofort reifte in mir der Entschluß,dem Sportfreund meine verbliebenen Derbytauben zur Verfügung zu stellen. Der Mann ist 93 Jahre alt,aber fit wie ein Turnschuh und ein Musterbeispiel für das ,was das Wort "Sportfreund" eigentlich bedeutet. Ich also gleich nachdem ich die Tauben habe baden lassen zu diesem Sportfreund gefahren. Wie sich herausstellte,hat der Marder "nur" 14 Tauben erwischt, sodass keine Unterstützung mit Tauben nötig ist. Wir haben dann aber noch über eine Stunde lang geklönt und der Sportfreund erwähnte,während er von den "alten Zeiten" erzählte,dass ihn ja auch niemand mehr besucht. Das hat mich sehr beschämt. Vor Allem,wie sehr er sich gefreut hat,dass er mal jemanden zum Reden hatte. Ich denke,auch daran krankt unser Sport. Wir sind immer mehr zu Eigenbrödlern geworden,die ausserhalb der Saison kaum noch Kontakte pflegen. Und wenn wir schon untereinander nicht mehr kommunizieren,wie wollen wir dann das Interesse für unseren Sport nach außen tragen um neue Sportfreunde zu gewinnen? Ich habe mir jedenfalls vorgenommen,mir mindestens ein mal im Monat ein, zwei Stunden Zeit zu nehmen um diesen Sportfreund zu besuchen. Meine Rolle beschränkt sich dann ja im Wesentlichen darauf, zuzuhören,wenn er von früher erzählt,aber er ist wirklich ein lieber Kerl und das er da so einsam sitzt hat mich echt beschämt.Wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann,dass er mal "unter Leute kommt", dann mache ich das auch sehr gerne.

03.11.2018: Schön war es heute bei den Sportfreunden Peter Fuschera und Uwe Heeschen oben in Nortorf und Boostedt. Viel geschnackt,viele Tauben begutachtet und ganz einfach einen schönen Tag mit netten Sportfreunden verbracht. Manchmal denke ich,das Leben als Taubenzüchter könnte viel freundlicher sein,wenn man keine anderen Taubenzüchter unmittelbar um sich rum hat. Doch das ist ja nur eine subjektive Feststellung. In jeder RV sind es doch maximal 3-4 Leute,die immer wieder Stunk machen und anderen den Spaß verderben wollen. Die Anderen sind doch alles ganz vernünftige Sportfreunde. Nur leider fallen diese 3-4 "Heckenschützen" ja besonders auf.Und so habe ich ja auch hier in meiner RV viele Sportfreunde mit denen ich sehr freundschaftlich verbunden bin und mit denen ich gut auskomme. Exemplarisch dafür seien hier nur mal die Sportfreunde Gerd Timmel und Dieter Schikora genannt. So manches Mal haben sie mir den einen oder anderen Gefallen getan oder mal ausgeholfen,wenn ich nicht abkömmlich war. Und das alles ohne große Worte und ohne großes Betteln meinerseits.Und so und nur so kann doch Taubensport funktionieren. Wenn man sich untereinander achtet und mit Respekt und Wertschätzung begegnet. Und selbst wenn es auf der persönlichen Ebene hakt und man den Gegenüber als Mensch nicht leiden kann,man sollte immer noch die Objektivität besitzen,zu begreifen,dass wir alle einander brauchen,um unser Hobby weiterzuführen. Das Hobby Brieftauben ist das,was uns alle eint,da sollten wir dann nicht hingehen und es durch kleinliche Grabenkämpfe aufgrund persönlicher Abneigungen noch weiter kaputtmachen. Das wäre so das,was ich mir für die Zukunft wünschen würde.
Jedenfalls DANKE, Peter und DANKE , Uwe, für diesen wirklich schönen Tag. Feine Sportfreunde seid ihr!! :-)

02.11.2018: Nach der eigentlich ungeplanten Abgabe eines ganzen Korbs mit Tauben habe ich nun weniger Tauben über den Winter als die angepeilten 15 Paare. Derzeit sind es noch 13 Pärchen,darunter die beiden zweijährigen Vögel 563 und 853. Das passt mir aber sehr gut in den Kram,denn so muss ich den kleinen Witwerschlag nicht noch vergrößern und kann alles so lassen,wie es ist. Derzeit ist ja sowieso fraglich,ob und wie ich in 2019 an der Alttierreise teilnehmen kann. Letztendlich ist mir diese aber auch nicht wirklich wichtig.Mein Fokus liegt ganz klar auf einer sauberen Durchführung des Derbys 2019. Alles Andere ist nur Spielkram für nebenbei.Und deshalb werde ich auch keine teuren Hermes-Zellen anschaffen wie ich es eigentlich geplant hatte,sondern mir wieder eigene Zellen aus Spanplatten bauen,die ich bereits besorgt habe. Da habe ich dann Materialkosten von 6-8€ pro Zelle im Gegensatz zu 40€ pro fertig gekaufter Zelle. Und schlechter sind die auch nicht. Taubensport MUSS gar nicht so teuer sein.
Ich werde nun schon an diesem Wochenende,also Morgen, die 3 von Peter Fuschera ersteigerten Tauben zu ihm hoch nach Nortorf bringen. Ich freue mich schon sehr darauf, mir seine Schläge anzuschauen,auf denen schon so mancher OLR-Sieger gezüchtet wurde. Anschließend geht es weiter zu Uwe Heeschen und auch dort werde ich mir seine neuen Schläge im Schrebergarten ansehen. Bislang kenne ich ja nur die Schläge am alten Standort. Das wird sicherlich wieder ein sehr schöner Tag mit 2 sehr symphatischen Sportfreunden. Und das bei angesagtem Kaiserwetter,besser geht es doch nicht. So schön kann Taubensport sein.

31.10.2018: Heute sind die letzten Startplätze vergeben worden und somit ist das Rennen ausgebucht. 250 Tauben von 68 Züchtern und Teams werden im nächsten Jahr um die Fleischtöpfe wetteifern,ein neuer Rekord beim Heidederby. Dafür und für das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich ganz herzlich bei euch bedanken.
Heute habe ich dann auch einen Korb mit Tauben vollgepackt und diese zu einem befreundeten Züchter gefahren. Die Vögel möchte er eingewöhnen und mit ihnen in seiner RV spielen und die Weibchen sollen Witwen werden. Im letzten Jahr haben das auch 2 Sportfreunde versucht.Der eine ist krachend gescheitert aber bei dem Anderen fliegt eine von 2 umgewöhnten Tauben 6/4 bis sie gestoppt wurde und ist somit der beste Jährige dieses Züchters. Wollen wir mal schauen,wie es im nächsten Jahr nun bei diesem Sportfreund läuft. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

30.10.2018: Derzeit läuft die Totalversteigerung des Schlages Gaby Vandenabeele auf PIPA und natürlich geht die von den Beträgen her durch die Decke. Ein derart berühmter Schlag,dessen Tauben sich so in die Gene der Reisebrieftauben weltweit eingegraben haben,der erzeugt natürlich eine sehr große Strahlkraft. Der "New Bliksem" war wohl nach 2 Stunden schon bei über 130.000€. Davon kann man jetzt halten was man will, ich persönlich stehe diesem ganzen Zirkus relativ neutral gegenüber. Die Käufer der Tauben sind überwiegend ausländische Dollarmillionäre,denen solche Beträge nicht weh tun. In etwa so,als würden wir uns eine Taube für 50€ irgendwo kaufen. Stören tun mich an diesen Totalversteigerungen berühmter Züchter eigentlich nur 3 Dinge. 1.) seit Leo Heremans wissen wir,dass man auch über Jahre mehrere "Total"versteigerungen machen kann.2.) die unglaublich große Taubenzahl,die manchmal dort zur Versteigerung kommt.Aktuell sind es bei Vandenabeele über 800 (!!) Tauben. Da kratzt man wirklich jede Feder zusammen,die noch irgendwie den Namen Vandenabeele drin hat um damit noch Geld zu machen,naja. Und 3.) hört man kaum mal davon,dass von diesen immensen Versteigerungserlösen irgendetwas an die Allgemeinheit zurückfließt. Eigentlich gebietet es ja schon der Anstand, von seinem Gewinn ein wenig für wohltätige Zwecke zu spenden. Ob nun an einen Taubenverband zweckgebunden für Marketing oder an einen freien Träger wie z.B. die Kinderkrebshilfe oder die Parkinsonstiftung ist dabei doch egal. Geld,das man hat,schafft auch die Verantwortung, vernünftig damit umzugehen und auch einen Teil davon denen zukommen zu lassen,die es eben nicht so gut haben. Schließlich leben wir alle gemeinsam auf dieser Welt. Ich finde diese egoistische "AllesMir!Alles Meins!Immer mehr! Erst komm ich!"- Mentalität, wie sie ja heute anscheinend "in" ist,sehr traurig. Und auch für den falschen Weg,den eine Gesellschaft gehen kann.
Ich überlege deshalb,für das Derby 2020 zusätzlich zu den 50€ pro Taube eine Teampauschale einzuführen,die dann zu 100% an einen wohltätigen Zweck geht, so richtig schön mit Scheckübergabe und so. Dann wird notleidenden Menschen geholfen und wir haben wieder etwas positive Publicity. Das behalte ich mal im Hinterkopf.

29.10.2018: Gestern war der Sportfreund Olaf Hirschmann aus der RV Prignitzbote Kyritz bei mir und hat sich 2 ersteigerte Tauben abgeholt. Beide Tauben stammen von Mathias Frank aus Wismar und tragen sehr viel Blut des Spitzenschlages Bernd Pilgrim, ebenfalls RV Prignitzbote Kyritz, in sich. Olaf ist der Kabinenfahrer dieser RV und wollte sich das gute Blut des beherrschenden Schlages seiner RV sichern.Keine so schlechte Idee,so kann man auch über Umwege und vielleicht sogar günstiger an Tauben aus dieser guten 1143-Linie kommen. Der Sportfreund Hirschmann hat dann aber noch 2 Weibchen und 1 Vogel von mir mitbekommen,von denen ich glaube,dass sie ihm in Zukunft weiterhelfen können. Wenn jemand schon extra die weite Strecke zu mir an den Schlag kommt,um sich Tauben abzuholen,dann hat er sich auch ein wenig Zubrot verdient,denke ich. Ich wünsche dem symphatischen Sportfreund Hirschmann jedenfalls viel Glück und viel Erfolg mit den Tauben.
Jetzt geht noch der 242 zurück an den Sportfreund Rudolf Latislaw und am 10.11. bringe ich den 20,den 21 und den 251 hoch zu Peter Fuschera. Dann verlassen noch 3 Weibchen als zukünftige Witwerweibchen meinen Schlag in Richtung Mirko Werner und schon habe ich weniger als 40 Tauben im Schlag. Bis zum Frühjahr habe ich vor, den Bestand durch fortlaufende Selektion auf 15 Paare zu senken und mit diesen 15 Vögeln kann ich dann ganz entspannt an den ersten Flügen teilnehmen. Sollten die Antragsteller mit ihrem Ausschlußantrag durchkommen,dann eben nicht in "meiner" RV sondern zum Training ausser Konkurrenz in der Nachbar-RV. Hat auch einen Vorteil,dann muss ich nur zum Einsetzen und nicht zum Auswerten fahren und habe am Flugtag "frei". Zudem spare ich einen Haufen an RV-Beiträgen. Als "zählbare" Flüge werde ich dann also höchstens ein oder zwei WS-Flüge setzen können,wenn ich denn will. Aber das werden wir ja alles dann sehen. Sollte es so kommen,werde ich jedenfalls die Uhr zwar anstellen,aber dann nur für mich eine eigene "Preisliste" erstellen, wo 25% der eingesetzten Tauben ein Plus bekommen. So kann man auch die Leistungen seiner Tauben beurteilen,da braucht man keine RV Liste für.
Alles in Allem bin ich froh,jetzt über die dunkle Zeit einen kleinen Bestand zu haben. Es ist einfach viel pflegeleichter und kostengünstiger und ausserdem muss ich ja jetzt schon sparen für die Zeit des Derbys. Im Sommer ist es toll,einen großen Schwarm Tauben  am Haus fliegen zu haben und diesen quirligen Trubel jeden Tag zu erleben. Aber das ganze Jahr über würde ich mir einen Bestand von über 200 Tauben nicht ans Bein binden wollen. Erst Recht nicht im Garten,wo ich ja jeden Tag bei jedem Wetter alles hintragen muss. Im Sommer Full House, im Winter einen Rumpfbestand,so ist es schon richtig.

28.10.2018: Ach,war das gestern wieder schön in Kassel. Alte Freunde und neue Leute getroffen,viel geredet,viel gelacht,viel gefachsimpelt und auch so manchen Blödsinn geschnackt.Kassel ist halt immer eine Reise wert,vor Allem,weil man da nur positiv eingestellte Menschen trifft und auch ein wenig Anerkennung für das empfängt,was man leistet.Das baut natürlich auf. Doch der Prophet gilt nichts im eigenen Lande und so habe ich heute Morgen im Garten,als ich die Tauben baden ließ,durch einen Bekannten erfahren,dass es wohl (mal wieder) Bestrebungen einiger RV Mitglieder gibt,mich aus der RV auszuschließen. Grund dafür sind (mal wieder) einige zu offene Worte im Tagebuch und im Forum. Und diese Sportfreunde haben (mal wieder) nicht verstanden,dass es in Deutschland ein Grundgesetz gibt und das dieses Grundgesetz ganz klar die freie Meinungsäußerung schützt. Nun ja, ich bin ja konfliktfähig und werde auch diesen Kampf annehmen. Diese Art offener Anfeindung aus den eigenen Reihen ist für mich ja nichts Neues,das geht ja zurück bis ins Jahr 2010 und kocht immer mal wieder hoch,wenn "der Steinert wieder irgendeinen Blödsinn schreibt".Federführend dabei sind dann auch immer wieder dieselben 3-4 Leute. Dabei will ich ja eigentlich niemandem etwas Böses,immerhin sitzen wir ja alle in einem Boot und das Boot ist bereits mehr als halbvoll mit Wasser. Anstatt uns nun darüber zu streiten,wer die Schuld daran trägt,sollten wir lieber mal mit dem Pumpen anfangen! Aber so geht es ja nicht nur bei uns. Taubenzüchter allgemein finden es viel spannender, sich gegenseitig zu zerfleischen,als auf Augenhöhe miteinander vernünftig zu arbeiten. Eigentlich traurig,aber so scheinen halt viele von uns zu ticken. Allerdings lasse ich mir auch nicht auf direkte oder indirekte Art einen Maulkorb verpassen und werde auch weiterhin meine Meinung offen und ehrlich aussprechen,wenn es um Auflässe oder organisatorische Dinge geht,die meiner Meinung nach vollkommen falsch angepackt werden. Natürlich macht man sich damit viele Feinde,das ist mir schon bewusst.Aber es heißt ja auch: viel Feind,viel Ehr.
Aus Kassel  habe ich als wichtigsten Punkt mitgenommen,das Vater Stumme und ich wieder vollkommen im Reinen sind. Er ist einer der wenigen Taubenzüchter,die ich bisher erlebt habe,die auch ehrlich eingestehen können,wenn sie etwas komplett falsch verstanden haben und sich keinen Zacken aus der Krone brechen,sich dafür zu entschuldigen.Dafür gebührt ihm sehr großer Respekt,denn das ist gerade unter Taubenzüchtern nicht mehr selbstverständlich! Das geschriebene Wort kann so leicht missverstanden werden,es fehlt halt Mimik,Gestik,Betonung und Aussprache. Und wenn man etwas Schlechtes aus einem Text herauslesen will,dann schafft man das auch. So ergeht es wohl auch einigen meiner RV Kameraden mit mir. Eine grundsätzlich negative Einstellung zu mir bringt sie dazu,mehr als eine reine Meinungsäußerung aus meinem Tagebuch herauszulesen.Schade eigentlich. Wir haben viel größere Baustellen im Taubensport allgemein und der RV im Speziellen als das wir persönliche Differenzen über die RV/den RegV austragen müssten.........

25.10.2018: Kassel rückt näher, die Anmeldungen sind gedruckt und die Vorfreude steigt. Morgen holt noch der Sportfreund Mathias Frank seine ersteigerten Tauben ab und danach wird die ganze Bande eingepackt und schon mal ins Auto gestellt. Samstag Morgen um 04:30 Uhr geht es dann auf nach Kassel.
Kassel ist immer so der Highlight-Termin des Jahres,der aber auch gleichzeitig die ruhige Winterzeit endgültig einläutet. Ich bin immer sehr gerne in Kassel,denn anders als im normalen Leben eines Taubenzüchters pulsiert dort richtig das Leben,gerade Samstags, und man könnte glauben,dass doch nicht alles so schlimm um den Taubensport steht wie es sich in den RVen immer darstellt. Mal schauen,wer dort alles so den Weg zu mir an den Stand 294 ín Halle 2 findet und was für Gespräche und Fachsimpeleien (und sicherlich auch manch guter "Dummschnack") dort zustande kommen.
Traurig bin ich allerdings auch ein wenig,denn nun verlassen wieder viele Tauben für immer meinen Schlag. Anders als bei vielen kommerziellen Rennen,die so groß sind,dass die Tauben dort eher "bezugslos" sind, ist durch die geringe Anzahl der Tauben auf meinem Derby natürlich auch ein ganz anderer Bezug meinerseits zu den Tauben vorhanden. Mit der Zeit kenne ich fast jede Taube mit Nummer, Züchter und ihren Eigenarten heraus und somit sind die Tauben dann eben auch nicht nur  "eine Blaue","eine Gehämmerte" oder "ein Schimmel" sondern "die scheue Apel", "der Professor 213" oder "der große Weiße". Ich habe diese Tauben nun vom Absetzen bis zum Endflug über 300 KM begleitet,bin ihre kleinen Eigenarten gewohnt,habe eine Bindung aufgebaut. Und nun endet dies alles und ich gebe sie "ins Ungewisse". Leicht ist das nicht. Und gerade bei Tauben wie dem 800,den Wenigen,die eine wirklich ENGE Bindung zu mir aufgebaut haben und das von ganz allein,ohne jegliches Abrichten mit Futter. Diese Tauben haben von sich aus den Kontakt zu mir gesucht und so manche Stunde damit verbracht,auf dem heruntergenommenen Ausfluggitter neben mir zu sitzen,mit mir zu kämpfen,mir am Ärmel zu zuppeln und mich anzugurren. Vielleicht hat auch das dazu beigetragen dass der 800 trotz Pocke von 300 KM den 3. Konkurs fliegt. Der wollte unbedingt wieder schnell zurück nach Hause. Und jetzt geht er an einen Züchter,den ich nicht kenne,von dem ich noch nie gehört habe und bei dem ich nicht weiß,wie der 800 dort aufgenommen wird. Sicherlich ist er erstmal nur eine Zuchttaube mit einer guten Abstammung und wird erst durch eventuell gute Nachzucht etwas Besonderes. Für mich aber ist dieser Vogel schon jetzt etwas ganz Besonderes,auch wenn er nie irgendwas fliegen oder nachzüchten würde. Weil er einfach so ein echt netter Kerl ist und mein Kumpel über lange Zeit. Und wenn der dann in Kassel in den fremden Korb wechselt........dann brauch ich glaube ich erstmal 5 Minuten für mich. Das mag jetzt mancher als dämlich erachten,aber das ist mir egal. Manche Tauben sind nun mal etwas Besonderes und wer so eine Bindung zu einigen seiner Tiere nie hatte oder nicht zulässt,der tut mir einfach nur leid.
Tja, aber das gehört halt dazu,wenn man ein OLR betreibt.Man muss die Tauben danach auch loslassen(können). Ist doof, aber ist halt so. Ohne den 800 wird es jedenfalls ein klein wenig dunkler sein auf meinem Schlag....Time to say goodbye,buddy!

23.10.2018: Dem heutigen Eintrag sei ein bischen Werbung gestattet. Die Sportfreunde Christian Bär (11.As-Taube) und Karl Urlberger (4.As-Taube,beste bunte Taube) werden einige junge Tauben ihrer ausgesuchten OLR-Linien mit nach Kassel bringen und dort Interessierten "unter der Brücke" (keine Ahnung ,wo genau das ist) anbieten. Beide Züchter haben ja beim Heidederby sehr gut abgeschnitten und speziell der Sportfreund Bär ist ja schon längere Zeit auf OLR unterwegs und hat einige sehr schöne Erfolge, u.A. in Usedom, vorzuweisen. Ihr erreicht Christian unter der Handynummer 0151-57236537. Da kann man sich ja mal vorab erkundigen,was die beiden so Gutes mitbringen. Mit ihren Tauben auf dem Heidederby war ich jedenfalls sehr zufrieden.
Und wenn wir schon mal dabei sind,möchte ich euch auch auf den Sportfreund Thomas Mauer aufmerksam machen,an dessen Stand 294 in Halle 2 ich ja die ersteigerten Tauben ausgebe und neue Anmeldungen annehme. Thomas ist ja eigentlich durchaus bekannt,er züchtet sehr gerne Fahle und Rote,die aber auch Leistung zeigen müssen. Bei ihm am Stand wird sicherlich der eine oder andere Sportfreund interessante Tauben finden. Mir persönlich gefallen ja seine Indigos aus der "Theo"-Linie sehr gut. Wenn ihr mich also am Stand 294 in Halle 2 besuchen kommt,dann schaut euch auch ruhig mal die Tauben vom Thomas an. Es sind jedes Jahr einige Tauben dabei,wo er dann später sehr positive Rückmeldungen bekommt. So ist z.B. die 5.As-Taube 2017 mit 2x1.Konkurs beim Heidederby aus 2 Originalen Thomas Mauer gezogen. Gucken kostet nichts! :-)

22.10.2018: Gestern Vormittag war ich auf der Flugtaubenschau in Ahnsbeck,ein jährlicher Termin,den auch ich als Brieftaubenzüchter sehr gerne wahrnehme. Mich fasziniert die Vielfalt der Flugtaubenrassen mit ihrem ganz unterschiedlichem Aussehen und Flugverhalten. Auch wenn ich mir die Meisten davon nie anschaffen würde, ist so ein Blick über den Tellerrand hinaus doch immer spannend. Und bei den Flugtaubenzüchtern hat man sehr viele JUNGE Leute ausländischer Herkunft dabei. Russen,Polen,Türken,Südosteurpäer und Sportfreunde mit Wurzeln im nahen Osten mischen sich mit den deutschen Züchtern und fachsimpeln munter drauf los. So kann also Taubensport ein Stück weit zur Verständigung untereinander und auch zur Integration beitragen. Da sollten wir Brieftaubenzüchter uns einmal ein Beispiel an den Flugtaubenzüchtern nehmen.
Gestern Abend sind dann die Auktionen des Heidederbys ausgelaufen. Auch wenn einige Positionen nicht verkauft wurden bin ich doch mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Und mit einer Position für 605€ und einer Position für sage und schreibe 976€ (so ein Wahnsinn!Toll!) sind auch 2 Rekorde in meinen Versteigerungen erzielt worden. Nun müssen nur alle Bieter auch brav bezahlen und keine "Spaßbieter" sein,denn es haben ja einige den Zuschlag erhalten,die noch keinerlei Bewertungen haben. Die manchnmal leidvolle Erfahrung über die Jahre bei Online-Versteigerungen zeigt ja,dass da ganz gerne mal irgendwelche "Witzbolde" dabei sind,die ihre ersteigerten Tauben dann nie bezahlen. Manche sind sogar so dreist und versuchen ,eine Übergabe der Tauben vor Bezahlung  auszuhandeln. Für mich ein absolutes No-Go,es sei denn,ich kenne den Sportfreund bereits und weiß,dass ich ihm vertrauen kann. Alle Anderen können Ihre Tauben gerne in Kassel übernehmen,aber erst,wenn vorher das Geld auf dem Konto ist. Auf irgendwelche "Spielchen" lasse ich mich da gar nicht erst ein.

20.10.2018: Heute war ich zusammen mit meinem Freund Mathias Frank beim Spitzenzüchter Bernd Pilgrim aus der RV Prignitzbote Kyritz. Was dort an As-Tauben und vierstelligen Punktefliegern sitzt,ist echt sagenhaft. Und fast alle Tauben haben das Blut des Stammvogels 1143 in sich,den Bernd 2002 auf der Versteigerung des Ostseerennens erworben hat. Ihr seht also,mit Tauben von einem OLR kann man sich eine ganze Dynastie aufbauen. Der 1143 ist übrigens auch mit 16 Jahren noch fit und befruchtet regelmäßig Gelege. Das Faszinierende an diesem Vogel ist ja,dass man da ransetzen kann,was man will und es fällt gute bis sehr gute Nachzucht.Das ist natürlich auch ein wenig Glück,so eine Taube auf dem Schlag zu haben,aber wenn man dieses Glück hat,dann hat man lange Zeit sportlich ausgesorgt.
Es war übrigens auch Bernd Pilgrim,der mich damals darauf hinwies,dass (fast) alle sehr guten Tauben diese eckigen Herzfedern haben. Seitdem achte ich immer darauf,wenn ich sehr gute Tauben in die Hand bekomme und ich muss sagen,es stimmt tatsächlich.
Auch heute habe ich wieder viel gesehen,viel gelernt und viele interessante Dinge zum Drüber Nachdenken mitgenommen. Man ist nie zu schlau oder zu lange im Sport dabei um nicht seinen Horizont zu erweitern. Dafür ist die ruhige Winterzeit ja sehr gut geeignet. Einfach mal ein paar Züchterbesuche machen und dort alles aufsaugen,was  man hört. Kann ich nur jedem empfehlen.

19.10.2018: Ein Wunder, nach "nur" knapp 36 Stunden Ausfall funktioniert die Auktionsseite wieder. Hosianna! Bei der Gelegenheit habe ich mal heute in Ruhe alle laufenden Auktionen durchgeguckt und wenn ich sowas tue,muss ich immer ein wenig schmunzeln,wie naiv doch viele Taubenzüchter sind. Eine Abstammung muss nur hübsch bunt sein und die "richtigen" Namen enthalten,auch wenn der Träger dieses Namens gaaaaaaanz weit hinten steht und schon kommt das Bietfieber. Wenn dann noch ein hübsch mit Schablone bearbeitetes (manche würden auf neudeutsch "gefaketes") Foto dabei ist,dann geht so ein "Urenkel von......" auch gern mal dreistellig weg. Aber was heißt denn Urenkel? Da gibt es die berühmte Taube xy. Von der gehen die Kinder in den Zuchtschlag. Deren Kinder gehen ebenfalls in Zuchtschläge. Und deren Kinder,die also jetzt in der Auktion stehen, gehen wieder in irgendwelche Zuchtschläge! Also kommen im Höchstfall im nächsten Jahr noch Ururenkel dieser berühmten Tauben auf die Reise. Und jetzt kann jeder mal überlegen,wieviel von dieser berühmten Taube wohl noch in einem Ururenkel steckt..........
Naja, Geld muss fließen und wenn es halt Leute gibt,die so doof sind ( es gibt kein "hübscheres" Wort dafür) eine dreistellige Summe für eine Taube zu bezahlen, die seit 3-4 Generationen nur noch gesiebte Luft atmet und sich nie beweisen musste,dann hält das wenigstens den Wirtschaftkreislauf in Gang.
Im Umkehrschluß finden dann aber so Tauben wie z.B. die 8.,9.,11.und 12 As-Taube vom Heidederby,die ja bereits selber schon sehr gute Leistungen gezeigt haben,auf der Ostrichtung sehr gut geflogen sind, eher weniger Interessenten. Sei es,dass sie von eher unbekannten Namen kommen oder eben nicht die "richtigen" Abstammungen haben. Die Leistung einer Taube an sich, so habe ich im Laufe der Jahre bei Online-Auktionen festgestellt, ist bestenfalls ein nettes "Zückerchen" obendrauf. Aber eigentlich schert sich kein Mensch drum,ob das Leistungstauben oder Volierenhühner sind. Nur das Pedigree zählt. Und die gleichen Leute wundern sich,warum sie seit Jahren auf keinen grünen Zweig kommen....
Nun könnte mir persönlich das ja nur Recht sein,wenn sich keine Bieter finden. Bleiben diese Tauben doch dann bei mir am Schlag und ich habe ein paar richtig geile Reisetauben mehr,die möglicherweise im nächsten Jahr die Bude rocken. Ich finde es nur ein wenig ungerecht  den Tauben und ihrer Leistung gegenüber,wenn sie jetzt so "links liegengelassen" werden. Aber hey, wenn andere Züchter das nicht ehren können, ich kann es in jedem Fall. Weil ich weiß,was diese Tauben auf dem Kasten haben. Dann bleiben sie halt bei Papa. :-)

18.10.2018: Boaaaah,ich bin gerade so richtig abgenervt! Warum? Weil diese verf....Auktionsseite jetzt schon 24 Stunden nicht mehr aufrufbar ist. Und es ist jedes Jahr dieselbe Sch... mit dieser Seite. Die Wochen vor Kassel ist immer die  Hochsaison für Auktionen,weil in Kassel viel übergeben wird,da sich dort ja fast ganz Taubeneuropa trifft und jedes Jahr bekommen es die Betreiber der Auktionsseite nicht gebacken,sich rechtzeitig um ausreichend Serverkapazität und -leistung zu bemühen. Und jedes Jahr fällt die Seite dann eine Zeitlang aus. Was mich dabei am meisten nervt, ist,dass die Betreiber aber auch so GAR NICHTS draus lernen und immer wieder Dasselbe passiert. So kann man doch kein Geschäft führen! Nur weil man zu geizig ist,ein paar mehr Euro für den Seitenbetrieb auszugeben. Was da an Geld für die einzelnen Anbieter verloren geht,dass kann man gar nicht ermessen.Vom Ärger mal ganz abgesehen. Also alle Züchter,deren Auktionen gestern und heute ausgelaufen sind,die haben jetzt richtig die Pappnase auf und ins Klo gegriffen. Ich selber kann nur hoffen ,dass a) jetzt nicht auch noch irgendwelche Daten verlorengeangen sind (der SUPERGAU!!!) und b) die Seite dann zumindest am Sonntag reibungslos wieder läuft.
Aber dieser ganze VERMEIDBARE Ärger k...mich derzeit wieder so richtig an. Deutschland,deine Servicewüsten!!!!

17.10.2018: Hmmm...ich soll also möglichst drinnen bleiben,mich wenig bewegen und viel trinken. Deswegen habe ich eigentlich auch gar nicht gegen das ärztliche Gebot verstoßen,als ich mir heute 2 Liter Wasser eingepackt habe, mich ins Auto setzte und die bummeligen 300 KM (einfache Tour) zur Tierarztpraxis von Frau Dr.Kny in Leinefelde gefahren bin,weil das die nächste wirkliche Fachpraxis für Brieftauben ist. Ich weiß gar nicht,was sich meine Frau jetzt so aufregt.......
Ich wollte halt nur abklären,was das mit dem 800 nun definitv ist. Er frisst,er säuft,er verhält sich normal und trotzdem hat er da den Knubbel. Und die behandelnde Ärztin Frau Meise (heißt wirklich so) hat bestätigt,dass es sich um einen leichten Fall von Pocken handelt. Da kann man nicht viel mehr machen als das Wasser jodieren und die Pocke 1x am Tag mit Jod einreiben. Das geht in 10-14 Tagen nach Bildung von alleine weg und die beim 800 ist auch schon am Eintrocknen. Ich habe mich dann auch umfassend über Pocken aufklären lassen und eigentlich sind die ja gar nicht so schlimm. Sie belasten die Tauben zwar und sind ein Ärgernis, heilen aber auch von alleine rasch ab und haben keine Folgeschäden. Und wenn die Tauben ein Mal Pocken hatten,bekommen sie die nie wieder. Man muss halt nur schauen,dass man sie nicht während der Reise oder Aufzucht bekommt,weil sie wie jede Viruserkrankung die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Ansonsten sind sie zwar unschön anzusehen,aber harmlos. Ähnlich wie Windpocken beim Menschen.
Frau Meise hat den 800 dann aber einmal komplett auf den Kopf gestellt,wenn er schon mal da war und war ganz erstaunt über den hervorragenden Allgemeinzustand. Kropf-und Kloakenabstrich komplett negativ,keine einzige Trichomonade zu finden, Atemwege blitzeblank,laut ihrer Aussage hat sie selten so eine gesunde Taube in der Praxis gehabt....bis auf die Pocke eben.
Zugezogen hat er sich die mit ziemlicher Sicherheit in der Voliere über die Wildvögel im Garten. Genau deswegen habe ich ja von vornherein auch in der Ausschreibung geschrieben,dass ich eine Pockenimpfung dringendst empfehle. Aber offensichtlich ist dem Rat kaum jemand gefolgt. Ich schreibe das nicht so aus Jux und Dollerei!!! Aber gut,ok,man lernt ja draus. Ab 2019 werden alle Tauben, wenn sie angeliefert werden, von mir selbst gegen Pocken geimpft. Diesen ganzen Ärger binde ich mir nicht mehr ans Bein. Habe jetzt schon wieder Mails bekommen nach dem Motto "was hast du denn da für eine Bazillenbude". Es wird halt von Einigen nichts unversucht gelassen,dieses Derby in den Dreck zu ziehen.Da sind dann Impfmuffel unter den Züchtern nicht gerade hilfreich.Ich bin jetzt auch in Kontakt mit der Fa. Tollisan/VetSchröder damit ab 2019 die Begleitung etwas professioneller ist. Der Mirko Jäger hat mir die Zusammenarbeit sehr empfohlen und anders als man es von der Fa. Tollisan so hört,soll diese Begleitung vornehmlich OHNE großen Medikamenteneinsatz vonstatten gehen. Schauen wir mal,wie  es 2019 so wird. Pocken jedenfalls wird es nicht mehr geben,auch wenn sie jetzt für mich sehr viel von ihrem Schrecken verloren haben. Ist halt ne ärgerliche Sache für Taube und Mensch aber letztlich ungefährlich. Immerhin. Da hat sich doch die Reise gelohnt.

16.10.2018: So,ich bin jetzt offiziell für den Rest der Woche aus dem Verkehr gezogen. Ich soll mir "viel Ruhe gönnen,viel Trinken und viel Schlafen". Also viel Trinken kriege ich ja hin,natürlich klare Flüssigkeiten, Gin, Wodka usw.......Aber hier den ganzen Tag in der Bude hocken bei Kaiserwetter und mich in irgendwelche Decken einmummeln? Ätzend! Doch ich habe ja einen sehr guten Grund um wenigstens in Mal am Tag rauszukommen,ich muss mich ja um die Tauben kümmern. Und wie lange ich da im Garten bin,kann mir ja auch keiner vorschreiben......und jetzt,wo sie bis Kassel nicht mehr rauskommen,habe ich ja auch endlich wieder Zeit und Muße mich tatsächlich beim Füttern eine Zeitlang hinzusetzen und den Tauben zuzugucken. Das Einzige,was ich beim Derby schade finde,ist ja,dass man aufgrund der Masse nicht so den Draht zu den einzelnen Tauben hat und sie eher weniger zahm sind. Doch einige wie der 800 z.B. kommen ja trotzdem an die Hand,ganz von alleine und ohne Abrichten. Das ist immer sehr schön.
Der Michael Stumme hat jetzt zu einer Art "Sammelaktion" für den neuen Hänger aufgerufen. So lieb das auch gemeint ist und so gerührt ich davon auch bin ist mir das doch ein bischen, ja, unangenehm. Ich bin nicht der Typ,der gerne etwas von Anderen annimmt, Geld schon mal gar  nicht. Das mag dem Einen oder Anderen  komisch vorkommen,aber ich kann nun mal auch nicht aus meiner Haut. Es muss sich also jetzt niemand verpflichtet fühlen, das sei hier noch mal ganz explizit erwähnt, zu dem Hänger was dazuzugeben! Ich schaff das schon sehr gut von selbst. Und schließlich habe ich das Teil ja auch in den Dutt gefahren.
Wenn ihr mir tatsächlich was Gutes tun wollt, dann bietet mal ordentlich auf die Tauben in der Auktion. Und nicht nur auf die von den großen Namen! Jede Taube,die da drin steht,hat es verdient,auch ein Gebot zu bekommen. Das sind alles Tauben,aus denen was Ordentliches fallen kann,mit dem ihr euch und euren Bestand deutlich verbessert. Also, AUF AUF und BIETEN!!!

15.10.2018: Da hat mich das Wochenende doch glatt aus den Latschen gehauen. Ich glaube,ich werde doch zu alt für solche Sperenzchen. Naja, aber von Freitag auf Samstag kaum geschlafen und von Samstag auf Sonntag auch nicht. Das zehrt dann doch irgendwann.
Habe mich dann aber heute doch noch trotz Fieber zum Anhänger-Spezialisten und zur Versicherung geschleppt. Die schlechte Nachricht: die Versicherung zickt rum und will nicht zahlen. Die gute Nachricht: ich bekomme einen komplett neuen,hochwertigen Hänger als Unterbau (der Alte ist irreparabel, kann von Glück sagen,dass ich damit heil nach Hause gekommen bin) mit Aufbau der "Kabine" und Allem Drum und Dran für insgesamt um die 1000€. Das ist deutlich weniger,als ich befürchtet habe und deshalb ist es für mich gar kein Problem,das zu wuppen. Das packe ich!
Blöd nur,dass Vater Stumme meine diesbezügliche Mail wohl völlig missverstanden hat und jetzt total sauer auf mich ist.Und ausgerechnet der Karl-Heinz,den ich doch so sehr schätze und mag,weil er so ein hochfeiner Kerl ist. Deswegen auch von dieser Warte aus nochmal in aller Deutlichkeit: Kalle, egal,was dir da auf den Magen geschlagen ist, es war nicht böse gemeint!!! ´Man, ich habe gute 84 Stunden mit ganz wenig Schlaf hinter mir und weiß nicht mal mehr richtig, in welchem Raum-Zeit-Kontinuum ich mich gerade befinde. Also bitte bitte nicht böse sein!!!!!
Ansonsten ist alles gut,die Tauben werden jetzt einmal ordentlich durchgekurt,damit sie auch frei von Allem nach Kassel bzw. über den Winter gehen können,die Versteigerung ist online unter www.pigeon-auction.de und ich hoffe natürlich,dass alle Tauben einen Abnehmer finden werden,denn alle,die in der Auktion stehen,haben sich das auch verdient!
So, und jetzt Tee und Tigerbalm und Bettchen.......

14.10.2018,06 Uhr: So,das war es dann also schon wieder mit dem Heidederby 2018. Tempus fugit! Der Endflug verlief wohl sehr glatt und gestern Abend waren 112 von 126 Gesetzten wieder zu Hause. Ich möchte mich auch hier nochmal ganz ganz herzlich bei allen Sportfreunden bedanken,die zum Zuschauen im Garten waren. Es hat mich sehr gefreut,dass ihr Interesse an meiner kleinen Nebenveranstaltung gezeigt habt. Und der Michael Stumme hat das als ehrenamtlicher Kameramann wirklich gut gemacht,Hut ab dafür.Auch das die Meisten noch extra gewartet haben,bis ich am Schlag ankomme,um mich zu begrüßen,finde ich aller Ehren wert. Insgesamt war es eine runde Veranstaltung,auch wenn ich auf der Rückfahrt in einer Baustelle so hart über einen Absatz gefahren bin,das der ganze Unterbau des Hängers verzogen und gerissen ist.:-(, Wenn die Versicherung da Zicken macht,dann werde ich den Zeitwert ermitteln lassen und der SG Stumme diesen eben komplett aus eigener Tasche ersetzen. Das gehört nun mal dazu,wenn man verantwortlich für Schäden ist.
Heute ist dann freier Taubenverkauf und Abends werden die ersten 30 As-Tauben ins Internet gestellt. Abzüglich derer,deren Züchter bereits bis zum 01.08. gesagt hatten,dass sie ihre Tauben wiederhaben wollen und derer,die vielleicht noch nicht vom Endflug zurück sind. Ich bin mal gespannt,wieviele Sportfreunde heute den Weg zu mir finden,um sich mit Tauben zu versorgen. Abhängig davon werde ich vielleicht sogar mehr als die 30 ersten As-Tauben ins Internet einstellen,mal schauen.

12.10.2018: Schon ganz aufgeregt vor dem Endflug habe ich mir die letzten Tage, aber auch schon seit Längerem, Gedanken über die Zukunft meiner Sportausübung gemacht. Ursprünglich wollte ich ja mit alten Tauben RV Spiel zu Trainingszwecken und einige Weitstreckenflüge im Jahr reisen. Zum Zwecke eines Stammaufbaus habe ich dann vorgehabt, 2019 auch mit Jungtieren am RV Programm teilzunehmen,welche von meinen Sportfreunden Mirko Werner und Mathias Frank kommen sollten. Ausserdem hatte ich schon beim Sportfreund Manfred Meyerholz 20 Junge 2019 aus der Tossens-Linie bestellt,um auch mit diesen Tauben in 1-2 Jahren auf die WS zu gehen.
Das sind die Träumereien,die man so hat.
Aber wenn man realistisch ist,muss man doch feststellen,dass es nicht ratsam ist,auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Die Durchführung des Derbys macht mir nun seit 2 Jahren wirklich große Freude, trotz aller Widrigkeiten,die man dabei manchmal hat.Und wenn man etwas gefunden hat,dass man wirklich mag,dann sollte man auch hauptsächlich da seine Kraft und Zeit reinstecken. Noch dazu als voll Berufstätiger. Wie soll man das ohne Hilfe unter einen Hut bekommen? Alte rauslassen,Junge rauslassen,Derbytauben rauslassen,allein das kollidiert ja schon zeitlich miteinander. Und die Gefahr,das man sich da verzettelt und demzufolge alles nur halbherzig macht,die ist dann doch groß.
Und deshalb werde ich mich ab 2019 voll auf das Derby konzentrieren und nur einige alte Pärchen im jetzigen Witwerschlag behalten,um sie ab und an (vielleicht aber auch gar nicht) auf Nest im RV Programm oder auf der WS zu setzen. Jungtauben für den Eigenbedarf werde ich gar keine züchten( es sei denn ein paar für die Küche) und auch nicht züchten lassen. Die Lücken,die über das Jahr bei den Alten entstehen,werden dann halt immer mit Derby-Tauben von der "Resterampe" aufgefüllt,die nach dem Rennen nicht verkauft wurden.
So kann ich mich voll auf die Durchführung des Derbys konzentrieren und euch sogar ab 2019 250 statt 200 Startplätze anbieten,weil ich den Platz doch noch für das Derby  nutzen kann. Dafür fällt dann die kostenfreie Ersatztaube weg aber dadurch haben mehr Züchter die Chance teilzunehmen und das Preisgeld erhöht sich auf 12.500€. Ich denke,das ist für alle,  für die Teilnehmer wie auch für mich,die beste Lösung.
Ein bischen plagt mich jetzt aber das schlechte Gewissen,da ich Manfred Meyerholz für die bestellten 20 Jungen wieder absagen musste. Und deshalb sei es mir hier an dieser Stelle ausnahmsweise mal gestattet,ein wenig Werbung zu betreiben und euch mitzuteilen,dass jetzt für 2019 noch 20 Junge im April/Mai bei Manfred Meyerholz bestellbar sind. Falls ihr also noch ein paar sehr gute Tauben sucht,welche man gleich auf der Reise testen kann,wendet euch vertrauensvoll an Manfred. Falsch machen könnt ihr da für 40€ pro Stück bei freier Auswahl sicherlich nichts!!!
So, und nun wieder Fokus auf Morgen,dass wir das gut über die Bühne schaukeln. Drückt uns die Daumen!

11.10.2018: Gestern waren die Tauben nun zum letzten Mal vor dem Endflug draußen. Heute passt es zeitlich nicht,da ich noch einen Termin habe und Morgen wird wieder klar Schiff gemacht,damit die Gäste am Samstag auch einen sauberen Stall vorfinden. Außerdem muss ich Morgen nachmittag ja noch Getränke und Wurst besorgen, Tauben einsetzen,den Grill und die Stühle von der EST in den Garten räumen usw usw usw.
Der Habicht kam gestern mal NICHT vorbei(oder ich habe ihn nur nicht gesehen). Alles in Allem aber,wenn man Mauserstand und Angriffsfrequenz mit einrechnet,wäre es wohl vernünftiger,im nächsten Jahr wieder nur 4 Flüge zu machen und dann Anfang Oktober durch zu sein. Ich erwarte zwar für Samstag keine größeren Probleme,zumal der Rückenwind sie ja auch noch ein wenig unterstützt,aber optimal sind Flüge Mitte Oktober generell sicherlich nicht mehr. Bis Kassel habe ich noch Zeit,etwas an der Ausschreibung zu feilen,dann muss sie stehen. Auch das Preisgeld werde ich anders verteilen,denn es ist ja nun mal so,das die beste bunte Taube z.B. meist eine ist,die auch in den Geldrängen landet und die beste Gesamtleistung hat ein Züchter auch nur dann,wenn er vorne,also auch im Geld,eine oder mehrere Tauben hat. Das führt bei der noch aktuellen Preisverteilung dazu,dass einige Glückliche einen ganzen Haufen Kohle bekommen und andere leer ausgehen. Und da ich ja möglichst jedem Teilnehmer ein auch zählbares Erfolgserlebnis wünsche,werden die Preisgelder eben ab 2019 auf die ersten 20 anstatt auf die ersten 10 verteilt und die beste Gesamtleistung sowie die beste bunte Taube werden dann halt mit einer Urkunde geehrt. Es sollen einfach möglichst viele Teilnehmer ein Stück vom Kuchen abbekommen,damit dann auch alle irgendein Erfolgserlebnis vorweisen und zufrieden mit dem Rennen sein können.
Am Samstag wird es so sein,dass die Besucher vor 12 Uhr nicht mit Tauben rechnen müssen. Von den Voraussagen her wäre sicherlich auch ein früher Auflass möglich,da kaum Luftfeuchtigkeit und somit auch kaum Nebelbildung herrschen wird,aber nach dem letzten Flug will ich da einfach auf Nummer sicher gehen,dass mich auch wirklich keine Bodeninversion überrascht. Deswegen wir der Auflass nicht vor 09 Uhr stattfinden. Der Ost/Südostwind soll in Stärke 2-3, zum Auflassplatz hin in Böen 4 wehen,daher sind Fluggeschwindigkeiten von 85-100 Km/h recht wahrscheinlich. Bezieht man noch den Mauserstand ein,wohl etwas unter 100 Km/h im Höchstfall. Also ist es schon ganz realistisch,dass die Zuschauer vor 12 Ihr auf keinen Fall mit Tauben rechnen müssen.
Ich bin schon gespannt,wer alles noch im Garten ist,wenn ich zurückkehre. Freue mich jedenfalls schon sehr auf die Bratwurst und die Molle Bier zum Abschluß der Saison. :-)

10.10.2018: Die Tauben waren aus zeitlichen Gründen gestern nicht mehr draußen. Trotzdem ist wieder der Habicht vorbeigekommen als ich gerade die Tränken fertig gemacht habe. Zog ganz locker und ohne Anstalten auf einen Angriff von der Bahn her über den Schlag. Wahrscheinlich kommt er immer zur selben Zeit auf seinem Revierflug hier rum ,weil er weiß,dass um diese Zeit herum meistens Tauben draußen sind. Ich persönlich glaube ja,dass, wenn man Raubvögel mit Telemetrie-Ringen ausstatten und über mehrere Monate überwachen würde,man beweisen könnte,dass diese Vögel einen ganz festen Turnus in ihrem Revier haben und immer wieder bestimmte Orte zu bestimmten Zeiten anfliegen. Neulich habe ich in der Reihe "Naturnah" auf NDR 3 einen entsprechenden Bericht über Uhus gesehen. Das war sehr interessant. Ausschlaggebend hierfür sind sicherlich auch Eckdaten wie z.B. die Tageslichtlänge und die Jahreszeit. Ich glaube,dass Raubvögel nicht planlos kreuz und quer durch ihr Revier ziehen auf der Suche nach Nahrung,sondern dass sie ganz genau wissen und abspeichern,wo es wann am wahrscheinlichsten ist,auf Beute zu treffen. Das erscheint nur logisch,da gerade im Herbst/Winter diese Tiere mit ihrer Energie haushalten müssen und sich erfolglose Suchflüge und Angriffe möglichst ersparen.
Genau deswegen ist es meines Erachtens auch zwingend notwendig,den Raubvogel so oft wie möglich zu vergrämen und ihm auch bereits geschlagene Beute möglichst abzujagen. Raubvögel sind nicht dumm! Wenn sie nur oft genug mit leeren Krallen und leerem Magen von unserem Schlag abziehen müssen,werden sie über kurz oder lang nicht mehr so oft kommen. Warum wohl knallen vor Allem junge Raubvögel vor Volieren ,in die sie nicht hineinkommen oder fliegen durch Einflugklappen? Weil sie noch unerfahren sind. Ein Altvogel wird eine Taube in einer Voliere nicht mal eines Blickes würdigen,weil er weiß,dass sich der Energieaufwand eines Angriffs nicht lohnt. Davon bin ich fest überzeugt. Und jeder Angriff,der gar nicht erst erfolgt,schützt das Leben unserer Tauben.
Heute aber werden sie wieder in die Luft gehen. Natürlich nur unter ständiger Überwachung.

09.10.2018: Zwei Tauben haben es doch noch geschafft,nach Hause zu kommen,das freut mich sehr. Gestern beim Freiflug am Haus war der Junghabicht sogar ZWEI Mal zu Besuch,beide Male wurde er erfolgreich vertrieben. Ich werde sie heute nochmals rauslassen und wenn er wieder dazwischen geht,muss man sich echt überlegen,ob man sie bis zum Endflug nicht drin lässt. Zu groß das Risiko,dass er noch eine Taube holt oder sich eine Taube verletzt. Und das wäre ja extremst unschön,wenn eine Taube,die theoretisch noch Erste werden kann,dann auf dem Endflug nicht dabei sein sollte. Na,wir werden sehen.
Es freut mich übrigens sehr,dass noch insgesamt 19 Tauben vor dem Endflug die Chance haben, 1. As-Taube zu werden. Und über 50 Tauben haben noch die Chance,mit einer vorderen Platzierung auf dem Endflug in die Geldränge zu fliegen. Von einem der ersten  30 "Versteigerungsplätze" mal ganz zu schweigen. Ich finde,das dokumentiert sehr anschaulich,wie dicht die Tauben dieses Jahr in der Qualität zusammen sind. Die meisten diesjährigen Teilnehmer haben verstanden,dass "Experimente" bei einem OLR meist nicht zielführend sind und man nur Tauben aus den wirklich Allerbesten seines Schlages schicken sollte,aus Tauben,die sich selbst oder deren Nachzucht sich schon bewährt hat. Zumindest dann,wenn man wirklich ernsthaft um die Geldränge mitspielen will. Tauben aus Experimentalpaarungen zu einem OLR zu schicken nach dem Motto "ich will mal gucken wie sie sich DORT schlagen", das KANN auch mal für die Geldränge reichen,aber die Unsicherheiten bei diesen Tauben sind doch viel größer als bei bewiesenen Zuchtpaaren. Dann lieber die Experimentalpaarungen an befreundete Züchter ausserhalb der eigenen RV abgeben und im Programm reisen lassen. Da bekommt man auch verlässliche Werte und der finanzielle Verlust ist niedriger als wenn sie bei einem OLR nicht gut fliegen.
Es zeichnet sich ab,dass am Wochenende tatsächlich mäßiger bis starker Rückenwind herrscht. Und wie wir alle wissen, kommen manchmal bei Rückenwind ganz kuriose Ergebnisse raus und ganz andere Tauben nach vorne als sonst. In diesem Sinne ist die Messe für die ersten As-Tauben noch lange nicht gelesen. Jede Taube der ersten 50 kann noch ins Geld fliegen. Es ist zwar auch unwahrscheinlich,dass jetzt alle Tauben aus den Top 10-30 versagen, spannend ist es aber allemal. Ich jedenfalls bin gespannt wie ein Flitzebogen,wer am Ende die Nase vorn haben wird. Eine sehr enge Kiste wird dies auf jeden Fall. Gut so! :-)

08.10.2018: Den Eintrag von Gestern schrieb ich gegen 12 Uhr. Bis zum Klappen schließen am Abend ist keine einzige Taube mehr gekommen. Ich verstehe das nicht. Und in Anbetracht dieser Umstände kann ich mit dem 4. Flug also auch nicht zufrieden sein. Verluste muss man zwar einkalkulieren,aber  19 Tauben von 144? Weg? Nein,das nagt doch ziemlich an mir,da bin ich nicht abgebrüht genug für um das mit einem Schulterzucken abzutun. Es stimmt zwar,dass dies bis auf 2 alles Tauben waren,die auch auf den letzten Flügen immer erst im letzten Drittel zu Hause waren, aber bei dem Wetter und selbst wenn der Raubvogel da mehrmals zwischen war und auch wenn diese Tauben qualitativ vielleicht nicht erste Wahl waren,müssten doch zumindest EINIGE davon noch rantrudeln. Aber der Himmel bleibt leer. Nun,immerhin muss man festhalten,dass bislang keiner der Flüge einen ähnlich katastrophalen Verlauf genommen hat wie der 2. Flug letztes Jahr. Auf den 3 Flügen vorher habe ich zusammen ganze 7 Tauben verloren und der Rest ist am Haus weg oder sitzt verletzt und nicht mehr reisetauglich in der Invalidenstation. In der Woche vom 3. zum 4. Preisflug ist dort noch der  CH-1380 mit einer schweren Flügelverletzung hinzugekommen. Der arme Kerl schafft es kaum ins unterste Regalfach. Und dabei hatte ich auf den Vogel große Stücke gehalten (die Nestschwester CH-1379 fliegt auf dem 4.Flug den 10.Konkurs!). Aber zum Glück für diese Tauben werden auch nicht mehr reisetaugliche Tiere bei mir genauso gut behandelt wie alle Anderen. Das sind wir diesen Tieren,die für unser Vergnügen ihre Gesundheit riskieren, auch schuldig.

07.10.2018: Vom gestrigen Preisflug fehlen leider immer noch 19 Tauben.Heute Morgen saß nur eine einzige im Ausflug. Ich verstehe das nicht wirklich. Wo sind die?
Heute habe ich die Tauben wieder baden lassen und als ich da so in der Sonne saß und den Tauben zusah,da flog über mir eine ganze Armada aus Zugvögelm immer wieder gen Westen. Große Schwärme Singvögel, Kraniche, Gänse, Hohltauben, Ringeltauben,Kormorane und sogar  (ganz hoch) einige Greifvögel. Ja,es wird eindeutig Herbst. Und je mehr sich die Natur jetzt leert,desto weniger finden die Raubvögel zu fressen. So besuchte auch heute wieder das junge Habichtmännchen meinen Garten. Vielleicht hat der ja jetzt den Alten abgelöst,den habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Insgesamt wird sich also der Greifvogeldruck nun noch mal steigern und deswegen bin ich auch ganz froh,dass nur noch der Endflug ansteht. Wie lange danach noch ein Freiflug am Haus möglich ist,wird man sehen müssen.Aber da kann man ja zumindest einen Großteil der Angriffe vereiteln,wenn man nur unter Aufsicht rauslässt. Ich werde das dieses Jahr wieder so lange machen,wie es eben geht,da ich der Meinung bin,je länger die Tauben draußen Bewegung haben,desto besser ist das.
Die Planungen für den 13.10. sind auch abgeschlosen,es haben sich 15 Sportfreunde fest angemeldet und ich gehe auch von ein paar Züchtern aus unserer RV aus,die spontan vorbeikommen werden. Ich werde also genug zu Essen und zu Trinken für 20 Leute besorgen und dann hoffen,dass jemand mit unserem zickigen Gasgrill umgehen kann (ist ,glaube ich, ne Frau, das Ding :-)). Das Wetter soll ja STAND JETZT gut sein,aber das kann sich ja noch 10 Mal ändern bis Samstag. Falls sich aber der angesagte Ostwind bestätigt,dann wird das wohl ein schneller Flug werden. Das wäre dann das erste Mal Rückenwind und dann auch noch auf dem Endflug. Mal sehen,wie die Tauben damit klarkommen.......

06.10.2018: Ich werde zu alt für diesen Blödsinn.......bin total müde und im Ar....aber ich wollte das ja so,gelle?
So,zum Wichtigen: der Flug heute war irgendwie merkwürdig. Beim Auflass zogen die Tauben derart schnell ab,dass die erste Seite schon weg war,als ich die zweite Seite aufgelassen habe. Das kenne ich so nicht,denn normalerweise kreisen sie wenigstens in paar Runden bevor sie abziehen. Aber heute war es das Prinzip "Raus und Weg!" Ob sie da am Himmel einen Greifvogel gesehen haben?
Der Sportfreund Gerd Timmel aus meiner RV war heute netterweise zum Aufpassen im Garten. Die ersten Tauben kamen bereits nach knapp über 3 Stunden am Heimatschlag an,also etwa 80 Km/h und das bei leichtem seitlichen Gegenwind.Nun gut,der Wind am Auflasort war eigentlich nicht vorhanden und in der Heimat wohl auch schwach,also passt das schon. Insgesamt war es ein eher schleppender Verlauf mit 32 Minuten Konkurs. Zwei Dinge sind allerdings merkwürdig.Erstens war heute "Favoritensterben",denn es sind viele Tauben aus den bisherigen Top 30 nicht oder nur sehr knapp in die Preise gekommen. Wer weiß,wo die langgedonnert sind. Zweitens sind nach 13:15 Uhr keine Tauben mehr gekommen. Es waren beim Abklemmen 121 von 144 Gesetzten auf der Uhr aber da war dann auch schon 90 Minuten nichts mehr gekommen. Gut,das betrifft mit Masse Tauben,die auch bisher nicht gerade durch Leistung geglänzt haben,aber ein bischen merkwürdig ist das schon. Mal sehen,ob und was da noch kommt. Laut Aussage von Gerd waren die Tauben sehr nervös als sie ankamen und hielten sich nicht lange in der Luft auf sondern gingen sehr zügig rein.Und als etwa die Hälfte der Tauben da war, kam wohl auch der Habicht tief über die Bäume und wurde durch Gerd mit Klatschen und Rufen vertrieben. Der hätte sich sonst sicher in den Apfelbaum gesetzt und auf sein Frühstück gewartet. Gut,das der Gerd da war und aufgepasst hat. Von hier aus nochmals ein herzliches Dankeschön an den Sportfreund Gerd Timmel!
So,ich werde mich jetzt erstmal gemütlich aufs Sofa legen und ein bischen Siesta halten. Das habe ich mir aber auch verdient.:-)

05.10.2018: Morgen startet dann also der 4. und damit vorletzte Preisflug. Die Bedingungen könnten besser nicht sein. Sonne,leichte Bewölkung,schwacher Südwestwind, geringe Luftfeuchte und damit auch nur wenig morgendlicher Dunst. Wenn nicht gerade wieder unsere grauen "Freunde" in Scharen unterwegs sind,rechne ich mit einem ganz glatten Flug.
Die ersten Anmeldungen von Sportfreunden,die zum Endflug in den Garten kommen wollen,sind auch schon eingetrudelt. Leider auch schon eine Absage eines Sportfreundes,der eigentlich bei der Anlieferung seiner Tauben sein Kommen zugesagt hatte. Aber der Mann hat sich die Achillessehne gerissen,das ist ja ein wirklich triftiger Grund ,nicht zu erscheinen. Wenn insgesamt so 20 Leute kommen ,wäre ich schon zufrieden.Wenn es mehr werden,wäre das toll. Bratwurst, Bier und alkoholfreie Getränke werden jedenfalls in ausreichender Menge vorhanden sein. Die gehen dann auf mich. Nur einen freiwilligen "Grillmeister" werden die Zuschauer dann finden müssen,denn ich bin ja nicht da. Aber es wird ja wohl jemand mit einem Gasgrill umgehen können.
Ich möchte mich hier dann auch noch mal ganz herzlich beim Sportfreund Christian Bär bedanken,der seine bisherigen 50€ Gewinn vom 1. Preisflug als Beitrag für die Ausrichtung des Endfluges gestiftet hat! Da kann man schon ein paar Würste für kaufen:-) Christian, vielen DANK!
Da ich ja sehr wahrscheinlich (hoffentlich!) weit NACH den Preistauben am Garten ankomme,werde ich sicherlich nicht mehr alle Sportfreunde sehen,was natürlich schade ist. Andererseits kann man aber ja auch nicht verlangen,dass sie nach der Ankunft der Tauben nun unbedingt warten müssen,bis ich dort angezockelt komme. Und in Kassel sieht man sich ja meist spätestens sowieso. Das Wetter soll ja Stand heute sehr schön und spätsommerlich sein,sodass eine gemütliche ,gesellige Runde gesichert sein dürfte. Wer also noch erscheinen will möge mir dies bitte bis Sonntag mitteilen! (nicht wahr,Herr Trute???;-))
Aber schauen wir erstmal,dass wir den Flug Morgen gut über die Bühne bekommen bevor wir uns mit den ungelegten Eiern des Endfluges beschäftigen. In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern für Morgen ganz herzlich GUT FLUG!!!

03.10.2018: Das waren 2 schöne Angeltage auf der Müritz mit meinem Sohn,mal was ganz Anderes als immer nur Tauben, Tauben, Tauben. Es gibt mehr im Leben als nur DAS eine Hobby. Vermutlich wird man mit dieser Einstellung nie in der Spitzengruppe des Taubensportes mitspielen, aber wenn ich mir andere Züchter angucke,die ganz verkrampft ehrgeizig sind und sich schon ärgern,wenn sie 2. RV Meister anstatt Erster werden,dann denke ich mir immer,dass meine Einstellung zum Taubensport so falsch nicht sein kann. Es ist halt "nur" ein sehr schönes Hobby.......
Den Tauben haben jedenfalls die 2 Tage Basisversorgung natürlich nichts ausgemacht,vielleicht waren sie sogar ganz froh,dass sie mal 2 Tage in Ruhe mausern durften und kein  Trainingspensum absolvieren mussten,wer weiß? Heute Morgen habe ich jedenfalls die Schläge wieder blitzeblank durchgekratzt und die Tauben baden lassen. War auch schön,sie dort in der Wanne entspannen zu sehen. Man muss halt einen Weg finden,wie man sein Hobby so ausüben kann,dass es wirklich seinen Zweck erfüllt,einen glücklich zu machen und vom Arbeitsalltag entspannen zu lassen. Da sind Pokale und Meisterschaften meines Erachtens nur ein sehr kleiner Baustein. Das Meiste zieht man sich doch aus dem Umgang mit den Tieren,das Beobachten,das Spielen und das Abschalten,wenn man sich im und am Schlag bewegt. Man sollte dieses ganze "Höher,Schneller,Weiter" aus dem Alltagsleben, dieses ganze "Mehr!MEHR!MEHR!" einfach draußen vor der Tür lassen und sich auf daas Wesentliche besinnen: die Freude,mit solch tollen Tieren arbeiten zu dürfen......


Mein Sohn mit seinem neuen persönlichen Rekord-Hecht! :-)

30.09.2018: Man merkt,dass die Tauben jetzt stärker in die Mauser kommen,denn der Flugwillen am Haus ist nicht mehr so stark,obwohl das Wetter dazu perfekt ist. Die nächsten 2 Tage werden sie auch nicht fliegen müssen,denn ich nutze die letzten Tage meines Urlaubs dazu,ein wenig abzuschalten und werde beide Tage jeweils an der mecklenburgischen Seenplatte mit Angeln verbringen.Wenn man schon seinen ganzen Jahresurlaub verbraucht,um das Derby mit Vorflügen und den ersten Preisflügen vernünftig steuern zu können,dann hat man sich das auch mal verdient,denke ich. Den heutigen Vormittag habe ich bei meinem guten Freund Mirko Werner in Salzwedel verbracht und wir haben uns die Tauben angeschaut,die er jetzt mit ins Jahr 2019 nimmt. Dies sind ja mit Masse Nachzuchttauben aus den Zuchttauben von Manfred Meyerholz,welche dieser ihm kostenfrei zur Verfügung gestellt hat,dann Originale von Meyerholz und auch 2 sehr schöne junge Vögel von Uwe Heeschen,die sich schon auf der Jungreise sehr gut gezeigt haben. Man muss auch festhalten,dass sich die Originalen von Manfred bei Mirko besser geschlagen haben als die Nachzuchten. Nach dem ganze Hickhack im Vorfühling und der Eingewöhnungsphase aber auch kein Wunder. Wenn man alte Tauben "verpflanzt" und dann noch meine gekauften 4 Sommerjungen dazu nimmt,dann kommt meist im ersten Zuchtjahr nichts wirklich Brauchbares rüber. Zudem kam ja bei Mirko noch die am Anfang sehr starke Belastung durch den Wanderfalken hinzu,der über 40 Junge zum Opfer fielen. Insofern ist es schon ganz gut,dass doch noch einige Tauben aus dem Zuchtschlag übrig geblieben sind. Und da Mirko ja in 2019 den Zuchtschlag an einem wesentlich sonnigeren und wärmeren Standort aufbaut,was wir heute so beschlossen haben, sehe ich dem nächsten Zuchtjahr bei ihm sehr positiv entgegen.

28.09.2018: Heute Morgen durften die Tauben zur Belohnung für die gestrige Anstrengung ausgiebig baden, was sie auch wie immer sehr gut angenommen haben. Dies ist ja auch ein Indikator dafür, ob es den Tauben gut geht,denn eine kranke Taube badet nicht. Aber alles ok. Sie haben dann auch heute eine Extra-Portion Hanf bekommen, abgemischt mit Mineralith und Moorkonzentrat,damit die Akkus schnell wieder aufgefüllt werden.Ich muss sagen,die Tauben gefallen mir sehr gut,trotzdem sie jetzt natürlich immer mehr in die Mauser kommen. Vielleicht trägt auch die Versorgung mit etwas mehr Beiprodukten dazu bei,dass sie dieses Jahr deutlich stärker/früher mausern,aber das zeigt ja nur,dass sie wirklich fit sind. Das haben sie auch heute Nachmittag gezeigt,als sie schon wieder sehr schön geflogen sind. Natürlich gab es auch heute wieder Raubvogelbesuch,doch der Habicht (ein Altvogel diesmal) kam gemütlich auf halber Höhe an und setzte nur ein Mal kurz zum Angriff an. So richtig "wollte" er wohl nicht. Wenn die Tauben in der Luft sind und der Habicht von oben kommt,dann ist kaum mal ein Angriff erfolgreich. Wenn er dagegen flach und aus der Deckung beim Starten oder Landen angreift,dann steigen seine Erfolgschancen stark an. Doch an den Tagen,als der 78 und die 1050 weggekommen sind ,habe ich keinerlei Angriffe bemerkt und die Tauben haben sich auch ganz normal verhalten. Darum denke ich,dass diese Verluste nicht auf das Konto des Habichts gehen,sondern das hier ein Wanderfalke sein Unwesen treibt. Da sie den noch nicht so intensiv kennen wie den Habicht, kann ich mir gut vorstellen,dass,wenn er eine Taube vom Rand des Schwarms im Sturzflug erwischt,die Anderen dies vielleicht gar nicht so wirklich mitbekommen. Das hier mehr als ein Raubvogel zugange ist,das weiß ich schon länger.So ist das nun mal in der naturbelassenen Gegend hier. Habicht, Wanderfalke, Sperber,alles fliegt hier rum. Zum Glück fliegt aber auch noch genug Beute herum,sodass es meist noch erträglich ist. Wenn man mindestens 25-30% Verluste durch den Raubvogel noch als erträglich bezeichnen kann....aber da kann man nichts machen. Die Kröte muss man als Taubenzüchter dann wohl schlucken.

27.09.2018: Der heutige Preisflug verlief aufgrund des Kopfwindes sehr langsam. Die ersten Tauben erreichten knapp über 60 Km/h. Wieder war es so,dass die Tauben in kleinen und größeren Trupps ankamen und der größte Pulk mit etwa 60-70 Tauben kam kurz nach den Preisen an. Auch hier tippe ich eher nicht darauf,dass einige Tauben "Vorausflieger" sind (denn sonst wären immer dieselben vorne und heute sind die ersten beiden bislang "unbeschriebene Blätter") sondern das sich der Schwarm wieder unterwegs geteilt hat bzw. geteilt wurde. Es ist immer schade,dass ich nicht sehen kann, wie die Tauben ankommen,ob sie nervös sind,ob sie noch lange am Schlag fliegen etc. Dies würde ja Aufschluß über das geben,was vielleicht unterwegs los war. Nun erwarte ich auch nicht,dass die Tauben von 200 KM alle im Schwarm kommen,aber dieses "Ketchupflaschenprinzip" lässt mich doch vermuten,dass da auch heute wieder unterwegs was gewesen sein muss.Jedenfalls ist derzeit noch gar keine Tendenz erkennbar,welche Tauben am Ende vorne stehen werden,es gibt jeden Flug neue,die sich mit vorne platzieren. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein,denn so bleibt das Rennen auch spannend und viele Tauben haben die Möglichkeit,sich mit guten Ergebnissen auf den letzten beiden Flügen noch in die Top 30 zu katapultieren. Insgesamt bin ich nicht unzufrieden, sehe aber mit Besorgnis auf die weitere Entwicklung,wenn nun immer weniger Tauben in der Luft sind,die Zugvögel beginnen,wegzuziehen und die Taubenzüchter ihre Tiere nicht mehr frei fliegen lassen. Dies alles erhöht natürlich den Greifvogeldruck auf die Tauben,die dann noch unterwegs sind. Hoffen wir aber mal das Beste!

26.09.2018: Das Leben kann schon manchmal grausam sein. Da habe ich mich gefreut,dass die für mich aus 2 Meyerholz-Tauben gezogene und für Peter Fuschera aktivierte 1050 nach 2 durchgeführten Flügen 1. As-Taube ist,da muss ich heute beim Einsetzen feststellen,dass sie nicht mehr im Bestand ist. Das ist gleich doppelt traurig,da ich noch am Sonntag mit Peter telefoniert habe und er gefragt hat,ob er die Täubin eventuell nach dem Rennen haben dürfte. Ich habe natürlich zugesagt,wenn ich schon so nett gefragt werde und wollte auch gar nichts für die Täubin haben,denn unter Sportfreunden schenkt man sich auch mal was (und ausserdem reise ich nur noch mit Vögeln also war das auch kein großes Opfer). Tja und nun hat innerhalb der letzten 4 Tage der Raubvogel eine hoffnungsvolle Täubin geholt und meine Geste Peter gegenüber entwertet. Es ist schon ein Kreuz mit den Greifern. Selbst wenn man keinen Angriff sieht,irgendwie fehlen beim Einsetzen immer welche,die letztes Mal noch dabei waren. Schade für diese schöne Täubin,ich denke,die hätte vorne ein Wörtchen mitgeredet......

25.09.2018: Unmittelbar nach der Hitzewelle und Dürre scheinen wir uns gleich zum Spätherbst zu begeben,denn heute Morgen hatte ich das erste Eis auf der Frontscheibe. Nun überlege ich natürlich,wie es mit den Flügen weitergeht. Nicht nur,dass ich den Tauben zumindest die besten Temperaturen zukommen lassen will wenn sie schon immer ziemlich starken Kopfwind haben, es geht ja auch immer um die Uhr und ob die bei so niedrigen Temperaturen überhaupt vernünftig funktioniert. Ich muss sie ja immer schon am Abend vorher bzw. sehr früh am Morgen zwischen 2-3 Uhr,bevor ich losfahre für die kurzen Strecken, anschließen. Und wir erinnern uns:als die Uhr vor dem ersten Flug über Nacht im Auto lag bei 5 Grad,da hat sie ja schon mit der Zeit herumgesponnen. Nicht auszudenken,wenn ich so weit fahre,die Tauben dann ankommen und sich die Uhr aufgrund der niedrigen Nachttemperaturen aufgehängt hat. Und so tendiere ich dazu,auch den 3. Flug vorzuziehen auf Donnerstag. 11 Grad Nachts,bis 22 Grad am Tag,es ist der beste Tag der Woche. DerWind weht die ganzen Tage unverändert mit 3-4 aus Südwest,was aber immer noch besser ist als Schiebewind mit 3-4,denn bei Gegenwind können sie zumindest nicht überfliegen. Ist schon kniffelig,wnn man die optimalen Bedingungen für einen Auflass herausfinden möchte........noch kann ich ja recht flexibel reagieren,aber ab dem 04.10. ist mein Urlaub vorbei,dann muss das Wetter an den Wochenenden passen ,sonst wird es echt eng.

23.09.2018: Gerade eben habe ich erfahren, dass der Sportfreund Peter Fuschera das diesjährige Frankenland-Derby 2018 gewonnen hat.Als Zückerchen obenauf macht eine Taube von ihm gestern auf dem Preußen-Derby für das Team Sylt den 39.Konkurs. Peter ist ja in der OLR-Szene ein bekannter Züchter,der u.a. letztes Jahr das Preußen-Derby und das Upland-Derby gewonnen hat. Der hat schon echt gute Tauben. Derzeit steht eine Taube aus seinem Team auch bei meinem Derby ganz vorne,allerdings ist das eine von den für mich gezogenen aus dem Meyerholz-Tauben,die er für eine abhanden gekommene Taube aktiviert hat. Ich habe mich für diesen symphatischen Plattsnacker,mit dem ich vorgestern noch telefoniert habe, sehr gefreut. Glückwunsch, Peter!!!:-)
Die Derbytauben waren gestern und vorgestern draußen und haben trotz (oder wegen?) des starken Windes sehr gut geflogen. Nur heute bei angesagten Sturmböen bis 110 Km/h werden sie wohl drin bleiben müssen.Aber schauen wir mal. Überhaupt muss man ganz deutlich den Hut vor den Tauben ziehen,denn je weiter die Mauser fortschreitet,desto anstrengender ist das Fliegen ja für die Tiere. Und unter diesen Bedingungen ein paar hundert Kilometer gegen den Wind zu fliegen,dazu gehört schon was. Eine ganz starke Leistung aller Tauben,die sie da vollbringen. Der Respekt darf also nicht nur an die Preistauben gehen. Sie alle, ob sie nun rechtzeitig oder ein paar Minuten später kommen, zeigen damit,dass sie fit sind,dass sie Heimkehrwillen haben und auch mit halbem Anzug alles geben, um nach Hause zu kommen.Brieftauben sind wirklich richtig tolle Tiere!!!

21.09.2018: Ich würde mal mit dem Blick aufs derzeitige Wetter vormeinem Fenster sagen: alles richtig gemacht mit der Verschiebung. Ist einfach besser für die Tauben,denn das sind ja Lebewesen,die unserer "Willkür"ausgesetzt sind und so haben wir als Züchter dann auch die Verantwortung,ihnen nur etwas zuzumuten ,was die Meisten auch gut bewältigen können.Derzeit fehlen noch,wenn ich es recht im Blick habe, 4 Tauben. Und beim Einsetzen habe ich anhand der Satzliste festgestellt,dass innerhalb des Zeitraums vom 1.zum 2. Preisflug wieder 2 Tauben am Haus weggekommen sind. Zu allem Überfluss hat sich die 257 von der SG Kanitz,die am 1. Preisflug noch einen schönen Preis macht, unter der Woche am Flügel verletzt,sodas auch sie für den Rest des Derbys ausfällt. Ist echtes Pech für meinen Kumpel Claus: 250 und 257 verletzt, 254 vom 1. PF nicht zurückgekehrt. Und so werden aus 5 Tauben im Rennen ganz schnell mal nur noch 2. Aber da kann man nichts machen,die Raubvögel verteilen eben keine Symphatiepunkte........

20.09.2018: So, der 2. Preisflug ist nun auch Geschichte. Mit mäßigem Gegenwind erreichten die ersten Tauben bei Auflas um 08:00 Uhr um exakt 10:30 Uhr den Heimatschlag. Allerdings muss unterwegs etwas gewesen sein,denn die Tauben hatten sich offenbar in mehrere Gruppen getrennt,die auch mit jeweils deutlichem Abstand ankamen,wodurch sich die Konkursdauer von gut 25 Minuten ergibt. Der Hauptteil der Tauben kam erst gegen 11 Uhr am Schlag an. Ich denke nicht,dass die anderen beiden Gruppen derart schneller geflogen sind sondern das etwas den Schwarm geteilt hat woraufhin die Gruppen unterschiedliche Richtungen nahmen. Es liegt nahe,dass dies wieder ein Raubvogelangriff war. Bis um kurz nach 12 Uhr hatte sich aber ein Großteil der Tauben eingefunden.Nun gilt es die Daumen zu drücken,dass es auch die restlichen Tauben noch nach Hause schaffen,obwohl es für einzelfliegende Nachzügler ja immer sehr gefährlich ist. Insgesamt bin ich aber mit dem Flug durchaus zufrieden.

18.09.2018: Derzeit tendiere ich dazu,den 2. Preisflug auf Donnerstag, 20.09., vorzuziehen,da ab Freitag eine deutliche Wetterverschlechterung mit Regen, Temperatursturz und starkem Wind angesagt ist,die sich bis in die nächste Woche reinziehen soll. Ab nächsterWoche Dienstag/Mittwoch soll sich das Wetter dann wieder beruhigen. Nun ist es ja nicht selten so,dass sich Voraussagen im Laufe der Tage deutlich ändern,aber derzeit tun sie das eher zum Schlechteren als zum Besseren. Ich stehe laufend im Kontakt mit 2 erfahrenen Flugleitern,die mir ebenfalls empfohlen haben,den Flug am Donnerstag durchzuführen,wenn sich an den Prognosen nicht deutlich etwas zum Besseren ändert. Von den Tauben her wäre das kein Problem,denn die sind topfit und haben vom letzten Flug keine Mängel davongetragen. Ich werde mal bis Morgen Mittag abwarten und dann eine Entscheidung treffen.

16.09.2018: Gestern habe ich mich sehr für den Teilnehmer Lutz Thomzyk (Team LuMaBs) gefreut,denn nach dem sehr guten Ergebnis auf dem Ostseflug Usedom hat er gestern auch in der RV Braunschweig den 1. Konkurs geflogen.Glückwunsch!
2 der fehlenden Tauben sind nach Hause gekommen und auch noch eine,die schon länger weg sein muss,denn sie hat keinen Tipesring um. Ich glaube,das ist eine,die noch vom 2. Vorflug am 29.08. fehlte.Finde ich sehr schön,dass auch nach längerer Zeit noch Tauben nachkommen. Wenn der Geier sie nicht gerade holt,ist dieses zwanglose Herumtollen auf dem Rasen das beste Training zum Überleben im Feld. Ich habe es ja auch schon letztes Jahr erlebt,dass Tauben teils nach Wochen noch nach Hause kamen,in der Summe viel mehr als bei Sportfreunden,wo die Tauben nur die Luft oder den Schlag kennen. Wo es also möglich ist,kann ich nur dazu raten,die Jungtauben "gammeln" zu lassen. Es bringt wirklich was. 21 Uhr: gerade habe ich gesehen,dass der 252 (Nestbruder 251) bei der SG Kanitz in der RV Südholstein einen guten Preis auf dem Endflug fliegt,nachdem er die beiden Flüge davor jeweils Schlagerster war. 251,die bei meinem Derby startet, und 252 sind Kinder aus der Verpaarung 476 x 949. Diese beiden Tauben hatte ich dem Claus im Frühherbst 2016 geschenkt. Der 476 wird in 2016 bei mir 1.As-Vogel der RV mit 13/11 Preisen(eigentlich 12 wenn auf dem letzten Flug nicht die Anlage ausgefallen wäre) und die 949 ist eine Originale von Kanitz,die ich zusammen mit 4 Anderen meinem Vater 2013 als Geburtstagsgeschenk gekauft hatte. Diese Täubin fliegt in ihrer Karriere fast nur Spitze und insgesamt 5x 1. Konkurs in der RV. Zwei Mal schlägt sie dabei nur um Sekunden den 476 von meinem Schlag. Als es sich 2016 abzeichnete,das mein Vater ins Pflegeheim musste und ich keine Motivation mehr für das RV Spiel hatte,habe ich diese beiden kurzerhand dem Claus geschenkt,damit sie in gute Hände kommen und die Nachzucht vernünftig getestet werden kann. Wie das so ist,gingen 2017 fast alle Kinder in irgendwelche Zuchtschläge und die einzige Täubin,die reisen sollte,wurde vom Greif übel zugerichtet,also ebenfalls nur Zuchtschlag. Dieses Jahr aber kommen nun endlich einige Kinder zum Reisen und siehe da: der 252 wird gleich beste Jungtaube beim Claus! Da ist man doch gespannt darauf,was die 251 jetzt beim Derby so reißen kann. Beim 1. Flug fällt sie ja um 1 Minute aus den Preisen.
Das es diese Familie aber kann,bewies schon der 91 von 2017,der beim Heidederby 2017 noch 9.As-Taube wurde,obwohl er am Endflug keinen Preis machte,mit einer schweren Greifvogelverletzung noch nach Hause kam und dann in der Nacht nach dem Endflug verstarb. Dieser 91 stammt aus dem 55, einem Sohn der 949 die dort an einen Sohn aus dem 592 von Vater gepaart war.Der 592 fliegt über 60 Preise und wird 1999 und 2002 mit jeweils 12/12 RV Bester Vogel. Den 55 habe ich Claus zusammen mit dem Pärchen 476 x 949 in 2016 geschenkt. Es wird sicherlich spannend zu sehen,was diese Familie in den nächsten Jahren bei Claus und auch bei denen fliegt,die Junge aus dem Paar bekommen haben.......

15.09.2018: So schön und glatt der Flug gestern auch gelaufen ist,es fällt eins auf,was auch sonst auffällt: was Abends nicht da ist,kommt auch nicht mehr. Die 5 Tauben,welche gestern um 16 Uhr fehlten,die fehlen auch heute (Stand 12 Uhr) noch. Also scheint es tatsächlich so zu sein,dass es so viele Raubvögel gibt,dass die ganzen Nachzügler und Einzelflieger alle weggeputzt werden. Das ist schon eine sehr traurige Entwicklung in der Natur,die wir da durch den einseitigen Speziesschutz für Raubtiere durch die großen Naturschutzverbände erleben müssen. Und wenn man da etwas weiter denkt,dann trifft es ja nicht nur Nachzügler,die mit dem Schwarm nicht mitkommen. Es trifft dann auch genauso die richtig GUTEN Tauben,welche sich bei weiteren Entfernungen frühzeitig aus dem Schwarm lösen und dann eben AUCH einzeln fliegen. Welcher Züchter hat es nicht schon mal erlebt,dass eine richtig gute Taube von einem  völlig normalen Flug nicht nach Hause gekommen ist? Genau das ist dann passiert,was ich oben beschrieben habe. Einzeln fliegende Tauben,egal ob Nachzügler oder Vorausflieger, tragen praktisch eine Zielscheibe auf dem Rücken.

14.09.2018: Gott sei Dank lief der erste Preisflug heute ganz glatt über die Bühne. Der Tag ging denkbar schlecht los,denn das ich die Uhr im Auto über Nacht hatte,hat sie mir wohl übelgenommen und zeigte heute beim Anstellen eine ganz verrückte Zeit. Aber zum Glück verrechnet das Programm ja die Zeit,deswegen stehen da auch in der Liste -21666 Sekunden. Das wäre es ja noch gewesen,dass ich den 1. Flug hätte streichen müssen,die ganze Fahrerei und Mühe umsonst. Puh! Das war das erste Mal Glück. Das zweite Mal Glück war,dass sich die Tauben nicht von den nicht idealen Wetterbedingungen haben aufhalten lassen. Als ich um 08 Uhr die Klappen öffnete,war am Auflassort nur leichter Bodennebel,aber schon sehr gute Sicht. Bei der Fahrt nach Hause stellte ich aber fest,dass es stellenweise doch sehr sehr neblig war. Aber offenbar sind die Tauben in einer Höhe geflogen,wo die Luft bereits klar war,so dass es mit dem Bodennebel keine Probleme gab. Doppeltes Puh!
Derzeit (13 Uhr) fehlen noch einige wenige Tauben. Jetzt muss nur noch die Übermittlung zu RIRO klappen,dann bin ich zufrieden. Die Preisliste habe ich jedenfalls auch nochmal gescannt und hier eingestellt. Insgesamt also ein guter Flug mit dem ich zufrieden bin.

13.09.2018: Die Situation mit dem Raubvogel wird immer kritischer. Ich glaube auch,dass es mehr als einer und auch mehr als eine Art ist,die hier nur darauf wartet,dass die Tauben rauskommen. Ich habe bereits zwei verletzte Tauben,die nicht mehr reisetauglich sind ( CH 15259 von der SG Wirz und 04972-250 von der SG Kanitz),beide mit Flügelverletzungen und die 15259 noch dazu mit einer tiefen Fleischwunde an der Brust. Zudem fehlt seit dem Freiflug gestern am Haus der schöne Schwarzscheck Nr.78 vom Sportfreund Christian Bär. Allerdings habe ich gestern keinen Angriff bemerkt und die Tauben haben sich auch nicht so präsentiert. Da der 78 aber auch gerne mal seine Runden alleine fliegt,kann es natürlich sein,dass die anderen Tauben keinen Angriff bemerkt haben,erst Recht nicht,wenn das der Falke ist,der ja blitzschnell von oben kommt.Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben,dass der 78 noch im Laufe des Tages kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering,aber wer weiß. Das wird wohl noch ein heißer Herbst hier,da kann ich nur hoffen,dass ich an den Flugtagen immer jemanden finde,der im Garten aufpasst,damit er zumindest nicht zwischen die Tauben geht,die vom Flug kommen.Ist schon belastend,diese Überpopulation.......

12.09.2018: Gleich heute Morgen war eine Mail des Verrechners im Postfach,was zu tun ist. So lobe ich das mir! Keine halbgaren Auskünfte am Telefon sondern ganz klare Anweisungen,so,so, so. Heute Morgen sind noch 2 Tauben im Sputnik gewesen und 2 sind angekommen,als ich im Garten war. Beide brachten jeweils eine fremde Taube mit. Eine flog dann weiter und eine ging rein, eine Polin von diesem Jahr. Wer weiß,wo die sich getroffen haben. Derzeit fehlen also noch 7 Tauben "Offiziell",da kann es natürlich auch sein,dass da welche bei sind,die von der Antenne bei der Massenankunft nicht erfasst wurden.Die Tauben machten heute morgen schon wieder einen sehr fitten Eindruck trotz des anstrengenden Fluges gestern. Derzeit tendiere ich dazu,den 1.Preisflug von Samstag auf Sonntag zu legen,weil dort eindeutig besseres Wetter sein soll,aber da werde ich Morgen Abend nochmal in die Vorhersagen schauen.

11.09.2018, Nachtrag: Man gut ,dass ich nicht so vertrauensselig bin, jeden Bären zu glauben,den man mir aufbinden will. Man gut,dass ich diesen Testflug durchgeführt habe. Denn entgegen der Aussage des Herrn B. von der Firma R. ist es halt NICHT so,dass auch die Tauben der in 2018 neu aufgenommenen Züchter/Teams beim Preisflug aus dem Sammelzüchter heraus automatisch übernommen werden. Dies geschieht, o Wunder, nur bei den Züchtern,die schon 2017 mitgemacht haben. Ich könnte im Kreis kotzen!!!
Aber noch ist ja Zeit. Habe also heute gleich eine Mail an die Firma R. geschrieben und die "Preisliste" angehängt sowie um Benachrichtigung gebeten,wie man das jetzt noch bis zum Wochenende hinbekommt. Vielleicht bekomme ich dieses Mal ja sogar eine Rückmail. Da warte ich ja von meinen beiden letzten Mails bis heute drauf.....
Hier könt ihr euch mal das "Kunstwerk" ansehen.


Toll,oder? 93 Tauben beim Sammelzüchter,der hat richtig abgesahnt.......die gute Nachricht ist: Stand 16 Uhr fehlten nur noch 12 Tauben. Da werden sicherlich noch einige kommen.



11.09.2018: Der fünfte und letzte Vorflug verlief heute aufgrund des sehr böigen Gegenwindes langsam und die Tauben,die nicht mit dem Hauptschwarm ankamen,schleppen sich so über den Tag ran. Das wird sicherlich in paar Federn gekostet haben, Genaueres werde ich dann ja beim "Auswerten" des Fluges ab 16 Uhr sehen. Ich habe die Tauben ja heute Morgen zum Test-Flug über die Antenne eingesetzt. 174 Tauben sind eingesetzt worden, 1 ist mir in der EST entwischt und 4 sind zu Hause geblieben.
Obwohl dieser Vorflug nun wirklich kein Zuckerschlecken für die Tauben ist/war,muss man doch eins festhalten: alle Bedingungen heute waren ideal....bis auf den Wind. Leichte Bewölkung,eine bombige Fernsicht,20 Grad beim Auflass. Nur eben SW-Wind in Stärke 3-4 mit starken Böen. Das sind ganz reelle Bedingungen aber natürlich nichts für Leute,die jeden Flug 1700 m/min sehen wollen. Doch wenn bei einer Taube allein schon starker Kopfwind ausreicht,damit sie von 90 KM Probleme mit dem nach Hause kommen hat......ganz ehrlich,wollen wir dann so eine Taube haben? Derzeit sind Stand 14:45 Uhr 157 Tauben auf der Uhr. Wir werden mal schauen,was da noch so kommt. Ich bin jedenfalls nicht unzufrieden.Die Tauben mussten heute ordentlich arbeiten und die Meisten haben dies auch sehr gut gemacht.

10.09.2018: Der 4.Vorflug gestern verlief absolut reibungslos und zufriedenstellend. Dafür war dann heute wieder das junge Habichtmännchen mehrmals zwischen den Tauben. Aber damit müssen sie umgehen.Man weiß ja schon,das was im Busch ist,wenn man in den Garten kommt und keine Taube in der Voliere sitzt. Manche Züchter raten ja,nach einem Angriff die Tauben ein paar Tage drin zu lassen,aber dann kämen bei uns die Tauben rund ums Jahr nur alle 4 Tage nach Draußen. An der Raubvogelüberpopulation kann man auf legalem Wege nichts machen und so bleibt uns Züchtern und auch den Tauben nichts anderes übrig,als die Situation anzunehmen und irgendwie mit ihr klarzukommen. Gott sei Dank ist der Jungspund derzeit noch zu dösig,um wirklich gefährlich zu werden,aber erschrecken und stressen tut das die Tauben ja doch.
Beim Ostseeflug Usedom ist am nächsten Tag um 18:35 Uhr die letzte fehlende Taube aus meinem Team eingetroffen. Sie hatte bis dahin 3/3 und war aus dem Team die Beste. Die Wertigkeit dieses Endfluges mit 1700m/min ist natürlich geringer als bei einem reellen Flug mit um die 1000 m/min,aber lieber so als Katastrophe. Trotzdem wünscht man sich schon irgendwie ein bischen mehr fordernde Flüge.Aber soll man jetzt dem Mirko auch noch einen Vorwurf daraus machen,dass er sein Rennen immer so glatt durchbügelt? Denn eins ist auch klar: selbst bei so starkem Rückenwind musst du so eine Horde erstmal dahin bekommen,dass sie 500 KM als Jungtier so locker packt!
Bei mir steigt Morgen der 5.und letzte Vorflug. Diesen werde ich als Test-Preisflug gestalten,die Tauben also ganz normal wie beim Flug auch über die Antenne "Einsetzen" und dann eine Liste "auswerten" um zu sehen,ob das alles so richtig war, was mir der nette Herr B von der Firma R. da so alles erzählt hat. Ich bin da ja eher skeptisch. Aber das werden wir Morgen ja sehen........

09.09.2018: Diese Mail erreichte mich gerade vom Sportfreund Christian Bär:
Danke für Deinen Tagebuch Eintrag und für die Glückwünsche, denn Karl und ich bringen wenigstens je 1 Taube ins Geld.
Aber was mich besonders freut ist der 20. Platz meines Arbeitskollegen Portner Hubert mit einer von mir gezogenen Taube.
Desweiteren fliegt noch 1 weitere von mir gezogene Taube, welche meine Schwägerin aktiviert hat ins Geld dh. also 4 Tauben
mit "unserer" Beteiligung im Geld, doch nur je 1 für Karl und mich.
 Die Nr. 100 auf dem 20. Platz ist das Nestgeschwister von der Nr. 99, welche in Upland heute auf 380 Km mit ca. 1300m/Min.für mich den tollen 29. Platz erringt.
Ich glaube der Endflug in Upland mit 380 Km und der Geschwindigkeit, war schwerer als Mirko's "Windflug".
Ja,der Christian beschickt ja seit einigen Jahren nur noch OLR und man merkt,dass er die richtigen Tauben dafür auf dem Schlag hat.Sicherlich für den Einen oder Anderen,der sich mit dem Gedanken trägt,sich intensiver an OLR zu beteiligen, eine gute Anlaufstelle,nicht nur wenn es um Tauben,sondern auch um die Erfahrungen geht,welche Tauben man nach welchen Kriterien für welches Rennen aussuchen muss.Einfach mal den Christian ansprechen,der hilft sicherlich gerne weiter.

08.09.2018: Heute wurde der Endflug beim Ostseeflug Usedom von Bad Bentheim (500KM) durchgeführt. Bei sehr starkem Schiebewind erreichen die ersten Tauben beim Auflass um 08:45 Uhr bereits um 13:34 Uhr den Heimatschlag mit über 100 Km/h. Innerhalb von 30 Minuten waren an die 900 der 1600 eingesetzten Tauben zu Hause. Meine Teamtauben erreichen den 346.,406. und 903.Konkurs. Aktuell (14:20 Uhr) sind 2 noch unterwegs,ausgerechnet die beiden,die sich bislang noch am Besten geschlagen haben. Aber die kommen auch noch. Also keinerlei Preisgelder für mich heute.
Sehr gefreut habe ich mich für den Teilnehmer Lutz Thomzyk (Team LuMaBs). Er erreicht den 7. und 49.Konkurs und sahnt damit richtig gut ab. Auch die Teilnehmer Christian Bär und Karl Urlberger haben je eine Taube in den Preisgeldern. Meinen Glückwunsch an diese Sportfreunde!

06.09.2018: Das ab und an mal auf der Reise eine Taube ohne Tipesring wiederkommt,das kennt man ja. Die 1,35€ sind für manchen Züchter wohl eine zu große Versuchung und da beim Zuordnen wohl in keiner EST so wirklich hingeguckt wird,ist das Risiko,erwischt zu werden,auch recht gering. Aber Schwamm drüber,soll der "Sportfreund" den Ring ruhig behalten wenn er dafür die Taube vernünftig versorgt. Dieses Jahr habe ich es heute aber schon zum dritten Mal erlebt,dass eine Jungtaube ohne Telefonring nach Hause kommt. Was soll sowas??? Der materielle Wert dieser Ringe ist ja marginal und verwenden kann der Züchter ihn auch nicht. Da fällt mir nur ein Grund ein: Boshaftigkeit,reine Schikane. Es gibt nicht viel,was in den letzten Jahren vom Verband kam,das meine Zustimmung findet,aber die Telefonringpflicht ist da die Ausnahme. Ich finde das eine sehr gute und richtige Sache. Und deswegen ärgert es mich einfach,wenn irgendjemand meint,er müsse meinen Tauben diesen Ring abnehmen.
Trotzdem freue ich mich natürlich,dass heute wieder eine Taube heimgekehrt ist.

05.09.2018: Heute gab es ein Ereignis am Schlag,wo ich froh bin,dass es dafür einen Zeugen gibt. Gegen 11:30 Uhr war ein Sportfreund aus der RV bei mir am Garten,weil er mich beim Rasenmähen gesehen hatte. Und als wir da so stehen und fachsimpeln,da kommt auf einmal von hinterm Schlag das junge Habichtmännchen an und setzt sich auf die Voliere! Kaum das er saß,sah er uns und schwupps! war er weg. Wer weiß,wie oft er auf oder in der Nähe des Schlages sitzt,wenn man nicht im Garten ist. Bemerkenswert aber auch die Reaktion der Tauben. Keine Panik,keine Hast,kein wildes Umherflattern. Die,welche in der Voliere saßen,gingen zügig und geordnet rein und die,welche im Ausflug daneben saßen,blieben einfach sitzen. So, als ob sie wüssten,dass er nicht zu ihnen kann. Im Freiflug sieht das Verhalten dann schon ganz anders aus. Also sind sie die Anwesenheit von Raubvögeln wohl schon gewohnt. Man kann sich aber gut vorstellen,was passiert,wenn niemand im Garten ist und eine einzelne,müde Nachzüglerin vom Flug ankommt........

04.09.2018: Es ist jetzt 13 Uhr und beim Ostseerennen in Neustadt/Holstein fehlen vom gestrigen 210 KM Flug bei Auflass um 09:00 Uhr immer noch über 300 Tauben von 1367 Eingesetzten. Das geht doch irgendwie alles nicht mehr mit rechten Dingen zu was da bei Auflässen deutschlandweit dieses Jahr abgeht. Alles sehr merkwürdig. Der einzige Flugveranstalter, der regelmäßig sehr saubere Flüge produziert,ist der Mirko Jäger beim Ostseeflug Usedom. Was macht der denn richtig,was bei anderen falsch läuft?
Heute Morgen habe ich die Antennen auf den Ausflügen angebracht. Während dieser Zeit um 09 Uhr herum kamen noch 4 Tauben nach,sodass jetzt nur noch so 4-5 fehlen. Vielleicht sind die ja auch schon jetzt da,das werde ich ja sehen,wenn ich nachher zum Schlag fahre. Nach der Montage der Antennen habe ich eine Sammelkotprobe genommen und zu meiner Tierärztin vor Ort gebracht. Das mache ich immer Anfang des Monats um zu sehen ,ob dort der parasitologische Befund in Ordnung ist. Heute werde ich dann auch die Tipes-Ringe aufziehen und die zweite Anwesenheitskontrolle durchführen.

03.09.2018: So,heute dann wieder um 04 Uhr aufgestanden und die Tauben für den 3. Vorflug eingepackt. Sollte man im Urlaub nicht eigentlich ausschlafen? Naja....die Tauben stehen jetzt wieder in der EST und ich habe auch gleich wieder die Tränkrinnen mit Wasser und Hanf befüllt. Diesen Trick habe ichvor 2 Jahren im Internet von einem schweizer Züchter gelesen und dieser Tipp ist echtes Gold wert. Die Tauben versuchen,den Hanf zu picken und kommen mit dem Schnabel ins Wasser. Innerhalb kürzester Zeit haben alle Tauben so das Saufen aus der Tränkrinne im Kabi gelernt. Es funktioniert echt super und ich kann es jeder RV nur ans Herz legen zumindest auf den ersten Touren dies genauso zu handhaben um den Tauben das Saufen im Kabi beizubringen. Top Sache!!!
Dann wollen wir mal schauen,wie sie sich heute von 30 KM schlagen und ob der Graue uns diesmal in Ruhe lässt. 2 Tauben sind zu Hause geblieben,die haben mir beim Greifen im Dunkeln noch nicht genug Volumen gehabt. Vermutlich Spätheimkehrer. Anhand der eingesetzten Tauben habe ich dann auch festgestellt,dass vom letzten Mal noch etwa 10-12 Tauben fehlen. Eigentlich zu viel für einen 15 KM Flug aber wer weiß,wo die hingeknallt sind als der Graue dazwischen war. Gemeldet wurde bisher nur die eine,die ich abgeholt habe,und die saß ja nicht weit weg,sonst ist es das Schweigen im Walde. Also: Daumen drücken das heute alles glatt läuft!16 Uhr: auch mit dem heutigen Vorflug von 30 Km bin ich nicht so recht zufrieden. Zwar war bereits die Hälfte da,als ich im Garten ankam,aber die andere Hälfte paddelt sich so nach und nach den ganzen Nachmittag über ran. Und das Kurioseste: von 5 alten Tauben sind noch 4 unterwegs,aber die beiden holländischen Pflegefälle,die ich heute nur mit hatte,damit sie abhauen,die sind da! Ich verstehe das alles nicht mehr,was da mit den Tauben heutzutage los ist. Fast ideale Bedingungen,nur eben leichter Sonnennebel und etwas stärkerer Rückenwind,schon dreht ein Teil der Tauben wieder durch und fliegt wer weiß wohin. Mal ehrlich,von einem 30 KM Trainingsflug,da müssen die Tauben zusammen im Schwarm kommen und zwar VOR mir. Aber derzeit fehlen wieder so 20 Tauben. Ja,ok,die werden mit Masse noch rankommen,aber mal ehrlich,wenn man seine Tauben bald nur noch bei idealem Taubenwetter auflassen kann wenn man einen glatten Flug haben will, wo steht denn dann die deutsche Reisetaube derzeit? Haben wir denn nur noch Schönwetterflieger auf den Schlägen,die bei der kleinsten Abweichung von der Ideallinie schon Schwierigkeiten bekommen? Das lässt einen doch nachdenklich werden......

02.09.2018: Der gemeinsame Flug gestern mit den RVen Uelzen,Lüneburg und Harburg war aufgrund der Herausforderung,sich aus einem so großén Schwarm in ein so großes Gebiet aufzuteilen, für die jungen Tauben nicht einfach,obwohl der Konkurs in einer relativ kurzen Zeit um war. Doch beim Auswerten fehlte im Schnitt noch ein Drittel der Tauben. Allerdings habe ich im Allgemeinen keine Bange,dass die Tauben nicht gut nachkommen,denn es ist bestes Wetter und so weit können sie ja nicht abgetrieben worden sein. Von daher glaube ich,dass die fehlenden Tauben entweder sogar noch gestern Abend oder heute im Laufe des Vormittags überall gut nachgekommen sein werden.
Gestern erreichte mich eine Mail von meinem guten Freund Roli Wirz aus der Schweiz. Eine seiner Tauben fliegt auf dem wirklich sehr harten Semi-Finalflug beim Derby Corabia von 515 Km den 3. Konkurs! Toll! Sie ist ein Vollgeschwister zur 1. As-Taube Heidederby 2017. Hat mich für den Roli sehr gefreut,auch wenn ich solche überharten Flüge an sich nicht gut finde.
Ebenfalls einen schweren Flug gab es beim Endflug des DanishPigeonRace (Dapirace) von Göttingen(400KM). Der Sportfreund Dirk Gebert aus Norwegen fliegt dort einen hervorragenden 25.Konkurs heraus.Auch hier habe ich mich sehr für den Sportfreund gefreut.
Mein Kumpel Mirko Werner fliegt in der RV Uelzen und Umgebung auf dem 350-KM-Flug ein sehr schönes Ergebnis mit 33/18 ein. Dieses Mal schlagen sich die Nachzuchten aus dem Meyerholz-Tauben besser als die Originale.
Mein Freund Mathias Frank aus der RV Wismar erringt gestern die Bronzemedaille mit den Jungtauben. Auch hier sind Originale von Manfred tatkräftig mit beteiligt. Glückwunsch an alle Sportfreunde!
Meine 5. Teamtaube beim Ostseeflug Usedom ist auch wieder da, gestern um 18 Uhr ist sie am Heimatschlag angekommen. Dann müsste sie ja eigentlich auf dem Endflug den Jackpot holen,denn der Endflugsieger vom letzten Jahr ist auf dem Flug davor auch erst am nächsten Tag gekommen. Wollen wir mal hoffen....
Ich möchte euch auch an dieser Stelle mal auf den HDP- Videokanal des Sportfreundes Dieckmann hinweisen. Der hat nämlich auch  Tauben in Usedom und zieht mir auf den Preisflügen regelmäßig das Fell über die Ohren:-). Er kann also keine so schlechten Tauben haben,auch wenn es in der RV mit den Jungen dieses Jahr sehr bescheiden läuft. An den Tauben kann das nicht liegen, Großer!;-) Schaut euch die Videos auf youtube gern mal an, sind echt gut gemacht.


01.09.2018: Gestern war beim Ostseeflug Usedom der 3. Preisflug von 325 KM. Das ist schon mal eine Strecke,die fliegt nicht jede Jungtaube im ersten Jahr in der RV. Bei Auflass um 10:30 Uhr kommen die ersten Tauben um 14:08 Uhr mit knapp 1450 m/min an. Meine Tauben machen den 263.(14:21Uhr),670.(14:34 Uhr),679.( 14:34 Uhr)und 767.( 14:36 Uhr) Konkurs. Die fünfte Taube ist leider bis jetzt nicht zurückgekehrt. Auf dem Endflug wäre also keine Taube in den Geldpreisen gewesen aber trotzdem bin ich mit dieser Leistung recht zufrieden,auch wenn es sich andeutet,dass da keiner dabei ist,der mal in die Spitze geht oder alleine fliegt sondern das es wohl alles reine Schwarmflieger sind. Aber auf den Endflügen hat man ja schon die dollsten Sachen erlebt. Schauen wir also mal....
Eine dolle Sache habe ich auch gestern erlebt. Beim Einsetzen spricht mich mein Kumpel Dieter an: "Sag mal,du hast doch auch Schweizer Tauben,oder?" Ja,habe ich. "Haben die keinen Telefonring um?" Doch,alle meine Tauben haben Telefonringe. "Ach so,dann ist die nicht von dir,ich habe nämlich gestern Abend eine Schweizerin bei mir auf der Voliere gefangen." Na,dachte ich,dann kann die ja nicht von mir sein. Die hätte ja 1.) einen Kennring und 2.) würde sie ja zu mir fliegen anstatt bei Dieter auf der Voliere zu landen. Ich wollte mir dieTaube trotzdem angucken und dann eventuell über meine Schweizer Sportfreunde melden. Und was soll ich sagen? Es war eine Taube von meinem Derby! Da schafft die es vom Kopf her nicht, die 100 Meter über die Bahn zu meinem Schlag zu fliegen???? Und wo ist der Telefonring geblieben??? Sachen gibt es in der Realität,die könnte sich kein Drehbuchschreiber ausdenken......

31.08.2018: ich bin sehr stolz auf meine Tauben,denn trotz tiefhängender Wolkendecke und ständigen,teils starken, Schauern ist gestern ein Großteil der noch fehlenden Jungtauben heimgekehrt. Eine werde ich heute Nachmittag noch von einem Taubenzüchter ca. 30 Km von mir entfernt abholen,die wurde gestern gemeldet. Insgesamt also noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Jetzt gilt es,die Tauben zu beobachten und einzuschätzen,ob ihnen dieses Erlebnis zugesetzt hat. Deswegen habe ich auch beschlossen,den nächsten Trainingsflug vom Sonntag auf den Montag zu schieben. Die 2. Anwesenheitskontrolle mit Anlegen der Tipes-Ringe wird dann am Dienstag sein.
Heute Abend setzt die RV zum 3. Jungtierpreisflug ein. Die 3 Rven des Regios fahren zusammen und lassen zusammen auf. Einige Züchter haben vor diesem Flug Angst,denn sie befürchten,dass die größere Masse an Tauben der RV Harburg unsere Jungen zu weit nördlich hochzieht. Ich allerdings sehe die Sache eher positiv. Je eher sie lernen,sich aus dem großen Schwarm zu trennen,desto besser. Als Jährige oder spätestens auf dem Jungtier-Regioflug hätten sie es eh gemusst. Ein weiterer Vorteil,wenn die RV Tauben nach Norden gezogen werden: unsere EST wird nicht so stark von den südlichen Spezi-Schlägen dominiert. Aber natürlich wird auch Morgen dort die Masse an Preisen gemacht,doch vielleicht bekommen wir ja wieder die Spitze ab. Wir werden sehen.

30.08.2018: Der 2. Vorflug von 15 KM verlief gestern sehr schleppend und abends beim Klappen zumachen fehlte noch ein Teil der Tauben. Da sie geschlossen abzogen aber sehr zersplittert und spät ankamen (ein etwas größerer Trupp von 30 Tauben, der Rest einzeln oder zu zweit/dritt) sowie sehr nervös waren,tippe ich mal auf Raubvogelangriff(e). Es ist echt eine Plage mit den Biestern! Da mit meinen Tauben auch eine Taube eines Uelzener Züchters reinging sind sie also wohl an der Bundesstraße lang über Uelzen gezogen und in Uelzen auf dem Fernsehturm nistet seit Jahren ein Wanderfalkenpärchen,welches dieses Jahr 3 flügge Jungtiere hat. Sollten diese 5 Falken einen gemeinsamen Angriff auf den Schwarm durchgeführt haben,wäre so ein Verlauf durchaus denkbar.Dafür spricht auch,dass 2 Tauben bereits verletzt angekommen sind,aber nichts Ernstes. Als Züchter bleibt man da natürlich frustriert und auch ratlos zurück. Die Flüge müssen durchgeführt werden,aber die Raubvogelsituation wird ja nicht besser. Man muss dann jeden Flug hoffen,dass man schlicht und ergreifend Glück hat und der Schwarm unbehelligt durchkommt. Diese eigene Machtlosigkeit ist ziemlich bedrückend. Schade Schade. Ich hoffe nur,dass trotz sehr tiefer Bewölkung und Schauern heute noch viele Tauben den Heimatschlag finden. Denn wie immer bei solchen Flügen fehlen auch noch einige Tauben, an die man selbst geglaubt hat, z.B. die 251 von der SG Stumme und auch andere. Tja, schöner Schiet, Mittelfinger-Mittwoch halt. Das drückt meine Laune jetzt natürlich ziemlich runter. Aber das Leben und das Derby geht weiter. Es hilft ja alles Klagen nichts, man muss die Situation annehmen, wie sie ist. Mund abputzen,weitermachen und hoffen hoffen hoffen...........

29.08.2018: Heute Morgen um 04 Uhr war meine Nacht dann auch wieder vorbei,da ich die Tauben für den 2.Vorflug eingekorbt habe. Sie stehen jetzt in der Einsatzstelle und warten darauf,dass ich sie nachmittags abhole und auflasse. Das Tränken übernimmt heute mein Kumpel Dieter,danke Dieter!! Ist immer schön,wenn man ein paar Leute in der Hinterhand hat,auf die man sich wirklich verlassen kann.
Verlassen kann man sich anscheinend nicht so recht auf den Verrechner RIRO. Vor einigen Wochen habe ich ja die Zuordnungsliste und die Züchterliste hingeschickt,damit diese dort zusammengefasst werden wie letztes Jahr. Bislang bekam ich weder Mail noch Post zurück. Auch 3 Mails, u.A. mit 3 Nachmeldungen,blieben unbeantwortet. Nach mehrmaligem erfolglosen Versuchen,dort jemand ans Telefon zu bekommen, habe ich es dann gestern doch mal geschafft. Ich muss sagen,ich war von dem Gespräch sehr enttäuscht. Der Herr B. war gelinde formuliert nicht sehr höflich und das Erste ,was ich hörte,als ich die völlig fehlende Resonanz ansprach war " ja sollen wir jetzt unsere ganzen anderen Kunden für sie zurückstellen oder was?" (exakter Wortlaut). Nein,aber zumindest auf eine Mail kann man doch eine kurze Antwort schreiben..........naja. Angeblich ist es nun aber so,dass RIRO die Zuordnung der registrierten Tauben aus dem Sammelzüchter gar nicht vornehmen muss (dann frage ich mich ja,warum sie das letztes Jahr machen mussten) sondern das es reicht,wenn ich im System die Tauben ohne Zuordnung nur bei den  einzelnen Züchtern eintrage. Zuordnen kann ich die Tipesringe ja nur einmal,nämlich über den Sammelzüchter und eine Taube kann ich nur ohne Zuordnung bei einem Einzelzüchter eintragen. Die Ringdaten der Tauben sind also über den Sammelzüchter "Heidederby" im Lesegerät und beim Auswerten des Fluges soll es dann so sein,dass das System die im Gerät registrierten Tauben automatisch dem Züchter zuordnet,wo die Verbandsringnummer eingetragen ist. Wollen wir doch mal schauen,ob das so funktioniert. Schon im letzten Jahr war ich ja mit der Kommunikation und der Zeit,die verging,bis die Liste online war(teilweise 3 Tage),wirklich nicht zufrieden und es scheint,dass sich das nun nahtlos in 2018 fortsetzt. Am Meisten ärgere ich mich aber über den rotzigen Ton des Herrn B.,den er mir als zahlendem Kunden gegenüber anschlägt. Das ist ein Unding als Geschäftsmann. Wenn sich das nicht deutlich bessert,werde ich in 2019 eine eigene Lösung finden müssen. Da ich ja ein kleines Rennen mit wenig Tauben bin,ist eine manuelle Auswertung über einen Sammelzüchter zwar ein wenig aufwändiger aber letztlich doch gut machbar. Und die Liste kann ich dann ja einscannen und hier auf der Seite online stellen. Dann spare ich Geld und muss mich nicht über einen Verrechner ärgern,der mir durch sein Handeln zu verstehen gibt,dass ich ihm als Kunde anscheinend nicht viel wert bin.
Was Positives: am Freitag habe ich meinen letzten Arbeitstag und ab dann bis einschließlich dem 03.10. Uuuuuuurlaub! YES,BABY! Da kann ich ganz in Ruhe die restlichen Vorflüge und die ersten Preisflüge abwickeln und habe immer noch Zeit,auch mal was neben den Tauben zu machen. Das wird schön.:-)

28.08.2018: Gestern beim abendlichen Durchgucken ist mir aufgefallen,dass eine markante Taube nicht mehr da ist. Ich hatte ja schon bemerkt,dass eine Taube ohne Schwanzfedern wiedergekommen ist,also war der Greifer beim Vorflug im Schwarm drin. Da hat er wohl die eine angerissen und die andere dann erwischt. Vom Flugbild bei der Ankunft war aber nichts von Panik oder Angst zu erkennen,also schätze ich mal,die Tauben haben den Angriff gar nicht so recht mitbekommen. Die Glorreichen 40 flogen ja noch gute 25 Minuten mit Segeln und Flügelklatschen um den Schlag und das macht keine vom Angriff verstörte Taube. Es ist natürlich schade,dass nun ausgerechnet dieser Vogel fehlt,weil das Vollgeschwister letztes Jahr zu den Besten zählte,aber so ist das (leider) im Taubensport. Es ist ein Freiluftsport und die Raubvogeldichte ist mittlerweile enorm hoch. Und jetzt im Spätsommer kommen noch die ganzen ausgeflogenen Jungtiere dieses Jahres hinzu,die zusätzlich zu den alten Paaren umherstreunen und sich ein Revier suchen. Am Schlag selbst ist relative Ruhe,aber so ein Schwarm Tauben auf dem Flug ist ja kilometerweit vom Raubvogel wahrzunehmen.Schon nicht so schön,aber was will man dagegen tun? Wenn sie aus dem Kabi raus sind,kann man nur noch hoffen......
Die Holländerin von Eijerkamp ist mittlerweile wieder voll auf dem Damm,der Kropf ist zu und die Taube bei gutem Gewicht.Jeden Abend muss ich erstmal 10 Minuten mit ihr spielen,damit sie nicht die ganze Zeit ruft. Und ein echt wunderschönes Weibchen,die Kleene. Leider hat sich die Familie Eijerkamp bis auf die eine Mail nicht mehr gemeldet. Da die Taube aber auch schon deutlich Zeichen gibt,dass es in der Katzenbox mittlerweile langweilig wird,werde ich sie dann wohl am Donnerstag in den Derbyschlag setzen und dann kann sie von da aus starten,wann sie will. Ich muss aber ehrlich gestehen,dass es ein wenig traurig sein wird,wenn sie weg ist und ich auch überhaupt nichts dagegen hätte,wenn sie sich zum Bleiben entschließt (sie ist ECHT ne Liebe),aber so eine Taube darf man nicht irgendwo festsetzen. So schwer es einem auch manchmal fällt,aber das Täubchen gehört nicht zu mir sondern nach Hause zu dem,der sie so zahm gemacht hat. So soll sie dann eben losziehen und ich wünsche ihr alles Gute auf dem Heimweg. Schnief!!

27.08.2018: Der Trainingsflug gestern lief erstaunlich gut.Normalerweise kenne ich es so,dass beim ersten Mal die Tauben erst nach dem Züchter am Schlag eintreffen,aber dieses Mal waren wir ja fast zeitgleich da. Als ich über die Umgehungsstraße fuhr,sah ich noch keine Taube am Schlag aber als ich dann vor dem Garten ankam,da war der Schwarm schon da und einige schon gelandet. Ein Trupp von etwa 40 Tauben (ich nehme mal an die glorreichen 40) flog aber noch gute 25 Minuten am Schlag. Die waren noch nicht ausgeflogen. Da muss man an der Disziplin noch ein wenig arbeiten,damit sie dann vom Preisflug ihre Preise nicht verballern. Oder schlichtweg am Tag vorher weniger füttern.Insgesamt bin ich aber hochzufrieden mit dem ersten Trainingsflug. Und trotzdem kommt schon eine ohne Schwanzfedern! Also war selbst bei der kurzen Entfernung und in der kurzen Zeit mindestens ein Mal der Geier dazwischen.
Beim gestrigen Preisflug in der RV hat man mal wieder sehr schön gesehen,was es bringt,wenn man belichtete/verdunkelte/professionell geführte Jungtauben im Vergleich zu "Normalen" auf einen Kopfwindflug einsetzt. Die Winterjungen nehmen den Normalen selbst auf einem 130 Km Flug in der Spitze fast 10 Minuten ab. Das unsere EST trotzdem "nur" 10 Preise verliert,lag wohl an dem gemeinsamen Auflass mit Lüneburg,der auch einige Tauben der anderen EST nördlicher zog. Aber ein Großteil der Winterjungen fliegt halt seinen Törn durch. Da kann man als traditioneller Züchter nicht gegen anstinken,das ist einfach so und das muss man dann eben akzeptieren,wenn man sich den Aufriss nicht machen möchte. Und deswegen ist es auch völlig unsinnig,Jungtauben nach Preisen zu selektieren. Die Spezis können das nicht,weil sie eben nicht in einer angemessenen Konkurrenz ihre Preise erringen und die Normalos können es nicht,weil ihre Tauben gegen die Winterjungen keinerlei Sonne sehen. Da es aber in meinen Augen auch Blödsinn ist,jede Feder über den Winter mitzunehmen,nur weil sie die Reise (welche manche ja gar nicht oder nur teilweise bestreiten) überstanden hat, sollte man also eher auf andere Faktoren zur Auslese achten.Und hier kommt dann wieder das ins Spiel,was ich schon öfter angesprochen habe: die kontinuierliche Beobachtung der Tauben und möglichst das Führen einer Kladde hierzu. Welche Taube war öfters mal unpässlich? Welche Taube ist nicht flugfreudig? Welche Taube kam auf den Flügen immer extremst zu spät? Welche Taube mausert schlecht? Usw.usw. Wenn man sich nur jeden Tag ein bischen Zeit nimmt,kann man schon viele Punkte sammeln,die einem im Spätherbst weiterhelfen,wenn es darum geht,die Frage zu beantworten,welche Tauben man mitnimmt ins nächste Jahr. Denn eins ist klar: wir alle haben über den Winter zu viele Tauben auf den Schlägen sitzen weil wir dem Prinzip Hoffnung den Vorrang vor einer strengen Selektion geben. Tauben zu selektieren ist sicherlich eine unschöne Seite unseres Hobbys aber wir betreiben nun mal eine Zucht von Leistungstieren und wenn diese den Anforderungen nicht entsprechen,müssen sie weichen,um denen mehr Luft und Zuwendung zukommen zu lassen,die es eher wert sind. Und das ist nichts, wofür man sich als Taubenzüchter schämen muss. Will man sportlich weiterkommen,ist eine sehr strenge Selektion zwingend notwendig. Und genau da hapert es doch in den letzten 30 Jahren immer mehr,weil wir es uns mittlerweile leisten können,bei allem Jammern, das alles teurer wird, größere Bestände als noch vor 40 Jahren zu halten. Und so wird dem Papier immer und immer wieder eine Chance gegeben obwohl die Realität längst gezeigt hat,dass Papier allein eben nicht fliegt.

26.08.2018: Gestern war ich nun mit meiner lieben Frau den ganzen Tag in Hamburg,wo wir uns trotz ständiger starker Schauer einen sehr schönen Tag gemacht haben. Auch das muss mal sein! So oft müssen unsere Frauen zurückstecken,weil irgendwas mit den Tauben ist,da müssen wir uns auch mal anständig um sie kümmern. Überhaupt verdienen unsere Familien die höchste Anerkennung und den höchsten Respekt,dass sie unser Hobby nicht nur dulden,sondern z.T.auch aktiv mit dabei sind. Von daher ein "Chapeau!" an alle Familien von Taubenzüchtern! Ich habe mich übrigens sehr über die Glückwünsche von Sportfreunden zu meinem Geburtstag gefreut,danke sehr! :-)
Heute war dann um 04:00 Uhr die Nacht auch schon wieder zu Ende,denn ich habe im Dunkeln die Jungen gefangen und in den Transporter gesetzt. Sie stehen nun in der Einsatzstelle und warten darauf,heute Nachmittag zum ersten Trainingsflug ab 5 KM starten zu können.Anschließend war wieder Großputz im Schlag angesagt und das Badewasser,das Futter und die Tränken wurden schon bereitgestellt. Es weht ein etwas kräftigerer Westwind,der mir ein bischen Sorgen macht,aber auch nur ein bischen. Besser als letztes Jahr,wo der 1.Trainingsflug bei knapp 30 Grad gestartet wurde und die Tauben nach einem Habichtangriff am Schlag nochmal für 1 Stunde unterwegs waren. Auch heute habe ich leider niemanden,der im Garten aufpasst,was ja einfach besser wäre. Nun,beim ersten Mal ist man ja meistens schneller als die Tauben, vielleicht bin ich also schon im Garten,wenn die Horde einfliegt.
Der 2. Preisflug heute in der RV wurde zusammen mit der Nachbar-RV um 09 Uhr auf 130 KM aufgelassen. Ich war zum Gucken bei Dieter (insgeheim hoffte ich natürlich darauf, einen 1. Konkurs mal "live" zu sehen). Die erste Taube kam exakt um 11 Uhr an,also nach genau 2 Stunden Flugzeit (65 Km/h). Das war bei dem frischen Westwind nicht sehr überraschend. Es gab keine Massenankünfte,aber innerhalb von 15 Minuten waren 13 von 34 Tauben zu Hause. Auffallend war,das fast alle Tauben aus dem Norden kamen,also von dort,wo die Nachbar-RV liegt. Da sieht man mal,die Taube ist ein Schwarmtier und fliegt dahin,wo die Masse hingeht. Interessant wird es sein,ob die Winterjungen und Vieltrainierten sich vorher abgespalten haben. Aber das wird man ja nachher in der Liste sehen.
So,dann wollen wir mal schauen,was das wird  mit dem 1. Trainingsflug heute Nachmittag....

24.08.2018: Das Einsetzen zum 2.Jungflug ist von heute auf Samstag verschoben worden.Mit Blick auf das Wetter eine vernünftige Entscheidung. Leider kann ich da nicht teilnehmen und in den Genuss des Freibiers meines Kumpels kommen,da ich morgen Geburtstag habe und meine Frau mich irgendwohin entführen will,wo wir den ganzen Tag verbringen werden.Surprise,surprise!Aber ich denke,dieses eine Mal werden meine Sportfreunde auch ohne meine Grillkünste überleben.
Die verletzte Holländerin,die ich am letzten Wochenende bei Privatleuten abgeholt habe,erholt sich zusehends,auch wenn der Kropf immer noch nicht ganz zu ist. Ein Bekannter hat mir freundlicherweise den Besitzer rausgesucht, es ist die bekannte Familie Eijerkamp. Über die Homepage hatte ich am Mittwoch eine Mail auf Englisch dorthin geschickt in welcher ich die Taube gemeldet habe. Mache ich ja sonst nicht,aber da sie so zahm ist und ausserdem verletzt, dachte ich,die wollen sie bestimmt wiederhaben. Heute Morgen war dann die Antwort im Postfach. Es wird nach einer Möglichkeit gesucht,die Taube abholen zu lassen und man meldet sich wieder. Das finde ich sehr schön. Trotzdem merkwürdig. Ich hätte erwartet,dass diese Taube von einem kleinen Schlag eines kleinen Züchters kommt,der mit jeder Taube per "du" ist,weil sie ja nun wirklich extremst auf Menschen geprägt ist,aber nein,sie kommt von einem Züchter,der jährlich eine sehr große Anzahl Tauben züchtet.Normalerweise müsste man doch meinen,dass bei so einer Masse an Tauben der Kontakt zum Einzeltier eher geringer ist und Tauben von solchen Schlägen scheuer als andere sind.Aber dieses Täubchen ist da wohl eine Ausnahme.Ostseeflug Usedom: heute startete der 2. Preisflug. Bei einem Auflass um 10:25 Uhr auf 210 Km flogen die ersten Tauben gute 90 Km/h. Der erste größere Pulk Tauben trifft um 12:38 Uhr ein. Meine Platzierungen sind der 202.(12:44 Uhr), 288.(12:45 Uhr),793.(12:58 Uhr),949.(13:00 Uhr) und 1474.(13:16 Uhr) Konkurs. Eine kleine Verbesserung zum 1.Preisflug,immerhin hätte ich ,wenn dies der Endflug gewesen wäre,eine Taube in den Preisgeldern und eine knapp dahinter. Alle Tauben sind wieder am Schlag und somit immer noch 5 Chancen auf den Jackpot. Joah, ist jetzt nicht berauschend geschweige denn ein spannender Flug aber hätte ja auch wesentlich schlimmer kommen können......

23.08.2018: Der erste Jungtierpreisflug verlief sehr glatt und sauber,ein besserer Trainingsflug. Ganz besonders habe ich mich für meinen Kumpel über der Bahn Dieter und seinen Schlagpartner gefreut,denn sie erringen den 1. Konkurs! Klasse!!! Laut eigener Aussage kam ein Schwarm von mehreren hundert Tauben direkt über den Schlag geflogen,aus dem sich dann einige von Ihren lösten. Ja,so ist das mit den kurzen Flügen.Da ,wo sie zufällig drübergetrieben werden,fallen die frühen Preise. Aber es ist doch auch mal schön,wenn bei der Jungreise nicht immer dieselben 1-2 Züchter die Spitze abgreifen. Diese Züchter,deren Tauben mehr Zeit auf der Straße als im heimischen Stall verbringen,die im Winter gezogene,belichtete,verdunkelte "Jung"tiere haben,die haben auch gestern wieder super Prozente geflogen,aber eben nicht die absolute Spitze. Das wird sich natürlich mit drehendem Wind,fortschreitender Entfernung und vor Allem Mauser wieder einstellen,dass diese Züchter die ersten .....Konkurse unter sich ausmachen,ganz klar. Die traditionell gezogenen und gehaltenen Jungen fallen ja mit jedem Tag mehr auseinander und die Kluft zwischen denen der Spezis und der Normalos wird immer größer. Nun,das ist dann halt so. Die Meisten behaupten ja sowieso,dass sie ihre Jungen nur deshalb in die Kabine setzen,damit sie was lernen. Dann müssen sie ja keine Preise fliegen und können völlig neidfrei den Spezis das Feld überlassen.Oder? Jedenfalls ist dieser Flug eine schöne Momentaufnahme,über die ich mich für Dieter wirklich sehr freue. Und das der Vogel,der den 1.fliegt, einer ist,den ich mir im Korb vor 2 Wochen als denjenigen ausgesucht habe,der mir von seinen Tauben am Besten gefällt, ist natürlich doppelt schön für mich,bestätigt es doch wieder mal mein "Auge". Insgesamt also ein schöner Flug. Einfach, umkompliziert,fast überall alle Tauben zu Hause und die Spitze geht mal nicht an die Spezis. Sehr schön! :-)

22.08.2018: Gestern wurde nun also zum 1. Jungtierpreisflug in die Kabine der Nachbar-RV eingesetzt,die man zu diesem Zweck "gemietet" hat.Gefahren wird wohl nur bis Parchim,für uns eine mittlere Entfernung von 90 KM. Unsere Kabine soll wohl irreparabel beschädigt sein und es wurde schon Kontakt mit Geraldy aufgenommen,um zumindest den Aufbau noch zu verkaufen. Die restlichen Flüge will man jetzt mit der Nachbar-RV fahren. Damit bindet man sich natürlich auch an Zeiten und Auflassorte dieser RV und so soll das nächste Einsetzen bereits am Freitag sein.Das wiederrum stösst Einigen sauer auf und sie wollen dann nicht setzen. Und so entsteht jetzt wieder unnötig Unruhe. Wie es weitergeht "ohne" Kabine ist noch nicht bekannt und ein Masterplan scheint nicht vorhanden zu sein. Im Raum steht z.B.,sich eine Kabine von Geraldy zu "leasen". Ob und was da genau passiert,das wird man dann (hoffentlich) über den Winter genau ausloten um die bestmögliche Lösung zu finden. Jetzt muss man erstmal sehen,dass man die restliche Jungreise einigermaßen vernünftig über die Bühne bekommt. Fakt ist jedenfalls: eine neue Kabine ist mit den wenigen Leuten in der RV nicht mehr zu stemmen. Und einen neuen Motor in diese alte Kabine einzubauen ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Man wird sich also irgendeine "externe" Lösung einfallen müssen und dann vielleicht die eine oder andere Kröte schlucken,was Flexibilität der Einsatzzeiten und Auflassorte angeht. Das ist ja auch nicht verkehrt,nur muss man es den Züchtern dann auch entsprechend verkaufen können,denn wenn die sich über den Tisch gezogen und bevormundet fühlen,dann werden wieder welche aufhören. Man muss also seitens der Verantwortlichen höllisch aufpassen,dass man jetzt nicht eine Abwärtsspirale in Gang setzt und am Ende ohne Züchter dasteht.Ich persönlich glaube ja,eine neue,kleine Kabine für 1000 Tauben wäre die beste Lösung. Die kann auch jeder mit Klasse 3 fahren,man macht sich nicht von einem Fahrer abhängig und für die RV Touren reicht die völlig aus. Teilfinanzierung über den Verkauf der alten Kabine und dann gibt jeder noch was dazu. Und schon hat man eine neue,weniger anfällige Kabine,die ausserdem billiger im Unterhalt (Steuern,Versicherungen,Spritverbrauch) ist und die man flexibler einsetzen kann als das alte Schlachtross. Aber das wird ja an der Finanzierung scheitern,weil eben die meisten Züchter nicht mehr bereit sind,einige hundert Euro Anteil zu zahlen. Und die Gutbetuchten unter uns werden wohl auch nicht die Schatulle öffnen. Schade,denn so eine Kabine wäre ich sogar ehrenamtlich gefahren,ohne was dafür zu verlangen. Es sind doch eh nur maximal die ersten 3 Altflüge und die Jungreise,die wir hier allein durch die Gegend juckeln,ansonsten muss man ja nur 30 KM zum Umladen in die Harburger Kabine fahren. Das wäre ja kein Akt.

21.08.2018: Wo man auch hinhört dieses Jahr,überall wird über mysteriöse Verluste bei den Jungtauben berichtet. Da hat eine RV von 120 KM einen Konkurs von 16 Stunden bei eigentlich besten Bedingungen, da hat eine RV einen Vorflug von 50 KM und vergeigt 60% der eingesetzten Jungen,da fährt ein Züchter unserer RV vor 3 Wochen auf 10 Km mit 60 Tauben und wartet heute noch auf 20 davon, da setzt ein bekannter Tauben-Youtuber nach erfolgreichem Eigentraining seine Tauben auf den 1.Preisflug und erlebt ein Debakel und und und.....man fragt sich ja:was ist da bloß los? Jetzt nach einem gemeinsamen Nenner zu suchen,der all diese Verläufe deutschlandweit erklärt,ist wohl zu einfach gedacht,denn es gibt ja auch Vereinigungen,teils direkt nebenan,die saubere Flüge mit sehr geringen Verlusten hinbekommen. Auch hier glaube ich eher an eine Multifaktorenursache als an die EINE große Erklärung.Und bevor man sich auf eben diese EINE Erklärung versteift,muss man den Einzelfall genau prüfen und analysieren. Viel hat sicherlich mit der Wetterlage der letzten Wochen zu tun,die einerseits die Tauben natürlich auch belastet hat und andererseits dazu führte,dass Pläne und Abläufe durcheinander gekommen sind. Aber was genau da im Einzelfall schief gelaufen ist,dass muss man ganz in Ruhe vor Ort und in Zusammenarbeit aller betroffenen Züchter herausfinden. Wilde Theorien bringen einen da jedenfalls keinen Zentimeter weiter für das nächste Jahr.
Der holländischen Zufliegerin geht es schon besser. Das Loch ist schon kleiner und es läuft/fällt nicht mehr so viel Futter und Wasser raus. Ich habe darauf verzichtet,sie zu nähen,denn der Heilungsprozess scheint auch so gut voranzugehen. Und das die Taube derartig zahm ist,erleichtert den Umgang mit ihr in der Box natürlich ungemein. Ein ganz liebes Mädel. Die andere Holländerin ist gestern Abend in den Jungschlag gegangen,der Kot war gut und auch sonst ist sie augenscheinlich fit. Dann soll sie mal starten,wenn sie es für richtig hält.
Dem 853 merkt man richtig an,wie froh er ist,wieder zu Hause zu sein. Innerhalb von 2 Tagen hat eine deutliche Mauser eingesetzt und er rumort kräftig den jungen Weibern hinterher. Freut mich jedes Mal,wenn ich das sehe,toll! :-)
Im gelöschten Video habe ich ja eine Zeitlang mit der/dem 800 von Manfred Meyerholz gespielt,ein(e) Sohn/Tochter aus seinem 16.As-Vogel BRD und eine derjenigen,die mir draußen im Garten immer an die Hand kommen. Tja,was soll ich sagen? Alle prügeln sich jetzt um die Nr. 800! Habe gestern die mittlerweile fünfte und sechste Anfrage nach diesem Tierchen bekommen :-). Und das,obwohl ja noch nicht mal ein Vorflug geschweige denn ein Preisflug gelaufen ist und man also noch gar nicht weiß,ob diese Taube was fliegt bzw. überhaupt am Ende noch anwesend ist. Die muss im Video ja Eindruck gemacht haben!
Deswegen für alle Interessenten nochmal die Möglichkeiten,wie ihr an diese Taube kommen könnt(so sie denn das Rennen übersteht):
1.) wird sie eine der ersten 30 As-Tauben geht sie nach dem Derby definitiv in die Online-Versteigerung bei pigeon-auction
2.) kommt sie NICHT unter die ersten 30 As-Tauben ist sie am 14.10. am Schlag verkäuflich
3.) unwahrscheinliche Möglichkeit: wenn eine der für mich gezogenen und für einen Teilnehmer aktivierten Tauben unter die ersten 30 kommt,geht diese ja nicht in die Versteigerung,weil das Tauben sind,die ich für mich selber brauche und nur den Teilnehmern,die eine Taube verloren haben,zur Verfügung gestellt habe. Um dann die Lücken zu schließen und trotzdem 30 Tauben in die Online-Auktion zu bringen,werde ich dann einige Tauben mit besonderer Abstammung oder Herkunft (z.B.von Dirk deBeer), welche es nicht unter die ersten 30 geschafft haben,aus dem freien Verkauf nehmen und für die Online-Auktion abstellen. Da wäre die/der 800 aufgrund der Abstammung natürlich absolut prädestiniert für.
Für alle Interessenten wäre also folgender Fall am günstigsten: die/der 800 kommt 1.) NICHT unter die ersten 30 und 2.) keine meiner eigenen Tauben kommt unter die ersten 30 und 3.) der Interessent ist am 14.10. persönlich zum Taubenverkauf am Schlag. In diesem Fall könnte er die/den 800 wie jede andere Taube auch zum Festpreis von 40€ erwerben.Wer als Erster den Finger hebt,hat dann gewonnen. Ein echter Schnapper,oder? :-)
Ich persönlich würde aber raten,sich nicht an einer einzelnen Taube aufzuhängen,nur weil das Pedigree beeindruckend ist (ok,beim 800 passt Abstammung und Charakter), sondern sich im Gegenteil beim Verkauf am Schlag erstmal auf sein eigenes Augenmaß zu verlassen und sich erst dann die Abstammung dazu anzugucken. Man braucht Tauben,wo es zwischen Taube und Züchter "passt",ansonsten wird das nix. Und letztlich stehe ich ja auch dabei. Ich habe die Tauben über Monate begleitet und mir zu Ihnen eine Meinung gebildet und kann daher vielleicht etwas genauer sagen,ob die Taube das hält,was die Abstammung verspricht oder aber,was wohl häufiger vorkommen wird,ob eine Taube OHNE großartige Abstammung das Zeug hat,eine Gute zu werden.Viele Züchter lassen sich durch das Papier blenden und kaufen sich Krätzer während die Guten daneben kaum eines Blickes gewürdigt werden,weil die Abstammung nicht schön geschrieben ist. So kann ich euch jetzt schon sagen,dass z.B. die Tauben von Dirk deBeer die Ersten sein werden,die mir die Leute aus der Hand reißen,einfach nur deshalb,weil es Tauben von Dirk deBeer sind. Da ist es dann auch egal,wie sie aussehen,ob sie nur einen Flügel und drei Beine haben,auf einem Auge blind sind und ihnen der Rotz aus der Nase läuft,sie werden sofort gekauft. Natürlich sind Dirks Tauben genauso schön wie alle anderen,das war jetzt nur ein überspitztes Beispiel! Aber das ist die Gefahr und auch etwas,was ich letztes Jahr bemerkt habe. Der Abstammungsordner wird durchgeguckt und dann wird gesagt: "hol mir mal die Taube zu der Abstammung bitte." Dabei ist man ja schon am Schlag und kann sich ERST die Tauben ausgucken,die einem gefallen und im Zweifel DANN nochmal die Abstammung checken. Ganz kurios finde ich dann die Züchter,die sich eine Taube in die Hand geben lassen und sie gefällt ihnen richtig gut,doch dann sehen sie,dass diese Taube von einem unbekannteren Züchter kommt oder nicht die "richtigen" Namen im Pedigree hat und sie nehmen sie doch nicht. Tja,den Leuten kann ich dann leider auch nicht mehr helfen,denn die WOLLEN anscheinend gar nicht mit den Tauben weiterkommen sondern nur ein schönes Stück Papier kaufen,über dem sie den ganzen Winter Träume spinnen können...........deswegen mein eindringlicher Rat: wenn ihr schon am Schlag seid, schaut euch ERST die Tauben aus,die euch gefallen und guckt,wenn überhaupt, erst DANN auf das Pedigree!!!

20.08.2018: Kaum war ich gestern zu Hause und habe den Tagebucheintrag geschrieben,schon ruft mich eine Nicht-Taubenzüchterin aus einem Dorf im Landkreis an: "Ich habe hier eine verletzte Taube,können sie mal....". Also wieder ab ins Auto und die 15 KM gefahren um die Taube abzuholen,wie so oft im Jahr. Diesmal eine verletzte Holländerin( die Zweite in 2 Tagen) mit offenem Kropf. Die sitzt jetzt bei mir im Wohnzimmer in der Katzentransportbox und kann sich erholen. Normalerweise geht so ein Loch ja schnell von alleine zu,auch wenn es natürlich doof aussieht,wenn das Wasser immer rausläuft und man die ersten 2 Tage die Zeitungsunterlage öfter mal wechseln muss. Wenn aber bis heute Abend das Loch nicht schon etwas zugewachsen ist,werde ich die Kleine wohl mal nähen müssen. Sie ist übrigens sehr sehr zahm,vielleicht melde ich die sogar,scheint mir so der Typ "Lieblingstaube" zu sein,dann ist die Chance ja groß,dass der Züchter auch was dafür tut,sie zurückzubekommen. Aber erstmal soll sie sich erholen.
Heute Morgen hatte ich dann auch gleich die nächste Mail im Postfach. "Eine Taube von mir sitzt in Uelzen,235 KM von mir entfernt bei Privatleuten.Ich hole sie ab aber ich kann erst am 01.09. kommen,könntest du mal...." Und natürlich lautet auch hier die Antwort: "Ja,kein Problem." So werde ich also heute Kontakt zu der Person in Uelzen aufnehmen und nach dem Dienst die Taube dort abholen.Zum Glück habe ich ja in den Sommermonaten immer einen Karton im Auto.......das sind dann Taube Nr. 31 und 32 die ich 2018 abgeholt habe. Die Zuflieger,die ich hier durchfüttere,nicht mitgerechnet. Ich habe schon so einen Zoo hier......
Unsere RV hat jetzt die Kabine der Nachbar-RV nebst Fahrer gemietet,um am Dienstag einzusetzen und am Mittwoch dann den ersten Preisflug zu starten. Was mit unserer Kabine ist,das weiß wohl noch keiner. Aber Geld scheint ja vorhanden zu sein,wenn man sich eine ganze Kabine nebst Fahrer mieten kann,nur um einen 120-Km-Flug durchzuführen. Ich denke nicht,dass die Nachbar-RV das nur aus Kulanz macht. So ist dann also Morgen schon wieder Einsetzen. Allerdings haben schon einige Sportfreunde dafür abgesagt,es werden also recht wenig Tauben zusammenkommen.
Mein Video vom Samstag habe ich gestern gelöscht. Ich möchte nicht,dass meine Aussagen weiterhin dazu missbraucht werden, einem der fairsten und sportlichsten Züchter,die ich kenne, Böses zu unterstellen.Man fragt sich ja,was in solchen Menschen vor sich geht und wieviel Neid und Frust sich da aufgebaut haben muss,um sowas zu tun. Da möchte ich nicht der Aufhänger für sein und meine Videos lasse ich dafür schon mal gar nicht missbrauchen. Gibt es halt erstmal keine Videos mehr,Basta!

19.08.2018: Heute habe ich den Transportanhänger von der SG Stumme aus Bad Münder abgeholt. Ich fahre dort immer gerne hin,denn der Karl Heinz und der Michael sind zwei ganz feine Menschen,wenn auch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig(vor Allem der Michael mit seiner Kodderschnauze,aber wer erzählt das?^^). Heute war Preisflug und es lief nicht ganz so flüssig,war das eine Schau,den beiden zuzuhören und zuzuschauen,toll! Man weiß immer nicht,ob man sich vor Lachen auf dem Boden kugeln  oder den beiden mit der Dachlatte eins überbraten soll. Aber echt kernig,langweilig wird es dort nicht......
Bei der Gelegenheit habe ich auch den 853 wieder mitgenommen,das schlechte Gewissen,mir den besten Vogel genommen zu haben,war beim Michael dann doch zu groß. So kann also der 853 zeigen,ob er 2019 an die guten Leistungen anknüpfen kann.
Jetzt habe ich also den Anhänger bei mir und kann am nächsten Sonntag den 1. Vorflug starten. Auch schon wieder. Kinder,die Zeit vergeht wie im Flug!
Gestern im Video habe ich ein bischen geflachst,dass die Tauben vom Manfred Meyerholz es wohl dieses Jahr über den 2. Flug hinaus schaffen werden,was sie ja 2017 nicht geschafft haben. Prompt kriegt der Manfred irgendwelche Mails von Leuten,die ihn fragen,ob seine Tauben denn keine schweren Flüge können. Leute!!!Ehrlich jetzt??? Was der Manfred gerade auf den weiten Flügen die letzten Jahre hingelegt hat,da können viele Andere nur von träumen. Das auf dem Heidederby 2017 war schlichtweg PECH, auch das passiert einem Spitzenzüchter mal. Ganz bestimmt ist das KEIN Hinweis auf die Qualität seiner Tauben. Und ich glaube ,an meiner Stimme erkennt man im Video auch,dass ich das mit einem Lachen gesagt habe. Aber jeder interpretiert das so,wie er es haben möchte und manche sind dann schnell dabei,mal eine Fußangel auszulegen. Schlimm so was. Im Übrigen fliegt eine Taube aus einem Meyerholz-Vogel beim Sportfreund Holtorf am WE den 1. Konkurs und zwei Originale Meyerholz beim Karsten Stappert den 1. und 3.Konkurs.Den Gutschein hatte er beim Heidederby 2017 gewonnen. Folgende Mail hat mir der Karsten dazu geschrieben:

ich wollte mal vom Ergebnis unseres 1. Jungtauben Preisflugs berichten.

Ich mache 47/27 Preise (1045 Tauben) mit dem 1,2, 3, 7,7,21-28,...… . 

Ich schreibe Dir das nicht um zu "prahlen", sondern aus einem ganz anderen Grund.

Ich hatte ja von Manfred Meyerholz für den gewonnen Gutschein zwei superschöne, sommerjunge Vögel bekommen,

das hatte ich Dir ja schon berichtet. Und zwar den DV 8288-18-146 und den DV 8288-18-147 (aus zwei unterschiedlichen Paaren).

Der "147" fliegt Heute den 1. Konkurs mit 12m/Min Vorsprung auf meine 2. Taube und das obwohl er mindestens eine

1/2 Minute gebraucht hat um über die Antenne zu laufen! 

Und um das Ergebnis perfekt zu machen geht der "146" mit dem 3. Konkurs nach Hause. Klasse!!

Da hast Du sicherlich nichts falsch gemacht, als Du dir Tauben bei Manfred geholt hast.

Wenn die Meyerholz-Tauben beim diesjährigen Derby genauso fliegen...………, dann bleibt ja kein "Fleischtopf" mehr für mich übrig.?Gruß Karsten

 Und das sind wieder 2 Referenzen in einer seeeeeeeeeeeeeehr langen Reihe von Erfolgen mit Originalen oder Nachzuchten aus dem Schlage Meyerholz. Ich glaube,der Bestand von Manfred ist über jeden Zweifel erhaben. Da müssen solche blöden Kommentare auf eine lustig gemeinte Bemerkung echt nicht sein. Also reißt euch mal zusammen!



18.08.2018: Der für heute geplante erste Preisflug der Jungtauben unserer RV fällt aus,da die Kabine in 45 KM Entfernung einen Motorschaden hatte und liegenblieb.Den ganzen Abend hat man es nicht geschafft,einen Notdienst zu organisieren und heute gegen 10 Uhr sollte die Kabine dann abgeschleppt werden. Das geht natürlich wieder ordentlich ins Geld und da niemand nach meinem Ausscheiden als RV Vorsitzender daran gedacht hat,mal so was wie eine Versteigerung oder sonstiges zu organisieren,wird das RV Vermögen,dass ich in 3 Jahren mühsam wieder aufgebaut habe,nun wieder kräftig geschröpft.Bin schon mal gespannt ,wie man diese Kosten jetzt wieder reinholen will. Aber wir haben ja einige finanzkräftige Mitglieder,die könnten ja mal ein paar tausend Euro locker machen. Schauen wir also mal,ob es die RV dieses Jahr doch noch hinbekommt,mal einen Preisflug durchzuführen.Bin jedenfalls nur heilfroh,dass ich keine Tauben im Kabi habe.

16.08.2018: Der gestrige Vorflug unserer RV wurde um 07:30 Uhr aufgelassen und war offenbar nicht leicht.Als ich gegen 17 Uhr zu meinem Kumpel über Bahn fuhr,fehlten dort noch 6 von 39 Tauben und es sollen wohl fast alle einzeln den ganzen Tag über angekommen sein. Das hat sicherlich auch damit zu tun,dass gestern viele RVen Auflässe durchgeführt haben und es ordentlich Bewegung in der Luft gab. So saß denn auch wieder bei mir nach dem Freiflug das Dach mit Zufliegern voll. Einer ist reingegangen,er stammte aus der Nachbar RV Uelzen und Umgebung,die gestern ihren zweiten Preisflug in der FG mit der RV Munster durchgeführt haben. Da hat es diese Taube also statt in die Nähe von Wittingen dann zu mir verschlagen. Aufgrund der Tatsache,dass der Vogel ansonsten fit war habe ich ihn heute morgen mit zur Arbeit genommen und aufgelassen. Er ist dann auch gleich in die richtige Richtung abgezogen. Der Rest meiner Besucher war gestern spätabends beim Klappen zumachen verschwunden,nur 2 saßen auch heute Morgen noch an der Dachkante.Aber auch die werden heute im Laufe des Tages hoffentlich die Peilung nach Hause aufnehmen und durchstarten.
Mein Kumpel Mirko Werner hat gestern wieder ein ordentliches Ergebnis mit 39/18 (in der FG 39/22) hingelegt,was mich sehr freut. Auch der Sportfreund Lothar Scheugl macht wieder sehr gute 11/9. Und Dirk deBeer fliegt in der RV Ostfriesland wieder die ersten 6 Konkurse. Glückwunsch an diese Sportfreunde!

15.08.2018: So,heute soll dann also der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.156 KM schnurgerade von Neukloster aus.Bei dem heute angekündigten Westwind(also Rückenwind) der Stärke 3 schätze ich eine Fluggeschwindigkeit von 85-90 Km/h und ,wenn wirklich um 08 Uhr aufgelassen wird,eine Ankunft der ersten Tauben zwischen 09:30-09:45 Uhr. Und natürlich wird es wieder eine Massenankunft geben bei dieser noch recht kurzen Entfernung. Die Tauben,die vielleicht schon einen Partner/ein Nest haben,drehen dann keine Extra-Runden und machen die 3 Geldpreise unter sich aus und der Rest geht dann halt als 200.-1000.Taube einige Minuten später rein. Aussagekräftig ist das Alles natürlich nicht,da müssen schon die letzten beiden Flüge betrachtet werden,aber erstens ist es ja trotzdem spannend ,ob eine von den eigenen Tauben es mal in den Kopf bekommt,doch als Erste zu landen und zweitens ist eine Massenankunft immer ein Beweis für einen sauber durchgeführten Flug und fitte sowie gesunde Tauben. So hat eben Alles seine Licht- und Schattenseiten.Jendenfalls drücke ich allen Züchtern,die ich kenne und die dort auch teilnehmen,für heute ganz fest die Daumen!........aber mir natürlich auch.:-)
So wenig aussagekräftig solche kurzen,glatten Flüge mit Massenankünften auch sind,interessant ist es,dass trotzdem immer einige Tauben dabei sind,die früh registriert werden. Das sind dann die besonders Motivierten,die immer sehr schnell in den Schlag wollen,vielleicht,weil sie dort einen Partner haben. Zu diesen Tauben zählt auch die 555 von Manfred Lau,die für seine Tochter Doreen startet. Manfred habe ich durch Zufall kennengelernt,als ich im April meine Tauben persönlich bei Mirko angeliefert habe. Ein netter Kerl und die 555 hat mir schon damals sehr gut gefallen. Diese Täubin fliegt bislang die letzten 3 Flüge hintereinander in der absoluten Spitze ein.Sicherlich eine Taube,die man im Auge behalten sollte!
Heute startet auch der dritte und letzte Vorflug in unserer RV. Nachdem man 2x vor der Elbe aufgelassen hat,geht es heute gleich nach Perleberg,ca. 90 KM Luftlinie. Leider war die Resonanz in unserer EST für diesen Flug sehr gering,gerade mal 4 Züchter haben ihre Tauben gesetzt. Da lohnt das Grillen eigentlich nicht wirklich,aber egal,ich opfere da gerne meinen Feierabend und Grillen gehört nun mal zum Einsetzen dazu,obwohl man bei so einer Resonanz dann wohl mehr Gas verbraucht als man mit den Bratwürsten einnimmt........Am Freitag soll dann Einsetzen zum 1.Preisflug sein.
Die RV Uelzen und Umgebung,wo ja mein Kumpel Mirko Werner und auch der Lothar Scheugl reisen, hat heute ihren 2.Preisflug. Dadurch,dass der Verband ja das Wochenende auf die ganze Woche erweitert hat, sind jetzt viele RVen fleißig dabei,ihre durch die Hitze nach hinten gerückten Flugpläne durchzuziehen bzw. nachzuholen. Ob das immer so im Sinne der Tauben ist,wage ich zu bezweifeln,denn gerade wenn ein Flug mal schwerer wird,ist es wohl eher kontraproduktiv,den nächsten Flug gleich 3 Tage später anzusetzen. Hier ist dann aber auch der Züchter gefragt,den Fitnesszustand seiner Tauben richtig einzuschätzen und ggf. einen Flug auszusetzen. Man muss dieses Gehetze ja nicht mitmachen wenn man nicht gerade Ambitionen hat, deutscher Jungtiermeister zu werden.Nachtrag zum 1.Preisflug des Ostseefluges Usedom: Na,das war ja mal ein sch...Ergebnis bei meinem ersten "scharfen" Preisflug eines OLR. Die ersten Tauben kommen bei Auflass 08:30 Uhr um 10:11 Uhr mit etwa 1500 m/min an und meine Erste als 329. um 10:18 Uhr. Also hätte ich auf dem Endflug schon mal Null Euronen gewonnen.Aber das war es ja noch nicht. Die anderen Tauben kommen als 1076.,1077.,1446.und 1600. Taube ins Ziel.Schöner Schiet! Also entweder drüber oder wirklich zu langsam bzw. mit mangelnder Orientierung.Jetzt schon.Das zieht mich jetzt echt ein bischen runter. Trösten können mich heute nur 2 Punkte: Erstens sind alle Tauben wieder da und somit immer noch 5 Lose in der Trommel und Zweitens: der Endflugsieger 2017 kam auf dem Flug davor erst am nächsten Tag an. Hat ihn aber nicht davon abgehalten,den Endflug zu gewinnen. Also lebt die Hoffnung weiter. Immerhin etwas........

14.08.2018: Auch die RV Wismar hatte am Wochenende ihren ersten Preisflug mit den Jungtauben und es wurde gleich leider ein sehr schwerer Flug mit 2,5 Stunden Konkurs weil man sich beim Auflass wohl verschätzt hatte und eine Regenfront früher ins Zielgebiet zog als erwartet.Dazu noch der stürmische Kopfwind,schon war es ein schwerer Flug. Das ist sehr schade für Tauben und Züchter.
Umso mehr habe ich mich für meinen Freund Mathias Frank gefreut,der es geschafft hat,dort ein Traumergebnis mit 45/27 einzufliegen. Erste Taube ist eine Originale vom Manfred Meyerholz und insgesamt machen von 9 originalen Meyerholz 6 einen Preis. Ich hatte die Tauben ja im Mai für Mathias beim Manfred ausgesucht und deshalb macht dieses Ergebnis auch mich ein wenig stolz. Insgesamt zeigt es ,dass Mathias Tauben sehr gut drauf und absolut gesund waren,wenn sie so einen schweren Flug im Gegensatz zu den Tauben vieler anderer Züchter so gut meistern. Aber auch bei ihm fehlten gestern noch 10 Stück. Noch eine kleine Anekdote:Mathias hatte sich im letzten Herbst 4 Junge vom Lothar Scheugl gekauft.Von den 10 Nachzuchttauben davon sind 9 zu Hause. Auch schon etwas,das eine Aussage trifft. Ich drücke ihm ganz fest die Daumen,dass auch von den fehlenden Tauben noch ordentlich was kommt.Aber dieses Ergebnis bestätigt meine Meinung mal wieder,dass der Mathias nicht nur gute Tauben hat sondern sie auch richtig gut zu führen versteht. Und Charakter sowie Rückgrat hat der Mann auch noch,denn er hat seine Alttauben NICHT zum Endflug über 600 KM bei über 30 Grad eingesetzt obwohl er in allen Meisterschaften aussichtsreich vorne lag. Da kann man nur  sagen: Respekt, Mathias!

13.08.2018: Gestern Nachmittag hatte ich wieder eine ganze Horde Zuflieger auf dem Dach sitzen. Zwei davon waren offensichtlich sehr krank. So leid mir ein solcher Anblick immer tut und so schlimm ich es auch finde,dass manche Züchter derart offensichtlich kranke Tauben in die Kabine setzen,so bin ich doch immer froh,wenn sie sich abseits setzen,sich nicht unter meine Tauben mischen und auch nicht in den Schlag gehen. Denn wer weiß,was man sich damit einfängt. Es ist nicht schön,dieses Leid zu sehen und deswegen kann man immer nur raten,möglichst GENAU hinzuschauen,bevor man seine Tauben einkorbt. Und auch die Kollegen und EST-Leiter sind gefordert,hier einzugreifen,wenn sie was erkennen. Dasselbe ist es mit der Pflicht,den Tauben Telefonringe anzulegen.Auch hier ärgere ich mich jedes Mal,wenn ich wieder einen Zuflieger ohne Telefonring habe. Das ist kein Wunschkonzert,das ist PFLICHT! Und auch hier sind die EST-Obmänner gefordert,keine Tauben ohne Ringe in die Kabine kommen zu lassen.
Geflogen sind die Tauben gestern wieder sehr schön. Die Temperaturen sind ja auch im angenehmen Flugbereich.So kann es gerne weitergehen.
Beim Ostseeflug Usedom war heute nochmal ein Trainingsflug von 82 KM.Der 1. Preisflug wurde ja letzte Woche gestrichen und soll diese Woche stattfinden. Auflass war um 07 Uhr und die Tauben sind wohl irgendwo falsch abgebogen,denn die ersten Tauben kamen erst um 08:37 Uhr an,dann aber Schlag auf Schlag. Meine Erste kommt um 08:40 Uhr als 241.,dann geht es weiter mit 297.(08:41 Uhr), 489.(08:43 Uhr), 881. (08:45 Uhr) und abgeschlagen die Letzte Teamtaube auf dem 1880.Platz um 09:09 Uhr. Man sieht also,trotz der schlechten Flugzeit unter 1000m/min wieder eine Massenankunft und ein glatt gelaufener Flug.Stand jetzt sind knapp 2000 von 2028 Tauben am Schlag. Das hat der Mirko wieder gut hinbekommen. Wäre das der Endflug gewesen,hätte ich eine Taube in den Preigeldern und 4 von 5 Preisen gemacht (beim Ostseeflug machen 50% der eingesetzten Tauben Preis,nicht 33,3%).Aber auch bei 33,3% hätte ich noch 5/3 gemacht. Das ist doch alles ganz erfreulich,aber um tatsächlich aus den Miesen zu kommen,bräuchte ich schon ein deutlich besseres Ergebnis auf dem Endflug.Aber so darf man ja nicht rechnen.

12.08.2018: Ich habe gerade gesehen,dass mein guter Kumpel Mirko Werner aus der RV Uelzen und Umgebung gestern einen Auftakt nach Maß mit den Jungen hingelegt hat. 41/27 Preise und die Meyerholz-Tauben sehr gut mit dabei. Das freut mich sehr für diesen symphatischen Sportfreund,vor Allem nach dem ganzen Kummer und den horrenden Verlusten, die er im Frühjahr durch den Wanderfalken hatte. Sehr schön! :-)
Auch der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV,bekannt als "Taubenschlag Insider" auf Youtube, legt einen Traumstart mit 11/10 hin.
In der RV Ostfriesland startet Dirk deBeer mit den ersten 4 Konkursen ins Jungtaubenjahr.Ich hoffe,das heilt einige Wunden vom Endflug mit den Alten,auch wenn da leider noch viele Gute fehlen.Ich drücke ihm die Daumen,dass noch die eine oder Andere kommt!
In unser RV war der Vorflug wohl windbedingt sehr anspruchsvoll aber letztlich kein Katastrophenflug.Um 10:10 Uhr wurde aufgelassen und Nachmittags gegen 13 Uhr fehlten bei einem Bekannten noch 8 von 44,bei einem Anderen 6 von 35. Das ist in Anbetracht der Umstände,dass der erste Vorflug schon fast 3 Wochen her ist und das sie also unerfahren waren inklusive des sehr starken Windes bei einer großen Ausdehnung der RV noch im Rahmen und es werden ja auch noch Tauben gekommen sein. Ingesamt war es also eine sehr vernünftige und richtige Entscheidung,den Reiseplan NICHT stumpf durchzuziehen,sondern mit den Vorflügen weiterzumachen.

10.08.2018: Gestern ab 19 Uhr zog hier eine Unwetterfront mit Starkregen und Sturm durch. Gott sei Dank sind wir von größeren Schäden verschont geblieben. Auch jetzt weht es noch sehr ordentlich,aber diese Abkühlung und vor Allem den Regen haben wir ja auch dringend gebraucht. Die Luft ist jetzt sauber,frisch und sehr angenehm, die Temperaturen so um 24 Grad den Tag über. Es muss nur noch aufhören,so stark zu wehen,dann haben wir perfektes Taubenwetter.
Aufgrund des nach Osten abziehenden schlechten Wetters ist der 1. Preisflug beim Ostseeflug Usedom auf nächste Woche verschoben worden.Eine vernünftige Entscheidung,die meine vollste Unterstützung findet.
Heute setzen wir in der RV für einen weiteren Vorflug noch vor der Elbe ein. Auch das ist vernünftig,dass man jetzt nicht stur den Flugplan durchzieht sondern erstmal noch einen oder zwei Vorflüge startet.Insgesamt haben also alle Entscheidungsträger die für mich richtigen Entscheidungen getroffen. Sehr schön!

09.08.2018: Wie es mit der Jungtierreise in der RV weitergeht ist derzeit noch völlig offen. Laut Plan steht am Samstag der 1. Preisflug an,aber das wird ja wohl nicht so kommen,denn bis auf einen einzigen Vorflug ist in der RV nichts mehr gelaufen. Die Wetterlage ist halt auch aussergewöhnlich und es ist immer besser, vorsichtig zu sein,als irgendwas einfach mal durchzuziehen weil man irgendwelche Termine einhalten muss und das Beste zu hoffen. Denn die Jungen von heute sind ja die Jährigen von Morgen und da auch unsere RV immer noch nach gesetzten Tauben abrechnet (was Blödsinn ist,aber anderes Thema) zählt jede Taube in der Kabine,da sie bares Geld darstellt. Somit wären also alle gut beraten,die Jungreise möglichst verlustfrei durchzuführen. Stures Durchziehen wegen der Einhaltung der Bedingungen zur deutschen Jungtaubenmeisterschaft,wie es ja auch jetzt noch einige Uneinsichtige schon fordern,wäre sicherlich der falsche Ansatz dazu. Mich selbst interessiert dies zwar nur am Rande,da ich keine eigenen Jungtauben im Programm dabei habe,aber größere Verluste bei den Züchtern auf der Jungreise sind eine Hypothek,welche sie den ganzen Winter mit sich herumschleppen und welche die Stimmung drückt.
Die Derbytauben sind gestern wieder geschlossen geflogen,es waren ja auch "nur" noch 32 Grad. Und wieder ist ein Pulk deutlich länger geflogen als der Rest. Interessant ist auch,wie verschieden die Tauben im Charakter sind. Die Gehämmertscheck 251 z.B. fliegt zwar nie in dem Pulk,der immer so lange fliegt,aber sie fliegt immer wieder alleine ab und dreht ein paar Minuten ihre Kreise,um sich dann wieder auf den Rasen zu setzen,kurz ein paar Körner zu picken,vielleicht mal den Schnabel in die Tränke zu halten und dann noch ne Runde zu fliegen. Das macht sie öfters pro Freiflug und damit ist sie die Einzige,die das tut.
Der Schwarzscheck 78 wurde von mir im Video "Hitzefrei!Die Derbytauben im Juli" angesprochen. Ein wunderschöner Vogel,aber bis dato war er einer der "Faulen",die nur ungern rausgegangen sind und wenn,dann auch nur recht kurz. Dieser Vogel hat in den zurückliegenden knapp 2 Wochen einen Sinneswandel vom Saulus zum Paulus durchgemacht,denn nunmehr gehört er zu dem Trupp,der immer am Längsten fliegt. Gestern war er sogar in der Fünfergruppe,die als allerletztes gelandet ist.Gefällt mir!
Auch der Rote 483 ist einer,der fast immer zuletzt landet und am Meisten fliegt.Er ist daran von den anderen Roten zu unterscheiden,dass die Farbe bzw. die Hämmerung so leicht "verschmiert" aussieht.
Die Scharze 48 ist ja auch in dem Pulk der Längerflieger (ich berichtete am 06.08.) und jetzt weiß ich auch,warum. Ich habe mir mal die Abstammung der Täubin angeguckt und der Vater war 2017 die 12.As-Taube beim Ostseeflug Usedom. Aha! Daher kommt das. Ausserdem habe ich festgestellt,dass die 48 die Nestschwester von dem Blauen 49 ist,den ich ja im Video "Badetag" kurz als einen derjenigen angesprochen habe,dem ich was zutraue. Ob der 49 jetzt auch zu der Vielfliegertruppe gehört weiß ich natürlich nicht, denn ein Blauer fällt im Flug unter vielen Blauen und Gehämmerten nicht auf. Eine Schwarze dagegen schon.
Und so gibt es doch so einige Tauben,die einem auf die eine oder andere Weise auffallen oder sich durch die eine oder andere Schrulle bemerkbar machen. Es ist auch schön,wenn einem mehr Tauben mit positiven Dingen auffallen als Tauben mit negativen Eigenschaften. Zu den negativen Eigenschaften gehört es z.B., wenn eine Taube nach dem Landen deutlich länger und deutlich hörbarer hechelt als der Rest. Da stimmt dann was mit den Luftwegen nicht und diese Tauben schreibe ich mir dann eben auf der "Minus-Seite" in mein Merkheft. Das macht natürlich Arbeit und verlangt eine intensive Beobachtung der Tauben aber so eine Kladde ist später im Herbst dann Gold wert wenn es darum geht,die Tauben auszuwählen,die mit über den Winter kommen sollen. Ich würde das jedem Züchter empfehlen,sich diese Mühe auch und gerade bei Jungtauben zu machen. Man muss nicht alles mitnehmen,was nach der Reise noch im Schlag ist,vor Allem dann nicht,wenn das Jungtierprogramm vielleicht kaum durchgezogen werden konnte. Je weniger Tauben,dafür aber nur positiv belegte, man mitnimmt ins Winterhalbjahr,desto besser für den Gesamtbestand und den Geldbeutel des Züchters. Denn Hand aufs Herz: jeder von uns nimmt viel zu viele Tauben ins nächste Jahr,die dann doch nicht die Erwartungen erfüllen können. Durch das stetige Sammeln von Informationen und eine konsequente Selektion kann man da viel Positives bewirken.

08.08.2018: Gestern hatten wir es hier rekordverdächtige 37,5 Grad am Schlag. Ich habe da natürlich darauf verzichtet,die Tauben in die Luft zu bringen.Allerdings sind etwa 40 Stück dann freilwillig so 15 Minuten geflogen,die haben dann aber auch stark gehechelt,als sie wieder gelandet sind. Kein Flugwetter, sowas! Aber heute bzw. Morgen sollen ja Gewitter und danach die "große" Abkühlung auf "nur" noch 27-28 Grad kommen. Irgendwie schon komisch,dass man 27 Grad schon als "kühl" bezeichnen muss. So sehr ich die Bauern auch bemitleide,ich hoffe ganz egoistisch,dass sich die Hochdruckphase bis Ende Oktober hält. So warm muss es ja nicht sein,aber es muss auch nicht  sein,dass sich gerade zu meiner Preisflug-Zeit dann ein Tiefdruckgebiet ans nächste reiht. Das wäre überhaupt nicht cool.

07.08.2018: Am Freitag soll der erste Preisflug beim Ostseeflug Usedom stattfinden.Hui,was bin ich aufgeregt! Wobei es eigentlich ja klar ist,dass es von diesem 113 KM Flug eine große Massenankunft geben wird und die ersten 3 Fleischtöpfe somit reiner Zufall sind. Trotzdem werde ich gespannt vor der Live-Liste sitzen. Meine  5 Teamtauben sind jedenfalls noch alle dabei,auch wenn sie sich,was die Platzierungen angeht,bislang nicht mit Ruhm bekleckert haben. Aber wenn die erste Taube vom Vorflug um 07:51 Uhr über die Antenne läuft und die erste eigene Taube dann als 764. um 07:58 Uhr, ja was will man denn da rauslesen.Die ist halt mit den anderen 1200,die zusammen gekommen sind,noch um den Schlag gekreist,weil sie noch nicht ausgeflogen waren. Bei einem so gut geführten Rennen wie bei Mirko, bei solchen Massenankünften,da ist es nunmal auch ziemlich "Lotterie", welche von den paar Hundert gleichzeitig Angekommenen das Rennen nun macht. Aber lieber solche Flüge als Todesflüge. Spannend bleibt es ja trotzdem.

06.08.2018: Nachdem ich am Samstag ein kleines Video vom Badetag und zur Versorgung eingestellt habe sind auch abends die letzten Ersatztauben vergeben worden. 3 waren aus der Liste noch nicht vergeben,aber die haben mir körperlich bei der Anwesenheitskontrolle nicht so gut gefallen,als dass ich sie zur Aktivierung freigegeben hätte. Was aber nicht heißt,dass sie sich nicht noch entwickeln können. Einige Wahnsinnige haben am Wochenende bei über 30 Grad und feuchtheißer Luft 600 Km-Flüge durchgeführt und auch der Weitstreckenflug von Perpignan wurde gestartet. Da kann man echt nichts mehr zu sagen,Hirnriss pur. Auch einige Jungtaubenflüge wurden durchgeführt und da war es unterschiedlich.Von kurzen Entfernungen um die 100 KM waren Konkurse von 10 Stunden bis zu 4 Minuten dabei. Ich denke mal,bei denen,wo es gescheppert hat,war da irgendwas Anderes im Busch als die Hitze.Bei einer Flugzeit von etwas über einer Stunde (theoretisch) müsste die Hitze keine Auswirkung haben,siehe die glatten Flugverläufe bei anderen RVen und auch die Ergebnisse der Vorflüge beim Ostseeflug Usedom. Was genau da in diesen RVen schief gelaufen ist,das müssen jetzt die Verantwortlichen möglichst konkret aufarbeiten um weiteres Unheil zu vermeiden.
Bei den Derbytauben soweit im Westen nichts Neues. An beiden Tagen des Wochenendes sind sie wieder sehr ansprechend geflogen,obwohl wir Nachmittags wieder Temperaturen um die 30 Grad hatten. Bei dieser Hitze fliegen sie immer so hoch,dass man sie kaum sehen kann,ich nehme mal an,weil es dort oben kühlere Luftschichten gibt.
Im letzten Jahr hatten wir hier ja die "glorreichen 30",einen Trupp Tauben,der immer länger,höher und schneller flog als der Rest. Auch wenn ich es nicht beweisen kann,so glaube ich,dass so ziemlich alle As-Tauben 2017 diesem Trupp angehörten und das Rennen unter sich ausmachten.
Umso positiver stimmt es mich,dass aus diesen Glorreichen 30 nun die "Glorreichen 80" geworden sind,denn dieses Jahr ist der Trupp der Viel-,Länger-und Höherflieger deutlich größer geworden. Wieder ein Zeichen für die gesteigerte Taubenqualität und/oder die noch optimalere Versorgung in diesem Jahr. Ich bin da jedenfalls guter Dinge,wenn ich mir die Truppe so anschaue.Hoffen wir nur,dass nicht wieder so ein Flug wie der Zweite im letzten Jahr kommt. Da waren nämlich gleich ein paar Vögel weg,die ganz oben auf dem Zettel standen. Ja,die jungen Burschen,einige brummen jetzt schon ordentlich rum und drehen sich auf dem Dach wie ein Kreisel. Wenn die mal nicht zu scharf sind um vernünftig zu fliegen.Sobald die Hormone das Hirn fluten wird es ja schwer mit der Konzentration auf den geraden Weg nach Hause. Wir werden sehen......
Eine Angehörige der diesjährigen Glorreichen 80 kann ich aber schon jetzt bestimmen, es ist nämlich die einzige schwarze Taube,die ich dieses Jahr im Schlag habe,die vom Karl Urlberger. Das freut mich persönlich wirklich sehr,da ich ja schwarze Tauben sehr gerne mag und wenn die dann auch noch so schön zeigen,dass sie von der Flugleistung her zum oberen Drittel der Tauben gehören,dann freut mich das noch mehr. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden,ob diese 80 nicht nur fit am Körper sondern auch im Kopf sind. Denn was nützt all die Fitness wenn sie sich nicht orientieren können? Aber auch da bin ich sehr zuversichtlich dieses Jahr. Eine wirklich schöne Truppe.

03.08.2018: Jetzt ist die Zeit gekommen,wo die jungen Raubvögel von ihren Eltern angelernt wurden und sich nun ein neues Revier suchen müssen. Das habe ich gestern sehr eindrucksvoll zu sehen bekommen. Erst gab es einen (Gott sei Dank noch recht unbeholfenen) Angriff eines jungen Habichtmännchens auf die Derbytauben. Gut zu erkennen war das Jugendgefieder,braun gebändert anstatt gesperbert und braune anstatt schiefergraue Flügeldecken. Da die Jungen wild durcheinander flogen und er auch in gerader Linie auf halber Höhe angriff anstatt aus der Deckung heraus oder von oben stürzend, hatte er keine Chance und konnte sich auch nicht auf eine einzelne Taube fokussieren. Mein Schreien und Klatschen irriterte ihn zusätzlich und so zog er halbhoch über die Bahnlinie ab und begann nach einem weiteren halbherzigen Angriff auf die Nachbarstauben zu kreisen. Und auf einmal kommt vom Bereich hinter dem Schlag wie ein Pfeil das alte Habichtmännchen rübergeschossen! Der hat sich überhaupt nicht für die Jungen interessiert sondern ging sofort in den Angriff auf den Junghabicht über. Diese ansonsten so stillen Raubvögel stimmten ein lautes Gezeter an,als sie sich in der Luft bekämpften, ein faszinierendes Schauspiel. Der Alte hatte schnell die Oberhand und der Junge gab reichlich Fersengeld und verschwand Richtung Osten. Der Alte kreiste noch halbhoch etwa 5 Minuten an derselben Stelle und kam dann wieder in die Richtung zurückgeflogen,aus der er kam. Er passierte meinen Schlag und wieder würdigte er die Tauben nicht mal eines Blickes. Alles ,was er wollte,war sein Revier gegen den Junghabicht zu verteidigen.Vielleicht war es sogar sein eigener Sohn,aber um diese Zeit müssen die Jungtiere dann wohl auf eigenen Beinen stehen lernen.
So sehr ich als Taubenzüchter Greifvögel auch nicht mag,aber das war echt ein interessantes Stück Natur,was sich da abspielte.Das hat man nicht jeden Tag.
Die Tauben,welche nicht schon im Schlag waren,sammelten sich zu einem Schwarm,der erst sehr hoch flog,dann aber rasch tiefer kam,landete und  reinging. Die letzten beiden Tauben kamen um 20 Uhr kurz vor dem Zumachen. Glück gehabt! Aber auch die jungen Habichte,Sperber und Falken werden im Laufe der Zeit dazu lernen.

02.08.2018: Gestern hatte ich also Hochzeitstag und war ganz überrascht,als meine Frau mir sagte,dass unsere Ehe jetzt "volljährig" ist. 18 Jahre verheiratet. Kinder,wie die Zeit vergeht. 10 Jahre bin ich jetzt schon hier im Garten wieder mit Tauben im Gange.
Das das Flugtraining von Anfang an so gut funktioniert,hätte ich nicht gedacht. Wenn ich sie mit der "Fahne" in die Luft komplimentiere,ist wirklich keine einzige Taube mehr auf der Erde und alle sind am Fliegen.Alle! Das war z.B. letztes Jahr auch noch anders,da hatte ich um diese Zeit immer noch 10-12,die nur von einer Seite zur anderen geflattert sind,egal,wie sehr ich auch gewedelt habe(die waren dann aber auch sehr rasch bei den Flügen "JWD"). Und der weitaus größte Teil der Jungen fliegt auch schon nach 3 Tagen für mich sehr ansprechende 15-20 Minuten,einige bis zu 40 Minuten. Und das Alles wohlgemerkt bei nachmittäglichen Temperaturen von deutlich über 30 Grad. Das finde ich schon echt klasse,denn das zeigt ja auch,dass die Truppe gut in Schuß ist.
In der RV sind am Wochenende keine Flüge. Die Alttaubensaison ist also ohne den Endflug beendet worden und auch der 3.Vorflugtermin mit den Jungen wurde gestrichen. Am 11.08. steht allerdings schon der erste Preisflug auf dem Plan. Wie die Verantwortlichen der RV das händeln,da bin ich mal gespannt. Wird man alles nach hinten schieben? Wäre ja sinnvoll. Oder wird man ganz normal wieder in das Programm einsteigen und einfach auf den 1. Preisflug fahren ohne die 2 ausgefallenen Vorflüge nachzuholen? Ganz ausschließen kann man das auch nicht. Ich jedenfalls bin ganz froh,dass ich keine RV-Jungtauben habe,die ich dieser Witterung und dem damit verbundenen Hin und Her aussetzen muss. Ich bin ja von jeher kein Freund davon,das Jungtaubenprogramm immer in der heißesten Zeit des Jahres zu starten.Alles,was wegkommt,fehlt als Jährige in der Kabine.Und alles,was wegen Flugausfällen nichts lernt,ist meist im nächsten Jahr auf den ersten Flügen weg bzw. zumindest stark benachteiligt.Insgesamt für alle Verantwortlichen eine schwierige Gemengelage. Daher wünsche ich allen Entscheidungsträgern ein gutes Händchen für ihre Wahl,was dieses Jahr zu tun ist.

31.07.2018: Ich bin begeistert von den Jungen dieses Jahr! Was für eine geile Truppe! Gestern wurden sie ja das erste Mal mit der Angel in die Luft komlimentiert und ich habe nicht allzu viel erwartet.Sie sollten ein Mal richtig durchstarten und dann dachte ich, dass sie ,auch wegen der Temperaturen, recht schnell wieder landen. Sie sollen sich ja erstmal langsam an den Ablauf gewöhnen.Aber die Bande scheint dieses Jahr echt gut drauf zu sein. Gut drei Viertel der Jungen starteten nämlich richtig durch,gingen gaaaaaanz hoch,sodass sie nur noch als blinkende Schatten zu sehen waren,wenn sich der Schwarm drehte und so flogen sie gute 20 Minuten bei 34 Grad im Schatten ihre Kreise und sogar für einige (bange!) Minuten ausser Sicht. Der Rest paddelte erwartungsgemäß einige Minuten solo oder in kleinen Gruppen durch die Gegend und landete dann auch recht schnell. Aber das so eine große Horde von 150-160 Tauben sich gleich zum kompakten Schwarm findet und dann so hoch und vor Allem so lange fliegt,das hätte ich nicht erwartet.Einmal mehr für mich eine Bestätigung,dass die durchschnittliche Qualität der Tauben dieses Jahr noch viel besser ist als letztes Jahr.Und auch ein Anzeichen dafür,dass sie fit und gesund sind,ich also bislang nicht allzu viel falsch gemacht haben kann. So etwas freut einen doch ganz ehrlich tief drinnen,wenn die Tauben einem zeigen,dass sie gut drauf sind.Bin echt gespannt,wie die sich auf der Reise schlagen.ich denke mal,das Teilnehmerfeld,dass um die Fleischtöpfe fliegt,ist dieses Jahr deutlich größer und wird am Ende auch noch viel dichter in den Punkten zusammenliegen als letztes Jahr.Das wird ein harter Kampf um die Spitze,bei dem sich die Tauben von Flug zu Flug gegenseitig die Punkte klauen und letztlich werden dann so Kleinigkeiten wie schnelles Reingehen über Wohl und Wehe entscheiden. Jedenfalls ist mir derzeit nicht bange vor dem Reiseprogramm, nicht mit dieser geilen Truppe.:-)

30.07.2018: Erneut ist gestern von einem Apfelbaum ein größerer Ast abgebrochen.Wenn das so weitergeht,habe ich am Ende des Jahres einen kahlen Garten. Aber die sind ja auch schon sehr alt und groß,die Bäume.Gestern Nachmittag hatte ich auch überraschend Besuch vom Sportfreund Dirk Gebert,der ja in Norwegen lebt,aber gefühlt immer mit seinem Auto quer durch Nordeuropa unterwegs ist,um Fenster,Tauben,Ziervögel,Maschinen und wer weiß was noch alles von a nach b zu fahren. Hat mich jedenfalls sehr gefreut als er plötzlich im Garten stand. Ich finde es ja gut,dass ab und an mal Besuch in den Garten kommt,dann kann man ja live vor Ort zeigen,dass die Tauben in Ordnung sind.Am Abend hatte ich dann wieder ein längeres Telefonat mit dem Sportfreund Heinz Trute,der den Verlust einiger von ihm gezüchteter Tauben recht locker weggesteckt hat. Es ist ja auch nicht so,dass ich die jetzt aus Bosheit von der Liste streiche,aber was weg ist,ist eben weg.Was soll man da machen?  Ab heute geht dann auch für die Derbytauben der Ernst des Lebens los,das Fahnentraining. Notwendig deshalb,weil sie von allein kaum richtig in die Luft kommen würden.Das war schon in Vor-Derby-Zeiten so und deswegen muss man da immer ein wenig nachhelfen.Ich beneide ja immer ein wenig die Züchter,deren Junge Morgens und Abends stundenlang durch die Gegend knallen.Das haben meine und Vaters Tauben in den 40 Jahren,die ich im Kopf habe, noch nie gemacht.Aber wenn ich letztlich in die Listen gucke,kann das alles ja nicht so richtig kriegsentscheidend sein.Denn sowohl die Ergebnisse als auch die Verluste sind bei beiden Varianten annähernd deckungsgleich.Nichtsdestotrotz ist so ein gut durchstartender Schwarm Jungtauben ja ein feiner Anblick.Und eine gewisse Grundkondition MUSS ja aufgebaut werden. Dazu wird die ganze Bande aus dem Schlag getrieben,die Türen und die Ausflüge geschlossen und dann werden sie mit Hilfe einer alten Angel,an die ein gelber Sack geknotet ist,in die Luft gebeten. Die ersten Tage werden sie nur ein Mal hochgejagt und können dann landen,wann sie wollen. Etwa die Hälfte fliegt aber schon einige Minuten. Natürlich hat man immer einige "Spezialisten" dabei,die nur von einer Dachseite zur anderen flattern. Das sind meist dieselben,die erst gar nicht rausgehen wollen wenn man sie nicht "tritt". Da sind sicherlich keine künftigen As-Tauben drunter......In der Luft gehalten werden sie die erste Woche noch nicht,sie dürfen landen,wann sie wollen. Auch dürfen sie bis Mittwoch noch durch die Türen reingehen,ab Donnerstag werden dann nur die Ausflüge wieder geöffnet,damit sie das dann auch zeitnah lernen.Viele kennen es ja schon. Und so wird es sich von Tag zu Tag ein bischen steigern bis sie dann am 26.08.,so es das Wetter zulässt,den ersten Trainingsflug haben. Auch das Futter wird jetzt umgestellt auf ein leichteres Reisefutter. Dieses Jahr hatte ich auch verschiedene Zusatzpodukte neu ausprobiert und überzeugt bin ich derzeit von dem Produkt "Hexenbier" von Röhnfried.Wenn man das gegeben hat,dann merkt man sehr deutlich eine Wirkung bei den Tauben. Also gibt es von nun an 1-2 Mal die Woche Hexenbier. Ja,man könnte sich etwas Ähnliches viel günstiger wohl auch selber zusammenkochen.Allerdings bin ich ganz schlicht gesagt zu faul dafür und traue meinen Fähigkeiten als Koch auch zu wenig. Schade nur,dass so eine handelsübliche Flasche nur ganze 2 Mal ausreicht bei der Horde. Da blutet der Geldbeutel....sonst gibt es 1x die Woche C-Phos (heute zum Beispiel) und 1x die Woche Blitzform ins Wasser. Den Rest der Woche wird das Wasser mit Soft Acid vom Teekontor Werlte angesäuert. 2x die Woche wird das Futter mit Moorkonzentrat und Mineralith, ebenfalls vom Teekontor Werlte,angemischt und das war es dann auch schon. Täglich frischer Patagoon-Grit mit Taubenkuchen untergemischt versteht sich von selbst. Und die Tauben gefallen mir wirklich sehr gut mit dieser Versorgung. Nur vernünftig fliegen müssen die "Hühner und Laufenten" jetzt noch lernen.:-)

28.07.2018: Nachdem ich gestern noch lange die Mondfinsternis,den Mars und den Vorbeiflug der internationalen Raumstation ISS verfolgt habe,klingelte schon um 04 Uhr der Wecker und ich machte mich auf zur ersten Bestandskontrolle. So früh deshalb,weil ich a) die Tauben noch im Dunkeln fangen wollte und b) bei den derzeitigen Temperaturen möglichst schnell mit der Angelegenheit fertig sein wollte um die Tauben nicht zu sehr zu stressen. Es fehlen bislang 32 Derbytauben. Auch hier auffällig,dass bei einigen Züchtern schon mehr als eine Taube fehlt,bei anderen gar keine. Ganz besonders traurig war ich,als ich festgestellt habe,dass so einige Tauben vom Sportfreund Heinz Trute fehlen. Er hatte ja Tauben für 3 Teams gestellt und leider hat es da ganz schön gescheppert. Da ich weiß,dass der Heinz einer derjenigen ist,welche dieses Rennen mit Feuereifer verfolgen und der da richtig mit Herzblut dabei ist, bin ich natürlich besonders betrübt. Aber nicht jedes Zuchtjahr ist gleich und vielleicht zaubert eine der verbliebenen Tauben ja doch noch am Ende ein Lächeln auf sein Gesicht.Ich hoffe nur,dass er jetzt nicht allzu deprimiert  ist.....
Was mir noch aufgefallen ist,diesmal positiv: von den Tauben,die ich von den Sportfreunden Mirko Werner (Meyerholz-Nachzuchten) und Mathias Frank ( Scheugl-Nachzuchten) für meinen Eigenbedarf bekommen habe, fehlt nicht eine Einzige! Alle da! Das hat mich wirklich sehr gefreut.
Die bisherigen Verluste setzen sich zusammen aus insgesamt 7 Toten wegen Krankheit (verstorben oder erlöst), 3 erkannten Drahtopfern (wie viele unerkannt ins Gebüsch gefallen sind?....),1 neben dem Garten aufgefressen und der Rest "am Haus weg". Einige werden von diesem vermaledeiten Freitag den 13. noch fehlen (sh Tagebuch),aber den Großteil der Fehlenden hat der Raubvogel entweder vernascht oder verjagt. Allerdings ist bislang keine einzige Jungtaube gemeldet worden.Ja,so ist das hier in der naturnahen Heide, es gibt eben alles an Raubvögeln was man sich so "wünscht".Und da der Garten ja auch an ein dichtbewachsenes Grundstück grenzt,kann er sich gut anschleichen.Die Meisten wird er sicherlich unter denen gefunden haben,die noch immer draußen sitzen wenn ich das erste Mal wegfahre,dann sind sie ja unbeaufsichtigt. Allerdings ist die Disziplin derzeit schon sehr gut ,sodass kaum noch eine Taube länger draußen sitzt. Insgesamt bin ich recht zufrieden,auch wenn jeder Verlust einer zuviel ist.........

27.07.2018: Die erste Anwesenheitskontrolle wird schon jetzt am Wochenende durchgeführt,denn ich habe leider für meinen Hochzeitstag am 01.08. kein Frei bekommen.Blöde Ferienzeit! Aber da meine Frau auch arbeiten muss,ist das nicht so schlimm. Bin schon gespannt,wer bis jetzt alles schon die Segel gestrichen hat,ein paar weiß ich ja.
Ich bin ja so froh,dass das Heidederby ein Rennen für die 3.Zucht ist,da muss ich nicht jetzt in der größten Hitze termingestresst versuchen,die Tauben auf die Traings-und Preisflüge zu bekommen,weil es sonst nach hinten raus mit den Endflügen eng wird. Ich fange gemütlich an,wenn die Anderen alle schon durch sind mit ihrem Programm. Ab nächste Woche aber muss ich zumindest anfangen,die Tauben regelmäßiger in die Luft zu bekommen,auch wenn dort noch 30 Grad sind. Sonst bauen sie ja gar keine Kondition auf. Aber das werden wir schön kleinschrittig tun,nur nicht hetzen,nur nichts übers Knie brechen. Schritt für Schritt,so werden sie fit.

26.07.2018: Auch in diesem Jahr ist es so,dass ich mir schon wieder fleißig Notizen über die Tauben mache. Ganz besonders auffällig sind ja immer die,welche man mit einer Brechstange aus dem Schlag treiben muss,damit sie mal rausgehen. Das sind nicht ein paar,die mal nicht rausgehen wollen aber sonst schon ,sondern so 7-8 Tauben,die freiwillig keinen Fuß vor die Tür setzen. Das werden meiner Erfahrung nach niemals Gute. Auch diejenigen,die schwerer krank waren und sich berappelt haben,stehen auf der Liste. Diese ganze Fummelarbeit (Beobachten,Nummer herausfinden,Eindrücke aufschreiben,weiter im Auge behalten) mache ich mir aus dem einzigen Grund,im Herbst einen Anhaltspunkt zu haben,welche Tauben ich über den Winter mitnehme. Denn es werden ja nur die ersten 30 As-Tauben online versteigert,da es sich im letzten Jahr gezeigt hat,dass an Tauben,die nicht unter den ersten As-Tauben sind,online kaum Interesse besteht. Es sei denn,sie kommen von einem großen Namen.Deswegen kann man sich die Einstellungsgebühren auch sparen. Der Rest wird ja am Schlag ,z.B. am Tag nach dem Endflug, zum Verkauf freigegeben. Wenn aber die Resonanz so spärlich ist wie letztes Jahr,dort waren gerade mal 4 Züchter am Schlag, dann werden auch heuer mehr Junge übrig bleiben,als ich über den Winter mitnehmen kann. In dieser Situation ist es dann hilfreich,seine Notizen,die man über das Rennen hinweg gesammelt hat, zu Rate ziehen zu können,um nicht aus allen Nähten zu platzen. Natürlich hoffe ich,dass die meisten Tauben an den Mann gebracht werden können,aber man muss halt realistisch bleiben. So kurz vor Kassel herrscht immer ein Überangebot auf dem Markt. Alle Tauben wird man da nicht los,vor Allem nicht die ohne "schicke" Abstammung oder von "unbekannten" Züchtern. Obwohl diese Tauben ja keinen Deut schlechter sein müssen als die eines Dirk deBeer,Manfred Meyerholz oder sonstiger bekannter Namen.

25.07.2018: Ich hoffe,das Video ist zu eurer Zufriedenheit geworden.Ich finde die Perspektive der Kamera,wenn ich sie auf den Boden stelle, recht interessant. Leider blinkt da ja immer ein rotes Licht,wenn die Aufnahme läuft,deswegen sind die Tauben noch etwas schüchtern,sich der Kamera sehr dicht zu nähern. Ohne dieses Blinklicht wäre die Kamera ja mitten drin im Whooling.
Gestern habe ich dann auch gesehen,dass die ersten Listen der Trainingsflüge vom Ostseeflug Usedom online sind. Auch wenn die bislang maximal 12 KM geflogen sind ,es Massenankünfte waren und dies natürlich keinerlei Tendenz für später abgibt,habe ich mich dabei ertappt,ganz gespannt die Listen nach meinen Tauben durchzuforschen und habe mich immer gefreut,wenn ich eine gefunden habe. Auf dem 4.Vorflug mache ich sogar den 54.Konkurs und auf dem 5.Vorflug den 92.Konkurs. Ausserdem war ich sehr stolz ,dass alle meine 5 Tauben da waren als noch über 900 gefehlt haben. Bekloppt,ich weiß,aber es macht auch irgendwie Spaß,die Listen nach den eigenen Tauben zu durchforsten. Und dann denkt man sich: "wenn das der Endflug wäre,dann hätte ich ja 3 in den Preisgeldern..." und das von 12 KM. Naja, Taubenzüchter halt. Alles Wahnsinnige. Und ich bin der Schlimmste :-)
Noch kurz ein Wort zu den Flügen,die am letzten WE vom Südosten in einer Katastrophe geendet haben. Es ist natürlich erschreckend und ein Armutszeugnis,wie jetzt von Seiten der Verantwortlichen versucht wird,den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und die Verantwortung auf andere Schultern abzuwälzen. Dabei wäre es recht einfach: man stellt sich einfach vor die versammelte Züchterschaft und beugt demütig das Haupt, gesteht seine Fehler ein und bittet um Entschuldigung. Und dann lernt man draus und macht es nächstes Mal eben besser. Da bricht man sich doch keinen Zacken aus der Krone. Also was soll dieses Rumgeeiere?
Ich kann immer nur von mir ausgehen und als letztes Jahr der 2. Flug so schlecht gelaufen ist, da konnte ich tagelang nicht richtig schlafen und habe ständig darüber gegrübelt,was ich falsch gemacht habe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen,die Wetterdienste oder gar die Züchter der Tauben verantwortlich zu machen. Letztlich führten all diese Überlegungen zu keinem Ergebnis,denn es haben mir 3 erfahrene Flugleiter unabhängig voneinander bestätigt,dass das Wetter sehr gut war und es nun mal "einer dieser Flüge war,die man rational nicht erklären kann."
Aber mir graust es davor,dass sowas vielleicht nochmal passiert. Und wenn ich dann noch zu dem Schluß komme,dass ein schlechter Flug auf eigene Fehler zurückzuführen ist,dann habe ich hoffentlich den Mut,mehr Größe zu zeigen als es die Verantwortlichen vom Wochenende jetzt tun. Denn das ist wirklich erschreckend und gibt kein gutes Bild von diesen Sportfreunden ab.

24.07.2018: Gestern wurde also der 1. Vorflug mit den Jungen unserer RV gestartet. Es war dem Vernehmen nach kein Zuckerschlecken und die Jungen kamen teils den ganzen Tag verteilt einzeln oder in kleinen Gruppen an,aber letztendlich waren bei den 3 Züchtern,die ich kontaktet habe,abends der Großteil der Jungen wieder zu Hause. Und gelernt haben sie bei so einem Flug sicherlich mehr als bei einer Massenankunft in 2 Minuten. Und genau darum geht es ja,die Jungen sollen was lernen. Ich selbst war gestern wieder im Auftrag der öffentlichen Darstellung des Taubensportes unterwegs und habe abends eine Taube aus einem Dorf bei Privatleuten abgeholt.Eine zweijährige Polin. Die Leute hatten sich schon 1 Woche rührend um das Tier gekümmert und es nun endlich in einem Hobbyraum eingesperrt bekommen. Natürlich bin ich dann gleich um 20 Uhr dorthin und habe das Tier an mich genommen. Das macht man einfach so,wenn man von Privatleuten aus der Nähe angerufen wird und dann ist man auch nett und höflich und plaudert mit den Menschen. Wie sonst sollten wir uns selbst und unser Hobby denn auch nach außen positiv darstellen? Ich kann die Leute nicht verstehen,die Anrufern dann sagen "lassen sie die mal wieder fliegen", "nach ein paar Tagen haut die eh ab" oder noch schlimmer " nein,ich hole die nicht ab!!" Wenn die Taube festgesetzt ist,fährt man hin und holt die, Punkt Aus Ende! Die Polin sitzt jetzt bei mir in der Krankenstation und wird noch ein paar Tage gepäppelt bis ich sie wieder wie die anderen Zuflieger auch mit zur Arbeit nehme und fliegen lasse. Lange braucht die nicht mehr,die Leute haben sie gut versorgt.
Heute ist dann auch wieder "Video-Zeit", da ich schon verschiedentlich darauf angesprochen wurde,wann denn "endlich" das nächste Video kommt. Ich finde es sehr schön,dass dort ein großes Interesse besteht,sich einen Überblick über den Sachstand beim Derby zu verschaffen und deswegen mache ich natürlich gerne ein Video,auch wenn ich euch keine stundenlang in der Luft hängenden Tauben zeigen kann. Gestern ist die ganze Bande zwar in die Luft gegangen aber bis auf so ca. 20 Stück,die etwas länger geflogen haben sind die Anderen recht schnell wieder gelandet. Es ist einfach viel zu heiß und die Sonne sticht auch ganz ordentlich,vor Allem nachmittags,wenn ich die Klappen aufmache.Es ist einfach kein Flugwetter.
Gestern rief mich auch der EST-Obmann an und teilte mir mit,dass der 600er am Wochenende komplett gestrichen wurde,d.h. für mich,kein Einsetzen am Donnerstag. Ob der Flug jetzt noch am darauffolgenden WE nachgeholt werden soll oder die Alttaubensaison jetzt komplett vorbei ist, war wohl noch nicht so klar. Wir werden sehen,was da noch kommt.

23.07.2018: Das Wochenende war bei den Derby-Tauben unaufgeregt,was man von vielen RVen und Regios,die ihren Endflug hatten, ja nicht behaupten kann. Eine sich schnell entwickelnde, prekäre und heftige Unwetterlage hat wohl den Ruhrgebietsflug ab Wels und den Nationalflug Pocking schwer getroffen. Auch der Regio 259 hatte einen schweren Endflug bei dem noch einige gute Tauben fehlen. Es ist halt derzeit sehr schwierig, vernünftige Entscheidungen zu treffen,denn dieser Sommer ist ja auch extrem. Fast so wie 2003,nur das es da mehr sehr heiße Tage gab. Vom Verband ist jetzt ein Flugverbot für Jungtauben ab Dienstag in Kraft gesetzt worden. Eine gute Entscheidung,welche die Last von vielen Schultern nimmt.
Ab dieser Woche wäre es nun soweit gewesen,dass ich die Jungen per Fahne an das Fliegen bringe,sie haben jetzt genug auf dem Rasen gepickt sowie kleine Runden gedreht und sollten sich den Schlag ins Hirn gebrannt haben. Da aber diese Woche die Hitzewelle erst so richtig losrollt mit dauerhaften Tagestemperaturen über 30 Grad und ich die Tauben ja nur Nachmittags rauslassen kann,wenn es am heißesten ist,werde ich darauf verzichten,sie unter Zwang zum Fliegen zu bringen und den Beginn des Flugtrainings auf nächste Woche schieben. Unsere eigene RV hat gestern zum 1. Vorflug von 35 KM (noch vor der Elbe) heute eingesetzt und ich erwarte bei frühem Auflass eigentlich keine großen Probleme,es sei denn ,jemand hat unerkannt kranke Jungtauben eingesetzt.
Den Sportfreunden aus den betroffenen Regios wünsche ich jedenfalls,dass ihre Tauben sich irgendwo vor dem Regen in Sicherheit gebracht haben und nachkommen,wenn das Wetter besser wird. Ich drücke euch allen die Daumen!

20.07.2018: Gestern ist einer der alten Apfelbäume bei mir im Garten komplett auseinandergebrochen. Man ,hat das gescheppert! Zum Glück waren die Jungen da aber schon mehrheitlich drin. Später habe ich dazu ein kleines Video gemacht und ins Netz gestellt,ihr könnt es euch ja gerne mal angucken. Das sind die Auswirkungen der extremen Dürre dieses Jahr. Der Regen,der letzte Woche an 2 Tagen runtergekommen ist,war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Bei so einer Wetterlage sind natürlich auch die RVen und OLR,welche jetzt langsam ihre Vor-und Preisflüge beginnen benachteiligt. Diese stechende Sonne,ein knallblauer Himmel und hohe Temperaturen sowie hohe Ozonwerte sind eben einfach kein gutes Wetter,um junge Tauben anzutrainieren.Hier ist sehr viel Fingerspitzengefühl seitens der Verantwortlichen gefragt,um Risikoflüge und unnötige Verluste zu vermeiden. Und ein aufgeheizter Kabi voller nervöser Tauben ist natürlich auch eine große JTK-Falle.
Auch in anderer Hinsicht macht mir die derzeitige Wetterlage Sorgen. Denn wenn es jetzt über einen langen Zeitraum ein derart stabiles Wetter ist,wie ist die Wetterlage dann,wenn MEINE Preisflüge dran sind? Die Sorge ist ja,dass sich dann über Wochen eine gegenteilige Wetterlage einstellt,welche es mir sehr schwer macht,die Flüge vernünftig durchzuführen. Aber gegen das Wetter kann man nichts machen und so hilft denn auch statt Lamentieren einfach nur.....Abwarten.

18.07.2018: Tja,das war es dann wohl schon wieder mit der JTK,wenn es denn die JTK war. Kurz und heftig. 3 Tote, 2 habe ich zusätzlich erlöst und jetzt ist die Bande wieder voll in Fahrt. 3 sitzen derzeit noch in der Krankenstation,die muss ich erstmal ein wenig auffüttern,bis sie wieder zu den Anderen können. Gestern war der Sportfreund Gerd Timmel bei mir am Schlag,als die Jungen draußen waren und auch seine Meinung ist "die sehen echt top aus". Soll mir sehr recht sein,wer braucht den Mist schon?
Jetzt sind auch die privaten Trainingstouren mit den Jungen in vollem Gange und auch die ersten RVen und OLR beginnen mit den Trainingsflügen. Dies fällt ja fast jährlich in die Phase der größten Hitze und so ist es jedes Jahr das gleiche Spiel ,ob nun privat trainiert oder im Verband: es bleiben gerne mal viele Tauben aus.
Meine von oben weithin sichtbare rote Festung mit ihrem großen,bunten Haufen an Tauben wirkt in dieser Zeit dann immer wie ein Treibanker für all die gestrandeten und verwirrten Existenzen,die in der Sommerhitze die Orientierung verloren haben und nun einen sicheren Hafen suchen. Fast täglich sitzen nun mehrere Zuflieger bei und nach dem Freiflug bei mir am Schlag,fast ausnahmslos Jungtauben,manche bereits mit und manche ohne Tipesring. Viele scheinen körperlich gar nicht so runter zu sein,aber man sieht ihnen in den Augen an,dass sie komplett verwirrt und neben der Spur sind. Der Grund ist sehr einfach:Wassermangel! Die Sonne und die Hitze steigt ihnen in den Schädel und das war es dann mit der Orientierungsfähigkeit. Dehydration ist der schlimmste Feind der Tauben. Deswegen steht bei mir auch immer ,wenn die Jungen Freiflug haben ,eine Tränke auf dem Rasen. Die Fremden haben es ziemlich schnell raus,dort zu trinken (die Meisten kennen die Tränken ja von zu Hause) und wenn sie dann getrunken haben und sich wieder auf das Dach setzen,dann kann man richtig sehen,wie die Lebensgeister zurückkehren. Da geht dann irgendwann der Kopf hoch,die Augen werden klar,die Taube bekommt Körperspannung und dann zack! haut sie irgendwann ab. Meist schnurstracks und ohne zu Zögern in eine bestimmte Richtung. Auch daran erkennt man,dass sie wieder weiß,wo es langgeht. Nur sehr wenige Tauben gehen tatsächlich in den Schlag. Diese werden meist 2-3 Tage in der Krankenstation gefüttert und getränkt bis ich den Eindruck habe,dass sie jetzt soweit ist, dann nehme ich sie Morgens früh,wenn es kühl ist,mit zur Arbeit (ca. 15 KM entfernt) und lasse sie fliegen. 99% kommen dann auch nicht wieder.Melden tu ich keine Jungtaube mehr, zu oft musste ich mir dumme Sprüche anhören und meist läuft es eh auf "Füttern,Tränken, Fliegen lassen" raus.
Unter Einbeziehung dieser Beobachtungen würde ich jedem Züchter raten,seinen Tauben vor den ersten Kabinenaufenthalten Wasser mit Elektrolyten in den Kropf zu spritzen. Die allermeisten Jungen sind die ersten Male noch zu dösig,die Tränke zu finden. Darüber hinaus werden die Boxen bei den Jungen meines Erachtens meist zu dicht besetzt. Wenn sich da einige vor die Tränkrinne stellen und die verteidigen,dann kommen die anderen nicht ans Wasser ran. Und wenn es dann am nächsten Tag rausgeht haben die Tauben ohne Wasser schon das erste Handicap auf dem Rücken. Diese Mühe, jeder Taube ein wenig Wasser einzuspritzen,lohnt sich im Hinblick auf die ersten Flüge bei diesen Temperaturen meines Erachtens durchaus.

16.07.2018: Leider hat am Wochenende mein Kameramann vom letzten Jahr für dieses Jahr endgültig abgesagt. Das ist doppelt schade,denn erstens finde ich,dass er das letztes Jahr wirklich sehr gut gemacht hat (die Reaktionen auf die Videos "toll","cooler Typ","echt witzig" der Zuschauer bestätigen das) und zweitens kann ich euch dann für dieses Jahr keine schönen Ankunfts-Videos zeigen. Ich fahre ja selber und  bin dann meistens noch nicht da,wenn die Tauben kommen. Und da ich ja nicht wie die großen Rennen eine Live-Liste habe,ist ein Ankunftsvideo ja ein kleines Trostpflaster für die Teilnehmer. Und nebenbei auch ein Beweis,dass bei der Ankunft alles mit rechten Dingen zugeht. Aber man kann halt niemanden zwingen und so werde ich diese Entscheidung akzeptieren. Vielleicht findet sich ja zumindest auf dem Endflug jemand der Gäste ,der die Kamera bedienen kann. Ist halt nicht einfach, jemanden zu finden,der sich stundenlang in den Garten setzt und auf die Tauben wartet.Wenn alle Stricke reißen werde ich halt wie der Sportfreund Scheugl immer ein kleines Video im Nachgang des jeweiligen Fluges drehen. Vorher kann ich ja noch den Auflass filmen. Das ist dann zwar nicht optimal,aber immerhin.Die Videos sind ja ohnehin immer erst nach Auswertung der Preisliste online gewesen. Wird schon werden.

15.07.2018: Alles sehr merkwürdig.Heute hat keine Taube mehr krumm gesessen,weder Morgens,nachmittags oder Abends. Sollte es das dann schon gewesen sein? Egal,das wird jetzt durchgezogen,ich lass mich doch nicht veräppeln.

14.07.2018: So,das sieht dann schon gar nicht mehr so schlimm aus. Stand jetzt fehlen noch so um die 10-12 Tauben. Einzig bei den Weißen/Weißschimmeln hat es reingeschlagen. Da ist jetzt nur noch 1 da von ursprünglich 5. Auch mit der JTk ist es irgendwie nicht "korrekt". Über 90 % der Jungen sehen blendend aus,sind lebhaft und aktiv,glänzen,alles ok. Aber täglich sitzen 2-3 Andere eingekrümmt in der Ecke und es gab auch schon 2 Todesfälle. Die Krankenstation ist jedenfalls ausgebucht. Das kenne ich so nicht. Wenn krank,dann war immer fast der ganze Haufen krank und einige eben schlimmer als die Anderen. Aber dieses Jahr sind sie entweder topfit oder todkrank von jetzt auf gleich. Ich denke,ich werde dieses Jahr nicht um eine Medikation herumkommen,der Verlauf,wenn sie denn krank werden ,ist mir viel zu rasant.Ab Morgen früh ist dann Enrok und Collistin im Wasser für 10 Tage.Ich werde mir das mal weiter angucken.....und im Hinterkopf spukt immer das Schreckgespenst "Rota-Virus". Dann kann ich hier zumachen.......

13.07.2018: Freitag, der dreizehnte. Passt irgendwie. Denn ich glaube, jetzt ist sie da,die JTK. Ich werde das mal weiter beobachten und heute schon mal Möhrenbrei anrühren,den ich ja schon vorgekocht und eingeweckt habe. Eigentlich ja durchaus auch positiv,wenn sie jetzt käme,damit man bis zu den Flügen durch ist mit dem Mist,aber allein das sie kommt,ist natürlich unschön. Aber das wusste ich ja vorher,dass ich auch dieses Jahr durch diese Zeit muss. Letztes Jahr ist es ja noch relativ glimpflich abgelaufen mit 8 Toten, schauen wir mal, wie hoch der "Bodycount" dieses Jahr wird. Einigen werde ich eben bei allem Bemühen nicht helfen können. Und auch diejenigen,die zwar überleben,aber so stark abmagern,dass sie wie Flüchtlinge aus einem Hungerland aussehen,werden doch zu 95% nicht mehr richtig in die Gänge kommen. Im letzten Jahr war es eine einzige Taube,nämlich die 247,die sehr stark abgemagert war aber sich dann noch so berappelt hat,dass sie die Flüge überstanden und sogar noch einen guten Preis geflogen hat. Alle Anderen,die ich mit viel Mühe gerettet und aufgepäppelt hatte,haben das Ende der Flüge nicht erlebt. Eigentlich müsste man da ja mal überlegen,ob man den Tauben mit diesem "Durchschleppen" dann überhaupt einen Gefallen tut oder ob es nicht humander wäre,diese auszusortieren. Ich denke,wenn sie einmal so stark eingeschrumpft waren,dass dann Muskeln und innere Organe auf Dauer einen Knacks weg haben und einfach unter Belastung nicht mehr richtig funktionieren.Ausnahmen wie die 247 bestätigen die Regel. Andererseits macht es sich echt blöd in der Bestandsliste,wenn man 15-20 oder mehr Tauben aussortiert und das kann auch ganz gewaltig am Image des Derbys kratzen (obwohl diese Problematik vielen Züchtern ja vom eigenen Schlag bekannt sein dürfte).Letztlich ist es eine Frage,die ich nur mit mir selber ausmachen kann. Ist es vernünftig, Tauben mit viel Aufwand hochzupäppeln,wohl wissend,dass sie später zu 95% trotzdem ausbleiben, nur damit mehr Tauben in der Bestandsliste stehen?
Ich habe für mich dieses Jahr entschieden, Tauben,bei denen eine bestimmte Linie des Abmagerns überschritten ist, von Ihrem Leid zu erlösen. Vielleicht kostet mich das den einen oder anderen Teilnehmer,weil der sagt "die hätte sich doch wie die 247 noch berappeln können". Aber ich denke,es ist fairer und humander gegenüber der Taube,sie schnell und schmerzlos zu erlösen als sie ums Verrecken durchzubringen und später auf einen Flug zu setzen,den sie nicht bewältigen kann und wo sie dann irgendwo elend zugrunde geht.
Natürlich werde ich mich mit vollstem Einsatz für eine schnelle Beendigung der JTK einsetzen und nicht jede Taube wegschlachten,welche die JTK hat. Aber die ganz schweren Fälle,die man wochenlang aufbauen und mehrere Pillen geben muss....das hat einfach keinen Sinn. Das letzte Jahr hat dies sehr deutlich gezeigt.17:00 Uhr: also heute ist wirklich Freitag,der 13..Da laufen die Jungen wie immer geschäftig auf dem Rasen rum,auf einmal KRACHT es! Ein großer Ast des alten Apfelbaums brach völlig unvermittelt ab und knallte mit lautem Getöse auf den Rasen!Es war, als hätte man eine Granate zwischen die Jungen geworfen!Hoch und weg in alle Richtungen. Als dann noch der Wanderfalke zwei Mal in den Jungtaubenschwarm des Nachbarn stieß,war keine Taube mehr im Umkreis zu sehen. Das war so gegen 14:30 Uhr. Bis jetzt sind so ca. 150-170 Tauben wieder da.Mal gucken,was noch kommt. Um 21:30 werde ich in den Garten fahren und die Luken schließen.Aber das hat heute sicherlich Tauben gekostet.Ich bin schon mal gespannt,wo die überall gemeldet werden.Was für ein Tag!22:00 Uhr: Es fehlen noch um die 30 Tauben.Eine große Menge, aber weniger als ich befürchtet habe. Schauen wir mal,was Morgen noch rankommt.

12.07.2018: Manchmal lohnt es sich, etwas länger auf eine Sache zu warten. Gestern sind nun eeeeendlich die letzten Tauben vom Team Bockwurst eingetroffen und es sind wirklich sehr schöne Tauben. In der Hand und vor Allem in der Färbung. Alle ganz dunkel,einer mit 2 weißen Pinnen. Klasse! Ich mag ja so ganz dunkle oder ,noch besser, schwarze Tauben sehr sehr gerne.Schade,dass ich dieses Jahr nur eine einzige Schwarze,überhaupt keine Indigos und auch keinen einzigen Schalie dabei habe.Aber was soll´s. Jetzt habe ich ja 3 superschöne "Black Pearls". Ja,da hat der Hardy was Schönes für den Papa eingepackt :-).
Gestern habe ich dann auch mal versucht,im Halbdunkeln die Bande nochmals durchzuzählen. Wenn ich mich nicht grob verhaspelt habe und alle  richtig rein-und rausgerechnet habe,die trotzdem hin-und hergeflattert sind,dann fehlen bislang etwa 13 Tauben von der Gesamtliste,plusminus die,um die ich mich verzählt habe. Gewissheit werden wir ja eh erst am 01.08. bei der ersten Bestandskontrolle haben. Ich hätte allen natürlich gleich einen Tipesring anlegen können um sie dann ab und an über die Antenne laufen zu lassen,aber jeder Tipesring an einer Taube,die am Haus wegkommt,sind 1,35€ weniger in der Portokasse und da ich ja so irre bin,100% Startgeld auszufliegen, tun 20 oder 30 abhandene Ringe doch schon ein wenig weh. Deswegen werden die Tipesringe auch erst bei der zweiten Anwesenheitskontrolle am 01./02.09.angelegt. Überhaupt ist ja mit den 20€ Versorgungspauschale eine ganzheitliche Versorgung von 5 Tauben über 5 Monate nicht möglich. Das habe ich ja nur gemacht,weil ich im Gegensatz zu letztem Jahr dieses Jahr auch wieder in der RV bin und das,was ich da bezahle,kann ich ja nicht mehr ins Rennen stecken.Ihr könnt ja mal rechnen wie weit man mit 20€ bei 5 Tauben für Futter,Wasser,Beiprodukte,Medikamente,Tipesringe und Fahrtkosten über 5 Monate kommt. Den Arbeitsaufwand rechnen wir erst mal gar nicht mit ein.
Und trotzdem muss ich sagen,dass ich mich unwohl dabei fühle,überhaupt eine Versorgungspauschale zu nehmen und mir überlege (eigentlich sogar ziemlich sicher bin) diese in 2019 NICHT mehr zu nehmen. Denn ein Hobby, egal ob Taubensport oder was Anderes,sollte niemals als Gewinn-Verlust-Kalkulation gesehen werden. Man übt das Hobby aus,weil es einem SPASS macht und dann ist es auch egal,wieviel man dafür ausgibt,solange es nicht existentiell bedrohlich wird. In diesem Sinne wird die Versorgungspauschale wohl 2019 wieder entfallen.Ich fühle mich einfach nicht wohl dabei,die zu nehmen.......

11.07.2018: Gestern hat es den Tag über immer mal wieder krätig geschauert und seit gestern Nacht hat hier nun Landregen eingesetzt,der heute den ganzen Tag dauern und sogar gewittrig verstärkt werden soll. Deswegen sind die Klappen und die Voliere heute mal zu geblieben. Denn so sehr dieser Regen auch notwendig ist für die Sahara,in der wir hier im Nordosten Deutschlands dieses Jahr leben,so ungünstig wirkt sich Feuchtigkeit auf das Schlagklima in einem voll besetzten Gartenschlag aus. Da kann man an der Lüftung drehen wie man will,da kann man noch so viel Sand reinschippen,der ja auch einen gewissen Thermoausgleich herstellt (ist tatsächlich so), irgendwann ist der Punkt erreicht,wo sich die Feuchtigkeit einfach reinzieht. Das merkt man dann vor Allem am Geruch,denn bei feuchter Witterung riecht man die Tauben doch deutlicher. Deswegen heute Klappen zu und so wenig Feuchtigkeit wie möglich reinlassen. Eine Fußbodenheizung könnte hier Abhilfe schaffen,aber dafür braucht man ja: Strom. Und da waren sie wieder, meine 3 Probleme: kein Strom, kein Wasser,kein Schlag am Haus. So schön das da bei mir im Garten ist, aber einfach und unkompliziert ist das nicht. Trotzdem nimmt man sowas ja gerne in Kauf,wenn man einmal mit dem Taubenvirus befallen ist. Wenn ich nur mal die Kilometer zusammenrechne,die ich seit 2008 in den Garten gefahren bin oder die Kilos,die ich dort hin- und hergeschleppt habe,da würde schon ganz schön was bei rumkommen.
Gestern konnte ich nach der Arbeit die Jungen wieder rauslassen, da gerade keine Schauer in Sicht waren. Und als sie da so auf dem Rasen pickten,da kam hinter der Baumreihe an der Bahn ganz tief und unvermittelt der Rotmilan hochgeschossen. da war natürlich wieder ein großes Durcheinander und etwa 30 Tauben gingen sehr hoch und flatterten wild durcheinander. Ich persönlich glaube,das macht der Milan extra,um sie zu erschrecken,weil er darauf spekuliert,dass eine irgendwo gegen knallt und er sie dann nur noch aufsammeln muss.Normal bekommt der ja keine gegriffen. Ich glaube  schon länger,dass Greifvögel viel intelligenter sind als wir glauben. So habe ich die Jahre über auch festgestellt,dass der alte Habicht immer nur dann angreift,wenn gerade ein Zug vorbeifährt. Der übertönt nämlich die Warnrufe der Drosseln und Eichelhäher,wenn sie den Habicht bemerken. An einen Zufall glaube ich da nicht mehr. Die Jungen paddelten sich dann nach und nach wieder ran,aber es fehlten nachher noch so 8 oder 9 Stück,unter Anderem auch die Schwarzscheck vom Karsten Stappert. Sie ist ja eine der diesjährigen "Indikatortauben",genau wie die Schwarze vom Karl Urlberger oder die ganz Bunten von Gerd Timmel und dem Team Rhume Racer. In der Halbzeitpause des WM-Halbfinales bin ich dann zum endgültigen Schließen der Klappen in den Garten gefahren und da war die Schwarzscheck wieder drin wie auch augenscheinlich die meisten Anderen. Ich glaube,bislang fehlen so um die 10-12 Tauben, 4 davon weiß ich so (weil es Bunte waren) und 1 hat ja der Habicht neben dem Grundstück gefressen (eine Blaue wie es aussieht). Eine hatte sich ja den Flügel gebrochen und eine weitere ist an ihren Drahtverletzungen gestorben. Also 6 Verluste,die ich benennen kann und etwa nochmal so viele,die "unbekannt vermisst" werden.Bis zum 01.08. rechne ich wieder mit ca. 30-35 Tauben,die nicht mehr da sind,es sei denn,die JTK fordert dieses Jahr mehr Opfer als letztes Jahr ,was natürlich keiner hofft. Aber gegen die Drähte und den Raubvogel kann man schwer was tun. Das Meiste an Verlusten geht ja nicht mal auf das Schlagen durch den Raubvogel sondern durch das Verscheuchen zurück.Wenn sie kopflos sind,dann knallen ja gerade Junge gerne mal hunderte Kilometer in die falsche Richtung. Aber auch das ist Taubensport. Wir züchten nun mal leider Beutetiere,an welchen sich die Raubvögel in einer immer mehr verarmenden Natur gütlich tun. Den Raubvögeln selbst kann man da keinen Vorwurf machen,die tun auch nur das,was sie zum Überleben tun müssen.Schuld ist wie immer der Mensch mit seiner Naturzerstörung einerseits und dem völlig unsinnigen Protektionismus für Raubtiere andererseits,was die Situation nur noch verschärft.

10.07.2018: Die Wunder hören nimmer auf. Gestern ist noch eine Taube vom Basel-Flug nach Hause gekommen,die 231,ein Weibchen. Damit sind jetzt innerhalb einer Woche 3 von 6 Tauben angekommen.Vielleicht geht da ja noch was. Diese Täubin war aber irgendwo drin,die sieht gut aus und ist auch nicht abgerissen oder so. Jedenfalls freue ich mich sehr und danke dem unbekannten Züchter von hier aus für die gute Pflege.
Das Reingehen der Jungtauben klappte gestern schon viel besser. Futter ist halt der beste Lehrmeister. Auch habe ich gestern spätabends keine frische Rupfstelle mehr gefunden. Ab heute werde ich eine 10-tägige "Kur" mit UsneGano machen und dann im Anschluß gleich mit Atemfrei weiterarbeiten. Einige Tauben sind nämlich ordentlich am Schniefen,ich denke mal,dies ist den großen Unterschieden bei den Tages-und Nachttemperaturen geschuldet. Ansonsten gefallen mir die Tauben aber sehr gut,deutlich besser als letztes Jahr um dieselbe Zeit (aber da hatte ich ja auch schon die JTK auf dem Schlag). Ab und an greif ich mir ja mal abends eine Taube aus dem Regal um den Allgemeinzustand zu checken und da hatte ich gestern Abend durch Zufall hintereinander 2 Dänen in der Hand. Das sind echt Klassetauben! Nicht zu groß,aber in der Hand wie ein Tropfen und so fest,die könnte man glatt durch eine Stahlbetonmauer werfen. Man bekommt ja vom dänischen Taubensport nicht so viel mit,aber was diese Tauben dort leisten müssen,da zieht man als deutscher Programmspieler den Hut vor. Die fliegen als Endflug München,für den Züchter Madsen knapp über 1000 KM!!! Und dann über sämtliche Gebirgsketten hinweg bis hoch nach Norddänemark. Ich bin echt gespannt wie diese Tauben sich  auf dem Rennen schlagen.

09.07.2018: Gestern hat der Sportfreund vom Team Bockwurst angerufen und vermeldet,dass seine Tauben nun endlich am Dienstag ankommen. Somit sind wir dann komplett. So ist das,die einen kommen und die anderen "werden gegangen", denn gestern am frühen Abend hat es eine der Derbytauben erwischt. Ich lasse ihnen ja täglich ein paar Stunden freien Entfaltungsraum und streue da auch Futter auf den Rasen,damit sie gleich lernen,dass es nicht nur im Schlag Futter gibt. Vielleicht kommen sie deshalb auch als Jährige noch nach 2 Wochen im Feld nach 
Hause,während andere keine 2 Tage überleben.......wie dem auch sei,wenn ich sie dann irgendwann hereinrufe,haben einige einfach keine Lust,weil sie eben schon etwas Futter aufgenommen haben. Wie kleine Kinder,die man vom Spielen zum Abendbrot reinruft und die dann bockig sind. So bleiben also immer einige Tauben draußen und ich stelle den Sputnik auf Fang,damit sie noch nachspringen können. Abends kurz vor dem Dunkelwerden fahre ich dann nochmal in den Garten um die Klappen endgültig zu schließen. Diese Tauben,die dann ohne den Schutz der großen Masse und ohne Aufsicht im Garten herumlungern, sind natürlich stark raubvogelgefährdet. Und so waren auch schon einige Tauben abhanden gekommen aber bislang habe ich keine Spuren davon gesehen. Anders gestern,denn als ich gegen 21:30 Uhr in den Garten fuhr,da habe ich eine große Rupfstelle ausserhalb des Gartens auf einem Wirtschaftsweg entdeckt.Es waren sogar noch einige Darmschlingen dabei aber leider kein Verbandsring. Ergo wieder ein Habicht,der die Reste weggetragen hat,ein Sperber würde das Gerippe ja liegen lassen. Da hat es also einen der Bummelanten erwischt. Falls es wieder ein so renitenter Junghabicht ist wie letztes Jahr ,dann werde ich mich da wohl mal.... trotz meiner intensiven Muskelschmerzen.....drum kümmern müssen,dass es nicht zu schlimm wird. Denn wenn er schon so frech ist,die Taube in unmittelbarer Schlagnähe zu rupfen,dann muss man aufpassen,dass er sich nicht einschießt.Und ich werde natürlich den Futteranteil,den ich während des Friegangs verteile,deutlich herunterfahren,damit möglichst alle Tauben schnell hereinkommen,wenn ich sie rufe. Die gammeligen Zeiten sind jetzt vorbei.

08.07.2018: Nach 2 Wochen ist heute noch der 969 vom Weitstreckenflug Basel nach Hause gekommen. Klapperdürre,nur noch 2 Federn im Schwanz,aber zu Hause. Ich freu mich!! :-)

07.07.2018: Gestern nach dem Einsetzen hat mich noch der Sportfreund Christian Niemann am Schlag besucht weil er sich die Tauben mal anschauen wollte. Er hat bestätigt,dass dieTiere sehr gut aussehen und sich toll entwickelt haben. Ich finde es ja ganz wichtig,dass auch mal jemand von Außen draufguckt,weil man bei einigen Dingen doch betriebsblind werden kann,wenn man eine tägliche Routine fährt. Von daher bin ich jetzt wieder beruhigt,dass ich bislang wohl nicht so viel falsch gemacht habe.
Gestern Abend hat mich auch der Veranstalter des Ostseefluges Usedom,der Mirko Jäger,angerufen.Er wollte mir mitteilen,dass eine seiner Tauben,die ich für mich aktiviert hatte, am Schlag weggekommen ist und er mir jetzt eine Neue zuordnet.Aus diesem rein informellen Anruf entwickelte sich aber ein mehr als eine Stunde dauerndes Telefonat. Wir haben uns über den Taubensport allgemein und unsere Derbys im Speziellen intensiv ausgetauscht und ich muss sagen,dass wir in einigen zentralen Punkten einer Meinung sind. Ganz besonders freut es mich,dass er über den Endflug genauso denkt wie ich: lieber einen glatten Flug mit Massenankunft und wenig "Spannung" als extra einen überschweren Flug ansetzen,wo die Tauben einzeln kommen und viele wegbleiben,nur um einigen Züchtern ihren Nervenkitzel zu geben. Man merkt auch ganz deutlich,dass der Mirko da richtig mit Herzblut bei der Sache ist und das Rennen eben nicht nur als Einnahmequelle sieht sondern ein Stück weit schon als sein "Lebenswerk". Es war jedenfalls sehr schön,sich mal mit einem Betreiber "im Großen" auszutauschen.Man kann nie zu wenig wissen.

06.07.2018: Gestern nun war also der sehr symphatische Sportfreund Stefan Wernecke da und hat im zweiten Anlauf seine Jungen heile angeliefert. Er wollte ja schon Anfang Juni kommen,aber da ist ihm ja beim Impfen beim Tierarzt 30 Km von ihm weg die Klappe des Korbs aufgegangen und von 16 Tauben waren 13 weg. So musste er also die nächste Rutsche nehmen.Gott sei Dank ist diesmal alles gutgegangen. Jetzt fehlen also nur noch die 3 "Bockwürste" ansonsten sind wir komplett. Und ich vermute,da ist auch schon was im Anmarsch. Ab und an kotzt mal eine Taube.Allerdings kann das auch an der Wärme liegen.Fressen tun sie alle noch wie die Löwen. Wenn eine in der Ecke sitzt und kein Futter mehr aufnimmt,das ist dann das Startsignal für die JTK. Und so sehr ich diese Geißel des Taubensportes auch nicht mag,ich hoffe,es geht bald los. Je früher durch,desto früher kann man vernünftig weiterarbeiten. Aber diese ca.10 Tage sind immer die dunkelsten Stunden des Derbys, Katastrophenflüge mal ausgenommen.
Ein Züchter ,den ich vor einigen Tagen zufällig in der Stadt traf,hat mir gesagt,er würde nie Tauben zu meinem Rennen schicken. "Du bekommst ja immer die JTK". "Mhm, und warum hast du die letzten 2 Jahre schon keine Jungtauben mehr gesetzt?" "Ja,die waren nich in Ordnung und dann war das Programm schon zu weit." "Also hattest du doch auch die JTK." "Ja,und? Bei anderen Derbys hört man da nix von......."
Seht ihr, das ist genau das Problem,das man hat,wenn man wirklich alles aufschreibt,was da am Schlag so passiert. Bei anderen Derbys scheint da immer eitel Sonnenschein und Friede, Freude, Eierkuchen zu sein.JTK? Was ist das?Andere Krankheiten,Verluste?Neeeee. Besonders putzig finde ich dann die,welche ganz selbstsicher sagen,dass sie absolut keine und auch noch nie Probleme mit der JTK haben und hatten aber gleich im nächsten Satz kommt dann "weil ich das Programm der Firma..... fahre". Schaut man sich dann aber das jeweilige Programm an,dann ist da neben Immunboostern,Moorkonzentrat usw usw die (prophylaktische) Gabe von Antibiotikamischungen fester Bestandteil des Reiseplans.Klaro,wenn die Tauben einem Dauerbombardement von Antibiotikagaben ausgesetzt sind,kommt da vielleicht nicht so viel JTK hoch. Aber wenn man dann noch ein wenig weiterschaut,nämlich wieviele Tauben angeliefert wurden und wie viele nachher noch auf den ersten Preisflug gehen,dann sind das teilweise ganz schöne Zahlen,die man da abziehen muss. Sind die alle vom Raubvogel gefressen worden?Ach komm, Leute.
Der Hintergrund aus diesem systematischen Verschweigen von Verlusten und Problemen ist ein ganz simpler,wie man ja auch bei mir sieht. Zeigt man so viel Transparenz,macht man sich angreifbar.Es gibt genug Sportfreunde wie dieser Züchter oben, die sich von zuviel Ehrlichkeit abschrecken lassen. Sie wollen gar nicht hören,dass auch ein OLR genau die gleichen Probleme hat wie Züchter xyz zu Hause.Hören sie sowas,denken sie,das Rennen wäre schlecht geführt.Und dann schicken sie keine Tauben. Da aber ein OLR eine kommerzielle Veranstaltung ist,die dem Ausrichter den Lebensunterhalt finanziert, wird der doch einen Teufel tun und sich durch derart negative Publicity die Kundschaft verprellen. Da wird ab und an mal ein Informationsbröckchen verteilt (Eingewöhnungsphase beendet, Vorflüge gestartet bla bla bla) und ab und an mal kommentarlos eine Bestandsliste veröffentlicht,aber was da so täglich abgeht,das erfährt doch kein Mensch. Zudem,ist euch aufgefallen,dass die meisten Webseiten von OLR gar keine Gästebuchfunktion haben.......?
Was ich damit sagen will,ist,dass man immer ein wenig weiterschauen muss,als nach dem,was einem gezeigt wird.Nur weil man etwas nicht hört, heißt das  nicht,das es nicht da ist. Eine objetkive und realistische Betrachtung so einer Veranstaltung wie einem OLR gehört eben dazu,wenn man sich überlegt,ob man daran teilnehmen soll.Und im echten Zweifelsfall sollte man es dann einfach....lassen.

05.07.2018: Die verletzte Taube hat die Nacht leider nicht überstanden.Schade,ein Wikinger weniger. Das sind dann so die Ereignisse,die NICHT schön sind,wenn man ein OLR ausrichtet. Aber insgesamt ist es doch schon so,dass mir das mit den Derbytauben viel mehr Freude bringt als das "normale" RV Spiel.Sonst würde ich es ja nicht machen. Gestern Abend habe ich wieder über eine Stunde mit einem Teilnehmer telefoniert und wenn man da am Telefon oder auch im persönlichen Gespräch mitbekommt,wie manche Sportfreunde regelrecht aufblühen und mitfiebern,dann gibt einem das auch wieder ordentlich Bestätigung,dass es nicht so schlecht sein kann,was man da tut. Ich freue mich wirklich sehr,dass dieses ganze Konzept vom überwiegenden Teil der Züchter positiv aufgenommen wird und das die Leute ihren Spaß daran haben. Das ist ja auch ein Hintergedanke von mir gewesen: den Leuten etwas zu geben,was sie erfreut. Aber es sei ganz klar gesagt: hauptsächlich mache ich das alles hier für mich, damit ich mein Hobby auf eine Weise ausüben kann,die mir Spaß macht und wo ich mir meine Regeln und meine Zeit selber einteilen kann.Ich mache mich so ungern abhängig von den Entscheidungen anderer Züchter und wenn ich diesen Leuten dann auch noch nicht mal uneingeschränktvertrauen kann,ist es ja noch schlimmer. Wenn ich beim Derby was verbocke,dann bin ich selber Schuld und kann bestenfalls aus meinen dummen Fehlern noch was lernen aber ich muss meine Tauben nicht Leuten in die Hände geben,die über Jahre bewiesen haben,dass sie schlichtweg unfähig für ihren Job sind. Zudem ist dieses ganze Konstrukt des "normalen" Taubensportes doch so verkrustet und hat sich so überlebt,dass dort keine Zukunftsfähigkeit vorhanden ist. Man sieht es doch wie es immer rasanter bergab geht und keiner was dagegen tut.Vom Verband oben bis zur RV unten. Und so muss man dann halt als relativ junger Züchter Alternativen suchen,damit man sein Hobby auch nach dem großen Zusammenbruch noch in irgendeiner Weise ausüben kann. Sicherlich wird es auch mit dem Heidederby irgendwann enden (immerhin bin ich als nicht-kommerzielles Rennen ja nicht auf das Derby angewiesen) aber derzeit habe ich trotz Verletzungen,Greifvögeln,Krankheiten und ab und an schlechten Flügen  immer noch sehr sehr viel Freude an der Durchführung dieser Veranstaltung. Und solange ich immer wieder ein so tolles Feedback wie gestern aus der Züchterschaft bekomme wird sich daran wohl auch nichts ändern :-):-)

04.07.2018: Gestern habe ich erfahren.,dass die Tauben vom Team Bockwurst nun doch nicht diese Woche kommen,da Ilonexs wegen der hohen Temperaturen keine Tiertransporte annimmt. Das ist einerseits natürlich gut und verständlich,andererseits aber für die weitere Planung nicht sehr günstig. Wenn die JTK jetzt ausbricht und ich eventuell medikamentös behandeln muss,dann bekommen Tauben,die später eintreffen,ja auch nur einen geringeren Teil ab.Zudem ist es zielführend, auch möglichst rasch alle Tauben an Bord zu haben,damit nicht immer wieder neue Milieus in den Derbyschlag eingetragen werden.Sollte auch in der nächsten Woche keine Lieferung erfolgen,muss ich deshalb das Team dann leider ohne Ersatz vom Derby auschließen.Das ist doof für die Züchter und auch für mich,aber man muss halt das Gesamtbild im Auge behalten.
Da die Witwervögel ja jetzt im Jungschlag mit untergebracht sind,ist der Witwerschlag frei und wird nun als Krankenstation genutzt werden. Das bietet sich ja auch an mit den Zellen,da kann man die Tauben schön einzeln setzen und behandeln.Momentan sitzen dort aber nur ein Zuflieger, eine Taube mit einer Brustverletzung (ich schätze mal "Draht") und 2 ,die mir Mathias Frank gebracht hat und die noch sehr jung waren. Die will ich noch nicht in den Jungschlag setzen,denn dort würden sie nur von den Großen untergebuttert werden und gar nicht ans Futter rankommen. Die bleiben jetzt noch bis Sonntag in ihrer "Suite" und werden extra gefüttert. Kleiner Nebeneffekt: die sind schon gut zahm und warten immer am Gitter,dass ich mit ihnen spiele.
Im Gästebuch hat ein Züchter einen interessanten Eintrag gemacht und mich gewarnt,dass Tauben,wenn sie Kirschkerne fressen, Vergiftungserscheinungen zeigen können. Das könnte auch die Erklärung für 2 Fälle 2017 sein,bei denen ich erst dachte,die Tauben wären an der JTK gestorben aber die Anzeichen eigentlich nicht dafür sprachen. Nun kann ich die ganzen Kirschbäume in dem Garten zwar nicht umhacken (sonst bin ich die längste Zeit dort gewesen),aber ich kann darauf achten,dass die Tauben nicht unter dem nächstgelegenen Kirschbaum picken. Die anderen Kirschbäume stehen ja weit genug weg. Allerdings habe ich auch noch nicht gesehen,dass Tauben Kirschkerne fressen würden.Doch sicher ist sicher.

03.07.2018: Am Donnerstag kommt der Sportfreund Stefan Wernecke und bringt seine Derbytauben und irgendwann in der Woche kommen per Kurier die Tauben vom Team Bockwurst. Tja, und das war es dann auch schon mit der Anlieferung. Dann kann die JTK kommen. Die Tauben haben jetzt täglich ein paar Stunden freie Entfaltungsmöglichkeiten. Einige fliegen auch schon die ersten Runden. Da ich die jährigen Vögel jetzt bei den Jungen mit drin habe, haben die Kleinen ja immer einen Anhalt,wo sie hin müssen. Vor Allem der 563,mein Kumpel, ist quasi der "Schäferhund der roten Festung". Immer wenn einige der Jungen wild umherflattern,startet er durch und leitet sie im ruhigen Gleitflug mit hochgestellten Flügeln zum Schlag zurück. Nichtsdestotrotz sind schon einige Junge am Haus weg. Eine der Weißen,eine kleine Rote,die ab und an mal krumm saß und ich glaube noch so 4 oder 5 Stück. Einige davon werden sicherlich in die Drähte an der Bahn gegangen sein (wenn sie von da ins Unterholz fallen findet man sie nicht mehr) und einige der Nachzügler,die immer noch draußen sitzen,wenn ich das erste Mal wegfahre,wird sich wohl der Raubvogel weggenascht haben. Einige sind auch sicherlich in ihrem jugendlichen Leichtsinn zu weit weggeflogen und haben den Rückweg nicht mehr gefunden. Aber so ist das eben mit einer Horde Jungtauben,da bleiben Verluste nicht aus. Rechnet man dann noch die dazu,welche an der JTK versterben (und das werden auch dieses Jahr einige sein,denn manche Tauben bekommt man einfach nicht durch,egal,was man tut),dann lichten sich die Reihen gerade in den ersten Wochen bis zum 01.08. doch schon. Ich habe mir wie letztes Jahr das Ziel gesteckt,mit 150 Tauben auf den 1. Preisflug zu gehen. In 2017 hatte ich sogar mal 191 Tauben auf einem Preisflug,also meine Erwartungen mehr als erfüllt. Mal sehen,wie viele es dieses Jahr sein werden. Es sind ja insgesamt von vornherein etwa 25 Derbytauben weniger als letztes Jahr,weil nicht jeder Teilnehmer 5 geschickt hat.
Auch meine "Zusatztauben" habe ich jetzt alle beisammen.Am Samstag hat Mathias mir welche gebracht und am Sonntag habe ich von Mirko noch einige Meyerholz-Nachzuchten abgeholt. Diese Tauben können jetzt, natürlich nur,sofern sie selbst dann noch da sind, ab dem 01.08. bis 10.08. von Züchtern kostenfrei aktiviert werden,von denen schon bei der ersten Anwesenheitsfestsellung am 01.08. Tauben fehlen. Die reisen dann ganz normal für diese Züchter mit aber bleiben halt im Herbst bei mir und werden nicht verkauft.
Ganz besonders gefreut habe ich mich am Samstag,denn Morgens,kurz bevor wir zu Dirk deBeer gefahren sind,ist nach einer Woche noch der 853 vom Basel-Flug angekommen. Mager,etwas zerzaust,aber fit. Hat mich gleich auf dem Anflugbrett angegurrt,da hat man richtig gemerkt,wie froh er war,zu Hause zu sein. Da sieht man mal wieder: Qualität setzt sich durch. Der 853 war ja nach 6 RV-Flügen schon drittbester Jähriger der RV mit 3x Schlagerster,also der Einzige,der so richtig angefasst hat. Und der kommt auch als Einziger von dem WS Flug wieder. Da steckt Mumm und Wille drin. Meine Hochachtung ist diesem Vogel jedenfalls sicher!

01.07.2018: Ach, war das gestern schön bei Dirk deBeer. Wenn man stirbt und ein GUTER Junge war,dann kommt man als Taubenzüchter wohl an einen Ort,der dem Taubenparadies von Dirk nahe kommt. Ist schon ein Wahnsin,was er da hat.Sowohl an Schlägen als auch an der Bandbreite von echten Supertauben. Gegen ihn zu spielen stelle ich mir ziemlich deprimierend vor,wenn man nicht gerade einen Schlag voll von seinen Tauben hat. Und der Dirk als Typ,als Mensch,ist sowas von herrlich ruhig,geerdet,ehrlich und korrekt,dass habe ich bei Züchtern auf diesem Niveau sehr selten erlebt. Ein echter Kumpeltyp,nicht arrogant,nicht abgehoben,kann sich auch für Andere ehrlich freuen. Hat man nicht oft. Und er ist immer für Überraschungen gut. Eben erzählt er noch,dass er die Eier seiner Tauben früher verschenkt hat und nun 50€ pro Stück nimmt,in der anderen Minute drückt er Mathias Frank eine fast weiße Jungtaube in die Hand "für deine Frau" und schenkt sie ihm. Einfach mal so. Hätte ich eine Schnur dabei gehabt,hätte ich  Mathias auf der Rückfahrt wie einen Ballon steigen lassen können :-) :-)
Zu den Tauben,die ich von Dirk für das Rennen mitbekommen habe,ist zu sagen,dass es in diesem Stadium Tauben wie andere Tauben auch sind. Rein äußerlich nichts wirklich auffällig  Besonderes. Diese Bunte gefällt mir in der Hand sogar so richtig gar nicht*lach*,darf man das so schreiben oder wird man dann wegen Majestätsbeleidigung von den anderen DeBeer-Fans erschossen?Hmmmm......
Meine Favoriten,wenn man das mal so nennen darf,sind 1872 und 1883. Das sind alles nicht Junge aus den absoluten Top-Zuchtpaaren sondern eher aus der zweiten Reihe,aber was heißt das? Die zweite Reihe bei Dirk wäre mit Abstand die erste Reihe bei 90 % der Taubenzüchter!!! Und es ist auch nicht so,dass er keine aus den Toppern geben wollte sondern das schlichtweg das Alter nicht gepasst hat. Und wenn man weiß,wie ihm die Tauben da quasi aus den Händen gerissen werden und fast jeder Preis bezahlt wird,dann sind Tauben,die man von Dirk bekommt und SELBER von IHM noch dafür bezahlt wird,drei Mal so viel wert. Ich bin jedenfalls sehr froh,dass ich ihn mit meinem Derby davon überzeugen konnte,bei mir mitzumachen. der Name deBeer auf der Teilnehmerliste wertet die ganze Sache ja doch nochmal auf,das ist einfach so.(Trotzdem glaube ich,dass keine DeBeer-Taube 1. As-Taube wird,aber pssssst! NICHT weitersagen!).
Verliebt habe ich mich gestern auch noch. Nicht in seine Lebensgefährtin Simone (mein Herz gehört voll und ganz Frau Meyerholz*schmacht*),sondern in die Täubin ,die man ab Minute 09:00 im Film über Dirk auf meinem Youtube Kanal sehen kann. Von der werde ich wohl öfters mal träumen, ein Ebenbild der NL-3105,klein,fest wie eine Stahlkugel,vor Intelligenz sprühende Augen,klasse Federwerk,ein perfektes Täubchen.Seufz,es gibt halt so Sehnsüchte,die man nicht befriedigen kann........
Alles in Allem also ein sehr lohnenswerter Tag gestern. Da hat sich die Quälerei durch die Baustellen echt gelohnt. Ich kann nur jedem mal einen Besuch dort empfehlen.Klasse Typ,der Dirk!

29.06.2018: Morgen geht es dann also zu Dirk deBeer und seiner Lebensgefährtin Simone Müller. Die Beiden reisen ja wieder sehr stark dieses Jahr, letztes Wochenende zu Dirks Geburtstag habe die Tauben ihm die Plätze 1-19 (!!) in der RV geschenkt. Da sitzt schon geballte Klasse auf dem Schlag und deswegen bin ich auch schon aufgeregt wie ein Kind vor Weihnachten,dass ich das alles jetzt auch mal "live" vor Ort erleben kann. Begleiten wird mich mein guter Kumpel Mathias Frank aus Wismar,der extra dafür morgen früh zu mir anreist. Mein Kumpel Mirko Werner aus Salzwedel kann leider doch nicht mit,weil sie momentan bei VW Sonderschichten schieben. Abgasskandal? Juckt uns doch nicht,VW verkauft derzeit mehr Autos als sonst irgendwann.
Die Lütten haben gestern wieder ein paar Stunden "open door" gehabt und dies wieder sehr gut angenommen. Wenn die Tauben mit ausgebreiteten Flügeln in der Sonne liegen,dann weiß  man,dass es ihnen gut geht. Auch das Reingehen klappt schon sehr gut (die Meisten natürlich noch durch die Tür). Es ist wichtig,dass nicht zu viele Nachzügler draußen sitzen bleiben,wenn ich den Garten verlasse,denn diese Einzelgänger ohne den Schutz der Masse sind ja besonders angreifbar für den Raubvogel.Da kann er sich schön fokussieren. Und die meisten Raubvogelopfer hatte ich in 2017 unter eben diesen Tauben zu beklagen. Wenn ich vor Ort bin, gelingt kaum mal ein Angriff,aber wenn keiner zum Vergrämen vor Ort ist und nur ein paar Einzeltauben im Garten flattern,dann sind die Erfolgschancen für unseren grauen Freund ja wesentlich höher. Von daher gefällt mir die Disziplin in der Truppe schon recht gut. Dieses Prinzip der offenen Tür werde ich wieder bis etwa Ende Juli beibehalten und sie dann ins Flugtraining überführen,damit sie Kondition aufbauen. Auch das Futter wird dann entsprechend umgestellt.Momentan bekommen sie noch recht schwere Kost mit einem hohen Hülsenfruchtanteil. Ab Ende Juli erfolgt dann die Umstellung auf ein gutes Reisefutter.

28.06.2018: Gestern Abend wurde mir doch tatsächlich noch der 670,der vom schweren Stargard-Flug am 26.05. ausgeblieben war, aus Brandenburg gemeldet."Der ist noch nicht lange weg,oder?" "Doch,seit 4 Wochen." "Dann sieht er aber sehr gut dafür aus." Also war der Vogel entweder irgendwo drin,der Züchter hat ihn fliegen lassen und er ist gleich wieder woanders eingesprungen oder aber er hat sich so gut draußen durchgeschlagen,dass der Züchter jetzt den Unterschied nicht gemerkt hat. Ich tippe mal auf Ersteres. Somit ist also kein einziger der 8 Vögel auf einem RV Flug zu Tode gekommen, 2 sitzen in der Brandenburger Ecke (712,verletzt und eben der 670), einer saß in Hameln (428) und der Rest ist immer wiedergekommen. Bis ich 4 von ihnen unbedingt bei schlechten Bedingungen auf 600 setzen musste(Idiotie!). Das zeigt mir,dass ich wohl für Vögel ein besseres Auge und Händchen habe als für Weiber.Also werde ich ab 2019 nur noch Vögel spielen.Und es nährt die Hoffnung ein wenig,dass auch vom 600er noch die eine oder andere Taube nach Hause findet bzw. wenigstens noch lebt.
Anstatt mir gestern das würdelose Gekicke der deutschen Peinlichkeit anzugucken,war ich lieber bei meinen Tauben im Garten und anschließend noch kurz Angeln. So hatte ich also einen schönen Tag während Fußball-Deutschland im Trauermeer versunken ist. Das ist doch mal was.

27.06.2018: Keine Schalies!:-( Böser Uli Wiehagen! Und dabei hatte ich mich schon so auf die gefreut. Jetzt versinkt das Heidederby 2018 also im tristen Einheitsgrau....nein,so schlimm ist es nicht. Ein paar Farbtupfer haben wir ja. Gestern waren die Jungs und Mädels wieder ein paar Stunden bei geöffneten Türen draußen. Es ist eine große Freude,diese ganze Horde draußen zu beobachten,wie sie picken und suchen, umherflattern oder sich mit gespreizten Flügeln zum Sonnenbaden in den Rasen kuscheln.Für mich die schönste und entspannteste Zeit beim Derby. Dieses freie Umhertollen hat neben dem "Einnorden" auf den Schlag nämlich noch den positiven Effekt der Stimulanz. Immer nur im Schlag hocken erzeugt dann irgendwann Langeweile,die Tauben stumpfen ab. Aber draußen,da gehen bei jedem Fink,jeder Amsel,die vorüber fliegt,die Köpfe aufmerksam nach oben. Da wird an Grashalmen gezupft und Maulwurfshaufen auseinandergenommen. Da wird versucht, Sauerkirschen zu fressen und dann angwidert minutenlang der Kopf geschüttelt wegen des Geschmacks.Da wird einzelnen Maiskörnern hinterhergejagt,die der große Zweibeiner ihnen zuwirft.Ab und zu geht man zum Trinken rein. So wird Stück für Stück gelernt,dass man draußen spielen kann und immer die offene Tür als Rückhalt hat,wenn es doch mal unheimlich wird. Es wird gelernt,das man auch woanders als im Schlag Futter findet und was sonst noch so alles fressbar ist (und was nicht). Und wie bei kleinen Kindern,die ein paar Stunden draußen toben dürfen,sind sie dann auch froh und folgsam,wenn man zum Abendessen reinruft und sitzen danach satt,ausgetobt und müde im Regal. Nur Zudecken und Küsschen geben ist nicht drin.Aber eine kleine Gutenachtgeschichte bekommen sie immer. Natürlich nicht ohne Hintergrund. Mein zusammenhangloses Gebrabbel soll die Tauben an meine Stimme gewöhnen und beruhigen. Sie sollen lernen,dass, wenn sie mich hören,alles gut ist und ihnen keine Gefahr droht,sie sollen meine Stimme schlichtweg positiv verknüpfen (Futter, Sicherheit).
Nun,wo die Temperaturen wieder ordentlich anziehen,warte ich täglich auf den Ausbruch der JTK. Ich will es einfach schnell hinter mich und die Tauben bringen,damit wir bis weit vor den Flügen damit durch sind. Aber noch sehen sie bis auf einige Wenige,die immer mal wieder krumm sitzen,echt gut aus. Der Eindruck kann natürlich subjektiv sein,aber immerhin hat auch Uli Wiehagen gestern gesagt: "Mensch,die sehen ja echt klasse aus,deine Jungen.Besser als meine." Sowas geht natürlich runter wie Öl und baut mich nach der dummen Scheiße,die ich mit den Alten gebaut habe,wieder auf. Ich verspreche,dass ich mich auch weiterhin mit allem Streben dafür einsetzen werde,eure Tauben gut über das Rennen zu schaukeln.

26.06.2018: Leider ist auch gestern keine Taube nach Hause gekommen,schade. Dafür waren die Kleinen wieder draußen und haben eifrig die Gegend erkundet. Einige Nachzügler habe ich dann noch spätabends hereingelassen. Heute kommt der Sportfreund Uli Wiehagen vorbei und bringt seine Jungen. Ob er wohl wieder so schöne Schalies dabei hat wie letztes Jahr? Eine davon hatte ja 2017 auf dem schweren zweiten Preisflug den ersten Konkurs geflogen. Und Schalies habe ich dieses Jahr noch gar nicht im Schlag. Überhaupt sind es weniger bunte Tauben als letztes Jahr. Zwar gibt es immer noch Teilnehmer,die zumindest eine bunte Taube dabei haben wollen,aber viele sind auch eher auf den großen Pott fokussiert und schicken  eine bunte Taube nicht nur, weil es eine Bunte ist. Die muss dann auch schon sehr gut sein und wenn aus den sehr guten Paaren eben keine Bunte fällt,dann kommen halt nur Blaue und Gehämmerte zum Zug. Vorteil für diejenigen Teilnehmer,welche bunte Tauben im Rennen haben: die Konkurrenz um die beste bunte Taube ist kleiner!Das ist für mich rein optisch nicht so hübsch wie letztes Jahr,aber wenn sie das durch eine stark verbesserte Qualität wieder wettmachen,umso besser. Und pssssst,am Liebsten sind mir sowieso so die ganz hell Blauen.....
Vor einiger Zeit hatte ich mal beim Veranstalter von Kassel nachgefragt,weil ich mit dem Gedanken gespielt habe,einen eigenen Stand zu mieten, um auch dort Tauben an den Mann zu bringen. Gestern sind die Unterlagen dazu angekommen,aber das wird wohl nichts. Zu teuer. Wenn ich sie für 40€ anbiete (und wer weiß,wie viele da noch übrig sind zum Verkaufen) und dann die Standkosten,Hotel und Verpflegung für 3 Tage umlege,dann bleibt ja für die Züchter am Ende kaum was übrig. So werde ich also die ersten 30 As-Tauben im Internet versteigern und der Rest kann frei erworben werden. Alles,was nicht verkauft wird,bleibt dann in meinem Besitz. Mal sehen,was dort alles übrig bleibt und was ich dann damit anstelle. Im Herbst ist der Markt ja immer ziemlich gesättigt. Wäre also schon schön,wenn am Endflugwochenende die meisten Tauben einen Abnehmer finden würden.

25.06.2018: Am zurückliegenden Wochenende habe ich viel gelernt. Ich habe gelernt,dass ich nicht mal halb so schlau bin ,wie ich immer dachte. Ich habe auch gelernt,dass verletztes Ego ein schlechter Ratgeber ist. Ferner habe ich sehr schmerzlich gelernt,was passiert,wenn man wider des eigenen Gefühls aufgrund der Empfehlung einiger Leute handelt ,die man lange nicht so gut kennt wie andere Leute,die einem genau das Gegenteil raten. Und zu guter Letzt habe ich gelernt,dass man alt werden kann wie eine Kuh und immer noch nicht davor gefeit ist, ein Esel zu sein.......
Ich warte nämlich immer noch auf meine Tauben vom Basel-Flug.
Nach der resoluten Mail vom Sportfreund in der Woche und dem wiederholten Blick auf die Vorhersage war ich etwas verunsichert. Ich fragte daher den Vorsitzenden des WSC nach seiner Ansicht,ob man die Jährigen bei den Voraussagen auf Basel setzen könne. "Grundsätzlich kein Problem",war seine Antwort, "andere setzen ihre Jährigen ja auch". Beim Einsetzen selber fragte ich auch nochmal einen sehr erfahrenen Züchter aus dem WSC. "Klar kannst du die setzen,die kommen schon.Sehen doch sehr gut aus." Es hätte mir aber da schon zu denken geben sollen,dass die Züchter,die sonst "immer Jährige setzen",dieses Mal keine dabei hatten. "Die gehen in der RV auf 500 am WE." Ach so,na dann....
Auflass war am Samstag um 05:45 Uhr und hier im norddeutschen Raum war es sogar noch schlimmer als vorhergesagt.Sehr ruppiger Westwind,immer wieder starke und längere Schauer,kalt. Keine Taube hat den Weg zu mir gefunden. Sonntag wurden nur die Klappen aufgemacht und dann bin ich bis 15 Uhr auf einer Veranstaltung gewesen,auch dort hat es den ganzen Vormittag mal mehr,mal weniger geregnet,erst zum späten Nachmittag hin wurde das Wetter besser. Auch gestern kam keine Taube an. Mal sehen,ob heute noch eine kommt.
Nun könnte ich natürlich die Verantwortung auf die beiden Züchter aus dem WSC schieben,die mir zum Setzen geraten haben,aber letztlich bin ich und keine Anderer dafür verantwortlich. Ich hätte einfach dem erfahrenen Auflassleiter,der mir die Mail schrieb, und meinen eigenen Zweifeln beim Betrachten der Vorhersage Glauben schenken sollen. Ich hätte auch die Tauben vom Einsetzen einfach wieder rmitnehmen können,als ich hörte,dass sonst keiner Jährige setzt. Hätte, hätte, Fahrradkette: ich habe schlichtweg einen saudummen Fehler gemacht!
Und ja,es war auch ein wenig "na warte,dir werde ich schon schön dein Schandmaul stopfen"-Denken bezüglich des Mailschreibers dabei. Dieses Zeigen-wollen,dass man selbst es besser weiß. Tja,und nun muss ich eben zu Kreuze kriechen und Abbitte leisten. Und da ich mir ja auf die Fahnen geschrieben habe, immer offen und ehrlich zu sein,selbst wenn ich Mist baue, muss ich das auch hier schreiben,was mir ehrlich gesagt ganz schön an der Ehre kratzt. Aber da muss ich dann wohl durch. Schade,dass nun die Tauben für meine Überheblichkeit,meinen Stolz und meine Dummheit leiden müssen. Doch das soll mir nie wieder passieren! Und auch eine Lehre für das Derby sein,dort noch vorsichtiger zu agieren und noch mehr Absicherung einzuholen. Und zwar von Menschen,die es besser wissen als ich Idiot.........

22.06.2018: Mittwoch waren die Kleinen das erste Mal draußen und huiiiiiiii....was für ein Spaß,wenn man erkennt,dass man Flügel hat und was man so alles damit machen kann! Dazu noch ein etwas stärkerer Wind, eine Dohle,die krächzend über die Bande hinwegfliegt und schon steht man als Züchter in einem "Taubenkonfetti". Dann hat man 2 Möglichkeiten: entweder man bekommt vor Aufregung einen Herzriss oder man stellt die Klappen auf Fang und läuft ganz schnell weg. Wenn man dann spätabends wiederkommt,dann haben die Meisten den Weg nach drinnen gefunden und der Rest läppert sich dann am nächsten Tag ran. Ich habe mich dann mal für die zweite Variante entschieden......
Gestern schwirrten noch einige Versprengte immer mal wieder um den Garten rum. Draußen waren sie gestern wegen des heftigen Windes nicht und auch heute sowie am Wochenende soll es kräftig pusten,also bleiben sie auch da drinnen. Bis gestern Abend waren dann aber auch so ziemlich alle wieder eingesprungen. Ob nun eine Blaue oder Gehämmerte fehlt,wer kann das sagen? Beim Durchzählen(soweit das bei der Bande spätabends geht) waren die Zahlen aber passig. Wenn,dann fehlt also vielleicht 1 oder 2 Tauben. Leider hat sich eine Taube irgendwie den Flügel gebrochen und musste erlöst werden (nein ,Manfred,keine von deinen diesmal....). Das ist natürlich sehr traurig,aber es kommt vor.
Thema JTK: ich denke mal,die wird irgendwann in den nächsten 2 Wochen kommen,wenn es wieder deutlich wärmer und schwüler wird hier oben. Seitdem die Kaltfront seit gestern da ist (gestern mit kräftigen Regenschauern,heute Morgen 8 Grad), sind die Temperaturen deutlich in den Keller gerauscht und wenn sie dann sprunghaft wieder steigen,ist das ein begünstigender Faktor für die JTK. Zudem ist jetzt die volle Besatzdichte fast erreicht und die Keimfloren mischen sich lustig untereinander.Die ersten Freiflüge erzeugen zusätzlichen Streß. Nun gilt es,immer einen wachen Blick zu haben. Denn Diejenigen,die aufgrund kleiner Unpässlichkeiten oder Kinderkrankheiten mal ein paar Tage dösig sitzen von Denjenigen zu unterscheiden,welche die JTK in sich tragen ,ist gar nicht so leicht. Ein Faktor,der relativ gut zur Unterscheidung herangezogen werden kann,ist die Futteraufnahme. Eine unpässliche Taube wird trotzdem noch vernünftig fressen,während eine JTK-Taube sich absondert,in eine Ecke setzt und sich meist sogar wegdreht,wenn die anderen Tauben sich auf das Futter stürzen. Das gilt es zu sehen und schnell zu reagieren. Die Möhren und der Manuka-Honig,die Furazolidon-Kapseln und der Rest der Medis liegen jedenfalls griffbereit und ich stehe "Gewehr bei Fuß".
Insgesamt aber bin ich sogar eher froh,wenn die JTK wie letztes Jahr auch sehr zügig kommt,denn dann ist man bis zu den Flügen gut durch damit. Aber diese 10-14 Tage wenn die JTK da ist sind immer die schlimmste Zeit des Derbys (Katastrophenflüge mal ausgenommen). Da könnte ich gerne drauf verzichten.

20.06.2018: Gestern nun sind die meisten Tauben der "Wurst-Teams" eingetroffen,ein Team liefert heute und der Bernd Röhlig am Donnerstag. Nächste Woche kommen noch die Tauben vom Daniel Wiegand per Kurier und Uli Wiehagen mit persönlicher Anlieferung und dann war es das auch schon fast. Die Tauben von Dirk deBeer werden dann den Abschluß der Anlieferungszeit bilden. Bis jetzt sind die recht milden Temperaturen noch mein Verbündeter, sodass noch keine Anzeichen der JTK trotz der sehr massierten Anlieferung der letzten 2 Wochen erkennbar sind. Ab und an sitzt mal eine krumm rum,aber das ist ja ganz normal. Manche vertragen die Nackentropfen nicht so gut die ersten 1-2 Tage, manche finden nicht gleich das Wasser und manche sind eben ein bischen überfordert mit all den fremden Milieus, in welche sie da hineingegeben wurden. Todesfälle gab es noch keine und auch keine Taube,die dauerhaft krumm sitzen würden. Bislang berappeln sie sich immer so nach 1-2 Tagen von allein. Auch ist dieses Jahr (bislang) keine dabei, die "totgeimpft" wurde,dadurch hatte ich ja letztes Jahr den ersten Verlust.Nun werden auch heute oder Morgen Abend das erste Mal die Türen geöffnet und die Tauben in den Freilauf gelassen. Freiflug kann man das ja nicht nennen,weil ich sie durch gezielte Futtergabe auf dem Rasen und dem völlig freie Hand lassen noch gar nicht ans Fliegen bekommen will. Sie sollen sich den Schlag und die Umgebung ganz in Ruhe einprägen. Die ersten Tage sind ja immer die kritischsten. Wenn sie sich da irgendwie erschrecken und hochgehen, dabei über die Bäume ausser Sichtweite fliegen,dann gibt es Verluste. Sie sollen ganz in Ruhe die Orientierung aufnehmen können. Ein Raubvogelangriff in dieser Zeit wäre natürlich sehr schlecht. Aber schauen wir mal.

19.06.2018: Wenn man eine gegensätzlich zur eigenen Meinung laufende Ansicht in sehr deutlichen Worten mitgeteilt bekommt,dann neigt man ja fast reflexartig dazu, sich persönlich angegriffen und beleidigt zu fühlen. Wenn man aber mal darüber hinweg kommt und das Gesagte reflektiert,kann es sein,das man ganz andere Gesichtspunkte erkennt als man sie selber hat. Warum erzähle ich das? Ich habe gestern eine Mail von einem von mir sehr hoch geschätzten Sportfreund bekommen,in welcher  er mit sehr deutlichen Worten und Bildern meine Entscheidung kitisiert,die Tauben auf den ersten WSC Flug ab Basel zu setzen. Die Tauben seien zu unerfahren,hätten sich mit Masse bislang nur so "nach Hause gemogelt",ausserdem wäre es ein Richtungswechsel um 90 Grad. Zusammengefasst:der Sportfreund erwartet ein "Debakel" und ich sollte den Tauben "doch lieber den Kopf abreißen als sie auf den Flug zu setzen,wenn ich sie loswerden will." Das ist natürliches hartes Brot,wenn einem das so um die Ohren gepfeffert wird. Aber da ich ja weiß,wie der Sportfreund so tickt, und wie man das, was er sagt und wie er es sagt, betrachten muss,bin ich nicht beleidigt oder sauer sondern eher dankbar,dass da jemand ist,der auch mal eine klare Kante zeigt und frei heraus spricht (auch wenn´s vielleicht weh tut). Das ist mir immer noch tausend Mal lieber als dieses ewige Hintenrum,was ja vielfach im Taubensport vorhanden ist. Ich schätze es sehr,wenn man mit offenem Visier kämpft und ich bin auch keiner,der sich jetzt weinend in der Ecke verstecken muss........
Zur "Verteidigung" meines Entschlusses sei aber hier nochmal angefügt,dass ich natürlich nicht völlig unbedarft an das Thema Weitstrecke rangehe,sondern mir im Vorfeld schon Gedanken darüber gemacht habe. Die Tauben werden am Wochenende wahrscheinlich (bei den Wetterprognosen muss man ja heutzutage echt vorsichtig sein) den Großteil der Strecke seitlichen Schiebewind haben. Zudem sind die Temperaturen im sehr angenehmen Flugbereich,also nicht bruttig heiß und es herrscht eine von Süd nach Nord zunehmende Bewölkung. Alles keine schlechten Bedingungen. Zudem müssten die Tauben auch im RV Programm den 600er mitmachen und da wir ja vom Osten fliegen,ist es sehr wahrscheinlich,dass sie dort sogar Kopfwind hätten. Auch der angesprochene Richtungswechsel bereitet mir weniger Kopfzerbrechen als anderen Sportfreunden. Wenn eine Taube sich gut orientieren kann,dann kann sie das auch aus dem Südwesten genauso wie vom Osten. Das beweist doch allein der jährliche London-Flug,den viele ganz normale Programmspieler von der Ost/Südostrichtung als Abschluß der Saison beschicken und die Tauben auch nach Hause bekommen.
Ich sehe also in dem ersten 600er im WSC keinen großen Unterschied zu einer Teilnahme im RV Programm. Natürlich gibt es Züchter, so wie auch meinen Freund Manfred Meyerholz, die ihre Jährigen nur bis 350/400 KM spielen,weil sie sagen,dass sie später trotzdem noch Astauben werden können. Das ist ja auch richtig und völlig legitim,wenn diese Züchter so handeln,sagt aber nichts darüber aus,ob diese Tauben nicht auch ohne Probleme weitere Flüge bewältigen könnten.. Aber im Hause Steinert wurden die Jährigen schon immer voll durchgespielt. Wenn sie fit im Kopf und am Körper sind,kommen diese jährigen Tauben problemlos nach Hause. Und mehr müssen sie ja nicht tun.Preise erwartet doch keiner von ihnen. Aber ob sie das schaffen, das will ich wissen. Warum sollte ich,wenn ich doch Tagesweitstrecke spielen will, Tauben über den Winter nehmen,von denen ich nicht mal weiß,ob sie von 600 überhaupt nach Hause kommen? Nein, das müssen sie mir wenigstens ein Mal beweisen.
(Und nebenbei: Manfreds Tauben fliegen z.B. in Rumänien jährig bereits bis 900 KM Spitze. Das Zuhause Lassen ist einfach nur eine persönliche Entscheidung von ihm und hat nichts mit der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Tauben zu tun.)

18.06.2018: Auch die am Wochenende angelieferten Tauben fügen sich  überwiegend nahtlos in das Bild der im Gegensatz zu letztes Jahr klar verbesserten Taubenqualität ein. Da sind dieses Jahr wirklich echte Kracher dabei. Schön war es auch,die Züchter am Schlag zu haben, zu klönen und zu fachsimpeln,gemeinsam zu lachen und einfach eine schöne Zeit zu haben. Ich habe auch den Eindruck,bei OLR im Allgemeinen,nicht nur bei mir, ist der Zusammenhalt und das Wir-Gefühl unter den Züchtern viel stärker als im "Normalen Leben". Jeder gönnt dem Anderen was, alle sind nett zueinander und es wird sich mit jedem gefreut,der etwas erringt und eine gute Leistung abliefert. Neid und Missgunst, Cliquenwirtschaft, Grüppchenbildung, Gerüchte hinter dem Rücken,all das hat bei OLR anscheinend keinen Platz. Da fragt man sich doch: warum kann das nicht auch sonst so sein? Wir sind doch alles erwachsene Leute,die Spaß mit ihrem Hobby im Kreise Gleichgesinnter haben wollen.
Nun ist auch bald die Hütte voll wenn diese Woche noch die Tauben der "Wurst-Teams" und vom Daniel Wiegand kommen. Am 30.06. fahre ich selber mit 2 Sportfreunden hoch zu Dirk deBeer um die Derbytauben und 2 Gutschein-Tauben abzuholen. Das mache ich natürlich nicht nur,weil ich so ein netter Kerl und der Dirk so ein guter Züchter ist,sondern auch aus Eigennutz,denn ich wollte mir das bei ihm da immer schon mal selber ansehen. Vielleicht (bzw. ganz bestimmt) kann man sich als Züchter da noch Fruchtbares rausziehen.
Der 400er in der RV am Wochenende war ein anspruchsvoller Flug und Abends beim Auswerten fehlte noch ein Teil der Tauben. Überbewerten muss man das aber nicht,da beim Auswerten die Preise gerade mal 2 Stunden um waren,da wird also noch ordentlich was nachgekommen sein. Ein schwerer,aber kein schlimmer Flug. Ich selbst hatte ja keine Tauben in der Kabine. Am Mittwoch wird jetzt eingekorbt für den ersten Flug im WSC ab Basel,für mich etwa 630 KM. Alles,was Federn hat,muss mindestens ein Mal mit auf 600, hatte ich im Frühjahr geschrieben. So ganz stimmt das nicht. Der fahle 428,der ja 2 Wochen in Hameln saß bevor Vater und Sohn Stumme ihn mir brachten,bleibt zu Hause und auch der 563,den ich ja am Tag nach dem ersten 400er völlig entkräftet nur 10 KM von hier abgeholt habe, wird nicht am Flug teilnehmen. Der Rest aber muss in den Korb. Preise erwarte ich keine. Ich erwarte auch nicht,dass es jede Taube nach Hause schafft. Aber von denen,die es schaffen ,will ich auf jeden Fall Eines sehen: eine schnelle Regeneration. Dann dürfen sie auch zweijährig werden.

15.06.2018: Gestern Abend wurde mir als letzte Taube vom 400er vor 2 Wochen der 712 aus Kyritz in Brandenburg gemeldet. Das ist so ungefähr die halbe Strecke in gerader Linie vom Auflassplatz. Der Vogel ist schwer an Flügel und Brust verletzt und der meldende Züchter (übrigens der RV Vorsitzende der RV Prignitzbote Kyritz in der auch Bernd Pilgrim reist) will jetzt erstmal schauen,ob er ihn überhaupt aufgepäppelt bekommt. Selbst dann ist der Vogel wohl für die Reise 2019 nicht mehr zu gebrauchen,denn der Brustmuskel und der Flügel sind ja hauptverantwortlich für das lange anhaltende,ausdauernde und schnelle Fliegen,und wenn da mal was böse kaputt war,dann kann die Taube nie wieder ihre Leistung zu 100% abrufen. Und da ich ja keinen Zuchtschlag habe,ist eine nicht reisefähige Taube für mich dann somit leider nicht mehr zu gebrauchen. Trotzdem werde ich diese Taube natürlich ,wenn sie überlebt und keine andere Lösung gefunden werden kann, dort selbst abholen und wieder bei mir in den Schlag setzen. Das ist nun mal die Verantwortung,die man als Brieftaubenzüchter hat,dass man sich auch kümmert,wenn sie irgendwo aufgelesen werden. Was genau ich mit dem Vogel mache ,weiß ich noch nicht. Eine Invalidenstation werde ich mir jedenfalls nicht einrichten(können),dafür ist zu wenig Platz. Vielleicht biete ich ihn bei einer Benefiz-Auktion an oder stifte ihn als Preis für irgendetwas. Er hat ja auf dem Derby 2017 gut geflogen und war auch 1 Woche bevor er wegkam noch Schlagerster auf dem verkrachten Stargard-Flug. Mal schauen. Vielleicht möchte ihn ja auch der Sportfreund behalten,der ihn jetzt pflegt,er ist ja wirklich ein sehr beeindruckender Vogel,wenn er fit ist. Da wird sich schon eine Lösung finden.
Angekommen sind gestern auch die Tauben aus Norwegen und Dänemark. War ein sehr nettes und informatives Gespräch mit dem "Pendler zwischen den Welten" Dirk Gebert (der Bruder von Martin Gebert welcher die Seite tauben-versteigerung.de betreibt) über die taubensportliche Situation in Norwegen und Dänemark. Ich muss sagen,die Dänen haben ein Reiseprogramm,da würde so manchem Deutschen der Arsch auf Grundeis gehen. Respekt für diese Tauben,die da sitzen. Wenn die übrig bleiben und in den Verkauf gehen,dann sind die Tauben von Knud Madsen für mich der absolute Geheimtipp,wenn man was Hartes zum Einkreuzen sucht.Die Eltern haben bis 1000 KM (!!) Spitze geflogen.Schon beeindruckend,diese Leistungen auf dem Pedigree zu sehen........

14.06.2018: Auch die Tauben von gestern reihen sich in das Gesamtbild des stark verbesserten Taubenbestandes ein. Das waren ausnahmslos gut gebaute Tauben mit einem sehr schönen Federwerk,denen man rein körperlich durchaus zutraut,anständig zu fliegen. Es wird dieses Jahr noch viel mehr als letztes Jahr also auf die Köpfe,also die Intelligenz, der Tauben ankommen, ob sie sich vorne platzieren können oder nicht. Und ganz am Ende werden dann solche Kleinigkeiten ausschlaggebend sein wie z.B. ob eine Taube zügig reingeht oder eher noch ein paar Sekunden draußen auf dem Dach sitzt.Ich finde es durchaus positiv,dass nun (hoffentlich) viel mehr Tauben dabei sind,die auch wirklich das Potential haben,den "Pott" zu holen.Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Spannung hoch. Ich erwarte einfach,dass die As-Tauben am Ende alle sehr eng beieinander liegen und es ein bis ins Finale sehr spannendes Rennen bleibt.
Denn eins ist auch klar: den größten Vorteil der herkömmlichen Rennen kann ich hier nicht bieten. Bei herkömmlichen Rennen kann auch eine Taube,die bis dahin überhaupt nichts geleistet hat, auf dem Endflug plötzlich vorne sein und dem Züchter einen fetten Gewinn plus Versteigerungserlös bringen (Sh. z.B. Usedom 2017). Wenn bei meinem Derby eine Taube schon auf den ersten 4 Flügen schlecht geflogen hat,dann wird sie auch mit einem 1. Platz auf dem Endflug keine Astaube mehr. Da ist für viele dann die Spannung weg.Die können sich "höchstens" noch über die Urkunde und die 100€ für den 1.Konkurs freuen. Aber ich denke, all jene,die auf einen "Lucky Punch" bei den anderen Derbys hoffen haben sich zu meinem Rennen gar nicht erst angemeldet.Ich persönlich finde es einfach fairer,dass auch die Taube den Pott holt,die konstant sehr gute Leistungen gezeigt hat und mehrere Flüge in die Spitze geflogen ist. Wäre ich aber ein kommerzielles Rennen,also auf die Einnahmen angewiesen,um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten,dann würde ich auch die klassische Variante anbieten. Damit bekommt man einfach mehr Tauben und somit auch mehr Gewinn ins Haus.Denn diese Rennen leben zu einem Großteil von der Hoffnung der Teilnehmer,den einen großen Wurf auf dem Endflug zu landen.

13.06.2018: Gestern Abend rief noch ein Teammitglied des Teams Schalke an und verabredete sich für heute zur persönlichen Anlieferung. Der fährt stolze 400 KM einfache Strecke ,nur um die Teamtauben vorbei zu bringen,eine beachtliche Leistung. Überhaupt bin ich immer wieder erstaunt,wie sehr sich einige Sportfreunde einsetzen. Das ist wirklich aller Ehren wert und davor kann man nur den Hut ziehen.
Die gestern angelieferten Tauben haben meine Theorie wieder bestätigt,dass dieses Jahr die Qualität der Tauben in der Breite deutlich höher ist als letztes Jahr. Es sind ja nun ca. 50% Teilnehmer aus 2017 und 50% neue Sportfreunde dabei. Man merkt schon,dass  die meisten Sportfreunde sich da wirklich Gedanken darüber machen,was für Tauben sie zum Derby schicken und nicht nur irgendwelche Papiertiger versenden,deren Abstammung vom Augenschein her passt. Das gefällt mir sehr gut,denn die ganzen Wackelkandidaten in 2017,die ich gleich nach der Anlieferung auf meine persönliche "Vorwarnliste" gesetzt hatte, haben das Derby dann letztlich auch nicht überstanden.Das Geld für diese Tauben kann sich sowohl der schickende Züchter als auch ich als Ausrichter für die Versorgung wirklich sparen.
Heute kommen dann die Tauben von Uwe Hinrichs per Kurier und die vom Team Schalke als persönliche Lieferung und dann wollen wir doch mal schauen,ob auch diese Tauben den Trend bestätigen.

12.06.2018: Diese Woche steht auch ganz im Zeichen der Anlieferung. Heute kommen die Tauben von Karsten Stappert, Markus Winter, SG Wirz und Urs Zehnder hier an, Mittwoch dann die von Uwe Hinrichs, Donnerstag kommt der Sportfreund  Dirk Gebert aus NORWEGEN und bringt die Tauben des Sportfreundes Madsen aus DÄNEMARK hier vorbei, Freitag kommen die Tauben vom Martin Rickert und am Wochenende kommen wieder einige Sportfreunde zur persönlichen Anlieferung. Uff!
Es freut mich aber,dass ich mittlerweile so "international" bin. Schweiz,Dänemark,Norwegen,nur die Belgier und Holländer haben mich noch nicht "gefunden". Aber der Sportfreund Radtke wohnt ja hart an der Grenze,der gilt ja schon als Halb-Belgier:-). Die Temperaturen sind jetzt,wo der Schlag sich doch gut füllt,auch wieder im mittleren 20er Bereich angekommen,sodass es nicht zu heiß und drückend ist. Dies wäre ja zusätzlich zu dem Zusammenkommen dieser ganzen verschiedenen Schlagmilieus ein weiterer begünstigender Faktor für den Ausbruch der JTK. Natürlich wird die auch in diesem Jahr kommen,da muss man sich gar keine Hoffnungen machen. Es kommt immer nur darauf an,in welcher Ausprägung dieses Ereignis eintritt. Im letzten Jahr habe ich es relativ schnell mit Moro-Suppe und Furazolidon-Kapseln für die schweren Fälle in den Griff bekommen,aber das heißt ja nicht,dass das dieses Jahr auch so klappt. Kommt halt immer auf den Erreger-Stamm an,der für den Ausbruch verantwortlich ist und ob man die Sekundär-Infektionen gut behandelt bekommt. Für den Notfall habe ich natürlich bereits Traumeel, Enrok und Collistin bereitliegen. Würde mich natürlich freuen,wenn ich es wieder ohne hinbekomme,aber wenn es nötig ist,dann ist es eben nötig.Auch damit werde ich im Gegensatz zu anderen Derbys nicht hinterm Berg halten,denn ich habe nichts zu verbergen. Natürlich wird dort auch teils ziemlich massiv mit Antibiotika gearbeitet,aber wenn man die Berichte so liest und mit den Leuten spricht,dann kan man den Eindruck bekommen,die wissen gar nicht,wie "Antibiotika" überhaupt geschrieben wird........aber das kennt man ja auch aus dem normalen Programm zur Genüge. Da frage ich mich nur,wo denn überall die ganzen Resistenzen herkommen,wenn niemand Antibiotika (zur Leistungssteigerung) einsetzt. Ein richtig ehrliches Völkchen sind wir Taubenzüchter nicht gerade;-)

11.06.2018: Gestern war ein sehr schöner Anlieferungstag im Garten. Viele Sportfreunde waren da,alte Bekannte,neue Gesichter,eine gelöste Stimmung mit netten Gesprächen,so muss das doch sein. Dann weiß man auch,warum Taubensport auch Spaß machen kann:-)
Was mir bislang aufgefallen ist: dieses Jahr hat sich die Taubenqualität nochmal gesteigert.Vielleicht ist es auch ein allgemein besseres Zuchtjahr. Aber es sind wirklich nur bislang 2-3 Tauben dabei,die mir so gar nicht gefallen und wo ich zu wissen glaube,dass sie das Rennen nicht überstehen werden. Diese Anzahl war letztes Jahr doch deutlich höher. Schauen wir mal,was da noch so Alles ankommt,aber ich denke,es wird dieses Jahr so sein,dass eine viel größere Anzahl der Tauben um die vorderen Plätze mitkämpfen wird. Das wird für alle Teilnehmer kein Selbstläufer werden! Und das ist auch wirklich gut so,denn so bleibt es für viele spannend bis zum Ende. Wollen wir mal schauen,ob ich am Ende Recht behalte mit meiner Einschätzung.Jedenfalls bin ich bislang sehr sehr zufrieden mit dem,was da angliefert wurde.....

09.06.2018: Ein netter kleiner 170 KM Flug heute bei dem die andere EST uns wieder ordentlich Preise abgenommen hat. In der EST mache ich noch 8/3 und in der RV Liste nur 8/1 und 2 im Anhang. Tja,so ist das Leben eben. Es sind alle Tauben zu Hause obwohl es für einen derart kurzen Flug doch anspruchsvoller war als gedacht. Der Regio-Flug wurde ja abgesagt und jede RV sollte fahren wie es ihr passt. Die RVen Lüneburg und Harburg standen heute etwas weiter in Milmersdorf,haben gemeinsam aufgelassen und es war wohl (wieder mal) sehr schwer für diese RVen. 127 Minuten Konkurs allein in Lüneburg für gerade mal 100 Preistauben......da sind wir mit 60 Minuten Konkurs ja noch ganz gut gefahren.  Im RV Programm war dies dann wohl mein letzter Flug,da ja jetzt nur noch Regio-Flüge kommen und dort gebe ich keine einzige Taube mehr mit,solange dieser FL dort das Sagen hat. Deswegen steht jetzt erstmal nur noch der erste 600er im WSC am 23.06. auf dem Plan und wenn der vernünftig läuft und die Tauben gut regenerieren (so sie denn von da wiederkommen natürlich) dann gehen vielleicht noch 1-2 nach London. So habe ich jetzt Zeit und Luft,um mich ganz dem Derby zu widmen.Das passt sehr gut mit der heißen Phase der Anlieferungszeit zusammen. Also bin ich heute sehr zufrieden..........

07.06.2018: Gestern ist noch eine fehlende Täubin vom Stargard-Flug zurückgekehrt. Schön rund und gesund,die war also bei irgendeinem tierlieben Menschen/Züchter drin und wurde nun weitergeschickt. Der Flug am kommenden Wochenende ist jetzt als Regionalflug gestrichen worden,die RVen sollen in Eigenregie einen Flug organisieren,der aber nur für das RV-Programm zählt. Zu groß war wohl das Murren nach den 2 schlechten ersten Regio-Flügen und zu unsicher sind sich die Verantwortlichen über die Wetterlage am kommenden WE. So wird die Verantwortung eben an die 3 RV Flugleiter weitergereicht. Man will halt nicht nochmal verantwortlich sein,wenn ein Flug in die Hose geht und wenn eine RV am Samstag auflässt und es schief geht,kann man dann immer noch sagen: selber Schuld. Wie auch immer, ich glaube nicht,dass meine Tauben Morgen in die Kabine kommen,die 2 verspätet abgeholten Vögel schonmal gar nicht. Die sind noch lange nicht so weit. Und wenn sich an der Vorhersage der Großwetterlage mit starker Gewitterneigung am Samstag bis morgen Nachmittag nichts ändert,bleiben auch die Anderen zu Hause. Der 1. Flug ab Basel im WSC,der an diesem WE stattfinden sollte,ist auch abgesagt worden. Der zu erwartende Ostwind,die Temperaturen und die Gewittergefahr auf der Strecke haben zur Absage geführt. Ich hätte ja eh nicht setzen können,aber dies nenne ich mal vorausschauendes Verhalten im Sinne der Tauben. Kein Larifari,sofort klare Kante,jeder weiß,woran er ist, Punkt aus. Natürlich gibt es auch da Leute,die murren,die gibt´s immer,aber im Sinne der Tauben eine vorbildliche Entscheidung,die dort getroffen wurde. Und da sagt man immer,die Weitstreckler wären so harte Züchter,die immer auflassen. Stimmt (zum Glück) nicht.

06.06.2018: Gestern wurde ein weiterer Vogel nicht weit weg von hier gemeldet und abgeholt. Somit fehlt jetzt "nur" noch der 712,welcher auf dem Stargard-Flug noch Schlagerster war. Auch anhand des Vogels gestern zeigt sich,dass die Tauben es einfach aus Entkräftung irgendwann nicht mehr schaffen,weiterzufliegen,auch wenn sie nur noch ein paar KM von zu Hause entfernt sind. Ein Trauerspiel ist das. Es braucht Zeit ,um diese Tauben körperlich und seelisch wieder aufzubauen.Ja,auch seelisch,da bin ich überzeugt von. Und wenn man Pech hat,dann erzeugt so ein traumatisches Erlebnis auch einen "Bruch" im Charakter einer Taube,die ist dann nicht mehr für die Reise zu verwenden.
Gestern sind auch weitere Tauben per Kurier eingetroffen und auch heute kommen wieder welche. Der Sportfreund Latislaw kommt am Wochenende persönlich vorbei und wohl noch einige Sportfreunde. Es füllt sich also so langsam gut auf im Derbyschlag. Das freut mich sehr,endlich wieder junges Leben in der Bude:-)

05.06.2018: Folgende Mail habe ich heute von einem erfahrenen Sportfreund bekommen:
Ist bei dir noch was nachgekommen? Das ist ja ein Jammer mit eurem Kaotenauflassleiter. Wie kann man am Freitag Abend los fahren, wo doch klar war, dass am Samstag auf der Strecke den ganzen Tag gewittrige Wetterlage angesagt war und dann hat er am Sonntag keinen Arsch in der Hose gehabt, die Tauben später zu starten, denn Vormittags waren ja von Westbrandenburg bis Ostniedersachsen noch breite Schauerfronten zu sehen und so warm war es ja gestern nicht, dass man nicht hätte später auflassen können.
Das Unterstrichene passt ganz gut zu den Beobachtungen der Sportfreunde,welche gesagt haben,dass die Tauben teilweise durch den Regen geflogen sein müssen.Nasses Gefieder,rote Nasen. Auch der 853 sah so aus. Und natürlich hat sich auch gleich gestern der Sohn des Regio-FL im Forum zu Wort gemeldet und versucht, alles zu relativieren und zu verharmlosen bzw. mich selbst auch in ein schlechtes Licht zu stellen. Allerdings glaube ich ihm seine Worte sogar,als er schrieb,dass alle froh waren,als ich mich für 2017 abgemeldet hatte. Ist ja auch nicht angenehm,wenn da jemand ist,der immer den Finger in die Wunde legt und die eigenen fadenscheinigen Argumente sachlich widerlegen kann..... Man könnte fast lachen,wenn es nicht so traurig wäre.
Gestern habe ich den 563 von Privatleuten aus Bavendorf,keine 15 KM von hier entfernt,weggeholt. Der konnte die letzten Meter nicht mehr fliegen, war völlig fix und alle. Wenn man so was sieht und dann weiß,dass das alles unnötig war,dann hofft man,das die Verantwortlichen dafür einem nicht in nächster Zeit über den Weg laufen.

 
04.06.2018: Gestern um 18:45 Uhr kam noch der 969 von Mathias Frank an. Damit sind jetzt 3 von 6 zu Hause. Es haben mich einige Anrufe und viele Mails erreicht,in denen die Leute8teils selbst langjährige Flugleiter) ihre Fassungslosigkeit über die immer wieder auftretenden Abläufe in unserem Regio zum Ausdruck gebracht haben. Ja,es ist einem Außenstehenden schwer zu vermitteln,warum tatsächlich JEDES Jahr einer oder mehr der ersten Regioflüge derart in die Hose gehen. Das ein Flug trotz guter Bedingungen mal schwer wird oder verlustreich,geschenkt. Das passiert Jedem Mal und ist weder schön noch erklärbar.Aber der Flug gestern war doch wieder "mit Ansage". Im Übrigen genau wie der erste 400er letztes Jahr, wo die Tauben ja durch ein riesiges Regengebiet fliegen mussten. Man unterstellt den Verantwortlichen ja nicht mal Vorsatz,schließlich haben sie auch ihre eigenen Tauben in der Kabine,aber wenn man so hört,wie dort Entscheidungen getroffen werden und was da alles abgeht,wenn man hört,dass die beiden anderen FL lediglich "informiert" werden anstatt in die Abläufe mit eingebunden(obwohl festgelegt ist,dass Entscheidungen von allen FL gemeinsam getroffen werden),wenn man sieht,wie diese Leute absolut keinen Lerneffekt aus ihren Handlungen ziehen und im Herbst auf der Versammlung tatsächlich behaupten "das waren alles glatte Flüge dieses Jahr",dann muss man sich schon fragen,was genau dort in den Köpfen vor sich geht. Aber es sind ja nun nicht nur die Entscheidungsträger allein. Es sind auch alle Züchter,die Jahr für Jahr diese Leute im Amt bestätigen, weil sie selber zu faul oder zu feige sind,diesen undankbaren Job zu machen. Und so werden Leute über Jahre im Amt gelassen,die es zwar vielleicht gut meinen und bemüht sind,aber leider jedes Jahr aufs Neue beweisen,dass sie mit dem Job schlichtweg überfordert sind.
Andererseits ist es auch ganz gut ,dass es auch in 2018 so gelaufen ist wie eigentlich immer,denn das hat mir gezeigt,das mein Weg weg vom Regio 150 die richtige Entscheidung war. So werde ich also ab 2019 die Tauben noch die ersten 3 Flüge bei uns in der Kabine setzen und dann als Gastzüchter in der RV Uelzen und Umgebung, um sie auf die Flüge im WSC vorzubereiten. Das hätte ich dieses Jahr schon machen sollen. Aber man hat ja immer Hoffnung,dass sich irgendwann irgendwas bessert.Leider war diese Hoffnung vergeblich. Schade nur um die Tauben,welche diese Entscheidungen mit ihrem Leben bezahlen müssen.
.......ach ja: natürlich werde ich jetzt wegen dieser Zeilen kräftig angefeindet werden (Feind liest schließlich eifrig mit). Denn unter Taubenzüchtern scheint zu gelten: Totschweigen,Aussitzen,Vergessen. Im Herbst regt sich doch über diese Flüge jetzt kein Mensch mehr auf. Trotzdem kann und darf sowas nicht ungesagt bleiben. Und hätten diese Leute sowas wie ein Gewissen und einen Arsch in der Hose würde sich die ganze Führungsriege inklusive FL auf Regio-Ebene verabschieden.

03.06.2018: 14 Uhr: Die Tauben wurden um 06:55 Uhr aufgelassen. Stand jetzt sind bei mir von 6 Tauben keine da,bei meinem Kumpel 3 von 16 und bei einem anderen Bevenser Züchter 3 von 23. Wollen wir mal keine voreiligen Schlüsse ziehen,aber ich denke mal,das war´s dann auch. Für viele, nicht nur für mich.Es macht ja auch wenig Sinn, Tauben zu setzen,wenn sie mit aller Gewalt weggejagt werden sollen. Ach ja,und heute morgen hat mir ein LKW am Garten die ganze Fahrerseite meines Autos zerschrammelt. Joah,läuft bei mir.......
Was Positives: Gestern sind die Tauben von meinem RV Kollegen Christian Niemann gekommen,ebenso wie die Tauben vom Team Küstentaube und von Peter Fuschera, die dankenswerterweise von meinem guten Kumpel Uwe Heeschen gebracht wurden. Heute Morgen war dann der Sportfreund Erich Koppenhöfer mit seinen Tauben da.Der Derby-Schlag füllt sich also so langsam und ich habe auch heute schon den halben Vormittag bei den Kleinen gesessen. Taubensport kann sehr schön sein,wenn man sich die Tauben nicht wegjagen lassen muss.......18:30 Uhr: 2 von 6 haben den Heimweg geschafft.Das Auswerten ist auf  Morgen 10 Uhr verschoben worden. Schon erwähnenswert,dass man sich ,trotzdem man jeden abtelefoniert hat, nicht sicher ist ,ob man die  ca. 120 Preistauben überhaupt voll hat. Und das sind ja nur 33,3% der Gesetzten. Ich stell die Uhr Morgen früh in die EST,bevor ich in die Werkstatt und zum Versicherer fahre.Gott sei Dank habe ich ja keine Schuld am Unfall aber ärgerlich ist es allemal,dass man jetzt ein Unfallauto hat. Interessant ist übrigens noch,dass beide Vögel,die da sind,von der SG Stumme aus Bad Münder stammen. Der 853( beim Heidederby 2017 war er 8.As-Taube) war wieder Erster und der 928 ca. 10 Minuten später. So ganz schlechte Tauben scheinen die nicht zu haben........

02.06.2018: Der Flug konnte heute nicht gestartet werden und die Tauben bleiben bis Morgen stehen. In der RV sind es noch etwas über 350 Tauben geworden. Schauen wir mal,was sie morgen so nach einer Nacht im Kabi machen......

01.06.2018: Heute soll nun also zum 2. Regionalflug ab 400 KM eingesetzt werden. Ein bischen merkwürdig ist das schon,weil Morgen den ganzen Tag Gewitterneigung angezeigt ist und einige RVen schon auf Sonntag verschoben haben. Aber nun ja,die werden schon wissen,was sie tun....Etliche Züchter haben nun nach dem Flug letzte Woche schon die Nase voll und wollen nicht mehr setzen oder zumindest den 400er aussetzen. So verständlich wie das ist,es bringt einen doch nicht weiter. Und die Tauben auch nicht. Mein Vater hat dazu immer gesagt: "Man kann sich auch totschonen!" Natürlich ist es richtig, dass man Spätheimkehrern auch mal eine Pause gönnt. Und natürlich ist es genauso richtig,zu schauen,in welchem Zustand die Tauben ankommen und wie sie sich bis jetzt regeneriert haben. Aber die Tauben,die letzte Woche am Flugtag oder am nächsten Tag nach Hause gekommen sind,die kann man doch einwandfrei wieder setzen. Lässt man fitte und gesunde Tauben zu Hause,werden sie dadurch gewiss nicht schlauer. Man schleppt sie nur ins nächste Jahr ohne das sie was gelernt oder geleistet haben.
Da ich ja nächste Woche den ersten Flug im WSC leider nicht setzen kann (das ärgert mich ein bischen), werde ich heute die Vögel jedenfalls einkorben. Denn Üben übt,wie man so schön sagt....

31.05.2018: Der 428 wurde gestern von Michael Stumme abgeholt und er wird ihn mir dann übernächste Woche vorbeibringen.Das freut mich sehr,das das geklappt hat und dafür sind die Netzwerke,die man sich aufbaut ,ja auch gut geeignet. Letztes Jahr habe ich ja eine Taube von Manfred Meyerholz hier aus der Ecke bei Privatleuten abgeholt und dieses Jahr fliegt der Vogel bereist 2 Preise und 1x davon sogar als Schlagerster. Nicht jede Taube,die irgendwo strandet,ist eine Schlechte.......
Die bislang angelieferten 11 Derby-Tauben haben sich schon gut eingelebt und auch an mich gewöhnt,beim Füttern kommen sie schon direkt ran ohne Scheu. In den Ausflug gehen sie auch schon,nur die Voliere ist ihnen wohl noch zu unheimlich.
Gestern Abend hat der Sportfreund Koppenhöfer angerufen,er bringt am Wochenende seine Derby-Tauben selbst vorbei. Bei einer einfachen Strecke von über 500 KM eine beachtliche Leistung,die er da auf sich nimmt. Er verbindet das mit einem Kurzurlaub übers Wochenende samt Ehefrau in unserer Kurstadt. Eine gute Idee für all jene,die sich den Streß mit den Lieferdiensten nicht antun wollen. In jedem Fall gebührt dem Erich für die Tour,die er auf sich nimmt,mein vollster Respekt!

29.05.2018: Leider ist keine Taube mehr nachgekommen. Also 5 Verluste und einer in Hameln gemeldet. Das ist natürlich hart. Aber das Leben geht weiter. Auf der Heimfahrt gestern habe ich auch eine überfahrene Taube gesehen,allerdings war die schon zu breitgefahren,als das ich da noch den Ring rausgefischt hätte. So enden viele der fehlenden Tauben. Sie sehen das Flimmern der Straße und denken in ihrem Durst,das wäre Wasser, gehen runter,laufen an oder auf der Straße rum und dann erwischt es sie.
Den ersten Basel-Flug im WSC werde ich auch verpassen,denn ich habe nächste Woche ein Seminar in Hannover.Ich komme dann zwar jeden Tag abends nach Hause,aber dann hat man ja auch keine Lust mehr,noch groß irgendwo hinzufahren. So werde ich sie denn auch auf dem 400er am nächsten WE setzen können,natürlich nur dann,wenn der Plan so beibehalten wird und sich nicht noch etwas aufgrund des schweren Fluges letzten Samstag ändert.Die Tauben sind jedenfalls wieder fit. Ich werde nur noch die Vögel setzen,die Weibchen kommen jetzt in die Box.
Die für diese Woche angedachten Taubenlieferungen sind nun alle abgesagt,da die Transporteure bei über 30 Grad nicht fahren. Das ist auch ganz vernünftig so,dass muss ja nicht sein. Und wie ich schon schrieb ,ist es auch bezüglich der Eingewöhnung kein Problem,das haben wir ja letztes Jahr gesehen.Vielleicht bekomme ich noch welche,die mir die/der Züchter selbst bringt und am nächsten WE kommt ja schon der Sportfreund Helmut Linden. Mal sehen,wie viele Tauben er mit seinem Sammelangebot zusammenbekommt.

27.05.2018: Heute Morgen um 05:12 Uhr (!!) ist der 309 als achte Taube gekommen.....und seitdem nichts mehr. Dafür wurde der Fahle 428 heute aus der Nähe von Hameln gemeldet. Saß bei Privatleuten am Goldfischteich und ließ sich durch den herbeigerufenen Züchter problemlos greifen. Hinweis dazu: ich halte die Tauben nicht zahm.Körperlich, so der Züchter, ist der Vogel gar nicht mal so runter. Aber das ist ein Phänomen,dass ich hier auch schon öfter hatte,wenn ich gerufen wurde,um eine Taube irgendwo wegzuholen. Die Tauben sitzen wie abwesend da und lassen sich einfach so greifen. Komplett gaga im Kopf.....so flog der 428 also gestern gut 160 KM südlich von zu hause hin ....ich habe schon Kontakt zum Michael Stumme aufgenommen ob er den Vogel dort wegholen und später dann mit den Derby-Tauben zu mir bringen kann. Der bleibt dann zu Hause und kann im nächsten Jahr nochmal eine Chance bekommen.Immerhin fliegen ja 3 Vollgeschwister von ihm letztes Jahr zweistellig und auch dieses Jahr wieder eine Vollgeschwister mit 1.Konkurs. Der darf noch eine Chance bekommen.
In der RV haben heute beim Auswerten um 11 Uhr immer noch gut 40% der Tauben gefehlt und es sind bei den Züchtern Morgens auch nur sehr vereinzelt Tauben gekommen, wie man hört. Tja,das war natürlich ein herber Nackenschlag.

26.05.2018, 06:00 Uhr: Der Auflass unserer Tauben erfolgte schon um 05:30 Uhr.  Bezüglich der zu erwartenden Tagestemperaturen sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung. Die Sicht ist sehr gut,der Ostwind (noch) relativ schwach,also rechne ich mit der Ankunft der ersten Tauben gegen 09:00 Uhr,vielleicht etwas früher.
Gestern ist noch eine der beiden fehlenden Tauben, die 231, vom 2. Preisflug nach Hause gekommen. Ein bischen mager,ein bischen dreckig ,aber sonst ok. So fehlt also von 2 Vor-und 3 Preisflügen bislang nur die weiße 301. Und auch bei der bin ich mir ziemlich sicher,dass sie nicht tot ist,sondern irgendwo eine "neue Heimat" gefunden hat. Denn wenn eine weiße Taube (und dann noch mit Tipesring,MUSS ja was Gutes sein!!) irgendwo einspringt,dann wird die sofort eingebunkert und kommt nimmermehr raus.Und sei es nur,damit die Enkelchen oder Kinderchen was zu Gucken haben.
Gestern hat dann auch der Sportfreund Bär gemailt,dass der für nächste Woche geplante Versand seiner Tauben nichts wird,weil der Transporteur aufgrund der  erwarteten Temperaturen über 30 Grad keine Transporte durchführt. Auch das ist absolut nachvollziehbar im Sinne des Tierwohls. Und es macht wirklich nichts aus.Denn wie das letzte Jahr gezeigt hat, klappt auch die Eingewöhnung von Jungen,die mit bis zu 50 Tagen geliefert, problemlos. Also keine Bange,wir werden das Kind (bzw.die Tauben) schon so schaukeln,dass alles glatt läuft.
So,dann wollen wir mal schauen,wie sie heute den 1. RegioFlug überstehen. Daumen drücken!!10 Uhr: Offensichtlich ein schwerer Flug heute. Nur wissen wir gerade nicht so recht,warum eigentlich. Meine erste Taube kommt um 08:55 Uhr,also in einer recht normalen Zeit. Und aus dem richtigen Loch. Kurz darauf sah ich auch eine Taube bei meinem Kumpel Dieter ankommen. Als um 09.15 Uhr immer noch keine weitere Taube da war, fuhr ich zu ihm,um zu hören,wie es bei ihm aussieht. Nun ja,lange Rede, kurzer Sinn. Stand 09:30 Uhr sind bei Dieter 2 von 27 da gewesen,bei mir auch 2 von 14, bei einem anderen Züchter 15 Kilometer vorgelagert 3 von auch über 20 und bei einem Züchter der RV Harburg 6 von 61. Die Tauben bei Dieter kamen um 08.49 Uhr sowie 08:59 Uhr und dann war Sense. Was auffällt bei den Anderen: die alten Tauben fehlen und es waren Jährige da.Alles sehr merkwürdig. Wir waren uns relativ schnell einig, dass die Witterung oder der erste gemeinsame Auflass nicht der Grund sein können sondern das beim Auflass irgendwo in der Nähe zu selben Zeit ohne Absprache ebenfalls Tauben aufgelassen worden sein müssen. Also Kreuzungsverkehr. Leider ist es ja so,dass hier im gesamten norddeutschen Raum auch viele Polen auflassen,die sich nirgendwo eintragen,sodass es für die Flugleiter unheimlich schwer ist, zu erkennen,wer in der Nähe steht,wieviele Tauben die an Bord haben und wann sie auflassen. Zudem haben wohl ALLE RVen heute früh aufgelassen um der Mittagshitze zu entkommen also war viel Verkehr in der Luft. Für uns die einzige Erklärung für diesen schleppenden Verlauf. Nun gilt es also,die Tauben möglichst vernünftig nachzubekommen. Ich drücke dafür allen Züchtern ganz fest die Daumen!19:00 Uhr: Es sind 6 von 14 Tauben zurück, woanders sieht es ähnlich aus,bei Manchen besser,bei Manchen schlimmer. Das Ausrechnen wurde auf Morgen 10:30 Uhr verschoben. Das allein sagt ja schon was.

25.05.2018: Heute ist nun also Einsetzen zum ersten gemeinsamen Regionalflug ab Stargard, ca. 300 KM. Bei Temperaturen von Morgen an die 30 Grad, starkem Rückenwind und wolkenlosem Himmel sicherlich wieder ein Härtetest gerade für Jährige.Ich tippe auf einen sehr zeitigen Auflass um der Mittagshitze möglichst zu entgehen und einer Flugzeit von knapp 3 Stunden bei den ersten Tauben.2014 habe ich unter solchen Bdingungen ja mal einen 1. Konkurs geflogen. Da gehe ich aber Morgen bei meinen derzeitigen Tauben nicht von aus. Die sind noch nicht so sattelfest. Heute bekommen die Tauben schon Tollyamin Forte ins Trinkwasser,morgen nach der Rückkehr ebenso. Gerade bei so einer Hitze hat es sich als vorteilhaft erwiesen,bereits am Einsatztag Elektrolyte und Aminosäuren zuzuführen. Die Tauben kommen einfach frischer an und regenerieren besser. Und der Rest ist Hoffnung....
Morgen werde ich auch nachmittags nach Wittingen fahren um am Saisonanfangstreffen des WSC Wittingen teilzunehmen. Dort wird das Reisejahr 2018 in seinen Abläufen besprochen. Auch werde ich dort die ersten Tauben für das Derby in Empfang nehmen. Am Sonntag kommt dann der Sportfreund Mathias Frank mit seinen Rennern und ab nächster Woche geht es dann richtig los. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen,was da wieder alles für Täubchen angeliefert werden....

24.05.2018: Es ist immer schön zu sehen,wenn es sich auszahlt, mit seinem Hobby in die Öffentlichkeit geht. der Sportfreund Lothar Scheugl hat ja auch einen Youtube Kanal und er hat einen Jugendlichen dazu inspiriert,sich jetzt auch Tauben anzuschaffen. Auch wenn solche Beispiele selten sind, zeigen sie doch,dass es immer besser ist,eine offene Kommunikation zu führen,als still im Kämmerlein zu sitzen und auf den Tod zu warten. Unser Verband hätte z.B. mehr als genügend Mittel,um selbst eine kleine Youtube-Serie über Taubenzüchter,ein Taubenleben oder oder oder zu starten im Stil einer "Daily-Soap." Aber da gibt es ja nicht mal einen verbandseigenen Account,über den man sich der Öffentlichkeit präsentieren könnte.Man plant lieber weiter an einem Museum oder dem Gang nach China. Traurig und beschämend, wie wenig sich "unser" Verband um das Wohlergehen und die Zukunft unseres Hobbys schert........

22.05.2018: Ich habe mir heute mal die Wettervorhersage für die nächsten 3 Wochen angesehen und es soll sich hier an der Gesamtlage mit Sonnenschein, hohen Temperaturen und teils kräftigem Ost/Nordostwind nichts ändern. Schon beim Einsetzen letzte Woche haben wir darüber diskutiert,wann es wohl das letzte Mal 3 Flüge hintereinander Rückenwind gab und jetzt soll es auch erstmal so bleiben. Insgesamt also ein sehr ungewöhnliches Reisejahr bislang. Ich selbst kann mich nur noch an das Jahr 1992 erinnern, das erste Jahr,in dem hier vom Osten gereist wurde. Da gab es auch überwiegend Rückenwind und all die alten,bewährten, guten Tauben der Südrichtung versagten dort kläglich. Der Endflug von 630 Km verlief damals unter 6 Stunden! Tja,und im nächsten Jahr waren es dann wie eigentlich üblich wieder mehrheitlich westliche Winde und die alten Tauben waren wieder top. Insofern wird es dieses Jahr interessant werden, zu verfolgen,welche Züchter und welche Tauben mit dem vermehrten Rückenwind gut fliegen. Und wenn der Wind auch NORDöstlich weht,wird unsere RV sicherlich in der Gesamtschau besser als sonst in der Regio-Liste abschneiden. Ich selbst bin von meinen Depri-Trip vom Wochenende wieder runtergekommen. Ich habe jetzt auf 5 Flügen nur 2 Tauben verloren,das ist doch was. Einige Umstellungen habe ich in Absprache mit Manfred Meyerholz nun ab dieser Woche vorgenommen,mal sehen,ob es hilft. Unter Anderem werden die Tauben jetzt nur noch ein Mal am Tag herausgelassen. Aber letztlich hat sich doch das bewahrheitet,was ich im Vorfeld schon gepredigt habe: die Tauben brauchen einfach länger,um mit der Trennungssituation nach dem Kabi-Auflass klarzukommen. Wenn sie dann noch Rückenwind haben, sehr gut drauf und unerfahren sind,dann überfliegen sie eben oder fliegen mit anderen Tauben mit,bis sie merken,dass sie falsch sind. Das sie gesund sind, genügend "Akku" haben und auch wissen,wo der Schlag steht, zeigen sie mir ja,indem sie alle wiederkommen. Nur eben sehr verspätet. Der Frust über die sportlich schlechten Ergebnisse der letzten beiden Flüge,den habe ich mir selber zuzuschreiben,weil ich von meiner eigenen Maxime,nicht zuviel von den Tauben zu erwarten,abgewichen bin. Da muss ich noch ruhiger werden und meine Erwartungen WIRKLICH der Situation anpassen........

21.05.2018: Nachdem die Tauben heute ein erfrischendes Bad genießen durften,habe ich die Ochsentour auf mich genommen, an die Elbe zu fahren und etwa 200 Kilo reinen Elbsand für die Schläge zu beschaffen Autsch! Aber nun sind die Schläge fertig,ebenso wie die Voliere und die neuen Derby-Tauben können kommen. Bald ist es soweit! YEAH! Ich freue mich gerade so richtig schon wieder auf die Zeit,wenn ich abends im Garten sitze und der ganzen Meute zugucke, wie sie bei geöffneten Türen raus und rein geht. In dieser Zeit fällt alles von mir ab und ich bin einfach nur ein glücklicher,zufriedener Mensch.

20.05.2018: Eine gute Nachricht: alle Tauben sind zu Hause. Der 712 kam gestern noch um 21:18 Uhr und saß die Nacht über im Sputnik. Ich bin ja bereits in der Halbzeitpause des DFB- Pokalfinales in den Garten gefahren und hatte die Klappen zugemacht und dann nach dem Spiel um 22:15 Uhr den Beitrag geschrieben. Heute um halb fünf bevor ich zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Angeln fuhr,habe ich die Klappen geöffnet und da saß der 712 schon drin. Um 05:48 Uhr (!!) kam dann die 669 an und schließlich um 09:06 Uhr als letzte Taube der 670. Das freut mich wirklich sehr,weil ich gestern ,als um 15 Uhr erst 4 von 14 Tauben da waren,schon sehr schwarz gesehen habe. Trotzdem bleiben nach diesem Flug natürlich viele Fragen. Warum kommen sie statt besser von Flug zu Flug schleppender? Warum können sie die Form von der Woche nicht am Flug umsetzen? Warum kommen gleich 5 Tauben (immerhin mehr als ein Drittel der Gesetzten!) innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr bei einem 210 KM Flug mit Auflass um 09:45 Uhr? Und so weiter. Das sind einige Nüsse,die ich noch zu knacken habe. Das es nur ein Preis geworden ist( in der EST :2), ist dabei vollkommen nebensächlich. Es geht um das Rankommen an sich.
Aber heute konnte ich davon in Wismar sehr gut Abstand nehmen. Ein sehr schöner Angeltag mit einem guten Freund,ein leckeres Grillerchen danach und die ersten Hornhechte meines Lebens habe ich auch noch gefangen:-) Das Leben kann so schön sein! Danke,Mathias!



im Übrigen würde ich euch das Video von heute über ihn sehr empfehlen.Vielleicht macht es bei dem Einen oder Anderen Massenzüchter dann ja "klick"



19.05.2018, 09:45 Uhr: Die Tauben wurden um 09.30 Uhr in Milmersdorf aufgelassen. Könnte aufgrund der immer noch komplett geschlossenen Wolkendecke für die Orientierung recht schwierig werden. Kann aber auch genauso gut funktionieren. Sicherer wäre es wohl gewesen,bis zum frühen Nachmittag zu warten,wo es deutlich aufklart. Ob es eine Rolle für die Entscheidung gespielt hat,dass heute vormittag Nordostwind ist (noch besser für die südliche EST) und ab Mittag reiner Ostwind,das vermag ich nicht zu beurteilen. Sollte der Flug allerdings schwer werden,wird das frühe Auflassen sicher wieder ein Diskussionsthema sein. Bleibt nur zu hoffen,dass der Flug wie auch die ersten beiden glatt und ohne größere Verluste abläuft. Ich rechne mit den ersten Tauben zwischen 11:30 Uhr und 11:50 Uhr. Wir werden sehen....22:15 Uhr: 11 von 14 Tauben sind jetzt zu Hause.Die 3 ,die noch fehlen,waren allesamt Favoriten. 670,712,669. Also entweder ich verstehe überhaupt nichts von tauben oder die besonders Guten sind heute wieder wer weiß wohin geflogen. Auffällig war,dass 5 Tauben innerhalb von 20 Minuten ab 16:15 Uhr angekommen sind. Ob es nun Gegenverkehr gab oder ob es doch am nicht optimalen Wetter lag,ich weiß es nicht. Ich weiß nur,dass ich mir die zusätzliche Arbeit mit dem frühen Rauslassen nun sparen kann,da es ja definitiv nichts bringt. Es ist schon ein Stück weit frustrierend,wenn man sieht,wie sich die Tauben unter der Woche zeigen,nur um dann am WE ein derart miserables Ergebnis zu präsentieren. Ich schaue ja immer erst auf mich,ob ich nicht irgendwelche Fehler gemacht habe aber ich kann da ganz ehrlich nichts finden. Die Ergebnisse spiegeln in keinster Weise das wieder,was mir die Tauben unter der Woche zeigen. Vielleicht ist auch die Qualität der Tauben nicht hoch genug,um Preise zu fliegen,die Orientierungsfähigkeit doch zu schlecht oder oder oder. Der letzte Flug war schon nicht ok,doch aufgrund des Rückenwindes erklärbar,aber das darf sich einfach nicht so fortsetzen. Die Tauben müssen aus ihren Erfahrungen auch lernen und es von Flug zu Flug besser machen. Stattdessen sehe ich eher Rückschritte.Dieses Ereignis heute wird mich sicherlich die nächsten Tage beschäftigen und ich muss mir auch ganz klar die Frage stellen,ob es mit dieser Truppe denn Sinn macht,am Plan festzuhalten und Weitstrecke zu spielen. Derzeit sehe ich den Bestand noch nicht in der Lage, das zu packen. Nächste Woche werde ich sicherlich noch den 1. Regionalflug setzen und wenn sie dann wieder anscheinend überfordert sind,dann muss ich sicherlich überlegen,ob ich mich nicht lieber voll auf das Derby konzentrieren sollte. Viel Gedankenarbeit,die da vor mir liegt.......

18.05.2018: Heute wird also zum 3. Preisflug ab Milmersdorf, ca. 210 Km, eingesetzt. Derzeit ist es hier wolkenverhangen,kühl und es nieselt so ganz fies vor sich hin. Dies soll auch über Nacht so bleiben bis es dann Morgen im Laufe des Vormittags wieder aufklart und schön sonnig wird. Der Wind kommt wieder aus dem Osten mit Stärken von 2-3,also erwarte ich einen zwar spät aufgelassenen aber letztlich wieder sehr schnellen Flug mit einem kurzen Konkurs und einer sehr guten Leistung bei der anderen EST.Also bis auf den vielleicht etwas späteren Auflass eine Kopie der ersten beiden Flüge. Wenn meine Tauben dieses Mal die Kurve etwas früher bekommen,sollten allein vom Fitnessstand her auch mehr als die 2 Preise von letzten Mal drin sein. Und wenn nicht: dann ist das eben so.Im ersten Moment ist man dann natürlich angefressen,aber mehr als die Tauben gesund und fit zu halten und sie vernünftig vorzubereiten kann man eben nicht machen. Klar könnte ich auch jeden Tag auf der Autobahn verbringen wie einige,die bis jetzt gut fliegen,aber ganz ehrlich gesagt ist mir das zuviel Aufwand und auch Streß nur um auf den ersten Flügen ein paar Preise mehr zu machen. So ehrgeizig bin ich da nun wirklich nicht.
Aufgrund des kalten und nassen Wetters waren die Vögel heute Morgen nicht draußen. Sie und die Weibchen werden heute Nachmittag ganz normal Freiflug bekommen (immer vorausgesetzt es regnet nicht) ,nur die nachmittägliche Fütterung lasse ich dieses Mal ausfallen.Mal schauen,ob sie mit weniger Ballast im Kropf besser kommen. Und übermäßig zusätzliche Energie werden sie morgen nicht brauchen. Ich rechne mal mit plusminus 2 Stunden Flugzeit,vielleicht ein bischen drüber. Da muss man sie nicht füttern wie vor einem 600er.
Am Meisten freue ich mich aber ehrlich gesagt an diesem Wochenende nicht auf den Preisflug sondern darauf,dass ich am Sonntag zu meinem Kumpel Mathias Frank nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre. Das habe ich noch nie gemacht und ich denke,das wird ein echt feiner Tag bei bestem Wetter und in guter Gesellschaft. Vielleicht brauche ich den ja auch als Ausgleich falls meine Tauben mich morgen wieder schmählich im Stich lassen... :-)

17.05.2018: Der Zuflieger macht sich sehr gut,auch das Kotbild ist schon wieder so, wie es sein soll. Ich habe keine Bedenken,dass er am Sonntag die Strecke von Schwerin bis nach Hause schafft. Die morgendliche und abendliche Trainingsleistung der Vögel ist schon wieder sehr gut und intensiv,auch die der Weibchen am Abend. Aber wenn ich sehe,dass für den Flugtag wieder Schiebewind angesagt ist, dann habe ich natürlich bei der hitzigen Bande aus Jungspunden die Befürchtung ,dass sich das Spielchen vom letzten Wochenende wiederholt. Aber irgendwann muss ja mal der Lerneffekt einsetzen damit sie nicht mehr so stark überfliegen (hoffe ich). Na, wir werden es ja sehen. Aber 3 Flüge in Folge Schiebewind,das habe ich auf der Ostrichtung auch noch nicht so häufig erlebt. Am Wochenende ist der letzte  Flug,den unsere RV alleine fährt und wenn es denn so bleibt mit dem Wind,dann wird es wieder ein guter Flug für die südliche EST. Ab dem 4.Flug lässt der ganze Regionalverband gemeinsam auf (sind ja nur noch 3 RVen) und da alle anderen Schläge des Regios nördlich von uns liegen,wird allein die Zugrichtung der Masse der Tauben in unserer RV für ein wenig mehr Ausgleich sorgen. So sehr ich jedem ein gutes Ergebnis gönne,so sehr kann ich aber auch die verstehen,die jetzt schon ein wenig betrübt sind,weil unserer EST und damit auch ihnen immer wieder Preise verloren gehen. Und so sehr ich auch immer noch berechtigte Zweifel an den Flugleitern des Regios habe sind die Regio-Flüge für die Preisverteilung innerhalb der RV doch gerechter und weniger einseitig. Darüber hinaus natürlich auch noch mal ein Stück fordernder für die Tauben,was das rechtzeitige Trennen aus dem Hauptschwarm angeht. Insofern wird ab dem 4. Flug auch der Trainingseffekt für meine Tagesweitstreckler in spe deutlich erhöht.

14.05.2018: Die beiden Weibchen sind nicht mehr aufgetaucht. Schade. Das sind dann also wohl die ersten beiden Verluste 2018. Wenn ich merke,dass dies den 563 negativ beeinflusst,dann bleibt er dieses Jahr zu Hause. Keine Lust,den Vogel deswegen zu verspielen.
Gestern schrieb ich über den gelungenen Saisonstart des Sportfreundes Mathias Frank aus der RV Wismar. Heute haben meine Vögel einen Jährigen aus der FG-RV Güstrow vom gestrigen Flug mitgebracht.Der hat mal locker 180 KM überflogen! Den habe ich vom Brett gefangen und vorab mal über die Vereinsnummer gesucht. So bin ich auf die RV gekommen und Vereinsnummer sowie Endnummer stimmten mit den Tauben von der SG Egon und Angela Maaß aus der RV Güstrow überein, ein nicht unbekannter Schlag auch auf Bundesebene. Deswegen habe ich mich entschlossen, entgegen meiner Gewohnheiten, die Taube doch zu melden.Normalerweise melde ich keine Jungtauben oder Jährige,weil man sich da zu viel Abwertendes anhören muss,da habe ich keine Nerven für.Doch bei einem Spitzenschlag mit gutem Leumund kann man Glück haben. Wie sich herausstellte, gehörte die Taube aber einem Sportfreund Schoenfeldt aus der gleichen RV, ein sehr netter Mann,der mir am Telefon erzählte,dass er diesen Vogel im letzten Jahr von der SG Maaß als Geschenk bekommen hat und er ihn  schon sehr vermisst hat,weil es ein besonderes Tier ist. "Vier Mal bin ich heute in den Garten gefahren und habe geguckt,aber nie war er da...." Er hat die Tauben auch wie ich nicht am Wohnhaus sondern in einem extra Garten. Da ich am nächsten Wochenende wahrscheinlich zu Mathias nach Wismar zum Hornhecht-Angeln fahre, habe ich dann dem Sportfreund Schönfeldt angeboten,den Vogel die Woche über zu versorgen und dann in der Nähe von Schwerin aufzulassen. Dieses Angebot hat er sehr dankbar angenommen. Ich finde es immer schön,wenn eine Taubenmeldung solche Freude und Erleichterung,dass die Taube noch lebt,auslöst. Dann wollen wir mal die Daumen drücken,dass der Vogel am nächsten Wochenende die ca. 45 KM Luftlinie von Schwerin bis zu Sportfreund Schönfeldt auch schafft. Er wird nämlich schon schmerzlich vermisst.......und wieder eine gute Tat vollbracht:-)

13.05.2018: Die beiden fehlenden Weibchen sind heute leider nicht zurückgekehrt. Wenn sie es auch im Laufe des morgigen Tages nicht schaffen heißt es wohl "Rest in Peace,Mädels". Das ist hart,aber so ist Taubensport nun mal. Es kann so viel unterwegs passieren worauf man keinen Einfluß hat. Aber gleich 2 von so einer kleinen Truppe ist schon nicht schön. Wobei ich immer noch glaube,dass zumindest die 301 noch irgendwo sitzt und lebt. Die hat sich ja bisher immer so von Dach zu Dach nach Hause gebummelt. Eigentlich rechne ich fest damit,dass sie spätestens morgen Abend drin sitzt. Das die 231 fehlt, ist insofern schlecht,als das sie das Weibchen vom 563 ist. Und ohne Weibchen bleibt nur die Zelle als Motivation. Das ist natürlich der Nachteil der totalen Witwerschaft. Aber es gibt überall Pro und Contra. Eben gerade habe ich mich sehr gefreut,denn die Preisliste der RV Wismar ist jetzt online,die hatten heute ihren ersten Preisflug. Und mein guter Freund Mathias Frank legt einen Sahnestart mit 38/24 und den ersten beiden Tauben unter den ersten 10 RV Tauben hin. Klasse!

12.05.2018: Sportlich war der Flug heute total für die Hose. Vielleicht 2 Preise. Und natürlich die beiden Weiber,die beim letzten Flug am nächsten Tag kamen.Die sind einfach nicht so schnell geflogen wie die Anderen heute und deshalb auch nicht überflogen. Und all die Burschen und Mädels,die sich in der Woche so fit und gut drauf gezeigt haben,die sind wohl erstmal nach Bremen geflogen bevor sie gemerkt haben,dass sie zu weit sind. Naja, gelernt haben sie hoffentlich was und merken sich das für die Zukunft,dass "Kopf einschalten" immer noch VOR "Gas geben" kommt.....enttäuscht bin ich trotzdem.Die ganze Arbeit fürn Ar....21 Uhr: der 563 ist noch gekommen,jetzt fehlen noch die weiße 301 und die 231.Bei der Weißen bin ich mir ziemlich sicher,dass sie Morgen im Laufe des Vormittags ankommt.Bei der 231 bin ich mir da nicht so sicher.Vielleicht habe ich ja den ersten Verlust dieses Jahres zu beklagen.Aber noch bin ich guter Hoffnung. Mit etwas Abstand bin ich mit dem Tag heute doch nicht so unzufrieden. Sportlich gesehen hat dieser Flug wieder keinerlei Aussagekraft aber Rückenwind ist ja auf dem Osten eher die Ausnahme als die Regel.Von daher kommen sicherlich auch Flüge,wo die Tauben NICHT überfliegen werden. Bei der Versorgung und dem Training werde ich jedenfalls nichts ändern. Warum sollte man auch gleich alles umschmeißen,weil ein Flug nicht so gut lief? Die Tauben waren so fit und gut versorgt,dass sie ohne Weiteres nicht nur überfliegen sondern auch den Weg dann gegen den Wind zurückfliegen konnten. Das zeigt mir,dass die Versorgung und der Zustand der Tauben sehr gut waren. Zu gut für einen Rückenwindflug eben. Aber wenn sie dann Wind vor den Kopf bekommen,werden die Karten schon wieder neu gemischt. Sehr gefreut habe ich mich heute für meinen RV Kollegen Gerd Timmel. Er hatte gestern Geburtstag und heute schenken ihm seine Tauben  28/20 Preise!! Sogar der 45,den er von mir zum Umgewöhnen bekommen hat,fliegt Preis. Ich habe mich wirklich sehr für Gerd gefreut,er ist ein feiner Kerl und hat das wirklich verdient.Klasse!

11.05.2018: Heute wird zum 2.Preisflug ab Gransee, 175 KM, eingesetzt. Morgen soll es wieder Ostwind haben,also erwarte ich wie letzte Woche einen schnellen Flug,einen kurzen Konkurs und eine auftrumpfende andere EST. Solange auch dieser Flug so reibungslos und ohne Verluste läuft ,sei es ihnen sehr gerne gegönnt. Die Unwetter,welche gestern Hamburg und teils auch Lüneburg getroffen haben,sind an unserem Landkreis fast spurlos vorbeigezogen. Ein bischen Blitz und Donner,ein paar Tropfen, etwas stärkerer Wind,mehr nicht. Ich konnte sogar gestern nach dem Vatertagsangeln vom Angelverein noch die Tauben ganz normal rauslassen.
Auch heute wurden die Vögel wie jeden Tag gegen 05:30 Uhr herausgelassen. Ich habe festgestellt, dass sie Morgens dazu neigen, herumzutrödeln,wenn sie landen. Sie laufen auf dem Dach rum, fliegen ab und zu mal wieder ab um gleich darauf wieder zu landen usw. Nachmittags gehen sie viel besser rein. An zu viel Futter vom Vortag kann es nicht liegen,denn sie bekommen Morgens und Nachmittags je die Hälfte. Ich glaube,sie genießen einfach nur das Draußen sein am Morgen. Schön kühl,klare Luft. Warum sollte man dann auch gleich wieder in die Bude? :-)
Für mich ist sowas natürlich nicht optimal,weil ich sie immer unbeaufsichtigt im Garten lassen muss,um zur Arbeit zu fahren.Und dann mache ich mir den ganzen Tag Sorgen wegen Habicht,Sperber und co. Was da alles passieren kann......Trotzdem werde ich das morgendliche Rauslassen wohl erstmal beibehalten solange nichts Schlimmes passiert.Was hoffentlich auch nie eintritt.
Am 29.05. kommen die ersten Derby-Tauben per Lieferdienst. Ich muss jetzt echt ganz dringend die Voliere fertig kriegen und den neuen Sand in den Schlag bekommen!!!

08.05.2018: Schon jetzt nach relativ kurzer Zeit zeichnen sich einige Tendenzen bei den einzelnen Tauben ab. Dazu zähle ich die gesamte Zeit seit dem Einzug der Vögel in den Witwerschlag. Die Parameter sind u.A. Verhalten im Schlag, Eroberung einer Zelle(oder eben auch nicht), Kotbild, Allgemeinverhalten, Flugfreude am Haus, Art des Fliegens, Ankunft von Vor-und Preisflug,Regeneration nach dem Flug und noch Einiges mehr. Daher habe ich bereits jetzt eine Teilung der Tauben auf dem Papier vorgenommen,und zwar in solche,denen ich perspektivisch "gute" Leistungen zutraue und solche,bei denen ich Bedenken habe. Letztlich wird jede Taube,die bis Anfang Juni da ist, ihre Chance bekommen,sich auf mindestens einem 600er zu zeigen,es sei denn,ich bin davon überzeugt,dass eine Taube dies von ihren Voraussetzungen her nicht schafft. Dann wäre es sportlich unsinnig und auch unfair dem Tier gegenüber, dieses auf einem 600er einzusetzen. Rein körperlich ist dies aber derzeit nur bei einem Vogel zu befürchten,der für mich eine deutlich schlechtere Regeneration zeigt als alle anderen Tauben. Er braucht dafür einfach viel zu lange und so ein Manko schleppt der Vogel dann natürlich wie einen Rattenschwanz hinter sich her.Und es wird,was die körperlichen Anforderungen angeht,ja nicht leichter werden. Allerdings gefallen mir auch einige andere Tauben weniger, vor Allem was Verhalten und natürlich das Bummeln angeht. Zum Beispiel erwarte ich von den Tauben,wenn ich die Klappen aufmache,dass sie nach draußen stürmen weil sie gerne fliegen wollen und nicht,dass 1-2 erstmal in der Zelle sitzen bleiben,während die Anderen schon draußen sind und einen angucken als wollten sie fragen "Muss ich wirklich?" Dann ist es auch unerheblich das sie,wenn sie denn mal draußen sind,genauso gut fliegen wie die Anderen, so ein Verhalten zeigt mir einfach,dass da nicht der echte Wille zur "Arbeit" dahintersteckt.
Und so habe ich die Mannschaft nun in 4 Vögel und 4 Weibchen geteilt,von denen ich etwas erwarte und auf der anderen Seite 4 Vögel und 4 Weibchen,die mich noch,um es mal positiv auszudrücken, positiv überraschen können. Natürlich können auch bei den 50 % positiv Bewerteten noch Tauben dabei sein,die irgendwann vom jetzigen Stand abfallen oder auch ausbleiben.Man weiß ja nicht ,was unterwegs geschieht an Raubvogelkontakt oder Drahtberührung. Aber für die 8 Tauben,die jetzt schon durch den einen oder anderen Umstand oder auch mehrere davon negativ aufgefallen sind,wird es schwer,mir zu zeigen,dass sie doch einen Platz über den Winter verdienen. Natürlich sind auch hier Ausnahmen nicht ausgeschlossen,die sich ab jetzt deutlich steigern,aber da ich mir einbilde,ein bischen was an Tauben verstehen zu können,sehe ich die Chancen dafür schon geringer. Fakt ist einfach,dass ich ganz wenige Plätze für Alttauben habe und daher die Messlatte für einen Verbleib von Alttauben (genauso wie die Messlatte für Jungtauben zum Einzug in den Witwerschlag) sehr hoch legen MUSS um eben nur die Tauben auf dem Schlag zu haben,die langfristig meine Erwartungen erfüllen können. Und das sind nunmal leider immer nur einige Wenige von denen,die am Anfang da sind. Selektion ist kein Spaß, strenge Selektion ist manchmal sogar eine Qual,aber sie ist unerlässlich,damit man a) sportlich weiterkommt und b) den Bestand überschaubar hält. Deswegen muss man fortwährend alle Kleinigkeiten und Auffälligkeiten im Auge behalten,damit man am Ende der Saison vernünftig Bilanz ziehen kann.

07.05.2018: Es hat sich doch schon bemerkbar gemacht,dass die Vögel in der letzten Woche 2x am Tag trainiert haben. Waren auf dem 2. Vorflug noch die ersten 6 Tauben Weibchen, so war es jetzt ausgeglichen. Von den ersten 8 waren 4 Vögel und 4 Weibchen. Um diesen Trend beizubehalten,habe ich heute,da ich keinen Urlaub mehr habe und somit die Vögel ja nicht mehr um 08 bzw. 09 Uhr rauslassen kann,die Klappen schon um 05:30 Uhr aufgemacht. Die Vögel zogen dann auch gleich ab. Leider konnte ich nicht im Garten bleiben,bis alle wieder im Schlag waren. Das ist natürlich ein mulmiges Gefühl,denn aufgrund der hohen Raubvogeldichte bei uns würde ich natürlich gerne den gesamten Freiflug überwachen. Ich werde dieses Experiment mit dem sehr frühen Rauslassen mal diese Woche durchziehen und schauen,wie es läuft. Zur Not wird es dann wieder auf 1x täglich nachmittags umgestellt werden. Aber schon erstaunlich,welchen Effekt doch eine Woche Zusatztraining am Haus haben kann. Ich bin überrascht.

06.05.2018: So, alle Kinderchen sind wieder zu Hause wie erwartet. Die Tauben haben dann auch heute Morgen und heute Nachmittag wieder ganz normal ihr Pensum trainiert. Der Flug hat absolut keine Reserven gekostet. Auch wenn die sportliche Aussagekraft solcher Flüge gegen Null tendiert,sind sie doch extrem wichtig zu Beginn einer Saison,damit die Tauben Sicherheit bekommen und sich ordentlich einfliegen können. Es gibt nichts Schlimmeres,als einen verkrachten oder sehr schweren Flug gleich zu Beginn.Gerade für die Jährigen ist das Gift. Also können die nächsten Flüge gerne auch so leicht und locker werden wie dieser. Und ich freu mich für jeden,der auf diesem Flug gut gedreht hat. Am Ende der Saison gleicht sich doch eh alles wieder aus.Da stifte ich gerne den einen Preis,der mir noch zu meinen Prozenten gefehlt hat:-)

05.05.2018, 05:30 Uhr: Wie ich es manchmal hasse,das mein Vater mich mit dem Taubenzüchtervirus angesteckt hat. Da stellt man sich gemütlich den Wecker auf 07 Uhr,weil dann noch reichlich Zeit ist,alles fertig zu machen und was passiert? Punkt 05 Uhr ist man hellwach! Einfach so. Flugtag halt,man könnte ja was verpassen und das Virus tritt den Körper aus dem Schlaf. Dann schauen wir doch mal,wie das heute so wird*gähn*. 08:45 Uhr: der Auflass erfolgte um 08:40 Uhr. Ich rechne mal so um 10 Uhr rum/kurz nach 10 mit den ersten Tauben.14:30 Uhr: Sehr zufrieden heute. Die ersten 3 kommen um 10:09 Uhr,bringen noch einen Zuflieger mit,die Nächste um 10:12 Uhr,dann ein Loch und um 10:19 Uhr, 10:21 Uhr, 10:21 Uhr und 10:22 Uhr die Nächsten. Als ich zu meinem Kumpel Dieter und seinem Schlagpartner über die Bahn  fuhr,erwartete mich ein Überraschung. Die hatten ihre ersten Tauben erst um 10:14 Uhr konstatiert! Dann aber eine nach der anderen.Aber trotzdem:5 Minuten abgenommen.BÄMM! Schauen wir mal,was am Ende dabei rauskommt. Auswerten 16 Uhr unsere EST, 17:30 Uhr die andere EST. Trotzdem jetzt schon ein guter Tag:-) und ein Filmchen gibt es heute Abend auch noch darüber.....22.00 Uhr: 2 Tauben fehlen noch,ich mache 4 Preise,der Flug war leicht,es fehlen kaum Tauben oder anders ausgedrückt: der 1.Flug wurde von Allen gut überstanden. Die 2,die bei mir noch fehlen,sind alte bekannte Bummler,da erwarte ich,dass sie irgendwann morgen im Laufe des Vormittags mit einem verschämten Grinsen und topfit auf dem Ausflug sitzen.Hoffnungslose Fälle,jetzt schon.Mal sehen,was sie dann bei 600 KM sagen. Loben muss ich auch meine Sportfreunde Mirko Werner und Manfred Meyerholz für einen jeweils gelungenen Saisonauftakt. Besonders die 50% von Mirko auf einem Kopfwindflug freuen mich sehr,da der arme Mann ja dieses Jahr so stark vom Greifvogel gebeutelt wurde. Da sind 50% doch Balsam auf die Seele. Und der Sportfreund Lothar Scheugl aus der gleichen RV wie Mirko legt einen blitzsauberen 100% Start mit seinen 11 Vögeln hin. Und das ,obwohl es heute mal nicht "sein" Wind war. Da kann man nur sagen: Chapeau!

04.05.2018: Da war ich ja ganz froh,weil ich dachte,ich hätte die erste Taube auf dem letzten Vorflug in einer guten Zeit bekommen, so muss ich heute beim Einsetzen erfahren,dass mein Sportfreund Gerd Timmel seine 28. Taube von 35 dreht,während bei mir die erste kommt...........Joah,das dämpft die Erwartungen auf einen Preis für morgen dann doch gewaltig. Aber gut,dass das jetzt kommt und nicht erst Morgen.So weiß ich ja,was auf mich zukommt.Er hat zwar gut 5 Minuten vorgelagert,aber trotzdem ist das ja doch sehr deutlich. So ist also morgen jeder einzelne Preis meiner Tauben ein herausragendes Ereignis. Auch schön,oder?:-)
Morgen stehen wir in Wittstock und an diesem Auflassplatz stehen auch noch 8-10 andere RVen aus allen Himmelsrichtungen. Da wir die RV mit der kürzesten Entfernung sind,werden wir wohl als Letztes auflassen. Ich schätze mal,vor 09:00 Uhr wird das nix. Mittlere Entfernung ist 130 KM, sie haben leichten seitlichen Schiebewind,also wird es ein schneller Flug werden,bei dem uns die südliche EST wieder deutlich Preise abnehmen wird. Das kennen wir aber schon und am Ende der Saison gleicht sich dann alles wieder aus. Hauptsache,der Flug verläuft glatt und es gibt möglichst keine großen Verluste. Knapp 750 Tauben sind noch zusammengekommen. Das ist bei den wenigen Züchtern (und es haben auch wieder nicht alle gesetzt) noch ein gutes Ergebnis. Hoffentlich bleiben es auch ganz lange so viel Tauben wie möglich.

03.05.2018: Morgen beginnt nun mit dem Einsetzen zum 1. Preisflug die "scharfe" Saison. Auch wenn ich,was die Preisausbeute angeht,recht entspannt bin,weil es mir ja nicht primär um Preise im RV Programm geht,sondern darum,dass die Tauben Erfahrung für die Weitstrecke sammeln, bin ich doch so ein wenig....kribbelig. Die Vögel haben heute wieder 2x super trainiert,kamen in der Kette langgezogen wieder,drehten flügelklatschend einige Runden und dampften dann wieder ab. Auch die Weibchen waren Abends wieder für einige Zeit nicht zu sehen und kamen dann hoch wie die Sterne am Himmel wieder. Sie sind also gut drauf. Und am WE ist bestes Flugwetter. Da könnte doch auch ein bischen was "drin" sein,oder? *lach* Egal,wie man es dreht und wendet: wenn man Taubenzüchter mit Leidenschaft ist und man setzt Tauben auf einen Preisflug dann ist man auch HEISS!! Preise will man machen! Da nutzt auch alles Tiefstapeln nix. Auch viele meiner Bekannten haben jetzt am WE die ersten Preisflüge und deswegen wünsche ich allen Freunden, Bekannten und Teilnehmern des Heidederbys einen gelungenen Saisonstart, möglichst viele Preise, keine Verluste und ganz allgemein GUT FLUG!!!

02.05.2018: Heute waren die Vögel Morgens und Nachmittags draußen und ich muss sagen,sie reißen ein gutes Pensum ab, vor Allem Morgens. Andere Züchter haben ja die Erfahrung gemacht,dass die Tauben abends besser fliegen,doch das kann ich nicht bestätigen. Alle Tauben ,die ich je hatte und auch die von Vater bei ihm am Haus sind immer Morgens besser geflogen. Gerade im Sommer ja auch eigentlich logisch. Morgens ist die Luft klarer,kühler und frischer während Nachmittags/Abends die Luft doch wärmer und verbrauchter ist.
Vielleicht liegt es auch mit an der Futterumstellung ,dass sie ein bischen besser ans Fliegen kommen. Der Roli Wirz hatte mir 1 Sack  "Profi Südost" von Vanrobaeys mitgebracht. Dieses Futter bekommen sie jetzt mit 10 % zusätzlichem Hanf.Zusätzlich hangel ich mich auch an dem Versorgungsplan von Manfred Meyerholz entlang,auch wenn ich nicht alles 1:1 umsetzen kann( z.B. kann ich nur 1x am Tag Wasser geben und nicht morgens und abends). Die Tauben gefallen mir von der Form,dem Gewicht und dem Verhalten her sehr gut. Wir werden sehen,wie sich das am Wochenende äußert. Bei 16 Tauben zum Setzen wären 5 Preise echt nett. Prozente sozusagen.Aber da ich eh das RV Programm nicht mit allen Tauben durchsetzen werde,sondern immer wieder einige ab Anfang Juni auf den Weitsreckenflügen des WSC Wittinger setze, spielen Preise im RV Programm eigentlich keine große Rolle. Freuen würde ich mich natürlich trotzdem drüber......

01.05.2018: Heute Morgen war hier so starker Sturm und Regen,dass ich die Vögel nicht rausgelassen habe. Sie haben dann ganz normal abends vor den Weibchen trainiert. Aber dieser miese Tag soll ja jetzt der Auftakt für eine lange Schönwetterperiode sein. Ganz besonders wichtig ist das meines Erachtens für den 1.Preisflug am 05.05.,denn dort sind wie immer viele Tauben in der Kabine,die noch nicht auf den Vorflügen mit waren. Ich selbst bin positiv überrascht von dem Ergebnis der Vorflüge,da von beiden Flügen nicht eine einzige Taube fehlt. Gut,einige kommen immer erst Stunden später,manchmal geht eine über Nacht  und 2 kamen jeweils erst nach 2 Tagen,aber in Anbetracht der Tatsache,dass sie a) noch die Trennungssituation vom Schwarm hatten, b) gerade mal die Jungen vom  Schnabel hatten und c) dieses Jahr überhaupt nicht vortrainiert wurden bin ich wirklich hochzufrieden mit dem Ergebnis. Auf dem 2. Vorflug hätte ich ,wenn ich mir die anderen Züchter so anhöre,vielleicht sogar ein paar Preise gemacht. Das ist doch schön!
Und wieder hatte ich heute ein merkwürdiges Erlebnis. Als ich in den Garten kam,saß eine Taube auf dem Ausflug. Ist vielleicht noch eine von Weihnachten gekommen? Nein,es war ein mir gänzlich unbekannter blauer Vogel mit 2 weißen Schwungfedern an jeder Seite. Roter Ring, Tipesring mit rotem Telefonaufkleber. Saß da gemütlich rum und guckte mich an. Ich hatte die Klappen zu den Sputniks morgens NICHT aufgemacht,es waren also von außen keine Tauben zu sehen. Als ich die Witwer rausließ,zog der Vogel ab und kam auch nicht wieder.Der muss irgendwie unterwegs gewesen sein,hat meinen Schlag gesehen und kam dann herunter für eine kleine Rast. Hat vermutlich anhand der Sputniks erkannt,dass das ein Taubenschlag ist. Schon putzig irgendwie,was man so erlebt.......

30.04.2018: BÄMM! Der 563 ist doch wieder da. Als ich heute um 08:00 Uhr in den Garten kam,saß er vor der Klappe. Bischen mager, ziemlich kaputt, aber ansonsten unversehrt. YES BABY!!! Ich freu mir gerade so richtig nen Keks:-)
Da die Vögel gegenüber den Weibern im Freiflug und auch bei den Vorflügen mittlerweile deutlich abfallen,werde ich sie jetzt 2x am Tag rauslassen,damit sie mal ein wenig mehr Kondition bekommen. Die ersten 6 Tauben auf dem letzten Vorflug waren alles Weibchen. Und das,wo die Vögel doch zu Beginn des Freifluges deutlich besser geflogen sind als die Mädels. Aber da kann man mal wieder sehen: die Weiber kommen einfach schneller aus dem Knick und sind insgesamt konstanter als die Vögel.Sei es nun beim Fitnessaufbau,der Konzentration oder dem Orientieren aus dem Schwarm heraus. Vielleicht kommen deswegen auch ab Mitte Juni die Vögel in die Box und die Weiber bleiben im Garten,wenn die Leistungskurven bei beiden Parteien so bleiben.

29.04.2018: Leider musste ich mein Tagebuch löschen,da die Unterseite trotz Supports nicht mehr editierbar war. So muss ich nun also von vorne beginnen und die alten Daten sind alle futsch. Schade,aber nun ja auch kein Beinbruch.