heide-derby
  Tagebuch
 
19.01.2018: Ein weiteres Thema,was im Winter immer mal wieder hochkommt, sind Wasseradern. Gibt es sie überhaupt?Wenn ja,haben sie Einfluss auf die Reiseleistungen? Und können sie durch irgendwelche Gerätschaften,Drähte oder Sonstiges abgelenkt bzw.eliminiert werden? Und wie so oft gibt es da die Einen ,die schwören Stein und Bein auf sowas und die Anderen,die das alles für Humbug halten.Die Diskussionen und Standpunkte dazu nehmen dann fast schon dogmatische Züge an. In der Realität angekommen muss ich für mich selbst eins festhalten: ich weiß nicht,ob es sie gibt,ich bin kein Hydrologe.Ich weiß auch nicht,ob sie störenden Einfluss haben,wenn es sie gibt. Aber ich kenne mehrere Züchter,bei denen Wasseradern festgestellt wurden und die nach der Verlegung von geerdeten Kupferdrähten aus denselben Schlägen mit denselben Tauben und derselben Versorgung wie vorher viel bessere Leistungen abrufen konnten. Das sind halt Fakten,denen man sich nicht verschließen kann,selbst wenn man der ganzen Thematik skeptisch gegenüber steht.Und von daher glaube ich,das "Wasseradern"(auch wenn das Wort vielleicht nicht treffend ist) doch Einfluss auf unsere Tauben haben.Warum und wie das abläuft...keine Ahnung. Aber vielleicht noch ein Beispiel aus der Praxis: mein Garten liegt am Ende eines leicht geneigten Hanges vor einer Bahnlinie. Der Boden besteht aus einer etwa halbmeterdicken Schicht aus Mutterboden,darunter folgt eine ziemlich starke Lehmschicht. Wenn es nun regnet,nimmt der Boden bis zu einer gewissen Kapazität Feuchtigkeit auf,der Rest "gleitet" dann zwischen Mutterboden und Lehmschicht bis zu mir runter um sich dort zu stauen und dann per Drainage unter der Bahnlinie abgeführt zu werden.Das merkt man dann an der Bodenkonsistenz und auch daran,dass manchmal Wasser nach oben gedrückt wird bevor es drainiert. Nach solchen Wettereignissen hatte ich im Garten immer meine schlechtesten Flüge.Auch die Flüge mit den meisten Verlusten.Es scheint doch so zu sein,das Wasser Einfluss auf den Magnet-und Orientierungssinn der Tauben hat. Wissenschaftlich begründen kann ich das nicht,aber ich kann aus dem,was ich real erlebe,meine Schlüsse ziehen. Von daher sollte man  solche Thematiken wie Wasseradern nicht vorschnell in die "Hokuspokus-Ecke" stellen.Meines Erachtens ist da durchaus was dran.

17.01.2018: Allerorten hört man jetzt schon wieder das Thema "Zuchtvorbereitung". Viele Züchter haben schon gepaart oder gar schon Junge beringt bzw. fast reif zum Absetzen,es wird viel mit Licht gearbeitet,die Versorgung wird angepasst bzw. hochgefahren,Impfungen werden vorgenommen usw.
Mit dem natürlichen Jahresverlauf und dem Brutverhalten hat das alles recht wenig zu tun. Vielleicht auch ein Grund dafür,das wir immer so schwer mit der JTK zu kämpfen haben,denn wir zwingen unseren Tauben einen ganz anderen Rhythmus auf als er eigentlich vorgesehen ist. Ich habe schon immer bemerkt,dass die Jungen umso besser und schöner aufwachsen,umso runder sind,je später sie gezogen wurden. Und das alles quasi "aus dem Stand" mit den Elterntieren,ohne ellenlange Vorbereitung. Wir haben ja jahrzehntelang nach der Alttierreise immer noch ein Jungtier für die Küche hochziehen lassen und was waren das immer für herrliche Tauben.Super gewachsen,bestes Gefieder,rund und gesund,super Fleischansatz. Und das von Eltern,die gerade eine anstrengende Saison hinter sich hatten. Aber vielerorts drängt ja jetzt schon im Hinterkopf der Reiseplan und wenn man nicht gerade trocken spielt,dann muss die Aufzucht vor dem ersten Preisflug erledigt sein. Anstatt sich und seinen Tauben also diese ruhige Winterzeit auch mal zu gönnen,setzt man die Tauben und auch sich selbst dann mitten in der dunklen,kalten Zeit schon in meinen Augen unnötigen Streß aus,damit man alles noch über die Bühne bekommt,bevor man schon wieder nahtlos in die Flugsaisonvorbereitung über geht. Denn seien wir ehrlich: bei diesem nasskalten,trüben,dunklen Wetter derzeit sind die Tauben alles Andere als in Paarungslaune.Da muss man schon ordentlich unterstützen,damit man eine saubere Eiablage,eine gute Befruchtung und ein ordentliches Aufwachsen der Jungen garantiert.
Bei mir ist es so,dass die verbliebenen 18 Tauben jetzt noch den ganzen Schlag zur Verfügung haben.Sie sind auch nicht getrennt und bis auf ein wenig Posen der Vögel,wenn mal die Sonne scheint,sind sie auch nicht gerade heiß aufs Brutgeschäft. Nichtsdestotrotz haben sich schon 3 Paare gefunden,die immer zusammensitzen und sich gegenseitig pflegen und kraulen,ohne das es zum Tretakt kommt. Wenn dann Ende Januar hoffentlich die Zellen geliefert werden,werden die Vögel in den Zellenschlag kommen und die Weiber im Derbyschlag verbleiben.Die Verbindung wird dann getrennt. In der Zeit vom 10.-17.02.,je nach Wetter,werden die Tauben dann zusammengelassen und die Natur soll ihren Lauf nehmen.Da es alles Jährige sind,gehe ich nicht von einem homogenen Legen aus sondern erwarte einen gewissen zeitlichen Abstand. Vorbereitet werden sie nicht großartig,Licht kann ich ja sowieso nicht beigeben,da ich keine Stromquelle am Schlag habe. Aber das Fenster geht nach Westen,da haben sie den ganzen Tageslauf Licht.Dieses natürliche Licht muss dann reichen. Zusätzlich bekommen die Tauben noch C-Phos und ein Mal die Woche Gerwit W. Über das Futter einmal die Woche Bierhefe. Ansonsten wird der Winterversorgungsplan,mit dem die Tauben ja in einem sehr guten Zustand sind,beibehalten. Vor dem Trennen werden die Tauben natürlich noch gegen PMV(ist ja ohnehin Pflicht) geimpft und gegen Ektoparasiten getropft. Tja,und das war es dann auch schon. Alles recht schlicht und einfach ,aber ich denke,ich muss meine so gezogenen Jungen dann nicht vor denen der anderen Züchter verstecken.:-)
Bei den Meyerholz-Tauben,die bei Mirko sind,vertraue ich natürlich darauf,dass Mirko und Manfred da im regen Austausch bleiben um auch den teils älteren,bewiesenen Zuchttieren die Eingewöhnung zu erleichtern,damit sie sich in der neuen Umgebung schnell heimisch fühlen und gut paaren. Denn dort würde ich schon gerne, wenn es denn geht, 3 Bruten pro Paar hochziehen lassen,um zu sehen,ob die Verpaarungen so in Ordnung sind und vernünftigen Nachwuchs bringen,sowohl was das Aufwachsen als auch die späteren Leistungen angeht. Mit nur 2 Jungen aus einem Zuchtpaar kann man keinerlei Aussagen treffen.Sowohl wir als ja auch Manfred selbst sind sehr interessiert an der Nachzucht dieser extra zusammengestellten Paare,da muss dann auch schon eine aussagekäftige Zahl an Jungen her. Das könnte natürlich bei den älteren Tauben durch Fremdeln etwas schwierig werden,aber ich bin da ganz vertauensvoll,dass die Beiden das im Austausch gut hinbekommen.Manfred ist ja nicht einer,der nur Tauben weggibt und das war es dann,er ist ja auch sehr erpicht darauf,dass dort auch was Vernünftiges fällt und kümmert sich um die Züchter,die Tauben von ihm haben. Übrigens auch eine sehr honorige Geste,wie ich finde.Man sagt ja immer,man muss nicht nur Tauben holen,sondern den Züchter gleich mit dazu. Das ist bei Manfred nun definitiv der Fall.Bin wirklich gespannt auf die Nachzucht aus diesen Paaren........

16.01.2018: Nun bin ich also offizielles Mitglied im Weitstreckenclub Wittingen.Meine Aktivitäten dort werden 2018 natürlich bescheiden ausfallen,nicht zuletzt,weil ich ja in meiner RV zum Osten reise. Aber wenn die richtigen Bedingungen angesagt sind,werde ich wohl an Langgres (für mich 670 KM) und London (für mich 850 KM) mit ein paar Tauben teilnehmen.Natürlich nicht,wenn dort Kopfwind und Hitze angesagt ist,denn das muss man Jährigen noch nicht antun. Und natürlich nur dann,wenn sich auch einige Tauben schon gut gezeigt haben. Es nutzt ja nichts,dort Tauben zu setzen,die schon bis 400 KM Schwierigkeiten haben. Gut finde ich übrigens ,dass man in der RV dort  Tauben zu Trainingszwecken auch als Nicht-RV-Mitglied setzen darf. Wenn mir das also alles wieder zu bunt wird hier dann setze ich meine Tauben ausser Konkurrenz zum Training dort ein. Auch bei den Jungtauben,die sich ja vornehmlich aus den Meyerholz-Tieren bei Mirko rekutieren werden,tendiere ich dazu,sie in dieser RV ausser Konkurrenz zu spielen,denn dort gibt es von 5 Jungflügen schon 2 über eine Distanz von (für mich) 350 KM,da müssen sie schon zeigen,was sie können. Sportlich hat man in dieser RV ,wenn man dort wo ich wohne,wohnt,natürlich nichts zu melden,aber so ausser Konkurrenz ist es doch schon eine gute Aufgabe für die Jungen,ihren Weg hierher zu suchen und zu finden.Das ist auch etwas,dass ich mir für die Zukunft vorstellen kann. Die Jungen und Alten im RV Programm ausser Konkurrenz setzen und sich auf einige wenige  Flüge von 660 - 850 KM konzentrieren.Ich denke,die Tossens von Manfred wären dafür recht gut geeignet.

14.01.2018: Nachdem ich ja gestern mit Mirko und Mathias bei Manfred war,war ich dann heute auch emsig und war den ganzen Tag auf der FG-Ausstellung zweier Nachbar-RVen. Auch das war eine schöne,runde Sache mit Tombola,gemeinsamem Essen,Siegerehrung,Knobeln usw. Man muss ja sehr dankbar sein,wenn eine RV/FG heute noch eine Ausstellung organisiert,denn dort trifft man auch Leute,die man schon lange nicht mehr gesehen hat,kann neue Kontakte knüpfen und interessante Gespräche führen. Das hat mir sehr gefallen heute,eine rundum gelungene Veranstaltung. Vorher hatte ich bei meinen Tauben noch die Badewanne reingestellt,was sie sehr gut angenommen haben.Auch der Kot ist schön fest und ordentlich wie er sein soll,also bin ich guter Dinge,das dort alles ok ist. Ich hatte dann ja dieses WE wenig Zeit für die eigenen Tauben,aber es passiert ja auch nicht gerade viel in dieser ruhigen Zeit. Man muss nicht immer nur im eigenen Schlag rumlungern,so ein Wochenende wie das jetzige tut der Züchterseele auch mal richtig gut.

13.01.2018: Heute war so ein Tag,wie ich ihn mir im Taubensport vorstelle. Man lädt sich ein paar befreundete Züchter ins Auto,fährt zu einem Spitzenzüchter,verbringt dort eine schöne,informative und lustige Zeit und fährt nicht nur mit einem warmig-wohlen Gefühl und vielen neuen Eindrücken und Infos nach Hause sondern idealerweise auch noch mit einem Korb voll richtig geiler Tauben.
Gestern hat spontan noch mein Freund Mathias Frank,der ja stark in der RV Wismar reist,angerufen,weil er aus dem Tagebuch erfahren hat,das wir zu Manfred fahren und hat gefragt,ob er mitkommen kann. Na logo! Und so ist er heute morgen von Wismar hierher gefahren um dann mit mir und Mirko zu Manfred Meyerholz zu fahren. Und war das wieder schön!!! So toll kann das Miteinander unter Züchtern sein,egal ob sie gut,mittelgut oder nicht so gut sind,alle auf Augenhöhe im fachlichen Austausch und Schläge sowie Tauben begutachtend.Ach,das ist so herrlich. Zu Manfred fahre ich echt gern. Einfach ein Typ mit Herz und Schnauze am rechten Fleck. Und was er dem Mirko da zusätzlich zu meinen 4 ersteigerten Tauben mitgegeben hat....ohne Worte.Wenn selbst ich ins Staunen komme,das will schon was heißen.
Schade nur,das Uli Wiehagen heute doch privat verhindert war,der hätte gut in die Runde dort gepasst.Dafür waren,als wir gegen 12:30 Uhr ankamen,schon 2 Sportfreunde aus Ostfriesland da und später kam auch noch der Sportfreund Schuhmacher aus der RV Rahden vorbei. Bei Manfred trifft sich die Welt :-)
Es sind diese Tage,die mich motivieren und die mir Kraft geben,all die hässlichen Seiten und Zeiten in unserem Sport zu überstehen,dieses kurze Aufblitzen eines besseren Miteinander und einer besseren,kameradschaftlicheren Zeit als wir es derzeit mit der immer mehr um sich greifenden Kommerzialisierung und dem Egóismus haben.Toll!!!

12.01.2018: Ich habe jetzt die 3 Pärchen ausgewählt,die ich dem Sportfreund geben werde,der  wieder aktiv anfangen will.Kann ich eigentlich nicht entbehren,aber ich kann auch nicht nein sagen. Dann habe ich noch 18 Tauben auf dem Schlag,so wie es aussieht 7 oder 8 Vögel und demnach 10 oder 11 Weibchen. Das ist dann für die Nachzucht für die 2 OLRs ,die ich beschicken werde, und für die Jungen für Roli Wirz auch genug.Morgen bei Manfred Meyerholz stößt auch noch der Sportfreund Ulrich Wiehagen dazu. Ulrich hatte ja mit der 323 eine Schalie-Täubin,die auf dem verkrachten 2.Flug mit Vorsprung den 1.Konkurs fliegt und auch auf dem letzten Flug,somit also auf den beiden weitesten Flügen, Preis fliegt. Diese Täubin hat er sich nach dem Rennen zurückgeholt. Als er nun von meinem "Weihnachtsdesaster" las,hat er mir spontan angeboten,mir die Täubin wiederzugeben. Da sage ich natürlich nicht nein......also freue ich mich noch mehr auf Morgen,das wird eine schöne Runde mit netten Sportfreunden. Vielleicht dreh ich auch einen kleinen Film über die Tauben,die wir dort mitnehmen,mal gucken.

10.01.2018: Derzeit passiert bei den Tauben nicht sehr viele ausser der täglichen Routine. Von einem Züchter,den ich über das Rennen und später in Kassel kennengelernt habe und der selber seit 5 Jahren keine Tauben mehr besitzt,habe ich die Anfrage bekommen,ob ich nicht noch ein paar Tauben "übrig" hätte,er wolle sich doch wieder Tauben anschaffen. "Übrig" habe ich natürlich nach der Weihnachtssache keine,aber ich werde ihm wohl doch 2-3 Pärchen zusammenstellen. Dann habe ich selbst noch so 18-20 Tauben auf dem Schlag. Auch diese Zahl reicht aus,um Spaß am Sport zu haben.
Das nächste Wochenende ist auch ausgefüllt. Am Samstag fahre ich mit meinem Kumpel Mirko Werner nach Bassum zu Manfred Meyerholz und hole die Tauben ab,die dann bei Mirko züchten sollen. Da freue ich mich schon wieder drauf,denn bei Manfred kann man immer viel Wissenswertes mitnehmen. Man sollte sich nie für so schlau halten,dass man nichts Neues mehr lernen könnte.
Am Sonntag bin ich dann auf der RV Ausstellung inklusive Mittagessen einer Nachbar-RV .Dort kann ich mir auch gleich die Informationen zum London-Flug abholen,den ich ja immer noch im Hinterkopf habe. Das heißt aber auch,dass ich wieder ein Wochenende zum Bauen verliere.Aber ich habe ja Zeit. Anpaaren werde ich eh erst um den 10.02. rum(wenn das Wetter passt),also kann ich die ruhige Zeit auch wirklich nutzen,um ein wenig Kraft für die stressigen Monate zu sammeln.

08.01.2018: Nachdem sich meine erste Wut über das unsportliche Verhalten der Züchter im Regionalverband gelegt hat,habe ich gestern auf Pro Sieben in den 18-Uhr-Nachrichten einen kurzen Bericht über Brieftauben gesehen. Der Plot war,dass der boomende Markt in China sich auch in Deutschland nach geeigneten Tauben umsieht und damit wurde der Schwenk zur DBA durchgeführt. Auch der Präsident des Verbandes deutscher Brieftaubenzüchter kam zu Wort und sagte dort,man erhoffe sich durch das Interesse der Chinesen einen Zuwachs beim Nachwuchs in Deutschland. Diese Aussage ist natürlich an Heuchelei nicht zu überbieten. Bei der Ausrichtung anch China geht es um Kommerzialisierung des Sportes und Durchsetzung von Eigeninteressen.Und dies ganz offen,weil der Rest der deutschen Züchter dies ja überwiegend ganz glatt schluckt.
Und wenn schon die Verbandspitze so schamlos und heuchlerisch handelt,wer will es den angeschlossenen Regios und RVen verdenken,wenn sie es genauso tun? Somit ist also das Handeln des Regionalverbandes 150 also ganz in der Tradition und der Denkweise des deutschen Verbandes gehalten und nur so Spinner wie ich finden das absolut ungehörig. Und das ist dann wieder ein weiterer Baustein,dass der Taubensport von heute ,wie er vom Verband und den angeschlossenen Organisationen betrieben wird,nicht mehr mein Taubensport ist. Der Betreiber eines OLR hat wenigstens den Anstand auch zu sagen,dass dies eine rein kommerzielle Angelegenheit ist. Das ist mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit,als ich sie hier bei vielen Züchtern und Verantwortlichen des Verbandes erlebe. Ich denke wirklich nicht,dass ich groß am RV Spiel teilnehmen werde. Die Zeit am Wochenende kann ich deutlich besser nutzen.Und gut reisen muss ich ja auch nicht,ich möchte meine Tauben ja nicht meistbietend nach Asien verscherbeln.......

06.01.2018: Gestern rief mich unser EST Obmann an. Ob ich nicht meine Kinder wieder aktiv anmelden würde. Der Regionalverband 150 möchte,dass jedes Mitglied seine Frau/Enkel/Kinder als aktive Züchter anmeldet um einer Auflösung durch den Verband zu entgehen. Das alles nur,weil man ums Verrecken nicht mit 2 anderen RVen zusammengehen will. Wobei diese beiden RVen eine eigene Gruppe bilden würden,die mit den 3 RVen Harburg,Lüneburg und Uelzenv.1977 nichts zu tun hat. Aber nein,das wollen wir nicht. Weil es vor 30 Jahren mal Ärger mit 2 Züchter aus einer dieser RVen gab. Welch ein Hirnriss! Da sieht man doch mal wieder,was hier eigentlich falsch läuft in unserem Sport. Wir sind nur noch so ein kleiner Haufen Verrückter,aber anstatt mal zusammenzuarbeiten und konstruktiv zu sein,nein,da wird der Karren lieber nochmal beschleunigt,bevor er die Wand trifft,auf die wir ohnehin zusteuern.Und es werden Leute zum Schein angemeldet.Aber der Regio verlangt ja keinen Beitrag und der Verbandsbeitrag für diese "Karteileichen" wird dann aus der Regiokasse bezahlt.
Bei dieser Art von Unseriosität mache ich selbstverständlich nicht mit. So ein Humbug! Auch habe ich ehrlich gesagt gerade gar keine Lust darauf,meine Tauben in einer RV oder in einem Regio zu spielen,die auf diese Art und Weise versuchen,sich als eigenständiger Regionalverband durchzuschummeln.Was soll sowas? Wie kann man nur derartig engstirnig sein? Bin ich zu blöde,um diese Verhaltensweise zu kapieren? Muss wohl so sein. Und da diese Art und Weise wohl wieder ein Spiegel dafür ist,wie Entscheidungen auf den Regionalflügen getroffen werden,tendiere ich derzeit dazu,die Alten nicht zu setzen,die Jungen aus den Meyerholz-Tauben auf der Jungreise zu spielen und mit dem ganzen Rest dann in 2019 nur als Zuchtpaare für OLR zu arbeiten. Ich bin so enttäuscht von dem Verhalten der Züchter unseres Regionalverbandes,das kann ich gar nicht in Worte fassen.

05.01.2018: Heute waren die Tauben das erste Mal seit Heiligabend wieder draußen. Sie flogen am Stück gute 15 Minuten,davon etwa die 5 ersten Minuten ausser Sicht. Der 308 ist gleich wieder in die Tanne geflogen wie er es ja fast jedes Mal macht. Als sie wiederkamen,hatten die Vögel schon die Flügel hochgestellt,sie kreisten dann hoch noch ein paar Minuten,gingen tiefer und ließen sich dann mit angelegten Flügeln auf den Schlag fallen. Also alles in allem ein normaler Freiflug im Winter,auch ohne Störungen durch den Greifer. Schön,dass ich die restlichen Tauben wieder rauslassen kann,denn die 2 Wochen nur im Schlag hat man ihnen doch angemerkt. Nach Dortmund werde ich am WE nicht fahren. Zu weit, zu wenig Interesse an der DBA. Kassel ist mir da doch lieber. Dort ist auch der Altersdurchschnitt (gefühlt) viel niedriger udn man hat mehr Sportfreunde auch aus anderen Ländern dabei. Besonders die Briten finde ich immer ganz putzig. Ich selbst werde mich am Wochenende dazu treten müssen,mal mit der Voliere weiter zu machen,da hatte ich die letzten 2 Wochen so gar keine Lust zu. Die Firma mit den Zellen hat sich auch noch nicht gemeldet und so hänge ich ein wenig in der Luft. Zu allem Überfluss sind unsere Gewässer nun seit 31.12. bis zum 01.04. gesperrt,also fällt auch Angeln aus.Laaangweilig! Hoffe nur mal,das Mirko und Manfred sich bald mal auf einen Termin einigen,damit wir endlich die Tauben bei Manfred abholen und bei Mirko anpaaren können. 2 Runden wollte ich von denen ja schon haben in 2018.Man muss ja auch gucken,was die Nachzucht so bringt bzw. wie sie sich entwickelt.

04.01.2018: Nachdem ich gestern etwas zur Handbeurteilung von Tauben geschrieben habe möchte ich heute einmal auf den Gesundheitsaspekt eingehen. Ein Sportfreund,den ich menschlich sehr schätze,hat im IT geschrieben,man solle doch auch bei gesundheitlichen Problemen seiner Tauben öfter mal ein Auge zudrücken und lieber behandeln als aussortieren. Bei aller Tierfreundlichkeit und allem menschlichen Verständnis für dieses Anliegen halte ich das für sehr falsch. Gerade die Gesundheit muss vorhanden sein,die gute,stabile Basisgesundheit und Robustheit.Wenn eine Taube auch einen (kleineren) körperlichen Mangel vielleicht in der Gesamtschau noch ausgleichen und eine gute Reisetaube werden kann,aber ein schwaches Immunsystem und eine labile Gesundheit wird man nie ausgleichen können. Bei den Belastungen,die eine Reisetaube bewältigen muss,ist eine robuste Gesundheit einfach Pflichtvoraussetzung für annehmbare Ergebnisse.
Nun bin ich sicherlich nicht dafür,jede Jungtaube,die mal eine dunkle Nase hat ,einen Kopf kürzer zu machen,aber für eine Selektion nach Gesundheit braucht man eigentlich nur 2 Dinge : Zettel und Stift. Man notiert sich die Tauben,die angeschlagen sind,man notiert sich den Zeitraum  und ob, und wenn ja,was , man dort gemacht hat. Und wenn dieselbe Taube immer wieder auf dem Zettel auftaucht,dann tut man sich,den anderen Tauben und der Taube selbst auch einen Gefallen,wenn man sie schnell und schmerzlos erlöst.
Ich bin kein Freund davon,alles immer laufen zu lassen und zu sagen: der Korb selektiert sie mir schon. Das ist natürlich nicht falsch,aber man sollte meines Erachtens auch immer bedenken,was man einer Taube,die körperlich oder gesundheitlich nicht reisefähig ist,damit antut und welches Leid man damit verursacht. Man sieht die Taube ja nicht elend irgendwo zugrunde gehen,aber verantwortlich ist man dafür doch.davon mal abgesehen,dass man als Züchter auch zeit,Aufwand und Geld in diese Tiere steckt. Dann doch lieber im Vorfeld auf Körper und Gesundheit achten und diese Tauben ggf. aus dem Bestand nehmen. Als Tierhalter hat man Verantwortung für seine Tiere und dieser Verantwortung wird man nun mal auch oft durch ein scharfes Messer besser gerecht als durch ständige Medikamentengabe und dem Durchschleppen aller Tauben bis zur Reise. Tauben zu schlachten ist nichts,was einem Freude bereiten solte,aber in einer Leistungszucht,wie wir sie betreiben,schlichtweg notwendig,um den Tieren und auch der eigenen Verantwortung gerecht zu werden.

03.01.2018: Immer wieder entzündet sich eine Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Handbeurteilungen bei Tauben. Denn der Spruch "in den Kopf kann keiner reingucken",der stimmt ja nun mal.Das ist Fakt. Von den Gegnern einer Handbeurteilung werden dann auch immer ganz schnell Beispiele gebracht,wo auch eine körperlich nicht perfekte Taube eine gute Reisetaube wurde. Diese Sportfreunde vergessen dabei aber meistens 2 Dinge. 1.) haben die meisten dieser Tauben nur einen geringfügigen Mangel,den sie im Gesamtpaket auffangen können und keinen wirklich deutlichen Mangel bzw. sogar mehrere davon und 2.) sind diese Beispiele absolute Ausnahmefälle. Ich habe auch durch meine vielfältigen Kontakte in all den Jahren schon so manches As in der Hand gehabt und die waren zu 90 % körperlich erste Sahne. Die restlichen 10 % hatten kleinere Mängel,hier meistens ein nicht so starker Rücken oder ein etwas breiterer Schwanz. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich eine sehr gute Taube in der Hand gehabt,die wirklich deutliche Mängel hatte oder gar gleich mehrere davon. Aber wenn man speziell bei nicht so guten Sportfreunden auf den Schlag geht,was sieht man da alles.Da gruselt es einen richtig. Und wenn man dann fragt "warum behälst du die?" dann werden die angeblichen Beweise zitiert,dass ein guter Körper ja gar nicht sein muss. Bei den wirklich guten Spielern dagegen ist auch die körperliche Qualität der Tauben in der Gesamtschau viel viel besser.Da laufen keine Krätzer rum. Warum ist das wohl so?
Und wenn dann auch noch von einigen Sportfreunden gefordert wird,auch bei der Gesundheit nicht so scharf hinzugucken,dann weiß man doch,in welche Richtung der Zug fährt. Unbestritten muss man eine Taube ,gerade eine Junge,nicht beim ersten Niesen entfernen,denn die müssen durch ihre Kinderkrankheiten eben durch,aber wenn man mit offenen Augen durch den Schlag geht,dann müssen einem auch die auffallen,die eben nicht nur ein Mal oder zwei Mal mit dunkler Nase rumsitzen.
Und warum ist man so "weich"? Weil einem immer wieder erzählt wird,dass heutzutage doch überall gute Tauben sitzen würden(meines Erachtens die dümmste Aussage überhaupt,erfunden von der Beiprodukteindustrie), weil man sich immer nur die Ausnahmefälle ins Gedächtnis ruft,weil man einfach nicht glauben und realisieren will,dass 90% von dem,was man züchtet,eben schlichtweg nicht tauglich ist,gut zu fliegen.
Ich habe es doch teilweise beim Derby 2017 gesehen,was da ankam.Nicht unglaublich viele,aber doch mehr als nur einzelne Fälle.Schon beim Rausnehmen aus Korb oder Karton wusste ich: das wird nix. Und die Züchter bezahlen dann auch noch Geld dafür,dass diese Tauben dann wegbleiben. Ich frage mich dann immer insgeheim,wie man solche Tauben für ein Derby,bei dem man ja was gewinnen will,auswählen kann.Teilweise kann man das an Versorgungsmängeln festmachen. Wenn die Tauben ein Brustbein wie Gummi haben,dann wurde da am Grit und Mineral gespart. Wenn die Tauben vollkommen stumpf und zerschlissen im Gefieder sind,wurden sie in der Aufzuchtphase nicht richtig versorgt usw., aber vielfach sind es halt körperlich untaugliche Tauben. Die können vielleicht noch ums Haus flattern,aber beim Preisflug sind sie dann spätestens weg. Ich habe mir ja nun wirklich viele Notizen gemacht und alle,aber auch wirklich alle,die mir schon bei der Anlieferung überhaupt nicht gefallen haben,sind gar nicht mehr zum Endflug angetreten. Genauso diejenigen,die wegen der JTK behandelt werden mussten. Eine einzige davon,die 247 von Heinz Josef Radtke,hat die Reise überstanden und sogar einen Spitzenpreis auf dem 2.Flug geflogen. Das war die berühmte Ausnahme.Die Anderen waren die Regel.
Und deswegen kann ich nur an alle Züchter appellieren,auch die Handbeurteilung einfließen zu lassen und immer ein wachsames Auge auf die Schwachen und Kranken im Bestand zu haben. Die guten Züchter sind nicht gut,weil sie eine göttliche Gabe haben oder das richtige Pulver bei der Hand sondern weil sie auch viel besser einschätzen können,mit welchen Tauben man weiterarbeiten kann und von welchen man sich besser trennen sollte.
Lasst euch also nicht von diesen Ausnahmefällen ablenken.Tauben,die mit deutlichen körperlichen oder gesundheitlichen Mängeln gut fliegen,mag es geben,aber das ist dann die Eine unter Tausend. Dafür lohnt es sich nicht ,999 andere nutzlose Fresser mit durchzuschleppen. Das bedeutet nur viel mehr Arbeit,viel mehr Kosten und letztlich Frust,wenn sie dann doch irgendwann weg sind.

01.01.2018: Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr! Da ich heute festgestellt habe,dass vielleicht noch 2 meiner "Weibchen" doch Vögel sind,habe ich natürlich ein Problem. Denn dann wären es nur 13 Weibchen und 11 Vögel. Was reise ich denn nun? Ich denke mal,ich werde es tatsächlich so machen,dass ich beide Geschlechter anspiele ,dann gucke,welches besser fliegt und die schlechtere Hälfte zu Hause lasse,sobald die Derby-Tauben angeliefert werden. Aber mal schauen.

31.12.2017: Was für ein ekliges Sauwetter wir doch haben.Regen,Sturm,erst kalt,dann wieder ungewöhnlich warm.Ätzend. Tauben sind keine mehr gekommen. Also werde ich mit den 24 weiterarbeiten müsen,die jetzt da sind.Aber auch darunter werden (hoffentlich) 1-2 brauchbare Tiere sein. Allen Lesern dieses Tagebuches und allen Teilnehmern am Heidederby 2018 wünsche ich trotz widrigen Wetters einen guten Rutsch und einen schönen Start ins Jahr 2018.Auf das eure Wünsche und Träume (und eure guten Vorsätze!!!) in Erfüllung gehen mögen.Prost! :-)

29.12.2017: Gestern ist wie erwartet keine Taube mehr gekommen,obwohl das Wetter gar nicht so schlecht wie angesagt war,eher im Gegenteil. Und heute wäre dann wohl der letzte Tag,wo noch was kommen könnte,denn ab Morgen soll es ja laut Wetterbericht quasi 2 Wochen lang regnen und stürmen. Aber gut,dann kommt man wenigstens nicht in Versuchung,die Tauben wieder rauszulassen. Allerdings zieht sich dann ja der Volierenbau auch wieder hin. Aber Zeitdruck habe ich ja nicht.
In den letzten Zügen des alten Forum geht es nochmal heiß her zum Thema Medikamente.Prophylaxe?Doping?Oder doch wichtig? Und da jeder Taubenzüchter(zumindest jeder BRIEFtaubenzüchter) die alleinige richtige Meinung gepachtet hat,ufert so eine Diskussion dann auch mal ganz schnell in den persönlichen Bereich aus. Grundsätzlich zusammenfassen kann man es doch eigentlich so: jede Form von eigenmächtiger Medikamentengabe ohne medizinischen Befund ist FALSCH! Aber was passiert im Forum? Da zeigt der eine,der "nur" eine prophylaktische Tricho-Kur macht auf den Anderen,der zugibt,Tauben gezielt auch mit Medis auf Flüge vorzubereiten. Falsch machen es aber beide. Macht der eine es jetzt "falscher" als der Andere? Zum Thema Medikamente habe ich schon so viel Scheinheiligkeit erlebt. Meine Meinung zu der ganzen Chose: Es macht durchaus Sinn,seine Tauben vor der Reise gegen Trichos,Kokzidien und Erkrankungen der oberen Luftwege zu behandeln.Auch prophylaktisch. Auch ohne tierärztlichen Befund. Meiner Meinung nach schadet es den Tauben auch nicht langfristig.
Langfristig schaden tun den Tauben diese "Kurz-Kuren", die von einigen Fachfirmen quasi wöchentlich empfohlen werden. Kurzfristig wird man damit Erfolg haben,langfristig baut man Resistenzen auf. Alle 3 Wochen mal etwas gegen Trichos und dann mit wechselnden Medis ist noch ok. Im Sommer ist die Tricho-Gefahr hoch und diese possierlichen Tierchen sind nun mal der Wegbereiter für Alles andere Übel,was Leistungen schmälert.Zudem saufen die Tauben ja nicht nur in der eigenen,evtl.angesäuerten Tränke.Man soll ja nicht glauben,die Tauben bekämen keine Trichos nur weil man das eigene Wasser tricho-frei hält. Aber 1.Woche Adeno (bei Alten?Wofür?),2.Woche Luftwege,3.Woche Tricho, 4.Woche Kombi,5.Woche Funghi usw usw,also wer da glaubt,er tut seinen Tauben langfristig was Gutes,der muss doch schon sehr blauäugig sein.
Aber: wenn man einen großen "sauberen" Zuchtschlag hat und immer genügend Nachwuchs produzieren kann,dann muss man auch nicht auf Langfristigkeit bei den Reisetauben gucken. Dann reist man sie eben jährig und maximal 2-jährig und dann sind sie eben verbraucht.
Was werde ich tun? Ich werde auf Eiern eine Kur gegen Trichomonaden und gegen Kokzidien machen. Anfang April werde ich einige Tauben einpacken und den Weg zu einem Fachtierarzt auf mich nehmen. Was der empfiehlt,wird dann auch gemacht. Und ich bin mir sehr sicher,er WIRD auch was empfehlen. Ich glaube nicht,dass ich da rausspaziere mit den Worten des TA im Kopf: Alles in Butter,musst nix machen,ich verkaufe dir KEINE Medikamente......
Während der Reise werde ich alle 3 Wochen die Tauben per Tablette gegen Trichos behandeln. Das geht ,weil ich nur wenige Tauben habe.
Und bei dieser Vorgehensweise habe ich absolut ein reines Gewissen und bin der festen Überzeugung,dass ich den Tauben nicht damit schade. Aber ein Züchter,der nur mit Futter und Wasser fliegt,bin ich sicherlich auch nicht,auch wenn ich keinen großen Ehrgeiz für Meisterschaften habe.Aber eine Taube ,die voll ist mit Trichomonaden oder sonstigem Zeug, auf Distanzflüge zu setzen halte ich mindestens für ebenso verwerflich wie jede Woche für 2-3 Tage ein anderes Antibiotikum in die Tränke zu kübeln,nur um ein paar Preise mehr zu machen.......

28.12.2017: Gestern haben doch noch 3 Tauben den Weg nach Hause gefunden. Nach 3 Nächten im Winter draußen eine respektable Leistung,mit der ich nicht gerechnet hätte. So sind denn jetzt 24 Tauben daheim. Aber ich denke,das war es dann auch.Heute soll es den ganzen Tag eklig nieseln und nasskalt sein,da wird wohl nichts mehr kommen. Die 3 von gestern waren auch ziemlich erschöpft,es gibt ja auch nicht mehr viel zu fressen dort draußen.
Derzeit überlege ich,ob ich nicht auch die Vögel zumindest anspielen soll.Nur die ersten Flüge. Ein Abteil des Derby-Schlages kann ich ja bis Ende Mai/Mitte Juni nutzen,bevor zu viele Derby-Tauben kommen. Wenn die aber alle da sind,müssen die Vögel dann in die Box. Und ab da kann ich sie ja nicht mehr setzen. Aber da sind schon ein paar drunter,von denen es interessant wäre,zu wissen,wie sich sich zumindest auf den ersten 4-6 Flügen so machen. Aber das ist derzeit alles Spinnerei,erstmal muss die Voliere stehen und das kleine Abteil für die RV Jungen/Witwerbox. Dann kann man sich immer noch Gedankenspielen hingeben. Eins nach dem Anderen, peu a peu. 15 W, 9 V sind es wenn 853 sich noch als Vogel zeigt.

27.12.2017: So schade dieses Erlebnis vom Heiligabend auch ist,man lernt doch auch wieder was daraus. Ich werde dieses eine Mal sicherlich nicht zum Anlass nehmen,den Winterfreiflug an sich anzuzweifeln aber ich werde auch die Tauben nicht mehr ab einer bestimmten Windstärke rauslassen. Falls es tatsächlich ein Raubvogelangriff war,der sie dazu verleitete (ich persönlich habe keinen Angriff wahrgenommen), so war es aber doch federführend nicht der Angriff,der diese Verluste verursachte,sondern der starke Wind! Denn der hat sie erst so weit weggetragen,dass sie es dann schwer hatten, eben gegen diesen stürmischen Wind zurückzukommen. Mit einem lauen Lüftchen beim Freiflug wäre das wohl nicht so passiert.
Und eins muss man auch sagen,wenn man ehrlich ist: von den 17 Tauben,die jetzt noch verschollen sind (nicht 18,denn die eine ist ja nachweislich tot), tun mir "nur" 4 so richtig weh. 857,658,696 und....mein 4. Nicht,das ich den Anderen nicht auch vernünftige Leistungen zugetraut hätte (sonst hätte ich sie schon nicht mehr im Schlag gehabt),aber es ist schon auffällig,dass die Tauben,die jetzt zu Hause sind ,auch mit Masse aus der "oberen Hälfte" kommen. Bis auf den 4 sind auch alle As-Tauben zu Hause.Reiner Zufall?Hmmmm.....
Natürlich will niemand, auch ich nicht,so ein Erlebnis haben,vor Allem,weil es mit dem Freiflug bis dahin ja so gut lief. Aber es nutzt auch nichts, jetzt zu jammern und zu klagen.Im ersten Moment kann man mal den Kopf hängen lassen,aber es gilt doch jetzt,mit den Tauben vernünftig weiterzuarbeiten,die noch da sind. Und vielleicht kommt ja noch die Eine oder Andere. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und was meine geschmälerten Chancen auf irgendwelche Meisterschaften angeht bin ich auch ganz entspannt. Denn die interessieren mich nicht die Bohne. Ich wollte von vornherein ein paar gute Einzelleistungen sehen. Und das kann ja auch mit 21 Tauben noch was werden. Und wenn dann vielleicht, vielleicht, vielleicht 3 Tauben dabei sind,die einigermaßen stabil fliegen,dann kann man sogar ein Wörtchen bei der Jährigenmeisterschaft mitreden. Und wenn nicht? Dann eben nicht.

26.12.2017: Ich habe mich dazu entschlossen,die Tauben erstmal nicht mehr rauszulassen.Nicht,weil ich denke,dass der Winterfreiflug falsch ist (denn diese Konstellation hätte auch genauso gut im Frühjahr eintreten können) sondern weil der Raubvogel ja gestern unmittelbar am Schlag ein Erfolgserlebnis hatte. Da wird er dann die nächste Zeit wohl verstärkt im und am Garten rumschleichen. 21 Tauben sind jetzt zu Hause. Eine Täubin hat eine kleine Wunde an der Brust und einem Vogel fehlen ein paar Schwanzfedern. Sie hatten also mehrfachen Raubvogelkontakt. Da ist es ganz gut,wenn sie jetzt ein paar Tage zur Ruhe kommen können. Es sind entweder 7 V und 14 W oder 8 V und 13 W. Bei Nr.853 bin ich mir nicht sicher,tendiere aber dazu,dass es ein Vogel ist.

25.12.2017, 16:30 Uhr: Stand 16 Uhr sind 18 Tauben zu Hause. Eigentlich haben es sogar 19 Tauben nach Hause geschafft,aber die 19. habe ich nur als große Rupfstelle im Garten sehen können. Da kam sie zu Hause an und dann wartete schon der Geier. Ich würde sagen: läuft bei mir........

25.12.2017: Gestern ist hier etwas passiert,was ich so in meinen 41 Jahren noch nie erlebt habe. Gegen 12 Uhr ließ ich meine 39 Tauben raus. Es war stark bewölkt,ein starker westlicher Wind wehte, aber die Fernsicht war ziemlich gut. Ich rechnete damit,dass die Tauben besser fliegen würden als bei Kaiserwetter,das habe ich im Laufe des Winters festgestellt. Die Tauben starteten aus dem Schlag ,fanden sich zum Schwarm, drehten 2 Runden und zogen dann in sehr hohem Tempo mit dem Wind ostwärts. Schon nach einigen Sekunden waren sie ausser Sicht. Ich freute mich erst,dass die Tauben so schön trainieren.......aber sie kamen nicht wieder. Nach 30 Minuten nicht,nach 1 Stunde nicht. Ich fuhr dann nach Hause und um 14 Uhr wieder in den Garten. Da waren 4 (VIER!!) Tauben im Schlag. Um 16 Uhr waren es 9 Tauben.Und heute, am 25.12.,um 12 Uhr, hatte ich dann meine "Prozente" zu Hause, genau 13 Tauben von 39. Tja,das war dann meine "schöne Bescherung".
Den ganzen Herbst bis gestern habe ich nicht eine Taube am Hause verloren. Und nun das. Ich habe keine Ahnung,was genau da gelaufen ist.Vielleicht waren sie einfach zu gut drauf und haben sich hunderte Kilometer von dem starken Wind nach Osten pusten lassen,wer weiß. Die Tauben,die gestern und heute noch gekommen sind,waren jedenfalls sehr erschöpft,sie sind also ordentlich gegen den Wind zurückgeflogen. Dann wollen wir also mal schauen,was da noch so nach Hause kommt und dann dementsprechend die Pläne für 2018 anpassen.

24.12.2017: Frohe Weihnachten euch allen! Heute wird an der Voliere gebaut,wenn das Wetter mich lässt,gestern tat es das nicht. Nachmittags dann nach Hause,den Besuch empfangen und abends steht dann ganz unchristliche Völlerei mit dem gebratenen 8-Kilo-Puter und leckerer Mohn-Marzipan-Mousse mit Himbeertopping als Nachtisch an. Ich kann förmlich fühlen,wie ich dicker werde.....Im Übrigen:
wenn ihr das hier  lest,verbringt ihr gerade keine Zeit mit euren Lieben! HOPP HOPP!!:-)

23.12.2017: Winterzeit ist Klassifizierungszeit. Auch jetzt reisen wieder einige Menschen durch die Gegend und beurteilen gegen Bezahlung die Tauben anderer Sportfreunde. Da bin ich überhaupt kein Freund von. Nicht gegen das Beurteilen an sich. Denn der eine hat nun mal mehr Taubenverstand als der andere.Aber dagegen ,dass dort auch noch ein Geschäft mit gemacht wird. Und genau da geht es für mich in das Unseriöse hinein. Ich selbst traue mir zwar auch zu,Tauben in der Hand zu  beurteilen und vielfach ist meine Meinung dann auch richtig aber ich würde es mir NIE zutrauen,dort Geld zu nehmen. Denn damit sichert man eine messbare Gegenleistung zu und diese Gegenleistung ist eben nicht,dass man die Taube in die Hand nimmt,sondern dass der Züchter durch diese Beurteilung seine Leistung und seinen Taubenbestand deutlich verbessert.Und das kann keiner garantieren,denn es liegt ja nicht nur an der Taube,ob einer gut oder schlecht fliegt. Es liegt auch viel am Züchter selber,dem Schlag,der Versorgung (gerade während der Reise) usw usw. Wenn ich mir manche Schläge angucke wo hunderte Tauben in schimmelnder Scheiße hocken und die Züchter auch noch stolz auf diese Verhältnisse sind,dann wundere ich mich manchmal ,warum diese Sportfreunde überrascht sind,wenn es nicht nur auf der Reise nicht läuft ,sondern auch die Tauben in Scharen ausbleiben (ganz zu schweigen davon,was diese "Naturtauben" so alles den anderen Tauben in den Kabi reinschleppen).Bei so einem Fall kann man Tauben körperlich beurteilen wie man will,das wird nix. Und dafür dann auch noch Geld nehmen? Nein,sorry,das gehört sich einfach nicht. Einem befreundeten Züchter helfen,ja. Seine Meinung zu den beurteilten Tauben abgeben,ja. Aber meines Erachtens kann man erst,wenn überhaupt, Geld dafür nehmen,wenn diese Bewertung auch deutlich messbare Ergebnisse bringt. Alles Andere ist reine Geldschneiderei.

22.12.2017:
Ab heute geht es bergauf!!!  Nein,nicht weil mein Sohn heute seinen 17.Geburtstag feiert (das erinnert mich eher daran,dass ich alt werde....), auch nicht,weil es nach pigeonface jetzt ein neu erstelltes Brieftaubenforum gibt (der allgemeine Brieftaubenzüchter möchte sich wohl nicht gern mit den Rassetaubenzüchtern auf derselben Plattform tummeln....aber immerhin, Hut ab vor dem Einsatz), sondern weil ab heute die Tage länger werden. YES!!!! Die dunkle Zeit geht nun Stück für Stück zu Ende,bald ist Frühling,bald ist Anpaaren (wenn meine Zellen denn irgendwann kommen) und bald ist wieder Reise. Das ich mich bei der ganzen Geschichte am Meisten darauf freue,dass es dann wieder lecker Bratwurst gibt,sagt wohl einiges über mich aus :-). Das RV Spiel sehe ich tatsächlich nur noch als "Spielerei nebenbei" an. Solange es das noch gibt hier mache ich es und wenn es denn in absehbarer Zeit nicht mehr existiert....nun ja,das ist dann eben so. Mir bleibt ja noch mein Derby und eventuell der Weitstreckenclub Nordostdeutschland mit seinem Angebot der Tagesweitstrecke. Und wenn mir dann ganz langweilig werden sollte,dann packe ich eben meine Tauben ein und fahre mal Züchter weiter weg besuchen um dort dann auch meine Tauben aufzulassen. Langweilig wird mir hier nicht werden.
Am Wochenende bzw. über die Feiertage werde ich dann auch die neue Voliere bauen,wenn das Wetter mitspielt. Da brauche ich ausser neuen Eckpfosten ja nicht viel,Latten und Draht habe ich ja noch genug. Tja, und dann fehlt nur noch der kleine Witwer/RV-Tauben-Jungstall.Aber das hat ja noch bis mindestens Ende März Zeit. Nur keine Hektik.

20.12.2017: In den letzten Zügen der Forumsseite "pigeonface" wurde noch einmal ein Thread eröffnet,der nach der echten Vererbungskraft der guten Tauben fragt. Da diese Frage von einem Mann aufgeworfen wurde,der selbst fleißig verkauft und diese Linien,die er anspricht,selbst nicht im Bestand hat,könnte man nattürlich auch glauben,dass damit einfach mal die Konkurrenz madig gemacht werden soll. Ein Schelm,wer Böses denkt:-)
Die Frage an sich aber ist doch interessant. Warum vererbt manch guter Flieger eben NICHT? Dazu müsste man wahrscheinlich viel mehr über den Genfluss wissen. Ich persönlich glaube aber auch,dass so mancher gute Flieger einfach nur auf einem Schlag sitzt und Bedingungen/Führung vorgefunden hat,die ihn befähigten, über seine eigene Veranlagung hinaus Leistungen zu erbringen. Natürlich kann er dann auch nur das vererben,was er in sich hat,aber auf einem anderen Schlag,in einem anderen Milieu, mit einer anderen Führung reicht es dann bei der Nachzucht nicht,um an die Leistungen der Eltern heranzukommen.Deswegen sollte man sich möglichst Tauben von Schlägen holen,die vergleichbar mit einem selbst(Ausstattung,Aufwand,Führung,Versorgung) sind aber deutlich stärker fliegen. Zudem ist es ja auch so,dass eine wirklich gute Taube zur Zucht auch einen Partner braucht und schon da wird es doch bei vielen Züchtern schwierig,weil sie eben nur sehr wenige,manchmal nur eine einzige,richtig gute Taube haben. Paart man nun aber Klasse an Mittelmaß ist es doch sehr unwahrscheinlich ,dass wieder Klasse rauskommt. Wenn man nur eine wirklich gute Taube hat bietet sich z.B. eine Gemeinschaftszucht an. So ist auch das Paar 476x949 entstanden,das jetzt seit 2017 bei Claus Kanitz verpaart ist. 476 wurde bei mir 1. As-Vogel der RV und 949 fliegt bei Vater in 2 Jahren 5x1.Konkurs. Auf beiden Schlägen war keine Taube vorhanden,die auch nur annähernd da ranreichte,deswegen war es nur logisch,diese beiden Tauben zusammenzubringen. Auch hier gibt es keine Garantie auf gute Nachzucht,aber die Wahrscheinlichkeit liegt doch deutlich höher als bei anderen Variationen.Schade nur,dass alle 2017er  Kinder aus dieser Verbindung in Zuchtschlägen sitzen und so keine Aussagen über die Leistung der direkten Nachkommen dieses Paares möglich sind.Das wäre mal interessant gewesen.

18.12.2017: Für mein gestern gedrehtes Video über den Winterfreiflug waren eigentlich beste Flugbedingungen.Allein die Tauben spielten nicht so ganz mit und landeten immer recht rasch wieder. Vielleicht haben sie aber auch besser als ich einen eventuell vorhandenen Raubvogel sehen können oder waren bei diesem "Kaiserwetter" noch vorsichtiger als sonst. Gutes Wetter ist ja auch immer gutes Raubvogelwetter. Aber ich denke,es sind trotzdem gute Aufnahmen geworden,auf denen auch die Baufortschritte sichtbar waren. Ideales Wetter zum Winterfreiflug ist ja immer Niederschlag,der kurz vor dem Rauslassen aufhört. Dann ist der Raubvogel noch nass und kommt nicht so schnell. Das scheinen die Tauben auch zu wissen,denn bei gutem Wetter fliegen sie lange nicht so ausgiebig wie bei schlechterem Wetter. Insgesamt schon recht interessant,wie sich die Tauben auf die Freiflugsituation jetzt einstellen. Auch der immer wachsame Blick in den Himmel wenn sie gelandet sind fällt auf. Die sind extrem wachsam und vorsichtig, ganz anders,als ich es von all den Jahren kenne,wenn sie im Frühjahr nach mehrmonatigem Festsitzen rauskommen. Da braucht es eine Zeit,bis sie a) wieder richtig fit und b) wieder richtig aufmerksam sind. Und genau das sind immer die Zeiten,in denen die größten Verluste und diverse Schiefflieger durch plötzliche Überlastung zu beklagen sind. Wenn ich auch nur eine Taube dadurch rette,dass ich sie immer wachsam halte,dann hat sich der Winterfreiflug schon gelohnt. Denn wie gesagt: ich glaube NICHT daran,dass ich durch Winterfreiflug auch nur einen Preis mehr auf der Reise erziele.Dafür mache ich das nicht.

17.12.2017: Gestern habe ich den Sputnik schon mal vor den neuen Reiseschlag gehängt und dabei dann gleich repariert. Desgleichen das Anflugbrett in der Mitte,denn das war schon arg vergammelt. Ferner habe ich einige kleinere Arbeiten am Schlag vorgenommen. Das Weihnachtswochenende wird dann der neuen Voliere gewidmet,natürlich immer unter der Prämisse,dass das Wetter einigermaßen stabil bleibt. Hat auch seine Vorteile ,keine größere Verwandschaft zu haben,denn dann muss man nicht die Feiertage über durch die Gegend reisen und kann was Sinnvolles tun. Die Tauben wurden gestern Nachmittag wieder gestartet und einige waren nach dem Landen tatsächlich ein wenig verwirrt und wollten dort hinein ,wo der Sputnik vorher hing. Letztlich sind sie aber doch recht schnell über den anderen Sputnik eingesprungen. Die Verbindung zum neuen Schlag wurde von mir jetzt geöffnet,damit sie diesen schon einmal kennenlernen dürfen,auch wenn noch keine Zellen drin sind. Das haben sie dann auch gleich getan.

15.12.2017: Heute, bedingt durch Feierabend am Mittag,war wieder Freiflug möglich. Erst paddelten sie ein wenig lustlos,saßen ja auch wieder 4 Tage fest,dann gingen sie hoch und wurden immer schneller bis sie schließlich aus der Sicht zogen. Sie kamen dann in kleinen Trupps von 3-5 Tauben und auch einzeln ganz hoch wieder und zogen teils nochmals weg,teils kamen sie mit angelegten Flügeln heruntergerauscht. Die nochmals wegzogen kamen dann wieder,einige hingen wie die Fallschirme in der Luft,andere schlugen flach die Kapriolen,um dann wieder anzusteigen,dann sammelten sie sich und landeten schließlich geschlossen.Ca. 25 Minuten waren die Meisten in der Luft. Das hat wieder Spaß gemacht,dafür ist man doch Taubenzüchter: um seine Tiere in der Luft zu sehen!Herrlich! Da ist dann dieses überwiegend miese,nasskalte,stimmungsdrückende Wetter über die Woche vergessen,wenn man mal seine Tiere so schön sehen kann. Allein wie manche ganz oben schon die Flügel anlegen und dann mit einem Rauschen auf den Ausflug stürzen,wow,Adrenalin pur. Und das nur bei einem schnöden Freiflug am Haus. Taubensport ist schon was geil,echt mal.  Tolle Tiere haben wir da!!!

14.12.2017: Als ich vorgestern meine schmerzgeplagten Knochen noch zum Futterhändler bewegt habe,musste ich feststellen,dass es dort kein Mauserfutter mehr gibt. So muss es also jetzt das Zucht+Reise sein mit dem hohen Mais- und Erbsenanteil. Das ist jetzt kein schlechtes Futter aber das Mauserfutter fand ich doch besser. So muss ich also die Fütterung nochmal anpassen,damit die Hübschen nicht zu dick werden.
Da ich jetzt ja noch 12 Vögel und 27 Weibchen habe,bin ich derzeit immer schon mal am Überlegen,aus welchen Weibchen ich züchten will und aus welchen nicht. Da hilft mir dann nicht nur,dass ich mir über das Derby 2017 Notizen gemacht habe sondern auch,dass ich die Tauben ja alle 2-3 Wochen in die Hand nehme und mir so diejenigen auswählen kann,die mir auch körperlich am Besten gefallen,die das beste Gefieder haben und den wachesten Ausdruck in den Augen. Pärchen werde ich nicht extra zusammenstellen. Ich werde die 12 Vögel vorab in den Schlag setzen,wenn die Zellen da sind und dann Anfang/Mitte Februar die ausgewählten Weibchen dazulaufen lassen. Nur ein Paar werde ich extra verpaaren,weil ich die Jungen daraus ja als Gutschein für die EST an meinen Freund Roli Wirz verkauft habe. Der Rest soll Liebeshochzeit machen. Da ich all diesen Tauben zutraue,"gut" zu sein,ist es egal,wer sich da findet, die Jungen haben in jedem Fall 2 Elternteile,die ich für zuchttauglich erachte. Wenn man aber in einem Zuchtschlag bestimmte Linien erhalten und verfeinern will,sollte man natürlich die Paare schon gezielt zusammensetzen.

12.12.2017: Gestern bin ich wie ein totes Osterküken bei uns die Kellertreppe runtergesegelt.Autsch. Da tut mir natürlich heute alles weh. Da auch der Futtereimer mit den letzten 3 Kilo Futter mit auf die Reise ging und diese nicht überlebt hat,muss ich also heute nochmal zum Futterhändler meines Vertrauens und einen frischen Sack kaufen.Ich füttere derzeit immer noch das "Mauser Spezial" von Rudloff Feldsaaten mit einem geringen zusätzlichen Hanfanteil. Das Futter gefällt mir ganz gut im Gegensatz zum sonst im Winter verwendeten "Zucht+Reise",denn beim Mauserfutter ist mir die Mischung ausgewogener. Das Zucht und Reise besteht zu über 40% aus Dickem Mais und Erbsen. Insgesamt ist die Führung aber wie eigentlich das ganze Jahr recht schlicht. Keine übermässigen Beiprodukte,kein teurer Schnickschnack und wie ich am Wochenende festgestellt habe, hat es der Mauser,der Form und dem Gewicht der Tauben nicht geschadet. Zur Reise hin ist es sicherlich nicht verkehrt,durch den Einsatz des einen oder anderen Produktes vielleicht noch an gewissen Stellschrauben zu drehen,aber jetzt im Winter ist ein "Zuviel" in der Versorgung natürlich leicht auch mal kontraproduktiv. Die Tauben müssen jetzt keine Höchstleistungen erbringen und mit einer soliden ,ausgewogenen Basisversorgung sind sie gut bedient.
Meine Zellen für den Reiseschlag kommen nun erst im Januar an.Das würde mir theoretisch Zeit geben,schon mal an der Voliere zu bauen,aber bei dem nasskalten Ekel-Wetter hat man da auch irgendwie nicht so die größte Lust zu. Im Winter ist es eben schwer,den Hintern hochzubekommen.Vor Allem dann,wenn der über 22 Steinstufen geholpert ist.....

10.12.2017: Heute wurde dann die letzte Taube aus der Versteigerung im Herbst abgeholt. Der Sportfreund hatte das mit einem 3-tägigem Urlaub mit seiner Frau hier bei uns in Bad Bevensen verbunden und war sehr zufrieden. Ich denke,das ist eine ganz gute Idee. Wenn ihr nächstes Jahr eure Tauben vielleicht persönlich liefern wollt,könnt ihr das ja gleich mit einem Urlaub in unserer schönen Heideregion verbinden.
Ich habe dann auch heute alle Tauben nochmals durchgesehen und ich muss sagen, ich bin generell sehr zufrieden mit dem Zustand ,in welchem sich die Tauben präsentieren.Ein vermeintliches Weibchen hat sich als Vogel herausgestellt. Trotzdem habe ich heute 2 Vögel aus der Mannschaft genommen. Gerade bei den Vögeln,die ja nicht reisen,kann ich die Messlatte sehr hoch legen.Die beiden Vögel,die ich rausgenommen habe, hatten jetzt keine groben Mängel,aber sie fielen körperlich doch deutlich gegenüber den anderen,die ich behalten will,ab.Jetzt habe ich also noch 12 Vögel und 27 Weibchen. Das reicht.
Am Nachmittag war wieder Freiflug angesagt und heute gab es einen heftigen Angriff vom Habichtmännchen. Er muss richtig Hunger gehabt haben. denn nach dem ersten Agriff verfolgte er die Tauben noch ein gutes Stück ausser Sicht. Dann kamen einzelne Tauben zurück,10 Minuten später etwa 20 im Schwarm und der Rest wieder einzeln oder zu zweit. Eine setzte sich in den Apfelbaum und musste erst von mir dazu aufgefordert werden, die sichere Deckung zu verlassen. Etwa 30 Minuten nach dem Angriff kam aber die letzte Taube unversehrt an sodass auch heute kein Verlust zu verzeichnen war. Glück gehabt! Aber sicherlich auch der besser als bei anderen Tauben vorhandenen Grundfitness geschuldet.Ich denke,viele Verluste im Frühjahr gehen auf noch nicht fitte Tauben und eine über den Winter nicht geschulte Aufmerksamkeit zurück. Aber in vielen gegenden ist es ja ungleich schlimmer mit dem Raubvogel und ein Winterfreiflug deshalb gar nicht möglich. Diese Sportfreunde sollten aber zumindest mal über wirklich große Volieren nachdenken,damit die Tauben über den Winter eben nicht nur im Schlag hocken sondern ihre Umwelt immer noch aktiv wahrnehmen können.

08.12.2017: Heute hatten die Tauben nach 4 Tagen Festsitzen mal wieder die Möglichkeit zum Freiflug,was sie trotz sehr stürmischem Wind auch genutzt haben. Gute 15 Minuten sind sie geflogen wovon sie etwa 3-4 Minuten nicht zu sehen waren,das ist für den Winterfreiflug schon ok. Da es kurz vorher auch noch stark geschauert hatte, war  zum Glück auch heute kein Greifvogel zu sehen. Morgen ist dann Badetag  und am Sonntag Vormittag wird dann die letzte der im Herbst versteigerten Tauben abgeholt. Gleichzeitig werde ich diese Gelegenheit nutzen,um alle Tauben noch mal genau anzugucken und dann eventuell noch welche aus der Mannschaft zu nehmen. Aber so,wie sie sich derzeit präsentieren (äußerer Anschein, Flugverhalten, Kotabsatz,Verhalten im Schlag) glaube ich nicht, dass ich dort noch große negative Auffälligkeiten finden werde.Aber bevor man sie nicht in der Hand hatte,weiß man es ja nicht. Negative Kriterien wären jetzt um diese Zeit z.B. deutliche Mauserschäden, starkes Unter-oder Übergewicht oder deutliche Krankheitsanzeichen wie  wässriger Schnupfen, entzündete Augen/Schleimhäute etc.
Es schadet sicherlich nicht,seinen Bestand so ein Mal im Monat dahingehend durchzuchecken. Da ich nicht jeden Tag saubermache und auch das Wasser nicht mehr extra ansäure,werden die Tauben sicherlich mal einige Trichomonaden in sich tragen,vielleicht auch mal die eine oder andere Kokzidie oder Ähnliches. Da die Tauben derzeit keinerlei Belastungen ausgesetzt sind, müssen sie von alleine damit klarkommen ohne grobe Fehler zu zeigen. Dies schult sicherlich auch das Immunsystem. Vor der Anpaarung sollten aber spätestens alle leicht anfälligen Tauben aussortiert sein. Auf Eiern und vor der Reise werde ich dann nach dem Meyerholz-Plan verfahren,denn das ,was dort empfohlen wird,erscheint mir schlüssig und sinnvoll.Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit.

06.12.2017: Kinder,wie die Zeit vergeht. Noch vor nicht allzu langer Zeit haben wir am Nikolaustag den Kindern immer Süßigkeiten in die blank geputzten Schuhe gesteckt und die Kleinen waren immer ganz hibbelig und aufgeregt,wenn sie morgens runterkamen. Mit mittlerweile 14 und fast 17 Jahren ist das schon längere Zeit vorbei. An solchen Fixpunkten merkt man immer, wieviel Zeit doch in gefühlt einem Augenblick vorbeigegangen ist.
Und auch bei den Tauben ist es ja so,dass in ca. 8 Wochen schon wieder Paarungszeit ist.Zumindest bei mir,andere Züchter sind da ja schon voll im Gange. Und wie immer kommt jetzt auch wieder (und dann im Sommer wieder) die Diskussion über die Gründe für die JTK auf. Das sind alles Argumente und Thesen,die schon x-mal ausgetauscht wurden aber wir werden ja nicht müde uns immerzu zu wiederholen anstatt mal Neues, Richtungsweisendes zu finden,in das wir unsere Energie stecken können. Mein Standpunkt: ob die JTK kommt oder nicht ist eine große Lotterie und wenn sie kommen will,ist sie durch nichts zu verhindern. Das Einzige,was helfen könnte: die Entwicklung eines Impfstoffes ähnlich der PMV Impfung. Aber da es ja x Erregerstämme für die JTK zu geben scheint,ist das wohl eine schwache Hoffnung. Und so muss man eben mit dieser Geißel leben. Beim Heidederby 2018 wird es unter Garantie auch wieder einen Ausbruch geben,es wird auch wieder Tote geben und Tauben,die zwar durchkommen,aber dauerhaften Schaden davontragen und dann später als Erstes weg sind. Da mache ich mir gar keine Illusionen drüber. Wenn ich die JTK so wie in 2017 aber relativ im Zaum halten kann,bin ich schon zufrieden.
Mit meinem Freund Mirko Werner werde ich ab 2018 einen Gemeinschaftszuchtschlag haben. Er bekommt ja einige Zuchtpaare von Manfred zusammengestellt und ich habe in der Versteigerung  am Sonntag auch  4 Tauben ( 2V, 2W) ergattern können. Die kommen dann alle zu Mirko und er soll dann züchten. Er bekommt die Vögel und ich die Weibchen. Schiedlich,friedlich. Und ein Gewinn für uns beide. Und so wird es dann wohl so sein,dass die eine Hälfte vom Baumarkthäuschen später für die Witwervögel ist und die andere Hälfte ein kleiner Jungstall wird. Maximal 20 Tauben will ich da reinsetzen und diese werden auch am RV Programm teilnehmen und nicht mit den Derby-Tauben trainieren und fliegen. Wie ich das Alles, alte Weibchen, RV Junge und Derby-Tauben, zeitlich im Freiflug geregelt bekommen will,dass weiß ich selber noch nicht*lach*,aber ich werde wie immer schon eine Lösung finden.Derzeit tendiere ich dazu,die RV Jungen morgens aufzumachen und abends zuzumachen. Da wird wohl die eine oder andere mehr durch den Geier wegkommen,aber für den Rest kann das nur positiv sein,wie mein Vater ja immer bewiesen hat.
Von den Tauben,die jetzt noch im Schlag sind ( 13V, 28 W) werde ich nur 10 Pärchen anpaaren. Ich brauche ja nicht viele Junge. 5 für Usedom, 2 fürs Astaubenderby bei Günter Meinecke, 2-4 für Roli Wirz.Ich rechne bei 10 jährigen Pärchen so mit 15-16 Jungtauben zum Absetzen. Und die ,welche übrig bleiben,gehen dann in meinen kleinen Jungschlag. Wenn ein besonders schöner Vogel dabei ist,bekommt Mirko den. Man sollte den Taubensport immer in einem Rahmen halten,den man gut bewältigen kann. Es soll ja ein Hobby bleiben und kein zweiter Vollzeit-Job werden.

04.12.2017: Gestern Nachmittag,als der miese,kalte Schneeregen aufhörte,war wieder Freiflug bei den Tauben angesagt. Da es aber schon nach 15 Uhr und somit schon ein wenig schummrig war (verstärkt durch die geschlossene Wolkendecke) sind sie nicht wirklich super geflogen,so um die 10 Minuten.Aber im Winter geht es mir auch gar nicht darum,dass die Tauben nun die Unmengen an Zeit in der Luft verbringen. Sie sollen ab und an die Flügel "ausschütteln",das reicht dann schon. Insgesamt ist mein Schlag ja bei feucht-kalter Witterung nicht so gut wie z.B. ein Dachbodenschlag und da ist es ganz gut,wenn sie nicht immer nur drin hocken sondern auch mal an die frische Luft kommen. Bei so einem Wetter bedaure ich immer besonders,dass ich keinen Strom am Schlag habe. Sonst hätte ich mir schon längst eine Bodenheizung eingebaut.Nicht,damit sie es schön warm haben,sondern damit die Luftfeuchtigkeit konstant niedrig bleibt.
Und im Forum habe ich gestern wieder einen Kardinalsfehler begangen. Ich hatte so beim Drüberschauen bei Manfred auf Anhieb eines seiner Hauptzuchtweibchen,eine Tochter vom GUS ,rausgefunden und das auch im Forum geschrieben,weil ich mich gefreut habe,dass mein "Taubenauge" wieder mal funktioniert hat. Ich glaube, ich habe es hier auch schon mal geschrieben,dass mir das bei anderen Schlägen öfters gelingt,die besonders guten/besten Tauben einfach so beim Angucken zu identifizieren. Aber sowas darf man ja nicht schreiben. Dann kommt ja gleich der erhobene Zeigefinger: "du glaubst doch nicht wirklich....das kann doch keiner...."
Ja,das war mein Fehler.Ich gebe es zu. Als Deutscher darf man nicht öffentlich stolz sein,wenn man etwas gut kann oder etwas besonders gut gemacht hat. Man darf auch nicht sagen,dass man irgendwo drin gut ist. Denn dann ist man gleich ein überheblicher, arroganter,eingebildeter Spinner,der Mist erzählt. Man soll immer demütig und bescheiden den Kopf gesenkt halten und sich ja nicht aus der grauen Masse der Durchschnittlichkeit abheben. Dieser Minderwertigkeitskomplex wurde uns sehr gut nach dem 2. Weltkrieg angezüchtet. Das gibt es woanders auch nicht in der Form. In diesem Sinne war es wirklich ungeschickt von mir, sowas öffentlich zu sagen (auch wenn es stimmt). Also werde ich mich demnächst nur noch im Stillen für mich freuen,wenn sowas passiert.

03.12.2017: Man ist nie zu schlau oder zu alt um nicht noch Neues zu erlernen und seinen Horizont zu erweitern. Das habe ich gestern beim Besuch bei Manfred Meyerholz wieder festgestellt. Man kann im Gespräch und im Umgang mit besseren Taubenzüchtern als man selbst einer ist,unglaublich viel mitnehmen, sein Wissen erweitern und auch eigene Ansichten vergleichen. Für mich persönlich war die andere Herangehensweise z.B. bei der Beurteilung des Flügels einer Taube sehr aufschlussreich. Man muss ja nicht alles 1:1 so unbesehen übernehmen sondern sollte und kann sich durchaus eine eigene Meinung bilden,aber man sollte immer aufgeschlossen sein,etwas ausserhalb des eigenen Wissenshorizontes zumindest aufzunehmen und darüber nachzudenken. Von daher war es gestern ein sehr fruchtbarer Tag mit einem sehr netten,fachkundigen und symphatischen Sportfreund. Und für meinen Freund Mirko Werner war es wohl so etwas wie eine kleine Offenbarung. Und das Angebot,was der Manfred ihm dann noch so "nebenbei" gemacht hat,hat ihn echt von den Socken gehauen. Mich selbst hat das eher nicht überrascht,denn ich habe Manfred schon vorher als einen Menschen eingeschätzt,der tatsächlich WILL, dass man durch ihn deutlich vorankommt.Als jemanden,den es als Erstes freut,wenn das,was er einem vermittelt, Ergebnisse erzielt. Der es auch als Selbstbestätigung ansieht,wenn Tauben von ihm auch woanders gut fliegen. Das hat man nicht sehr oft,meist ist man "nur" der Kunde,der doch bitte Bewunderung zeigen und Tauben kaufen soll. Da habe ich bei Manfred doch einen deutlich anderen Eindruck und dieser Eindruck hat sich gestern wieder bestätigt. Ein rundum feiner Kerl.

01.12.2017: Morgen fahre ich mit Mirko Werner nach Bassum und besuche Manfred Meyerholz. Mirko will sich ja nächstes Jahr einige Junge von diesem hochsymphatischen Spitzenzüchter kaufen und er wollte unbedingt vorab schon mal hinfahren,sich dort alles anschauen und gucken,ob man nicht von so einem Spitzenmann einige Tipps und Tricks bekommen kann. Und da ich den Kontakt zwischen den Beiden hergestellt habe,lasse ich es mir natürlich nicht nehmen,dort mitzufahren. Man ist nie zu schlau,um nicht noch dazuzulernen! Ausserdem bekommt Manfred ja noch eine rote Täubin als Witwertäubin von mir,das hatte ich ihm versprochen und deswegen bringe ich ihm die morgen mit.
Ich denke,das wird ein feiner Tag werden Morgen. Von den 3 abhanden gekommenen Tauben von Mirko ist gestern leider keine bei mir eingetroffen. Da sie ja vorgestern kurz vorm Dunkelwerden bei ihm abgehauen sind,hat vielleicht schon in der Nacht oder am frühen Morgen etwas zugeschlagen,wer weiß? Oder vielleicht sitzen sie ja auch heute Nachmittag, wenn ich zum Schlag fahre,dort.Mal schauen.

30.11.2017: Gestern hatte ich nach über einer Woche mal wieder die Gelegenheit,die Tauben rauszulassen. Es erfolgte kein Angriff und die Tauben waren auch für einige Minuten aus der Sicht gezogen. Insgesamt ein reibungsloser Freiflug. Die Tauben sollen ja nicht zu sehr einrosten und ein bischen Bewegung tut sicherlich auch im Winter gut. Man muss halt immer für sich selbst das Risiko abwägen mit dem Raubvogel (was schade genug ist). Ich bilde mir übrigens nicht ein,dass ich durch Freiflug im Winter,zumal er ja nur so unregelmäßig erfolgen kann, auch nur einen Preis mehr auf der Reise mache. Ich halte es schlicht für taubengerechter, natürlicher und besser für die körperliche und auch seelische Verfassung wenn Vögel eben auch fliegen dürfen und nicht nur den ganzen Tag über Monate im Schlag hocken.
Gestern Abend gegen 19 Uhr rief mich dann mein Freund Mirko Werner aus Salzwedel an,dem ich ja 5 Vögel zum Umgewöhnen gebracht hatte. Auch ihn verleitete das schöne Wetter gestern dazu,gegen 14 Uhr seine Tauben rauszulassen und....tja,als er sie um 15 Uhr reinholen wollte,gingen nur 2 der Vögel von mir wieder rein, 3 blieben draußen sitzen und flogen dann nach und nach davon. Ob die wohl bei mir angekommen wären? (Luftlinie gut 65 KM). Als ich um 15:30 von meinem Garten wegfuhr,war jedenfalls keiner der 3 bei mir angekommen. Im Dunkeln wollte ich dann auch nicht mehr zum Schlag fahren. Aber der Einsprung zum Sputnik ist ja auf.Wenn sie heute über den Tag kommen sollten,dann können sie zwar nicht in den Schlag aber zumindest in den Sputnik einspringen. Das werde ich dann ja heute Nachmittag sehen.
Aber grundsätzlich gilt natürlich: wenn man Tauben umgewöhnen will,ist es doch ratsam, sie vorher anzupaaren und dann vielleicht auf Eiern oder kleinen Jungen die ersten Male rauszulassen.Die Bindung an Zelle, Junge und Weibchen ist dann viel größer. Da hat der Mirko leider einen großen Fehler gemacht.

29.11.2017: Da ich am Wochenende neben dem Schlagbau auch den letzten Sand aus dem Derbyschlag entfernt habe,möchte ich nicht mehr auf dem Boden füttern. Ich komme nur alle paar Tage zum Saubermachen und ich möchte das Futter nicht in den nassen Kot werfen. Solange der Sand drin war,war das etwas Anderes.Der Kot,der dort reinfiel,wurde sofort abgebunden und getrocknet sodass eine Fütterung auf dem Boden wie in den Videos ja oft zu sehen,kein Problem war. So habe ich also gestern das erste Mal wieder Futtertröge in den Schlag gestellt. War sehr interessant. Die Tauben waren deutlich misstrauisch und wenn sie denn mal gepickt haben und der Trog sich nur ein bischen bewegte,stoben sie erstmal davon. Sie hatten Angst vor den Trögen weil sie die nie kennengelernt haben.
Das wiederum zeigt mir,dass Gewöhnungseffekte eine ganz große Rolle spielen,eventuell auch bei (vermeidbaren) Verlusten. Denn auch umgedreht wird ein Schuh draus. Tauben,die immer nur im Trog gefüttert werden,gewöhnen sich daran und finden woanders keine oder nur schwer  Nahrung. Tauben,die immer nur aus der Plastiktränke saufen,kennen keine Tränkrinnen wie sie im Kabi vorhanden sind und nehmen daher vor Allem auf den ersten ,wichtigen Flügen kein oder weniger Wasser auf. Sie starten also schon mit einem Wassermangel aus dem Kabi und wenn dann der Flug schwerer wird was ja am Anfang der Saison gerne mal vorkommt und sie sich verfliegen haben sie das Problem dass sie a) wegen der fehlenden Wasseraufnahme schneller dehydrieren und b) wenn sie dann irgendwo runtergehen kein Futter finden um die Akkus schnell wieder aufzuladen.
Deswegen ist es,denke ich, ganz wichtig, den Tauben das Wasser öfter mal in anderer Form und auch an anderen Stellen anzubieten und ihnen auch die Gelegenheit zu geben,frei auf dem Boden zu picken.Möglichst vor dem Schlag auf dem Rasen.Wenn man dann noch ein bischen Futter verstreut,lernen sie von klein auf,dass es auch ausserhalb von Trog und Plastiktränke Futter und Wasser zu finden gibt. Wer bedingt durch die Greifvogelplage keine Möglichkeit hat,die Jungen "grasen" zu lassen,kann z.B. eine Taubenwanne mit Grassoden gefüllt in den Schlag stellen. Das macht dan zwar etwas mehr Dreck und Arbeit,aber die Tauben werden es einem sicherlich danken,wenn man sie mit einem besseren Rüstzeug zum Überleben ausstattet.

27.11.2017: Bonjour, tristesse. Die Monate November bis einschließlich Februar sind ja nichts für mich. Kalt,dunkel,nass,trübe. Nein,das alles brauche ich nicht. Heute ist so ein typisches norddeutsches Spätherbstwetter,das einem echt aufs Gemüt schlägt. In solchen Situationen hat man dann auch gar keine Lust mehr auf irgendwas. Dazu kommt dann noch der Spinner von gestern.Das ärgert mich echt,wenn mir so was unterstellt wird. Aber es gibt ja tatsächlich Menschen,für die gibt es keine größere Freude,als Anderen etwas madig zu machen und Sachen in den Dreck zu ziehen. Eigentlich traurig,das unsere Spezies so gestrickt sein kann. Naja,ist, wie es ist. Die Meisten können solche Typen ja zum Glück richtig einordnen. Bei den Tauben wird derzeit nicht viel gemacht,der Winter geht so seinen Gang. Die Mauser ist nun überweigend durch aber die Tauben sind trotzdem recht still.Wer will es ihnen verübeln?Bei dem Wetter würde ich mich auch einmummeln und möglichst wenig bewegen.Aber der Kot sieht sehr gut aus und auch der Allgemeinzustand ist sehr zufriedenstellend.

26.11.2017: Fertig. Habe ich fein gemacht. Krumm und schief wie immer:-). Jetzt noch auf die Zellen warten und den Ausflug umhängen,dann ist Teil 1 von 3 geschafft. Als Nächstes kommt dann die neue Voliere,da muss ich ja nur die alten Teile recyceln.
Heute hat mir ein Forumsteilnehmer unterstellt,ich würde mir ja von den Teilnehmern des Heidederbys mein Hobby finanzieren lassen. In einer Persönlichen Nachricht hat er dann noch geschrieben,dass er ja anscheinend damit "den Nagel auf den Kopf getroffen hat", das würde man ja auch in den Videos bemerken (???) und das es schade ist,dass mir immer noch Leute Tauben und Geld anvertrauen.Das ist dann schon ein ganz starkes Stück an Boshaftigkeit,was da rüberkommt. Und genau wegen solchen Leuten führe ich auch peinlichst genau Buch über jede Ausgabe für und während des Rennens. Ich habe ja insgeheim schon darauf gewartet,dass mal sowas kommt, so hohl und realitätsfern das auch sein mag. Aber das ist schon echt ziemlch dummdreist,sowas in die Welt zu setzen,vor Allem, weil es ja so leicht zu widerlegen ist. Jeder,der rechnen kann (und will),der weiß ja,dass ich beim Derby keinen Gewinn einfahre. Im Gegenteil. Ich zahle da ganz ordentlich drauf. Aber ich kann es mir leisten,da ich gut verdiene,dieses Rennen mit 100% anzubieten. Ganz bestimmt bin ich nicht auf das Geld anderer Leute angewiesen um mein Hobby zu finanzieren.Echt eine Frechheit! Aber nicht wert ,sich groß über derartige Idioten aufzuregen,dann freuen sie sich nur........man gut,dass der Großteil der Sportfreunde das nicht so wie dieser feine Herr sieht. Aber vielleicht ist da ja auch der Neid dabei,eine gute Sache zu sehen.Gibt schon echt traurige Gestalten im Taubensport.Ganz armselig.
Aber zu was Schönem: gestern ist die Gutschein- Auktion für unsere EST ausgelaufen und wenn ich richtig gerechnet habe, sind da an Gewinn über 1600€ zusammengekommen. SUPER!! :-) Das freut mich echt sehr. Natürlich werde ich auch hier genau Buch führen und mir eine Quittung vom EST Kassenwart geben lassen,nicht das jemand glaubt,ich würde auch daran noch verdienen........ok,ja,ich rege mich tatsächlich über diesen Spinner auf! Hat er "gut" hinbekommen.

24.11.2017: Heute wurden nun die Sachen zum Schlagbau geliefert und natürlich habe ich auch gleich losgelegt. Ich soll mich ja an der frischen Luft bewegen.Boden und Rückwand sind fertig,das Dach ist auch schon drauf und ich....bin im Arsch.:-) Hoffe nur,dass es morgen nicht allzu sehr kübelt,damit ich weitermachen kann. Tauben waren dann heute nicht draußen,dafür aber gestern und vorgestern. Kein Angriff ,alles gut und sie sind erkennbar froh,dass sie immer noch mal frische Luft schnappen können.
Morgen endet die Internet-Auktion für unsere Einsatzstelle! Also: nicht nur hier lesen, tut euch selbst und unserer EST mal was Gutes und bietet ordentlich mit.Gibt doch eh bald Weihnachtsgeld!!:-)

21.11.2017: Da läuft man ein Mal am Samstag beim Angeln durch den Hagelschauer und ZACK!...schon hat man die Seuche am Hacken. Bin völlig zerschossen derzeit und ernähre mich von Tee und Suppe. Das reduziert die Arbeit bei den Tauben dann auch auf das Futter und Wasser geben und das war es dann auch schon. Geht nun mal nicht anders. Vor Allem,wenn man sich da auch noch immer 3 KM hin und zurück quälen muss bevor man wieder unter die Warme Decke huschen kann.Gestern ahbe ich mich noch zur Arbeit getreten,heute ging dann gar nix mehr. Jetzt bleibe ich ertsmal heute und Morgen daheim und hoffe dann mit den alten Hausmittelchen wieder bis Donnerstag fit zu sein. Scheiß Winterzeit,braucht doch kein Mensch! *schnief*

19.11.2017: Heute Vormittag war ein Sportfreund am Schlag und hat sich noch einige Vögel mitgenommen. 3 für den Zuchtschlag und 2 die er umzugewöhnen versucht.Bin sehr gespannt ,ob das so klappt,genauso wie bei Mirko Werner. Danach habe ich ein kleines Video zur Handbeurteilung von Tauben,so wie ich sie durchführe,gedreht und lade es gerade auf Youtube hoch.Am Ende dieses Videos gebe ich nochmals einen Ansporn,auf die Auktionen für unsere EST zu bieten. Diesen Ansporn will ich hier auch nochmal kund tun: Sollte der Reinerlös der Auktion 2500€ oder mehr betragen,werde ich meinen Lieblingsvogel,den Nr. 4, 4.As-Taube Heidederby mit 1x1.Konkurs, unter allen Höchstbietern verlosen!!! Also: haut mal ordentlich in die Tasten und bringt die Auktion zu einem guten Ende,dann gehört der Nr. 4 vielleicht bald euch.VIEL GLÜCK!!!

18.11.2017: Meine bestellten Welleternit-Platten sind nun angekommen und werden nächste Woche mit den anderen Utensilien zum Schlagbau geliefert. Deswegen habe ich heute auch schon mit den ersten (Abriss-)Arbeiten an der ehemaligen Voliere begonnen. Vorher durften die Tauben noch ein letztes Mal in der Voliere baden,was sie auch sehr ergiebig getan haben. Bis die neue Voliere dann steht,müssen sie eben im Sputnik baden. Insgesamt werden mich Reiseschlag und Voliere inklusive der neuen Zellen  nur rund 800€ kosten. Ist schon schön,wenn ich in meinem alten Ausbildungsbetrieb immer noch 10% Rabatt bekomme:-). Und im Früjhar kommt ja noch ein kleines Baumarkthäuschen für die Vögel dazu.Das sind dann nochmal ca.200€. Allzu arg rechnen sollte man als Tauben-Bekloppter nicht......aber wenn ich mir meinen Kumpel angucke,was der im Jahr für Angelreisen und Ausrüstung ausgibt,dann kann ich da doch wieder beruhigt schlafen (und deutlich mehr und bessere Fische als ich fängt der auch nicht*hehe*).

17.11.2017: War das heute eine Freude,den Tauben  zuzusehen. Bestes Wetter,Mittags Feierabend, gegen 13:30 Uhr die Tauben raus und schwupps....weg waren sie. Kamen dann nach ein paar Minuten gaaaanz hoch wieder,pfiffen in die andere Richtung und wieder ausser Sicht. Nach 20 Minuten flogen sie gemäßigter,einige klatschten mit den Flügeln,einige purzelten während des Tieffluges,andere kreisten langsam hoch oben. Dann auf einmal zogen sie wieder geschlossen ab und das Spiel wiederholte sich. Anschließend kamen sie runter,pickten auf dem Rasen,legten sich in die Sonne oder fochten ihre kleinen Kämpfe aus bis ich sie reinholte.Die Tauben glänzen,sind vital,sind gesund,fast durch mit der Mauser...eine wahre Freude für meine Augen!Der Geier ließ sich nicht blicken,alles ganz entspannt. Das ist doch die wahre Freude am Hobby,einfach Entspannung pur für Mensch und Tier und beider Seelen. Toll! Ich wünschte,es gäbe mehr solche Tage auch im Winterhalbjahr. Das "Kasernieren" der Tauben über mehrere Monate wegen der Raubvogelplage vielerorts,das ist einfach nur sch......,aber leider fast immer ein notwendiges Übel,wenn man nicht zu viel verlieren will. Ich genieße es ,solange noch Freiflug möglich ist und wie ich heute gesehen habe,tun die Tauben dies auch.

16.11.2017, 19 Uhr: als ich heute Nachmittag zum Schlag kam,saß die letzte fehlende Taube unverletzt im Sputnik. Es war die Nr. 92,die ja auch vom 2.Flug verletzt ankam(siehe Video "sonntags nach dem 2.Preisflug"). Als der Angriff stattfand muss die gleich irgendwo ins Gebüsch geflüchtet sein und hat sich erst heute wieder raus getraut. Also hat das Habichtweib gestern keine bekommen. Ob das auch so gewesen wäre,wenn die Tauben vorher wochenlang festgesessen hätten? Hmmmm....

16.11.2017: Gestern war wieder Freiflug zeitlich möglich und diesmal hat es wohl den ersten Herbstverlust gegeben. Ein Habichtweibchen griff mehrmals an. Was für ein Vieh! Die Tauben sehen dagegen ja aus wie Spielzeug. Der erste Angriff kam,als die Tauben noch nicht auf Höhe waren.Das Weib kam von oben angerauscht,nicht wie sonst die Habichte immer aus der Deckung heraus, und hat den Schwarm über die Bahn Richtung Einsatzstelle gedrückt. Einzelne Tauben kamen dann hinter der Baumreihe hervor und nach einigen Sekunden auch der Hauptschwarm, das Habichtweibchen dicht dahinter. Tauben und Habicht stiegen dann höher,der Habicht drehte ab und begann sich hochzuschrauben. Durch den einsetzenden Regen hatten die Tauben hier Nachteile,der Habicht kam schnell auf größere Höhe ,legte die Flügel an und knallte auf den Schwarm runter. Dieser wich aus und der Habicht verfolgte den Schwarm im Vertikalflug.Ließ einfach nicht locker.Kenne ich so auch nicht,normalerweise dreht ein Habicht schnell ab wenn ein Angriff erfolglos war. Die Einzelflieger waren mittlerweile zu einer Gruppe von 11 zusammengekommen,landeten und gingen schnell rein. Ich sah kurz nach den Tauben,ob dort eine Verletzte dabei war (zum Glück nicht) und als ich wieder aus dem Schlag kam,waren Tauben und Habicht Richtung Norden verschwunden. Es verging fast eine Dreiviertelstunde,es dämmerte schon richtig,da kamen die restlichen Tauben geschlossen an,sehr hoch, kreisten kurz und pfiffen dann nur so in den Schlag. Beim Durchzählen habe ich dann statt 48 nur 47 Tauben gezählt.Da wird es dann wohl eine erwischt haben.Schade. Alle Auffälligen sind da,also muss es eine Gehämmerte/Blaue sein,die fehlt.
Diese Hartnäckigkeit des Habichtweibchens habe ich so noch nicht erlebt.Auch das Angriffsmuster ist ungewöhnlich. Zwar greift auch das alte Habichtmännchen gelegentlich von oben an,aber das ein Habicht die Tauben so hartnäckig verfolgt und treibt,habe ich noch nicht erlebt. Auch dieses Habichtweibchen habe ich hier noch nie gesehen. Ein Alttier,keine Junge. Konnte sie sehr gut erkennen als sie die Tauben hinter der Bahn  hervor verfolgte.Dachte beim Sturzflug erst an einen Wanderfalken,aber war definitiv ein Habicht. Schöne Tiere sind das ja. Und sie tun auch nur das ,was die Instinkte ihnen zum Überleben sagen. Können ja nichts dafür,dass in unserer ausgeräumten Landschaft gerade im Winter die Nahrung knapp wird. Trotzdem soll sie ihre verdammten Krallen von meinen Tauben lassen!
Nun muss ich also schauen,ob diese Dame jetzt regelmäßig kommt und wenn ja,ist das Thema "Freiflug" dannn auch beendet für dieses Jahr. Aber dieser eine Angriff,dieser eine Verlust lässt mich jetzt nicht generell schon die Klappen schließen.Manchmal gewinnt eben der Raubvogel.

15.11.2017: Von Theorien jeglicher Art halte ich nicht besonders viel bzw. stehe diesen immer sehr skeptisch gegenüber. Ob nun Augen-, Flügel- ,weiße Zehen-, Schnabelziehen-oder sonstige Theorien.Zu oft hat man Gegenbeispiele in der Praxis. Ich weiß,was mir an einer Taube gefällt,was ich sehen will, und damit hat es sich auch schon. Eine "Theorie" allerdings hat sich für mich als ziemlich eindrucksvoll herausgestellt. 2013 war ich beim Spitzenzüchter Bernd Pilgrim aus der RV Prignitzbote Kyritz. Ein hochsymphatischer, kompetenter Sportfreund und echter Taubenexperte. Im Gespräch erwähnte er,eher beiläufig, dass er immer nach den "Herzfedern" unter dem Flügel schaut. Er meinte,alle sehr guten Tauben hätten eckige Herzfedern,fast viereckig,quasi wie mit einer Schere bearbeitet.Ich verbarg meine Skepsis nicht und er sagte mir sinngemäß: " Wenn du mal eine richig gute Tauben in der Hand hast,dann guck einfach mal unter den Flügel.Wirst dann schon selber sehen."
Seit diesem Tag im Jahr 2013 habe ich auch durch meine vielfältigen Kontakte viele gute bis sehr gute Tauben in der Hand halten dürfen. Bei jeder dieser Tauben(mehrfach zweistellige, viel Spitze usw.) habe ich unter den Flügel geschaut und was soll ich sagen: der Mann hat tatsächlich Recht! Alle,aber wirklich alle dieser absoluten Granaten hatten diese eckigen Herzfedern. Ohne Ausnahme.Auch mein 476 und die 949 von Vater hatten diese ausgeprägt rechteckigen Federn. Das macht mich immer wieder  sprachlos und nachdenklich. Zufall kann das nicht sein, nicht bei den über 50 sehr guten Tauben,die ich seitdem in der Hand hatte. Und sicherlich ist nicht jede Taube mit eckigen Herzfedern gut aber alle sehr guten Tauben haben eckige Herzfedern. Nun nehme ich ja sowas nicht einfach als gegeben hin sondern mich treibt dann ja immer die Frage um: warum ist das so? Was genau ist es,dass das Wachsen dieser Federn in die eine oder andere Form beeinflusst? Rein genetisch kann es ja nicht sein. Inwiefern hat also der Organismus,der Stoffwechsel etwas mit dem Federwachstum, der Ausformung der Federn zu tun? Ein Züchter erzählte mir mal,dass die Form der Herzfedern den Blutkreislauf widerspiegeln, d.h. je optimaler die inneren Abläufe der Taube sind,desto eckiger sind die Federn. Ob das stimmt,weiß ich natürlich nicht,aber auf jeden Fall ist die Form der Herzfedern ein Aspekt,nach dem ich schaue,wenn ich Tauben "bewerten" will.Ausgefranste, langgezogene, spitz zulaufende, "zerfaserte" Herzfedern sehe ich sehr ungern.Aber das sind meistens Tauben,die mir auch in anderen Punkten nicht gefallen. Vielleicht sagt also die Form der Herzfedern doch etwas über die Taube insgesamt aus.
Bei all dem ist aber die Form der Herzfedern auch wieder nur ein Aspekt (für mich), eine schlechte Taube,eine nicht für die Reise geeignete Taube,herauszufinden. Nicht die Topper. Denn auch,wenn man dann nur noch Tauben mit eckigen Herzfedern auf dem Schlag hat,die meisten davon sind trotzdem zu doof,um richtig Gute zu werden.Allerdings haben die alle dann ein optimales Herz-Kreislauf-System,so die Theorie über das "Warum" der eckigen Herzfedern denn stimmt.Und das braucht eine Taube nun mal um überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen.
Insgesamt für mich ein hochspannendes Thema. Es gibt so Vieles,was an unseren Tauben quasi noch unbekannt ist und welche Prozesse im Körper welche Auswirkungen haben.
In den Foren werde ich dieses Thema nicht zur Diskussion stellen. Wie bei jeder Theorie hat man dort für jeden sachbezogenen, vernünftigen Diskussionsbeitrag wieder 10 Beiträge,deren Quintessenz auf "Idiotie,Spinnerei,Humbug,alles Mumpitz" herausläuft. Und dafür ist mir das Thema einfach zu interessant,als das ich es zerlabern lassen möchte......

14.11.2017: Gestern war es so schönes Wetter,dass ich abends kurz vor dem Dunkelwerden die Tauben noch rausgelassen habe. Jeder Tag,den sie sich bewegen können,ist ein guter Tag. Und sie sind gut in der Dämmerung geflogen,nur eins haben sie nicht gemacht: sie sind nicht ausser Sicht gezogen wie sonst immer kurz. Blieben immer so,dass sie den Schlag noch sehen konnten. Als die Letzten gegen 16:30 Uhr runterkamen,war es draußen schon recht schummrig,im Schlag ja noch mehr. Aber trotzdem sind sie gut ihre 20 Minuten geflogen.Bei dem jetzt folgenden trüben und nassen Wetter ist das ja abends nicht mehr möglich aber gestern mit dem Restlicht der Sonne und der klaren Luft war das ok.Habicht und Co haben sich zum Glück nicht blicken lassen.

13.11.2017: Derzeit warte ich darauf, dass von dem Baumarkt,in dem ich vor Urzeiten mal meine Ausbildung zum Einzelhandelkaufmann gemacht habe,bevor ich zur Bundeswehr ging, der Anruf kommt,dass meine bestellten Welleternit-Platten angekommen sind. Denn vorher lohnt sich auch die Bestellung der anderen Sachen für den Schlagbau des Witwerschlages bzw. den Neu/Wiederaufbau der Voliere nicht. Damit mein Bankkonto nicht allzu sehr belastet wird (auch jemandem wie mir wächst das Geld nicht aus der Tasche), werde ich die 3 Etappen Reiseschlag, Voliere und Baumarkthäuschen nach und nach bis zum Frühjahr verteilen. Als Erstes wird die ehemalige Voliere zum Reiseschlag umgebaut,die zweite Bauphase ist dann die neue Voliere vor dem in Frontsicht rechten Abteil und als Letztes wird dann im März/April das Baumarkthäuschen für die Witwervögel angeschafft. So verteilen sich die Kosten über mehrere Monate. Gestern habe ich erstmal 250€ bei meinem Vereinsvorsitzenden für 2018 einbezahlt,damit dürfte ein Großteil der Jahreskosten für RV und Reise abgedeckt sein.
12 Zellen habe ich mir schon für den Reiseschlag ausgesucht,mehr kommen da nicht rein. Da ich ja mit Weibern reise,wird sich der Rest einen Sitzplatz im Reiseschlag suchen müssen. Und wenn ich bis zum Frühjahr die derzeit 17 Vögel auf 12 reduziert habe,kommen auf jeden Vogel mindestens 2 Weibchen. Da spiele ich dann also mit der "Eifersuchtsmethode".Mal schauen,ob und was das bringt.
Ich sprach neulich am Telefon wieder mit einem Züchter,welcher der Meinung war,ich würde ja einen Senkrechtstart hinlegen müssen. Argument: die Züchter haben ja nur gute Tauben geschickt,weil sie was gewinnen wollten,deswegen muss die Qualität bei mir am Schlag ja um Vieles besser sein als bei meinen RV Kollegen. Das ist natürlich Mumpitz. Was ich da habe,ist eine "Bande aus Fremdenlegionären" (und das meine ich gar nicht negativ). Diese Tauben sind natürlich jedem über Jahre gewachsenem und auf der Ostrichtung ausgelesenem Bestand aus unserer RV unterlegen. Und man darf auch den in meinen Augen ganz wichtigen Punkt nicht aus den Augen lassen,dass diese Tauben,obwohl im"Kabi" trainiert und geflogen,noch nie in einem großen RV Schwarm geflogen sind und sich aus diesem trennen mussten. Und das ist gerade bei einer RV wie unserer ,wo wenige Züchter auf einer großen Fläche konkurrieren,absolut entscheidend! Das Trennen vom Schwarm, das Einschalten des Kopfes und das schon möglichst früh. Und ab dem 4. Flug,wenn es wieder in Transportgemeinschaft mit gemeinsamem Auflass geht,dann noch viel mehr. Da sind die Ex-Derbytauben vollkommen unerfahren drin. Ich werde zwar versuchen,dem durch Einzeltraining im März/April entgegenzuwirken,aber ich bin nicht so blauäugig, zu glauben, mit den Jährigen nächstes Jahr alles umzureißen. Wenn ich die ersten Flüge ohne größere Verluste überstehe,das ist schon viel wert. Sportliche Erfolge sind da nur ein gern genommener Bonus.Aber damit rechne ich absolut nicht. Warum auch hochfliegende Erwartungen haben,sich Flausen in den Kopf setzen,wenn man dann nach den ersten Flügen eventuell mit 70% weniger Tauben da steht? Dann doch lieber tief stapeln,die Erwartungen nicht so hoch ansetzen und eventuell positiv überrascht werden. Meine persönliche Zielsetzung sind 2-3 Weibchen mit 6 Preisen und ein Platz in der oberen Hälfte bei der Jährigenmeisterschaft. Damit wäre ich absolut zufrieden. Und wenn es mir gelingt, 4-5 Tauben nach London zu schicken,unabhängig vom Ergebnis,das wäre noch das I-Tüpfelchen.

12.11.2017: Auch heute hat es geklappt,den Tauben Freiflug zu geben und wieder haben sie es gut genutzt. Nach ein paar Minuten,als sie das erste Mal tiefer kamen, flog das Sperberweibchen auf halber Höhe einen eher halbherzigen Angriff.Das war wohl eher Spielerei als Hunger,ich nehme mal an,sie hatte vormittags schon was erwischt. Den Tauben hat das jedenfalls nochmal die nötige Motivation gegeben,um ein zweites Mal auf ordentliche Höhe zu gehen und noch ein paar Extra-Minuten zu fliegen. Doch als sie dann runterkamen,liefen sie auch schnell wieder pickend am Boden rum. Im Frühjahr,wenn sie lange festgesessen haben, hat man es ja manchmal ,dass sie nach einem Angriff mucksmäuschenstill in Panik im Schlag sitzen,aber hier ist so ein Angriff ja nichts Besonderes mehr und die Tauben lernen,damit zu leben und sich auch schnell wieder zu normalisieren. Als Beutetiere sind Angreifer nunmal Teil des täglichen Lebens.
Die Gutschein-Auktion mit 19 Positionen ist ganz gut angelaufen,viele Positionen wurden schon beboten,einige leider noch nicht.Aber ich denke,die Qualität ist dieses Jahr so gut,dass doch noch alle ihren Abnehmer finden werden. Die Auktion findet ihr unter dem angehängten Link (draufklicken,in neuen Tab kopieren,öffnen)
http://www.pigeon-auction.de/Listing/Browse?Seller=argail
Oder einfach bei www.pigeon-auction.de in der Suchleiste "Heidederby" eingeben,dann klappt´s auch. Da ist für jeden ein Schnäppchen und eine Verstärkung drin und ihr tut unser kleinen EST noch was Gutes dazu. Also traut euch mal zu bieten.Bereuen werdet ihr es sicher nicht! :-)

11.11.2017: So,da bin ich heute also wieder in die RV aufgenommen worden. Gut ein Drittel der Züchter hat dagegen gestimmt, alles Mitglieder der anderen EST. Aber auch einige Ja-Stimmen kamen aus dieser EST.Dafür hier nochmals vielen Dank. Anhand der Nein-Stimmer sieht man auch ganz deutlich ein Problem, an dem unser Sport krankt: man stellt persönliche Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten über die Sache. Und die Sache ist nun mal,gemeinsam Wettflüge mit Tauben zu ermöglichen. Diesem Ziel muss alles Streben dienen und eben nicht der persönlichen Präferenz. Da muss man dann auch mal Entscheidungen mittragen,die man selbst vielleicht nicht gut findet und mit Leuten arbeiten,die man auf einem persönlichen Niveau nicht leiden kann. Letztlich braucht der Sport jeden aktiven Züchter und es ist unerlässlich,dort in der Sache zusammenzustehen auch wenn die Differenzen untereinander noch so groß sein mögen. Wir alle haben ein Ziel:unser Hobby auszuüben. Leider ist es ja nicht nur bei uns hier in der RV so,dass es vielfach gar nicht um die Sache oder um das objektive Bewerten einer Situation geht sondern vielmehr um persönliche Befindlichkeiten. Man sieht es ja auch an anderen Diskussionen ,egal,ob es nun um Fluggemeinschaften,Reisepläne oder Ähnliches geht. Anstatt Vorschläge vernünftig zu erörtern und zu diskutieren ,in einem respektvollen,objektiven Rahmen, heißt es dann schon oft wenn der eine noch redet , "allesQuatsch!", "den Scheiß brauchen wir nicht", "so ein Blödsinn" und so weiter und so weiter. Gern auch in gehobener Lautstärke. Denn vielfach scheint man noch zu glauben das Lautstärke Argumente ersetzt. Und bei etwas ,was der persönlichen Meinung zuwider läuft wird schon gar nicht mehr zugehört,abgewunken oder versucht,dem Anderen das Wort abzuschneiden. Das ist einfach kein vernünftiger Rahmen um Beschlüsse zu fassen,die einen zukunftsfähigen Taubensport ermöglichen. Da müsste jeder noch lernen,sich selbst ein Stück weit zurückzunehmen,kompromissbereiter zu sein. Aber Taubenzüchter haben da große Schwierigkeiten mit. Hier und auch anderswo. Und das zieht sich durch bis hoch auf Verbandsebene. Ich wette, jeder ,der hier liest,kennt genau solche Situationen. Das ist ein generelles Problem bei uns Taubenzüchtern.Und genau das ist sehr schade,weil wir uns eher in Kleinkriegen gegenseitig und selbst zerfleischen als gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Auch für einige Einträge in meinem Tagebuch bin ich offen angegangen worden, vor Allem meine Aussagen zu den Auflässen am Anfang der Saison fanden so gar keinen Anklang. Natürlich ist es so,dass sich einige Züchter,speziell der /die Auflassleiter,durch Kritik auf den Schlips getreten fühlen,aber wenn man so einen Posten übernimmt,muss man eben auch damit rechnen,dass die eigenen Entscheidungen auch mal kritisch betrachtet werden. Von daher konnte ich diesem erregten Sportfreund in der Sache auch nicht entgegenkommen,denn zu der Kritik wie ich sie dort geäußert habe,stehe ich inhaltlich immer noch voll und ganz.Es ist sehr schade,wenn Menschen nicht zwischen einem Angriff auf ihre Person und einer Kritik an ihren Entscheidungen unterscheiden können(oder wollen). Menschlich habe ich nämlich nichts gegen unseren Auflassleiter(Im Übrigen auch nicht gegen die anderen beiden aus dem Regionalverband) aber die getroffenen Entscheidungen sehe ich immer noch als deutlich kritisierfähig an. Aber sei es drum, auch diesen Angriff werde ich einzuordnen wissen.Böse bin ich ihm jedenfalls nicht.Jetzt hat er sich mir gegenüber mal ordentlich Luft gemacht und mir seine Meinung gegeigt. Damit ist die Sache für mich auch erledigt.
Nun werde ich mich auch wieder daranmachen,wie jedes Jahr eine kleine Online-Versteigerung mit Gutscheinen für 2018 aufzuziehen. Natürlich zugunsten unserer Einsatzstelle.........

10.11.2017: Heute am frühen Nachmittag hatte ich ein kurzes Zeitfenster von ca. 45 Minuten um die Tauben vor dem danach einsetzenden Landregen rauszulassen. Und dieses Fenster haben die Tauben gut genutzt.Kein Angriff,alles prima.Aber man merkt die erhöhte Wachsamkeit der Tiere. Ich denke,dass ist im Hinblick auf das Frühjahr auch ganz wichtig,dass die ein gewisses Konzentrationslevel halten und nicht durch permanentes im Schlag halten abstumpfen.
Morgen Nachmittag ist die RV Herbstversammlung auf der über meine Wiederaufnahme entschieden wird. Da bin ich sehr entspannt. Es gibt wohl einen großen Block aus Gegnern vom doofen Steinert aber wenn die Züchter unserer EST zahlreich kommen,dürfte die Aufnahme gesichert sein. Und selbst wenn nicht: es gibt so viele Möglichkeiten,meinem Hobby nachzugehen. Anmelden in der Nachbar RV und dortige Mitgabe der Tauben zu Trainingszwecken. Die müsste ich dann zwar "scharf" einsetzen und würde somit immer NULL Preise machen,weil ich sei dort nur auf 2-3 Tagesweitstreckenflüge vorbereiten würde,aber geschenkt. Oder einen eigenen kleinen Flugplan aus der Windrose,wer weiß? Aber London würde mich echt mal reizen. In 2018 werde ich auch erstmals an 2 OLR teilnehmen. 5 Tauben kommen zum Ostseeflug Usedom und 2 Tauben kommen zum Astaubenderby von Günter Meinecke nach Gardelegen. Wird sicher eine spannende Sache...wenn sie denn bis zur Reise bleiben. Und ich habe natürlich noch mein eigenes Derby und volle Hütte ab Juni hier. Also langweilig wird mit bestimmt nicht. Auch ohne RV Programm,so es denn nicht zu einer Aufnahme morgen kommt.......

09.11.2017: Mittwochs habe ich immer etwas früher Schluß,deswegen konnte ich gestern die Tauben mal rauslassen. 3 Tage waren sie jetzt drin und man merkte ihnen richtig an,wie gut es den Tauben tut,sich mal draußen bewegen zu dürfen. Gut ein Drittel flog auch richtig schön und hoch ca. 30 Minuten lang,kamen wieder runter,überschlugen sich in der Luft und strichen knapp über die Bäume,dass es nur so pfiff. Andere flogen ihre Runden und widmeten sich dann wieder dem Picken auf dem Rasen. Gingen rein und wieder raus,aufs Dach,nochmal ne Runde,dann wieder auf den Rasen. War einfach schön,diese Freude zu sehen,mal wieder rauszukommen. Auch nach dem Reinholen waren die Tauben ganz anders,da war richtig "Musik" auf dem Schlag,kleinere Balgereien,viel Bewegung usw.Eben eine ganz lebendige,aufgeladene,fröhliche Atmosphäre.Ganz zu schweigen davon,dass ja bei offenen Türen auch die Schlagluft ganz anders umgewälzt wird als wenn die Schotten den ganzen Tag dicht sind. Wenn die Tauben mehrere Tage bei etwas dunklerem Wetter drin festsitzen ist es ja eher stiller im Schlag.Man merkt schon die Veränderung,wenn Tauben mal rauskommen und fliegen, eben Taube sein dürfen. Der Habicht war gestern zum Glück nicht da,nur ein Bussard erschreckte die Tauben kurz.Zum Wochenende hin soll es leider trüb und sehr nass sowie stürmisch werden,sodass sie wohl nicht rauskommen können.Vielleicht Sonntag,mal sehen. Regelmäßiger Freiflug ist einfach taubengerechter und tut den Tieren sichtlich gut.Wenn nur nicht diese ständige Bedrohung durch die überbordenden Raubvogelbestände wäre. Viel von dem,was an Robustheit unserer Tauben in den letzten Jahrzehnten verlorenging,ist menschengemacht,aber viel liegt sicherlich auch daran,dass man die Tauben manchmal 5,6,7 Monate im Jahr festsitzen hat.Das kann auf Dauer nicht gut sein und Volieren helfen da sicherlich nur bedingt.

08.11.2017: Gestern habe ich mir die Abstammungen der As-Tauben von 2017 mal angeschaut.Die Erkenntnis: Auch bei OLR gilt: mit B- oder C-Ware muss man da nicht ankommen,nicht mal auf so kleinen OLR wie meinem. Bei allen Tauben im vorderen As-Tauben-Segment ist es so,dass entweder schon direkte Geschwister oder die Eltern oder zumindest 3 von den 4 Großeltern selbst gute Flieger/Vererber waren. Das waren alles ganz gezielte Verpaarungen auf Leistung und keine "Probepaarungen" deren Junge  dann zum "Antesten" hierher geschickt wurden. Das kann man zwar auch machen um die Jungen aus einer neuen Verpaarung auszuprobieren aber die Wahrscheinlichkeit,einen vorderen Platz zu belegen ,ist bei einer bewährten Leistungsverpaarung schlichtweg besser. Und ich denke, jeder Teilnehmer möchte doch auch eine gute Chance haben,auf das Treppchen zu kommen.Ein OLR ist eigentlich keine gute Wahl,um die Nachzucht neu gekaufter Zuchttauben zu testen,denn man bezahlt ja (manchmal nicht wenig) Geld für die Teilnahme und es geht ja auch um manchmal recht hohe Summe. Da sollte man dann schon auf Bewährtes zurückgreifen und die Jungen aus den neuen Paarungen erstmal das erste Jahr bei sich selber testen.Alles Andere ist im Hinblick auf die Gewinnchancen ein Ritt auf der Rasierklinge.
Neulich bemerkte ein Züchter im Forum, die Teilnahme an OLR sei "doch irgendwie eine Art Zockerei". Damit meinte er wohl,dass auch der Zufall eine nicht unerhebliche Rolle bei der Preisverteilung spielt, vor Allem bei Schwarmankünften. Wenn ich mir aber die As-Tauben-Wertung ansehe muss ich mich fragen: ist das wirklich so?
Nehmen wir mal exemplarisch den 745 von Karsten Stappert. 5.As-Taube,beste bunte Taube,2x 1.Konkurs. In den Videos sieht man ganz gut,wie er seine beiden 1.Konkurse erflogen hat. Da kommt am 1.Flug eine Gruppe von etwa 20 Tauben und beim Endflug eine Gruppe von 6 Tauben an. Und der 745 hält sich gar nicht lange auf,landet und geht sofort in den Schlag.....während die Anderen erstmal eine Zeit nach dem Landen draußen sitzen und rumgucken.Der 745 aber lässt sich gar nicht beirren,auch nicht durch die fremden Menschen im Garten beim Endflug. Der weiß genau: das ist mein Schlag,da gibt es Futter,da bin ich sicher,da muss ich rein. Auch das ist für mich ein Qualitätsmerkmal von guten Tauben, diese Unbeirrbarkeit und das zielstrebige Aufsuchen des Schlages auch wenn der Schwarm z.B. was Anderes macht oder irgendwelche Ablenkungen am Schlag sind,welche die Tauben nicht kennen. Und bei den großen OLR mit teilweise mehreren hundert Zuschauern und einem gewissen Geräuschpegel,alles,was die Tauben bis dahin nicht kannten,ist diese Unbeirrbarkeit,diese Nervenstärke noch mehr erforderlich. Selbst wenn da ein Schwarm ankommt,die ersten Tauben gehen meist mit einem gewissen zeitlichen Abstand voneinander rein während die Anderen erstmal kritisch die neue Situation beäugen.Schaut mal auf die Ankunftszeiten bei den Endflügen von großen OLR. Da gibt es unter den ersten 10 kaum mal einen Platz...a,...b...c usw. Da es beim RV Spiel und beim OLR teilweise auf Sekunden ankommt sind solche nervenstarken Tauben klar im Vorteil,auch wenn sie im Schwarm eintreffen. Und diese nervenstarken Tauben sind dann wieder welche aus bewährten Verpaarungen,man sieht es halt immer wieder.
Ein weiterer Punkt,der mir 2017 aufgefallen ist, ist,das selbst auf den sehr glatten Flügen 1,3 und 4 mit kurzen Konkursen sich immer einige Tauben vom Hauptfeld abgesetzt haben(auf dem 1.Flug sogar sehr deutlich). Selbst auf dem 90KM Flug ist eine Gruppe von ca. 20 Tauben 5 Minuten voraus geflogen. Und natürlich sind die As-Tauben mit Masse immer unter diesen sich absetzenden Tauben gewesen,denn sonst wären sie ja keine As-Tauben geworden. Also stellt sich doch die Frage: warum kommen diese Tauben früher als die Anderen,selbst auf einem leichten Flug? Müssten sie nicht alle beisammen bleiben,homogener sein,wenn die Flugbedingungen so schön sind und der Schwarm so gut kommt? Was genau haben diese Tauben,was die Anderen nicht in dem Ausmaß haben? Und auch hier kommt man wieder auf die Erkenntnis zurück,dass diese Tauben eben schon aus bewährten Leistungstauben gezüchtet worden sind,während die Anderen aus "Ur-Enkel y mal Ur-ur-Enkelin z" ,die gerade frisch zusammengesetzt wurden,gezogen worden sind. Das nennt man dann im besten Abstammungsdeutsch "Linienzucht auf....." und die Taube ,auf die in Linie gezogen wird, taucht in der Abstammung nicht mal mehr auf.
Ich kann also nur jedem Teilnehmer empfehlen: wenn ihr an OLR teilnehmt,egal,ob nun an meinem oder einem anderen, und vielleicht auch was gewinnen wollt,dann schickt auch wirklich das Beste,was ihr habt. Möglichst aus direkten Leistungstauben oder von Paaren,deren Nachzucht schon nachweislich gut geflogen hat. Alles Andere wäre dann tatsächlich "Zockerei".

07.11.2017: Heute wird eine der Tauben abgeholt,die leider in Kassel nicht übergeben werden konnten. Ich hoffe,mein Töchterlein bekommt das auch hin und vergisst nicht,rechtzeitig von der Schule zu Hause zu sein. Als berufstätiger Taubenzüchter hat man es schon ein bischen schwerer als ein Rentner. Jetzt beginnt auch die Zeit,wo ich die Tauben über die Woche nicht rauslassen kann,weil ich erst kurz vor oder während der Dämmerung am Schlag bin. Da reicht das Licht gerade noch zum Füttern und vielleicht zum kurz durchkratzen und dann war es das auch schon. Und damit bin ich noch glücklich,da ich ja seit Anfang des Jahres "heimatnah" eingesetzt bin. Die Jahre vorher musste ich noch über 1 Stunde pro Strecke pendeln und da habe ich monatelang mit der Taschenlampe gefüttert und meine Tauben so richtig nur am Wochenende gesehen. Im Winter beneide ich die Züchter,die ihren Schlag mit Strom und fließend Wasser am Haus haben, besonders.
So kommen die Tauben,wenn,dann nur noch am Wochenende in die Luft,was ich sehr schade finde. Einerseits ist es besser,wenn sie sich täglich bewegen können,auch gerade für die Aufmerksamkeit,weil die Tauben viele Sinneseindrücke brauchen,um geistig fit zu bleiben und das haben sie eben nicht wenn sie nur immer im Schlag sitzen und andererseits können natürlich über die Woche ein wenig "eingerostete" Tauben am Wochenende dem Habicht schwerer entkommen.Insgesamt ist also der Winter ein durchaus herausfordernde Zeit für mich.

06.11.2017: Jetzt wird wieder sehr viel über die Führung und Versorgung der Tauben während der Mauser diskutiert. Und im Frühjahr wird dann über die Aufzucht diskutiert. Das ist ja einerseits schön,dass man in der dunklen Zeit Gesprächsstoff hat,aber andererseits hat man manchmal den Eindruck,es würde sich bei Mauser und Aufzucht um "Krankheiten" handeln. Was manche da für einen Aufriss von machen,unglaublich. Und natürlich alles gefördert durch die Beiprodukteindustrie,die uns suggerieren will,dass es ohne all die unterstützenden Produkte nicht möglich ist, Tauben vernünftig durch die Mauser zu bekommen. Das ist natürlich großer Quatsch. Ein vernünftiges ,komponentenreiches Futter, ein paar ausgewählte, auf dem Schlag bewährte Beiprodukte. Und die 2 wichtigsten Dinge sind natürlich ausreichend Mineralien und....mindestens 1x wöchentlich ein Bad. Die Mauser ist ein völlig natürlicher Vorgang,den eine gesunde Taube auch ohne zigfache Beiproduktegaben locker übersteht. Ich denke, viele Beiprodukte werden gar nicht für die Tauben eingesetzt,sondern damit sich der Züchter besser fühlt,damit er mit dem wohlig-warmen Gefühl im Wohnzimmer sitzen kann,dass er ja alles für seine Tauben getan hat. Das aber all die Beiprodukte auch verstoffwechselt werden müssen bedenken viele da nicht.Und der Effekt,wenn man dann nach der Mauser die (über)versorgten Tauben mit denen vergleicht,die "spartanisch" versorgt wurden,ist dann für diesen ganzen Aufriss (auch geldlich) ziemlich gering,wenn überhaupt spürbar.Mein recht einfache Versorgung sieht folgendermaßen aus:
RUKU Mauser Spezial mit 5% zusätzlich Hanf als Futter. Das Mauser Spezial hat im Gegensatz zu der Basismischung Zucht und Reise mehr Komponenten und das finde ich gut. RUKU deshalb,weil ich da am einfachsten rankomme. Es würden sicherlich auch andere Mausermischungen anderer Anbieter genauso gut sein.
2x die Woche wird dieses Futter mit Moorkonzentrat und Mineralith abgebunden
Mittwochs gibt es Blitzform (1ml auf 1 Liter)
ab und zu Vitamine
das Wasser wird nicht mehr angesäuert
täglich Patagoon Mix und Taubenkuchen frisch. Diese Mineralien enthalten auch Salze und ziehen deshalb Feuchtigkeit an. Wenn man da keinen Gritwärmer hat wie Markus Neeb dann wechselt man besser täglich um einer Verkeimung zuvorzukommen.
1x die Woche wird ein Bad bereitgestellt.
Tja,und das wars dann auch schon. Kein "Mausergold", kein "Hexenbier", kein Pi und Pa und Po......und die Tauben sehen aus wie aus dem Ei gepellt.Ordentlich Puder drauf, das Gefieder schön weich und eng anliegend, gutes Kampfgewicht und gute Körperspannung. So mag ich das. Einfache,effektive,kostengünstige Versorgung. Mehr braucht eine Taube im Herbst nicht. Das Einzige,was sie leisten muss,ist eine vernünftige Mauser. Und das bekommen Vögel von Natur aus schon gut hin.Dazu muss man sie nicht in Watte packen und ihnen jeden Tag 5 Produkte reintrichtern,die vielleicht einfach nur so durchlaufen ohne Wirkung zu entfalten und im schlimmsten Fall sogar den Organismus zusätzlich belasten.

05.11.2017: Gestern habe ich 5 der jungen Vögel zu meinem Freund Mirko Werner nach Salzwedel gebracht.Er möchte sie eingewöhnen und dann mit ihnen an der Reise teilnehmen. Dafür wünsche ich ihm natürlich viel Glück. Es ist ja immer so eine Sache mit umgewöhnten Tauben. Das kann klappen,aber in den meisten Fällen klappt es ja eher nicht so gut,spätestens auf der Reise. Aber wer weiß,wenn sie bei ihm eine Zelle und ein Weibchen bekommen und dann ein Junges hochziehen...vielleicht wird das ja doch was. Es wird in jedem Fall ein interessantes Experiment.
Ansonsten passiert nicht viel am Schlag.Der Tagesablauf und die Versorgung sind  täglich gleich und am Wochenende gibt es ,so lange es möglich ist, Freiflug.Die Tauben sind nun fast durch mit der Mauser und stehen mit Masse auf der letzten Feder. Sie gefallen mir sehr gut,dass habe ich gestern wieder gemerkt,als ich die 5 Vögel für Mirko ausgesucht habe. Schönes Volumen,seidiges Gefieder mit ordentlichem Federstaub,glänzende Augen,ja,so mag ich das. Doch all das nutzt nichts,wenn die Tauben es nicht auch im Kopf haben.Und das kann man ja nur schwer beurteilen.Man kann zwar erkennen,wie eine Taube sich in ihrer Umwelt bewegt und sie wahrnimmt,man erkennt einen wachen Blick und kann ihn von einem stumpfen unterscheiden,aber wenn bei all der Aufmerksamkeit die Orientierungsfähigkeit mangelhaft ist oder der unbedingte Wille,schnellstmöglich heim zu kommen,nicht vorhanden ist,dann werden auch solche Tauben keine Guten. Und Gute haben wir alle ,wenn überhaupt,nur ganz wenige. Die gilt es herauszufinden.

02.11.2017: Gestern haben wir nun meinen Vater zur letzten Ruhe gebettet. Ich habe mich sehr gefreut,dass so viele Taubenzüchter bei der Trauerfeier waren,um ihm die Ehre zu erweisen. Auf der Urne war eine fliegende Taube eingraviert,eine nette Idee. Und so stirbt Stück für Stück der "alte" Taubensport aus.

01.11.2017: Das Rennen war nach nur 4 Tagen Ausschreibungsfrist ausverkauft. Ein Umstand,der mich natürlich sehr freut und der zeigt,dass dieses Konzept überwiegend positiv aufgenommen wurde. Es trudeln derzeit immer noch Anmeldungen ein,die ich dann natürlich auf die Warteliste vertrösten muss.Manchmal ist die Reaktion "nicht glücklich" aber der Platz ist nun mal nicht ohne Grund begrenzt und das die Plätze so schnell voll sein würden,hätte ja vorher keiner geahnt,am Wenigsten ich. Es ist ja immer noch ein Unterschied zwischen einer Absichtserklärung und einer schriftlichen Anmeldung.
Derzeit wird auch allenthalben im Netz wieder über Neuerungen,Zukunftsvisionen und Pläne für den Taubensport der Zukunft diskutiert. Dabei ist die Grundfrage eigentlich immer dieselbe: wie erhalte ich den Taubensport in der derzeitigen Struktur? Da wird über veränderte Meisterschaftsmodi,Flugrichtungen, Zusammenschlüsse etc. diskutiert aber es wird ein wichtiger Faktor ausser Acht gelassen: die Basis,sprich die Mehrheit der derzeit noch aktiven Züchter. Und wenn man ehrlich ist,dann will die Mehrheit der Züchter,egal wo,nichts ändern. Es ist ihnen lieber bzw egal,ob der Taubensport ausstirbt,wenn sie nur noch ein paar Jahre weitermachen können wie gewohnt. Und diese Einstellung zieht sich durch über RV-,RegV- bis zur Verbandsebene. Ich persönlich wundere mich überhaupt nicht über die totale Untätigkeit der Verbandsspitze in Essen in Bezug auf wirklich wichtige Zukunftsfragen. Dort hat man den Taubensport in Deutschland weitgehend aufgegeben und verwaltet nur noch den Status Quo. Und genau das und nichts Anderes ist auch von der überwiegenden Mehrheit der Züchter so gewünscht! Es interessiert diese Züchter auch nicht,wofür das Verbandsvermögen (das wir alle ja erwirtschaftet haben) eingesetzt wird. Die Herren in Essen haben da quasi freie Hand. Auch ich persönlich glaube,dass der Taubensport in  seiner derzeitigen Struktur nicht überlebensfähig ist. Und um ehrlich zu sein: ich weine diesem ganzen Konstrukt auch keine Träne nach,wenn es denn mal kollabiert. Es passt nicht mehr in die Zeit. Doch schaut man mal in die Zeiten vor Gründung des Verbandes, vor dem Boom des Taubensportes ab den 1950er Jahren dann erkennt man,dass auch dort schon organisierter Taubensport möglich war. Und auch ohne einen "Verband deutscher Brieftaubenzüchter" wird Taubensport möglich sein. Da bin ich mir sehr sicher.Man muss nur mal über den Tellerrand des Gewohnten hinausblicken. Deswegen bin ich auch gar nicht bange vor der RV Versammlung am 11.11. Nimmt man mich NICHT auf dann werde ich schon meinen Weg finden, mein Hobby erfüllend weiter zu betreiben. Ein Standbein ist sicherlich das Derby,wenn es weiterhin so gut angenommen wird,aber auch mit Alttauben wird es eine Möglichkeit geben,Wege neu zu beschreiten. Man muss es nur wollen.

30.10.2017: 192 Startplätze sind vergeben und es kommen noch einige Anmeldungen rein. Da wird einigen Züchtern nur noch der Platz auf der Nachrückerliste bleiben. Schade,aber die Satzzahlbegrenzung gibt es ja nicht ohne Grund.
Gestern habe ich mir mal Zeit genommen, die verbliebenen Tauben schon mal in Ruhe durchgeguckt und die rausgenommen,die ich nicht mit über den Winter nehmen will.  Bei der Entscheidung,ob man eine Taube mitnimmt oder nicht,hilft es ungemein,sich auch bei Jungen laufend Notizen zu machen die man dann auswerten kann. Ankunftszeiten,wer bummelt gerne,wer geht immer schlecht rein,wer ist generell flugfaul,wer ist schon mehrfach gemeldet worden,wer hechelt am meisten nach dem Freiflug,wer ist ein gieriger Fresser,wer ist wilder als die Anderen usw usw., wenn eine dort schon mehrfach negativ auffällt,dann ist das schon ein Zeichen. Dann kommt noch zumindest bei mir auch die Handbeurteilung dazu. Ich möchte keine Taube haben,die mir absolut in der Hand nicht gefällt und auch nicht die Merkmale hat,die ich haben bzw an einer Taube sehen will.Ich bilde mir zwar nicht ein,dass ich eine gute Taube(im Sinne von intelligent) in der Hand erkennen kann aber ich weiß zumindest ,was ich sehen/fühlen will. Jetzt wird es wieder Leute geben, die sagen, dass auch eine Taube mit Mängeln gut fliegen kann aber 1.) ist es dann wohl nur EIN Mangel,den diese Taube hat(und meist nicht mal ein deutlicher Mangel) und 2.) sind Tauben mit deutlichen körperlichen Mängeln,die gut fliegen, absolute Ausnahmen.Ich jedenfalls habe noch nie eine wirklich gute Taube in der Hand gehabt,die nicht auch körperlich das hatte,was ich sehen will. Und ich suche ja auch nicht die 1:1000 Ausnahmen,ich suche einen möglichst homogenen Taubentyp,dem ich Vertrauen entgegenbringe. Alles andere bringt gar nichts.Irgendwelche Wackelkandidaten,ewige Bummelanten,wilde Biester oder halbe Amseln mit ins nächste Jahr zu nehmen,belastet nur Schlag,Mannschaft,Geldbeutel und Nerven. Da sollte man sich frühzeitig von trennen. Man hat nur Vorteile dadurch. Natürlich können auch die,welche jetzt über sind, dumm wie Brot sein und schlechte Flieger,in den Kopf kann man ja nicht reingucken.Aber ich glaube,den gröbsten Verschnitt habe ich jetzt schon entfernt.
Übrig geblieben sind 22 Vögel und 31 Weibchen( und es sind immer noch zu viele Tauben),womit sich auch mein Plan für nächstes Jahr geändert hat. Da ich noch einige Vögel an einen befreundeten Züchter abgeben werde,der sie umgewöhnen will,werde ich im nächsten Jahr nur mit Weibchen reisen. Baulich und zeitlich ist einfach nur eine Partie möglich. Und Weiber haben ja auch,gerade als Jährige,die Vorteile,die ich schon öfter hier angesprochen habe. So schnell können Pläne kippen.....

29.10.2017: Ach,war das gestern wieder schön in Kassel. Das ist für mich immer Gelegenheit,mal wieder diejenigen zu treffen,die man sonst so selten oder gar nicht sieht,vielleicht nur aus dem Internet kennt. Es war wie lustig,spannend,lehrreich und viele neue Gesichter waren vor Ort am Stand von pigeonface. Und obwohl ja gestern erst der Start der Anmeldefrist war bin ich schon so gut wie ausgebucht für 2018. 43 Züchter mit 170 bezahlten Tauben.Toll!!!
Und wieder musste ich feststellen,wie weit doch die Kreise sind,die dieses Rennen gezogen hat. Wenn ich mal durch die Hallen ging wurde ich dauernd angesprochen: "hey,du bist doch der von youtube mit diesem Rennen da..." und auch am Stand von pigeonface kamen etliche Sportfreunde auf mich zu,die ich bis dahin nie gesehen habe und haben mich auf das Derby angesprochen.Ich muss ganz ehrlich sein: mit so viel überwiegend positiver Resonanz habe ich nicht gerechnet. Da bin ich platt. Ich durfte auch einiges Interessantes über die Handbeurteilung von Weitstreckentauben vom Züchter Wilfried Czarbon lernen.Und das Highlight war natürlich das erste persönliche Treffen mit Dirk deBeer. Ein Mann,dem sein Geld nicht zu Kopf gestiegen ist und mit dem ich jederzeit gemeinsam auf einem Fischkutter rausfahren würde. Zudem noch eher ein bescheidener Typ der sachten Töne,trotzdem irgendwie kernig. Toller Mann. Und das sage ich,der neuen Menschen eigentlich erst einmal abwartend gegenüber steht.Und die netten,informativen und fröhlichen Gespräche mit Manfred Meyerholz, den Gebr.Wirz, Fredi Steckel, Uwe Heeschen,Mirko Werner,Karsten Stappert,Daniel Wiegand,Markus Winter, Vater und Sohn Stumme(halt die Taube fest!!!) Kai-Uwe Renner usw usw usw nicht zu vergessen. Ein rundum gelungener,schöner,toller Tag....den konnte selbst die Heimfahrt mit 2 Vollsperrungen,wo die eine Umleitungsstrecke an einer weiteren Vollsperrung endete (Brainfuck!!),im Dauerregen mit 5 Stunden nicht mehr kaputtmachen:-) DANKE an alle Sportfreunde für diesen schönen Tag in Kassel!!!

27.10.2017: Da komme ich gestern Nachmittag zum Schlag und wer sitzt da im Sputnik? Die 309 vom Fredi Steckel.Hat mich sehr gefreut,dass wieder eine nach Hause gefunden hat. Auch dieser Taube sieht man an,dass sie ein paar Wochen draußen war,auch diese Taube ist dafür aber in einem erstaunlich guten Zustand.Toll!:-)
Nicht so toll ist,dass mein guter Kumpel Thomas Mauer, an dessen Stand 294 in Halle 2 ich die Tauben ausgeben wollte,die versteigert wurden, plötzlich einen schweren Bandscheibenvorfall bekommen hat und nun nicht nach Kassel kommen kann. Der Stand ist also verwaist. Thomas möchte jedoch mit der Messeleitung absprechen,dass ich trotzdem dort Tauben ausgeben und Anmeldungen für 2018 verteilen kann. Falls das nicht klappt,werde ich meine Zelte eben schräg gegenüber beim Stand von Pigeonface aufbauen. Von hier aus eine herzliches Dankeschön dafür an Andy Collin!
Ja,ist schon blöd,wenn der Körper einen so im Stich lässt. Thomas,auch von hier aus noch einmal gute Besserung,dass du bald wieder auf den Beinen stehst!!!

26.10.2017: Gestern Abend hatte ich einen lustigen Anruf. Da ruft einer an und möchte seinen ganzen Taubenverein anmelden,weil die Jungs bei meinem Rennen ihre Vereinsmeisterschaft ausfliegen wollen. Das fand ich eine ganz kuriose aber schöne Idee. Natürlich müssen auch diese Sportfreunde wie jeder andere je eine Anmeldung ausfüllen und ab dem 28.10. zuschicken oder abgeben.Gleiches Recht für alle, ob nun Verein oder Einzelperson,ob Spitzenzüchter oder Preislieferant.Würde ich Reservierungen annehmen oder Extra-Brötchen schmieren wäre das ja unfair allen anderen Teilnehmern gegenüber. Und wenn die Bude voll ist,dann ist die Bude eben voll und alle die zu spät kommen mahlen...gar nicht.
Aber ich bin immer wieder erstaunt,wer alles von diesem Rennen weiß,wer alles schon das letzte Rennen intensiv verfolgt hat und wie die Leute davon erfahren haben. Das Rennen scheint doch größere Kreise gezogen zu haben,als ich das vermutet hätte.Sogar aus Norwegen und Dänemark wollen Leute teilnehmen.
In jedem Fall bleibt wieder die Erkenntnis ,dass es wohl nicht so schlecht ist sich frühzeitig anzumelden, wenn man sicher teilnehmen will.......

25.10.2017: Oh verflucht.Aua. Ich war gestern bei meinen Angelkumpels vom Team Müritzfischer eingeladen zum Preisgeld "aufteilen". So richtig schön mit Essen und Trinken. Ja, Trinken, Vieeel Trinken.Und das mitten in der Woche. Ich werde zu alt für so einen Mist.Oh Mann.Aua. Sind ja lustige Burschen aber seit ich nicht mehr beim Bund bin kann ich da nicht mehr mithalten. Aua.Na jedenfalls haben wir mit 4 Mann das Preisgeld von insgesamt knapp 500€ "gekillt".Hey Wirt,noch ne Runde! Ich glaube,ich schließe die von der Teilnahme 2018 aus.Wenn die wieder was gewinnen,das halte ich nicht aus.....haben ja alles richtig gemacht.Jeder 70€ eingesetzt,haben sich von der SG Stumme Tauben fürs Team liefern lassen und damit 575€ plus Teilnahmegutschein 2 Tauben 2018 plus Jungtaubengutscheine deBeer, Heinz Josef Radtke und Stefan Wutzmann errungen,die auch gleich wieder für Junge fürs Rennen eingesetzt werden sollen. So bekommt man ja auch irgendwie zumindest Interesse bei Außenstehenden geweckt und auch gehalten. Tauben will sich von den Dreien aber vorerst doch keiner anschaffen. Naja, zwei arbeiten im 3 Schicht System hier im Sägewerk und einer wohnt wie ich in einer Reihenhaussiedlung. Das wird dann schon schwierig.Aber da bleibe ich am Ball weil ich ja jetzt einen Fuß in der Tür habe. Auch wenn ich langfristig dann wohl eine Leberzirrhose bekomme. Jetzt erstmal ne Bloody Mary. OHNE Wodka. Oh Mann.....aua.

24.10.2017: Wenn ich mal so zusammenzähle,wer mir alles in Kassel eine Anmeldung in die Hand drücken will und wer sich jetzt schon alles gemeldet hat im Sinne von "wage es bloß nicht die Ausschreibung zu beenden bevor ich meine Anmeldung nicht abgegeben habe",dann glaube ich,dass die Ausschreibungsfrist in diesem Jahr extrem kurz sein wird. Wäre ja schön. Und natürlich wieder ein super Lob an das Konzept dieses Derbys.Vielleicht muss ich tatsächlich schon am Wochenende die Startplätze verlosen, wenn es zu viele Anmeldungen sind.Oder anbauen :-).Na,schauen wir erstmal,wird ja alles halb so heiß gegessen,wie es gekocht wird. Besonders interessant und natürlich gut finde ich Teilnehmer aus 2017, die NICHT irgendwelche Preisgelder kassiert haben und TROTZDEM sofort wieder eine Anmeldung für 2018 ausfüllen. Was motiviert diese Menschen? Eigentlich müssten sie doch enttäuscht sein vom Heidederby 2017,weil sie da Geld reingesteckt,aber eben nicht rausbekommen haben. Ich denke mal,diese Anmeldungen muss man sogar noch höher achten,da die Motivationslage eine ganz andere sein muss als die Hoffnung auf Preisgelder. Vielleicht ist das ja meine Ausrichtung für die Zukunft: ein eigenes kleines Derby unter Freunden und nebenbei einige Zuchtpaare,um mit der Nachzucht ebenfalls an Derbys teilzunehmen.Vorstellen könnte ich mir das gut. Aber so man mich denn am 11.11.wieder in die RV aufnimmt werde ich  2018 noch einmal im RV Programm starten. Da gibt es zwar Vieles,was mich immer noch stört,aber irgendwie ist Altreise dann doch noch mal so ein Jucken im Hinterkopf,das befriedigt werden will.Taubenzüchter:alle wahnsinnig.....
Eine andere Alternative wäre das Anmelden in der Nachbar RV,das Mitschicken zu Trainingszwecken und dann das Beschicken der hier durch den WSC NordOst angebotenen Weitstreckenflüge. Da wären dann Flüge wie Langgres (ca.700KM), Paris (ca.780 KM) und natürlich London (ca. 800 KM) die mich stark interessieren würden. Über kurz oder lang MUSS man als relativ junger Züchter hier oben sich aber Gedanken über die Alternativen machen,denn das RV Spiel in der derzeitigen Form wird in kurzer Zeit nicht mehr vorhanden sein.
Derzeit favorisiere ich die Variante mit eigenem OLR und einigen Zuchtpaaren,aber Tagesweitstrecke,ja,das würde mich auch nochmal reizen. Was nichts für mich wäre,wären so Flüge wie Marseilles oder Barcelona,Pau usw. Würde ich in den Weitstreckenhochburgen Deutschlands wohnen,dann ja,aber hier oben im Norden sind das doch eher Flüge mit Idealwert ohne sportliche Chancen.

23.10.2017: War das gestern wieder schön bei der SG Stumme.Vorbildliche Sportfreunde.Wenn man nur nicht immer so weit verstreut wohnen würde.Aber Internet sei Dank ist das Kontakt halten ja nicht mehr so schwer. Und ich freue mich schon auf Kassel,wenn viele Sportfreunde zusammenkommen.Das wird ein schöner Tag werden! Bin wohl meist am Stand 294 in Halle 2 zu finden.
Die Auktion verlief nicht ganz so gut wie ich das gewollt hätte,aber letztlich sind doch viele Tauben an den Mann gekommen. Das freut mich dann doch sehr für die Züchter. Was nicht so schön ist, ist,dass ein paar Leute auf ihre eigenen Tauben geboten haben,vermutlich weil eine Auktion mit Gebot interessanter ist als eine ohne Gebot,und dann auf dem Gebot sitzen geblieben sind. Dieses Verhalten mag ich absolut nicht. Und damit haben die Züchter, so verständlich ihr Handeln vielleicht auch sein mag,die Chance verspielt,am Heidederby 2018 teilzunehmen. Als Verkäufer bei der Taubenauktion habe ich eine Reputation zu verlieren und wenn ich "Scheinbieter" in meinen Auktionen straffrei toleriere,mache ich mich da selbst unglaubwürdig. Es muss immer ehrlich,fair und offen sein,was ich tue, und da wäre ein Tolerieren von Scheingeboten die falsche Aussage. Und in solchen Punkten bin und bleibe ich dann auch hart.
Zu etwas Positiverem: am Freitag habe ich erfahren,dass einer der bekanntesten deutschen Spitzenschläge mein Derby 2018 nicht nur wieder unterstützen sondern selbst mit einer Mannschaft teilnehmen will. Da ich diesen Züchter auch menschlich sehr schätze,ohne ihm je persönlich begegnet zu sein, freut mich das natürlich umso mehr. Und als einer der Züchter,die viel mehr im Rampenlicht stehen als so kleine "Krauter" im Taubensport wie ich z.B. ist es natülich auch ein Zeichen von Rückgrat und Mut, Tauben zu einem OLR zu geben. Wenn die nämlich abstinken(was auch bei einem Spitzenzüchter vorkommen kann...) dann wird es wohl nicht Wenige geben,die das genüsslich breittreten werden um die Reputation des Züchters in Frage zu stellen. Von daher Hut ab vor dieser Entscheidung und ein großes Dankeschön das mein Konzept die Zustimmung dieses Mannes findet. Ich fühle mich sehr geehrt.

21.10.2017: Morgen bringe ich den Anhänger zurück zu Vater und Sohn Stumme nach Hamelspringe bei Bad Münder. Da freue ich mich schon wieder drauf,diese beiden symphatischen Sportfreunde wiederzusehen.Tolle Menschen,der Vater ist echt positiv bekloppt! Bei der Gelegenheit werde ich den 857 (12.As-Taube) wieder mit zu mir nach Hause nehmen. Der Michael hatte den unbedingt am Flugtag zurücknehmen wollen (ist ja von ihm gezogen worden),weil er der Meinung war,das das ein Weibchen ist. Und ich sag noch: ich kenn den seit Monaten,sag ich,dat is n Vogel,aber nööööö....auf mich hört ja keiner.Jetzt kommt er wieder nach Hause. Aber Micha hat ja noch sein Startgebot auf die 1.As-Täubin am Laufen,vielleicht bekommt er ja doch noch ein gutes Weibchen :-).
Apropos Gebot: Morgen ab 19 Uhr läuft die Auktion mit den Tauben vom Heidederby bei www.pigeon-auction.de aus. Bislang läuft es eher schleppend,ich hätte die Bande doch mal alle fotografieren sollen,trotz Mauser,mit Bild ist doch besser. Wieder was gelernt für nächstes Jahr. Aber da mir verschiedentlich schon zugetragen wurde,dass die meisten Leuten erst kurz vor Schluß anfangen zu bieten, habe ich ja noch Hoffnung,das die Tauben einen Abnehmer finden. Verdient hätten sie es und für die Züchter ist es eine Möglichkeit zumindest das Satzgeld für diese Taube wieder rauszuholen. Allerdings muss ich auch mal ganz ehrlich sein und sagen ,das es mir bei einigen Tauben gar nicht Leid tun würde,wenn sie NICHT verkauft würden und bei mir bleiben "müssten". Einige habe ich ja schon selber gekauft (zusätzlich zu denen,die eh bei mir bleiben) aber ich kann ja nicht ALLE kaufen,die ich toll finde. So reich bin ich dann auch nicht. Aber einige sind noch ohne Gebot wo ich denke: "ach,ihr wollt nicht? Ok,gut für mich! Haha."

20.10.2017: Obwohl ich angegeben habe,dass die Ausschreibung am 28.10.losgeht,sind schon die ersten Anmeldungen eingetrudelt. Das spricht natürlich einerseits für mein Derby wenn die Leute sich möglichst schnell einen Platz sichern wollen aber andererseits nervt es auch ein bischen wenn man sich nicht an die Spielregeln hält oder sie gar nicht erst durchliest.....ich werde es nun so machen,dass ich,wenn ich von Kassel zurück bin, alle Anmeldungen,die ich dort bekommen habe und die am Abend in meinem Mailfach sind, sichte. Sollte das Limit von 200 Tauben da schon erreicht sein (was ich nicht glaube),dann wird eben gelost. Bei pigeonface wurde das Anmeldeformular mittlerweile über 60 Mal heruntergeladen und wenn man das mal hochrechnet,ist das Interesse wohl sehr groß und die Startplätze schnell weg.Für mich persönlich wäre das ein  sehr gutes Zeichen wenn die Plätze schnell vergeben sind. Ausserdem kann man dann sehr gut planen. Aber warten wir erstmal Kassel ab. Die ersten Preisgelder wurden auch schon ausgezahlt,bei Anderen warte ich noch,bis die Auktionen ausgelaufen sind. Und wenn am Sonntag Abend dann alles vorbei ist in der Internet-Auktion,werden die nicht verkauften Tauben in den anderen Schlag gesetzt,wo jetzt schon die künftigen Reisetauben sitzen. Tja,und wenn dann Kassel durch ist,dann ist hier auch ertmal ein paar Monate Stille und Ruhe. Das habe ich mir aber auch verdient:-). Los geht es dann wieder so Anfang/Mitte Februar mit der Anpaarung der dann jährigen Reisetauben. Aber vorher muss erstmal der künftige Reiseschlag errichtet werden,nebst neuer Voliere für den Derby-Schlag nebst Weibchenabteil(das wird wahrscheinlich ein Baumarkt-Häuschen). Also wenn ich es mir so recht überlege: doch nicht so viel mit Ruhe und Stille hier*lach*. Aber irgendwas muss man ja gegen die Winterträgheit machen.....

18.10.2017: Gestern habe ich die Homepage schon mal auf 2018 umgestellt. Die Preisflüge 2017 habe ich noch dringelassen damit man da ab und an nochmal gucken kann. Die werde ich zum Anfang des Jahres 2018 entfernen. Die neuen Regularien,die sich im Gegensatz zu 2017 leicht geändert haben,habe ich in die entsprechenden Tabs eingefügt. Die Anmeldefrist für das Heidederby 2018 läuft ab dem 28.10.2017! Die Ausschreibung dafür ist hier auf der HP zu finden. Die Änderungen nun als kurzer Überblick
- 5 anstatt 4 Preisflüge (zwischen dem 130er und dem 200er wurde noch ein 170er eingefügt)
- dadurch etwas früherer Beginn der Traings-und Preisflüge
- 20€ Versorgungspauschale pro Team,da ich in 2018 auch noch Alttauben zu versorgen habe und deren Reisekosten bezahlen muss. Ich denke aber,20€ für bis zu 5 Tauben über 5 Monate ist nicht zu viel verlangt. Auch da zahl ich noch drauf und mache keinen Gewinn.
-leichte Änderungen bei den Preisgeldern.7.bis 10. As-Taube 50€ weniger,dafür bei bester Gesamtleistung und bester bunter Taube je 100€ mehr Preisgeld. Dadurch,dass wir 5 anstatt 4 Preisflüge haben und ich die 1000€-Grenze nicht übersteigen will,bekommt der 2. Platz pro Flug 60€(2017:75€) und der 3. Platz 40€ (2017:50€).Die schnellste 2er Serie pro Flug entfällt(25€). Die somit "eingesparten" 50€ aus 4 Flügen (=200€) bilden dann das Preisgeld für die ersten 3 Tauben des 5. Fluges.
- Startgebühren sind 2 Wochen nach Anmeldung zu bezahlen.Leider war es im letzten Jahr so,dass doch einige Züchter dann  sehr kurzfristig noch abgesagt haben,das soll damit vermieden werden. Falls tatsächlich ein unvorhersehbares Ereignis die Teilnahme verhindert, können die Satzgelder natürlich erstattet werden.
- Tippspiel entfällt,die Resonanz darauf war einfach zu schwach.
- beim KO-Pokal müssen,damit er stattfindet, mindestens 20 Teilnehmer gemeldet sein (2017: 16 Teilnehmer),da wir eine Runde mehr haben (Achtelfinale).
- Nach dem Rennen gibt es nur noch 2 Optionen: zurückholen oder zum Verkauf/zur Versteigerung freigeben. Nicht verkaufte Tauben bleiben wieder bei mir.

Das sind die Änderungen,die ich mir aus den Erfahrungen des 1.Derbys überlegt habe. Auch für mich ist das ja ein ständiger Lernprozess.

17.10.2017: Die Tauben,die verkauft werden sollen, stehen nun in der Auktion. Die Resonanz ist leider noch sehr bescheiden,denn es sind einfach vor Kassel zu viele Tauben im Angebot. Das ist sehr schade,denn dann schlagen sich viele Tauben, nicht nur die vom Heidederby,unter Wert ,weil sie einfach in der Masse untergehen. Und vielfach hat man auch, wie ich sie nenne, diese "Blender"-Auktionen am Start. Hochglanzfotos,die bearbeitet sind bis zum Gehtnichtmehr,die Tauben durch eine Schablone gepresst,alle sehen irgendwie gleich aus....und wenn man dann in die Abstammung guckt,ist das dann eine Taube,wo die 5 Generationen vorher auch nur Volierentauben sind. Reine Vermehrungstauben auf eine bestimmte "Linie" oder gar nur auf einen bestimmten "(Tauben)Namen". Wenn aber diese Taube,auf die es angeblich eine Linienzucht sein soll,nicht mal mehr am äußersten rechten Rand der Abstammung auftaucht,naja....und geleistet haben diese Tauben ja auch nichts. Das sieht natürlich bei den Derbytauben schon anders aus. Allein,dass alle, die jetzt noch da sind, diesen schweren 2. Flug überstanden haben,ist schon eine Aussage.Doof können die NICHT sein.
Aber was soll´s,wenn sie nicht verkauft werden,bleiben sie eben bei mir und können den ganzen Winter über zeigen,ob sie nächstes Jahr in die Reisemannschaft dürfen oder auch nicht. Die Auslese über den Winter wird jedenfalls recht konsequent sein. Alles,was dauerhaft oder immer mal wieder schnieft,kommt weg. Alles,was ohne triftige Begründung(langes Ausbleiben z.B.) Mauserschäden hat oder Federn stehen lässt,kommt weg. Einmal im Monat wird bei allen Tauben ein Handbeurteilung gemacht und wer sich da nicht wunschgemäß entwickelt,kommt weg. Klar ist die Möglichkeit vorhanden,dort auch mal eine potentiell gute Taube auszusortieren,aber ich möchte nur Tauben auf die Reise nehmen,denen ich zu 100% vertraue und keine Wackelkandidaten. Und selbst bei denen,die immer gesund sind,super Gefieder haben,körperlich top sind, sind immer noch viel zu viele dabei,die einfach keine guten Reisetauben werden. Aber je weniger Tauben man mit sich rumschleppt,desto schöner,günstiger und entspannter ist der Taubensport doch.
Am Sonntag ,als wir gerade mit Christian Niemann sowie Vater und Sohn Kanitz im Garten standen,da kamen noch 2 Tauben angeflogen. Eine war die rote 376 von Günter Meinecke vom Vortag,der fehlten dann schon ein paar Federn im Hinterflügel. Und dann segelte noch eine Taube heran. Und was soll ich sagen: es war die Indigo 238 vom Thomas Mauer,die noch vom 2. Flug fehlte. Eine der Tauben,die ich als Indikatortauben ja immer besonders im Blick hatte. Zerschlissen,mager,aber sonst topfit. Wieder mal ein Beispiel für die Richtigkeit des von mir praktizierten Rumlungernlassens.Die hat sich 16 Tage durchgeschlagen. Ich habe mich so gefreut,dass ich tatsächlich ein kleines Freudentänzchen aufgeführt habe. Claus, Günter und Christian denken bestimmt spätestens seit dem Zeitpunkt,dass ich so richtig einen an der Waffel habe :-).Aber egal,das Täubchen hat sich meinen Respekt mehr als erarbeitet!

14.10.2017: Heute um 09:30 Uhr habe ich die Tauben gestartet und wie ich nachmittags erfahren habe,ist um diese Zeit auch mein Vater endgültig eingeschlafen. Ruhe in Frieden, Papa, ich habe dich sehr sehr lieb! Ich weiß,dass du jetzt befreit bist von all dem Schmerz und dem Leid aber es tut trotzdem verdammt weh!!!!
Doch der Flug war,wenn auch anspruchvoll,letztlich eine glatte Sache und die Sportfreunde im Garten haben mir den Tag doch noch schön gemacht. Ich möchte daher auch an alle Teilnehmer,Besucher und Helfer ein sehr großes Dankeschön aussprechen. Ohne euch wäre das alles nur halb so schön und auch viel anstrengender für mich gewesen. Danke für eine schöne Zeit und all den Zuspruch von eurer Seite. Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen,eure Tauben bei mir zu haben!!! Und auch ein spezielles Dankeschön an dieser Stelle,auch wenn er das nicht hören will,an meinen guten Kumpel Dieter Schikora. Ohne dich, Dieter,wäre es manchmal ganz schön haarig gewesen,du alter Brummbär! :-) DANKE!!!

11.10.2017: Seit Vorgestern liegt mein Vater im Wachkoma.Heute Morgen musste ich entscheiden,dass die lebenserhaltenden Maßnahmen bei meinem Vater gemäß seiner Patientenverfügung beendet werden. Ist kein gutes Gefühl,die Entscheidung zu treffen,den eigenen Vater sterben zu lassen.Man möge mir daher verzeihen,dass ich bis auf Weiteres hier nichts schreiben werde. Zum kommenden Wochenende ist alles gesagt und ich würde mich freuen,wenn ich einige Teilnehmer und Zuschauer noch am Samstag oder auch am Sonntag ab 12 Uhr zum Taubenverkauf am Schlag sehen würde. In diesem Sinne Gut Flug allen Teilnehmern fürs Wochenende.

09.10.2017: Gestern Abend fiel mir im Schlag eine Taube auf,die irgendwie linkisch rumsaß. Die hatte der Greifvogel in der Mangel,ein sauberes,rundes Loch in der Brust.Da hat er sie wohl (zum Glück) nur mit einer Kralle erwischt. Ist schon ein Kreuz mit den Greifern. Gestern Abend bei der Kontrolle saß dann auf einmal auch noch die CH-992 von der SG Wirz von letzter Woche wieder im Schlag,hat mich sehr gefreut. Die ist aber echt ziemlich runter,noch nicht halbtot,aber doch sehr mager. Die muss sich erstmal erholen.Glaube nicht,dass sie am WE mit kann. Heute ist der letzte der vier Jährigen Tauben von letzter Woche noch angekommen. Und so kommt jetzt jeden Tag irgendwie eine Taube nach Hause,was mich im Übrigen sehr freut. Der letzte Fehlende von gestern saß übrigens wie im Forum schon von mir erwartet heute Morgen mit einem verschämten Grinsen auf dem Ausflug. Das ist auch so ein Hallodri. Vom 2. Preisflug kam er am Sonntag Nachmittag quietschfidel an und vom 1.Preisflug irgendwann am Abend.So einen kannst du nicht mit über den Winter nehmen,notorischer Bummelant. Das hat keinen Wert,darauf zu hoffen,dass sich da noch mal was ändert.
Aufgrund des sehr guten Fluges,der keine Kräfte gekostet hat und des angekündigt guten Wetters zum Wochenende habe ich mich entschlossen,doch nochmal auf 210-250 KM zu fahren. Definitiv entscheide ich das,wenn ich ins Auto steige.Sind ja auch nur 40 KM Differenz.Aber das haben auch schon mehrere Züchter als Wunsch geäußert und ich denke,dass kann man auch so machen. Bleibt nur zu hoffen,dass die Greifer dann nicht allzu sehr reinschlagen,denn gutes Wetter für die Tauben ist ja auch gutes Wetter für die Luftwaffe......

08.10.2017: Das war heute mal ein schöner,glatter Flug und Balsam nach dem verkorksten letzten Wochenende. Morgens eingesetzt, eineinhalb Stunden zum Auflassplatz gefahren,kurz gewartet (ca.10 Minuten) und dann die Tauben gestartet. Knapp 2 Stunden zurückgefahren inklusive Frühstück an der Tanke holen,Zu Hause angekommen, Tauben im Schlag. Wunderbar. Manche werden jetzt sagen: oha, ein besserer Trainingsflug. Diesen Leuten kann ich nur eins entgegenhalten: die Tauben haben letzte Woche genug gekämpft und bewiesen,dass sie es können,das Kämpfen,dann haben sie sich heute auch mal einen leichten Motivationsflug für das Selbstbewusstsein verdient. Jawohl,so ist das. Beim Auflass trennte sich eine Gruppe von ca. 20 Tauben ab und zog schon los,während die Anderen noch ein wenig kreisten.Aber nicht lange. Trotzdem ist zwischen der 19.und 20.Taube ein Loch von etwa 5 Minuten. Ob das nun tatsächlich die Vorausgruppe war oder ob irgendeine Störung am Schlag war,dass die anderen Tauben einfach später gelandet sind,dass weiß ich natürlich nicht.Es war ja keiner im Garten zum Aufpassen. Wie auch immer,bis kurz vor 12 Uhr waren von 101 eingesetzten 94 Tauben auf der Uhr. Ich bin rundum zufrieden ,es war ein toller Flug bei bestem Taubenwetter (gestern noch Schietwetter),die Tauben haben keine Substanz verloren.sie haben Selbstvertrauen (wieder)gewonnen,alles ist gut! Sportlich, ja gut,wer als Erster rüberläuft halt.Aber das war wichtig im Hinblick auf den Endflug am nächsten WE,dass es heute so richtig schön glatt läuft. In diesem Sinne alles richtig gemacht.Puh!

07.10.2017: Wenn man sich den Tag heute ansieht,dann mag man kaum glauben,dass Morgen ein vernünftiger Flug möglich sein soll.Heute war nur gutes Angelwetter, 4 Karpfen,nicht schlecht.Aber es soll ja deutlich besser werden mit viel Sonne und leichter Bewölkung. Schauen wir mal. Sind ja auch nur knapp 100 KM.
Heute ist noch die 94 von Klaus Brückmann wiedergekommen. Auch dieser Taube  sieht man an,dass sie eine Woche draußen war und auch diese Taube ist dafür noch erstaunlich gut beisammen. Finde ich immer wieder gut,wenn Tauben nach Tagen augenscheinlich fit nach Hause kommen.

06.10.2017: Heute komme ich gegen 09 Uhr zum Schlag,sitzt da doch tatsächlich noch eine Taube vor dem Ausflug! Bei Sturmböen und starkem Regen! Respekt vor diesem Täubchen, die 354 von Steffen Apel. Man sieht ihr an,dass sie nun eine Woche draußen war,aber der Allgemeinzustand ist doch überraschend gut. Das freut mich dann natürlich immer,wenn ich sehe,dass das "Rumlungern lassen" den (meisten) Tauben hilft,sich in der freien Natur durchzuschlagen. Vielleicht hat sie aber auch ein Getreidesilo gefunden,an dem sie pausiert hat. Und dann springt nach einer Woche die Orientierung wieder an und auch Sturm und Regen können sie nicht vom Heimflug abhalten.Das hat mich wirklich sehr gefreut heute Morgen. Toll! :-)

05.10.2017: Leider ist die Taube,die ich am 03.10. aus der Nähe von Stade abgeholt habe,heute Nacht verstorben. Da war die Auszehrung schon zu groß und die inneren Organe angegriffen. Schade.
Das Wetter macht mir derzeit echte Sorgen. Im Vorfeld der Planung dieses Derbys habe ich ja die fast immer vorhandene ruhige und schöne Wetterperiode Ende Spetember/Anfang Oktober mit eingerechnet,aber dieses Jahr ist es ja nun ein totaler Murks mit dem Wetter. Heute sogar der erste Orkan des Jahres mit zeitweisem Starkregen! Den 3. Flug habe ich jetzt schon auf Sonntag geschoben und vielleicht wird es auch erst am Montag was. Das wiederum wäre unproblematisch,so der verkürzte Flug denn glatt läuft,denn am darauffolgenden Samstag ist der letzte Flug ja auch nur von 130-170 KM. Die Erholungsphase nach einem 100KM Flug ist dann immer noch lang genug. Ein Kommentar im GB regte an, das Programm so zu lassen,wie es ist,da auch beim As-Tauben-Derby vom Günter Meinecke am Ende auf dem 300 KM Flug nur 75 Tauben gestezt wurden und es eine glatte Sache war. Das waren aber auch andere Voraussetzungen. Es waren 75 austrainierte Tauben die vorher schon mehrere glatte Flüge überstanden hatten. Hier bei mir haben wir jetzt Tauben, die teils mehrere Tage unterwegs waren. Diese dann gleich auf 250 KM zu schicken,halte ich nicht für zielführend. Man muss auch immer an das Tier denken und ich meine,die Tauben hatten am letzten WE Strapazen genug. So bleibe ich denn beim verkürzten Restprogramm. Ich denke,dass ist einfach tiergerechter,auch wenn mancher Sportfreund die Leistungen auf kürzeren Flügen nicht anerkennt. Ebenfalls im GB wurde angemerkt,dass die Tauben der Weitstreckenspieler ja fast alle da wären und das man also für OLR Weitstreckenblut in den Tauben braucht. Das ist grundsätzlich auch gar nicht verkehrt,wenn ein Flug mal hart wird, spiegelt aber hier leider auch  NICHT die Realität wider,denn die Weitstreckenspieler,die mir Tauben gebracht haben (Junghans,Görlich,Bartels),die haben diese Tauben aus Linien gezogen,die sie sich extra für OLR angeschafft haben und NICHT aus ihren Weitstreckenlinien.Das weiß ich,weil ich dort explizit nachgefragt hatte,als sie mir die Tauben angeliefert haben,da mich das auch interessierte. Das also die Tauben dieser Sportfreunde mit Masse wiedergekommen sind,hat nichts damit zu tun,dass dort echtes Weitstreckenblut drin ist.Das sind eher Tauben der Linie Euro/Goudhaantje usw.
Grundsätzlich aber freut es mich sehr,das auch Züchter bzw. sogar Nicht-Züchter,die gar keine Tauben bei mir am Start haben,dieses Rennen so aufmerksam verfolgen und sich auch mit Kommentaren beteiligen.Das zeigt mir,dass das Konzept des Derbys zumindest Interesse weckt und Aufmerksamkeit erzeugt. Und so was freut mich immer sehr.

04.10.2017: Heute ist noch der 1324 vom Team Matador nach Hause gekommen. Kaputt zwar,aber lange nicht so fertig wie die Taube,die ich gestern abgeholt habe.Die übrigens hat die Nacht zwar überlebt,sieht aber immer noch gar nicht gut aus.Ich glaube derzeit nicht,dass ich sie durchbekomme.Aber immer optimistisch bleiben. Eine wurde heute nur 30 KM von hier entfernt bei einem Taubenzüchter gemeldet,die hole ich morgen ab. Die läuft da schon seit Samstag rum und wird gefüttert und heute ist sie dann auch eingesprungen. Und da sieht man mal wieder,wie unterschiedlich sich die Tauben verhalten. Sie alle hatten ja,wie ihr in den Videos gesehen habt,immer alle Freiheiten,durften picken und suchen und so für den Fall lernen,der ja nun eingetreten ist,dass sie mal ein bis ein paar Tage draußen überleben müssen. Während die eine das ohne größere Probleme schafft fliegt sich die Andere,ja,man kann es so sagen, tot und die Dritte lungert nahe vor zu Hause vor einem Taubenschlag rum,den sie wohl zufällig aus der Luft gesehen hat,bis sie es nicht mehr aushält und einspringt. 3 Tauben, 3 völlig verschiedene Verhaltensmuster. Und das obwohl eine Taube doch als Schwarmtier durch das konditioniert wird,was sie im Schwarm in der Jugend lernt.Das zeigt mir mal wieder,dass wir viel individueller auf unsere Tauben eingehen müssten,um auch jedem Tier und seinen Eigenarten gerecht zu werden. Doch in den Zeiten völlig überzogener Bestände verliert man allzu leicht aus den Augen,dass das alles Einzelcharaktere sind und keine Massenware. Auch schon als Jungtiere.

03.10.2017: Heute wurde eine Taube von Nicht-Taubenzüchtern gemeldet. Natürlich bin ich dort sofort hingefahren und habe das Tierchen abgeholt. Aber ob diese Taube die Nacht übersteht,ist doch mehr als fraglich. Haut und Knochen. Vollkommen runter. Aber das war mir schon klar ,als die Leute am Telefon gesagt haben :" die ist aber sehr zahm,lässt sich einfach so anfassen." Das heißt dann,dass die normalen Fluchtreflexe schon gar nicht mehr funktionieren. Und das wiederrum heißt,dass diese Taube so ziemlich am Ende ist. Da bin ich dann wohl heute 1,5 Stunden hin und 1,5 Stunden zurückgefahren um evtl.Morgen eine Taube begraben zu dürfen. Trotzdem gibt es bei sowas gar kein Überlegen,man fährt los,man ist freundlich,man bedankt sich bei den Leuten und man verspricht natürlich,dass die Taube wieder vollkommen gesund werden wird. Denn das ist immens wichtig,wie wir bei Nichttaubenzüchtern wahrgenommen werden. Gestern ist wie erwartet keine Taube mehr gekommen,heute auch nicht. Und wenn ich mir die arme Seele von heute angucke,dann weiß ich auch ,warum. Mehr als bedrückend.

02.10.2017: Für heute habe ich keine große Hoffnung auf Heimkehrer,denn seit dem sehr frühen Morgen ist hier durchgehend Regen und auch ein sehr unangenehmer,kalter Wind.Ich habe heute auch nur 1 Ausflug aufgemacht,falls wider Erwarten doch was kommt,aber ich rechne nicht damit.Die anderen Klappen bleiben geschlosen,damit die Feuchtigkeit nicht zu sehr reinzieht. Beim Aufmachen heute Morgen habe ich mir auch die Tauben nochmal angeschaut,natürlich auch den Nachtkot, den sie abgesetzt haben und das sieht alles schon wieder recht ordentlich aus. Mit Mineralith und Moorkonzentrat bekommt man wirklich den Kot schnell wieder in die trockene Kugelform,die wir ja so mögen. Einige sitzen natürlich noch belämmert rum ,aber auch bei denen sieht es schon viel besser aus als gestern. Tauben haben eben in der Regel eine sehr schnelle Regenerationsfähigkeit. Übrigens auch ein Auslesekriterium für mich,wenn eine Taube,die abgeflogen ist,sich schnell regeneriert bzw. wie lange sie bei welchem Zustand braucht,um wieder on top zu sein. Diejenigen,die nach einem harten Flug wirklich tagelang brauchen ,um wieder halbwegs gerade zu stehen,die würde ich dann eher nicht weiter in die Mannschaft einbauen.

Es nagt derzeit immer noch sehr an mir,dass ich die noch fehlenden 94 Tauben wohl mit Masse abschreiben kann.Es tut mir leid um jede einzelne Taube,die ausbleibt,aber wo man bei vielen Tauben,die auf halbwegs normalen Flügen ausbleiben,sagen kann,an was es wohl gelegen haben mag (manche Tauben sind halt nicht für Preisflüge geeignet) ,bleiben auf solchen unerklärlich schweren Flügen auch richtige Granaten aus. Tauben,die eigentlich nach Hause kommen müssten. Und es sind eine ganze Reihe Tauben noch nicht da,denen ich richtig nachtrauere.Ich glaube,die waren nicht schlecht. Aber die Chancen,das die nochmal an Land kommen,die sind doch recht gering mittlerweile,so realistisch muss man einfach sein. Vielleicht vereinzelt die nächsten Tage noch ein,zwei,drei Tiere,aber die Masse lebt jetzt bereits nicht mehr. Und dieses Wissen ist etwas,was keinen gestandenen Taubenzüchter und Tierfreund kalt lässt.Mich schon mal gar nicht. Aber es sind ja noch 97 Tauben im Schlag,die mich und meine Fürsorge benötigen. Deswegen bleibt keine lange Zeit,zu trauern und zu bedauern,es gilt jetzt,den Rest bis zum Ende zusammen- und gesund zu halten.

01.10.2017, 22 Uhr: Heute sind nur noch 8 Tauben nachgekommen,trotz gutem Wetter. Schade,ich habe mit mehr gerechnet. Trotzdem muss jetzt die oberste Prämisse sein,die restliche Truppe optimal wieder in die Spur zu bekommen. Da RIRO mal wieder mit der Liste nicht hinterherkommt,habe ich heute Abend mal ein bischen gerechnet und kann euch die Zwischenstände bei den As-Tauben durchgeben(natürlich OHNE Gewähr):
1. Platz: 307 vom Team Flachland Racer mit 176,51 Punkten
2. Platz: CH-983 von der SG Wirz mit 176,41 Punkten
3. Platz: 439 von Eckhardt Finke mit 143,80 Punkten (gleichzeitig beste bunte Taube!)
4. Platz: 4 vom Team Luftbote mit 137,85 Punkten
5. Platz: 428 von Gerd Sperling mit 130,09 Punkten
6. Platz: 91 von der SG Kanitz mit 123,79 Punkten
7. Platz: 19 von Martin Roters mit 119,46 Punkten
8. Platz: 396 von Stefan Wutzmann mit 114,97 Punkten
9. Platz: 712 von Norbert Thesing mit 113,31 Punkten
10.Platz: 373 von Günter Meinecke mit 108,01 Punkten
Ein sehr spannendes Derby mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen bislang in der Spitze aber jederzeit durch eine gute Leistung noch änderbar bis zum 1.Platz hoch. Jetzt,da es nur noch halb soviele Preistauben geben wird und die Punkte daher noch steiler nach unten gehen,sind frühe Platzierungen absolut notwendig,um vorne mitzumischen.Spannung pur!

01.10.2017, 11 Uhr: Heute Nacht hat es hier in Strömen gegossen. So waren bis heute nach dem Ausrechnen auch nur noch 4 weitere Tauben nach Hause zurückgekehrt.Macht also bislang 93 Tauben im Schlag.Jetzt allerdings ist das Wetter sehr gut,die Sonne scheint,leichter Südwestwind. Wenn die Tauben,die heute Nacht nass geworden sind, jetzt trocknen, könnten noch einige nach Hause kommen. Ich bin froh um jede Taube,die den Heimweg schafft. Die Auswertungen habe ich auch wieder hier auf der HP eingestellt und aktualisiert,RIRO braucht wohl wie immer noch ein wenig...ich denke mal,da wird dort nach der Saison auch am WE nicht mehr groß was gemacht. Auch verständlich. Aber zumindest die Auswertungen für die Liste sollten sie ja nach dem Hickhack vom 1.Flug jetzt korrekt hinbekommen (klopf,klopf,klopf). Ich melde mich heute abend nochmal,was noch gekommen ist.

30.09.2017, 20 Uhr: So, Fazit des heutigen Tages: 89 Tauben auf der Uhr. Während sie morgens recht zahlreich kamen (bis 10:15 Uhr 66 Tauben) tröpfelte es sich danach so langsam aus. Die Letzte kam um 18:30 Uhr. Was auffällt ,ist,dass einige echte Granaten, allesamt Vögel, noch fehlen. Ich denke,die Fittesten sind auch am Weitesten weggeflogen und haben es natürlich nun am Schwersten,wieder heimzukommen. Insgeheim hatte ich ja gehofft,das wir heute noch "dreistellig" werden,leider knapp verpasst. So hoffe ich denn für Morgen auf noch so einige Rückkehrer.Obwohl es natürlich mit jeder Stunde,die die Tauben draußen sind,unwahrscheinlicher wird mit der Heimkehr.Aber man fragt sich schon,wo all die Tauben wohl sind. Einige sind sicherlich schon tot,aber doch längst nicht alle. Eine kam aber heute Nachmittag schon mit einer Raubvogelverletzung an.
Aber es bewahrheitet sich mal wieder,was ich von Anfang an predige: bei harten Flügen bleiben Vögel leichter aus und Weibchen kommen besser. Ganz glasklares Beispiel dieser Flug. Die jungen Burschen sind einfach so voller Dampf und Hormone,die knallen los wie nix Gutes und die Weiber sind eben ruhiger,besonnener,schalten ihren Kopf ein.
Ausrechnen müsen wir Morgen schon um 10 Uhr machen,schade,ich hätte die Uhr gerne noch bis Nachmittags laufen lassen um evtl. einen längeren Uhrenstreifen einzuscannen,aber dann muss das auch so gehen.Vielleicht ist bis 10 Uhr ja noch was auf der Uhr.

30.09.,05:10 Uhr: Meine Nacht war kurz und unruhig. Sowas treibt mich ja immer sehr um, vor Allem dann,wenn ich keine Erklärung dafür habe.Ich bin ja nun auch jemand,der gerne mal den Finger in die Wunde legt,wenn irgendwo wieder ein unverantwortlicher Auflass mit hohen Verlusten sehenden Auges durchgeführt wurde,aber das gestern,das war irgendwas Anderes.Aber was?Ich weiß es nicht. Positiv überrascht war ich aber von dem großartigen Feedback der Züchter,die mir mit Masse Mut zugesprochen und mich von der Schuld befreit haben. Trotzdem muss ich ja irgendwas übersehen haben,sonst wäre es nicht so schlimm gelaufen. Aber ist schon ein gutes Gefühl,wenn einem so der Rücken gestärkt wird. Ich habe mich ja immer auch hier per Tagebuch und per Video bemüht,die Teilnehmer so nah wie möglich am Derby teilhaben zu lassen und ich denke,die (meisten) Leute haben dann auch gemerkt,dass ich hier verantwortungsbewusst mit ihren Tieren umgehe.Ganz besonders positiv finde ich die Sportfreunde,die mir bereits jetzt versichert haben,dass sie auch im Fall einer Neuauflage des Derbys mir ihre Tauben jederzeit wieder anvertrauen würden.Ich denke,einen schöneren Vertrauensbeweis kann es nicht geben. Dafür bin ich sehr sehr dankbar! Ich habe mich dann auch heute Nacht irgendwann zwischen 2 und 3 Uhr dazu entschieden,sollten noch so 60-100 Tauben wieder zusammenkommen,das Derby in abgeschwächter Form zu Ende zu führen, d.h. nächstes WE ein kurzer Flug um die 100 Km zum wieder Reinkommen und neu Vertrauen fassen und dann am 14./15.10.nochmal auf 170-200 KM. Wenn das möglich ist,bin ich das den Teilnehmern auch schuldig.Wenn da aber nicht mehr groß was nachkommt,dann hat es wirklich keinen Zweck,mit 25-30 Tauben da noch was fortzuführen. Ein Teilnehmer hatte gestern angeregt,falls ich abbreche,jedem Teilnehmer seine Startgelder zurückzuzahlen. Das allerdings halte ich nicht für sinnvoll,denn damit entwerte ich die Leistungen der Tauben,die jetzt da sind und bereits geflogen haben. Nein,ich werde ,wenn ich abbreche ,so wie angekündigt  verfahren und die Preisgelder aufgrund der Ergebnisse der ersten beiden Touren vergeben.Und ständig geht in meinem Kopf rum: wo sind die Tauben jetzt? Leben sie noch? Was machen sie gerade?

29.09.2017, 20 Uhr: Eigentlich bin ich viel zu leer,um hier groß was zu schreiben. Aber ich habe mir ja schonungslose Ehrlichkeit auf die Fahnen geschrieben.Nun denn: der 2. Flug wurde heute von ca. 210 Km um 12 Uhr gestartet. Zu diesem Zeitpunkt war es sonnig,gute Sicht und mäßiger Südostwind. Die Tauben sind ohne Zögern und ohne Kreisen sofort Richtung Nordwesten abgezogen. In der Heimat ab der Elbe war es etwas diesig,aber nicht wirklich schlimm, wie mir mein Kumpel mitgeteilt hat. Er hätte auch aufgelassen bei diesen Bedingungen.
Als Erstes kamen wohl 2 der Hochzeitstauben zusammen an,kurz darauf eine der Alttauben.Da war es kurz vor 15 Uhr. Die erste Derby-Taube kommt um 15:33 Uhr, die zweite um 15:43 Uhr. Bis um 19:30 Uhr sind 24 von 192 eingesetzten Derby-Tauben zu Hause.Und die nächsten Tage soll es hier stürmisch und sehr regenerisch werden.Ausrechnen habe ich auf Sonntag verschoben. Soweit die kalten Fakten....
Ich habe keinen Schimmer, was da heute falsch gelaufen ist. Die Tauben waren fit,sie sind gut abgezogen,das Wetter war ok...ich weiß es nicht. Hat der seitliche Schiebwind sie doch so weit verdriftet( sie kamen alle aus dem Norden oder Nordwesten,die ,die ich gesehen habe)?War es doch zu diesig um die Orientierung aufzunehmen? Ich grübele schon die ganze Zeit,was ich falsch gemacht habe,denn es muss ja mein Fehler gewesen sein. Was habe ich nicht bedacht,was habe ich übersehen?
Stand jetzt werde ich das Derby abbrechen und die Preisgelder anhand der ersten beiden Flüge auszahlen. In jedem Fall aber,selbst wenn die Tauben gut nachkommen,was ich derzeit bezweifle,wird das Restprogramm anders gestaltet.Vielleicht eine Woche aussetzen und dann am 15.10. nochmal auf 130 Km oder so.Das wird sich finden.
Und natürlich werde ich unter diesem Eindruck kein weiteres Derby in 2018 anbieten. Wer soll mir denn da noch Tauben anvertrauen? Momentan würde ich mir selbst ja keine Tauben anvertrauen und ich bin ich!!!
Ich kann nur betonen,dass dieser Verlauf mir von Herzen leid tut für alle Züchter,die mir guter Hoffnung ihre Tiere anvertraut haben und die nun verständlicherweise  enttäuscht ,wütend und frustriert sind.Glaubt mir,schlimmer als mir selber gerade kann es euch nicht gehen! Ich habe sehr viel Engagement, Herzblut, Zeit, Aufwand und auch Geld (obwohl das am Unwichtigsten ist) in dieses Projekt gesteckt und es jetzt so krachend scheitern zu sehen,das bricht mir das Herz.....
Vor Allem um die Tauben tut es mir leid,die ich, ich und kein Anderer, in die Grütze gejagt habe.Nicht vorsätzlich zwar,aber was macht das am Ende des Tages aus? Weg ist weg.
Ich gehe jetzt erstmal duschen,bin fix und alle. Körperlich,geistig ,seelisch.Vollkommen hohl.
I had a dream....now it became a nightmare :-( :-(

28.09.2017: Heute nun also Einsetzen zum 2. Preisflug. Die Vorhersage für Morgen hat sich nochmals geändert,nun soll es mäßig stark bewölkt sein, 2 Stunden Sonne, und der Wind nicht aus Ost sondern aus Südost kommen.40% Schauerwahrscheinlichkeit. Und für Samstag ist ergiebiger Regen angesagt. Zumindest für die Heimatkoordinaten.Am Auflassplatz sieht es besser aus.10 Stunden Sonne, Ostwind 2-3, nur 20 % Schauerneigung. Was aber keine Wetterseite der Welt vorhersagen kann,ist in meinen Augen das Wichtigste: die Sicht! Bei einer sehr guten Fernsicht ist es egal,ob es stark,mittel oder schwach bewölkt ist. Es ist sogar egal,ob an und an mal ein Tropfen fällt. Das habe ich im Laufe der Jahre immer feststellen können. War die Sicht schon Morgens bombig,waren die Flüge immer sehr gut. Aber wenn die Luft so trübe ist,wenn der Morgendunst sich lange hält und dann die Tauben evtl noch zu früh rauskommen,dann wird es meistens happig. Und so hoffe ich dann morgen natürlich auf eine gute Sicht. Das heißt aber auch,dass die Tauben wieder nicht zu früh rauskommen werden. Sie müssen ja über die Elbe und die dunstet eben immer etwas länger aus. Ganz zu schweigen davon,dass jetzt im Herbst die Tag-Nacht-Unterschiede in der Temperatur immer größer werden und somit auch der Dunst am Morgen dicker ist und sich länger hält.Ich denke,vor 10 Uhr wird das nichts morgen. Bei gut 210 KM wären das bei einer Fluggeschwindigkeit von 70 KM/h exakt 3 Stunden. Ankunft also um 13 Uhr rum. Wobei ich glaube,dass zumindest einige,wenn nicht alle, Tauben morgen aufgrund des Schiebewindes schneller sein werden als 70 KM/h. Überfliegen werden sie,denke ich,aber mit Masse nicht,da der Rückenwind nicht zu stark ist. Bei guter Sicht rechne ich also morgen mit einem guten Verlauf und vtl.sogar einer Massenankunft. Aber was weiß man schon? Beim 1.Preisflug war fast kein Wind und die ersten Tauben sind gerade mal knapp über 60 Km/h geflogen (in der Verrechnung).Sie hätte eigentlich schneller sein sollen. Und sie waren sicherlich auch schneller als 60 KM/h, aber sie müssen dann doch einige Zeit in die falsche Richtung geflogen sein,einen Umweg/Bogen gemacht haben etc.In solchen Fällen wäre  es interessant ,einige Tuaben im Schwarm mal mit einem GPS Sender auszustatten,um dann sehen zu können,welche Irrwege sie fliegen,bevor sie endlich die direkte Peilung bekommen. Ich denke,dass hängt auch viel mit der Schwarmintelligenz zusammen. Fliegen einige Leittiere falsch,ziehen sie alle Anderen mit. Und diejenigen,die sich am schnellsten aus der Masse neu orientieren können,die scheren dann aus und kommen teils deutlich früher. Und wenn dort dann Tauben dabei sind,die mehrmals unter denen sind,die früher kommen,auf die kann man dann aufbauen. Allerdings sind diese "Ausscherer" und "Einzelflieger" auch diejenigen,die am meisten durch Greifvogelangriffe gefährdet sind,eben weil sie ja alleine fliegen. Im Schwarm ist da die relative Sicherheit höher.Nicht umsonst bleiben gute Tauben und Spitzenflieger teils auf normalen Flügen für immer aus. Die sind dann wie immer ihren Törn schnell alleine geflogen und waren dann zur falschen Zeit am falschen Ort und das Letzte,was sie gesehen haben,war der Schatten,der von oben auf sie hinunterstieß.......zu Hause sitzt dann der Züchter und wartet.Vergeblich.Für immer.

27.09.2017: Ich habe mich heute dazu entschieden, den 2.Preisflug auf Freitag, 29.09.,vorzuziehen.Die Prognosen für Samstag sind deutlich schlecht. Also Morgen Einsetzen. Schauen wir mal,ob das die richtige Entscheidung ist.

26.09.2017: Das kaum noch Geglaubte ist eingetroffen und seit gestern haben wir dann auch eine korrekte und vollständige Liste im Netz.Hurra. Heute Nachmittag kam mein Kumpel in den Garten und sagte,dass die Vorhersage für Samstag nicht gut aussieht. Das hat mich natürlich verunsichert und ich habe jetzt eben gerade(20 Uhr) mal die Vorhersagen angesehen. Samstag ist es laut der Webseiten auch nicht schlecht,mäßig bewölkt,7 Stunden Sonne, Schauerwahrscheinlichkeit 40 %, Ostwind Stärke 2-3 in der Heimat und am Auflassort. Freitag wäre aber noch besser mit 11 Stunden Sonne,kaum Bewölkung und Regenwahrscheinlichkeit von nur 20 %. Nun bin ich natürlich schon wieder am Grübeln,ob ich den Flug nicht lieber auf Freitag vorziehen soll.Obwohl ja Samstag auch nicht schlecht ist. Und heute ist erst Dienstag.Die Vorhersage ändert sich ja noch 10 x bis dahin....daran merke ich immer ,dass ich doch sehr "ängstlich" davor bin, einen Fehler zu machen und einen schlechten Flug zu produzieren.Ich denke mal,ich werde bis morgen Abend abwarten und dann entscheiden,ob ich den Flug evtl.vorziehe. Den Tauben ist das egal. Die könnten heute schon wieder los,denn der Flug am WE hat augenscheinlich keinerlei Substanz gekostet.

25.09.2017: Wir machen Fortschritte. Jetzt steht zumindest schon mal die richtige Liste im Netz. "Nur" die Auswertungen (As-Tauben, Beste Züchter, Serie) fehlen noch. Ist doch echt ein totaler Fehlgriff bislang. Na egal,bleiben wir mal guter Hoffnung. Zumindest nichts,was ich mir ans Bein binden müsste,puh,da bin ich zum Glück nicht angreifbar.
Den Vormittag heute war ich wieder schön Angeln, 3 Forellen und ein Hecht,bin sehr zufrieden und sehr durchnässt......bei den Tauben wird heute nicht viel gemacht. Rauslassen,Füttern,Tränken,Klappen zu. Ich glaube,es gab keine Verluste und wenn,dann vielleicht 1-2 Tauben. Das ist doch sehr erfreulich,wie der Flug gelaufen ist.Gerne mehr davon.

24.09.2017: Die Firma RIRO geht mir gerade mächtig auf die Ketten. Erst ist ein Hochladen der Daten nicht möglich,dann kann man zwar laden,aber die Liste erscheint nicht im Netz und heute morgen denke ich,ich traue meinen Augen nicht.Da steht eine Liste im Netz aber das ist absolut nicht die,welche wir geladen haben. 372 Tauben gesetzt??? So viele gab es nie! Natürlich dadurch viel zu viele Preise in der Liste und somit auch verfälschte Punktzahlen.Und die ganzen Auswertungen,die ich haben wollte,sind auch nicht drin. Telefonisch keiner erreichbar und auf Mails antwortet bislang niemand. Servicewüste Deutschland. Also bitte nach der Liste richten,die ich hier unter "Preisflüge" eingestellt habe. Wenn das so bleibt,muss ich mir für nächstes Jahr was Anderes überlegen.Vielleicht Benzing anschaffen. Das ist doch alles Mist sonst. Ich kann die Flüge zur Not auch händisch auswerten aber RIRO hatte ja zugesichert,dass es alles"gar kein Problem ist,so wie sie das wollen". Sieht man ja.
Zu etwas Erfreulicherem: die meisten Tauben haben den Heimatschlag erreicht.Und der Flug scheint keine große Substanz gekostet zu haben. Dafür haben die Tauben heute wieder ein Belohnungsbad bekommen. Ein Auflass heute wäre z.B. gar nicht möglich gewesen.Trüb,grau,Nieselregen.
Und noch ein Anliegen habe ich heute an euch:
GEHT WÄHLEN!!!

23.09.2017: Ich bin im Arsch! Total fertig.Müde.Bla.Werde zu alt für den Mist.....
Aber bin auch zufrieden. Der Flug heute ist recht gut verlaufen auch wenn derzeit noch so 30 fehlen.Das ist bei dem Sprung von 50 auf 130 Km aber normal denke ich.Fast exakt 2 Stunden haben sie gebraucht. Eine Gruppe kam vorweg und dann nach so 10-12 Minuten aufgelockert der Hauptschwarm.Also keine großen Störungen unterwegs,ist ja auch keine RV mehr am Reisen.Video wird gerade hochgeladen. Auch habe ich beim Einsetzen gestern die Schlingel herausgefunden,wo die Antenne immer nur die Elektroniknummer angezeigt hat. Das waren ausnahmslos Tipes351-Ringe.Die hatte mir ein Teilnehmer geschickt,war nett gemeint,funktionieren aber nicht. Habe allen Tauben diese Ringe entfernt und neue am Gerät zugeordnet.Komisch,beim Zuordnen damals haben die funktioniert.....ach,wer steckt da schon drin? Die Antennen haben diesmal brav alles erfasst,auch die 2 Zuflieger,die ich mit hatte. Sogar die Hochzeitstauben sind mitgekommen,zwar nicht vorne an,aber immerhin.Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf heute. Sind ja auch gleich ohne Kreisen gut abgezogen. Auswertung dann ausnahmsweise mal heute Abend schon,die anderen Flüge werden erst anderntags ausgewertet. Und heute Abend geht es früh ins Bett! Und wehe,einer ruft hier nach 20 Uhr noch an...:-)

..............ihr glaubt gar nicht,wie erleichtert ich gerade bin.Habe die ganze kurze Nacht kein Auge zugetan.Zu nervös......

22.09.2017: So.Gut.Puh.Morgen also schon 1.Preisflug ,was?Kinder,wie die Zeit vergeht,wenn man sich amüsiert. Manches Mal habe ich mir schon gedacht,was ich mir da bloß aufgehalst habe,aber insgesamt bin ich Stand jetzt sehr glücklich mit dieser ganzen Chose hier.Problemchen und Probleme gibt es immer,aber man lebt und lernt. Falls jemand überlegt,morgen zum Gucken zu Kommen: ich werde so gegen 10 Uhr auflassen,wenn alles ok ist,dann sollten die Tauben so um 12 Uhr rum zu Hause ankommen.Man rechnet vom Osten ja immer so plusminus 70 Km/h,selten sind sie schneller,manchmal aber langsamer. Und dann kommt es ja auch immer darauf an,wie sie abziehen. Zum Glück soll das Wetter ja wieder sehr taubenfreundlich sein,so dass ich eigentlich recht zuversichtlich bin. Wenn dann noch die Luftwaffe die Tauben in Ruhe lässt......aber man kann sie ja nicht nach Hause tragen. Die Tauben selbst gefallen mir tatsächlich sehr gut.Gestern habe ich sogar noch eine ohne Tipes-Ring rumlaufen sehen,die muss wohl vom 3.Vorflug noch nachgekommen sein,denn erst danach wurden die Ringe ja aufgezogen.Schauen wir heute mal,wer das ist.Macht auf jeden Fall einen munteren und gepflegten Eindruck,dann war sie wohl irgendwo drin.
Setzen wollte ich alle bis auf den Schimmel 665 vom Team Matador.Der ist zwar wieder im Schlag und das Bein sowie die Brust sind gut verheilt,aber er läuft doch ein bischen schief und das Bein ist auch zu dick für einen Tipes-Ring. Aber Mitfliegen,das macht er schon wieder.Zwar nicht mehr solange wie vor seiner Verletzung aber immerhin.Echt ein toller Kerl mit hoher Regenerationsfähigkeit.Ich hoffe,den will jemand nach dem Rennen haben,obwohl er nicht gereist wird,der hat es verdient, in schönes Leben in einer Zuchtvoliere zu bekommen.
Ich bin mal gespannt,ob die Glorreichen 30 oder Teile davon sich morgen absetzen.Einige kenne ich ja aus dem Haufen.
Tja,dann heißt es jetzt nur noch Daumen drücken ,dass nichts schief geht morgen. Und mein 280er Puls wird sich wahrscheinlich erst dann beruhigen ,wenn ich morgen Nachmittag heimkomme und auf der Uhr viele Tauben sind. Und wenn nicht,dann bekomme ich wahrscheinlich gleich am Schlag einen Herzriss.Auch gut,dann müsste ich mir nicht die Häme und die Prügel antun,falls es schief läuft....:-)

21.09.2017: Ich kann vermelden,dass tatsächlich alle Tauben den Weg nach Hause gefunden haben. Sogar alle Hochzeitstauben:-).Die werden noch Spitzenflieger*lach* Heute Morgen haben sie dann ein Belohnungsbad bekommen,was sie auch sehr gut angenommen haben. Der einzige Makel ist,dass die Antennen doch so einige Tauben nicht erfasst haben.Bleibt mir also keine andere Wahl als keine glatten Flüge mehr zu produzieren,damit nicht zu viele Tauben auf einmal über die Platte laufen.........
Heute habe ich mir dann auch den Vormittag nach dem Baden taubenfrei genommen und war wieder schön entspannt bei uns am Fluß Angeln. Eine Äsche,einen Hecht und eine Forelle konnte ich verführen.Die Forelle habe ich entnommen,mir im Wald hinter dem Fluss ein paar Pilze gesucht und eben hatte ich dann ein königliches Mahl mit gebackener Forelle und schön mit Zwiebeln und Speck angebratenen Pilzen in Sahne.Lecker!!! Da kommt der Jäger und Sammler so richtig zur Entfaltung:-).Gibt halt nicht nur Tauben auf der Welt.........

20.09.2017: Heute soll also der 5. Vorflug stattfinden. Die Bedingungen sind derzeit noch nicht ganz so ideal wie letztes Mal,da wir eine geschlossene Wolkendecke haben und es ab und an ganz leicht nieselt. Die Wolkendecke ist allerdings recht hoch und heute Morgen um 07 Uhr,als ich den Anhänger mit den Tauben in die EST gestellt habe,war auch die Fernsicht schon ganz ordentlich wenn man mal den morgendlichen Dunst abzieht.Und bis heute nachmittag soll es noch mehr aufklaren mit sonnigen Abschnitten. Es soll ja auf 50 Km gehen,also hinter die Elbe von hier aus gesehen und da brauchen die Tauben erfahrungsgemäß beim ersten Mal immer mindestens 1 Stunde. So wird es sicherlich auch heute sein und der Schwarm wird mit Sicherheit auch nicht vollständig geschlossen ankommen. Den Sprung über einen großen Fluss müssen sie tatsächlich erst lernen. Man sieht es ganz schön an Meldungen,wenn welche reinkommen.Diese sind meistens stromab und noch auf der Ost-Seite,die Tauben ziehen also eine Zeitlang die Elbe hoch und runter,bis sie sich den Sprung zutrauen,meist an einem Bauwerk über den Fluss oder einer Engstelle. Ich persönlich glaube,ein großer Fluss ist ein "Bruch" im Magnetfeld,der die Tauben verwirrt.Quasi eine unsichtbare Wand in der Luft. Ob das stimmt? Wer weiß? Ich kann nur aus jahrelangen Erfahrungswerten meine Schlüsse ziehen. Heute wird dann auch erstmals die Tipes-Anlage als Probelauf aufgebaut,mal schauen,ob alles klappt. Seit gestern lädt jedenfalls die Autobatterie,die den Strom liefert.
Entweder ich habe mich verzählt oder ich habe heute 2 Tauben MEHR gesetzt als letztes Mal. Zumindest schon mal nicht weniger,d.h.vom letzten Vorflug gab es keine Verluste. Heute rechne ich aber damit,dass abends noch einige fehlen werden,das ist immer so beim ersten Mal hinter der Elbe.Wie immer werde ich mich heute Abend nochmal melden.16:30 Uhr: Ok,ich gebe es zu.Ich habe NULL Ahnung von Tauben.Nada.Gar keine. Um kurz vor 14 Uhr kam ich am Auflassplatz an und sah,dass eine ziemlich dunkle Front aus Südwesten ranzog.Um vor der Front zu bleiben,verkürzte ich die Standzeit und startete die Tauben um 14:05 Uhr. Dieter hatte ich vorher als Startzeit 14:30 Uhr gesagt und er sollte um so um 15:15 Uhr am Garten sein um das Video zu machen. Die Tauben kreisten 2 Mal tief wegen dem Gegenwind und zogen dann gen Westen ab,ein großer Trupp vorweg und wie ein Rattenschwanz hinterher langgezogen der Rest. Ich fuhr dann gemütlich nach Hause und war gegen 15 Uhr am Garten.Just in dem Moment kam eine der Hochzeitstauben angerauscht. Da war ich baff,so schnell und dann noch eine Hochzeitstaube! Aber beim Blick in den Schlag wurde schnell klar: das war eine der Letzten! Die erste Taube kommt von knapp 50 KM um 14:46:24 Uhr an (im Übrigen die 307 von Fredi Steckel) und bis 14:48:47 Uhr waren 127 Tauben auf der Uhr. Ein Video ist deswegen heute nicht zustande gekommen. Stand jetzt sind 164 Tauben zurück. Das hatte ich noch NIE,dass die Tauben von diesem Auflassplatz beim ersten Mal schneller als ich zu Hause sind,noch dazu bei Gegenwind.Knapp 70 Km/H sind sie geflogen,eine tolle Leistung bei dem Wind.
Die Elektronik befriedigt mich aber noch nicht ganz,denn es wurden einige Tauben nicht registriert.Ich denke mal,die zwei 4-Feld-Antennen waren mit dem Ansturm überfordert.Und bei einigen Tauben erschien nur die Elektroniknummer.Hier werde ich beim Einsetzen am Freitag genau drauf achten müssen.Vielleicht ist da bei RIRO beim Überspielen vom Sammelzüchter auf die einzelnen Züchter was schiefgelaufen,dann muss ich die am Gerät neu zuordnen. Aber auch das werden wir hinbekommen.Heute jedenfalls bin ich mit den Tauben hochzufrieden,sie haben mich sehr positiv überrascht. Wenn der Preisflug nur auch so ähnlich laufen wird!!!!!!!

18.09.2017: Heute Morgen saß noch die letzte der Hochzeitstauben im Sputnik und damit sind dann wohl alle wieder zu Hause. Die Antennen habe ich heute auch installiert,sodass ich sie am Mittwoch schon über die Antenne probelaufen lassen kann. Tja,und Samstag ist 1.Flugtag. Und ja, ich bin vollkommen nervös ob alles glatt laufen wird. Sobald die Klappen am Transporter aufgehen,habe ich ja keinen Einfluss und kann nicht eben mal im Schlag vorbeifahren. Aber Gott sei Dank habe ich ja Dieter,der im Garten aufpasst, ob alles ok ist. Aber wenn z.B. die Tipes-Anlage ausfällt,dann kann er ja auch nix machen. Aber nun ja, in Stein meißeln kann ich nichts.

17.09.2017: 4 Grad waren es heute Morgen als ich die Tauben zum 4.Vorflug eingekorbt habe. Brrrrr....ich glaube,der nicht vorhandene Sommer geht ohne große Umwege in den Spätherbst über. Und in 2 Wochen haben wir hier Schnee.....
190 Tauben habe ich heute eingekorbt. Ich werde mich natürlich wie immer hier heute Abend nochmal zu Wort melden,wie es gelaufen ist. Das Wetter ist jedenfalls wieder ziemlich "flugfreundlich". Wenn es heute gut läuft,dann Mittwoch nochmal auf 50 KM und wenn wir auch das gut über die Bühne schaukeln,bin ich meinem Ziel,den ersten Preisflug mit mindestens 150 Tauben zu beginnen,schon einen Riesenschritt näher. Und jede Taube mehr als 150 ist ein persönlicher Erfolg für mich. Gucken wir mal. Die Jungs und Mädels gefallen mir jedenfalls immer besser je mehr sich der Bestand selbst reinigt. Aber bei Einigen ist es natürlich auch richtig schade,dass sie nicht mehr dabei sind. Die 246 von Heinz Josef Radtke z.B.,der trauere ich echt nach. Oder auch das der 665 vom Team Matador nicht aktiv ins Preisfluggeschehen eingreifen darf.Ich denke,der hätte vorne mitgeflogen. Und so hat man auch so einige Tauben,wo man sagt: schade! Aber es sind ja noch genug tolle Jungs und Mädels dabei. Und wie immer wird es wahrscheinlich eine Taube sein,die man noch so gar nicht auf dem Zettel hat,die am Ende das Derby gewinnt. Obwohl,was heißt das? Gewonnen haben doch jetzt schon alle,die dieses Projekt überhaupt möglich gemacht und unterstützt haben :-) 18 Uhr: Sehr gut gelaufen heute! Siehe Video. Die Tauben zogen aber auch sofort in die richtige Richtung ab und waren innerhalb von Sekunden verschwunden.Da wusste ich schon,dass das was wird.Aber trotzdem sie fast alle im Schwarm angekommen sind, püddelten so einige hinterher und kleckerten so nach und nach ran. Nicht viele,aber doch einige. Die Letzte so gegen 17 Uhr,als ich gerade die Schotten dichtmachen wollte. Und es sind 2 Zuflieger mit derselben Vereinsnummer bei meinen mit reingegangen. Was für Krähen! *schauder* Allerdings finde ich diese Vereinsnummer weder auf der Homepage des Verbandes noch auf brieftaubenvereine.info und das will schon was heißen. Na jedenfalls dürfen die sich jetzt erstmal satt fressen und bis morgen ruhen und dann gucken wir mal,ob sie weiterziehen.Bin heute sehr zufrieden und habe auch keine  Bange,dass sie am Mittwoch die 50 KM packen. Aber wollen wir mal schauen,wie das Wetter wird....Und wieder mal kann ich nur Danke in Richtung von meinem Kumpel Dieter sagen. Hatte heute schon wieder eine Mail im Postfach,wo drin stand,dass er doch bitte in Zukunft alle Videos machen soll,denn er kommt ja wirklich symphatisch und urig rüber. Wenn er so unbewusst im Video anfängt zu reden und das,was er sagt,das gibt doch einen Einblick in die Seelenwelt eines eingefleischten Taubenzüchters beim Flugtag. Und jeder erkennt sich wohl in seinen Äußerungen selbst am Flugtag wieder. Ich finde das KLASSE,was er da macht. Und es geht ja auch anderen so:-)
.....bin schon echt froh,ihn an meiner Seite zu haben. Er erdet mich auch ganz gut,wenn ich manches Mal wieder in Panik verfalle. Gerade jetzt,wo mein Vater nur noch als Schatten seiner selbst vor sich hinvegetiert ist Dieter mir doch sehr wichtig geworden. Man weiß diese Kleinigkeiten oder das schlichte Anwesendsein von Personen manchmal gar nicht so richtig zu würdigen,aber das man da jemanden hat,auf den man sich verlassen kann und den man auch mag,das ist schon enorm wichtig.

16.09.2017: So,die Tauben haben nun ihre Tipes-Ringe bekommen und ich konnte somit auch feststellen,was da noch vom 3. Vorflug fehlt. 5 Stück. 4 davon hatten die JTK gehabt und haben eine Pille bekommen. Von denen sind nicht mehr viele im Schlag. Auch wieder eine Aussage,die ich notiert habe. Überhaupt ist das Derby insgesamt für mich ein ständiger Lernprozess und auch Gelegenheit,die eine oder andere Theorie von mir zu überprüfen. Meine Notizsammlung wächst jedenfalls unaufhörlich. Morgen werde ich dann den 4.Vorflug wieder von 30 KM durchführen,aber noch nicht über die Antenne laufen lassen. Mal schauen,wie das wird. 75 Minuten sind vom Hauptschwarm zu schlagen......
Ich habe mir heute auch Zeit gelassen und jede Taube nochmals ausführlich begutachtet. Sie gefallen mir mit Masse sehr gut. Es schält sich halt irgendwann eine Anzahl Tauben raus,die in Ordnung sind und die Nicht-Entwickler,die Anfälligen,die Faulen,die sortieren sich nach und nach von selber aus.
Kurios ist der Schimmel von Thomas Mauer. Der war ja eher ein dunkler Schimmel,aber jetzt,wo die Kopfmauser fast abgeschlossen ist,hat er einen schneeweißen Kopf! Das eine Taube so deutlich die Farbe wechselt,hatte ich auch noch nicht. Auch der Indigo von Thomas ändert sich,denn die Hämmerung,die ja richtig rötlich war,wird nun teilweise schwarz. Krass! Aber ist ja egal,wie sie aussehen,fliegen müssen die Biester! :-)

14.09.2017: Nein,gestern wäre hier definitiv kein Flug möglich gewesen. Orkanartige Böen haben Nachmittags sogar ein Rauslassen der Tauben verhindert,zu groß die Gefahr,dass der Wind sie in die Leitungen,gegen die Bäume oder ins Maisfeld drückt. Das bringt meinen Ablaufplan natürlich durcheinander aber Taubensport ist eben Freiluftsport,da muss man sich dann eben an die Gegebenheiten anpassen. Derzeit sieht mein Plan folgendermaßen aus: Samstag bekommen die Tauben ihre Tipes-Ringe und die Antennen werden angebracht. Das Schränkchen für die Elektronik bekommt seine Türen. Sonntag werde ich nochmals auf 30 KM fahren und wenn das vernünftig läuft,noch einmal am Mittwoch auf 50 KM. Der 1. Preisflug am Samstag wird dann wie geplant von 130 KM gestartet. Von dieser Entfernung sollten sie vernünftig nach Hause kommen können,auch wenn der Sprung 80 KM sind. Viele Züchter setzen ihre Tauben erst zum 1. oder 2. Preisflug in die Kabine und da sind es dann auch gleich Ü100KM. Für eine gesunde,gut angelernte Taube sehe ich da keine Probleme. Aber wie gesagt: das ist derzeit der Plan.Wer weiß,was der Wettergott da noch mitzureden hat.....

13.09.2017: Schau mal einer an. Eine der beiden fehlenden Schwarzen ist gestern noch nach Hause gekommen. Und ich hatte einen Zettel am Schlag hängen,dass man mir den 441 in den Ausflug gesetzt hat. Leider kann ich die Unterschrift nicht lesen.Muss aber wohl ein RV Kollege sein. Dann sind ja doch fast alle wieder da. Habe aber gestern nicht durchgezählt.
Heute war ja der 4. Vorflug geplant aber den hatte ich ja gestern schon verschoben. Heute würde es auch echt nicht gehen, jetzt ist hier erstmal seit heute Nacht Landregen und nachher zieht auch noch ein Sturmtief durch. Wer auf einen schönen Altweibersommer gesetzt hat nach diesem "Nicht-Sommer", der wird wohl enttäuscht werden. Dieses murkelige nicht-Fleisch-nicht-Fisch-Wetter geht immer weiter. Wird auf jeden Fall schwierig,da die Lücken für vernünftige Flüge zu finden. Aber nur noch 2 Tage und der Rest von heute und dann ist UUUUUUUrlaub! Dann werden wir auch etwas flexibler auf dieses merkwürdige Wetter reagieren können. Flugverlegungen,gerade bei den Preisflügen, sind natürlich immer schlecht für Planung und auch Teilnehmer,die vielleicht zum Gucken kommen wollen,aber bei Allem Tun muss immer nur das Wohl der Taube im Vordergrund stehen. Aber ich denke,wir werden das Kind schon über die Zeit schaukeln. Ich habe mir ja bereits in der Ausschreibungsphase zum Ziel gesetzt,den ersten Preisflug mit mindestens 150 Tauben zu beginnen und da sieht es bis jetzt doch ganz gut aus. Aber trommeln wir mal nicht zu laut,2 Vorflüge sind es noch,wenn alles klappt,eben auch mit dem Wetter. Und in 11 Tagen steigt dann schon der 1. Preisflug. Kinder,wie die Zeit vergeht! Bin gespannt wie ein Flitzebogen,auch,ob das mit der Auswertung und der Preisliste über RIRO alles so klappt wie gedacht. Spannung!!!!

12.09.2017: Na,das sieht doch schon wieder sehr freundlich aus. Gestern sind noch viele Tauben nachgekommen,hatte ich aber auch gar nicht anders erwartet. Es fehlen jetzt nur noch so 6-7 Tauben. Und eine davon ist bei einem Züchter unserer RV reingekrabbelt, 8 KM von hier entfernt. Leider sind auch 2 von den Schwarzen unter den fehlenden Tauben*schnief*.Ich mag Schwarze doch so gern. Aber die Eine wollte nie raus und die andere hatte ab und an mal ein nasses Auge......Überhaupt muss man doch auch mal ehrlich Eines festhalten: ja,es ist verständlich und möglich,dass Tauben mal vom Greifer gejagt werden und deshalb später kommen.Oder vielleicht irgendwo noch andere Tauben treffen.Oder schlicht mal in die falsche Richtung ziehen. Aber: man muss doch von einer normalen Reisebrieftaube verlangen können,dass sie dann auch in einer angemessenen Zeit merkt,dass da was falsch läuft und dann umkehrt, sich neu orientiert und nach Hause kommt.Vor Allem bei einem Auflass von nur 30 KM. Und sei es auch am nächsten Tag. Ist vielleicht sogar besser,wenn das mal passiert,als wenn sie immer nur dem Schwarm nach Hause folgen,den 2 oder 3 Tauben anführen(Schwarmintelligenz). Wenn das über 180 Tauben schaffen und einige nicht,ich glaube,denen muss man dann auch nicht wirklich nachtrauern.Auch wenn sich das jetzt hart anhört.
Anders ist das natürlich bei Auflässen wo schlechtes Wetter herrscht oder sonst etwas Gravierendes vorhanden ist,was die Tauben an einer sicheren Heimkehr hindert. Aber am Sonntag war nun wirklich fast perfektes Taubenwetter. Wann soll man auflassen,wenn nicht dann? Da kann man dann auch erwarten,dass die Tauben auch den Weg nach Hause finden. Und auch wenn einige Sportfreunde das nicht gutheißen werden,aber ich weine denen,die nun wirklich nicht mehr kommen von diesem Flug,keine bitteren Tränen nach. Wer von so einem Flug von dieser Distanz bei diesen Bedingungen nicht kommt,der kommt auch von 300 KM mit Kopfwind nicht. Das ist nun mal so.Ich bin jedenfalls nicht unzufrieden mit diesem Flug.

11.09.2017: Ich bin ja nun der Erste,der zugeben würde,nicht in eine Taube hineinsehen zu können.Was gewisse Verhaltensweisen auslöst,warum eine Taube nun genau DAS und nicht DAS tut usw. Aber für den Flug gestern,wenn man ihn einzeln betrachtet, kann es eigentlich nur eine Erklärung geben: Raubvogelangriff. Dafür spricht,dass die Tauben so aufgesplittet kamen,große Angst hatten und gleich in den Schlag stürzten und das sie auch die Flügel hängen ließen,was auf eine hohe Fluggeschwindigkeit hindeutet(Angstfliegen). Allerdings gab es schon beim Auflass eine Besonderheit: sie gingen aus dem Anhänger und zogen SOFORT ohne zu Kreisen oder zu Drehen in eine Richtung ab. Allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung als nach Hause......als wäre dort etwas,wo sie unbedingt hin wollten. Und dann wurden sie seitlich durch den Wind verdriftet,da alle Tauben aus Nord/Nordost kamen (Südwestwind).Merkwürdig. Sie standen gut 30 Minuten bei offenen Rollos am Auflassplatz,hatten also genug Zeit,Orientierung aufzunehmen. Das Wetter war nahezu perfekt,ideale Bedingungen,einzig der Wind war etwas stärker aber jetzt auch nicht wesentlich,vielleicht Stärke 3 in Böen 4. Nun aber 2 Dinge,die auch mich stutzig machen. Auch andere RVen (u.A. unsere) hatten gestern einen sehr schweren Flug,während wieder andere ganz glatte Verläufe hatten (sh.Ostseerennen).Auch hier herrscht Ratlosigkeit unter den Züchtern über das Warum. Die zweite Sache,die mich grübeln lässt: alle 3 Stadttaubenmixe der Userin Eva aus der Taubenplattform und 5 von den 6 verbliebenen Hochzeitstauben waren schon gestern recht zeitig zu Hause. Während von den Derby-Tauben,die ja eigentlich diejenigen mit dem besseren Orientierungssinn sein sollten, etliche fehlten. Verstehe das einer,ich verstehe das nicht.Wir haben alle von Tauben keine Ahnung,keiner von uns.Stand gestern 20 Uhr waren 170 Derby-Tauben zurück,also fehlen noch gut 20 Tauben. Davon werden viele heute ankommen,klar,aber merkwürdig ist das Alles schon sehr. Wenn man nicht mal mehr gefahrlos bei idealem Flugwetter auflassen kann,wann denn dann? Es muss doch eigentlich möglich sein,dass ein Schwarm von knapp 200 Tauben mal in gerader Linie 30 KM fliegt,auch wenn der Raubvogel mal reinknallt. Man hat es auch am Verhalten gesehen,dass da irgendwas gewesen sein muss.Erst war Totenstille im Schlag aber so nach 30 Minuten merkte man richtig,wie es "klick" machte und dann begriffen sie erst richtig,dass sie zu Hause und in Sicherheit waren und fingen auch wieder an zu brummen und sich zu beißen usw. Ein wirklich merkwürdiger Tag gestern.......

10.09.2017: Es ist jetzt 08 Uhr und ich komme gerade aus der EST zurück,wo ich den Anhänger mit den Tauben hingestellt habe. Sie wurden heute Morgen wieder eingesetzt und werden dann heute Nachmittag zum 3.Vorflug aufgelassen. Das mit dem Hanf in der Tränke war letztes Mal übrigens eine gute Sache,es haben viel mehr Tauben die Tränke gefunden.Das habe ich heute wieder so gemacht. Eine sehr gute Idee,die der Sportfreund Bruno Bucher da hatte, wirklich nachahmenswert!
Derzeit ist hier noch richtig dicker Nebel.Deswegen hoffe und denke ich,das die vielen RVen und Derbys,die heute ihren Endflug haben,so vernünftig sind,ihre Flüge nicht zu früh zu starten. Insgesamt soll es ja ein richtig gutes Flugwetter werden heute,da kann man auch mal eine Stunde länger warten mit dem Auflass.
Für nächsten Mittwoch hatte ich den 4. Vorflug geplant,doch ein Blick auf die Wetterseiten verheißt eigentlich nichts Gutes.Die ganze Woche hohe Schauerneigung.Allerdings sind die Vorhersagen,so sie denn mehr als 2-3 Tage im Voraus sind,höchst ungenau.Und manchmal ändert sich die Vorhersage sogar für den nächsten Tag stündlich. Wir werden mal schauen,wie es dann amDienstag Abend wirklich ausschaut und dann entscheiden, ob und wohin wir fahren. Aber erstmal müssen wir natürlich den Vorflug heute gut überstehen.
Im Garten aufpassen wird wieder mein Kumpel Dieter,was heute besonders zu honorieren ist,denn ich möchte so losfahren,dass die Tauben gegen 16 Uhr am Schlag eintreffen (wenn es nach Plan läuft). Da sind sicherlich noch nicht alle Tauben vom heutigen Regionalflug bei ihm zu Hause und auch das Ausrechnen erfolgt dann bald,so das er sicherlich Besseres zu tun hätte,als bei mir auf die Tauben aufzupassen. Das ist schon aller Ehren wert,wie er mich hier  unterstützt und wirklich keine Selbstverständlichkeit.
Sogar filmen will er wieder. Das hat mich sehr gefreut,denn ich fand den letzten Film mit diesen unbewussten Kommentaren richtig Klasse! :-) Und nicht nur ich,wie ich schon verschiedentlich gehört habe. Dieter ist wohl schon so was wie der heimliche Star des Heide-Derbys.Aber ist ja auch wirklich so ein nettes Hamburger Urgestein,toller Typ!
Ich melde mich heute abend dann nochmal wie der Vorflug gelaufen ist.13:30 Uhr: Da fahre ich vorhin nochmal in den Garten um ein bischen Scheiße zu kratzen,sitzt da eine rote Taube im Regal. Hm,denke ich,da habe ich wohl heute morgen eine übersehen,gucken wir mal,wer das ist.Ich mir also die Taube gegriffen und...es ist die 376 von Günter Meinecke,die ich bei der Bestandskontrolle am 02.09. mit "weg" markiert hatte. Rund und gesund,die war wohl irgendwo drin und der Züchter hat sie heute mit dem Kabi hier in die Richtung mitgegeben.Das ist nun die dritte Taube diese Woche,die vom 1.Vorflug noch heimkommt,nicht schlecht.18:30 Uhr: schleppender Verlauf heute. 15:25 Uhr aufgelassen,die erste Taube laut Dieter um 15:50 Uhr,einzeln,dann 10 Stück einzeln,darunter eine Hochzeitstaube und erst um 16:35 Uhr ein Schwarm von so 70-80 Tauben. Um kurz vor 17 Uhr nochmal ein Schwarm von 30 Tauben und bis 18 Uhr waren so ca. 160 an Bord. Die Tauben kamen alle vom Norden und hatten große Angst.Sie waren scharf geflogen,dass erkannte man an den hängenden Flügeln. So tippe ich mal auf "Feindkontakt". Ich werde weiter berichten,bin aber trotz des schleppenden Verlaufs nicht unzufrieden.Heute mussten sie eben ein bischen mehr arbeiten,haben mehr gesehen und hoffentlich auch wieder was gelernt. Im Wasser ist übrigens heute wieder Tollyamin forte.

09.09.2017: Hat man jetzt beim großen deutschen Derby,wo heute Endflug angesagt war,doch endlich begriffen,dass heute kein Auflass möglich ist? Zur Info: fast auf der gesamten Strecke ist seit gestern Abend Dauerregen,mal mehr,mal weniger. Man hat jetzt schon deutlich verkürzt auf 344 KM und die Tauben sind auch noch nicht raus. GUT SO!!!! Vielleicht,aber nur vielleicht,ist man ja so einsichtig,die Tauben bis Morgen stehen zu lassen und dafür eben den Ablaufplan umschmeißen zu müssen. Ich denke,da würde der Veransstalter nicht nur vom Großteil der Züchter Respekt und Verständnis bekommen,sondern auch allen potentiellen zukünftigen Kunden zeigen,dass er es ernst meint mit der Achtung des Taubenwohls. Denn selbst wenn es jetzt zum Mittag hin aufhören sollte zu regnen,die getränkte Erde,die Bäume,alles dampft dann aus und bildet einen Dunst,der immer höher zieht,bis er sich auflöst.Nicht ideal. Morgen ist definitiv der bessere Auflasstag. Man hätte gestern erst gar nicht losfahren sollen........13 Uhr: JA!! SEHR GUT!!! Man hat Einsicht gezeigt und den Flug auf morgen verschoben. Die einzig richtige Entscheidung! Hätte ich,ehrlich gesagt,so nicht gedacht,aber umso erfreulicher für die Tiere.Über 400 KM in der Vollmauser ist schon schwer genug.Ich bin sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.

08.09.2017: Gestern kam noch eine der tapferen Seelen vom 1.Vorflug zurück.Hat sich 9 Tage draußen durchgeschlagen,das sieht man. Ich habe mich sehr über dieses wackere Täubchen gefreut!

Das Einsetzen zum letzten Jungtierpreisflug der RV,gleichzeitig Regionalflug über 300 KM, ist von heute auf Morgen und der Flug somit auf Sonntag verschoben worden. Eine sehr vernünftige Entscheidung,da der Sonntag der viel bessere Flugtag ist. Leider werden wohl kaum noch Züchter unserer RV teilnehmen und deshalb wird auch das Erreichen der 200 Tauben wieder schwierig.Auch wenn man sportlich keine Chance gegen die Masse der Tauben der RV Harburg hat,die doch das Flugbild bestimmen (dies auch noch bei Südwestwind),so sollte man so einen Flug,wenn er denn schon angeboten wird,auch annehmen. Spätestens ab dem 4.Flug im nächsten Jahr starten doch sowieso alle Tauben aus einer Kabine,da kann es nicht schaden,wenn sie diese Situation schon kennen.Unabhängig davon,wie man dann in der Preisliste abschneidet.

Auch das Uplandderby hat reagiert und seinen Endflug auf Sonntag gelegt.Hut ab!Keine Selbstverständlichkeit bei OLR,wie man an einem anderen großen deutschen Derby sieht. Denn hier wird nicht nach Taubenwohl,sondern nach "Ablaufplan" verfahren. Eine Verschiebung des Fluges würde ja alles durcheinanderbringen,um Himmels willen! Kann man doch den Teilnehmern nicht zumuten! Und wer denkt an die Tauben?........Vielleicht hat man dort ja auch die Hoffnung,dass der ruppige Südwestwind die Tauben schon nach Hause pusten wird und das die Schauer unterwegs nicht langanhaltend sind. Na und selbst wenn:dann produziert man eben mal,wie so häufig dort,einen richtig schweren (End)flug,bei dem viele Tauben ausbleiben.Juckt doch keinen. Im Gegenteil: es soll ja Züchter geben,die genau diese Art von Endflügen wollen,um die "harten und guten" Tauben rauszufiltern. Der ganze Rest kann ruhig unterwegs elend zugrunde gehen.Man sieht es ja nicht.Aus den Augen aus dem Sinn.
Dazu fällt mir wieder eine Begebenheit vor einigen Jahren ein. Ich fand eine vollkommen erschöpfte Jungtaube und rief die Nummer auf dem Telefonring an. Der sehr nette Herr am anderen Ende der Leitung war jener Ausrichter. Auf meine Frage,ob er sich die Tauben holen oder lieber schicken lassen wollte,lachte er vergnügt und sagte nur nein,nein, er hole keine Tauben ab oder lasse sich die schicken,da würde er ja arm bei werden.Hat sich nichtmal nach dem Zustand des Tieres erkundigt oder sich mal für die Meldung bedankt. Aber ich könne die Taube ja 2 Wochen pflegen ,dann wäre Endflug bei ihm. Da könnte ich dann ja zum Zuschauen und Mitfeiern hochfahren und die Taube mitnehmen.Dann würde er sie auch annehmen.
Ich denke,das veranschaulicht ganz gut,welchen Stellenwert das einzelne Tier bei (einigen) OLR hat.Nämlich gar keinen. Die Taube ist nur Mittel zum Zweck.Nicht viel mehr als ein Golfschläger oder eine Angelrute. Ich glaube ,ich habe es schon mal gesagt und ich sage es gern wieder: diejenigen Taubenzüchter,die ein solches Denken und Verhalten unterstützen, sollen sich bitte NICHT an meinem Derby beteiligen!!!
Den Tauben dort wünsche ich jedenfalls,dass sie am Samstag einfach mal Glück haben,um jedes Regengebiet herumfliegen und vollzählig nach Hause gepustet werden. Und ich wünsche mir eine Massenankunft von 400 oder mehr Tauben auf einmal.Die langen Gesichter über so einen "langweiligen" Endflug,die würde ich dann gerne sehen.....
Allein der Glaube daran fehlt mir bei über 400 KM bei diesem Wetter und in der Vollmauser.Aber der starke Rückenwind lässt meine Hoffnung noch bestehen.Nach dem ohnehin sehr harten letzten Preisflug dort,von dem immer noch hunderte Tauben fehlen, haben die Tauben nicht noch einen Mörderflug verdient.

07.09.2017: Auch wenn ich derzeit noch nicht zu 100% weiß,ob ich das Rennen im nächsten Jahr wieder anbieten werde( wer weiß,welche Katatstrophen mich noch erwarten?), gehen einem doch schon Gedanken durch den Kopf ,was man alles verändern müsste/sollte/könnte. Sicherlich wird es so sein,dass ich aufgrund der Teilnahme an der Altreise nicht mehr so viel Geld haben werde,was ich in das (Jungtauben)Rennen stecken kann. Deswegen wird wohl eine Art Versorgungspauschale unumgänglich sein.Ich denke da derzeit so an 20€ pro Team.Das wäre etwa ein 25-Kilo-Sack Futter und damit sollte man bis zu 5 Tauben über einen Zeitraum von 4 Monaten(Juni-September) ernähren können.
Was im nächsten Jahr mit den Alten wird,auch das ist noch nicht fix. Fest steht nur: es wird ein Reiseprogramm für die dann Jährigen geben. Ich würde eigentlich gerne wieder RV Programm spielen,doch der Gegenwind,der mir hier vor Allem aus den Reihen der anderen Einsatzstelle entgegenweht und mein absolut nicht vorhandenes Vertrauen in die Flugleitung des Regionalverbandes sind da große Hürden. Einen Antrag auf Aufnahme werde ich aber wohl stellen. Mal sehen,ob der "Störenfried" Steinert wieder in die RV aufgenommen wird. Sicher ist das jedenfalls nicht.
Doch auch,wenn ich nicht im RV Programm spielen(darf?) werde, so werde ich eben ein eigenes Programm mit 10-12 Flügen aus der Windrose aufziehen.Die Technik dafür ist jedenfalls vorhanden. Ist vielleicht auch ganz interessant.Allerdings ist es auch bei mir so:ein "richtiges" Flugprogramm in größerer Konkurrenz ist mir bei Alttauben doch gefühlt irgendwie lieber. Das ist wohl so "drin" bei uns Taubenzüchtern.Wir schauen mal,was da noch so kommt.
Auch bei den Preisgeldern muss ich nochmal in mich gehen und vielleicht ein wenig umverteilen,um die Anreize höher zu setzen.Obwohl die Verteilung derzeit ok ist. Aber ich denke,da geht noch ein Tick mehr Anreiz für Einige.
Und natürlich muss man die Erfahrungswerte was Schlagbau (Lüftung vor Allem),Besatz,Führung,Training und Flüge nach Abschluss des Rennens aber auch schon währenddessen analysieren und sich Punkte herausarbeiten,die gut sind und genauso Punkte,wo noch Optimierungsmöglichkeiten bestehen.Ich denke da z.B. an den großen Punkt Krankheitsprophylaxe,denn nicht immer ist ein Sommer so mild wie dieser.Was,wenn wir nächstes Jahr eine Hitzewelle mit länger andauernden Temperaturen Ü30 Grad haben?
Und so gibt es viele Dinge,die mir hier jetzt schon im Kopf herumgehen und über die ich nachdenke.Man ist ja immer bestrebt, Gutes zu erhalten und den Rest zu verbessern. Langweilig wird einem hier sicher nicht.
Was mich derzeit sehr freut,sind die bislang vielen positiven Meldungen von Teilnehmern aber auch Außenstehenden und das Interesse,das dieses Derby allgemein auslöst. Solange diese Leute in der Überzahl gegenüber denen sind,die mir alles Schlechte an den Hals wünschen (und die gibt es!),solange habe ich auch einen Grund ,mich hier weiterhin voll einzubringen.

06.09.2017: Sie wie es derzeit aussieht,werde ich den 3.Vorflug wohl nicht am Freitag sondern am Sonntag durchführen.Heute ist hier Dauerregen und daran soll sich bis Freitag nicht viel ändern.Muss dann ja nicht sein,auch wenn es "nur" 30 KM sind.

05.09.2017: Gestern ist noch eine Taube vom 1.Vorflug am letzten Dienstag wiedergekommen.Das hat mich sehr gefreut. Von hier aus einen recht herzlichen Dank an den Züchter,bei dem diese Taube drin war. Gerne darfst du den Telefonring natürlich als Souvenir für deine Pflege behalten.....
Ansonsten gibt es nach dem aufregenden Wochenende nicht viel Neues,darum vielleicht nochmals meine derzeitige Versorgung:
Futter ist derzeit das Beyers Premium Reise mit zusätzlich 10 % Hanf.Da die 16 Sack aus dem Sonderangebot von Sandeck nun bald aufgebraucht sind,werde ich mal bei unserem Futterhändler schauen,was er noch so an Reisefutter liegen hat,das jetzt weg muss,die Reise ist ja vorbei. Vielleicht bekomme ich das dann ja etwas günstiger.Dieses Futter wird 2x die Woche mit Mineralith und Moorkonzentrat vom der Fa. Teekontor Werlte angemischt. Die Gritmischung "Patagoon" von deWerd gibt es täglich morgens und nachmittags frisch. Im Wasser ist Mittwochs Blitzform in der Dosierung 1ml auf 1Liter, Samstags und Sonntags C-Phos, wenn sie vom Flug kommen Tollyamin forte oder BT Amin und sonst (Mo,Di,Do,Fr.) wird das Wasser mit Soft Acid in der Dosierung 1ml auf 1,5 Liter angesäuert. Ihr seht ,eine recht einfache,schnörkellose Versorgung bei der die Tauben aber trotzdem super da stehen. Der Kot ist rund und fest (habt ihr ja im Video gesehen) und schön trocken,die Mauser schreitet normal voran,die Tauben fliegen ordentlich,jetzt,wo der Großteil der Dachhocker nicht mehr im Schlag ist und machen auch sonst einen sehr guten Eindruck. Alles in Allem bin ich derzeit sehr zufrieden mit den Tauben.
Am Freitag ist der nächste Vorflug geplant.Derzeit sieht die Prognose nicht so gut aus,aber: ruhig bleiben,die Wetterseiten ändern sich ja ständig. Ich werde Donnerstag Abend entscheiden, ob ich fahre oder nicht oder vielleicht kürzer fahre. Nur keinen Streß.

04.09.2017: Nachdem ich gestern Abend gegen 20 Uhr DREI Mal durchgezählt habe um mich nicht wieder peinlichst zu verrechnen,kann ich nun vermelden,dass der 2. Vorflug verlustfrei verlaufen ist.Alle wieder an Bord. So soll es sein,gerne auch bei den Preisflügen. Das mag dann für den Einen oder Anderen "langweilig" sein,wenn ein großer Haufen zusammen ankommt,mir persönlich wäre das aber gerade recht. Ich kann ganz schlecht mit übermäßig hohen Verlusten und sehr schleppenden Flügen umgehen. Das mal welche ausbleiben,ok,das passiert. Die sehr hohe Raubvogelpopulation, die sehr hohe Dichte von Hochspannungsleitungen hier in der Region (siehe 665) und eben auch die eine oder andere entweder körperlich oder orientierungsmäßig untaugliche Taube hat man immer. Aber so massive Verluste wie bei anderen Derbys,ich mag gar nicht aufzählen,welche, die sind mit sowas nicht zu erklären sondern ganz einfach darauf zurückzuführen,dass man schlechte Auflässe produziert oder die jungen Tauben vor Aufgaben stellt,die sie nur schwer bewältigen können,zumal im halben Federkleid.Das wäre nichts für mich. Und deswegen können meinetwegen die Tauben immer so kommen wie gestern.Habe ich überhaupt kein Problem mit.....

03.09.2017: Die Tauben wurden heute Morgen eingepackt und stehen nun im Anhänger in der Einsatzstelle,um heute Nachmittag zum 2.Trainingsflug aufgelassen zu werden. Mein Kumpel Dieter hat sich netterweise bereiterklärt,im Garten auf die Ankunft der Tauben zu warten.Dafür nehme ich ein paar Sommerjunge von ihm mit zum Trainieren. Vielleicht kann ich ihn ja auch überreden,mit der Kamera die Ankunft der Tauben zu filmen,mal gucken. Wäre ja schön. Es ist schon gut,wenn jemand Verlässliches da ist,den man bei Bedarf mal um Hilfe ansprechen kann. So ganz allein ist nicht immer optimal. Damit heute mehr Tauben die Tränke finden, greife ich auf einen Trick zurück,den der Sportfreund Bruno Bucher von der SG Bucher/Bühler mal im Internet beschrieben hat. In jede Tränkrinne kommt eine Handvoll Hanf. Wenn sie den picken wollen,ist der Schnabel gleich im Wasser und das ist dann ein Aha!-Erlebnis für die Tauben. Eine gute Idee,die sich schon verschiedentlich bewährt hat. Vielleicht auch ein Denkanstoß für so manche RV,um den Jungen bei den ersten Kabi-Aufenthalten das Saufen beizubringen. Ich melde mich dann heute nachmittag/Abend nochmal um zu berichten ,wie der Vorflug gelaufen ist. Ich denke mal,dass ich so gegen 15 Uhr los werde.
18:00 Uhr: der Vorflug ist sehr gut verlaufen. Das Poltern,das ihr gerade hört,sind die Steine, die mir vom Herzen fallen. Gegen 15:15 Uhr wurden die Tauben aufgelassen und erst zogen sie fröhlich hin und her und hin und her. Da dachte ich schon: das wird doch nix heute.Aber die Bedingungen waren ideal. Dann habe ich mich ins Auto gesetzt und bin losgefahren und zu der Zeit müssen auch die Tauben abgezogen sein,denn als ich am Garten ankam,da war der Großteil schon drin und einige flogen noch ihre Runden.Die waren noch gar nicht ausgeflogen.Und das mit dem zügigen Reingehen,das müssen wir auch noch üben. Aber ich bin doch sehr sehr zufrieden heute.Kein Raubvogelangriff,augenscheinlich keine Verluste,so mag ich das.
Auch von hier aus muss ich nochmals ein ganzgroßes DANKESCHÖN an meinen Kumpel Dieter aussprechen fürs Aufpassen und Filmen und das (unbewusste?) Kommentieren. Besonders klasse fand ich den Satz: "Nu komm mal runter sonst sind die Preise bald vorbei." :-) Klasse!!!
Von der Ankunft gibt es ein schönes Video,das ich gerade bei Youtube hochlade.Schaut gerne mal rein!

02.09.2017: Heute um 04 Uhr war für mich die Nacht zu Ende,da ich die Tauben zur Bestandskontrolle eingefangen habe.Das braucht ja immer ein wenig Zeit,bis alle erfasst sind. Es scheinen doch noch ein par mehr vom Vorflug zu fehlen als ich dachte bzw. gezählt habe oder aber der Greifvogel hat härter reingeschlagen als vermutet. Aber ich denke,ich habe mich schlichtweg um den Faktor 10 bei den noch fehlenden Tauben vom Vorflug verzählt/verrechnet.
Eines ist mir besonders aufgefallen. Bis auf die 247 sind ausnahmslos ALLE Tauben weg,welche die JTK hatten und denen ich mehr als 1 Tablette geben musste. Auch von denen,die nur 1 Tablette bekommen haben ,fehlen welche,aber nicht alle. Für mich ziehe ich daraus eine ganz klare Erkenntnis......
Geträufelt habe ich die Tauben heute nicht,da meine extra gekaufte Träufelflasche nicht funktioniert.Na toll. Dann werde ich mir mal eine Pipette besorgen und eben nächstes WE träufeln.
Insgesamt sind noch 195 Derby-Tauben am Schlag und es haben sich tatsächlich 6 von 7 Hochzeitstauben rangepaddelt.Bemerkenswert.

01.09.2017: Auch gestern müssen ein paar Tauben nach Hause gekommen sein. Das erkenne ich daran,dass wieder alle 3 Schalies an Bord sind,vorgestern Abend fehlte da eine. Von den Schwarztigern aber keine Spur.
Heute startet beim Ostseeflug Usedom der Finalflug. Schade,den hätte ich gern mal live vor Ort gesehen,aber auf einen Freitag ist das ja immer doof als Berufstätiger in der Urlaubszeit. Dann muss ich wohl mit der Live-Liste bei Benzing vorlieb nehmen. Eine tolle Erfindung übrigens! Wenn man das jetzt noch koppeln würde mit einer Live- Kamera am Schlag(wie etwa beim SAMDPR),dann wäre die Spannung auch für die Daheimgebliebenen absolut top. Von all dem kann ich ja beim Heide Derby nur träumen.Ist schon einschränkend,keinen Strom am Schlag zu haben.
Das Wochenende ist auch schon verplant.Morgen ganz früh im Dunkeln werde ich die Tauben zur 2. Bestandskontrolle einfangen und allen die Nasen freiträufeln.Ein Teilnehmer hat mir da ein Produkt empfohlen,dass sehr gut wirken soll (nein,kein Antibiotikum).Das kommt heute an und dann wollen wir doch morgen mal schauen,ob es tatsächlich so eine positive Wirkung wie beschrieben hat.Man muss ja auch mal Neues probieren um sich weiterzuentwickeln. Und am Sonntag packe ich sie wieder früh ein,stelle sie den Tag über mit Wasser im Hänger in die EST und dann starte ich nachmittags den 2. Vorflug. Nachmittags deshalb weil sie a) wieder ein paar Stunden im Anhänger sein sollen um sich daran zu gewöhnen und (dreimal aufs Holz klopfen) auch irgendwann das Saufen lernen und b) ich sie nicht auf einen Sonntag,der vielerorts noch Flugtag ist, morgens auflassen will,weil die Gefahr von Kreuzungsverkehr dann zu groß ist. Im Übrigen bin ich,wenn es nicht gerade brüllend heiß ist, auch gar kein Freund von zu frühen Auflässen.Wenn ich hier die Umgehungsstraße fahre,kann ich ja weit ins Land gucken und da ist es morgens, gerade jetzt im Frühherbst/Spätsommer teils  noch sehr sehr dunstig. Und dieser Dunst hebt sich nur langsam. Kein ideales Auflasswetter. Da warte ich immer gerne bis mindestens 10 Uhr,dann ist die Sonne oben,die Luft ist etwas wärmer,die Sicht wesentlich besser als morgens um 6 oder 7 Uhr. So hat da jeder seine Meinung zu.

31.08.2017: Über den Tag verteilt sind gestern noch einige Tauben nach Hause gekommen. Eine davon,der 665 vom Team Matador, und einer meiner heimlichen Favoriten, mit offener Brust und gebrochenem Bein. Der wird jetzt wieder aufgepäppelt und dann im Herbst mit angeboten.Und wenn den keiner will,dann behalte ich ihn sehr gerne auch selber. Solch einen Mordant, bei diesem Wetter mit einer schweren Verletzung noch nach Hause zu kommen,der zeichnet meines Erachtens eine gute Taube aus. Der Vogel ist gut, garantiert!
Gestern Abend kurz vor 20 Uhr bin ich in den Garten,die Klappen zumachen,da kam noch eine Taube an. Die war so fertig,die hat den Einflug verpasst und ist daneben auf dem Boden gelandet.Ich habe sie dann durch die Tür reingelassen.Fix und alle,die Kleine,wo die wohl gewesen ist? Wollte gar nicht mehr von der Tränke weg.Durst ist der schlimmste Feind. Wenn ich richtig gezählt habe,fehlen jetzt noch 7 Tauben. Plus die eine Tote ,plus den Schwerstverletzten,macht 9 Ausfälle.Bislang. Vielleicht kommt ja noch was.
Es haben sich auch tatsächlich noch 4 von den 6 Hochzeitstauben rangepaddelt,das finde ich schon bemerkenswert. Die beiden Schwarztiger aber,die werde ich wohl nicht wiedersehen.Gemeldet wurde jedenfalls keine. Aber wenn Schwarztiger oder auch Weiße irgendwo reingehen,die werden wohl eher für die Enkelchen behalten.....:-)
Ein Negativbeispiel zum Mordant des 665 gab es aber auch,denn nachmittags kam mein Kumpel Dieter vorbei und brachte mir eine Taube,die Morgens bei ihm reingegangen war.Und die war recht fit. Kann die nicht die 200 Meter über die Bahn fliegen? Nein,geht flugs mit seinen Jungen bei ihm rein. So groß können die Unterschiede sein. Diese Taube wird meiner Meinung nach des Ende der Reise auch nicht sehen.Die hat einfach keinen richtigen Drang nach Hause sondern schließt sich dem erstbesten Schwarm an,den sie findet. Solche Tauben braucht man nicht. Solche wie den 665,die braucht man.

30.08.2017: Heute Morgen kurz vor 6 Uhr war noch keine der fehlenden Tauben am Schlag. Der eine Sputnik ist geöffnet,jetzt können sie schon mal wieder rein. Mal gucken,ob ich heute Nachmittag sehen kann,ob eine wiedergekommen ist. Aber die Leiche des 674 war heute Morgen nicht mehr da,vielleicht hat sich der Habicht die ja noch spät abends geholt. Habichte und Sperber kommen meist nochmal nach Stunden zurück um nachzuschauen,ob die Beute doch noch da ist. Falls er sich also die Taube geholt hat wünsche ich ihm guten Hunger.......und falls ein anderes Raubzeug sich die Taube nachts geholt hat,dem auch. Wohl bekommt´s!
Man muss allerdings bei allem Schmerz und aller Trauer über die noch verschollenen Tauben eines festhalten: die,welche jetzt noch fehlen,sind mit Masse Angehörige derer,die nie wirklich richtig fliegen wollten. Das ist leider so.Die fliegen im Schwarm zwar die kurze Strecke nach Hause,aber wenn dann was Unvorhergesehenes kommt und der Schwarm geht nochmal richtig ab,dann kommen die irgendwann nicht mehr mit und gehen runter,sind dann allein und erschöpft und desorientiert und haben vielleicht auch keinen guten "Draht" zum Schlag.......die fehlen dann eben. Und in diesem Zusammenhang kann ich auch nochmals nur an die Teilnehmer von Derbys,egal ob jetzt meinem oder einem anderen, appellieren, KEINE Tauben zu schicken,die in der Abstammung den letzten guten Flieger irgendwo in der Urgroßelterngeneration haben oder die schon seit 4-5 Generationen nur  noch auf die bestimmte Farbe gezüchtet wurden. Das hat einfach keinen Wert und ihr werft damit euer Geld zum Fenster raus! Der Betreiber eines Derbys,der Gewinn erzielen möchte,wird euch sowas sicher nicht sagen,der ist froh über jede bezahlte Taube,aber mir hier geht es ja nicht um eine Gewinnerzielung.Deswegen kann ich da auch direkter und offener sein.Und sorry,falls ich da jetzt jemandem auf die Füße getreten bin.Ich möchte hier niemanden runterputzen,aber es ist mir einfach wichtig,auch ein Stück weit die Augen zu öffnen,welche Tauben man besser nicht zu einem OLR schicken sollte.
Schauen wir mal,was heute noch den Weg nach Hause findet.Positiv denken!

29.8.2017, 12 Uhr: Heute ist wieder Arschloch-Tag! Gestern schön die Tauben eingepackt und im Anhänger in die EST gestellt.Alles klaro. Heute musste ich dann zwangsweise Urlaub nehmen,weil die Handwerker kommen sollten.Viel früher als geplant. Natürlich mauliger Chef.Toll,das erste Mal angepis....aber was soll man machen.
Kommst nach Hause, keine Handwerker da.Anruf,ja,nee,passt doch nicht,wir kommen nächste Woche! Arrgh! Na gut ,ok,dann kannst du ja die Tauben früher starten und sie müssen nicht den ganzen Tag im Anhänger in der Halle stehen. Zu Dieter gefahren,den eingepackt und los. Dieter hatte morgens die Tauben auch noch getränkt,dafür bin ich ihm sehr dankbar. Gesoffen haben aber nur wenige Tauben.
UM 10 Uhr auf 5 KM wurden die Tauben aufgelassen,um 10:15 Uhr habe ich Dieter über der Bahn abgesetzt,er wollte dann auch gleich zum Gucken in den Garten kommen. Ich habe erstmal den Anhänger in die EST gebracht und die Pappen rausgenommen. Da habe ich schon gesehen,dass ein großer Schwarm am Schlag flog.
Ich dann rübergefahren und was sehe ich? Da steigt der Habicht aus dem Garten auf! MANN! Angehalten,Dieter war schon da und kam mir entgegen,eine Taube in der Hand. Tot. Der schöne Schimmel von Uwe Heeschen. MAAAANN!
Etwa 50 Tauben waren da schon im Schlag,ca. 30 flogen vogelwild umher und der Rest.....weg.
Ich habe mich dann noch mit Dieter hingesetzt und bis ca. 11 Uhr waren dann so etwa 125 von 207 eingesetzten Tauben im Schlag. Und danach war der Himmel LEER!!!
VERFLUCHTE SCH.......!!! Kaum fliegen die Tauben mal am Schlag und keiner ist da,schon bolzt das Mistvieh dazwischen.Das kann doch echt nicht sein,Mann!Da verliert man echt die Lust auf Alles.Mit Dieter habe ich jetzt abgeklärt,dass bei den folgenden Flügen er am Schlag bleibt und ich allein auflasse. Einer muss immer da sein zum Aufpassen.Geht ja nicht anders.
Aber wenn das Drecksvieh mir heute 80 Tauben vergrätzt hat,dann weiß ich nicht.Motivation? Derzeit nicht. Strahlendblauer Himmel,keine Wolke und heute wird es 28 Grad. Wenn die losgeprescht sind in Panik.....oh Mann,ich mag gar nicht dran denken.
Ich werde heute Abend nochmal berichten,wie viele Tauben letztlich zu Hause sind. Aber derzeit bin ich echt angefressen....
20 Uhr: ich habe nun 186 von 207 gesetzten Tauben gezählt.Leider sind bis auf eine alle Hochzeitstauben noch abgängig.Auch die beiden Schwarztiger fehlen noch. Hoffen wir mal,dass noch einige den Weg nach Hause finden werden.

28.08.2017: Der Flug in der RV Uelzen und Umgebung,wo ich gestern bei meinem Freund Mirko Werner zum Schauen war,gestaltete sich sehr schwierig für die Tauben. Bis zu 370 KM Schlagvermessung, frischer Seitenwind,dazu noch viele Tauben in der Luft, die meisten Tauben in der Hauptmauser,das hat man dann schon gemerkt.Mehr als 2 Stunden Konkurs und abends viele fehlende Tauben.Natürlich sind auf so einem Flug professionell geführte Tauben noch deutlicher als sonst im Vorteil und nehmen den anderen Tauben die Preise ab. Trotzdem: wer normal gehalten auf so einem Flug gut kommt,der hebt schon einmal die Hand für später. Mirko hatte abends 9 von 16 zu Hause und macht 5 Preise. Eigentlich war noch einmal der gleiche Flug nächste Woche geplant,aber so wie sich das angehört hat,wird das wohl nichts und das war es mit der Reise dort. Einige Tauben von Mirko werden sicherlich noch kommen bei dem guten Wetter und dann haben die Tauben schon mal ordentlich was gezeigt als Junge.
Diese Woche wird dann auch der 1. Trainingsflug beim Heide Derby gestartet,ich bin mir nur noch nicht schlüssig,ob ich das morgen machen soll oder wie geplant am Mittwoch,denn Mittwoch soll es leichte Gewitterneigung geben und dann ist die Luft ja immer so schmierig. Probleme erwarte ich bei 5 KM eigentlich nicht. Aber der Teufel ist ja bekanntlich ein Eichhörnchen und wer weiß ,was da schief gehen kann.Standard bei dem 1.Trainingsflug ist jedenfalls,dass die Tauben NICHT vor mir am Garten sind. Die Muffe geht mir in jedem Fall,aber das ist ja immer so. Nur jetzt eben noch ein wenig schlimmer.Ach,wird schon werden. Immer ruhig bleiben.

27.08.2017: Die relativ kurze Konkurszeit gestern täuscht darüber hinweg,dass abends noch gut ein Drittel der Tauben gefehlt haben.Jedenfalls war die Stimmung wieder mal nicht sehr gut. Aber ein Züchter unserer EST macht den 1.Konkurs,das hat uns alle sehr gefreut. Gestern sprach mich dann auch ein Züchter auf das letzte Video an und meinte: "Du musst die Tauben mit einem Besen rausscheuchen,die fliegen sonst ja gar nicht."
Das ist etwas,was ich sicherlich nie tun werde. Ich möchte keine Tauben,die schon davonjagen,wenn ich den Schlag betrete.Wenn sie auf dem Dach sind,dann werden sie einmal mit der alten Angel in die Luft gebeten,aber sie bekommen definitiv kein Zwangstraining.Das zählt für mich als vertrauensbildene Maßnahme. Und diejenigen,die absolut keinen Flugwillen haben,die bekommt man vielleicht mit Zwangstraining aus dem Schlag und in die Luft,ja,aber die werden auch nie lange fliegen sondern sofort wieder runterwollen.Und so müsste ich dann die ganze Zeit mit der Fahne rumlaufen,um diese Tauben vom Landen abzuhalten.Wie das für all die anderen Tauben dann ankommt,das überlasse ich mal euch in der Beurteilung.
Sicherlich ist es so,dass diese faulen Tauben wahrscheinlich das Ende der Reise nicht sehen werden.Aber wenn das alles meine Tauben,dann wären die Dachhocker schon lange nicht mehr da.Eine Taube muss von selber fliegen wollen. Wer das nicht will,wird auch nie eine Gute werden. Auch über die Länge des Fliegens habe ich meine eigene Meinung. Alle Tauben sind verschieden und alle Tauben brauchen verschiedene Flugzeiten um eine gewisse Grundfitness zu bekommen.Sicherlich sehe ich es auch gerne ,wenn die Tauben so wie die Glorreichen 30 freiwillig ein ordentliches Pensum abreißen, mal wegziehen,dann hoch wiederkommen und auch mal ordentlich Spped aufnehmen. Aber notwendig ist das Alles nicht. Mein 471,der ja 2016 1.As-Vogel der RV wurde,hat  immer 2-3 Tage in der Woche gehabt,wo er vielleicht 10 Minuten geflogen ist.Dann wollte er unbedingt wieder in seine Zelle,aufpassen,dass da kein Anderer reingeht. Hat auch funktioniert. Oder zu den besten Zeiten meines Vaters: auch da gab es schon Leute,die immer stolz erzählt haben,dass ihre Tauben ja stundenlang so und so hoch und so und so schnell fliegen. Kannten wir nie. 20 Minuten vielleicht,dann hinsetzen,mit anderen raufen,ein bischen auf dem Rasen picken,rein und wieder raus aus dem Schlag um dann flügelklatschend wieder abzufliegen und wie ein Fallschirm wiederzukommen. Und am Flugtag kamen unsere dann wie die Bienen und ließen all die "Stundenflieger" hinter sich.
Und deswegen gehe ich da ganz entspannt an das tägliche Training am Haus. Mir ist es wichtiger,dass sich die Tauben wohlfühlen,als dass sie eine bestimmte Zeit in der Luft sind.Letztlich habe ich ja hier auch keinen Konkurrenzdruck,weil ich mich mit dem Derby nicht mit anderen Züchtern messe.Vielleicht ist das der falsche Weg und ich bekomme dann auf den Flügen die Quittung weil viele ausbleiben.Allein,ich glaube das derzeit nicht. Wir werden sehen.
So und jetzt fahre ich nach Salzwedel zu meinem guten Kumpel Mirko Werner und werde mal gucken,wie seine Jungen diesmal vom Flug kommen.

26.08.2017: Aua ,mein Kopf! Warum ist das heute so hell? Wer hat alle Geräusche 5 Stufen höher gestellt? Und wer zum Teufel hat das tote Eichhörnchen in meinen Mund gelegt?????
......der Flug in der RV scheint heute wieder ein schwieriger zu werden/zu sein. Bei meinem Kumpel Dieter um 09:22 Uhr die ersten beiden Tauben und bis 10 Uhr waren gerade mal 11 von 24 zu Hause. Von 200 Km nicht gerade berauschend,oder? Bei Anderen ähnlich. Ich glaube,da fliegt einfach alles kreuz und quer bei der Jungreise ohne das man sich vernünftig abspricht. Wenn unsere in Milmersdorf um 08:50 rauskommen und die Harburger um 09:00 Uhr in Gransee (und das waren sicher nicht beiden einzigen RVen in der Gegend),mag ich mir das Chaos am Himmel ja gar nicht vorstellen.Wenn man sich nichtmal innerhalb des eigenen RegV abgesprochen bekommt,wie soll das dann regio-übergreifend klappen? Wahrscheinlich alles zu aufwändig und das Telefonieren ist zu teuer....was weiß ich. Schön ist das Alles nicht mehr.
heute habe ich mal wieder ein bischen gewerketl,damit ich die Tauben besser gefangen bekomme. Ja,ab nächste Woche geht es schon los. Da bin ich auch schon fingerknabbernd nervös,wie das wohl laufen wird.Muss ehrlich sagen,ein bischen geht mir die Muffe schon. Nicht auszudenken,wenn mal ein (Vor)Flug in die Grütze geht. Dann wird im Netz ja gleich das große Halali geblasen. Nun,auch damit werde ich leben müssen. Aber seien wir mal optimistisch und sagen,dass alles ganz glatt laufen wird. Toi toi toi.

25.08.2017: Heute an meinem 41. Wiegenfest wird also zum 3. Jungtierpreisflug eingesetzt. Da gebe ich immer die Bratwurst aus,das gehört sich so. Viel werde ich aber nicht einkaufen müssen,da doch schon einige Züchter nicht mehr setzen werden. Zu groß waren wieder mal die Verluste, trotz des eigentlich guten Flugwetters. Das ist natürlich einerseits verständlich,dass die Leute ihre wenigen Jungtauben nicht verlieren wollen aber andererseits erzeugt es auch wieder diesen Teufelskreis,da im nächsten Jahr dann sehr viele völlig unerfahrene Jährige in die Kabine kommen. Und das erzeugt dann, richtig, wieder Verluste. Ein Scheißspiel. Daher kann ich nur jedem empfehlen,dessen Tauben gesund sind: setzt! Und wenn ihr nur 10 Tauben überbehaltet. Die sind es dann auch wert,über den Winter genommen zu werden. Ich denke,dass diejenigen Züchter unserer RV ,die durchsetzen,auch diejenigen sein werden,die 2018 am Wenigsten Probleme mit den Jährigen haben werden. Ich möchte auch auf einen Youtube Kanal hinweisen. Und zwar den vom Sportfreund Lothar Scheugl aus der RV Uelzen und Umgebung: Lothar ist der einzige Züchter,den ich kenne, der mit einer Mannschaft unter 12 Tauben (Alte UND Junge) ganz hervorragend spielt. Er hat nun den Youtube Kanal "Taubenschlag Insider" seit diesem Jahr aufgemacht und was er dort in seinen kurzen Videos zu sagen hat,das ist allemal hochinteressant. Man muss nicht mit Allem so konform gehen,aber da sind einige Sachen dabei,da sollte man mal gründlich drüber nachdenken und das,was er sagt,auf seinem eigenen Schlag reflektieren. Schaut also mal rein, man ist nie zu schlau,um nicht noch was lernen zu können......

23.08.2017: Gestern habe ich dann auch wieder ein kleines Video gedreht und bei Youtube eingestellt. Wie fast immer gab es auch gleich wieder ein paar Daumen runter von einigen Spinnern oder Neidern oder was weiß ich. Aber auch genauso viele Daumen hoch,immerhin.Zumindest konnte ich mal wieder zeigen,dass die Tauben in einem ordentlichen Zustand sind und das der Kot schön fest und trocken und mit Daunen drauf ist. Kranke Tauben setzen solchen Kot eben nicht ab. Insgesamt gefallen mir die Tauben derzeit recht gut. Das die Flugfreude in der Mauserzeit nicht mehr ganz so groß ist,ist normal. Die Glorreichen 30 sind aber da immer noch Vorreiter.
Der 3. Preisflug beim Ostseeflug Usedom war gestern anspruchsvoll aber nicht schlecht. Die ersten Tauben fliegen gut 85 Km/h aber die Ankunft zieht sich doch etwas hin. Das liegt m.E. hauptsächlich an 2 Faktoren. 1.)die auch hier immer stärker einsetzende Mauser und 2.) die Entfernung. Ich schrieb es ja schon letzte Woche. Doch die Tauben kamen sehr gut nach,was auf eine solide Basisgesundheit schließen lässt. Insgesamt glaube ich,dass dieses Rennen eines der am besten geführten weltweit ist. Vielleicht gebe ich da nächstes Jahr mal ein paar Tauben hin.Mal gucken.
Besonders gefreut hat mich,dass der Heidederby-Teilnehmer Markus Winter (Team Matador) den 3. Platz erringt und somit schon in die Geldränge kommt. Der hat einige gute OLR-Linien auf dem Schlag mit denen er schon bei diversen Derbys gut abgeschnitten hat und mindestens 2 seiner Tauben bei mir hier gehören ja auch zu den Glorreichen 30. Ich denke,die Tauben vom Markus werden auch beim Heide-Derby ein Wörtchen mitzureden haben.

22.08.2017: Ich freue mich immer,wenn Teilnehmer an meinem Derby auch in Ihrer Konkurrenz gut fliegen. besonders freue ich mich dann,wenn es Sportfreunde sind,die mir sehr symphatisch rüberkamen. Und so habe ich mich sehr über die Erfolge von Stefan Wernecke aus  Wolfsburg und Frank Schmalz aus Leimbach gefreut. Stefan,sonst eher die Kategorie "Preislieferant aber mit Spaß dabei" fliegt schon letzte Woche den 2. Konkurs in seiner RV und diese Woche schafft er es ganz nach oben und fliegt den 1.Konkurs! Klasse! Und besonders symphatisch ist,dass er selber sagt, ich zitiere: "Irgendwie scheine ich derzeit alles richtig zu machen.Ich weiß nur nicht,wie.So viele Preise wie jetzt habe ich die 3 Jahre vorher zusammen nicht geflogen." Keine Überheblichkeit,keine Aufgeblasenheit,solche Sportfreunde lobe ich mir. Da freut es einen dann auch doppelt,wenn so schöne Erfolge eingefahren werden.
Frank Schmalz fliegt in seiner ersten Saison nach jahrelanger Abstinenz letzte Woche den 1.Konkurs in seiner Konkurrenz und diese Woche ein sehr schönes Ergebnis mit 17/11. Ganz stolz hat er berichtet,dass der 1. Konkurs-Sieger der Nestbruder einer Derby-Taube ist und das auf dem zweiten Flug alle Geschwister der Derby-Tauben Preis fliegen. Auch das freut mich sehr und gibt Anlass zur Hoffnung,dass sich auch die Derby-Tauben gut zeigen werden.
Mirko Werner,mein guter Kumpel,legt mit 17/13 in der RV Uelzen und Umgebung wieder ein super Ergebnis hin.Allerdings macht der Vogel,der vorher 3 Mal Schlagerster bei ihm war,diesmal gar keinen Preis.Hoffentlich ist da nichts passiert.
Gestern ließ sich zur Abwechslung mal kein Raubvogel blicken. Heute werde ich dann auch wieder ein kleines Video drehen ,um zu beweisen,dass die Tauben noch leben. Auch wenn sie bedingt durch die Mauser derzeit schon schön zerrupft aussehen. Ich würde sie ja gerne belichten aber,ihr wisst ja,kein Strom,kein Licht. Dann muss es eben auch so gehen.

21.08.2017: Gestern Abend habe ich bemerkt,dass eine Taube fehlt,die mir immer besonders positiv aufgefallen ist. Ob sie von gestern fehlt oder schon ein paar Tage länger weg ist,weiß ich nicht.Das Fehlen fiel mir nur eben gestern auf. Sehr schade,war ein super Scheckweibchen,die hätte ich nach Ende des Rennens behalten. Aber wie das ja so oft ist: diejenigen,auf die man ein Auge geworfen hat,die sind dann irgendwann nicht mehr da.
Ein Habicht kam gestern zweimal hier rüber,beide Male kam aber kein Angriff. Ein altes Männchen,ich schätze mal ,der aktuelle Revierinhaber und Vater des vergrämten Junghabichts,der mir hier ja vor ein paar Wochen das Leben schwer gemacht hat. Beim zweiten Mal legte er die Flügel an und schoß über die Bahn in den kleinen Schwarm Alttauben meines Kumpels Dieter und sprengte diesen. Ob er eine Taube erwischt hat,konnte ich nicht mehr sehen,ich muss Dieter die Tage mal fragen.Der Habicht interessierte sich null für meine Tauben.Auch daran sieht man,dass es ein Altvogel war,der weiß genau,dass es sich nicht anzugreifen lohnt,wenn er einen Menschen im Garten sieht. Raubvögel sind nicht dumm!
Und so ist das hier nun mal. Selbst wenn man einen Raubvogel vergrämt hat,der nächste ist bestimmt nicht weit. Damit muss man eben zwangsläufig irgendwie klarkommen. Aber das diese schöne Blauscheck jetzt weg ist,das sticht doch ungemein.Die war körperlich perfekt. Mist.

20.08.2017: Gestern Morgen bin ich nun nach Bad Münder gefahren um den Transportanhänger bei den Sportfreunden Karl Heinz und Michael Stumme abzuholen. Geplant war: gegen 10 Uhr ankommen,nett eine Stunde quatschen, Abfahren, gegen 13 Uhr zu Hause sein, Tauben in Ruhe versorgen...... Geworden ist daraus: 10 Uhr ankommen, 5 Stunden lang quasseln, dann merken,dass man ja eigentlich den Transporter  übernehmen wollte, irgendwann nach 17 Uhr zu Hause ankommen und bei den Tauben noch schnell eben Futter und Wasser reinwerfen,weil die Frau sonst schon mit dem Nudelholz bereitstünde....:-). Tja, Taubenzüchter untereinander eben. Vor Allem der Karl Heinz,der ist so begeistert von Tauben, leuchtende Augen, weitausholende Bewegungen, Anekdote auf Anekdote. Der lebt Taubensport. Toller Kerl! Ich mag ihn.:-) Den Micha natürlich auch!

Der 2.Preisflug gestern war sehr schwer in unserer RV. Zwar diesmal "nur" 70 Minuten Konkurs aber unglaublich viele fehlende Tauben,wie ich gehört habe. Bei 2 Züchtern unserer EST sogar wohl ein Totalausfall.Das ist unglaublich bitter. Solche Geschichten lassen Züchter sogar aufhören,wenn es blöd läuft. Aber ich kann es ja verstehen. Da fühlt man sich so richtig besch..... Ich schätze mal,deren Tauben waren einfach noch nicht richtig durch mit der JTK (beide hatten den ersten Flug ausgesetzt) und gestern konnten sie dann den sehr starken seitlichen Kopfwind nicht ab. Doch auch woanders waren die Verluste sehr groß. Echt schade sowas. Bei anderen RVen lief es deutlich besser. Aber heute ist ordentliches Wetter,ich hoffe,die Züchter bekommen wie die Flüge vorher auch die Tauben noch ordentlich nach. Aber bei den beiden wirklich sehr netten Kollegen bin ich da skeptisch,sollten die Tauben wirklich noch nicht richtig durch gewesen sein. Ich kann da nur jedem raten,nach überstandener JTK noch nicht zu früh wieder einzusteigen. Auch wenn die Tauben wieder ordentlich aussehen ,auch wenn sie wieder vernünftig am Haus fliegen,sie brauchen einfach ein bischen länger,als wir glauben würden. Und dann lieber noch einen Flug aussetzen als nachher vor einem leeren Schlag zu stehen.
Bei aller Trauer habe ich mich gestern aber auch sehr gefreut. Und zwar für meinen Kumpel über der Bahn Dieter Schikora und seinen Schlagpartner. Denn die beiden machen die ersten beiden Konkurse in unserer RV. Da war ich echt happy! Das hat sich der Dieter auch redlich verdient. Und eine gute Platzierung ist eben nicht selbstverständlich gegen unseren Jungspezi hier. Da zählt der 1. Konkurs gleich doppelt. Zumal diese Taube nun auch zum zweiten Mal von 2 Flügen Schlagerste war. Glückwunsch!! :-)

19.08.2017: Ich muss immer wieder schmunzeln,wenn ich mich mit Leuten unterhalte oder im Internet schreibe, die davon ausgehen,dass ich hier im nächsten Jahr alles abrasieren werde. Versuche ich,mal die Realität argumentativ zu beschreiben, bekomme ich öfter zu hören,dass ich nach Ausreden suche. Ich wäre ja froh,wenn es so einfach wäre. Ich richte einfach ein Derby aus, zu dem natürlich jeder nur Asse aus seinen besten Tauben schickt und im nächsten Jahr werde ich mit denen,die übriggeblieben sind und nicht verkauft wurden, RV Meister. Toll! :-)
Aber so einfach ist das ja nicht.Ich schrieb es ja auch hier schon. Nur will das natürlich wieder keiner hören. Und im nächsten Jahr sind die Gesichter lang. Aber das ist auch so taubenzüchtertypisch. Man geht jedes Jahr mit völlig übersteigerten Erwartungen an. Offenbar auch an Andere und nicht nur an sich selbst. Und die Meisten werden jedes Jahr wieder enttäuscht. Frust und Verbitterung sind die Folge. Nein nein, da mache ich nicht mit. Zum Glück verfüge ich über eine gesunde Selbsteinschätzung und einen Sinn für Realismus. Im nächsten Jahr werden sicherlich einige Tauben dabei sein,die sich ansprechend zeigen werden,aber zu glauben,ich würde hier den großen Durchmarsch machen,ist doch sehr blauäugig.
Wie dem auch sei,heute hole ich erstmal den Trainingsanhänger von der SG Stumme aus Bad Münder ab. Es wurden mir ja einige Anhänger zur freien Benutzung angeboten und der von Karl Heinz und Michael ist einfach am geräumigsten und am nächsten dran bei mir( ca. 160 KM). Das spart mir eine Menge Geld,denn sonst hätte ich ja einen neuen Anhänger kaufen müssen. Und deswegen bin ich den Sportfreunden Stumme auch sehr dankbar,dass sie mir ihren Anhänger kostenfrei für die Zeit des Derbys überlassen. Klasse Sache!

18.08.2017: heute wird zum 2.Jungtaubenpreisflug der RV eingesetzt. Vorgestern hatte ich das erste Mal nach dem schweren Flug am WE wieder mit einem Züchter unserer RV gesprochen und wollte wissen,ob noch Tauben nachgekommen sind. Und glücklicherweise sind sie das auch am Sonntag und Montag. So bringt der Züchter von 35 Tauben wieder 30 an den Start und hat noch 1 zu Hause. Eine Taube wurde ihm aus Schwerin gemeldet. Die ist also anstatt in die Heimat vom Auflassort nordwestlich geflogen. Trotzdem immer noch Tauben nachkommen (und das meist sogar in guter körperlicher Verfassung) fehlen natürlich auf jedem Flug immer noch zu viele Tauben. Wenn man mit über 50 anfängt,auf den eigenen Trainingsflügen keine Verluste hat und dann nach nur 2 Vorflügen und einem Preisflug nur noch bei 31 ist,dann ist das schon nicht schön. Den Ärger und den Frust kann ich dann gut nachvollziehen.
Vorgestern war auch 2. Preisflug beim Ostseeflug Usedom. Der Veranstalter selbst spricht von einem anspruchsvollen Flug. Die erste Taube kommt um 16:32 Uhr mit etwas über 1300m/min an und bis 17 Uhr sind schon 1000 der 1760 gesetzten Tauben zu Hause. Das letzte Drittel der Tauben kam dann spärlicher und aktuell fehlen noch so knapp 200 Tauben (von 1760). In meinen Augen ein ganz normaler und kein anspruchsvoller Flug. Ab 200 Km fallen nun schon mal die ersten Tauben raus,die einfach nicht in der Lage sind, körperlich wie geistig (Orientierungsfähigkeit) so eine Strecke zu bewältigen bzw. mit dem Hauptschwarm mitzuhalten. Und ich habe den Eindruck,in den letzten Jahren werden es derer immer mehr,die wir züchten. Da wird jeder Krätzer behalten und sogar gegen Bezahlung zu einem OLR gegeben,nur weil das Pedigree so schön aussieht. In den Kopf reingucken kann zwar keiner,aber beurteilen ,ob eine Taube körperlich überhaupt in der Lage ist, ein paar hundert Kilometer zu fliegen,das sollte doch jeder können.Ich sehe es ja auch hier bei mir. Einige Tauben sind dabei, da WEISS ich ,dass sie das Pogramm nicht überstehen werden,weil sie einfach nicht das Rüstzeug dafür haben. Vielleicht sind die schon im Nest nicht richtig versorgt worden,wer weiß. Oder sie haben eben nicht die richtigen Muskeln  und Flügel vererbt bekommen. Und trotzdem werden sie hierher gesandt.Und es wird sogar noch Geld dafür bezahlt.Das ist mir ehrlich gesagt unverständlich.Aber zum Glück sind das nur sehr wenige Tauben. Insgesamt vielleicht so 5-6 Stück noch. Aber schaue ich auf das mitgeschickte Pedigree,dann müssten das alles Asse sein......dann weiß ich auch,warum die zu mir geschickt wurden. "Muss doch fliegen,so eine Taube".....nein,muss sie nicht. Dann schickt doch lieber no-name-Tauben,wo aber die Eltern gut geflogen haben.Tauben mit wachem Blick,strahlenden Augen und einer ausgeprägten Muskulatur. Einem guten Knochenbau,seidigem Federwerk und einem straffen Flügel. Die kann dann zwar immer noch dumm wie Brot sein,aber zumindest hat sie gute Eltern und vernünftige körperliche Voraussetzungen. Mit diesen reinen Papiertigern schmeißt ihr nur euer Startgeld zum Fenster raus.Und das ist doch nicht gewollt. Dies vielleicht als Denkanstoß für nächstes Jahr. Ich möchte ja auch möglichst viele Tauben auf dem Endflug und zufriedene Züchter/Teilnehmer haben. Ich denke,da sind wir uns einig.


16.08.2017: Die Guten kommen meist immer aus demselben Loch bzw. derselben Familie. Das habe ich wieder ganz deutlich gestern gemerkt. Ich hatte Mathias nach dem Hintergrund seiner guten Jungtäubin gefragt,die ja am Montag mit 8 Minuten Vorsprung vor seiner 2. Taube den 1. Konkurs fliegt (s.u.) und auch schon auf dem 1.Flug bei ihm Schlagerste mit 4 Minuten Vorsprung war. Er hat ein gutes Zuchtpaar,wo seine guten Vögel 123,124 und 110 rauskommen und meine Frage an ihn war,ob die 576 auch von diesem Paar ist. Hier ist die Antwort von ihm:
Nicht direkt, sondern aus der Linie väterlicherseits.
Die Eltern ( Vater Lindelauf und Mutter ist Enkelin Den Euro Heremans) sind noch ein altes Zuchtpaar von meinem Vater. Ein Sohn, der 12-779, war im letzten Reisejahr meines Vaters in 2013, bester Jähriger und Altvogel der RV mit 12/12 und 800 As-Punkten. Aus diesem 779 mit einer Täubin von Bernd Pilgrim (Tochter 1143), sind meine 261W und 262 aus 2014 und der 262 ist wiederum der Vater zum 123, 124 und 110.
Im ersten Jahr auf dem neuen Schlag, habe ich aus dem alten Zuchtpaar nichts brauchbares gezogen. Aber aus dem letzten Jahr habe ich die 137 W, die dieses Jahr 12/10 fliegt und den 107 mit 10/8 Pr. gezogen.
Man sieht also: der Vollbruder 779 der guten Jungtaube,selbst ein sehr guter Flieger, ist Opa zu den 3 guten Vögeln bei Mathias. Und die Vollschwester 261 zum 262 ,also Tante der 3 Vögel, fliegt auf dem knüppelharten Jungtaubenendflug 2014 mit Vorsprung den 1.Konkurs und ist auch "voll". Ich finde solche Zuchtwege immer sehr spannend,da es zeigt,dass man die guten Gene über mehrere Generationen hinweg nicht nur erhalten sondern sogar verbessern kann kann. Dazu braucht es aber Können, Feingefühl und "Auge". All das scheint Mathias zu haben. Klasse! :-)

15.08.2017: Und wieder ein Grund zur Freude für mich.Der Sportfreund Mathias Frank aus der RV Wismar,mit dem mich eine ganz besondere Geschichte verbindet (ich berichtete) fliegt gestern in RV und FG gegen 2761 Tauben den 1. Konkurs. Für hohe Prozente ist er ja immer gut,jetzt also auch endlich endlich mal der verdiente 1. Konkurs. Ich habe mich sehr für diesen höchst symphatischen Sportfreund gefreut. Und auch die Derby-Teilnehmer Frank Schmalz und Harri Heidmann fliegen in ihrer Konkurrenz den jeweils 1.Konkurs. Frank sogar mit dem Nestbruder einer Taube,die er zu meinem Derby geschickt hat.Auch hier habe ich mich sehr für die Züchter gefreut.
Die Tauben sind gestern wieder sehr ansprechend geflogen.Die Glorreichen 30 waren auch für gut 20 Minuten weg und kamen dann sehr hoch und mit vollem Speed wieder zurück.Insgesamt sind sie gut 1 Stunde schön geflogen. Das sind schon klasse Burschen und Mädels. Wenn ich nur wüsste,wer genau die sind.....einige (Bunte) erkennt man ja,aber wenn sie dann landen ,mischen sie sich ja mit den Anderen,da kann man dann nicht alle identifizieren. Immerhin ist auch eine von den 5 Schwarzen immer dabei,nur welche,das weiß ich nicht. Schwarze Tauben mag ich persönlich ja unheimlich gerne,deswegen freut mich das besonders. Wer ist noch dabei? Auf jeden Fall eine von den Schalies von Uli Wiehagen,dann sogar 3 Tauben von Thomas Mauer (Rotscheck,Fahle,Schimmel),eine von den Roten von Eckhardt Finke,der eine von der SG Mimberg,der aussieht wie der 346 von deBeer, die eine Fahlscheck von Thorsten Schäfer....und dann verließen sie ihn auch schon.Ich glaube,2 von mir gezogene sind auch dabei,bin aber nicht sicher.
Eine Taube ist mir gestern aufgefallen,die hat ein nasses Auge. Das kann eine mechanische (Kontakt-) Verletzung sein, oder es ist ihr was ins Auge gedrungen (Sandkorn?), oder sie hat "Zug" bekommen oder es kann auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Sie verhält sich ansonsten vollkommen normal. Ich werde sie im Auge behalten.

14.08.2017: Der Flug gestern war sehr schwierig. Über 2 Stunden Konkurs bei 130 Kilometer sprechen da eine deutliche Sprache. Die Nachbar-RV Lüneburg hat sogar vom gleichen Platz einen Konkurs von über 3 Stunden. Auch hier tippe ich mal auf massiven Kreuzungsverkehr bei Start,Flug und Ankunft. Ich saß gestern vormittag beim Angeln ca. 40 KM in Flugrichtung und es kamen andauernd Schwärme, Gruppen und Einzeltiere kreuz und quer über mich rübergeflogen. Das ging so von 08-11 Uhr munter vor sich hin. Kein Wunder,dass da auch manche Tauben in fremde Schwärme kommen ,vor Allem,wenn der eigene RV Schwarm recht klein ist,denn zum Flug gestern haben nur etwa zwei Drittel der Züchter gesetzt.Der Rest hat die Seuche. Um 16 Uhr kam mein Kumpel über der Bahn zu mir,weil ich die Jungen draußen hatte. Der Auflass erfolgte um 09:15 Uhr und um 16 Uhr hatten er und sein Schlagpartner 16 von 35 Tauben zu Hause. Woanders sah es ähnlich aus. Das ist natürlich nicht schön,aber da gestern zum Abend hin das Wetter immer besser wurde und auch heute richtig schönes Wetter ist,denke ich,es werden noch reichlich Tauben nachkommen. Sofern sie nicht zu weit mit Anderen mitgezogen sind,natürlich.
Eigentlich müsste uns Taubenzüchtern ja dieses Jahr entgegen kommen,denn es gibt keine große Hitzewelle.Dies ist ja einer der ganz entscheidenen Faktoren zum Auslösen der JTK. Doch die Realität zeigt leider das gleiche Bild wie in jedem Jahr. Das finde ich sehr schade.
Positiv an diesem WE finde ich das Ergebnis von meinen guten Freunden Claus Kanitz und Mirko Werner. Claus fliegt mit seinem Vater in der RV Südholstein 27/17 Preise und fängt früh an und Mirko fliegt in der RV Uelzen und Umgebung 17/11 Preise beginnend mit dem 11.Konkurs. Bei Mirko fliegt der fahle Vogel 487 nun von 3 Flügen das dritte Mal als Schlagerster an und ist bereits 2.beste Jungtaube der RV. Klasse! Wenn die Technik ihn letztes Mal (ich berichtete) nicht um eine noch bessere Platzierung gebracht hätte.....wer weiß? Jedenfalls habe ich mich sehr für meine beiden Kumpels gefreut.
Die Derby-Tauben waren gestern ab 16 Uhr wieder draußen und es hat wieder kein Angriff stattgefunden. Man merkt auch den Tauben an,dass sie sich langsam wieder entspannen,jetzt,wo das Junghabichtmännchen nicht mehr da ist. Als ich in den Garten kam,lagen sie in der Voliere auf dem Flügel,ganz entspannt,das hatten wir in der Zeit ,wo er sich immer im und am Garten rumgetrieben hat,nicht. Die Unterschiede bei den Derby-Tauben werden jetzt immer klarer deutlich. Der eine Teil geht raus und fliegt sofort ab, fliegt sehr ordentlich,kommt dann irgendwann runter ,pickt ein wenig auf dem Rasen,bis es Zeit wird, sie reinzurufen. Ein anderer Teil geht erstmal aufs Dach oder den Rasen,fliegt dann aber auch ab und auch recht ordentlich. Tja,und ein Teil ist schlichtweg faul. Die gehen kaum mal raus und wenn,dann sitzen sie auf dem Dach oder dem Rasen rum. Bei der kleinsten Störung sind sie im Schlag verschwunden. Jagt man sie mal vom Dach,drehen sie 2 Runden und sind gleich wieder unten. Ich denke nicht,dass das die Siegertauben sein werden.
Wider Erwarten haben die Tauben aber gestern keine Zuflieger eingesammelt. Ich hatte gedacht,das Dach sitzt wieder voll wie fast jedes Wochenende. Aber Fehlanzeige. Es flogen zwar ein paar Fremde kurz mit (sieht man am Flugbild) aber runtergekommen ist davon keine. Auch gut, muss ich weniger Gäste durchfüttern:-)

12.08.2017: gestern hat es den ganzen Tag  durchgehend stark geregnet,also kamen die Tauben nicht raus. Auch jetzt (07 Uhr) regnet es immer noch. Es soll aber im Laufe des Tages aufhören,vielleicht kommen sie dann heute nachmittag an die frische Luft. Heute ist dann auch das Einsetzen zum 1. Jungtauben-Preisflug in der RV. Für Morgen ist ja (bis jetzt)doch recht gutes Flugwetter angesagt.Aber was heißt das schon? Die Vorhersagen ändern sich ja manchmal stündlich und das nicht nur ein bischen sondern teils um 180 Grad. Das ist schon eine Herausforderung an alle Entscheidungsträger. Und auch im Hinblick auf die Flüge beim Heide-Derby bin ich da etwas nervös. Wird alles klappen? Oder werde ich da einen richtigen Bock schießen? Zum Glück habe ich ja die Unterstützung eines erfahrenen,langjährigen Flugleiters an meiner Seite,sodass ich zumindest auch über das Wetter auf der Strecke und in der Heimat informiert bin,wenn ich mit den Tauben am Auflassplatz stehe.

11.08.2017: Heute Morgen goss es in Strömen,da habe ich die Klappen zum Schlag und zur Voliere gar nicht erst aufgemacht. Diese feuchte Kälte zieht sonst rein und das ist immer nicht gut für das Klima im Schlag. Gestern sind die Jungen wieder schön geflogen,waren aber sehr nervös.Da muss vorher irgendwas am Schlag gewesen sein,denn als ich da hin kam,saß keine einzige Taube in der Voliere oder den Ausflügen. Sie sind auch nur sehr zögerlich rausgegangen und dann gleich durchgestartet anstatt erstmal auf dem Boden zu picken.Nachdem sie gelandet waren  sind sie dann aber doch ruhiger geworden und haben wieder auf dem Rasen gesucht. Ich streue dort immer noch etwas Futter hin,damit sie gleich lernen,dass es auch am Boden Futter zu finden gibt.Nur für den Fall,dass sie sich mal verfliegen sollten. Sie sind aber deutlich aufmerksamer als noch vor ein paar Wochen und neigen dazu,deutlich früher bei ungewohnten Geräuschen oder Bewegungen aufzufliegen. Solange sich dies nicht zur wirklichen Angst ausweitet,finde ich das sogar recht gut,sie SOLLEN ja immer ein waches Auge gen Himmel richten und keine Tagträumer sein.
Von den 4 Zuflieger ist nur eine wieder mit reingegangen,der Rest ist abgezogen.Da werden sich die Züchter freuen.
Unser 1.RV-Jungflug ist von Samstag auf Sonntag verschoben worden. Eine vernünftige Entscheidung,wenn man sich die Prognosen für Samstag und Sonntag ansieht.Richtig so!
Nachtrag: ich habe gerade den jüngsten Tagebucheintrag auf der Homepage von Sascha Mimberg durchgelesen. Den Gedankengang,der dort beschrieben wird,sollte sich jeder Züchter mal zu Gemüte führen und in Ruhe darüber nachdenken.Ich denke,da steckt sehr viel Wahrheit drin. Die Jungtauben einfach mal Jungtauben sein lassen.Kinder müssen viel spielen können,sich im Dreck wälzen,Rumlümmeln,mal was Ungesundes essen,sich austoben und lernen, lernen, lernen.Nicht in Form von massivem Streckentraining sondern in Form von Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt und Umgebung. Ich sehe das ja bei mir sehr deutlich,wenn die Jungen mal ein paar Tage im Schlag sind und dann wieder rauskommen,wie sehr sie sich freuen,wieder auf dem Rasen,dem Baumstumpf,dem Dach einfach rumlungern und picken,sich mit Anderen streiten,mal an und wieder abfliegen zu können. Das längere Fliegen kommt irgendwann von allein,wie ja jetzt auch. Aber das ganze andere Drumherum ist in meinen Augen vielleicht sogar noch wichtiger für eine junge Taube als das reine Zeitfliegen am Haus oder Strichfliegen beim Training.

10.08.2017: Gestern waren die Jungen das erste Mal seit Sonntag wieder draußen und es hat kein Angriff stattgefunden. Da haben meine Gegenmaßnahmen zumindest bei diesem Habichtmännchen wohl gewirkt.Sehr schön.Mal gucken,was als Nächstes kommt. Gestern flog sehr hoch der Wanderfalke vorüber,machte aber keine Anstalten,anzugreifen. Nun soll es die nächsten Tage wieder stark regnen und kalt werden,auch da muss ich dann schauen,ob ich Freiflug gewähren kann.Jedenfalls waren die Jungen ganz begeistert,dass sie mal wieder rausdurften und haben dies auch ausgiebig genutzt.Und wie so oft wenn die Bande draußen rumtobt,zieht sie auch fremde Tauben an. Gestern Abend saßen dann 3 fremde Junge mit Tipesring und 1 nur mit Verbandsring im Schlag. Ich finde es immer wieder traurig,wie wenig sich manche Züchter um die Kennzeichnungspflicht ihrer Tauben scheren. Und in dem Zusammenhang sind auch die Einsatzstellenobleute in der Pflicht. Denn eine Taube ohne Telefonring darf nicht in die Kabine!
Diese 4 werde ich nicht melden.Sie können sich ganz in Ruhe erholen ,werden auch nicht eingesperrt und können ihren Weg fortsetzen,wenn sie wollen. Die meisten Züchter wollen ja keine Zuflieger im Schlag haben,weil sie (teilweise berechtigte) Angst haben,sich irgendwas mit fremden Tauben einzufangen,aber bei mir mache ich diesen Aufwand mit Fangen und Einsperren und Wegfahren nicht mehr. Die allermeisten Jungen ,die einspringen,ziehen schon am nächsten Tag weiter.Sie müssen nur ein wenig Fressen, Saufen und ein paar Stunden ruhen. Eingreifen werde ich nur dann,wenn eine fremde Jungtaube so erschöpft oder offensichtlich krank ist,dass ich sie nicht ruhigen Gewissens im Schlag belassen könnte.

08.08.2017: Gestern sprach ich  mit einigen Züchtern und es fehlen überall vom Vorflug noch so durchschnittlich 10-20% der Tauben. Für einen Vorflug natürlich viel zu viele. So richtig kann man das nicht erklären.
Bei den Tauben am Derby-Schlag merkt man,dass es ihnen gar nicht passt,nicht rauszudürfen. Doch auch gestern kam das junge Habichtmännchen rüberpatroulliert,als ich gerade in den Garten kam,der kontrolliert richtig,ob da nicht irgendwo eine Taube sitzt. Man muss jetzt erstmal schauen,dass die Vergrämungsmaßnahmen greifen,vorher lass ich die Tauben nicht raus. Er soll sich gar nicht erst einschießen.Als Ausgleich habe ich gestern dann auch wieder mit Anisöl geträufelt,dann haben wir wenigstens einen gut riechenden Schlag.
Seit gut 10 Tagen ist auch keine Taube mehr neu erkrankt,so habe ich die Hoffnung,dass die Immunsysteme sich nun an diesen Erreger angepasst haben. Weg ist der sicherlich nicht,nur inaktiv.Nun fallen auch vermehrt die Federn,da brauchen die Tauben ihre Kraft für und nicht um einen Virus zu eliminieren. Vielleicht kehrt ja jetzt erstmal eine Ruhephase ein ohne große Aufregungen,das fände ich ganz gut.

07.08.2017: Gestern Morgen gegen 07 Uhr wollte ich nur kurz die Klappen aufmachen,damit die Tauben in die Voliere können, bevor ich zu meinen guten Freund Mirko Werner zu seinem 2.Preisflug fahren wollte und was sehe ich da? Wieder eine Rupfstelle unter einem Busch. Da muss von Samstag Nachmittag noch eine Taube gefehlt haben,die kam dann spätabends oder gestern früh am Morgen und schon hat der Graue sie wieder erwischt. Er hat die Beine dagelassen,so konnte ich erkennen,was für eine Taube das war. Natürlich eine (natürlich!), die eine Bombenabstammung hatte,wo der Vater 2x1.Konkurs geflogen hatte,die mir selbst auch schon aufgefallen war,weil dieser Vogel so ein schöner Bursche war. Ich werde die Tauben nun doch einige Tage nicht mehr rauslassen und Gegenmaßnahmen ergreifen,so geht es nicht weiter. Ich kann nicht den ganzen Tag am Schlag sein und ich kann auch nicht dauernd die Klappen zum Schlag auflassen,weil mir sonst nachts das Raubzeug reinkriecht. Besonders bitter ist es,dass der Züchter mir ein Nestpaar aus diesem seinen besten Vogel geschickt hat und das erste Geschwistertier schon bei der Bestandskontrolle am 01.08.nicht mehr da war.Nun also auch das zweite Jungtier tot. Ich weiß gar nicht ,wie ich das dem Züchter erklären soll,der hatte ja bestimmt große Hoffnungen in diese beiden Tauben gesetzt.
Als ich dann bei Mirko ankam,da wusste ich dann auch schon,was ich machen muss.Mal gucken,ob es klappt. Bei Mirko war es wieder sehr schön,ein echt netter,symphatischer Typ,sehr bodenständig. Und es war wohl Schicksal ,dass ich an dem Tag da war,denn bei den ersten 3 Tauben konstatierte sein Gerät nicht. Das fiel nur mir auf,weil ich kein Piepen hörte. Bis ich ihn überredet hatte,nachzusehen,bis das Gerät wieder aus-und eingeschaltet war,bis wir die Tauben über die Antenne gezogen hatten,da waren schon gut 7 Minuten vergangen. Er macht trotzdem noch die Konkurse 34,35 und 37 in der RV. Ich habe dann abends mal die Flugmeter nachgerechnet und er hätte wohl um den 1.Konkurs mitgeflogen.Aber immerhin hat er statt eines "Glatten" jetzt noch 17/8 Preise geflogen und es sind auch alle Tauben zu Hause.Das ist doch auch ok . Und Abends um 17 Uhr hat er auch schon die 1.Taube von seiner ersten London-Flug-Teilnahme zu Hause gehabt. Eine tolle Leistung dieses Vogels,der auch schon auf dem 600er Endflug bei Mirko Schlagerster war. Spätestens da war die Welt dann wieder in Ordnung.:-)

05.08.2017:  Leider wehen heute wohl bei vielen Züchtern der RV die Flaggen auf Halbmast,denn der 2. RV Vorflug gestaltete sich sehr sehr schwer. Und wieder kann ich nicht genau sagen,warum eigentlich. Ok, der Auflass war mit 06:35 Uhr für meinen Geschmack deutlich zu früh,aber heute war es recht mild,um die 20 Grad, eine absolute TOP Fernsicht, mäßiger bis frischer Gegenwind,da hätten sie doch zumindest normal von knapp 90 KM nach Hause kommen müssen. So tippe ich mal darauf,dass heute zu viele verschiedene Schwärme in der Luft waren und die Tauben auseinandergerissen worden sind. Jedenfalls kamen alle wohl einzeln und mit großen zeitlichen Abständen an. Beim Kumpel über der Bahn war ich gegen 09:15 Uhr,da waren 12 von 47 zu Hause.Und bis um 10 Uhr kamen auch nur noch 2 Tauben an. Heute gegen 17 Uhr waren es dann "schon" 27 von 47,die nach Hause gefunden haben. Es wird wohl tatsächlich immer schwerer,vernünftige Flüge hinzubekommen. Bleibt zu hoffen,dass noch reichlich Tauben nachkommen,da drücke ich ALLEN Züchtern ganz fest die Daumen.
Gestern nach dem Einsetzen der Tauben bin ich gegen 21 Uhr in den Garten gefahren,die Klappe zur Voliere schließen. Die Tauben hatte ich aufgrund des sehr starken Windes am gestrigen Nachmittag nicht rausgelassen. Und als ich zum Schlag gehe,da fliegt neben mir am Zaun das Habichtweibchen mit einer bereits gerupften Taube auf! Fast hätte ich einen Herzinfarkt bekommen! So eine Drecksau. Da muss eine Taube von vorgestern oder noch früher wiedergekommen sein und lief dann am Schlag rum weil sie nicht reinkonnte und schon hat die Mistsau diese Taube geschlagen. Ich habe auch die Stelle gefunden,wo sie sie erwischt hat,direkt vor der Voliere ein großer Blutfleck. Wäre ich 10 Minuten früher in den Garten gekommen,ich hätte die Taube wohl noch retten können.SCHEISSE!
Was für eine das war,kann ich nicht sagen,eine Blaue oder Gehämmerte der Rupfstelle nach.
Heute als die Tauben dann draußen waren, kam ein Junghabicht vorbeigeflogen.Der war aber noch zu unerfahren und zog rasch ab,als ich Terz machte. Ja,ist derzeit doch ziemlich stark mit dem Raubvogel hier. Hoffentlich verjagen die Alten bald mal die Jungen.

04.08.2017: Heute wird in der RV zum 2. Vorflug mit den Jungen eingesetzt.Gestern sprach ich noch mit einem Züchter,dem vom Vorflug am Montag noch 13 von 59 Tauben fehlen.Aber er war guter Dinge,denn gestern erst kamen noch 2 Tauben  zurück. Seiner Aussage nach waren seine Tauben auch topfit,er will heute wieder setzen und warum sie am Montag bei augenscheinlich bestem Wetter so schleppend kamen,erschließt sich ihm nicht. Das passt eigentlich gut ins Bild bisher.Bei allen Züchtern fehlen so 5-10% der Tauben(bei einem Vorflug von 45 KM eigentlich zu viel),bei allen Züchtern sind die Tauben aber gesund und fit,fliegen gut am Haus und sind von den privaten Trainings gut gekommen. Auch das scheint in den letzten Jahren vermehrt vorzukommen,dass gesunde Tauben bei gutem Flugwetter sich teilweise aus nicht offensichtlich erklärbaren Gründen sehr schwer tun.
Ich kenne das ja auch vermehrt aus den letzten beiden Jahren,wenn ich irgendwo bei Privatleuten Tauben abhole,dass diese gar nicht körperlich groß erschöpft sind,aber vollkommen verwirrt und desorientiert,sich einfach so vom Boden greifen lassen. Und nach einer gewissen Zeit in der Box ,da sieht man richtig ,wie es auf einmal "Klick" macht und die Tauben wieder nach Hause wollen.Das ist schon Alles sehr mysteriös.
Gestern hatten wir zur Abwechslung mal keinen Habicht- sondern einen Wanderfalkenangriff auf die Tauben. Das kommt zum Glück (noch) nicht so häufig vor hier,obwohl im Landkreis 4-6 Paare brüten. Vom Angriffsbild her würde ich sagen,es war ein Jungvogel,hat sich zum Glück nicht so intelligent angestellt und auch keine bekommen. Die Tauben aber natürlich hoch und weg. Die letzten Beiden habe ich heute Morgen reingelassen. Ist schon nicht einfach für die Kinderchen derzeit,die Angriffe häufen sich. Das wird wohl noch 1-2 Wochen so stark sein bis die Altvögel die Jungen aus dem Revier vertreiben und dann wird es kurz ruhiger bis dann Ende Oktober/Anfang November die ganzen Jungvögel aus Skandinavien hier eintreffen. Ab dann kann man die Klappen eigentlich spätestens zumachen bis zum Frühjahr. Einzig meine Kalotten habe ich letztes Jahr bis in den Januar fliegen können,weil das Flugbild nicht so recht ins Beuteschema der hiesigen Raubvögel passt. Aber auch die Kalotten werden ab und an Opfer des Greifers.Eine komplett raubvogelresistente Taubenrasse gibt es leider nicht.

02.08.2017: Der Vorflug am Montag war nicht ganz so reibungslos,wie ich mir das vorgestellt hatte. Laut Schilderung meines Kumpels über der Bahn kamen die ersten Tauben zwar in einer sehr guten Zeit,aber schon einzeln. Dann so ca. 30 Minuten nach den ersten Tauben ein großer Pulk und dann kleckerweise den ganzen Tag. Abends fehlten dann noch 12 oder 13 von 54. Bei anderen Züchtern sah es wohl ähnlich aus. Gestern war ich nochmal kurz bei ihm,da fehlten dann noch 6 Stück. Eine war bei einem Züchtern 3 Dörfer weiter reingelaufen.
Und auch bei mir sitzt ja regelmäßig was auf dem Dach,wenn ich abends die Jungen rauslasse.
Also insgesamt kein Katastrophenflug, aber doch schwierig. Aber woran liegt das nun? Montag war ja nun wirklich hier fast perfektes Flugwetter. Auch der Auflass erfolgte mit 09 Uhr nicht zu früh,sodass der Dunst an der Elbe sich heben konnte. Ich denke,es liegt wohl an mehreren Faktoren. Erstens trainiert ja nicht nur unsere RV,sondern es sind insgesamt viele Tauben in der Luft. Zweitens sind die Trainingsstände wirklich unterschiedlich. Drittens ist unsere RV flächenmäßig sehr groß sodass sich der Schwarm schon früh teilen muss. Viertens war es für die meisten Tauben das erste Mal,dass sie hinter der Elbe aufgelassen wurden und diesen großen Fluß überfliegen Tauben einfach nicht gerne. Fünftens wird wohl bei einigen Züchtern auch latent und versteckt die JTK im Bestand sein aber nicht auffallen. Und das läppert sich dann zusammen. Wirklich schlimm ist das nicht,die Jungen haben sicherlich mehr gelernt als wenn sie alle zusammen im Trupp eingeflogen werden. Vor Allem das Trennen und ggf. alleine suchen war sehr wichtig. Und wer nun wirklich von 45 KM nicht mehr nach Hause findet,der würde das wohl auch von 300 oder 400 KM nicht tun.
Bei den Derby-Tauben,die am Schlag verbleiben,sehe ich die größte Herausforderung darin,falls sie nächstes Jahr im normalen RV Programm fliegen sollten,dass sie als Junge nicht lernen müssen,sich zu trennen. Alle fliegen auf einen Punkt.Klar müssen sie auch mal suchen,wenn der Schwarm sich irgendwie splittet oder vom Raubvogel gesprengt wird,aber das Trennen von anderen Tauben,das werden sie nicht kennen. Ganz anders als mancher Züchter und Teilnehmer,der mich jetzt schon als Jährigenmeister 2018 sieht, gehe ich da mit keinen sehr hohen Erwartungen an das Jahr 2018 ran. Die Tauben werden Neues lernen müssen,was die Tauben der RV Spieler,welche die Jungtierreise durchschicken,schon gelernt haben.
Insofern lasse ich mir hier Nichts zu Kopf steigen sondern arbeite weiter ruhig und realistisch mit den Tieren.

01.08.2017: Heute (im Übrigen an meinem Hochzeitstag!) bin ich schon um 04 Uhr aufgestanden ,um die Tauben für die erste Bestandskontrolle einzufangen. Puh,was eine schweißtreibende Arbeit. Da weiß man erst,was sich manche Züchter für einen Aufriss machen,die auch über 200 Junge halten. Nun ja,sei es wie es sei. Zwei blaue Junge sind mir dann noch aus den Körben ausgebüxt,die habe ich nicht erfassen können.Also wenn einem Teilnehmer eine blaue Taube als "weg" markiert wurde,kann es gut sein,dass sie doch da ist. Sorry.
Ich hatte dann ja Gelegenheit,alle Tauben in der Hand zu begutachten und es hat sich das bestätigt,was auch bei der Anlieferung mein Eindruck war. Das sind alles ganz unterschiedliche Typen. Da sind echte Perlen in der Hand drunter aber auch richtige Krähen,mein lieber Scholli :-). Die Meisten sind halt in der Hand so,wie Junge in dem Alter ja meistens sind:irgendwie noch nicht so richtig "fertig". Schlaksige Teenager eben. Aber gut genährt.Passt schon.
Nun also zum Wesentlichen. Die 2 Ausbrecher mit eingerechnet habe ich einen Verlust von 31 Tauben zu verzeichnen.Das sind 12,2% der angelieferten Tauben. Darunter sind welche,die an der JTK verstorben sind, 2 Unfallopfer durch Zusammenstoß in der Luft,etliche,die wie jedes Jahr in die Drähte an der Bahnlinie geflogen sind und natürlich diejenigen,die der Habicht geschlagen oder verscheucht hat. Dennoch bin ich nicht unzufrieden,denn ich hatte mit ca. 20% Verlust gerechnet. Gerade die Eingewöhnungsphase ist ja eine heikle Zeit,schon auf einem normalen Schlag und bei einem Derby erst recht. Die Taube,die ich vor 2 Wochen hinter Lauenburg bei einem Züchter abgeholt habe,die fehlt auch. Ob sie dort wohl wieder hingeflogen ist?
Insgesamt für mich eine positive Bilanz dieser Bestandskontrolle.Weniger Verluste als vermutet,Tauben sind weitestgehend ok vom allgemeinen Zustand her und entwickeln sich ordentlich. Für die Züchter,die bereits einen oder mehrere Verluste zu beklagen haben,tut es mir natürlich leid. Bei den Meisten,die einen roten Balken haben ,ist dies aber auch nur ein roter Balken,da kann man sich vielleicht trösten ,das genau das dann die kostenlose Zusatztaube war,man also seine Investition noch im Rennen hat. Die Züchter,die schon mehr als einen Verlust haben,müssen sich nicht grämen. Das ist tatsächlich Zufall,was der Raubvogel holt,das sagt nichts über die Qualität eurer Tauben aus. Kopf hoch,Mund abputzen und den Verbliebenen die Daumen drücken! Den 1. Platz kann letztlich nur eine Taube gewinnen.

31.07.2017: Der Vorflug heute wird gut laufen,denke ich. Schon um 06 Uhr war die Sicht richtig gut,die Luft sehr klar. Es ist zwar bewölkt mit einigen Auflockerungen und ab und zu fällt aus einer Wolke mal ein bischen Regen,aber die wichtigsten Parameter sind erfüllt. Es ist nicht drückend schwül,es ist nicht diesig/dunstig und es ist kein Rückenwind,der die Tauben drüberweg pustet. Das sollte doch klappen.
Leider ist es aber so wie auch in den Vorjahren,dass wieder viele Züchter nicht gesetzt haben.Immer dieselben,die glauben,dass sie keine Vorflüge brauchen.Und nachher kommt das böse Erwachen.Ich habe aufgegeben,dieses Verhalten verstehen zu wollen.Bringt nix.
Morgen werde ich dann also die erste Bestandsaufnahme bei den Tauben machen. Dazu habe ich mir extra einen Tag frei genommen,um alle Tauben früh im Dunkeln fangen zu können.Dann werde ich sie mir alle einzeln einmal anschauen.Mal schauen,wie so die Gesamtsituation bei den Tieren ist und in welchem allgemeinen Zustand sie sich präsentieren. Wann  hat man die Bande sonst schon mal so komplett in der Hand?
Gestern Nachmittag war ein Pulk von gut 60 Tauben beim Hereinrufen erschreckt worden und flog wieder hoch. Gut die Hälfte kam dann recht schnell wieder runter und die anderen 30 gingen höher und höher und waren dann auf einmal erstmal weg. Da hatte ich natürlich Bammel,dass sie jetzt abgehauen sind,hätte ja "gepasst",so kurz vor der Bestandskontrolle......Abends war ich dann beim Einsetzen der RV Jungtiere und danach bin ich rüber zum Schlag,den Rasen fertig mähen und die Klappen zumachen. Da kamen dann noch gegen 21 Uhr  zwei Tauben zurück und als ich fertig gemäht hatte und in den Schlag ging,habe ich keine größeren Lücken feststellen können.Es sind also wohl die meisten (alle?) von den 30 wieder zurückgekommen. Zur Sicherheit habe ich heute Morgen den einen Sputnik auf Einflug gestellt,wenn also doch noch was fehlt und im Laufe des Tages kommt,kann es einspringen und muss nicht bis heute Abend warten.
Man merkt aber,dass die Tauben vorsichtiger und auch ein wenig schreckhafter geworden sind,denn in letzter Zeit gibt es doch recht regelmäßig Raubvogelangriffe.Doch damit müssen sie leben lernen,dieses Problem wird man hier in der naturnahen und waldreichen Gegend nicht vollständig lösen können.

30.07.2017: Ein versöhnlicher Saisonabschluß war das für unsere RV. Der Flug war trotz teils ruppigem Gegenwind und einzelnen kurzen Schauern wohl recht reibungslos und erfreulicherweise haben wir auch mal in der großen Regio-Liste "unsere" Preise gemacht,sodass nicht noch was verloren ging. Das ist sehr schön und so gratuliere ich dann auch unserem alten und neuen RV Meister Christian Niemann zu einer wieder mal sehr erfolgreichen Saison. Noch mehr freut mich,dass es anscheinend auch so gut wie keine Verluste bei den teilnehmenden Züchtern gab. Das war echt wichtig,dass die Alttaubensaison nun nicht auch noch mit einem schlechten 600er endet.
Verschnaufen ist aber nicht,denn schon heute Abend ist Einsetzen zum 1. Vorflug mit den Jungen. Wie man so hört aus einigen Ecken Deutschlands gibt es auch dieses Jahr schon teils herbe Verluste. Grund wird hier wohl oft eine unterschwellig vorhandene und nicht erkannte JTK sein.
Da lob ich mir doch,dass ich mit meinen Derby-Tauben noch ganz in Ruhe und Frieden arbeiten kann und nicht von einer Hektik in die nächste komme.

28.07.2017: Wie ich gestern noch gehört habe ,haben wir in der RV nicht mal mehr 100 Tauben zusammenbekommen und in der FG wohl (dem Hörensagen nach) auch keine 200 Tauben. So wird die einzig zählende Liste auf dem Endflug also die große Regionalliste sein. Das wird dann natürlich wieder ein ziemliches Fiasko für unsere RV werden.Aber so ist das dann nun mal. Den Tauben,die jetzt zum letzten Flug unterwegs sind, wünsche ich nur,dass sie heil und gesund nach Hause kommen. Wer diese Saison überstanden hat,der hat eine fabelhafte Leistung erbracht ,unabhängig davon,wieviel Preise es denn nun am Ende geworden sind. Ich finde auch,diese Sicherheit müsste irgendwie "belohnt" werden,weiß aber selber nicht,wie man das in die Meisterschaften einbauen sollte/könnte.Im Internet schreibt ein Züchter,dass er (zurecht!) stolz darauf ist,von seinen 13 Reisevögeln keinen einzigen im Jahr 2017 verloren zu haben. Auch das müsste meiner Meinung nach honoriert werden,verkommt doch die Taube vielerorts zu einem Massenprodukt,wo hohe Ausfälle normal sind und hingenommen werden. Aber hohe Verluste sind einer der größten Sargnägel des Taubensportes und hauptverantwortlich dafür,wenn Züchter gefrustet aufhören,noch viel mehr als sportliche Erfolglosigkeit. Den Züchter,der es sich leisten kann, 100,150 oder 200 Tauben an den Start zu bringen,den wird es eher weniger stören,wenn mal 30-50 ausbleiben.Aber auf denselben Flügen setzen auch Züchter,die nur 20,30 oder 40 Tauben an den Start bringen.Und wenn die dann 6,12 oder 18 Tauben verlieren,das nagt dann schon an der Substanz und an den Nerven. Und wenn sowas zu oft vorkommt........Nein,man muss in Zukunft noch viel mehr Augenmerk auf glatte Flüge und wenig Verluste legen.Und dies beinhaltet auch,die Heimkehrfähigkeit der Tauben unabhängig von der Fähigkeit, Spitzenpreise zu fliegen, zu honorieren. Würde man es hinbekommen,dies irgendwie in die Wertungen mit einfließen zu lassen,ich glaube,man wäre ein gutes Stück weiter in der Vermeidung von Verlusten durch unnötiges Vermehren und der damit verbundenen "Selektion durch Ausbleiben".
Tierfreundlicher wäre das übrigens auch...

27.07.2017: Gestern haben die Tauben nach 2 Tagen Festsitzen endlich wieder Freiflug bekommen.Alle Türen,alle Klappen wurden aufgerissen,um den Muff der letzten Tage loszuwerden. Und die Tauben: raus und hoch und weg. Alle.Die Glorreichen 30 natürlich wieder viel länger als die Anderen. Man hat richtig gemerkt,wie froh die Tauben waren, sich draußen bewegen zu dürfen. Da mein Schlag ja bei dieser feuchtkalten Witterung die letzten Tage nicht sonderlich gut funktioniert und es doch etwas muffelte,habe ich mir und den Tauben dann noch etwas Gutes getan und in unserer Apotheke ein Fläschchen Anisöl besorgt. Jeder Platz erhielt einen Tropfen und jetzt ist da eine super Atmosphäre drin. Man sagt ja,Anisöl soll die Reiseleistung verbessern,weil die Tauben dem Geruch auch folgen. Davon weiß ich nichts und mute mir auch nicht zu,dazu eine Meinung abzugeben. Was ich weiß,ist,dass es einfach toll riecht und es einfach schöner ist,sich auf dem Schlag aufzuhalten.
Heute wird nun zum Endflug über 600 KM eingesetzt. Aufgrund eines privaten Termins kann ich dort nicht anwesend sein,aber es werden definitiv keine 200 Tauben zusammenkommen.Somit auch keine eigene Liste.Immer wieder schade. Andererseits aber auch gut,dass dann mit Alten Schluß ist. Diese Saison hat doch an den Züchtern gezehrt,das merkt man. Jetzt gilt es,den Fokus auf eine saubere und gute Jungtierreise zu legen,damit man sich nicht gleich wieder die Basis für nächstes Jahr kaputtmacht. Der 1.Vorflug ist am 01.08.

25.07.2017: Regen, Regen, Regen. Seit gestern Nachmittag durchgängig und teils ergiebig.Ätzend! Gestern kein Freiflug, heute wohl auch nicht. Heute Morgen habe ich die Klappen gar nicht erst aufgemacht,dieses ganze nasskalte Gemurkse soll mal schön draußen bleiben. Feucht-kühles Wetter ist nicht gut für das Klima auf meinem Schlag.In solchen Situationen wünsche ich mir immer einen Stromanschluß. Dann würde ich jetzt den Hygrostat andrehen und schon wäre alles prima. Wie ich doch manchmal die Leute beneide,die ihren Schlag am Haus haben. Die müssen nicht jeden Tag mit dem Auto zum Schlag,die müssen nicht das Wasser im Kanister mitnehmen und durch den Garten wanken wie ein Packesel,beladen mit Tränken, Kanister und Futtereimer,die können im Winter auch nach der Arbeit bei Glühbirnenschein ihre Arbeiten am Schlag verrichten und müssen nicht im Dunkeln rumtappen.Geschweige denn,bei so einem Wetter wie heute von Pfütze zu Pfütze hüpfen und nass zu werden.
Aber so ist das mit dem Taubenvirus. Bist du einmal befallen,gibt es keine Hindernisse,die zu hoch sind,um sie  für das Hobby zu überwinden.Man hat doch schon einen ganz schönen Knall manchmal.....Viele Leute verstehen immer noch nicht ,warum ich das Derby anbiete.Was hast du denn davon?,fragen sie.Manchmal verstehe ich es selbst nicht. Aber dann macht es mir wieder einen Heidenspaß,wenn ich mir die Truppe so anschaue. Wird echt schwierig,den größten Teil davon im Herbst nach dem Derby zu verkaufen. Es sind doch alles meine Kinder!

24.07.2017: Gestern habe ich die Tauben erst recht spät rausgelassen,da ich den Tag über mit meinem Sohn unterwegs zum Angeln war. Ob es nun an der frischen,sauberen Luft nach dem nassen Vormittag lag,oder ob die Futterumstellung schon was bewirkt oder was Anderes ausschlaggebend war,aber die "Glorreichen 30" wollten gar nicht mehr runterkommen. Sie flogen gute 2 Stunden und waren immer mal wieder aus dem Blickfeld verschwunden. Das kenne ich sonst gar nicht im Garten. Da ich immer erst nachmittags rauslasse,ist gerade im Sommer die Luft doch schon recht verbraucht und die Tauben fliegen nicht wirklich lange.Wohl mehrmals mit Pausen dazwischen aber sonst so maximal 20-25 Minuten am Stück. 2014,wo ich ja 6 Monate mal im Außendienst in der Vollstreckung war und mir meine Zeit einteilen konnte,habe ich auch Morgens sehr früh Freiflug gewährt. Das war die einzige Zeit,wo die Tauben so geflogen sind,wie ich das manchmal so höre. Hoch und weg! dann wieder mit Speed über den Schlag gerauscht und wieder weg! 1 Stunde war da normal. Es wurde auch ein gutes Reisejahr. Aber so ist das halt,man muss das Hobby dem Beruf und der Familie anpassen,nicht umgekehrt. Einige Züchter berichten auch,dass ihre Tauben abends besser fliegen als morgens.Zumindest hier kann ich das nicht bestätigen.Abends fliegen sie deutlich schlechter als in der klaren Morgenluft. Aber Abends hat man weniger Last mit dem Grauen als Morgens. So hat alles seine Vor- und Nachteile.

22.07.2017: Dank einiger Sportfreunde unserer EST haben wir doch noch 202 Tauben zusammenbekommen und somit eine eigene Liste. Das ist sehr schön. Weniger schön ist,dass man für die nicht mal 70 Preise wieder 85 Minuten Konkurs gebraucht hat. Das lag vor Allem daran,dass hier ab 11 Uhr  mehrstündiger sehr starker Regen einsetzte. Da waren noch nicht alle Preistauben da und so verlängerte sich der Konkurs entsprechend.Und alle Tauben die nicht in der Konkurszeit gekommen sind,wurden eben eingeweicht.......nicht wirklich schön und wieder kein Ruhmesblatt für den Taubensport hier oben. Ich hoffe nur,dass die Tauben  irgendwo trocken untergekommen sind und dann gegen Abend nach Hause flogen.
Heute war dann auch der Teilnehmer Fredi Steckel aus Essen spontan auf einen Schlagbesuch bei mir.Hat mit seiner Holden auf Rügen geurlaubt und ist dann auf dem Rückweg mal vorbeigekommen. Das fand ich richtig gut! Der Fredi ist ein feiner Kerl,der manch spannende und amüsante Anekdote auf Lager hat. Wir haben sogar aus dem ganzen Haufen eine Taube von ihm rausfinden können,welche er in die Hand nehmen und sich überzeugen  konnte,dass sie gut in Schuß ist. Ich freue mich immer über Besuch am Schlag. Ich habe ja nichts zu verbergen,weder diejenigen,die gut drauf sind,noch diejenigen,die krumm rumsitzen. Da gibt es ja immer ein paar von.

21.07.2017: Heute wird zum vorletzten Preisflug der Altreise eingesetzt. Obwohl es nur ein 300er ist werden wahrscheinlich wieder keine 200 Tauben für eine RV Liste zusammenkommen,die Züchter sind einfach von der wieder nicht einfachen Saison müde ,teils demotiviert, und erschöpft. Viele Jährige bleiben zu Hause.
Der Fokus richtet sich nun mehr und mehr auf die Jungreise,dort ist der 1. Vorflug am 01.08.,der 1.Preisflug am 12.08. geplant. Ich drücke allen Züchtern die Daumen,dass es wenig Verluste und keine Prrobleme mit der JTK gibt. Beides hat uns die letzten Jahre immer ziemlich gebeutelt. Und wenn der Nachwuchs fehlt,dann kommen eben auch bei der Altreise kaum Tauben zusammen. Das Industrie und Verband mal irgendwann ein wirksames Mittel zur Verfügung stellen,damit die JTK erst gar nicht kommt (und zwar flächendeckend), glaube ich nicht. Zu viel kann man noch mit dem Elend verdienen.
In meiner "roten Festung" rückt der Termin näher,an dem die erste Bestandsaufnahme gemacht wird.Ich rechne dort mit ca. 20 % "Schwund".
Die Ernährung wurde nun umgestellt. Bislang haben die Tauben das RUKU Zucht und Reise bekommen und nun bekommen sie das Witwer Premium von der Fa. Beyers. Diese Mischung ist kleinkörniger und hat nicht so einen hohen Hülsenfruchtanteil, ist leichter verdaulich. Das sollte auch dazu beitragen,sie gut ans Fliegen zu bekommen.10% Sämereien/Hanf ist immer dabei. Gestern habe ich mal einige Tauben in die Hand genommen und sie sind durchweg gut genährt,einige sogar etwas zu gut.Was mir sehr gefällt,ist das schöne,glatte Federwerk der Tauben,da macht sich der Hanf bemerkbar.Insgesamt gefällt mir die Truppe ganz gut. Wenn nur der Habicht nicht so oft vorbeikommen würde. Der hat wohl schon einige verscheucht und einige der Nachzügler geschlagen,die beim Reinrufen nicht so recht wollen. Aber da kann man nichts machen.

20.07.2017: Einige Teilnehmer haben moniert,dass sie sich jetzt schon entscheiden sollen,ob sie ihre Tauben rückführen,verkaufen oder bei mir belassen sollen. Darüber bin ich nicht böse,denn erstens kann man es als Veranstalter nie allen recht machen und zweitens ist der normale Taubenzüchter sowieso nicht gerade jemand,der sich durch Flexibilität auszeichnet. Man sieht das z.B. ganz deutlich an den Reiseplänen, die jedes Jahr im Herbst erstellt werden,wenn die Komplikationen und der Ärger des Sommers schon wieder vergessen sind. Die Reisepläne sehen aus wie immer,wie seit 50 Jahren,denn: das war ja immer schon so. "Revolutionäre" Neuerungen wie z.B. die Verlegung der Reise nur 1 Woche nach hinten,um den greifvogelgebeutelten Züchtern ein bischen mehr Zeit zum Training zu geben sind dann schon Gegenstand erbitterter und hitziger Diskussionen. Und diese im Winter beschlossenen Reisepläne müssen dann auch "durchgezogen" werden, weil das ja so im Plan steht. Auch was die Ausrichtung und Anpassung des Taubensportes an die moderne,sich stetig ändernde Gesellschaft angeht,haben wir Taubenzüchter die Flexibilität einer Backsteinmauer. Von daher war mir schon klar:wenn ich flexibel auf sich verändernde Variablen reagiere,dann schmeckt das einigen nicht. Ich mache ihnen da gar keinen Vorwurf draus. Es ist halt so. Im schlimmsten Fall habe ich dann im nächsten Jahr ein paar "Kunden"weniger. Schade,aber dann können Andere nachrücken,die dieses Jahr nicht zum Zuge gekommen sind.
Nur eines macht mir ja ein wenig Sorgen: wenn schon eine recht lapidare Sache wie eine banale Terminsetzung bei einigen so hohe Emotionen auslöst,was würde dann passieren,wenn mal wirklich was schief läuft? Ein schlechter Flugverlauf z.B. weil ich das Wetter falsch eingeschätzt habe oder so? Werde ich dann am nächsten Laternpfahl aufgehängt?.............

18.07.2017: Einige Züchter haben mir schon mitgeteilt,dass ihre Tauben auch nach dem Rennen bei mir verbleiben sollen,damit sie auch als Alte an einem Reiseprogramm teilnehmen können. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich gut,denn auch ich bin gespannt,ob und wie sich die Tauben später dann als Alte schlagen. Die weitaus Meisten werden ja verkauft und gehen dann in der Regel in den Zuchtschlag ohne ihre Leistung weiter unter Beweis stellen zu können. Einige werden auch zu den Teilnehmern zurückgeführt. Und vielleicht kaufe ich ja noch selber welche von denen,die verkauft werden sollen.Denn trotzdem es ja immer noch eine große Horde ist,habe ich da einige im Blick,die mir besonders gut gefallen.Wenn da der Züchter die Tauben zurückführen will,habe ich natürlich Pech gehabt,aber wenn die zum Verkauf freigegeben werden,dann kann ich ja zugreifen.Aber erstmal müssen wir ja gucken,was am Ende noch im Schlag ist,bevor man weitere Schritte plant.
Die Jungen fliegen mittlerweile auch (fast) ganz freiwillig ihre Runden. Natürlich gibt es immer einige faule Hunde,die partout nicht in die Luft wollen und schnell wieder runterkommen.Es passiert ja immer noch alles weitestgehend ohne Zwang,es wird auch noch viel auf dem Rasen rumgepickt. Heute werde ich mal versuchen,ein kleines Video davon zu machen. Vielleicht bekommen wir dann ja einen Habichtangriff "live" zu sehen........

17.07.2017: der 500er gestern scheint soweit gut gelaufen zu sein. Man sieht aber ganz deutlich die Auswirkungen für so eine kleine Randlieger RV wie unsere wenn keine 200 Tauben und somit keine eigene Liste zusammenkommen. Es waren 142 Tauben in der RV, bedeutet bei 33.3% Preisen also 48 "zustehende" Preise. Nun sind es für unsere RV in der FG gerade mal 29 Preise und in der RegVListe 32 Preise geworden. Also wurden von den ohnehin wenigen 48 Preisen noch 16 bzw. 19 Preise "weggenommen". Das das natürlich die Motivation der Züchter ganz gewaltig drückt muss ich wohl nicht extra ausführen. Hier sollte der Verband als bestimmendes Organ schleunigst gegensteuern um den Züchterrückgang durch Demotivation zu bremsen. Eine RV muss eine eigene Liste haben! Die meisten Sportfreunde schauen eh nicht höher als RV Ebene und für höherwertige Meisterschaften zählt die RV Liste auch gar nicht. Warum also nicht den Züchtern für "Ihre" Meisterschaften eine eigene Liste lassen? Die einzige höhere Meisterschaft,die auf der RV Liste ausgeflogen wird, ist die RV Verbandsmeisterschaft mit 3 aus 6 Vorbenannten. Da kann man den Passus ja meinetwegen drinlassen,dass nur Listen ab.....Tauben zählen. Aber für die internen RV Meisterschaften ist es doch völlig schnuppe,ob da 200,150 oder 100 Tauben in der RV zusammenkommen. Bei der großen geographischen Zerrissenheit in vielen Gegenden spiegelt eine große RegV Liste eben NICHT die Wahrheit wider. Aber wenn man die unbedingt für höhere Meisterschaften haben will, na gut,was soll´s. Interessiert eh nur eine kleine Anzahl Züchter. Viel wichtiger ist es,den vielen vielen "kleinen " RV Spielern etwas zu geben,was sie bei der Stange hält. Und das ist die eigene RV Liste. Der Verband tut sich da keinen Gefallen ,an der 200 Tauben Regelung stur festzuhalten und nicht über den Ruhrpott hinauszuschauen.
Auch die vor 2 Jahren eingeführte Möglichkeit einer Ausnahmeregelung mit RV Listen unter 200 Tauben ist ein Witz,denn die muss vom Verband genehmigt werden. Das habe ich für das Reisejahr 2016 noch als scheidender RV Vorsitzender über den Regionalverband gemacht, die Antwort war: keine sportliche Notwendigkeit vorhanden, NEIN!!! Und er Knüller ist ja: in 2016 UND 2017 ist mir KEINE EINZIGE RV bekannt ,welche ihren Antrag auf RV Liste unter 200 Tauben beim Verband genehmigt bekommen hat........diese "Möglichkeit" ist eine reine Luftnummer,völlig sinnlos,eine dummdreiste Verarschung der kleinen RVen. Der Verband ist hier in der Pflicht, schleunigst gegenzusteuern,denn sonst geht das Züchtersterben noch schneller vonstatten als jetzt schon. Die Leute verlieren einfach die Lust. Und das kann ich vollkommen nachvollziehen.

15.07.2017: Ich werde mich gleich auf den Weg machen,denn eine Jungtaube wurde bei Schwarzenbeck in Schleswig-Holstein,ca. 70 KM Luftlinie von hier, gemeldet. Die werde ich jetzt abholen. Mit Sicherheit eine,die vom Habichtangriff verscheucht wurde. So weit fliegen die dann in jegliche Richtung, oder sogar noch weiter. Einfach so vom Haus aus.
Heute Morgen war das Einsetzen zum 500er,leider hat unsere RV keine 200 Tauben und somit auch keine eigene Liste. Das wird wieder ein paar "kalte" Züchter geben. Schade,denn jeder Flug ohne RV  Liste drückt die Motivation. So,dann werde ich mal losdüsen. Was tut man nicht alles für die Kinderchen......

14.07.2017: Gestern wurde dann auch von  der Fachwerkstatt meines Vertrauens die Anhängerkupplung an das Auto gebaut. Nun kann ich also fröhlich üben,damit ich dann auch ab Mitte August den Trainingsanhänger der SG Stumme übernehmen kann. Knapp 1000€ hat der Spaß gekostet.Naja,was tut man nicht alles für das Hobby. Aber eine Anhängerkupplung ist ja für vieles gut. Z.B. nächstes Mal an die Müritz SÄMTLICHE Angelsachen mitzunehmen :-).
Bei den Tauben gab es gestern erneut einen Angriff des Habichts,allerdings habe ich nicht gesehen,ob er was erwischt hat. Er war doch abgelenkt durch mich und mein Schreien und Klatschen. 50% der Tauben wieder hoch und wild durcheinander, 50 % gleich durch die Türen im Schlag verschwunden.Habe natürlich keinen Überblick,ob was (Einzelnes) fehlt,aber es fehlt jedenfalls schon mal keine größere Gruppe. Manch Sportfreund empfiehlt ja,nach jedem Raubvogelbesuch die Tauben für ein paar Tage drin zu lassen,aber das würde hier gar nicht praktikabel sein,denn dann kämen sie nur 1x die Woche raus. Hier ist soviel Natur und dementsprechend auch so viel Raubzeug unterwegs,dass fast täglich der eine oder andere Raubvogel zumindest vorbeischaut. Die Tauben müssen irgendwie lernen,damit zu leben und auch als Züchter muss man sich an einen gewissen Blutzoll gewöhnen. Das ist nicht schön,aber auch nicht zu ändern. Gerade bei Jungtauben,die sind ja keine Gegner für einen alten,erfahrenen Habicht. Andererseits ist es auch gut,dass hier so viel Natur ist,denn die Raubvögel finden ausser unseren Tauben auch sonst einen reich gedeckten Tisch. Zusammen mit dem späten Rauslassen der Jungen ,wenn der Raubvogel schon tagsüber Zeit zum Beutemachen hatte, sorgt das dafür,dass die Opferzahlen noch recht erträglich sind,wobei natürlich jeder Verlust einer zuviel ist.Aber trotzdem schätze ich die Verluste während der Eingewöhnungsphase bis zum Stichtag 01.08. auf  insgesamt doch um die 20 % ,also gut 50 Tauben. Danach sind die Jungen schon erwachsener und schlauer, haben sich besser an die Schlagverhältnisse angepasst,wissen,wo die Leitungen laufen , können dem Raubvogel besser ausweichen und haben ein besseres Immunsystem entwickelt bzw. Zeit gehabt,sich mit all den Erregern auseinanderzusetzen,die so ein Potpourri aus 56 verschiedenen Schlägen eben so mit sich bringt.. Deswegen gehe ich davon aus,dass die Verluste zum nächsten Stichtag 01.09. rückläufig sein werden um dann in der Trainingsphase wieder leicht anzusteigen.Wenn ich den 1. Preisflug mit +/- 150 Tauben durchführen kann,bin ich jedenfalls sehr zufrieden.

13.07.2017: Heute Morgen beim Klappen aufmachen saßen 2 der jährigen Tauben auf dem Schlagdach. Da ich die Tauben gestern wegen Dauerregens nicht draußen hatte,müssen die beiden (ein Pärchen) also seit vorgestern draußen sein. Ich vermute mal,sie haben wieder beim alten Taubenschlag von meinem Vater gesessen,denn da kommen sie ja her. Im Frühjahr sind die Jährigen ja immer wieder mal dorthin geflogen und auch über Nacht geblieben,aber nachdem sie ein Jungtier bei mir aufgezogen hatten,haben sie das nicht mehr gemacht. Nun,wo das Nest schon längere Zeit abgeräumt ist, besuchen sie doch wieder ihren alten Schlag. Das erklärt auch,warum manchmal Tauben auch nach Jahren noch nach Hause kommen.Die bekommen das an ihrem neuen Standort irgendwie in den Kopf und fliegen wieder nach Hause.
Bei den Jungen ist derzeit größtenteils Ruhe,die Eine oder Andere sitzt aber immer mal wieder krumm rum. Natürlich sind wir noch nicht durch mit Krankheiten und Co.Die nächste Welle kommt bestimmt.
Mein Schlag funktioniert in der Regel ziemlich gut,ist immer trocken und luftig. Gestern nun war die Voliere mal zu, es war sehr nass (starker Dauerregen den ganzen Tag) und auch recht kühl für Mitte Juli( 17 Grad) und da merkte man doch,dass viele Tauben im Schlag sind. Es riecht bei diesen Wetterlagen auch stärker nach Tauben, d.h. der Schlag ist bei solchem Wetter nicht optimal. Hier werde ich mal überlegen,wie man auch dort für die Zukunft etwas verbessern kann. Ich habe da Dachlüfter im Kopf. Würde mir auch gerne so eine Heizung einbauen,wo man die Luftfeuchtigkeit regulieren kann aber mangels Stromanschluß wird das leider nichts. Eine Wärmewellenheizung oder Heizsteine halte ich übrigens gerade für Gartenschläge im Frühjahr für ein sehr sinnvolle Investition.

12.07.2017: Das Einsetzen zum 500er wurde schon  gestern richtigerweise von Donnerstag Abend auf Samstag Vormittag verlegt. Nach dem letzten Flug am Sonntag ist das vollkommen richtig,dass man den Tauben und Züchtern etwas mehr Zeit vor dem 500er gibt, zu regenerieren und aufzubauen. Auch ,dass die Verlegung so frühzeitig bekanntgegeben wurde,ist richtig,so hat jeder Züchter früh Gewissheit und kann in Ruhe arbeiten. Ich spare ja generell nicht mit Kritik an den Entscheidungsträgern,wenn sie denn angebracht ist,aber man muss auch anerkennen,wenn sie etwas richtig machen. Ich wünschte mir nur,dieses "richtig machen" hätte mehr Konstanz. Aber in vorliegendem Fall : alles TOP!
Und da ich ja weiß,dass einige der Entscheidungsträger und deren Freunde hier lesen,jetzt mal ganz unter uns: als Flugleiter,der selber gerne auch auf Bundesebene angreifen würde,ist es doch total DUMM, sich immer wieder vermeidbar schlechte Flüge zu leisten. Du verjagst dir so nur die Preislieferanten,die du dringend brauchst,um die nötigen Punkte aus der großen Liste zu bekommen. Ein 10.Konkurs gegen 3000 Tauben ist  3x so viel wert wie ein 10.Konkurs gegen 1000 Tauben. Und am Ende zählt in den großen Meisterschaften udn bei den As-Tauben jeder Zehntelpunkt! Es ist also im Interesse Aller, so lange wie möglich so viel wie möglich Tauben im Kabi und damit auch in der großen Liste zu haben. Da muss man nicht immer schon bei den ersten  Regio-Flüge die Leute  verprellen. Wie Harry Tamsen immer so schön sagt: denk mal drüber nach.........du f..dir doch ins eigene Knie damit,Mann.

11.07.2017: Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Taubenzüchter,der selber OLRs beschickt, bezüglich dieses Derbys und anderer OLR unterhalten. Er sagte mir dann, dass er immer hofft,dass es bei den Wettflügen keine Massenankünfte gibt,denn das sei "total langweilig". Er fand das richtig gut,wenn auf einem Endflug die Tauben alle einzeln und mit großen Abständen ankommen. Auf meinen Einwand,dass bei solchen Flügen ja erfahrungsgemäß immer viele Tauben auf der Strecke bleiben reagierte er sehr gleichgültig. Das sei eben so und erst bei einem harten Flug über 400 KM, möglichst bei schlechtem Wetter,würden sich die guten Tauben zeigen.
Hmmmm....damit mag er ja sogar teilweise gar nicht so falsch liegen. Aber mir persönlich wäre dieser Preis,um die vermeintlich Guten herauszufinden, zu hoch. Doch dieser Züchter spiegelt ganz gut die Haltung vieler Beschicker von OLR wider. Es geht weniger um die Taube und ihr Wohlergehen sowie den sportlich fairen Wettkampf unter sportlich fairen Bedingungen,sondern es geht um das "Event". Und das "Event" ist meist sogar nur der Endflug,auf dem es um die große Kohle geht,gar nicht mal das gesamte Rennen an sich. Der Reiz ist wohl auch,dass man mit einer bis dahin gar nicht in Erscheinung getretenen Taube doch noch groß abräumen kann,während bei einer Besten-Wertung viele Tauben vor dem Endflug ja keine Chancen mehr auf einen vorderen Platz haben,weil sie die Preisflüge vorher halt nicht gut genug gekommen sind.
Ich muss dazu sagen, ich wäre froh, wenn alle Flüge des Heide-Derbys mit Schwarmankünften und kurzen Konkursen enden würden. Denn das hieße a) der Auflass und Flug waren reibungslos, b)die Tauben waren durch die Bank gut in Schuß, c) ich habe im Vorfeld und bei den Flügen keine Fehler gemacht. Das wäre für Züchter wie den o.a. Sportfreund dann alles Andere als spannend und in dem Sinne auch kein gutes OLR. Aber ich denke,die jetzigen Teilnehmer haben auch eher meine Sicht der Dinge als die der üblichen OLR Beschicker,denn ich finde nur wenige Namen meiner Teilnehmerliste auch auf anderen,klassischen, OLR. Das gibt mir dann Hoffnung,dass ich mich für Schwarmankünfte nicht auch noch entschuldigen müsste.:-)

10.07.2017: Ich glaube,mein Taubenschlag mit seinen vielen Bewohnern stellt eine Art Treibnetz für Alles dar, was sich verirrt hat und eine Pause braucht. Ich habe an beiden Tagen des Wochenendes gleich mehrere Zuflieger gehabt. Auffällig war eins: da ich ja beim Freiflug auch immer die Türen geöffnet habe,sind viele der fremden Tauben durch die Türen in den Schlag geflogen,haben an der Tränke gesoffen,sich dann auf dem Dach noch ein wenig ausgeruht und sind bald weitergezogen. Man merkt,wie sehr den Tauben vor Allem Wasser fehlt,wenn sie sich verfliegen. Sie kommen hier an,lassen die Flügel hängen und kneifen mit den Augen,aber wenn sie getrunken haben,dann kann man richtig sehen,wie schnell die Lebensgeister zurückkehren und das Gehirn wieder anspringt. Für diejenigen,die nicht in den Schlag fliegen,stelle ich eine der Tränken dann immer aufs Anflugbrett. Und diejenigen,die reingehen ,wenn die Klappen auf Fang sind,bekommen 1-4 Tage je nach Zustand Kost und Logis und werden dann einige Kilometer weggefahren. Ich melde keine Tauben mehr,Ausnahme sind  Tauben ab 2 Jahre,denn dort besteht meist ein großes Interesse,diese zurückzubekommen. Aber Jährige und Junge melden ist kaum beliebt bei den Züchtern. Und ich will mir einfach dumme Telefonate nach dem Motto "du bist doch auch Taubenzüchter,du weißt ja was man mit Luschen macht" ersparen. Meist bekommt man jedoch zu hören "Füttern,ruhen,dann fliegen lassen". Und genau das mache ich auch. Ohne Telefongeld bezahlen zu müssen. Aber es gibt auch immer Tauben,die dann bleiben. Der polnische Weißscheck z.B.,der haut auch nicht mehr ab.
Jetzt geht auch die Zeit los,wo fleißig mit den Jungen trainiert wird und auch davon hatte ich schon einige zu Gast. Das wird sicherlich die nächsten Wochen noch zunehmen.

Die erste Welle der JTK scheint nun auch wirklich glimpflich überstanden zu sein,insgesamt 4 Tote. Ich habe gestern mal im fast Dunkeln versucht,genauer durchzuzählen und bin der Meinung,bislang fehlen 15 Tauben. Aber ohne Garantie. 2 durch Unfall am Schlag, 4 durch Krankheit, 1 habe ich gesehen,wie sie geschlagen wurde und 8 sind "so" weg. Wohl auch einige an dem Tag wo ich den Angriff gesehen habe. Die Eine oder Andere wird auch in die Drähte bei der Bahn gegangen sein. Und so summiert sich das nach und nach auf.Leider kann man daran kaum etwas ändern.
Und vielleicht haben wir auch einen Uhu hier in der Gegend. Gestern kam wieder mal eine Jungtaube gar nicht rein.In solchen Fällen schließe ich zwar die Klappe vom Sputnik zum Schlag,aber nicht den Sputnik selbst,dann kann die Taube über Nacht in den Sputnik und sitzt dann morgens drin ,dann kann ich sie reinlassen. Heute Morgen war von der Taube aber keine Spur mehr zu sehen,auch keine Federn,kein Blut ,nichts. Irgendwas hat sie gestern Nacht oder heute vor 6 Uhr schon weggefischt. Ich weiß natürlich nicht,was es war,kann auch gut sein,dass es heute morgen bereits der Habicht war,oder nachts der Marder etc. aber so früh habe ich noch keinen Habicht erlebt und falls es der Marder gewesen wäre,hätte man eher abgebissene Federn gefunden,oder Blutspuren. Es macht eher den Eindruck,dass nachts etwas gekommen ist,sich die Taube schnappte und dann sofort wieder weg war. Und als Nachtgreifvogel ist nur der Uhu für sowas groß genug. Das wäre also die Nummer 16 als Verlust.Aber selber schuld.Warum geht die blöde Kuh auch nicht vernünftig rein?

07.07.2017: Hurra, seit gestern keine Neuinfizierten. Sollte die Talsohle bereits durchschritten sein? Man darf gespannt sein. Von den 6 Separierten geht es 3 deutlich besser,2 sind unverändert, 1 ist gestorben. Bei dem großen Rest scheint der Möhrenbrei gute Dienste zu tun. Da vermehrt Nachfragen per Mail kommen ,hier also die Zubereitung: 1 KG Möhren etwa 1,5-2 Stunden kochen,Sud abgießen und 50:50 mit klarem Wasser in die Tränke geben(mache ich bei mir nicht,da zu wenig Sud für alle da ist). Die weichen Möhren mit einem großen Esslöffel Honig, 2 Teelöffeln Salz und 0,5 Teelöffel Kokosöl pürieren,erkalten lassen und mit Mineralith ans Futter binden.
Zum Abbinden kann man natürlich auch andere Sachen nehmen (Heilerde,Bierhefe,etc).Als Honig nehme ich welchen,den mir ein Teilnehmer bei der Anlieferung mitgebracht hat,da weiß ich,dass das reiner Kram ohne irgendwelche eventuellen Zusätze ist. Empfehlen würde ich sonst Manuka-Honig. Sehr hochpreisig,aber das Beste am Markt. Das gefällt mir sehr gut,der Kot ist immer kugelig,fest und trocknet rasch ab. Ursprünglich wollte ich das mit dem Möhrenbrei nur eine Woche machen, aber ich glaube,ich werde das auf unbestimmte Zeit beibehalten.Und es ist ja wirklich kein großer Aufwand.
Die Medikamente sind gestern angekommen. Es handelt sich dabei um 8 Tagesrationen Collistin, 4 Tagesrationen Enrok und 4 Tagesrationen Traumeel,die zusammen verabreicht werden sollen.Zusätzlich noch Furazolidon-Kapseln zur Einzelbehandlung besonders stark erkrankter Tiere. Die 5 Separierten haben auch noch eine 2. Kapsel bekommen. Ich werde die Medis aber noch nicht einsetzen.Wenn ich,wie es derzeit scheint,diesen ersten Ausbruch auch ohne Medis eindämmen und behandeln konnte,brauchen sie kein Medikament mehr. Die nächsten Tage werde ich weiter beobachten.Falls aber eine zweite Welle der JTK kommt,werde ich diese Medikamente sofort einsetzen,um weitere Ausfälle zu verhindern.

06.07.2017:  Eigentlich wäre es mir ganz Recht,wenn die JTK jetzt kommen würde. Dann bin ich mit dem Scheiß rechtzeitig durch und kann die Flüge sauber durchziehen. Allerdings sind keine Jungen mehr mit diesen Symptomen aufgetaucht. Einige andere zeigen eher typische Anzeichen von JTK. Schleimiger Kot, Erbrechen,Apathie, Einschmelzung. Die schweren Fälle wurden  extra gesetzt und haben ein Kapsel Furazolidon bekommen. Man wird sehen,was es bringt. Derzeit bin ich mit 2 Arztpraxen und einer Uni-Klinik in Kontakt, erste Gegenmaßnahmen wurden eingeleitet.Leider bekomme ich aufgrund der Urlaubszeit und des daraus entstandenen Personalmangels hier kein Frei und bin somit darauf angewiesen, eine blinde Kur zu machen. Ich warte nun auf das Medikament,was beim ITOLR 2013 sehr gute und schnelle Wirkung zeigte.Auch damals kam die JTK ja direkt nach der Lieferphase. Allerdings muss man sich nichts vormachen,es ist ein Schuß ins Blaue und alles Andere als ideal. Aber so ist es nun mal.Würde ich Kot und Tierkörper einschicken,hätte ich die Diagnose auch erst in ein paar Tagen und bis dahin??? Ich muss also erstmal rasch handeln. Flankierend zum Medikament werde ich weiterhin den Möhrenbrei einsetzen und Tollyamin ins Wasser beifügen. Hoffentlich bekommen wir es so schnell in den Griff. Obwohl ich auch sagen muss,dass der  Großteil der Tauben vollkommen ok ist.Aber das hat ja nichts zu sagen. Heute noch das blühende Leben, morgen schon fast tot, so kennt man es doch mittlerweile von der JTK. Wenn es meine Tauben wären,würde ich anders vorgehen,aber das kann ich ja den Teilnehmern nicht zumuten. Aufgefallen ist mir auch Folgendes,vielleicht Zufall,vielleicht auch nicht: die betroffenen Tauben kommen alle von unterschiedlichen Züchtern,kein Züchter ist mit mehr als  einer Taube betroffen. Das ist schon kurios. Vielleicht ist es tatsächlich so,dass es in jedem Schlag Tauben(stämme,sorten,familien) gibt,die anfälliger für die JTK sind als der Rest. Das müsste man als Züchter mal über 2-3 Jahre beobachten und dann entsprechend auslesen.Dann könnte man einen Schritt weiter bei der Vermeidung der JTK sein. Bei einem OLR wird man das wohl nie völlig vermeiden können. Aber naja,wie gesagt,lieber jetzt als später. Ich habe von vornherein mit 10-15% Verlust durch JTK gerechnet und da sind wir ja noch lange nicht angekommen. Bislang 2 Tote, 6 Pflegebedürftige. Ich werde euch über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden halten.

05.07.2017: Möglicherweise ist die JTK angekommen.Ich bin mir aber nicht sicher,weil die Symptome nicht so sind,wie ich es von der JTK kenne. Ich schaue ja immer,ob beim Füttern alle gut fressen,denn das mal eine krumm sitzt oder eine etwas dunklere Nase hat,kommt ja immer mal vor,das sind halt die Kinderkrankheiten und es ist ja auch eine ganz schöne Belastung für das junge Immunsystem ,in eine Situation wie in einem OLR Schlag zu kommen. Wenn aber Tauben gar nicht mehr zum Fressen gehen,dann ist was im Busch. Vorgestern ist mir das bei 2 Tauben aufgefallen. Sie saßen beim Füttern in der Ecke und wollten nicht fressen. Ich habe sie dann in einem Korb separiert  und ihnen je eine Kapsel Furazolidon gegeben. Das hat in der Vergangenheit bei JTK immer sehr gut geholfen. Dabei ist mir aufgefallen,das beide Tauben den Kropf voller Wasser hatten,das man herausdrücken konnte,es war grünlich und roch faulig.Eine Vergiftung vielleicht? Aber ich habe hier keine giftigen Pflanzen auf dem Rasen und Dünger verwende ich auch nicht im Garten. Gestern war der Zustand der Tauben unverändert schlecht und sie wollten nicht fressen,soffen sich aber wieder den Kropf voll. Heute Morgen waren beide Tauben tot.
Die anderen Tauben sind putzmunter,fressen und saufen sehr ordentlich. Ich bin nun im Mailkontakt mit einer Tierarztpraxis bezüglich des weiteren Vorgehens.Leider ist es derzeit für mich sehr schwierig bis unmöglich,Urlaub zu nehmen.Ich würde gerne mit den toten Tauben und einigen lebenden Tauben für eine eingehende Untersuchung dorthin fahren. Schauen wir mal,was weiter passiert und was der TA als "Ferndiagnose" erstellt. Insgesamt keine typische JTK-Situation,wie ich sie sonst kenne. Scheint eher eine Kropf-als eine Darmgeschichte zu sein.Auffällig auch,dass es beides Tauben aus der Frühphase der Anlieferung sind, die sich schon seit Wochen im Schlag befinden und sich eigentlich  ja schon lange an das Schlagklima hätten gewöhnen müssen. Alles sehr mysteriös.......

03.07.2017: Beim Durchzählen gestern Abend waren grob überschlagen noch 5-6 Tauben abgängig. Das ist zwar immer noch traurig,aber es haben  ja doch noch sehr viele nach Hause gefunden. Die Krux mit den Angriffen bei den jungen Tauben ist ja,dass diese dann teils kopflos losdonnern und erst wieder aufwachen,wenn sie schon zu weit weg für den Rückflug sind. So wurde mir 2014 mal eine Jungtaube aus dem Rheinland gemeldet,von der ich bis dahin gar nicht wusste,dass sie überhaupt fehlte. Das war 100%ig auch so eine Angriffssituation. Und dann flog sie über 400 KM in den Südwesten,einfach so vom Schlag aus.
Das mit Möhrenbrei angerührte Futter ist gestern nicht so begeistert aufgenommen worden. Habe aber auch den Fehler gemacht, den Brei noch heiß unter das Futter zu rühren,dadurch sind Mais und Erbsen bis zur Fütterung ein wenig aufgequollen und waren wohl zu groß zum vernünftigen Aufpicken.Die kleineren Körner wurden gut gefressen. Also habe ich gestern Abend schon die Charge für heute gekocht,abkühlen lassen und dann mit Salz, Kokosöl und Honig püriert und ans Futter gemischt.Abgebunden wieder mit Mineralith. Mal sehen,ob sie es heute Abend besser fressen.

02.07.2017: Da freut man sich,juhu,noch keinen Raubvogelangriff live erlebt und ZACK....schon ist es passiert. Aber so richtig! Ist voll in die Tauben geknallt.Wenn der so ums Eck geschossen kommt,das geht so schnell,der ist so wendig,die paddeligen Jungtauben haben KEINE Chance.Eine hat er gepackt und ist trotz Schreien und Klatschen sofort damit abgehauen, ein Trupp von ca. 50 Tauben ging hoch und immer höher und drehte ab und......weg waren sie. Der Angriff selbst hat vielleicht so 3-4 Sekunden gedauert. Der Rest saß erstmal wie versteinert,dann gingen sie alle schnell rein.Ein paar Versprengte kreisten flach und landeten. Von den ca. 50 Tauben fehlte erstmal jede Spur. Nach und nach kamen sie dann zu zweit,zu dritt und einzeln wieder. Derzeit (kurz vor 18 Uhr) fehlen noch so geschätzt 25-30 Tauben. Das ist ja auch immer das große Leid beim Raubvogel.Nicht nur,dass er eine schlägt,er verscheucht auch immer welche. Heute Abend gegen 21 Uhr beim Klappen zumachen werde ich mal versuchen ,die Bande durchzuzählen. Aber das hat heute sicherlich einige Tauben gekostet.Mist!
Ab heute habe ich 1 Woche lang Moro-Suppe am Futter,um die Darmflora zu unterstützen.Abgebunden wird es mit Mineralith. Ich bin mir allerdings unsicher,ob sich das Soft Acid im Wasser mit der Moro-Suppe verträgt.Heute ist ja C-Phos in der Tränke. Zur Not muss ich das Wasser klar lassen. Eigentlich soll man ja den Sud von den Möhren in dieTränke geben,aber das reicht einfach nicht für alle Tränken.

01.07.2017: Ich komme eben aus dem Pflegeheim zurück,in dem mein Vater"lebt"(?). Er hat heute seinen 75.Geburtstag. Wenn ich diesen Mann dort immer sehe bzw.das,was von dem Menschen,der mein Vater war (Geist und Seele), übriggeblieben ist,dann wird mir immer bewusst,wie lächerlich und nichtig doch die "Probleme" sind, die wir uns hier so zu Herzen nehmen........
Es fällt schwer,dann irgendwie noch Freude an irgendwas zu empfinden,auch nicht an den Tauben,auch nicht am Derby.Gar nichts.
Trotzdem habe ich heute wieder frischen Sand eingebracht und den Tauben die Badewannen hingestellt. Die Tauben von Falf Frädrich sind auch per Kurier angekommen,ein Video habe ich nicht gemacht.Auch von den Tauben von Dieter Schöpfer (SG Rotermund) nicht,die gestern angekommen sind. Sorry an alle,die immer schon auf meine Videos warten.Wenn denn mal wieder die Sonne scheint,werde ich mal ein längeres Video vom Freilauf der Tauben machen,versprochen.
Aber derzeit habe ich eigentlich zu gar Nichts Lust und Motivation.Man möge es mir nachsehen.

30.06.2017: Seit gestern 18 Uhr ist hier durchgehend Starkregen.Alles schwimmt (weg). Auch im Garten sind schon große Lachen.Wenn man über den Rasen geht,dann fühlt es sich an,als wenn man auf Pudding läuft, und die Straße vor dem Garten könnte man derzeit auch gut zum Forellenangeln benutzen.Aber Klimawandel gibt es ja nicht,nö...... Gott sei Dank kein größerer Wassereinbruch im Schlag selbst,steht ja erhöht. Heute kommt ja der Dieter Schöpfer vorbei und bringt die Tauben,den habe ich heute schon angeschrieben,dass er die zu meiner Wohnadresse bringen soll. Es soll ja den ganzen  Tag durchregnen und selbst wenn es heute Abend nicht regnet: man muss ja nicht unnötig im Morast wühlen.Und gute Aufnahmen sind da auch nicht möglich. Ein Team kommt dann (Heute Nacht,Morgen früh???) noch per Kurier und am Montag kommt als Letzter dann der Sportfreund Mathias Frank. Und dann ist die Anlieferung auch schon abgeschlossen. Puh! Aber wir haben doch alles recht gut hinbekommen,trotzdem der größte Lieferant Ilonexs nicht in dieses PLZ Gebiet liefert.Keiner musste deswegen die Teilnahme absagen,man fand sich teils zu Fahrgemeinschaften zusammen. Da bin ich sehr positiv überrascht. Wir Taubenzüchter können nicht nur gegeneinander,nein,wenn wir wollen,dann können wir sogar sehr gut miteinander.Das freut mich sehr.
Das Gegeneinander habe ich gestern wieder im Internet erleben dürfen und das hat mich wieder mal bestätigt,dass ich bislang doch die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Ich habe mir bei Geraldy auch schon einen schönen Trainingsanhänger für 200-240 Tauben ausgeguckt.Damit kann ich dann auch für Alttauben ein Reiseprogramm aus der Windrose anbieten,falls ich nicht wieder in den Verband eintreten sollte. Und danach sieht es derzeit auch aus.

28.06.2017: Gestern sind noch die Tauben von den Gebr.Hufnagel und Marco Hüskens per Kurier angekommen. Ein Video dazu habe ich nicht erstellt,weil ich sie erst Abends nach Arbeit und Taubenversorgen ansehen konnte. Der Schlag ist nun schon sehr gut gefüllt, es fehlen nur noch 15 Tauben. Für das nächste Jahr werde ich es aber so machen,dass nur die 200 bezahlten Tauben in den Schlag kommen (wenn ich das Derby denn wiederhole),denn je weniger Tauben im Schlag sind,desto besser ist das. Die kostenlose Zusatztaube war ja auch ursprünglich dafür gedacht, die hohen Transportkosten per Kurier für die teilnehmenden Züchter zu dämpfen,aber die meisten Züchter haben ja persönlich oder in Fahrgemeinschaften angeliefert,was ich übrigens richtig klasse finde,da man so die Züchter auch mal persönlich kennenlernt.
Klasse finde ich auch,was die Sportfreunde Stumme in Absprache mit einigen anderen Teilnehmern vorhaben. Die wollen nämlich am Endflug ein paar Bierzeltgarnituren ,einen Grill und Getränke im Garten hinstellen und dann ein gemütliches Stelldichein für alle Züchter und Teilnehmer bieten,die dorthin zu meinem Garten kommen wollen. Das finde ich eine wirklich feine Idee und ich bin ganz begeistert über diesen Einsatz Einiger zum Wohle Aller.Ich selbst fahre ja die Tauben und bin daher erst (hoffentlich!!) weit nach Konkursende wieder zu Hause,kann daher nichts für den Endflug organisieren.
Die Tauben erhalten nun täglich Freilauf.Freiflug kann man das noch nicht nennen. Alle Türen,alle Klappen werden geöffnet und dann können sie im Garten rumtoben.Natürlich fliegen auch einige schon ihre Runden. Fast jeden Tag kommt dann der Rotmilan über den Schlag geschaukelt,die Tauben erschrecken sich und eine Horde von 50-80 fliegt dann einige Runden. Der weitaus größte Teil fliegt aber flugs durch die geöffneten Türen wieder in den Schlag um nach ein paar Minuten wieder hervorzukommen. Ich glaube fast,der Rotmilan macht sich da einen Spaß draus.......
Es bleiben auch immer beim Hereinrufen noch einige Tauben auf dem Dach(ich füttere einfach zu satt). Diese bekommen dann eben an dem Tag nichts zu fressen. Doch abends,wenn ich spät nochmal hinfahre,um die Klappen für die Nacht zu schließen ,sind dann alle drin. Im Garten selbst habe ich noch keine Rupfstelle gefunden und auch wenn ich am Schlag bin noch keinen Angriff erlebt,aber es werden sicherlich schon ein paar Tauben oder so weg sein. Die Indikatortauben sind jedenfalls alle da. Aber wenn der Geier in der Zeit angreift,wo ich zum Abendessen nach Hause fahre und später wiederkomme,dann bekomme ich das natürlich nicht mit. Auf dem Feld neben dem Garten wird dieses Jahr Mais angebaut,der schon gut 150cm hoch ist und wenn er da eine reindrückt und schlägt,das sieht man dann nicht.
Von einem größeren Krankheitsausbruch bin ich derzeit noch verschont,aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.Da muss man ganz realistisch sein.Das wird kommen. Derzeit sitzt mal die Eine ,mal die Andere krumm rum,vor Allem wenn sie wieder im Moos an dem toten Baumstamm vor dem Schlag gewühlt haben,aber nächstes Mal gehen sie wieder ins Moos. Was sie nicht tötet,macht sie härter.Viele vertragen auch die ersten Tage die Nackentropfen nicht so gut,das ist schon scharfes Zeug von Tollisan.Aber es soll ja gut helfen gegen alle Ektoparasiten.Da müssen die Kinder dann eben durch.
Die ständige Wasseransäuerung mit Soft Acid,Blitzform(Mittwochs) und C-Phos( Wochenende) unterbindet zumindest die Weitergabe von Keimen über die Tränke.Warten wir also ab,wann der erste größere Einbruch kommt.....

27.06.2017: Immer wenn man denkt,die eigene RV sei schlimm dran,merkt man,dass es NOCH schlimmer kommen kann. Der RegV 253 hat es doch tatsächlich geschafft,bei den Bedingungen am Samstag von über 500 KM Ost aufzulassen. 10 Stunden Flugzeit der ersten Tauben,der Konkurs geht über Nacht und ist insgesamt über 8 Stunden offen. Wohlgemerkt: da war dann erst ein Drittel der Tauben zu Hause. Auf meine mitfühlende Nachfrage gestern an einen Sportfreund aus diesem Regio kam dann gestern Abend folgende Antwort:

Gestern um 09:30 Uhr kam meine letzte. Seit dem nichts mehr. Ich habe jetzt 10 von 33 zu Hause.

Gerade wurde eine in Polen gemeldet, in der Nähe von Frankfurt/Oder. In der RV waren gestern Abend

von 360 Tauben ca. 140 da. Es sieht fast überall sehr traurig aus. In der Nachbar RV hat der bis dahin

führende in der Meisterschaft bis jetzt von 30 erst 2 Tauben zu Hause.

Für die meisten ist die Altreise beendet, nur ein paar Hardcore "Züchter" wollen noch weiter machen.

Mal sehen was noch kommt.
Was soll man dazu noch groß sagen? Traurig,sowas,und vollkommen unverständlich.

26.06.2017: Gestern war es sehr schön am Schlag. Der Martin Roters war da und hat schöne Schwarztiger gebracht und danach kamen auch schon Michael Stumme und sein Vater Karl Heinz sowie mein guter Freund Claus Kanitz zum Anliefern an. 2 Stunden haben wir dann noch mit unserem amtierenden RV Meister Christian Niemann im Garten gestanden und über Tauben und Taubensport philosophiert und dabei viel gelacht. War echt mal wieder eine schöne Runde,denn sowas kommt doch derzeit viel zu kurz und das Miteinander hat stark gelitten. Umso schöner sind solche raren Momente. Hat mich wirklich sehr gefreut!
Die andere Seite,die neidische,die "ich versuche mal dir die Stimmung zu vermiesen"-Seite zeigte sich dann nach dem Hochladen der Videos,denn da hat gleich mein Troll wieder zugeschlagen und die Videos negativ bewertet. Das muss wirklich ein ganz armer Wicht sein. Oder er hat am WE schlecht gedreht und musste sich jetzt abreagieren. Aber der schöne Vormittag wiegt schwerer als so ein Hohlkopf.:-)

24.06.2017: Der heutige 300er ist zurückgenommen worden auf 170 Km. Gestartet wurden die Tauben erst um 13:20 Uhr. Auch da bis 15 Uhr gab es immer wieder längere und intensivere Regenschauer und sehr starken Kopfwind,der auch recht kühl war.Ich weiß das,weil ich ab 12 Uhr beim Angeln ca. 40 KM östlich (also in Flugrichtung) von uns war und ich bin pudelnass geworden. Man muss sich aber heuer ja in der Bewertung der Leistung gewisser Funktionsträger zurückhalten,denn: Feind liest mit! Insgesamt wenn ich auf das Reisejahr und die Flüge bzw. die Entscheidungen hier blicke kann ich nur noch nochmals betonen wie FROH ich bin, dieses Jahr keine Tauben zu schicken und wie UNSICHER ich bin,ob ich mich tatsächlich wieder in der RV und in diesem Regionalverband anmelden soll. Ich glaube nicht,dass sich in absehbarer Zeit  an der Situation was ändern wird. Es erfolgt weder Einsicht noch Lerneffekt.Und das alles geht zu Lasten der Tiere und der Züchtermotivation. 60 Minuten Konkurs bei 87 zu vergebenen Preisen auf einem 170 Km Flug sprechen ,glaube ich,auch so ganz gut für sich. Von den noch fehlenden Tauben mal ganz zu schweigen.Nein,schön ist was Anderes.
Aber Erfreuliches ist auch passiert: es sind wieder 3 Teams mehr im Schlag.Die Videos stehen natürlich wieder bei Youtube.Am Futter war heute wie jedes WE Moorkonzentat und Mineralith und im Wasser C-Phos. Und da heute Samstag ist, war auch wieder Badetag und es ist frischer Sand eingebracht worden. Die Tauben haben sehr gut gebadet. Für mich ein Zeichen des Wohlbefindens. Kranke Tauben baden nicht.

21.06.2017: Gestern hat der Sportfreund Frank Schmalz seine 3 Tauben angeliefert,anschließend wurde wieder der Schlag zur freien Verfügung geöffnet. Auch die Tauben von Frank sind gleich mit raus und haben auf dem Rasen gepickt. Wenn nur kleine Gruppen von Tauben kommen,ist es unproblematisch. Sie orientieren sich an dem,was die "Alten" tun und lernen so das Raus-und Reingehen. Nur wenn so wie an den letzten beiden Wochenenden große Gruppen Tauben ankommen,dann lass ich sie 1-2 Tage drin.Aber so viel kommt ja nicht mehr. Jetzt am WE glaube ich nochmal 5 Teams (Kanitz,Frisch, Stappert und die Tauben von Micha Stumme für die Teams Müritzfischer und Luftbote) und dann der Rest vereinzelt. Leider haben es die Brüder Hufnagel diese Woche nicht geschafft,ihre Tauben zu liefern,da bei den Temperaturen keine Kuriere fahren. Das ist natürlich vernünftig,bringt die Züchter aber in Schwierigkeiten,wenn die Tauben schon älter sind. Und 2 Züchter haben sich noch gar nicht gemeldet,wann sie liefern wollen. Wenn ich bis zum WE nichts gehört habe,werde ich sie wohl mal anrufen.

Als die Tauben gestern draußen waren ,kam auch noch mein Kumpel Dieter von über der Bahn rüber und wir haben ein wenig gefachsimpelt,während wir den Tauben zusahen. es kam natürlich auch die Frage: "Fehlt denn schon was?" Diese Frage konnte ich natürlich nicht eindeutig beantworten,bei diesem Gewusel ist eine derartige Aussage schwierig. Selbst beim Durchzählen abends flattern ja doch einige hin und her oder sitzen in Ecken wo ich sie übersehen kann. Auffallen würde es nur,wenn eine der "Indikatortauben" fehlt. Das sind besonders hervorstechende Tauben wie die beiden Reinschwarzen,die 3 Indigos,die 3 Schalies von Wiehagen usw. Wenn da eine fehlt,fällt das auf. Aber wenn eine Blaue oder Gehämmerte abgängig ist,wie soll ich das rausfinden? Am 01.08. wird die erste Bestandsaufnahme gemacht,dann werden wir sehen,was noch da ist. Derzeit kann ich nur zu 100% garantieren,dass IM Schlag keine an einer Krankheit verstorben ist , nur die eine "Verimpfte" musste ich erlösen.
Aber man darf sich auch da keinen Illusionen hingeben. Es wird Verluste durch Krankheit geben,bis sie erkannt und behandelt ist. Dafür sind die Faktoren einfach zu gefährlich bei einem OLR.Damit muss man rechnen,wenn man ein OLR aufzieht oder Tauben hinschickt. Ich persönlich habe mir zum Ziel gesetzt, auf den 1.Preisflug (24.09.) 150 Tauben einzukorben. Bei 250 angelieferten Tauben hört sich das im ersten Moment sehr wenig an,aber man muss folgende Faktoren bedenken:
-Krankheit
-Raubvogel
-Draht (Bahnlinie vor dem Schlag)
-freiwillige Migration
-Verluste auf den Trainingsflügen

Da wird schon Einiges an Verlusten zusammenkommen. Wenn es allerdings mehr als 150 Tauben auf dem 1.Preisflug sind, bin ich auch nicht böse drum. Und wenn ich mir manchmal ansehe,was die Züchter an Tauben zuordnen lassen bzw. Ringe bekommen und mit wieviel Tauben sie dann noch beim 1. Flug ankommen,dann denke ich, 150 auf dem 1.Flug wären schon gar nicht schlecht......

Und ich hatte gestern dann auch den ersten Zuflieger.Einen polnischen Weißscheck von 2016. Saß abends beim Klappen zumachen drin. Ist aber keine Reisetaube,trägt weder Elektronik-noch Gummiring,nur einen Markierungsring.

19.06.2017: Nach dem großen Liefertag am Samstag und dem Zusammenbasteln von gleich 5 Videos war der Tag gestern mal weitestgehend "taubenfrei". Nur Morgens die Klappen auf,dann den ganzen Tag mit meinem Sohn geangelt,noch ein bischen zu Hause entspannt und dann abends wieder hin, Füttern,Tränken und Klappen zu. 1 Team ist gestern noch angekommen und wurde zum Schlag verbracht.Nun sind gut 190 Tauben da und ca.50 fehlen noch.

Der Flug gestern verlief wohl auch normal mit wenig Verlusten und es ist sogar der seltene Fall eingetreten,dass ein Züchter unserer RV einen Regio-Ersten fliegt.Glückwunsch! Doch in der Regio-Liste verlieren wir wieder Preise. Es sind aber auch nur noch 240 Tauben in die Kabine gekommen,viele Jährige blieben zu Hause. Vielleicht haben wir ja nächste Woche wieder mehr.

Ich hatte euch ja geraten,Weibchen zum Derby zu schicken (sh: Weibchen,der besondere Tipp). Eine Bestätigung erfahre ich,wenn ich in die aktuellen Bestenlisten schaue. Nach dem 7.Flug in diesen doch wieder recht schwierigen Reisejahr ist in der RV kein einziger Vogel mehr mit voller Preiszahl. Aber 8 Weibchen! Die sind tatsächlich robuster wenn es darum geht, zu "beißen".

16.06.2017: Der Nico ist gestern nun doch nicht gekommen.Mal schauen,wann wir es nun hinbekommen,dass er seine Tauben liefert.Ich habe ihm den Samstag Vormittag vorgeschlagen,denn da kommen schon wieder 2 Leute(hoffe ich). Der WestAir Kurier fährt heute auch eine Abholungsrunde,bei den ersten Sportfreunden war er so gegen 05 Uhr zum Abholen. Also schätze ich mal,dass die Tauben so gegen.........02 Uhr Nachts bei mir eintreffen :-)
Aber hat auch was,dass ich gestern vergebens bis 19 Uhr am Schlag war.So konnte die junge Bande schön lange draußen sein. Sie krabbeln und picken auf dem Rasen, flattern ab und an mal hoch,setzen sich aufs Dach,fliegen durch die Türen rein und wieder raus...all das schult das Hirn. Und da ich auch immer ein wenig Futter auf den Rasen streue,lernen sie gleich,dass es Futter nicht nur im Schlag und im Trog gibt sondern das sie auch mal suchen müssen. Nebenbei lernen sie,weil sie eben noch Kinder sind und neugierig alles anpicken,was sie finden,was man in der Natur so alles fressen kann und was nicht. Gras? Ist zwar nicht der Hit, aber kann man essen. Löwenzahn? Lecker! Bei anderen Sachen schütteln sie dagegen angewidert den Kopf. "Bäh! Mag ich nicht!" Und so haben sie schon mal etwas im Gedächtnis für den Fall, dass sie sich mal verfliegen und runtergehen müssen. Kann so verkehrt nicht sein.
Die ersten fangen jetzt auch an,etwas dunklere Nasen zu bekommen und ab und an mal zu schniefen. Kinderkrankheiten eben.Vor Allem bei diesem wechselhaften Wetter. Darüber mache ich mir gar keinen Kopf. Solange sie beim Füttern immer noch gierig fressen,ist alles ok. Nur wenn eine irgendwo apathisch in der Ecke sitzt,kein Futter aufnimmt und gehemmte Reaktionen aufweist,dann ist was Ernsteres im Busch.
Die "verimpfte" Taube hat es leider nicht geschafft. Sie kam gar nicht mehr zum Fressen und Trinken mit dem Kopf runter. Dann muss man sie auch nicht länger leiden lassen.Schade drum.
Heute wird dann auch zum zweiten 400er der Saison eingesetzt. Es ist der 7. Flug der Saison und schon ist fraglich,ob unsere RV noch 200 Tauben für eine eigene Liste zusammenbekommt.Aber es wird wohl doch noch reichen. Für die weiten Touren sehe ich da allerdings schwarz. Und eine RV Liste ist hier ja immens wichtig,da wir zur großen Regio-Liste gar nicht schauen müssen. So werden ohne eigene Liste wieder viele Preise verloren gehen und die Motivation wird wieder ein wenig fallen. Da nutzt dann auch die am besten gegrillte Bratwurst der Welt nichts mehr.

15.06.2017: Heute in meiner Mittagspause bin ich schnell zum Schlag gefahren,denn der Sportfreund Norbert Thesing hat extra den weiten Weg von Coesfeld (ca. 400KM) auf sich genommen, nur um mir die Tauben anzuliefern. Mit dem WestAir Kurier hatte es irgendwie nicht hingehauen und so kam er denn selbst. Dieser Einsatz nötigt einem den vollen Respekt ab!
Leider hat er dann auch noch vergessen,dass er ja eine kostenlose Zusatztaube mitbringen kann und so hat er nur 4 Tauben geliefert. Das ist dann natürlich doppelt schade,aber der Norbert ist ja ein Bär von einem Typ und hat auch eine Bärenruhe. "Ach,naja,wenn ich die ersten 4 Plätze mache,reicht das ja . Die Anderen sollen ja auch was abbekommen." war sein lakonischer Kommentar dazu. So viel Gemütsruhe wünscht man sich bei viel mehr Züchtern........
Ein Video kann ich euch leider nicht anbieten.Heute Abend wollte noch Nico Mitzkus seine Tauben bringen,vielleicht klappt es da ja wieder.

14.06.2017: Leider saß die Taube von gestern Morgen auch gestern Abend noch doof rum.Ich habe sie aus dem Schlag genommen. Keine Ahnung ,was sie hat. Aber ich tippe mal auf "Impfung nicht vertragen". Das kommt heute zum Glück weit weniger oft vor als früher,aber es kommt leider immer noch vor. Vielleicht falsch gestochen,dadurch einen Nerv getroffen,ich weiß es nicht. Krank scheint sie jedenfalls nicht zu sein,nur sehr benommen.Hat auch Schwierigkeiten, Körner zu picken und zu trinken.Ich schaue mir das jetzt noch 1-2 Tage an und wenn dann keine Besserung eintritt,werde ich die Taube erlösen. In diesem Zusammenhang muss ich auch auf Eines hinweisen: wenn Tauben aufgrund solcher Geschichten oder Krankheit versterben,dann werde ich natürlich NICHT den Züchter der Taube nennen,weder hier noch auf private Nachfrage.Ich will nicht,dass es dann von irgendwem heißt: der und der hat Verrecker gezüchtet. Tauben,die aufgrund von Krankheit versterben,werden am Stichtag 01.08. bei der ersten Bestandskontrolle dann als "weg" markiert wie alle Anderen,die bis dahin am Haus ausgeblieben sind. Dies dient einfach dem Schutz des Züchterrufes. Ich bitte hier um Verständnis.

Die letzten beiden Tage waren die Tauben nicht draußen,um den am WE gelieferten Tauben Zeit zu geben,sich etwas einzuleben( und weil sehr starker Wind ging,ich wies bereits auf die Gefahren hin),aber heute werden die Klappen und Türen wieder geöffnet. Insgesamt gefällt mir die Bande bislang recht gut,auch vom Verhalten her.Ist natürlich schwer,alle ruhig zu halten, man hat immer ein paar dabei,die wilder sind und durch den Schlag flitzen.Aber solange ich meinen Kumpel 801 und den einen Kleinen von Bernhard Görlich habe,die rechts und links auf dem Knie sitzen,ist alles gut :-)

13.06.2017: Derzeit geht es recht ruhig zu.Nach dem turbulenten Wochenende mit vielen neuen Tauben kommen die nächsten erst wieder Ende der Woche. Das Futter wird immer noch mit Moorkonzentrat und Mineralith abgemischt, im Wasser ist Montags,Dienstags,Donnerstags und Freitags Soft Acid in der Konzentration 1ml auf 1 Liter. Mittwochs ist Blitzform im Wasser, Samstags und Sonntags C-Phos. Vitamine setze ich derzeit nicht ein. Der Mineralien-Mix von de Werd steht natürlich täglich zur Verfügung.
Morgens mache ich ja vor der Arbeit immer die Klappen auf und füttere 30 % der Tagesration schon vor. Dabei fiel mir heute eine Taube auf,die geplustert in der Ecke saß,eine von denen,die am WE angeliefert wurden.Alle anderen fraßen gut. Ich habe diese Taube genommen und eingetaucht,sie trank auch sofort. Ich werde heute Nachmittag dann schauen,ob sie immer noch komisch sitzt und sie dann ggf. einzeln setzen.Vielleicht lag es aber auch wirklich nur daran,dass sie die Tränke bislang nicht gefunden hat.Wir werden sehen.

12.06.2017: Bei Facebook und Youtube gibt es sogenannte "Hater"( zu deutsch: Hassende/Hasser). Das sind Menschen, die einen Beitrag oder Video von bestimmten Personen sofort nach Einstellung, und unabhängig vom Inhalt , negativ bewerten. Warum die das machen, ist noch nicht erforscht,aber ich tendiere stark dazu,dass das Leute sind,die im Leben ziemlich arm dran sind und keine andere Möglichkeit finden,ihren Frust zu bewältigen, als anderen Menschen irgendwie die Freude zu verderben oder es zumindest zu versuchen. Auch ich habe jetzt bei Youtube so einen Hater,der jedes meiner Videos mit einem "Daumen runter" bewertet, kaum das es online gestellt ist. Ist aber irgendwie auch putzig, das Ganze. Der muss schon regelrecht den ganzen Tag lauern,ob ich wieder was online stellt um es dann gleich negativ zu bewerten. Also ich würde da ja lieber Angeln gehen,einen Kaffee trinken oder bei meinen Tauben sitzen als den ganzen  Tag in der muffigen Bude vor dem PC zu lauern. Vielleicht sollte derjenige das auch mal machen,ich glaube,das würde sehr entspannend wirken :-)

Lob ist heute auch mal angebracht. Der Flug am Wochenende ist gut gelaufen und wenig Tauben sind verlustig gegangen. Die Flugleiter haben alles richtig gemacht.Gut so! So sollte es immer sein.

10.06.2017: Mir wurde verschiedentlich zugetragen,dass meine Kommentare hier im Tagebuch bezüglich der Flüge und der Auflässe auf wenig Gegenliebe stoßen. Es soll demnach wohl auch eine Opposition aus der anderen EST geben,die wohl fordert,mich im Herbst nicht wieder in die RV aufzunehmen.
Ich weiß nicht,warum wir Taubenzüchter,unser kleiner Haufen hier, sich auch noch gegenseitig zerfleischen muss. Ist das nötig? Oder gar sinnvoll? Nein,eher nicht.
Nichtsdestrotz muss ich natürlich auch meine Worte etwas revidieren. Ich unterstelle keinem der Beteiligten an den Flügen  Unfähigkeit oder gar Vorsatz bei den schlecht verlaufenen Flügen. Ich glaube einfach,man macht sich das Leben vielfach zu schwer und fährt somit keine klare Linie.Keinem wird daran gelegen sein,schlechte Flüge zu produzieren. Aber indem man versucht,immer flexibler und flexibler zu sein, bringt man nur Unruhe und Unzufriedenheit in die Züchterschaft und mal ehrlich jetzt: bessere Flüge als sonst hat man damit auch nicht produziert. Man kann eben nicht alles immer einplanen und vorhersagen. Tauben einsetzen,hinfahren,zur Not einmal überstehen bei längeren Flügen und sonst eben zurück. Da kann sich jeder drauf einstellen.
NICHT verstehen und tolerieren kann ich aber diejenigen,die sich hier kackfrech hinstellen und sagen: "Wieso,weiß gar nicht ,was ihr habt,waren doch alles super Flüge bislang." Eine derartige Dummdreistigkeit lasse ich nicht unkommentiert. Und wenn man mich dann deswegen nicht in der RV haben will,bittesehr.Ich bin mir sowieso noch nicht schlüssig,ob ich überhaupt wieder ein Aufnahmegesuch stelle,die Alten nächstes Jahr kann ich auch gut alleine fahren und dann eben aus max.130 KM aus der Windrose reisen. Da brauche ich keine RV für.........aber die RV bräuchte meine Tauben.Dringend sogar.Wir werden sehen,was die Zeit noch bringt.Ich bin jedenfalls der Letzte,der hier böses Blut wünscht. Ein harmonisches Miteinander, wo man auch mal konstruktive Kritik anbringen kann, wäre mir viel lieber.

09.06.2017: Heute ist Einsetzen zum 6. Preisflug.Mal sehen,wieviele Tauben wir in der RV noch zusammenbekommen nach dem schweren 400er in der letzten Woche. Im Derby-Schlag wird es nun immer voller,heute kommt noch ein Team dazu und am WE erwarte ich die persönliche Anlieferung von insgesamt 9 Teams. Bisher ist noch keine Taube dabei,die meinem Empfinden nach gravierende Mängel hat,obwohl man natürlich so ein Idealbild einer Taube im Kopf hat,dem eben nicht alle entsprechen,die da kommen. Aber wie heißt es immer so schön: im Kopf müssen sie es haben!
Die Versorgung erfolgt immer noch ohne großen Schnickschnack, ein Mischfutter mit 10% Sämereien/Erdnussanteil, abgemischt mit Moorkonzentrat und Mineralith, 1x die Woche Blitzform,2x die Woche C-Phos und täglich frisch den Multi-Mix von de Werd. Das war es. Und ich muss am Wochenende schon wieder neuen Sand holen.Ein bischen was geht ja mit der Reinigung hinaus,ein bischen was verteilt sich so in den Ritzen und ein Teil wird auch von den Tauben aufgenommen.Der Kot ist zum größten Teil gut und fest abgebunden,hier und da scheißt auch mal eine etwas dünner. Besonders Neuzugänge sitzen 1-2 Tage mal etwas muckeliger rum,wahrscheinlich auch durch die Nackentropfen,dann berappeln sie sich wieder. Ungefähr 50% der Jungen muss noch 1-2 Mal eingetaucht werden,der Rest findet die Tränke selbstständig. Ich schreibe mir zwar nicht auf,welche Jungen ich eintauchen muss,glaube aber,dass diese später nicht um die Geldränge mitfliegen werden. Das selbstständige Finden der Tränke zeugt für mich von einer Grundintelligenz,die notwendig ist,um sich später auch gut auf dem Flug zurechtzufinden.Aber das kann auch alles Quatsch sein,was weiß ich schon von Tauben?
Einen Kumpel habe ich auch schon: den 801 von Sportfreund Thorsten Hess. Wenn ich mich zum Füttern hinsetze,kommt er gleich auf die Hand geflogen und beißt jede andere,auch alte, Taube weg,die an das Futter auf der Hand will. Feiner Kerl! :-)

07.06.2017: Gestern ging und heute geht ein sehr starker Wind,deswegen erhalten die Tauben keinen Freiflug. In der Eingewöhnungsphase ist starker Wind kontraproduktiv.Wenn sie sich erschrecken und hochgehen werden sie durch starken Wind zu schnell zu weit verdriftet. Sie müssen ja erstmal lernen,mit ihren Flügeln umzugehen und eine Prägung auf den Schlag bekommen. So habe ich mich gestern mal gemütliche 2 Stunden mitten unter die Bande gesetzt, Futter um mich gestreut und die Tauben beobachtet. Natürlich hat das auch den Effekt,dass die Tauben sich dann auch an mich gewöhnen,sozusagen eine Win-Win-Situation. Ich finde es immer ganz spannend ,mir neue Tauben und ihr Verhalten im Schlag anzusehen. Wer ist mutig,wer zurückhaltend,wer ist dominant,wer ist sehr aufmerksam oder eher in sich gekehrt,welche Taube verhält sich wie, welche Taube steht wie da,wer sitzt wo,wer ist aktiv,wer eher nicht usw usw. Jede Taube hat ihren eigenen Charakter.
Apropos Charakter: Am Sonntag und Montag hatten ja alle Tauben nachmittags offenen Schlag. Die Meisten,auch die frisch am Samstag Angelieferten,laufen dann ja auf dem Rasen rum,picken,legen sich in die Sonne, gehen durch die offenen Türen rein und raus usw. Dann flog am Montag auf einmal ein Eichelhäher laut zeternd tief über die Tauben. Die Wolke stob in die Luft und flatterte wild umher. Da es recht schwachwindig war,kamen die meisten schnell wieder runter und landeten auf dem Schlagdach.Aber so 15 Stück kreisten und verteilten sich,einige gingen ausser Sicht. Abends beim Klappen zumachen fehlten beim Durchzählen 7 Tauben. Auch gestern Morgen gegen 6 Uhr beim Klappen öffnen fehlten sie noch. Aber gestern Abend ,als ich nach der Arbeit zum Schlag fuhr,da sah ich dann schon ,dass der Indigo,die Rote und die Schimmel vom Team Gut Flug wieder im Schlag waren. Und spätabends beim Klappen zumachen und Durchzählen waren dann alle wieder im Schlag. Das finde ich dann doch sehr erfreulich.Und die eine Nacht draußen hat die Tauben sicherlich schon Einiges gelehrt. Aber das sie nach nicht mal 48 Stunden im Schlag schon wieder zu ihm zurückfinden.......das zeugt von Charakter.

05.06.2017: Elfen in meinem Garten! Heute Morgen war Manfred Meyerholz bei mir ,um seine Tauben anzuliefern und hat seine Frau dabei gehabt. Hach,ich bin verliebt! :-) So was Hübsches hatte ich noch nicht in meinem Garten (ja gut,meine Tochter,aber das ist eine andere Art von hübsch). Ich bin ja direkt ein wenig neidisch auf Manfred. Bei dem haben nicht nur die Tauben Rasse und Klasse.......
Insgesamt war ich sehr angetan von seinem Taubenverstand und seiner Sachkenntnis.Der Mann hat wirklich Ahnung,da kann jeder noch was mitnehmen.Ich denke,den Kontakt werde ich auf jeden Fall halten,da kann ich nur lernen und mich verbessern.

Vom Flug am Samstag fehlen in der RV noch viele Jährige. Bei meinem Kumpel wurde einer in Leipzig gemeldet,ein Anderer in Südhessen! Die Tauben sind also überall verstreut. Und einer wurde ihm gerade mal 10 Km weg von uns gemeldet. Tot. Der Vogel saß wohl bei Leuten auf der Regentonne und kippte dann plötzlich vornüber runter,tot.Ich denke mal,der hat wohl Gift gesoffen. Wenn die Bauern ihre Felder spritzen und dann kommt gleich so ein Regenguss,dann wird das Gift in kleine Pfützen und Senken am Feld geschwemmt. In diesem "Wasser" ist die Giftkonzentration dann sehr hoch und die durstigen Tauben,die das Wasser sehen,runtergehen und saufen,vergiften sich dann. Sehr schade um diesen jährigen Vogel. Wie viele andere werden wohl so sterben und nie gefunden werden?

03.06.2017: Heute Morgen habe ich mich dann auf den Weg nach Salzwedel gemacht um die Tauben vom Sportfreund Mirko Werner abzuholen. War schön,meinen alten Kumpel mal wiederzutreffen. Das macht man doch zu selten. Nur Glück gebracht habe ich ihm heute nicht,es war sein bisher schlechtester Flug. Macht nix,Mirko, Kopf hoch, geht weiter!!! Im Allgemeinen sind die Flüge heute mit Masse schleppend gelaufen,wie man so hört und liest.Ich denke ,viele FL wurden von dem schneller als gedacht hereinziehenden schlechten Wetter überrumpelt. Allerdings sieht man auch hier wieder die Verlässlichkeit der heutigen Wetterseiten. Gestern Nachmittag noch hieß es bei den Wetterfröschen: tagsüber sonnig ,später zunehmend bewölkt und abends Gewitterneigung. Die Realität sah so aus: geschlossene Wolkendecke,ab 09 Uhr bis 13Uhr fast durchgehend Regen,dann Auflockerungen,abends zunehmend sonnig........da kann ich auch eine Kristallkugel nehmen und brauche keine Wetter-Seiten:-(
Ich hoffe natürlich,dass allenthalben noch viele Tauben nachkommen und drücke den Züchtern ordentlich die Daumen.
Am späten Nachmittag kam dann auch der Sportfreund Thorsten Hess mit einem Sammeltransport von 7 Teilnehmern mit 32 Tauben hier an. Er sollte eigentlich schon gegen 12 Uhr hier sein,aber erst eine Autopanne mit Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges,dann Stau auf der Autobahn,dann eine verpasste Abholstation warfen den armen Kerl deutlich in der Zeit zurück. Was er da auf sich genommen hat,verdient wirklich höchsten Respekt!  Ich hoffe,er ist wieder gut und heile zu Hause angekommen. Meine Kamera hat natürlich auch gerade dann nicht aufgenommen als seine Tauben dran waren. Gemein! Aber seine waren die Schönsten vom ganzen Transport.Thorsten,sei stolz darauf! :-)


02.06.2017: Gestern habe ich schon die ersten Anmeldungen für 2018 bekommen. Und zwar von Sportfreunden,die für 2017 zuspät auf das Rennen aufmerksam wurden und so leider nicht teilnehmen konnten. Das ist natürlich sehr optimistisch gedacht von den Sportfreunden,weil ich ja noch gar nicht weiß,ob ich das Rennen auch 2018 wirklich auflege. Ich plane das zwar, aber wenn das Rennen 2017 in irgendeiner Weise ein Fiasko werden sollte,weiß ich nicht, ob ich mir (und den Tauben bzw.den Teilnehmern) das nochmal antun möchte. Deswegen dachte ich auch ursprünglich daran, das Anmeldefenster 2018 erst ab Mitte November zu öffnen,wenn ich Zeit hatte,in Ruhe ein Fazit zu ziehen. Aber natürlich freut es mich sehr,dass mein Konzept auch jetzt noch Anklang findet:-)
Morgen ist nun großer Anlieferungstag, ich erwarte so um die 50 neue Tauben.Mirko Werner kommt morgens, Mittags dann der Sportfreund Thorsten Hess mit dem Sammeltransport ( übrigens eine sehr honorige Aktion vom Thorsten,meinen höchsten Respekt dafür!!) und irgendwann im Laufe des Tages kommen die Tauben von Thomas Mauer per Kurier. Emsiger,emsiger Tag!
Heute ist dann erstmal Einsetzen zum ersten 400er in diesem Jahr,immer ein weiterer Härtetest für unsere Tauben.Auch hier werde ich mich wieder aufs Grillen und den Ausschank konzentrieren,denn beim Einsetzen helfen darf ich ja nicht mehr........
Die Taube von Manfred ist übrigens wieder zu Hause eingetroffen,das hat alles dank guter Kommunikation und Hilfsbereitschaft untereinander sehr sauber geklappt.So soll es unter Sportfreunden sein!

31.05.2017: Gestern Nachmittag kontaktierte mich der Sportfreund Manfred Meyerholz. Eine bis dato sehr gute Taube von ihm war vom Flug am Wochenende ausgeblieben und nun bei Privatleuten in Suderburg hier im Landkreis gelandet. Ob ich mich um die Taube kümmern könnte. So etwas ist natürlich Ehrensache. Also habe ich die Familie gleich angerufen und bin nach Feierabend sofort dorthin gefahren, es sind ja nur 5 KM von meiner Arbeitsstelle aus. Die Familie und hier vor Allem die beiden Töchter ( 8 und 10) hatten sich da schon rührend um den roten Vogel gekümmert,ihm Erdnüsse und Wasser gegeben. Ich habe dann noch gut 15 Minuten vor Allem den Kids Rede und Antwort stehen müssen und es endete damit ,dass sie meine Telefonnummer bekommen haben, um mal einen Besuch am Schlag auszumachen. Und die beiden Lütten haben jede von mir noch 5,00€ für die Spardose wegen der super Pflege bekommen.Da strahlten die Augen!:-)
Und so versuche ich eben,ein positives Bild vom Taubensport und den Züchtern bei den Menschen zu erschaffen,welche Tauben melden. Ich denke,dass ist zwar ein kleiner,aber sehr wichtiger Teil von Öffentlichkeitsarbeit.Unser Ruf ist schlecht genug,da müssen wir gegensteuern.
Der jährige Vogel war zwar ziemlich "runter",man merkte ihm die 3 Tage draußen an ,aber ich habe schon schlimmere Fälle erlebt. Man erkennt trotzdem,dass es ein sehr schöner roter Vogel mit Tintenflecken ist,eben einer der alten Tossens-Linie,die Manfred auf dem Schlag hat. Bei mir im Schlag ging er sofort an den Gritnapf,der brauchte Mineralien. Dann hat er ausgiebig gefressen und getrunken und heute Morgen,als ich die Klappen aufgemacht habe,da sah er schon viel besser aus als gestern Abend.Der wird wieder.
Gestern habe ich gleich daran gedacht ,dass heute ja 2 Züchter aus der Ecke von Manfred vorbeikommen,um ihre Derby-Tauben anzuliefern.Also habe ich das gleich abklären lassen,dass der Vogel dort heute mitgenommen und dann Manfred übergeben wird. Und so haben wir eine verirrte Taube schnell,unkompliziert und reibungslos dem Besitzer wieder zurückgegeben.Solche Erfolgsgeschichten finde ich immer sehr sehr schön :-)

29.05.2017: Der Züchter Eckhardt Finke war heute bei mir am Schlag und hat seine 5 Renner abgeliefert. Leider hat es mit der Mitnahme des Teams vom Uli Wiehagen nicht geklappt,der Uli kommt dann selber rum. Auch kann ich euch die Tauben nicht im Video präsentieren,weil Eckhardt das nicht wollte. Das muss ich natürlich respektieren. Ich kann euch aber sagen,verstecken müssen sich seine Tauben nicht! Jetzt kommen noch Mittwoch 2 Teams und am Samstag die von Mirko und insgesamt 35 (!) Stück,die der Thorsten Hess mitbringt. Das finde ich auch richtig klasse,dass man sich da so schnell zu Transportgemeinschaften gefunden hat. Wir Taubenzüchter können ja sehr gut und reibungslos zusammenarbeiten wenn wir wollen. Nur meist wollen wir anscheinend gar nicht. Aber im Hinblick auf die Zukunft müssen wir uns zusammenreißen.

28.05.2017: Dem Züchter,wo ich gestern noch ein wenig Tauben gucken war, fehlen noch 4 von 27 Tauben. Eine davon ist von einem Sportfreund in der RV Harburg gemeldet worden. Die ist nicht reingegangen,die hat er beim Nachbarn aus der Regentonne gefischt!Beim Saufen -Wollen reingefallen. So ist das. Die unerfahrenen Jährigen ziehen erst mit der Masse mit und haben dann bei dem schwül-warmen Wetter so großen Durst das es nicht für den Rückweg reicht. Viele durstige Tauben werden auch überfahren,da sie das Flimmern über der Straße für Wasser halten, runtergehen und dann auch durch die Dehydration unaufmerksamer für die Autos sind.Nun werden bestimmt auch bald die Anrufe losgehen,dass ich Tauben irgendwo abholen soll,denn es hat sich in unserer Gegend rumgesprochen, dass ich so eine Art Auffangstation für gestrandete Tauben bin. Meine Nummer hängt auch im Tierheim und bei den Tierärzten aus.Ich nutze das immer ,um ein wenig Aufklärungsarbeit in Sachen Tauben zu betreiben. Dann rief mich der Sportfreund Mirko Werner aus der RV Uelzen und Umgebung (ich berichtete) an,die hatten heute auch hartes Brot von 400 KM. In 1,5 Stunden nur 6 Tauben von 16 daheim spricht für einen schweren Flug.Es stehen auch noch keine Auswertungen im Netz. Er will seine Derby-Tauben am nächsten WE bringen. Die nächste Woche ist sowieso Lieferwoche. Am Montag(also Morgen) kommt Eckhardt Finke und bringt wohl 2 Teams,am Mittwoch die Sportfreunde Romanek und Heidmann, irgendwann in der Woche per Kurier die vom Thomas Mauer und am WE ja Mirko sowie der Sportfreund Thorsten Hess,der wohl unterwegs mehrere Teams einsammeln will,auf jeden Fall aber mit 2 Teams kommt. Es wird sich also merklich füllen! Schön,dass es jetzt richtig  losgeht.:-)

26.05.2017: Heute Morgen war der Sportfreund Nacke am Schlag und hat Tauben für 2 Teams abgeliefert. Überwiegend Fahle und 2 Indigos,ganz was Seltenes. Hat mich sehr gefreut.Der eine Blaue,der gefällt mir ziemlich gut,der sticht raus aus der Truppe.
Der 1. Regionalflug war wie erwartet und wie die letzten Jahre auch recht schwierig für die Jährigen. Südost in starken Böen,also seitlicher Schiebewind,dazu noch die Masse der Tauben,die nördlich zieht,das hat man schon bemerkt. Die Tauben kamen alle von Hamburg aus dem Norden. Und heute Abend fehlen überall noch ein guter Teil Tauben. Die Jährigen müssen das eben erst lernen sich da aus der Masse rechtzeitig zu lösen.Ich denke mal,sie werden aber noch gut nachkommen wie die anderen Jahre auch. Zumindest hoffe ich das für alle Züchter.Bei diesem Wind und beim großen Auflass schneidet usnere EST gegenüber der südlichen EST klar besser ab. Nach 3 Flügen ,wo unsere EST Preise abgegeben hat,auch mal ganz schön. Insgesamt scheint es deutschlandweit kein leichtes Flugwochenende zu sein.Teils sehr hohe Geschwindigkeiten aber eben auch viele überflogene Tauben,die dann gegen den Wind zurückmüssen und das bei 27 Grad und stahlblauem Himmel. Schwierig! Ich drücke allen Züchtern die Daumen (auch denen,die mich nicht mögen und die ich nicht mag,denn die Tauben können ja nix für ihre Herren),dass möglichst alle Tauben heile den Weg nach Hause finden.

25.05.2017 ,2. Nachtrag: Taubenzüchter sind so drollig!!! Habe ich heute wieder gelacht beim Einsetzen. Folgende Ausgangslage: ich habe mich ja aus der RV abgemeldet,weil ich dieses Jahr volle Konzentration auf das Derby lege. Trotzdem machen wir ja in unserer EST die Bratwurst und die Getränke und natürlich habe ich auch wie jedes Jahr meinen Tisch beim Einsetzen übernommen.Das ist nun in der anderen EST angekommen und dort wurde sich flugs beim Regionalverbandsvorsitzenden beschwert,dass ein Nicht-RV-Mitglied Tauben der RV einsetzt. Der Regio-Vorsitzende wiederrum kontaktierte umgehend unseren EST Obmann und verbot ihm,dass ich weiterhin Tauben über die Antenne führe. Sonst würden alle Preise der Züchter aberkannt,deren Tauben ich eingesetzt habe. Unserer EST Obmann, gar nicht doof, schaute gleich in die Nr.9,denn dort ist ja alles geregelt. Hm,da steht nichts davon,dass ein Nicht-Mitglied keine Tauben einsetzen darf. Hab ich gelacht!!!:-)
Natürlich setze ich jetzt keine Tauben mehr ein und habe meinen Antennen-Dienst an einen Sportkameraden abgegeben.Um des lieben Friedens Willen. Aber schon putzig,was so in unserer kleinen RV abgeht.Das gibt es wohl nur bei Taubenzüchtern.
Die Krönung dabei ist aber noch,dass ich ja immer wieder von eben diesen Leuten aufgefordert und gebeten werde,doch wieder in die RV einzutreten,man braucht ja jeden Züchter,der mit anpackt.......also mit solchen Aktionen trägt man nicht gerade dazu bei,meine Meinung zum Wiedereintritt positiv zu beeinflussen.Aber hey,war recht entspannt heute. Rumsitzen,Bratwurst futtern,Cola trinken und den Anderen beim Arbeiten zusehen. Jetzt weiß ich endlich,wie sich das anfühlt!:-) Bisher musste ich ja immer nur arbeiten,von daher müsste ich dann wohl noch "danke" zu diesen "Kameraden" sagen........

25.05.2017 Nachtrag: Kennt ihr "Murphys Gesetz"? Alles,was passieren kann,passiert auch irgendwann. Da freue ich mich heute morgen hier noch darüber,dass bisher keine Taube weggekommen ist und schon ist wieder alles fürn A.....

Freitags habe ich immer früher Feierabend,öffentlicher Dienst sei Dank. So habe ich die Tauben heute schon um 12:45 Uhr an die Luft gesetzt.Klappen auf Fang und habe noch ein bischen geguckt wie sie fliegen. Sie flogen auch ganz normal.Und als ich zum Auto gehen will, fliegt neben der Gartenpforte das Sperberweibchen von einer Taube auf. Das war vielleicht 10 Minuten Nach dem Rauslassen! Sie muss die Taube direkt beim Abflug in den Garten gedrückt haben,ich und die anderen Tauben haben davon nichts mitbekommen. Die Taube war am Körper unverletzt, aber tot,das Sperberweib hat gleich die Halsader aufgerissen. Es war einer von den jährigen Zuchtvögeln, Nummer 23, der "Brecher" aus den Videos "Zuchttaubenvorstellung die Zweite"und "Frühlingsgefühle" (mein Youtube-Kanal). Nicht mal eine so große und schwere Taube hat gegen das Sperberweib eine Chance. Die Tauben verfallen in Schockstarre und dann kann das Weibchen gleich an den Hals oder Kopf gehen. Wäre sie nicht gestört worden,hätte sie die Taube an Ort und Stelle gefressen,denn zum Wegschleppen reicht die Kraft nicht. Der Habicht dolcht sie einmal durch und trägt sie davon. Wenn ich manchmal die Leute höre,wie sie sagen,ein Sperberweib kann keine Tauben schlagen,dann packt mich immer die kalte Wut ob solcher dummdreisten Ahnungslosigkeit. Nun ist es also eine Taube weniger.Aber der 23 wird nicht umsonst gestorben sein.........

25.05.2017: Ich finde es manchmal lustig und manchmal erschreckend,wie wenig aufmerksam die Menschen doch sind. Hier auf der Website stehen ja nun alle relevanten Informationen zum Derby. Wie es entstanden ist,wie es abläuft usw. Und trotzdem bekomme ich immer wieder Mails und Anrufe mit Fragen, die sich die Leute eigentlich selbst beantworten könnten,wenn sie nur mal die HP gründlich lesen würden. Ist ja nicht so,dass hier alles verschlüsselt und kryptisch bzw. unübersichtlich wäre. Das sind dann Fragen wie : sind noch Plätze frei?, müssen die Tauben eigentlich geimpft sein?,wohin soll ich liefern lassen?, wie sieht denn dein Flugplan aus?, was gibt es zu gewinnen?, wo finde ich die Teilnehmer?, wie alt müssen die Jungen nochmal sein? usw usw. Ich freue mich ja über das Interesse und wenn man mich anruft oder anmailt,aber so manches Mal denke ich mir auch: Mensch,schaut doch einfach auf die HP! Weil man sich in solchen Situationen ja auch immer fragt,warum man sich die Arbeit mit der HP überhaupt macht,wenn eh kein Mensch das liest,was man als Info eingestellt hat. Ähnlich wird es auch mit Tippspiel und KO Pokal sein,da wette ich drauf. Lange kommt nix,dann poste ich die Erinnerung daran in den Foren und dann kommen Reaktionen wie: "ach das gibt es auch noch? Wusste ich gar nicht!"

Heute wird in der RV zum 4.Preisflug eingesetzt. Es ist der 1. Regionalflug mit den anderen beiden RVen zusammen. Gerade für die Jährigen immer eine neue Situation,die sie erstmal annehmen müssen. Deswegen denke ich,es werden mit Mehrheit alte Tauben sein,die morgen in die Preise kommen. Insgesamt glaube ich an einen glatten Flug. 300 KM,leichter Rückenwind,beste Umweltbedingungen. Das sollte eigentlich gut gehen.

Derzeit praktiziere ich es beim OLR Schlag so,dass ich nach der Arbeit in den Garten fahre,ein bischen vorfüttere,die Klappen öffne und alle Tauben einmal hinausbitte. Die Ausflüge werden dann auf Fang gestellt und abends vor dem Dunkelwerden fahre ich dann hin,schließe die Klappen und füttere und tränke die Tauben. Bis dahin können sie frei entscheiden,wie lange sie draußen bleiben,ob sie gleich wieder reingehen usw. Bis jetzt (toi toi toi,3x auf Holz klopfen) ist weder von den Brieftauben noch von den Kalotten was weggekommen.Mal schauen, wie lange das so bleibt.

23.05.2017: Gestern Abend sprach ich mit einem sehr netten Sportfreund am Telefon bezüglich der Anlieferung. Es stellte sich heraus,dass seine Tauben beim von ihm gewünschten Termin 10./11.06 bereits 45-47 Tage alt wären. Das ist natürlich ziemlich alt und davor habe ich ihn auch ausdrücklich gewarnt. Mit 45 Tagen sind das schon richtige Tauben,die auch schon richtig durchstarten können. Und wenn sie das in den ersten Tagen am Schlag tun,wo noch keine Orientierung auf den Schlag besteht und dann etwas weiter wegfliegen,dann wird es mit dem Heimkommen schon arg happig. Darüber hinaus hat in diesem Alter schon die Prägephase eingesetzt sodass sie sich schon auf den Schlag des Teilnehmers prägen wenn er nicht aufpasst.Auch habe ich hier nicht die Möglichkeit,die Tauben die ersten Tage extra zu setzen,während die Anderen fliegen. Da wir aber zu keinem anderen Konsens kommen konnten,habe ich ihm versprochen ,alle Tauben im Schlag nach der Anlieferung erstmal 5-7 Tage nicht rauszulassen,damit sich auch die Älteren wenigstens ein paar Tage länger die Umgebung einprägen können,bevor sie das erste Mal rauskommen. Das Rauslassen erfolgt ja bis Mitte Juli ohnehin ohne jeglichen Zwang,die Klappen und Türen werden geöffnet und dann können sie selbst entscheiden ob und wann sie rausgehen,wo sie sich hinsetzen und wie sie fliegen.Meist krabbeln sie dann, natürlich unter Aufsicht, auf dem Rasen und dem Schlagdach rum, fliegen vielleicht mal eine kurze,flatterige Runde, gehen raus und rein. Ich halte das für sehr wichtig, gerade das auf dem Rasen picken.Würde ich sie gleich in die Luft jagen,müsste ich wohl mit einigen verlusten zum Anfang rechnen.Nein,die Tauben sollen sich ganz in Ruhe auf den Schlag prägen können.
Ich kann trotzdem jedem Teilnehmer nur raten, Jungtauben passenden Alters zwischen 30-35 Tagen zu schicken. Das Risiko ist ansonsten zu groß und letztendlich ist es euer Geld, das ihr da fahrlässig aufs Spiel setzt,wenn ihr zu weit ausgereifte Jungen zum Derby schickt.

22.05.2017: Der Preisflug gestern verlief dem Augenschein nach normal. Da ich beim Auswerten nicht dabei war,weiß ich allerdings nicht,ob es (wieder) größere Verluste gab. Allerdings spricht es nach meinem Ermessen eine deutliche Sprache,dass von 680 Tauben beim 1.Flug nur noch 501 auf dem 3.Flug gesetzt werden. Das ist eindeutig zuviel "Schwund" und so hat sich diese ganze dauernde Verschieberei und das ganze Hin und Her bislang nicht gelohnt,im Gegenteil.
Gestern Nachmittag habe ich dann auch den in meinen Augen letzten Schliff am Schlag angelegt,indem ich gute 150 Kilo Flußsand in den Abteilen eingestreut habe. Dieser bindet den Kot am Boden gut ab,sodass ich nur noch harken und nicht mehr kratzen muss, fördert deutlich das Wohlbefinden der Tauben und sorgt für ein gutes Raumklima. Diese Idee ist wie viele(Kotfangkästen,Lüftung,einfache Sitzstangen, Futter"kästen") die ich umgesetzt habe weder von mir selbst ersonnen noch wirklich neu,denn auf die Idee mit dem Sand bin ich durch ein Züchtergespräch gekommen,in welchem genau das als Vorgehensweise eines damals herausragenden Schlages der 60er (!!) Jahre genannt wurde. Der packte sich damals auch immer eine dicke Schicht Elbsand auf die Schläge. Wenn ich mir anschaue,wie die Tauben gestern gleich begeistert im Sand wühlten und sich dort in die Sonne auf den Flügel legten,glaube ich,das war eine gute Idee.Da haben sich die schmerzenden Arme vom Schleppen gelohnt.
Im Gästebuch hat heute jemand angeregt,von den eintreffenden Teams nette Fotos zu machen. Ich werde wohl den einen oder anderen kleinen Film während der Lieferphase drehen aber das ich nun jede Taube im Bild festhalten kann,glaube ich eher nicht.
Am Freitag ist das erste Team schon eingetroffen und am nächsten WE kommt auch ein Züchter,der Tauben für 2 Teams anliefert. Ich habe das kurzfristig genehmigt,da die Jungen dieser Züchter bei Beginn des eigentlichen Liefertermins schon zu alt gewesen wären und die Züchter mich nett gebeten hatten. Und ganz ehrlich glaube ich auch nicht,dass die Tauben einen Vorteil davon haben, 1 bis 2 Wochen älter zu sein als der Rest. Sie haben eher noch mehr die Gefahr ,am Haus abhanden zu kommen,weil sie in einer Zeit die ersten Schritte draußen machen in der der große Schwarm noch keinen Schutz bieten kann. Zudem startet für alle das Trainingsprogramm zur gleichen Zeit und auch da ist höheres Alter eher ein Nachteil,denn je älter eine Taube beim Beginn des Trainings ist, desto weniger lernfähig ist sie. Das kennt wohl jeder,der schon mal versucht hat, Sommerjunge im darauffolgenden Frühjahr anzulernen.

20.05.2017: Der 3.Preisflug unserer RV wurde von heute auf Morgen verschoben. 3.Flug,drittes Mal Verschiebung,das scheint momentan Gang und Gäbe zu sein. Es zeigt aber auch,dass wir es trotz moderner Wettertechnik  immer schwerer haben,einen passenden Tag mit (durchgängigem)Taubenwetter zu finden,denn offenbar können unsere Tauben es nun nicht mehr anders als bei perfekten Bedingungen. Leider hat sich auch meine Vermutung nicht bestätigt,dass der letzte Flug kaum Verluste brachte.Es fehlen wieder eine ganze Reihe Jährige. Insgesamt bin ich doch recht froh,dieses Jahr zu pausieren,es scheint ein kleines Chaos-Jahr zu werden.
Dafür war ich mit meinem Sohn gestern schön den ganzen Tag auf der Müritz beim Angeln,ganz entspannt,die Tauben waren schon am Abend vorher vorgefüttert,kein Stress,keine ständigen Anrufe mit Verlegungen,Absagen und Änderungen,das war auch mal schön. Krebsrot bin ich zwar,weil ich Sonnencreme vergessen habe,aber es war ein sehr schöner Tag. Ich drücke dann morgen allen meinen Bekannten in unserer RV und ganz Deutschland die Daumen,dass ihre Tauben ihnen schöne Ergebnisse nach Hause fliegen und möglichst alle wiederkommen.

17.05.2017: Der Flug am WE war nicht gut für die Züchter unserer EST was das Sportliche angeht. Der südlichste und der hinterste Schlag haben gute Ergebnisse,der Rest dümpelt meist unterprozentual vor sich hin. Dabei auch 2 Schläge von denen man eigentlich bessere Ergebnisse erwartet. Das ist halt Taubensport,gerade auf kurzen Flügen. Für mich als derzeit Außenstehenden viel wichtiger ist aber,dass es augenscheinlich keine größeren Verluste gab. Nach all dem Hin und Her durchaus kein Selbstläufer.Glück gehabt! Auch für die mir wichtigen Sportfreunde in anderen RVen war das WE mit Masse nicht so gut wie die/das vorherige(n). Einzig der Sportfreund Mirko Werner (RV Uelzen u.U.) mit 22/10 und der Sportfreund Mathias Frank (RV Wismar) mit 31/16 haben solide Ergebnisse abgeliefert,allerdings ohne in die echte Spitze zu kommen. Aber auch das ist Taubensport. Man mag es den sehr symphatischen Züchtern gönnen und wünschen wie man will,Tauben sind keine Maschinen und Ergebnisse können variieren. Ich hoffe,dass ich beim Preise gucken am kommenden Wochenende wieder mehr Grund zur Freude habe.

Im Garten wartet nun alles auf den Einzug der Derbytauben. der Schlag ist ja fertig und eigentlich hat man so das Gefühl "jetzt könnte es auch mal losgehen". Aber die Ersten kommen ja erst in gut 2 Wochen. Bis dahin gehe ich verstärkt Angeln um das Kribbeln zu unterdrücken....... und wenn erstmal alle da sind,wird es eh kaum noch Zeit für was Anderes geben.


14.05.2017: Heute um 08:55 Uhr wurden dann die Tauben in Gransee aufgelassen. Beim Züchter,wo ich zum Schauen war, kamen die Ersten gegen 11:25 Uhr an,erst einzeln und zögerlich,dann zügiger. Also wohl auf den ersten Blick ein normaler Flug. Man wird sehen,wie es heute Abend beim Auswerten bei den Anderen aussieht. Auffallend war aber,dass viele Tauben auch nach diesem kurzen Flug die Flügel hängen ließen und offenbar großen Durst hatten.Ungewöhnlich.
Heute war dann auch die Eva aus dem Forum "dietaubenplattform" mit Familie bei mir am Schlag. Eva kümmert sich seit 2 Jahren um  einige verwaiste Stadttauben die sie als Pieper in Hannover gefunden hat und dazu sind im Laufe der Zeit einige Brieftauben als Zuflieger gekommen.Ich muss sagen,diese Frau kümmert sich vorbildlich um ihre Tiere und sie sehen alle sehr gesund und schön aus. Da sie überlegt,vielleicht aktiv an der Reise irgendwann mal teilzunehmen,hatte ich ihr angeboten, einige ihrer Nachzuchten ausser Konkurrenz bei mir testen zu können. Ich habe ihr ein paar Ringe geschickt und sie hat nun heute 4 Junge bei mir vorbeigebracht.Sind Brief/Stadttaubenmixe,allerdings sehen sie doch eher wie Brieftauben als wie Stadttauben aus.Und eine davon,eine Schwarze mit einer weißen Pinne,die sieht sogar sehr gefällig aus,schönes Täubchen!Mal sehen,ob diese 4 am Ende des Jahres noch da sind. Würde ich der Eva und ihrer Rasselbande ja wünschen.

13.05.2017:  Slapstick-Einlagen gibt es auch im Taubensport. Ich war heute den ganzen Tag Angeln,habe daher von Tauben nix mitbekommen.Wunderte mich nur,als ich mit der Getränkekasse zur Einsatzstelle zum Auswerten fuhr,das niemand da war. Also Anruf beim EST Vorsitzenden. Und was ich da erfuhr,dass lässt mich wieder schmunzeln und auch skeptisch werden.
Ausgangslage: die RVen des RegV 150 standen heute in Gransee (RV Harburg +RV Uelzen (170KM)) und Milmersdorf (RV Lüneburg). Trotz Morgendunst in der Heimat warfen die RVen Harburg und Lüneburg um 06:45 Uhr die Tauben. Wie man hört,ein normaler Flugverlauf. Unsere RV blieb erstmal stehen. Und stand.Und stand.Irgendwann beschloss man, auf 130 KM zurückzufahren. Und stand. Und stand. Der Auflass sollte dann um 14 Uhr erfolgen. Bis dahin waren aber hier in der Heimat schon erste Gewitterschauer im Anzug. Also wurde Folgendes beschlossen: wir lassen heute NICHT mehr auf, fahren  wieder nach Gransee (dem ursprünglichen Auflassort) und wollen dann schauen ob am Sonntag ein Auflass möglich ist.........also ich habe ja schon viel erlebt,aber das ein 170 KM Flug über Nacht steht mit Rückfahrt von der Verkürzung zum weiter entfernten ursprünglichen Auflassplatz,dass habe auch ich noch nicht erlebt. Im Zweifel fährt man halt nach Hause. So weit,so lustig. Was aber weniger lustig ist, ist der Gedanke,dass dieses ganze Hin-und Hergefahre schon am Anfang einer Saison so gut nicht sein kann. Ich hoffe jedenfalls für die RV Mitglieder,dass der Flug dann morgen normal über die Bühne gehen möge, so oder so. Auf jeden Fall schon wieder mal ein Jahr mit lustigem Hin-und Hergeschiebe und Chaos allenthalben. Nächstes Jahr für mich wieder RV Spiel? Ich denke mir meinen Teil dazu.

12.05.2017: Ich weiß nicht,ich weiß nicht. Letzte Woche  wurde der Flug kurzfristig verschoben,hin und her und tralala,dabei war eigentlich von der Vorhersage her auch Samstag Flug möglich und real ja auch. Nun ist es so,dass relativ klar ist,das morgen den ganzen Tag schwülwarme,gewitterträchtige Luft mit  viel Dunst am Morgen und immer mal wieder kurzen Gewittern sein wird,aber heute wird das Einsetzen nicht verschoben. So richtig konsequent und nachvollziehbar ist das alles irgendwie nicht mehr. Es hat schon was von Planlosigkeit und Konzeptlosigkeit seitens der Verantwortlichen an sich. Bin nur froh,dass ich nicht aktiv bin,sonst hätte ich dieses Jahr schon wieder genug Anlass zum Kopfschütteln. So,dann werden wir mal zum Grillen fahren......

11.05.2017: Obwohl ich selbst ein OLR veranstalte,bin ich eigentlich kein Freund solcher Veranstaltungen. Zumindest nicht von Veranstaltungen mit dem gängigen Konzept,wie es eigentlich üblich ist. Ein paar kurze Flüge und dann ein manchmal mehr als doppelt so langer Endflug der auch auf Biegen und Brechen durchgezogen wird. Noch schlimmer finde ich die Einstellung mancher Teilnehmer, die genau solche harten und überlangen Endflüge fordern und wollen,weil die ja besonders spannend  und Schwarmankünfte dagegen "langweilig"sind. Von dieser Einstellung halte ich überhaupt nichts! Gerade OLR sind sowas von öffentlich,wenn da auf dem Endflug die Hälfte  aller Tauben oder mehr ausbleibt (und zwar aus Gründen die man hätte vermeiden können und nicht aufgrund höherer Gewalt),dann ist das ein riesengroßer Imageschaden für den Taubensport und die Taubenzüchter an sich ,nur für das zweifelhafte "Vergnügen" einer kleinen Gruppe Menschen,denen das Tierwohl offenbar recht egal ist.
Allerdings scheint in den letzten 1-2 Jahren bei zumindest einigen größeren Veranstaltern ein wenig mehr Einsicht und Sensibilität eingekehrt zu sein,denn es gab im letzten Jahr mehrere Flugverschiebungen.Vielleicht auch auf öffentlichen Druck hin.
Und obwohl ich ja kein Freund von "klassischen" Derbys bin,muss ich doch ein Derby positiv herausheben,obwohl es auch den klassischen Regeln im Ablauf folgt. Dies ist der Ostseeflug Usedom,der vom jungen Mirko Jäger seit 2015 durchgeführt wird ( www.ostseeflug-usedom.de). Seitdem verfolge ich das Rennen und alles drumherum dort und ich bin sehr beeindruckt von dem,was dort gemacht wird. Hier wird tatsächlich vorbildlich auch im Sinne der Tauben gearbeitet und gewirkt. Der Erfolg und die stetig steigenden Teilnehmerzahlen geben dem Mirko Jäger Recht und das freut mich sehr. So kann ich mir ein goßes OLR mit durchweg positiver Aussenwirkung sehr gut vorstellen.Auch dieses Jahr werde ich das Rennen aufmerksam verfolgen und drücke natürlich alle Daumen,dass er es wieder hinbekommt,alles sauber und reibungslos über die Bühne zu bekommen.Aber ich bin mir sehr sicher,dass dies klappen wird.

09.05.2017:  Fast jeden Tag bekomme ich eine Mail oder einen Anruf von Sportfreunden,die erst jetzt auf das Derby aufmerksam werden und  fragen,ob sie noch teilnehmen können. Dies muss ich natürlich immer abschlägig beantworten,da wir ja eine Kapazität von 200 +x Tauben nicht überschreiten wollen und auch nicht können.Dafür reicht beim besten Willen nicht der Platz. Aber das zumeist positive Feedback und die Begeisterung der Züchter über diese Form eines OLR zeigen mir,dass ich dort auf einem guten Weg bin und wohl bei so manchem einen Nerv getroffen habe. Das ganze Konzept scheint stimmig zu sein und das freut einen natürlich,wenn die eigenen Gedanken und Überlegungen zu einer gelungenen Veranstaltung so gut in der Züchterschaft ankommen. Wenn ich wollte,könnte ich bereits gut 500 Tauben am Schlag haben. Interessant dabei ist,dass viele Züchter eben NICHT über die Foren des Internet-Taubenschlages oder Pigeonface darauf aufmerksam wurden, sondern weil sie es von Sportfreunden gehört haben und sich dann im Netz auf die Suche machten. Das heißt für mich,dass hier schon positive Mundpropaganda betrieben wird und das freut mich natürlich umso mehr. Wenn ich mit meinem Derby viele Züchter erreiche und es schaffe,diese Veranstaltung möglichst sauber über die Bühne zu bekommen,bin ich wegen einer Fortsetzung in 2018 nicht bange. Trotzdem werde ich wie auch 2013 immer objektiv und ungeschönt berichten,auch wenn es negative Dinge sind,über die ich berichten muss.Krankheiten, Verluste am Schlag, Abläufe ,die nicht passen, Flüge,die in die Hose gehen,all das kann natürlich auch mir passieren. Auch darüber muss ich dann ehrlich berichten,das gehört einfach dazu. Totschweigen ist nicht. Trotzdem bin ich für den Moment einfach froh,dass mein Derby generell so gut angenommen wird. Danke schön!!

08.05.2017: Letzte Woche habe ich noch gesagt,dass die Ergebnisse der SG Kanitz aus der RV Südholstein gut waren,aber das da noch Luft zur Spitze war.Sie scheinen mich gehört zu haben: 33/18 beginnend mit dem 3.Konkurs! Klappt doch! :-)
Und besonders habe ich mich gestern Abend gefreut als ich die Ergebnisse von Mathias Frank aus der RV Wismar gesehen habe. Mathias habe ich 2014 über eine Verkaufsanzeige kennengelernt.Sein Vater war gerade gestorben und Mathias hat dessen Tauben verkauft.Ich bin dann hingefahren um die ersteigerten Tauben abzuholen und wir kamen ins Gespräch.Ein sehr symphatischer Typ und wir haben festgestellt,das wir Einiges gemeinsam haben. Eigentlich wollte er den Taubensport nicht fortführen weil er in einer recht engen Bebauung wohnt,aber u.A. unser Gespräch hat ihn bewogen,doch den Taubensport weiterzuführen. Nach einigem Hin und Her 2015 startete er schon 2016 mit Jungen fulminant durch,wurde in der starken RV Wismar ohne Winterjunge,Verdunkelung oder anderen Schnickschnack 1.RV Jungmeister und jetzt startet er auf dem 1.Flug gleich mit 28/20 beginnend mit dem 8.Konkurs.Super! Ich freue mich sehr für diesen jungen Symphatieträger und bin schon gespannt,was für Junge er zum Derby anliefert. Mathias, weiter so!

07.05.2017: Der Flug heute scheint gut gelaufen zu sein,der Züchter,mit dem ich sprach,war zufrieden und auch die Preisliste sieht gut aus. Jeder Züchter bekommt zumindest 1 Preis und keiner bleibt "kalt". Natürlich ist das keine sportliche Aussagekraft bei 130 KM,aber wichtig ist ,dass der Flug glatt war und möglichst wenig Tauben fehlen. Dann kann es ja nächste Woche gut weitergehen,ich freue mich für die Züchter.
Der Schlag ist nun so gut wie fertig. Ein kleines Video habe ich dazu auch gedreht. jetzt können die Tauben der Teilnehmer kommen,ich freue mich schon darauf,was da für Schönheiten angeliefert werden.

06.05.2017: Gestern nachmittag wurde der Flug spontan mal auf Sonntag verlegt,also heute Einsetzen. Heute wäre ein Flug super möglich gewesen. Es geht also wie jedes Jahr auch dieses Jahr das muntere Verschieben,gern auch sehr kurzfristig, los. Zum Glück kann ich ja Würstchen und Co. in die Kühlung packen. Auch wieder so ein Baustein,warum ich froh bin,derzeit nicht aktiv zu reisen. Dieses ganze Hin-und Hergeschiebe 4-5 Mal die Woche und manchmal kurz vor dem Einsetzen nervt wirklich und bringt auch nichts als Unruhe rein. Man will ja flexibel sein ,man will ja den bestmöglichen Tag zum Auflass erwischen , ok alles verständlich,aber das nimmt doch sehr überhand die letzten Jahre. Meine Prämisse wäre: wenn nicht wirklich 100 % sicher ist das es am geplanten Flugtag nicht möglich sein wird,dann einfach Einsetzen,hinfahren und wenn es dann nicht klappt,eben wieder zurückfahren.Bei längeren Flügen eine Nacht überstehen. Dann fallen vielleicht mal 1-2 Flüge im Jahr aus,ja, ach Gott. Wie schlimm. Aber dieses ganze Hickhack ist auch nicht wirklich zielführend. So wüsste jeder,woran er ist. Siehe heute: ein kurzer Flug? Kein Problem. 6/8 Bewölkung,leichter Rückenwind,ab Mittag Bombensicht. Aber nein........und das ist erst der 1.Flug,das wird erfahrungsgemäß an mindestens der Hälfte der Flüge so ein Hin und Hergeschiebe werden. Und trotzdem "schafft" man immer 1-2 richtig schwere Flüge im Jahr hinzubekommen.Naja,sollen sie mal machen,ich muss ja nur meine Bratwurst grillen........
22:00 Uhr: ich schaue gerade bei RIRO Preislisten an und habe 2 positive Sachen gefunden. Mein ganz enger Freund Roli Wirz aus der Schweiz startet mal wieder super in die Saison mit dem 1.und2.Konkurs.Dabei fliegt sein Olympia Vogel 1180,der "Prager",gleich wieder den 2.Konkurs nur 1 Sekunde hinter einer Schlaggenossin. Saubere Leistung ,Roli!
Und der Sportfreund Mirko Werner aus der RV Uelzen u.U., über den ich ja schon letzte Woche berichtete,der macht mich echt stolz:-) Letzte Woche auf dem Rückenwindflug 21/18 und heute mit Kopfwind 21/14 in der RV. Er steht überall vorne in der RV und sogar unser "64" mogelt sich noch in die RV Liste und hat jetzt 2/2. Man bedenke: der Sportfreund Mirko ist erst seit der Jungreise 2015 überhaupt dabei und er fliegt den alten Hasen schön die Ohren ab. Super! Klasse! Toll! Ich freue mich richtig für diesen jungen Symphatisanten (der übrigens im 3-Schicht-System bei VW arbeitet).Leider habe ich seine Handy-und Festnetznummer verschusselt und im Telefonbuch steht er auch nicht drin,sonst hätte ich mich schon längst gemeldet. Na,vielleicht liest er das ja und ruft mal an. Sorry,Mirko,ich werde alt!!!! :-)

05.05.2017:  Heute wird also zum 1. Preisflug eingesetzt.Wir sind ja auch immer dabei denn wir übernehmen die Versorgung mit Bratwurst und Getränken. So bleibt man immer noch am Ball und in Kontakt auch wenn man sich wie ich dieses Jahr mal eine Auszeit nimmt. Ich bin mal gespannt,wieviele Tauben noch zusammenkommen, die beiden Steinert-Schläge gibt es ja dieses Jahr nicht mehr, 2 haben alters-und krankheitsbedingt aufgehört und 2 Züchter sind in die Nachbar-RV Uelzen u.U. abgewandert.Nicht weil sie dort besser liegen sondern wegen interner Streitigkeiten.Darunter auch derjenige,der mein Amt als 1.Vorsitzender im Frühjahr 2016 übernommen und dann im Herbst gleich wieder niedergelegt hat.Wenn man jetzt noch bedenkt,dass genau dieser Mann in meiner Amtszeit nichts unversucht gelassen hat,meine Arbeit und meine Person herabzuzwürdigen und mir sogar unterstellte,ich würde die RV "kaputtmachen", jetzt aber selber die RV schädigt,indem er sich beleidigt abwendet,weil alles nicht so lief,wei er sich das vielleicht erträumt hat,dann muss man schon ein bischen schmunzeln. Taubenzüchter sind schon ein komisches Volk. Trotzdem bin ich froh,dass diese beiden abgewanderten Züchter bei dem 1.kurzen Rückenwindflug in der RV trotz ihrer dort schlechten Lage ganz ordentlich abgeschnitten haben.Das wird sich sicherlich noch im Laufe der Saison bei steigenden Entfernungen und wechselndem Wind ändern,dafür ist das Einzugsgebiet dort viel zu groß,aber so bleibt die Motivation doch ein wenig erhalten. Denn ob sie nun dort reisen oder hier, der Taubensport braucht aktive Mitglieder, um nicht zu verschwinden. Er braucht natürlich noch viel mehr,aber wenn man zumindest den rasanten Schwund stoppen könnte,wäre auch schon was erreicht. Struktur- und Konzeptänderungen sind allerdings unvermeidlich.

02.05.2017: der für heute geplante 2. Vorflug wurde ersatzlos gestrichen. So geht es nun am Wochenende nahtlos mit nur 1 durchgeführten Vorflug auf den 1. Preisflug. Man wird sehen,wie die Tauben sich , "kalt" wie sie sind, so schlagen werden. Sollte bis zum Wochenende der kalte ,ruppige Ostwind (Rückenwind) so bleiben,sehe ich wieder einmal zu Beginn der Saison große Probleme für die jährigen Tauben.
Am Schlag erhalten die alten Tauben nebst den Kalotten jetzt seit Freitag Freiflug. Dies sind ja einige Sommerjunge vom Taubendidi und einige Jährige von Vater. Diese Jährigen sind auch alle erstmal die 400 Meter Luftlinie bis zu ihrem alten Schlag geflogen,aber abends waren sie bis auf 2 wieder in meinem Schlag. 1 kam dann noch am Samstag Abend und 1 fehlt ganz. Da ich das Grundstück meines Geburtshauses ja nicht mehr betreten darf seit mein Vater im Pflegeheim ist (Böse Stiefmütter gibt es nicht nur im Märchen),weiß ich nicht,ob diese Taube da noch sitzt oder evtl.Opfer des Greifvogels wurde. Insgesamt bin ich aber zufrieden,dass sich die Tauben so gut eingewöhnt haben und nun raus und rein gehen. Sie sollen ja später die OLR-Tauben bei ihren ersten Ausflügen ausserhalb des Schlages ein wenig unter ihre Aufsicht nehmen.


30.04.2017: Auch die RV Uelzen und Umgebung hatte gestern ihren 1.Preisflug von Göttingen,ca.150 KM. Dort in der RV reist seit letztem Jahr mit Jungen auch der Sportfreund Mirko Werner aus Salzwedel. Mirko haben wir 2015 bei seinem Einstieg in den Taubensport kräftig mit Tauben und Ratschlägen unterstützt.Damals reiste er noch in der RV Salzwedel und wurde prompt 1.RV Jungmeister mit 2x1.Konkurs. 2016 flog er 5x1.Konkurs und wurde mit Abstand 1.RV Jährigenmeister,überwarf sich aber wie so viele andere vor ihm mit dem Vorstand und flog dann schon auf der Jungreise unter dem Namen seiner Tochter in der RV Uelzen u.U.Maßgeblich an der Jungmeisterschaft und der Jährigenmeisterschaft waren unsere Tauben beteiligt,allen voran der 09916-15-64,der es 2016 auf 2x1.Konkurs und 9 Preise bringt,damit bester Jähriger der RV wird.
Und da habe ich mich doch auch heute wieder beim Blick in die Preisliste gefreut,dass der 64 gleich wieder seine 4.Taube ist und Mirko ein super Ergebnis mit 22/17 (in der FG 22/18) abliefert.Das lässt sich doch gut an! Herzlichen Glückwunsch an den symphatischen, jungen  Sportfreund Mirko Werner von hier aus!

29.04.2017: Bei meinem Freund Dieter Schikora und seinem Schlagpartner scheint der Vorflug ganz gut gelaufen zu sein. Kurz vor 10 Uhr wurden die Tauben auf 50 Km aufgelassen und um 10:40 Uhr kamen die ersten Tauben bei frischem Kopfwind an. Als ich um kurz nach 11 Uhr dort ankam,fehlten noch 7 Tauben von 38,natürlich alles Jährige. Die Beiden waren recht zufrieden,so hoffe ich,dass auch bei den anderen Züchtern alles gut gelaufen ist. Gerade die ersten Vor-und Preisflüge müssen ja gut laufen um nicht gleich die Motivation für das ganze Jahr zu verlieren.
Am Schlag habe ich heute fleißig gewerkelt und bin nun (endlich!!!) fast fertig. Die Voliere steht,alle Regale und Sitzbretter sind angebracht und die Kotfangkästen sind gebaut und aufgestellt. Nun muss ich nur noch die Klappe zur Voliere einbauen und die "Einstreu" besorgen.Und dann,ja ,dann bin ich FERTIG!!! :-)

Die Zahlfrist ist nun auch rum und erfreulicherweise muss ich nur 2 Züchter von 56 mahnen.Das ist schon recht zufriedenstellend.Nun müssen nur auch alle diejenigen brav zahlen,die sich als Barzahler angemeldet haben. Da rechne ich auch noch mit 1-2,die es nicht fertigbringen werden,ihre Tauben zu liefern.Das sind halt Erfahrungswerte.Aber ich habe ja 11 Sportfreunde auf der Nachrückerliste sodass ich da ein gutes Backup habe.
Die ersten Preisflüge wurden auch schon absolviert und hier freue ich mich für meinen ganz engen Freund Claus Kanitz und seinen Vater,die in der RV Südholstein 33/18 Preise fliegen.Über 50 % bei einem Konkurs von nur 13 Minuten auf dem ersten Flug sind schon sehr ordentlich. Nur noch ein  bischen mehr Spitze müsste sein,aber auch das werden sie schaffen.Glückwunsch an Claus und seinen Dad und allzeit GUT FLUG!!!

28.04.2017: Heute wurde zum 1. Vorflug eingesetzt. Dieser wurde von letzten Dienstag auf morgen verlegt wegen des Wetters. Der 2. Vorflug soll dann schon am nächsten Dienstag stattfinden und am kommenden WE schon der 1. Preisflug. Es haben sehr wenige Züchter überhaupt gesetzt,die Meisten haben ja noch nicht mal trainiert oder sogar die Tauben erst kurze Zeit am Fliegen.Alles in Allem wieder mal unnötiges Gehetze zu Beginn einer Saison weil ja der RegVFlugplan eingehalten werden muss, und warum? Wegen der Vergabebedingungen für die in meinen Augen völlig unsinnigen "deutschen" Meisterschaften. So erzeugt man gleich zu Beginn schlechte Stimmung. Muss das sein?Ist das zielführend?Wieder einmal eine kleine Bestätigung das mein momentaner Rückzug aus dem aktiven Geschäft ganz gut war.Dieser ganze emotionale Stress ist kontraproduktiv.Da konzentriere ich mich lieber auf ein sauberes Derby.
Aber schön gegrillt haben wir heute.Da warten wir ja immer das ganze Winterhalbjahr drauf.Lecker! :-)

26.04.2017: Heinz Josef hat mir heute die Bilder der Parasiten geschickt,welche auf den Tauben saßen.Parallel dazu habe ich alle Tauben bei mir mit einer Lupe untersucht und bis auf 2 Federlinge konnte ich NICHTS finden. Das bestätigt mich in dem Glauben,dass die Tauben sich die Motten während des Aufenthaltes in der Sammelstelle des Transporteurs geholt haben. Nichtsdestotrotz werde ich so vorgehen,wie gestern schon beschrieben. Alle Tauben werden nochmal geträufelt und der Schlag ausgesprüht.Trotzdem bin ich erstmal erleichtert.

25.04.2017: Die Tauben,welche ich am Donnerstag dem Kurier übergeben habe,sind heute bei Heinz Josef Radtke angekommen. So weit,so gut. Allerdings bin ich echt angefressen.Warum? Im Telefonat,das wir vereinbart hatten, hat mir Heinz Josef (auf sehr nette und verständnisvolle Art ohne Vorwürfe) berichtet,das die Tauben kleine,schwarze Parasiten,vermutlich Milben,an den Federkielen sitzen haben. Ich solle da doch mal aufpassen.

Da war ich richtig geschockt! Ich habe die Tauben extra vor Versand nochmal untersucht,es waren augenscheinlich keine Federlinge oder sonstige Ektoparasiten vorhanden.Ich habe unter den Flügeln geschaut,sogar das Brustgefieder auseinandergepustet,nichts. Und nun sowas. Da kommen Tauben von mir nicht einwandfrei irgendwo an. Das frisst mich echt an!
Heinz Josef möchte mir morgen Bilder schicken,seinen Worten nach sind es sehr kleine Parasiten. Habe ich die übersehen? Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich hatte noch nie in irgendeiner Form solche Parasiten an meinen Tauben und im Herbst wurden alle Tauben mit den Nackentropfen von Tollisan behandelt.War das Mittel zu alt,hat es nicht lange genug gewirkt?
Ich mag nicht recht daran glauben,dass die Tauben das von mir mitbekommen haben.Ich halte es für wahrscheinlicher,dass sie es in den 3 Tagen Aufenthalt beim Transporteur in der Voliere bekommen haben,wer weiß,mit wie vielen und was für Tauben die dort zusammengesessen haben.Ausschließen möchte ich es aber auch nicht. Ich werde morgen jedenfalls jede bei mir befindliche Taube genauestens untersuchen. Unabhängig davon habe ich bereits frische Nackentropfen bestellt und werde alle Tauben neu träufeln. Und natürlich auch alle Tauben direkt bei der Anlieferung entsprechend behandeln. Auch der Schlag wird an einem der kommenden Wochenenden nochmals gründlichst mit Insektizid ausgesprüht. Aber ich kann es wirklich nicht glauben. Die Tauben sehen super aus,sind voll im Lack,trippeln nicht ,haben keine Federschäden, sind agil,fressen und baden sehr gut....ich bin echt geplättet von dem,was Heinz Josef mir da berichtet hat.

Nachdem das ein wenig gesackt war,habe ich ihm auch eine Mail geschrieben und um seine Kontodaten gebeten. Ich werde ihm den Kaufpreis für den Dennis selbstverständlich zurückerstatten. Einwandfreie Ware muss beim Käufer ankommen, alles Andere entspricht nicht meinem Selbstverständnis von einem fairen Geschäft.
Mann,so ein Mist! Mein Tag ist gelaufen......


22.04.2017:  Mein Info-Thread zum Heide-Derby wurde einfach mal dichtgemacht und zwar aus Gründen des "Datenschutzes",weil ich angeblich als "Inkasso-Versuch" (allein die Formulierung ist nicht zielführend ) die Namen Derer veröffentlicht hätte,die noch nicht bezahlt haben. Dabei hat der Moderator wohl nicht bemerkt,dass ich immer wöchentlich die Namen veröffentliche, die schon bezahlt haben!!!!! Und da ich selbst sehr firm im Mahnungs-und Vollstreckungswesen bin,WEISS ich auch,das das vollkommen ok ist. Anders wäre es,wenn ich tatsächlich diejenigen veröffentlichen würde,die noch säumig sind. Aber das habe ich ja nicht......
Habe dann auch gleich, als ich es gesehen habe eine Mail geschrieben, in welcher ich auf diesen Fehler hinwies. Gelesen wurde sie, aber bislang kam keinerlei Antwort und der Thread wurde auch nicht wieder freigeschaltet. Also fällt wohl Stand jetzt ein Forum weg in welchem ich Neuigkeiten posten kann. Also in Zukunft nicht wundern,wenn von mir im IT nichts mehr kommt. Naja, auf www.pigeonface.com ist eh mehr los und das Forum sehr lebendig.Update 23.04.,11:30 Uhr: der Thread scheint doch wieder offen zu sein.Mal schauen,was da noch kommt.

21.04.2017:In der Einsatzstelle haben wir heute gut die Hälfte der Geräte neu bespielt und auf die neue Saison vorbereitet. Ich setze ja ein Jahr in der RV aus,nachdem mein Vater letztes Jahr ins Pflegeheim musste und ich seine Tauben ,tja, "verramschen" musste um sie nicht schlachten zu müssen. Dies war der letzte Tropfen,der mir vorerst die Lust und Motivation für das RV Spiel genommen hat. So kam ich auf die Idee für das Heide-Derby.Man muss ja immer seine Lücke finden,damit der Taubensport auch irgendwie noch Freude macht und erfüllend ist. Doch beim Zuordnen und dem netten Gespräch mit den Züchtern da kribbelte es doch schon wieder. Den Taubenvirus wird man wohl nie so richtig los. Aber ich bleibe dort ja allein schon dadurch erhalten,dass wir die Getränke und die Bratwurst beim Einsetzen machen.So bin ich nie weit vom Schuß und wenn einige Tauben des Derbys überbleiben,die nicht wieder abgefordert oder verkauft werden,dann werde ich die wohl in 2018 im RV Programm spielen.Ohne große Gewinnabsichten,einfach nur just for fun und um ein paar mehr Tauben im Kabi zu haben.
Am 25.04. soll laut Plan der 1.Vorflug stattfinden,aber das wird wohl nichts. Das Wetter hier ist eher winterlich als frühlingshaft,vor Allem der immer sehr ruppige,kalte Wind macht den Züchtern Sorgen.Man hält sich ja selbst nicht gerne draußen auf.Heute gab es sogar Graupelschauer. Woanders sind die Vortouren in vollem Gange,hier sind die Leute teils noch nicht mal selbst losgefahren oder haben ihre Tauben erst kurze Zeit in der Luft. Im Großen und Ganzen glaube ich,hier wird viel zu früh mit der Reise begonnen. Aber es ist doch so wie immer: jeder jammert, aber am Ende wird doch nichts geändert. Auch ein Grund,warum mich der aktive (RV)Sport derzeit nicht so sehr reizt.

20.04.2017: Heute hieß es Abschied nehmen:-( , unser Dennis und die "29" wurden an den Sportfreund Heinz Josef Radtke versandt. Er hatte den Dennis ja letztes Jahr ersteigert und ich sollte ihm noch 1 Brut für das Rennen von dem Vogel züchten,was ich auch getan habe. Da ich den Alttauben nun bald Freiflug geben will,damit sie die Kleinen später bei den ersten Ausflügen "bemuttern" können,habe ich Heinz Josef angeschrieben,ob er den Vogel nicht jetzt schon haben wollte anstatt im Herbst. Beim Freiflug kann ja auch mal eine Taube wegkommen,wäre dann ja schade drum.

Da Heinz Josef über die Videovorstellung der Tauben auch die "29" toll fand,habe ich sie ihm (natürlich kostenlos) mit eingepackt. Ich hoffe nun erstmal,das die Tauben gut bei ihm ankommen,denn der Transport gestaltet sich leider immer noch schwierig. Die Tauben wurden heute vom sehr netten Sportfreund Martin Gebert abgeholt und werden erstmal nach Kiel gebracht. Dort werden sie versorgt und gehen am Montag per Ilonexs dann zu Heinz Josef. Ich hoffe,das klappt auch alles so!!!

Den Dennis und die 29 findet ihr übrigens u.A. auch in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=qOFPtAXdtUI

Die Voliere am Schlag ist nun auch fertig. Wie immer,wenn ein Nicht-Handwerker( dazu noch im öffentlichen Dienst) baut,ästhetisch alles Andere als perfekt aber genauso funktional wie der Schlag an sich.Sogar eine große Klappe habe ich eingebaut um auch aus der Voliere die Tauben herauslassen zu können. In der nächsten Woche kommen die bestellten Sitzregale und dann muss ich nur noch die Kotfangkästen bauen.Bis auf einige Kleinigkeiten ist der Schlag dann "einzugsbereit". dann gibt´s auch wieder ein kleines Video.......

Die Tauben bekommen momentan noch RUKU  Zucht und Reise mit 10% Sämereien/Erdnussmix, täglich frisches Mineralith und meist klares Wasser.Mittwochs Blitzform. Und das wöchentliche Bad Samstags wird immer gut angenommen.Das zeigt mir,das die Tauben gesund sind,denn eine kranke Taube badet nicht gerne.